4282/2022
Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2023 - 1. Schritt
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage Projektauswahl 2023 - 1.Schritt docx
22172 Zeichen
Anlage 1 1. „Rice and Roots“ - Festival Das Festival soll a m Wochenende des 20. bis 21. 05. 2023 eine Plattform der Begegnung, des Austausches sowie der Vernetzung und Sichtbar -Werdung für deutsch-asiatische Gruppen, Einzelpersonen und communities schaffen. Das Hauptprogramm besteht in einer Reihe inhaltlicher Inputs, Panels und thematischer Workshops zu politisch und gesellschaftlich relevanten Themen im Kontext zu anti-asiatischem Rassismus und asiatisch-deutscher Identität. Die Veranstaltungen werden von Betroffenen, Expert*innen und aktivistischen Personen sowie Organisationen durchgeführt. Daneben werden begleitend Lesungen, Filmvorführungen sowie künstlerische, kreative und mediale Formate angeboten. Zudem sind Räume der Vernetzung und des Austausches vorgesehen. Parallel zum Programm gibt es zudem im Rahmen eines „Marktplatzes“ fortlaufend einen Ort, an dem Begegnung und Vernet zung stattfinden kann. Über das Format „Andere laden uns zu sich ein“ wird Institutionen und Trägern (wie Theaterhäuser n, städtische Einrichtungen, Kinos o. a.) aus Köln ebenfalls die Möglichkeit eingeräumt, für sich selbst zu werben und ein eigenes Angebo t zur Sichtbarkeit von asiatisch- deutschen Themen und zur Ansprache von asiatisch -deutschen communities anzubieten. 2. Internationaler Tag gegen Rassismus - Aktionstage des Kölner Forums gegen Rassismus Das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung stellt das Thema "Kritisches Wellbeing - Die Bedeutung von Selbstfürsorge im Kontext von Rassismus" in den Mittelpunkt und plant eine öffentliche Auftaktveranstaltung am 17.03., einen Aktionstag am 21. März sowie weitere Begleitveranstaltungen unter der Mi twirkung diverser Träger. In diesem Zusammenhang wird die Gesundheit als Voraussetzung für das "Eingreifen (können)" behandelt. Es wird Angebote der Selbstfürsorge für Personen mit Rassismuserfahrung geben. Weitere Aktionen, die auch dezentral stattfinden werden zielen darauf ab, die breitere Gesellschaft für das Thema Rassismus zu sensibilisieren und Menschen ohne Rassismuserfahrung zu beraten, wie sie sich mit Menschen mit Rassismuserfahrung verbünden können. Das gesamte Programm richtet sich sowohl an d ie zivilen als auch an die politischen Akteur*innen und zeigt auf, wie mehr Ressourcen für rassismuserfahrene Menschen bereitgestellt werden können. Die Aktionen sollen auch dazu dienen, das Kölner Forum gegen Diskriminierung und Rassismus in der Stadtgese llschaft bekannt zu machen und im Sinne der Nachhaltigkeit Kooperationen mit anderen Akteur*innen in der Stadt zu schaffen. Die gesamte Veranstaltung wird von einem rassismuskritischen Awareness -Team begleitet, das darauf achtet, Reproduktion von Rassismu s oder Diskriminierung im gesamten Programm zu unterbinden. 3. „Wie wollen und können wir uns erinnern?“ Im Rahmen des Projekts erfolgt die Entwicklung von Workshop -Angeboten zu den Themenbereichen „Deutsche Kolonialgeschichte“, „Rassismuskritische Perspektiven auf historische Ereignisse“, „Formate für multiperspektivische Erinnerungskultur“ und „Kolonialismus in unserer Stadt“. Hierzu werden drei Workshops für Multiplikator*innen zur Konzeption ierung von Workshop -Formaten zu den einzelnen Themenfeldern organisiert: 1. Deutsche Kolonialgeschichte in Köln am Beispiel Flora 2. Rassismuskritische Perspektiven auf historische Ereignisse und Formate für multiperspektivische Erinnerungskultur 3. Formate für Kinder und Jugendliche zum Thema „Deutsche Kolonialgeschichte“ und multiperspektivische Erinnerungskultur Vorgesehen ist die Initiierung der o.g. Workshops zu den angeführten Schwerpunkten mit unterschiedlichen Zielgruppen und unter heterogenen Rahmenbedingungen. Geplant ist, die Veranstaltungen durch oder in Zusammenarbeit mit den in 2022 ausgebildeten Multiplikator:innen zu konzipieren und zu leiten. Durch die Entwicklung von WS -Materialien zu den Themenschwerpunkten erfolgt eine Ergänzung und Abrundung der Workshops. Final erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die Veröffentlichung erarbeiteter WS-Konzepte auf der Projektseite https://desintegration.ihaus.org/. 4. B/OR/DER ST/OR/IES Die Ausstellungs-Intervention „B/OR/DER ST/OR/IES“, die vom 25.03. bis 27.08.2023 im Rau tenstrauch-Joest-Museum gezeigt werden soll, beschäftigt sich mit der Bedeutung von Grenzen . Die Intervention leistet Aufklärungsarbeit, will m ehr Bewusstsein für historische und aktuelle Grenzeffekte vor Ort in Köln und in der Welt (an den Beispielen Spanien, Marokko und Kenia) schaffen sowie Besucher *innen vermitteln, inwiefern Grenzen in alltäglichen Gesellschaftsstrukturen und Denk - und Verhaltensmustern wirken. Ergänzt durch eine zur inhaltlichen Vertiefung und für weitere Bildungsprojekte nutzbare Homepage sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm werden Themen wie Rassismus, Ausgrenzung, Chancenungleichheit, Imperialismus, Kolonialismus, Nationalismus, aber auch Menschenrechte und Widerstand behandelt. Durch alternative Perspektiven und lokale Stimmen sollen vor allem innerhalb der weißen privilegierten Mehrheitsgesellschaft in Deutschland Vorurteile abgebaut werden, zu mindestens mehr Akzeptanz und dem langfristigen Abbau von sozialer Ausgrenzung beitragen. Intervention und Rahmenprogramm stehen allen offen, adressieren aber zusätzlich bewusst Zielgruppen, die sonst weniger vom Museum als Besucher*innen erreicht werden (z.B. durch angepasste Füh rungen), und biet en Vernetzungs- und Empowerment -Möglichkeiten für rassismuserfahrene und von Grenzen betroffene Personen. Die Intervention basiert auf Forschungsergebnissen von Doktorandinnen der Universität zu Köln, Katrin Sowa (Sozialanthropologin) und Sofie Steinberger (Historikerin) sowie auf Interviews mit von Grenzen betroffenen und rassismuserfahrenen Personen in Köln. Das Projekt wird mit Awareness trauma- und diskriminierungssensibel von Pamoja Afrika e.V. Köln begleitet. Bündnis14 Afrika unterstützt die Intervention hinsichtlich Vernetzung sowie Öffentlichkeitsarbeit, um Erfahrungen und Perspektiven insbesondere von Menschen afrikanischer Herkunft in Köln stärker sichtbar zu machen. 5. Unity Cup – Sport gegen Rasssimus In Zusammenarbeit mit dem jüdischen Fußballverein „Moussavi“ wird ein Fußballturnier mit einem Rahmenprogramm gegen Rassismus durchgeführt. Der gesamte Tag soll filmisch dokumentiert und themenspezifisch aufbereitet werden. Hintergrund sind insbesondere antisemitische und rassistische Vorfälle in nerhalb der Liga, aber auch außerhalb des Sportplatzes. Weitere insbesondere selbst von Rassismus oder Diskriminierung Betroffene Vereine werden eingeladen und auch frühzeitig in die Planung eingebunden. 6. „93“ „93“ ist ein zweistufiges Projekt, welches sich auf die fremdenfeindlichen Anschläge in Solingen und Sivas im Jahr 1993 be zieht. E s sieht neben einem 30-45 minütigen Dokumentationsfilm die Aufführung eines rassismuskritischen Theaterstücks vor. Der Dokumentationsfilm „93“ soll von Jugendlichen im Rahmen des Projektes erstellt werden. Hierzu ist geplant, dass die Jugendlichen Interviews mit Hinterbliebenen der Opfer, mit Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten führen. Insbesondere soll auf wissenschaftlicher Ebene der Frage nachgegangen werden, wie Rassismus entsteht und warum Menschen rassistisch motivierte Gewalt ausüben. Die Produktion sarbeit der Jugendlichen wird durch ein Dokumentarfilm-Team begleitet und unterstützt. Der Film soll im Rahmen einer Vorführung dem Publikum vorgestellt zudem auch auf sozialen Plattformen geteilt werden; d ie Pre miere des Films soll durch eine Podiumsdiskussion begleitet werden. Der zweite Projekt-Teil ist ein Theaterstück, welches sich mit dem Anschlag in Sivas auseinandersetzt und kritisch mit den rassistischen Motiven befasst. Die Simurg Theatergruppe aus der Türkei ist bekannt dafür , seit den Anschlä gen von 1993 kritische Themen in ihren Stücken auf die Bühne zu bringen und die Zuschauer aufzurütteln. 7. „Mala Don“ - Kick Rassismus out of Kölle! Das Projekt wird 25 schwarzen Jugendlichen, die überwiegend Fluchterfahrungen machen mussten, die Möglichkeit zu begleiteten Treffen in Safer Spaces geben. Die Räume dienen der Auseinandersetzung mit ihren Erfahrungen in Bezug auf Diskriminierung und Rassismus. Die Gruppe entwickelt in Zusammenarbeit mit Fachkräften Handlungsleitfäden und wichtige Informationen über Beratungsstrukturen und Unterstützungsangebote. Diese werden in Print-Medien dargestellt und können von den Jugendlichen in das eigene Umfeld weitergetragen und so verbreitet werden. Zudem sind Besuche bei den Antidiskriminierungsbüros geplant , um Hürden zu Unterstützungsstrukturen abzubauen und Wege dorthin aufzuzeigen. Des Weiteren werden 25 Ehrenamtliche und Fachkräfte im Umgang mit Diskriminierung und rassistischer Gewalt fortgebildet, indem sie über rassistische Vorfälle informiert werden. Durch die entwickelten Handlungskonzepte und die Anbindung an Unterstützungsstrukturen werden sie zu vertrauensvollen „A llies“. Sie bestärken die Zielgruppe darin, ihre Rechte durchzusetzen und qualifizierte Hilfe in Anspruch zu nehmen. 8. „Gemeinsam gegen Rassismus“ Mit dem Projekt „Gemeinsam gegen Rassismus“ soll die Bewusstseinsbildung zu verschiedenen Formen von Rassismus in unserer Gesellschaft gefördert und rassistisches Handeln, z. B. aufgrund bestehender Gesetzen, Verwaltungsvorschriften und Stereotypisierungen kritisch reflektiert werden. Im Rahmen von Workshops sollen Handlungskompetenzen gestärkt werden. Di e Teilnehmenden lernen u. a., eigene Gedanken zu reflektieren und für die Zukunft auch selbständig eine kritische und vorurteilsbewusste Haltung zu entwickeln. Workshops: Durchschnittlich 1 Workshop pro Monat ab April 2023 mit jeweils 2 -4 Stunden. Zielgruppe: Frauen* und Mädchen* mit Rassismuserfahrungen: Empowerment - Workshops inkl. WenDo Kurs. Bildungseinrichtungen: Schulen/Universitäten (für Lehrkräfte/Dozierende und Schüler*innen/Studierende), z. B. im Rahmen von Projekttagen u. Themenwochen, aber auch auf Anfrage aufgrund von Beobachtungen und Geschehnissen innerhalb der einzelnen Bildungseinrichtungen, Willkommensklassen, Fachkräfte/Ehrenamtliche (als Multiplikator*innen) der Freien Wohlfahrtspflege, die mit Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bzw. Menschen mit Rassismuserfahrungen zusammenarbeiten (z. B. geflüchtete Frauen* oder unbegleitete geflüchtete Mädchen*, Beratungsstellen, usw.) Behörden/Verwaltung: z. B. Mitarbeitende von Jobcentern, Ausländerbehörden, Wohnungsämtern, uvm. Inhalte: Definitionsmacht, Sprache und Begriffe (z.B. Integration, Fremdenhass, Rassismus(-kritik), Identität, Zuschreibungen, Vorurteile, Betroffenenperspektive, Selbstbezeichnung etc.) Machtasymmetrien, Macht und Dominanz, Fremdbilder und Stereotype, Kulturmuste r, Verschränkung von Diskriminierungsformen (Intersektionalität), WenDo zur Selbstbehauptung, Einzel - und Gruppenübungen, Fallbeispiele, Handlungsmöglichkeiten besprechen und entwickeln, aktuelle kritische Medienanalysen. Mit interaktiven und vielfältige n (u. a. kreativen) Methoden soll ein pädagogischer Raum geschaffen werden, in den alle Teilnehmenden ihre eigenen Meinungen und Gedanken einbringen und anschließend gemeinsam diskutieren können. 9. Gadje-Rassismus begegnen Den Jugendbereich des Bürgerzentrum Ehrenfelds besuchen w öchentlich ca. 50 Jugendliche; v iele davon sind Rom*nja. Durch den regelmäßigen Kontakt mit der Zielgruppe erfahren die Mitarbeitenden , welche Auswirkungen die gesellschaftliche Diskriminierung und Stigmatisierung der Rom*nja auf die Jugendlichen hat. Durch das Projekt wird dazu bei getragen, die im- und expliziten Folgen des Gadje -Rassismus sowohl für jugendlichen Rom*nja und Nicht-Rom*nja Besucher*innen als auch für die Mitarbeitenden des Bürgerzentrum Ehrenfelds aufzudecken, zu verdeutlichen und zu bearbeiten. Es werden jeweils drei Module für Jugendliche, Mitarbeite nde und Nachbar*innen/Besucher*innen des BüZes angeboten. Zudem finden gemeinsame Module und eine Abschlussveranstaltung für alle Teilnehmenden der Einheiten statt. 1. Information über die verschiedenen Formen des Gadje-Rassismus 2. Dokumentation und Aufdeckung der vorhandenen Formen des Gadje -Rassismus in den unterschiedlichen Herkunftskulturen, in Deutschland, bei den Jugendlichen, bei den Mitarbeiter*innen, bei der Nachbarschaft 3. Partizipatorische Erarbeitung von Maßnahmen gegen Gadje-Rassismus mit dem Ziel einer Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft Das Projekt verfolgt in erster Linie folgende Ziele: Mehr Bewusstsein für die Konstruktion von Zuschreibungen von Vorurteilen gegenüber Romn*ja und der Gruppe der Jugendlichen, welche die Einrichtung besuchen zu schaffen Eine Plattform für das Zusammentreffen der Menschen und den gemeinsamen Austausch zu bieten Gemeinsam mit allen Beteiligten eine Methode und/od er Handreichung über das Thema zu erarbeiten 10. Geschichte des Kolonialismus am Beispiel Brasiliens Anhand von alten Bildern, Landkarten und Spielen lernen Kinder zwischen 4 und 15 Jahren die Geschichte des Kolonialismus anhand der Geschichte Brasiliens kenn en. Sie lernen durch Spiele aus der Capoeira Geschichte, das malen der Wege zwischen den Kontinenten und singen der Capoeira Lieder nicht nur, wie es zur Entstehung von Capoeira kam, sondern auch, wie und warum die Sklaven nach Brasilien gekommen sind, wie sie dort gelebt haben und wie sie angefangen haben, Capoeira als Kultur des Widerstandes zu entwickeln. All diese Inhalte werden kindgerecht aufgearbeitet. Zum Abschluss des Projekts werden die Kinder gemeinsam mit professionellen Capoeirista und Tänzer*innen eine Performance zum Thema für die Öffentlichkeit vorbereiten und aufführen. 11. „Aliadas für die Vielfalt“ Der Verein fokussiert sich auf Spanisch sprechende Menschen, insbesondere Frauen in Köln. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung wird Aliada e.V. insgesamt 3 je 5-stündige Workshops durchführen: Zielgruppe: Je 20 Eltern mit Fokus auf Schule/Kindergarten, Erwachsene, pädagogische Fachkräfte/ Berater*innen und andere Fachkräfte in den sozialen sowie Bildungsbereichen. Inhalte: Wissensvermittlung, Begrifflichkeiten, Sprache, Wie werde ich gelesen, Privilegien, Auseinandersetzung mit Alltagssituationen, Aufdeckung und Dekonstruktion des (rassistischen/diskriminierenden) Systems, Förderung von Antirassistischer Haltung & Rassismuskritischem Denken, Racial Stress -Faktoren entgegenwirken, Tipps für einen rassismus- sowie antidiskriminierungskritischen Alltag, An wen wende ich mich? Wie informiere ich mich ? Anregungen zu social Media, Bücher, Videos, Podcasts Erarbeiten von Inhalten für die Projekt-Webseite mit weiterführenden Infos, Blogs, Literatur und Medienempfehlungen, Beratungsstrukturen sowie der Inhalte der durchgeführten Workshops und des Podcasts. (auf Spanisch sowie auf Deutsch): Veröffentlichung von P osts auf den Sozialen-Netzwerken (Facebook, Instagram), z.B. Erklärung von Begriffen, Diskriminierungsformen, Anlassbezogen z.B. Internationaler Tag gegen Rassismus oder aufgrund aktueller Ereignisse. Podcast ,,La voz de Aliadas’’ (die Stimme der Aliadas) ,,Café con aroma de mujer’’ (Frauencafé) zum Thema Rassismus und Antidiskriminierung: ,,Círculo de lecturas‘‘ (Leser*innenkreis) zum Thema Rassismus und Antidiskriminierung: Besprechung des Buches „Exit racism“ von Tupoka Ogette. 12. Ich und du - wir sind gleich und anders (Rassismussensibel und stark von klein auf) Dieses Projekt wird im Verbund von 4 Trägern im Bezirk Porz durchgeführt, die sich gemeinsam der Thematik widmen möchten. Die Besucher*innen der 4 Vereine haben häufig eine eigene Migrationsgesch ichte sowie zum Teil auch eine persönliche Fluchterfahrung. Jeder Verein spricht Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprachräume an. Im Verlauf des Projekts soll die kritische Auseinandersetzung der Kinder- und Jugendlichen sowie ihrer Familien mit den Themen Rassismus, Mobbing und Diskriminierung sowie der Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Kulturen und gegenseitiger Respekt in ihrer Wohnumgebung, Schule und Nachbarschaft vermittelt werden. Es werden 2 Informationsveranstaltungen für ehrenamtlic he Mitarbeitende , Multiplikator*innen mit dem Ziel der Sensibilisierung und Informationsvermittlung zu diesem Themenkomplex angeboten. Zudem werden regelmäßig stattfindende Kindergruppen durchgeführt, die sich mit Hilfe vielfältiger Methoden dem Thema annehmen und von einer Honorarkraft angeleitet werden. Anschließend werden die Ergebnisse jeder Gruppe in den anderen Vereinen vorgestellt . Des Weiteren finden Gesprächskreise mit Teilnehmenden aus der Kinder-, Eltern- und Großelterngeneration statt. 13. „Bocklemünd macht sich auf den Weg“ (Empowerment für Frauen mit Rassismuserfahrung und Sensibilisierung zur rassismuskritischen Arbeit für Fachkräfte) Dieses Projekt beinhaltet zwei Schwerpunktthemen für die Bezirke Bilderstöckchen und Bocklemünd. Zum ein en werden - insbesondere aufgrund aktueller rassistischer Vorfälle und Bedarfe der heterogenen Bewohnerschaft der Viertel - Angebote im Bereich der Sensibilisierung zu rassismuskritischen Themen für die überwiegend „weißen“ Fachkräfte angeboten. Es zeigt s ich bislang in akuten Situationen eine Überforderung der Akteur*innen und ein hoher Bedarf an der Auseinandersetzung mit der Thematik. Über den AK Bilderstöckchen/Bocklemünd sollen Informationen weitergegeben und weitere Auseinandersetzungsmöglichkeiten, b eispielsweise in Form von Workshops zu Critical Whiteness angeboten werden. Der zweite Fokus liegt auf den dort bestehenden Frauengruppen. Die Gruppen setzen sich aus schwarzen und aus muslimisch gelesenen Frauen zusammen. Diskriminierung und insbesondere eigene Rassismuserfahrungen sind wiederholt Thema der Treffen. Die Teilnehmerin nen erhalten die Möglichkeit an Empowerment Workshops teilzunehmen, sich der Thematik anzunehmen und gemeinsam Handlungsstrategien zu entwickeln. 14. „MinDset+“: Rassismen von und gegen Muslim*innen in Deutschland erkennen und bewältigen. Der Träger wird sich in diesem Jahr dem Themenfeld von innermuslimischem Rassismus und Diskriminierung widmen. Durch angeleitete Gesprächskreise und Exkursionen in d ie jeweiligen Gebetshäuser werden jeweils 20 Mitglieder der muslimischen Gemeinden der Ahmadiyya, der Shia und der Aleviten mit Angehörigen der muslimischen Mehrheit der Sunniten zusammengebracht. Ziel ist ein gegenseitiges Kennenlernen der theologischen G emeinsamkeiten und Besonderheiten de r einzelnen Glaubensauslegungen und der Abbau von Ressentiments und Vorurteilen. 15. „Akzeptanz - jeden Tag!“ Der Träger der Kinder - und Jugendarbeit wird regelmäßige Treffen für Jugendliche anbieten, die sich unter pädagogischer Anleitung in einem offenen Raum mit Themen der rassismuskritischen Jugendarbeit, Antirassismus - und Antidiskriminierungsarbeit beschäftigen. Um Jugendliche hierbei professionell begleiten zu können , werden ehrenamtliche Mitarbeite nde von Fachkräften und Referent*innen geschult. Dieser Raum wird für freies Denken angeboten, um offen über die obengenannten Themen zu sprechen und Methoden für den Umgang mit ihnen zu entwickeln. Der Projektantrag beinhaltet weitere Elemente, die aktuell leider nicht gefördert werden können. 16. „Theodor Wonja Michael Bibliothek“ Die Theodor Wonja Michael Bibliothek, die am 19.02.2021 in K öln eröffnet wurde, ist ein Projekt des afro -diasporischen Vereins Sonnenblumen Community Development Group e. V., um Austausch, Bildung und Empowerment in der Kölner Stadtgesellschaft zu fördern. Den Grundstein für diese Bibliothek legen Bücher aus dem Nachlass von Theodor Wonja Michael, einem der letzten Schwarzen NS -Überlebenden, der 2019 verstarb. Er lebte in Köln und w ar bis zuletzt als Zeitzeuge für eine andere Erinnerungskultur und gegen Rassismus sehr aktiv. Zahlreiche Bücherspenden sind zudem mittlerweile hinzugekommen. Durch die Bibliothek erhalten alle Interessierten Zugang zu Literatur, die ein vor urteilsfreies u nd dekoloniales Bild von Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft sowie Wissen über Schwarze Geschichte und kulturelle Errungenschaften vermittelt. Dadurch sollen insbesondere Kinder und Jugendliche mit afrikanischen Wurzeln gestärkt werden. Das Bibliotheksprojekt soll auch einen entscheidenden Beitrag dazu leisten , Vorurteilen und Rassismus gegenüber Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Um diese Ziele bestmöglich realisieren zu können, soll in der Bibliothek 2023 weiterhin regelmäßig Veranstaltungen und Workshops geben. In dieser Periode wird der Verein im Rahmen der Organisation und Durchführung von 2 Veranstaltungen gefördert. Zum einen handelt es sich um die Jahresfeier mit Lesungen und Führungen in den Räuml ichkeiten der TWM Bibliothek . Weiterhin soll ein Workshop für weiße (Adoptiv-) Eltern und Bezugspersonen Schw arzer Kinder mit dem Ziel stattfinden, sich auszutauschen und zu lernen , Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen der Kinder zu erkennen und darauf angemessen einzugehen. 17. Wettbewerb „Dissen, mit mir nicht! Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung“ In den Beratungen der Antidiskriminierungsbüros berichten Eltern und Schüler *innen immer wieder von Diskriminierungserfahrungen und Rassismus an Kölner Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Ziel des Wettbewerbs ist es, dass das Thema im Unterricht und in den Jugendeinrichtungen aufgegriffen wird, um Jugendliche und Kinder, aber auch Lehrer*innen und Akteur*innen in Jugendeinrichtungen sow ie die Kölner Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Außerdem soll den Kindern und Jugendlichen der Raum gegeben werden, über eigene Erfahrungen zu berichten, Lösungsstrategien vorzuschlagen und /oder andere Kinder und Jugendlich zu empowern.
Beschlussvorlage Ausschuss
7428 Zeichen
Dezernat, Dienststelle OB/16/162/3 Vorlagen-Nummer 4282/2022 Freigabedatum 09.01.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2023 - 1. Schritt Beschlussorgan Integrationsrat Gremium Datum Beschluss: Der Integrationsrat Köln beschließt – in einem ersten Schritt für das Jahr 2023 - die Verteilung und Freigabe zur Förderung von Projekten der rassismuskritischen und antirassistischen Arbeit wie folgt: Nummer Antragsteller*in Projekttitel Fördersumme in Euro 1 Sophia Liu „Rice and Roots“ Festival 10.000 2 Multikulturelles Fo- rum e.V. „ 21.03.2023 Internationaler Tag gegen Rassismus“ - Akti- onstage des Kölner Forums gegen Rassismus 10.000 3 Integrationshaus e.V. „Wie wollen und können wir uns erinnern?“ 8.200 4 Pamoja Afrika e.V. „B/OR/DER ST/OR/IES“ 8.000 5 Küpe e.V. Unity Cup - Sport gegen Ras- sismus 8.000 6 Alevitisches Kultur- zentrum e.V. „93“ 7.000 7 Jama Nyeta e.V. Mala Don - Kick Rassismus out of Kölle 7.000 8 Agisra e.V. Gemeinsam gegen Rassismus 6.979 9 BüZe Ehrenfeld e.V. Gadje-Rassismus begegnen 6.293 10 Aliadas e.V. Aliadas für die Vielfalt 6.162 11 Mac e.V. Geschichte des Kolonialismus 5.328 Integrationsrat 17.01.2023 2 am Beispiel Brasiliens 12 Familien-Welt e.V. Ich und du - wir sind gleich und anders (Rassismussensibel und stark von klein auf) 5.000 13 Aktion Nachbar- schaft e.V. „Bocklemünd macht sich auf den Weg“ (Empowerment für Frauen mit Rassismuserfahrung und Sen- sibilisierung zur rassismuskriti- schen Arbeit für Fachkräfte) 5.000 14 Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. „MinDset+“: Rassismen von und gegen Muslim*innen in Deutschland erkennen und be- wältigen. 4.330 15 Audiovita e.V. Akzeptanz - jeden Tag! 3.000 16 Sonnenblumen Community Develo- pment Group e.V. Theodor Wonja Michael Biblio- thek 2.400 17 Caritasverband e.V. Wettbewerb: „Dissen-mit mir nicht!“ 1.735 Gesamt 103.427 Die Gesamtsumme der Förderungen für alle 17 Projekte der Antragstellenden beträgt 103.427 Euro. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teil- ergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Frei- willige Sozialleistungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2023 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 103.427 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Zusammenfassende Begründung (Einfache Sprache): Die Auseinandersetzung mit Rassismus ist weiterhin sehr wichtig in Köln. Das friedli- che Miteinander und der Zusammenhalt der Menschen muss gefördert werden. Der Bedarf an Angeboten zur Sensibilisierung, zur Vorbeugung von Rassismus und zur Stärkung von Betroffenen ist hoch. Die Stadt Köln fördert daher seit vielen Jahren die unten genannten Antidiskriminie- rungsbüros und zusätzlich Projekte gegen Rassismus zur Stärkung von Demokratie und Akzeptanz. Die Stadt setzt sich für das vielfältige, friedliche und geregelte Mitei- nander ein. Die aufgeführten und im Anhang beschriebenen Projekte sollen daher im Jahr 2023 gefördert werden. Begründung: In den letzten Jahren hat sich der zunehmend offen gezeigte Rassismus zu einer massiven Belastung des friedlichen Miteinanders sowie des Zusammenhalts in der Gesellschaft entwickelt, was sich in den aktuellen Diskursen sowie in den medialen Berichten und Diskussionen deutlich zeigt. Daher ist – auch in unserer Stadt - der Be- darf an Präventions-, Sensibilisierungs - und Empowermentangeboten sehr hoch. Die Stadt Köln setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dieser Entwicklung entgegen- 4 zuwirken und fördert neben der Arbeit der beiden nichtstädtischen Antidiskriminie- rungsbüros - Caritas e.V. für die Stadt Köln und Öffentlichkeit gegen Gewalt (Köln) e.V. - auch Maßnahmen aus den Mitteln des „Antirassismus-Trainings“ im Rahmen des „Aktionsprogramms für ein friedliches Miteinander und gegen Intoleranz und Rechtsradikalismus“. Die klare Haltung der Stadt Köln stärkt damit das vielfältige, ge- waltfreie und demokratische Miteinander. Finanzierung: Gemäß Hauptsatzung der Stadt Köln in der Fassung der 29. Satzung zur Änderung der Hauptsatzung der Stadt Köln vom 05.07.2022 weist der Rat dem Integrationsrat Mittel zu, über deren Verteilung der Integrationsrat nach einer vom Rat beschlossenen Richtlinie zur Anerkennung und Förderung der Interkulturellen Zentren und zur Förde- rung rassismuskritischer Projekte zur Stärkung von Demokratie und Akzeptanz ent- scheidet. Im Haushaltsjahr 2023 stehen 50.000 Euro im Rahmen der Förderung „Mittel für Anti- rassismus-Training“ und zusätzlich 100.000 Euro aufgrund des politischen Verände- rungsnachweises, aus dem Fördertopf „Antirassismus-/Antidiskriminierungsarbeit“ und somit insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teil- ergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Frei- willige Sozialleistungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2023 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. Die Auszahlung erfolgt in 2 Vergabeschritten. Im ersten Schritt wird eine Fördersum- me von insgesamt 103.427,00 Euro gemäß der Richtlinie zur „Förderung rassismus- kritischer Projekte zur Stärkung von Demokratie und Akzeptanz“ vergeben. Die Pro- jekte beginnen alle im ersten Halbjahr 2023 und erstrecken sich zum Teil bis zum Jah- resende. Mitte des Jahres wird die Verteilung der Restmittel in einem zweiten Schritt beschlossen. In Abstimmung mit den Antragsteller*innen wurde der Förderbetrag bei einigen Anträ- gen gekürzt und der Finanzplan und gegebenenfalls auch der Projektumfang entspre- chend angepasst. Dies war notwendig, um der Vielzahl der eingegangenen Anträge (34) gerecht zu werden und somit ein möglichst vielfältiges und breites Angebot zu ermöglichen. Die einzelnen Projekte mit ihren jeweiligen Zielsetzungen sind in der Anlage 1 zur Be- schlussvorlage zusammengefasst dargestellt. Begründung der Dringlichkeit: Aufgrund der großen Anzahl der eingegangenen Förderanträge und zur Berücksichti- gung der zusätzlichen Projektmittel im Haushaltsjahr 2023 konnte die Beschlussvorla- ge nicht fristgemäß vorgelegt werden. Für Planung inkl. Anfragen und Buchungen von Referent*innen sowie der eigentlichen Durchführung einiger Maßnahmen ab Mitte Januar ist eine Entscheidung des Integrationsrates in seiner nächsten Sitzung am 17.01.2023 zwingend erforderlich.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4282/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 09.01.2023
- Erstellt
- 15.12.2022 22:51