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1232/2021

Aktuelle Entwicklung im Objekt Gummersbacher Str. 25

Mitteilung Ausschuss 05.05.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 27.05.2021, TOP 7.1

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Mitteilung Ausschuss

5246 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/56 
 
Vorlagen-Nummer  05.05.2021 
 1232/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 27.05.2021 
 
Aktuelle Entwicklung im Objekt Gummersbacher Str. 25 
Die Verwaltung teilt zur aktuellen Entwicklung des Projektes „Obdachlose mit Zukunft (OMZ)“ das 
Folgende mit: 
 
Historie: 
 
Im März 2020 wurde von ca. 30 Personen ein leerstehendes Gebäude an der Marktstraße 10 (Bonner 
Straße 120) besetzt. Das ehemalige Verwaltungsgebäude befand sich auf einem Gelände innerhalb 
des Stadtplanungs-Projekts "Parkstadt Süd“.  
 
Der Rat fasste am 29.06.2020 die Resolution, dass auf eine Räumung des besetzten Gebäudes bis 
zum Beginn der Abbrucharbeiten verzichtet wird und dass das im Eigentum der Stadt befindliche Ge-
bäude den Hausbesetzer*innen für das Selbsthilfeprojekt „Obdachlose mit Zukunft (OMZ)“ zur Verfü-
gung gestellt werden soll. 
 
Zugleich wurde die Verwaltung beauftragt, den dort lebenden Menschen bis zum endgültigen Ab-
bruchtermin eine Alternative, gegebenenfalls auch als Interim zur Verfügung zu stellen, damit das 
selbstverwaltete Wohnprojekt fortgeführt werden kann. 
 
Die Gruppe "Obdachlose mit Zukunft (OMZ)“ ist mit Unterstützung der Verwaltung im Januar 2021 in 
ein von der Stadt Köln bereitgestelltes Gebäude an der Gummersbacher Straße 25 gezogen. Dieses 
Gebäude wurde bis zu diesem Termin zur Unterbringung wohnungsloser Menschen genutzt. 
 
Das Gebäude wurde durch die Verwaltung vor dem Bezug hergerichtet und mit Etagenküchen aus-
gestattet. Die Gruppe selbst hat einige Renovierungen - wie etwa Malerarbeiten etc. - in Eigenregie 
durchgeführt. Die Materialien wurden durch das Amt für Wohnungswesen zur Verfügung gestellt. 
 
Das besetzte Gebäude an der Marktstraße 10 (Bonner Straße 120) wurde zwischenzeitlich vollstän-
dig niedergelegt. 
 
Aktuelle Situation: 
 
An der Gummersbacher Straße 25 stehen für die Bewohner*innen neben einzelnen kleinen Wohnun-
gen auch verschiedene Gemeinschaftsräume zur Verfügung, die aber von der Größe her nicht geeig-
net sind, ein sogenanntes Plenum (Vollversammlung) des OMZ durchführen zu können. Die Verwal-
tung prüft derzeit mit einem Architektenbüro die Umsetzbarkeit einer Versammlungsmöglichkeit durch 
das Aufstellen eines festen Zeltes auf dem Außengelände. 
 
Bereits kurz nach Umzug in die Gummersbacher Straße 25 zeigte sich, dass die Grundidee von 
OMZ, ein selbstverwaltetes Wohn- und Beschäftigungsangebot für wohnungslose Menschen, von 
immer weniger dort lebenden Menschen weiterverfolgt oder sogar aktiv gelebt wurde.

2 
 
Unkontrollierte Zu und Abgänge innerhalb der Bewohnerschaft veränderten den Gruppenzusammen-
halt und eine gemeinsame Zielverfolgung trat in den Hintergrund. 
 
Es treten vermehrt Probleme innerhalb der Bewohnerschaft und/oder mit der Nachbarschaft auf. Dar-
über hinaus ist in dem Gebäude selbst und auch auf dem Außengelände die Verkehrssicherheit nicht 
mehr in ausreichendem Maße gegeben. Es bestehen regelmäßig Brandlasten sowie größere Mengen 
an Müll, der selbständig durch die Bewohnerschaft nicht entsorgt wird. 
Die Feuerwehrzufahrten werden mit eigenen Fahrzeugen blockiert. Durch die Tafel angelieferte Le-
bensmittel wurden im Außengelände stehengelassen und vergammelten. 
 
Die Bewohner*innen verfolgen nach Einschätzung der Verwaltung derzeit überwiegend nur die indivi-
duellen eigenen Interessen. In der Gruppe erarbeitete Hausregeln finden keine Anwendung, klare 
Verantwortlichkeiten fehlen. 
 
Die Verwaltung hat daher am 21.04.2021 mit Unterstützung von Pfarrer Mörtter an einem Gesprächs-
termin auf dem Außengelände mit der Bewohnerschaft teilgenommen. Die klaren Ansagen der Ver-
waltung führten zwischenzeitlich zu einer Verbesserung der Situation. Ob diese Verbesserung von 
Dauer ist, kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden. 
 
Den Bewohner*innen wurde verdeutlicht, dass das Selbsthilfeprojekt OMZ nur dann eine Zukunft ha-
ben kann, wenn die Bewohnerschaft Selbstverwaltung und Selbstverantwortung übernehmen und 
leben.  
Sofern die Verkehrssicherheit weiterhin durch das Verhalten der Bewohnerschaft gefährdet ist, wird 
die Verwaltung von ihrem Hausrecht Gebrauch machen müssen.  
 
Ausblick: 
 
Die heterogene Gruppe der Bewohner*innen mit sehr großen individuellen Problemlagen erfordert die 
Unterstützung durch einen Sozialarbeiter*in. Hierbei sind auch besondere kultur- und sprachliche 
Kompetenzen hinsichtlich der Gruppe der EU- Osteuropäer erforderlich. 
Die Verwaltung wird einen geeigneten Träger mit dieser Aufgabe im Umfang einer 0,5 Stelle soziale 
Arbeit beauftragen. 
Die Bewohner*innen erklärten sich mit der Unterstützung durch eine Fachkraft der Sozialarbeit ein-
verstanden, da sie sich mit der Bewältigung der anstehenden Arbeiten überfordert sehen.  
Die Diskussion um die Einhaltung einer Hausordnung soll neu aufgenommen werden. 
Derzeit prüft die Verwaltung zusammen mit dem Selbsthilfeprojekt welcher mögliche Träger zum Ein-
satz kommen soll. 
 
Es bleibt abzuwarten, ob die Bewohnerschaft sich unter professioneller Anleitung stabilisiert und es 
gelingt, eigene Zielvorstellungen weiter zu verfolgen. 
 
Die Verwaltung wird zu diesem Thema weiter berichten. 
 
gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

27.05.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Marktstraße 10
  • Gummersbacher Straße 25
  • Bonner Straße 120
  • Straße 12
  • Straße 2

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Details

Aktenzeichen
1232/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.05.2021
Erstellt
01.04.2021 10:43