V/0244/2005
Förderung des "Madness and Arts World Festival 2006" durch die Stiftung Siverdes
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Anlage 2
27054 Zeichen
Anlage 2
Published in Canadian Theatre Review - Issue 117, Winter 2004
Disability Arts and the Place of Mental Illness on the Stage
The Madness and Arts 2003 World Festival
Kirsty Johnston
In March 2003 a festival at Toronto’s Harbourfront Theatre featured a wi-
de variety of theatre and other performing arts groups all committed to
the project of re-imagining the place of mental illness on stage.‘ The Mad-
ness and Arts 2003 World Festival, organized by Toronto’s Workman
Theatre Project (WTP) and co-presented with the Centre for Addiction and
Mental Health, operated with an activist mandate: to gather artists from
around the world who involve people with mental-illness experience in
their work, who write about and perform plays with mental-illness themes
or problems at their core and who actively seek to address assumptions
about and the public stigma attached to mental illness. This is an activist
agenda because it seeks both to connect artists with mental illness ex-
perience and interests and also to challenge negative stereotypes about
mental illness.
Broadly, this activism parallels a disability-arts culture network that has
gained attention and advocates for several decades and that seeks to
promote new ways of supporting the artistic talent and expression of peo-
ple with disabilities or illnesses. The Madness and Arts 2003 World Festival
drew in part from the concerns and networks of this disability-arts culture
and contributed, in turn, to making its networks broader and deeper. The
Festival also had local roots, however, in the particular aims and man-
dates of the WTP and the Centre for Addiction and Mental Health. It is
best to begin, like the festival, with these local concerns and then build
outward and observe the formation of an activist network.
EXPLORING THE MIND THROUGH THE
"MADNESS & ARTS 38
Poster for The Madness and Arts 2003 World Festival
created by saatchi and saatchi; courtesy workman theatre project
Am Anfanz ist mir meine Rolle fremd und da ich von
Augenblick zu Augenblick auf das Ende sehe, bleibt
das such so; ich verstehe immer nur Teile, die mir
über die '"Improvisation'/das Ausprobieren vertraut hewordey
und situstionsgebunden sind. Ich bin überrsscht/'perplex',
wenn mir nach der Aufführung eine Interpretation des
Genzen geliefert wird, die ich so nicht erwartet hätte
bzw. Verständnisfragen gestellt werden; ich verfolge
meine eizene Logik, Quasi eine "innere! Bächt des Stücks,
in der mir vieles selbstverstänlich, vertraut und lieb-
Ten nn Beworden- iet-und- habe- den-Eitck-eimes- "kritischenm'- Fe
Menschen, der von außen au? das Stück schatu, nie be-
sessen. Mein Verständnis geht von der Erfahrung aus,
von dem, was gewordne ist und nicht von dem, was steh
(obiek;iv) sagen .ä5t; da bin ich stumm. Ich sehe Quer=
verweise, Verästelungen tind Abzweige/Kreuzugen, die
ich aus dem Augenblick gewonnen habe und auch nur im
Augenblick/in der unmittelbaren Erfahrung lebendig
sind.
Das past gut zu der Arbeitsweise von Paula und Manfred;
zwar gibt es Texte und Rollen, aber ste gehen von der
einzelnen 'Szene' aus, in der wir Ideen (zu dem Stück)
ausprobieren ("inszenieren' sozusagen - in '!Szene'
setzen) und so wird also von 'Szene'! zu "Szene! fort-
schreitend das sanze Stück gestickt/entwickelt. Dann
kommt Musik Ainzu, mitten in der A,beit etnwirft Banni
Ideen zum Bühnenbild und zum Schluß gibt‘s Kostüne;
der 'verrückte' Arzt, zu dem die Journalisten kommen,
um über sein berühmtes 'System' etwas zu erfahren und i
am Ende selbst durchärehen (Dr. Goudrone) oder einer Ri
der 3 Märze Oder eben Antoine, ein ebenfalls 'verrmücicter' g
Sonderling, der an der Verlogenheit der vorn&men und
fein Gesellschaft udn an der Eifersucht un seine bild-
schöne, ihn aber betrügende Frau zu Grunde geht, immer
eibt die Rolle ein neues Päckchen zu verstehen und
auszuprobieren auf und so geht es von Stück zu Stück
weiter im Verstehensprozeß, Es lebe die allgemeine IE
und Angewandte Hermeneutik!
ehe et ee =
— nn m ]
und wenn sie nicht gestorben sind, so leben (und verstehen)
% sie noch heute.
mit freundlichen Grüßen, Hi }
In der Regel treffen wir une einmsl die Woche für 3
Stunden, um etwas Neues auszuprobieren und müssen uns
sushälten lernen (d.i. das Schwerste: nicht auszubrechen,
sondern Stand zu halten, am 3all bleiben und bei der
Sache und nicht den Beitvezur/ten KACFOF- den Gegen-
wartsbezue verkieren: Was verlanst der Augenblick von
mir). Da ist es egal, ob wir am Stück arbeiten oder
ob wir gernde Pause machen - schon wieder hat die Situation
sich verändert und einer bzw. etwas ibt eiman neuen
Wink/Hinweis zuf einenenderen Zusammenhang und die
mm — —— Geschibhiemimmt-eine- neue Wendunz- um ehren nee
Verlauf, Er 5 ®,
Tatsächlich stkhe ich in der Pause in der Küche und
nehme währ/heobachte, wäs die =nderen machen - lasse
die ganzen Zindricke der »unten Jirklichkeit und des
um mich herum
bunten TreibensY“n meiner Kassade unbewesten Fassade
abprallen/abperlen, bis sich mir ein "Konkreter'/renauer
>
Eindruck (- Gedanke)‘ vermittelt. Auch während der Probe
stehe ich miesten am Rand des feschehens und beobacchte.
Aber ich bin auch gefordert zu handeln - zu agieren
und zu reagieren in einem: ich handle und empfange
zugleich kachrichten (- Winke/Hinweise) iiber mein Tun,
meine Nolle im Augenblick und in der Welt allgemein,
wie mich die =nderen verstehen, was gemocht unä was
abgelehnt wird. Unä vor allem stellt scih mir die bange
Frage: was soll ich fin Augenblick, tun?
Die Jeweilige Rolle tut ihr übriges - ob ich nun der
aus Bifersucht mordende Liebhaber bi: (Wovzeck) oder
Münster, den ’13.7.2004
Für Rite: AR .
"Kunst ist schen, j
macht zber viel Arbeit" (Karl Valentin).
Arbeit ist Selbtetverwirklichung (nach Karl Marx),
es ist Also egal, ob ich erwerbstätisg bin oder meiner
Freizeit nechgehe; für mich stekkt ein und dieseibe
Anstrengung darin, nur an einem =nderen Ort, mit anderen
leuten und einer anderen Aufgabe/Herausforderung. Als
tr’sybhotiker' lebe ich in einem Film: "eins steckt im
anderen, kann vieles bedeuten, hillionenfach" (A. März);
das, was ich macke tue und erfahre, macht Sinnz; deutet
auf anderes, Übergeordnetes und Hintergründiges hin,
ist vielschichtig, ich maß es nur entschlüsseln/ent-
rätzeln (socenanntes "Ganzheitserlebnis') - "&ogito,
ergn- smmitBestarten); das ist meine Aue, er rn
ich »uf der Arbeit bin older Freizeit h»be. Arbeiten,
Schsuspielen ist: etwas in Gruppe tun, zu einem nach-
prüfbaren bzw. vorzeigbaren Ergebnis führen - d.i. die
Anstrengung; Arbeiten wie Schsuspielen ist ein Gruppen-
prozeß,.
Sicher jeder ht weine Aufgabe/Rolle, aber erst im
gegenseitimzen Kinhören und »ufeinsnder Achtgeben fügt
sich 1 und 1, Teil für Teil, dass Kleine rit der Großen
zu einem neuen Ganzen jinein=nder Un’ zusammen, Ich
muß also meinen Mann stenen und die Kräfte aushalten,
die an mir zerren; zuf der Arbeit zerren das frühe
Aufstehen, die unbequeme Haltung (etwas im halbwechen
Dämwmerzu-+tend Eier in eine Schüssel schlagen), der
Lärm und die Ceräuschkulisse der anderen - beim Schau-
spielen sind es wieder die anderen und die Übungen
beim Warm-up und beim "Impravisieren',
|"Y] Landschaftsverband
#' Westfalen-Lippe """"*""
Pr Ihr Fachkrankenhaus im
Westfälische Klinik Lengerich ee
Psychiatrie = Psychotberapie = Neurologie erenle
Der Ärztliche Direktor
Madness and Arts
Seit vielen Jahren begleite und verfolge ıch mit großem Interesse und Anteilnahme die
Arbeit der Theatergruppe Sycorax, das Theater von - aber nicht nur - Menschen mit
Grenzerfahrungen, welches mir und anderen Personen in der Vergangenheit immer
wieder besondere intellektuelle, emotionale und Sinnenfreude bereitet hat. in einem
breiten Spektrum von Emmst bis Heiter
„Es war und ist die eindringliche Kraft der Sprache, der Mimik, der estik und der
Bewegungen im Ganzen, die die Schauspieler vermitteln. der Bühnenbilder. der
anruhrenden, sorgsam ausgewählten begleitenden Musik, der Videokollagen und Licht-
affekte, die die charakteristische Handschrift des Spiels der Regisseure Paula Artkamp
und Manfred Kerklau und ihrer Schauspieler kennzeichnen, einschließlich der begabten
Auswahl der Stoffe Ich fühle und fühlte das harmonische und das solidarısche Mit-
einander der Regisseure. ihrer großartigen Ideen und des spielerischen Gestaltens der
Schauspieler. der Menschen mit Grenzerfahrungen, die in besonderer Weise befähigt
und befugt sind, Intensives. Tiefempfundenes. Freudiges und Bedrückendes in Worten
und Bewegungen auszudrücken.
Die Theatergruppe Sycorax ist daher in besonderer Weise dazu berufen und befähigt,
das zweite internationale Festival ‚Madness and Arts‘ im Jahre 2006 ın Münster zu
initiieren. zu organisieren und durchzuführen. Ein solches Festival wırd die Gelegenheit
bieten, Theatergruppen aus aller Welt mit ähnlichen Anliegen und Fähigkeiten wie
Sycorax intensiv kennen zu lernen Wir haben allen Grund. uns darauf zu freuen und soll-
ten, jeder ın seinem Bereich, - mit aller Kraft - dazu beitragen. dass das Festival gelingt.
Lengerich. 09.09.04
Prof. Dr. med. Andreas Crome
LWL Für die Menschen.
Für Westfalen-Lippe.
Burlınie R4S. bir Feuerwehrhaun
Parker Beruchepackplärze Klik
Anlage 3
Gruppen für das Madness and Arts World Festival Il
The Workman Theatre (Toronto, Canada)
Since its bold launch in 1991, the Workman Theatre Project (WTP) has be-
come known for putting a human face on mental health issues. By producing
professional theatre that not only focuses on mental health but is staged by a
company comprised of professional actors and people who receive mental
health services. WTP is able to get to the heart and soul of the issues while
maintaining a high standard of theatre. This unique arts company, led by
founder/artistic producer Lisa Brown, has attracted national and international
attention. Based in Toronto at the Joseph Workman Auditorium, at the Queen
Street Site of the Centre for Addiction and Mental Health, WTP has per-
formed to audiences in Canada and has connected to the rest of the world
through its international festivals: Madnesss and Arts 2003 World Festival
and the Rendezvous with Madness Film Festival).
Mazarra Institute (Musicians - CUBA)
An orchestra whose members all have experience with mental illness. Facili-
tated by the Psychiatric Hospital of Havana, Cuba, the musicians perform
regularly as both a full orchestra and a smaller band of 5-8 people. The
groups have a lot of performance experience - playing at national events, the
PanAm games and psychiatric conferences. Nuria Varela, who is from Cuba
and familiar with the group, is acting by proxy for the festival to contact and
arrange the smaller band'’s participation.
RAG Theatre Troupe (Australia)
The Recreation Access Group (RAG) is an initiative of the City of Port Phillip
which promotes participation in arts and recreation by people with psychiatric
disabilities. Founded in 1993, the RAG theatre troupe develops opportunities
for people living with a mental illness.
Most Recent Production: The Mad House, Oct. 2000. "Mismatched residents
battle over cocoa pops, fire drills and dead cats as they discover that sharing
a house brings out the worst ...and best in you. A chaotic comedy about the
struggle to find and keep a place to live. Featuring live music by the BiPolar
Bears.
Bohnice Theatre Company ( Prag Tschechien)
Die Bohnice Theatre Company wurde 1991 als eine offene Gemeinschaft
für Schauspieler — Patienten gegründet. Tanzelemente, archetypische The-
men wie Kindheit und Alter oder Jahreszeiten, das Studium von Gesten und
Tönen, spielerisch umgesetzt, sind Ausgangspunkt jeder ihrer Arbeiten.
Mehrmals als bestes Stück prämiert, vom Fernsehen aufgezeichnet und be-
reits auf verschiedenen Gastspielen gezeigt wurde VERA, MARIE DANCE...
14
Notes
1 I came to be involved in the festival in the course of my graduate study
of the WTP and, in the capacity of research director, helped the company
to discover other groups internationally who might be approached to par-
ticipate. My perspective, therefore, is that of a participant observer who
has had occasion to study the WTP’s history and the development of this
festival.
2 The festival was also supported by an Honourary Council which included
Harbourfront CEO William S. Boyle, dancer Robert Desrosiers, recording
artist Molly Johnson, dancer Karen Kain, Soulpepper Theatre Co. Artistic
Director Albert Schultz, AGO Director Matthew Teitelbaum and Senator
Michael Kirby. For further information on festival sponsorship and other
details, see Exploring.
3 These figures are drawn from the WTP and CAMH final report on the
festival sent to Senator Michael Kirby and other festival supporters, Au-
gust 2003 (Brown).
4 “10 Days in March” documents the process of the festival’s international
theatre collaboration, “In the Room”. Barna Apher is the producer and
TVO has purchased the licensing rights.
5 In addition to the performing arts, the festival sponsored two art exhib-
its in the York Quay Gallery: inSANITY and Untied in Time. The former
featured the work of artists from the WTP and CAMH-sponsored Being
Scene exhibit, Toronto’s Creative Arts Studios, Vancouver's Gallery Gachet
and New York’s The Living Museum. Untied in Time showcased straight
jackets, which The Living Museum artists had re-formed as canvasses and
sculptural objects.
Works Cited
Brown, Lisa. E-mail to the author. 28 Aug. 2003.
Exploring the Mind through the Arts: Madness and Arts 2003 World Festi-
val. 21 Nov. 2003 <www.madnessandarts.com>.
Kirsty Johnston is an Assistant Professor at the University of Brit-
ish Columbia Department of Theatre, Film and Creative Writing.
Her current research focuses upon illness representation in thea-
tre.
23Bb912
Lovesickness performed by Rosanna Gamson / World Wide
photo by Stephen Simeon
The festival formed a new activist network by laying the organizational
foundations for future international collaboration and by providing the op-
portunity for artistic exploration and cooperation among different theatre
companies. Prior to the festival many of these groups had been operating
in isolation, unaware of each other's activities. The festival had been plan-
ned as a means to connect the WTP with other like-minded groups inter-
nationally. It did this but also produced new connections across and bet-
ween groups, shaping a network at once unified and diverse.
In the Room performed by actors from Denmark’s Billedspor, Australia’s
RAG Theatre Troupe and Canada’s Workman Theatre Project
?Hoto by Stephen Simeon
Educational Activities and Public Discussions
Artists and other festival participants were given several formal opportuni-
ties to share their ideas, through a range of educational activities and
public discussions, running throughout the festival. A series of three pan-
els featured representatives from the various participating arts groups
reflecting on key aspects of the festival’s themes and goals. The first -
entitled Mental Health Where? - built upon the idea that different cultural
communities understand mental health in different ways and invited a
range of international panelists to reflect on the role of the arts in shaping
such understandings in their homelands. A second panel - entitled Art
Work: Conversations with Festival Artists - asked festival artists to de-
scribe the challenges and benefits of representing mental illness and ex-
plain the motivations behind their respective artistic explorations. The fi-
nal panel - entitled Making it Work: Conversations with Artistic Facilitators
- invited facilitators from the various festival groups that create artistic
development opportunities by, for and with people who have received
mental health services to discuss best practices for funding, training, deal-
ing with the media, promotion, conflict resolution and networking. Beyond
the panels, a series of workshops allowed individual visiting artists to
share aspects of their craft. Finally, festival symposia included a lecture on
media images of mental illness by Dr. Otto Wahl of George Mason Univer-
sity; a CAMH Grand Rounds presentation by Stanford researcher Dr. Con-
nie Strong, one of the researchers involved in recent groundbreaking con-
trolled studies that have discovered a link between bipolar disorder and
creativity; and what was described in the festival brochure as a discussion
of "voyeurism, narcissism, obsession and hockey” by filmmaker Guy Mad-
din, in a co-presentation with the Power Plant International Lecture Series,
as part of Maddin’s Cowards Bend the Knee installation (17). Offered
alongside the festival’s performances and exhibits, these events invited
festival artists to share strategies and reflect on their respective connec-
tions to broader questions concerning mental illness representation in the
various artistic media.
Building Networks through Collective Performance
The drive to build networks among various national arts initiatives was
most evident in the festival’s closing performance: an international col-
laborative theatre performance called In the Room. The performance, or-
ganized by collaborative workshop director Ed Roy for the WTP, involved
two actors and a director from each of three companies: Australia’s RAG
Theatre Troupe, a five-year-old company very much like WTP, which in-
volves theatre professionals and provides theatre training and opportuni-
ties to people with mental illnesses; Denmark’s Billedspor, a company fo-
cused on mask work and also dedicated to providing training and per-
formance opportunities to people who have received mental health ser-
vices; and the WTP itself (two WTP members direct by Ed Roy). In the
year leading up to the festival each of these groups developed a ten- to
fifteen-minute production, based on the phrase In the Room. During the
festival, the three groups came together and collaborated for ten days,
with the aim of adding to and linking all three productions into a one-hour
performance to be presented at the festival’s end. The individual group
productions each offered strikingly original and idiosyncratic approaches,
while the whole presentation blended masks, properties, and performers
together to create a new shared performance language. For many of the
festival artists and participants, this occasion proved to be the most mov-
ing and inspirational, as it capped the festival’s explorations and pointed
to future collaborations.
11
Woyzeck performed by Germany's Theater Sycorax
photo by Stephen Simeon
The Festival Program
The festival program was marked by a heterogeneous collection of per-
formances, actors and languages on stage, united by a shared sense of
exploration and purpose. The festival opened with Japan’s Ryuzanji and
Company performing Educating Mad Persons, a hyperkinetic interpretation
of Shuji Terayama’s puppet play about a family in which one member has
been diagnosed as mad. The festival closed with the Los Angeles-based
dance group Rosanna Gamson / World Wide, whose production Lovesick-
ness explored Freudian concepts of hysteria and unsatisfied desire. Other
performances included Madison Wisconsin’s TAP IT / New Works’ produc-
tion Soul Journey, which used tap-dance, jazz music and monologues to
explore one woman’s journey through depression. In a similar vein Van-
couver actor Victoria Maxwell performed her one-woman show about
manic-depression, Crazy for Life. Productions for young audiences in-
cluded Nicola Baldwin’s play about teenage depression and suicide Cra-
cked, produced by London, England’s Ytouring Theatre Company; and Iris
the Dragon, a WTP production of Gayle Grass’s play investigating the early
warning signs and coping strategies for children with mental illness. Other
WTP performances included The Climps, which combined improvisation
and clowning by WTP members, facilitated by clown John Turner and im-
proviser Kate Ashby; and a remount of Terry Watada’s play Vincent, an
exploration of the challenges facing people diagnosed with schizophrenia
and of the difficulties encountered by their families and by the police.’
Germany's Theatre Sycorax, perhaps the theatre company most akin to
the WTP in terms of mandate and process, remounted its fourth produc-
tion, Buchner’s classic story of mental illness, Woyzech. The performance
drew upon company members’ contemporary experiences and profes-
sional expertise to give the drama a new aspect and modern resonance.
munity — work that is key to preventing problems, finding more effective
treatments and improving the quality of life for people struggling with
mental illness and addiction. The festival offered an opportunity for the
Centre to make further international connections and provide leadership in
the area of arts and mental illness research. CAMH provided the seed
money to begin research on the project. After a successful further applica-
tion to the Centre for Addiction and Mental Health Foundation, a Volunteer
Fundraising Committee, chaired by Sandra Pitblado, enabled the organiz-
ers to raise a further $650,000.00 to produce the festival in March 2003.?
Educating Mad Persons performed by Japan’s Ryuzanji & Co.
photo by Stephen Simeon
While there were a few important international precedents for disability-
arts festivals, there was little precedent for a broadly international gather-
ing focused solely on connecting artists with mental illness experiences or
interests. The Madness and Arts World Festival mandate was to build an
international network of artists with mental illness experiences and inter-
ests, with the hope of becoming a regular forum in which artists could
learn from and be inspired by each other. To this end, the festival organ-
izers hoped to discover and bring to Canada as many international artists
as possible. Through a combination of Web-based research, community
outreach and word-of-mouth, researchers discovered more artists than
anticipated, from such disparate countries as Cuba, Germany, Zaire, Iran,
Denmark, New Zealand, Iceland, Japan and others. Selected from this
range of possibilities, festival artists were chosen on the basis of artistic
merit, with the additional goal of including a broad range of artistic disci-
plines and international representation. Over the ten-day period the festi-
val featured over one-hundred artists from eight different countries who
shared their works with an estimated total audience of over ten-thousand
people.” Two documentaries about the festival are currently in production.
The first of these is entitled 10 Days in March and will premiere in the fall
of 2003.* Other festival legacies - a database of all the participants and
related groups is being prepared by the WTP for broader use and Theater
Sycorax, a ten-year-old German company, plans to host the next festival
in Munster in 2006.
From March 21 to March 30, 2003, Toronto’s Harbourfront Centre hosted
the first Madness and Arts 2003 World Festival. For ten days the festival
showcased the work of over one-hundred international performing and
visual artists whose only prior connection was a shared interest in mental
illness and the arts. The inspiration for WTP's artistic director, Lisa Brown,
to create the festival was simple: After ten years of successful growth and
practice locally, she wondered if there might not be opportunities to con-
nect with and learn from other international groups, with similar goals and
practices. Although she was unsure about the existence of such groups,
she hoped to discover other companies, with similar mandates, with whom
WTP could network to share artistic ideas and professional strategies.
The Workman Theatre Project of Toronto
The WTP has operated out of the Joseph Workman Auditorium at To-
ronto’s Centre for Addiction and Mental Health Queen Street site since
1989. WTP provides performance training and creative opportunities to
people who have received mental health services. It has created over
twenty theatrical productions exploring mental health issues and narra-
tives; toured interprovincially; produced an annual film festival called
Rendezvous with Madness; presented eight art exhibits; and developed a
theatre training program run by actor Ed Roy, whose instructors have in-
cluded such distinguished Canadian theatre professionals as John Turner
of Mump and Smoot and playwright John Palmer. All of the company’s
main productions have been developed with an even split between theatre
professionals and company members. Members are active at all levels of
the company and are defined as people who have received mental health
services and have an arts interest. Some company members are profes-
sional theatre artists whose careers have been interrupted by mental ill-
ness; others are amateurs drawn to the company’s training program. Im-
portantly, however, all WTP members participate voluntarily and the com-
pany does not offer any form of therapy. Instead, the company’s primary
aim is the artistic development of its members, some of whom may have
difficulty accessing more traditional forms of arts training. Another impor-
tant aim of the WTP is to educate and engage the public about mental
health issues and concerns.
To accomplish these ends, the company’s productions have explored such
themes as cross-cultural understandings of mental illness, social re-
sponses to schizophrenia and changing connections between the city and
the asylum. In each case, the company has tried both to challenge stereo-
types or common misconceptions of mental illness and to raise public
awareness of the difficulties facing people who live with mental illness.
The Madness and Arts 2003 World Festival offered Brown and the WTP an
opportunity to bring their work to a broader audience, to showcase a vari-
ety of international arts groups and to build an international network.
Building an International Festival
Brown shared her ideas with the president and CEO of the Centre for Ad-
diction and Mental Health, Paul Garfinkel, and the chief operations officer,
Jean Simpson, in 2000. Both greeted the idea with enthusiasm. The Cen-
tre for Addiction and Mental Health (CAMH) is the largest mental health
and addictions facility in Canada and is one of four Centres for Excellence
in Mental Health named by the World Health Organization. CAMH de-
scribes its principal tasks as advancing our understanding of mental health
and addiction and translating this knowledge into practical resources and
tools that can be used both in its own programs and in the broader com-
8
oftmals bieibi# im Dunkeln, warum wir an einer Sache
solange proben und wir Schauspieler verlieren schnell
den Überblick fir das ganze Stück. Und am Ende, wenn
die einzelnen Details geordnet und aufeinander abgze-
stimmt sind, wirkt alles so, äls hätte es von wornherein
so zgemußt - das Stück folgt der "inneren! logik, die
wir entwickelt unä dem Paula und M»nfred ihren nach-
haltigen Stempel aufgedrückt haben. - Amen (: so war’s
immer so und so soll es auch bleiben)!
Beschlussvorlage
3981 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER V/Stift Betrifft Förderung des "Madness and Arts World Festival 2006" durch die Stiftung Siverdes Beratungsfolge 14.04.2005 Stiftungskommission Vorberatung 26.04.2005 Kulturausschuss Vorberatung 11.05.2005 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: Der Verein „Theater Sycorax e. V.“ erhält für die Durchführung des „Madness and Arts World Fes- tival 2006“ einen Zuschuss der Stiftung Siverdes in Höhe von 15.000 Euro. Kosten/Folgekosten Kosten 15.000 Euro – keine Folgekosten. Finanzierung/Mittelbereitstellung Wirtschaftsplan 2005 (Nachtrag) Wirtschaftsplan 2006 Stiftung Siverdes 7.500 Euro 7.500 Euro Begründung: 1. Ausgangslage Mit Schreiben vom 25.01.2005 hat der Verein „Theater Sycorax e. V.“ einen Antrag zur Förde- rung des „Madness and Arts World Festival 2006“ in Höhe von 15.000 Euro an die Stiftungs- verwaltung der Stadt Münster gestellt. Vorlagen-Nr.: V/0244/2005 Auskunft erteilt: Herr Claahsen Ruf: 492 59 03 E-Mail: Claahsen@stadt-muenster.de Datum: 31.03.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - 2. Gemeinnütziger Verein „Theater Sycorax e. V.“ Der Verein wurde im März 2000 gegründet mit dem Ziel, soziale Kompetenz und kreatives Po- tenzial psychisch kranker Menschen zu fördern. Gleichzeitiges Ziel ist der Abbau von Diskrimi- nierungen gegenüber diesen Menschen. Die Ziele we rden durch integrative Theaterarbeit (mit nicht betroffenen Menschen) erreicht. Das Theater Sycorax legt Wert auf eine umfassende Verknüpfung mit anderen kulturellen und sozialen Projekten. Eine breite Öffentlichkeit soll über die Lebenssituation psychisch kranker Menschen informiert werden. 3. Madness and Arts World Festival / 2003 und 2006 Im März 2003 trafen sich erstmals weltweit ähnlich arbeitende Theatergruppen in Toronto in Kanada. Auch das münstersche Theater Sycorax nahm an dem Festival mit der Produktion „Woyzeck“ als Vertretung Deutschlands teil (siehe Anlage 2). Der Erfolg des Festivals 2003 in Toronto/Kanada hat die Vertreterinnen und Vertreter des Ver- eins „Theater Sycorax e. V.“ bewogen, 2006 erneut ein solches Festival zu organisieren und durchzuführen. Das Festival, das für April 2006 geplant ist, soll in Münster stattfinden. Dazu hat der Verein neben Anträgen an unterschiedliche Finanzgeber ein ausführliches Konzept sowie einen Finanzierungsplan erarbeitet (siehe Anlage 1). Demnach sollen die Hauptzuschussgeber die Stiftung Wohlfahrtspflege NW sowie die Kulturstiftung des Bundes, aber auch die Aktion Mensch sein. Der Verein bringt Eigenleistungen ein und hat darüber hinaus einen Antrag an die Stiftung Siverdes und die Stadt Münster gestellt (siehe Antragsübersicht in der Anlage 1). 4. Förderung durch die Stiftung Siverdes (und die Stadt Münster) Die Stiftung Siverdes hat in den vergangenen Jahren mehrfach die Arbeit des Vereins „Theater Sycorax e. V.“ und die einzelnen Projektproduktionen mit Einzelzuschüssen aus dem Förder- programm „Förderung bürgerschaftlicher Selbst- und Mithilfe“ der Stiftung Siverdes unterstützt. Die Zuwendungen waren jeweils inhaltlich als auch der Höhe nach mit den Förderrichtlinien der Stiftung vereinbar. Die Stiftungsverwaltung schlägt vor, den Verein zur Durchführung des Festivals 2006 mit ei- nem Betrag von insgesamt 15.000 Euro aus den Erträgen der Stiftung zu fördern. Die Förde- rung soll auf das Wirtschaftsjahr 2005 (7.500 Euro) und das Wirtschaftsjahr 2006 (7.500 Euro) aufgeteilt werden. Zwischenzeitlich liegt der Stiftung Siverdes sowie der Stadt Münster der Bewilligungsbescheid der Stiftung Wohlfahrtspflege NW in Höhe von 208.000 Euro vor. Das Kulturamt der Stadt Münster beabsichtigt seinerseits das Festival mit 15.000 Euro aus Mitteln der Haushaltjahre 2005 und 2006 (vorbehaltlich der Beschlüsse des Rates und seiner Gremien) zu fördern. In Vertretung Dr. Klein - 3 - Anlagen:
Anlage 1
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An lage A Theater Sycorax e.V. ® Verein zur Förderung der Kulturarbeit für Menschen mit Grenzerfahrungen Hoppengarten 22 48147 Münster Tel.: 0251 1621511 E-mail: p.artkamp@theatersycorax.de ‚theatersycorax.de D THEATER SYCORAX MADNESS AND ARTS World Festival Il April 2006 in Münster Münster, Januar 05 Gemeinnütziger Verein Theater Sycorax e.V. Der gemeinnützige Verein Theater Sycorax e.V. gründete sich im März 2000, und hat sich die Förderung sozialer Kompetenz und kreativen Potentials psychisch kranker Menschen sowie den Abbau der Diskriminierung dieser Menschen zum Ziel gesetzt. Zur Verwirklichung dieses Zieles sollen integrative Theater- und andere kulturelle Projekte gefördert werden. Die Theatergruppe Sycorax ist ein Baustein dieser Arbeit, doch legt der Verein Wert auf eine umfassende Verknüpfung mit anderen kulturellen und sozialen Projekten. Auch soll eine breitere Öffentlichkeit über die Lebenssituati- on psychisch kranker Menschen informiert werden in der Hoffnung, auf diese Weise auch politisch Einfluss nehmen zu können. Theater Sycorax Theater Sycorax unter der künstlerischen Leitung von Paula Artkamp und Manfred Kerklau arbeitet in der Schauspielführung und Inszenierung mit den besonderen Qualitäten der „anderen, verborgenen Welten“, die im Spiel der Darsteller und Dar- stellerinnen immer mitlaufen und hat Theateraufführungen mit einzigartiger Magie, Kraft und Poesie auf nationale und internationale Bühnen gebracht. Die Intensität und Ausdrucksfähigkeit ist bezwingend, anrührend und aufrührerisch. Erlebbar gemacht wird besonders emotionales, vollblütiges Theater mit einem hohen Maß an Authentizität und Dichte. Das Geheimnis, wie das zusammengeht, das Wil- de, das Andersartige und das kunstvoll Beherrschte, bleibt. Theater Sycorax ist eindeutig künstlerisch orientiert und setzt sich inhaltlich mit Themen, die die Lebenssituation von psychisch kranken Menschen betreffen, aus- einander. Die seit 1995 kontinuierlich Theaterarbeit mit Menschen mit Grenzerfah- rungen zeigt, dass hier ein hohes Potential darstellerischer und schöpferischer Fä- higkeiten besteht. Die professionell geleitete künstlerische Herangehensweise gibt die Möglichkeit mittels eines anderen Blickwinkels und in einem neuen Kontext auf die diskriminierende Situation psychisch kranker Menschen aufmerksam zu machen, um so in der Öffentlichkeit auf neue Weise ein Verständnis für psychisch kranke Menschen zu wecken. Neben professionellen Gruppen aus aller Welt zählte beim Madness and Arts World Festival 2003 in Toronto Theater Sycorax mit der Produktion „Woyzeck“ als Vertre- tung Deutschlands zu einem der Höhepunkte. In Deutschland überzeugte Theater Sycorax auf verschiedenen Festivals und mit Aufführungen in München, Frankfurt und Köln. [97 Um dieses Festival von internationalem Rang zu realisieren und diesen kulturellen „Subkontinent“ zu erforschen, sind vier Projektphasen notwendig: Phase 1 (Vorbereitung) Phase 2 (Beginn April 05) Phase 3 (Januar 06 — Mai 06) Phase 4 (Mai 06 - Oktober 06) Entwicklung der Festivalkonzeption die Recherche und Sichtung von qualifizierten Pro- duktionen im europäischen Raum Erarbeitung der Gesamtkalkulation das Akquirieren von Finanzmitteln, sowohl im Be- reich der Kunstförderung bei lokalen, regionalen und bundesweiten Institutionen und Stiftungen als auch in den Bereichen Soziokultur und Gesundheit konkrete Vorbereitung, Planung und Organisation Präsentatorensuche im Bereich Öffentlichkeitsarbeit Durchführung des Festivals inhaltliche und finanzielle Auswertung des Gesamt- projektes und Erstellung einer dezidierten Doku- mentation (Print und Video) Sycorax unter der künstlerischen Leitung von Paula Artkamp und Manfred Kerklau arbeitet in der Schauspielführung und Inszenierung mit den besonderen Qualitäten der „anderen, verborgenen Welten“, die im Spiel der Darsteller und Darstellerinnen immer mitlaufen und hat Theateraufführungen mit einzigartiger Magie, Kraft und Po- esie auf nationale und internationale Bühnen gebracht. Die Intensität und Ausdrucks- fähigkeit ist bezwingend, anrührend und aufrührerisch. Erlebbar gemacht wird besonders emotionales, vollblütiges Theater mit einem hohen Maß an Authentizität und Dichte. Das Geheimnis, wie das zusammengeht, das Wil- de, das Andersartige und das kunstvoll Beherrschte, bleibt. Madness and Arts World Festival Il: Theateraufführungen, Ausstellungen im Bereich Bildender Kunst, Symposien, eine wissenschaftliche Vortragsreihe, eine Filmreihe und ein open-space-project mit inter- nationalen Künstlern - dies ist die geplante Bandbreite für das Madness and Arts World Festival I in Münster. Neben den in Toronto gewonnenen Kontakten zu Ensembles aus Übersee soll der Schwerpunkt auf die Präsentation von europäischen Produktionen gesetzt werden. Theater Sycorax recherchiert dazu im europäischen Raum und baut gerade Kontak- te auf, z.B. zu Gruppen aus Tschechien, Dänemark, Polen, Italien und Großbritan- nien. Diese Recherche und Sichtung gehört zur ersten Projektphase des Festivals. Aus Übersee eingeladen werden sollen die RAG Theatre Group, Australien, The Workman Theatre aus Toronto, Kanada und das Mazarra Institute aus Kuba (sie- he Anlage 3). Das Kernstück des Festival wird an acht aufeinanderfolgenden Tagen im April 2006 stattfinden. Die Vortragsreihe und die Sonderfilmreihe werden vom April bis Juni 2006 laufen. - Präsentiert werden 10 Theaterproduktionen von internationalen Theater- gruppen, die mit Menschen mit psychische Erkrankung arbeiten. Auffüh- rungsorte werden das Theater im Pumpenhaus als auch die Städtischen Bühnen Münster sein. Jede Produktion wird mindestens zweimal aufgeführt werden, davon eine mit der Einrittskondition: "pay as much as you can". - Als Plattform zur Aufklärung und Diskussion mit einem jungen Publikum sind Schulvorstellungen an den örtlichen Schulen grundlegend eingebunden in das Festival. - In dem Festivalkernzeitfenster wird auch das open-space-project stattfin- den, in dem internationale Künstler im Rahmen von Workshops ihre unter- schiedlichen Arbeitsansätze vorstellen und vermitteln. Symposien und Diskussionsrunden dienen als Forum für den Austausch zu den Themen psychische Erkrankung und Kreativität, Probleme und unter- schiedliche Lösungsansätze. - In Kooperation mit dem Kulturamt Münster und dem Alexianer-Krankenhaus (Münster) ist eine Ausstellung geplant, die an einem exponierten Ort in Münster oder im Kunsthaus-Kannen gezeigt werden soll. In Kooperation mit der VHS Münster ist ein Vortragsprogramm zum Thema „Kunst und Wahnsinn“ vom April bis zur Sommerpause 2006 in Vorbereitung. Parallel dazu wird eine Sonderfilmreihe zu diesem Thema in Zusammenar- beit mit dem Cinema, Münster gezeigt. [957 “As we advance into the 21st century we have an extraordinary opportunity to combat the stigma of mental illness and provide better care to all of those affected. This festival, with its global perspective is an eye-opening inspiration to all of us who care about improving the quality of life of people who suffer from mental illness.” Lisa Brown, Director of Madness & Arts Festival, Toronto MADNESS AND ARTS WORLD FESTIVAL II April 2006 in Münster Projektbeschreibung: Theater Sycorax hat die einzigartige Gelegenheit das Madness and Arts World Festival Il im Jahr 2006 in Münster auszurichten. Dieses Vorhaben ist Auszeichnung und Aufgabe zugleich. Die kontinuierliche professionelle Theaterarbeit, die nationalen und internationalen Erfolge (siehe Anlage 1) prädestinieren Sycorax dazu, mit diesem Festival zum ers- ten Mal auf dem europäischen Kontinent ein Forum zu öffnen für Kunstschaffende, die Erfahrungen haben mit den Bruchstellen zwischen psychischer Gesundheit und Krankheit und die bewusst aus dem kreativen Potential dieses Spannungs-, aber auch Kraftfeldes schöpfen. Was ist normal und was ist krank? — Trotz der Erkenntnis, dass die Grenzen fließend sind, trotz den inzwischen vielfältig entwickelten Behand- lungsmethoden und einer mehr oder weniger öffentlichen gesellschaftlichen Ausei- nandersetzung mit dem Phänomen psychische Erkrankung, herrscht immer noch eine hohe Stigmatisierung von psychisch kranken Menschen. Wesentliche Intention dieses Festivals ist es durch die künstlerische Auseinandersetzung und Präsentation hier neue Impulse zu setzen. Der antistigmatisierende Aspekt strahlt sowohl nach außen, als auch nach innen. Die gesellschaftliche Öffentlichkeit wird sensibilisiert für eine Andersartigkeit, die sich in einer eigenen Ästhetik in verschiedenen künstleri- schen Bereichen ausdrückt. Für die betroffenen Künstler bietet das Festival eine gesellschaftliche Anerkennung ihrer Arbeit. Die Auseinandersetzung mit den ver- schiedenen künstlerischen Ansätzen und Ästhetiken der internationalen Theaterar- beit ist eine Bereicherung und gibt Impulse für die Weiterentwicklung. Zudem setzt das Festival Signalwirkungen für andere von psychischer Krankheit betroffene Men- schen ihr eigenes Potential zu entfalten. Das im Aufbau stehende internationale Netzwerk wird erweitert und gestärkt. Den Anstoß dazu gab das Madness and Arts World Festival I, 2003 (siehe Anlage 2). Sycorax legt beim Festival 2006 den Schwerpunkt auf „Theater der eigenen Art‘. Präsentiert werden sollen international renommierte Produktionen, die unter profes- sionellen Rahmenbedingungen mit Menschen entwickelt wurden, die psychische Grenzerfahrungen erlebt haben. - Sycorax steht für „grenzwertiges“ Theater. - Sycorax entmystifiziert gängige Vorstellungen und Bilder über das, was man „psychische Krankheit‘ nennt. - Sycorax transkribiert in der eigenen Theaterarbeit innere Dissonanzen von Raum, Zeit und Wahrnehmung in beeindruckende künstlerische Formen und Prozesse. - Sycorax arbeitet transkutan. [597] Yeızueul) Papuoseß Bunsaisjjeay seysubguu 109 PJIM pun }s2y JyoIu y9oU PiundjisZ wessip nz Jyejs sejsunw ul Bunjejssny jueides YOIZUEUL SNEyUSYUEIySUEIXaIY LWIOA PJIM usuuey sneyjsny Bunjlejssny Yeizueuy Jeysuny eINyosyooysyjoA Jep uon PıIm aylaısbeupo/\ :u8}sod apuaßlo; pujs uejdsßunsejzueuj4 weselp ul JÖRYMISYONJE JYSIN OREOREIBE | |... 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(Haushaltsjahre 2005 und 2006) Ausrichtung des MADNESS AND ARTS World Festival Il April 2006 in Münster Theater g SM War 'Rpe INOSE Dr. Ulrike Northoff / Karl nn-Kleffner Vorstand Theater Sycorax e.V. - Finanzierungsplan - Konzeption MADNESS AND ARTS World Festival Il April 2006 in Münster o Anlage 1 Theater Sycorax o Anlage 2 Madness And Arts World Festival | März 2003 in Toronto o Anlage 3 Gruppen für das Madness and Arts World Festival Il - Stellungnahme v. Prof. Dr. med. A. Crome - Stellungnahme Theater Sycorax Mitglied Johannes Bayer Produktionen und Festivals: 1996 Der Sturm nach Shakespeare 1998 Ruckediguh Kuss und Schuh 1999 Fahrten und Gefährten - Eine phantastische Reise in die Welt der Träume 2000 Normal verRückt-verRückt normal, Kulturfestival Grenzgänge, Münster 2001 Woyzeck nach Georg Büchner 2001 Das System des Dr.Goudron nach Andre de Lorde 2003 Im Märzen so wärmig nach Heinar Kipphardt 2003 Madness And Arts World Festival, Toronto 2003 Werkschau Theater Sycorax 2004 Meine Seele brennt nach Roger Vitrac 2004 „theaterblüten“ 1. integratives Theaterfestival München Pressestimmen: „Ausdrucksstarke Gestik, eine präzise Choreografie, ausgeklügelte Licht- und Farbdramaturgie und ein effektvolles Bühnenbild verknüpfen sich zu einem rhythmisch dichten Geflecht, das an den Spannungsaufbau in einem Streichquartett erinnert." (Fahrten und Gefährten) „Woyzeck was an outstanding production and for me the highlight of the festival. I was moved to tears by the power of this story so well told. The superb lighting and set design gave the work a professionalism that is seldom seen in theatre with actors who experienced mental illness.” „In traumartigen Bildern, Gedichten von Ernst Herbeck und beredt inszenierten Erinnerungen entwirrt „Im Märzen“ montageartig die vielgestaltige Karriere eines Außenstehenden, der nicht nur der Welt Widersprüche erfühlt, sondern die Schönheit der Natur wie auch die Liebe erkennt.“ „Das Theater Sycorax gewann das Publikum durch sein witzig irritierendes Spiel mit Normalität und Verrücktheit. Was nicht zuletzt an den überzeugenden schauspielerischen Leistungen der Darsteller lag.“ (Das System des Dr. Goudron) „Meine Seele brennt schneidet scharf durch das Deckmäntelchen der Gesellschaft und lässt ihre faulen Innereien herausquellen. Leise ritzt ein Skalpell aus Texten Vitracs. Brausend und surreal, unter Rockmusik von „Die Einstürzenden Neubauten“ und „Rammstein“ bricht das Gräuel hervor. Sycorax schleudert ihr Publikum über eine Achterbahn der Emotionen.“ Unterstützt wird die Arbeit von Theater Sycorax e.V. bisher von: Kultur- und Gesundheitsamt der Stadt Münster; Stiftung Siverdes; Theater im Pumpenhaus; Förderkreis Sozialpsychiatrie e.V.; Volkshochschule Münster; Stiftung Wohlfahrtspflege; Aktion Mensch; Fonds Soziokultur; Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband; Förderkreis Sycorax e.V.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Hoppengarten 22
- Achterbahn
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0244/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 31.03.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37