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3752/2019

Alternative Nutzung leerstehender Container

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 30.10.2019

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Nächste Beratung: Bauausschuss, Sitzung am 02.12.2019, TOP 7.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5361 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/56 
 
Vorlagen-Nummer  30.10.2019 
 3752/2019 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 31.10.2019 
Bauausschuss 02.12.2019 
 
Alternative Nutzung leerstehender Container 
Mit der Anfrage AN/1441/2019 bittet die SPD-Fraktion um Beantwortung der folgenden Fragen: 
 
1. Wie viele Container hat die Stadt in Benutzung und wie viele Container werden derzeit gelagert? 
In welchem Zustand befinden sich die aktuell nicht verwendeten Container? 
 
2. Wie bereitet sich die Stadtverwaltung darauf vor, dass in absehbarer Zeit wieder vermehrt Men-
schen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, nach Köln kommen könnten und angemessen un-
tergebracht werden müssen? Spielen die in Rodenkirchen gelagerten Container in diesen mögli-
chen Überlegungen eine Rolle? 
 
3. Hat die Stadtverwaltung Konzepte zu einer alternativen Verwendung der ungenutzten Wohncon-
tainer geprüft, z.B. mit dem Ziel einer vorübergehenden Notunterbringung von wohnungssuchen-
den Studentinnen und Studenten oder einer Nutzung als Notschlafstelle für wohnungslose Men-
schen bei im Winter zu erwartenden Kälteeinbrüchen, um diese Menschen vor dem Erfrieren zu 
schützen? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? 
 
Die Verwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung: 
 
zu 1. Die letzten Standorte mit Wohncontainern der so genannten ersten Generation (Gemein-
schaftssanitäreinrichtung und -küche) wurden im September 2019 endgültig aufgegeben 
(Hackhauser Weg in Worringen und Langenbergstraße in Blumenberg). An sechs Standorten 
sind noch Wohncontainer der zweiten Generation (Gemeinschaftssanitäreinrichtung und eige-
ne Küche) in Betrieb.  
Alle diese Wohncontainer sind seitens der Stadt Köln angemietet und wurden bzw. werden 
nach Aufgabe der Standorte an die Eigentümer zurück übergeben. 
 
Die Wohncontainer der dritten Generation (eigene Sanitäreinrichtung und Küche), die aktuell 
an fünf Standorten betrieben werden, befinden sich hingegen alle im Besitz der Stadt Köln mit 
Ausnahme des Standortes in der Aachener Str. 1378. 
 
Die Container vom kürzlich aufgegebenen Standort Eygelshovener Straße befinden sich - wie 
bereits bekannt - ausnahmslos im Besitz der Stadt Köln. Hierbei handelt es sich um insgesamt 
253 Container des niederländischen Fabrikats „Space Box“. Die Raumzellen sind jedoch keine 
handelsüblichen Wohn- bzw. Bürocontainer aus Stahl. Sie bestehen im Wesentlichen aus ei-
nem Kunststoff-Glasfaser-Verbund mit verdeckten Verstärkungen aus Stahl. Die gesamte An-
lage befindet sich allerdings in einem gebrauchten, teils stark abgenutzten Zustand. 
Weitere Informationen zum Zustand der Container lassen sich auch der Beschluss-vorlage 
3295/2019 zum Rückbau des Standortes entnehmen.

2 
 
 
 
zu 2.  Die Verwaltung hat hierzu bereits Ende 2017 das so genannte Ressourcenmanagement ent-
wickelt, um einerseits der durch kommunal nicht beeinflussbare Ursachen bedingten deutli-
chen Schwankungen der Anzahl geflüchteter Menschen gerecht zu werden und andererseits 
auch um die Qualität der Unterkünfte für die geflüchteten Menschen stetig zu verbessern. Ne-
ben der Qualität der Unterbringung steht dabei auch die mittelfristige Rückkehr zu den in den 
Kölner Leitlinien zur Unterbringung und Betreuung Geflüchteter festgelegten Standards im Fo-
kus. 
 
 Eine wichtige Säule des Ressourcenmanagements ist auch die Bevorratung einer Unterbrin-
gungsreserve von ca. 1.500 Plätzen. Das Konzept zur Erhaltung einer Unterbringungsreserve 
hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt. Insbesondere die Vielzahl der Unterbringungser-
suchen Ende 2018 hätte ohne diese Ressource nicht befriedigt werden können. Als Reserve 
im engeren Sinne sind leergezogene Standorte und Standorte mit abgeschlossenen Gebäu-
dekörpern definiert, die teilweise nicht belegt sind.  
 
Die Wohncontainer der Eygelshovener Straße spielen bei der Schaffung von Reserveplätzen 
jedoch keine Rolle. Zum einen wird der bisherige Standort zur Schulerweiterung benötigt und 
wie unter 1. bereits ausgeführt, sind die Wohncontainer in einem gebrauchten, teils stark ab-
genutzten Zustand. 
 
Weitere Informationen zum Ressourcenmanagement lassen sich auch dem aktuellen 26. Be-
richt zur Situation Geflüchteter in Köln entnehmen (siehe TOP 8.1.; AN/3581/2019). 
 
 
zu 3.  Da das Ressourcenmanagement u.a. die sukzessive Schließung von kostenintensiven Stand-
orten bzw. solcher mit geringen Qualitätsstandards beinhaltet, wurde für die Wohncontainer 
konkret geprüft, ob eine Weiterverwendung grundsätzlich möglich und wirtschaftlich ist. Zur 
Erreichung des vorgenannten Ziels wurden gemäß Ressourcen-konzept so genannte Hand-
lungsfelder und Maßnahmen zur Standortentwicklung definiert. Mit der Standortentwicklung 
wird eine Strategie zur nachhaltigen Nutzung leergezogener Unterkünfte verfolgt. Die Strate-
gie beinhaltet die Beobachtung aktueller Entwicklungen und ermöglicht die Anpassung der 
einzelnen Entwicklungsmaßnahmen je Standort. 
 
Wie bereits unter 1. und 2. dargestellt, scheidet allerdings eine Weiternutzung der Wohncon-
tainer zur vorübergehenden Notunterbringung von Studentinnen und Studenten bzw. die Nut-
zung als Notschlafstelle für wohnungslose Menschen aufgrund der Bauweise und des allge-
meinen und abgenutzten Zustandes aus. 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

31.10.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 11.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.12.2019 Bauausschuss
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3752/2019
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
30.10.2019
Erstellt
28.10.2019 09:58