V/0218/2026
Intensivierung der Zusammenarbeit kommunaler IT-Dienstleister im Münsterland
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Berichtsvorlage
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V/0218/2026 V/0218/2026 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Intensivierung der Zusammenarbeit kommunaler IT-Dienstleister im Münsterland Beratungsfolge 19.05.2026 Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen, Liegenschaften und Digitali- sierung Bericht 20.05.2026 Hauptausschuss Bericht 20.05.2026 Rat Bericht Bericht: Entwicklungen in der Landschaft der kommunalen IT-Dienstleister in NRW Die kommunale IT-Landschaft in NRW ist im Wandel und wird sich in den kommenden Jahren – auch gesteuert vom Land NRW – weiter verändern. Auf der Basis zweier Gutachten zur Organisation und zur Rechtform werden derzeit durch die kommunalen Spitzenverbände NRW und die kommunalen IT- Dienstleister Vorbereitungen zur Gründung eines zentralen, kommunalen IT-Dienstleisters getroffen. Dieser soll mit Hilfe von überregionalen kommunalen IT-Dienstleistern zunehmend zentrale Fach- software und Infrastrukturleistungen möglichst verbindlich anbieten. Dadurch können Leistungen effi- zienter erbracht und Digitalisierung deutlich beschleunigt werden. Für alle kommunalen IT- Dienstleister in NRW bringt dieser Prozess in den nächsten 5 - 10 Jahren Veränderungen mit sich. Diese bringen auch die Akteure in der IT-Landschaft dazu, ihr Leistungsportfolio neu und zukunftsori- entiert auszurichten. Strategische Ausrichtung der kommunalen IT-Dienstleister im Münsterland Auch mit Blick auf die Entwicklung in NRW haben der Zweckverband KAAW, die citeq und der Kreis Steinfurt als kommunale IT-Dienstleister im Münsterland einen strategischen Prozess begonnen, in dem die Vorteile und mögliche Szenarien einer intensiveren Zusammenarbeit erarbeitet werden. Der Prozess ist darauf ausgerichtet, mehr und schnellere Digitalisierungsangebote für Kommunen anbie- ten zu können, sowie zur Konsolidierung der Fachverfahren und letztlich zur Entlastung der Kommu- nen von IT-Aufgaben beizutragen. Aktueller Stand und Ausblick Um verschiedene Szenarien der Zusammenarbeit entwickeln und auf ihre Geeignetheit prüfen zu lassen, haben die KAAW, der Kreis Steinfurt und die citeq Mitte 2025 mit Vergabe über den Kreis citeq 06.05.2026 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Nauendorff Telefon: 492-1800 Nauendorff@citeq.de - 2 - V/0218/2026 Borken ebenfalls ein Gutachten beauftragt, dessen Langversion in der Anlage 1 beigefügt ist. Das Gutachten erläutert ausführlich die Hintergründe und voraussichtliche Entwicklungen der IT- Landschaft in NRW und im Münsterland. Es beschreibt und bewertet transparent verschiedene Sze- narien der Zusammenarbeit im Münsterland und gibt eine Empfehlung für ein organisatorisches Zielszenario: Eine Holding als Dachorganisation mit einer zusätzlichen Betriebsorganisation, in die stufenweise Dienstleistungsangebote überführt werden. Nach der initialen Information und Diskussion des Gutachtens werden die weiteren Schritte nun im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit dem Personal- und Organisationsamt und dem Amt für Finanzen und Beteiligungen der Stadt Münster angegangen. Ziel des Projektes ist es, mit enger Be- teiligung aller weiteren Stakeholder die vorliegenden konzeptionellen Überlegungen zu vertiefen und weitere Handlungsszenarien zu entwickeln und dabei die Auswirkungen auf die Stadt Münster beson- ders zu betrachten. Seitens der citeq ist vorgesehen, in die Projektorganisation neben den Beteiligten der städtischen Verwaltung (Personal- und Organisationsamt, Amt für Finanzen und Beteiligungen, Personalrat) auch die kommunalen Partner im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) und auch die politischen Gremien über eine interfraktionelle Arbeitsgruppe des Betriebsausschusses einzubinden. Der Betriebsausschuss hat dieser Beteiligungsart am 22.04.2026 zugestimmt. Es wird zudem sichergestellt, dass die Mitarbeitenden der citeq – zusammen mit dem Personalrat und den Verantwortlichen für die städtischen Bediensteten in einer eigenen Arbeitsgruppe - unmittelbar am Projekt beteiligt und weiterhin umfassend und transparent informiert werden. Durch die Konsolidierung kommunaler IT-Dienstleister werden Ressourcen, Kompetenzen und Bud- gets gebündelt, sodass Investitionen gezielt in regionale Strukturen, Fachkräfte und Infrastruktur flie- ßen. Dadurch verbleibt ein größerer Anteil der Wertschöpfung langfristig in der Region, anstatt an externe Anbieter oder kommunale IT-Dienstleister in anderen Regionen (z. B. Ruhrgebiet, Ostwestfa- len-Lippe etc.) abzufließen. Gleichzeitig stärkt eine gemeinsame Organisation die regionale Innovati- ons- und Umsetzungskraft im Bereich IT und Digitalisierung sowie den regionalen Einfluss. Zusätzlich können hierdurch zeitnah Mehrwerte geschaffen werden, während für die Konsolidierung auf Landes- ebene ein Zeitraum bis 2040 angenommen wird. Die Vertretenden aller drei IT-Dienstleister stellen seit einigen Monaten in verschiedenen Gremien und Kommunen diese Hintergründe und die gemeinsamen Ideen vor. Dabei haben sie hinsichtlich des Handlungsbedarfes und des grundsätzlichen Vorgehens zur Intensivierung der Zusammenarbeit sehr überwiegend zustimmende Rückmeldungen erhalten. Unterschiede sind hinsichtlich der Bewer- tung der erforderlichen und gewünschten Organisationsstrukturen festzustellen. I.V. gez. Wolfgang Heuer Stadtrat Anlagen: • Anlage: Gutachten zur Intensivierung der Zusammenarbeit kommunaler IT-Dienstleister im Münsterland
V_0218_2026_Anlage_260216_Gutachten Intensivierung der Zusammenarbeit im Münsterland
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Gutachten Intensivierung der Zusammenarbeit kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Finale Fassung vom 16.02.2026 Hinweis zur Einordnung der Ergebnisse des Gutachtens ▪ Die im Gutachten dargestellten Ergebnisse basieren auf den zum Zeitpunkt der Analyse verfügbaren Informationen , bereitgestellten Daten sowie geführten Interviews und ergänzenden Materialien. Die Aussagekraft der Analysen ist abhängig von der Qualität, Vollständigkeit und Plausibilität der gelieferten Daten sowie der vorgenommenen Interpretation auf Basis der Projektziele. ▪ Das Gutachten wurde durch die Next Digital Group erstellt, basiert jedoch auf der engen Zusammenarbeit und dem Austausch mit den Kunden, Gesellschaftern und Mitarbeitern von KAAW, citeq und dem Amt für IT & Digitalisierung des Kreises Steinfurt. Die Handlungsoptionen und Empfehlungen wurden insgesamt dargestellt, jedoch gemeinsam fokussiert , um „ entscheidbare Alternativen und Lösungen “ zu erhalten. ▪ Eine juristische, finanzwirtschaftliche oder steuerrechtliche Prüfung wurde nicht durchgeführt . Entsprechende Bewertungen oder Handlungsempfehlungen ersetzen keine fachliche Beratung durch spezialisierte Rechts - , Steuer - oder Wirtschaftsprüfungsinstanzen. ▪ Alle Einschätzungen und Empfehlungen im Gutachten stellen eine strategische Bewertung dar und sind als solche zu verstehen – sie sind keine rechtlich bindende Grundlage für operative oder strukturelle Entscheidungen . ▪ Die Inhalte spiegeln den Erkenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung wider. Spätere Entwicklungen, externe Einflussfaktoren oder neue Daten können die Einschätzung verändern . 2 16.02.2026 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Definition der Begrifflichkeiten in dem Gutachten 3 Begriff Erläuterung Gemeinde Eine Gemeinde ist die kleinste kommunale Gebietskörperschaft mit eigener Verwaltung und politischer Vertretung, die in der Re gel kreisangehörig ist. IT - DL IT - Dienstleister IT - Münsterland Bezeichnung für alle drei IT - Dienstleister KAAW, Amt für IT und Digitalisierung des Kreises Steinfurt und citeq Kommune Unter den Begriff Kommunen fallen Kreise, Städte, Gemeinden und Stadtbezirke. Kreis Ein Kreis ist eine kommunale Gebietskörperschaft, die mehrere Städte und Gemeinden umfasst und übergeordnete Aufgaben der Daseinsvorsorge sowie zentrale Verwaltungsleistungen für die kreisangehörigen Kommunen erbringt. Lokaler/regionaler IT - Dienstleister Ein lokaler/regionaler IT - Dienstleister (Lok./reg. IT - DL) erbringt IT - Services in kommunaler Nähe und unterstützt einzelne oder mehrere Kommunen sowie öffentliche Einrichtungen vor Ort bei der Umsetzung, Betreuung und dem Betrieb kommunaler IT - Lösungen. Stadt Eine Stadt ist eine Gemeinde mit Stadtrecht, die aufgrund ihrer Größe und Struktur erweiterte Verwaltungsaufgaben wahrnimmt u nd kreisangehörig oder kreisfrei sein kann. Überregionaler IT - Dienstleister Ein überregionaler IT - Dienstleister agiert mit erweitertem geographischem Wirkungsbereich über mehrere Kommunen oder Regionen hinweg. Er betreibt standardisierte IT - Leistungen in größerem Maßstab mit Fokus auf Skalierung und Kooperation. Zentrale IT - Organisation Eine zentrale IT - Organisation übernimmt koordinierende Querschnittsaufgaben sowie zentrale Infrastruktur - und Serviceangebote fü r Kommunen eines Bundeslandes oder größerer Gebietseinheiten. Sie agiert als strategische Klammer und Betriebseinheit mit überg eor dneter Steuerungsverantwortung. ZV Zweckverband Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Agenda 4 01 Management Summary 5 02 Ausgangslage, Zielsetzung und Vorgehen 8 03 Standortbestimmung der kommunalen IT - Dienstleister im Münsterland 15 04 Zukünftige Anforderungen 26 05 Szenarien und Bewertungskriterien 48 06 Empfehlung, Realisierung und Roadmap 88 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 01 Management Summary Management Summary 1/2 Zielsetzung und Vorgehen Vor dem Hintergrund der landesweiten Konsolidierungsdynamik in NRW und einer historisch gewachsenen, fragmentierten IT - Landschaft im Münsterland analysiert das Gutachten den Status quo und identifiziert tragfähige Handlungsoptionen für einen zukunftsfähigen IT - Betrieb. Auf Basis klar def inierter Bewertungs kriterien wurden der Status quo sowie mehrere Entwicklungs szenarien systematisch untersucht, bewertet und miteinander verglichen. Kernergebnisse Die Analyse zeigt deutlich, dass die Konsolidierung der kommunalen IT in NRW absehbar ist und eine Bündelung von Kompetenzen, Re ssourcen und Leistungen auch im Münsterland erforderlich macht, um Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu sichern. In der vertie fte n Betrachtung von fünf Szenarien kristallisiert sich ein anschlussfähiges Zielszenario heraus: eine durch die KAAW getragene Governance - Struktur mit einer gemeinsamen Betriebseinheit , in die die IT - Betriebe von Kreis Steinfurt und citeq /Münster schrittweise überführt werden. Empfehlung Empfohlen wird das Szenario KAAW als Holding mit operativer Betriebseinheit , wobei der operative IT - Betrieb in einer neu zu gründenden GmbH gebündelt wird. Kreis Steinfurt und citeq /Münster werden Gesellschafter der GmbH und zugleich Mitglieder der KAAW, sodass bestehende Strukturen genutzt, rechtliche Ko mpl exität reduziert und ein pragmatischer, politisch anschlussfähiger Einstieg in die Konsolidierung ermöglicht wird. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 6 16.02.2026 Management Summary 2/2 Weiteres Vorgehen Die Umsetzung erfolgt schrittweise entlang eines klar strukturierten Fahrplans – von der Zielbildschärfung und GmbH - Gründung übe r die Harmonisierung von Prozessen und Strukturen bis zur sukzessiven Überführung der operativen Betriebe. Eine übergreifende Steuerung, transparente Kommunikat ion sowie die frühzeitige Anbindung an landesweite NRW - Architektur - und Governance - Vorgaben sichern dabei Umsetzbarkeit, Geschwindigkeit und Anschlussfähigkeit. Kommunikation & Change Zentraler Erfolgsfaktor ist eine abgestimmte, gemeinsame Kommunikation der drei Organisationen und ihrer Gesellschafter, die Zie lbild, Nutzen und Perspektiven klar vermittelt. Ein aktives Change - und Beteiligungsmanagement unterstützt Mitarbeitende, Kommunen und politische Gremien dabei, die Transformation nachvollziehbar mitzugestalten und nachhaltig zu verankern. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 7 16.02.2026 02 Ausgangslage, Zielsetzung und Vorgehen Auf Basis des KDN - Gutachtens möchten die drei IT - Dienstleister im Münsterland Kooperation und Bündelungsmodelle bewerten 9 ▪ Wie kann die zukünftige IT - Struktur im Münsterland so gestaltet werden, dass sie leistungsfähig, wirtschaftlich und strategisch anschlussfähig ist? ▪ Welche Kooperations - und Bündelungsmodelle bieten sich an, um Synergien zu realisieren und die kommunale IT im Münsterland nachhaltig zu stärken? ▪ Die landesweite Konsolidierung der kommunalen IT - Strukturen schreitet voran – teils gesteuert, teils ungesteuert. ▪ Tragfähige Kooperations - und Bündelungsmodelle müssen entwickelt werden, die Eigenständigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit in Einklang bringen. ▪ Gleichzeitig müssen die Modelle anschlussfähig an landesweite Strategien und Governance - Strukturen bleiben. ▪ Die Digitalisierung der Kommunalverwaltungen steht in NRW an einem entscheidenden Wendepunkt. Das KDN - Gutachten formuliert landesweite strategische Leitplanken für die zukünftige IT - Organisation im Rahmen eines weiterentwickelten Marktmodells. ▪ Im Münsterland übernehmen drei IT - Dienstleister – der Kreis Steinfurt, die citeq und der Zweckverband KAAW – zentrale Aufgaben in den Bereichen IKT und Verwaltungsdigitalisierung. ▪ Die Leistungsportfolios der drei Dienstleister weisen sowohl Unterschiede als auch Überschneidungen auf (z. B. Rechenzentrums bet rieb, IT - Arbeitsplätze, Fachanwendungsberatung, Systemadministration). Viele Kommunen betreiben weiterhin eigene IT - Infrastrukturen und v erfolgen individuelle Digitalisierungsstrategien. ▪ Ziel ist die Entwicklung einer anschlussfähigen, freiwilligen und wirtschaftlich tragfähigen IT - Struktur für das Münsterland – abgestimmt auf regionale Bedarfe und eingebettet in landesweite Entwicklungen. SITUATION KOMPLIKATION KERNFRAGE Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Zielsetzung des Gutachtens 01 Entwicklung einer leistungsfähigen, sicheren und zukunftsfähigen IT - Struktur für das Münsterland – abgestimmt auf regionale Bedarfe und eingebettet in landesweite Entwicklungen. 02 Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und Modellen für eine vertiefte Kooperation oder Bündelung der kommunalen IT - Dienstleister, um Synergien zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden. 03 Schaffung einer fundierten, praxisnahen Entscheidungsgrundlage für die strategische Weiterentwicklung und Positionierung der kommunalen IT im Münsterland. 10 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Übersicht des Projektvorgehens 11 Phase 1 „Analysen & Erhebungen“ Phase 2 „Entwicklung der Inhalte“ Phase 3 „Gutachten & Abschluss“ Ergebnispräsentation des Gutachtens inkl. Management Summary Reflexion des Projektverlaufs Modul 2: Ausgangslage & Umfeldanalyse Modul 3: Szenarienentwicklung Modul 4: Ausgewähltes Szenario zur Vertiefung Identifikation von Stärken - Schwächen sowie Potenzialen Strukturierung & Konsolidierung Auswertung von quantitativen & qualitativen Daten; ggf. Erhebung fehlender Daten sowie Interviews Konsolidierung der Ergebnisse sowie Erstellung der Management Summary Beschreibung, Bewertung & Empfehlung Entwicklung von mindestens 3 Szenarien Auswahl eines Szenarios Entwicklung Umsetzungs - roadmap Vorschlag der Mitnahme der Träger Erstellung des Umsetzungsmodells Modul 1: Projektmanagement (inkl. Aufstellung Projektorganisation, - planung, Workshops & Arbeitstermine) Modul 5: Change & Kommunikation inkl. Stakeholder - Identifikation und - Einbindung Wöchentl. Statustermine Meilenstein - Termine 10.09.2025 14.10.2025 10.11.2025 19.12.2025 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 08.12.2025 16.02.2026 Die Standortbestimmung berücksichtigt Bewertungen interner und externer Stakeholdergruppen 12 Datenerhebung b ei KAAW, citeq und Kreis Steinfurt Interviews mit Kunden und Stakeholdern Digitale Umfragen mit Kunden und Mitarbeitern Standortbestimmung der drei IT - Dienstleister im Münsterland ▪ Übersicht der Zahlen, Daten und Fakten ▪ Analyse bestehender Organisationsstruktur, Personal und Schnittstellen ▪ Strategische Ausgangslage und Rahmenbedingungen ▪ Bewertung des aktuellen Grads der Zusammenarbeit Zukünftige Anforderungen interner und externer Stakeholder ▪ Chancen, Nutzen und Herausforderungen der intensivierten Zusammenarbeit ▪ Zukunftsbild, Geschäftsmodell und Handlungsfelder ▪ Organisationsmodell, Rollen und Governance ▪ Zukunftsstrategie und Positionierung Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Standortbestimmung der kommunalen IT-Dienstleister im Münsterland Zukünftige Anforderungen Anforderungen aus Sicht der Kunden und Mitarbeitenden 16.02.2026 Übersicht der Analysen, Erhebungen und Workshops 13 ▪ Die 195 Mitarbeiterrückmeldungen und 23 Kundenrückmeldungen bieten eine solide Grundlage für eine qualitative Auswertung der − Ausgangslage, − Nutzen und Herausforderungen der Zusammenarbeit, − zukünftiger Geschäftsmodelle sowie − Kultur und Kommunikation 223 ausgefüllte digitale Umfragen durch Mitarbeiter der IT - Dienstleister (195) sowie ihren Kunden ( 28 ) ▪ Alle geplanten 13 Interviews wurden durchgeführt ▪ Die semi - strukturierten Interviews zielten darauf ab, ein gemeinsames Zukunftsbild und tragfähiges Modell der kommunalen IT im Münsterland zu entwickeln, indem Erfahrungen, Einschätzungen und Erwartungen zentraler Akteure erhoben werden 100% (13) Fokus - Interviews durchgeführt (teilweise mit mehreren Beteiligten) ▪ Alle IT - Dienstleister haben gemäß der Shoppingliste Daten bereitgestellt ▪ Die Datenerhebung umfasst Daten zu dem Geschäftsmodell, wirtschaftlichen Kennzahlen, Übersicht zu Funktionen, Services und Standards, der Belegschaft, ihrer Kunden und Mitglieder sowie der Fachverfahren, die angeboten werden 100% Datenerhebungen der IT - Dienstleister KAAW, citeq und Kreis Steinfurt erhalten Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Die digitalen Befragungen wurden insgesamt mit hohen Rückläufer - Quoten 2 ausgefüllt 14 16.02.2026 195 von ca. 336 digitalen Befragungen erhalten 58,04% Rückläufer - Quote 29:13 ¹ Minuten durchschnittliche Bearbeitungszeit 28 von ca. 40 digitalen Befragungen erhalten 70,00% Rückläufer - Quote 27:24 ¹ Minuten durchschnittliche Bearbeitungszeit ¹Auf Basis der in MS Forms ausgefüllten Umfrage 2 Die Rücklaufquoten werden auf Basis von Erfahrungswerten sehr hoch eingeschätzt Digitale Befragung der Mitarbeiter Digitale Befragung der Kommunen Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 03 Standortbestimmung der kommunalen IT - Dienstleister im Münsterland Analyse wirtschaftlicher Kennzahlen zeigt Leistungs - und Wirtschaftlichkeitspotenziale für eine konsolidierte IT im Münsterland 16 Umsatz / Budget Umsatz / Budget aus reinem Handelsgeschäft Anzahl Kunden Anzahl Beschäftigte in VZÄ Pro VZÄ - Leistung Personalkosten pro Kopf Personal - (PQ)/Sachkostenquote (SQ) 5.625.000 € 43.498.134 € 12.564.320 € KAAW citeq Kreis Steinfurt 64.122.305 € IT - Münsterland insgesamt 1.875.000 € 74.246 € 0 € KAAW citeq Kreis Steinfurt 1.949.246 € IT - Münsterland insgesamt 102 600 10 KAAW citeq Kreis Steinfurt 712 IT - Münsterland insgesamt 37 220 79 KAAW citeq Kreis Steinfurt 336 IT - Münsterland insgesamt 100.806 € 196.943 € 159.042 € KAAW citeq Kreis Steinfurt 185.039 € IT - Münsterland durchschnittlich 83.280 € 95.072 € 66.372 € KAAW citeq Kreis Steinfurt 87.214 € IT - Münsterland durchschnittlich 40% PQ 60% SQ 54% PQ 46% SQ 44% PQ 56% SQ KAAW citeq Kreis Steinfurt 50% Personalkosten/50% Sachkosten IT - Münsterland durchschnittlich Quelle: Analyse und gewichtete Auswertung erhaltener Rückmeldungen der Datenerhebung des Jahres 2024 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Solide Aufstellung der Partner bei Leistungskennzahlen, einzeln und insgesamt - Synergien von 5 Mio. € (ca. 8%) 1 ¹Wert ergibt sich aus Erfahrungswerten und ist in einer weiteren Phase per Case zu validieren 16.02.2026 Größenvergleich ausgewählter kommunaler IT - Dienstleister 1 17 Ein Zusammenschluss macht die drei Organisationen leistungsfähiger, wirtschaftlicher und zukunftssicherer und positioniert diese als relevanten Player in NRW. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Münsterland IT UMSATZ / BUDGET MITARBEITER SCHEMATISCHE DARSTELLUNG ¹ Datenbasis Stand 2024 16.02.2026 Altersverteilung der IT - Dienstleister im Münsterland 18 6% 28% 28% 20% 18% 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% < 25 26 bis 35 36 bis 45 46 bis 55 56 bis > 65 IT-Münsterland Kreis Steinfurt citeq Münster KAAW ▪ Ausgewogene Altersstruktur : Starker Mittelbau (26 – 45 Jahre) sichert aktuelle Leistungsfähigkeit, aber die Nachwuchsquote ist ausbaufähig. ▪ Nachwuchsförderung & Wissenstransfer : Mehr junge Fachkräfte gewinnen und strukturierten Wissenserhalt bei älteren Mitarbeitern sicherstellen. ▪ Demografische Zukunftssicherung : Frühzeitige Personalplanung notwendig, da 18% der Mitarbeitenden in den nächsten 10 Jahren in den Ruhestand gehen werden. Quelle: Analyse und Auswertung erhaltener Rückmeldungen der Datenerhebung zur Altersstruktur aller Mitarbeitern des Jahres 20 25 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Übersicht der Personaldemografie der IT - Dienstleister im Münsterland 19 Durchschnittliches Alter der Geschäftsführung/ - leitung KAAW 44 Jahre 47 Jahre citeq 53 Jahre Kreis Steinfurt 41 Jahre IT - Münsterland¹ Durchschnittliches Alter der Führungskräfte (exkl. Geschäftsleitung) KAAW 47 Jahre 48 Jahre citeq 50 Jahre Kreis Steinfurt 43 Jahre IT - Münsterland¹ Durchschnittliches Alter aller Mitarbeitern (exkl. Führungskräfte) KAAW 40 Jahre 42 Jahre citeq 44 Jahre Kreis Steinfurt 37 Jahre IT - Münsterland¹ Durchschnittliche Fluktuation der letzten 5 Jahre KAAW 3% 6% citeq 7% Kreis Steinfurt 4% IT - Münsterland¹ Anzahl der Mitarbeiter in VZÄ KAAW 37 336 VZÄ citeq 220 Kreis Steinfurt 79 IT - Münsterland¹ Die Belegschaft ist im Durchschnitt erfahren (42 Jahre) mit Führungskräften knapp über 48 Jahren, bei vergleichsweise niedriger Fluktuation (6%), was stabile Expertise sichert. Jedoch erfordert der demografische Trend eine gezielte Nachwuchs - und Kompetenzentwicklung , um zukünftige Innovationskraft für das neue Geschäftsmodell zu gewährleisten. ¹ gewichteter Durchschnitt anhand der Anzahl der Mitarbeiter Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Quelle: Analyse und gewichtete Auswertung erhaltener Rückmeldungen der Datenerhebung des Jahres 2024 16.02.2026 Eine gesunde Kostenstruktur bei Personal - und Sachkosten im Branchenvergleich – keine Hinweise auf Überbesetzung 42,70% 40,00% 54,00% 44,00% 46,00% 57,30% 60,00% 46,00% 56,00% 54,00% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Mittelwert IT- Dienstleister³ KAAW citeq Münster Kreis Steinfurt Münsterland insgesamtPersonalkosten¹ Sachkosten² 20 ¹ Personalkosten je Jahr ergeben sich aus der Summe der Personalkosten für KAAW, citeq und Kreis Steinfurt ² Sachkosten je Jahr ergeben sich aus der Summe der Sachkosten für KAAW, citeq und Kreis Steinfurt ³ Benchmarks im kommunalen Umfeld sind aus öffentlichen Quellen entnommen und kalkuliert – Unschärfen aufgrund unterschiedlicher finanzieller Bilanzierungsstandards sowie Sondereffekte wahrscheinlich Quelle: Analyse und Auswertung erhaltener Rückmeldungen der Datenerhebung des Jahres 2024 ▪ Ausgewogene Kostenstruktur : Die Werte entsprechen den Erfahrungswerten der Kostenstruktur von IT - Dienstleistern und zeigen eine stabile Balance zwischen Personal und moderner Sachkosten. In Verbindung mit der Leistung pro VZÄ zeigt sich keine Indikation für eine zu große Belegschaft. ▪ Hinweis KAAW : Der hohe Sachkostenanteil ergibt sich aus dem Broker - Modell. ▪ Anschlussfähigkeit : Die ähnliche Kostenlogik der drei Dienstleister erleichtert abgestimmte Modelle, gemeinsame Standards und koordinierte Weiterentwicklungen. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Die Gesamtkosten der IT - Dienstleister steigen stetig jedes Jahr 21 €0,00 €10.000.000,00 €20.000.000,00 €30.000.000,00 €40.000.000,00 €50.000.000,00 €60.000.000,00 €70.000.000,00 €80.000.000,00 2021 2022 2023 2024 2025 Personalkosten Sachkosten Gesamtkosten Linear (Gesamtkosten) Quelle: KDN - Gutachten; Auswertung basiert auf Mittelwerten: Die jährlichen Gesamtkosten ergeben sich aus der Summe der Personal - und Sachkosten von Kommunen und IT - Dienstleistern, geteilt durch die Gesamtanzahl der Rückmeldungen. ▪ Die Gesamtkosten der IT - Dienstleister steigen stetig jedes Jahr, hier ist ein langanhaltender Ressourcentrend zu verzeichnen ▪ Hintergrund ist, dass die IT jedes Jahr digitaler, komplexer und sicherheitsrelevanter wird. ▪ Damit steigen Personalkosten, Lizenzgebühren, Sicherheits - anforderungen, Cloud - Betriebskosten und die Anzahl der Leistungen, die ein IT - Dienstleister erbringen muss Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Die IT - Dienstleister in Münsterland bieten ein vollständiges Leistungsportfolio mit Überschneidungen und Synergiepotenzialen Fachverfahren KAAW citeq Kreis Steinfurt Personalwesen Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Housing für KAAW Gremieninformationssystem Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Terminvereinbarungen Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb DMS Techn. Admin./Eigenbetrieb für Entwicklung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Finanzwesen Techn. Admin. Eigenbetrieb Eigenbetrieb Vollstreckung Techn. Admin. Eigenbetrieb Eigenbetrieb Einwohnerverfahren Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb + Hosting für KAAW Wahlen Shared - Service mit citeq Eigenbetrieb + Hosting für KAAW Kooperationspartner Personenstandswesen Kooperationspartner Kooperationspartner Eigenbetrieb Ausländerverfahren Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Gewerberegister Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Verwarnungs - /Bußgeldverfahren Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb KFZ - Wesen/IKFZ Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Führerscheinwesen Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Jugendamtswesen Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Sozialwesen Plattformbetrieb Fremdleistung Kooperationspartner Eigenbetrieb Jobcenter Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Terminvereinbarungen Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Liegenschaftskataster Plattformbetrieb Fremdleistung Eigenbetrieb Eigenbetrieb Baugenehmigungsverfahren Kooperationspartner Eigenbetrieb Eigenbetrieb Serviceportal/Schulen Kooperationspartner Kooperationspartner Eigenbetrieb Smart City Lösungen Plattformbetrieb Fremdleistung UDP Eigenbetrieb. Nutzung NRW - Beteiligungsplattform. Kooperationspartner 22 Quelle: Analyse und Auswertung erhaltener Rückmeldungen der Datenerhebung Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Überschneidende Produktportfolios eröffnen erhebliche Konsolidierungs - und Synergiepotenziale 23 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Die IT-Dienstleister in Münsterland bieten ein vollständiges Leistungsportfolio mit Überschneidungen und Synergiepotenzialen ▪ Die hohen Überscheidungen in den Produktportfolien zeigen auf, dass die IT - Dienstleister sich in den angebotenen Fachverfahren sehr gut ergänzen können. Es bestehen Standardisierungspotenziale , die zum Abbau von Parallelstrukturen führen werden. ▪ Die KAAW agiert bereits heute als Koordinator und Integrator (Broker - Modell) , indem viele Leistungen über Kooperationspartner erbracht werden; bestehende Kooperationen mit citeq und dem Kreis Steinfurt belegen die Umsetzbarkeit gemeinsamer Betriebs - und Leistungsmodelle . ▪ Der Ausbau gemeinsamer Leistungs erbringung bietet erhebliches Potenzial , um Abhängigkeiten von Drittanbietern zu reduzieren, eigene Wertschöpfung im Münsterland zu stärken und ein konsistenteres, integriertes Leistungsportfolio für die Kommunen anzubieten 16.02.2026 Der Vision der IT im Münsterland stimmen Befragte in den IT - Dienstleistern durchschnittlich mit 3,8 Punkten und in den Kommunen durchschnittlich mit 4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 zu. Der gemeinsamen Vision der IT und Digitalisierung im Münsterland wird mehrheitlich zugestimmt 24 „Wir ermöglichen Kommunen im Münsterland IT und Digitalisierung aus einer Hand sicher, effizient & zukunftsgerichtet zu gestalten – durch gebündelte Kräfte , standardisierte Services , verlässliche Betriebsstrukturen und gelebte Partnerschaft.“ 0% 10% 20% 30% 40% 50% 1 2 3 4 5 Kommunen IT-Münsterland¹ Skala: 1 = „Stimme überhaupt nicht zu“ bis 5 = „Stimme vollkommen zu“ Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ ¹IT - Münsterland beschreibt die gleichgewichtete Auswertung aller drei IT - Dienstleister KAAW, citeq und Kreis Steinfurt Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Der aktuelle Grad der Zusammenarbeit ist noch nicht hoch ausgeprägt und bietet ein hohes Potenzial für eine weitere Intensivierung 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% 1 (sehr schlecht) 2 (schlecht) 3 (neutral) 4 (gut) 5 (sehr gut) Kommunen IT-Münsterland¹ 25 Der aktuelle Grad der Zusammenarbeit wird mit einem Durchschnitt von 2,24 bei einer Skala von 1 bis 5 durch Mitarbeiter bewertet. Kommunen bewerten den Grad der Zusammenarbeit etwas besser, der Durschnitt liegt bei 2,75 . Somit besteht im Münsterland eine solide Basis einer Zusammenarbeit, gleichzeitig ein Potenzial für eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den kommunalen IT - Dienstleistern. Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ ¹IT - Münsterland beschreibt die gleichgewichtete Auswertung aller drei IT - Dienstleister KAAW, citeq und Kreis Steinfurt Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 04 Zukünftige Anforderungen Anforderungen aus Sicht der Kunden und Mitarbeitenden 4.1 Der Gesamtnutzen einer intensiveren Zusammenarbeit wird aus interner und externer Sicht positiv bewertet 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% 1 (sehr schlecht) 2 (schlecht) 3 (neutral) 4 (gut) 5 (sehr gut) Kommunen IT-Münsterland¹ 28 Der Gesamtnutzen einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen den IT - Dienstleistern im Münsterland wird von über 50% der kommunalen Stimmen als gut bewertet (Durchschnitt von 3,64). Bei den Mitarbeitern der IT - Dienstleister bewerten ca. 45% den Gesamtnutzen als gut , bei einer durchschnittlich neutralen Bewertung (Durchschnitt von 3,01). Der geschätzte Gesamtnutzen einer intensiveren Zusammenarbeit wird somit als positiv bewertet. Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ ¹IT - Münsterland beschreibt die gleichgewichtete Auswertung aller drei IT - Dienstleister KAAW, citeq und Kreis Steinfurt Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Zukünftige Geschäftsmodelle der IT - Dienstleister im Münsterland kombinieren überregionale Strukturen mit regionaler Leistungsfähigkeit 29 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% Beibehaltung bestehender Strukturen mit prozessualen, inhaltlichen Optimierungen Kooperation der IT im Münsterland in bestimmten Themenfeldern Kooperation mit einem / mehreren externen Partner(n) Fusion zu einer gemeinsamen Organisation innerhalb des Münsterlands Fusion zu einer gemeinsamen Organisation innerhalb NRW Kommunen IT-Münsterland¹ Die beiden Geschäftsmodelle Kooperation der IT im Münsterland (34% für Mitarbeiter, 36% für Kommunen), Fusion im Münsterland (23% für Mitarbeiter, 29% für Kommunen) sind die Geschäftsmodelle mit dem höchsten Zuspruch. Kooperation und Fusionen mit externen Partnern werden durch beide Stakeholdergruppen wenig gewünscht. 0% der Befragten haben bei dieser Frage keine Angaben gemacht. Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ mit Bezug auf die Frage: „ Wie sollte ein zukünftiges Geschäftsmodell grundsätzlich ausgestaltet sein, um eine Intensivierung der Zusammenarbeit erfolgreich umzusetzen ?“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ ¹IT - Münsterland beschreibt die gleichgewichtete Auswertung aller drei IT - Dienstleister KAAW, citeq und Kreis Steinfurt Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Konkrete Vorteile werden insbesondere in der Vereinheitlichung von Standards und Optimierung von Prozessen erwartet 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% Gesteigerte Attraktivität als Arbeitgeber / Personalgewinnung Mehr Innovationsfähigkeit Verbesserte IT-Sicherheit Verbesserte Servicequalität Stärkere Fachkompetenz durch Bündelung Höhere Kosteneffizienz Einheitlichere Standards und optimierte Prozesse Kommunen IT-Münsterland¹ 30 Die Auswertung der IT - Münsterland zeigt, dass Mitarbeiter der IT - Dienstleister (24%) und auch Kommunen (23%) bei einer intensiveren Zusammenarbeit insbesondere Vorteile wie einheitlichere Standards und optimierte Prozesse sehen. Den geringsten Vorteil sehen alle Befragten in einer gesteigerten Attraktivität als Arbeitgeber/Personalgewinnung (1%). Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“. Die geringen Werte von 5% - 30% sind auf die Auswahloption von maximal 3 Werten in der Befragung zurückzuführen. ¹IT - Münsterland beschreibt die gleichgewichtete Auswertung aller drei IT - Dienstleister KAAW, citeq und Kreis Steinfurt. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Alle Leitplanken für die Zusammenarbeit der IT - Dienstleister werden überwiegend als wichtig oder sehr wichtig bewertet 0% 10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Wahrung kommunaler Selbstbestimmung Regionalität und Kundennähe Kostentransparenz Wirtschaftlichkeit Faire Beteiligung aller Partner Einheitliche Standards und Prozesse Innovations- und Zukunftsfähigkeit Sicherstellung von IT-Sicherheit und Datenschutz 31 Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ 0% 10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Regionalität und Kundennähe Wahrung kommunaler Selbstbestimmung Einheitliche Standards und Prozesse Innovations- und Zukunftsfähigkeit Kostentransparenz Faire Beteiligung aller Partner Wirtschaftlichkeit Sicherstellung von IT-Sicherheit und Datenschutz Interne Sicht der IT - Dienstleister Externe Sicht der Kommunen sehr unwichtig unwichtig neutral wichtig sehr wichtig keine Angabe Sowohl IT - Dienstleister als auch Kommunen bewerten die „ Sicherstellung von IT - Sicherheit und Datenschutz “ als zentralste Leitplanke . Am niedrigsten bewertet werden hingegen die Leitplanken „Wahrung kommunaler Selbstbestimmung“ sowie „Regionalität und Kundennähe“. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Kunden und Kommunen bewerten alle Handlungsfelder als relevant, zentrale Hebel liegen bei Sicherheit, Standardisierung und Betrieb 32 Einschätzung der Relevanz zentraler Handlungsfelder¹ 3,00 3,09 3,30 3,36 3,40 3,64 3,70 3,77 3,82 3,82 4,18 4,18 4,40 4,64 4,70 0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 Smart City Anwendungen Betreuungsmodell / Kundenmanagement Operative Supportmodelle Portfoliostrategie und Standardisierung Shared-Service Center IT-Strategieentwicklung und Transformation Leistungsaustausch Innovationsmanagement IT-Governance und Steuerung Interessentenvertretung ggü. Land / Bund IT-Betrieb / Cloudifizierung Beschaffung und Vergabe Exzellenzstrategie Cyber-Security und IT-Sicherheitsmgmt. Servicequalität und Betriebssicherheit Hohe Relevanz Ø 4,0 - 5,0 Mittlere Relevanz Ø 3,5 - 4,0 Niedrigere Relevanz² Ø 3,0 - 3,5 Die Bewertung zeigt eine Priorisierung der Zentralisierung von Sicherheits - und Standardisierungsthemen, während innovations - un d bürgernahe Themen derzeit noch stärker lokal verankert bleiben. Quelle: Analyse und Auswertung der Interviews mit Kunden, Gesellschaftern und Stakeholdern der drei IT - Dienstleister ¹Mittelwerte spiegeln ausschließlich die angegebenen Bewertungen der Interviewpartner je Handlungsfeld wider; nicht bewertete Felder gingen nicht in die Berechnung ein ²Alle Handlungsfelder werden als relevant eingeschätzt, Priorisierung innerhalb eines insgesamt hohen Relevanzniveaus Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Kernaussagen zur Erwartung an eine potenzielle Intensivierung der Zusammenarbeit aus Sicht der Kunden und Mitarbeitern 33 Effizienzsteigerung, Kostenreduktion und Standardisierung : Prozesse sollen verschlankt, Doppelarbeiten vermieden, Ressourcen gebündelt und wirtschaftlicher gearbeitet werden. Innovationsförderung und Zukunftsfähigkeit : Die Intensivierung soll neue Technologien, digitale Services und innovative Ansätze ermöglichen. Mitarbeitersicherheit, Arbeitsbedingungen und Partizipation : Beschäftigte sollen nicht benachteiligt werden, ihre Arbeitsbedingungen bleiben stabil, und sie sollen aktiv eingebunden werden. Qualitätssteigerung von IT - Services und Kundenorientierung : Die Zusammenarbeit soll die Qualität der IT - Dienstleistungen verbessern und den Nutzen für Kommunen, Kunden und Bürger steigern. Stärkung der kommunalen IT und Bündelung von Kompetenzen : Die Zusammenarbeit soll die regionale IT - Struktur stärken, Wissen bündeln und die Position im NRW - weiten Kontext verbessern. Governance , Transparenz und klare Verantwortlichkeiten : Die Zusammenarbeit soll Verantwortlichkeiten klären, Entscheidungen schneller und transparenter machen und Doppelstrukturen abbauen. Herausforderung von Komplexität & Governance : Prozesse sollen verschlankt, Doppelarbeiten vermieden, Ressourcen gebündelt und wirtschaft - licher gearbeitet werden. Governance soll Orientierung bieten, ohne die Zusammenarbeit zu verlangsamen. Einheitliche Standards & IT - Sicherheit : Durch die Zusammenarbeit können einheitliche technische Standards etabliert und die IT - Sicherheit verbessert werden. Kosteneffizienz & Ressourcenoptimierung : Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit sollen Kosten reduziert, Synergien genutzt und Beschaffungen effizienter gestaltet werden. Stärkung der kommunalen IT - Landschaft & Austausch : Eine Intensivierung der Zusammenarbeit kann durch zusätzliche Komplexität und Mitbestimmung von vielen Akteuren die Agilität erschweren. Innovationsförderung & Digitalisierung : Kooperationen sollen Digitalisierungsmaßnahmen beschleunigen, moderne Lösungen schneller einführen und nutzerfreundliche Online - Dienste ermöglichen – idealerweise überall und bequem „vom Sofa aus“. Externe Sicht der Kommunen Interne Sicht der IT - Dienstleister Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kernaussagen zu persönlichen Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern Gemeinsamkeiten ▪ Stärkung der kommunalen IT: Münsterland wird als leistungsfähiger regionaler Partner wahrgenommen. ▪ Effizienz & Wirtschaftlichkeit: Synergien, Kosteneinsparungen und effizientere Abläufe. ▪ Standardisierung: Einheitliche Standards bei Infrastruktur, Prozessen, Software und Services. ▪ Digitalisierung & Innovation: IT wird moderner, zukunftsfähig und innovationsfördernd aufgestellt. Unterschiede ▪ Fokus: Kunden ergebnisorientiert (schnelle Umsetzung, bessere Services, Kosten), Mitarbeiter prozessorientiert (Einbindung, Zuständigkeiten, stabile Bedingungen). ▪ Governance & Komplexität: Kunden sehen Risiko durch zu viele Beteiligte; Mitarbeiter wollen klare Strukturen, Führung und Mitbestimmung. ▪ Innovationserwartung: Kunden erwarten schnelle sichtbare Fortschritte, Mitarbeiter betonen realistische Umsetzung und Ressourcensicherung. 34 16.02.2025 Beide Gruppen sehen in einer intensiveren Zusammenarbeit Chancen für Effizienz, Standardisierung und Digitalisierung . Während Kunden vor allem auf spürbare Ergebnisse für Servicequalität und Kosten achten, legen Mitarbeiter zusätzlich großen Wert auf Transparenz, Einbindung und stabile Arbeitsbedingungen . Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gleichgewichtete Auswertung der digitalen Befragung an Mitarbeiter „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Ein signifikanter Anteil der Kommunen (36%) kann sich vorstellen IT - Betrieb und Digitalisierung an neuen IT - Dienstleister zu übertragen 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% Ja, kurzfristig (2-3 Jahre) Ja, mittelfristig (4-6 Jahre) Ja, langfristig (>6 Jahre) Nein, weil 35 Kernaussagen zu der Antwortmöglichkeit „nein, weil…“ ▪ Wahrung kommunaler Eigenständigkeit & Autonomie : Kommunen möchten die Kontrolle nicht vollständig abgeben, um politische Entscheidungen, Agilität und Mitbestimmung vor Ort zu gewährleisten. ▪ Notwendigkeit lokaler Expertise & schnelle Reaktionszeiten : Eigene IT - Ressourcen sind wichtig, um individuelle Lösungen umzusetzen, kurzfristige Anforderungen zu erfüllen und schnellen Support zu gewährleisten. ▪ Selektive Auslagerung möglich, aber vollständige Übertragung problematisch : Bestimmte Bereiche wie Infrastruktur, Fachanwendungen oder IT - Sicherheit könnten zentralisiert werden, während maßgeschneiderte Aufgaben und Digitalisierung vor Ort bleiben sollten. Quelle: Auswertung der digitalen Befragung der Kommunen „Kommunale IT - Dienstleister Münsterland“ Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Können Sie sich vorstellen, den IT - Betrieb und die Digitalisierung vollständig auf den neuen IT - Dienstleister zu übertragen? 16.02.2026 Anforderungen aus Sicht landes - und bundesweiten Entwicklungen 4.2 Zielbild IT - Dienstleister in Deutschland in 2035 – Übersicht zu Anforderungen 37 GKD Recklinghausen Südwestfalen - IT ITK Rheinland Stadt Ratingen Stadt Münster, citeq i vl GmbH regio iT GmbH OWL - IT KRZN KAAW kdvz Rhein - Erft - Rur Kreisfr. Städte mit eig. IT - DL Farbige Felder: Versorgungsgebiet der KDN - Mitglieder; weiße Felder: übrige Kommunen; Quelle: KDB ▪ In NRW gibt es ca. 30 kommunale IT - Einheiten , davon ca. die Hälfte als IT - Dienstleister organisiert ▪ Zusätzlich gibt es eine starke Ausprägung von Städten und Landkreisen mit eigener ausgeprägter IT ▪ In Nordrhein - Westfalen gibt seit Jahrzehnten eine stetig laufende Konsolidierung – dezentral und (über)regional ▪ Konsolidierungen sind langfristige Prozesse – jede einzelne kann zwei bis vier Jahre bis zum Abschluss dauern ▪ Allein in den letzten 10 Jahren sind mindestens drei große Fusionen in der kommunalen IT erfolgt ▪ IT - Dienstleister und Kommunen beziehen bereits Leistungen voneinander und arbeiten so indirekt auf eine Aufgabenteilung hin – i.d.R. im Leistungsaustausch über KDN ▪ Arbeitskreise und ähnliche Strukturen für unterschiedlichste Themen in NRW und bundesweit aktiv ▪ Es existieren unterschiedliche Geschäftsmodelle der kommunalen IT am Markt, darunter gemeinsame Rechtsformen für bestimmte Aufgaben Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Verschiedene Entwicklungen und Anforderungen erhöhen den Handlungsdruck auf die kommunalen IT - Dienstleister 38 Nachhaltigkeit Politik Mitarbeiter i nnen und Mitarbeiter Bürgerinnen und Bürger Technologien und Lösungen Konsolidierungstendenzen/Fusionstendenzen Bundespolitische Vorgaben (z. B. OZG) Föderalismus/Umsetzung EfA - Prinzip Krisenmanagement/Resilienz Digitale Kunden - /Bürgerservices Smart City Cloudifizierung, Multi - Cloud Cyber - & Informationssicherheit und digitale Souveränität Demografischer Wandel Fachkräftemangel Arbeitgeberattraktivität durch New Work/Arbeit 4.0 Nutzerfreundlichkeit, Einfachheit & Flexibilität von Services Steigende Kunden - /Bürgeranforderungen Kunden - und Bürgernähe Transparenz & Datensicherheit Bedarfsgerechte Erreichbarkeit und Reaktionsschnelle Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Nordrhein - Westfalen hat bundesweit das größte Konsolidierungs - potenzial in der kommunalen IT 39 1 1 1 1 1 1 2 2 3 4 4 5 5 5 6 18 Hamburg Baden-Württemberg Berlin Brandenburg Hessen Thüringen Bremen Saarland Schleswig-Holstein Rheinland-Pfalz Sachsen-Anhalt Sachsen Bayern Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Anzahl kommunaler IT - Dienstleister je Bundesland Zahlen enthalten Organisationen, die inzwischen fusioniert sind. KDN - Zahl für NRW bei 9. ▪ Viele anderen Bundesländer setzen längst auf zentrale IT - Strukturen und bündeln damit kommunale IT - Leistungen ▪ NRW bleibt im Vergleich deutlich fragmentierter ; viele einzelne Akteure erschweren standardisierte IT - Lösungen ▪ Als Folge werden Synergien nicht genutzt und die Kosten für alle Beteiligten in die Höhe getrieben ▪ Das bei gleichzeitig überdurchschnittlicher Verschuldung sowie unterdurchschnittlicher Pro - Kopf - Investition in Verwaltungsdigitalisierung Der Handlungsdruck zur Konsolidierung ist in NRW besonders hoch. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Quelle: WIK (2022) 16.02.2026 Personalmangel erhöht den Konsolidierungsdruck Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 40 Der demografische Wandel spitzt den Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung massiv zu. Bis 2030 scheiden bis zu 1,5 Mio. Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland aus – in NRW gehen bis 2040 über 10% der Erwerbsbevölkerung verloren. Der Verlust kommunaler Handlungsfähigkeit droht. 39 360 1500 140 840 Fehlende IT-Fachkräfte Unbesetzte Stellen Ausscheiden aus Altersgründen bis 2030 Anzahl Personen in Tsd. Personalmangel im öffentlichen Dienst in Deutschland bis 2030 Aktuell 2030 9,6 3,5 9,2 3,9 8,5 4,4 Erwerbsfähige (24-65) Personen im Rentenalter (67+) Anzahl Personen in Mio. Altersstruktur in NRW heute und in Zukunft 2024 2030 2040 - 13% + 25,7% Quellen: McKinsey (2023), Linke Grafik , IT - Talent im Public Sector; IT.NRW (2023), Rechte Grafik, NRW: Zahl der Menschen im Rentenalter steigt bis 2030 um rund 10 % 16.02.2026 Entwicklungen im Kontext der bundespolitischen Vorhaben 41 NRW kann mit zentralen IT - Strukturen diese Bundesziele auf Landes - und Kommunalebene unterstützen und mittragen und stärkt gleichzeitig die eigenen kommunalen Strukturen. 1. Konsolidierung & Digitalisierung der Verwaltung ▪ Flächendeckende Digitalisierung & Standardisierung ▪ Einheitliches Bürgerkonto für Verwaltungskommunikation ▪ Open - Data - Initiativen fördern 2. Erhöhung der IT - Sicherheit ▪ Ausbau von BSI & Cyber - Abwehrzentrum ▪ IT - Sicherheitsgesetz mit Mindeststandards & Meldepflichten ▪ Verpflichtung zu IT - Sicherheitsbudgets (10 %) 3. Steigerung der Wirtschaftlichkeit für Kommunen ▪ Nutzung bewährter Umsetzungslösungen ▪ Open - Source & Sicherheitsstandards bei Ausschreibungen ▪ Steuerliche Entlastung interkommunaler Zusammenarbeit 4. Anpassung an demografischen Wandel & moderne Verwaltung ▪ Demografie - feste Personalpolitik ▪ Förderung moderner, flexibler Arbeitsmodelle ▪ Digitale Weiterbildungs - & Qualifizierungsangebote 5. Förderung von Transparenz & Bürgerbeteiligung ▪ Digitale Plattformen für politische Beteiligung ▪ Digitalisierung in Planungsverfahren (z. B. Infrastruktur) ▪ Verbesserung von Akzeptanz & Transparenz ZIELE DER BUNDESREGIERUNG Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Gesteuerte Konsolidierung Konsolidierungsentwicklung in NRW ist unausweichlich 42 ▪ Die übergreifende zentrale IT - Organisation begleitet und steuert den Prozess der Konsolidierungen aktiv ▪ Die koordinierte Entwicklung wird gefördert durch politische Impulse, finanzielle Anreize und ggf. Gesetz ▪ Gemeinsame Architektur - und Prozessstandards werden definiert und umgesetzt ▪ Fusionen erfolgen dezentral, jedoch nach einheitlichen Standards auf einheitliche Geschäftsmodelle ▪ Langfristig entsteht eine zentrale IT - Organisation mit 3 bis 5 konsolidierten IT - Dienstleistern als Beteiligung Ungesteuerte Konsolidierung ▪ Je nach Geschäftsmodell und strategischer Ausrichtung fusionieren einzelne IT - Dienstleister eigenständig ▪ IT - Dienstleister, die nicht fusionieren, werden sich voraussichtlich anderen IT - Dienstleistern anschließen ▪ Standardisierung und Interoperabilität entwickeln sich dabei eher situativ als zentral gesteuert ▪ Geschäftsmodelle bleiben spezifisch und uneinheitlich je dezentraler Fusion von einzelnen IT - Dienstleistern ▪ Über die nächsten 10 bis 20 Jahre entsteht so eine ungesteuerte Verdichtung auf ca. 5 bis 7 IT - Dienstleister Die Konsolidierung in NRW ist bereits absehbar – entscheidend ist, ob sie strukturiert und gesteuert oder ungesteuert erfolgt. Ersteres kann frühzeitig gemeinsame Standards und Strukturen ermöglichen. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Zusammenfassend betrachtet besteht ein hoher Transformationsdruck, um die kommunale Zukunftsfähigkeit in NRW nachhaltig zu sichern 43 Trends und Erwartungen erhöhen den Veränderungsdruck ▪ Demografischer Wandel führt zu sinkender Erwerbszahl und steigendem Fachkräftemangel – der Handlungsdruck wächst ▪ Erwartungen an Digitalisierung, Cybersicherheit und moderne Serviceorientierung (z. B. hohe Erreichbarkeit) steigen ▪ Politische Erwartungen zielen auf stärkere Konsolidierung, höhere IT - Sicherheit, mehr Effizienz und bürgernahe Verwaltung Status Quo der kommunalen IT - Landschaft in NRW ▪ Der IT - Markt in NRW ist stark fragmentiert und geprägt von zahlreichen Akteuren, was zu einer hohen Komplexität führt ▪ Die kommunalen Haushalte sind erheblich belastet , sodass effiziente und wirtschaftliche Lösungen an Bedeutung gewinnen ▪ Im Vergleich zu anderen Bundesländern bestehen unterdurchschnittliche Pro - Kopf - Investitionen in NRW in Bezug auf Verwaltungsdigitalisierung Potenziale und Handlungsoptionen ▪ Marktumfeld bietet erhebliche Chancen, um durch Bündelung und Kooperation Synergien und Effizienzgewinne zu realisieren ▪ Die Konsolidierung in NRW ist bereits absehbar – entscheidend ist, ob sie koordiniert oder dezentral erfolgt Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Zum Erhalt der zukünftigen Handlungsfähigkeit bedarf es der Abgabe von Aufgaben durch die Kommunen an ein skalierbares Modell 44 Die Aufgabenabgabe entlastet Kommunen und erhält ihre Handlungsfähigkeit durch gezielte Nutzung von Effizienzpotenzialen bei sin kendem Personalbedarf. Durch den Ausbau von Automatisierung und Standardisierung lassen sich Leistungen effizienter erbringen und der Personalbedarf nachhaltig reduzieren. Schon bis 2030 scheiden hochgerechnet auf den Bevölkerungsanteil in NRW circa 315.000 Beschäftigte aus. Tendenz für das nächste Jahrzehnt steigend. Heute 203X Personalentwicklung Effizienz Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 45 Aufgaben Kommunen Kritische Verwaltungsaufgaben ▪ Hoheitsakte & Rechtsentscheidungen ▪ Aufsicht, Kontrolle, Verantwortung ▪ Krisenfähigkeit & Bürgerkontakt ▪ IT - Demand - Management ▪ Steuerbarkeit über Trägermodell der zentralen IT - Organisation ▪ … Lokale/regionale IT - Dienstleister IT - Dienstleistungen vor Ort ▪ Regionale Ansprechpartner oder Service - Hubs ▪ Lokaler 2nd - Level - Support ▪ Prozessberatung ▪ Digitalisierungsberatung ▪ Dezentrale Digitalisierung und Automatisierung ▪ Client Management (Endgeräte) ▪ Schul - IT ▪ … Überregionale IT - Dienstleister Full - Service in der Fläche ▪ Betrieb der IT - Infrastruktur (dezentrale Rechenzentren) ▪ Betrieb und Spezialisierung auf kommunale Fachverfahren (Kompetenzcenter Bestand) ▪ Erbringung weiterer überregionaler Dienstleistungen (Synergien) ▪ Qualitätssteigerung/Leistungsst eigerung ▪ … Zentrale IT - Organisation (Konzern - Dach) Marktsteuerung NRW ▪ Governance & Steuerung ▪ Bündelung gemeinsamer Querschnittsaufgaben ▪ Kompetenzcenter neue Themen ▪ Zentrales Rechenzentrum ▪ Zentrale 24/7 - Fähigkeit ▪ Zentraler 1st - Level Support ▪ Zentrale Produktentwicklung ▪ Herstellersteuerung i.V.m . Cloud - Strategie ▪ Angebots - & SLA - Mgmt . ▪ … Städte & Landkreise (Anwenderseitig) Komm. IT - Bereiche/ - Ämter/sowie lokale Zweckverbände/GmbH etc. Konsolidierte flächendeckende IT - Dienstleister/konsolid. LWL/LVR Zu schaffende neue IT - Organisation im „Konzernmodell“ Ein neues Marktmodell der kommunalen IT – aufgabenteilig, standardisiert, skalierbar und wirtschaftlich Wenn es keine lokalen oder regionalen IT - Dienstleister gibt, übernehmen überregionale IT - Dienstleister die Aufgaben und sichern die regionale Nähe. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Mögliche Neuordnung umfasst die Auslagerung und Bündelung von Verwaltungsaufgaben an IT - Dienstleister 46 Teiloutsourcing von zentralisierbaren und automatisierbaren Verwaltungsaufgaben (Vertiefung siehe Folgefolie) Verwaltungsaufgaben mit weiterem Bündelungs - potenzial (ggf.) Städte & Landkreise (Anwenderseitig) Kommunen Kritische Verwaltungsaufgaben ▪ Hoheitsakte & Rechtsentscheidungen ▪ Aufsicht, Kontrolle, Verantwortung ▪ Krisenfähigkeit & Bürgerkontakt ▪ IT - Demand - Management ▪ Steuerbarkeit über Trägermodell der zentralen IT - Organisation ▪ … Komm. IT - Bereiche/ - Ämter/sowie lokale Zweckverbände/GmbH etc. Lokale/regionale IT - Dienstleister IT - Dienstleistungen vor Ort ▪ Regionale Ansprechpartner oder Service - Hubs ▪ Lokaler 2nd - Level - Support ▪ Prozessberatung ▪ Digitalisierungsberatung ▪ Dezentrale Digitalisierung und Automatisierung ▪ Client Management (Endgeräte) ▪ Schul - IT ▪ … Konsolidierte flächendeckende IT - Dienstleister Überregionale IT - Dienstleister Full - Service in der Fläche ▪ Betrieb der IT - Infrastruktur (dezentrale Rechenzentren) ▪ Betrieb und Spezialisierung auf kommunale Fachverfahren (Kompetenzcenter Bestand) ▪ Erbringung weiterer überregionaler Dienstleistungen (Synergien) ▪ Qualitätssteigerung/Leistungsst eigerung ▪ … Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Im Zielbild der zentralen kommunalen IT in NRW kommt die Kommune als „Anteilseigner“ einer zentralen IT - Organisation als Form hinzu 47 Steuerbarkeit, Partizipation, Autonomie, Servicequalität, Kosteneffizienz, Innovation & Sicherheit Gemeinsame Ziele Kommunen als „Anteilseigner“ einer zentralen IT - Organisation ▪ Faires Beteiligungsmodell ▪ Solide Trägerschaft ▪ Stimmberechtigung mit Gestaltungsmacht ▪ … Zielgruppe Ziele/ Anforderungen Kommunen als Kunden mit „großer“ stadtbasierter IT ▪ Etablierte IT - Strukturen vergleichbar großer IT - Dienstleister ▪ Spezifische (Groß - )Stadt - Anforderungen ▪ … Zielgruppe Ziele/ Anforderungen Kommunen als „Kunden“ in der Region ▪ Freiheit in der Beschaffung von IT - Services ▪ Teilweise eigene IT - Infrastruktur ▪ Spezifische regionale Anforderungen ▪ … Zielgruppe Ziele/ Anforderungen Kommunen als „Mitglieder/Gesellschafter“ von IT - Dienstleistern ▪ (Über - )regionale Gestaltungshoheit ▪ Spezifische Mitgliederstrukturen ▪ Unterschiedliche Geschäftsmodelle ▪ … Zielgruppe Ziele/ Anforderungen Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 05 Szenarien und Bewertungskriterien Die Betrachtung der NRW - Szenarien schafft den Kontext, um regionale Optionen realistisch und anschlussfähig bewerten zu können Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 49 Ziel der Betrachtung NRW ▪ Schaffung eines fundierten Verständnisses der aktuellen Situation und Entwicklungstendenzen der kommunalen IT in NRW ▪ Identifikation der wahrscheinlichsten Entwicklungsszenarien auf Landesebene ▪ Ableitung eines realistischen Referenzrahmens für die Szenarioanalyse im Münsterland Vorgehensweise ▪ Systematische Herleitung und Bewertung der NRW - Szenarien ▪ Einordung entlang zentraler Kriterien (u.a. politische Interessen, technologische Entwicklungen, wirtschaftlicher Tragfähigkeit) Relevanz für das Münsterland ▪ Nutzung der NRW - Konsolidierung als übergeordneter Rahmen für regionale Überlegungen ▪ Neutrale Ableitung möglicher Entwicklungsoptionen für die IT im Münsterland unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten ▪ Bewertung der Optionen hinsichtlich Anschlussfähigkeit, Umsetzbarkeit und Mehrwerten Fokus der Szenarioanalyse im Münsterland ▪ Fusions - und Bündelungsmodelle im Münsterland ▪ Governance - und Steuerungsmodelle für die regionale IT In diesem Kapitel werden die möglichen Entwicklungsszenarien für die kommunale IT in NRW systematisch hergeleitet und basiere nd darauf die Handlungsoptionen für die IT im Münsterland abgeleitet. Die Kombination aus landesweiter Einordnung und regionaler Szenarioanalyse schafft eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukunftsfähige, anschlussfähige und wirtschaftlich tragfähige IT - Strukturen im Münsterland . 16.02.2026 Bewertungskriterien für die Szenarien in NRW 5.1 Übersicht der Bewertungscluster für die Bewertung der Szenarien in NRW 51 Politische Steuerung Misst, in welchem Maß politische Rahmenbedingungen, landesweite Strategien und die Kooperationsbereitschaft kommunaler Akteure ein Szenario unterstützen. Strukturelle Fragmentierung der IT - Landschaft Erfasst, wie stark die IT - Landschaft durch unterschiedliche Anbieter, Rechtsformen und parallele Strukturen geprägt ist. Bewertet wird, wie ein Szenario hilft, Redundanzen abzubauen und strukturelle Komplexität zu reduzieren. Technologische Treiber Misst, wie gut ein Szenario auf technologische Entwicklungen wie Cloud, KI, Cybersecurity und Interoperabilität reagiert. Wirtschaftliche Tragfähigkeit Bewertet, ob ein Szenario wirtschaftlich nachhaltig ist und den Anforderungen moderner kommun - aler IT erfüllen kann. Erfasst werden Skaleneffekte, Investitions - fähigkeit und die Fähigkeit, wachsende technologische und personelle Kosten zu tragen. Demographie Misst, wie gut ein Szenario auf den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel im kommunalen IT - Umfeld reagieren kann. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Gesellschaftliche Erwartungen Indiziert, in welchem Maß ein Szenario steigende Anforderungen von Bürgern, Politik und Verwaltung – etwa digitale Services, Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit – erfüllen kann. Kooperationskultur & institutionelle Reife Misst die vorhandene Bereitschaft und Fähigkeit der beteiligten Organisationen, gemeinsam zu arbeiten, Standards zu setzen und Governance - Strukturen zu teilen. Innovations - & Wettbewerbsdynamik Bewertet, wie gut ein Szenario auf Innovationsdruck, neue Technologien und Wettbewerb – etwa durch große IT - Dienstleister oder private Anbieter – reagiert. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Politische Steuerung Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 1 Politische Steuerung Existenz landesweiter Digitalstrategien Bewertet, ob NRW klare, verbindliche Digitalstrategien vorgibt, die Konsolidierungsprozesse unterstützen oder strukturieren. Je konsolidierter die IT - Landschaft ist, desto erfolgreicher lässt sich eine landesweite zentrale Digitalisierungssteuerung umsetzen. 2 Politische Steuerung Kooperationsbereitschaft der kommunalen Spitzenverbände Misst, inwiefern Städtetag, Landkreistag und Gemeindebund gemeinsame Positionen vertreten und bereit sind, landesweit abgestimmte IT - Modelle zu unterstützen. 3 Politische Steuerung Politischer Konsens über Zentralisierungstendenzen Bewertet, ob politische Akteure – Land, Kommunen, Verbände – eine gemeinsame Linie zur Bündelung von IT - Strukturen verfolgen. Ein hoher Konsens erleichtert Entscheidungen und beschleunigt Konsolidierung. 4 Politische Steuerung Vertrauen in übergeordnete Steuerung Betrachtet die Bereitschaft der Kommunen, Steuerungsbefugnisse oder Standards an landesweite Akteure (z. B. KDN) zu delegieren. Hohe Vertrauenswerte fördern gesteuerte Modelle. 5 Politische Steuerung Kommunikation von Mehrwerten einer Konsolidierung Bewertet, wie klar und überzeugend Vorteile (z. B. Effizienz, Sicherheit, Standards) kommuniziert werden. Gute Kommunikation erleichtert politische Beschlüsse. 52 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters strukturellen Fragmentierung der IT - Landschaft Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 6 Strukturelle Fragmentierung Hohe Anzahl an kommunalen IT - Dienstleistern Erfasst die grundsätzliche Ausgangslage: je fragmentierter die Landschaft, desto relevanter Konsolidierungsdruck – aber desto komplexer die Umsetzung. Eine hohe Bewertung entspricht einer niedrig fragmentierten IT - Landschaft. 7 Strukturelle Fragmentierung Redundanzen bei Leistungen und Infrastrukturen Bewertet Mehrfachstrukturen (RZ, Betrieb, Fachverfahren), die Kosten verursachen und Konsolidierung wirtschaftlich attraktiv machen. 8 Strukturelle Fragmentierung Unterschiedliche Rechtsformen und Gesellschafterstrukturen Analysiert die Heterogenität von Zweckverbänden, GmbHs, Eigenbetrieben etc., die Fusionen und Integrationen erschweren. 53 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters technologische Treiber Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 9 Technologische Treiber Hoher Investitionsbedarf (Cloud, IT - Sicherheit, KI, Automatisierung) Bewertet, wie stark technologische Entwicklungen Investitionen erfordern, die kleine Organisationen alleine ggf. nicht mehr tragen können. 10 Technologische Treiber Regulatorischer Druck (z. B. Sicherheitsgesetze, Verwaltungsdigitalisierung) Erfasst, inwieweit das jeweilige Szenario dem externen Druck durch gesetzliche Vorgaben, der gemeinsame Standards und größere Strukturen notwendig macht, entgegen kommt. 11 Technologische Treiber Interoperabilität von Fachverfahren und Schnittstellen Misst die Notwendigkeit, Datenflüsse und Verfahren übergreifend zu vernetzen – ein Schlüsselargument für gemeinsame Architekturen. 54 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters wirtschaftliche Tragfähigkeit Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 12 Wirtschaftliche Tragfähigkeit Wirtschaftliche Eigenständigkeit kleiner Einheiten Bewertet die die Fähigkeit kleiner IT - Dienstleister, innerhalb eines Szenarios dauerhaft wirtschaftlich zu arbeiten – insbesondere unter steigendem Investitionsdruck. 13 Wirtschaftliche Tragfähigkeit Skaleneffekte und Kostenvorteile bei größeren Einheiten Erfasst, ob das Szenario zu günstigeren Beschaffungskosten, effizienteren Betriebsmodellen und finanziellen Vorteilen führt. 14 Wirtschaftliche Tragfähigkeit Finanzielle Tragfähigkeit für Personal und Technologie Bewertet die Auswirkungen des Szenarios auf die wirtschaftliche Situation der Kommunen und IT - Einheiten in NRW. 55 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Demographie Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 15 Demographie Wettbewerb um IT - Fachkräfte mit Privatwirtschaft Misst, wie stark der Fachkräftemangel den Betrieb der IT - Organisationen im jeweiligen Szenario gefährden. Größere Strukturen bieten bessere Arbeitgeberattraktivität. 16 Demographie Altersschnitt und Nachbesetzungsquote in kommunaler IT Analysiert die demografische Entwicklung in der Belegschaft und die Wahrscheinlichkeit einer Nachbesetzung pro Szenario. 56 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters gesellschaftliche Erwartungen Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 17 Gesellschaftliche Erwartungen Erwartung an Servicequalität, Online - Dienste und 24/7 - Verfügbarkeit Bewertet die steigenden Anforderungen von Bürgern und Verwaltungen an digitale Services. Dies erfordert oft größere, professionelle IT - Strukturen. 18 Gesellschaftliche Erwartungen Digitalisierungsanforderungen durch Bund und Land (z. B. OZG) Analysiert gesetzliche Erwartungen, die harmonisierte Architekturen, Standards und Umsetzungskraft verlangen. 19 Gesellschaftliche Erwartungen Vertrauen in öffentliche IT - Kompetenz Misst die mögliche Wahrnehmung der Leistungsfähigkeit kommunaler IT - Dienstleister pro Szenario in der Öffentlichkeit und Verwaltung. 57 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Kooperationskultur und institutionellen Reife¹ Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 20 Kooperationskultur und institutionelle Reife Erfahrungswerte mit Shared Services und interkommunaler Zusammenarbeit Bewertet die Historie und Stärke bestehender Kooperationen – ein zentraler Indikator für die Umsetzbarkeit weiterer Bündelung. 21 Kooperationskultur und institutionelle Reife Bisherige Gremien (z. B. KDN) und ihre Wirksamkeit Analysiert, ob bestehende Institutionen bereits koordinierende Wirkung entfalten und gemeinsame Standards durchsetzen können. 22 Kooperationskultur und institutionelle Reife Grundvoraussetzungen für gemeinsame IT - Entscheidungen Bewertet Governance, Transparenz und Entscheidungsstrukturen, die für konsolidierte Modelle notwendig sind. 58 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. ¹ Für dieses Cluster wird die Ist - Situation in NRW bewertet 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Innovations - und Wettbewerbsdynamik¹ Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 23 Innovations - und Wettbewerbsdynamik Zunehmender Konkurrenzdruck durch private IT - Dienstleister Bewertet, wie stark Kommunen mit professionellen Anbietern konkurrieren, was zu höherem Innovations - und Qualitätsdruck führt. 24 Innovations - und Wettbewerbsdynamik Bedarf an Standardisierung zur Kostensenkung Analysiert, ob gemeinsame Plattformen und Standards notwendig sind, um dauerhaft wirtschaftlich zu bleiben. 59 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 24 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. ¹ Für dieses Cluster wird die Ist - Situation in NRW bewertet 16.02.2026 Übersicht und Bewertung der relevanten Szenarien in NRW 5.2 Gesteuerte Konsolidierung 1 NRW steht vor der strategischen Entscheidung, wie die kommunale IT effizient und mehrwertbringend umgesetzt werden kann 61 ▪ Die übergreifende zentrale IT - Organisation begleitet und steuert den Prozess der Konsolidierungen aktiv ▪ Die koordinierte Entwicklung wird gefördert durch politische Impulse, finanzielle Anreize und ein für 2026 geplantes Gesetz ▪ Gemeinsame Architektur - und Prozessstandards werden definiert und umgesetzt ▪ Fusionen erfolgen dezentral, jedoch nach einheitlichen Standards auf einheitliche Geschäftsmodelle ▪ Langfristig entsteht eine zentrale IT - Organisation mit 3 bis 5 konsolidierten IT - Dienstleistern als Beteiligung ▪ Je nach Geschäftsmodell und strategischer Ausrichtung fusionieren einzelne IT - Dienstleister eigenständig ▪ IT - Dienstleister, die nicht fusionieren, werden sich voraussichtlich anderen IT - Dienstleistern anschließen ▪ Standardisierung und Interoperabilität entwickeln sich dabei eher situativ als zentral gesteuert ▪ Geschäftsmodelle bleiben spezifisch und uneinheitlich je dezentraler Fusion von einzelnen IT - Dienstleistern ▪ Über die nächsten 10 bis 20 Jahre entsteht so eine ungesteuerte Verdichtung auf ca. 5 bis 7 IT - Dienstleister Ungesteuerte Konsolidierung Keine Konsolidierung ▪ Kommunale IT - Dienstleister agieren weiterhin eigenständig ▪ Politische Impulse oder landesweite Fördermechanismen zur Konsolidierung bleiben aus oder greifen nicht ▪ Strukturelle/organisatorische Fragmentierung der kommunalen IT - Landschaft ▪ Kooperationsvorhaben entstehen punktuell ▪ Kommunen und Kreise nutzen unterschiedliche Lösungen und IT - Strategien ▪ Langfristig ungleiche Leistungsfähigkeit zwischen einzelnen Regionen und Dienstleistern („Digital Divide“). Die Konsolidierung der kommunalen IT und kommunalen IT - Dienstleister in NRW erscheint als beste Möglichkeit, um den steigenden t echnologischen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden zu können. Dieser Prozess kann strukturiert und gesteuert oder ungesteuert ve rla ufen. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland ¹ Die kommunalen Spitzenverbände und das Land NRW setzen derzeit ein Projekt auf für die gesteuerte Konsolidierung 16.02.2026 Bewertung der Entwicklungsmöglichkeiten in NRW¹ 62 Die Bewertung der Möglichkeiten entlang politischer, technologischer und gesellschaftlicher Kriterien unterstreicht, dass die Konsolidierung der kommunalen IT und kommunalen IT - Dienstleister in NRW strategisch sinnvoll ist. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland ¹ Die Einschätzung erfolgte auf Grundlage verfügbarer Informationen und branchenbezogener Expertise 16.02.2026 Die Bewertung zeigt, dass ein hoher Transformationsdruck besteht, um die kommunale Leistungs - und Zukunftsfähigkeit in NRW zu sichern 63 Technologischer Druck & Sicherheitsanforderungen ▪ Cloud, KI, Cybersecurity und Interoperabilität erfordern Investitionen und Fähigkeiten, die einzelne IT - Einheiten allein nicht mehr tragen können. Wirtschaftliche Tragfähigkeit & Skaleneffekte ▪ Nur größere, gebündelte Strukturen ermöglichen effizienten Betrieb, geringere Kosten und finanzierbare Innovationen – „Weiter so“ ist langfristig nicht tragfähig. Fachkräftemangel & Spezialisierungsbedarf ▪ Konsolidierte Organisationen bieten attraktivere Strukturen, klare Karrierewege und spezialisierte Teams – kleine Einheiten geraten potentiell in Leistungsdefizite. Die Analyse der landesweiten Anforderungen und die Bewertung der NRW - Szenarien zeigen, dass eine Konsolidierung der kommunalen IT unvermeidbar ist, um Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit der digitalen Verwaltung dauerhaft sicherzustellen. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Wachsende Anforderungen von Land, Kommunen und Gesellschaft ▪ Einheitliche Standards, 24/7 - Services und hohe Servicequalität sind nur mit starken, integrierten Dienstleistern erfüllbar. Vermeidung einer ungesteuerten Konsolidierung ▪ Der Markt bewegt sich bereits – ohne aktives Handeln drohen unkoordinierte Zusammenschlüsse, Abhängigkeiten und der Verlust regionaler Steuerungsfähigkeit. Politische Entwicklungen ▪ Die politischen Erwartungen in NRW richten sich zunehmend auf eine stärkere Bündelung kommunaler IT - Strukturen. Mit der Option eines gesetzlichen Rahmens verstärkt das Land den Druck, Konsolidierung aktiv zu gestalten. 16.02.2026 Bewertungskriterien für die Szenarien der kommunalen IT - Dienstleister im Münsterland 5.3 Übersicht der Bewertungscluster für die Bewertung der Szenarien der drei IT - Dienstleister im Münsterland 65 Strategie Misst, wie gut ein Szenario die langfristigen Ziele und strategische Ausrichtung der Partner unterstützt und ihre Position im übergeordneten Umfeld stärkt. Portfolio & Fähigkeiten Bewertet, in welchem Umfang ein Szenario die Leistungsfähigkeit, Kompetenz - entwicklung und Innovationskraft der Partner erweitert oder ergänzt. Leistung & Steuerung Erfasst, wie effektiv ein Szenario operative Leistungen erbringt und gleichzeitig eine klare Steuerung und zuverlässige Umsetzung gewährleistet. Wirtschaftlichkeit Misst, wie tragfähig und effizient ein Szenario aus finanzieller Sicht ist und in welchem Umfang es nachhaltige Vorteile erzeugt. Organisation & Kultur Bewertet, wie gut ein Szenario von den Organisationen akzeptiert wird und wie reibungslos es organisatorisch und kulturell umgesetzt werden kann. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Strategie Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 1 Strategie Strategischer Fit In welchem Maß unterstützt das Szenario die strategischen Ziele und Digitalstrategien der drei Partner (KAAW, citeq, Kreis Steinfurt)? 2 Strategie Nachhaltigkeit des Modells Ist das Modell langfristig tragfähig – organisatorisch, wirtschaftlich und technologisch – und bietet es Zukunftssicherheit im Umfeld der kommunalen IT - Dienstleister im Münsterland? 3 Strategie Positionierung im NRW - Kontext Verbessert das Szenario die Sichtbarkeit, Anschlussfähigkeit oder Verhandlungsmacht der kommunalen IT - Dienstleister im Münsterland im Verhältnis zu anderen großen kommunalen IT - Dienstleistern in NRW? 4 Strategie Handlungsdruck/zeitliche Kritikalität Wie dringend ist die Umsetzung aus externer oder interner Sicht (z. B. OZG - Fristen, Fachverfahren, Ressourcenengpässe)? 5 Strategie Erfahrungen und Umsetzungsfähigkeit Wie realistisch ist die Umsetzung unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen mit Kooperationen, Fusionen und Governance - Projekten der beteiligten Partner? 66 Mit insgesamt 20 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Portfolio & Fähigkeiten Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 6 Portfolio & Fähigkeiten Leistungs - und Portfolioergänzung In welchem Umfang ergänzt, konsolidiert oder stärkt das Szenario das bestehende Leistungs - und Produktportfolio der drei Partner? 7 Portfolio & Fähigkeiten Spezialisierung und Kompetenzentwicklung Fördert das Szenario die Ausbildung von Kompetenzzentren oder die gezielte Bündelung von Know - how in bestimmten Themenfeldern (z. B. Cloud, IT - Sicherheit, Fachverfahren, OZG)? 8 Portfolio & Fähigkeiten Standardisierung und Skaleneffekte Ermöglicht das Szenario Effizienzgewinne durch gemeinsame Standards, Skalierung oder die Konsolidierung von Prozessen, Infrastrukturen und Systemen? 9 Portfolio & Fähigkeiten Technologische Zukunftsfähigkeit In welchem Maß unterstützt das Szenario moderne IT - Architekturen und Innovation (Cloud - Readiness, Automatisierung, KI)? 67 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 20 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Operative Leistung & Steuerung Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 10 Leistung & Steuerung Prozessqualität und Steuerbarkeit Verbessert das Szenario die Transparenz, Qualität und Steuerbarkeit der gemeinschaftlichen Prozesse im Münsterland (z. B. Anforderungs - , Change - oder Incident - Management)? 11 Leistung & Steuerung Governance - Struktur Ermöglicht das Szenario eine klare, effiziente und akzeptierte Governance – also Entscheidungs - und Verantwortungsstrukturen, die handhabbar und wirksam sind? 12 Leistung & Steuerung Service - und Kundennähe Führt das Szenario zu einem verbesserten Serviceerlebnis für Kommunen, Fachämter oder Bürger (z. B. durch zentrale Ansprechstellen, einheitliche SLAs oder schnellere Reaktionszeiten)? 68 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 20 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Wirtschaftlichkeit Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 13 Wirtschaftlichkeit Umsetzungsaufwand Wie hoch ist der Aufwand (zeitlich, personell, organisatorisch) zur Realisierung des Szenarios? 14 Wirtschaftlichkeit Investitionsbedarf In welchem Umfang sind zusätzliche finanzielle Mittel zur Umsetzung erforderlich (z. B. für Migration, infrastrukturelle Anpassungen oder organisatorische Veränderungen)? 15 Wirtschaftlichkeit Synergie - und Kosteneffekte Sind Effizienzgewinne, Einsparungen oder Wirtschaftlichkeitseffekte mittel - und langfristig zu erwarten? 16 Wirtschaftlichkeit Förder - und Finanzierungsfähigkeit Lässt sich das Szenario über Fördermittel, Landesprogramme oder andere Finanzierungsinstrumente unterstützen? 69 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 20 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Bewertungskriterien des Clusters Organisation & Kultur Nr. Cluster Bewertungskriterium Beschreibung 17 Organisation & Kultur Akzeptanz in den Organisationen Wie wahrscheinlich ist es, dass Beschäftigte der beteiligten Organisationen das Szenario mittragen und aktiv unterstützen? 18 Organisation & Kultur Akzeptanz bei politischen Trägern/Gesellschaftern In welchem Maß ist politische und administrative Zustimmung (z. B. Stadt Münster, Kreis Steinfurt, KAAW) zu erwarten? 19 Organisation & Kultur Kooperations - und Integrationsfähigkeit Wie gut lassen sich Organisationskulturen, Prozesse und Strukturen zusammenführen? 20 Organisation & Kultur Rechtsform - und Satzungsflexibilität Wie kompatibel ist das Szenario mit den bestehenden Rechtsformen (Zweckverband, Eigenbetrieb, Kreisverwaltung)? 70 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mit insgesamt 20 Bewertungskriterien werden die möglichen Szenarien bewertet. Die Bewertungsskala umfasst vier Abstufungen vo n s ehr ungünstig bis sehr günstig. 16.02.2026 Übersicht und Bewertung der Szenarien der kommunalen IT - Dienstleister im Münsterland 5.4 Entwicklungen in NRW Hohe Relevanz der IT - Konsolidierung im Münsterland – auch unabhängig von landesweiten Entwicklungen 72 ▪ KDN - Gutachten und politische Zielbilder bekräftigen die landesweite Konsolidierungsabsicht ▪ Zunehmende Zentralisierung von Vorgaben, Standards und Governance - Strukturen ▪ Hoher technologischer und finanzieller Druck auf kommunale IT - Dienstleister ▪ Steigende Anforderungen an Resilienz, Sicherheit und Effizienz in der öffentlichen IT ▪ Gefahr: Regionale Besonderheiten und Kompetenzen könnten bei landesweiten Lösungen verloren gehen Bedeutung für das Münsterland ▪ Frühzeitige Positionierung notwendig, um Entwicklungen aktiv mitzugestalten ▪ Koordinierte Zusammenarbeit kann regionale Synergien sichern und stärken ▪ Möglichkeit, eigene Modelle der IT - Konsolidierung zu erproben – angepasst an regionale Strukturen ▪ Rolle als Vorreiterregion in NRW durch abgestimmtes, strategisches Handeln der IT - Dienstleister ▪ Sicherstellung einer zukunftsfähigen, resilienten und bürgerorientierten IT - Versorgung für Kommunen Das KDN - Gutachten setzt klare Impulse für eine landesweite Konsolidierung , die bereits politisch diskutiert wird. Umso wichtiger ist es, dass die IT - Dienstleister im Münsterland frühzeitig gemeinsame Zukunftsszenarien entwickeln und ihre Rolle darin definieren. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Übersicht möglicher Grundausrichtungen und Szenarien der drei IT - Dienstleister Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 73 Szenarien der IT - Dienstleister im Münsterland Fusion im Münsterland Fusion citeq, KAAW, Kreis Steinfurt Teilfusion citeq, KAAW, Kreis Steinfurt Teilfusion von 2 Organisationen Gründung Holding Organisation mit Betrieb Überregionale Fusion (Teil - )Fusion mit größerem IT - Dienstleister (Teil - )Fusion mit IT - Dienstleister in Niedersachsen Gemeinsame Governance Struktur Governance Struktur innerhalb der KAAW Gründung Holding für Governance Beibehaltung Status - quo Aufbau Arbeitskreise Intensivierung der Zusammenarbeit Aufbau Kompetenzzentren Aufbau Kompetenzzentren innerhalb KAAW Konsolidierung IT - Infrastruktur Neuaufteilung Dachverfahren Neue Querschnitts - kooperation Keine Intensivierung der Zusammenarbeit Beibehaltung des Status Quo citeq reduziert seine Leistungen auf den Eigenbedarf Steinfurt reduziert seine Leistungen auf den Eigenbedarf KAAW beschränkt sich auf Pflichtaufgaben 16.02.2026 Übersicht möglicher Grundausrichtungen und Szenarien der drei IT - Dienstleister Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 74 Die drei kommunalen IT - Dienstleister können unterschiedliche strategische Grundausrichtungen verfolgen: ▪ Fusion im Münsterland : Zusammenschluss der drei kommunalen IT - Dienstleister innerhalb des Münsterlands zu einer gemeinsamen Organisation. ▪ Überregionale Fusion : Prüfung und Umsetzung eines Zusammenschlusses mit weiteren kommunalen IT - Dienstleistern in Nordrhein - Westfalen oder Niedersachsen, um eine größere organisatorische und wirtschaftliche Einheit zu bilden. ▪ Gemeinsame Governance - Struktur : Aufbau einer einheitlichen, übergeordneten Governance - Struktur zur strategischen Steuerung, ohne dass eine organisatorische Fusion erfolgt. ▪ Intensivierte Zusammenarbeit : Ausweitung der operativen Kooperation in ausgewählten Leistungsbereichen, ohne formelle Fusion oder gemeinsame Governance - Struktur. ▪ Beibehaltung des Status quo: Fortführung der bestehenden Strukturen und Zusammenarbeit ohne grundlegende organisatorische oder strategische Veränderungen . 16.02.2026 Betrachtung der Bewertung und Auswahl der möglichen Szenarien 75 Die Entwicklung und Bewertung der Szenarien entlang der Kriterien basiert auf bestehenden Branchenkenntnissen. Die resultierenden Bewertungen bilden die belastbare Entscheidungsgrundlage für die Auswahl und vertiefte Analyse der Fokusszenarien. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Die Gesamtabwägung aller Faktoren spricht eindeutig für die regionale Kooperation anstelle einer überregionalen Fusion Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 76 Regionale Nähe & gemeinsame Verwaltungsstrukturen Die drei IT - Dienstleister operieren im gleichen geografischen Raum und teilen Aufsichtsbehörde sowie Regierungsbezirk. Kurze Abstimmungswege und etablierte Gremienstrukturen ermöglichen effizientere Governance als mit externen Partnern. Möglichkeit geteilter Arbeitsplätze & Ressourcen Durch die regionale Nähe können physische Arbeitsplätze, Schulungsumgebungen und operative Ressourcen geteilt werden – ein Vorteil, der mit überregionalen IT - Dienstleistern organisatorisch und wirtschaftlich bedingt realisierbar wäre. Passende Unternehmens - philosophien & Produktstrategien Die drei Kernpartner verfolgen kompatible Produkt - und Architekturansätze, die sich gut in ein Service - Broker - Modell integrieren lassen. Andere IT - Dienstleister arbeiten mit stark monolithischen Produktstrategien oder abweichenden Beteiligungsformen, die strategisch weniger anschlussfähig sind. Bewährte Leistungsfähigkeit und Servicequalität Aus der bisherigen Zusammenarbeit liegen positive Erfahrungswerte zu Leistungsfähigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit vor – eine wichtige Grundlage für eine risikoarme Vertiefung der Kooperation. Langjährige Geschäftsbeziehungen & vertrauensvolle Zusammenarbeit Die bestehenden partnerschaftlichen Strukturen, gemeinsamen Projekte und gewachsene Kommunikation erleichtern eine Intensivierung erheblich im Vergleich zu neuen, externen Partnern. Externe IT - Dienstleister sind weniger anschlussfähig OWL - IT hat vor kurzem fusioniert, regio iT ist in einer Pre - Merger - Phase, SIT verfolgt ein eigenes Geschäftsmodell und KRZN verfolgt eine sehr einheitliche Produktstrategie – alles Faktoren, die eine Anbindung im aktuellen Zeitpunkt erschweren oder unpassend machen. Reduzierung von Komplexität im Münsterland Die IT im Münsterland ist organisatorisch zersplittert. Eine regionale Konsolidierung vermeidet zusätzliche Komplexität, die entstehen würde, wenn Partner außerhalb der Region integriert werden würden. In der neuen Zielorganisation können bestehende und neue Mitgliedschaften (z.B. KDN, regio iT Genossenschaft) gebündelt und vereinheitlicht werden. Erreichung der Vision für das Münsterland u.a. interkommunale Kompetenz - Center & standardisierte Prozesse 16.02.2026 Die Beibehaltung des Status quo bietet keine Antwort auf die strukturellen und technologischen Herausforderungen ▪ Fehlende gemeinsame Strategie: Keine abgestimmte strategische Steuerung auf regionaler Ebene ▪ Geringe Zukunftsfähigkeit: Der Status quo reagiert auf Entwicklungen – gestaltet sie aber nicht aktiv ▪ Verpasste Synergien: Doppelstrukturen in Betrieb, Einkauf und Verfahren verhindern Effizienz - und Kostenvorteile ▪ Demographischer Druck: Kleinere, isolierte Strukturen erhöhen das Risiko von Fachkräftemangel und Know - how - Verlust ▪ Schwache Position im NRW - Kontext: Ohne Konsolidierung sinkt der Einfluss auf landesweite IT - Entwicklungen ▪ Fehlende Skaleneffekte: Kein systematischer Ausbau gemeinsamer Services, Prozesse oder Infrastrukturen ▪ Steigende operative Risiken: Unterschiedliche Sicherheits - und Architekturstandards erhöhen Komplexität und Angriffsflächen Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 77 Die Fokussierung auf die Szenarien Fusion, Teilfusion, Holding mit Betrieb und Governance - Holding ermöglicht dagegen eine zukunftsorientierte, steuerbare und wirtschaftlich nachhaltige Weiterentwicklung . 16.02.2026 Eine Intensivierung der Zusammenarbeit reicht im NRW - Konsolidierungskontext nicht aus ▪ NRW - Konsolidierungsdruck: Die Landesregierung steuert klar auf eine strukturelle Konsolidierung der kommunalen IT zu. Eine reine Zusammenarbeit ohne organisatorische Bündelung wäre nicht anschlussfähig. ▪ Kooperationen bestehen bereits: Viele Abstimmungs - und Austauschformate existieren bereits heute, haben aber nur begrenzten Nutzen. Kein substanzieller Fortschritt ohne verbindliche Strukturen und gemeinsame Steuerung. ▪ Technologische Anforderungen: Zukunftsthemen wie KI, Cybersicherheit, Cloud oder standardisierte Architekturen erfordern skalierbare und verlässliche Strukturen. Lose Arbeitskreise können diese Komplexität nicht tragen. ▪ Wettbewerbsdruck: Große IT - Dienstleister in NRW und angrenzenden Ländern wachsen zusammen. Ohne eigene Konsolidierung droht dem Münsterland eine stärkere Zersplitterung und Abhängigkeit von externen Anbietern. ▪ Begrenzte Leistungs - und Finanzkraft: Ohne Struktur - und Ressourcenbündelung bleiben Skaleneffekte ungenutzt, Doppelstrukturen bestehen fort, und Personalengpässe verschärfen sich weiter. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 78 Die Fokussierung auf die Szenarien Fusion, Teilfusion, Holding mit Betrieb und Governance - Holding ermöglicht dagegen eine zukunftsorientierte, steuerbare und wirtschaftlich nachhaltige Weiterentwicklung . 16.02.2026 Die Bewertung aller Szenarien führt zu fünf Fokusszenarien 79 ▪ Basierend auf den aufsummierten Durchschnittswerten der fünf Bewertungskategorien werden die folgenden Szenarien näher betrachtet: − Gründung Holding für Governance − Gründung Holding - Organisation mit Betrieb − Governance - Struktur innerhalb KAAW − Fusion citeq , KAAW, Kreis Steinfurt − Teilfusion citeq , KAAW, Kreis Steinfurt ▪ Die fünf Szenarien bieten – in unterschiedlicher Ausprägung – eine höhere strategische Steuerbarkeit, Effizienz und Zukunftssicherheit gegenüber den anderen Szenarien Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Gründung einer Holding ermöglicht die Schaffung einer gemeinsamen Identität und Governance - Struktur mit Perspektive auf Betrieb 80 Gründung einer Holding für Governance ▪ Einrichtung einer gemeinsamen rechtlichen Steuerungsinstanz (z. B. GmbH, Zweckverband) ▪ Zentrale strategische Steuerung , gemeinsame Ausschüsse für Architektur, Finanzen und Personal ▪ Operativer Betrieb bleibt bei den bestehenden Dienstleistern ▪ Gemeinsame Marke, IT - Roadmap, Standardisierung und hohe politische Anschlussfähigkeit, aber begrenzte operative Wirkung ▪ Potenzial für spätere Holding mit Betrieb oder Vollfusion Gründung einer Holding mit Betrieb ▪ Zentrale Holding (z. B. GmbH) übernimmt u.a. Governance , Einkauf, Architektur und Personalentwicklung ▪ Kompetenz - Center für Schwerpunktthemen sind regional und kundennah aktiv ▪ Gemeinsame Shared Services für Finanzen, Sicherheit und IT - Betrieb ▪ Gemeinsame Marke, strategische Steuerung und operative Integration ▪ Mittelweg zwischen Unabhängigkeit und Effizienz – geringerer Integrationsaufwand als Vollfusion Governance - Struktur innerhalb der KAAW ▪ Aufbau einer zentralen Steuerungs - und Architekturinstanz unter dem Dach der KAAW ▪ Einführung verbindlicher Standards, gemeinsamer Planungs - und Entscheidungsprozesse ▪ KAAW übernimmt koordinierende Rolle im Münsterland ▪ Gute Grundlage für eine Holding mit Betrieb . Gründung einer GmbH für die Überführung der Betriebseinheiten von Kreis Steinfurt und citeg ▪ Weniger komplexe Umsetzbarkeit, moderate Anpassung der bestehenden Strukturen ▪ Eingeschränkte Gleichberechtigung der Partner, Gefahr asymmetrischer Steuerung Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Voll - oder Teilfusionen sind mögliche Zielszenarien – Grundlage ist eine umfassende Transformation der IT im Münsterland 81 Fusion citeq , KAAW und Kreis Steinfurt ▪ Vollständige organisatorische und rechtliche Zusammenführung aller drei IT - Dienstleister ▪ Einheitliche Geschäftsführung, Strategie, Architektur und Infrastruktur ▪ Gemeinsame Marke, zentrale Governance und konsolidierte IT - Plattform ▪ Maximale Synergien, Skaleneffekte und Effizienzgewinne ▪ Höchster Integrationsaufwand ; politisch und organisatorisch komplex Teilfusion citeq , KAAW und Kreis Steinfurt ▪ Zusammenschluss in ausgewählten Funktionsbereichen (z. B. IT - Betrieb, Sicherheit, Einkauf) ▪ Rechtliche Eigenständigkeit bleibt zunächst bestehen ▪ Gemeinsame Planung, abgestimmte Investitionen und standardisierte Prozesse ▪ Schrittweiser Integrationspfad mit geringerem Risiko ▪ Potenzial für spätere Vollfusion; begrenzte Synergien in der Startphase Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Im Kontext der Gutachtenerstellung werden die Chancen und Risiken der Szenarien betrachtet und deren Umsetzbarkeit geprüft 82 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Holding als Governance-Struktur Holding für Governance und Betrieb Fusion der citeq, KAAW und Kreis Steinfurt Teil-Fusion der citeq, KAAW und Kreis Steinfurt Governance-Struktur innerhalb der KAAW 16.02.2026 Holding als Governance - Struktur 83 ▪ Wenig operativer Einfluss: Ohne eigene Betriebseinheiten bleiben viele Effizienz - und Skalierungspotenziale ungenutzt ▪ Hoher Abstimmungsaufwand: Governance - Gremien benötigen intensive Koordination zwischen den Organisationen ▪ Abhängigkeit von Kooperationsbereitschaft : Fehlende Weisungsbefugnisse können die Durchsetzung strategischer Entscheidungen erschweren ▪ Uneinheitliche Umsetzung von Standards: Unterschiedliche Organisationskulturen und Prioritäten können zu Inkonsistenzen führen ▪ Kaum Wirtschaftlichkeitseffekte: D ie Governance - Struktur verbessert Steuerung und Planung, generiert aber nur wenig finanzielle Vorteile. Dies kann die politische Akzeptanz gefährden. ▪ Gemeinsame strategische Steuerung: Zentrale Abstimmung von Architektur, Finanzen und Investitionen stärkt die strategische Kohärenz zwischen den drei Organisationen ▪ Reduzierte rechtliche Komplexität : Geringere Eingriffe in bestehende Strukturen als bei den Fusionen; geeignet als politisch akzeptabler Einstieg in eine abgestimmte Governance ▪ Operative Eigenständigkeit: Lokale Einheiten bleiben handlungsfähig und kundennah, während Steuerungsfunktionen gebündelt werden ▪ Transparenz : Einheitliche Kennzahlen, Benchmarks und Standards ermöglichen gezielte Steuerung und Effizienzsteigerung ▪ Rahmen für Entwicklungen : Die Holding kann bei Bedarf schrittweise operative Aufgaben übernehmen oder zu einer Holding mit Betrieb ausgebaut werden ▪ Personalbedarf: Geringer Personalbedarf. Rollierendes System zwischen Führungskräften der Töchter könnte umgesetzt werden. Eine Governance - Holding bietet einen politisch tragfähigen und steuerungsorientierten Einstieg in die Konsolidierung der kommunalen IT im Münsterland. Sie schafft Rahmen und Orientierung , ersetzt aber keine strukturelle oder operative Integration und bietet sich als erster Schritt auf dem Weg zur Holding mit Betrieb an. Risiken Chancen Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Holding für Governance und Betrieb 84 ▪ Rechtlich anspruchsvoll: Beteiligungsstrukturen, Finanzierung und Aufgabenübertragungen müssen mit kommunalen Trägerschaften abgestimmt werden ▪ Implementierungskomplexität : Aufbau von Shared Services, Governance - Strukturen und Schnittstellen zwischen Holding und operativen Einheiten erfordert Zeit und Ressourcen ▪ Personalaufbau: Für die Koordination, Serviceerbringung und den Kundenkontakt bedarf es Ressourcen aus den Träger - Organisationen oder neues Personal ▪ Doppelstrukturen: Während der Transformation können parallele Prozesse und Systeme bestehen bleiben, was temporär Kosten und Komplexität erhöht ▪ Strategische Steuerung & Umsetzung: Die Holding übernimmt zentrale Governance - Funktionen und eigene operative Einheiten ( Shared Services, Architektur, Einkauf, Betrieb). Entscheidungen können direkt umgesetzt werden, statt nur koordiniert zu werden ▪ Synergien ohne Identitätsverlust : Gemeinsame Services erzeugen Skaleneffekte, während lokale Töchter die Kundennähe sichern. Vorteil ggü . Teil - Fusion ist die Effizienzbündelung ohne Identitätsverlust ▪ Einheitliche Standards: Klare Verantwortlichkeiten, verbindliche IT - Architektur, gemeinsame Beschaffungs - und Investitionsplanung. ▪ Entwicklungsperspektive : S chafft langfristig tragfähige Struktur, die schrittweise zur Vollfusion ausgebaut werden kann ▪ Finanztransparenz : Zentralisierte Kostenstrukturen, gemeinsame Investitionen und konsolidierte Finanzplanung ermöglichen nachhaltigere und nachvollziehbarere Wirtschaftlichkeit Die Holding mit Betrieb bietet die strategische Steuerungsfähigkeit wie die Governance - Holding und operative Effizienz wie eine Teil - oder Vollfusion – ohne deren politische und strukturelle Härte . Damit ist sie der realistischste und strategisch ausgewogenste Zwischenschritt auf dem Weg zu einer vollständig integrierten IT - Organisation. Risiken Chancen Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Governance - Struktur innerhalb der KAAW 85 ▪ Abstimmung Beteiligungsstruktur: Rechtlich weniger komplex als die Szenarien Neugründung einer Holding oder Fusion. Es bedarf trotzdem kommunaler Abstimmungen von Beteiligungsstrukturen, Finanzierung und Aufgabenübertragungen. ▪ Herausfordernde Harmonisierung: Transformationsprojekt benötigt, um Zusammenführung von Prozessen, Standards und IT - Landschaften der Partner, insbesondere beim Betriebsübergang citeq / Kreis Steinfurt in die GmbH zu ermöglichen ▪ Erhöhter Abstimmungsbedarf zwischen KAAW (Holding) und GmbH (Betrieb), insbesondere bei Investitionen, Architekturentscheidungen und Ressourcensteuerung. Einbeziehung der Gesellschafter über Schaffung neuer Partizipationsformate ▪ Strategische Steuerung & reduzierte Komplexität: KAAW übernimmt zentrale Governance - Funktionen und bestehende Strukturen bleiben erhalten, operative Bündelung erfolgt geordnet über die neu gegründete GmbH ▪ Geschwindigkeit & Akzeptanz: Politisch tragfähiger Einstieg in eine gemeinsame IT - Steuerung , da die KAAW bereits besteht und keine neue Holding - Struktur aufgebaut werden muss ▪ Erhöhte Zukunftssicherheit und Skaleneffekte: Betriebseinheiten werden schrittweise zentralisiert und gemeinsame Standards, Prozesse und Sicherheitsstrukturen können entwickelt werden ▪ Wahrung kommunaler Kontrolle: Stadt Münster, Kreis Steinfurt und weitere Kommunen behalten als Mitglieder im Zweckverband strategische Einflussrechte – vereint mit einer klar abgegrenzten Haftung der Betriebs - GmbH. Die Weiterentwicklung der KAAW zur Holding mit Betriebs - GmbH bietet klare Vorteile (vs. Neugründung, Fusion). So kann auf bestehende Strukturen zurückgegriffen werden, während die rechtliche und organisatorische Komplexität geringer ausfällt. Dieses Szenario bietet einen schnellen, pragmatischen und politisch tragfähigen Einstieg in eine gemeinsame IT - Organisation . Risiken Chancen Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Fusion der citeq, KAAW und Kreis Steinfurt 86 ▪ Rechtliche Komplexität: Unterschiedliche Rechtsformen (z. B. Eigenbetriebe, Zweckverbände, …) und Governance - Regelungen erfordern umfangreiche juristische, steuerliche und politische Abstimmung ▪ Politischer Entscheidungsweg: Unterschiedliche Trägerschaften, politische Mehrheiten und Entscheidungswege in den beteiligten Kommunen können die Umsetzung verzögern oder zu Widerständen führen ▪ Umsetzungs - und Investitionsbedarfe: Harmonisierung von Systemen, Prozessen, Verträgen und Personalstrukturen erfordert erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen ▪ Integrationsaufwand: Unterschiedliche Organisationskulturen und Prozesse bergen Risiko für Reibungsverluste, Identitätskonflikte und kurzfristige Produktivitätseinbußen Risiken ▪ Kommunale Selbstbestimmung : Durch die Bildung eines regionalen IT - Players kann das Münsterland eine eigenständige Rolle im landesweiten Konsolidierungsprozess nach KDN - Vorgaben einnehmen und so regionale Interessen aktiv vertreten ▪ Standardisierung : Gemeinsame Architektur, Cloud - Strategie und IT - Standards führen zu einer zukunftsfähigen, resilienten und interoperablen IT - Landschaft für die Kommunen im Münsterland ▪ Kundenorientierung : Bündelung von Know - how, Fachverfahren und IT - Security - Kompetenzen in einer Organisation sowie einheitliche Prozesse, SLAs und Serviceportale ermöglichen eine gesteigerte und transparentere Leistungserbringung über alle beteiligten Kommunen hinweg ▪ Beschaffung : Skaleneffekte in Einkauf, Infrastruktur und Betrieb ermöglichen effizientere Ressourcennutzung und bessere Verhandlungspositionen. Chancen Eine Vollfusion bietet die Chance, das Münsterland als eigenständigen IT - Standort in NRW zu positionieren und langfristig effizienter, innovativer und resilienter aufzustellen. Sie bedarf einer hohen politischen Steuerungskompetenz und umfassender Investitionen und Change - Maßnahmen , um erfolgreich umgesetzt zu werden. Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Teil - Fusion der citeq, KAAW und Kreis Steinfurt 87 ▪ Uneinheitliche Governance : Unterschiedliche Verantwortlichkeiten können strategische Entscheidungen verzögern und benötigen intensive Harmonisierungen ▪ Komplexe Schnittstellen: Hoher Koordinationsaufwand zwischen fusionierten und eigenständigen Bereichen und Gefahr von Doppelstrukturen ▪ Umsetzungs - und Investitionsbedarfe: Harmonisierung von Systemen, Prozessen, Verträgen und Personalstrukturen erfordert erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen ▪ Begrenzte Skaleneffekte: Nur teilweise Harmonisierung birgt die Gefahr, dass Effizienzpotenziale teilweise ungenutzt bleiben ▪ Erhalt regionaler Identität: Lokale Strukturen bleiben bestehen, während Synergien gezielt genutzt werden ▪ Reduzierte Komplexität : Im Vergleich zur Voll - Fusion weniger rechtliche und organisatorische Hürden, potenziell schnellere Umsetzbarkeit ▪ Annäherung an künftige Modelle : Dient als praktikabler Zwischenschritt zur langfristigen Integration durch Voll - Fusion ▪ Bündelung von Kompetenzen : Stärkung spezifischer Fachbereiche (z. B. Cloud, DMS, IT - Security) ohne vollständige organisatorische Integration ▪ Höhere Effizienz: Gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Prozessen in klar definierten Bereichen steigert Wirtschaftlichkeit Eine Teil - Fusion kann im Vergleich zur Voll - Fusion schneller Synergien und Effizienzgewinne erzeugen, bei geringerem Aufwand. Langfristig erfordert sie jedoch klare Governance , Kommunikationsstrukturen und ein gemeinsames Zielbild , wenn nicht besteht die Gefahr einer zunehmenden Fragmentierung. Risiken Chancen Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 06 Empfehlung, Realisierung und Roadmap Empfehlung 6.1 Wir empfehlen das Szenario Holding mit Betriebseinheit, wobei die KAAW sich zum Holding - Dach entwickeln sollte Dieses Szenario stellt vor dem Hintergrund der landesweiten Dynamiken in NRW sowie der erwartbaren politischen Weichenstellun gen – den strategisch sinnvollsten und politisch anschlussfähigsten Entwicklungspfad für das Münsterland dar. ▪ Das Modell verbindet die Vorteile einer klaren Governance - Struktur mit der Möglichkeit, operative Leistungen schrittweise, rechtssicher und steuerlich sauber in einer gemeinsamen Betriebsorganisation zu bündeln. ▪ Durch die Nutzung bestehender Strukturen der KAAW werden rechtliche Komplexität, Gründungsaufwand und politische Sensitivität deutlich reduziert , während gleichzeitig ein belastbares Fundament für Standardisierung, Skalierung und zukünftige Integrationsschritte entsteht. ▪ Die Wahl der GmbH als Betriebsform schafft gegenüber Zweckverband und AöR neben der Haftungsbegrenzung vor allem höhere Flexibilität und Anschlussfähigkeit an landesweite IT - Strukturen in NRW und erleichtert damit eine schrittweise Integration in eine übergeordnete Zielarchitektur der kommunalen IT in NRW 1 . ▪ Die Betriebs - GmbH ermöglicht eine klare Haftungsbegrenzung , professionelle Betreiberverantwortung und den gezielten Aufbau neuer Kompetenzen – ein entscheidender Vorteil insbesondere für Träger mit hohen Sicherheits - und Steuerungsanforderungen (z. B. Kreis Steinfurt, Münste r). ▪ Dieses Szenario bietet einen pragmatischen und zugleich zukunftssicheren Einstieg in die Konsolidierung der kommunalen IT im Münsterland , der unmittelbar wirksam Synergien hebt, Produktportfolios erweitert und die operative Leistungsfähigkeit stärkt , zugleich jedoch die notwendige Flexibilität für einen späteren Übergang in eine Vollfusion wahrt. Damit schafft es die optimale Balance aus Machbarkeit, Geschwindigkeit und strategischer P ers pektive. 90 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland ¹ Dies ist eine vorläufige Einschätzung und vorbehaltlich einer rechtlichen Prüfung 16.02.2026 Das Zielszenario ist ein Zweckverband als Holding mit einer GmbH für den operativen IT - Betrieb (vorbehaltlich steuer - /rechtlicher Prüfung) 91 Die KAAW bildet als Holding das organisatorische Dach mit klaren Beteiligungsverhältnissen . Die Beteiligungsstrukturen an der Holding (KAAW) und GmbH unterschieden sich. Die KAAW gründet die GmbH als unmittelbare Trägerin. Kreis Steinfurt und citeq /Münster bringen Teile ihres IT - Betriebes in die GmbH ein und werden zu unmittelbaren Trägern. Die GmbH soll langfristig als zentraler IT - Dienstleister für das Münsterland agieren . Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland ▪ Die Weiterentwicklung der bestehenden KAAW - Strukturen zur Holding bietet erhebliche Vorteile , da etablierte Gremien, Entscheidungsprozesse und Legitimation genutzt werden können und auf eine Holding Neugründung verzichtet wird. Alle beteiligten Kommunen und der Kreis Steinfurt ble ibe n Mitglieder im Zweckverband KAAW. Die citeq bzw. Stadt Münster sowie alle ÖRV - Partner der citeq werden neue Mitglieder im Zweckverband KAAW ▪ Die KAAW gründet eine GmbH, in der perspektivisch der operative IT - Betrieb gebündelt wird. Die Einbringung der Betriebsanteile von Kreis Steinfurt und citeq werden über geregelte Betriebsübergänge ermöglicht ▪ Die GmbH steht im Eigentum der KAAW, kann aber perspektivisch weitere Gesellschafter aufnehmen . Die KAAW ist durch Gründung unmittelbare Trägerin der GmbH, eine unmittelbare Trägerschaft vom Kreis Steinfurt und der Stadt Münster wird über den Gesellschaftervertrag definiert. Alle Mitglieder der KAAW sind mittelbare Träger der GmbH ▪ Durch diese Struktur entsteht ein gemeinsames Trägermodell mit klaren Rollen. Die KAAW ist als Holding für die strategische Steuerung und das Beteiligungsmanagement zuständig, während über die GmbH der operative Betrieb und die Servicebereitstellung ermöglicht wird ▪ Das Modell sichert kommunale Kontrolle und wirtschaftliche Flexibilität und ist somit anschlussfähig an das landesweite NRW - IT - Marktmodell 16.02.2026 Mitglieder Kommunen Münster & ÖRV Modellierung des empfohlenen Zielszenarios 92 GmbH Zweckverband KAAW passt Satzung an und gründet Betriebs - GmbH Betriebsübergang Kreis Steinfurt Betriebsübergang citeq Kreis Steinfurt, citeq bzw. Stadt Münster und alle ÖRV - Partner werden /sind Mitglied des Zweckverbands KAAW Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Gesellschafter Kreis Steinfurt wird Gesellschafter der GmbH citeq wird Gesellschafterin der GmbH KAAW wird Gesellschafterin der GmbH 16.02.2026 Der erste Schritt zur Erreichung des Zielmodells ist der Beitritt der citeq bzw. Stadt Münster und aller ÖRV - Partner in den Zweckverband KAAW 93 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mitglieder Kommunen Münster & ÖRV Kreis Steinfurt, citeq bzw. Stadt Münster und alle ÖRV - Partner werden /sind Mitglied des Zweckverbands KAAW KAAW nimmt eine Anpassung ihrer Satzung vor, um die rechtliche Grundlage für die Gründung und Beteiligung an einer Betriebs - GmbH zu schaffen 16.02.2026 Mitglieder Kommunen Münster & ÖRV Im zweiten Schritt gründet die KAAW eine GmbH, in die die Betriebseinheiten und das Vertragsmanagement überführt werden 94 GmbH Zweckverband KAAW gründet Betriebs - GmbH Kreis Steinfurt, citeq bzw. Stadt Münster und alle ÖRV - Partner werden /sind Mitglied des Zweckverbands KAAW Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Gesellschafter KAAW wird Gesellschafterin der GmbH 16.02.2026 Mitglieder Kommunen Münster & ÖRV Im dritten Schritt werden Kreis Steinfurt und citeq bzw. Stadt Münster Gesellschafter der GmbH und bereiten die Betriebsübergänge vor 95 GmbH - Zentrales Vertragsmanagement - Operativer IT - Betrieb Zweckverband KAAW gründet Betriebs - GmbH Betriebsübergang Kreis Steinfurt Betriebsübergang citeq Kreis Steinfurt, citeq bzw. Stadt Münster und alle ÖRV - Partner werden /sind Mitglied des Zweckverbands KAAW Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Gesellschafter Kreis Steinfurt wird Gesellschafter der GmbH citeq wird Gesellschafterin der GmbH KAAW wird Gesellschafterin der GmbH 16.02.2026 Das Zielszenario führt zu diversen Mehrwerten für die Gesellschafter und beteiligten Kommunen 96 …das Münsterland ▪ Schnellere Digitalisierung und bessere Erfüllung der regionalen Vision („vor die Welle kommen“) ▪ Zukunftssichere IT - Struktur durch Bündelung von Betrieb, Architektur und Steuerung ▪ Hebung wesentlicher Synergien ▪ Breiteres, leistungsstärkeres IT - Portfolio, auf das alle Kommunen zugreifen können ▪ Kompatibilität mit dem NRW - Marktmodell …Zielzweckverband, Kreis Steinfurt und citeq ▪ Stärkung der KAAW als zentrale Steuerungs - & Beteiligungsinstanz ▪ Perspektivische Aufnahme weiterer Mitglieder in der KAAW ▪ Politische Sichtbarkeit & Positionierung ▪ Haftungsbegrenzung über GmbH ▪ Begrenzung der Risiken auf das Gesellschaftsvermögen der GmbH ▪ Stimmrechtslogik für Holding und GmbH definiert ▪ Sicherung kreisbezogener Interessen ▪ Stabilität für Mitarbeiter und geordnete Überleitung des Betriebs ▪ Mitarbeiter der KAAW können Beamte & tariflich Beschäftigte sein …Großstädte ▪ Einbringung eigener Betriebsanteile schafft Stimmrechte ▪ Einfluss bleibt erhalten (Münster, Hamm) ▪ Sicherstellung eines professionellen Betriebs mit klaren SLA - Strukturen ▪ Haftungsbegrenzung durch GmbH als zentrale Entlastung ▪ Erweiterung des eigenen Portfolios für städtische Digitalprogramme ▪ Stabilisierung der eigenen IT - Strategie durch regionale Bündelung …Kommunen ▪ Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung ▪ Kommunal getragen, ohne Outsourcing, mit Wahrung lokaler Interessen ▪ Zentraler Zugang zum gesamten IT - Portfolio statt Insellösungen ▪ Einheitliche Servicequalität und SLAs für alle Kommunen ▪ Wirtschaftliche Vorteile durch Synergien in Betrieb, Lizenzen, Support und Sicherheit ▪ Kein Beteiligungsdruck (Service - Broker - Modell) ▪ Mehr Professionalität & Stabilität (z. B. IT - Security, Monitoring) ▪ Stärkung der digitalen Handlungsfähigkeit (insb. kleine Kommunen ohne IT - Ressourcen) Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland Mehrwerte für… 16.02.2026 Realisierung & Roadmap 6.2 Schematischer Entwicklungspfad zur Konsolidierung der IT im Münsterland 98 Optimierungen & Identitätsbildung KAAW als Governance - Holding KAAW Holding mit Betrieb Ziel: Grundlagen für Vertrauen, Effizienz und gemeinsames Selbstverständnis schaffen ▪ Entwicklung eines gemeinsamen Leitbilds/Markenbilds ▪ Abgleich Produkt - & Leistungsportfolios ▪ Stärkung Wissens - & Informationsaustausch ▪ Mitarbeiter & Kunden informieren und einbinden Ziel: Institutionalisierung der Zusammenarbeit und strategische Steuerung aufbauen ▪ KAAW gründet eine GmbH ▪ KAAW fungiert als Governance - Einheit ▪ Gesellschaftervertrag, Beteiligungen & Stimmrechte ▪ Anpassung Gremienstruktur ▪ Vorbereitung der Betriebs - und Personalübergänge ▪ Gemeinsame Controllings - & Strategieboards ▪ Einheitliche Standards Ziel: Bündelung strategischer und operativer Funktionen unter gemeinsamer Führung ▪ Überführung IT - Betrieb Kreis Steinfurt und citeq ▪ Aufbau zentraler Shared Services ▪ Entwicklung eines gemeinsamen Personal - und Kompetenzmodells Stufe 1: Q1 2026 Stufe 2: ab Q2 2026 Stufe 3: ab Q1 2027 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Umsetzungsfahrplan zur Konsolidierung, als Rückwärtsrechnung der angestrebten Betriebsübergänge im Q1 2027 99 Transparente Kommunikation & Erweiterung von Veränderungsmanagement Harmonisierung Strukturen & Prozessen Überführung der Betriebe Gutachten ▪ Tiefergehende Information der Gremien ▪ Grundsatzentscheidungen der Gremien ▪ Etablierung einer gemeinsamen Marke ▪ Rechtsgutachten zu GmbH, Gremienstruktur und Betriebsübergänge sowie Steuern ▪ Entwicklung Transformationsmodell ▪ Analyse Produkt - /Leistungsportfolio auf Synergien ▪ Konzeption der Kundenschnittstellen & - prozesse ▪ Analyse von Mitgliedschaften und Partnerschaften ▪ Finanzierung, Organisationsform und Kultur ▪ Umsetzungsentscheidung durch Gremien ▪ … Informationsphase, rechtliche Prüfung & Transformationsmodell ▪ Initiierung des Prozesses ▪ Einbindung der Stakeholder ▪ Entwicklung des Gutachtens ▪ Konzeptionelle Erarbeitung Ziel - szenario ▪ Empfehlung für ein Vorgehensmodell ▪ … ▪ Umsetzung des Ziel - Trägermodells über die Zielstruktur (z.B. KAAW) ▪ Gründung der GmbH o.ä. (z.B. durch KAAW) ▪ Planung von Betriebsübergängen in die GmbH mit personalrechtlichen Klärungen ▪ Harmonisierung zentraler IT - Prozesse (z. B. DMS, Cloud, Schul - IT) ▪ Aufbau bedarfsgerechter Support - Strukturen ▪ Pilotierung gemeinsames SLA - Management ▪ … Gründung der GmbH & Vorbereitung der Betriebsübergänge ▪ Monitoring, Antizipation und Begleitung der NRW - Entwicklungen ▪ Aufbau regionaler Shared - Service - Center für wiederkehrende Leistungen ▪ Etablierung des institutionellen Betriebsmodells ▪ Überführung der erfolgreichen Kooperationsfelder in dauerhafte Governance - Strukturen ▪ Anpassung an landesweite Architekturvorgaben (KDN/NRW) ▪ Einrichtung regionaler Kompetenzzentren (z. B. IT - Sicherheit ) ▪ … Einbindung in NRW - Struktur Zielbild & Geschäftsmodell GmbH & Grundlagen (Identität) Übergreifende gemeinschaftliche Steuerung der Konsolidierung der IT in Münsterland Q1 2027 Q2 – Q4 2025 Q1 & Q2 2026 Ab Q2 2026 Gutachten kommunaler IT - Dienstleister im Münsterland 16.02.2026 Ansprechpartner Andrea Brütting Strategy Consultant andrea.bruetting@nextdigital.de +49 151 41936443 Steve Kirchhoff CEO & Gründer Jefferson Kühl Manager steve.kirchhoff@nextdigital.de +49 173 28 00 960 jefferson.kuehl@nextdigital.de +49 151 27058504
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0218/2026
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 30.04.2026
- Erstellt
- 25.03.2026 11:53