Tätigkeitsbericht 2017 des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern
Mitteilung Ausschuss 0579/2018 vom 23.02.2018
Stand: Am 12.03.2018 im Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Tätigkeitsbericht 2017
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1 Tätigkeitsbericht 2017 Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern (I/1) informiert über das Jahr 2017. 1. Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten nach dem Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz - LGG) Nach § 17 Abs. 1 LGG unterstützt und berät die Gleichstellungsbeauftragte die Dienststelle und wirkt bei der Ausführung dieses Gesetzes sowie aller Vorschriften und Maßnahmen mit, die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frau und Mann haben oder haben können (z.B. Aufstellung und Änderung des Gleichstellungsplanes, soziale Maßnahmen sowie Planungsvorhaben von grundsätzlicher Bedeutung). Das Aufgabenspektrum stellt sich wie folgt dar: 1.1 Personelle Maßnahmen Die Gleichstellungsbeauftragte wurde insgesamt an 13.000 Maßnahmen beteiligt: 10.849 Vorgänge wie beispielsweise Einstellungen, Umsetzungen, Abordnungen, Arbeitszeitänderungen, disziplinarrechtliche Maßnahmen etc. 1.419 Stellenausschreibungen, die sich wie folgt aufteilten: mittlerer Dienst: 646 Ausschreibungen gehobener Dienst: 670 Ausschreibungen höherer Dienst: 103 Ausschreibungen 732 Ein- und mehrtägige Auswahltermine, von denen 117 Termine wahrgenommen wurden. Diese unterteilten sich wie folgt: mittlerer Dienst: 330 Einladungen 29 Teilnahmen gehobener Dienst: 349 Einladungen 55 Teilnahmen höherer Dienst: 53 Einladungen 33 Teilnahmen Eine Nichtteilnahme erfolgte überwiegend aufgrund der Bewerberlage, Terminüberschneidungen oder aufgrund mangelnder Kapazitäten. 1.2 Organisatorische Maßnahmen I/1 wurde an 101 organisatorischen Maßnahmen beteiligt. 1.3 Beratungen Es wurden 60 Beratungen mit einem Aufwand von 90 Stunden durchgeführt. 2 1.4 Veranstaltungen und Projekte Lunchpakete/ Wissen to go Die themenbezogenen Veranstaltungen zur Mittagszeit vernetzten Frauen und Männer über alle Laufbahnen hinweg und erreichten in diesem Jahr rund 450 Teilnehmende. Es wurden sechs Lunchpakete initiiert, davon waren zwei Veranstaltungen ausschließlich an Männer adressiert; 30 männliche Kollegen nahmen das Angebot wahr. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – für Männer Stilsicher im Job – für Frauen So sparen Frauen Steuern! Positive Lebensgefühle – für Frauen des mittleren Dienstes Wie Frauen erfolgreich ihre Finanzen managen! Männer, erfindet Euch neu - Was es heute heißt, ein Mann zu sein Zwei Lunchpakete erfolgten in Kooperation mit der Volkshochschule Köln: Resilienz: Das Geheimnis starker Frauen Heldinnen und Helden der Vergangenheit und Zukunft Girlsday 20 interessierten Mädchen bot die Berufsfeuerwehr Köln in Kooperation mit I/1 wieder einen Blick hinter die Kulissen. Neben verschiedenen Aktivitäten auf der Wache gab es auf der Schildergasse die Gelegenheit, sich über die Aufgaben der Berufsfeuerwehr zu informieren. Equal Pay Day Thema: „Endlich partnerschaftlich durchstarten! 10 Jahre Equal Pay Day – (k) ein Grund zum Feiern“ Die Veranstaltung im März erfolgte gemeinsam mit dem Business and Professional Women Club Köln e.V. Es wurden Keynotes, Podiumsdiskussionen und Workshops organisiert; I/1 war an einem Aktionsstand auf der Schildergasse vertreten. Gender-Schulung Die zweitägige Schulung hatte das Ziel, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Frauen und Männer unterschiedliche Bedürfnisse und Sichtweisen haben und durch die Berücksichtigung beider Perspektiven bessere Ergebnisse erzielen und für eine zielorientierte Personalführung nutzen können. Veranstaltung für Frauen des mittleren Dienstes In Kooperation mit dem Personal- und Verwaltungsmanagement fand im November 2017 für die o.g. Zielgruppe ein Zukunftsmarkt statt, in dem sich über 100 Frauen zu verschiedenen Themen informiert und ihre Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung ausgelotet haben. 3 Netzwerkveranstaltung für Frauen des höheren Dienstes Im November fand eine Führung für Frauen des höheren Dienstes in Kooperation mit dem Frauengeschichtsverein statt; 23 Kolleginnen haben teilgenommen. women & work Die women & work, Europas größter Messe-Kongress und Karriere-Event für ambitionierte Frauen, fand am 17.06.2017 in Bonn statt: Vorterminierte Vier-Augen-Gespräche, Vorträge und ein umfangreiches Kongress-Programm. I/1 war in Kooperation mit dem Personal- und Verwaltungsmanagement, der Berufsfeuerwehr Köln sowie dem Amt für Kinder, Jugend und Familie vertreten. Insgesamt waren 108 Aussteller vor Ort. Mit Frauen in Führung Mit dem Beitritt zum Bündnis „Mit Frauen in Führung“ setzt die Stadt Köln mit insgesamt dreizehn Unternehmen ein Zeichen für ein starkes und gleichberechtigtes Köln. Am ersten und zweiten Cross-Mentoring nehmen jeweils zwei Kolleginnen der Stadt Köln teil. I/1 begleitet die Projekte und ist in der Lenkungsgruppe sowie diversen Arbeitsgruppen vertreten. 5. Mentoring-Projekt Mentoring ist eine geförderte Persönlichkeits- und Führungsentwicklung für Frauen des gehobenen Dienstes. Auf die Ausschreibung von 15 Plätzen im Herbst gingen 39 Bewerbungen ein. Erstmals konnten sich Kolleginnen mit der Bewertung BGr. A10/A 11 BBO bzw. EG 9c/EG 10 sowie S 12/S14 /S15 TVöD bewerben. Im Herbst fand ein qualifiziertes Auswahlverfahren statt; 15 Teilnehmerinnen wurden ausgewählt. Amtsmarkt Am 05.09.2017 präsentierte sich I/1 mit einem Informationsstand vor den neuen Auszubildenden. 4 2. Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten nach der Gemeindeordnung (GO NRW) Die kommunale Gleichstellungsbeauftragte ist nicht nur Ansprechpartnerin für die Frauen in der Verwaltung, sondern auch für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. Sie ist zuständig für die Umsetzung der Gleichstellung vor Ort; sie engagiert sich für den Abbau der Diskriminierung von Frauen und deren gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben; sie wirkt bei allen Vorhaben und Maßnahmen mit, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die Anerkennung ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft haben (§ 5 GO Abs. 3 NRW), z.B. Frauenförderung im Erwerbsleben, Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik, soziale Sicherung von Frauen, Frauen in Partnerschaft und Familie, Maßnahmen gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch, Initiierung zielgruppenspezifischer Maßnahmen, auch für Migrantinnen. Folgende Themen standen insbesondere im Fokus: 2.1 Sicherheit im öffentlichen Raum Nach den Silvestervorfällen 2015 wurde unter Beteiligung von I/1 ein breites Bündnis, die Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt, gegründet. Die Initiative macht verstärkt auf das Thema Sicherheit für Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum aufmerksam und initiiert Projekte, die die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum erhöhen. Mit dem Frauenserviceclub ZONTA Köln 2008 und dem Verein LOBBY für Mädchen e. V. hat sich I/1 zum Thema Partysicherheit engagiert und in Kölner Schulen Informationsveranstaltungen für junge Frauen und Mädchen durchgeführt. Folgende Projekte wurden initiiert: Entwicklung und Durchführung einer Plakatkampagne Kampagne „Die Würde von Frauen und Mädchen ist unantastbar!“ unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Die Plakatkampagne war im Januar und November auf zahlreichen Plakatflächen in Köln zu sehen. 5 Entwicklung und Umsetzung des Projektes „EDELGARD mobil“ Es wurde ein spezielles Hilfeangebot für Frauen und Mädchen ins Leben gerufen. Das „EDELGARD mobil“ ist eine mobile Beratungsstelle bei Großveranstaltungen z. B. Silvester, Karneval, Kölner Lichter, 11.11.. Erfahrene Fachfrauen der Kölner Frauenberatungsstellen und der Mädchenberatung stehen in einem Beratungsmobil für Mädchen und Frauen zur Verfügung. Telefonisch ist es erreichbar unter 0221/221- 27777. Das „EDELGARD mobil“ war an neun Tagen im Einsatz. Entwicklung des Projektes „EDELGARD schützt“ In 2017 wurde das Projekt „EDELGARD schützt“ konzipiert. Es trägt zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl für Frauen und Mädchen in Köln und einer verbesserten Hilfesituation im öffentlichen Raum bei. „EDELGARD schützt“ sind ausgewählte Orte in Köln, an denen Frauen sich sicher fühlen können. „EDELGARD schützt“ bietet nicht nur beim Feiern und Ausgehen Schutz, sondern stellt langfristig „sichere Orte“ zu allen Tageszeiten zur Verfügung. Auch Frauen, die z. B. auf der Straße belästigt wurden, können sich an „EDELGARD schützt“ wenden. Die Umsetzung erfolgt ab 2018. (siehe auch AVR-Vorlage 3552/2017 zur FDP Anfrage AN/1583/2017; AVR-Vorlage 3799/2017 zur Anfrage BUNT AN/1785/2017; Stellungnahme I/1 vom 13.2.2018 zu AN/0086/2018 BUNT) „EDELGARD informiert“ Bereitstellung vielfältiger Informationen zum Thema Sicherheit für Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum (CityCards, Megalight-Kampagne, Internetseite EDELGARD.koeln, Facebook, Flyer, Infokarten, Plakate in Geschäften). Entwicklung und Umsetzung des Projektes „Nicht mit mir!“ Konzeption und Durchführung einer Informationsveranstaltung mit Workshop zum Thema (Party-) Sicherheit und sexuelle Belästigung. Es wurde umfangreiches Infomaterial erstellt. Drei Veranstaltungen wurden im Berufskolleg durchgeführt. Das Projekt wird 2018 fortgesetzt. 2.2 Gewalt gegen Frauen Der Arbeitskreis „Gegen Gewalt an Frauen“ unter der Leitung von I/1 arbeitet seit Jahren zu allen Facetten von Gewalt gegen Frauen, insbesondere zum Thema „Häusliche Gewalt“. I/1 kooperiert darüber hinaus mit einzelnen Trägern oder Einrichtungen. 6 Aktionen/ Veranstaltungen/ Projekte: Fortbildung „Häusliche Gewalt“ Der Arbeitskreis führt Schulungen „Häusliche Gewalt: Erkennen und Dokumentieren von Gewaltverletzungen“ in Krankenhäusern, Krankenpflegeschulen etc. durch. Es fand eine Fortbildung statt. Aktionstag zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Der 25.11. ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Unter der Federführung von I/1 wird zusammen mit vielen Kooperationspartnerinnen in jedem Jahr eine öffentlichkeitswirksame Aktion durchgeführt. Die Informationsveranstaltung mit Filmbeiträgen, Infoständen und Begleitprogramm fand im DOMFORUM statt. Weitere öffentlichkeitswirksame Aktion Mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt (Dauer: zwei Tage) hat der Arbeitskreis „Gegen Gewalt an Frauen“ unter der Leitung von I/1 über seine Arbeit informiert. 2.3 Sexistische und sexualisierte Werbung in Köln Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern und tritt daher für eine differenzierte, pluralistische Darstellung von Menschen in der Werbung ein. Sie setzt sich dafür ein, dass in Köln keine Werbung gezeigt wird, die die Würde von Frauen und Männern missachtet oder ein einseitiges, einschränkendes Rollenbild vermittelt. Interventionen I/1 hat 13 Beschwerden über sexistische Werbemaßnahmen bearbeitet und erfolgreich interveniert. Die Gleichstellungsbeauftragte hat in Gesprächen den Kölner Taxi-Ruf dafür sensibilisiert, dass Kundinnen und Kunden ein Taxi ohne Bordellwerbung wählen können. Die App „taxi.eu“ wird um den Hinweis „Bitte ein Taxi ohne Bordellwerbung“ erweitert und auf der Internetseite des Taxirufes wird darauf hingewiesen, dass ein Taxi ohne Bordellwerbung bestellt werden kann. Handlungsleitfaden und Kriterienkatalog I/1 hat einen Handlungsleitfaden erstellt, der beschreibt, wie die Verwaltung bei sexistischer Werbung im öffentlichen Raum vorgehen kann. 7 2.4 Charta der Gleichstellung von Frauen und Männern Aktionsplan I/1 hat einen 1. Kölner Aktionsplan für mehr Gleichstellung mit 126 Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit veröffentlicht. Im 4. Quartal wurde mit den Vorbereitungen für den 2. Kölner Aktionsplan begonnen. Dafür wurden die Handlungsfelder „Soziale Kohäsion“, „Gesundheit“ und „Bildung/ Lebenslanges Lernen“ ausgewählt. 2.5 Geflüchtete Frauen Veranstaltung für geflüchtete Frauen I/1 hat in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen ein Mittagsgespräch für geflüchtete Frauen durchgeführt. 35 Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen und diskutierten zum Thema „Leben in Köln/Deutschland“. Sie formulierten Erwartungen und Wünsche. Die zuständigen Ämter werden informiert. 2.6 Öffentlichkeitsarbeit Internationaler Frauentag Unter dem Motto „Sichtbar, Hörbar - Wehrhaft: Starke Frauen in einer offenen Stadt!“ wurde am 07.03.2017 mit mehr als 600 Gästen der Internationale Frauentag gefeiert: Der Empfang der Oberbürgermeisterin mit drei thematischen Speakerinnen-Corner, Markt der Möglichkeiten und einem begleitenden Bühnenprogramm wurde organisatorisch und inhaltlich vorbereitet. Internet Der Internetauftritt des Amtes wurde neu gestaltet. 8 3. Mitgliedschaft in Gremien und Arbeitskreisen Die Gleichstellungsbeauftragte ist ständiges Mitglied in folgenden Gremien und Arbeitskreisen - unabhängig von politischen Gremien: Verwaltungsreform GPR-Quartalsgespräche Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragter Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragter Arbeitskreis Diversity IHK Arbeitskreis Personalrätinnen Lenkungsgruppe Köln 2030 Bürgerhaushalt Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt Runder Tisch Karneval AK „Gegen Gewalt an Frauen“ Städtische Sicherheitsgremien im Rahmen von Großveranstaltungen Mitglied im städtischen Koordinierungsstab AK Gewaltprävention in der Stadtverwaltung Runder Tisch Sexarbeit LAG Frauen und Flucht Netzwerk „Häusliche Gewalt“ Netzwerk W -
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/1/I/1 Vorlagen-Nummer 23.02.2018 0579/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 12.03.2018 Tätigkeitsbericht 2017 des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern informiert über die Tätigkeiten und Aktivitäten im Jahr 2017. Der Bericht ist als Anlage zur Kenntnisnahme beigefügt. Gez. Dr. Keller
Beratungsverlauf
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12.03.2018
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 1.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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