2458/2018
Realisierung von künstlerischen Gestaltungsentwürfen im Bereich der sechs defekten Rolltreppen und den zugehörigen Treppenauf-/abgängen am Ebertplatz (August 2018 - Dezember 2020)
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9 Neubauer
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: ausgewählte Projektentwürfe) Bezeichnung: SILVER SURFER Anika Neubauer, ON/OFF ON/OFF ist ein Netzwerk bestehend u.a. aus Designern und Architekten mit Sitz in Berlin. Sie haben seit ihrer Gründung bereits an einer Reihe von Wettbewerben und Projekten gearbeitet, bei denen es um installative Designprojekte oder ortsspezifische Bauten ging, unter Einbezug von verschiedenen neuen Medien, (Theater-)Szenografie, experimentalem Wohnungsbau, Spielplätzen und Möbeldesign. Sie arbeiten ebenfalls mit mobilen Strukturen/Einheiten, Film, Projektion und organisieren öffentliche Workshops. Klassische Arbeitsmethoden erweitern sie durch den starken Einbezug von Erfahrungen der Stadtgesellschaft. 2017 hat ON/OFF die Sitztribünen für das CityLeaks Festival auf dem Ebertplatz gebaut. Die Mitglieder von ON/OFF sind in verschiedenen Städten verortet und schließen sich für jedes Projekt neu zusammen. Anika Neubauer (*1986) ist Architektin, wohnt in Berlin und unterrichtet aktuelle als Assistentin an der Technischen Universität Braunschweig. Ihr Schwerpunkt liegt auf Grafik Design und konzeptuelle Planung. Sie ist ein permanentes Mitglied von ON/OFF. Weitere Mitglieder von ON/OFF sind Berk Asal, Dan Dorocic, Marius Busch, Nick Green, Samuel Carvalho. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) Um Platz – real und gestalterisch – zu schaffen, beschäftigt sich der Entwurf von ON/OFF mit übergeordneten Themen des Erhellen s, Spielens und Qualifizieren sowohl in der Fläche als auch in der Projektebene. Angewendet auf die Eingänge und Unterführung am Ebertplatz kann das Verspiegeln von Deckenflächen , Wänden oder eben als Rutsche umfunktionierte Rolltreppe neue Akzente setzen, Räume sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen erweitern. Durch das Sonnenlicht noch dunkle Ecken erhellen und ohn e den bereits überladenen Straßenraum zu bedrängen . Neben neuen Sehereignissen bietet der Spiegel nicht zuletzt auch eine Möglichkeit der Selbstreflexion. An den Flaneur sendet er die Nachricht, du bist Teil des Ebertplatz, du bist Teil der Stadt.
7 Tonoian, Kaltwasser
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: 7 ausgewählte Entwürfe) Bezeichnung: Barren Iren Tonoian Kulturmanagerin und Kuratorin Köln, geb. 1978, studierte Medienwissenschaften, Germanistik und Slawistik in Bonn. Gründungsmitglied von artrmx e.V., Leiterin des Atelierzentrums Ehrenfeld und Mitinitiatorin des Urban Art Festivals CityLeaks. Martin Kaltwasser Bildender Künstler und Architekt Berlin, geb. 1965, studierte Bildende Kunst und Architektur. Er arbeitet in den Bereichen Installation, Objekt, Design, Performance, Architektur und Stadtforschung und vor allem im Außenbereich und im öffentlichen Raum. Er arbeitet zumeist ortsbezogen und verbindet Recherche mit räumlichen, objekthaften, architektonischen Umsetzungen. Viele seiner Projekte entstehen partizipatorisch und mit Abfällen aus dem städtischen Raum. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) Barren ist als „aktive Skulptur“ erleb - und benutzbar und soll bewusst körperlichen Freiraum zulassen, um geistige Bewegung voranzutreiben. Der künstlerische Entwurf soll in Verbindung zur wasserkinetischen Skulptur von Göddertz betrachtet und genutzt werden. So soll ein „Skulpturenpark Ebertplatz“ entstehen, der durch seine Beschaffenheit als nutzbarer Parcours neue BesucherInnen anzieht, sie animiert, die Plastik zu nutzen u nd sich auf dem Platz häufiger aufzuhalten. Symbolisch betrachtet besteht sogar eine Verbindung zwischen dem Thema Bewegung und der aktuellen Situation, in der sich der Ebertplatz als vieldiskutierter Sozialraum aktuell befindet. Nutzungsoptionen Turnen, Klettern, Kraftsport, Spielgerät für Alle. Auch geeignet für gemeinsame sportliche Betätigungen. Aufgestaute Energie loswerden, ohne aggressiv zu sein, sich mit anderen messen, Parcours spielen, neue Spielmöglichkeiten einer ungewöhnlichen Struktur erproben. Reminiszenz an Schulsportunterricht mitten in der Stadt, da, wo man es nicht erwartet. Technische Angaben: „Barren“ als p räzise ausgeführtes Sportgerät, sonst nur in Sporthallen/Fitnesscentern zu finden. Rolltreppenseitenteile sind vollständig mit Sperrholz umkoffert, technisch notwendig, um stabile Unterkonstruktion zu gewährleisten , aber nicht sichtbar zu machen. Die Verkleidung ist Teil einer durchgängigen designten Neugestaltung der Rolltreppe zu einem Sportgerät. Holzoberfläche birgt weniger Verletzungsgefahr. Rolltreppenstufen sind auch mit Sperrholz verkleidet und zusätzlich mit weichem Neoprenmaterial belegt, um Verletzungsrisiko auszuschließen. Material: Holz, Metall, Farbe
6 Hoffmann
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: 7 ausgewählte Entwürfe) Bezeichnung: Polemoskop Matthias Hoffmann Studium der Architektur an der RWTH Aachen, in Barcelona und Wien. Im Anschluss Masterprogramm ‚Architektur und Stadtforschung’ (Prof. Arno Brandlhuber) an der AdBK Nürnberg. Von 2011 bis 2016 Mitarbeit im Architekturbüro BeL in Köln. Projektleitungen und Mitwirkung an zahlreichen Wettbewerben. Seit 2016 eigenes Büro MHO in Köln. Außerdem Tätigkeiten in der Lehre, von 2012-2014 an der PBSA Düsseldorf und seit 2015 am Fachgebiet Raum und Entwerfen, KIT. Mit Johanna Reich und Jan Rothstein Mitwirkung beim Stadtlabor für Kunst im öffentlichen Raum 2017 mit dem Projekt „Auf den Ringen“. Tim Panzer Architekturstudium an der RWTH Aachen. Während dieser Zeit Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros. Unter anderem bei Nicolic Architekten - Berlin, Benthem Crouwel - Amsterdam und Jack Molina - Köln. In Kooperation mit Blacklines on White Paper Projektbeitrag für Ordos Ai Wai Wai/ Ordo 100. Nach dem Studium freie Mitarbeit bei F.A.R Architekten - Berlin und Büroleitung bei Brück Dürkop Architekten in Köln. 2015 Gründung von APanzer - Büro für Architektur in Köln. In 2017 6-monatige Studienreise nach Japan. Neben der praktischen Arbeit, Ausübung verschiedene Lehrtätigkeiten. Von 2015 bis 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bauplanung und Baurealisierung an der RWTH Aachen. Seit 2017 WM am KIT, Fachgebiet Raum und Entwerfen. Jan Rothstein Jan Rothstein studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Köln. Seit 2008 arbeitet er als freier Fotograf und Kameramann. Parallel dazu kam es seit dieser Zeit zu zahlreichen künstlerischen Kooperationen als dramaturgischer Berater und Bildgestalter. Mit „DETLEF. 60 Jahre schwul“, der auf der 62. Berlinale 2012 uraufgeführt wurde, schuf Jan Rothstein ein eindringliches Porträt von Detlef Stoffel, der zu den Pionieren der Lesben- und Schwulenbewegung in den 1970er Jahren gehörte. Mit Matthias Hoffmann und Johanna Reich Mitwirkung beim Stadtlabor für Kunst im öffentlichen Raum 2017 mit dem Projekt „Auf den Ringen“. Wiebke Schlüter Studium der Architektur an der RWTH-Aachen. Auslandsstipendium an der Univerità della Sapienza in Rom. 6-monatige Studienreise durch Südamerika. Mitarbeit und Projektleitung in diversen Architekturbüros in Rom (Nicola di Batista), London ( stephantaylorarchitects) und Köln (BeL). Seit 2012 freiberuflich tätig als Architektin in Köln. Tätigkeit in der Lehre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der RWTH im Lehrstuhl Konstruktives Entwerfen (Prof.Baum), an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf im Fach Grundlagen des Entwerfens (Prof. Molestina) und am KIT in Karlsruhe am Fachgebiet Raum und Entwerfen (Prof. Frohn). Seit 2016 Mitglied der Gruppe UrbanizeX und Teilnahme am Forschungsprojekt Urbanes Lernen in Zusammenarbeit mit der Zukunftsakademie NRW. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) Der Ebertplatz ist kein Zentrum eines gan zen Problemviertels, sondern liegt vielmehr in direkter Nähe belebter Plätze wie dem Eigelstein oder dem Sudermanplatz. Die Neusser Straße, das Zentrum des belieb ten Agnesviertels, schließt unmittelbar an den Platz an. Jedoch ist der Platz selbst von seiner Umgebung durch die versenkte Lage, den umlaufenden starken Verkehr und die hohe Bepflanzung weitgehend abgeschnitten – dies verstärkt den Eindruck einer eigenen Welt mit eigenen Gesetzmäßigkeiten. Diese Gesetzmäßigkeiten wechseln kate gorisch, je nachdem, ob die Nutzung und somit die „Aufsicht“ des Platzes von gezielt eingesetzten Polizeibeamten, von den Platz durchquerenden Passanten oder von den Betreibern der Kunsträume geprägt ist. Das Polemoskop erzeugt durch die In stallation von zwei Spiegelflächen pro Rolltreppe eine Sichtverbindung zwischen den beiden Ebenen des Ebertplatzes. Von unten gesehen lenkt ein Spiegel, der die Neigung der Rolltreppe nachzeichnet, den Blick gegen den Himmel. Dort trifft er auf eine eingerückte runde Spiegelfläche, die auf signifikante oder alltägliche Sehens- Würdigkeiten des Ebertplatzes gerichtet ist. Auf Straßenniveau ragen die runden Spiegel wie Fühler aus den Schächten heraus und bieten neben ihrer objekthaften Qualität wiederum einen Blick um die Ecke – diesmal in die unterirdischen Gänge der Platzanlage. Technische Angaben: Die Spiegel bestehen aus Hochglanz -polierten Edelstahlblechen, die übe r die gleichen optischen Eigenschaften wie Glasspiegel verfügen. Die Spiegelfläche auf der Rolltreppe ist auf einer Trägerplatte (z.B. Holzträgerplatte BFU -imprägniert) mit einer Unterkonstruktion aufgebracht. Die runde Spiegelfläche wird durch einen Stab aus Edelstahlrundrohr (in Abstimmung mit Statiker am Geländer befestigt oder unmit telbar neben dem Geländer einbetoniert) auf die erforderliche Höhe gebracht. Die Dimensionierung der konstruktiven Teile ist auf die anzunehmenden Windlasten aus gerichtet. Die Unterkonstruktion für die run - de Spiegelfläche besteht aus einer Schale aus gestrecktem Edelstahl -Feinblech, die mit statisch wirksamen Wölbungen ver sehen ist, um eine möglichst leichte Kon struktion herzustellen.
8 Wildeis, Gehlen
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: 7 ausgewählte Entwürfe) Bezeichnung: muddy moves Maria Wildeis (*1984), Kulturmanagerin und Kuratorin aus Köln. Sie hat Kunstgeschichte, Philosophie und klassische Literaturwissenschaft in Köln studiert. Seit ihrem Magisterabschluss 2010 verantwortete sie zahlreiche Ausstellungen, die raumbezogenes Arbeiten und die Fragen aktueller Bildhauerei berühren, wie auch Konzerte im Bereich der Experimentalmusik und Neuen Musik. Seit 2015 leitet sie das Internationale Austauschprogramm für Bildende Künstlerinnen für das Frauenkulturbüro NRW e.V. und gründete im gleichen Jahr den Kunstraum „Tiefgarage“ am Ebertplatz. Andreas Gehlen (*1969) ist bildender Künstler, wurde in Bonn geboren und wuchs in Chile, Jugoslawien, Rumänien und Spanien auf. Das Kunststudium absolvierte er in Braunschweig. Mit sculptorscoop realisiert Gehlen seit 2009 skulpturale Elemente für z.B. Zoos, Vergnügungsparks und andere Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) Andreas Gehlen, Bildhauer aus Köln, erschafft eine Plastik, die aussieht wie Teer, der von der Straßenebene über eine Rolltreppe in den Untergrund hinabfließt. Der ausgehärtete Schleim faltet sich in vielen dunklen Schichten durch den verlassenen Rolltreppenabgang. Dabei handelt es sich in gewissem Sinne um ein Trompe l´oeil, eine Täuschung des Auges. Denn die Skulptur ist aus künstlichem Material erschaffen und nur eine dünne Schicht Teer wird auf modellierten Beton gestrich en. Gehlen interessiert hierbei besonders das Verhalten großer, dichter Massen. Sei es Lava, Teer oder Schlamm – die Volumina erzeugen eine ganz eigene Ästhetik durch eine sich langsam ausbreitende Oberfläche, die dann Falten wirft und Assoziationen weckt zu Schleim, Fettschichten oder Bergformationen, die durch heißes Gestein geformt wurden. Es ist immer ein langsamer Prozess, wenn sich Schlamm oder Lava einen Berg hinabdrücken, jedoch sind die Kräfte enorm, denn ganze Straßenzüge oder Städte verschwanden schon unter so schweren Massen und vor den Augen hilfloser Einwohner. Gehlen erforscht und imitiert diese Struktur durch den Einsatz von Beton und einer Unterkonstruktion. Als die Stadt Köln in den späten 60ern zur autogerechten Stadt umfunktioniert werden sollte, da wurde, wie man so oft hört, „der Ebertplatz in Beton gegossen“. Eine Stadt sollte autotauglich gemacht werden und der Guß war Anfang einer kompromissarmen Entscheidung. Nach Zeiten der Überforderung und Vernachlässigung folgte ein neuer Wunsch: Zuschütten. Zumauern. Einbetonieren. Noch mehr Schichten. Technische Angaben: Die gesamte Springflutplastik wird nach dem Verfahren der Firma Sculptorscoop hergestellt, eine solide Unterkonstruktion aus: - ca. 300m x 8cm Rundeisen schwarz - mit 4cm x 4cm L-Profilen grundgestützt - solide verschweißt und Rostgeschützt - die Gitterkonstruktion wird mit Armierungsgewebe bespannt - die ca. 20m2 Grundfläche wird mit 2 Schichten Zementmörtel in der Gesamtstärke 8cm mit einer Betonspritzmaschine angespritzt - Die Platonischen Körper werden in der Unterkonstruktion verankert - die letzte Schicht wird realistisch modelliert und eine glatte Oberfläche verpinselt - nach der Aushärtung erfolgt ein Teeranstrich Gehlen: „Ich kann mir vorstellen, im oberen Bereich der Rolltreppe, das erste rechte Verkleidungsblech aufzubiegen und sowas wie eine Öffnung/ Schlund anzudeuten (wenn das nicht möglich ist, würde ich eine „Fakeverkleidung“ an besagter Stelle anbringen). Aus diesem wird dann quasi die Teerskulptur wie eine Springflut herausgeschossen kommen. Dieser Teerausfluss ergießt sich nochmals leicht an die obere Eingangsfußkante und schloddert dann von einer Seitenwand an die andere nach unten. Der Fluß wird wulstig und schichtig gehalten (wie etwa Lava, Höhe bis zu 30cm). Sprenkel, kleinere Inseln und anderes Geschlabbere soll der realen "Sauerei" recht nahe kommen. Am Ende verflüchtigt sich die plastisch gehaltene Skulptur im Gitterrost des Souterrains. Platonisch-verschieden farbige Kleinstkörper schwimmen durch die gesamte Springflut (ca. 5-6 Plastiken aus Kunststoff verankert (tbc)).“ Zielgruppe und Vermittlungskonzept an Passanten (Beschilderung): An Treppenauf- und Abgang werden an geeigneter Stelle Metallschilder angebracht, mit Kurzbeschreibung der Arbeit. Über einen QR-Code gelangt man an weiterführende Informationen, wie Audiofiles und Webseiten, wo auch Kommentare oder andere Eindrücke der Besucher gesammelt werden können.
2 Craus, Hahn Gatecrash
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: 7 ausgewählte Entwürfe) Bezeichnung: GATECRASH Sandy Craus (*1975), lebt und arbeitet in Köln. Nach einer Ausbildung zur Fotografin, studierte sie u.a. Bildende Kunst an der HGB Leipzig. Zusätzlich erwarb sie ein Zertifikat in Theaterpädagogik. Sie realisierte bereits Theaterprojekte, aber auch Interventionen, Installationen und Kunst im Öffentlichen Raum. Sie ist ebenso in der Kunstvermittlung tätig. Sebastian Hahn (*1974), lebt und arbeitet in Köln und Düsseldorf. Er ist im Bereich Setdesign, Grafikdesign und Möbeldesign tätig. Nach einer Schreinerlehre, hat er Handwerksdesign studiert und anschließend ein Aufbaustudium an der Filmakademie Ludwigsburg mit einem Diplom als Szenenbildner absolviert. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) Dynamik und Licht in den Untergrund schicken, diesen aufmi schen, abheben, ein großer Wurf die Treppe runter - Aufmerksamkeit lenken, Richtung geben, Zentrum Ebertplatz, Follower binden, neugierig machen, rankommen Assoziationen: Ufo/ Antrieb/ Organismus, symbiotisch/ parasitär/ Rakete/ wehende Haare/ Injektion/En ergieschub. Frage in den Raum stellen - What the hell does that mean? (Vermittlungsstrategie: Fokus zum Platz lenken, Impuls zum Anknüpfen, Weiterführen des Gedankens) Inhaltliche Bezüge zu Standort und Öffentlichkeit : Der rohe Beton, die brutalistische Bauweise des Ebertplatzes, forderte uns zu einer großen Geste auf, die nicht nur die einzelne Rolltreppe, den einzelnen Zugang in Augenschein rückt, sondern den Platz als Ganzes betrachtet, der selbst wie eine tiefergelegte Landebrücke eines Schiffs wirkt . Die in den Untergrund strebende Plastik zieht die Passanten mit sich. E s kommt Licht in den Tunnel, welches ausgehend vom Objekt pulsiert. Technische Angaben: Material: Holzverbundmaterial, Acrylglas satiniert, LED Technik: Plastik Größe: Breite 1,5m, Höhe ca. 3m, Länge ca. 14m
5 Drebusch, Schaller
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: 7 ausgewählte Entwürfe) Bezeichnung: Perspektive Vera Drebusch Künstlerin aus Köln. Sie studierte Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund und anschließend an der KHM Köln. Sie realisierte 2016 und 2017 Projekte im öffentlichen Raum von Köln und war 2013-2014 künstlerische Leiterin vom Kunstraum Gold + Beton am Ebertplatz („St Open“ – Bushaltestellen-Projekt in Kooperation mit Selma Gültoprak, 2017, Kunst an Kölner Litfaßsäulen“, 2016). Sie hat mit Evamaria Schaller bereits zusammengearbeitet und gemeinsame Projekte realisiert. Evamaria Schaller Künstlerin und Performerin aus Köln. Sie hat u.a. an der Fotoakademie in Graz und der KHM Köln studiert. Seit 2010 ist sie Mitglied des Performance-Kollektives PAErsche Köln, reist regelmäßig zu internationalen Performance-Veranstaltungen und erhielt neben zahlreichen internationalen Residenz- und Arbeitsstipendien auch das Chargesheimer-Stipendium der Stadt Köln, das Istanbul-Stipendien „Atelier-Galata“ und das Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium. Am Ebertplatz hat sie u.a. bereits eine performative Stadtwanderung organisiert. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) Die Rolltreppe Nr. 4 soll hinsichtlich ihrer Unfunktionalität maximiert und dabei der Aspekt der Überwachung eines sogenannten “Angst-Raumes” positiv umcodiert werden. Zu jeder Tageszeit wird folglich die Passage auf natürliche Art und Weise beleuchtet, reflektiert und der pyramidenförmige Schlauch selbst zum Leuchtkörper. Nachts werden speziell platzierte Scheinwerfer, welche sich entsprechend des Sonnenuntergangs sukzessive hoch dimmen, diesen Reflexionsmoment weiterführen und somit für eine zunehmend künstliche Erhellung und konsequenterweise ebenso nächtliche Beleucht ung sorgen. Die Aggressivität und das Gefährliche, welche die stehenden Rolltreppen am Ebertplatz ausstrahlen, soll durch das spitze, reflektierende Objekt hervo rgekehrt und überspitzt werden. Gleichzeitig strahlt es etwas ästhetisch Schönes, Anziehendes aus und schafft erhellende Momente während eines einst als abstoßend, düster -gefährlich wahrgenommenen Abgangs. Die mediatisierte Selbstbetrachtung in der Jugendkultur der Gegenwart erfährt derzeit ein quantitatives Maximum. Die Selfie-Produktion ist zum perfiden Wahn geworden und die Selbstoptimierung zum ständigen Begleiter und teilweise sogar zum Regisseuren unseres Alltags. Dieses Thema greifen wir skulptural auf. Jede/r der/die diesen Treppenaufgang nutzt, sieht sich selbst und wird somit Teil der Skulpt ur und auch des Ebertplatzes, welcher sich permanent in dem Kunstwerk reflektiert. Architektonische Elemente werden hervorgekehrt und einerseits gespiegelt und andererseits durch das Lichtmoment fokussiert und somit neue Betrachtungsmöglichkeiten geschaffen. Der Faktor Vandalismus wird von vornherein in die Physiognomie der Dreiecksmauer einbezogen: Jede/r, der/die auf das Objekt – in welcher Weise auch immer – “tagged”, sieht sich sel bst darin. Darüber hinaus lädt die Skulptur explizit zur Selfie-Produktion ein und schafft eine strahlende Atmosphäre bei gleichzeitiger positiv konnotierter virtueller Präsenz des Ebertplatzes. “Wir wollen eine Mauer”, hieß es von vielen Seiten, nach der sogenannten “Messerstecherei am Ebertplatz” (Kölnische Rundschau, 15.10.2017) oder am “Brennpunkt Ebertplatz: Nord- und schwarzafrikanische Drogendealer, Messerangriffe, Schlägereien – am Ebertplatz ist die Anarchie der Kriminellen ausgebrochen. Anwohner trauen sich nicht mehr, über den Platz zu gehen, er ist dunkel, unübersichtlich, einfach nur gefährlich…” (Express, 23.10.2017) Mauern trennen und “schützen”. Im nordirischen Konflikt in Belfast beispielsweise, zeugt die Mauer nach wie vor von gewaltbereiten Extremen. Zusatzprogramm: Neben der Installation ist auch ein Zusatzprogramm mit weiteren Fotografie- (Perspektive, Lichtübungen etc.) und Performanceworkshops (Wie nutze ich diesen Treppenabgang auf andere Weise?) geplant. Als offenes Angebot werden AnwohnerInnen und PassantInnen eingeladen, aktiv Teil der (kritischen) Rezeption und Reflexion des Kunstwerkes zu werden. Abends oder in der lichtarmen Jahreszeit können zusätzliche Taschenlampen verwendet werden, um Reflexionsmomente selbst herbeizuführen. Diese Workshops sollen die Skulptur erweitern und in den sozialgesellschaftlichen Interaktionsraum übertragen. Technische Angaben: Konkret ist ein pyramidenförmiger mit Spiegelfolie überzogener skulpturale r Eingriff geplant, der sich in unregelmäßiger Versetzung die Rolltreppe hinab windet. Angepasst an die Architektur der Treppe steigt diese “Dreiecksmauer” majestätisch hinab, um am Fußende in Wand- und Bodenelemente überzugehen. Durch die versetzten Flächen und unterschiedlichen Winkel der Dreiecksmauer, wird Sonnenlicht eingefangen und in verschiedenen Perspektiven in den dunklen Gang gewor fen, welche von den spiegelnden Wandelementen zurück oder weiter gestrahlt werden.
4 Kruse, Oliver
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: 7 ausgewählte Entwürfe) Bezeichnung: Scalalogia Prof. Oliver Kruse (*1965) & Projektteam (Cad Planung: Holger Cayenz, Holzbau: Züblin Timber Aichach GmbH, 3Dscan: Pilhatsch Ingenieure, Statik: Prof. Dipl.-Ing. Christoph Ackermann, Beratung: Geyssel Fahrtreppenservice GmbH) Nach einer Ausbildung in einer Kunsttischlerei in Köln, studierte er bildende Kunst in Hombroich und absolvierte ein Postdiplom in Kunstgeschichte an der Royal Society of Arts und einen Master in Bildender Kunst und Skulptur am Chelsea College of Art in London. Seit 1994 hat er sein Atelier auf der Raketenstation in Hombroich und seit 2005 ist er Professor an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) „Scalalogia“ wird einen neuen Raum schaffen, und kann eine partizipative Bühne für Passanten, aber auch verschiedenste künstlerische Veranstaltungen und Performances sein. Es entsteht eine ereignisreicher skulpturale Intervention, die zu einer weitrei chenden Attraktion werden kann. Kunst ist ein Ein griff in die Wirklichkeit. Um in dem städtisch en, großformatigen Kontext eine starke Wirkung zu erreichen, wurde eine topologische Konjugation einer großformatigen, plastischen Arbeiten aus Industriesperrholz (Materialbezeichnung: Kerto) erarbeitet. Diese wird mit innovativster Technologie geplant und für den Ort vorgefertigt, um eine ganz neuartige, ortsspezifische Intensität zu schaffen. Die Arbeit leisten einen relevanten Beitrag zum aktuellen Kunstdiskurs und kann gleichzeitig breite Bevölkerungsschichten erreichen. Technische Angaben: Die vorgeschlagenen hölzernen Archiskulpturen sind Einlagefüllungen, die im Holzingenieurbau nach digitalen Planungsdaten vorgefertigt und in den Umraum eingesetzt werden, um die räumlichen Qualitäten ihrer jeweiligen Umgebungen zu intensivieren. Diese Inlays sind passgenaue Werkstücke, die kraftschlüssig in die Rolltreppen eingefügt werden können. Dies ist auch temporär möglich und genügt den hohen Sicherheitsansprüchen im öffentlichen Raum. Die Entwürfe wurden in sorg fältiger Abstimmung mit einer innovativen Holzbaufirma, einem Vermessungsingenieur, Statiker und einem Fachbetrieb für Fahrtreppen erstellt. Zudem hat eine technische Vorprüfung zum vorgeschlagenen Material Sperrholz stattgefunden. Die in der Ausschreibun g angeforderten Unterlagen liegen hiermit vollumfänglich vor. Position1+2 Eigelstein / Hansaring is t eine großformatige, begehbare Skulptur aus Nadelsperrholz, die die vorhandene, in der Bewegung erstarrte Rolltreppe dupliziert, verlängert und um eine stab ile Plattform in der genauen Achse des Eigelsteintors erweitert. Von weit her sic htbar, ermöglicht die nur über den Umweg durch den Untergrund zu erreichende Aussichtsplattform eine Übersicht über den ganzen Ebertplatz und lädt zur künstlerischen Ansprache ein. Der Überstand kann in einem zu vereinbarenden Maße flexibel gestaltet werden. Die Länge der Wangen, die Stabilität des Materials in Verbindung mit der Festigkeit der u -förmigen Konstruktion, erlaubt diese imposante Dimensionierung. In Anbetracht der Größe wird man hier das Auftragsvolumen für beide Rolltreppen (1+2) beanspruchen. Die Entwürfe sind nach präzisen Messungen Vorort digital simuliert worden und basieren auf maßstabgetreuen Dateien. Die Planung der Elemente wurde in sorgfältiger Abstimmung mit Züblin Holzbau, Pilhatsch Ingenieure, Prof. Christoph Ackermann und Geyssel Fahrtreppenservice GmbH als technische Berater bedacht und erstellt. Zudem hat eine technische Vorprüfung bezüglich Brandschutzes bereits stattgefunden . Nach bereits vorgelegter Information ist das von uns favorisierte Sperrholz im öffentlichen Raum uneingeschränkt einsetzbar. Kerto ist ein normal entflammbarer Baustoff (Baustoffklasse DIN 4102B2 nach DIN 41021). Die Einstufung nach DIN 135011 entspricht der Klasse Ds1,d0. In dieser Hinsicht sind wir im Interesse der Sa che in Vorleistung gegangen und stehen für Rückfragen zur Verfügung. Das Material ist im Außenraum langfristig einsetzbar. Der Hersteller übernimmt eine Gewährleistung von mind. 2 Jahren. Beginn und Laufzeit der Projekte können flexibel gestaltet werden. Nach Beauftra gung sind die Kunstwerke nach 3 Monaten Lieferzeit verfügbar und können problemlos für die Dauer von 2 Jahren installiert werden.
1 Lageplan mit Rolltreppen und Nutzungszonen
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Platzbereich B KVB- WEGEBEZIEHUNGEN Wasserkinetische Plastik Gastronomiebereich Platzbereich A Passagen (unterirdisch) 1+2 4 6 5 3 1+2Stillgelegte Rolltreppen: ...Eigelstein 4 ...Sudermann Str. 6 ...Bushaltestelle 5 ...Neusser Str. 3 ...Hansaring
3 Jungblut
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Künstlerische Gestaltung der 6 stillgelegten Rolltreppen an 5 Auf-/Abgängen zum Ebertplatz (Ergebnis der Jurysitzung vom 9.7.2018: 7 ausgewählte Entwürfe) Bezeichnung: o.T. (Eine reaktive, audiovisuelle Licht-/Installation auf den Rolltreppen) Roman Jungblut, lebt und arbeitet in Köln, hat sich schwerpunktmäßig den auditiven Künsten verschrieben, arbeitet u.a. als Komponist, Klangkünstler und Sounddesigner, veröffentlicht Musik in verschiedenen Konstellationen und organisiert Ausstellungen, Performances und Konzerte von Nachwuchskünstlern im Vorstand des „GENAU e.V. – Verein zur Förderung des kulturellen Lebens von Köln“. Claus Daniel Herrmann, lebt und arbeitet in Köln, hat sich hauptsächlich den visuellen Künsten verschrieben, arbeitet u.a. als Designer, Illustrator und Animationskünstler, veröffentlicht Comics und organisiert das freie Illustratoren Treffen „Comic Pow Wow“ sowie AKFA, den „Animations Kurzfilmabend Köln“, der sich als Vereinigung der Förderung experimenteller, animierter Kurzfilme verschrieben hat. Eduard Paal, lebt und arbeitet in Köln. Er lehrt u.a. an der Köln International School of Design, wo er das Physical Computing Lab leitet. Dort experimentiert er mit Studierenden im Spannungsfeld von Technology und Interaction Design um zu verstehen, welchen Einfluss interaktive Technologien auf unsere Wahrnehmung und unser (Zusammen-)Leben nehmen. 2015 hat er im Kunstraum „Labor“ am Ebertplatz das interaktive Event „Platz & Play“ organisiert. Sebastian Heilmann, lebt und arbeitet in Köln. Er lehrt an der Kölner International School of Design, wo er das Digital Prototyping Lab leitet. Dort werden den Studierenden Inhalte der dreidimensionalen Gestaltung vermittelt. Des Weiteren arbeitet er als selbständiger Produkt Designer und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsprojektes „momo“ im Bereich „Jugend und Bildung“. Praxisorientierte Wissensvermittlung sowie neue Unterrichtsmethoden für SchülerInnen stehen hier im Fokus. Konzept: (Textliche Grundlage: Bewerbungsunterlagen) Zum einen den Ebertplatz heller und einladender gestalten – dabei aber die jüngere Geschichte, die Spannungen nicht komplett vergessen machen, zumindest ein Stück weit auf diese verweisen und so die Diskussion über gesellschaftliche bzw. hier im s peziellen Stadtentwicklung und öffentliche Sicherheit am Leben erhalten. Die Stufen der nicht mehr funktionierenden Rolltreppen werden in unserer reaktiven Installation zur bespielten Fläche, treten mit Lichtern und leisen Klängen in Kommunikation mit den Besucher*innen. Werden die Stufen nicht betreten, laufen unzählige kleine Lichter über die gesamte Trep pe, gleich eines Tanzes, in sich geschlossen, mit sich beschäftigt doch lockend. Mit einfacher Sensorik ausgestattet erkennen die Treppen dann ankommende Menschen, signalisieren dies beim ersten Schritt auf eine Stufe mit einem pulsierenden, erwartungsvoll en und warmen Licht. Beim nächsten Schritt jedoch werden die Besucher*innen daraufhin “gescannt”, ob sie nichts Böses im Schilde führen, ein kurzes Warnsignal ertönt und die Stufe fordert – ganz in Rot getaucht – zum Stoppen und Innehalten auf. Der “Scanvorgang” dauert nur kurz und mündet im Normalfall in einer Freigabe: Ein positiver Klang ist zu hören und die Treppe erleuchtet grün, animiert mit Lichtern, die den Weg nach unten weisen. Jede genommene Stufe reagiert auf die gern gesehenen Besucher*innen, sanfte Klänge untermalen jeden Schritt. Menschen, die den Ebertplatz wieder verlassen, werden von den Treppen verabschiedet – sie wünschen akustisch wie visuell einen schönen Tag und es ist zu spüren: “Bitte wiederkommen! Wir warten auf Dich!” Video (Eine erste Simulation des Vorhabens in bewegten Bildern und Klängen ist hier zu sehen): https://youtu.be/rahffPFPQMU Technische Angaben: Die technische Umsetzung wird Vandalismus sicher und witterungsbeständig (mit IP65 bis IP67 Materialien) geplant und durchgeführt: LED-Streifen (WS2812b) werden in die Rillen der Stufen der Rolltreppen eingelassen und sowohl am Kopf- wie Fußende der Treppen innerhalb der Wartungsschächte angeschlossen und fixiert. Innerhalb der Treppenstufen werden die Streifen aus einer Kombination von Silikon und Aluschienen gegen die Entnahme geschützt. Das milchige Silikon fungiert als zusätzlicher Witterungsschutz der IP65/67 LED- Streifen und darüber hinaus als Diffusor für das Licht, so dass eine organischere, gleichmäßigere Lichtstimmung erzeugt werden kann. Die Abdeckungen der der LED-Streifen erfolgt zur Trittfläche der Stufen nicht schließend, um eine erhöhte Rutschgefahr zu umgehen: Die Treppe bleibt in ihrer Funktion in jedem Fall unbeeinträchtigt. Die Sensorik für die Erkennung der Besucher*innen wird über minimale, gut reversible Bohrungen von 2-3mm in die seitlichen Abdeckungen der Rolltreppe eingebracht. Auch die Verkabelung dieser Sensorik wird gemäß entsprechender Bestimmungen an die Betriebssicherheit geplant und läuft in den Wartungschächten unterhalb der Rolltreppen zusammen. Von außen wird diese Verkabelung an keiner Stelle sichtbar und zugänglich sein. Ebenfalls unsichtbar und nicht zugänglich werden die kleinen Lautsprecher inklusive der Verstärker in den Wartungsschächten untergebracht. Da die Klänge zwar hörbar, aber nicht stark im Vordergrund stehen sollen, ist diese indirekte Beschallung mehr als ausreichend. Als Abspielgeräte für die Installation planen wir pro Treppe, Stand heute, einen Mini -PC, einen Teensy/Arduino, und einen MiniMad. Diese sehr kleinen und leicht wettersicher zu verbauenden Geräte werden ebenfalls in den Hohlräumen der Tr eppe untergebracht . Durch die verbaute LED -Technik und andere Kleinstelektronik wird der Strombedarf der finalen Installation keine ernsthafte Herausforderung für die dortige Elektrik darstellen. Bis auf die genannten, sehr kleinen Bohrungen in der Verkleidung der Rolltreppe ist die Installation 1:1 reversibel gepla nt. Die Bohrungen in den seitlichen Abdeckungen werden jedoch nach Ablauf der Installationsdauer mit Metallspachtel nahezu unsichtbar gefüllt werden können – wobei sich die Frage stellt, ob dies bei nicht reparablen Rolltreppen überhaupt vonnöten sein wird.
Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41 Vorlagen-Nummer 2458/2018 Freigabedatum Dringlichkeitsentscheidung und Genehmigung zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Entscheidung durch den Bezirksbürgermeister und ein Mitglied der Bezirksvertretung gemäß § 36 Absatz 5, Satz 2 GO NRW und Genehmigung durch die Bezirksvertretung. Betreff Realisierung von künstlerischen Gestaltungsentwürfen im Bereich der sechs defekten Rolltreppen und den zugehörigen Treppenauf-/abgängen am Ebertplatz (August 2018 - Dezember 2020) Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 17.09.2018 Begründung für die Dringlichkeit: Das Vorhaben muss per Eilentscheidung beschlossen werden, da möglichst schnell Veränderungen am Platz sichtbar sein sollen. Darüber hinaus eignet sich die Sommerzeit zum Bau der Entwürfe am Platz besonders. Weiterhin ist es sehr wichtig, dass die ausgewählten Künstler und Künstlerinnen möglichst schnell eine Zusage bekommen, da der Vorlauf zur Realisierung (Werkproduktion) z.T. bis zu 3 Monate dauern wird. Nur eine schnelle Beschlussfassung ermöglicht es, zum Ende der Brun- nensaison im Oktober bereits die ersten realisierten Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Beschluss: 1. Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt die Rolltreppengestaltung am Ebertplatz mit den in der Jurysitzung vom 9. Juli 2018 ausgewählten Entwürfen von Sandy Craus und Sebastian Hahn „Gatecrash“ Roman Jungblut „ohne Titel“ Professor Oliver Kruse „Scalalogia“ Vera Drebusch und Evamaria Schaller „Perspektive“ Matthias Hoffmann, Tim Panzer, Jan Rothstein und Wiebke Schlüter „Polemoskop“ Iren Tonoian und Martin Kaltwasser „Barren“ Maria Wildeis und Andreas Gehlen „muddy moves“ 2. Aus den acht eingereichten Rutschenentwürfen votierte die Jury ebenfalls für den Entwurf von Anika Neubauer (ON/OFF). Da bereits im Zuge der „Ideenschmieden“ im Januar und Februar 2018 der Wunsch nach einer Rutsche geäußert und nun vom Amt für Kinder, Jugend und Familie geprüft wurde, spricht sich die Bezirksvertretung Innenstadt für eine kooperative Umsetzung die- ses Entwurfes mit den zuständigen städtischen Ämtern aus. Die Gestaltungen erfolgen vorbehaltlich der ordnungsrechtlichen Genehmigung für einen Zeitraum von jeweils 6 Monaten bis 2 Jahren in den Jahren 2018 bis 2020. Die Finanzierung erfolgt gemäß Ratsbeschluss (Vorlage 0434/2018, Beschlusspunkt 5) - vorbehaltlich des Vorliegens der haushaltsrechtlichen Bedingungen – im Teilplan 0416 – Kulturförderung in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen. 2 Anlagen Projektbeschreibungen mit technischen Angaben und Bildern Datum Abstimmungsergebnis Unterschrift Unterschrift 01.08.2018 Zugestimmt Gez. G: Leitner, stv. BBM Gez. T. Cremer 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 150.000 €€ Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: Mit Ratsbeschluss vom 20.03.2018 (0434/2018) wurde beschlossen, auf die Erneuerung der defekten Fahrtreppe zu verzichten und stattdessen während der Interimszeit 2018 - 2020 die sechs defekten Rolltreppen an fünf Ab-/Aufgängen als Bereich für eine künstlerische Gestaltung oder Intervention freizugeben. Das Kulturamt hat eine öffentliche Ausschreibung organisiert, die sich an Künstler, Architekten und Designer sowie Kollektive richtete. Bis zum Fristablauf am 02.07.2018 wurden 53 Bewerbungen ein- gereicht. An der Jurysitzung am 09.07.2018 haben folgende Personen teilgenommen: Herr Micheel-Fischer, Bezirksvertretung Innenstadt Frau Hofmann, „raumlabor berlin“ Herr von Keitz, Kunstbeirat der Stadt Köln Frau Erkus, Kunstraum „Gold + Beton“ (Brunnen e.V.) Frau Linda Nadji, Kunstraum „Bruch & Dallas“ (Brunnen e.V.) Herr Göddertz (Sohn des Brunnen-Künstlers Wolfgang Göddertz und Vertreter der AG Platz- gestaltung) Herr Geyer, Stadtraummanagement Frau Müseler, Referentin für Bildende Kunst im Kulturamt. Die Jury hat für sieben Entwürfe votiert: „Gatecrash“ von Sandy Craus und Sebastian Hahn, „ohne Titel“ von Roman Jungblut, „Scalalogia“ von Professor Oliver Kruse, „Polemoskop“, von Matthias Hoffmann, Tim Panzer, Jan Rothstein und Wiebke Schlüter, „Barren“ von Iren Tonoian und Martin Kaltwasser (vorzugsweise ca. 6 Monate) und „muddy moves“ von Maria Wildeis und Andreas Gehlen (vorzugsweise ca. 6 Monate) 4 „Perspektive“ von Vera Drebusch und Evamaria Schaller (vorzugsweise ca. 6 Monate) und sich für „Silver Surfer“ von Anika Neubauer (ON/OFF) als den besten Rutschen-Entwurf ausge- sprochen. Weitere drei Entwürfe stehen auf der Reserveliste und müssen überarbeitet und/oder ge- nauer finanziell geprüft werden. Diese würden erst später zum Zuge und in einer gesonderten Vorla- ge beschlossen werden. Detaillierte Beschreibungen der Gestaltungskonzepte sind als Anlage beigefügt. Ebenfalls enthalten sind kurze Informationen zu den Bewerbern (häufig Bewerbergruppen von 2 - 5 Personen), einige Materialangaben und Abbildungen sowie ein Übersichtsplan, der die Lage der sechs defekten Roll- treppen zeigt. Bei den Überlegungen wo genau die Entwürfe platziert werden sollen, wird die Stadtverwaltung auf den Wunsch der Künstler eingehen, aber auch ordnungsrechtliche und verkehrssicherheitstechnische Belange berücksichtigen. Die sieben Entwürfe (ohne Rutschen-Entwurf) wurden am 12.07.2018 dem Kunstbeirat vorgestellt, dessen Mitglieder Herr Keitz und Herr Micheel-Fischer ebenfalls Teil der Auswahljury waren. Der Kunstbeirat folgt den Votierungen der Jury. Mit der Realisierung erster Entwürfe kann ab Beschlussfassung durch die Bezirksvertretung Innen- stadt begonnen und weitere Rolltreppenentwürfe – je nach Verfügbarkeit der Interimsmittel – sukzes- sive umgesetzt werden. Die Umsetzungsphase wird fachlich vom Stadtraummanagement, dem Kultu- ramt und dem Amt für Brücken und Stadtbahnbau betreut. Die Umsetzung des Interimskonzeptes 2018 - 2020, welche die Stadtverwaltung in Kooperation mit den Pionierpartnern, Kulturakteuren vor Ort und interessierten Veranstaltern partizipativ durchführt, kann auf der Webseite http://unser-ebertplatz.de verfolgt werden. Finanzierung Für die Gestaltung der Rolltreppen stehen in den Jahren 2018 bis 2020 jeweils 50.000 Euro im Budget zur Verfügung. Vorbehaltlich der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen werden die Gestal- tungen im Rahmen der verfügbaren Mittel sukzessive beauftragt und umgesetzt.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Ebertplatz
- Hansaring
- Sudermanplatz
- Neusser Straße 3
- Eigelstein 4
- Straße 6
- Straße 3
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 2458/2018
- Typ
- Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 01.08.2018
- Erstellt
- 25.07.2018 12:22