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3293/2021

Sachstandsbericht Strategische Grünentwicklung

Mitteilung Ausschuss 29.10.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 25.11.2021, TOP 7.5

Anlage_1_AKUG_Grüne_Infrastruktur

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage_1_AKUG_Grüne_Infrastruktur

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671 
16.09.2021 
 
Strategische Grünentwicklung 
Klimaschutz/Klimaanpassung 
 
Die strategische Grünentwicklung hat zum Ziel das gesamtstädtische Kölner Grünsystem 
als grüne Infrastruktur räumlich und funktional konsequent weiter zu entwickeln. Dies erfolgt 
auch vor dem Hintergrund der Klimawandelvorsorge und bedingt gleichzeitig die Entwick-
lung von Strategien zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz. 
Vor diesem Hintergrund werden folgende Nachhaltigkeitsziele für das städtische Grün for-
muliert: 
Stärken stärken • Vielfalt fördern • Resilienz sichern 
Den Nachhaltigkeitszielen wurden folgende Themenschwerpunkte zugewiesen: 
 
Grüne InfrastrukturKlima (-wandel) Anpassung
Stärken stärken
Grüne Infrastruktur sichern und ausbauen
Kölner Perspektiven 2030+
Agglomerationskonzept und Klimawandelvorsorgestrategie Region Köln/Bonn
Masterplan Grüne Infrastruktur
Vielfalt fördern
Zukunftsbäume / GALK Straßenbaumtest
Stadtgrün Naturnah
Essbare Stadt / Gartenlabore
Waldlabor
Resilienz sichern
Wasser zum Baum
Straßenbaumkonzepte
Ein Wald für Köln

Stärken stärken 
 
Grüne Infrastruktur 
Dem Schutz und dem Ausbau der Grünen Infrastruktur kommt nach dem Klimaanpassungs-
gesetz NRW (KlAnG §4 (5)) eine besondere Bedeutung bei der Begrenzung der negativen 
Folgen des Klimawandels und der Steigerung der Klimaresilienz zu. Die Grüne Infrastruktur 
ist das strategisch geplantes Grün-Netzwerk zur Erbringung eines breiten Spektrums von 
Ökosystemdienstleistungen. (European Commission 2013) 
 
Agglomerationskonzept und Perspektiven 2030 
Die freiraumplanerischen Aussagen des Agglomerationskonzeptes der Region Köln/Bonn 
und das hierauf aufbauende Stadtentwicklungskonzept Perspektiven 2030 bauen auf dem 
historischen Grünsystem auf und zeigen die Vorgaben zu dessen Sicherung und Weiterent-
wicklung auf. Der Masterplan Grüne Infrastruktur baut auf diesen Vorgaben auf 
 
Masterplan Grüne Infrastruktur 
Der Antrag zum ‚Masterplan Grüne Infrastruktur‘ (AN/0535/2021) wurde am 23.03.2021 
durch den Rat der Stadt Köln mehrheitlich beschlossen. Nachdem die Grundlagen zusam-
menzutragen und die methodische Vorgehensweise festgelegt wurden, haben im Juni und 
August 2021 zwei amtsinterne Workshops stattgefunden. Im weiteren Verlauf des Jahres 
2021 sind weitere Workshops zu Themen mit anderen beteiligten Fachämtern und externen 
Partnern und Experten angedacht. 
 
Vielfalt fördern 
 
Zukunftsbäume/GALK Straßenbaumtest 
Die Stadt Köln nimmt seit vielen Jahren am bundesweiten Straßenbaumtest der “GALK“ 
(Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz = Zusammenschluss der kommunalen Grünflächen-
verwaltungen) teil.  
Dabei werden vielversprechende "neue" Arten und Sorten, wie Blauglockenbaum, Amber-
baum, japanischer Schnurbaum, Silberlinde oder Ginkgo oder aber auch der einheimische 
Feldahorn gepflanzt. Parameter wie Zuwachs, Pflegeaufwand, Anfälligkeit für Schaderreger 
werden jährlich erfasst und zentral ausgewertet. 
Ende des Jahres 2020 veröffentlichten die „GALK“ und der „BdB“ (Bund deutscher Baum-
schulen) eine neue Broschüre, die insgesamt 65 neue und altbewährte Arten/Sorten aus der 
„GALK-Straßenbaumliste“ vorstellt und detailliert beschreibt. 
 
Essbare Stadt Köln / Gartenlabore 
Das Konzept "Essbare Stadt" baut auf dem Grundsatz auf vielfältige Möglichkeiten für eine 
essbare Stadt zu schaffen. Im Vordergrund stehen hierbei die öffentlichen Flächen. Das Kon-
zept umfasst öffentliche Grünflächen, die durch Anpflanzung essbarer Pflanzen aufgewertet 
werden, Kleingärten und Gemeinschaftsgärten, Schulgärten und auch Vorgaben zur Einbin-
dung der Bürger*innen. Die Umsetzung erfolgt sukzessive. 
Zur Teilnahme am EFRE-Aufruf Grüne Infrastruktur hat die Stadt Köln das integrierte Hand-
lungskonzept „Vielfalt vernetzen“ entwickelt. Das Projekt „Gartenlabor“ ist eine Maßnahme

daraus, die sich gezielt an Menschen aus den angrenzenden Sozialräumen richtet. Mit der 
Maßnahme wird ein niedrigschwelliges Angebot für Gärtnern in der Stadt geschaffen und da-
mit einhergehend eine Steigerung der Biodiversität. Mit der Bezeichnung „Gartenlabor“ wird 
der experimentelle Charakter des Projekts hervorgehoben. Zum Projektstart erarbeitete eine 
Expertengruppe erste Grundprinzipien, die anschließend mit den künftigen Gartennutzern 
weiterentwickelt wurden. Aus einem Beteiligungsprozess mit den Gartennutzern entwickelten 
sich drei Arten von Gärten („Gartenmodule“): Krautgärten, Gemeinschaftsgärten und Stadt-
gärten. 
 
Stadtgrün Naturnah 
Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens Stadtgrün Naturnah wurde ein Gesamtkonzept für 
eine naturnahe Grünpflege der städtischen Grünanlagen erarbeitet. Das Konzept umfasst 
eine Vielzahl an Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von Grünflächen, bezieht aber 
auch die Bürger*innen der Stadt mit ein. 
Artenreiche Wiesen 
Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes "Stadtgrün Naturnah" ist die Anlage von ar-
tenreichen Wiesen in öffentlichen Grünflächen. Mittlerweile konnten ca. 120 ha arten-
reiche Wiesen in unterschiedlichen Methoden (Mahdgutübertragung, Umbruch, Strei-
fen) angelegt werden. Die Anlage ist verbunden mit einem Monitoringkonzept. 
Obstwiesen 
Insgesamt 170 ha städtische Obstwiesen gibt es in Köln. Um hier ein umfassendes 
Konzept zur Unterhaltung und Entwicklung dieser Fläche zu erarbeiten, wurde eine 
Obstwiesenkommission aus Vertreter*innen der Naturschutzverbände, der Verwal-
tung und weiterer Vereine gegründet. Die Einrichtung eines Obst-Arboretums ist auf 
den Weg gebracht. Die Pflege der Obstwiesen übernimmt die NABU-
Naturschutzstation Leverkusen/Köln. 
StadtnaturParks 
Auf der Grundlage des Konzeptes Stadtgrün Naturnah, wurde in jedem Stadtbezirk 
ein StadtnaturPark ausgewiesen. 
Heckenprojekt 
Grundlage dieses Gemeinschaftsprojektes ist das Projekt „Urbane Hecken und 
Säume“ des BUND-Köln, das durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-
Westfalen gefördert wurde. Das Förderprojekt ist abgeschlossen.  
Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist es nun,  
1. die aus dem Förderprojekt erfassten Heckenstrukturen hinsichtlich ihrer ökologi-
schen Wertigkeit zu bewerten und ggf. erforderliche Pflege- und Erhaltungsmaßnah-
men zu formulieren und umzusetzen.  
2. Darüber hinaus sollen neue Heckenstrukturen und Säume als Elemente der Bio-
topvernetzung angelegt werden.  
Die vorhandenen und neu anzulegenden Heckenstandorte sollen mit unterschiedli-
chen, ökologisch wertvollen Pflanzen im Kern-, Mantel- und Saumbereich gestärkt 
werden. https://www.bund-koeln.de/themen-und-projekte/stadtoekologie/hecken/ 
 
Waldlabor

Das Waldlabor Köln ist ein Gemeinschaftsprojekt von Toyota, RheinEnergie und der Stadt 
Köln. Hier sollen neue Gehölze und Waldbilder erforscht werden, die uns Erkenntnisse dar-
über bringen, wie der Wald der Zukunft aussieht und wie dieser zu bewirtschaften ist. Die 
Forschungseinrichtung experimentiert auf vier Themenfeldern: dem Wandelwald, dem Ener-
giewald, dem Klimawald und dem Wildniswald. Die Gesamtfläche des Projektes beträgt 25 
Hektar, davon sind 16 Hektar Wald. 
Der Wandelwald (3,7 Hektar) besteht aus ineinanderfließenden Feldern verschiede-
ner Baumarten, die kontinuierlich neue Waldbilder ergeben. Diese weichen deutlich 
von der gewohnten, unter rein forstlichen Gesichtspunkten zusammengesetzten Ge-
hölzkombination ab. 
Im Klimawald (1,5 Hektar) werden Baumarten getestet, die zum Aufbau klimastabiler 
Wälder verwendet werden können, um heimische Waldökosysteme zu stabilisieren. 
Bei der Baumartenwahl wurden seltene heimische Baumarten wie die Elsbeere und 
Flaumeiche berücksichtigt, deren Verwendung im Wald der Zukunft empfohlen wird.  
Im Energiewald (6,3 Hektar) wird beispielhaft gezeigt, wie solche Produktionsflächen 
in eine urbane Erholungslandschaft eingebunden werden können und gleichzeitig die 
Biodiversität verbessert wird. Die Kombination von auf Dauer angelegten Waldflächen 
mit extensiv genutzten Wiesenflächen, in enger Verbindung mit dem Energiewald, 
bietet einen abwechslungsreichen Landschaftsraum für Pflanzen und Tiere.  
Der Wildniswald (4,5 Hektar) zeigt, wie sich Natur ohne Pflegeeingriffe entwickelt 
und ist ein Beispiel dafür wie Wildnis zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in der 
Stadt beitragen kann. 
 
Das Waldlabor hat die Auszeichnung als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Viel-
falt“ erhalten. 
 
Resilienz sichern 
 
Wasser muss zum Baum 
Das Förderprojekt ‚Wasser muss zum Baum‘ (0403/2021) wurde am 06.05.2021 durch den 
Rat der Stadt Köln einstimmig beschlossen. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
ist aktuell dabei die Förderung der Maßnahme durch das Bundesprogramm zur Anpassung 
urbaner Räume an den Klimawandel in enger Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Bau-, 
Stadt- und Raumforschung zu beantragen. Gleichzeitig läuft eine Workshop-Phase mit den 
Stadtentwässerungsbetrieben und weiteren externen Experten. Der erste Workshop dazu 
hat bereits am 30.03.2021 stattgefunden, der Zweite erfolgte am 15.07.2021 unter Beteili-
gung des Fachamtes für Straßen- und Verkehrsentwicklung. Am 6.9.2021 fand der dritte 
Workshop statt. In diesem Treffen war nun auch die Untere Wasserbehörde (Amt für Umwelt 
und Verbrauchschutz) beteiligt. Darüber hinaus ist noch mindestens ein weiteres Arbeitstref-
fen bis Ende 2021 geplant. 
Ziel ist die Erstellung einer Planungsblaupause zur Aufnahme in den Planungsleitfaden 
(Grünhandbuch) bis Ende des Jahres 2021 und die abschnittsweise Realisierung der drei 
Varianten beginnend mit der Variante 1 (Straßenbaumersatzpflanzung) in der Pflanzperiode 
2021/22 und der Varianten 2 und 3 ab Herbst 2022 bis Ende 2023. 
 
Straßenbaumkonzepte

Die Sommer 2018-2020 haben die Auswirkungen des Klimawandels auch in Köln spürbar 
gemacht. Ziel der Klimaanpassung ist es deshalb mehr Grün in der Stadt zu etablieren, bei-
spielsweise durch die Pflanzung zusätzlicher neuer Straßenbäume. Die hierzu ausgewählten 
Baumarten sind sogenannte Zukunftsbäume. 
Für jeden der neun Stadtbezirke soll daher ein eigenes “Konzept zur Pflanzung neuer Stra-
ßenbäume“ erstellt werden. Im Rahmen dieser Konzepterstellung wird jeder Bezirk und die 
dazugehörigen Stadtteile untersucht. In den Straßen, in denen keine Bäume stehen, wird an-
hand eines Geographischen Informationssystems überprüft, ob diese ausreichend Platz für 
neue Bäume bieten. Im Anschluss werden sämtliche unterirdische Leitungstrassen erfasst. 
Dort, wo zum Beispiel eine Gasleitung, eine Fernwärmeleitung oder durch Wurzelwuchs ge-
fährdete Versorgungsleitungen liegen, können keine Bäume gepflanzt werden. 
Die Untersuchung erfolgt zunächst ohne Berücksichtigung des Wegfalls von Parkplätzen.   
Es wird jedoch kenntlich gemacht, wie viele Parkplätze durch Baumneupflanzungen in den 
jeweiligen Straßen entfallen müssten. Für die betroffenen Straßen wird zusätzlich eine Park-
raumbilanz erstellt, aus der hervorgeht, wie hoch der Parkdruck zu unterschiedlichen Tages-
zeiten ist. 
Die Konzepte für die Stadtbezirke Ehrenfeld und Innenstadt wurden bereits durch die Be-
zirksvertretungen beschlossen. Das Baumkonzept Ehrenfeld befindet sich aktuell in der Um-
setzung. 
 
Ein Wald für Köln 
„Ein Wald für Köln” ist ein Projekt der Stadt Köln und der Schutzgemeinschaft Deutscher 
Wald Köln e.V.. Mit Hilfe von Spenden konnten in Junkersdorf, in Mielenforst und in Lindwei-
ler bisher insgesamt 10,2 ha neue Wälder aufgeforstet worden. 
Nun ist geplant auf einer Fläche in Raderthal einen 27.000 Quadratmeter großen Wald anzu-
legen, um die Waldfläche des Äußeren Grüngürtels zu vergrößern und einen Beitrag zum 
Klimaschutz zu leisten. 
Der neue Wald wird daher beispielhaft zeigen welche Baumarten sich zukünftig für Stadtwäl-
der eigenen, wenn es wärmer und trockener wird. Zum Projekt gehört die Anlage von Wald-
rändern aus heimischen Sträuchern, seltenen Wildobstarten, Esskastanien und Walnüssen.

Mitteilung Ausschuss

605 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/671/46 
 
Vorlagen-Nummer  29.10.2021 
 3293/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 25.11.2021 
 
Sachstandsbericht Strategische Grünentwicklung 
Beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen wurde Mitte 2020 das Aufgabengebiet „Strategi-
sche Grünentwicklung“ neu eingerichtet.  
In der Anlage sind die aktuellen Themen aufgeführt, die insgesamt dazu beitragen das gesamtstädti-
sche Kölner Grünsystem als grüne Infrastruktur räumlich und funktional konsequent weiter zu entwi-
ckeln. 
 
gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

25.11.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3293/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
29.10.2021
Erstellt
14.09.2021 09:16