Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpassung
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2352/2022 vom 15.05.2023
Stand: Am 15.06.2023 im Rat geändert beschlossen.
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Anlage1_Übersicht-Finanzen
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Anlage 1 Übersicht zu den Beschlusspunkten der Vorlage 2352/2022 1. Aufgabenstruktur zur Umsetzung eines KlimawandelAnpassungsManagements/KAM (erläutert unter 6.1) Vorlage Betreff Amt Einstufung Anzahl PK SK Gesamtaufwendungen 2352/2022 Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpassung 574 6.1 Klimawandelanpassungsmanagement als zentrale Koordination -1 Stelle Klimawandelanpassungsmanager*in 574 EG 13 1 87.500 12.800 100.300 -2 Stellen: Fördermittelakquise/Förderprogramme 574 EG 13 2 175.000 25.600 200.600 -1 Stelle: Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen 574 EG 13 1 aus Vorlage 2352/2022, Sofortmaßnahme Gesamtaufwendungen von: 262.500 38.400 300.900 Nachrichtlich auszuweisen sind: Vorlage Betreff Amt Einstufung Anzahl PK SK Gesamtaufwendungen 2388/2022 -1 Stelle: Verstetigung „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ 574 EG 13 1 87.500 12.800 100.300 aus Vorlage 2388/2022, Sofortmaßnahme 2. Übersicht an Sofortmaßnahmen für eine Integrierte Klimafolgenanpassung (erläutert unter 6.2) Vorlage Betreff Amt Einstufung Anzahl PK SK Gesamtaufwendungen 2352/2022 Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpassung 574 6.2 Sofortmaßnahmen Nr. 70 -1 Stelle: Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen 574 EG 13 1 87.500 12.800 100.300 Nr. 13 -1 Stelle: Masterplan Stadtgrün 67 EG 11 1 80.600 12.800 93.400 -Sachmittel für "Koordination baulicher Maßnahmen zur Klimawandelanpassung" 574 43.750 43.750 -Sachmittel für "Cooling Cologne“ – Konzept für Wasser im öffentlichen Raum" 574 50.000 50.000 Gesamtaufwendungen von: 168.100 119.350 287.450 Nachrichtlich auszuweisen sind: Vorlage Betreff Amt Einstufung Anzahl PK SK Gesamtaufwendungen 2388/2022 -1 Stelle: Verstetigung „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ 574 EG 13 1 87.500 12.800 100.300 aus Vorlage 2388/2022, Sofortmaßnahme Summe aus KAM (6.1) und Sofortmaßnahmen (6.2) 588.350 * bei den farblich gekennzeichneten Feldern handelt sich jeweils um ein und dieselbe Stelle Aufwendung unter Punkt 2 -
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss Januar 2025
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Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 2352/2022 Stand: 20.01.2025 Sachstandsbericht Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpassung Beschluss in der Fassung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Grün vom 13.06.2023 (Anlage 3): Entsprechend dem Ratsauftrag AN/2624/2021 legt die Verwaltung eine Bestandsauf- nahme von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung vor und entwickelt eine Strategie, um die Querschnittsaufgabe Klimawandelanpassung in der Verwaltung für die Folge- jahre zu verorten. 1. Der Rat genehmigt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung für die in der Anlage 1 dargestellten Sofortmaßnahmen mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 287.450 € (brutto) p.a.. 2. Zudem beauftragt der Rat die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen zur Ein- richtung einer Koordinationsstelle „KlimawandelAnpassungsManagement (KAM)“ mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 300.900 € (brutto) p.a. umzusetzen und die hierfür erforderlichen Mehrstellen im Rahmen des regulären Stellenplanverfahrens zu rea- lisieren. Die Gesamtaufwendungen der Maßnahmen unter Punkt 1 und 2 betragen auf Ba- sis der vorliegenden Kostenberechnung 588.350 € brutto p.a. Diese sind in Anlage 1 dargestellt. 3. Zur Finanzierung der vorgenannten Gesamtaufwendungen i.H.v. 588.350 € brutto stehen u.a. im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge in der Teilplanzeile 13, Aufwen- dungen für Sach- und Dienstleistungen, Finanzmittel i.H.v. 413.350 € (brutto) zur Verfügung. Die restliche Finanzierung von 175.000 € brutto stellt das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften im Rahmen des Stellenplanverfahrens sicher. Ab dem Haushaltsjahr 2025 wird das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Lie- genschaften im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. inner- halb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, gegebenenfalls durch Umschichtungen, vorsehen. 4. Der Rat beschließt zur Umsetzung des „Masterplans Stadtgrün“ in den Haushalts- jahren 2023 und 2024 überplanmäßige zahlungswirksame Mehraufwendungen ge- mäß § 83 GO NRW in Höhe von jeweils 93.400 € brutto im Teilergebnisplan des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen in der Produktgruppe 1301, Öffentli- ches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen, in der Teilplanzeile 11, 2 Personalaufwendungen (80.600 € brutto) und der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (12.800 € brutto), zur Verfügung zu stellen. Die De- ckung erfolgt in entsprechender Höhe durch zahlungswirksame Wenigeraufwen- dungen im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Pro- duktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge, in der Teilplanzeile 13, Aufwendun- gen für Sach- und Dienstleistungen. Die Deckungsmittel sind in den ausgewiese- nen Gesamtaufwendungen enthalten. 5. Zudem beschließt der Rat, dass über die Umsetzung der Maßnahmen aus dem als Anlage 2 beigefügten Bestandskatalog jährlich zu berichten ist. 6. Im Bestandskatalog - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Verschattung mit aufzunehmen: Handlungsfeld: Gesundheit Titel der Handlung: Verschattung von öffentlichen Flächen Beschreibung: Im Rahmen eines Versuchs sind kurzfristig ein Kin- derspielplatz und eine öffentliche Platzfläche durch geeignete Verschattung zu kühlen. Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Zu 1. Sofortmaßnahmen Die beschlossenen Sofortmaßnahmen wurden wie folgt umgesetzt: Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen (1 Stelle): Die Stelle wurde eingerichtet und Anfang 2024 besetzt. Masterplan Stadtgrün (1 Stelle): Die Stelle wurde eingerichtet und konnte zum 18.11.2024 besetzt werden. "Koordination baulicher Maßnahmen zur Klimawandelanpassung" (Sachmittel) Die Personalstelle wurde bei den StEB Köln eingerichtet und zum 01.10.2024 besetzt. Die zur Verfügung gestellten Sachmittel werden für die Finanzierung eines 0,5-Stel- lenanteils verwendet. "Cooling Cologne“ – Konzept für Wasser im öffentlichen Raum" (Sachmittel) Zur Durchführung des Projektes Cooling Cologne besteht eine Vereinbarung mit der RheinEnergie AG, im Sommer durch den Einsatz von Wasserschläuchen für eine Kühlung auf zentralen Innenstadtplätzen zu sorgen. Die Wasserschläuche werden ge- mäß einer vertraglichen Vereinbarung vorgehalten, sodass diese je nach Wetterprog- nose kurzfristig eingesetzt werden können. Grundlage für die Aktion ist eine über mehrere Tage sonnige und windschwache Wetterlage von über 30 °C ohne Gewitter- neigung. Bis auf einen Probelauf im Jahr 2022 wurden die Wasserschläuche bisher nicht eingesetzt, da es in den Jahren 2023 und 2024 keine stabile Wetterlage mit ei- ner über mehrere Tage andauernden Hitzeperiode von über 30 °C gegeben hat. Es ist vorgesehen, “Cooling Cologne”-Aktionen als öffentlichkeitswirksame Maßnahme zu nutzen und mit Infoständen zur Klimabildung zu begleiten. Zu 2. KlimaAnpassungsManagement (KAM) als zentrale Koordination 3 Anfang 2024 wurde das KlimaAnpassungsManagement (KAM) als Bestandteil der Umweltplanung und –vorsorge im Umwelt- und Verbraucherschutzamt eingerichtet und personell ausgestattet. Das KAM umfasst folgende Tätigkeitsfelder: 1. Klimaanpassungsmanager*in 2. Akquise von Fördermitteln und Beantragung von Förderprogrammen 3. Verstetigung „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ 4. Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen Das KAM hat am 01.01.2024 seine Arbeit aufgenommen und die Fortschreibung der Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ gemäß Ratsbeschluss „Erstellung eines Integrierten Klimaanpassungskonzept Köln (IKA Köln) 1538/2024“ begonnen. Da die Aufgabe Klimawandelanapassung eine breite Querschnittsaufgabe für die Gesamtver- waltung ist, wird das IKA Köln als integrierte Konzeption ausgerichtet. Die Stadtstrate- gie „Kölner Perspektiven 2030+“ bildet den Rahmen für das IKA Köln. Zudem erfolgt die Einbindung bestehender sektoraler Konzepte wie beispielsweise dem Hitzeakti- onsplan, dem Masterplan Stadtgrün und dem Nachhaltigen Mobilitätsplan. Der Prozess wird durch das Planungsbüro MUST Städtebau und die ressortübergrei- fende Steuerungsgruppe bis zur Fertigstellung im Jahr 2026 begleitet. In das IKA Köln fließen aktualisierte Klimadaten zu den Klimawirkungen Hitze und Starkregen ein. Am 20.11.2024 hat ein stadtinterner Auftaktworkshop stattgefunden. Ziel des Workshops war neben der Einbindung der kommunalen Stakeholder, die Ergebnispräsentation der durchgeführten Betroffenheitsanalyse. Die nächsten Schritte werden die Zusam- menstellung eines stadtweiten Maßnahmenkataloges und eine Beteiligung der Öffent- lichkeit sein. Im Rahmen des Fördermittelmanagements werden die Förderlandschaft beobachtet und die Fachdienststellen zu aktuellen und geeigneten Programmen informiert. Es wird zudem eine fachliche Unterstützung bei der Antragstellung und Projektabwick- lung angeboten. Die Kölner Hitzeaktionsplanung ist nach erfolgreich durchgeführter Projektphase (2019 – 2022) seit Anfang 2023 fester Bestandteil des Verwaltungshan- delns. Neben der Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen zum gesundheitli- chen Hitzeschutz von Menschen im Alter wurde der Aktionsradius auf die vulnerable Personengruppe „Kinder“ mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen erweitert. Die in- terdisziplinäre Arbeitsstruktur („Runder Tisch Hitzeaktionsplan“) und Kooperation mit dem Gesundheitsamt wird fortgeführt und stetig weiterentwickelt. Im Bereich Stadtklimatologie wurden die Ergebnisse der Klimaprojektion durch den Deutschen Wetterdienst ausgewertet und auf Basis aktueller Emissionsszenarien und Stadtklimamodellierungen die Anzahl der Kenntage (Heiße Tage, Sommertage, Tro- pennächte) für die nahe und ferne Zukunft bestimmt. Diese bilden die Grundlage für die neue „Planungshinweiskarte Klima – Hitze“. Zu 3. Gesamtausgaben Die angesetzten Mittel wurden verausgabt. Alle Personalstellen wurden besetzt. Zu 4. Masterplan Stadtgrün Derzeit wird die zweite Stufe des Beteiligungsprozesses des Masterplan Stadtgrün auf der Bezirksebene durchgeführt. Seit März 2023 wurden bereits die Stadtbezirke Eh- renfeld, Kalk, Nippes und Mülheim bearbeitet. Die Dokumentationen zu den durchge- führten Beteiligungsprogrammen wurden auf der Seite „Meinung für Köln“ bereitge- stellt. Parallel wird nun damit begonnen alle Ergebnisse aus den Bezirken zur Fort- schreibung des Masterplans Stadtgrün aufzubereiten und zusammen zu führen. 4 Zu 5. Maßnahmenkatalog Der vorliegende Maßnahmenkatalog wurde aktualisiert und fortgeschrieben. Dieser bildet eine Grundlage für den stadtweiten Aktionsplan, der im Rahmen des IKA Köln erstellt wird. Im Rahmen des IKA Köln wird darüber hinaus in 2025 ein Fachworkshop zur Identifikation von Pilotmaßnahmen durchgeführt. Das integrierte Klimaanpas- sungskonzept wird im Jahr 2026 der Politik vorgelegt. Zu 6. Im Bestandskatalog – Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Verschattung mit aufzunehmen: Handlungsfeld: Gesundheit Titel der Handlung: Verschattung von öffentlichen Flächen Beschreibung: Im Rahmen eines Versuchs sind kurzfristig ein Kinderspielplatz und eine öffentliche Platzfläche durch geeignete Verschattung zu kühlen. Zur Verschattung eines öffentlichen Platzes: Derzeit wird von der Verwaltung geprüft, bei welchen der ermittelten hitzebelasteten Plätzen im Stadtgebiet Köln planungsrechtlich eine Verschattung möglich und geeig- net ist. Bei den möglichen Plätzen wird anschließend die Art der Verschattung (bauli- che Anlage oder Begrünung) verwaltungsintern abgestimmt. Zur Verschattung eines Kinderspielplatzes Grundsätzlich wird bei den neu zu errichtenden Spielgeräten eine integrierte Über- dachung als Verschattung in die Planung mit einbezogen. Bei den vorhandenen Spiel- plätzen bestehen zum Teil Unterstände mit Dachkonstruktionen in den Sitzbereichen, nicht jedoch im direkten Spielbereich. Für bestehende Spielgeräte ist die Verwaltung daher mit den Spielgeräteherstellern in Kontakt, um Möglichkeiten zu finden, beste- hende Geräte mit einer Dachkonstruktion nachzurüsten. Bei der Spielraumbedarfsplanung, die alle 5 Jahre fortgeschrieben wird, wird bei der Entscheidung, wo welcher Spielplatz neu gebaut oder saniert wird, die Planungshin- weiskarte Hitze berücksichtigt. Die Bedarfsplanung wurde dieses Jahr aktualisiert. Zu- dem findet ein regelmäßiger Austausch mit den Fachdienststellen statt. Nächste Schritte: Die unter 1 und 2 dargestellten Aktivitäten und die Aufgaben des KAM werden fortge- führt. Das IKA Köln wird in 2025/ 2026 erstellt. Die unter 4. dargestellten Aktivitäten zum Masterplan Stadtgrün in den Bezirken wer- den in 2025 in Chorweiler und Porz weiter geführt mit dem Ziel, diese Phase 2027 ab- zuschließen. Es ist vorgesehen, den AKUG über eine Mitteilung zum Verfahrensstand des Masterplans Stadtgrün zu informieren. Das unter 5. dargestellte Vorgehen wird weiterverfolgt. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: Ende 2025 -
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 2352/2022 Freigabedatum 15.05.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpassung Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Entsprechend dem Ratsauftrag AN/2624/2021 legt die Verwaltung eine Bestandsaufnahme von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung vor und entwickelt eine Strategie, um die Quer- schnittsaufgabe Klimawandelanpassung in der Verwaltung für die Folgejahre zu verorten. 1. Der Rat genehmigt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung für die in der Anlage 1 dargestellten Sofortmaßnahmen mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 287.450 € (brutto) p.a.. 2. Zudem beauftragt der Rat die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen zur Einrichtung einer Koordinationsstelle „KlimawandelAnpassungsManagement (KAM)“ mit Gesamtauf- wendungen i.H.v. 300.900 € (brutto) p.a. umzusetzen und die hierfür erforderlichen Mehr- stellen im Rahmen des regulären Stellenplanverfahrens zu realisieren. Die Gesamtaufwendungen der Maßnahmen unter Punkt 1 und 2 betragen auf Basis der vorliegenden Kostenberechnung 588.350 € brutto p.a. Diese sind in Anlage 1 dargestellt. 3. Zur Finanzierung der vorgenannten Gesamtaufwendungen i.H.v. 588.350 € brutto stehen u.a. im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge in der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Finanzmittel i.H.v. 413.350 € (brutto) zur Verfügung. Die restliche Finan- zierung von 175.000 € brutto stellt das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegen- schaften im Rahmen des Stellenplanverfahrens sicher. Ab dem Haushaltsjahr 2025 wird das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaf- ten im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. innerhalb des dann zu- gewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, gegebenenfalls durch Umschichtungen, vorsehen. 4. Der Rat beschließt zur Umsetzung des „Masterplans Stadtgrün“ in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 überplanmäßige zahlungswirksame Mehraufwendungen gemäß § 83 GO Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 25.05.2023 Finanzausschuss 12.06.2023 Rat 15.06.2023 2 NRW in Höhe von jeweils 93.400 € brutto im Teilergebnisplan des Amtes für Landschafts- pflege und Grünflächen in der Produktgruppe 1301, Öffentliches Grün, Wald- und Forst- wirtschaft, Erholungsanlagen, in der Teilplanzeile 11, Personalaufwendungen (80.600 € brutto) und der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (12.800 € brutto), zur Verfügung zu stellen. Die Deckung erfolgt in entsprechender Höhe durch zah- lungswirksame Wenigeraufwendungen im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbrau- cherschutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge, in der Teilplan- zeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die Deckungsmittel sind in den ausgewiesenen Gesamtaufwendungen enthalten. 5. Zudem beschließt der Rat, dass über die Umsetzung der Maßnahmen aus dem als Anlage 2 beigefügten Bestandskatalog jährlich zu berichten ist. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 588.350 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2024 a) Personalaufwendungen 430.600 € b) Sachaufwendungen etc. 157.750 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Der Rat hat die Verwaltung beauftragt, eine Strategie für eine integrierte Klimafolgenanpas- sung zu entwickeln (AN/2624/2021). Im Folgenden werden die ersten Ergebnisse vorgestellt und ein Ausblick auf die weiteren Schritte gegeben. 1. Klimawandel in Köln Die Folgen des Klimawandels mit zunehmenden Starkregenereignissen und lang andauern- den Hitzeperioden sind auch in Köln spürbar. In den vergangenen Sommern 2018, 2019 2020 und 2022 haben sich extreme Temperaturen von über 40 Grad Celsius und Dürre gezeigt. Im Jahr 2021 sind extreme Starkregenereignisse mit großflächigen Überschwemmungen, Sach- und Personenschäden aufgetreten. Dieser Trend wird sich in der Zukunft fortsetzen und der Druck auf die Kommunen, eine Strategie zur Klimawandelanpassung zu entwickeln, nimmt zu. In der gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucher- schutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW), dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und den Stadtentwässerungsbetrieben (StEB) erarbeiteten Studie „Klimawandelgerechte Met- ropole Köln“1 wurde ermittelt, dass die Zahl der Sommertage bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 1 Fachbericht 50, LANUV 2013 4 70 Prozent zunehmen wird und die heißen Tage um 60 bis 150 Prozent. Der Themenkomplex Starkregenvorsorge, mit der Entwicklung eines Schwammstadt- Konzepts, wird federführend von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln verantwortet. Das Themenfeld sommerliche Hitze und gesundes Stadtklima obliegt dem Umwelt-und Ver- braucherschutzamt auf verschiedenen Ebenen. Dies betrifft sowohl die Umsetzung von Maß- nahmen zur Steigerung der Resilienz gegen Hitze im Rahmen der Hitzeaktionsplanung, als auch die Förderung von Eigenvorsorge (Programm Grün hoch 3), Bereitstellung von stadtklima- tologischen Untersuchungen sowie die Vernetzung der handelnden Akteure. 2. Gesetzliche Grundlage Das Thema Klimawandelanpassung hat seit Erstellung der Studie im Jahr 2013 eine zuneh- mende Bedeutung erhalten. Dies zeigt sich durch eine Vielzahl von Förderprogrammen auf Bundesebene im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS), aber auch auf Landes- ebene mit dem seit dem 1. Juli 2021 beschlossenen Klimaanpassungsgesetz NRW (KlAnG) und der 15-Punke-Offensive. Das Klimaanpassungsgesetz bestärkt die Aktivitäten zur Klimawandelanpassung und versteht diese als Querschnittsaufgabe in den planerischen, gesundheitlichen und sozialen Handlungs- feldern der Kommunen. 3. Sachstand und Maßnahmen Die Erkenntnisse des Fachberichts „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ legten den Grund- stein für die kommunalen Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel. In der Studie wur- den die relevanten Handlungsfelder für eine zukünftige weitere Entwicklung von Anpas- sungsmaßnahmen beschrieben. Seit Erstellung der Studie sind unterschiedliche Maßnahmen in den Handlungsfeldern Stadtentwicklung und Stadtplanung, Landschaftspflege und Grünflä- chen, Mobilität und Verkehr, Wasser, Boden, Biotop- und Artenschutz und Gesundheit entwi- ckelt und umgesetzt worden. Die jeweiligen Maßnahmen führt jedes Amt in eigener Verant- wortung durch. Die Planungshinweiskarte Hitze und die Planungsempfehlungen wurden in verschiedene Verwaltungsprozesse eingebracht. Eine ressortübergreifende Arbeitsstruktur (Arbeitskreis Klimafolgenanpassung) ist eingerichtet worden, in dem aktuelle bzw. laufende Maßnahmen in einem kollaborativen Austausch verwaltungsintern kommuniziert werden. Die Datenbasis wird aktuell durch den deutschen Wetterdienst im Auftrag der Stadt Köln aktu- alisiert. Mit einem Ergebnis wird bis Ende des Jahres 2023 gerechnet. Die Daten werden im Anschluss aufbereitet und den Dienststellen als Grundlage ihres Handelns zur Verfügung ge- stellt. Um einen Überblick über die umgesetzten, aktuell laufenden und geplanten Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung zu erhalten, wurde durch das Umwelt- und Verbraucherschutzamt eine Abfrage bei den Dienststellen und städtischen Gesellschaften durchgeführt. Die Stadtverwaltung und die städtischen Beteiligungen benennen 77 Maßnahmen, die einen Beitrag zur Klimawandelanpassung aufweisen. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zeigen die Aktivitäten der Verwaltung sowie der städ- tischen Beteiligungen. Zur besseren Übersicht werden die Maßnahmen nach den Handlungs- feldern des Fachberichts „Klimawandelgerechten Metropole Köln“ strukturiert: 5 Handlungsfeld Anzahl der Maßnahmen Stadtentwicklung 9 Landschaftspflege 20 Mobilität 4 Wasser 26 Biotop 3 Gesundheit 15 Summe 77 Die Einzelmaßnahmen sind der als Anlage 2 beigefügten Tabelle zu entnehmen. Zu den Maßnahmen liegen Informationen zum Zeithorizont, Wirkung, Status, Realisierbarkeit und der Möglichkeit zur Digitalisierung vor. 24 Maßnahmen des Gesamtkatalogs haben eine hohe, d. h. stadtweite Wirkung und 37 Maß- nahmen eine lokale Wirkung. Für die verbleibenden Maßnahmen wurde eine geringe bzw. nicht messbare Wirkung angegeben. Für die Hälfte der Maßnahmen, die sofort umsetzbar sind, liegen politische Beschlüsse vor und sie befinden sich in der Umsetzung. Dazu zählen beispielsweise das städtische Förder- projekt Grün Hoch Drei, der Straßenbaumtest zur Untersuchung neuer Baumarten, der Um- bau von öffentlichen Platzflächen zu multifunktionalen Freiräumen mit Retentionsfunktion und die Fortschreibung der Klimasimulation. Für die übrigen sofort umsetzbaren Maßnahmen existieren konkrete Planungen bzw. sie be- finden sich in der Konzeptphase. Hierbei handelt es sich teilweise um Projekte, für die eine Förderung aus Bundesmitteln beantragt wurde (Metro-Klima-Lab, Projekt „Wasser zum Baum“), zum anderen wurden Kooperationen mit den städtischen Gesellschaften geschlos- sen. Teilweise ist zur Umsetzung der Maßnahmen eine Anschubfinanzierung erforderlich. Als Ergebnis der Abfrage wurden Maßnahmen aus den Dienststellen genannt, für die größten- teils bereits die erforderlichen Beschlüsse vorliegen und die sich in der Umsetzung befinden. Diese Einzelmaßnahmen werden von den Dienststellen eigenständig durchgeführt und erge- ben überschlägig ein Finanzvolumen von ca. 7 Millionen Euro. Die Umsetzung der Einzel- maßnahmen obliegt den jeweiligen Fachämtern. Diese stellen im Vorfeld die Maßnahmenfi- nanzierung im eigenen Finanzbudget sicher. 4. Ist-Analyse Die Bestandsaufnahme zeigt, dass die Anforderungen an eine zielgerichtete und zukunftsori- entierte Klimawandelanpassung aufgrund der Vielschichtigkeit hoch sind. Das Thema ist zwar in der Verwaltung zunehmend angekommen und wird teilweise bei der originären Aufgaben- wahrnehmung berücksichtigt. Die Anpassungsgeschwindigkeit ist jedoch dem Tempo der Entwicklung nicht angemessen. Die bekannten und vielfach beschriebenen Handlungsoptio- nen zur Anpassung an den Klimawandel (z. B. Schaffung von grün-blauer Infrastruktur) wer- den in der alltäglichen Umsetzung noch nicht sichtbar. Auch die Sensibilisierung der Kölner Bevölkerung zur Eigenvorsorge erfolgt nur punktuell. Zudem ist durch den mangelnden Überblick und die geringe bis gar nicht stattfindende syste- matische, ämterübergreifende Abstimmung zu Einzelmaßnahmen nicht sichergestellt, dass die vorhandenen Aktivitäten bestmögliche Wirkung erzielen können. Auch der Gesetzgeber sieht die Notwendigkeit einer zentralen Steuerung der Anpassungs- maßnahmen in Form eines Klimawandel-Anpassungsmanagements. In vorherigen Förderpe- rioden des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbrau- cherschutz (BMU) wurde im Rahmen der Entwicklung eines Klimawandel- Anpassungskonzeptes in Kommunen der Personaleinsatz eines Klimawandel- Anpassungsmanagers zur Konzepterstellung und Umsetzung gefördert. 6 Die Stadt Köln hat sich bereits im Jahr 2008 dem Thema angenommen und als Modellkom- mune das Klimawandel-Anpassungskonzept „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ ohne zusätzliches Personal erstellt. Im Umwelt- und Verbraucherschutzamt ist in der Abteilung Umweltplanung und Vorsorge für das Themenfeld bisher nur eine Personalstelle vorhanden. Damit eine zielgerichtete Durchführung von Anpassungsmaßnahmen, eine positive Außen- darstellung der Stadt Köln und eine entsprechende Fördermittelakquise für gemeinsame Themen erfolgen können, ist eine zentrale Koordination mit dem entsprechenden personellen und finanziellen Unterbau erforderlich. Auch von den kommunalen Akteuren, u. a. der Rhein- Energie AG und der StEB Köln, wurde bei der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen eine Koordination gewünscht2. Eine Beratung der Fachdienststellen über Maßnahmenumsetzungen und Finanzierungsmög- lichkeiten, die auch einen zentralen Haushaltsansatz „Klimawandelanpassung“ umfasst, wäre zudem wünschenswert. Aus zentralen Mitteln könnten Impulse gesetzt, neue Maßnahmen angestoßen und Pilotprojekte konzeptioniert werden. 5. Andere Kommunen Andere Kommunen haben das Erfordernis einer koordinierenden Stelle bereits früher erkannt und in unterschiedlicher Ausprägung umgesetzt. Der Klimaanpassungsmanager wurde wie z. B. in Regensburg als Stabsstelle im Büro des Bürgermeisters angesiedelt, um die Bedeutung der Aufgabe hervorzuheben und eine thema- tisch übergreifende Zusammenarbeit mit den Fachämtern zu erleichtern. Münster und Bremen haben ein entsprechend personell besetztes Anpassungsmanagement im Umweltressort implementiert. Die Anbindung an ein Fachamt (Umweltamt) hat den Vorteil des vereinfachten Zugangs zu Grundlagendaten. In Bremen wurde ein*e zusätzliche*r Klimawandelmanager*in eingestellt. Hier sind insgesamt sieben Mitarbeiter*innen tätig (u.a. 2 Stellen Anpassungsmanager*in, 2 Stellen Forschungs- projekte, 1 Stelle Stadterneuerung, 1 Stelle Klimafond). Düsseldorf richtet zukünftig ein eigenes Sachgebiet im Umweltamt ein und stattet dieses, ne- ben den vorhandenen zwei Stellen, mit weiteren Ressourcen aus. Die Hauptaufgabe besteht in der Koordination von Aktivitäten. Ein eigener Haushaltsansatz steht zur Verfügung. Von den 60 Millionen pro Jahr für Klimaschutz stehen 5 Millionen für die Klimaanpassung bereit. In Hamburg koordiniert die Stabsstelle Klimafolgenanpassung/RISA die Aktivitäten zur Anpas- sung an die Folgen des Klimawandels und fungiert als Leitstelle für die Umsetzung des Pro- zesses zur Regeninfrastrukturanpassung. Angebunden ist sie in der Behörde für Umwelt, Kli- ma, Energie und Agrarwirtschaft. Insgesamt sind dort fünf Mitarbeiter*innen in rein koordinie- render Tätigkeit beschäftigt. Es gibt einen Haushaltsansatz (Klimaschutz und Klimawandel) im Hamburger Klimaplan. In Frankfurt am Main sind derzeit im Umweltamt sechs Mitarbeiter*innen tätig (Koordination und Maßnahmenumsetzung). Geplant ist eine Neuorganisierung mit Bildung eines eigenen Referates für Klimawandelanpassung. Es werden eigene Mittel im Umweltamt und ein eige- nes Budget für „Frankfurt frischt auf“ zur Verfügung gestellt. In Bonn sind, angebunden an das Amt für Umwelt und Stadtgrün, insgesamt fünf Personen tätig. Seit 2013 ist Klimaschutz als eigene Leitstelle getrennt von der Klimaanpassung organi- siert. Eine Mitarbeiterin ist nur für die Koordination zuständig. Es ist ein Budget für Förderpro- gramme (200.000 € pro Jahr) vorhanden. 2 Ergebnis aus Experteninterviews in der Masterarbeit von Bianka Marcol, Klimafolgenanpassungs- maßnahmen in der Stadt Köln. Eine Akteurs - und Konfliktanalyse, 2020 7 Auch andere Städte wie Dortmund, Leverkusen, Neuss, Solingen und Remscheid haben das Themenfeld mit unterschiedlichen Schwerpunkten besetzt. 6. Umsetzungsstrategie der Klimawandelanpassung für eine resiliente Stadt der Zu- kunft 6.1 KlimawandelAnpassungsManagement (KAM) als zentrale Koordination Die Erkenntnisse der Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ sowie die hieraus ab- geleiteten Handlungsfelder stellen das strategische Grundgerüst der kommunalen Aktivitä- ten zur Klimawandelanpassung dar. Auf dieser Basis werden bereits vielfältige Maßnah- men in den verschiedenen Fachressorts durchgeführt. Um die Klimawirkungen Starkre- genvorsorge und Hitzeprävention jedoch noch wirkungsvoller voranzutreiben zu können, ist der Fokus auf die koordinierte Umsetzung von Maßnahmen zu legen. Die Umsetzung der Starkregenvorsorge ist Aufgabe der Stadtentwässerungsbetriebe Köln und ist im Strategiekonzept „Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung“ beschrieben. Das Themenfeld Hitze in der Stadt und Hitzeaktionsplanung ist eine Querschnittsaufgabe der Stadtverwaltung und betrifft viele Fachbereiche und Disziplinen. Die Bearbeitung der Aufgabe erfordert ein koordiniertes Zusammenarbeiten aller relevanten Fachämter sowie externer Akteure. Das Zusammenspiel von unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten, verbunden mit der Identifikation von weiteren Klimaanpassungs- und Sofortmaßnahmen, ist nur zu bewältigen, wenn eine zentrale Koordinierung in der Stadt Köln zur Anpassung an den Klimawandel eingerichtet wird. Im Rahmen von Planverfahren und erforderlichen Klimagutachten ist eine breit aufgestell- te intra- und interkommunale Expertise sowie unterstützende Beratung unabdingbar, um den zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels und dessen Folgen angemes- sen und wirksam gegenüber zu treten. In den Beteiligungsverfahren zu kommunalen und regionalen Planverfahren sind die Anforderungen an Klimagutachten komplexer gewor- den. Für die Bereitstellung der Eingangsdaten sowie Prüfung und Bewertung der Gutach- ten sind tiefergehende Fachkenntnisse erforderlich, die stets dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen müssen. Aufgaben des KAM Ein ganzheitlicher Ansatz erfordert die Betrachtung aller gesamtstädtischer Zusammen- hänge und Querschnittsfragen. Die zentrale Koordination strukturiert, vereinheitlicht und kommuniziert den Prozess und treibt die Umsetzung von Maßnahmen voran. Aufgrund der Vielzahl der zu beteiligten Ak- teur*innen mit vielfältigen Strukturen ist die Vereinbarung einer abgestimmten Vorge- hensweise auf Basis der ermittelten Grundlagendaten, der Planungshinweiskarte Hitze, zur strategischen Maßnahmenplanung eine wichtige Voraussetzung. Das KlimawandelAnpassungsManagement setzt Prioritäten aufgrund vorhandener Grund- lagendaten, erkennt Synergien und löst Zielkonflikte gemeinsam mit den Akteur*innen und strukturiert die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen. Die Dienststellen werden bei Maßnahmen und Konzeptionen im Rahmen ihrer originären Aufgaben unterstützt. Die Evaluierung der Maßnahmenumsetzung zählt ebenfalls zu den Aufgaben des KAM. Darüber hinaus ist eine Verknüpfung mit übergeordneten Strategien, zum Beispiel mit den Nachhaltigkeitszielen oder den Kölner Perspektiven 2030+, sinnvoll und effizient umzuset- zen. So können langfristige Ziele in die Maßnahmenumsetzung integriert werden. Auch 8 die Berichterstattung für Politik und Öffentlichkeit ist durch ein zentrales KAM sicherge- stellt. Die Einrichtung des Aufgabenbereichs KAM ist somit Teil einer umsetzungsorientierten Strategie auf der Grundlage der Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“. Zudem baut es auf Erfahrungen und Erprobungen aus den Förderprogrammen und Forschungs- vorhaben wie Grün hoch 3, Hitzeaktionsplanung für Menschen im Alter und iResilience auf. Das KAM wird aufbauend auf diesen Programmen und Forschungsvorhaben Aspekte wie Bürgerbeteiligung auf verschiedenen Ebenen und Akteursvernetzungen integrieren und neue Themenfelder wie eine erweiterte Umweltbildung hin zu Klima-Bildung, Klimage- rechtigkeit und Bürgerbeteiligung als Eigenvorsorge initiieren. Wesentliche Aufgaben des KAM sind: die strategische Ausrichtung und Fortentwicklung des gesamtstädtischen Klimawan- delanpassungsprozesses, die Initiierung und ressortübergreifende, interdisziplinäre, gesamtstädtische, prozess- orientierte Koordinierung von Klimawandelanpassungsprojekten, die Vernetzung mit und Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteur*innen zur Er- reichung der städtischen Anpassungsziele, (Fördermittel-) Beratung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltungsinterne und externe Kommunikation, Projektleitung Hitzeaktionsplan, Geschäftsführung AK Klimawandelanpassung gemeinsam mit der StEB Köln Vertretung in Arbeitskreisen und regionalen, nationalen und internationalen Netzwer- ken. Das KAM ist zentraler Anlaufpunkt zu den Themen Klimawandelanpassung und Hitzeakti- onsplan für Verwaltung, Politik, Unternehmen, Wissenschaft, stadtnahe Beteiligungen und Bürger. Organisatorische Anbindung Das KlimawandelAnpassungsManagement (KAM) wird als Bestandteil der Umweltplanung und -vorsorge im Umwelt- und Verbraucherschutzamt eingerichtet. Hiermit können die vorhandenen Grundlagendaten, die Querverbindungen zu anderen Umweltthemen, die Er- fahrungen aus Forschungsprojekten sowie die vorhandenen Netzwerke genutzt werden. Zudem kann der nahtlose Übergang in die Verstetigung des Hitzeaktionsplans gewährleis- tet werden. Darüber hinaus liegen im Umwelt-und Verbraucherschutzamt die fachlichen Kenntnisse vor, die für eine koordinierende Stelle erforderlich sind. Das bewährte Format des Arbeitskreises Klimawandelanpassung wird durch das Umwelt- und Verbraucher- schutzamt federführend fortgeführt. Mit dem Hitzeaktionsplan wird ein bundesweites Leuchtturmformat in das KlimawandelAn- passungsManagement integriert, welches eine Vorbildfunktion für andere Kommunen hat. Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt stellt zudem Grundlagendaten auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft kölnspezifisch zur Verfügung, um die Bewertung der Klimawan- delfolgen für die Gesamtstadt zu ermöglichen. Durch die Bündelung in einem KAM kann dieses Grundlagenwissen auf die Bedarfe der Dienststellen angepasst werden. Die Einrichtung einer eigenen Organisationseinheit mit eigener Führungsfunkton ist aus Effizienzgründen nicht vorgesehen. Personelle Ressourcen für das KAM beim Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz Zur Wahrnehmung der oben genannten Aufgaben werden aus Sicht des Umwelt- und 9 Verbraucherschutzamtes personelle Ressourcen für vier Tätigkeitsfelder benötigt, um eine funktionierende Arbeitsstruktur zu schaffen und die verschiedenen Aufgabenschwerpunkte abzudecken. 1. Tätigkeitsfeld: Klimawandelanpassungsmanager*in Dieser gesamtstädtisch bedeutsame Aufgabenschwerpunkt beinhaltet den Einstieg in die Umsetzung des KlimawandelAnpassungsManagements (KAM), die Fortsetzung von Planung und Konzeption und die verantwortungsvolle Ausgestaltung des Mana- gements. Ämteranregungen werden gebündelt, zusätzliche Maßnahmen geplant und umgesetzt sowie eine übergreifende Strategie vorbereitet. Zudem werden Sofortmaß- nahmen geplant und koordiniert, deren Umsetzung unterstützt und eine Evaluierung in einem iterativen Prozess angestoßen. Im Zentrum dieser Aufgabe stehen zudem die Nutzung von Digitalisierungspotentialen sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit. 2. Tätigkeitsfeld: Akquise von Fördermitteln und Beantragung von Förderprogrammen Die Akquise von Fördermitteln und Beantragung von Förderprogrammen sollen voran- getrieben werden. Die Aufgabe beinhaltet neben der Konzepterstellung im Vorfeld ei- ner Antragstellung auch die inhaltliche Umsetzung und Begleitung von Projekten über die gesamte Förderprojektlaufzeit. Dabei werden auch Projekte im Rahmen von Städ- tebauförderung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik eingebunden(seit dem Programmjahr 2021 sind Klimaschutz- und Klimaanpassungs- maßnahmen in allen Gesamtmaßnahmen der Städtebauförderung verpflichtend). Zu- dem werden Fördermöglichkeiten geprüft und die Fachdienststellen und sozialen Ein- richtungen beraten und begleitet. 3. Tätigkeitsfeld: Verstetigung „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ und Ausdehnung auf weitere vulnerable Personengruppen Die Stelle ist zur Verstetigung des Hitzeaktionsplans eingesetzt, um die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ in das Verwaltungshandeln zu integrieren und fortzuschreiben. Die Stelle wird mit der Beschlussvorlage 2388/2022 begründet. Sie wurde durch den Rat in seiner Sitzung am 08.12.2022 beschlossen und ist bereits eingerichtet. Die Auf- wendungen werden nachrichtlich über das Sofortmaßnahmenprogramm aufgeführt (s. Punkt 6.2). 4. Tätigkeitsfeld: Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen Die Aufgabe beinhaltet die Abwicklung von Stadtklimagutachten im Rahmen der Bau- leitplanung/ Stadtentwicklung sowie die Durchführung von eigenen Stadtklimasimulati- onen (s. Punkt 6.2). Die Kalkulation der Personalkosten basiert, wie in Anlage 1 dargestellt, auf 5,0 Mehrstel- len. 6.2 Sofortmaßnahmen Aus den konzeptionellen Überlegungen zu dem KlimawandelAnpassungsManagement mit dem Bedarf vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen ergeben sich die folgenden Sofortmaßnahmen, die mit hoher Priorität umzusetzen sind: 10 Verstetigung „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ und Ausdehnung auf weitere vulnerable Personengruppen (1,0 Stelle EG 13, siehe Vorlage 2388/2022) Die Projektergebnisse des Förderprojektes „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ wurden dem Rat in seiner Sitzung am 08.12.2022 vorgelegt (Be- schlussvorlage 2388/2022 Hitzeaktionsplanung der Stadt Köln). Es wurde beschlos- sen, dass die Ergebnisse in das Verwaltungshandeln integriert und auf weitere vul- nerable Gruppen ausgeweitet werden soll. Weitere Maßnahmen sollen entwickelt und zur Verstetigung ein „Runder Tisch Hitzeaktionsplanung“ initiiert werden. Eine Hitzeaktionsplanung ist die Grundvoraussetzung dafür, sich auf die zunehmen- den Hitzeperioden im Rahmen des Klimawandels einzustellen und gesundheitlich Fol- gen, bis hin zu vermehrter Übersterblichkeit, abzumildern. Die Aufwendungen für die bereits eingerichtete Personalstelle werden in der Liste der Sofortmaßnahmen nachrichtlich aufgenommen. Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen Die Aufgabe ist zur Abwicklung von Stadtklimagutachten im Rahmen der Bauleitpla- nung/ Stadtentwicklung eingeplant, um eine eigene, von Investoreninteressen unab- hängige Einschätzung wirksamer stadtklimatischer Minderungsmaßnahmen zu entwi- ckeln. Hier sind die Eingangsdaten für die Gutachten ebenso zu betrachten, wie die Durchführung von eigenen Stadtklimasimulationen z. B. mit dem Stadtklimamodell PALM-4U. Das Model PALM-4U soll allen Kommunen ermöglichen mit den entspre- chenden Hintergrunddaten (Emissionsszenarien) Klimasimulationen durchzuführen. Masterplan Stadtgrün Der Masterplan Stadtgrün ist ein gesamtstädtisches und strategisch ausgerichtetes Konzept zur Sicherung der Grünen Infrastruktur. Der ersten gesamtstädtischen Be- trachtungsphase schließt eine detaillierte Untersuchungsphase auf der Ebene der Stadtbezirke an. Hier sollen mit Begleitung einer Öffentlichkeitsbeteiligung Potenziale für weitere Grünflächen, Baumpflanzungen, Entsiegelungsflächen usw. ausgearbeitet werden. Hierfür benötigt das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen weitere per- sonelle Ressourcen. Koordination baulicher Maßnahmen zur Klimawandelanpassung (43.750 € Sachmittel) Aufbauend auf die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt iResi- lience und dem Strategiekonzept „Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung“ der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) werden in Kooperation mit der StEB Köln öf- fentliche Gebiete (Plätze, Straßenzüge) auf Anpassungserfordernisse hin analysiert, multifunktionale Lösungen mit den internen und externen Akteur*innen unter Beteili- gung der Bürger*innen kollaborativ erarbeitet und eine Vorplanung erstellt. Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt beteiligt sich in Absprache mit der StEB Köln zu 50 Prozent dauerhaft an einer zusätzlichen Stelle bei der StEB Köln. „Cooling Cologne“ – Konzept für Wasser im öffentlichen Raum, (geschätzt 50.000 € Sachmittel) Es soll eine Strategie entwickelt werden, wie die Stadtmenschen durch wasserspen- dende Elemente im öffentlichen Raum Kühlung erhalten können. Als eine Maßnahme wurde gemeinsam mit der RheinEnergie AG und mehreren Dienststellen die Verwen- dung von „Sprühschläuchen“ und anderen Systemen zur Verbesserung der Aufent- haltsqualität in Hitzeperioden pilotiert (vergleichbar Wien). Auf der Grundlage der ge- wonnenen Erkenntnisse aus dem Testlauf am 18.07.2022 wird eine Umsetzungspla- nung beauftragt. 6.3 Erweiterung des Prüfpunktes „Auswirkungen auf den Klimaschutz“ in Be- schlussvorlagen um den Prüfpunkt „Klimawandelanpassung“ Die Klimawandelanpassung soll als Prüfpunkt in Beschlussvorlagen aufgenommen wer- 11 den. Da sowohl die Erreichung der Ziele aus der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ aufgenommen sowie die Angaben zu den Auswirkungen auf den Klimaschutz überarbeitet werden sollen, wird gemeinsam mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statis- tik sowie der Koordinationsstelle Klimaschutz ein einheitlicher Prozess entwickelt. Die Struktur soll sich an den Zielen der Stadtstrategie orientieren und für die Klimawan- delanpassung das Ziel 5.3 „Köln betreibt eine konsequente Klimawandelanpassung“ mit seinen ergänzenden Unterpunkten („Hashtags“) herangezogen werden. Diese sollen von den Dienststellen in ihren Beschlussvorlagen angekreuzt werden, wenn eine Maßnahme dem jeweiligen Ziel zugutekommt. Geplant ist, diese Angaben technisch auswertbar zu machen und die Ergebnisse regel- mäßig dem Rat zu berichten. Hierdurch soll eine Sensibilisierung für die Themen erreicht werden. Begründungen, warum ein Beschluss ggf. keinen Beitrag zur Zielerreichung lie- fert, sind nicht vorgesehen. 6.4 Finanzierung der Sofortmaßnahmen Der sich für die Umsetzung der Sofortmaßnahmen ergebende Finanzbedarf i.H.v. 287.450 € ist in Anlage 1 dargestellt. Hinzu kommen die Aufwendungen von 100.300 € für die be- reits eingerichtete Stelle Hitzeaktionsplan, die Bestandteil der Vorlage 2388/2022 sind und wegen des unmittelbaren Bezugs nachrichtlich aufgeführt werden. Im Haushaltsplan 2023/2024 wurden im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucher- schutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge, in der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, konsumtive Aufwandsermächtigungen i.H.v. insgesamt 500.000 € p.a. zur Finanzierung der Sofortmaßnahmen bei der Maßnah- me für Klimafolgenanpassungen veranschlagt. Die unter Punkt 6.2 aufgeführten Maßnah- men sollen unter Verwendung der Mittel aus dem vorgenannten Haushaltsansatz zeitnah umgesetzt werden. Ab dem Haushaltsjahr 2025 wird das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaf- ten im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. innerhalb des dann zu- gewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, gegebenenfalls durch Umschichtungen, vorsehen. Beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen soll für den „Masterplan Stadtgrün“ eine weitere personelle Ressource (inklusive der erforderlichen Sachmittel) eingerichtet wer- den. Hierzu sind im Teilergebnisplan des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen in der Produktgruppe 1301, Öffentliches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen, überplanmäßig in 2023 ff. Mittel i.H.v. 93.400 € p.a. bereitzustellen. Die Finanzierung der vorgenannten Aufwendungen erfolgt aus veranschlagten Sachmitteln für die Klimafolgen- anpassung i.H.v. 500.000 € p.a. im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutz- amtes in der Produktgruppe 1401 Umweltordnung, -vorsorge, in der Teilplanzeile 13, Auf- wendungen für Sach- und Dienstleistungen. Ab dem Haushaltsjahr 2025 wird das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaf- ten im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. innerhalb des dann zu- gewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. 6.5 Finanzierung der Einrichtung der Koordinationsstelle „KlimawandelAnpas- sungsManagement (KAM)“ Der sich für die Einrichtung der Koordinationsstelle ergebende Finanzbedarf i.H.v. 300.900 € gem. Anlage 1 wird aus veranschlagten Sachmitteln im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge, bei der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (125.900 €) finanziert. Die restliche Finanzierung von 175.000 € stellt das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und 12 Liegenschaften im Rahmen des Stellenplanverfahrens sicher. Das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften wird im Rahmen der Haus- haltsaufstellungsprozesse 2025 ff. innerhalb des dann zur Verfügung gestellten Budgets, ggf. durch Umschichtungen, die erforderlichen Mittel berücksichtigen. Anlagen -
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 2352/2022 Stand: 21.10.2025 Sachstandsbericht Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpassung Beschluss in der Fassung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Grün vom 13.06.2023 (Anlage 3): Entsprechend dem Ratsauftrag AN/2624/2021 legt die Verwaltung eine Bestandsauf- nahme von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung vor und entwickelt eine Strategie, um die Querschnittsaufgabe Klimawandelanpassung in der Verwaltung für die Folge- jahre zu verorten. 1. Der Rat genehmigt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung für die in der Anlage 1 dargestellten Sofortmaßnahmen mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 287.450 € (brutto) p.a.. 2. Zudem beauftragt der Rat die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen zur Ein- richtung einer Koordinationsstelle „KlimawandelAnpassungsManagement (KAM)“ mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 300.900 € (brutto) p.a. umzusetzen und die hierfür erforderlichen Mehrstellen im Rahmen des regulären Stellenplanverfahrens zu rea- lisieren. Die Gesamtaufwendungen der Maßnahmen unter Punkt 1 und 2 betragen auf Ba- sis der vorliegenden Kostenberechnung 588.350 € brutto p.a. Diese sind in Anlage 1 dargestellt. 3. Zur Finanzierung der vorgenannten Gesamtaufwendungen i.H.v. 588.350 € brutto stehen u.a. im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge in der Teilplanzeile 13, Aufwen- dungen für Sach- und Dienstleistungen, Finanzmittel i.H.v. 413.350 € (brutto) zur Verfügung. Die restliche Finanzierung von 175.000 € brutto stellt das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften im Rahmen des Stellenplanverfahrens sicher. Ab dem Haushaltsjahr 2025 wird das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Lie- genschaften im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. inner- halb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, gegebenenfalls durch Umschichtungen, vorsehen. 4. Der Rat beschließt zur Umsetzung des „Masterplans Stadtgrün“ in den Haushalts- jahren 2023 und 2024 überplanmäßige zahlungswirksame Mehraufwendungen ge- mäß § 83 GO NRW in Höhe von jeweils 93.400 € brutto im Teilergebnisplan des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen in der Produktgruppe 1301, Öffentli- ches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen, in der Teilplanzeile 11, 2 Personalaufwendungen (80.600 € brutto) und der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (12.800 € brutto), zur Verfügung zu stellen. Die De- ckung erfolgt in entsprechender Höhe durch zahlungswirksame Wenigeraufwen- dungen im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Pro- duktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge, in der Teilplanzeile 13, Aufwendun- gen für Sach- und Dienstleistungen. Die Deckungsmittel sind in den ausgewiese- nen Gesamtaufwendungen enthalten. 5. Zudem beschließt der Rat, dass über die Umsetzung der Maßnahmen aus dem als Anlage 2 beigefügten Bestandskatalog jährlich zu berichten ist. 6. Im Bestandskatalog - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Verschattung mit aufzunehmen: Handlungsfeld: Gesundheit Titel der Handlung: Verschattung von öffentlichen Flächen Beschreibung: Im Rahmen eines Versuchs sind kurzfristig ein Kin- derspielplatz und eine öffentliche Platzfläche durch geeignete Verschattung zu kühlen. Status in Bearbeitung erledigt Sachstand 2024: Zu 1. Sofortmaßnahmen Die beschlossenen Sofortmaßnahmen wurden wie folgt umgesetzt: Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen (1 Stelle): Die Stelle wurde eingerichtet und Anfang 2024 besetzt. Masterplan Stadtgrün (1 Stelle): Die Stelle wurde eingerichtet und konnte zum 18.11.2024 besetzt werden. "Koordination baulicher Maßnahmen zur Klimawandelanpassung" (Sachmittel) Die Personalstelle wurde bei den StEB Köln eingerichtet und zum 01.10.2024 besetzt. Die zur Verfügung gestellten Sachmittel werden für die Finanzierung eines 0,5-Stel- lenanteils verwendet. "Cooling Cologne“ – Konzept für Wasser im öffentlichen Raum" (Sachmittel) Zur Durchführung des Projektes Cooling Cologne besteht eine Vereinbarung mit der RheinEnergie AG, im Sommer durch den Einsatz von Wasserschläuchen für eine Kühlung auf zentralen Innenstadtplätzen zu sorgen. Die Wasserschläuche werden ge- mäß einer vertraglichen Vereinbarung vorgehalten, sodass diese je nach Wetterprog- nose kurzfristig eingesetzt werden können. Grundlage für die Aktion ist eine über mehrere Tage sonnige und windschwache Wetterlage von über 30 °C ohne Gewitter- neigung. Bis auf einen Probelauf im Jahr 2022 wurden die Wasserschläuche bisher nicht eingesetzt, da es in den Jahren 2023 und 2024 keine stabile Wetterlage mit ei- ner über mehrere Tage andauernden Hitzeperiode von über 30 °C gegeben hat. Es ist vorgesehen, “Cooling Cologne”-Aktionen als öffentlichkeitswirksame Maßnahme zu nutzen und mit Infoständen zur Klimabildung zu begleiten. Zu 2. KlimaAnpassungsManagement (KAM) als zentrale Koordination 3 Anfang 2024 wurde das KlimaAnpassungsManagement (KAM) als Bestandteil der Umweltplanung und –vorsorge im Umwelt- und Verbraucherschutzamt eingerichtet und personell ausgestattet. Das KAM umfasst folgende Tätigkeitsfelder: 1. Klimaanpassungsmanager*in 2. Akquise von Fördermitteln und Beantragung von Förderprogrammen 3. Verstetigung „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ 4. Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen Das KAM hat am 01.01.2024 seine Arbeit aufgenommen und die Fortschreibung der Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ gemäß Ratsbeschluss „Erstellung eines Integrierten Klimaanpassungskonzept Köln (IKA Köln) 1538/2024“ begonnen. Da die Aufgabe Klimawandelanapassung eine breite Querschnittsaufgabe für die Gesamtver- waltung ist, wird das IKA Köln als integrierte Konzeption ausgerichtet. Die Stadtstrate- gie „Kölner Perspektiven 2030+“ bildet den Rahmen für das IKA Köln. Zudem erfolgt die Einbindung bestehender sektoraler Konzepte wie beispielsweise dem Hitzeakti- onsplan, dem Masterplan Stadtgrün und dem Nachhaltigen Mobilitätsplan. Der Prozess wird durch das Planungsbüro MUST Städtebau und die ressortübergrei- fende Steuerungsgruppe bis zur Fertigstellung im Jahr 2026 begleitet. In das IKA Köln fließen aktualisierte Klimadaten zu den Klimawirkungen Hitze und Starkregen ein. Am 20.11.2024 hat ein stadtinterner Auftaktworkshop stattgefunden. Ziel des Workshops war neben der Einbindung der kommunalen Stakeholder, die Ergebnispräsentation der durchgeführten Betroffenheitsanalyse. Die nächsten Schritte werden die Zusam- menstellung eines stadtweiten Maßnahmenkataloges und eine Beteiligung der Öffent- lichkeit sein. Im Rahmen des Fördermittelmanagements werden die Förderlandschaft beobachtet und die Fachdienststellen zu aktuellen und geeigneten Programmen informiert. Es wird zudem eine fachliche Unterstützung bei der Antragstellung und Projektabwick- lung angeboten. Die Kölner Hitzeaktionsplanung ist nach erfolgreich durchgeführter Projektphase (2019 – 2022) seit Anfang 2023 fester Bestandteil des Verwaltungshan- delns. Neben der Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen zum gesundheitli- chen Hitzeschutz von Menschen im Alter wurde der Aktionsradius auf die vulnerable Personengruppe „Kinder“ mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen erweitert. Die in- terdisziplinäre Arbeitsstruktur („Runder Tisch Hitzeaktionsplan“) und Kooperation mit dem Gesundheitsamt wird fortgeführt und stetig weiterentwickelt. Im Bereich Stadtklimatologie wurden die Ergebnisse der Klimaprojektion durch den Deutschen Wetterdienst ausgewertet und auf Basis aktueller Emissionsszenarien und Stadtklimamodellierungen die Anzahl der Kenntage (Heiße Tage, Sommertage, Tro- pennächte) für die nahe und ferne Zukunft bestimmt. Diese bilden die Grundlage für die neue „Planungshinweiskarte Klima – Hitze“. Zu 3. Gesamtausgaben Die angesetzten Mittel wurden verausgabt. Alle Personalstellen wurden besetzt. Zu 4. Masterplan Stadtgrün Derzeit wird die zweite Stufe des Beteiligungsprozesses des Masterplan Stadtgrün auf der Bezirksebene durchgeführt. Seit März 2023 wurden bereits die Stadtbezirke Eh- renfeld, Kalk, Nippes und Mülheim bearbeitet. Die Dokumentationen zu den durchge- führten Beteiligungsprogrammen wurden auf der Seite „Meinung für Köln“ bereitge- stellt. Parallel wird nun damit begonnen alle Ergebnisse aus den Bezirken zur Fort- schreibung des Masterplans Stadtgrün aufzubereiten und zusammen zu führen. 4 Zu 5. Maßnahmenkatalog Der vorliegende Maßnahmenkatalog wurde aktualisiert und fortgeschrieben. Dieser bildet eine Grundlage für den stadtweiten Aktionsplan, der im Rahmen des IKA Köln erstellt wird. Im Rahmen des IKA Köln wird darüber hinaus in 2025 ein Fachworkshop zur Identifikation von Pilotmaßnahmen durchgeführt. Das integrierte Klimaanpas- sungskonzept wird im Jahr 2026 der Politik vorgelegt. Zu 6. Im Bestandskatalog – Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Verschattung mit aufzunehmen: Handlungsfeld: Gesundheit Titel der Handlung: Verschattung von öffentlichen Flächen Beschreibung: Im Rahmen eines Versuchs sind kurzfristig ein Kinderspielplatz und eine öffentliche Platzfläche durch geeignete Verschattung zu kühlen. Zur Verschattung eines öffentlichen Platzes: Derzeit wird von der Verwaltung geprüft, bei welchen der ermittelten hitzebelasteten Plätzen im Stadtgebiet Köln planungsrechtlich eine Verschattung möglich und geeig- net ist. Bei den möglichen Plätzen wird anschließend die Art der Verschattung (bauli- che Anlage oder Begrünung) verwaltungsintern abgestimmt. Zur Verschattung eines Kinderspielplatzes Grundsätzlich wird bei den neu zu errichtenden Spielgeräten eine integrierte Über- dachung als Verschattung in die Planung mit einbezogen. Bei den vorhandenen Spiel- plätzen bestehen zum Teil Unterstände mit Dachkonstruktionen in den Sitzbereichen, nicht jedoch im direkten Spielbereich. Für bestehende Spielgeräte ist die Verwaltung daher mit den Spielgeräteherstellern in Kontakt, um Möglichkeiten zu finden, beste- hende Geräte mit einer Dachkonstruktion nachzurüsten. Bei der Spielraumbedarfsplanung, die alle 5 Jahre fortgeschrieben wird, wird bei der Entscheidung, wo welcher Spielplatz neu gebaut oder saniert wird, die Planungshin- weiskarte Hitze berücksichtigt. Die Bedarfsplanung wurde dieses Jahr aktualisiert. Zu- dem findet ein regelmäßiger Austausch mit den Fachdienststellen statt. Aktueller Bearbeitungsstand: Zu 1. Sofortmaßnahmen Die Sofortmaßnahmen „Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen“, „Masterplan Stadtgrün“ und „Koordination baulicher Maßnahmen zur Klimawandelanpassung“ sind umgesetzt. Zur Umsetzung der Maßnahme "Cooling Cologne“ – Konzept für Wasser im öffentli- chen Raum" (Sachmittel) wurde eine vertragliche Vereinbarung mit der RheinEnergie AG geschlossen. Die Aktion hat im Sommer 2025 aufgrund passender Rahmenbedingungen sowohl am 2. Juli auf dem Severinskirchplatz als auch am 12. August parallel auf dem Chlodwig- platz und Rudolfplatz stattgefunden. Die Aktionen wurden mit Infoständen zum Hitze- schutz und zur Klimaanpassung begleitet. Bürger*innen wurden bezüglich der Akzep- tanz und dem Nutzerverhalten befragt. Auf dem Rudolfplatz ist die Trinkwassertheke der RheinEnergie AG unterstützend eingesetzt worden. 5 Zu 2. KlimaAnpassungsManagement (KAM) als zentrale Koordination Die Einrichtung des KAM ist abgeschlossen. Die Aufgaben werden planmäßig wahr- genommen. Unter anderem wird aktuell das Integrierten Klimaanpassungskonzept Köln (IKA Köln) erarbeitet. Zu 3. Gesamtausgaben Die angesetzten Mittel wurden verausgabt. Alle Personalstellen wurden besetzt. Zu 4. Masterplan Stadtgrün Die Maßnahme wurde umgesetzt und die Personalstelle besetzt. Derzeit wird die zweite Stufe des Beteiligungsprozesses des Masterplan Stadtgrün auf der Bezirksebene durchgeführt. Seit März 2023 wurden bereits die Stadtbezirke Eh- renfeld, Kalk, Nippes und Mülheim bearbeitet. Im Jahr 2024 kamen die Bezirke Chor- weiler und Porz in die Bearbeitung. Die Dokumentationen zu den durchgeführten Be- teiligungsprogrammen wurden auf der Seite „Meinung für Köln“ bereitgestellt. Die Ergebnisse der zweiten Stufe des Beteiligungsprozesses des Masterplan Stadt- grün auf der Bezirksebene werden aufbereitet und zusammengeführt. Zu 5. Maßnahmenkatalog Im Rahmen des Integrierten Klimaanpassungskonzeptes Köln (IKA Köln) wurde An- fang 2025 eine weitere Abfrage von Maßnahmenvorschlägen bei den Dienststellen und eine digitale Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Die Ergebnisse aus den Be- teiligungsformaten bilden die Grundlage für die Identifikation und Priorisierung von Schlüsselmaßnahmen, welche in fachübergreifenden Workshops definiert wurden. Eine Festlegung der prioritären Maßnahmen findet derzeit in Absprache mit den Dienststellen statt. Zu 6. Änderungsantrag: Im Bestandskatalog – Maßnahmen zur integrierten Kli- mafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Verschattung mit aufzu- nehmen: Titel der Handlung: Verschattung von öffentlichen Flächen Beschreibung: Im Rahmen eines Versuchs sind kurzfristig ein Kinderspielplatz und eine öffentliche Platzfläche durch geeignete Verschattung zu kühlen. Die genannten Maßnahmen wurden in den Bestandskatalog aufgenommen. Nächste Schritte: Die unter 1 dargestellten Sofortmaßnahmen und die Aufgaben des KAM werden fort- geführt. Das Integrierte Klimaanpassungskonzept Köln (IKA Köln) wird Anfang 2026 fertiggestellt und der Politik zur Entscheidung vorgelegt. Der nächste Sachstandsbericht zum Integrierte Klimaanpassungskonzept Köln (IKA Köln) ist geplant für den: Ende 2026 -
Anlage 2 KAS-Abfrage
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Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 1 Stadtentwicklung Metro-Klima-Lab Erstellung eines Freiraumkonzepts zur Klimawandelanpassung für den Landschaftsraum zwischen Niederkassel, Troisdorf und Köln, das Grundlage für die Entwicklung eines resilienten METRO- KLIMAPARK ist, inkl. Erarbeitung eines Instruments zur Ermittlung der Klimarelevanz räumlicher Planung auf unterschiedlichen Maßstabsebenen 1 - Konzeptphase sofort mittel - lokale Wirkung 2 Stadtentwicklung Klimawandelangepasste Stadtentwicklung Erarbeitung eines Planungswerkzeugs, welches auf die verschiedenen räumlichen Gegebenheiten ausgerichtete Handlungsanweisungen zur optimalen Entwicklung der Stadt unter den Vorzeichen der Klimawandelanpassung (Hitze, Starkregen und Belüftung) beinhaltet. 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 50.000,00 EUR 3 Stadtentwicklung Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030+ Themenübergreifende Strategie für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung; Kompass für die nächsten Jahre, Verschneidung von Zielgerüst und Raumentwicklung; 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) hoch - stadtweite Wirkung 4 Stadtentwicklung Nachhaltigkeitsbericht "Global Nachhaltige Kommune" Köln ist Modellkommune im Projekt "Global Nachhaltige Kommune", in dem eine Nachhaltigkeitsberichterstattung zu den Themen Steuerung und neun inhaltlichen Handlungsfeldern entwicklet wird. Ressourcenschutz und Klimawandelanpassung bilden dabei das Handlungsfeld 11. 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) hoch - stadtweite Wirkung 77.120,00 EUR 5 Stadtentwicklung Förderstrategie Gebietsauswahl Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sollen bei der Auswahl neuer und Weiterentwicklung bestehender Fördergebiete zukünftig noch stärker berücksichtigt werden 1 - Konzeptphase langfristig (Dekade) hoch - stadtweite Wirkung 6 Stadtentwicklung Bau von und Umgestaltung zu nachhaltigen Betriebsstandorten Die AWB möchte bei Neubauten den Betrieb von Standorten klimaneutral realisieren und den Bestand an Standorten auf CO2-reduzierte Technik (Photovoltaik) und nachhaltigen Betrieb (Wasserversickerung von Rigolen, Fassaden- und Dachbegrünungen, Brauchwassernutzung etc.) umstellen. 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung - 1 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 7 Stadtentwicklung Eigen-Resilienz Betrieblicher und baulicher Schutz aller Wachen, Gerätehäuser und der Leitstelle gegen Hochwasser, Strom- und Datennetz-Ausfall, teilweise gegen Starkregen 3 - läuft bereits sofort hoch - stadtweite Wirkung 8 Stadtentwicklung Schutz des kritischen Datennetzes Rückfallebene "Server-Kühlung" mit maschinellen Lüftern des Einsatzdienstes. Das kritische Datennetz bzw. die Server- Kühlung bezieht sich nur auf das Datennetz von 37 – hier insbesondere für die kommunale Leitstelle für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz der Stadt Köln sowie die Führungseinrichtungen einschließlich Einsatzleitung und Krisenstab der Stadt Köln. 3 - läuft bereits sofort hoch - stadtweite Wirkung 9 Stadtentwicklung diverse Stadtplanungsprojekte Im Rahmen von Planungsprozessen werden Entwässerungskonzepte, Überflutungsnachweise und in Einzelfällen auch stadtklimatische Untersuchungen extern erstellt, in den Abwägungsprozess einbezogen und damit die Konzepte und Festsetzungen entsprechend angepasst. Ebenso fließen die Themen in vorbereitende Planungen wie Qualifizierungsverfahren u.ä. ein. 3 - läuft bereits sofort hoch - stadtweite Wirkung 10 Landschaftspflege Grün Hoch Drei Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung 3 - läuft bereits sofort hoch - stadtweite Wirkung 600.000,00 EUR 148.100,00 EUR 11 Landschaftspflege Fortführung Grün Hoch Drei Fortführung der Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung 2 - konkrete Planung mittelfristig (2-5 Jahre) hoch - stadtweite Wirkung 1 Mio. EUR pro Jahr (ab 2023) 160.800,00 EUR 12 Landschaftspflege Förderung von Baumpflanzungen finanzieller Förderanreiz zur Pflanzung von Bäumen auf privaten Grundstücken 1 - Konzeptphase sofort hoch - stadtweite Wirkung 1 - 2 Mio. EUR pro Jahr 72.400,00 EUR 13 Landschaftspflege Masterplan Stadtgrün Der Masterplan Stadtgrün ist ein gesamtstädtisches und strategisch ausgerichtetes Konzept zur Sicherung der Grünen Infrastruktur. Der ersten gesamtstädtischen Betrachtungsphase schließt eine detaillierte Untersuchungsphase auf der Ebene der Stadtbezirke an. Hier sollen mit Begleitung einer Öffentlichkeitsbeteiligung Potenziale für weitere Grünflächen, Baumpflanzungen, Entsiegelungsflächen usw. ausgearbeitet werden. 2 - konkrete Planung sofort hoch - stadtweite Wirkung 80.600,00 EUR - 2 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 14 Landschaftspflege Entsiegelungskatasters Erarbeitung eines Entsiegelungskonzeptes und Aufbau eines GIS-basierten Katasters 1 - Konzeptphase sofort hoch - stadtweite Wirkung 30.000,00 EUR 80.400,00 EUR 15 Landschaftspflege Entsiegelung Konkrete Umsetzung von Entsiegelungsmaßnahmen und Wiederherstellung der Bodenfunktion, bzw. Begrünung 2 - konkrete Planung sofort mittel - lokale Wirkung 50.000 EUR pro Jahr 16 Landschaftspflege Wasser zum Baum Entwicklung bau- und vegetationstechnischer Standards zur zusätzlichen Versorgung von Straßenbaumstandorten mit Regenwasser. (natürlicher Klimaschutz) 2 - konkrete Planung sofort mittel - lokale Wirkung 17 Landschaftspflege Straßenbaumneupflanzungen systematische Erfassung neuer Baumstandorte im Bereich öffentlicher Straßen. Auf der Grundlage politischer Beschlüsse erfolgt Umsetzung. (natürlicher Klimaschutz) 3 - läuft bereits sofort mittel - lokale Wirkung 50.000 EUR pro Jahr 80.400,00 EUR 18 Landschaftspflege Waldvermehrung Erstaufforstungen zur Waldvermehrung im Stadtgebiet mit dem Ziel die Ökosystemleistungen des Waldes zu vergrößeren. (natürlicher Klimaschutz) 3 - läuft bereits sofort mittel - lokale Wirkung 19 Landschaftspflege Straßenbaumtest Eingebunden in den GALK Straßenbaumtest werden in Köln ebenfalls "neue Baumarten" in Feldversuchen in Hinblick auf den Klimawandel untersucht. Die Ergebnisse sollen im Rahmen eines Gutachtens zusammengetragen und ausgewertet werden. 3 - läuft bereits sofort hoch - stadtweite Wirkung 30.000,00 EUR 20 Landschaftspflege Wasserversorgung bei Vegetationsbränden a) Grundkonzeption: Löschzug mit 7,5 m3 Wasser b) Wasserversorgung über Tanklöschfahrzeuge oder lange Schlauchleitungen c) Wasserversorgung über absetzbare Tanks 3 - läuft bereits sofort hoch - stadtweite Wirkung 21 Landschaftspflege Intensive Begrünung des Dachs des Bezirksrathauses Lindenthal Mehrere Dachflächen, die bereits extensiv begrünt sind, sollen intensiv begrünt werden, um einen größeren "Schwamm"- und "Klimaanlage"-Effekt zu erzielen. Kooperation mit der Universität zu Köln Institut für Biologiedidaktik ist angedacht zur Messung von temperaturverläufen und Absorptionen von CO2 1 - Konzeptphase sofort mittel - lokale Wirkung 50.000 EUR einmalig 22 Landschaftspflege Hermeskeiler Platz: Dachbegrünung Kita Die Kita erhält auf dem Dach eine extensive Dachbegrünung 2 - konkrete Planung sofort mittel - lokale Wirkung - 3 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 23 Landschaftspflege Hermeskeiler Platz: Fassadenbegrünung Wohngebäude Die Nord-West-Fassade, welche fensterlos ausgebildet ist, erhält eine Fassadenbegrünung über Rankseile 2 - konkrete Planung sofort mittel - lokale Wirkung 24 Landschaftspflege StadtgrünNaturnah Das Konzept StadtgrünNaturnah umfasst eine Vielzahl an Maßnahmen für eine stärker an ökologischen Zielen orientierte Pflege und Unterhaltung der öffentlichen grünflächen. Für 2022 ist eine Rezertifizierung des Labelverfahrens vorgesehen. (natürlicher Klimaschutz) 3 - läuft bereits mittelfristig (2-5 Jahre) hoch - stadtweite Wirkung 50.000 EUR pro Jahr 25 Landschaftspflege Naturwaldentwicklungsflächen Von den insgesamt 4.000 ha städtischen Wald konnten ca 500 ha als Naturwaldentwicklungsflächen ausgewiesen werden. Nach dem Beispiel Grember Wäldchen sollen in diesen Bereichen gezielt Wege zurückgebaut werden. (natürlicher Klimaschutz) 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 50.000 EUR pro Jahr 26 Landschaftspflege Weinsbergstraße: Dachbegrünung Pergola Die im Rahmen der Fassadensanierung geplante Pergola soll in der Ausführung eine Dachbegrünung erhalten 2 - konkrete Planung mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 27 Landschaftspflege Dachbegrünung Abstellanlage Weidenpesch Die nicht mit Photovoltaik belegten Dachflächen der Abstellhalle wurden begrünt. Dies bindet Feuchtigkeit und reduziert die Wärmeentwicklung. 4 - beendet 28 Landschaftspflege Wand- und Dachbegrünung Betriebshof Porz Wand- und Dachflächen der Fahrdienst- und Werkstattgebäude sollen begrünt werden. 2 - konkrete Planung mittelfristig (2-5 Jahre) gering bzw. nicht messbar 29 Landschaftspflege Fassadenbegrünungssysteme in verschiedenen Bädern Fassadenbegrünungssysteme in verschiedenen Bädern 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 30 Mobilität Wettermodell Unter Zuhilfenahme eines Wettermodells der KVB soll die Leitstelle künftig in der Lage sein, witterungsbedingte Gefahren für den Betrieb zu erkennen und frühzeitig entsprechende Maßnahmen einzuleiten. 2 - konkrete Planung sofort mittel - lokale Wirkung 31 Mobilität Alternatives Abstellkonzept für Merheim Da die Zulaufstrecke zum Betriebshof Merheim eine Senke beinhaltet, besteht die Gefahr, dass der Betriebshof bei Starkregen nicht mehr angefahren werden kann. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, wurde ein alternatives Abstellkonzept für Stadtbahnen erstellt. 3 - läuft bereits sofort gering bzw. nicht messbar - 4 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 32 Mobilität Markierungen an überflutungsgefährdeten Strecken Markierungen auf Linienstrecken - insbesondere an Unterführungen - sollen erkennen lassen, ob die überflutete Fahrbahn noch gefahrlos durchfahren werden kann. Mit dieser Maßnahme kann Fahrzeugschäden oder -verlusten vorgebeugt werden. Dies dient der Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit im ÖPNV. 2 - konkrete Planung sofort mittel - lokale Wirkung 33 Mobilität diverse Verkehrsplanungen Instrumente wie z.B. die Möglichkeit Flächenbedarfe zu minimieren, Flächen zu entsiegeln oder Bäume zu erhalten, zu ersetzen oder neu zu pflanzen sind in Planungsgrundsätzen verankert 3 - läuft bereits mittelfristig (2-5 Jahre) hoch - stadtweite Wirkung 34 Wasser Beratungsangebote Beratungsangebot für durch Überflutungen betroffene Menschen in Köln in der Raumlichkeiten der StEB Köln, digital oder telefonisch 3 - läuft bereits sofort mittel - lokale Wirkung 35 Wasser Wasser -Risiko-Check Weiterentwicklung des Wasser-Risiko-Check (WRC). Der WRC ist ein internetbasiertes Beratungsprogramm, welches Fragengeführt, die verschiedenen Gefahren und Maßnahmen zur Erhöhung der Resistenz und Resilienz gegen Überflutungen an der konkreten Grundstückssituation erläutert. 3 - läuft bereits sofort gering bzw. nicht messbar 36 Wasser Umbau von zwei öffentlichen Platzflächen in Porz-Eil zu multifunktionalen Freiräumen mit Retentions-funktion Es handelt sich um zwei öffentliche Flächen, die ihren Hauptzweck z. B. als Verkehrs- oder Grünflächen erfüllen und im Fall eines Starkregenereignisses als Retentionsräume dienen und somit eine Überflutung von Gebäuden verhindern und zum Schutz der Bewohner beitragen sollen. Der Umbau zu multifunktionalen Flächen bietet neben der Klimafolgenanpassung (Hitze und Wasser) auch Synergieeffekte im Hinblick auf eine attraktive Stadt- und Freiraumgestaltung. Strategisches Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität und die Lebensbedingungen der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und zeitglich mit der begrenzten Ressource Boden nachhaltig umzugehen. 3 - läuft bereits sofort mittel - lokale Wirkung 1,7 Mio. EUR 37 Wasser Auswertung von (Stark-)/ Regenereignissen Auswertungen der Niederschlagswasserverteilung zur Anpassung langjähriger Kölner Berechnungs-Regenreihen 3 - läuft bereits sofort mittel - lokale Wirkung - 5 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 38 Wasser Fortschreibung "Investorenleitfaden Siedlungsentwässerung" Fortschreibung eines Leitfadens als Grundlage für Ingenieurbüros zur Umsetzungs der Entwässerung bei Neuerschließungen unter verstärkter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Klimaanpassung und dezentraler Entwässerungsverfahren 3 - läuft bereits sofort mittel - lokale Wirkung 39 Wasser Rigolen Abstellanlage Weidenpesch Beim Neubau der Abstellanlage wurden Rigolen verbaut. Die Einleitung des Oberflächenwassers zur anschließenden Versickerung entlastet die Entwässerungseinrichtungen und beugt rückstaubedingten Überflutungen vor. 4 - beendet 40 Wasser Rigolen Betriebshof Porz Beim Neubau des Betriebshofs Porz sollen Rigolen verbaut werden. Die Einleitung des Oberflächenwassers zur anschließenden Versickerung entlastet die Entwässerungseinrichtungen und beugt rückstaubedingten Überflutungen vor. 2 - konkrete Planung mittelfristig (2-5 Jahre) gering bzw. nicht messbar 41 Wasser Hochwasserschutz Chorweiler Bad Das Chorweilerbad ist durch seine Lage oftmals von Starkregenereignissen betroffen. Zuletzt ist während des Starkregenereignisses am 14./15. Juli 2021 Wasser in das Gebäude eingedrungen und führte zu erheblichen Schäden. Die KölnBäder sind im Kontakt mit der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB), um einen Hochwasserschutz für das Chorweilerbad zu errichten. 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) gering bzw. nicht messbar 25.000-40.000 € (je nach Ausführung und notwendiger Anstauhöhe) 42 Wasser Versiegelungskataster In Ergänzung des Entsieglungsprogramms wird geprüft, ob durch Anwendung von KI ein Versiegelungskonzept erstellt und ein GIS-basiertes Katasters zu "an das Kanalnetz angeschlossenen abflusswirksamen Flächen auf Grundstücken" aufgebaut werden kann 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) hoch - stadtweite Wirkung 43 Wasser Gewässerentwicklung Entwicklung der Kölner Fließgewässer (Gewässerentwicklungskonzept mit ökologischer Entwicklung, Hochwasserschutz und Erlebbarmachung). 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung - 6 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 44 Wasser Aktualisierung Wasser- Gefahrenkarten Regelmäßige Verbesserung der Gefahrenkarten zum Hochwasser am Rhein und den Rheinnebengewässern, Grundhochwasser und Starkregen. Die Karten werden gleichwohl von den städtischen Fachdienststellen sowie für BürgerInnen als Informationsquelle und als Grundlage für die Risiko- und Gefahrenbewertungen im öffentlichen und privaten Raum genutzt. 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) hoch - stadtweite Wirkung 45 Wasser Fokusgebiete Hitze und Überflutung Identifizierung besonders stark durch Hitze und Überflutungen betroffener Bereiche (Fokusgebiete) mit anschließenden Prüfung geeigneter Maßnahmen der Risikominderung. 2 - konkrete Planung langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung 46 Wasser Risikominderung relevante Infrastrukturen Unterstützung der Prüfung und Sicherung von städtischen Gebäuden und Anlagen kritischer Infrastrukturen (bspw. Krankenhäuser, Schulen, Versorgung etc.) gegenüber Überflutungen durch Hochwasser oder Starkregen 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung 47 Wasser Private Überflutungsvorsorge unterstützen Sensibilisierung und/oder Beratung von Grundstücksnutzern zum Überflutungsschutz und -vorsorge (Ausstellungen, Veranstaltungen, Schulungen, Vor-ort-Beratungen usw) 1 - Konzeptphase langfristig (Dekade) hoch - stadtweite Wirkung 48 Wasser Informationsmaterialen Erstellung von zielgruppengerechtem Informationsmaterial zum Thema Überflutungsvorsorge und Schwammstadt (Leitfäden, Broschüren, Infoblätter, Rollups etc.) 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung 49 Wasser Tool zur klimawandelgerchten Quartiersverbesserung Es soll ein digitales Stadtplan-Tool entwickelt werden, damit die Anwohner Vorschläge und Ideenfür eine klimawandelangepassten Quartiersentwicklung georeferenziert eintragn können. 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 50 Wasser Planungs- und Baustandards zur wassersensiblen Straßenraumgestaltung Entwicklung von Planungs- und Baustandards einschl. Zuordnung der Verantwortlichkeiten zu wasserwirtschaftlichen Anlagen im Straßenraum. 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung 51 Wasser Verstetigung von Pilotprojekten, Integration in die städtebauliche Planung Etablierung (Planung und Bau) neuartiger, fortschrittlicher Maßnahmen im Kontext des dezentralen Regenwassermanagements, Sammeln von Erfahrungen für Planung, Bau, Betrieb von Anlagen 2 - konkrete Planung langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung - 7 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 52 Wasser Strategiekonzept "Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung" Erarbeitung eines Konzeptes zur langfristigen, klimafolgenangepassten Entwicklung auf Basis der nachhaltigen Nutzung von Regenwasser (Schwammstadtkonzept). 4 - beendet langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung 53 Wasser Multifunktionale Flächen Standorte möglicher multifunktionale Flächen im öffentlichen Raum suchen und technische Umsetzubarkeit prüfen. Weiterentwicklung der Erfahrungen bei den Eiler Plätze und dem Platz an der Leidenhausener Straße. 3 - läuft bereits mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 54 Wasser Planungshandbuch "Komponenten Blue-Green-Streets" Erarbeitung von Planungs- und Baustandards für Komponenten der Blau-grünen Infrastruktur. Ziel ist es, Investoren und Planern abgestimmte Module zur blau-grünen Gestaltung des öffentlichen Raums an die Hand zu geben, um Planungs- und Abstimmungsprozesse zu vereinfachen. 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung 55 Wasser Forschungsprojekt "iResilience" Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsvorhabens iResilience wurde am Beispiel eines Reallabors in Köln Deutz mit Anwohnern Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Beispielsweise wurde die Umgestaltung der Kasematten Straße zur örtlichen Klimaanpassung sowie städtebaulicher Verbesserung entwickelt 4 - beendet 56 Wasser Koordination baulicher Maßnahmen zur Klimawandelanpassung Umsetzung der Erfahrung von iResilience; Koordination bei der Planung u. Umsetzung multifunktionaler Flächen unter Beteiligung der Bevölkerung 1 - Konzeptphase sofort mittel - lokale Wirkung 43.750,00 EUR 57 Wasser Forschungsprojekt "VertiKKA" Bei VertiKKA geht es um die Entwicklung eines vertikalen und multifunktionalen Fassadenbegrünungselements. Durch den Einsatz von Fassadenbegrünungs- und Photovoltaikelementen in Verbindung mit der Wiederaufbereitung und Verwendung von Grauwasser verbessert VertiKKA die Ressourceneffizienz, Lebensqualität und Klimaanpassung urbaner Räume. 4 - beendet mittelfristig (2-5 Jahre) gering bzw. nicht messbar 40.200,00 EUR - 8 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 58 Wasser Forschungsprojekt "AMAREX" Das Verbundvorhaben AMAREX untersucht Möglichkeiten zur Anpassung des Regenwassermanagements durch blau-grüne Infrastrukturen (BGI) und Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung (RWB) an die zunehmenden Extrembelastungen Starkregen, Trockenheit und Hitze. Zusätzlich wird der beeinträchtigte urbanen Wasserhaushalt als zentraler Bewertungsindikator für Wasserextreme überprüft. 3 - läuft bereits mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 40.200,00 EUR 59 Wasser BlueCommunity Köln Zertifizierung zur BlueCommunity (Verpflichtung zur Einhaltung der Prinzipien) 2 - konkrete Planung sofort hoch - stadtweite Wirkung 60 Biotop Wiedervernässung Flehbacher Aue Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Wiedervernässung der Flehbachaue und zur Entwicklung eines ehemaligen Niedermoores. (natürlicher Klimaschutz) 3 - läuft bereits mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 61 Biotop Ökologische Wohnumfeldverbesserung städtischer Wohnanlagen mit sozialschwacher Bevölkerung Ökologische Aufwertung des direkten Wohnumfeldes (Vorgärten o.ä.); Flächensicherung und Erweitrung durch Um- /Neugestaltung von Freiflächen durch Umstellung des Pflegeregimes und/oder Anreicherung der Flächen mit für Mensch und Tier attraktiven Pflanzen aus der heimischen Vegetation. Dadurch Steigerung der Resilienz des Wohnumfeldes und Sensibilisierung für Aspekte des Klimawandels. 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) mittel - lokale Wirkung 62 Biotop Resiliente Schulaußengelände planen und gestalten Mehr Natur als Erlebnisbereich und Ort des praxisnahen Lernens und gleichzeitig als Lebensraum heimischer Tier- und Pflanzenarten fördern. An zwei Pilot-Schulhöfen werden Elemente eines naturnahen, begrünten Schulaußengeländes erprobt und als Blaupause für die Planung von 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) hoch - stadtweite Wirkung 35.000,00 EUR 63 Gesundheit Förderprojekt Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter Für Menschen über 65 Jahre wurden Maßnahmen zur Hitzeprävention erarbeitet und umgesetzt. 4 - beendet hoch - stadtweite Wirkung 64 Gesundheit Fortschreibung des Förderprojekts Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter Durch das 3-jährige Projekt "Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln" wurden erste Mulitplikatoren, Maßnahmen und Handlungsfelder identifiziert. Diese Startegie ist auf andere vulnerable Gruppen zu übertragen, Maßnahmen sind weiterzuentwickeln. 2 - konkrete Planung sofort hoch - stadtweite Wirkung 70.000 EUR pro Jahr 87.500,00 EUR - 9 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 65 Gesundheit Fortschreibung der Klimasimulation Fortschreibung der Stadtklimaprojektion für das Projekt "Klimawandelgerechte Metropole Köln" durch den DWD für aktuelle und zukünftige Klimabedingungen im Stadtgebiet 3 - läuft bereits sofort mittel - lokale Wirkung 66 Gesundheit Umweltmonitoring, Temperaturmessung Die Standorte der Regenschreiber (betrieben durch die StEB Köln) werden um Messungen zur Lufttemperatur und Bodentemperatur ergänzt. 3 - läuft bereits sofort gering bzw. nicht messbar 67 Gesundheit Getränkeausgabe an Mitarbeiter An heißen Tagen werden die Mitarbeiter des Fahrdienstes an verschiedenen Knotenpunkten im Netz mit Mineralwasser versorgt. 3 - läuft bereits sofort gering bzw. nicht messbar 68 Gesundheit Sommerdienstplan In den Sommermonaten Juli und August wird der ununterbrochene Dienst auf der Linie 7, welche als einzige Linie ausschließlich oberirdisch und zumeist mit nicht klimatisierten Fahrzeugen verkehrt, auf eine Lenkzeit 2,5 Stunden begrenzt. 3 - läuft bereits sofort gering bzw. nicht messbar 69 Gesundheit Klimahütte Uni Köln In Kooperation mit der Universität zu Köln wird eine meteorologische Messstation im Inneren Grüngürtel betrieben. Diese dient u.a. Forschungszwecken und liefert Erkenntnisse zu meteorologischen Veränderungen im Bereich der Innenstadt 3 - läuft bereits sofort gering bzw. nicht messbar 115.736 EUR verteilt auf 5 Jahre 70 Gesundheit Einrichten eines Klimawandelanpassungs- managements (1. Klimawandel- anpassungsmanager*in / 2. Aquise von Fördermitteln, Beantragen von Förderprogrammen / 3. Durchführung von Stadtklimagutachten, Stadtklimasimulationen) 1. Netzwerk Klimawandelanpassung, Maßnahmenumsetzung, Hitzeaktionsplan, Kommunikation und Sensibilisierungskampagne 2. Inhaltliche Umsetzung und Begleitung von Projekten 3. Abwicklung von Stadtklimagutachten im Rahmen der Bauleitplanung / Stadtentwicklung sowie Durchführung von eigenen Stadtklimasimulationen 1 - Konzeptphase sofort mittel - lokale Wirkung 350.000,00 EUR 71 Gesundheit Kommunikationsstrategie ("Branding") Kommunikationskonzept unter Einbeziehung von social media; Slogan zur Wiedererkennung etc. 1 - Konzeptphase sofort gering bzw. nicht messbar 50.000,00 EUR 72 Gesundheit "Cooling Cologne" - Wasser im öffentlichen Raum Beschaffung von Wasserspritzern; Spontane und lokale Abkühlungsmöglichkeit in Hitzeinseln; Aufstellung und Betrieb an heißen Tagen in der Innenstadt 1 - Konzeptphase sofort mittel - lokale Wirkung 50.000,00 EUR - 10 - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung - Bestandskatalog Nr. Handlungsfeld Titel der Handlung Beschreibung Status Zeithorizont Wirkung Sachmittel Personalkosten 73 Gesundheit Prüfung weiterer Kühlungsmaßnahmen im Stadtgebiet Konzeptionierung und Prüfung der techn. Machbarkeit (u.a. Sprühnebler, Kühlsteine, Kühlfassaden etc.) 1 - Konzeptphase mittelfristig (2-5 Jahre) mittel - lokale Wirkung 74 Gesundheit (Digitale) Informationsplattform "Hitze & Wasser" Ziel: -Information & Sensibilisierung -Bildung & Handlunsempfehlungen -weitere Hintergrundinformationen (z.B. Auswirkungen der Hitze auf die Wasserversorgung Karte mit den Trinkstationen, Abkühlungsorten etc.) 1 - Konzeptphase sofort hoch - stadtweite Wirkung 75 Gesundheit Kommunale Ernährungspolitik Verbreitung von nachhaltigem Ernährungsverhalten durch Verfügbarkeit regional und / oder ökologisch erzeugter Lebensmittel, nachhaltigeren Landbau sowie Umweltbildung zur Ernährung 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) hoch - stadtweite Wirkung 12.000 EUR pro Jahr 96.400,00 EUR 73 Gesundheit Wasserverteilaktion Wasser wird durch die KVB an Tagen verteilt, an denen es heiß ist. 3 - läuft bereits sofort gering bzw. nicht messbar < 50.000 EUR 77 Gesundheit Arbeitsschutz & ASR: Begrenzung der AP-Temperaturen a) betrieblich: Änderung von Arbeitsplänen; Trinkwasser- Angebot im Einsatz b) baulich: Raumtemperatur-Begrenzung in Ruheräumen nach ASR 3 - läuft bereits langfristig (Dekade) gering bzw. nicht messbar - 11 - -
Anlage 3 Auszug aus der Sondersitzung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün vom 13.06.2023
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Geschäftsführung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Frau Kleindienst Telefon: (0221) 221-23702 E-Mail: ulrike.kleindienst@stadt-koeln.de Datum: 14.06.2023 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sondersitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün vom 13.06.2023 öffentlich 2 Allgemeine Beschlussvorlagen 2.1 Allgemeine Beschlussvorlagen (Vorberatung) 2.1.1 Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpas- sung 2352/2022 Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün empfiehlt dem Rat wie Punkt V. zu beschlie- ßen: Die FDP-Fraktion, Frau Hoyer (Vertretung – Herrn Dr. Albach) beantragt punktweise Abstimmung. I. Beschluss: Entsprechend dem Ratsauftrag AN/2624/2021 legt die Verwaltung eine Bestandsauf- nahme von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung vor und entwickelt eine Strategie, um die Querschnittsaufgabe Klimawandelanpassung in der Verwaltung für die Folge- jahre zu verorten. 1. Der Rat genehmigt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung für die in der Anlage 1 dargestellten Sofortmaßnahmen mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 287.450 € (brutto) p.a.. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. 2. Zudem beauftragt der Rat die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen zur Ein- richtung einer Koordinationsstelle „KlimawandelAnpassungsManagement (KAM)“ mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 300.900 € (brutto) p.a. umzusetzen und die hierfür erforderlichen Mehrstellen im Rahmen des regulären Stellenplanverfahrens zu rea- lisieren. Die Gesamtaufwendungen der Maßnahmen unter Punkt 1 und 2 betragen auf Ba- sis der vorliegenden Kostenberechnung 588.350 € brutto p.a. Diese sind in Anlage 1 dargestellt. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. 3. Zur Finanzierung der vorgenannten Gesamtaufwendungen i.H.v. 588.350 € brutto stehen u.a. im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge in der Teilplanzeile 13, Aufwen- dungen für Sach- und Dienstleistungen, Finanzmittel i.H.v. 413.350 € (brutto) zur Verfügung. Die restliche Finanzierung von 175.000 € brutto stellt das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften im Rahmen des Stellenplanverfahrens sicher. Ab dem Haushaltsjahr 2025 wird das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Lie- genschaften im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. inner- halb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, gegebenenfalls durch Umschichtungen, vorsehen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. 4. Der Rat beschließt zur Umsetzung des „Masterplans Stadtgrün“ in den Haushalts- jahren 2023 und 2024 überplanmäßige zahlungswirksame Mehraufwendungen ge- mäß § 83 GO NRW in Höhe von jeweils 93.400 € brutto im Teilergebnisplan des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen in der Produktgruppe 1301, Öffentli- ches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen, in der Teilplanzeile 11, Personalaufwendungen (80.600 € brutto) und der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (12.800 € brutto), zur Verfügung zu stellen. Die De- ckung erfolgt in entsprechender Höhe durch zahlungswirksame Wenigeraufwen- dungen im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Pro- duktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge, in der Teilplanzeile 13, Aufwendun- gen für Sach- und Dienstleistungen. Die Deckungsmittel sind in den ausgewiese- nen Gesamtaufwendungen enthalten. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich – gegen die Stimmen der Fraktionen SPD und FDP - zugestimmt. 5. Zudem beschließt der Rat, dass über die Umsetzung der Maßnahmen aus dem als Anlage 2 beigefügten Bestandskatalog jährlich zu berichten ist. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. II. Änderungsantrag der Fraktion Die Linke. zu TOP Ö 4.1.5 betr.: "Be- standsaufnahme und Strategie zur Integrierten Klimafolgenanpas- sung" (2352/2022 zu TOP 2.1.1 - SoSi AKUG 13.06.2023) AN/1133/2023 Die Fraktion Die Linke. hat die Angelegenheit zurückgezogen. III. Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt zu TOP 2.1.1 betr.: " Bestandsaufnahme und Strategie zur Inte- grierten Klimafolgenanpassung" (2352/2022) AN/1228/2023 Beschluss: Der Beschlusstext wird wie folgt ergänzt: 6. Im Bestandskatalog - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Verschattung mit aufzunehmen: Handlungsfeld: Gesundheit Titel der Handlung: Verschattung von öffentlichen Flächen Beschreibung: Im Rahmen eines Versuchs sind kurzfristig ein Kinderspiel- platz und eine öffentliche Platzfläche durch geeignete Ver- schattung zu kühlen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. IV. Mündlicher Änderungsantrag der Fraktionen Die Fraktion zu TOP 2.1.1 betr.: " Bestandsaufnahme und Strategie zur Integrierten Kli- mafolgenanpassung" (2352/2 022) Beschluss: Der Beschlusstext wird wie folgt ergänzt: 7. Im Bestandskatalog - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Entsiegelung mit aufzunehmen: - Kontrolle des Begrünungsgebots privater Gärten gemäß Bauordnung NRW - Rückbau versiegelter Gartenflächen (sogenannter Schottergärten) Abstimmungsergebnis: Einstimmig abgelehnt. V. Geänderter Beschluss gem. Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt (AN1228/2023) (fett/kursiv): Entsprechend dem Ratsauftrag AN/2624/2021 legt die Verwaltung eine Bestandsauf- nahme von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung vor und entwickelt eine Strategie, um die Querschnittsaufgabe Klimawandelanpassung in der Verwaltung für die Folge- jahre zu verorten. 1. Der Rat genehmigt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung für die in der Anlage 1 dargestellten Sofortmaßnahmen mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 287.450 € (brutto) p.a.. 2. Zudem beauftragt der Rat die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen zur Ein- richtung einer Koordinationsstelle „KlimawandelAnpassungsManagement (KAM)“ mit Gesamtaufwendungen i.H.v. 300.900 € (brutto) p.a. umzusetzen und die hierfür erforderlichen Mehrstellen im Rahmen des regulären Stellenplanverfahrens zu rea- lisieren. Die Gesamtaufwendungen der Maßnahmen unter Punkt 1 und 2 betragen auf Ba- sis der vorliegenden Kostenberechnung 588.350 € brutto p.a. Diese sind in Anlage 1 dargestellt. 3. Zur Finanzierung der vorgenannten Gesamtaufwendungen i.H.v. 588.350 € brutto stehen u.a. im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Produktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge in der Teilplanzeile 13, Aufwen- dungen für Sach- und Dienstleistungen, Finanzmittel i.H.v. 413.350 € (brutto) zur Verfügung. Die restliche Finanzierung von 175.000 € brutto stellt das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften im Rahmen des Stellenplanverfahrens sicher. Ab dem Haushaltsjahr 2025 wird das Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Lie- genschaften im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. inner- halb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, gegebenenfalls durch Umschichtungen, vorsehen. 4. Der Rat beschließt zur Umsetzung des „Masterplans Stadtgrün“ in den Haushalts- jahren 2023 und 2024 überplanmäßige zahlungswirksame Mehraufwendungen ge- mäß § 83 GO NRW in Höhe von jeweils 93.400 € brutto im Teilergebnisplan des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen in der Produktgruppe 1301, Öffentli- ches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen, in der Teilplanzeile 11, Personalaufwendungen (80.600 € brutto) und der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (12.800 € brutto), zur Verfügung zu stellen. Die De- ckung erfolgt in entsprechender Höhe durch zahlungswirksame Wenigeraufwen- dungen im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes in der Pro- duktgruppe 1401, Umweltordnung, -vorsorge, in der Teilplanzeile 13, Aufwendun- gen für Sach- und Dienstleistungen. Die Deckungsmittel sind in den ausgewiese- nen Gesamtaufwendungen enthalten. 5. Zudem beschließt der Rat, dass über die Umsetzung der Maßnahmen aus dem als Anlage 2 beigefügten Bestandskatalog jährlich zu berichten ist. 6. Im Bestandskatalog - Maßnahmen zur integrierten Klimafolgenanpassung – sind folgende Maßnahmen zur Verschattung mit aufzunehmen: Handlungsfeld: Gesundheit Titel der Handlung: Verschattung von öffentlichen Flächen Beschreibung: Im Rahmen eines Versuchs sind kurzfristig ein Kinderspielplatz und eine öffentliche Platzfläche durch geeignete Verschattung zu kühlen. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich – gegen die Stimme der FDP-Fraktion – zugestimmt.
Beratungsverlauf
-
12.06.2023
TOP 10.19, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ohne Votum in nachfolgende Gremien -
13.06.2023
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 2.1.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen
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