1738/2021
Ottoplatz
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage_1-Mikrodepot_Deutz
98 Zeichen
Anlage 1 Ottoplatz = Ausweitung Mobilitätsangebot = Geplantes Mikrodepot = Baustellenfläche Legende
Mitteilung Ausschuss
10954 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/661/3 661/3 Vorlagen-Nummer 07.06.2021 1738/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 08.06.2021 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 10.06.2021 Stadtentwicklungsausschuss 17.06.2021 Finanzausschuss 21.06.2021 Wirtschaftsausschuss 26.08.2021 Einrichtung einer zeitliche befristeten Mobilitäts- und Logistikstation am Ottoplatz in Deutz Die Verwaltung informiert über die Planungen zur Einrichtung einer temporären Mobil- und Logistik- station in Deutz. Konkret soll als zeitlich befristetes Pilotprojekt ein sogenanntes Mikrodepot auf der öffentlichen Parkplatzfläche im Bereich des Ottoplatzes mit im Umfeld angeschlossenen Angeboten zur Mobilität errichtet werden. Hintergrund Mit Ratsbeschluss „Position der Stadt Köln zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans“ vom 06.02.2018 (vgl. Vorlagen-Nr.: 3428/2017) und mit Beschluss des Green City Masterplans am 11.09.2018 (vgl. Vorlagen-Nr.: 2637/2018) wurden Maßnahmen beschlossen, die auf eine Auswei- tung des emissionsarmen bzw. emissionsfreien Lieferverkehrs abzielen. Die Einrichtung eines zeitlich befristeten Mikrodepots unterstützt die Maßnahme Nr. 4.6: „Förderung emissionsarmer bzw. emissi- onsfreier Lieferverkehr - Elektromobilität im Lieferverkehr“ des Maßnahmenprogramm Green City Masterplan sowie die vom Rat beschlossenen Leitlinien und Handlungsempfehlungen des Stadtent- wicklungskonzepts Logistik (StEK Logistik) im Bereich innerstädtischer Wirtschaftsverkehr mit dem Ziel, negative Auswirkungen von Liefervorgängen zu reduzieren. Das geplante Projekt ist außerdem Teil des im September 2019 unterzeichneten Smart City Memo- randum of Understanding (MoU) zwischen der Stadt Köln, der Deutsche Bahn AG und dem Zweck- verband Nahverkehr Rheinland. Die Vertragspartner haben die Absichtserklärung aufgrund der Interessenslage, gemeinsame Initiati- ven zur Optimierung der urbanen Mobilität und Logistik, des Mobilitätsmanagements sowie der bes- seren Vernetzung von Bahnhöfen, Mobilität und Infrastruktur umzusetzen, geschlossen. Gemeinsam wurde unter anderem ein Konzept für Mikrodepots erstellt, von denen aus Pakete und sonstige Wa- ren mit Hilfe von emissionsarmen Kleinstfahrzeugen ausgeliefert werden. Im Umfeld des Ottoplatzes bzw. des dortigen Parkplatzes stehen verschiedene Baumaßnahmen ei- nem kurzfristigen Beginn des vorgesehenen Vermarktungsprozesses entgegen, sodass für einen befristeten Zeitraum die Fläche des Parkplatzes am Ottoplatz für eine Übergangsnutzung zur Verfü- gung stehen kann (Anlage 1). Neben der Inanspruchnahme der Grünfläche zwischen dem Parkplatz des Ottoplatzes und der Kreuzung Opladener Straße/Deutz-Mülheimer Straße als Baustelleneinrich- 2 tungsfläche für die Neugestaltung und Brandschutzsanierung des Bahnhofes Deutz/Messe, ist für die kommenden Jahre mit weiteren Einschränkungen und gegebenenfalls Anforderungen an Flächenbe- darfe durch Baustellen im Umfeld zu rechnen. Dies betrifft insbesondere folgende Baumaßnahmen: Opladener Straße: Abbruch LVR-Haus und Neubau Bürogebäude, Deutz-Mülheimer Str. – Verlegung Gasleitung und Arbeiten an der Fernwärmeleitung (Rhein Energie AG), Deutz-Mülheimer Str. – Erneuerung DB-Brücken, Deutz-Mülheimer Str./Osteingang Koelnmesse zwischen Messe-Kreisel und Barmer Str. – Neugestaltung Geh- und Radweg. Die Stadtverwaltung ist mittelfristig bestrebt, das Areal im Bereich des Ottoplatzes der Stadtentwick- lung zur Verfügung zu stellen und langfristig entsprechend des Ratsbeschlusses vom 09.07.2019 mit einer gewerblichen Nutzung (Hotel, Büro, etc.) sowie einem Mobilstation zu entwickeln (vgl. Vorlagen- Nr. 0945/2019). Der Parkplatz am Ottoplatz würde damit ohnehin dauerhaft entfallen. Projektskizze Im Rahmen der Übergangslösung soll die öffentliche Parkplatzfläche im Bereich des Ottoplatzes als Standort für ein Mikrodepot und in der Gesamtbetrachtung für eine Logistikstation mit der möglichen Ansiedlung von ergänzenden Angeboten wie beispielsweise einer Lade- und Servicestation für E- Lastenräder dienen. Darüber hinaus und an die logistische Nutzung anknüpfend sollen weitere Nut- zungen aus dem Bereich Mobilität an den Standort bzw. im direkten Umfeld angesiedelt werden, wel- che die Angebote der bereits eingerichteten Mobilstation (Bereich Charles-de-Gaulle-Platz) ergänzen sollen. Dies können zusätzliche, gesicherte Fahrradabstellplätze sein, Fahrrad-Reparatursäulen oder Flächen zum geordneten Abstellen von Elektokleinstfahrzeugen. Die Kombination moderner Mobilität des Umweltverbundes mit einem innovativen Logistikangebot an diesem zentralen Standort bietet die Möglichkeit einer kurzfristigen Aufwertung des Umfeldes des Bahnhofs Köln Messe/Deutz und hat eine besondere Signalwirkung über Köln hinaus. Bei der Umsetzung der Angebote werden stadtgestalterische Vorgaben berücksichtigt. Die Partner sind darüber hinaus bestrebt, ein gestalterisch attraktives Gesamtsystem für Mobil- und Logistikange- bote zu schaffen. Durch die Förderrichtlinie Städtische Logistik des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) können die Einzelelemente der Logistik gefördert werden. Die Stadtverwaltung bereitet einen entsprechenden Förderantrag vor und ist bereits in einem intensiven Austausch mit der Projektträger- schaft. Die Kosten der weiteren Elemente zur Mobilität tragen die jeweiligen Partner (Stadt Köln, Deutsche Bahn AG) mit möglichem Förderzugang über den Zweckverband Nahverkehr Rheinland. Mit potenziellen Unternehmen aus den Bereichen Kurier- und Paketdienstleister, Stückgutlogistik, Fahrradlogistik und Food-Logistik sowie möglichen Betreibern für das Mikrodepot ist die Verwaltung in einem regelmäßigen Austausch. In diesen Gesprächen wurde mehrfach betont, dass die Einrich- tung solcher Logistikinfrastrukturen einen wesentlichen Bestandteil innovativer und nachhaltiger Zu- stellkonzepte darstellt und dass der Bedarf nach geeigneten Flächen groß ist. Mit den interessierten Unternehmen wurde bereits vor Abgabe des Förderantrages ein Workshop zur bedarfsgerechten funktionalen Gestaltung veranstaltet. Eine Absichtserklärung mit mindestens zwei potenziellen Nut- zenden soll unterzeichnet werden. Aus dem zeitlich befristeten Pilotprojekt erwartet die Stadtverwaltung belastbare Erkenntnisse zu den verkehrlichen und umwelttechnischen Auswirkungen von Mikrodepots in den Quartieren. Im Rahmen des Förderantrages ist eine entsprechende wissenschaftliche Auswertung und begleitende Evaluie- rung vorgesehen. Auch die Akzeptanz der Bürger*innen und des stationären Handels soll mittels Be- fragung erhoben und ausgewertet werden. 3 Verkehrliche Auswirkungen Die 37 Stellplätze auf der öffentlichen Parkplatzfläche im Bereich des Ottoplatzes entfallen durch das Vorhaben ersatzlos; wie bereits erwähnt würden diese Parkplätze durch die beabsichtigte Vermark- tung mittelfristig ohnehin entfallen. Durch den Entfall der 37 Stellplätze werden Einnahmeverluste in Höhe von jährlich ca. 94.000 Euro erwartet. Zudem entfallen durch die Übergangsnutzung des Park- platzes 37 Stellplätze aus dem Bewohnerparken Deutz I. Es wird erwartet, dass die Zahl der Querungsvorgänge des Radweges (Ein-/Ausfahrt Parkplatz) durch den motorisierten Verkehr zurückgeht, da das zu erwartende Güterverkehrsaufkommen, welches die Logistikstation andient, unter dem derzeitigen Verkehrsaufkommen des Parkplatzes liegt, welches durch Kurzzeitparken (Parkscheinautomat, maximale Parkdauer 3 Stunden) eine hohe Wechselfre- quenz der belegten Stellplätze aufweist. Die Verwaltung prüft derzeit verschiedene Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr, welche vor Installation der Lo- gistikinfrastruktur umzusetzen sind. Die verkehrlichen Auswirkungen auf den städtischen Wirtschaftsverkehr werden im Rahmen des För- derprojektes durch ein externes Gutachterbüro untersucht und evaluiert. Da dieses Vorhaben über- dies Bestandteil der vom Klimarat benannten Sofortmaßnahmen ist, wird das vom Klimarat beauftrag- te Beratungsbüro eine genaue Wirkungsabschätzung zu den erwarteten Emissionsminderungen vor- nehmen. Finanzierung Förderfähig sind Ausgaben für die Errichtung von sogenannten lokalen anbieterübergreifenden Mikrodepots, aus denen Waren mit insbesondere für die Kurzstrecke geeigneten Fahrgeräten, wie Lastenrad oder Sackkarre oder zu Fuß ausgeliefert werden. Gefördert werden können beispielsweise Ausgaben für den Ankauf geeigneter Behältnisse wie Container, für erforderliche Sanitäranlagen und Sicherheitsausstattungen, wie Absperrvorrichtungen. Der Zuwendungsempfänger hat dafür zu sor- gen, dass die geförderten Infrastrukturen bei einem Fördersatz von bis zu 60 % mindestens für die Dauer von drei Jahren betriebsbereit vorgehalten werden. Der Förderbetrag kann sich bei längerer Laufzeit erhöhen (bis zu 70 % bei vier Jahren und bis zu 80 % bei fünf Jahren Vorhaltezeit). Die Stadtverwaltung plant derzeit eine Projektlaufzeit von drei Jahren ein und ist bestrebt, gemeinsam mit dem Betreibenden im Anschluss an diese drei Jahre einen alternativen Standort für das Mikrodepot zu finden. Die Investitionen in die Mobilitätsangebote werden durch die bestehenden Positionen im Haushalt abgedeckt. Der genaue, auf die Stadt Köln entfallende Eigenanteil kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden. Weiteres Vorgehen Die Verwaltung wird mit interessierten Unternehmen weitere Workshops zur Konkretisierung der An- forderungen an die Infrastruktur aus Sicht der Logistik durchführen und das Nutzungskonzept ausar- beiten. Für den Förderantrag ist es erforderlich, dass Absichtserklärungen von mindestens zwei Un- ternehmen zur Nutzung der jeweiligen Infrastruktur vorliegen. Die detaillierten Planungen der Mobil- und Logistikstation werden in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren und beteiligten Dienststellen fortgeführt und in finalisierter Form vorgestellt. Über den weiteren Prozess sowie nach Abschluss des Projektzeitraums werden die zuständigen Gremien über die Ergebnisse unaufgefordert informiert. Die Erkenntnisse dieses Pilotversuches sollen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung bei der Bedarfsermittlung weiterer Standorte sowie als Teil eines zu entwickelnden gesamtstädtischen Sys- 4 tems für urbane Logistikinfrastruktur berücksichtigt werden. Über ein solches Netzwerk könnten inte- ressierte Unternehmen die Zustellungen an gewerbliche Kunden und Privatkunden und -kundinnen mit emissionsarmen Fahrzeugen abwickeln und auch der ansässige Handel zukunftsweisend sein Zustellgeschäft abwickeln. Zu einem solchen Gesamtsystem können langfristig u. a. mehrere Mikro- depot-Standorte und Standorte für neutrale Paketstationen im gesamten Stadtgebiet Kölns zählen, die ein Netz logistischer Infrastruktur über Köln spannen. Anlage Lageplan Gez. Blome
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1738/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 07.06.2021
- Erstellt
- 06.05.2021 15:11