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V/0493/2020

Auswirkung der Corona-Pandemie auf die städtischen Kultureinrichtungen

Vorlagen 20.05.2020

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 03.06.2020, TOP 13

Anlage A

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Berichtsvorlage

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Anlage A

1312 Zeichen

Anlage A zur V/0493/2020 
Kurzüberblick 
Der Bericht stellt dar, wie die städtischen Kultureinrichtungen auf den Schließungszeitraum auf-
grund der Corona-Pandemie reagierten und in der Phase der schrittweisen Öffnung gestartet 
sind. Aufgrund der sich stetig verändernden Rahmenbedingungen stellen die Inhalte eine aktuelle 
Situation dar; Änderungen können im weiteren Zeitverlauf möglich sein. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Berichtsvorlage wird das Ziel verfolgt, die Mitglieder des Kulturausschusses des Rates der 
Stadt Münster über die aktuelle Situation der städtischen Kultureinrichtungen zu informieren.  
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja x Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
keine.

Berichtsvorlage

26971 Zeichen

V/0493/2020 
V/0493/2020 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Auswirkung der Corona-Pandemie auf die städtischen Kultureinrichtungen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   03.06.2020 Kulturausschuss Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Von den Auswirkungen der akuten Corona-Pandemie sind die städtischen Kultureinrichtungen in gro-
ßem Umfang betroffen, da der Publikumsverkehr, der Proben - und Veranstaltungsbetrieb sowie der 
Präsenzunterricht zunächst mit der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVo) des Landes NRW u n-
tersagt worden sind. Durch eine umfassende Reduzierung der Kontakte zwischen den Menschen 
wurde und wird das Ziel verfolgt, die Infektionszahlen stark zu reduzieren un d im weiteren Verlauf 
einzudämmen. Eine schrittweise Öffnung von kulturellen Einrichtungen ist inzwischen in Teilen wieder 
möglich. Da weiterhin spezielle Hygienevorschriften und Abstandsregelungen einzuhalten sind, 
kommt es jedoch weiterhin zu Einschränkungen. 
Im Folgenden wird in diesem Bericht dargestellt, wie die städtischen Kultureinrichtungen auf den 
Schließungszeitraum reagierten und in die Phase der schrittweisen Öffnung gestartet sind. Aufgrund 
der sich stetig verändernden Rahmenbedingungen stellen die Inhalte die aktuelle Situation dar; Ände-
rungen werden sich im Zeitverlauf sicherlich ergeben. 
 
Schließung der städtischen Kultureinrichtungen und die Auswirkungen auf den all gemeinen 
Dienstbetrieb 
 
Mit dem zunehmenden Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland reagierten die städtischen Kultur-
einrichtungen bereits im Vorfeld der CoronaSchVo des Landes NRW mit einer individuellen Verstä r-
kung der eigenen Hygienemaßnahmen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mita r-
beiter und der Besucherinne n und Besucher. Mit der Entscheidung des Landes NRW vom 13.03.20 
wurde der Publikumsverkehr sowie der Veranstaltungs - und Probenbetrieb für kulturelle Einrichtu n-
gen eingestellt. Der Beginn des Schließungszeitraumes änderte damit auch das Tagesgeschäft der 
Einrichtungen. 
 
Hiervon unmittelbar betroffen waren die städtischen Kultureinrichtungen: 
 das Kulturamt mit der Kunsthalle Münster und den Begegnungszentren Kap.8 und Meerwiese, 
 die Stadtbücherei, 
 die Westfälische Schule für Musik, 
 das Stadtmuseum,  
Dezernat V 
 
28.05.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Meyer 
Telefon: 492-7057 
MeyerF@stadt-muenster.de

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V/0493/2020 
 das Theater der Stadt Münster, 
 das Stadtarchiv sowie 
 die Villa ten Hompel. 
 
Die Nutzerinnen und Nutzer wurden sowohl über die Presse als auch über die eigenen Information s-
wege wie Newsletter und social -media-Kanäle informiert. Daraufhin richteten die Einrichtunge n ihre 
Tätigkeiten auf die kommenden Wochen ohne Publikumsverkehr und Veranstaltungsbetrieb aus: 
 
Da eine der wesentlichen Aufgabenstellungen des Kulturamtes die Kulturförderung in Münster ist, 
wurden die Auswirkungen der angeordneten Maßnahmen auf die Freie Kunst- und Kulturszene in den 
Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt. Das Kulturamt übernimmt eine Lotsenfunktion zu den Beratungs - 
und Informationsstellen über Unterstützungsangebote wie die des Bundes und des Landes. Über die 
website, einen fast wöchentlichen Sondernewsletter und den direkten Austausch mit den Kulturschaf-
fenden gewährleistet das Kulturamt den unmittelbaren Informationsfluss. Der enge Kontakt zu den 
Kulturschaffenden ermöglicht zudem eine genaue Kenntnis über die aktuelle Situation der Frei en 
Szene und die hieraus abzuleitenden Handlungsnotwendigkeiten (vgl. hierzu V/0489/2020).  
Darüber hinaus werden veränderte Formate und Kooperationen zu den open -air-Programmen im 
Sommer wie „Roter Hund“ und „Kabarett im Schlossgarten“ erarbeitet und gepr üft. Bereits gelungen 
ist die Durchführung des Festivals Neue Wände, welches am 25.05.2020 als 5 -stündiger Live-Stream 
mit Videoeinspielern und Live-Acts in den digitalen Raum verlagert wurde. Der alltägliche Betrieb des 
Kulturamtes wurde durch die CoronaSchVo nicht eingeschränkt, aber deutlich intensiviert. Es besteht 
ein deutlich erhöhter Beratungsbedarf insbesondere für die Landesförderprogramme wie Kulturruc k-
sack und Kultur und Schule sowie zu den allgemeinen Fördermodalitäten der bestehenden städt i-
schen Kulturförderung. Die erforderlichen Jurysitzungen konnten als Video - oder Telefonkonferenzen 
umgesetzt werden.  
Daneben sind bspw. die Vorbereitungen des Lyrikertreffens mit der Besetzung der neuen künstler i-
schen Leitung vorangeschritten. 
Die Kunsthalle musste ihren Ausstellungsbetrieb vollständig einstellen. Stattdessen wurde passend 
zur aktuellen Ausstellung ein Radiostück produziert, welches seit Ende Mai bei Montez -Press-Radio 
im stream zur Verfügung steht. Von der akuten Corona -Pandemie weitgehend unbeeinträchtigt konn-
te der launch der neuen website der Kunsthalle vorbereitet und das Stipendienprogramm Residence 
NRW+ ausgeschrieben werden.  
In den Begegnungszentren Kap.8 und Meerwiese  bieten überwiegend Dritte Kurse und kulturelle 
Veranstaltungen an, die mit der CoronaSchVo nicht mehr möglich waren. So wurde der Betrieb in 
diesen Einrichtungen nahezu vollständig eingestellt. Dem Kap.8 ist es in der Zeit gelungen, die open -
air-Ausstellung „Kunst am Rand“ im Juni 2020 den aktuellen Regeln anzupassen, sod ass diese wie 
vorgesehen stattfinden kann. Auch wurden zwei virtuelle Rundgänge durch aktuelle Ausstellungen 
realisiert.  
 
In der Stadtbücherei fand ab dem 16.03.2020 kein Publikumsverkehr mehr statt, sodass eine Au s-
leihe von klassischen Medien wie Büchern , Spielen oder DVDs nicht möglich war. Die Rückgabe 
wurde über Rückgabeboxen bzw. –stationen aber weiterhin ermöglicht und die Leihfristen zusätzlich 
pauschal auf den 03.06.2020 verlängert. Damit hat die Stadtbücherei für ihre Nutzerinnen und Nutzer 
die Möglichkeit geschaffen, der jeweiligen Situation angemessen die entliehenen Medien zurückz u-
geben.  
Das Angebot für die e -book-Ausleihe wurde durch den Erwerb von zusätzlichen Lizenzen wie auch 
das Angebot von digitalen Plattformen wie muensterload.de oder Tigerbooks erweitert. Parallel wurde 
die telefonische Sprechstunde auch im Hinblick auf die Nutzung von e-books ausgebaut, sodass eine 
unmittelbare Hilfestellung bei der Einrichtung und Nutzung der online -Ausleihe bestand. Die Stadtbü-
cherei ist gezielt lokal e und zum Teil ungewöhnliche Kooperationen wie bspw. mit hungrig.ms eing e-
gangenen. Auch ein Lieferdienst für Seniorenheime, Jugendhilfeeinrichtungen und KiTas wurde ei n-
gerichtet. Während der Schließungsphase wurde die Medienbeschaffung über den örtlichen B uch-
handel deutlich ausgeweitet, um den Buchhandel in der schwierigen Zeit zu unterstützen. Darüber 
hinaus entwickelte das Team der Stadtbücherei experimentelle digitale Partizipationsformate, die in 
den aktuellen Zukunftsprozess einfließen werden. Auch ist als Ersatz für die fehlende Nutzbarkeit des 
Lesesaals als Veranstaltungsort eine Lesung des Theater ex libris gestreamt worden.

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Ebenfalls ab dem 16.03.20 wurde der Präsenzunterricht in der Westfälischen Schule für Musik ein-
gestellt. Davon betroffen waren auch die Früherziehungskurse, die Ensembles sowie die Jekiss - und 
Jekits-Klassen in den Schulen. Aufgrund des Einsatzes der Lehrkräfte gelang es, durch digitale Fo r-
mate im Instrumental- und Gesangsbereich online Angebote zu ermöglichen. Die Lehrkräfte erstellten 
Video- und Audiotutorials, stellten Arbeitsblätter und interaktive Musikspiele und –theorieaufgaben zur 
Verfügung. Die Musikschüler/ -innen konnten diese von zu Hause abrufen und bearbeiten bzw. mit 
ihrem Instrument proben. Die Lehrkräfte und die Sc hülerinnen und Schüler sowie die Eltern ließen 
sich mit großem Engagement auf die Situation ein und experimentierten mit ganz unterschiedlichen 
Formen des Unterrichts; so entstanden ganz individuelle Formate und Lösungen. 
 
Die Einstellung des Publikumsverk ehres im Stadtmuseum und seines Museumsshops ab dem 
16.03.2020 beeinträchtigte naturgemäß die sichtbare Tätigkeit der Museumsarbeit. Da das Ausste l-
lungsgeschehen jedoch mit erheblichem Vorlauf vorbereitet wird, wurde der Betriebsablauf im Hinte r-
grund fortg eführt. Hierzu zählt unter anderem der Aufbau und die Fertigstellung der Ausstellung 
„Münster 1945. 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“, die ebenfalls als erste online Ausstellung umg e-
setzt wurde. Die Planungen für die Ausstellungen im Herbst 2020 und Frühjah r 2021 konnten fortge-
setzt werden. Darüber hinaus wurden allgemeine Tätigkeiten wie die Schädlingskontrolle, die Abwick-
lung von Erwerbungen und Inventarisierungen sowie die Bearbeitung zu Anfragen zur Stadtgeschic h-
te fortgeführt. Ein Arbeitsschwerpunkt, de r unabhängig von den Einschränkungen der Corona -
Pandemie fortgeführt wurde, ist die Vorbereitung für den Umzug von ca. 10.000 Objekten in die ne u-
en Magazinflächen.  
Zusätzlich wurde der Schließungszeitraum für weitere Tätigkeiten genutzt. So wurde der virt uelle 
Raum überarbeitet und aktualisiert und Altbestände an Büchern (vor 1800) von Karteikarten in die 
EDV eingepflegt. Ebenso wurden Grundreinigungsarbeiten durch das Reinigungsteam durchgeführt, 
um die Schädlingsbekämpfung zu unterstützen. 
 
Aufgrund der besonderen Gefährdungslage stellte das Theater der Stadt Münster den Vorstellungs-
betrieb bereits zum 12.03.2020 und im Folgenden auch den Proben - und Dienstbetriebbetrieb ein. 
Die Künstlerinnen und Künstler nutzten den Schließungszeitraum für digitale Formate. Unter dem 
Label #theaterzuhause boten Künstler/ -innen in kleinen Videos musikalische oder schauspielerische 
Grüße an. Unter dem Label #zeitfürbriefe lasen Schauspieler/ -innen in Videos Briefe großer Aut o-
ren/Autorinnen. Das Junge Theater legte die Reihe „Quarantänegespräche“ auf, in der Interviews mit 
Künstler/-innen aus aktuellen Produktionen gezeigt wurden. Ebenso wurden Videos unter dem Label 
#stayhome produziert, die einen kreativen Umgang mit alten Programmheften/ -karten der vergang e-
nen Produktionen zeigten. 
Das Sinfonieorchester hat mit nahezu dem ganzen Orchester aus dem home-office zwei große Video-
Produktionen erstellt. So wurden Brahms „Ungarischer Tanz“ und Beethovens „Ode an die Freude“ 
gespielt. Noch vorgesehen sind zwei weitere  Produktionen mit Ravels „Bolero“ und die spanische 
Corona-Hymne „Resistiré“. Außerdem vernetzten sich die Musiker und Musikerinnen des Orchesters 
mit der Bürgerstiftung, sodass kleine Konzerte bspw. vor Seniorenheimen gespielt wurden.  
 
Auch das Stadtarchiv musste seinen Betrieb aufgrund der Corona -Pandemie einschränken. So wur-
de ab dem 17.03.2020 der Lesesaal geschlossen und die monatlich stattfindenden Themenabende 
bis zu Sommerpause vollständig abgesagt. Auch Besuche von Schülergruppen und Hausführungen  
konnten nicht durchgeführt werden.  
Der übliche Dienstbetrieb des Stadtarchivs und es Zwischenarchivs konnte weitergeführt werden. So 
wurden bspw. weiterhin Anfragen von Personen mit einem dringenden Forschungsinteresse bearbe i-
tet und amtliche Auskünfte a us den historischen Melde - und Personenstandsunterlagen erteilt. Die 
Einsichtswünsche wurden per Mail zugeschickt und die gewünschten Archivalien wurden dann g e-
scannt und digital zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus baute Stadtarchiv seine Onlinepräsenz wei-
ter aus und vermittelte über diesen Weg kleinere stadtgeschichtliche Einblicke. 
 
Die Ausstellung „Gewalt-Geschichte-Gewissen“ der Villa ten Hompel  wurde ab dem 16.03.2020 für 
den Publikumsverkehr geschlossen. Die Forschungsarbeit lief seitdem jedoch  kontinuierlich weiter 
über Homeoffice-Lösungen und Konferenzen im Video -Chat. Ebenfalls war und ist d ie "Mobile Bera-

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tung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus - Für Demokratie" (mobim.info) in der 
Villa ten Hompel weiterhin in der Einzelfallber atung sowie konzeptionell tätig, größtenteils per Vid e-
ochat etc. Viel Raum nahm auch die telefonische Begleitung von Überlebenden des Holocaust ein, da 
sich die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen teils isoliert und mit ihren Erinnerungen an Krieg oder KZ ko n-
frontiert fühlten. Traumata kamen zum Tragen, teils aber auch konkrete Bedarfe nach Alltagshilfen. 
Hier sprang das spendenfinanzierte Maximilian Kolbe Werk e.V. ein, eine kirchlich getragene Hilfso r-
ganisation für ehem. Häftlinge, die mit dem Geschichtsort Vill a ten Hompel jährlich Fachfortbildungen 
in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz im polnischen Oświęcim realisiert.  
Da sich nunmehr keine Personen vor Ort über die NS -Vergangenheit informieren konnten, hat der 
Geschichtsort Villa ten Hompel mit fundierten Online-Angeboten reagiert und beispielsweise virtuelle 
Rundgänge, Impulse zu Gedenktagen und zur biographischen Arbeit mit Fällen aus der Ausstellung 
im so genannten Homeschooling geschaffen. Dieses Angebot wurde rege angenommen. Auch konn-
ten aktuelle Forschungsbeiträge und Medien auf Youtube rezensiert bzw., wenn es sich um Eige n-
publikationen handelt, in Kooperation mit dem Förderverein online zugänglich gemacht werden.  
 
Teilöffnung und weiterer Ausblick 
 
Nach der vollständigen Einstellung des Publikumsverkehrs im Kulturbereich ermöglichte die 
CoronaSchVo ab dem 28.04.2020 wieder den langsamen Einstieg in die Teilöffnung der städtischen 
Einrichtungen. Weiterhin unter starken Einschränkungen und unter Beachtung der Hygienemaßna h-
men und Abstandsregelungen wird hierdurch wieder ein kulturelles Angebot ermöglicht.  
 
Den Anfang machte die Stadtbücherei, welche ab dem 29.04.2020 wieder für die Ausleihe von M e-
dien wie Bücher, Games oder Tonies geöffnet hat; auch Magazinbestellungen sind wieder möglich. 
Derzeit sind die Ö ffnungszeiten noch auf die Wochentage von Montag bis Freitag und auf 19:00 Uhr 
begrenzt, für die künftigen Wochen wird die Rückkehr zu den üblichen Öffnungszeiten geprüft. Insb e-
sondere auch Kinder unter 12 Jahren können in Begleitung eines Erwachsenen wied er die Bücherei 
besuchen; neben den allgemein geltenden Hygienebestimmung ist  einzige Voraussetzung für alle 
Besucher/-innen der Büchereiausweis, um eine spätere Kontaktverfolgung zu gewährleisten. 
Einschränkungen bestehen jedoch weiterhin. Der Aufenthalt zum Schmökern, für die Recherche oder 
zum Lernen ist ebenso noch nicht wieder möglich wie die Zeitungslektüre oder die Nutzung des Kl a-
vierraumes. Auf Grundlage der angekündigten weiteren Änderungen der CoronaSchVo arbeitet die 
Stadtbücherei derzeit daran,  die PC-Arbeitsplätze wieder in Betrieb zu nehmen und den Bücherbus 
wieder fahren zu lassen. Ebenfalls wird ein Konzept erstellt, das Kleinstveranstaltungen im Lesesaal 
wieder ermöglichen kann. 
 
Unmittelbar nach der Stadtbücherei wurde auch der Lesesaal de s Stadtarchivs am 04.05.2020 wie-
der geöffnet. Hierzu wurden bauliche, organisatorische und hygienische Schutzmaßnahmen vorg e-
nommen. Damit besteht mit Ausnahme für den Besuch von Schülergruppen und Hausführungen wi e-
der das vollständige Angebot. Derzeit arbe itet das Archiv daran, die Hausführungen durch Video - 
und/oder andere Präsentationsformate zu ersetzen, die online zur Verfügung gestellt werden können. 
 
Am 5. Mai öffnete das Stadtmuseum wieder regulär seinen Ausstellungsbetrieb. Neben der Schaus-
ammlung, den Sonderausstellungen „Münster auf alten Postkarten“ und „Form -Fläche-Farbe: Hans 
Kraft als Werbegrafiker 1920 bis 1960“ ist auch ein Rundgang durch die neueste Präsentation „Müns-
ter 1945 - 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“ möglich. Aktuell lässt sich das  Stadtmuseum nur über 
den Seiteneingang an der Salzstraße betreten.  
Nach wie vor sind jede Arten von Vermittlungsformaten wie Führungen, Seminare oder Fortbildungen 
derzeit noch nicht möglich. Damit ist der pädagogische Auftrag zur Vermittlung von Stadtge schichte 
weiterhin stark eingeschränkt. Das Stadtmuseum hat daher entschieden, dass am Wochenende 
stundenweise ein Museumspädagoge für Fragen von Einzelbesuchern und Einzelbesucherinnen zur 
Verfügung steht. Außerdem sollen in den kommenden Monaten Angebote für Lehrer/-innen entwickelt 
werden, mit denen Fortbildungsveranstaltungen als Videokonferenz ermöglicht werden. Auch ein 
Downloadbereich für Schulen soll eingerichtet werden.

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V/0493/2020 
Im Hinblick auf das zweite Halbjahr sind vier Ausstellungswechsel vorgesehen, d ie derzeit mit den 
Kooperations- und Sponsoringpartner vorbereitet werden. Hinzu kommen zwei Ausstellungen der 
Friedrich-Hundt-Gesellschaft. 
 
Der Kunsthalle Münster  gelang es, die aktuelle Ausstellung „ Tobias Euler, Thies Mynther, Veit 
Sprenger: Moon Machine, Landing“ bis in den Juni zu verlängern, sodass diese seit dem 06.05.2020 
noch bis zum 21.06.2020 besucht werden kann. Da die Dauer der Schließung und die Einschränku n-
gen zu Beginn einer Wiedereröffnung nicht einzuschätzen war, entschied sich die Kunsthalle, eine für 
das zweite und dritte Quartal vorgesehene Ausstellung in die erste Jahreshälfte 2021 zu verschieben. 
Unter den derzeit bestehenden Hygienevorgaben findet der Ausstellungsbetrieb uneingeschränkt 
statt.  
 
Am 08.05.2020 öffnete auch wieder die Dauerausstellung der Villa ten Hompel . Das Datum wurde 
bewusst gewählt, da es der 75te Jahrestag des Kriegsendes des Zweiten Weltkrieges war. Da derzeit 
nach wie vor keine Exkursionen zu KZ-Gedenkstätten wie Bergen-Belsen und Buchenwald durchge-
führt werden können, werden in Kooperation mit dem Katholisch -Sozialen Akademie Franz Hitze 
Haus nun Webinare vorbereitet. Auch das Verbund-Projekt mit dem Jüdischen Museum Westfalen in 
Dorsten zur Prävention gegen Antisemitismus unter dem Titel "Antisemi... -was?" wird derzeit entw i-
ckelt.  
 
In der Vorbereitung und der weiteren Umsetzung ist die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes für 
die Westfälische Schule für Musik erheblich aufwändiger. Den anderen Einrichtungen ähnlich müs-
sen ebenfalls die Hygienemaßnahmen und Abstandsgebote für den allgemeinen Begegnungsverkehr 
eingehalten werden. Zugleich sind besondere Vorgaben des Arbeitsschutzes zu berücksichtigen, um 
die Lehrkräfte keinem zusätzlichen Risiko auszusetzen. So wurden entsprechende Lüftungspausen 
zwischen den Unterrichtseinheiten eingeführt und der Zugang zum Unterrichtsgebäude für Angehör i-
ge stark reglementiert. Zusätzlich mussten die Unterrichtsräume entsprechend ihrer jeweiligen Nu t-
zung hergerichtet werden, um den Sicherheitsanforderungen genüge zu tun.  Insbesondere für den 
Gesangs- und Bläserbereich sind entsprechende Schutzvorkehrungen wie die Verwendung von 
Trennwänden sowie erhöhte Abstandsregelungen zu beachten.  
Die Streicher -/Zupf- und Tasteninstrumente sowie der Schlagzeugbereich starteten ab dem  
11.05.2020 wieder mit dem Einzelunterricht im Gebäude an der Himmelreichallee. Auch in den 
Zweigstellen beginnt der Präsenzunterricht wieder. Sofern die jeweilige Lehrkraft oder der Schüler/die 
Schülerin zur Risikogruppe gehört, besteht auch weiterhin die  Möglichkeit, das digitale Angebot for t-
zuführen. 
Ab dem 18.05.2020 wurde der Kleingruppenunterricht bei den Streicher-/Zupf- und Tasteninstrumente 
erlaubt sowie Einzelunterricht bei Blasinstrumenten; Gesangsunterrichte konnten auf den umliege n-
den Außenflächen stattfinden 
In der zweite Phase, seit dem 26.05.2020, findet die Aufnahme des Kleingruppenunterrichts für alle 
Instrumente und den Gesang, für verkleinerte Früherziehungsgruppen sowie für kleine Ensembles 
und Stimmproben statt, auch können wieder Räume  der allgemeinbildenden Schule genutzt werden 
und – wenn vereinbar mit den jeweiligen schulischen Abläufen – auch einzelne Kooperationsprojekte 
starten. 
In der dritten Phase werden auch der komplette Grundstufenbereich, Chöre, die Großgruppen und 
Orchester, die Musicalangebote sowie alle Kooperationsprojekte wieder aufgenommen. Derzeit ist 
jedoch noch nicht absehbar, wann die dritte Phase beginnen wird.  
 
Ebenfalls ab dem 11.05.2020 begannen die Begegnungszentren Kap.8 und Meerwiese mit der Tei l-
öffnung ihrer Einrichtungen. Im Kap.8 erfolgt zunächst eine Teilöffnung des Informationsbüros und 
sowie des Ausstellungsbereiches und ab dem 18.05.2020 folgten Kreativ- und Weiterbildungsangebo-
te wie bspw. Sprachkurse. Seit dem 25.05.2020 finden auch wieder kontaktfreie bzw. –arme Sportan-
gebote wieder statt.  
Möglich ist auch die Nutzung eines separaten Gebäudeteiles für die Westfälische Schule für Musik. 
Schrittweise sollen auch die weiteren individuellen Angebote wieder möglich werden, sofern das I n-
fektionsgeschehen und die rechtlichen Anpassungen dieses ermöglichen. Im Hinblick auf das Vera n-
staltungsgeschehen ab September wird evaluiert, welche bevorstehenden Veranstaltungen aufgrund

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der Lage verändert oder verschoben werden müssen. Damit soll –soweit möglich- Planungssicherheit 
auch für die Veranstalter und die vielen Engagierten geschaffen werden. Das Kap.8 erarbeitet zusätz-
lich Möglichkeiten virtueller Zusammenkünfte, um unterschiedlichste Veranstaltungsformate umse t-
zen zu können.  
Im Begegnungszentrum Meerwiese sind ebenfalls einzelne Kursangebote wieder möglich. Vorau s-
setzung ist, dass diese eher statisch sind und keine Bewegung im Raum erfordern bzw. eine eins -zu-
eins-Betreuung stattfindet. Von Angeboten für und mit Kindern (KiTa und Grundschule) sowie mit 
älteren Erwachsenen ist vom Gesundheitsamt abgeraten worden. Da das Kursgeschehen im Bege g-
nungszentrum Meerwiese von Drittanbietern wie dem Anna -Krückmann-Haus geprägt wird, ist die 
Wiederaufnahme auch davon abhängig, wie die Kurse generell wieder angeboten werd en. Darüber 
hinaus erarbeitet das Begegnungszentrum Meerwiese derzeit Strukturen, Kooperationen und Digital i-
sierungsansätze, um eine gezielte Kommunikation und alternative Angebotserstellungen zu ermögl i-
chen. Die Ergebnisse werden auch unabhängig von der a ktuellen Situation genutzt werden, um das 
Angebot des Begegnungszentrums weiterzuentwickeln.  
Das Kulturamt steht neben der telefonischen und schriftlichen Beratung zunehmend auch wieder für 
persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Im Vordergrund steh en hier die Modifikationen in 
den Antragstellungen sowie gemeinsame Überlegungen zu alternativen künstlerischen Formaten, die 
in geeigneter Weise auf die aktuellen Präsentations - und Produktionsverhältnisse reagieren und a b-
gestimmt sind. Diskutiert werden zudem geeignete Ansätze für den digitalen Support. 
 
Wenn auch nur für 2 Wochen und unter strengen Sicherheits-, Hygiene- und Arbeitsschutzvorschrif-
ten sind vom 30. Mai bis zum 14. Juni während einer Zwischenöffnung wieder Aufführungen im Gro-
ßen Haus der Theater Münsters zu erleben. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten sind nur 84 B e-
sucherplätze möglich, um die Abstände zwischen den Sitzplätzen einzuhalten. Zur Verfügung stehen 
auch nur die Zuschauerplätze im Parkett, da andernfalls eine Aerosolübertragung a us den Rängen 
nicht zu vermeiden ist. Die Länge der Aufführungen musste auf 60 – 70 Minuten begrenzt werden. 
Diesen Einschränkungen zum Trotz ist es gelungen, in kürzester Zeit ein Programm mit speziellen 
Kleinformaten aufzustellen. Vorgesehen sind konzert ante Abende des Sinfonieorchesters Münster, 
Liederabende des Musiktheaters sowie 6 tragikomische Monologe über Zeitgenossen und ihre Ei n-
richtungsversuche als Beitrag des Schauspiels. Bei allen Aufführungen ist die Anzahl der Mitwirke n-
den geringer als üblich, um dem Arbeitsschutz der Ensemblemitglieder und der Mitarbeiter/-innen den 
Theaters Münster zu entsprechen.  
Mit Blick auf die bevorstehende Spielzeit 2020/21 wird derzeit ein Ersatzspielplan für einen möglichen 
Theaterbetrieb ab August 2020 erstellt. Einzelne ursprünglich noch für die Spielzeit 2019/20 als auch 
für die Spielzeit 2020/21 vorgesehene Produktionen sollen zum Teil in die Spielzeit  2021/22 verscho-
ben werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass auch in der kommenden Spielzeit weiterhin u m-
fangreiche Beschränkungen bestehen werden, sodass weiterhin mit kleineren Formaten in allen Spar-
ten geplant werden muss.  
 
Fazit: 
Mit der akuten Corona -Pandemie sind weitreichende Einschränkungen notwendig gewesen, um die 
Ausbreitung des Corona -Virus in Münster deutlich zu verlangsamen. Unmittelbar damit verbunden 
war auch die Einstellung des Publikums-, Veranstaltungs- und Probenbetriebs der städtischen Kultur-
einrichtungen. In der Zeit zwischen März und Mai schufen die Einrichtungen daher individuelle Alte r-
nativangebote. Insbesondere die Nutzung von digitalen Möglichkeiten eröffnete den Einrichtungen 
Wege, weiterhin ein Kulturangebot anzubieten. Zugleich forderte es auch zu einem neuen Denken 
über die Präsentation von Kunst und Kultur.  
Gleichzeitig befassten sic h die Einrichtungen zur Vorbereitung für eine Teilöffnung für die Bürgeri n-
nen und Bürger. Hierbei galt und gilt es, die geltenden Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen 
zu beachten, die individuell in den jeweiligen Räumlichkeiten umgesetzt werden. Im Rah men der be-
stehenden Möglichkeiten konnte der Ausstellungbetrieb des Stadtmuseums, der Villa ten Hompel und 
der Kunsthalle ebenso wieder aufgenommen werden wie auch der Lesesaal des Stadtarchivs wieder 
geöffnet werden. Die Ausleihe von Medien aus der Stadtb ücherei ist wieder möglich. Schrittweise 
wird auch der Präsenzunterricht in der Westfälischen Schule für Musik wieder ermöglicht. Dass auch 
der Veranstaltungsbetrieb in den Begegnungszentren Meerwiese und Kap.8 wieder stattfindet und

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das Theater Münster wi eder Vorstellungen anbieten, zeigt zusätzlich wie flexibel die Einrichtungen 
auf die aktuelle Situation reagieren können. 
 
Im Hinblick auf das zweite Halbjahr 2020 bestehen jedoch noch zahlreiche weitere Unwägbarkeiten. 
Es ist davon auszugehen, dass weiterhin Einschränkungen in den kulturellen Einrichtungen bestehen. 
Spürbar werden die Auswirkungen im Veranstaltungsbetrieb sein. So wird bspw. der Spiel - und Kon-
zertplan des Theater Münsters für die Spielzeit 2020/21 nahezu vollständig geändert werden müssen. 
Auch die Planungen der kleineren Veranstaltungsorte wie den Begegnungszentren oder der Stadtb ü-
cherei müssen der jeweiligen Situation entsprechend angepasst werden. Das Kulturamt wird auch 
weiterhin ein besonderes Augenmerk darauf haben, wie sich die aktue lle Situation auf die Freie Sz e-
ne in Münster auswirkt, um hierauf rechtzeitig reagieren zu können.  
 
Aufbauend auf den vergangenen Wochen wollen die städtischen Kulturinstitutionen ihre eingeschl a-
genen Wege weiter verfolgen und die Angebote ausbauen. Die R eaktionen und Erfahrungen aus der 
derzeitigen krisenhaften Situation werden dadurch auch künftig Einfluss auf die Arbeit der kulturellen 
Einrichtungen der Stadt Münster nehmen. Die Digitalisierungsprozesse werden somit nicht nur b e-
schleunigt, sondern auch dauerhaft verstetigt.  
 
Oberstes Ziel bleibt derzeit die Sicherung der vielfältigen Kulturlandschaft Münsters. 
 
 
 
 
 
 
I.V. 
 
 
Cornelia Wilkens 
-Stadträtin- 
 
 
Anlagen:

Beratungsverlauf (1)

03.06.2020 Kulturausschuss
TOP 13 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Salzstraße
  • Himmelreichallee
  • Schlossgarten

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0493/2020
Typ
Vorlagen
Datum
20.05.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37