AN/0766/2020
Folgen der COVID19-Pandemie für die Kölner Kulturszene
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SPD Dringlichkeitsantrag nach § 12
3486 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Dr. Eva Bürgermeister Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 04.06.2020 AN/0766/2020 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 09.06.2020 Folgen der COVID19-Pandemie für die Kölner Kulturszene Sehr geehrter Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Folgen der Covid-19-Pandemie für die Kunst und Kultur in Köln sind bis heute nicht abschließend überschaubar. Es zeigt sich aber, dass – trotz der erfreulichen raschen und unbürokratischen Hilfemaßnahmen von Stadt und Land – die wirt- schaftliche Situation von Künstlerinnen und Künstlern in der Stadt auch weiterhin sehr angespannt bleiben wird. Das wird nicht ohne Folgen für die Vielfalt und Qualität der künstlerischen Angebote bleiben. Wenn ganze Künstlergruppen, z.B. in der Musik, im Tanz, im Schauspiel und der Oper, ihre Zukunftsperspektiven verlieren sollten und nach dem Wachstum der letzten 20 Jahre nunmehr in wirt- schaftlich kaum zu überstehende Situationen geraten, wird das Kunst - und Kul- turleben in unserer Stadt ins Mark getroffen. Auch die Clubszene – mittlerweile neben Berlin und Hamburg die vielfältigste und aktuellste in Deutschland – wird frühestens im nächsten Jahr Konzerte anbieten können, mit der Folge von zah l- reichen Clubschließungen. Zudem zeigt sich bereits heute dass der kommunale Haushalt unter einen erheb- lichen Druck stehen, der sich fatal auf die scheinbar „freiwilligen“ Ausgaben aus- wirken könnte. Notwendig ist es daher, jetzt über perspektivisch nachhaltige Lösungen nachzu- denken und zu beraten. Dazu ist es erforderlich, einen genaueren Überblick über die Situation der Kunst und Kultur in unserer Stadt zu erhalten. Beschluss 1. Die Verwaltung wird aufg efordert, im Rahmen der Umsetzung des Ku l- turentwicklungsplans einen offenen Dialog über die aktuelle Situation in der Kunst und Kultur in Köln und Herausforderungen für die nahe Zukunft - 2 - gestalten. Eine Auftaktveranstaltung hierzu soll noch in der Sommerpause stattfinden. 2. Die Verwaltung möge eine Expertise in Auftrag geben, die erste Hinweise auf die Folgen der Pandemie für Kunst und Kultur aufzeigt. Hierbei soll sie sowohl die öffentliche als auch die freie Kunst - und Kulturszene in den Blick nehmen. Die E xpertise soll zudem einen Überblick – zumindest an Hand von Beispielen – über die wirtschaftlichen Folgen für die Künstlerin- nen und Künstler sowie die Kulturanbieter (Veranstalter), die in Köln leben und arbeiten, aufzeigen und Hinweise zu möglichen Schlussfolgerungen für Unterstützungsmaßnahmen durch die Stadt, das Land und dem Bund g e- ben. Begründung: Erfolgt mündlich Begründung der Dringlichkeit: Die Schutzmaßnahmen gegen COVID19 stellen die Kunst- und Kulturszene jetzt akut vor gigantische Herausforderungen. Um sie zu schützen, müssen jetzt schnell Perspektiven aufgezeigt werden. Da eine Auftaktveranstaltung zum ge- wünschten Prozess bereits im Laufe der Sommerpause stattfinden soll, ist eine Behandlung in der folgenden Sitzung des Ausschuss Kunst und Kultur zu spät. Mit freundlichen Grüßen gez. Rafael Struwe SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0766/2020
- Typ
- SPD Dringlichkeitsantrag nach § 12
- Datum
- 04.06.2020
- Erstellt
- 04.06.2020 12:11