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2688/2021

Beschluss des Zielbilds für die Kölner Weststadt

Beschlussvorlage Ausschuss 13.08.2021

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 28.10.2021, TOP 5.2

Anlage 4 - Auszug Beschlussprotokol BV 4

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Ansehen

Anlage 6_Auszug Beschlussprotokoll_Klima_Umwelt_Grün

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Ansehen

Anlage 3 - RPB_Auszug aus dem Beschlussprotokoll_TOP-6-1_Zielbild

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Anlage 5_Stellungnahme Verwaltung_zu den geänderten Beschlüssen BV 3 und.._

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Ansehen

Anlage 1 - Endbericht - Ein Zielbild für die Kölner Weststadt

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Ansehen

Anlage 2 - Bericht UpLab

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anlage 4 - Auszug Beschlussprotokol BV 4

2779 Zeichen

Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 
Herr Schmitz (02-4) 
Telefon:  (0221) 221-94313  
Fax       :  (0221) 221-94342 
E-Mail:  Andreas.Schmitz2@stadt -koeln.de 
Datum: 07.09.2021 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll  der 8. Sitzung der Bezirksvertretung 
Ehrenfeld vom 06.09.2021  
öffentlich 
10.3 Beschluss des Zielbilds für die Kölner Weststadt 
2688/2021 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss, folgen-
den geänderten Beschluss zu fassen: 
Der Stadtentwicklungsausschuss 
1. nimmt das Zielbild für die sogenannte Kölner Weststadt zur Kenntnis. 
 
2. beschließt das Zielbild als Grundlage für weitere Entwicklungen innerhalb des 
Betrachtungsraums mit folgenden Ergänzungen:  
 
a. Die Verwaltung wird aufgefordert, dass Zielbild für den Betrachtungs-
raum um eine weitere Themenkarte „Klimaneutralität 2035“ zu erwei-
tern, dieses mit Inhalt zu füllen, besonders für die Aspekte Hitze, Was-
ser, Energie und Stadttraum, und in die anderen Zieldimensionen zu in-
tegrieren.  
b. fordert die Verwaltung auf die Themenkarte 3 „Bewegungsraum“ mit der 
Zielsetzung einer umweltgerechten Mobilität, besonders für den Liefer- 
und Schwerlastverkehr, zu ergänzen, die in eine stadtweite Netzpla-
nung integriert ist. 
 
3. beauftragt die Verwaltung das in 2 festgelegte Zielbild bei den nächsten Ver-
fahrensschritten, dem städtebaulichen Wettbewerb Max-Becker-Areal und der 
Fortschreibung des Rahmenplanung Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld als 
Grundlage zu integrieren und dabei folgende Punkte vertieft zu betrachten:  
 
a. klimaneutrales Quartier, besonders für die Aspekte Hitze, Wasser, 
Energie, Stadttraum und Bauen

b. Eine Infrastruktur für umweltgerechte Mobilität zu schaffen, die den 
Fußverkehr, den Radverkehr, den ÖPNV sowie den Logistikverkehr 
entsprechend dem aktuellen Stand der Verkehrswissenschaft vorrangig 
berücksichtigt.  
c. Konzepte für den Umgang des Parkens für alle Mobilitätsträger sind 
dazustellen. Als Vorbild kann der Wettbewerb zum Stadtviertel „Kreuz-
feld“ dienen.  
d. Die Vielfalt, die hinter dem Begriff „Gewerbe“ steht, soll im Wettbewerb 
ihren Platz finden 
e. Die Jury für den Wettbewerb soll die Punkte 3.1. – 3.3. in ihrer Teil-
nehmerschaft abbilden. Das bedeutet, dass Klimaexpertise, Mobilitäts-
expertise, Gewerbeexpertise durch unabhängige Expert*innen vertre-
ten sind. In die Jury sind auch Mitglieder des Rahmenplanungsbeirats, 
der Bezirksvertretung und des Rats zu berufen.  
 
4. die „Charta für das Max-Becker-Arial“ des Rahmenplanungsbeirats wird von 
der Bezirksvertretung mitbeschlossen und dient als Ergänzung zum Zielbild 
und als Bestandteil für den städtebaulichen Wettbewerb für das Max-Becker-
Areal 
 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt.

Anlage 6_Auszug Beschlussprotokoll_Klima_Umwelt_Grün

2838 Zeichen

Anlage 6 
 
 
 
Geschäftsführung  
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 
Frau Bültge-Oswald 
Telefon:  (0221) 221-23702  
E-Mail:  barbara.bueltge-oswald@stadt -koeln.de  
Datum: 26.10.2021 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Ausschu sses Klima, 
Umwelt und Grün vom 07.10.2021  
öffentlich 
5.1 Beschluss des Zielbilds für die Kölner Weststadt 
2688/2021 
Geänderter Beschluss: (in der Fassung des Beschlusses der BV Ehrenfeld) 
Der Ausschuss Klima, Umw elt und Grün empfiehlt dem Stadtentw icklungsausschuss, 
folgenden geänderten Beschluss zu fassen: 
Der Stadtentwicklungsausschuss 
1. nimmt das Zielbild für die sogenannte Kölner Weststadt zur Kenntnis. 
 
2. beschließt das Zielbild als Grundlage für weitere Entwicklungen innerhalb des 
Betrachtungsraums mit folgenden Ergänzungen:   
 
a. Die Verwaltung wird aufgefordert, dass Zielbild für den Betrach-
tungsraum um eine weitere Themenkarte „Klimaneutralität 2035“ 
zu erweitern, dieses mit Inhalt zu füllen, besonders für die Aspekte 
Hitze, Wasser, Energie und Stadttraum, und in die anderen Zieldi-
mensionen zu integrieren.  
b. fordert die Verwaltung auf die Themenkarte 3 „Bewegungsraum“ 
mit der Zielsetzung einer umweltgerechten Mobilität, besonders 
für den Liefer- und Schwerlastverkehr, zu ergänzen, die in eine 
stadtweite Netzplanung integriert ist. 
 
3. beauftragt die Verwaltung, das in 2 festgelegte Zielbild bei den nächsten Ver-
fahrensschritten, dem städtebaulichen Wettbewerb Max-Becker-Areal und der 
Fortschreibung des Rahmenplanung Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld als 
Grundlage zu integrieren und dabei folgende Punkte vertieft zu betrach-
ten:

a. klimaneutrales Quartier, besonders für die Aspekte Hitze, Wasser, 
Energie, Stadttraum und Bauen  
b. Eine Infrastruktur für umweltgerechte Mobilität zu schaffen, die 
den Fußverkehr, den Radverkehr, den ÖPNV sowie den Logistik-
verkehr entsprechend dem aktuellen Stand der Verkehrswissen-
schaft vorrangig berücksichtigt.  
c. Konzepte für den Umgang des Parkens für alle Mobilitätsträger 
sind dazustellen. Als Vorbild kann der Wettbewerb zum Stadtvier-
tel „Kreuzfeld“ dienen.  
d. Die Vielfalt, die hinter dem Begriff „Gewerbe“ steht, soll im Wett-
bewerb ihren Platz finden 
e. Die Jury für den Wettbewerb soll die Punkte 3.1. – 3.3. in ihrer 
Teilnehmerschaft abbilden. Das bedeutet, dass Klimaexpertise, 
Mobilitätsexpertise, Gewerbeexpertise durch unabhängige Ex-
pert*innen vertreten sind. In die Jury sind auch Mitglieder des 
Rahmenplanungsbeirats, der Bezirksvertretung und des Rats zu 
berufen.  
 
4. die „Charta für das Max-Becker-Arial“ des Rahmenplanungsbeirats wird 
von der Bezirksvertretung mitbeschlossen und dient als Ergänzung zum 
Zielbild und als Bestandteil für den städtebaulichen Wettbewerb für das 
Max-Becker-Areal. 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt

Anlage 3 - RPB_Auszug aus dem Beschlussprotokoll_TOP-6-1_Zielbild

1613 Zeichen

Geschäftsführung  
Rahmenplanungsbeirat Braunsfeld / 
Müngersdorf / Ehrenfeld 
Frau Dr. Sinz 
Telefon:  (0221) 26391  
E-Mail:  Alexandra.Sinz@STADT-KOELN.DE 
Datum: 03.09.2021 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 4. Sitzung des 
Rahmenplanungsbeirates Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld 
vom 31.08.2021 
öffentlich 
6.1 Vorlagen-Nr. 2688/2021  
Beschluss des Zielbilds für die Kölner Weststadt 
2688/2021 
 
 
Beschluss 
 
Der Rahmenplanungsbeirat empfiehlt den Bezirksvertretungen Lindenthal und Eh-
renfeld folgenden Beschluss zu fassen: 
 
„Der Stadtentwicklungsausschuss: 
 
1. nimmt das Zielbild für die Kölner Weststadt zur Kenntnis;  
2. beschließt das Zielbild als Grundlage für weitere Entwicklungen innerhalb 
des Betrachtungsraumes;  
3. beauftragt die Verwaltung, das Zielbild bei den nächsten Verfahrensschrit-
ten, dem städtebaulichen Wettbewerb Max Becker-Areal und der Fort-
schreibung der Rahmenplanung Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld, als 
Grundlage zu beachten.  
4. Der Stadtentwicklungsausschuss verzichtet auf erneute Wiedervorlage, 
falls die BV 3 uneingeschränkt zustimmt.“ 
 
Hinweise: 
 Der Rahmenplanungsbeirat weist auf den Beschluss aus der 3. Sitzung hin, 
dass die Charta des Rahmenplanungsbeirates zum Max Becker-Areal als An-
lage zu den Auslobungsunterlagen dazu gegeben werden sollte. 
 
 Die Bewertung des Vorhabens als klimapositive Maßnahme durch die Verwal-
tung ohne explizite Belege oder Begründung teilt der Beirat nicht und bittet da-

rum, diesen Hinweis an den Ausschuss Klima, Umwelt und Grün weiterzuge-
ben. 
 
Abstimmungsergebnis: - einstimmig beschlossen

Anlage 5_Stellungnahme Verwaltung_zu den geänderten Beschlüssen BV 3 und.._

1698 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/15/151-2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2688/2021 
  
Stellungnahme der Verwaltung 
öffentlicher Teil 
 
Gremium Datum 
  
Stellungnahme zu den geänderten Beschlüssen der Bezirksvertretung Ehrenfeld vom 
06.09.2021 und der Bezirksvertretung Lindenthal vom 13.09.2021 zur Vorlage 2688/2021 „Be-
schluss des Zielbilds für die Kölner Weststadt“ 
Dem Vorschlag kann geändert zugestimmt werden: Die Umsetzung der weiteren Themenkarten soll 
im Zuge der Fortschreibung der Rahmenplanung Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld erfolgen.  
Die von den Bezirksvertretungen Ehrenfeld und Lindenthal gleichlautend gefassten geänderten Be-
schlüsse sind inhaltlich nachvollziehbar und grundsätzlich durch die Verwaltung umsetzbar. Zur Erfül-
lung des Auftrages unter Punkt 2 - Ergänzung des Zielbildes um eine weitere Themenkarte „Kli-
maneutralität 2035“ sowie Ergänzung um eine Themenkarte 3 „Bewegungsraum“ mit der Zielsetzung 
einer umweltgerechten Mobilität - ist eine Auftrags- bzw. Prozesserweiterung erforderlich. Diese soll 
im Rahmen der geplanten Fortschreibung des Rahmenplanes erfolgen und wird entsprechend in die 
Leistungsbeschreibung für diese Planungsleistung aufgenommen, deren Vergabe in Vorbereitung ist. 
Der bisher erarbeitete Stand des Zielbildes dient als Grundlage für den Städtebaulichen Wettbewerb 
Max Becker-Areal, sodass der Wettbewerb - wie beabsichtigt - ab dem 4. Quartal eingeleitet werden 
kann. Die beiden Prozesse (Fortschreibung des Rahmenplanes und Städtebaulicher Wettbewerb) 
können parallel laufen und währenddessen miteinander abgestimmt werden. 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 07.10.2021 
Stadtentwicklungsausschuss 28.10.2021

Anlage 1 - Endbericht - Ein Zielbild für die Kölner Weststadt

107042 Zeichen

Ein Zielbild für die 
Kölner Weststadt
Dokumentation des Zielbildprozesses zur Fortschreibung der 
Rahmenplanung Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld 
Auftraggeberin: 
Stadt Köln
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Auftragnehmer: 
MUST
 
Köln, Juli 2021
ENDBERICHT

Impressum
Eigelstein 103 - 113
50668 Köln
T +49 (0)221 1699 2929
mail@must.eu
www.must.eu
Projektbearbeitung: Dr.-Ing. Jan Benden, Daniela Rudnik
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
151/2 Räumliche Stadtentwicklungsplanung
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Projektleitung: Brigitte Scholz, Lotte Drevermann, Kaja Rocks
Auftraggeberin:
Stand Juli 2021
Auftragnehmer:
Vorwort
Die Fotos, Grafiken und Karten wurden durch MUST erstellt, mit Ausnahme von:
Deckblatt:    Stadt Köln
Abb. 1:     Stadt Köln
Abb. 7-10:    Karten von Tim-Online bearbeitet durch  MUST
Abb. 92:    Foto unten: pixabay
Abb. 93:    Karte: StEB Köln 
Abb. 109, 127, 129, 133 ,143:  Stadt Köln
Bildnachweis:
MUST wurde von der Stadt Köln beauftragt, ein Zielbild für das zwischen Ehrenfeld, Brauns-
feld und Müngersdorf gelegene Rahmenplanungsgebiet im Kölner Westen zu erarbeiten. Die 
Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ formuliert für diesen innerstädtischen Standort 
das vorwiegende Ziel einer „Weiterentwicklung und Profilierung als innovatives Gewerbege-
biet mit den Schwerpunkten Dienstleitung, Produktion und Kreativwirtschaft“. Gleichzeitig 
beabsichtigt die Stadt Köln, das derzeit mindergenutzte Max Becker-Areal in ein Mischquar-
tier umzuwandeln. 
Aufgrund der aktuellen Planungen für das Max Becker-Areal und vielfältiger weiterer Entwick-
lungen im Plangebiet bedarf die vorliegende Rahmenplanung von 2004 einer Fortschrei -
bung. Dieser wurde ein Zielbildprozess vorgeschaltet, der gleichzeitig auch als Grundlage für 
die Auslobung des Städtebaulichen Wettbewerbs zur Entwicklung des Max Becker-Areals 
dienen soll.
Im Rahmen des Zielbildprozesses wurde die Entwicklung des Plangebietes analysiert und in 
einem breiten Beteiligungsprozess raumbezogene Ziele für die zukünftige Entwicklung des 
Quartiers abgeleitet. Die grundlegenden Bedingungen für eine integrierte und nachhaltige 
Gebietsentwicklung wurden anschließend in dem Zielbild verankert. Darauf aufbauend wur-
den für drei ausgewählte Fokusräume (u.a. für das Max Becker-Areal) Entwicklungsschwer-
punkte definiert und diese in Steckbriefen mit Handlungsempfehlungen untersetzt.
Im Mittelpunkt des entwickelten Zielbildes steht das Ziel, die vielfältigen Nutzungen im Quar-
tier möglichst besser zu verbinden, die Grünräume im Gebiet zu stärken und die Vorausset-
zung für eine Mobilitätswende im Kölner Westen zu schaffen. 
Der vorliegende Bericht dokumentiert die Ergebnisse des Zielbildprozesses.

Inhalt
1. Hintergrund 6
2. Bestandsanalyse 12
2.1 Morphologische Analyse 14
2.2  Funktionale Analyse 23
2.2.1 Arbeiten & Wohnen 24
2.2.2 Stadtgrün & Klima 38
2.2.3 Verkehr & Mobilität 44
3. Zielbild 50
3.1 Zielfindung 52
3.1.1 Wohn- & Arbeitswelten 54
3.1.2 Grünes Netzwerk 60
3.1.3 Bewegungsraum 66
3.2  Zielbild 72
4. Fokusräume  76
4.1  Fokusraum I: Mischgebiet 78
4.2  Fokusraum II: Gewerbegebiet 86
4.3  Fokusraum III: Grünfläche  94
4 5
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Inhalt

Der Zielbildprozess bildet die 
Grundlage für die Fortschreibung 
der Rahmenplanung Brauns -
feld, Ehrenfeld und Müngersdorf  
sowie für den städtebaulichen 
Wettbewerb zum Max Becker-
Areal. Er wurde unter intensiver 
Beteiligung von Vertreter*innen 
der Verwaltung, der Politik und 
der Stadtgesellschaft durchge -
führt. 
1. HINTERGRUND
6 7
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Hintergrund
1

Aufgabe
Die Stadt Köln beabsichtigt im Stadtteil 
Köln-Ehrenfeld auf dem ehemaligen Gelän-
de der Firma Max Becker ein ca. 16,2 ha gro -
ßes mindergenutztes Gewerbegebiet in ein 
gemischtes Quartier umzuwandeln. Die Flä-
che befindet sich innerhalb des Plangebietes 
der Rahmenplanung Braunsfeld/Müngers -
dorf/Ehrenfeld aus dem Jahr 2004. Auf -
grund der Entwicklung des Max Becker-Are-
als und vielfältiger weiterer Entwicklungen 
im Plangebiet bedarf die Rahmenplanung 
einer Fortschreibung. Dieser Fortschreibung 
wurde von Januar bis Juni 2021 ein Zielbild -
prozess vorgeschaltet, der gleichzeitig auch 
als Grundlage für die Auslobung des städte-
baulichen Wettbewerbs zur Entwicklung des 
Max Becker-Areals im zweiten Halbjahr 2021 
dienen soll.
Das Gesamtgebiet der Rahmenplanung 
befindet sich derzeit im Umbruch: vielfälti -
ge Entwicklungen sind in der Planung oder 
bereits in der Umsetzung. Aufgrund dieser 
zahlreichen Veränderungen war es notwen -
dig, die Entwicklungsabsichten im Gebiet zu 
identifizieren und zu klären, wie man diese 
Transformation steuern kann.
Durch den Zielbildprozess wurden in einem 
breiten Beteiligungsprozess die strategischen 
und räumlichen Ziele für das Gebiet erarbei-
tet. Die während der Erstellung des Zielbildes 
eingebrachten Anregungen und Impulse aus 
Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit sollen 
in die für 2022 vorgesehene Fortschreibung 
der Rahmenplanung einfließen. Beide Ver -
fahren sollen eng miteinander verzahnt wer-
den, sodass der Zielbildprozess einen ersten 
Baustein der Fortschreibung der Rahmen -
planung bildet. In dieser sollen die Ergebnis-
se aus dem vorgeschalteten Zielbildprozess 
weiter konkretisiert werden. 
Beteiligungsprozess
Der Zielbildprozess für das Gebiet der Rah -
menplanung wurde durch MUST unter Fe -
derführung des Amtes für Stadtentwicklung 
und Statistik durchgeführt. 
Ein Zielbildprozess bietet eine geeignete 
Plattform für einen breit angelegten Dis -
kussions- und Beteiligungsprozess, der die 
Grundlage einer zukunftsorientierten Quar-
tiersentwicklung in der Kölner Weststadt 
darstellt. Zwischen Januar und Juni 2021 
wurden daher projektbegleitend mehrere 
Dialog- und Beteiligungsformate durch -
geführt. Im Kontext der Corona-Pandemie 
fanden diese Veranstaltungen ausschließlich 
digital statt.
Insgesamt wurden während der Projektlauf-
zeit vier Workshops mit wechselnden Ver -
treter*innen aus Stadtverwaltung, Politik und 
Rahmenplanungsbeirat durchgeführt. Wäh-
rend der jeweils dreistündigen Online-Ver -
anstaltungen wurden den Teilnehmenden 
die Zwischenergebnisse der Analysen und 
der Zielbilderstellung präsentiert und zur 
Diskussion gestellt. Im Anschluss wurde den 
Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben, 
die Ergebnisse auf dem Online-Portal MU -
RAL zu kommentieren und zu bewerten.
Parallel zum Zielbildprozess wurde durch 
die Firma UPLab über Geo-Targeting eine 
Online-Befragung durchgeführt, in der ein 
Stimmungsbild der Öffentlichkeit zur Zu -
kunft der Weststadt und des Max Becker-
Areals gewonnen werden konnten.
Am 18. Juni 2021 wurden der Öffentlichkeit 
in einer Online-Veranstaltung die Ergebnis -
se der Befragung sowie der Entwurf des Ziel-
bildes präsentiert. Die Öffentlichkeit bekam 
während der Veranstaltung die Möglichkeit, 
8 9
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Hintergrund
2

Fragen zum Zielbild zu stellen oder die Er -
gebnisse zu kommentieren.
Eine zusätzliche öffentliche Diskussion des 
Zielbildes und der Handlungsempfehlungen 
fand am 22. Juni 2021 im Rahmenplanungs -
beirat für Braunsfeld, Ehrenfeld und Mün -
gersdorf statt.
Betrachtungsraum
Das 420 ha große Rahmenplanungsgebiet 
liegt zwischen dem ersten und zweiten Vor -
ortgürtel westlich der Kölner Innenstadt (3) 
und wird begrenzt durch den Melatengürtel 
im Osten, die Aachener Straße im Süden, die 
Militärringstraße im Westen und die Sied -
lung Vogelsang sowie die Vogelsanger Stra-
ße im Norden. Die begrenzenden Straßen 
bilden mit der Widdersdorfer Straße und 
„Weststadt“ 
Aufgrund der neuen, über die Rahmenpla -
nung hinausgehenden, Gebietsabgrenzung 
und des stadtteilübergreifenden Gebiets -
kontextes wurde zu Beginn des Zielbildpro -
zesses ein identitätsstiftender Name für den 
Betrachtungsraum gesucht. 
In Bezug zu den in Köln etablierten Quar -
tieren der „Nord-“ und „Südstadt“ mit den 
dazugehörigen Vierteln fiel die Wahl auf 
„Weststadt“. Der komprimierte Name kann 
aus Sicht der Berarbeiter*innen dazu bei -
tragen, dass im Betrachtungsraum des Ziel -
bildes eine eigene Identität geschaffen wird. 
Zudem impliziert der Begriff „Stadt“ eine ge-
wisse Urbanität, an der es aktuell im Gebiet 
mangelt und deren Schaffung im Fokus des 
Zielbildprozesses steht.
dem Maarweg das Hauptstraßennetz des 
Rahmenplanungsgebietes. Das Gebiet wird 
in Ost-West-Richtung durch die Trasse Aa -
chen-Köln der Deutschen Bahn (DB) durch-
kreuzt. In Nord-Süd-Richtung verläuft die 
von den Häfen und Güterverkehr Köln AG 
(HGK) betriebene Bahnstrecke von Köln-
Niehl nach Frechen-Benzelrath (ehemalige 
„Klüttenbahn“).
Die Grenze zwischen den Kölner Stadtbezir-
ken Lindenthal und Ehrenfeld verläuft mit -
ten durch das Gebiet (4) im Wesentlichen im 
Zuge von Oskar-Jäger-Straße, Stolberger 
Straße und der Bahntrasse Köln-Aachen der 
Deutschen Bahn.
Für den Zielbildprozess wurde der Gebiets -
umgriff in Absprache mit der Auftraggeberin 
angepasst. Aufgrund der starken funktionalen 
Beziehungen des Rahmenplanungsgebietes 
Rahmenplanungsgebiet
Lindenthal
Ehrenfeld
Innenstadt
Nippes
Aachener Str.
Venloer Str.
MilitärringDB AACHEN-KÖLN
Gürtel
Müngersdorf
Braunsfeld
Ehrenfeld
Bickendorf
Vogelsang
mit dem nördlichen Bereich zwischen der 
Vogelsanger Straße und der Venloer Straße, 
wurde dieses Gebiet in den Betrachtungs -
raum des Zielbildes mit eingeschlossen. Die 
Karte unten zeigt den neuen Umgriff des 
Gebietes, das im Zielbildprozess untersucht 
wurde (5). 
10 11
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Hintergrund
3 
4 
5

Die Bestandsanalyse im Zielbild-
prozess für die Weststadt war in 
zwei Ebenen unterteilt: In einer 
morphologischen Analyse  wur -
den zunächst die historischen 
städtebaulichen Entwicklungen 
untersucht. Die daran anschlies -
sende funktionale Bestandsana-
lyse betrachtete die Aspekte der 
Nutzungen, des Stadtgrüns und 
der Mobilität im Gebiet. 
2. BESTANDSANALYSE
12
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 13
Analyse
6

Neben den großen Konzentrationen an Bü -
roarbeitsplätzen beherbergt das Gebiet 
heute auch große und wichtige Flächen für 
kommunale Versorgungseinrichtungen wie 
z.B. das Straßenbahndepot der Kölner Ver -
kehrsbetriebe (KVB), den Bauhof der Stadt 
Köln, die Verteilerstation der Rhein Energie 
oder das Gelände der Abfallwirtschaftsbe -
triebe Köln (AWB).
Im letzten Jahrzehnt haben insbesonde -
re umgebaute historische Industriebauten 
(z.B. Vulkan, Gaswerk, Helios etc.) ein großes 
Ansiedlungsinteresse durch die Kreativwirt-
schaft erfahren. Gleichzeitig wurden neue 
Arbeitsstandorte wie z.B. der Gewerbe- und 
Landschaftspark Triotop oder der Segro City 
Park entwickelt, deren Grundgedanke es 
ebenso ist, kreative und innovative Gewerbe- 
und Logistikbetriebe anzusiedeln. Gleich -
zeitig mit der gewerblichen Transformation 
im Gebiet entstanden zahlreiche inselhafte 
Wohngebiete im Quartier (z.B. Grüner Weg, 
Linné-Quartier, Melatensee etc.).
Durch die rapide Entwicklung des Gebietes 
von einem Industrie- zu einem Dienstleis -
tungs- und Wohnstandort sind im Laufe der 
Zeit Gemengelagen entstanden, die heu -
te an einigen Stellen zu Nutzungskonflikten 
zwischen Wohnen, Dienstleistungen und 
Gewerbe führen. In Anbetracht des aktuell 
andauernden Transformationsprozesses im 
Gebiet (z.B. am Güterbahnhof Ehrenfeld, 
an der Eupener Straße oder im Bereich des 
Gleisdreicks) verdeutlichen diese Konflik -
te den Bedarf an einem Zielbild, das die zu -
künftigen Entwicklungsabsichten für die 
Weststadt formuliert und als Steuerungsins-
trument für die Rahmenplanung und für den 
anstehenden Umbruch dienen kann.
2.1 Morphologische Analyse
Historische Entwicklung
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Ge -
biet der Weststadt noch weitgehend un -
bebaut. Der Bereich zwischen den Weilern 
Bickendorf und Müngersdorf sowie den 
Grabstätten in Melaten war vorwiegend 
landwirtschaftlich genutzt. Als einziges Ge -
bäude ist in der Karte der Marhof dargestellt.  
Das erste Teilstück der Bahntrasse Köln-
Aachen wurde am 2. August 1839 zwischen 
Köln und Müngersdorf eröffnet und teilte 
das Gebiet in zwei Hälften (siehe Karte 7 auf 
Seite 15).
Durch den Anschluss des Gebietes an das 
Netz der Rheinischen Eisenbahn 1863 erhielt 
die gewerblich-industrielle Siedlungsent -
wicklung im Gebiet ihre ersten Impulse (siehe 
Karte 8). Viele Unternehmen, die in der Kölner 
Altstadt aufgrund des dortigen Flächenman-
gels keine Standorte fanden, siedelten sich in 
Nähe des Güterbahnhofes Ehrenfeld an (z.B. 
Helios, Herbrand, Vulkan, Leyendecker)
In den folgenden Jahrzehnten kam es zu 
einem grundlegenden Wandel der Raum -
nutzung im Gebiet zu einem Standort der 
Metallverarbeitung, des Maschinen- und 
Fahrzeugbaus sowie der chemischen Indus-
trie (z.B. Sidol). Von Bedeutung war insbe -
sondere das 1875 direkt an der Bahntrasse 
errichtete Gaswerk nördlich der Widders -
dorfer Straße mit der dazugehörigen Sied -
lung an der Vitalisstraße (siehe Karte 9). 
Als Mustersiedlung der Werkbundausstel -
lung 1914 entstand die Wohnbebauung um 
den Pauliplatz in Braunsfeld. Außerhalb des 
Gebietes wurde 1931 nach dem zeitgenös -
sischen Leitbild der „Gartenstadt“ die Er -
werbslosensiedlung Vogelsang errichtet.
Nach dem zweiten Weltkrieg begann all -
mählich der Wandel des Gebietes von einem 
Industrie- zu einem Dienstleistungsstandort 
(siehe Karte 10). Die Zahl, der im produzie -
renden Gewerbe beschäftigten Menschen, 
nahm bis heute deutlich ab und viele der 
ehemals gewerblich-industriell genutzten 
Flächen fielen brach oder wurden weniger 
genutzt. Entwicklungsschwerpunkte für den 
Verwaltungs- und Dienstleistungssektor 
waren zunächst die Bereiche im Umfeld der 
Eupener Straße (Technologiepark Müngers-
dorf) sowie im südlichen Verlauf der Oskar-
Jäger-Straße, der Stolberger Straße und des 
Melatengürtels (REWE, DKV etc.).
1836-1850
1891-1912
1936-1945
2021
14
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 15
Analyse
7 
8 
9 
10

Im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte ha -
ben sich im Gebiet ganz unterschiedliche 
Körnigkeiten der Bebauung entwickelt. Das 
Resultat bildet ein Nebeneinander kleinteilig 
parzellierter Wohneinheiten in Braunsfeld (16) 
und Müngersdorf, durchmischter Kleinge -
werbestrukturen (Wilhelm-Mauser-Straße, 
Triotop) und gründerzeitlicher Blöcke (insb. 
zwischen Bahntrasse und Venloer Straße). 
Demgegenüber stehen die großen Produk -
tions- und Logistikparzellen und -baukörper 
im zentralen Bereich des Plangebietes (insb. 
entlang Widdersorfer Straße sowie im Be -
reich des Segro City Parks (17) und des Par -
fümwerkes der Firma COTY).
feine Körnigkeit
mittlere Körnigkeit
grobe Körnigkeit
Identitätsstiftende historische Gebäude Körnigkeit der Bebauung
Die Geschichte der Weststadt lässt sich noch 
an einer Vielzahl historischer Gebäude able-
sen. Die meisten identitätsstiftenden Gebäu-
de stammen größtenteils aus der industriellen 
Vergangenheit. Beispiele sind die alte Wa -
genfabrik, die Kolbhalle (12), das Verwaltungs-
gebäude der Firma Thyssen Krupp (11), der He-
lios-Leuchtturm, das Vulkan-Gelände (14) oder 
die Sidol-Werke. Hinzu kommen Landmarken 
wie der Gasbehälter, der Schornsteine der Fir-
ma Böttcher oder der historische Kran an der 
Halle Tor 2 (13). Als identitätsstiftende Wohn-
komplexe sind vor allem die Direktorenvillen 
des Gaswerkes, die Gaswerk-Kolonie an der 
Vitalisstraße und das Pauliviertel zu nennen. 
16
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 17
Analyse
11 12 
13 14 
15 
16 
17 
18

geringe Dichte
mittlere Dichte
hohe Dichte
Die Wohngebiete nördlich der Aachener 
Straße (19) und an der Vitalisstraße sowie die 
mit großen Freiräumen umgebenen Gewer-
be- und Logistikgrundstücke im Gebiets -
inneren zeichnen sich durch eine geringe 
Bebauungsdichte aus. Eine höhere Dichte 
weisen dagegen die Bürostandorte (REWE, 
Technologiepark) sowie die jüngeren Wohn-
siedlungen (Grüner Weg (20), Melatensee 
etc.) auf. Die am dichtesten bebauten Be -
reiche in der Weststadt befinden sich in den 
gründerzeitlichen Blockrandstrukturen mit 
ihren intensiven Hinterhofnutzungen süd -
lich der Venloer Straße und im östlichen Ab-
schnitt der Aachener Straße.
Bei der Geschossigkeit zeichnet sich ein 
ähnliches Bild wie bei der Dichte ab. Die Ge-
werbe- und Industriestandorte sind vorwie -
gend durch eingeschossige Gebäude ge -
kennzeichnet (22). Im südlichen Bereich, z.B. 
im Pauliviertel, überwiegen zwei- bis drei -
geschossige Bauten. Eine höhere Bebauung 
findet man vor allem entlang des Maarweges, 
der Venloer Straße und der Aachener Stra -
ße sowie in den Neubauwohnsiedlungen. 
Besondere Höhenakzente (>  7 Geschosse) 
bilden die Bürostandorte am Melatengür -
tel (23) und im Technologiepark sowie einzel -
ne Landmarken (wie z.B. der Schornstein, die 
Gaskugel, „The Ship“ oder der Helios-Turm).
1 Geschoss
2-3 Geschosse
4-6 Geschosse
ab 7 Geschosse
keine Informationen
Bebauungsdichte Geschossigkeit
18
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 19
Analyse
19 
20 
21 
22 
23 
24

Bei den Raumkanten zeichnet sich ein ein -
deutiges Bild des Gebietes ab. Entlang der 
Gebietsränder und im Bereich der Straßen 
mit Wohnnutzung (z.B. der Maarweg (25), die 
Leyendecker- und Helmholtzstraße) sind kla-
re, homogene Gebäudekanten erkennbar, 
die den Straßenraum einfassen und deutliche 
Eingangssituationen bilden. Dagegen ist das 
Raumgefüge in den vorwiegend gewerblich 
genutzten Bereichen (insbesondere Oskar-
Jäger-Straße (26) und Widdersdorfer Straße) 
sehr heterogen. Die Gebäudeanordnung der 
vorhandenen Gemengelagen lässt hier keine 
klaren Raumkanten erkennen, wodurch ein 
sehr diffuses, ungeordnetes Bild entsteht.
Insbesondere der quer durch das Gebiet 
verlaufende Damm der Bahnstrecke Köln-
Aachen (28) stellt an vielen Stellen eine un -
überwindbare Barriere dar. Die Trasse kann 
nur an vier Punkten durch eine Unterführung 
gekreuzt werden (29). Eine untergeordnete 
Barrierewirkung geht zudem von der in Nord-
Süd-Richtung verlaufenden Trasse der Klüt-
tenbahn aus. Im Westen des Gebietes bildet 
der Militärring eine deutliche Barriere. Anders 
als die anderen Hauptstraßen kann dieser nur 
an wenigen Stellen gekreuzt werden. Nicht 
zuletzt bilden die großen, geschlossenen In-
dustrie- und Gewerbeparzellen undurchläs-
sige Bereiche innerhalb des Gebietes.
Barriere Bahn
Bahn- und Straßenunterführungen/ 
-überführungen
Bahnüberquerung ebenerdig
Barriere Straße
große undurchlässige Gewerbeparzellen 
(„gated industries“)
Raumkanten Hauptstraßen
Raumkanten Barrieren
20
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 21
Analyse
25 
26 
27 
28 
29 
30

Synthesekarte 1: Morphologie
2.2  Funktionale Analyse
In Ergänzung zu der morphologisch und 
städtebaulichen Betrachtung der Weststadt 
wurde eine funktionale Bestandsanalyse* 
durchgeführt, die insgesamt drei Themen -
felder umfasste: 
1. Arbeiten und Wohnen
2. Stadtgrün und Klima
3. Verkehr und Mobilität
Ziel der Analyse war es, in den einzelnen 
Themenfeldern Qualitäten, Mängel und Po-
tenziale für die zukünftige Entwicklung der 
Weststadt zu identifizieren. Dabei standen 
die folgenden Leitfragen im Vordergrund 
der Untersuchungen: 
• Was macht die Weststadt aus bzw. wor-
in liegt ihre Identität?
• Welche Konflikte, Bedarfe und Heraus-
forderungen gibt es in der Weststadt?
• Welche Auswirkungen und Impulse 
haben die laufenden und geplanten 
Entwicklungen in der Weststadt?
• Wo liegen besondere Fokusräume, die 
für die weitere Entwicklung der West-
stadt repräsentativ sind?
Für die funktionale Bestandsanalyse wurden 
bestehende Untersuchungen und Konzepte 
(insb. die Rahmenplanung von 2004) aufge-
griffen und zum Teil aktualisiert. Im Rahmen 
der ersten beiden Workshops wurden die Er-
gebnisse der Bestandsanalyse mit den Teil -
nehmer*innen diskutiert und ergänzt. 
Die Erkenntnisse der Untersuchungen wur -
den - analog zur Morphologie - in drei the -
matischen Synthesekarten festgehalten, auf 
deren Grundlage die Handlungsprioritäten 
in den drei Themenfeldern für die Zielbild -
entwicklung abgeleitet werden konnten. 
 
* Hinweis: Aufgrund der Unschärfe eines Zielbil -
des hat die vorliegende Bestandsanalyse an vielen 
Stellen nicht die Parzellen- und Detailgenauigkeit 
einer Rahmenplanung. Sie umfasste vielmehr einen 
„Quickscan“ (auf Basis der vorliegenden GEO-Da -
ten) sowie eine grobe Beschreibung der vorhande -
nen Ausgangssituation, um hieraus allgemeine Ziele 
und Entwicklungsabsichten für das Gebiet ableiten 
zu können. Für die anstehende Fortschreibung der 
Rahmenplanung ist diese Bestandsanalyse weiter zu 
fokussieren und zu konkretisieren. Unter Umständen 
sind ergänzend auch zusätzliche vertiefende Unter -
suchungen und Gutachten (z.B. Klima, Mobilität, 
Versorgung) erforderlich.
Große Bandbreite an Gebäudekörnigkeiten (grob, mittel, fein)
Nebeneinander unterschiedlicher Dichten (gering, mittel, hoch) 
Diffuse Raumkanten
Brachflächen und ineffiziente Raumnutzung
Deutliche Gebietsränder entlang der Hauptstraßen
Markante Gebietseingänge (Alleen)
Barrieren (große Parzellen/Bahnlinien)
Prägnante Orientierungspunkte (Landmarken)
22
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 23
Analyse
31

Bei der Weststadt handelt es sich vor allem 
um einen Gewerbestandort, der für viele 
Menschen einen Arbeitsort darstellt und 
dessen Angebote von vielen Kölner*innen in 
Anspruch genommen werden. Dennoch le -
ben auch viele Menschen in dem Gebiet. Die 
unterschiedlichen Gewerbestandorte sind 
mit einer Vielzahl an unterschiedlich struktu-
rierten Wohnbereichen verflochten. 
Die meisten Gebiete mit einer vorwiegenden 
Wohnnutzung befinden sich an den Rändern 
der Weststadt und bilden einen Ring um die 
Gewerbe- und Industriestandorte. In diesen 
Wohnen
Gewerbe
Handel & Dienstleistungen
Bürogebäude
Logistik
Gewerbe & Industrie
Hotels
Freizeit
Bereichen sind auch die meisten wohnbezo-
genen Infrastrukturen und Dienstleistungen 
verortet (vgl. Seite 36). An manchen Stellen 
finden sich zudem Gemengelagen aus klei -
neren Wohnbereichen, die sich in einem 
gewerblichen bzw. industriellen Umfeld be -
finden und dadurch z.T. Belastungen ausge-
setzt sind. Hinzu kommen einige Streulagen, 
die weder städtebaulich noch funktional in -
tegriert sind. Hierbei handelt es sich um ein-
zelne Wohnbauten, die in unterschiedlichen 
Epochen bis ca. Ende der sechziger Jahre 
unmittelbar neben Gewerbebetriebe ge -
setzt wurden.
2.2.1 Arbeiten & Wohnen
Das Spektrum der gewerblichen Nutzungen 
im Gebiet ist sehr breit und reicht von indus-
triellen Produktionsstätten über Logistikflä -
chen und großflächigen Einzelhandel bis hin 
zu kleineren und größeren Bürogebäuden (34) 
sowie Gewerbe-, Freizeit- und Dienstleis -
tungsbetrieben. Auf den ersten Blick ent -
steht im Kartenbild (35) ein sehr heterogenes 
und diffuses Bild der Nutzungsverteilung. 
Jedoch lassen sich, trotz der hohen funktio -
nalen Durchmischung, Cluster verschiede -
ner Atmosphären bzw. Arbeitswelten erken-
nen. Diese werden im Folgenden identifiziert 
und aufgezeigt.
Gewerbetypologien
24
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 25
Analyse
32 
33 
34 
35

Hinterhofgewerbe
In den gemischten Baublöcken rund um 
den Helmholtzplatz, südlich der Wilhelm-
Mauser-Straße und zwischen Aachener und 
Scheidtweiler Straße (37-39) befinden sich zahl-
reiche gewerbliche Nutzungen. Das Spek -
trum reicht von Büros, Werkstätten, Einzel -
handel, Dienstleistungen bis zu kleinen (in 
der Regel nicht störenden) Produktionsbe -
trieben. Die Obergeschosse in den Randbe-
bauungen der Blöcke sind vorwiegend durch 
Wohnnutzung besetzt. Zur Venloer Straße 
und zur Aachener Straße befinden sich Ein -
zelhandelsnutzungen in den Erdgeschoss -
zonen.
Bürostandorte
Die Weststadt umfasst zwei größere Ver -
waltungs- und Dienstleistungsstandorte mit 
einer sehr hohen Arbeitsplatzdichte. Zu -
nächst ist hier der Technologiepark Köln (41; 42) 
zu nennen, der sich südlich der S-Bahn Hal -
testelle Müngersdorf befindet. Ein weiterer 
Bereich mit einer vorwiegenden Büronut -
zung erstreckt sich von der Ecke Aachener 
Straße/Melatengürtel (DKV, Ergo, KVB) (43) 
über die Oskar-Jäger-Straße (Deutsches 
Rotes Kreuz) bis in die Stolberger Straße 
(REWE). Die Gebäudestrukturen sind an 
beiden Standorten gekennzeichnet durch 
eine sehr hohe Dichte und Geschossigkeit.
Arbeitswelten
26
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 27
Analyse
36 
37 38 
39 
40 
41 
42 43

Kultur & Kreativwirtschaft
Es lassen sich zwei größere Cluster feststel -
len, in denen sich in den letzten Jahren ins -
besondere Unternehmen im Bereich der Kul-
tur- und der Kreativwirtschaft niedergelassen 
haben. Dabei sticht zum einen der Bereich um 
die Lichtstraße, das Kontrastwerk (47), das Vul-
kangelände (48) und das Gaswerk heraus. Ein 
weiteres Schwerpunktgebiet für kreative und 
innovative Unternehmen bildet der Bereich 
des Gewerbe- und Landschaftsparkes TRIO-
TOP im äußersten Westen des Gebietes. Wie 
im Bereich der Lichtstraße befinden sich auch 
hier einzelne kulturelle Einrichtungen (z.B. 
Halle Tor 2 (46); Wassermannhalle).  
„Drive-In“-Wirtschaft 
Das Gebiet entlang der Widdersdorfer Stra-
ße und deren Kreuzungsbereich mit der Os-
kar-Jäger-Straße zeichnet sich durch eine 
Vielzahl autoorientierter Dienstleistungen 
(Tankstellen, Werkstätten, Autovermietun -
gen, Autohäuser, Autowaschanlagen, groß -
flächiger Einzelhandel) aus. 
Die Grundstücke sind meist durch eine flä -
chenintensive eingeschossige Bebauung 
sowie durch große mindergenutzte Erschlie-
ßungs- und Parkplatzflächen gekennzeich -
net.
44 
28
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 29
Analyse
49 
50 51 
52 
45 
47 
46 
48

Viele der gewerblichen Flächen in der West-
stadt zeichnen sich durch eine geringe 
Dichte und durch eine ineffiziente Flächen -
nutzung aus. Zum einen handelt es sich um 
Brachflächen wie z.B. im Kreuzungsbereich 
Stolberger Straße/Eupener Straße (57) , östlich 
des Handelshofes oder im Bereich des Gleis-
dreiecks, die aktuell mit keiner Nutzung be -
legt sind. Daneben prägen jedoch auch vie -
le Parkplatz- und Erschließungsflächen  (58) 
(insb. in Verbindung mit großflächigem Ein -
zelhandel oder Logistikbetrieben) sowie flä-
chenintensive Gebäudestrukturen das Plan-
gebiet.
Mindergenutzte Flächen
Mindergenutzte Flächen
Großstrukturen
Die Weststadt beherbergt einige große, aut-
arke Logistik- und Gewerbebetriebe. Hierzu 
zählen insbesondere das Max Becker-Areal, 
das Straßenbahndepot  (55) und der Bauhof 
der KVB, das AWB-Gelände, der SEGRO 
City Park sowie die Firmengelände Bött -
cher (56), Thyssen-Krupp und Coty.
Die großen Gewerbegrundstücke prägen 
das Plangebiet und dessen Identität in star -
kem Maße. Darüber hinaus wirken sie auf -
grund ihrer Geschlossenheit an vielen Stel -
len im Quartier als Barriere.
31
Analyse30
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt
53 
54 55 
56 
57 
58 
59

Die Wohnstandorte im Gebiet konzentrieren 
sich in erster Linie auf die Randlagen in Eh -
renfeld (südlich der Venloer Straße und west-
lich des Ehrenfeldgürtels) und in Braunsfeld 
(nördlich der Aachener Straße (60) und östlich 
der Militärringstraße). Vereinzelt findet man 
kleinere Gemengelagen innerhalb der ge -
werblich geprägten Bereiche (insbesondere 
nördlich der Stolberger Straße und entlang 
der Widdersdorfer Straße). Hier kommt es 
an manchen Stellen zu Nutzungskonflikten 
zwischen Wohnen, Dienstleistungen und 
Gewerbe.
Siedlungen der Gründerzeit
In den Randlagen befinden sich z.T. homo -
gene Wohnsiedlungen aus der Gründerzeit 
und vom Beginn des 20. Jahrhunderts. In Eh-
renfeld handelt es sich dabei meist um vier- 
bis sechsgeschossige Blockrandbebauun -
gen (64). Ähnliche Strukturen findet man auch 
an der Aachener Straße. Eine Besonderheit 
stellt hier das Pauliviertel (63) dar, welches 1914 
in zweiter Reihe als zwei bis dreigeschossige 
Wohnsiedlung errichtet wurde. Ein weiteres 
Beispiel aus der Gründerzeit bildet die 1902 
in Holzfachwerk erbaute Arbeitersiedlung 
des Gaswerkes an der Vitalisstraße (66).
Einfamilienhaus
Mehrfamilienhäuser
Mischnutzung 
Soziales
Bildung
Freizeit
Wohntypologien Wohnwelten
32
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 33
Analyse
60 
61 
62 
63 
65 
64 
66

Nachkriegssiedlungen
Große Nachkriegssiedlungen wie man sie 
aus anderen Kölner Stadtteilen kennt, sind 
in der Weststadt nicht zu finden. Die Stand -
orte beschränken sich auf einzelne Gebäude 
in Gemengelagen sowie auf kleinere Sied -
lungseinheiten in Braunsfeld (z.B. südlich 
Alsdorfer Straße; Peter von Fliestedenstra -
ße (69); Echternacher Straße) und in Müngers-
dorf (z.B. Manstedter Weg (68; ,70) ; Dansweiler 
Weg). In Ehrenfeld entstanden nach dem 
Krieg mehrere Wohngebäude im Zusam -
menhang mit der gewerblichen Entwicklung 
in den Hinterhöfen zwischen Wilhelm-Mau-
ser Straße und Vogelsanger Straße.
Moderne Wohnsiedlungen
In den letzten 30 Jahren sind mehrere Wohn-
standorte in der Weststadt hinzugekommen. 
Beispiele sind die Wohnanlage zwischen Me-
latengürtel und Oskar-Jäger-Straße, der „Park 
Linné“ in Braunsfeld, die „Paulihöfe“ oder das 
im Bau befindliche „Ehrenveedel“ auf dem 
ehemaligen Güterbahnhofsgelände. Kenn -
zeichnend für alle dieser Siedlungen ist deren 
hohe Dichte, eine homogene Architektur und 
ihre geschlossene, inselhafte Lage im Sied -
lungskontext. Häufig befinden sich die Ge -
biete in zweiter Reihe auf ehemals gewerblich 
genutzten Grundstücken (z.B. am Grünen 
Weg (74) oder östlich des Maarweges (72; 73) ). 
34
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 35
Analyse
67 
68 
69 70 
71 
72 
74 
73 
75

Die Versorgungseinrichtungen in der West -
stadt (Einzelhandel, Gastronomie, Ju -
gend- und Bildungsinfrastruktur, Spiel- und 
Sportflächen) sind vorwiegend im Umfeld 
der Wohnstandorte zu finden. Als Stadtteil -
zentren fungieren im nördlichen Bereich die 
Venloer Straße (Ehrenfeld/Bickendorf) und 
im Süden die Aachener Straße (Braunsfeld).
Insbesondere im Bereich der Widdersdorfer 
Straße und der Oskar-Jäger-Straße befinden 
sich zudem mehrere Standorte großflächiger 
autoorientierter Einzelhandelsbetriebe  (76).
Ansonsten ist die Versorgungslage innerhalb 
des gewerblich geprägten Gebietes eher lü-
ckenhaft.
Versorgungszentrum
Gebiete mit Wohnnutzung
Supermärkte
Berufsbildende Einrichtungen
Schulen
Kindergärten
Sport-& Spielplätze
Schwerpunkt Gewerbenutzungen 
Schwerpunkt Mischnutzung 
Schwerpunkt Wohnnutzungen
Baustrukturen außerhalb 
Brachflächen / laufende Transformationen
ineffiziente Flächennutzung 
punktuelle Nahversorgung innerhalb des Gebietes
Barrierewirkung durch Bahntrasse und Große Grundstücksparzellen 
Versorgungszentren insbesondere in den Randlagen
36
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 37
Analyse
Versorgung und soziale Infrastruktur Synthesekarte 2: Wohnen und Arbeiten
76 
77 
78 
79

Die Weststadt liegt zwischen Inneren und 
Äußeren Grüngürtel. In unmittelbarer Nähe 
des Gebietes befinden sich zahlreiche größe-
re, attraktive Grünflächen. Über den Wasser-
mannpark (81) bzw. über die Belvederebrücke 
besteht im Westen eine Verbindung des Ge-
bietes zum äußeren Grüngürtel. Außerhalb 
des Gebietes liegen der Melatenfriedhof im 
Osten, der Kölner Stadtwald im Süden, das 
Biesterfeld und der Rochuspark im Norden. 
Eine Vernetzung der genannten Grünflächen 
mit der Weststadt ist nicht gegeben.
Hinsichtlich des Landschaftsbildes stellt sich 
die Weststadt als ein Standort ohne qualitativ 
ausreichende Grünflächen dar. Mit Ausnah-
me der Parkanlage im Bereich des Wasser -
mannsees beschränken sich die öffentlichen 
Grünanlagen im Gebiet auf vereinzelte Klein-
gärten sowie auf kleinere, nicht miteinander 
vernetzte Grünflächen (pocket parks) in den 
Wohnsiedlungen (82). Ansonsten wird das Ge-
biet geprägt durch fragmentierte Restgrün -
flächen und Gehölzbestände, die sich zumeist 
im Bereich der Bahntrassen (Gleisdreieck, 
Clarenbachplatz (83), Luisenviertel) oder auf 
den gewerblichen Brachflächen (Max Be -
cker-Areal, Eupener Straße) befinden.
Grünflächen
öffentliche Grünräume
Kleingärten
Rochuspark
Melaten Friedhof
Rhein-Energie-Stadion
Äußerer 
Grüngürtel
Wassermannpark
Biesterfeld
Belvedere
Helmholtzplatz
Leo-Amann Park
Stadtwald
Parkplatz 
Rhein Energie Stadion
38
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 39
Analyse
2.2.2  Stadtgrün & Klima
80 
81 
82 
83 
84

Die Fragmentierung der öffentlichen Grün -
flächen spiegelt sich auch in der Straßen -
begrünung wider. Während in manchen 
Straßenräumen wertvolle Alleestrukturen 
vorzufinden sind (z.B. südlicher Maarweg (85), 
Helmholtzstraße, Stolberger Straße), man -
gelt es insbesondere im Gebietsinneren an 
einer ausreichenden Straßenbegrünung (86), .
Die Straßenbäume in der Weststadt sind zu-
dem angesichts der starken Versiegelung 
und der gewerblichen Nutzung extremen 
Bedingungen (z.B. Luftverschmutzung, 
Schadstoffeinträge, Parken, Bodenverdich -
tung, Hitze- und Trockenstress) ausgesetzt.
öffentliche Grünräume
Straßenbäume beidseitig 
Kleingärten
Straßenbäume einseitig
Straßenbäume
Aufgrund der starken Versiegelung (89), und 
des geringen Grünanteils im Gebiet, kommt 
es an heißen Sommertagen in der Weststadt 
zu einer erhöhten Belastung durch Hitze. 
Die durch das Kölner Amt für Umwelt- und 
Verbraucherschutz erstellte Hinweiskarte 
zum FNP weist beinahe das gesamte bebau-
te Gebiet in der Weststadt als hitzebelas -
teten Bereich aus. Lediglich die Grünstruk -
turen nördlich des TRIOTOP-Geländes, in 
Ehrenfeld und entlang der Militärringstaße 
sowie die Brachflächen im Gleisdreieck und 
entlang der Bahntrassen erfüllen in Som -
mernächten eine Funktion als klimaaktive 
Freifläche für die Kaltluftproduktion.
Hitze belastete Siedlungsflächen
hohe Hitze belastete Siedlungsflächen
sehr hohe Hitze belastete Siedlungsflächen
klimaaktive Freiflächen
Quelle: Stadt Köln, Planungshinweiskarte Hitze
Hitzebelastung
40
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 41
Analyse
85 
86 
87 
88 
89 
90

Durch den großen Anteil versiegelter Flä -
chen besteht auch ein erhöhtes Risiko, dass 
es bei einem Starkregenereignis in der West-
stadt zu Überflutungen kommt. Die Starkre-
gengefahrenkarte der Stadtentwässerungs-
betriebe (StEB Köln) zeigt, wo Gefahren 
durch Sturzfluten und Starkregen bestehen. 
Grundsätzlich ist das gesamte Gebiet durch 
Überflutungen infolge von Starkregen ge -
fährdet. Je nach örtlicher Topographie ist das 
Risiko jedoch sehr unterschiedlich. Gebäude 
in Senken und mit ebenerdigen Zugängen 
oder Zufahrten sind beispielsweise mehr ge-
fährdet, da die Wassermassen hier abfließen 
und sich sammeln können.
geringe Starkregengefährdung
hohe Starkregengefährdung
mäßige Starkregengefährdung
sehr hohe Starkregengefährdung
Synthesekarte 3: Stadtgrün und Klima
Überflutungsgefahr
Grünflächen außerhalb des Gebietes (Mangelnde Vernetzung)
bestehende Pocket Parks in Wohnquartieren
Gründefizite (öffentlich/privat)
Lückenhafte Straßenbegrünung 
Erhöhte Hitzebelastung durch Gründefizite und starke Versiegelung 
Erhöhte Überflutungsgefahren bei Starkregen aufgrund Gebäudestruktur und 
Versiegelungsgrad
42
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 43
Analyse
91 
92 
93 
94

Der Verkehr in der Weststadt wird heute in 
hohem Maße durch den Autoverkehr do -
miniert. Ein Grund hierfür ist sicher die gute 
Einbindung des Gebietes in das stadtre -
gionale Straßennetz. Die radialen und ring -
förmigen Hauptverkehrsstraßen stellen die 
Anbindung an das Autobahnnetz sicher. Die 
angrenzenden Straßen (Militärring, Gürtel, 
Venloer und Aachener Straße) bilden wichti-
ge Routen für den überörtlichen Verkehr.
Die Weststadt selbst weist eine hohe 
Verkehrserzeugung auf, sowohl durch 
gewerblichen LKW- als auch durch einen 
erheblichen PKW-Pendlerverkehr. Für die 
Aufnahme dieser Verkehrsströme stehen 
in Ost-West-Richtung die Widdersdorfer 
Straße und die Vogelsanger Straße zur Ver -
fügung. In Nord-Süd-Richtung sind dies der 
Melatengürtel, die Oskar-Jäger-Straße und 
der Verkehrszug Maarweg/Äußere Kanal -
straße. Für den Verkehr aus dem Gewerbe -
bereich Braunsfeld in Richtung Ehrenfeld 
und in die nördlichen Stadtteile ist weiterhin 
die Vitalisstraße von Bedeutung. 
Die Dominanz des Kfz-Verkehrs im Gebiet 
spiegelt sich auch im inneren Straßennetz 
wieder. An vielen Stellen im Gebiet, insbe -
sondere auf den Hauptstraßen, ist die Ver -
kehrs- und Lärmbelastung durch den ge -
werblichen und privaten Autoverkehr sehr 
hoch. Die großen Gewerbeparzellen im Ge -
bietsinneren werden zusätzlich durch Stich-
straßen erschlossen. Die Durchwegung 
dieser Grundstücke für den Rad- und Fuß -
verkehr ist hier allerdings - anders als in den 
Wohnquartieren - nur eingeschränkt bzw. 
gar nicht möglich. Die meisten neuen Wohn-
standorte sind autoarm gestaltet und eben -
falls nur über Stichstraßen erschlossen.
Straßen- und Wegenetz
44
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 45
Analyse
2.2.3  Verkehr & Mobilität
95 
96 
97 
98

Die Qualität der Fahrradinfrastruktur in der 
Weststadt ist sehr unterschiedlich zu be -
werten. Einen durchgehend ausgebauten 
Radweg findet man derzeit nur auf den die 
Weststadt begrenzenden Straßen (Gür -
tel, Venloer und Aachener Straße) sowie 
auf den zentralen Achsen durch das Gebiet 
(Widdersdorfer Straße  (99) und Maarweg (100) 
bzw. Äußere Kanalstraße). In den übrigen 
Straßenräumen überwiegen (markierte und 
nicht markierte) Radführungen über die 
Fahrbahn. Insbesondere im Bereich der Os -
kar-Jäger-Straße befinden sich die vorhan -
denen Radwegabschnitte zum Teil in einem 
schlechten Zustand.
Baulicher Radweg 
Markierte Radverkehrsführung 
auf Fahrbahn
Kein Radweg vorhanden
Die Erschließungsqualität mit dem ÖPNV ist 
in den Randbereichen der Weststadt als sehr 
gut zu bezeichnen. Die Stadtbahnlinien ent-
lang des Gürtels sowie an der Aachener und 
Venloer Straße sorgen hier für eine gute An-
bindung an das ÖPNV-Netz der Stadt Köln. 
Der S-Bahn-Haltepunkt in Müngersdorf 
bzw. der DB-Bahnhof in Ehrenfeld stellen die 
Anbindung an das regionale bzw. nationale 
Schienennetz der Deutschen Bahn sicher. 
Das Gebietsinnere der Weststadt ist dage -
gen nur mit einem Netz von insgesamt sechs 
Buslinien erschlossen  (104). Die Taktung der 
Buslinien ist dabei vielerorts sehr gering.
Buslinie 139 (Wasseramselweg - Longericher Str.)
Buslinie 140 (Köln Aachener Str./Gürtel - Ebertplatz)
Buslinie 141 (Weiden Zentrum - Kolkrabenweg) +
Buslinie 143 (Saarstr. - Bocklemünd)
Buslinie 172 (Widdersdorf - Dom HBF) +
Buslinie 173 (Weiden - Dom HBF) 
Straßenbahn
S-Bahn
Bushaltestelle
Stadtbahnhaltestelle (z.T. auch Bus)
S-Bahnhaltestelle
Radwegenetz ÖPNV-Erschließung
46
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 47
Analyse
99 
100 
101 
102 
103 
104

Das vorhandene Netz an Bahn-, Stadtbahn- 
und Buslinien in Weststadt stellt eine Er -
reichbarkeit der meisten Bereiche im Gebiet 
sicher. Die Karte zeigt die jeweiligen Einzugs-
bereiche der Haltestellen. 
Defizite hinsichtlich der Anbindung mit dem 
öffentlichen Nahverkehr lassen sich insbe -
sondere im zentralen östlichen Bereich der 
Weststadt (vom ehemaligen Güterbahn -
hof über das Max Becker-Areal und das Alte 
Gaswerksgelände bis hin zur Osterinsel) er -
kennen. Eine Entwicklung und eine stärke -
re Durchmischung der genannten Gebiete 
macht hier eine Optimierung der ÖPNV-Er-
schließungsqualität erforderlich.
300 Meter Einzugsgebiet um Bus-Haltestelle
400 Meter Einzugsgebiet um Stadtbahn-Haltestelle
800 Meter Einzugsgebiet um S-Bahn-Haltestelle
Erreichbarkeiten ÖPNV Synthesekarte 4:  Verkehr und Mobilität
Gute Anbindung der Ränder an schienengestützten Personennahverkehr (SPNV)
vereinzelt Buserschließung im Gebiet
Raderschließung insgesamt lückenhaft und z.T. defizitär ausgestattet
Dominanz des Autoverkehrs (PKW/LKW)
schlechte Durchwegung großer Gewerbeparzellen
Lärmbelastung durch Bahn
Schlechte Erreichbarkeit des SPNV
Schlechte Erreichbarkeit des SPNV und des Busnetzes
48
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 49
Analyse
105 
106 
107 
108

3. ZIELBILD
Aufbauend auf den Erkenntnis -
sen der Bestandsanalyse wurden 
allgemeine Ziele für die zukünf -
tige Entwicklung der Weststadt 
formuliert. Diese Ziele wurden 
auf drei Betrachtungsebenen 
konkretisiert, kartographisch im 
Raum verortet und am Ende in 
einem integrierten Zielbild für die 
Weststadt zusammengefügt.
50 51
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Zielbild
109

3.1 Zielfindung
Durch die Bestandsanalyse wurden die Qua-
litäten, die Mängel und die Potenziale der 
Kölner Weststadt identifiziert. In der Zu -
sammenschau der Aussagen der Rahmen -
planung von 2004, der Stadtstrategie Kölner 
Perspektiven 2030 sowie der zahlreichen 
Hinweise und Anregungen aus den unter -
schiedlichen Beteiligungsformaten im Rah -
men des Zielbildprozesses (Workshops, MU-
RAL, Öffentlichkeitsbefragung), konnten im 
nächsten Schritt die Herausforderungen für 
die Zukunft der Weststadt abgeleitet werden.
Insbesondere der Klimawandel, die Mobi -
litätswende, der anhaltende Wachstums -
druck und die zunehmende Verzahnung von 
Wohnen und Arbeiten bilden raumrelevante 
Herausforderungen, denen sich die West -
stadt stellen muss, um die Lebensqualität im 
Gebiet auch in Zukunft zu erhalten.
Mit Blick auf diese Herausforderungen konn-
ten drei Oberziele für die Entwicklung der 
Kölner Weststadt formuliert werden:
Ziel 1: Entwicklung einer zukunftsfähigen, 
vielseitigen und lebenswerten West-
stadt für alle!
Ziel 2: Erhöhung des Grünvolumens und 
Anpassung der Weststadt an die 
Folgen des Klimawandels!
Ziel 3: Schaffung der Voraussetzungen für 
eine klimaschonende Mobilitäts-
wende in der Weststadt!
Ein räumliches Zielbild steht für eine gleich -
berechtigte und integrierte Betrachtung von 
Siedlung, Freiraum und Mobilität. Dennoch 
macht es zunächst Sinn, die einzelnen Berei-
che gesondert und vertieft zu betrachten. 
Für jedes der drei genannten Ziele wurden 
daher strategische Unterziele formuliert und 
die folgenden drei Themenkarten erstellt, in 
denen die wichtigsten raumbezogenen Ziele 
dargestellt sind:
1. Wohn- und Arbeitswelten
2. Grünes Netzwerk
3. Bewegungsraum
Die Themenkarten und die darin enthalte -
nen Zielsetzungen werden im Folgenden 
näher erläutert.
Am Ende werden die drei Betrachtungsebe-
nen im Zielbild dann miteinander verbunden 
und ihre Wechselwirkungen positiv mitein -
ander verknüpft. 
Ziel 1:
Entwicklung einer 
zukunftsfähigen, vielseitigen 
und lebenswerten Weststadt 
für alle!
Ziel 2:
Erhöhung des Grünvolumens 
und Anpassung der Weststadt 
an die Folgen des 
Klimawandels!
Ziel 3:
Schaffung der Voraussetzun-
gen für eine klimaschonende 
Mobilitätswende in der 
Weststadt!
52
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 53
Zielbild
110 
111 
112

Wohn- & Arbeitswelten: Strategische Ziele
• Sicherung von Standorten für produzierendes und emittierendes Gewerbe 
• Abbau von Nutzungskonflikten zwischen Wohn- und Gewerbenutzungen
• Standortgerechte Erhöhung der Dichten („Dreifache Innenentwicklung“)
• Förderung der Vielfalt und Vermeidung von Monostrukturen („24/7 Stadt“)
• Erhalt und Ausbau der Kleinteiligkeit und der Nutzungsmischung 
• Schaffung eines kinder-, jugend- und familienfreundlichen Quartiers
• Erhalt der Clubkultur
• Bereitstellung bezahlbarer Arbeits- und Wohnraumangebote 
• Schaffung von Zugängen zu Bildung und Qualifikationsangeboten
• Sichtbarmachen der Industriekultur 
• Erhalt und Schaffung von Räumen für Freiheit, Flexibilität und Kreativität
Der Beteiligungsprozess zum Zielbild hat 
verdeutlicht, dass die Lebensqualität in der 
Weststadt vor allem durch eine Stärkung ih-
rer funktionalen Vielseitigkeit erhöht werden 
kann. Das Gebiet soll sich aus Sicht der Mehr-
heit aller Beteiligten in Zukunft noch mehr 
als heute zu einem Quartier entwickeln, in 
dem verschiedene Nutzungen ihren Stand -
ort finden bzw. behalten können. Bestehen-
de Wohn- und Gewerbestandorte sollen 
dafür gesichert und qualifiziert werden. An 
ausgewählten Standorten kann dagegen 
die schon begonnene Durchmischung des 
Gebietes mit modernen Arbeitsplätzen und 
Wohnnutzungen fortgesetzt werden. Aller -
dings muss diese Transformation - anders als 
in der Vergangenheit - einhergehen mit ei -
ner Schaffung ausreichender und vielseitiger 
Nahversorgungs-, Bildungs-, Kultur-, Grün- 
und Freizeitangebote.
Angestrebt wird eine funktionale Nutzungs-
vielfalt im Sinne des in der Fachwelt etab -
lierten städtebaulichen Leitbildes der „Stadt 
der kurzen Wege“, das eine Reduzierung von 
Mobilitäts- und Transportbedürfnissen er -
möglicht und Wohnen, Gewerbe, Büro, Frei-
zeit, Erholung, Kultur und Gastronomie auf 
intelligente Weise verzahnt. 
Eine stärkere Durchmischung von Arbeiten, 
Wohnen und Freizeitgestaltung bietet ge -
genüber einer funktionellen Trennung klare 
Vorteile. In einem gemischten Quartier kann 
sich ein Großteil des städtischen Lebens ab-
spielen. Dadurch kann ein Identifikationsort 
entstehen, der sich an den Bedürfnissen der 
Nutzer ausrichtet und an dem sich eine Ge -
meinschaft entwickelt, die dort lebt, arbeitet, 
konsumiert und interagiert.
Sicherung von Industrie und Gewerbe
Die Weststadt ist und wird auch in Zukunft in 
großen Teilen vorrangig ein Gewerbestand -
ort bleiben. Das Zielbild sieht hier zwei Berei-
che. Das Gebiet nördlich der Bahntrasse und 
westlich des Maarwegs bzw. der Vitalisstraße 
soll als Standort für industrielle und gewerbli-
che, emittierende Nutzungen im Bereich der 
Produktion, des Transportes und des Han -
dels erhalten und gestärkt werden. Den be -
stehenden produzierenden und industriellen 
Betrieben soll die Möglichkeit zur Expansion 
an ihrem Standort gegeben werden, um so 
zur Standortsicherung beizutragen.
In den Gewerbegebieten südlich der Bahn -
trasse hat in den vergangenen Jahrzehnten 
bereits an einigen Stellen eine Tertiärisierung 
und teilweise auch eine Durchmischung mit 
Wohnnutzungen stattgefunden. Zukünf -
tig soll dieser Bereich der Weststadt daher 
als Standort für nicht störendes Gewerbe 
und Dienstleistungen entwickelt werden. 
Das Areal bietet dabei insbesondere Raum 
für Kreative, die Nischen im Stadtgefüge 
suchen. Bereits heute sind erste Kerne der 
Kultur- und Kreativwirtschaft vorhanden. 
Die zunehmende Besetzung der Gewerbe -
standorte in Richtung störungsfreier Gewer-
be- oder Dienstleistungsbetrieben kann die 
weitere kreativwirtschaftliche Entwicklung 
der Weststadt voranbringen. 
Die noch bestehenden produzierenden 
und industriellen Betriebe sollen hier in ih -
rer Existenz nicht eingeschränkt werden. Es 
muss sichergestellt werden, dass Gewerbe, 
Handwerk und Industrie nicht in Erwartung 
höherer Grundstückspreise durch andere 
Nutzungen verdrängt werden. 
Städtebauliche Aufwertung des Gewerbes 
Angesichts der derzeit geringen baulichen 
Höhen, der großen ebenerdigen Stellplatz -
anlagen sowie der teilweise minder- oder 
ungenutzten Gewerbeflächen in der West -
stadt, soll hier langfristig durch die Stapelung 
von Gewerbe und Dienstleistungen sowie 
durch eine effizientere Flächennutzung eine 
städtebauliche Aufwertung erfolgen. In be -
sonderem Maße gilt dies für die Grundstü -
cke der autoorientierten Dienstleistungen 
entlang der Widdersorfer Straße, die heute 
durch große mindergenutzte Erschließungs- 
und Parkplatzflächen gekennzeichnet sind.
Die zu den neuen grünen Wegeverbindun -
gen (siehe S. 57 ff.) ausgerichteten Gewerbe-
flächen sollen gestalterisch und funktional 
aufgewertet werden, um hier die Adressbil -
dung zu stärken.
Erhalt des industriekulturellen Erbes
Die noch vorhandenen historischen Indus -
trieanlagen und -gebäude in der Weststadt 
hal ten nicht nur die In dus  trie ge schich te 
der Weststadt le  ben dig, son  dern sind auch 
Zeug nis des Struk tur wan dels und heu te teil-
weise Schau platz für Kunst, Kul tur und Krea-
tiv wirt schaft. Soweit dies möglich ist, sollte 
das verbleibende industriegeschichtliche 
Erbe in der Weststadt für die Bevölkerung 
erhalten, zugänglich oder auch nutzbar ge -
macht werden.
Qualifizierung der Wohngebiete
Die Weststadt ist, insbesondere an den Rän-
dern, für viele Menschen auch ein Wohn -
standort. Diese Wohnnutzungen der beste -
henden Wohngebiete sollen erhalten und 
punktuell qualifiziert werden (Gestaltung, 
Vernetzung, öffentliche Räume, Mobilität 
etc.).
Transformation von Mischquartieren
Die Themenkarte (Seite 58) stellt zwei Berei-
che dar, in denen für die Zukunft ein Poten -
zial zur Transformation von einer vorwiegend 
gewerblichen Nutzung hinzu einem durch -
mischten Standort gesehen wird. Dabei han-
delt es sich zum einen um den Bereich zwi -
schen Maarweg und der Vogelsanger Straße 
(„Gaswerkquartier“ bzw. „Lichtquartier“) so -
wie zum anderen um das Gebiet zwischen 
54
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 55
Zielbild
3.1.1 Wohn- & Arbeitswelten

Raum für Freiheit &  
Kreativität
Erhalt und 
Ausbau der 
Clubkultur
Industriekultur 
vorhanden
städtebauliche Gestaltungsmängel 
der Logistik- und Gewerbebetriebe
Konflikte zwischen 
Wohnen und Gewerbe 
in Gemengelagen
monofunktionale 
Bürogebiete
Aneignung durch 
alternative und  
kreative Nutzungen 
Erhalt von Flächen für 
(störende) Produktion 
& Logistik
Stapelung von  
Parkplätzen in  
Quartiersgaragen
Raum für Jugend- und 
Bildungsinfrastruktur
flächenintensive 
Erschließungs- und 
Parkplatzflächen
Aufwertung öffentlicher 
Räume in Wohnquartiereninselhafte 
Neubaugebiete
Erhalt, Vernetzung und 
Qualifizierung der  
Bestandswohnsiedlungen
Bestandsquartiere in 
Gemengelagen
ineffiziente 
Raumnutzung
Sicherung der Nah -
versorgung
Kreative Mischung von 
Arbeiten und Wohnen
dem Low-Line-Park und der Haltestelle Aa -
chener Straße/Gürtel („Melatenquartier“). 
Nutzungsmischung bedeutet an diesen 
Standorten ein ausgewogenes Verhältnis 
zwischen Gewerbe, Handwerk, Wohnen, 
Büro, Bildung, Versorgung, Freizeit, Grün, 
Kultur, Sozialem und Kreativräumen. Die 
Durchmischung umfasst dabei auch ein dif -
ferenziertes Angebot an geförderten, preis -
gedämpften und gehobenen Wohn- und 
Arbeitsflächen für alle Generationen und 
Zielgruppen. Zudem wird der Anspruch ver -
folgt, Neues auszuprobieren und selbstorga-
nisierten gemeinschaftlichen Wohnformen 
Realisierungschancen zu geben.
Kultur erhalten & (Frei-)Räume schaffen
Die bereits vorhandenen Standorte der 
Clubkultur und anderer Einrichtungen sol -
len durch ein attraktives Spektrum an kul -
turellen Angeboten und durch kreative 
Anziehungspunkte für unterschiedliche 
Bevölkerungsgruppen im Quartier ergänzt 
werden. Dazu sind neben kommerziellen 
Angeboten auch kreative („Frei“-) Räume 
und Experimentierflächen für die freie Sze -
ne, für Bürgerschaftsinitiativen und für tem-
poräre Zwischennutzungen zu schaffen.
Ausbau der Jugend-/Bildungsinfrastruktur
Im Zuge der weiteren Entwicklung der 
Weststadt sind bedarfsgerecht Schulen, 
Kindertageseinrichtungen, Spielplätze und 
Jugendangebote bereitzustellen. Darüber 
hinaus muss die Chance ergriffen werden, 
bislang ungedeckten Bedarfslagen im Be -
reich der Jugend- und Bildungsinfrastruktur 
in einem über die Weststadt hinaus gehen -
den Umgriff zu begegnen.
Sicherstellung der Nahversorgung
Die Transformation der Weststadt muss 
(insbesondere im Gebietsinneren) auch mit 
einer Verbesserung der Versorgungssitua -
tion einhergehen. Insbesondere bei der Ent-
wicklung der neuen Mischgebiete (z.B. dem 
Gaswerkquartier) müssen an zentraler Stelle 
- im Sinne der Stadt der kurzen Wege - lokale 
Angebote zur Nahversorgung geschaffen 
werden. Weitere potenzielle Standorte für 
kleinere Versorgungszentren werden im 
Bereich südlich des S-Bahn-Haltepunktes 
„Technologiepark Köln-Müngersdorf“ und 
im Melatenquartier gesehen.  
Sicherstellung von Lärmschutzmaßnahmen 
Insbesondere entlang der linearen Lärm -
quellen (Hauptstraßen, Bahntrasse) in der 
Weststadt sind lärmmindernde Maßnahmen 
(durch Städtebau, Nutzungsanordnung, Be-
grünung, technische Lösungen) erforderlich, 
um die Wohn- und Arbeitsstandorte vor Im-
missionen zu schützen.
Status Quo: Zielzustand:
Einbindung  
von Gebäuden 
der Industrie -
geschichte
Schaffung von Puf -
ferzonen zwischen 
störendem Gewerbe 
und Wohnen
56
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 57
Zielbild
113 114

Themenkarte 1: Wohn- & Arbeitswelten
Grün- und Freiflächen
Siedlungsflächen
Bahntrasse
S-Bahn Haltestelle (Einzugsgebiet 800 Meter)
Stadtbahn Haltestelle (Einzugsgebiet 400 Meter)
Kleingartenanlagen
übergeordnete Grünverbindungen
bestehende Zentren
U
S
Bestand
Raumrelevante Zielsetzungen
Transformation von Gewerbestandorten in urbane Misch-
quartiere (ausgeglichenes Verhältnis von bezahlbarem Woh-
nen und nicht störendem Gewerbe inkl. Nahversorgung)
Emissionsarmes verarbeitendes Gewerbe als Puffer zwischen 
Produktionsflächen und Misch-/Wohngebieten 
Sicherung von Gewerbestandorten für Produktion, Lagerung, 
Transport und Logistik
Qualitative und flächeneffiziente Gewerbeentwicklung
 (städtebauliche Aufwertung z.B. durch Nachverdichtung und 
Stapelung)
„Serviceallee“ Widdersdorfer Straße (Sicherung und  
städtebauliche Aufwertung von Flächen für kundenorientierte 
Dienstleistungen und Handel)
Schaffung eines neuen Quartierszentrums zur Verbesserung 
der Nahversorgung
Einbindung identitätsstiftender Gebäude der lokalen 
Industriegeschichte
Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahntrasse
Raum für Kleingewerbe und Nahversorgung i.V.m. neuen 
Wohnflächen (z.B. Kleingewerbe, Schuster, Klempner,  
Copy-Shop, Radwerkstätten etc.)
Sicherung und Entwicklung zu Gewerbestandorten für  Klein-
gewerbe, Dienstleistungen, Forschung und Handel
Erhalt und Stärkung von Gebieten mit 
vorwiegender Mischnutzung
Erhalt und Stärkung von Gebieten mit 
vorwiegender Wohnnutzung
Bedarfsgerechter Ausbau der Jugend- und Bildungsinfra-
struktur i.V.m. neuen Wohnflächen (Schulen, Kitas, sonstige 
Jugendangebote)
Sicherung der vorhandenen Bildungsinfrastruktur (Schulen)
Bereitstellung nicht kommerzieller (Frei)räume, in denen 
kreative Konzepte erprobt und gelebt werden können (Zwi-
schennutzungen, Märkte, Labore)
Sicherung und Erhalt der (Club-)Kultur
Neuer Raum für (Club-)Kultur
+
+
Rückseiten der Gewerbeflächen umgestalten  
(Potenziale für eine Adressbildung)
Erhalt und Erweiterung des Angebots zur beruflichen Bildung
Weiterentwicklung der Kreativwirtschaft im Quartier
59
Zielbild58
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt
115

Grünes Netzwerk: Strategische Ziele
• Erhalt bestehender Biotope, Grünflächen und Baumbestände
• Erhöhung des Grünvolumens und Schaffung neuer Grünflächen
• Schaffung grüner wohnungsnaher Rückzugsorte
• Bessere Vernetzung des Stadtgrüns
• Erhöhung der Resilienz gegenüber Klimafolgen
• Minderung der Immissionen (Lärm, Luft und Licht) 
• Förderung der Biodiversität
• Sicherung der Kaltluftzufuhr
• Förderung von Bewegung und Individualsport im Quartier
• Langfristige Herstellung einer Klimawandelneutralität 
• Erweiterung der Nutzungsvielfalt von Freiräumen
Die Bestandsanalyse hat verdeutlicht, dass in 
der Weststadt erhebliche Gründefizite be -
stehen. Der Bedarf an einer tiefgreifenden 
Ergänzung des Stadtgrüns und an einer Ver-
besserung der Freiraumqualitäten wurde im 
Rahmen der Workshops zum Zielbildprozess 
sowie durch die Befragung der Öffentlichkeit 
noch einmal deutlich unterstrichen.
Die Entwicklung der Freiräume spielt eine 
Schlüsselrolle für die Zukunft der Weststadt. 
Grünflächen können zum ökologischen und 
in zunehmendem Maße auch zum klimati -
schen Ausgleich im Gebiet beitragen. An -
gesichts der zu erwartenden steigenden 
Hitzebelastung durch den Klimawandel, wird 
es zukünftig immer wichtiger, die Kaltluftpro-
duktion in Verbindung mit einer effektiven 
Durchlüftung zu sichern und die kühlenden 
Effekte auch kleiner Grünflächen im dicht 
bebauten Siedlungsgefüge zu bewahren 
und zu stärken. Die Freiräume in der West -
stadt müssen zudem durch den Rückhalt 
von Niederschlägen die Risikovorsorge im 
Zusammenhang mit Starkregenereignissen 
unterstützen. 
Als Freizeit- und Bewegungsräume für den 
Fuß- und Radverkehr, als Kommunikations- 
und Begegnungsorte, als Spiel- und Expe -
rimentierfelder erfüllen die Freiräume in der 
Weststadt wichtige soziale und gesund -
heitsfördernde Funktionen. Darüber hinaus 
übernehmen sie raumstrukturelle und ästhe-
tische Aufgaben, indem sie den Siedlungs -
körper der Weststadt gliedern und in ihren 
vielfältigen Ausprägungen und Typologien 
zentrale Elemente des Siedlungsgefüges bil-
den. Freiräume prägen damit entscheidend 
die Attraktivität des Gebietes.
Der Schutz, die Qualifizierung und die Erwei-
terung der Freiräume spielt eine entschei -
dende Rolle für die zukünftige Entwicklung 
der Weststadt. Ziel muss es dabei sein, mit 
hochwertigen Grünstrukturen funktionale 
Beziehungen im Gebiet zu sichern oder neu 
zu schaffen, Risikovorsorge gegenüber Kli -
maeinflüssen zu betreiben, Quartiere gezielt 
aufzuwerten und miteinander durch Grün 
zu vernetzen, untergenutzte Flächen zu re -
integrieren sowie kollektive oder temporäre 
Nutzungen zu ermöglichen. Dabei müssen 
nicht nur die Nachhaltigkeit und die Resilienz 
im Fokus stehen, sondern auch Aspekte der 
Umweltgerechtigkeit und der menschlichen 
Gesundheit betrachtet werden.
Die Themenkarte „Grünes Netzwerk“ (Sei -
te 64) übersetzt diese Zielsetzungen in ein 
räumliches Konzept. Viele der hier enthal -
tenen raumbezogenen Ziele waren schon 
in der Rahmenplanung von 2004 verankert 
und wurden im Zuge des Zielbildprozesses 
bekräftigt und teilweise ergänzt.
Begrüntes Wegenetz 
Eines der zentralen Elemente des grünen 
Netzwerkes in der Weststadt bildet das - ins-
besondere entlang der (ehemaligen) Bahn -
strecken verlaufende - begrünte Geh- und 
Radwegesystem. Dadurch werden der Bevöl-
kerung attraktive straßenabseitige Freizeit -
routen zwischen den Stadtteilen Ehrenfeld, 
Braunsfeld und Müngersdorf angeboten 
und die außerhalb des Gebietes liegenden 
Grünflächen miteinander verbunden. 
An manchen Stellen im Netzwerk sind zur 
Realisierung des grünen Netzes Wegerech-
te zu beschaffen (z.B. an der „Low Line“), 
Engstellen zu überwinden (z.B. im Techno -
logiepark) und Kreuzungsmöglichkeiten zu 
gewährleisten (z.B. Landschaftsbrücke an 
der Weinsbergstraße). Bei den Wegever -
bindungen sollte es sich mindestens um be-
grünte Fahrradstraßen bzw. Gehwege mit 
mindestens einem einseitigen Baum oder 
Gehölzpflanzung handeln.
Grüne Straßen 
Das grüne Wegesystem wird ergänzt durch 
das bestehende Straßennetz der Weststadt. 
Dieses soll hinsichtlich seiner Begrünung 
gestalterisch aufgewertet werden. Hierzu 
sollen die vorhandenen Straßenbäume er -
halten, gepflegt und – wo erforderlich – mit 
klimawandelresistenten Neupflanzungen 
ergänzt werden. Neben Straßenbäumen sol-
len im Rahmen gegebener Möglichkeiten 
auch zusätzliche Begrünungselemente (z.B. 
Pflanzbeete, Versickerungsmulden) ergänzt 
werden, die im Sinne der „Schwammstadt“ 
die Anpassung öffentlicher Räume an Klima-
folgen unterstützen.
Erhalt und Schaffung von Grünflächen
Den Bestand an schützenswerten Grün- und 
Freiraumstrukturen in der Weststadt gilt es 
zu sichern, zu vernetzen und im Rahmen ge-
gebener Möglichkeiten quantitativ wie qua-
litativ auszubauen. Das Gebiet verfügt hierzu 
über einige nutzbare Flächenpotenziale, die 
genutzt werden können. Neben den vor -
handenen Kleingarten- und Parkanlagen 
im Gebiet (z.B. am Wassermannsee) zählen 
hierzu insbesondere die Brachflächen ent -
lang der Güterbahnstrecken (Gleisdreieck, 
Osterinsel S-Bahn-Haltestelle Müngers -
dorf), der Stadionparkplatz am Militärring 
sowie die größeren Grünstrukturen auf dem 
Gelände der Firmen Coty und Max Becker. 
Die größten Potenziale für eine tiefgreifen -
de Verbesserung des Freiraumangebotes in 
der Weststadt bietet das Gleisdreieck der 
Klüttenbahn im Bereich Maarweg/Stolber -
ger Straße. Die Themenkarte sieht vor, die -
sen Bereich als zentral gelegene Grünfläche 
(„Gleispark“) mit hoher Aufenthaltsqualität 
auszubauen und durch die grünen Wege -
verbindungen mit den angrenzenden Quar-
tieren zu vernetzen.
Multicodierung von Freiflächen
In einem urbanen Kontext, wie der Weststadt, 
60
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 61
Zielbild
3.1.2 Grünes Netzwerk

Multifunktionale
Freiflächen
Temporäre 
Rückhalteflächen  
für Starkregen
Entsiegelung von 
Flächen
Schaffung  
wohnungsnaher 
Grünflächen   
(pocket parks)
Begrünung von 
Straßenräumen
Hohe Versiegelung
Minderwertige 
Restgrünflächen
Mangel an wohnungs -
nahem Grün
Grünvernetzung
Begrünung von 
Dächern und 
Fassaden
Mikroklimatische Aufwertung 
von Grünflächen
Mangel an qualitativen 
Grünflächen im Gebiet und 
fehlende Grünvernetzung
Brachflächen
ist es aufgrund der Raumnutzungskonkur -
renzen erforderlich, unterschiedliche Funk -
tionen, Nutzungen und Bedeutungen von 
Grünflächen zu bündeln und gezielt weiter -
zuentwickeln. So können Freiräume nicht 
nur eine Erholungsfunktion erfüllen, sondern 
auch Raum für vielseitige Nutzungen (z.B. 
urban gardening, Blühwiesen, Veranstaltun-
gen, Umweltbildung) bieten. 
Des Weiteren ist - auf der Grundlage der Köl-
ner Sportentwicklungsplanung - auch immer 
eine Öffnung des städtischen Freiraums für 
Sport und Bewegung vorzusehen. Neben 
dem grünen Netzwerk und den größeren 
Grünflächen im Gebiet, bietet sich vor allem 
der Stadionparkplatz am Militärring („P1-
Park“) - neben seiner temporären Stellplatz-
funktion - für eine multifunktionale Nutzung 
(z.B. für Veranstaltungen) an.
Wohnungsnahe Grünflächen
Die Wohnquartiere in der Weststadt umfas-
sen zum Teil kleine wohnungsnahe Freiräu -
me und Nachbarschaftsparks (z.B. Pauliplatz, 
Helmholtzplatz). Diese bestehenden Grün -
strukturen gilt es zu erhalten und bei Bedarf 
zu optimieren sowie ebenfalls durch attrak -
tive Fuß- und Radwegverbindungen in das 
Grüne Netzwerk einzugliedern. 
Um die erheblichen Gründefizite in der 
Weststadt zu decken sind darüber hinaus im 
gesamten Gebiet ausreichend neue Grünflä-
chen zu schaffen. Die Themenkarte (118) zeigt 
die wichtigsten Entstehungsorte für neue öf-
fentliche Grünflächen auf, die - in Verbindung 
mit dem kooperativen Baulandmodell - aus 
der aktuell angestrebten Nutzungsmischung 
(inkl. Wohnbebauung) resultieren. Zudem 
sind bei der Ausweisung neuer Misch- und 
Wohnstandorte ausreichende öffentliche 
Sport- und Bewegungsflächen für die An -
wohnenden einzuplanen. Unter Umständen 
können manche Grün- und Sportangebote 
auch auf Dachflächen verortet werden.
Anpassung an Klimawandelfolgen
Insbesondere in den gewerblich genutzten 
Bereichen der Weststadt bestehen erhebli -
che Potenziale, im Zuge einer städtebaulichen 
Transformation Maßnahmen zur Anpassung 
an den Klimawandel durchzuführen.  Hier -
zu zählt beispielsweise die Erhaltung und die 
Schaffung von Luftaustauschbahnen durch 
die Anpassung von Baukörperhöhen und die 
Vermeidung baulicher Barrieren, die Entsie-
gelung von Flächen und die Entwicklung frei-
raumschonender Erschließungskonzepte, die 
Begrünung von Grundstücken und Gebäu -
den, die Speicherung und Wiederverwen -
dung von Regenwasser sowie die Schaffung 
von Versickerungsflächen, Notabflusswegen 
und von (multifunktionalen) Rückhalteräu -
men zum Umgang mit Starkregen.  
Unzureichende  
Straßenraumbegrünung
Sport- und Spielflächen
Urban Gardening
Status Quo: Zielzustand:
62
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 63
Zielbild
116 117

Themenkarte 2: Grünes Netzwerk
Grün- und Freiflächen von gesamtstädtischer Bedeutung
Siedlungsflächen
Bahntrasse
S-Bahn Haltestelle (Einzugsgebiet 800 Meter)
Stadtbahn Haltestelle (Einzugsgebiet 400 Meter)
Bestehende Querungen (Brücken)
Erhalt und Ausbau der grünen Mosaikstruktur in Quartieren 
und Anbindung in das Grüne Netzwerk
Brücke für neue Grünverbindung
neue Unterführung der Bahntrasse
bestehende Straßenbegrünung
Ergänzung neuer Straßenbegrünungselemente zur 
Grünvernetzung 
(z.B. Straßenbäume, Pflanzbeete, Versickerungsmulden etc.)
Pflege, Aufwertung und mikroklimatische Optimierung be-
stehender Grünflächen und -strukturen
Friedhof
Schaffung von Raum für die kleinräumige, gärtnerische Nut-
zung („urban Gardening“)
Kleingartenanlagen
Grün- und Freiflächen im Plangebiet
Schaffung von ausreichenden wohnungsnahen öffentlichen 
Grünflächen im Zuge der Gebietsentwicklung  
(grüne Rückzugsorte z.B. pocket parks, Dachgärten etc.)
Verbesserung des Mikroklimas und der Resilienz gegenüber 
Hitze und Starkregen durch klimagerechte Gebäude-/Frei-
raumgestaltung auf Gewerbeflächen
(z.B. Entsiegelung, Fassden- und intensive Dachbegrünung, 
Verschattung, Albedo, Verdunstung, Versickerung, Regenwas-
serrückhaltung etc.) 
übergeordnete Grünverbindungen
Neue lineare Grünverbindungen für den Fuß- und Radver-
kehr (Verbindung vorhandener Grünstrukturen)
Öffnung des städtischen Raumes für  den Individualsport und 
für Bewegung 
(z.B. Pausensportinseln, Laufbahnen, Fitnessstationen, Sport 
auf Dachflächen, Bolzplätze, Wellenwege etc.)
Erhalt und Stärkung der Biodiversität (z.B. Blühwiesen,   
Nistmöglichkeiten, Totholz, Baumtorsos, strukturreiche He-
cken, verträgliche Außenbeleuchtung etc.) 
Gewässer zugänglich machen 
multifunktionale Nutzung von Freiflächen (z.B. Wochen-/
Flohmarkt, Veranstaltungen, Park&Ride, Sport und Bewegung, 
Notrückhaltefläche etc.)
U
S
MIX
Bestand
Raumrelevante Zielsetzungen
65
Zielbild64
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt
118

Bewegungsraum: Strategische Ziele
• Förderung nachhaltiger und klimaschonender Mobilitätsformen 
• Erhöhung des Anteiles des Fuß- und Radverkehrs sowie des ÖPNV 
• Stadt der kurzen Wege
• Gerechtere Aufteilung der Straßenquerschnitte
• Optimierung der Erreichbarkeiten für den Umweltverbund
• Verbesserung der inneren Durchwegung für den Fuß- und Radverkehr
• Sicherung der Erreichbarkeit für Gewerbe- und Industrielogistik
• Bündelung des LKW-Verkehrs an geeigneten Routen
• Überwindung der Barrieren (insb. Bahntrassen) 
• Erhöhung der Verkehrssicherheit im Gebiet
• Effizientere Ausnutzung der Parkplatzflächen
Im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurde 
der Eindruck der Bestandsanalyse bestätigt, 
dass der Autoverkehr das Straßenbild in der 
Weststadt deutlich dominiert und vielerorts 
attraktive Verbindungen für den Öffentlichen 
Nahverkehr (ÖPNV) und für den Fuß- und 
Radverkehr fehlen. Zudem gibt es aufgrund 
der gewerblichen Nutzungen einen hohen 
Anteil an Lieferverkehren und an Abstellflä -
chen, die nicht effizient ausgelastet sind.
Das Straßennetz in der Weststadt hat seine 
Kapazitätsgrenze erreicht und kann ein wei-
teres Aufkommen von Kraftfahrzeugen (Kfz) 
kaum mehr aufnehmen. Um die vorhande -
nen Probleme nicht zu vergrößern, ist es not-
wendig, umfassende Strategien zur Stärkung 
der Alternativen zum motorisierten Indivi -
dualverkehr zu verfolgen. Bei der zukünfti -
gen Entwicklung der Weststadt soll daher 
vor allem eine nachhaltige und klimascho -
nende Mobilität gefördert werden. Vor dem 
Hintergrund der Mobilitätswende soll dabei 
langfristig ein zukunftsfähiges Quartier ent -
stehen, dass sich durch eine Reduzierung 
des motorisierten Verkehrsaufkommens 
sowie durch die Schaffung multimodaler 
Mobilitätsangebote und attraktiver Rah -
menbedingungen für den emissionsarmen 
Umweltverbund (ÖPNV, Fuß- und Radver -
kehr) auszeichnet.
Die Themenkarte „Bewegungsraum“ (Seite 
70) zielt auf eine entsprechende Umgestal -
tung der Mobilitätsinfrastruktur in der West-
stadt ab. Allerdings stellt die Förderung des 
Umweltverbundes dabei nicht die einzige 
Zielstellung dar.  Auch die lokalen Erreichbar-
keiten sowie ein sicheres und attraktives Um-
feld und die Mobilität für alle - unabhängig 
von der jeweiligen finanziellen oder körper -
lichen Situation - bilden wichtige Ansprüche 
der zukünftigen Mobilitätsentwicklung in der 
Weststadt.
Neuaufteilung der Straßenräume
Im Sinne einer langfristigen Reduzierung des 
Autoverkehrs in der Weststadt gilt es, Stras-
seninfrastrukturen und straßenbegleitende 
Stellplatzflächen bestmöglich zu reduzieren 
und somit einen höheren Flächenanteil für 
andere Nutzungen zu gewinnen. Die Haupt-
straßen in der Weststadt behalten zwar auch 
in der Zukunft ihre Funktion, allerdings soll 
der vorhandene Raum so umverteilt werden, 
dass neben dem Autoverkehr genügend 
Platz für das Zu-Fuß-Gehen, das Radfah -
ren, das Rollerfahren und für den Aufenthalt 
bleibt. Die Straßenräume müssen so gestal -
tet werden, dass sie flexibel auf neue Anfor -
derungen angepasst werden können. 
Innerhalb der einzelnen Quartiere bewegen 
sich alle Verkehrsteilnehmer*innen gleich 
schnell, wobei hier die „langsamen“ Mobili -
tätsformen Vorrang haben und der Verkehrs-
raum zu einem Stadtraum gestaltet wird, in 
dem man sich gerne aufhält und bewegt. 
Optimierung der Fuß-und Radinfrastruktur
Den Bedürfnissen des Fuß- und Radver -
kehrs in der Weststadt soll Vorrang einge -
räumt werden. Hierzu muss das Wegenetz in 
der Weststadt besser an die Anforderungen 
der Zufußgehenden und der Radfahrenden 
angepasst werden. Dabei soll es möglichst 
dicht, lückenlos und barrierefrei ausgestal -
tet werden. Daneben sollen auch weitere 
Bedürfnisse des Fuß-und Radverkehrs, wie 
Spiel-, Verweil- und Abstellmöglichkeiten 
in der zukünftigen Planung der Weststadt 
stärker berücksichtigt werden. 
Das Radwegenetz in der Weststadt soll kon-
tinuierlich verbessert und entsprechend 
den Radwegekonzepten für Ehrenfeld und 
Lindenthal optimiert werden. Des Weite -
ren sollen, insbesondere in den wichtigen 
Straßenzügen, die vorhandenen Radwege 
im Rahmen der Unterhaltungsmaßnahmen 
ausgebessert oder erneuert werden. Nicht 
zuletzt ist das Rad- und Fußwegenetz in der 
Weststadt mit dem geplanten grünen We -
genetz (siehe oben) zu verknüpfen, das größ-
tenteils unabhängig vom Straßenverkehrs -
netz funktioniert.
Eine attraktive Fahrradinfrastruktur umfasst 
nicht nur alleine Radwege, sondern auch 
gute Abstellmöglichkeiten für Fahrräder 
oder Servicestationen (in Verbindung mit 
den Mobilitätsstationen, s.u.).
Interne Vernetzung und Durchwegung 
Auch die Vernetzung der einzelnen Quar -
tiere untereinander ist in der Weststadt von 
besonderer Bedeutung. Hierzu gilt es ins -
besondere die Durchwegung der großen 
Baublockstrukturen für Zufußgehende und 
Radfahrende, so weit wie möglich zu verbes-
sern. Dabei sollen attraktive Wege mit einer 
hohen Aufenthaltsqualität entstehen.
Die Weststadt ist durch die Barrierewirkung 
der Bahntrasse in einen nördlichen und einen 
südlichen Abschnitt unterteilt. Diese Tren -
nung soll zukünftig im Zuge der Transforma-
tion so weit wie möglich durch die Schaffung 
neuer Querungsmöglichkeiten für den Fuß- 
und Radverkehr (Unterführungen oder Brü-
cken, z.B. zwischen Max Becker-Areal und 
Ehrenveedel) überwunden werden.
Mobilitätsstationen
Eine wichtige Voraussetzung für eine Ver -
änderung des Verkehrsverhaltens zuguns -
ten des Umweltverbundes stellt sowohl eine 
flexible Verfügbarkeit verschiedener Mobili-
tätsangebote als auch eine einfache und in -
tuitive Nutzung der bewährten und neuen 
Angebote dar. Der Umstieg auf den Umwelt-
verbund soll daher durch Mobilstationen 
unterstützt werden, die den Bewohner*in -
nen und den Besucher*innen der Weststadt 
66
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 67
Zielbild
3.1.3 Bewegungsraum

Durchgängige und 
sichere Fahrrad -
wege
Optimierung der 
ÖPNV-Anbindung
Mobilitätsstationen (Abstell-
möglichkeiten Ladestationen, 
Fahrradservice, Leihsysteme,  
Paketstation, Umstieg ÖPNV)
Klimagerechte  
Ergänzung der  
Straßenbegrünung
Attraktivierung der 
Gehwege und EG-
Zonen
Unzureichende 
Fahrradinfrastruktur
Dominanz des (fließenden und 
ruhenden) motorisierten  
Verkehrs Neuordnung der 
unterirdischen Infra -
struktur
Zugang zu einem breiten Angebot an Ver -
kehrsmitteln verschaffen, auch ohne sie be -
sitzen zu müssen. Somit wird ein gerechter 
Zugang zu Mobilität gewährleistet. 
Die Angebote der sowohl zentral (an den 
Haltestellen) als auch dezentral (innerhalb 
der Quartiere) platzierten Mobilitätsstatio -
nen sind für alle Lebenslagen sowie für un -
terschiedliche Wegeziele und -zwecke aus -
zurichten. Sie müssen für alle Nutzer*innen 
in der Weststadt so gut wie möglich sichtbar 
sein und eine optimale Transparenz der An -
gebote gewährleisten. 
Stellplätze stapeln
Die großzügigen Stellplatzflächen in der 
Weststadt sollen auf ein notwendiges 
Minimum reduziert werden. Insbesonde -
re in den Transformationsgebieten sollen 
an den Eingängen Sammelanlagen in Form 
von Garagen oder Parkhäusern entstehen, 
so dass innerhalb der Quartiere selbst wei -
testgehend auf Stellplätze im öffentlichen 
Raum verzichtet werden kann. Das Flächen-
potenzial der Parkangebote, die nicht 24/7 
Stunden ausgelastet sind, soll zudem durch 
eine Verbesserung der Bewirtschaftung op -
timiert werden.
Verbesserung der ÖPNV-Anbindung
Eine wichtige Voraussetzung für einen Um -
stieg vom Auto auf den Umweltverbund bil -
det ein attraktives ÖPNV-Angebot. Die öf -
fentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn 
bilden das Grundgerüst einer nachhaltigen 
Mobilität, das für alle Bevölkerungsgruppen 
im Gebiet nutzbar ist. Wenn diese eine hohe 
Angebotsqualität haben, sind sie auch als Al-
ternative zur Autonutzung attraktiv. 
Der aktuell noch geringe Wegeanteil des 
ÖPNV im Inneren der Weststadt soll durch 
eine Verbesserung der Angebotsqualität 
deutlich erhöht werden. Das Busnetz sollte - 
in Verbindung mit den geplanten Mobilitäts-
stationen - für die gesamte Weststadt neu 
konzipiert und überdacht werden (z.B. Tak -
tung, Haltestellen). Für die bislang schlecht 
erschlossenen Bereiche der Weststadt (z.B. 
Max Becker-Areal, Oskar-Jäger-Straße) sind 
zudem im Zuge der Transformation neue at-
traktive ÖPNV-Angebote zu schaffen.
Betriebliches Mobilitätsmanagement
Zur Entlastung des Straßennetzes in der 
Weststadt sollen die Unternehmen in der 
Weststadt zu einem betrieblichen Mobili -
tätsmanagement bewegt werden, um den 
von ihnen verursachten Verkehr zu steuern. 
Unter Einbeziehung verfügbarer Angebote 
und Verkehrsmittel sollen die Unternehmen 
- in Kooperation mit KVB und VRS - Lösun -
gen für die eigene Mobilitätsnachfrage iden-
tifizieren und entwickeln. Denkbare Maßnah-
men sind beispielsweise die Einführung von 
günstigen Zeitfahrausweisen (Jobtickets) bei 
gleichzeitiger kostenpflichtiger Bewirtschaf-
tung firmeneigener Stellplätze oder die At -
traktivierung der Fahrradnutzung (Stellplatz-
angebote, Diensträder, Duschen etc.).
Mangelnde  
Aufenthaltsqualität  
und Durchwegung 
für Fußgänger
flächenintensive 
Parkplatzflächen
Lärmbelästigung 
durch LKW
Stapelung von  
Stellplätzen
Status Quo: Zielzustand:
Sicherung der 
Erreichbarkeit durch 
den Industrie- und 
Logistikverkehr 
auf ausgewählten 
Routen
68
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 69
Zielbild
119 120

Themenkarte 3: Bewegungsraum
Bestand
Raumrelevante Zielsetzungen
Siedlungsflächen
Bahntrasse
S-Bahn Haltestelle (Einzugsgebiet 800 Meter)
Stadtbahn Haltestelle (Einzugsgebiet 400 Meter)
Bestehende Querungen (Brücken, Unterführungen)
neue Brücken bzw. Unterführungen
bestehende Fahrradwege
Straßen
Grün- und Freiflächen
Kleingartenanlagen
Bushaltestellen
neue Fuß- und Fahrradwege als Freizeitrouten im Grünen
Hauptverkehrsachsen im Gebiet
Schaffung kleiner, dezentraler Mobilstationen im Quartier
Mobilstation L 
(S-Bahn, Fahrradstellplätze, Bus, U-Bahn, Car-Sharing, Taxi)
Mobilstation M 
(Fahrradstellplätze, Bus, U-Bahn, Car-Sharing, Taxi)
Mobilstation XL 
(DB, S-Bahn, Fahrradstellplätze, Bus, U-Bahn, Car-Sharing, 
Taxi)
Betriebliches Mobilitätsmanagement in Unternehmen för-
dern (Jobtickets, Sharing, Abstellanlagen, Duschen etc.)
Verbesserung der Durchwegung für den Fuß- und Radver-
kehr
„Feierabend-Parken (Parkflächen rund um die Uhr nutzbar 
machen z.B. für Einzelhandel/Anwohner/Nachtleben) 
Parkflächen stapeln (z.B. Quartiersgaragen) 
Klüttenbahn langfristig als Verkehrsinfrastruktur mitdenken 
(z.B. Stadtbahnbetrieb, City-Logistik oder Radschnellweg)
Bedarfsgerechter Ausbau der ÖPNV-Abindungen
Erhöhung der Bustaktung
Taxi
Ausweitung der Car-Sharing Angebote
Schaffung attraktiver Fahrradabstellplätze
Mikrologistikstandorte (z.B. Lastenräder, Paketstationen)
Verbesserung bestehender und Schaffung neuer Fahrradwege
TAXI
24/7
übergeordnete Grünverbindungen
71
Zielbild70
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt
121

3.2  Zielbild
+ + =
Themenkarte 1
Wohn- & 
Arbeitswelt
Themenkarte 2
Grünes 
Netzwerk
Themenkarte 3
Bewegungsraum
Zielbild für die 
Weststadt
Um die Weststadt fit für die Zukunft zu ma -
chen, gilt es, die zuvor betrachteten Ziel- 
ebenen der Wohn- und Arbeitswelten, des 
grünen Netzwerkes und des Bewegungs -
raumes miteinander zu vernetzen und ihre 
Wechselwirkungen positiv zu nutzen. 
Zur Erstellung des integralen Zielbildes für 
die Kölner Weststadt wurden die Kernaus -
sagen der drei Ebenen in einer generalisier -
ten Karte überlagert (siehe Abbildung S.73). 
Hierzu wurden einige Detailaussagen der 
Themenkarten zusammengefasst, abstra -
hiert oder ausgeblendet.
Die Zielbildkarte (Seite 74) stellt die raum -
bezogenen Ziele für den Betrachtungsraum 
der Weststadt dar, die in einem breiten Be -
teiligungsprozess mit Vertreter*innen der 
Verwaltung, der Politik und der Zivilgesell -
schaft abgestimmt wurden.Das Zielbild für 
die Kölner Weststadt dient als Grundlage 
für die Fortschreibung der Rahmenplanung, 
deren zentrale Aufgabe es sein wird, funk -
tionierende Konzepte und Lösungswege zu 
entwickeln, um den Herausforderungen der 
Zukunft und den im Zielbild gesetzten Zielen 
gerecht zu werden und diese schrittweise zu 
konkretisieren.
Für eine erfolgreiche Umsetzung der im Ziel-
bild verankerten Ziele bedarf es innovativer 
Lösungen für bauliche Dichten und für neue 
funktionale Mischungen, für zukunftsfähige 
und multimodale Mobilitätsangebote sowie 
für eine Ergänzung und eine klimagerechte 
Qualifizierung des vielerorts vernachlässig -
ten Grün- und Freiraumes in der Weststadt. 
Die bevorstehende (und teilweise bereits 
laufende) Transformation der Weststadt 
bietet ein Gelegenheitsfenster für eine viel -
fältige, gerechte und flexible Anpassung des 
Quartiers an die tiefgreifenden klimatischen, 
ökonomischen und gesellschaftlichen Her -
ausforderungen.
Entscheidend ist, dass sich die Menschen zu-
künftig in der Kölner Weststadt wohlfühlen 
und stets im Mittelpunkt aller Überlegungen 
stehen. Für die Umsetzung des Zielbildes 
braucht es eine Koordination zwischen den 
Akteuren sowie eine Lösung von Zielkonflik-
ten.
72
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 73
Zielbild
122 123 124 125

Zielbild für die Weststadt
Schaffung von wohnungsnahem und klimawandelgerech-
tem Grün im Zuge der Gebietsentwicklung (Rückzugsorte 
z.B. pocket parks, Dachgärten, Spielplätze)
Bereitstellung nicht kommerzieller (Frei)räume, in denen 
kreative Konzepte erprobt und gelebt werden können (Zwi-
schennutzungen, Märkte, Labore)
Sicherung und Stärkung der (Club-)Kultur
Erhalt und Erweiterung des Angebots zur beruflichen Bildung
Weiterentwicklung der Kreativwirtschaft im Quartier
multifunktionale Nutzung von Freiflächen (z.B. Wochen-/
Flohmarkt, Veranstaltungen, Park&Ride, Sport und Bewegung, 
Notrückhaltefläche etc.)
Schaffung von zentralen und (kleinen) dezentralen Mobil-
stationen (ÖPNV, Radabstellplätze, Sharing-Angebote, Mikro-
logistik, Fahrradservice, Quartiersgarage etc.)
Bedarfsgerechter Ausbau der ÖPNV-Abindungen im Zuge 
der Gebietsentwicklung
Neue lineare Grünverbindungen für den Fuß- und Radverkehr 
(Verbindung vorhandener Grünstrukturen)
Erhalt und Aufwertung der Grünflächen in bestehenden 
Wohnquartieren
Sicherung von Standorten für urbanes Gärtnern
Pflege, Aufwertung und mikroklimatische Optimierung be-
stehender Grünflächen und -strukturen
Verbesserung des Mikroklimas und der Resilienz gegen-
über Hitze und Starkregen durch klimagerechte Gebäude-/
Freiraumgestaltung auf Gewerbeflächen (z.B. Entsiegelung, 
Fassden- und intensive Dachbegrünung, Verschattung, Albe-
do, Verdunstung, Versickerung, Regenwasserrückhaltung etc.) 
Transformation von Gewerbestandorten in urbane Misch-
quartiere (ausgeglichenes Verhältnis von bezahlbarem Woh-
nen und nicht störendem Gewerbe inkl. Nahversorgung)
Sicherung und Entwicklung von Gewerbestandorten für 
Produktion, Lagerung, Transport und Logistik
Qualitative und flächeneffiziente Gewerbeentwicklung
(städtebauliche Aufwertung z.B. durch Nachverdichtung und 
Stapelung)
„Serviceallee“ Widdersdorfer Straße (Sicherung und städte-
bauliche Aufwertung von Flächen für kundenorientierte 
Dienstleistungen und Handel)
Schaffung neuer Quartierszentren zur Verbesserung der 
Nahversorgung
Sicherung und Entwicklung von Gewerbestandorten für 
Kleingewerbe, Dienstleistungen, Forschung und Handel
Erhalt und Stärkung von Gebieten mit vorwiegender 
Mischnutzung 
Erhalt und Stärkung von Gebieten mit vorwiegender 
Wohnnutzung
Bedarfsgerechter Ausbau der Jugend- und Bildungsinfra-
struktur i.V.m. neuen Wohnflächen (Schulen, Kitas, sonstige 
Jugendangebote)
Verbesserung der Durchwegung für den Fuß- und Radverkehr
Neue Querungsmöglichkeiten (Brücken oder Unterführungen)
MIX
Gerechte Neuaufteilung und Umgestaltung des Straßen-
raumes zugunsten des Fuß- und Radverkehrs und klima-
wandelgerechte Optimierung der Straßenbegrünung (z.B. 
Pflanzbeete, Versickerungsmulden, Baumrigolen) 
Klüttenbahn langfristig mitdenken (z.B. Verbreiterung Grünzug, 
Stadtbahnbetrieb, City-Logistik oder Radschnellweg)
Einbindung identitätsstiftender Gebäude der lokalen Indus-
triegeschichte
Erhalt und Ausbau des vorhandenen Schulangebotes im 
Quartier
H
126

Die im Zielbild für die Kölner 
Weststadt dargestellten Ziele 
wurden auf drei repräsentative 
Fokusräume übertragen und in 
Form von Handlungsempfehlun-
gen konkretisiert. Die drei Gebie-
te wurden jeweils als ein Beispiel 
für ein zukünftiges Mischgebiet, 
ein Gewerbegebiet und eine 
Grünfläche ausgewählt. 
4. FOKUSRÄUME
76 77
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Fokusräume
127

Der Fokusraum befindet sich nördlich der 
Widdersdorfer Straße 194 in Ehrenfeld und 
soll zu einem neuen gemischten Stadtquar -
tier entwickelt werden. Derzeit wird das Ge -
lände noch von dem Rohstoffverwertungs -
unternehmen Max Becker genutzt. Das 
Unternehmen verlässt 2022 seinen bisheri -
gen Firmensitz an der Widdersdorfer Straße 
und verlagert seinen Standort in den Niehler 
Hafen. Dadurch ergibt sich die Chance, das 
(bisher für die Öffentlichkeit unzugängliche) 
Grundstück in die Weststadt zu integrieren.
4.1  Fokusraum I: Mischgebiet
Beispiel: westliches Gaswerkquartier 
   (Max Becker-Areal)
78 79
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Fokusräume
128 
129 
131 
133 
130 
132 
134

Entwicklung eines zukunftsfähigen, vielseitigen und 
lebenswerten Quartiers für alle!
Ziel 1 Handlungsempfehlungen
  „Ehrenfelder Mischung” fördern!
Bei der Entwicklung des Areals ist die so ge -
nannte „Ehrenfelder Mischung” anzustreben: 
Wohnen, Arbeiten, Gewerbe, Bildung, Ver -
sorgung, Freizeit, Grün, Kultur und Raum für 
Soziales und für Freiheiten. Hier gilt es, hohe 
Defizite auch im z.T. monostrukturellen Um-
feld auszugleichen, um ein lebenswertes und 
funktionierendes Viertel zu schaffen. Das 
beinhaltet neben Wohnen auch eine ausge-
wogene und angemessene Ansiedlung von 
mittelständigem Handwerk, Kleingewerbe, 
Handel und Kultureinrichtungen (insb. in be-
zahlbaren, kleinteiligen EG-Zonen).
  Differenzierte Wohnangebote   
  bereitstellen!
Innerhalb der Baufelder sollte zur Vermei -
dung von Segregation eine Durchmischung 
von gefördertem, preisgedämpftem und 
gehobenen Wohnen angestrebt werden. 
Es bedarf an differenzierten Angeboten 
in bezahlbarer Qualität für Familien, Sing -
les, Menschen mit besonderen Bedürfnis -
sen, Mehrgenerationenwohnen, betreutes 
Wohnen, preisgebundene Sozialwohnun -
gen sowie Raum für genossenschaftlichem 
Wohnungsbau und (selbstorganisierte) Bau-
gruppen. Die geförderten Wohnungen müs-
sen auf dem gesamten Areal gleichmäßig 
verteilt werden.
        Jugend- und Bildungsinfrastruktur  
  ausbauen!
Es sind im Quartier bedarfsgerecht Kinder -
tageseinrichtungen, Schulen, Spielplätze und 
Jugendangebote bereitzustellen. Des Weite-
ren ist eine Öffnung des öffentlichen Raums 
für Sport und Bewegung vorzusehen. Auf 
Basis der aktuell vom Vorhabenträger für das 
Areal vorgesehenen Wohnbevölkerungs -
zahl wäre beispielweise mit einem Bedarf an 
fünf Kindertagesstätten, einer Jugendein -
richtung und einer bis zu fünfzügigen Grund-
schule zu rechnen. Darüber hinaus ist ein Be-
darf an zwei Quadratmetern Spielplatzfläche 
pro Bewohner*in (unabhängig vom Alter) im 
Quartier zu decken. Die Jugend- und Bil -
dungsinfrastruktur kann auch in Kombination 
mit anderen Nutzungen (z.B. Wohnen Büros, 
Einzelhandel) gedacht werden.
  Industriekultur einbinden!
Die zwei denkmalgeschützten Villen  (132) 
(inkl. deren umgebenden Freiflächen und 
Baumbestände) sind zwingend zu erhalten 
und genießen zudem einen denkmalschutz-
rechtlichen Umgebungsschutz. Auch die 
übrige Bausubstanz der Industriekultur (die 
Einfriedungsmauer, der Gasbehälter (130) und 
das Uhrenhaus (133)) sollte - vorbehaltlich der 
Einschätzung der Denkmalbehörden - bei 
der Quartiersentwicklung möglichst iden -
titätsstiftend erhalten und gegebenenfalls 
umgenutzt werden.
  Nahversorgung sichern!
Im Rahmen der Planung ist ein zentraler 
Standorte für lokale Infrastrukturen zur Nah-
versorgung (Bäcker, Kiosk, Einzelhandel, 
Gastronomie etc.) vorzusehen.
  Lärmschutz gewährleisten!
Entlang der linearen Lärmquellen (Haupt -
straßen, Bahntrasse) sind lärmmindernde 
Maßnahmen (Städtebau, Nutzungsanord -
nung, Grün, technische Lösungen) erforder-
lich, um die Wohn- und Arbeitsstandorte vor 
Immissionen zu schützen.
80
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 81
Fokusräume
135

Erhöhung des Grünvolumens und Anpassung des 
Quartiers an die Folgen des Klimawandels!
Ziel 2 Handlungsempfehlungen
  Bestandsgrün erhalten und 
  optimieren!
Im Rahmen der Grün- und Freiflächenpla -
nung sollte eine weitestgehende Sicherung 
des erhaltenswerten Baumbestandes und 
der klimarelevanten Vegetationsflächen an-
gestrebt werden. Der Erhalt alter Gehölze 
hat Priorität gegenüber der Neupflanzung 
von Jungbäumen.
  Grün verbinden!
Der im Zielbild projektierte grüne Wegever -
bindung vom Bahn-Haltepunkt Müngers -
dorf über den ehemaligen Werksbahn-An -
schluss der Firma Thyssen Krupp-Schulte bis 
zur Oskar-Jäger-Straße und zur Vogelsanger 
Straße muss im Rahmen von vertiefenden 
Planungen gesichert und berücksichtigt 
werden. Zudem sollte die Anbindung des 
Max Becker-Areals an eine begrünte Durch-
wegung (Fuß- und Radverkehr) zur Alsdorfer 
Straße und darüber hinaus mitgedacht wer -
den.
  Grünflächen schaffen!
Die Schaffung ausreichender, hochwertiger 
und großzügiger öffentlicher Freiflächen 
und deren Vernetzung muss angesichts der 
schon heute bestehenden Defizite und aus 
Gründen der Grünversorgung der im Ge -
biet lebenden und arbeitenden Bevölkerung 
eine wesentliche Rolle beim Entwurfsprozess 
spielen. Das Kooperative Baulandmodell 
sieht die Schaffung von 10 qm öffentlicher 
oder öffentlich-nutzbarer Grünfläche pro 
Bewohner*in vor. Zusätzlich sollten jedoch 
auch für die gewerblichen Nutzungen, ins -
besondere bei einer hohen Arbeitsplatzdich-
te, ausreichend Freiräume als „Ruheoasen” 
abseits der Lärmquellen an den stark befah -
renen Straßen/Schienenwegen vorgesehen 
werden. Denkbar sind auch intensive Dach -
gärten, die als zusätzlicher Sport-, Aufent -
halts- oder Rückhalteraum genutzt werden 
können. Auch die Freiflächen der erforderli -
chen Schulen und Kindergärten sollten mög-
lichst entsiegelt, naturnah und im besten Fall 
mit Schulgarten geplant werden.
  Frühzeitig an Klimafolgen 
  anpassen!
Es sind (möglichst multifunktionale) frei -
raumplanerische und architektonische Stra-
tegien und Konzepte zu entwickeln, um den 
Klimaschutz zu unterstützen (Klimaneutrali-
tät) und die negativen Auswirkungen des Kli-
mawandels (Hitze, Starkregen, Trockenheit 
etc.) zu vermindern. Hierzu sind zunächst 
Maßnahmen erforderlich, die auf eine Re -
duzierung des CO2-Ausstoßes ausgerichtet 
sind (Einsatz von erneuerbaren Energien, z.B. 
Photovoltaikanlagen). Daneben bedarf es 
Maßnahmen, die sowohl einer thermischen 
Aufheizung entgegenwirken (z.B. helle Ober-
flächen, Entsiegelung, Fassadenbegrünung, 
intensive Dachbegrünung, Verschattung, 
Verdunstung) als auch auf die Versickerung, 
Ableitung, Rückhaltung und Wiederverwen-
dung von Regenwasser abzielen (z.B. Notab-
flusswege, Mulden, Zisternen, Retentionsflä-
chen oder Retentionsgründächer).
  Straßengrün aufwerten und 
  ergänzen!
Die zum Teil lückenhafte Straßenbegrünung 
am Maarweg und entlang der Widdersdor -
fer Straße soll ergänzt und klimawandelge -
recht optimiert werden. Es gilt die vorhande-
nen Baumstandorte zu verbessern und - wo 
möglich - zusätzliche Begrünungselemente 
wie Pflanzbeete, Versickerungsmulden oder 
Baumrigolen zu ergänzen.
82
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 83
Fokusräume
136

ÖPNV Anschluss schaffen!
Im Zuge der Quartiersentwicklung muss ein 
neuer ÖPNV-Anschluss geschaffen werden, 
um das Areal an die angrenzenden Quartie -
re anzubinden. Die Standorte der Haltestel -
len sollten sich in fußläufiger Nähe des zu 
planenden Schulstandortes befinden. Der 
ÖPNV-Ausbau darf nicht zulasten des Fuß- 
und Radverkehrs geplant werden. 
  
  Umstieg ermöglichen!
Es sind zentrale (an den ÖPNV-Haltepunk -
ten) und dezentrale Mobilstationen im Quar-
tier vorzusehen, die als Schnittstelle zwi -
schen den Verkehrsträgern dienen und den 
Nutzer*innen einen bequemen Umstieg vom 
Öffentlichen Nahverkehr auf Car-Sharing, 
Lastenfahrräder, (Leih)Fahrräder oder –roller 
etc. ermöglichen. Die Fahrradabstellplätze 
müssen attraktiv, sicher und gut erreichbar 
geplant werden.
  Straßenraum neu gestalten und   
  verteilen!
Die derzeit durch den (ruhenden und fließen-
den) PKW und LKW-Verkehr dominierten 
Straßenräume am Maarweg und an der Wid-
dersdorfer Straße sind gerechter zugunsten 
anderer Raumnutzungen (Grün, Fuß- und 
Radverkehr, Aufenthalt, Einzelhandel und 
Gastronomie) aufzuteilen.
  
  Durchquerungen ermöglichen!
Es müssen barrierefreie Zugänge in das Quar-
tier für den Fuß- und Radverkehr sichergestellt 
werden. Dies gilt sowohl für die Hauptstraßen 
sowie vom Max Becker-Areal zum alten Gas-
werkgelände bzw. über das Kontrastwerk-Ge-
lände bis zur Oskar-Jäger-Straße (Vulkan) und 
weiter zum Ehrenfelder Stadtteilzentrum.
  In übergeordnetes Fuß- und 
  Radwegenetz integrieren!
Das Max Becker-Areal ist über den nördli -
chen gelegenen Bahnweg und nach Süden 
über die Grünverbindung in Richtung Als -
dorfer Straße/Low Line in das im Zielbild vor-
gesehene übergeordnete Fuß- und Radwe -
genetz einzubinden.
  Anbindung an Ehrenveedel 
  gewährleisten!
Um das Areal für den Fuß- und Radver -
kehr besser an das nördliche “Ehrenveedel” 
(ehem. Güterbahnhofsgelände) und an das 
Zentrum Ehrenfelds anzubinden, sollte die 
Möglichkeit eine Unterführung der Bahn -
trasse geprüft und gegebenenfalls die An -
bindung über bestehende Unterführungen 
verbessert werden.
  Attraktive öffentliche Räume 
  schaffen!
Es sind anregende, barrierefreie öffentliche 
Wege, Plätze und Freiflächen mit einer ho -
hen Aufenthaltsqualität für Anwohner*innen, 
Beschäftigte und Besucher*innen mit viel -
seitigen Interaktions- und Nutzungsmög -
lichkeiten für alle Generationen zu schaffen.
  Parkplätze stapeln!
Angesichts der Lagequalitäten des Areals 
sollte eine vergleichsweise geringe Anzahl 
an öffentlichen Stellplätzen (nur Ladezonen/
Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Per-
sonen) geschaffen werden. Durch den Bau 
von (24/7 nutzbaren) Quartiersgaragen soll 
die Gestaltung des öffentlichen Raums und 
die Flächenausnutzung verbessert werden. 
Schaffung der Voraussetzungen für eine 
klimaschonende Mobilitätswende in der Weststadt!
Ziel 3 Handlungsempfehlungen
84 85
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt Hintergrund
137

4.2  Fokusraum II: Gewerbegebiet
Beispiel: Maarhöfe
Das Gebiet befindet sich südlich der Bahn -
linie Köln-Aachen und grenzt im Westen an 
den S-Bahn-Haltepunkt Köln-Müngersdorf. 
Im Osten grenzt es am Maarweg unmittelbar 
an das Max Becker-Areal. Die Grundstücke 
werden aktuell durch unterschiedliche kleine 
und mittlere Gewerbe- und Dienstleistungs-
betriebe (u.a. Auto-, Gas- und Baustoffhan -
del) genutzt  (139-141). Im westlichen Abschnitt 
entsteht derzeit das „Kreativquartier Luisen-
viertel“ (142) mit einer Veranstaltungshalle für 
Tanz- und Konzertveranstaltungen.
87
Fokusräume86
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt
138 
139 140 
141 142 
143

Gewerbestandort sichern und 
  entwickeln!
Der vorhandene Gewerbestandort muss ge-
sichert und gestärkt werden. Angesichts der 
angrenzenden (vorhandenen und geplanten) 
Misch- und Wohnnutzungen sollte der Fo -
kus dabei langfristig insbesondere auf nicht 
störendes Gewerbe, auf Dienstleistungen 
und auf Unternehmen und Start-Ups aus der 
Kreativwirtschaft gelegt werden.
  
  Städtebauliche Aufwertung der 
  Gewerbeflächen!
Angesichts der derzeit geringen baulichen 
Höhen, der ebenerdigen und flächigen 
Stellplatzanlagen sowie der teilweisen min -
der- oder ungenutzten Flächen auf dem 
Areal sollte das Ziel verfolgt werden, lang -
fristig durch die Stapelung von Gewerbe und 
Dienstleistungen, die vorhandenen Flächen 
effizienter zu nutzen und städtebaulich zu 
qualifizieren. 
  Adressen zur Grünverbindung 
  bilden!
Durch eine Erhöhung der stadträumlichen 
Qualität insbesondere am nördlichen und 
westlichen Rand des Areals soll zur Bildung 
einer Adresse des Standortes entlang des 
Bahnweges und des Klüttenkorridors beige-
tragen werden.
  
  Räume für die Kreativwirtschaft  
  schaffen!
Das Areal bietet Raum für Kreative, die Ni -
schen im Stadtgefüge suchen. Bereits heute 
sind erste Kerne der Kreativwirtschaft vor -
handen. Die Transformation des Quartieres 
kann die weitere kreativwirtschaftliche Ent -
wicklung der Weststadt voranbringen.
  Lärmschutz gewährleisten!
Entlang der linearen Lärmquellen (Haupt -
straßen, Bahntrasse) sind lärmmindernde 
Maßnahmen (Städtebau, Nutzungsanord -
nung, technische Lösungen) erforderlich, 
um die Wohn- und Arbeitsstandorte vor Im-
missionen zu schützen. Gleichzeitig sind die 
Lärmbeeinträchtigungen der Wohngebäude 
durch das Areal selbst zu minimieren.
  Nicht-kommerzielle Flächen 
  sichern!
Es sind nicht-kommerzielle Freiräume oder 
Baustrukturen zu sichern oder bereitzustel -
len, in denen (temporär) kreative Konzepte 
erprobt und gelebt werden können.
  Örtliche Clubkultur erhalten und  
  entwickeln!
Angesichts der gewerblichen Nutzung (ge -
ringe Nutzungskonflikte) und der Erreich -
barkeit, sollten im Gebiet nicht nur die in der 
Entstehung befindlichen Standorte der Köl-
ner Clubkultur (Luisenviertel) gesichert wer-
den, sondern auch die Möglichkeit der Ent -
wicklung neuer Clubs eröffnet werden.
Entwicklung eines zukunftsfähigen, vielseitigen und 
lebenswerten Quartiers für alle!
Ziel 1 Handlungsempfehlungen
88
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 89
Fokusräume
144

Erhöhung des Grünvolumens und Anpassung des 
Quartiers an die Folgen des Klimawandels!
Ziel 2 Handlungsempfehlungen
  Bestandsgrün erhalten und 
  optimieren!
Im Rahmen der Grün- und Freiflächenpla -
nung sollte eine weitestgehende Sicherung 
des erhaltenswerten Baumbestandes und 
der klimarelevanten Grünflächen insb. nörd-
lich des Luisenviertels angestrebt werden. 
Der Erhalt alter Gehölze hat dabei Priorität 
gegenüber der Neupflanzung von Jungbäu-
men.
  
  Grünverbindung sicherstellen   
  (Bahnweg/Klüttenkorridor)!
Die im Zielbild projektierte Grünverbindung 
vom Bahn-Haltepunkt Müngersdorf über 
den ehemaligen Werksbahn-Anschluss der 
Firma Thyssenkrupp Schulte bis zur Oskar-
Jäger-Straße und zur Vogelsanger Straße 
muss gesichert und berücksichtigt werden. 
Zudem sollte im Sinne des Zielbildes der 
Weststadt die Anbindung des Areals an die 
Grünverbindung entlang der Klüttenbahn 
gewährleistet werden.
  Dezentrales Grünangebot im 
  Gewerbegebiet erhöhen!
Die Schaffung ausreichender und hoch -
wertiger neuer Frei- und Erholungsflächen 
(Pocket parks, Dachgärten etc.) und deren 
Vernetzung muss aus Gründen der Grünver-
sorgung der im Gebiet lebenden und arbei -
tenden Bevölkerung spielen. 
  
  Maßnahmen zur Klimaanpassung  
  im Freiraum und an Gebäuden 
  umsetzen!
Es sind (möglichst multifunktionale) freiraum-
planerische und architektonische Strategien 
und Konzepte zu entwickeln, um den Klima-
schutz zu unterstützen (Klimaneutralität) 
und die negativen Auswirkungen des Klima-
wandels (Hitze, Starkregen, Trockenheit etc.) 
zu vermindern. Hierzu sind zunächst Maß -
nahmen erforderlich, die auf eine Reduzie -
rung des CO2-Ausstoßes ausgerichtet sind 
(Einsatz von erneuerbaren Energien, z.B. 
Photovoltaikanlagen). Daneben bedarf es 
Maßnahmen, die sowohl einer thermischen 
Aufheizung entgegenwirken (z.B. helle Ober-
flächen, Entsiegelung, Fassadenbegrünung, 
intensive Dachbegrünung, Verschattung, 
Verdunstung) als auch auf die Versickerung, 
Ableitung, Rückhaltung und Wiederverwen-
dung von Regenwasser abzielen (z.B. Notab-
flusswege, Mulden, Zisternen, Retentionsflä-
chen oder -gründächer).
  Straßengrün aufwerten und 
  ergänzen!
Die zum Teil lückenhafte Straßenbegrünung 
am Maarweg und entlang der Widdersdor -
fer Straße soll ergänzt und klimawandelge -
recht optimiert werden. Es gilt die vorhande-
nen Baumstandorte zu verbessern und - wo 
möglich - zusätzliche Begrünungselemente 
wie Pflanzbeete, Versickerungsmulden oder 
Baumrigolen zu ergänzen.
  Grünflächen vielfach nutzen!
Die bestehenden und die neu zu schaffenden 
Grün- und Freiräume sollen möglichst für 
eine multifunktionale Nutzung (z.B. Sport- 
und Spiel; urbanes Gärtnern; Erhöhung der 
Biodiversität) ertüchtigt werden.
90
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 91
Fokusräume
145

Schaffung der Voraussetzungen für eine 
klimaschonende Mobilitätswende in der Weststadt!
Ziel 3 Handlungsempfehlungen
  Erreichbarkeit mit dem ÖPNV 
  verbessern!
Die Erreichbarkeit des Areals mit dem ÖPNV 
sollte insbesondere im östlichen Abschnitt 
verbessert werden. Hierzu zählt sowohl eine 
Optimierung der vorhandenen ÖPNV-An -
gebote entlang des Maarwegs und der Wid-
dersdorfer Straße (insb. Takterhöhung Bus) 
als auch die Schaffung neuer ÖPNV-Angebo-
te im Zusammenhang mit der Transformation 
des angrenzenden Max Becker-Areals.  
  
  Zentrale/dezentrale Mobilstationen 
  bereitstellen!
Es sind im Areal zentrale (an den ÖPNV-Hal-
tepunkten) und dezentrale Mobilstationen 
im Quartier vorzusehen, die als Schnittstelle 
zwischen den Verkehrsträgern dienen und 
den Nutzer*innen einen bequemen Umstieg 
vom öffentlichen Nahverkehr auf Car-Sha -
ring, Lastenfahrräder, (Leih)Fahrräder oder 
–roller etc. ermöglichen. 
  Betriebliches 
  Mobilitätsmanagement fördern!
Die ansässigen Unternehmen sollen animiert 
und dabei unterstützt werden, Maßnahmen 
zum betrieblichen Mobilitätsmanagement 
zu ergreifen, um den von ihnen verursachten 
Verkehr zu lenken und möglichst zu verrin -
gern (z.B. Infrastruktur, Diensträder, Zeitkar-
ten etc.).
 
  Durchquerung für den Fuß und   
  Radverkehr ermöglichen!
Es müssen öffentliche Zugänge in das Quar-
tier für den Fuß- und für den Radverkehr si -
chergestellt werden. Dies gilt sowohl für die 
Straßen sowie vom Klüttenkorridor und dem 
nördlich verlaufenden Bahnweg.
  Parkplätze stapeln!
Durch den Bau von (24 Stunden nutzbaren) 
Quartiers- bzw. Mitarbeiter*innengaragen 
soll die Gestaltung des öffentlichen Raums 
und die effiziente Flächenausnutzung im 
Areal verbessert werden.
  
  Straßenraum neu gestalten und 
  verteilen!
Die derzeit durch den (ruhenden und flie -
ßenden) PKW- und LKW-Verkehr dominier-
ten Straßenräume am Maarweg und an der 
Widdersdorfer Straße sind zugunsten ande -
rer Raumnutzungen (Grün, Fuß- und Rad -
verkehr, Aufenthalt, Einzelhandel und Gast -
ronomie) gerechter aufzuteilen.
  In übergeordnetes Fuß- und   
  Radwegenetz integrieren!
Das Areal ist über den nördlich gelegenen 
Bahnweg und im Osten über die grüne We -
geverbindung entlang der Klüttenbahn in 
das im Zielbild vorgesehene übergeordnete 
Fuß- und Radwegenetz einzubinden.
  Attraktive öffentliche Räume im  
  Gewerbegebiet schaffen!
Es sind anregende öffentliche Wege, Plätze 
und Freiflächen mit einer hohen Aufenthalts-
qualität für Beschäftigte und Besucher*innen 
mit vielseitigen Interaktions- und Nutzungs-
möglichkeiten zu schaffen.
  Querung der Klüttenbahn 
  gewährleisten!
Im Osten des Luisenviertels ist eine sichere 
Querung der Klüttenbahntrasse als Verbin -
dungsglied des Bahnweges zwischen der S-
Bahn-Haltestelle Müngersdorf und der Os -
kar-Jäger-Straße zu schaffen.
92
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 93
Fokusräume
146

4.3  Fokusraum III: Grünfläche 
Beispiel: Gleispark
Der Fokusraum umfasst die Bahnbrache 
im Bereich Gleisdreieck (148-150) , westlich des 
Maarweg und nördlich der Stolberger Straße 
und reicht bis zu dem Bauwagenplatz „Os -
terinsel“ (153,154)  nördlich der Alsdorfer Straße. 
Es bietet sich die Chance, die Brachfläche 
als zentrale öffentliche Grünfläche mit Auf -
enthalts- und Spielfunktion auszubauen und 
durch attraktive grüne Wegeverbindungen 
für den Fuß- und Radverkehr entlang der 
(ehemaligen) Schienentrassen (151) mit den 
angrenzenden Quartieren zu vernetzen.
95
Fokusräume94
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt
147 
148 149 
150 151 
152 153

Entwicklung eines zukunftsfähigen, vielseitigen und 
lebenswerten Quartiers für alle!
Ziel 1
  Gewerbestandort sichern und 
  entwickeln!
Der vorhandene Gewerbestandort soll gesi -
chert und gestärkt werden. Der Fokus sollte 
dabei entsprechend dem Zielbild langfristig 
insbesondere auf nicht störendes Gewerbe, 
auf Dienstleistungen und Handel sowie auf 
Unternehmen aus der Kreativwirtschaft ge -
legt werden.
  
  Städtebauliche Aufwertung der 
  Gewerbeflächen!
Angesichts der derzeit geringen baulichen 
Höhen, der ebenerdigen und flächigen 
Stellplatzanlagen sowie der teilweise min -
der- oder ungenutzten Flächen nördlich des 
Gleisdreiecks sollte das Ziel verfolgt werden, 
langfristig durch die Stapelung von Gewerbe, 
Handel und Dienstleistungen die vorhande -
nen Flächen effizienter zu nutzen und städ -
tebaulich zu qualifizieren.
  Angebote für nicht kommerzielle  
  Zwischennutzungen erproben!
Es sind im Rahmen der Entwicklung auch 
nicht-kommerzielle Freiräume oder Bau -
strukturen bereitzustellen, in denen (tem -
porär) kreative Konzepte erprobt und gelebt 
werden können.
  Adressen zur Grünverbindung 
  bilden!
Durch eine Erhöhung der stadträumlichen 
Qualität an den Rändern der Grünfläche soll 
zur Bildung einer Adresse des Standortes 
entlang der Grünverbindung zwischen Gleis-
dreieck und Low Line beigetragen werden.
Handlungsempfehlungen
96
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 97
Fokusräume
154

Erhöhung des Grünvolumens und Anpassung des 
Quartiers an die Folgen des Klimawandels!
Ziel 2
  Bestandsgrün erhalten und 
  optimieren!
Im Rahmen der Grün- und Freiflächenpla -
nung sollte eine weitestgehende Sicherung 
des erhaltenswerten Baumbestandes und 
der klimarelevanten Grünflächen im Bereich 
des Gleisdreicks und der Osterinsel ange -
strebt werden. Der Erhalt alter Gehölze hat 
dabei Priorität gegenüber der Neupflanzung 
von Jungbäumen.
  Erweiterung der Grünflächen   
  („Gleispark“)!
Zur Deckung der aktuell erheblichen Grün -
defizite in der Weststadt soll im Bereich des 
Gleisdreiecks an zentraler Stelle (im Wege -
netz der Grünverbindungen zwischen Eh -
renfeld bzw. Bickendorf und Braunsfeld) eine 
öffentliche Grünfläche entwickelt werden, 
die als attraktiver Aufenthaltsort für die im 
Gebiet lebende und arbeitende Bevölkerung 
dient. Hierfür wird z.T. ein Grundstückser -
werb durch die öffentliche Hand notwendig.
  
  Grünverbindung sicherstellen   
  (Bahnweg/Klüttenkorridor)!
Die im Zielbild projektierte Grünverbindung 
vom Gleisdreieck in Richtung Osterinsel 
und im weiteren Verlauf zum Grünen Weg 
sowie auch die Verbindung in Richtung des 
Technologieparks müssen gesichert werden. 
Hierzu sind zum Teil Grundstückserwerbe 
bzw. die Sicherung von Wegerechten erfor -
derlich. Zudem sollte im Sinne des Zielbildes 
der Weststadt die Grünverbindung entlang 
der Klüttenbahn sichergestellt werden. Die
Funktion der Fuß- und Radwegeverbindung 
muss dabei im Vordergrund stehen.
  
  Dezentrales Grünangebot im 
  Gewerbegebiet erhöhen!
Zur Grünversorgung der im Gebiet arbeiten-
den Bevölkerung und zur Reduzierung der 
bestehenden Gründefizite sind in Ergänzung 
zu dem Gleispark kleinere lokale Frei- und 
Erholungsflächen (Pocket parks, Dachgärten 
etc.) zu schaffen. 
  
  Maßnahmen zur Klimaanpassung  
  im Freiraum und an Gebäuden 
  umsetzen!
Im Freiraum sowie auf den angrenzenden 
Gewerbeflächen sind Konzepte zu entwi -
ckeln, um den Klimaschutz zu unterstützen 
(Klimaneutralität) und die negativen Aus -
wirkungen des Klimawandels (Hitze, Starkre-
gen, Trockenheit etc.) zu vermindern. Hierzu 
sind zunächst Maßnahmen erforderlich, die 
auf eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes 
ausgerichtet sind (Einsatz von erneuerbaren 
Energien, z.B. Photovoltaikanlagen). Dane -
ben bedarf es Maßnahmen, die sowohl einer 
thermischen Aufheizung entgegenwirken 
(z.B. helle Oberflächen, Entsiegelung, Fassa-
denbegrünung, intensive Dachbegrünung, 
Verschattung, Verdunstung) als auch auf 
die Versickerung, Ableitung und Rückhal -
tung von Regenwasser abzielen (z.B. Notab-
flusswege, Mulden, Retentionsflächen oder 
-gründächer).
  Grünflächen vielfach nutzen!
Die bestehenden und die neu zu schaffenden 
Grün- und Freiräume sollen möglichst für 
eine multifunktionale Nutzung (z.B. Sport- 
und Spielflächen; urbanes Gärtnern; Erhö -
hung der Biodiversität) ertüchtigt werden.
Handlungsempfehlungen
98
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 99
Fokusräume
155

Schaffung der Voraussetzungen für eine 
klimaschonende Mobilitätswende in der Weststadt!
Ziel 3
  In übergeordnetes Fuß- und   
  Radwegenetz integrieren!
Die Grünflächen rund um das Gleisdreieck 
und weiter entlang der Low Line sind in das 
im Zielbild vorgesehene übergeordnete Fuß- 
und Radwegenetz einzubinden. Hierfür sind 
entsprechende Wegerechte zu sichern.
  Sichere Überquerung der 
  Straßen ermöglichen!
Im Bereich des Maarweges ist eine attrakti -
ve und sichere Querung des Grünzuges in 
Richtung der der Low Line für den Fuß- und 
Radverkehr zu schaffen. Gleiches gilt für die 
Anbindung in Richtung des Clarenbachplat-
zes im Süden.
  Zugänge ermöglichen!
Von den angrenzenden Gewerbegebieten 
und Straßen müssen öffentliche und gut 
sichtbare Zugänge zu den Grünflächen ge -
schaffen werden.
  Attraktive öffentliche Räume im  
  Gewerbegebiet schaffen!
Im Bereich der Gewerbeflächen sind anre -
gende öffentliche Wege, Plätze und Freiflä -
chen mit einer hohen Aufenthaltsqualität für 
Beschäftigte und Besucher*innen mit viel -
seitigen Interaktions- und Nutzungsmög -
lichkeiten zu schaffen.
  Querung der Klüttenbahn 
  gewährleisten!
Im Bereich der Klüttenbahntrasse ist eine 
sichere Querung als Verbindungsglied der 
übergeordneten Fuß- und Radwege zu 
schaffen.
  Erreichbarkeit mit dem ÖPNV 
  verbessern!
Die Erreichbarkeit des Gebietes mit dem 
ÖPNV soll verbessert werden. Hierzu zählt 
die Optimierung der vorhandenen ÖPNV-
Angebote entlang des Maarwegs, der Wid -
dersdorfer und der Stolberger Straße (insb. 
Takterhöhung Bus). 
Handlungsempfehlungen
100
Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 101
Fokusräume
156

Anlage 2 - Bericht UpLab

54424 Zeichen

Ergebnisbericht 
Online Umfrage 
Kölner Westen 
23. April bis 10. Mai 2021 
T eilnehmende 3.038

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
Inhaltsverzeichnis 
Inhaltsverzeichnis 
Einleitung Seite 3 
Demogra
fie Seite 4 
Teil Ei
ns: Heute 
• Was machst Du 
hauptsächlich in dem Gebiet? Seite 5 
• Wie bew
egst Du Dich für 
gewöhnlich im Gebiet fort? Seite 6 
• Wie wür
dest Du den Charakter 
des Gebietes beschreiben? Seite 7 
• Was gef
ällt Dir an dem Gebiet? 
Gibt es besondere Qualitäten 
oder einen Lieblingsort? 
Seite 8 
• Was ge
fällt Dir nicht an dem Gebiet? 
Gibt es besondere Probleme oder 
gibt es einen Ort den Du meidest? 
Seite 11 
Teil Zwei: Zukunft 
• Im Zielbildprozess soll identifiziert 
und abgestimmt werden, wie sich 
das Gebiet in Zukunft entwickeln soll. 
Welchen Thesen stimmst Du zu? 
Seite 13 
• Welche wei
teren Vorschläge 
oder Ideen hast Du für die zukünftige 
Entwicklung des Gebietes? 
Was wünschst Du Dir? 
Seite 14 
Teil Drei: Max Becker Areal 
• Worin sollte Deiner Meinung nach der 
Schwerpunkt der Nutzungen in dem 
zukünftigen Quartier auf dem Max Becker-Areal liegen? 
Seite 16 
• Welche
 Aspekte/Leitthemen fändest 
Du für das neue Quartier besonders spannend? 
Zusammenfassung 
Seite 17 
Seite 18 
2

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
Einleitung 
Einleitung 
Karte 1: Betrachtungsraum Zielbildprozess 
D
er Rat der Stadt Köln hat die 
Verwaltung mit Beschluss
(AN/0220/2020) vom 6. Feb -
ruar 2020 beauftragt, einen städte -
baulichen Wettbewerb für das Areal 
Widdersdorfer Straße/Maarweg/
Oskar-Jäger-Straße (Arbeitstitel
Max Becker-Areal) in Köln-Ehrenfeld 
durchzuführen, um die Entwicklung 
eines mischgenutzten Quartiers an -
zustoßen. Anlass war unter anderem 
die Verlagerung des Rohstoffver-
wertungsunternehmens Max Becker, 
das im Jahr 2022 seinen Firmensitz 
verlagern wird. Der Verfahrensab -
lauf sieht einen Zielbildprozess, mit 
anschließendem städtebaulichen
Wettbewerb und der Erstellung ei -
nes Bebauungsplans vor. Mit einer 
Öffentlichkeitsbeteiligung am Ziel-
bildprozess k nnen durch die Erfah -
rungen der Menschen, die im Gebiet 
leben und arbeiten, wichtige Infor-
mationen gewonnen werden. Zum 
anderen kann die Öffentlichkeit sich 
dazu äußern, was sie in ihrem Le -
bens- und Arbeitsumfeld beschäftigt. 
Mögliche Konflikte oder Problem-
stellungen aber auch Potentiale und 
Chancen können so in einer frühen 
Planungsphase ausgemacht werden. 
Dabei verschafft sich die Verwaltung 
zunächst einen Überblick über den 
gesamten Bereich (s.Karte 1), um an -
schließend Anforderungen an einzel-
 
 
 
 
ne  Entwicklungsbereiche,  wie  etwa 
dem Max Be
cker-Areal, aus dem Ge-
samtraum ableiten zu können. Zen -
trale Themen sind das Wohnen und 
Arbeiten der Zukunft, Mobilität und  
Umwelt.  
Historie 
Mit der Durc
hführung des Zielbild -
prozesses wurde im Januar 2021 
mit externer Unterstützung durch  
das Büro MUST Städtebau GmbH 
begonnen. Die erste Befragung im  
Rahmen des Zielbildprozess fand  
auf Grund der Corona-Pandemie 
rein online statt. Sie wurde zusam -
men mit dem Urban Participation  
Lab (UPLab) und dem Städtebaubü -
ro MUST umgesetzt. Eine Teilnahme 
war vom 23. April bis 10. Mai 2021 
möglich. Ziel war es, Hinweise, Ideen 
und Anregungen zum Plangebiet zu  
erfassen und mit in den Zielbildpro -
zess einfließen zu lassen. 
Online-Umfrage - UPLab 
Mit der Durchführung der Online-
Umfrage wurde das Urban Partici -
pation Lab (UPLab) beauftragt, um 
innovative, digitale Formate und Pro-
zesse der Bürger*innenbeteiligung
einfließen zu lassen. Aufgrund der 
Corona-Pandemie müssen resilien -
te und kontaktlose Formen der Be -
teiligung für die Befragung genutzt 
werden. Eine Umfrage mit mehr als 
3.000 Teilnehmenden lässt sich da -
her in vielen Phasen der Pandemie  
nicht mit herkömmlichen Methoden  
darstellen. Das Urban Participation 
Lab hat sich auf diese Art der Be -
fragung spezialisiert und nutzt für 
eine hohe und diverse Erreichbar -
keit, eine digitale und belastbare Me-
thode der Online-Partizipation. Die 
Grundlage für diese Herangehens -
weise bieten Methoden und An -
sätze der Wirtschaftswissenschaf -
ten, welche in vielen Projekten des 
UPLabs bereits erfolgreich  durchge-
führt wurden. Diese Methode wird 
im Folgenden als Geo-Targeting   
bezeichnet.  
Methodik Ausspielung 
Mittels Geo-Targeting (dt.: “Geo -
lokation“) können Nutzer*innen in  
klar definierten Gebieten gezielt  
angesprochen werden. Sie erhal -
ten zu Online-Suchen, auf Sozialen  
Netzwerken oder Nachrichtensei -
ten die Einladung zur Partizipation  
direkt auf ihren Computer oder ihr  
Smartphone.  Der  gesamte  Aus-
spielungsprozess  wird  durch  das  
Urban Participation Lab beglei -
tet und es werden laufend Opti -
mierungen vorgenommen, um die  
Interaktion und Teilnahme von  
vielen, online zu erreichenden Nut -
zer*innen zu gewährleisten. Damit  
werden nicht nur die engagierten,  
sondern auch weitere Nutzer*in -
nen angesprochen. Bei der Aus -
spielung via Geo-Targeting werden  
keine personenbezogenen Daten  
erhoben.  
Grundgesamtheit 
Da bei der durchgeführten Umfrage 
hauptsächlich die im Gebiet wohnen 
Bürger*innen erreicht wurden, spie -
geln die Ergebnisse der Umfrage die  
vorherrschende “Lockdown“ – Si -
tuation der Corona-Pandemie zum
Zeitpunkt der Ausspielung wider.
Insgesamt wurden bei den 3.038
vollständig ausgefüllten Fragebö -
gen zu 63% angegeben, im Gebiet
zu wohnen und lediglich bei 22%
vor Ort zu arbeiten. Das Spannungs -
 
 
 
 
 
 
feld zwischen Arbeiten und Wohnen 
konnte aufgrund der Gewichtung 
somit teilweise nur aus Perspektive 
der dort wohnenden Bürger*innen 
dargestellt werden. 
Methodik, Gestaltung und 
Auswertung Fragebogen 
Der Fragebogen wurde in Zusam -
menarbeit  mit  der  Stadt  Köln  und  
dem Stadtplanungsbüro MUST aus  
Köln gestaltet. Die Struktur orien -
tiert sich an folgendem Muster: 
•  Demografie
•  Teil 1 - Heute 
•  Teil 2 - Zukunft 
•  Teil 3 - Max Becker-Areal 
•  Weitere Kommunikation 
Der vorliegende Ergebnisbericht  
orientiert sich ebenfalls an dieser 
Struktur.  Bei  der  Fragebogenerstel -
lung wurde außerdem darauf geach-
tet, dass die Bürger*innen möglichst 
viel Freiraum haben, um ihre Ideen, 
Belange und Anmerkungen zum Ge -
biet frei zu äußern. Um dies zu ge -
währleisten, sind bei acht der zehn  
Fragen offene Antworten möglich. 
Zudem wurden drei gänzlich offene 
Fragen gestellt. Die Auswertung der 
Freifeld-Antworten erfolgte durch  
die Erstellung von Clustern. Somit 
wurde jede Antwort in Themenbe -
reiche/-kategorien eingeteilt und  
quantifiziert.   Die  qualitativen  Inhalte  
wurden auszugsweise dargestellt  
und im Gesamtbild berücksichtigt. 
3

Demografie 
Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
Wo wohnst Du? 3.038 Antworten 
 Müngersdorf 
6% 
Braunsfeld 
16% 
Ehrenfeld 
52% Sonstiges 
22% 
keine Angabe 
4% 
Grafik 1: Ergebnisse 
Frage: Wo wohnst Du?
 — Gesamt 
Wie alt bist Du? 
3.038 Antworten 
unter 18 Jahre 
1% 
über 67 Jahre 
1,5% 
keine Angabe 
0,2% 
18-25 Jahre 26-35 Jahre 26-49 Jahre 50-67 Jahre 
15% 37% 32% 15%
Diagramm 1: Ergebnisse 
Frage: Wie alt bist Du? 
 — Gesamt 
Was ist Dein Geschlecht? 3.038 Antworten 
Demografie 
weiblich 
männlich 
48% 
keine Angabe 
3% 
divers 
1% 
48% 
Diagramm 2: Ergebnisse 
Frage: Was ist Dein Geschlecht?
 — Gesamt 
Möchtest Du gerne weiterhin an dem 
Prozess teilnehmen? Oder Informatio
nen über das Vorhaben erhalten? 
-
Ja, gerne. 
44% 1.268 E-Mail Adressen 
I
nsgesamt wurde die Umfrage an 
49.467 Endgeräte ausgespielt.
Davon haben ca. 5.500 Perso -
nen aktiv auf die Anzeige reagiert. 
Die vollständige Rücklaufquote des  
Online Fragebogens belief sich auf 
insgesamt 3.038 Bögen. Es wur -
den 75% der Teilnehmenden über
die Geo-Targeting-Methode des
UPLabs erreicht und ca. 25% über 
städtische  Kommunikationswege 
(Website, Flyer, Beteiligunsportal, E-
Mail etc.). Dabei wurden insbeson -
dere 26-35 Jährige erreicht (37%), 
 
 
 
wobei die Altersgruppe der 18-25  
Jähr
igen einen Anteil von ca. 15% er -
reicht. 32% der Teilnehmenden wa -
ren zwischen 36 und 49 Jahre alt 
sowie weitere 15% zwischen 50 und 
67 Jahre. Es wurden wenige Perso -
nen über 67 oder unter 18 erreicht  
(jeweils unter 1,5%). 
Der Fragebogen wurde jeweils ex -
akt von 48% Frauen und Männern 
ausgefüllt. 1% der Teilnehmenden ist  
divers und 2% bevorzugten es keine 
weiteren Angaben dazu zu machen.  
Die Verteilung nach Stadtteilen er -
gibt sich aus den Angaben der Be -
teiligten wie folgt:  
•  Ehrenfeld - 52%. 
•  Braunsfeld – 16% 
•  Müngersdorf – 6% 
•  Weitere 22% der Teilnehmenden  
sind Bürger*innen aus anderen  
Teilen Kölns und 4% sind ohne 
Angaben zum Wohnort. 
4

T eil Eins: Heute 
Was machst Du hauptsächlich in dem 
Gebiet? 
Frage 1 3.038 Antworten Mehrfachauswahl möglich 
Freizeit 2.152 — 71% 
Gastronomie 2.098 — 69% 
Wohnort 1.914 — 63% 
Einkaufen 1.897 — 62% 
Clubs 1.554 — 51% 
Dienstleistungen 1.343 — 44% 
Arbeit 662 — 22% 
Schule/Ausbildung 78 — 3% 
Sonstiges 182 — 6% 
keine Angabe 31 — 1% Diagramm 3: Ergebnisse 
Frage 1 — Gesamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Top 5 Antworten nach Veedel 
Müngersdorf: 
1. 
2. 
3. 
4. Freizeit (55%) 
5. 
Grafik 2: Frage 1 — Fünf 
meistgenannte nach Veedel 
3. 
4. 
5. Clubs (59%) 
Braunsfeld: 
Wohnort (84%) 
Einkaufen (72%) 
Gastronomie (58%) 
Dienstleistungen (49%) 
1. Wohnort (89%) 
2. Einkaufen (72%) 
3. Freizeit (62%) 
4. Gastronomie (61%) 
5. Dienstleistungen (46%) 
Ehrenfeld: 
1. Wohnort (77%) 
2. Freizeit (74%) 
Gastronomie (73%) 
Einkaufen (70%) 
Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Eins: Heute 
D
ie meisten der Teilnehmenden  
(2.152, 71%) verbringen im Ge -
biet ihre Freizeit. Etwa genau -
so viele (2.098, 69%) nutzen das gas-
tronomische Angebot und ebenfalls 
mehr als die Hälfte (1.554, 51%) be -
suchen die Clubs im Kölner Westen. 
63% (1.914) der Befragten wohnen 
im Gebiet. Ungefähr genauso viele 
Menschen  gaben an, hier einkaufen  
zu gehen (1.897, 62%). Die Dienstleis-
tungsbranche wird insgesamt von  
44% (1.343) der Teilnehmenden ge -
nutzt. Einen weiteren vergleichswei-
se niedrigen Wert erzielte die Anzahl 
der dort arbeitenden Bürger*innen.  
Es haben insgesamt 22% (662) Men-
schen angegeben, im Gebiet zu ar -
beiten.  
Hinweis: 
Die Gewichtung von Anwohnenden  
und Arbeitenden spielt in den vorlie -
genden Ergebnissen eine wichtige  
Rolle. Aufgrund der Corona-Pande -
mie und der damit verbundenen Ar -
beitssituation ist davon auszugehen,  
dass die dort arbeitende Bevölke -
rung über Geo-Targeting nur schwer  
zu erreichen war. Während der Aus -
spielung der Online-Umfrage (April/ 
Mai 2021) befand sich das Gebiet in 
einem Corona bedingten Lockdown.  
Dennoch haben 223 (7%) Personen,  
welche im Gebiet arbeiten und nicht 
wohnen, an der Umfrage teilgenom -
men. 
5

Wie bewegst Du dich für gewöhnlich 
im Gebiet fort? 
Frage 2 3.038 Antworten Mehrfachauswahl möglich 
zu Fuß 
Fahrrad 
Stadtbahn 
Privatauto 
S-Bahn 
Bus 
Car-Sharing 
E-Scooter/E-Roller 
Taxi, Uber ... 
Motorrad/Moped 
Sonstiges 
keine Angabe 
2.521 — 83% 
2.400 — 79% 
1.353 — 45% 
1.138 — 37% 
603 — 20% 
460 — 15% 
332 — 11% 
283 — 9% 
246 — 8% 
109 — 4% 
43 — 1% 
10 — 0,3% 
Diagramm 4: Ergebnisse 
Frage 2 — Gesamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ehrenfeld: 
1. zu Fuß (87%) 
Müngersdorf: 
1. zu Fuß (78%) 
2. Fahrrad (74%) 
3. Privatauto (66%) 
4. Stadtbahn (33%) 
5. Bus (27%) 
Grafik 3: Frage 2 — Fünf 
meistgenannte nach Veedel 
2. Fahrrad (84%) 
Stadtbahn (42%) 
Privatauto (32%) 
S-Bahn (20%) 
Braunsfeld: 
1. zu Fuß (88%) 
2. Fahrrad (77%) 
3. Privatauto (51%) 
4. Stadtbahn (45%) 
5. S-Bahn (13%) 
3. 
4. 
5. 
Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Eins: Heute 
Top 5 Antworten nach Veedel 
D
er Großteil der Teilnehmenden
gibt an, sich insbesondere zu
Fuß (2.521, 83%) oder mit dem
Rad (2.400, 79%) durch das Gebiet
im Kölner Westen fortzubewegen.
Im  öffentlichen  Nahverkehr  wird
vor allem die Stadtbahn (1.353, 45%)
genutzt, hingegen die S-Bahn (603,
19,9%) oder der Bus (460, 15,1%)
deutlich  weniger  frequentiert.  37%
geben an das Privatauto im Gebiet
zu nutzen (1.138, 37%). Ein deutlicher
Unterschied zeigt sich in der Priori -
sierung der Fortbewegungsmittel
  innerhalb der drei Teilgebiete. Die in 
 Ehren
feld lebende Bevölkerung be -
 wegt sich vorrangig mehr mit der
 Stadtbahn (42%) als mit dem Privat -
  auto fort (32%). In Müngersdorf und 
  Braunsfeld hingegen wird der PKW 
 jeweils  den  Öffentlichen  Verkehrs-
  mitteln vorgezogen. 
  
  Hinweis: 
 Die unterschiedlichen Anforderun -
 gen an das Gebiet im Bereich der
Mobilität können durch die Größe
  und Heterogenität des Gebietes be -
 
 
 
gründet werden. Die verschiedenen  
infr
astrukturellen Mobilitätsange -
bote für die einzelnen Gebiete spie -
geln sich in den Angaben der Teil -
nehmenden wider. Auch in diesem  
Kontext ist die aktuelle Situation der 
Corona-Pandemie und die damit 
verbundenen Präferenzen zu be -
rücksichtigen. 
6

Wie würdest Du den Charakter des 
Gebietes beschreiben? 
Frage 3 3.038 Antworten Mehrfachauswahl möglich 
angenehm 
kreativ 
laut 
grau 
aufregend 
dreckig 
wild 
einladend 
grün 
langweilig 
sauber 
unkreativ 
unangenehm 
geordnet 
leise 
abschreckend 
sonstiges 
keine Angabe 
1.820 — 60% 
1.633 — 54% 
1.177 — 39% 
1.061 — 35% 
998 — 33% 
918 — 30% 
791 — 26% 
774 — 25% 
569 — 19% 
350 — 12% 
313 — 10% 
288 — 9% 
242 — 8% 
209 — 7% 
185 — 6% 
166 — 5% 
384 — 11% 
64 — 2% Diagramm 5: Ergebnisse 
Frage 3 — Gesamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ehrenfeld: 
1. kreativ (66%) 
Müngersdorf: 
1. angenehm (64%) 
2. grün (46%) 
3. grau (27%) 
4. laut (27%) 
5. einladend (23%) 
Grafik 4: Frage 3 — Fünf 
meistgenannte nach Veedel 
3. 
4. 
5. 
2. angenehm (59%) 
laut (45%) 
aufregend (40%) 
dreckig (37%) 
Braunsfeld: 
1. angenehm (70%) 
2. grün (33%) 
3. einladend (27%) 
4. laut (27%) 
5. sauber (27%) 
Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Eins: Heute 
Top 5 Antworten nach Veedel 
I
n Frage 3 haben die Teilnehmen-
den das Gebiet und seinen Cha -
rakter  anhand  von  unterschied-
lichen Adjektiven beschrieben. Die  
abgefragten Gegensätze und die 
damit verbundenen Antworten ver -
stärken eine Grundaussage der Teil -
nehmenden – Der Kölner Westen  
lebt von Vielfalt und Kontrast. So 
haben die meisten der Teilnehmen -
den (1.820, 60%) das Gebiet als an -
genehm und weitere 54% (1.633) als 
kreativ beschrieben. 
 
“Das Gebiet ist für mich der Inbegriff  
der Kölner Subkulturen. Hier tref -
fen sich Kreativschaffende, Musik -
fans und in dem Zusammenhang ist  
es auch ein Ort der interkulturellen 
Begegnung. Diesem Umstand kann  
man meiner Meinung nach gar nicht 
genügend Bedeutung beimessen.” 
männlich, 36-49 Jahre, Wohnort unbekannt 
  
 
Im Kontrast zu den zuvor genann -
ten A
djektiven wird das Gebiet am 
dritt- und viert häufigsten als laut 
(1.177, 39%) sowie grau (1.061, 35%) 
empfunden.  Die  unterschiedlichen  
Wahrnehmungen  lassen  sich  u.a. auf  
die  Größe und  unterschiedlichen  
Flächennutzungen zurückführen.  
 
“An manchen Ecken eher dreckig  
und laut (z.B. Oskar-Jäger-Str./Stol -
berger Str.), andernorts sauber und  
angenehm.” 
männlich, 26-35 Jahre, aus Ehrenfeld 
“Je nach Lage sehr unterschiedlich.” 
weiblich , 36-49 Jahre, aus Ehrenfeld 
 
“Von Straße zu Straße sehr unter -
schiedlich (Pauli-Viertel = einladend),  
Eupener Straße oder Maarweg =  
nicht schön (zu viel Autoverkehr, 
nicht für Menschen)” 
weiblich, 36-49 Jahre, aus Sülz 
Hinweis: 
Auffällig ist, dass es der Begriff krea -
tiv nur bei den Ehrenfelder*innen un-
ter die Top 5 Nennungen geschafft 
hat. Hingegen wurde sowohl in Mün -
gersdorf als auch in Braunsfeld das 
Adjektiv  grün  am  zweithäufigsten  
genannt, was wiederum in Ehren -
feld weniger oft genannt wurde.  
Dies zeigt, dass das Gebiet abhängig 
von  Wohnort  und  Zugang  individuell  
wahrgenommen wird. 
7

T eil Eins: Heute Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
Was gefällt Dir an dem Gebiet? 
Gibt es besondere Qualitäten oder 
einen Lieblingsort? 
Frage 4 1.614 Antworten 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Clubkultur 
Gastronomie 
Diversität 
Grünflächen (außerhalb des Gebietes) 
Kulturangebot 
Nutzungsmischung 
Grünflächen (innerhalb des Gebietes) 
Zentrale Lage, Gute Anbindung 
Raum für Kreativität 
Soziales Miteinander 
Nahversorgung 
Stadtbild 
Einzelhandel 
Sorge vor Verdrängung 
Gute Atmosphäre 
Pulsierendes öffentliches Leben 
Familie und Kinder 
Öffentliche (Frei-)Räume und Plätze 
Freizeitangebot 
Lebenswert/Qualität 
Alternativ 
Potenzial/ Raum für Entwicklung 
Subkultur 
Sport 
Bezahlbare Räume 
Identität, Heimatsgefühl 
Neubaugebiete 
Sonstiges 
326 — 20 % 
304 — 19 % 
300 — 19 % 
206 — 13 % 
171 — 11 % 
169 — 10 % 
167 — 10 % 
163 — 10 % 
158 — 10 % 
141 — 9 % 
138 — 9 % 
122 — 8 % 
117 — 7 % 
82 — 5 % 
79 — 5 % 
69 — 4 % 
36— 2 % 
34— 2 % 
29— 2 % 
27— 2 % 
26 — 2 % 
26 — 2 % 
20 — 1 % 
18 — 1 % 
15 — 1 % 
13 — 1 % 
3 — 0,2 % 
Diagramm 6: Ergebnisse 
56 — 3 % Frage 4 — Gesamt 
Top 5 Antworten nach Veedel 
  
  
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Müngersdorf: 
1. Grünflächen (außerhalb) (27%) 
2. Grünflächen (innerhalb) (20%) 
3. Zentrale Lage, Gute Anbindung  (17%) 
4. Gastronomie (11%) 
5. Diversität (10%) 
Grafik 5: Frage 4 — Fünf 
meistgenannte nach Veedel 
Ehrenfeld: 
1. Diversität (25%) 
2. Gastronomie (23%) 
3. Clubkultur (22%) 
4. Grün und Freiräume (16%) 
5. Kulturangebot (13%) 
Braunsfeld: 
1. Grünflächen (außerhalb) (37%) 
2. Zentrale Lage, Gute Anbindung  (19%) 
3. Nahversorgung (18%) 
4. Gastronomie (13%) 
5. Soziales Miteinander (7%) 
8

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Eins: Heute Frage 4 
M
ehr als die Hälfte der Teil -
nehmenden (1.614, 53%) ha -
ben angegeben, was ihnen  
am Gebiet im Kölner Westen ge -
fällt. Dabei wurden 315 Lieblings -
orte genannt, welche auf der Karte 
auf Seite 10 dargestellt sind. Für die 
Auswertung der Vielzahl von Frei -
feldantworten auf Frage 4 wurden 
insgesamt  28  Themencluster  er-
stellt. Dabei kann sich eine Antwort 
in unterschiedlichen Clustern wie -
derfinden.   
 
 
 
Ins
besondere gefällt den Menschen  
die Clubkultur des Kölner Westens. 
Rund 20% (326) der Personen gaben  
an, dass sie hier gerne ausgehen.   
Allerdings haben 5% ihre Sorge oder  
Wut über die Verdrängung der Club-
kultur oder kultureller Einrichtun -
gen (s. hierzu auch Frage 5) betont.  
Viele der genannten Lieblingsor -
te sind nicht mehr vorhanden. Des 
Weiteren beschreiben 11% in ihren  
Beiträgen, dass ihnen das Kulturan -
gebot sehr gut  gefällt. Ebenso  schät-
zen weitere 11% den (Frei)Raum für 
Kreativität, jedoch besteht auch
hier zum Teil die Sorge vor Verdrän -
gung. Auffällig bei den beiden zuletzt  
genannten Themen ist, dass diese  
von vielen der in Ehrenfeld leben -
den Menschen geschätzt werden,   
hingegen gab es aus Müngersdorf  
dazu keine Nennungen und aus
Braunsfeld jeweils zehn oder weni -
ger.  
“Die ausgewiesene Fläche ist eine 
der letzten in der kompletten Stadt 
Köln, in der noch einige Reste der 
Club- und Kulturlandschaft vor -
handen sind, die Köln erst bei jun -
gen Leuten beliebt gemacht hat. Es 
gibt ein  eklatantes Sterben kreativer  
Räume in Köln - hier sind mit dem
Sonic Ballroom, der Kolbhalle u.A.
noch einzigartige Möglichkeiten vor-
handen.”  
männlich , 36-49 Jahre, aus Zollstock 
 
 
Ebenfalls ist das Stadtbild (122, 8%) 
für viele Menschen durch den krea -
tiven Einfluss z.B. von Street Art 
Künstler*innen positiv geprägt. Nur 
wenige, 9 Personen, gaben in Frage 5 
an, die Graffitis an den Wänden nicht 
zu  mögen.  Darüber  hinaus  gefällt  ei-
nigen Menschen die kontrastreiche  
Baustruktur von z.B. Wohngebäuden  
und alten Industriegebäuden. 
Den Teilnehmenden scheint das
vielfältige Angebot an Restaurants, 
Cafés, Bars und Kneipen (insbeson -
dere in Ehrenfeld) gut zu gefallen, 
denn insgesamt haben 304 (19%) 
das Thema Gastronomie in diesem 
Zusammenhang kommentiert. Da -
runter fallen das vielfältige Ange -
bot an Restaurants, Cafés, Bars und 
Kneipen.  Das  Thema  Nahversorgung,  
hierunter fallen das Einkaufen von 
Lebensmitteln  oder  das  Angebot 
von Büdchen, wurde von insgesamt  
138 Personen (9%) kommentiert und  
scheint vor allem den Menschen aus  
Braunsfeld sehr gut zu gefallen. Der 
Einzelhandel wurde gesondert ge -
clustert, da zu diesem Thema die 
kleinteilige Struktur von Geschäf -
ten, im Gegensatz zu großen Ketten, 
 
genannt wurde (117 Nennungen, 8%).  
Mi
t 300 Nennungen (19%) steht das 
Thema Diversität an dritter Stelle.  
Viele Menschen mögen die hetero -
gene Nutzer*innenschaft (Menschen  
die das Gebiet nutzen), insbesonde -
re unterschiedlicher Altersgruppen  
und ethnischer Herkunft. 
“Gerade Ehrenfeld ist ein Ort kultu -
reller und sozialer Vielfalt und soll 
dies auch bleiben. Insbesondere 
eine Stadt wie Köln, die sich diese 
Vielfalt auf die Fahnen schreibt, darf 
nicht treibend daran interessiert  
sein, dies zu zerstören.” 
männlich , 36-49 Jahre, aus Müngersdorf 
Insbesondere die Menschen aus Eh-
renfeld schätzen die Heterogenität,  
denn das Thema steht dort an ers -
ter  Stelle.  Des  Weiteren  beschreiben  
9% der Teilnehmenden ein positives  
soziales Miteinander  im Kölner Wes-
ten und weitere 5% finden, dass eine   
gute Atmosphäre herrscht.  
Das Thema Grün, Natur und Frei -
flächen  scheint  den  Teilnehmenden  
sehr wichtig. Hier  wurden allerdings  
überwiegend  Grünflächen  außer-
halb des Gebietes genannt (knapp 
13%). Auffällig ist, dass die Menschen 
aus Braunsfeld (37%) und Müngers -
dorf (27%) die Nähe zu den umlie -
genden  Grünflächen  sehr  schätzen,  
hier  wurden  vor  allem  der  nahelie -
gende Stadtwald sowie der Grün -
gürtel genannt. Die im Gebiet lie -
genden  Grünflächen  oder  Grün  im  
Allgemeinen wurden von insgesamt  
10% als positiv beschrieben. Viele  
gehen hier u.a. gerne auf dem Me -
laten-Friedhof spazieren oder be -
suchen das Takufeld oder den Leo-
Aman Park. Weitere Orte sind in der 
Karte 2 auf Seite 10 eingezeichnet. 
Öffentliche Räume (Plätze, Straßen- 
und Freiräume) wurden insgesamt 
vergleichsweise wenig genannt (34 
Nennungen, 2%). Von etwa doppelt 
so vielen Teilnehmenden wurde ein  
pulsierendes  öffentliches  Leben  in  
den frei zugänglichen Räumen als  
sehr positiv wahrgenommen. Die  
Teilnehmenden  beschreiben  das  
Gebiet z.B. als lebendig oder quir -
lig. Darüber hinaus wurde die Nut -
zungsmischung relativ oft in den 
Antworten erwähnt. 169 Menschen  
(11%) schätzen das Nebeneinander  
von z.B. Leben, Wohnen, Arbeiten,  
kulturellem Angebot etc. 
“Mir gefällt insbesondere die Mi -
schung aus Wohnen, Arbeiten, Le -
ben.  Eben  das  was  unter  anderem  ein  
modernes  Ehrenfeld  ausmacht.  Man  
wohnt urban und hat kurze Wege zu 
seiner Arbeit oder Ausgehmöglich -
keiten (Restaurants, Bars, etc.). Die 
kurzen Wege innerhalb des Gebietes 
und den bereits gefestigten “Orten“  
wie der Venloer Straße sind einfach 
super und müssen weiter gefördert  
werden. Wohnen + Arbeiten + Leben!” 
männlich, 36-49 Jahre, aus Ehrenfeld 
 
Hinweis: 
Weitere Nutzungen, wie Sport- und 
Freizeitangebote wurden im Ver -
gleich  mit  2%  wenig  benannt.  Auf-
fällig ist, dass das Thema Arbeiten 
nicht genannt wurde. Auch in die -
sem Kontext sind die aktuelle Situ -
ation der Corona-Pandemie und der 
damit verbundenen Präferenzen zu  
berücksichtigen. 
9

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen Frage 4 
Lieblingsorte 
T eil Eins: Heut
10 
 
e 
Karte 2: Lieblingsorte 
1. Belvedere-Brücke 
2 . Triotop 
3. Move Artistic Dome 
4. Schrotty 
5. Niehler Freiheit 
6. Wilhelm-Mauser-Str 
7. Vitalisstr 
8. Jack in the Box 
9. Grabeskirche 
10. Helmholtzplatz 
11. Alpener Platz 
12. Kolbhallen 
13. Venloer Str. 
14. Zoo Bar 
15. Em Drügge Pitter 
16. The Good Food 
17. Bürger Zentrum 
18. Leo-Amann-Park 
19. Herbrand‘s 
20. Cinenova 
21. Kulturraum 405 
22. Helios 37 
23. Heliosstr. 
24. Kebapland 
25. (Underground) 
26. Heinz Gaul 
27. Barinton 
28. Jungle 
29. Live Music Hall 
30. Dommizil 
31. Sonic Ballroom 
32. Vulkanhaus 
33. (Papierfabrik) 
34. Kletterfabrik 
35. Kölner Weinkeller 
36. Pauliplatz

Was gefällt Dir nicht an dem Gebiet? 
Gibt es besondere Probleme oder gibt 
es einen Ort den Du meidest? 
Frage 5 1.612 Antworten 
  
 
Angst/Wut wegen Gentrifizierung 
Schlechte Fahrradinfrastruktur 
Zu wenig Grün 
Eintönige Neubaugebiete 
Dreck/Müll 
Zu viel Platz für Autos 
keine bezahlbaren Angebote 
Zu viel Verkehr 
Zu viel Gewerbe und Industrie 
Zu viel Grau & Versiegelung 
Schlechte Vernetzung innerhalb des Gebietes 
Zu wenig Nahversorgung/Gastroangebot 
Negative Veränderungen sind spürbar 
Angst-/Gewalträume 
Gebiet ist charakterlos 
Zu viele Baustellen 
Zu wenig Parkplätze 
Schlechte Aufenthaltsqualität 
Zu viel Lärm 
Sanierungsbedürftige Straßen und Gebäude 
Zu viel Entwicklung durch Großinvestoren 
309 — 19% 
245 — 15% 
232 — 14% 
187 — 12% 
177 — 11% 
136 — 8% 
132 — 8% 
115 — 7% 
98 — 6% 
93 — 6% 
84 — 5% 
72 — 4% 
68 — 4% 
55 — 3% 
54 — 3% 
53 — 3% 
50 — 3% 
49 — 3% 
45 — 3% 
43 — 3% 
40 — 2% 
Das soziale Miteinander 33 — 2% 
32 — 2% 
Keine Freiräume 
Zu wenig Angebot für Kinder 
25 — 2% 
Zu viele Discounter und Billigläden 13 — 1% 
Keine Barrierefreiheit 10 — 1% 
keine Erholungsflächen 10 — 1% 
Diagramm 7: Ergebnissonstiges 54 — 3% Frage 5 — Gesamt 
se 
Top 5 Antworten nach Veedel   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ehrenfeld: 
1. Gentrifizierung (24%) 
2. Schlechte Fahrradinfrastruktur (17%) 
3. Zu wenig Grün (15%) 
4. Eintönige Neubaugebiete (14%) 
5. Zu viel Dreck/Müll (13%) 
Braunsfeld: 
1. Zu viel Gewerbe/Industrie (12%) 
2. Keine bezahlbaren Angebote (12%) 
3. Schlechte Fahrradinfrastruktur (12%) 
4. Zu wenig Grün (12%) 
5. Zu viel Verkehr (10%) 
5. Schlechte Fahrradinfra -
struktur (10%) Grafik 6: Frage 5 — Fünf 
meistgenannte nach Veedel 
Müngersdorf: 
1. Zu viel Dreck/Müll (15%) 
2. Zu wenig Nahversorgung/ 
Gastro (14%) 
3. Zu viel Verkehr (11%) 
4. Schlechte Vernetzung in-
nerhalb des Gebietes (11%) 
Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Eins: Heute 
11

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Eins: Heute Frage 5 
I
nsgesamt haben 53% (1.612) der 
Teilnehmenden angegeben, was  
ihnen nicht am Gebiet im Kölner 
Westen gefällt. Für die Auswertung 
der Vielzahl von Freifeldantworten  
wurden insgesamt 29 Themenclus -
ter erstellt. Dabei kann sich eine Ant-
wort in unterschiedlichen Clustern  
wiederfinden.   
 
Auff
ällig ist, dass viele Menschen 
Angst  vor  Gentrifizierung  haben  
oder wütend auf bereits stattgefun -
dene Verdrängung sind (knapp 20%, 
309 Nennungen). Wie auch die Ant -
worten von Frage 4 darauf hinwei -
sen, bezieht sich dies insbesondere  
auf die Verdrängung von Kultur und 
Kreativräumen im Gebiet. Viele nen -
nen das “Clubsterben” oder führen  
die geschlossenen Kultureinrichtun -
gen an. 
 Im Bereich Mobilität haben insge -
samt 245 Personen (15%) angege -
ben, dass sie die Fahrradinfrastruk -
tur nicht gut finden. Dies bezieht 
sich hauptsächlich auf den Ausbau 
der Fahrradwege. Viele wiesen zu -
dem darauf hin, dass sie sich auf -
grund von zu engen Straßen/ zu we-
nig Platz für Fahrradfahrende oder 
kaputten Wegen im Straßenverkehr  
unsicher fühlen. 
“Als Fussgängerin oder Radfahrer 
fühlt man sich eher unwohl, weil die 
Widdersdorfer Str. und der Maar -
weg/Äussere Kanalstr. durch die 
Ausrichtung auf KFZ-Verkehr sehr  
laut, stark befahren sind und Rad- 
und Fußwege sehr schmal sind.” 
weiblich, 50-67 Jahre, aus Braunsfeld 
 
Darüber hinaus wird der Verkehr von  
insgesamt 7% (117 Personen) als ne -
gativ wahrgenommen. Hier wurden  
neben anderen mehrfach die Oskar-  
Jäger Str., Widdersdorfer Str., Ven -
loer Str., Vogelsanger Str. genannt.  
Knapp 137 Teilnehmende (9%) haben  
kommentiert, dass es zu viel Platz 
für Autos im Gebiet gibt, auch im ru -  
henden Verkehr. 
“Es ist auf Straßen und in Grünan -
lagen sehr schmutzig. Autoverkehr  
nimmt noch sehr viel Fläche in An -
spruch, der für Begrünung oder Aus-
sengastronomie  genutzte  werden  
könnte.”  
männlich, 50-67 Jahre, aus Ehrenfeld 
3% (51 Personen) geben an, dass es zu  
wenige Parkplätze gibt oder die Park-
situation für Anwohner*innen unzu -
reichend ist. Dies wird insbesondere  
von den Menschen in Braunsfeld so  
wahrgenommen. Weitere 3% geben 
in ihren Kommentaren an, dass sie 
Straßen und Gebäude sanierungsbe-
dürftig  finden.  Die  mangelnde  Barrie-
refreiheit im Straßenraum wurde von  
10 Personen erwähnt. 
Viele  Teilnehmende  empfinden,  dass  
es zu wenig Grünflächen und Bäume 
gibt (14,4%, 232) und einigen fehlt die 
Möglichkeit zur Erholung und Ruhe.  
 
“Ich finde es insgesamt zu wenig 
grün in dem Gebiet. Große Parkanla -
gen fehlen.” 
weiblich, 26-35 Jahre, aus Klettenberg 
“Es  fehlt  an  Grün,  Grünflächen,   Parks,  
Wiesen. Alles wird zugebaut!” 
männlich, 50-67 Jahre, aus Ehrenfeld 
Insgesamt werden die Neubauge -
biete größtenteils negativ (187, 12%) 
wahrgenommen. Sie werden z.B. als  
“eintönig” oder “seelenlos” beschrie -
ben und oft ebenfalls im Zusam -
menhang mit der Verdrängung von  
Kultur-, Kreativ- und Clubräumen 
genannt. 
 
93 Personen (6%) haben zusätzlich  
in ihren Kommentaren geschrieben,  
dass sie das Gebiet insgesamt als zu 
grau und zu versiegelt wahrnehmen.  
177 (11%) Menschen gaben an, dass 
sie den Betrachtungsraum zu dre -
ckig finden oder zu viel Müll herum -
liegt. Etwa 3% (49) denken, dass das 
Gebiet, insbesondere Plätze oder 
sonstige öffentliche Räume eine 
schlechte Aufenthaltsqualität auf -
weist. Hier wurde z.B. angegeben,  
dass es zu wenig Sitzmöglichkeiten  
und Raum für Begegnung gibt oder 
sie die Räume als zu voll wahrneh -
men.  
Etwa 8% (134) kritisieren, dass es 
zu wenig bezahlbare Angebote gibt. 
Dies bezieht sich sowohl aufs Woh -
nen, als auch auf Kleingewerbe und 
unkommerzielle Nutzungen. 40 Teil -
nehmende (3%) schrieben, dass sie  
die Entwicklung durch private In -
vestoren ablehnen und alternative  
Konzepte fordern. Darüber hinaus  
gaben 3% (53) an, dass sie die vielen 
Baustellen als störend empfinden. 
Knapp 100 (6%) Teilnehmende kom-
mentieren , dass es zu viel großflächi-
ges Gewerbe und Platz für Industrie 
gibt. Einige stellen fest, dass Gewer -
be zu zentral in ihrem Gebiet liegt 
und schlagen eine Auslagerung vor.  
Etwa 5% empfinden dies u.a. auch als 
Grund für eine schlechte Vernetzung  
innerhalb des Gebiets. Des Weiteren  
wird öfters angeführt, dass es kein 
Konzept oder eindeutige Zentren  
gibt. Etwa 3% der Menschen finden 
das Gebiet charakterlos. Adjektive 
wie z.B. “langweilig” oder “trist” wur -
den in diesem Zusammenhang ge -
nannt. Etwa 5% denken, dass es zu  
wenig  Nahversorgungs- oder Gast -
ronomieangebote gibt. Dies scheint  
insbesondere den Menschen aus  
Müngersdorf nicht zu gefallen. Dar -
über hinaus gaben von  55  Personen  
(3%) geben etwa 60% Frauen und  
40% Männer an, dass sie, insbeson -
dere als Fußgänger*in bei Dunkelheit,  
in den unbelebten industriellen Teilen  
des Gebiets, Angst haben.  
“Als Frau will ich im Dunkeln die Stre-
cken ohne Wohnhäuser vermeiden,  
besonders Oskar-Jäger-Straße von  
Widdersdorfer bis Vogelsanger Stra-
ße, Vogelsanger Straße, Maarweg ab  
Widdersdorfer bis Vogelsanger Stra-
ße.” 
weiblich, 36-49 Jahre, aus Bocklemünd 
Etwa  2%  (33  Personen)  empfinden  
das soziale Miteinander, also der  
Umgang mit anderen Menschen im  
öffentlichen  Raum  als  negativ  oder  
unangenehm, “z.B. unfreundliche  
Radfahrende“. Dies ist relativ we -
nig, im Vergleich zu Frage 4, bei der  
144 Antwortende den Menschen ein  
positives und soziales Miteinander  
attestieren. Nur etwa 3% (45) Teil -
nehmende schreiben, dass sie sich  
durch Lärm, entweder von anderen  
Menschen oder dem Straßenverkehr  
gestört fühlen. Knapp 2%, 32 Perso -
nen  finden,  dass  es  nicht  genügend  
Angebote für Kinder und Familien  
gibt. 
12

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Zwei: Zukunft 
T eil Zwei: Zukunft 
Im Zielbildprozess soll identifiziert 
und abgestimmt werden, wie sich das 
Gebiet in Zukunft entwickeln soll. 
Welchen Thesen stimmst Du zu? 
Frage 6 3.038 Antworten Mehrfachauswahl möglich 
74% 
— 
2.241 
Die unterschiedlichen Nutzungen im Gebiet  
müssen künftig viel mehr durchmischt werden. 
Arbeiten, Wohnen, Leben, Erholen, Feiern... Tür  
an Tür - das gehört zu der Identität des Gebie-
tes und zu einem lebendigen Veedel! 
64% 
— 
1.952 
Es muss in einer Stadt unkommerzielle Frei-
räume geben,in denen alternative und kreative 
Konzepte erprobt undgelebt werden können. 
Das Gebiet bietet hierfür viele Möglichkeiten! 
60% 
— 
1.833 
Im Gebiet mangelt es an Grünräumen und Er-
holungsflächen. Der Klimawandel zwingt uns 
dazu, weitere Bautätigkeiten zu minimieren und 
ausreichend Grünflächen für die im Gebiet 
wohnende und arbeitende Bevölkerung bereit-
zustellen. 
42% 
— 
1.277 
Die zentrale Herausforderun im Gebiet besteht 
darin, möglichst viele Standorte für den (be-
zahlbaren und generationsübergreifenden)  
Wohnungsbau zu schaffen, um die zu erwarten-
de Nachfrage befriedigen zu können! 
11% 
— 
319 
Die Gewerbe- und Industrieflächen werden in 
Köln immer knapper! Köln braucht Flächen, auf 
denen gearbeitet und produziert werden kann.  
Die Gewerbeflächen im Gebiet müssen erhal-
ten und gesichert werden! 
13

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
Welche weiteren Vorschläge oder Ideen 
hast Du für die zukünftige Entwicklung 
des Gebietes? Was wünschst Du Dir? 
Frage 7 1.612 Antworten 
Grafik 7: Frage 7 — Genann -
te Überkategorien 
Kultur/Kreatives 33% 
Clubkultur: 177 — 14% 
Kultur: 176 — 14% 
Raum für Kreativität: 160 — 13% 
Grün 28% 
Grünräume: 252 — 20% 
Bäume: Bepflanzung: 36 — 3% 
Naherholung: 24 — 2% 
Spielflächen: 24 — 2% 
Urban Gardening: 11 — 1% 
Hundeauslauf: 7 — 1% 
Mobilität 26% 
Fahrradfreundlich: 146 — 12% 
Autofrei/weniger: 122 — 10% 
Verkehrsführung: 58 — 5%
ÖPNV: 53 — 4% 
Fußgängerfreundlich: 40 — 3% 
Vernetzung: 17 — 1% 
mehr Parkplätze: 15 — 1% 
nachhaltige Mobilität: 13 — 1% 
Barrierefreiheit: 8 — 0,5% 
kurze Wege: 4 — 0,3% 
Autofahrer schützen: 3 — 0,2% 
I
 
Wohnen 26% 
Wohnformen: 292 — 23% 
bezahlbares Wohnen: 191 — 15% 
Tiny Häuser: 14 — 1% 
Weitere Nutzungen 15% 
Nutzungsmischung: 119 — 9% 
Umnutzung: 38 — 3% 
weniger Büroflächen: 28 — 2% 
Einzelhandel: 25 — 2% 
Gewerbe: 7 — 1% 
Gastro/Freizeit 14% 
Gastronomie: 128 — 10% 
Freizeitangebote und 
Sportangebote: 59 — 5% 
Öffentliche Räume 13% 
Frei-/ 
Begegnungsraum: 142 — 11% 
unkommerzielle 
Nutzung: 25 — 2% 
temporäre 
Nutzungen: 12 — 1%
 
 
 
 
 
 
 
Soziales 13% 
T eil Zwei: Zukunft 
Kinder und Jugend: 50 — 4% 
Diversität, Raum für alle: 45 — 4% 
Schule/Kita: 36 — 3% 
Beteiligung: 29 — 2% 
Soziales, Vereine: 28 — 2% 
Nachbarschaftlicher 
Zusammenhalt: 15 — 1% 
Identität und Charakter 12% 
Erhalt vorhandenes: 110 — 9% 
Identität/Charakter: 75 – 6% 
Bauen 4% 
nachhaltiges Bauen: 40 — 3% 
höher/kompakter Bauen: 9 — 1% 
nachhaltige Energie: 3 — 0,5% 
nsgesamt haben 1.270 Perso -
nen ihre Vorschläge und Ideen 
zum Betrachtungsraum in Mün -
gersdorf, Braunsfeld und Ehren -
feld eingereicht. Die Kommentare
wurden in  zehn Hauptcluster und  
mehrere Unterkategorien aufgeteilt.  
Einzelne Kommentare können sich  
dabei in mehreren Themenclustern  
wiederfinden.   Folgende  Themen-
cluster wurden kategorisiert: Kultur  
& Kreatives, Grün, Mobilität, weitere 
Nutzungen,  Öffentliche  Räume,  So-
ziales, Gastronomie & Freizeit, Iden -
tität & Charakter und Bauen. 
 Wie bereits im ersten Teil der Um -
frageergebnisse festgestellt, ist ab -
zuleiten, dass sich in dieser Frage
ebenfalls die Themen Kultur und
Kreatives widerspiegeln. Insgesamt
haben 1/3 der Teilnehmenden den
Wunsch sowohl den Erhalt, als auch
die Schaffung von Kultur- und Krea -
tivräumen geäußert. Hier beziehen
sich  die  Menschen  insbesondere 
auf die Clubkultur (177, 14%), Kultur -
einrichtungen (176, 14%) und Raum
für Kreativität (160, 13%). Insge -
samt  haben 28%  der  Teilnehmenden  
Ideen zum Thema Grün und Stadt -
natur geäußert. Hier werden mehr  
Grünräume (Parks) (252, 20%), so -
wohl in der Größe als auch Qualität, 
wie z.B. Biodiversität gewünscht. Im  
gleichen  Zuge  wurden  Spielflächen  
für Kinder (24, 2%), Naherholungs -
flächen  (24,  2%),  Urban  Gardening  
(11,  1%)  sowie  Hundeauslaufflächen   
(7,  1%)  genannt.  Des  Weiteren  wün -
schen sich 36 Personen (36, 3%) 
mehr  Bäume  oder  Bepflanzung,  auch  
an Fassaden und auf Dächern. 
Das Them
a Mobilität ist für 1/4 der 
Teilnehmenden ebenfalls wichtig 
14

Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
und spiegelt sich mit dem Bild des 
Istzustandes wider. Viele Teilneh -
mende (146, 12%) wünschen sich 
eine bessere Fahrradinfrastruktur,  
welche mehr Sicherheit durch brei -
tere Radwege und ein schlüssiges 
und sinnvolles Radwegenetz her -
stellt. Hier wird ebenfalls eine höhere 
Fußgänger Freundlichkeit gefordert  
(40, 3%) und 4 Personen wünschen 
sich ein besseres Konzept für kur -
ze Wege im Gebiet. Etwa 10% (122) 
wünschen sich autofreie Zonen und 
insgesamt weniger Gewichtung in  
der  Planung  von  Autoinfrastruk-
tur. Hingegen haben nur 3 Personen  
mehr Gewichtung für das Auto als 
Wunsch angegeben. Von etwa 1% 
der Teilnehmenden werden mehr  
und kostengünstige Parkplätze und  
von 58 Personen (5%) eine bessere 
Verkehrsführung für Autoverkehr  
vorgeschlagen. Hier wird u.a. ein re -
duziertes Tempolimit oder die Ein -
führung von Einbahnstraßen (z.B.  
Venloer Straße) gefordert. In weite -
ren 53 Vorschlägen wird der Ausbau 
von  ÖPNV  kommentiert.  Gewünscht  
wird sowohl der Ausbau des öffent -
lichen Nahverkehrs als  auch eine hö-
here Taktung.  
 
Ebenf
alls 1/4 der Teilnehmenden  
haben Vorschläge zum Themenbe -
reich Wohnen eingereicht. Es wer -
den vor allem  innovative Wohnkon -
zepte, generationsübergreifendes  
Wohnen oder Tiny Houses vorge -
schlagen. Des Weiteren können sich  
Einige eine Wohnraumentwicklung  
durch genossenschaftlichen Woh -
nungsbau, Baugruppen oder das  
Mietshäuser Syndikat (kooperative,  
nichtkommerzielle Beteiligungs -
gesellschaft) vorstellen. Es fordern  
explizit 191 (15%) Menschen bezahl -
bares Wohnen bzw. mehr geförder -
ten Wohnraum. Diese Aussage wird 
auch zu großen Teilen schon von im 
Gebiet Wohnenden (121  Personen)  
getätigt, ansonsten  hauptsächlich  
von Menschen, die dort ihre Frei -
zeit verbringen (146 Personen), das  
gastronomische  Angebot  nutzen  
(135 Personen) oder dort Einkaufen  
gehen (129 Personen). Unter dem  
Punkt “weitere Nutzungen” werden  
weitere räumliche Nutzungen neben  
den bereits beschriebenen zusam -
mengefasst. 119 Personen wün -
schen sich eine Nutzungsmischung,  
in diesem Zusammenhang haben ei -
nige von der “Ehrenfelder Mischung“  
geschrieben. Hier  werden neben  
anderen Nutzungen Wohnen, Frei -
zeit, Kultur, Feiern und Erholung ge -
nannt. Etwa 3% (38) der Teilnehmen-
den  plädieren  für  eine  Umnutzung  
von großgewerblichen Flächen und  
Industriebauten für sowohl Wohn -
raum oder Kulturangebot, als auch 
Räumlichkeiten für Künstler*innen.  
28 Personen (2%) haben in ihren  
Kommentaren angegeben, dass sie  
eine Entwicklung von weiteren gro -
ßen Büro  oder Hotelflächen für   nicht  
sinnvoll erachten. 
Etwa  13%  der  Teilnehmenden  haben  
sich zum Thema Öffentliche Räume 
geäußert. Sie wünschen sich, dass 
mehr Frei- und Begegnungsräu -
me (142, 11%) sowie Möglichkeitn 
zur Aneigung und unkommerziellen  
Nutzung (25, 2%) geschaffen wer -
den.  In  diesem  Zusammenhang  
wurden erneut der Erhalt bzw. die 
Schaffung von Kultur- und Kreativ 
Räumen erwähnt. Des weiteren wurde  
eine bessere Aufenthaltsqualität an  
öffentlichen  Plätzen  gewünscht  so-
wie die Möglichkeit von temporären 
Nutzungen, wie z.B. Märkte. 
Ebenfalls  13%  der  Teilnehmenden  
haben im Themenbereich Soziales  
Vorschläge für das Gebiet formu -
liert. Rund 4 % (45) plädieren für eine 
diverse Nutzer*innneschaft für das  
Gebiet im Kölner Westen. Die Aus -
sagen beziehen sich dabei u.a. auf 
Menschen unterschiedlicher Alters -
klassen, ethnischer Herkunft  oder  
unterschiedlicher Milieus und möch -
ten nicht, dass die Entwicklung eine 
Segregation oder Verdrängung be -
stimmter Menschen hervorruft, son -
dern Räume für alle bilden. Etwa 50 
Personen (4%) wünschen sich für 
das zukünftige Gebiet mehr Ange -
bote für Kinder und Jugendliche so -
wie  mehr  soziale  Einrichtungen  und  
die Unterstützung von Bürgerverei -
nen. 3% der Teilnehmenden (36 Per -
sonen) finden, dass das Schul- und 
Kita  Angebot verbessert  werden  
sollte. Für die zukünftige Entwick -
lung des Betrachtungsraumes wün -
schen  sich  29  Personen  (2%)  mehr  
Bürgerbeteiligung bzw. die Möglich -
keit der Enwticklung von unten (Bot-
tom-up Projekte durch Bürger*innen  
oder Initiativen). 
Insgesamt  haben  12%  der  Teilneh-
menden  über die  Identität  bzw.  den  
Charakter des Gebietes in ihren 
Kommentaren bzgl. der zukünftigen  
Entwicklung des Kölner Westens  
geschrieben. Etwa 9% (119) plä -
dieren für den Erhalt vorhandener  
Strukturen, sowohl in der Nutzer*in -
nenschaft (Stichwort Kreativszene)  
durch bspw. Milieuschutz, jedoch  
auch den Erhalt des Stadtbildes und 
des vorhanden Charakters des Ge -
bietes. Hier wurden u.a. der “Charme” 
von  Industriebauten  und  Denkmä-
lern sowohl von Gebäuden, als auch 
anderen interessanten Bauwerken  
genannt,  u.a.  der  Gaskugelbehälter.  
In diesem Zusammenhang wurde  
z.B. eine Umnutzung für kulturelle 
Zwecke  vorgeschlagen.  Diese  nut-
zungsorientierten, geschichtlichen  
und architektonischen Merkmale  
gelten für viele als identitätsstiftend. 
Etwa 14% der Teilnehmenden haben  
ihre Ideen bzw. Wünsche im Bezug 
auf Gastronomie und Freizeit geäu -
ßert. 128 (10%) Teilnehmende wün -
schen sich mehr Cafés, Restaurants 
sowie Bars oder Biergärten. Etwa 5 
% (59) wünschen sich mehr Freizeit- 
und Sportangebote. 
Etwa  4  %  der  Teilnehmenden  haben  
sich zum Thema Bauen geäußert. 
Hierbei plädieren die Menschen ins -
besondere für eine nachhaltige Bau -
weise (3%, 40) durch nachhaltige 
Materialien, höher und kompakteres  
Bauen (1%) sowie den Einsatz von 
Erneuerbarer Energie (1%) . 
T eil Drei: 
Max Becker-Areal 
T eil Drei: Max Becker Areal 
D
er Schrottplatz nördlich der  
Widdersdorfer Straße 194
und das westlich angrenzen -
de Grundstück der  RheinEnergie  
sollen entwickelt werden (siehe Kar-
te). Durch die Verlagerung der der -
zeitigen Nutzungen ergibt sich hier  
die  Chance,  ein  neues  Stadtquartier  
zu realisieren. Hierzu soll ein städte -
baulicher Wettbewerb durchgeführt  
 
werden. In der Umfrage möchten wir 
gemei
nsam mit den Bürger*innen  
ein erstes Stimmungsbild zu dem 
Max  Becker-Areal  erstellen,  später  
im Prozess wird es weitere Beteili -
gungsmöglichkeiten geben. Insge -
samt haben 41% der Bürger*innen in  
Frage 8 angegeben, dass sie bereits  
vom Max Becker- Areal gehört ha -
ben. 
Karte 3: 
— Max Becker Areal 
15

Worin sollte Deiner Meinung nach der 
Schwerpunkt der Nutzungen in dem 
zukünftigen Quartier auf dem Max 
Becker-Areal liegen? 
Frage 9 1.270 Antworten 
 
Grünflächen 
Kulturelle Einrichtungen 
Wohnflächen 1.831 — 60% 
Raum für Kreativität und 
temporäre Nutzungen 1.804 — 59% 
Gastronomie 1.581 — 52% 
Sportangebote 1.114 — 37% 
Kleingewerbe 921 — 30% 
Bildungseinrichtungen 884 — 29% 
Einzelhandel/Nahversorgung 651 —21% 
Büros und Dienstleistungen 276 — 9% 
Gewerbe-, Logistig und 
Industrieflächen 141 — 5% 
Sonstiges 151 — 5% 
keine Angabe 55 — 2% 
2.237 — 70% 
2.125 — 70% 
Diagramm 8: Ergebnisse 
Frage 9 — Gesamt 
  
 
  
  
 
  
  
 
 
 
  
  
 
 
 
Ehrenfeld: 
1. Grünflächen (74%) 
Müngersdorf: 
1. Grünflächen (66%) 
2. Wohnflächen (64%) 
3. Kulturelle Einrichtungen (57%) 
4. Gastronomie (54%) 
5. Sportangebote (44%) 
Grafik 8: Frage 9 — Fünf 
meistgenannte nach Veedel 
4. 
5. 
2. Kulturelle Einrichtungen (73%) 
3. Raum für Kreativität und 
temporäre Nutzung (64%) 
Wohnflächen (59%) 
Gastronomie (52%) 
Braunsfeld: 
1. Grünflächen (66%) 
2. Wohnflächen (64%) 
3. Kulturelle Einrichtungen (61%) 
4. Gastronomie (57%) 
5. Raum für Kreativität und tem-
poräre Nutzung (45%) 
Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Drei: Max Becker Areal 
Top 5 Antworten nach Veedel 
D
ie Ergebnisse der Umfrage
zeigen, dass die zukünftige
Nutzung des Areals vor allem 
die  Entwicklung  von  Grünflächen  
(2.237, 70%) berücksichtigen soll.
Sowohl die Kreuzauswertung nach 
Gebiet und die Gesamtergebnisse
ergeben einen ersten Platz für das  
Thema  Grünflächenentwicklung.   In  
der  Gesamtübersicht   befindet  sich  
auf  dem zweiten Platz  der  Schwer-
punkt der Nutzungen auf den Kul -
turellen Einrichtungen (2.125, 70%).  
Der Vergleich der Antworten in Be -
zug auf die verschiedenen Gebiete 
 
 
 
 
zeigt, dass die Menschen in Mün -
gers
dorf und Braunsfeld an zweiter 
Stelle  eher  die  Wohnflächenent-
wicklung priorisieren. Im Gesamt -
bild belegt diese Entwicklung den  
dritten Platz mit 1.831 Antworten 
(60%). Das Spannungsfeld zwischen  
Wohnen und Gewerbe spiegelt sich  
auch hier wieder, somit haben 30% 
(921) der Teilnehmenden für einen  
Schwerpunkt im Bereich des Klein -
gewerbes abgestimmt und nur 5% 
(141) für die Entwicklung von Ge -
werbe-,  Logistik- und  Industrie-
flächen.  Die  Antwortenden  aus  Eh-
renfeld und Braunsfeld teilen sich 
zudem das Interesse an Raum für 
Kreativität und temporärer Nutzun -
gen (1.804, 59%) unter den Top 5 
Antworten.  Müngersdorfer*innen  
hingegen unterstützen vor allem die  
Entwicklung der Sportangebote. Der  
Schwerpunkt  der Nutzung  im Be -
reich der Gastronomie (1.581, 52%) 
wird ebenfalls in allen Gebieten in die 
Top 5 gewählt. Welche Aspekte und 
Leitthemen für das Gebiet spannend  
wären, wird in den Ergebnissen der 
kommenden Frage genauer erläu -
tert.  
16

Welche Aspekte/Leitthemen fändest  
Du für das neue Quartier besonders 
spannend? 
Frage 10 1.270 Antworten 
 
Kultur und Nachtleben 
Neue Wohnformen für Alle 
Stadtnatur und Artenvielfalt 
Erholung, Sport und Aktivität 
Nachhaltige, klimagerechte 
Bauweisen 
Autofreie Zonen 
Urbanes Gärtnern und 
Landwirtschaften 
Nachhaltige und klimaschonende 
Mobilitätsformen 
Temporäre Nutzung 
Kreativwirtschaft 
Erneuerbare Energien 
Arbeitsplätze der Zukunft 
Sonstiges 
keine Angabe 
1.625 — 53% 
1.398 — 46% 
1.326 — 44% 
1.130 — 37% 
1.097 — 36% 
1.070 — 35% 
973 — 32% 
918 — 30% 
794 — 26% 
609 — 20% 
515 — 17% 
465 — 15% 
92 — 3% 
67 — 2% 
Diagramm 9: Ergebnisse 
Frage 10 — Gesamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
  
 
 
 
  
Müngersdorf: 
1. Erholung, Sport und 
Aktivität (48%) 
2. Neue Wohnformen für Alle (46%) 
3. Stadtnatur und Artenvielfalt (42%) 
4. Kultur und Nachtleben (42%) 
5. Nachhaltige, klimagereche Bauweise 
(35%) 
Ehrenfeld: 
1. Kultur und Nachtleben (57%) 
2. Stadtnatur und Artenvielfalt (46%) 
3. Neue Wohnformen für Alle (44%) 
4. Autofreie Zonen (38%) 
5. Erholung, Sport und Aktivität (37%) 
Braunsfeld: 
1. Neue Wohnformen für Alle (49%) 
2. Erholung, Sport und Aktivität (47%) 
3. Stadtnatur und Artenvielfalt (45%) 
4. Kultur und Nachtleben (44%) 
5. Nachhaltige, klimagereche Bauweise 
(40%) 
Grafik 9: Frage 10 — Fünf 
meistgenannte nach Veedel 
 
 
Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
T eil Drei: Max Becker Areal 
Top 5 Antworten nach Veedel 
D
er überwiegende Teil der
Befragten (53%), findet ins -
besondere Kultur und
Nachtleben wichtig für die zukünf -
tige Entwicklung des Quartiers.
Das zweite Top Thema ist für 46% 
die Wohnraumentwicklung im Sin -
ne von neuen Wohnformen für Alle. 
Als  dritthäufigstes   Leitthema  wird  
die Stadtnatur und Artenvielfalt ge -
nannt. Niedriger platziert sind u.a. die 
Kreativwirtschaft (20%), Erneuerba -
re  Energien  (17%)  sowie  Arbeitsplät-
 ze der Zukunft (15%). Den Bürger*in-
nen aus M
üngersdorf und Braunsfeld 
sind die gleichen Themen wichtig,  
vor allem Erholung, Sport und Aktivi -
tät, neue Wohnformen für Alle sowie 
Stadtnatur und Artenvielfalt.  
 
Darüber hinaus hat es in Braunsfeld 
auch das Kultur- und Nachtleben so-
wie eine nachhaltige, klimagerechte  
Bauweise in die Top 5 Nennungen 
geschafft.  Die  Ehrenfelder*innen  hin-
gegen wünschen sich vornehmlich 
Kultur und Nachtleben (57%), gefolgt 
von St
adtnatur und Artenvielfalt  
(46%) sowie neue Wohnformen für 
Alle (44%). Des Weiteren ist auffäl -
lig, dass in Ehrenfeld das Leitthema 
Autofreie Zonen (35%) ebenfalls un -
ter den Top 5 Aspekten für das neue 
Quartier benannt wird.  
 
 
17

Zusammenfassung Ergebnisbericht Online Umfrage Kölner Westen 
Zusammenfassung 
Z
usammenfassend lässt sich
feststellen, dass die Teilneh -
menden das Umfragegebiet 
als sehr kontrastreich und hetero -
gen charakterisieren. Auf der einen  
Seite wird das Gebiet von vielen 
Teilnehmenden als angenehm und  
kreativ beschrieben, auf der ande -
ren Seite als laut und grau. 
 
Das  Stadtbild  wird  s
 owohl  durch  
Nutzungsmischungen und  damit
verbundenen unterschiedlichen
Stadtstrukturen der (historischen)  
Industrie und urbanem Wohnen, als  
auch  durch  die  diverse  Nutzer*in-
nenschaft  geprägt.  Diese  kontrast-
reiche Wahrnehmung stellt sich al -
lerdings im Gesamtstimmungsbild  
größtenteils positiv dar. Bei den Be -
fragten stehen die Thematiken Kul -
tur, Freizeit, Grün und Wohnen im 
Vordergrund, weniger das Arbeits -
umfeld vor Ort. Die vorhandene 
Clubkultur, kulturelle Einrichtungen  
und der Raum für Kreativität werden 
in vielen Antworten als Tenor mit -
geführt. Die Relevanz dieser The -
men wird zudem durch die Angst 
und Wut der Befragten vor/auf Ver -
drängung unterstrichen. Viele Bür -
ger*innen haben zudem den Fokus  
auf neuen Wohnraum und -formen 
gelegt. Dieser soll sich an sozialen 
 
 
Modellen orientieren und dennoch  
den Raum für kulturelle Einrichtung  
sowie Freiräume lassen. Darüber hi -
naus wird diese Aussage verstärkt, 
indem  der  Wunsch  nach  der  Integ -
ration von entsprechenden Einrich -
tungen und dem Schwerpunktthe -
ma Wohnen vereint werden soll. In 
diesem Kontext sprechen sich auch  
einige für die Umnutzung von wenig 
bis nicht (mehr)  genutzten  Flächen  
aus. Diese vorhandene kontrastrei -
che, kreative Identität soll zudem in  
die Entwicklung von neuen Quartie -
ren einfließen, da viele Antwortende 
vorhandene Neubaugebiete, insbe -
sondere im Kölner Westen, als ein -
tönig und grau sehen. Sie wünschen 
sich mehr innovative, nachhaltige  
Konzepte für ein durchmischtes 
und vor allem auch grünes Quartier. 
Die Menschen wünschen sich mehr  
Grünräume aus Gründen der Ver -
besserung des Stadtklimas und der  
Erhöhung der Biodiversität, um da -
durch eine bessere Lebensqualität  
und gute Naherholung innerhalb des  
Quartiers zu erlangen. Bislang wer -
den vor allem die Grünräume außer -
halb des Gebietes sehr geschätzt.  
Des Weiteren wünschen sich die
Teilnehmenden mehr Raum für un -
kommerzielle Nutzungen sowie eine  
 
bessere Aufenthaltsqualität durch  
ei
ne angemessene  Gestaltung von  
öffentlichen Räumen im Gebiet. Die 
vorhandenen  öffentlichen  Räume  
werden  zwar  insbesondere  auf -
grund ihrer Belebtheit geschätzt, je -
doch wird deutlich, dass der vorhan -
dene Frei- und Begegnungsraum  
knapper wird und es an Qualitäten 
mangelt. Dies kann auch als Ergeb -
nis der geänderten Lebensweisen  
während der Pandemie und der da -
raus resultierenden Wahrnehmung  
gewertet werden.  
Insgesamt  erscheint  das  Gebiet  je-
doch in einzelne Teile zu zerfallen, 
die keinen Bezug zueinander haben.  
Die  Teilnehmer*innen  empfinden  
das Gebiet als unterschiedliche Teil -
bereiche, die wie ein Flickenteppich  
nebeneinander liegen ohne sinnvoll  
verbunden zu sein. Einige wünschen  
sich ein klareres Konzept, welches 
sowohl (alte und neue) Zentren als 
auch (alte und neue) Grün- und Frei -
räume  schlüssig  vernetzt.  So  wer -
den ein neues Verkehrskonzept und  
eine Mobilitätswende von Vielen 
gefordert. Die Mobilität im Betrach -
tungsraum  findet  unter  den  Teil-
nehmenden derzeit vor allem zu Fuß  
und mit dem Fahrrad statt. So wird 
relativ häufig die Fahrradinfrastruk -
tur als  nicht sicher  beschrieben und  
die Forderung nach einem Ausbau  
des  Fahrradwegenetzes  gestellt. 
Unter diesem Aspekt lässt sich auch 
der Hinweis, dass der motorisierte 
Individualverkehr zu viel Platz ein -
nimmt, subsummieren. Die engen
Straßen und auch das hohe Ver -
kehrsaufkommen werden negativ
empfunden. Der motorisierte Indi -
vidualverkehr wird in Müngersdorf  
und Braunsfeld wichtiger bewertet, 
als in Ehrenfeld. Im letztgenann -
ten Gebiet wurden zudem autofreie 
Zonen für zukünftige Gebiete ge -
wünscht sowie ein besserer Ausbau 
des  öffentlichen  Nahverkehrsnet-
zes. In Müngersdorf liegt zudem ein 
Schwerpunkt in dem Wunsch nach 
besserer Nahversorgung. Generell
wird dem kleinteiligen Einzelhandel  
im Gegensatz zu großen Ketten ein 
Vorrang eingeräumt. 
 
 
 
Im Bereich des sozialen Umfeldes 
ste
ht der Wunsch nach Milieuschutz  
und einer Stärkung von sozialen 
Projekten sowie Angeboten für Kin -
der und Jugendliche auf der Agenda. 
Hierzu gehören auch die Stärkung  
von  vorhandene Bürgerinitiativen
und die dauerhafte Etablierung der 
Beteiligung von Bürger*innen bei der  
Entwicklung des Gebietes im Kölner 
 
Westen. Das Thema Arbeiten im Ge -
bie
t spielt im Rahmen der derzeiti -
gen Umfrage kaum eine Rolle. Dies 
ist, wie zuvor begründet, durch die 
Nicht - Erreichbarkeit der dort ar -
beitenden Bevölkerung in Folge des  
Pandemiegeschehens begründet. 
Die  momentane  Flächennutzung  
von Großgewerbe und Industrie 
empfinden  viele  Bürger*innen   als  
negativ. Im Kontext der gewerb -
lich genutzten Flächen muss die  
breite Forderung nach Clubkultur  
und somit auch Raum für diese Nut -
zung gesondert betrachtet werden. 
Grundsätzlich wird bemängelt, dass  
diese Flächen zu zentral im Gesamt -
planungsgebiet liegen und den Köl -
ner Westen trennen. Während der  
Umfrage spielte die zu dem Zeit -
punkt der Ausspielung gegenwärti -
ge Situation der Corona-Pandemie  
eine wichtige Rolle. Dies ist für den 
weiteren Verlauf des Planungspro -
zesses  relevant.  Stimmungsbilder  
der Menschen im Gebiet sowie de -
ren Interessen, welche nicht durch  
die  ausgeführte Methodik erreicht  
werden konnten, werden in anderen  
Formaten der Stadt Köln erfasst. 
18

Urban Participation Lab 
Allerstr. 3 
12049 Berlin 
www.uplab.space 
contact@uplab.space 
Amt für Stadtentwicklung 
und Statistik 
Bearbeitung: 
Lotte Drevermann 
Kaja Rocks 
Dr. Alexandra Sinz

Beschlussvorlage Ausschuss

5972 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IX/15/151 
151/2 
Vorlagen-Nummer 
 2688/2021 
Freigabedatum 13.08.2021 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss des Zielbilds für die Kölner Weststadt 
Beschlussorgan 
Stadtentwicklungsausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Stadtentwicklungsausschuss 
1. nimmt das Zielbild für die Kölner Weststadt zur Kenntnis; 
2. beschließt das Zielbild als Grundlage für weitere Entwicklungen innerhalb des Betrachtungs-
raumes; 
3. beauftragt die Verwaltung, das Zielbild bei den nächsten Verfahrensschritten, dem städtebau-
lichen Wettbewerb Max Becker-Areal und der Fortschreibung der Rahmenplanung Brauns-
feld/Müngersdorf/Ehrenfeld, als Grundlage zu beachten. 
4. Der Stadtentwicklungsausschuss verzichtet auf erneute Wiedervorlage, falls die BV 3 unein-
geschränkt zustimmt. 
 
 
Alternative: keine 
 
 
 
Rahmenplanungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld 31.08.2021 
Verkehrsausschuss 31.08.2021 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 02.09.2021 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 06.09.2021 
Stadtentwicklungsausschuss 09.09.2021 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 13.09.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Mit dem Ratsbeschluss „Entwicklung des Max Becker-Areals in Ehrenfeld“ vom 06.02.2020 
(AN/0220/2020), wurde die Verwaltung beauftragt, einen städtebaulichen Wettbewerb für das Areal 
Widdersdorfer Straße/Maarweg/Oskar-Jäger-Straße in Ehrenfeld durchzuführen, um die Entwicklung 
eines mischgenutzten Quartiers anzustoßen. Auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses soll ein 
Bebauungsplan aufgestellt werden. Außerdem soll die Überarbeitung der Rahmenplanung Brauns-
feld/Müngersdorf/Ehrenfeld von 2004 eingeleitet werden. 
 
Aufgrund der aktuellen Planungen für das Max Becker-Areal und vielfältiger weiterer Entwicklungen 
im Betrachtungsraum bedarf die vorliegende Rahmenplanung von 2004 einer Fortschreibung. Dieser 
wurde ein Zielbildprozess vorgeschaltet, der gleichzeitig auch als Grundlage für die Auslobung des 
städtebaulichen Wettbewerbs zur Entwicklung des Max Becker-Areals dient. Die Verwaltung hat den 
Stadtentwicklungsausschuss, die BV Ehrenfeld und die BV Lindenthal im März 2021 in einer Mittei-
lung (Vorlagen-Nr. 0623/2021) über diesen vorgeschalteten Zielbildprozess zur Rahmenplanung 
Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld mit Fokusraum Max Becker-Areal informiert. 
 
Endbericht Zielbildprozess (Anlage 1) 
Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat als externe Begleitung des Zielbildprozesses das Büro 
MUST Städtebau GmbH beauftragt. Die Bearbeitung des Zielbildprozesses sah eine umfangreiche 
Analyse des gesamten Betrachtungsraumes vor, bei der aktuelle Entwicklungen und Tendenzen be-
rücksichtigt wurden. In einem breiten Beteiligungsprozess wurden darauf aufbauend raumbezogene 
Ziele für die zukünftige Entwicklung des Gesamtraumes abgeleitet. Die grundlegenden Bedingungen 
für eine integrierte und nachhaltige Gebietsentwicklung wurden anschließend in dem Zielbild veran-
kert. Ein weiterer Vertiefungsschritt sah für drei exemplarisch ausgewählte Fokusräume (u.a. für das 
Max Becker-Areal) die Definition von Entwicklungsschwerpunkten vor, die in Steckbriefen mit Hand-
lungsempfehlungen untersetzt wurden.  
 
Im Mittelpunkt des entwickelten Zielbildes steht die Steuerung der Transformation des Gebietes, das 
sich in bestimmten Bereichen zu einem mischgenutzten Standort entwickelt. Wichtige Voraussetzun-
gen dabei sind, die Sicherung gewerblicher Räume, die Entwicklung, Vernetzung und Stärkung von 
Grünräumen sowie die Schaffung der Voraussetzungen für eine Mobilitätswende im Kölner Westen. 
Maßnahmen des Klimaschutzes und der -anpassung sollen integriert berücksichtigt werden. Der vor-
liegende Bericht dokumentiert die Ergebnisse des Zielbildprozesses. 
 
Beteiligung am Zielbildprozess 
Der Zielbildprozess wurde unter Mitwirkung der betroffenen Fachämter und intensiver Beteiligung von 
Politik und Stadtgesellschaft durchgeführt. Im Kontext der Corona-Pandemie fanden die Veranstal-
tungen ausschließlich digital statt. Zwischen Januar und Juni 2021 fanden Workshops mit Vertre-
ter*innen der Fachämter, Politik und Rahmenplanungsbeirat statt. Vom 23. April bis 10. Mai 2021 
wurde zusammen mit dem Urban Participation Lab (UPLab) eine Online-Umfrage zum Zielbildprozess 
durchgeführt, die sich insbesondere an die im Gebiete lebende und arbeitende Bevölkerung sowie die 
das Gebiet nutzenden Besucher*innen gerichtet hat. Ziel war es, Hinweise, Ideen und Anregungen 
zum Betrachtungsraum zu erfassen und mit in den Zielbildprozess einfließen zu lassen. Der vorlie-

3 
gende Bericht (Anlage 2) fasst die Ergebnisse der Umfrage zusammen. Insgesamt haben an der Um-
frage über 3.000 Personen teilgenommen. Am 18. Juni 2021 hat die Verwaltung der Öffentlichkeit in 
einer Online-Veranstaltung die Ergebnisse der Befragung sowie den Entwurf des Zielbildes präsen-
tiert. Die Öffentlichkeit bekam während der Veranstaltung die Möglichkeit, Fragen zum Zielbild zu 
stellen oder die Ergebnisse zu kommentieren. 
 
Ausblick 
Der städtebauliche Wettbewerb für das Max Becker-Areal baut auf der Grundlage des Zielbildes auf. 
Dieser wird federführend vom Stadtplanungsamt vorbereitet und bearbeitet und in einer eigenen Be-
schlussvorlage in die Politik eingebracht.  
 
Die Fortschreibung der Rahmenplanung soll aufbauend auf dem Zielbildprozess im vierten Quartal 
2021 begonnen werden. Diese Fortschreibung sichert die zeitnahe Weiterbefassung mit dem Be-
trachtungsraum im Kölner Westen. Die vertiefende Planung soll die Zielsetzungen aus dem Zielbild 
konkretisieren und dabei Umsetzungsstrategien für eine Steuerung entwickeln.  
 
 
Anlagen: 
Anlage 1 Endbericht - Ein Zielbild für die Kölner Weststadt 
Anlage 2 Ergebnisbericht Online-Umfrage Kölner Westen

Beratungsverlauf (6)

31.08.2021 Verkehrsausschuss
TOP 4.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
31.08.2021 Rahmenplanungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld
TOP 6.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
06.09.2021 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 10.3 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
13.09.2021 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 9.2.9 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
07.10.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 5.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: mit Änderungen empfohlen

Zur Sitzung
28.10.2021 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 5.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2688/2021
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
13.08.2021
Erstellt
28.07.2021 07:18