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2189/2019

Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln - Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2018

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 26.06.2019

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Anlage 1 - Veranstaltungszentrum-Testat-Exemplar-31.12.2018

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1 - Veranstaltungszentrum-Testat-Exemplar-31.12.2018

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Beschlussvorlage Rat

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Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/20/201/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2189/2019 
Freigabedatum 
25.06.2019  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln 
hier: Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2018 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
 
 
1. Der Rat stellt gemäß § 4 der Betriebssatzung i.V.m. § 4 der Eigenbetriebsverordnung  
Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss 2018 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstal-
tungszentrum Köln mit einer Bilanzsumme von 389.190.896,60 Euro und einem Jahresfehlbetrag 
von 811.460,76 Euro fest. 
 
2. Der Rat erklärt sich damit einverstanden, dass der Jahresfehlbetrag 2018 von 811.460,76 Euro auf 
das Geschäftsjahr 2019 vorgetragen wird. 
 
3. Der Betriebsleitung wird für das Geschäftsjahr 2018 Entlastung erteilt. 
 
4. Dem Betriebsausschuss wird für das Geschäftsjahr 2018 Entlastung erteilt. 
 
 
 
 
 
 
Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln 08.07.2019 
Rat 09.07.2019

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung 
 
Der vom Betriebsausschuss in seiner Sitzung am 24.09.2018 benannte und von der Gemeindeprü-
fungsanstalt NRW (GPA) gemäß § 106 Abs. 2 GO NRW (alte Fassung) i.V.m. Artikel 10 Abs. 1 des 2. 
NKFWG NRW bestellte Prüfer für den Jahresabschluss 2018 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung 
Veranstaltungszentrum Köln hat den Abschluss geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestäti-
gungsvermerk versehen (s. Anlage).  
 
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln hat das Geschäftsjahr 2018 mit 
einem Verlust von 811.460,76 Euro (Vorjahr: 4.558.795,23 Euro) abgeschlossen. Den Aufwendungen 
von 14.551.698,50 Euro (Vorjahr: 15.249.474,71 Euro) standen dabei Erträge von 13.740.237,74 Eu-
ro (Vorjahr: 10.690.679,48 Euro) gegenüber. Da der Verlust 2018 des Veranstaltungszentrums nicht 
aus städtischen Haushaltsmitteln ausgeglichen wird, ist dieser erneut auf neue Rechnung vorzutra-
gen. Unter Berücksichtigung der Verlustvorträge aus Vorjahren von 23.286.099,58 Euro ergibt sich 
damit zum Bilanzstichtag 31.12.2018 ein kumulierter Gesamtverlust von 24.097.560,34 Euro. 
 
Grundsätzlich ist der Vortrag eines Verlustes auf neue Rechnung nach den Bestimmungen der Ei-
genbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (EigVO) zulässig. Jedoch bestimmt § 10 
Abs. 6 Satz 3 der EigVO, dass ein nach Ablauf von fünf Jahren nicht getilgter Verlustvortrag durch 
Abbuchung von den Rücklagen ausgeglichen werden soll, wenn dies die Eigenkapitalausstattung 
zulässt. Ansonsten ist der Verlust aus Haushaltsmitteln auszugleichen. Hinsichtlich der Notwendigkeit 
des Ausgleichs von Altverlusten der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wird verwiesen auf die sepa-
rate Vorlage Nr. 2203/2019, die in gleicher Sitzung behandelt wird. 
 
Das Eigenkapital des Veranstaltungszentrums beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2018 – bei Verrech-
nung der Verlustvorträge aus Vorjahren, jedoch ohne Berücksichtigung des noch nicht festgestellten 
Jahresergebnisses 2018 – 168.550.594,21 Euro, wobei 21.000.000,00 Euro auf das Stammkapital, 
170.836.693,79 Euro auf die Kapitalrücklage und -23.286.099,58 Euro auf die aus den Vorjahren auf-
gelaufenen Verlustvorträge des Veranstaltungszentrums entfallen. 
 
Als wesentlicher Geschäftsvorfall im Wirtschaftsjahr 2018 ist die Einigung im Rechtsstreit Messehal-
len zwischen der Grundstücksgesellschaft Köln Messe 15 - 18 GbR, der Koelnmesse GmbH und dem 
Veranstaltungszentrum Köln hervorzuheben (siehe C. Risikobericht des beigefügten Lageberichtes). 
Der ausgehandelte Vergleich führt im Rahmen der hälftigen Schadensübernahme zu einer Effektivbe-
lastung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung in Höhe von 57,2 Mio. €, für die bereits im Jahresab-
schluss 2015 eine entsprechende Rückstellung berücksichtigt wurde. Nach Abschluss der Ver-
gleichsvereinbarung Ende 2018 wurde diese nunmehr in eine Verbindlichkeit umgebucht. Da der 
ausgehandelte Schadenersatzanteil der Stadt Köln die Finanzkraft der eigenbetriebsähnlichen Ein-
richtung übersteigt, werden die Mittel im Rahmen des Verlustausgleiches gemäß § 10 Abs. 6 EigVO 
aus dem allgemeinen städtischen Haushalt bereitgestellt. Von Seiten des Veranstaltungszentrums ist 
daher eine entsprechende Forderung gegen die Stadt Köln eingebucht, so dass sich für den Eigenbe-
trieb aus dem Vergleich keine ergebniswirksamen Effekte ergeben. 
 
Da die eigenbetriebsähnliche Einrichtung selbst unmittelbar keine eigene unternehmerische Tätigkeit 
entfaltet, wird deren finanzielle und wirtschaftliche Situation durch die Ergebnisse, die aus dem Be-
trieb der an die KölnKongress GmbH und die KölnMusik GmbH verpachteten Objekte Gürzenich, 
Tanzbrunnen, Flora und Philharmonie resultieren, geprägt. Die Übernahme des Verlustes der Köln-
Musik GmbH von 4.904.197,85 Euro führt beim Veranstaltungszentrum zu einer entsprechenden Ab-
wertung der Finanzanlage. Auch die KölnKongress GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 ei-
nen Verlust von 440.072,83 Euro, der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in 
voller Höhe von der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ausgeglichen wurde.

3 
 
Neben der Verlustübernahme der Tochtergesellschaften KölnMusik GmbH und KölnKongress GmbH 
wird das Jahresergebnis des Veranstaltungszentrums nach wie vor insbesondere bestimmt von den 
Zinsaufwendungen (3.613.414,91 Euro) und den Abschreibungen auf Sachanlagen 
(3.648.134,45 Euro), die aus den in den einzelnen Objekten in der Vergangenheit durchgeführten 
Investitionen herrühren.  
 
Nach dem durch die Erträge aus der gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH im Jahre 2002 durchge-
führten US-Lease-Transaktion letztmalig erzielten positiven Jahresergebnis hat das Veranstaltungs-
zentrum trotz eines Zuschusses aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 3,0 Mio. Euro mangels 
weiterer nachhaltiger Erträge auch in 2018 wiederum einen Verlust erwirtschaftet. Eine deutliche Ver-
ringerung des Verlustes konnte jedoch durch die zum 01.01.2018 vereinbarte Neuregelung der Erb-
baurechte der Koelnmesse über das südliche Messegelände mit einem Erbbauzins von 2,45 Mio. 
Euro erreicht werden (Vorjahr: 341 Tsd. Euro). Auch führte die ertragswirksame Auflösung der im 
Zusammenhang mit dem Rechtsstreit um die Messehallen eingebuchten Rückstellung für Prozess-
kostenrisiken zu einer Verbesserung des Ergebnisses in Höhe von 686 Tsd. Euro. 
 
Da – wie oben ausgeführt - auch der Jahresfehlbetrag 2018 wieder gegen das Eigenkapital verrech-
net werden soll, führt dies für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln zu 
einer weiteren Verschlechterung der Liquiditäts- und Finanzlage, die auch nicht durch die für die 
kommenden Jahre vorgesehenen Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt kompensiert werden 
kann. Noch ist das Eigenkapital mit rd. 167,7 Mio. Euro, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 
43,1%, jedoch als auskömmlich zu bezeichnen. 
 
Das Risikomanagement der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung als reine „Besitzgesellschaft“ stützt 
sich im Wesentlichen auf die Risikofrüherkennungssysteme der einzelnen Betriebsgesellschaften, da 
hier die eigentlichen Unternehmensrisiken der Einrichtung zu sehen sind. Die turnusmäßige Bericht-
erstattung über bestehende Risiken erfolgt mit Mitteilung in gleicher Sitzung des Betriebsausschusses 
am 08.07.2019. 
 
Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss 2018 ergeben sich aus der beigefügten Anlage, insbe-
sondere aus dem unter II aufgeführten Lagebericht der Betriebsleitung. 
 
Die Erstellung des abschließenden Vermerks der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) erfolgt auf Basis 
des Feststellungsbeschlusses des Rates der Stadt Köln. In den Vorjahren hat die GPA den vom Wirt-
schaftsprüfer erteilten Bestätigungsvermerk wie folgt ergänzt: „Aufgrund seiner Struktur ist der Betrieb 
dauerhaft auf Zuschüsse der Stadt Köln angewiesen“  
 
Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten den vollständigen Bericht des Jahresabschlussprü-
fers mit gesonderter Post. 
 
 
Anlage:  Jahresabschluss Veranstaltungszentrum 2018

Beratungsverlauf (2)

08.07.2019 Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln
TOP 5.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
09.07.2019 Rat
TOP 10.15 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2189/2019
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
26.06.2019
Erstellt
18.06.2019 07:25