V/0522/2009
Verkehrssicherheit am Ludgerikreisel nachhaltig verbessern
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Ludgerikreisel_Anlage1
3061 Zeichen
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8
.
48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0
.
Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de
.
http://www.cdu-ms.de
16. 04. 2009 bm
Antrag
Verkehrssicherheit am Ludgerikreisel nachhaltig verbessern
Der Planungsausschuss möge beschließen:
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, zur kurzfristigen Optimierung der Verkehrssituation am Kreisver-
kehr Ludgeriplatz
1. die Unfallsituation im Zeitraum seit 2004 in detaillierter monatsweiser Betrachtung aufzuzeigen.
2. die Rücknahme der Stopp-Schild-Regelung aus den Zufahrtsachsen in der Kreisverkehr mit den
Partnern in der Unfallkommission zu thematisieren und zur nächsten Sitzung des Planungsbe-
schlusses (18. Juni 2009) eine Empfehlung der Unfallkommission für eine abschließende Ent-
scheidung dazu vorzulegen.
3. die strukturierte Fahrbahnoberfläche, die die Tote-Winkel-Situationen zwischen Radfahrern und
Pkw/Lkw-Fahrern reduzieren soll, im Hinblick auf Optimierungsmöglichkeiten zu untersuchen, um
Gefährdungen für Radfahrer (u. a. bei Schnee) zu reduzieren.
4. zu prüfen, ob mit der räumlichen Verlagerung der Zebrastreifen - weiter in die einzelnen Zu-
fahrtsachsen hinein - eine Optimierung des Verkehrsflusses erreicht werden kann.
Begründung:
Die jüngste Umgestaltung am Ludgerikreisverkehr findet in einigen Details keine öffentliche Akzep-
tanz. Auch nach Aussagen der Polizei konnte mit einigen in diesem Zusammenhang getroffenen Re-
gelungen keine Verbesserung der Verkehrssicherheit hergestellt werden.
Insbesondere die Kreisverkehrs-atypische Stopp-Schildregelung wird von weiten Teilen der Bürger-
schaft kritisch bewertet, von Verkehrsteilnehmern vornehmend nicht eingehalten und von den Ord-
nungsbehörden wird ein Fehlverhalten nicht sanktioniert. Insoweit ist diese Regelung in Frage zu stel-
len und möglichst umgehend zu beseitigen.
Im vergangenen Winter ist deutlich geworden, dass für Radfahrer von der strukturierten Fahrbahn-
oberfläche in den Einmündungsbereichen in den Kreisverkehr (mit der die Tote-Winkel-Situationen
minimiert werden sollen) eine Gefährdung ausgeht, da sie u.a. bei Schnee nicht erkenntlich ist. Hier ist
eine Optimierung notwendig.
Durch weiter in die Zufahrtsachsen verlagerte Zebrastreifen ist bei querenden Fußgängern mehr Auf-
stellfläche für aus dem Kreisverkehr kommende Fahrzeuge möglich. Damit sollte ein Beitrag zur Opti-
mierung der Leistungsfähigkeit möglich sein.
Auch, wenn die Umgestaltung möglicherweise zunehmend von Verkehrsteilnehmern, die den Kreis-
verkehr regelmäßig benutzen, verstanden werden mag, sind insbesondere viele auswärtige Ver-
kehrsteilnehmer mit der Vielzahl von Regelungen in der Zu- und Ausfahrt überfordert. Hier sollten
Regelungen gefunden und getroffen werden, die in der jeweiligen Fahrsituation auch ohne vorheriges
Studium von Internet-Publikationen für die Verkehrsteilnehmer verständlich sind.
gez. RH Stefan Weber
RF Sybille Benning
und Fraktion
Ludgerikreisel_Anlage3
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Ludgeriplatz - Unfälle mit Radfahrerbeteiligung 2000 - 2006 - Unfallhergang Stadt Münster, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 Gesamt 127 98 110 110 104 121 129 799 Unfälle mit Radfahrerbeteiligung 14 15 20 15 13 17 13 107 13% 10% Unfallhergang PKW bei der Einfahrt übersieht Radfahrer 2 4 6 4 2 10 5 33 31% 38% PKW bei der Einfahrt übersieht Radfahrer im Kreis -----7 5-- PKW bei der Einfahrt übersieht Radfahrer in Zufahrtstr. -----3 0-- PKW bei der Ausfahrt übersieht Radfahrer 2 1 6 0 3 2 3 17 16% 23% LKW/Bus übersieht Radfahrer - Toter Winkel 01102004 4 % 0 % PKW bei Spurwechsel übersieht Radfahrer 00001001 1 % 0 % PKW fährt auf Radfahrer auf 02000013 3 % 8 % PKW übersieht fahrenden Radfahrer auf FGÜ 1 2 2 4 2 3 2 16 15% 15% Radfahrer bei der Einfahrt übersieht PKW 20000002 2 % 0 % Radfahrer fährt auf PKW auf 5 3 4 6 3 1 2 24 22% 15% Unfallhergang unklar 22110107 7 % 0 % Unfälle gesamt Anteil in % Anteil 2006 61.42 522.xls 10.08.2009
Ludgerikreisel_Anlage4
1099 Zeichen
Ludgeriplatz - Unfälle mit Radfahrerbeteiligung 2008/2009 Stadt Münster, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Unfallentwicklung - Verortung - ∑ E Unfälle mit Radfahrern verletzte Radfahrer sonstige Verletzte Unfälle mit Radfahrern verletzte Radfahrer sonstige Verletzte Am Kanonengraben 0 0 000000 Moltkestraße 2 3 3 100200 Hammer Straße 1 2 4 2002 1 (Anhänger) 0 Hafenstraße 2 3 6 550100 Schorlemer Straße 1 7 1 11000 1 (FG, Rollator) Ludgeristraße 7 1 000100 Kreisfahrbahn 2 3 2 0012 1 (Beifahrertür) 1 (Busfahrgast) Summe 105 17 9 6 (alle Vorfahrt) 1 (Beifahrer) 8 2 2 Unfallentwicklung - Verortung - ∑ E Unfälle mit Radfahrern verletzte Radfahrer sonstige Verletzte Am Kanonengraben 0 0 000 Moltkestraße 12 0 0 0 3 (Auffahrunfall) Hammer Straße 4 2 2 2 (Spiegel) 0 Hafenstraße 5 1 1 1 (Spiegel) 2 (Auffahrunfall) Schorlemer Straße 9 2 2 1 (Vorfahrt) 1 (Busfahrgast) Ludgeristraße 5 1 1 1 (über Fuß gef.) 0 Kreisfahrbahn 1 2 0 000 Summe 47 6 656 2009 GESAMT 01.01.2009 - 24.08.2009 01.01.2008 - 10.08.2008 11.08.2008 - 31.12.20082008 GESAMT 61.42 blatt 4 neu.xls 28.08.2009
Berichtsvorlage
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V/0522/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Verkehrssicherheit am Ludgerikreisel nachhaltig verbessern Antrag der CDU-Fraktion im Rat vom 16.04.2009 Beratungsfolge 24.09.2009 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht Bericht: Mit dem o.g. Antrag (Anlage 1) wird die Verwaltung beauftragt, 1. die Unfallsituation seit 2004 in detaillierter monatsweiser Betrachtung aufzuzeigen, 2. die Rücknahme der Stopp-Regelung an den Zufahrtsstraßen in der Unfallkommission zu beraten und eine Empfehlung dazu vorzulegen, 3. die strukturierte Fahrbahnoberfläche im Hinblick auf Optimierungsmöglichkeiten bezüglich der Gefährdung von Radfahrern zu untersuchen und 4. zu prüfen, ob mit der räumlichen Verlagerung der Zebrastreifen eine Optimierung des Verkehrsflusses erreicht werden kann. Vorbemerkung Der Ludgeriplatz gehört mit 38.000 Kfz/Tag und 12.000 Radfahrern/Tag zu den höchstbelasteten Knotenpunkten im Stadtgebiet. Die Erfahrung zeigt, dass bei einer so hohen Verkehrsbelastung Störungen im Verkehrsfluss nicht grundsätzlich ausgeschlossen und Unfälle nicht gänzlich ver- hindert werden können. Primäres Ziel der getroffenen Maßnahmen sowie der hierzu gestellten Anträge war es deshalb, die Zahl und Schwere der Verkehrsunfälle mit Personenschäden, und hier insbesondere der der Radfahrer, zu reduzieren. Die im vergangenen Jahr realisierten Maßnahmen zur Optimierung der Radverkehrsführung am Ludgeriplatz wurden in einem 2-jährigen Diskussionsprozeß unter Einbeziehung von externen Experten und der Bürgerschaft sowie begleitet durch einen interfraktionellen Arbeitskreis und mehrere Berichte in den zuständigen politischen Gremien erarbeitet und abgestimmt. In seiner Sitzung am 11.05.2006 stimmte der ASSVW dem Vorschlag zur Optimierung der Rad- Vorlagen-Nr.: V/0522/2009 Auskunft erteilt: Herr Böhme Ruf: 492 61 56 E-Mail: Boehme@stadt-muenster.de Datum: 28.08.2009 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0522/2009 verkehrsführung am Ludgeriplatz im Bestand zu (Vorlage 0191/2006). Der Ludgeriplatz wurde am 11.08.2008 wieder für den Verkehr frei gegeben. Danach erfolgten noch Restarbeiten an den Nebenanlagen und die Umbauarbeiten in der Hafenstraße. Seither beobachtet die Verwaltung regelmäßig das Verkehrsgeschehen vor Ort sowie an Hand von Vi- deoaufzeichnungen und analysiert die Unfallberichte der Polizei. Die Unfallkommission hat in ihrer Sitzung am 03.06.2009 die Unfalllage am Ludgeriplatz in einer vorher/nachher-Betrachtung eingehend erörtert. In der Unfallkommission sind die untere und obere Straßenverkehrsbehörde, die Polizei, die verschiedenen Baulastträger, die Verkehrsbetrie- be und die Verkehrsplanung vertreten. Zu Punkt 1: In den Jahren 2000 bis 2008 sind jährlich am Ludgeriplatz zwischen 98 und 129 Verkehrsunfälle registriert worden, davon 13 bis 20 mit Radfahrerbeteiligung (Anlage 2). Bei diesen Unfällen wur- den zwischen 11 und 22 Personen verletzt, wovon wiederum 7 bis 12 Radfahrer waren. Eine monatsweise Auswertung erscheint bei dieser statistischen Grundlage nicht zweckmäßig. Die meisten Unfälle passierten an den Einmündungen Schorlemer Straße, Moltkestraße, Hafenstra- ße und auf der Kreisfahrbahn. Dies sind gleichzeitig die Bereiche mit der höchsten Verkehrsbe- lastung. Die Tatsache, dass durchschnittlich 2 von 3 Verletzten am Ludgeriplatz Radfahrer sind, unter- streicht die Richtigkeit des Ansatzes, primär die Unfälle mit Radfahrerbeteiligung zu reduzieren. Bei der Auswertung der Unfallberichte für di e Jahre 2000 bis 2006 ergaben sich als Hauptunfall- ursachen der von Kfz-Fahrern verursachten Unfälle mit Radfahrern „PKW bei der Einfahrt über- sieht Radfahrer“ (31 %) und „PKW übersieht Radfahrer bei der der Ausfahrt“ (16 %) (Anlage 3). Hauptunfallursachen der von Radfahrern selbst verursachten Unfälle waren „Radfahrer fährt auf PKW auf“ (22 %) und „PKW übersieht fahrenden Radfahrer auf Fußgängerüberweg“ (15 %). Letztere Unfallursache wurde den Radfahrern zugeordnet, weil ein fahrender Radfahrer auf ei- nem FGÜ für den Kraftfahrer zu plötzlich auftaucht und gleichzeitig ein Fehlverhalten des Rad- fahrers darstellt. Die Schwankungen in der Zeitreihe der Unfälle der Jahre 2000-2008 (Anlage 2) machen deutlich, dass der Zeitraum von 12 Monaten seit Verkehrsfreigabe nur eine Tendenzaussage zulässt. Zu- dem benötigen die Verkehrsteilnehmer erfahrungsgemäß einen längeren Zeitraum, um ihr Fahr- verhalten an die neue Situation anzupassen. In Anlage 4 ist die Unfallauswertung für das Jahr 2008 vor und nach Umbau sowie bis zum 24.08.2009 zusammengestellt. Daraus wird deutlich, dass in 2008 vor dem Umbau insgesamt 6 der für Radfahrer besonders kritischen Vorfahrtunfälle (Radfahrer wird von der Seite angefahren oder fährt frontal seitlich auf ein Fahrzeug) passierten. Seither wurde lediglich 1 solcher Unfall registri ert. Weitere Unfälle entsprechend der in Anlage 3 beschriebenen Unfalltypen sind bisher überhaupt nicht wieder aufgetreten. Allerdings sind seit dem 11.08.2008 bis zum 24.08.2009 insgesamt 5 Unfälle registriert worden, bei denen PKW- Fahrer beim Einfahren in den Kreis rechts neben dem Fahrzeug stehende Radfahrer angefahren haben. Diese Unfälle sind nicht auf bauliche Mängel, sondern allein auf die Unachtsamkeit der PKW-Fahrer zurückzuführen. Die Verletzungen bei diesen Unfällen waren jedoch im Verhältnis zu den Vorfahrtunfällen eher leichterer Art. Die Mitglieder der Unfallkommission führen diesen positiven Trend darauf zurück, dass • die Verlangsamung des Verkehrs insgesamt zu einer größeren Fehlertoleranz führt • die Stopp-Regelung zu einer deutlich besseren Beachtung der auf der Kreisfahrbahn fah- renden Radfahrer führt, auch wenn diese Regelung nicht immer beachtet wird 3 V/0522/2009 • die Diskussion in der Öffentlichkeit über das Fehlverhalten erste Wirkung zeigt Auch wenn der Zeitraum für eine abschließende Beurteilung noch nicht ausreicht, kann die Ent- wicklung in der Tendenz grundsätzlich positiv bewertet werden. Die bisherige Unfallbilanz gibt keinen Anlass zu irgendeiner Veränderung oder Nachbesserung. Zu Punkt 2: Wie oben ausgeführt, sind die besonders problemat ischen Vorfahrtunfälle seit Umbau des Lud- geriplatzes und Einführung der Stopp-Regelung deutlich zurückgegangen. Rein fahrtechnisch eröffnet erst die Stopp-Regelung den PKW-Fahrern eine deutlich größere Chance, auf der Kreis- fahrbahn fahrende Radfahrer mit ihrer vergleichsweise schmalen Silhouette wahrzunehmen und sich einen Gesamtüberblick über das mehrspurige Verkehrsgeschehen im Kreis zu verschaffen. Gleichzeitig führt die Regelung zu einer langsameren Fahrweise der Kraftfahrer und Radfahrer, obwohl die Verkehrsregelung nicht von allen Verkehrsteilnehmern ordnungsgemäß beachtet wird. Aufgrund der hieraus resultierenden größeren Fehlertoleranz profitieren hiervon sowohl die Kraft- als auch die Radfahrer beim Befahren des Kreises. In den Kreiszufahrten aufgetretene Auffahrunfälle sind nicht auf die Stopp-Regelung selbst oder mangelnde Sichtverhältnisse, son- dern auf die Unaufmerksamkeit der Kraftfahrer zurückzuführen. Die Mitglieder der Unfallkommission kommen deshalb 12 Monate nach Verkehrsfreigabe vorläufig, aber übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die Stopp-Regelung derzeit nicht zurückgenommen werden sollte. Vielmehr sollte durch eine entsprechende Öffentlichkeitsar- beit in Verbindung mit einer stärkeren Überwachung die Befolgungsquote weiter gesteigert wer- den. Zu Punkt 3: Die so genannten Rüttelstrecken im Innenbogen der Einfahrten in den Kreis wurden eingerichtet, um Radfahrer davon abzuhalten, sich seitlich zu im Kreis fahrenden Fahrzeugen hineinzuschlei- chen und so - bewusst oder unbewusst - in den Toten Winkel von Lastkraftwagen zu geraten. Da diese Flächen von Großfahrzeugen aus fahrgeometrischen Gründen überfahren werden müssen, konnten sie nicht den Gehwegflächen zugeschlagen werden. Eine Rücknahme dieser Rüttelstre- cken würde den alten Zustand wieder herstellen und unzählige Gefahrensituationen wieder her- beiführen. Die Rüttelstrecken sind gut ausgeleuchtet und die Erkennbarkeit ist somit gegeben. Die markier- ten Schutzstreifen mit dem Fahrradpiktogramm sind deutlich zu den Rüttelstrecken abgegrenzt. Bei Schneefall gehört der Ludgeriplatz zu den Straßen, die als erstes geräumt werden. Unfälle im Zusammenhang mit den Rüttelstrecken sind nicht bekannt. Die Mitglieder der Unfallkommission sehen daher keine Notwendigkeit zur Veränderung. Zu Punkt 4: Die Lage der Fußgängerüberwege entspricht den natürlichen Wegebeziehungen der Fußgänger um den Ludgeriplatz. Eine Verlagerung in die Zufahrtstraßen hinein wäre mit erheblichen Umwe- gen verbunden und daher, wie während der Umbauphase, nur mittels einer deutlichen Abgren- zung zur Fahrbahn hin durchzusetzen. Gleichzeitig müssten die Straßenquerschnitte im Bereich der Fußgängerüberwege auf 1 Spur je Richtung reduziert werden, was zu einer erheblichen Be- einträchtigung der Verkehrsabwicklung führen würde. Eine Verlagerung der Fußgängerüberwege wird deshalb nicht als Ziel führend zur Verbesserung des Verkehrsflusses betrachtet. 4 V/0522/2009 Demgegenüber könnte der Verkehrsfluss deutlich verbessert werden, wenn das verbotswidrige und äußerst gefährliche Abbiegen aus dem Innenkreis durch gezielte Überwachungsmaßnahmen unterbunden würde. Während auf mehrstreifigen Straßen Kraftfahrer sich regelkonform zum Ab- biegen rechts einordnen, wird diese Vorschrift am Ludgeriplatz bewusst oder unbewusst ignoriert. Immer wieder ist zu beobachten, dass ein einzelnes aus dem Innenkreis abbiegendes Fahrzeug den gesamten Verkehr auf dem Außenkreis zum Erliegen bringt. Gleichzeitig entstehen hierbei äußerst gefährliche Situationen, weil dabei die Sicht auf im Kreis fahrende Radfahrer sowie auf den Fußgängerüberweg querende Fußgänger genommen wird. Aber gerade um dies zu verhin- dern wurden die Ausfahrten aus dem Kreis nur einspurig ausgebildet. Fazit: Der seit Fertigstellung der Umgestaltungsmaßnahmen am Ludgeriplatz vergangene Zeitraum von gerade 12 Monaten ist für eine abschließende Beurteilung auch unter Berücksichtigung einer erforderlichen Eingewöhnungsphase nicht ausreichend. In der bisherigen Tendenz gleichwohl ist die Unfallentwicklung insbesondere im Hinblick auf die Unfallbeteiligung von Radfahrern und die Unfallschwere positiv zu bewerten. Die Mitglieder der Unfallkommission kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die mit dem Umbau getroffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten und ursächlich für die positive Un- fallentwicklung sind. Die Verlangsamung des Verkehrsablaufs und die eindeutige Führung haben dazu geführt, dass die vorher festgestellten Unfalltypen nicht mehr aufgetreten sind, oder mit geringeren Unfallfolgen verbunden waren. Insofern sehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Mit- glieder der Unfallkommission keine Veranlassung, eine Veränderung am Ludgeriplatz vorzuneh- men. Es bleibt abzuwarten, ob sich der positive Trend fortsetzt. Die Verwaltung wird dementspre- chend das Verkehrsgeschehen und die Unfallentwicklung am Ludgeriplatz weiter beobachten und bei Veränderung der Lage entsprechend berichten. Gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anlage 1: Antrag der CDU-Fraktion vom 16.04.2009 Anlage 2: Unfälle mit Radfahrerbeteiligung 2000 – 2008 Anlage 3: Unfälle mit Radfahrerbeteiligung 2000 – 2006 nach Unfallhergang Anlage 4: Unfälle mit Radfahrerbeteiligung 2008/2009
Ludgerikreisel_Anlage2
940 Zeichen
Ludgeriplatz - Unfälle mit Radfahrerbeteiligung 2000 - 2008 Stadt Münster, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Unfallentwicklung - Verortung - ∑ E ∑ E ∑ E ∑ E ∑ E ∑ E ∑ E ∑ E ∑ E ∑ E Am Kanonengraben 11101020001120000082 Moltkestraße 29 4 21 2 44 6 25 3 20 1 21 2 38 3 27 8 23 3 248 32 Hammer Straße 1 3 193843282 1 1 2 1 3 0 1 1 1 1 2 4 8 8 1 9 Hafenstraße 17 1 15 3 21 9 17 4 20 4 30 7 27 6 16 2 23 6 186 42 Schorlemer Straße 37 4 28 3 25 1 29 2 23 3 29 5 35 3 36 6 17 1 259 28 Ludgeristraße 1 2 33120103090405171 4 6 6 Kreisfahrbahn 18 0 21 3 9 0 33 4 30 3 20 0 10 1 20 1 23 2 184 14 Summe 127 14 98 15 110 20 110 15 104 13 121 17 129 13 115 19 105 17 Leicht Verletzte 19 7 8 5 13 10 8 6 17 9 14 11 22 9 14 11 11 8 126 76 Schwer Verletzte 11321121001100110097 Getötete 00000000110000000011 Summe 20 8 11 7 14 11 10 7 18 10 15 12 22 9 15 12 11 8 2007 2008200620052000 2001 2004 20032002 Summe 61.42 522.xls 10.08.2009
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (7)
- Moltkestraße 29
- Hammer Straße 1
- Hafenstraße 17
- Ludgeristraße 1
- Mauritzstraße 7
- Ludgeriplatz 1
- Am Kanonengraben 0
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0522/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.08.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37