Mandari Insight

4021/2022

Beantwortung einer Anfrage der BV Mülheim zur Aufwertung des Wiener Platzes (AN/1155/2022)

Beantwortung einer Anfrage (BV) 26.01.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 30.01.2023, TOP 7.1.11

Anlage 1 Anfrage Wiener Platz

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Anlage 2 Fahrplan Zielbildentwicklung Wiener Platz

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Anlage 3 Etnographische Annäherung

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Anlage 1 Anfrage Wiener Platz

2589 Zeichen

SPD-Fraktion in der 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim)   
51065 Köln - Wiener Platz 2a 
-------------------------------------------------------------------------- 
 
Gleichlautend an: 
Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker 
Rathaus Köln 
Herrn Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs 
Bezirksrathaus Köln-Mülheim   
 
 
   Köln, den 27.05.2022 
 
                                                                                                                    
Anfrage zur Aufwertung des Wiener Platzes 
 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
 
die SPD-Fraktion bittet Sie, die nachfolgende Anfrage in die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
der Bezirksvertretung Mülheim aufzunehmen: 
 
In seiner Sitzung am 05.12.2019 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss den Antrag zur 
Aufwertung des Wiener Platzes (AN/1701/2019). Die Verwaltung wurde beauftragt:  
 
1. Ein Zielbild für den Wiener Platz unter den Aspekten Aufenthaltsqualität, städtebauliche 
Gestaltung, Sicherheit, Sauberkeit, Begrünung und Funktionalität zu erarbeiten.  
 
2. Bei der Erarbeitung die Vertreter der Bezirksvertretung Mülheim, örtlicher Vereine, 
Einzelhandel, Polizei, städtische Akteure und interessierte Bürgerinnen und Bürger 
einzubeziehen.  
 
3. Für die Erarbeitung des Zielbildes eine externe Beratung heranzuziehen. Die Antragsteller 
haben hierfür Mittel im Haushaltsplan 2020/21 bereitgestellt, siehe TP 0901“ Wiener Platz, 
Steigerung der Aufenthaltsqualität, Entwicklung eines Platzkonzeptes unter Beteiligung der 
Bürgerschaft. 
 
 Die Bezirksvertretung Mülheim hat einen ähnlich lautenden Antrag in der Sitzung am 
09.12.2019 beschlossen. 
 
 
Vor diesem Hintergrund stellen wir die folgenden Fragen: 
 
1. Welche Arbeitsschr itte sind seitens der Verwaltung bislang erfolgt, um den im STEA 
formulierten Auftrag vom 05.12.2019 abzuarbeiten? 
 
2. Wie ist der aktuelle Sachstand der Zielbildformulierung und wurden bzw. werden hierbei 
alle in dem Antrag genannten Aspekte berücksichtigt? 
 
3. Welche externen Beauftragungen sind erfolgt und wie belastbar sind die hierbei 
erarbeiteten Empfehlungen?

4. Wann ist mit der Fertigstellung des Zielbildes für den Wiener Platz zu rechnen?  
 
5. Wie plant die Verwaltung den nächsten Schritt –die Umsetzung des erarbeiteten 
Zielbildes- zu realisieren? 
. 
 
      gez. Alexander Lünenbach      gez. Thomas Portz       gez. Torsten Tücks  
   Alexander Lünenbach                           Dr. Thomas Portz                 Torsten Tücks (FDP)  
(SPD-Fraktionsvorsitzender)          (CDU-Fraktionsvorsitzender)

Anlage 2 Fahrplan Zielbildentwicklung Wiener Platz

30264 Zeichen

1
Grundlagenermittlung
FahrplanfürdieZielbildentwicklungzurAufwertung
desWienerPlatzes,Köln-Mülheim
KonzeptioneinespartizipativenProzessesunterbesonderer
Berücksichtigungvonpandemie-bedingten(Covid-19)
Anpassungen.
StädtehabendieFähigkeitfüralleihreBewohner:innenetwaszubieten,nurweilundnurwenn
sichvonallenBewohner:innenerschaffenwurden.
– Jane Jacobs –
Autorinnen: Gabi Linde & Sonja Langner, Agora Köln e.V.
Stand: 30.5.2021

2
Kopfdaten
Name der beauftragten Organisation Agora Köln e.V.
Körnerstraße 77-79
50823 Köln
www.agorakoeln.de
Ansprechpersonen mit Kontaktdaten Konzept&Inhalt:
Gabi Linde
gabi.linde@agorakoeln.de
+49 176 632 905 32
Sonja Langner
sonja.langner@agorakoeln.de
+49 176 457 078 37
Auftraggeberin Stadt Köln
Stadthaus Deutz - Westgebäude
Stadtplanungsamt
Vertreten durch Johannes Geyer
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

3
Inhaltsverzeichnis
Kopfdaten.....................................................................................................................................2
Kurzbeschreibung.......................................................................................................................4
1Hintergrund ...............................................................................................................................5
1.1RatsbeschlussZielbildentwicklungWienerPlatz .........................................................5
2Vision .........................................................................................................................................5
2.1Ziele ...................................................................................................................................6
2.2Zielgruppen .......................................................................................................................7
3PhasenundMeilensteine .........................................................................................................8
3.1Phase1:Vorbereitung ......................................................................................................8
3.1.1BildungeinesPlatzrates ...........................................................................................8
3.1.2SchaffungvonArbeitsgrundlagen ..........................................................................9
3.2Phase2:Konzeption .........................................................................................................9
3.2.1GemeinsamesVerständnisvonPartizipation ........................................................9
3.2.2DurchführungeinerSozialraumanalyse ...............................................................10
3.2.3EntwicklungeinerKommunikationsstrategie ......................................................10
3.2.4BildungvonArbeitsgruppenbeieinemAuftaktwochenende .............................10
3.2.5AufgabenderAGs ...................................................................................................12
3.2.6WienerPlatzBarcamp ZusammenführungineinenKonzeptentwurf ...............13
3.3Phase3:ErprobungvonMaßnahmen ..........................................................................13
3.4Phase4:WertigkeitdesZielbildesschaffen ................................................................14
3.4.1PolitischeGrundlagefürUmsetzungschaffen ....................................................15
4Ausblick:PerspektivenundNachhaltigkeit .........................................................................15
5Meilensteinplan ......................................................................................................................16

4
Kurzbeschreibung
Dieser“FahrplanZielbildentwicklungzurAufwertungWienerPlatz” konzipiertdieAufwertung
des Wiener Platzes unter den Aspekten Aufenthaltsqualität, städtebauliche Gestaltung,
Sicherheit,Sauberkeit,BegrünungundFunktionalität. Durch die Gründung eines Platzrates wird
eine partizipative und transparente Zusammenarbeit aller städtischen, wirtschaftlich, und
zivilrechtlichen Akteure am Platz zu Grunde gelegt. Dieser wird durch eine externe Beratung
unterstützt und mit externen Personen besetzt.
Basis ist der BeschlussStadtentwicklungsausschuss Köln vom 5.12.2019 / AN/1701/2019, durch
den die Verwaltung beauftragt wurde ein neues Zielbild zu entwickeln.
Die dauerhafte Umwandlung des Wiener Platz von einem vernachlässigtem Ort mit seinen
Angsträumen, hin zu einem großartigen Ort mit gefühlter Sicherheit mitten in Köln-Mülheim -
einem “Veedelsplatz für alle” wird als nachhaltige Perspektive mit Hilfe der Zielbildentwicklung
angestrebt. Mit den Hauptmerkmalen wie gute Erreichbarkeit, Vermittlung von Geborgenheit,
einem atmosphärischen Erscheinungsbild und einer hohen Anziehungskraft für Begegnungen
oder Aktivitäten jeder Art soll der Wiener Platz ein Platz sein,
 an dem sich kulturell verschiedene Gruppen versammeln und aktiv sein können.
 der alle seine Besucher:innen zum Verweilen einlädt und Geborgenheit bietet.
 der in seiner Größe der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
 an dem ein Platz-Gastgeber:innen-Model erprobt wird.
 der den Stadtteil Mülheim als positive Präsentation dient.
 Markt, Treffpunkt und Ort für politische Meinungsäußerung
In einer Vorbereitungsphase werden Arbeitsgrundlagen geschaffen, wie digitale
KommunikationstoolsunddieErstellungeines3D-digitalenNachbausdesWienerPlatz,umeine
Pandemie-gerechte Beteiligung zu gewährleisten. Außerdem sollten notwendige
Mitarbeiter:innen beauftragt werden, die Stellenausschreibungen sind in dem Fahrplan
umrissen.
Zu Beginn der Konzeptionsphase steht eine Sozialraumanalyse, Entwicklung einer
Kommunikationsstrategie durch den Platzrat und die Information und Einbeziehung aller
Interessensgruppen.UmLösungenzudenvielfältigenThemen-undProblemfelderzuerarbeiten
werden spezifische Arbeitsgruppen gegründet. Die Ergebnisse einerSchreibphase werden in
einem Barcamp zum Wiener Platz öffentlich dargestellt, diskutiert und zusammengeführt. Jede
AG soll Vorschläge für praktische Erprobung zur demokratischen Abstimmung vorlegen.
DieErprobungphasedientnichtnurzurÜberprüfungderQualitätderLösung,sondernsollauch
Erfahrungsgrundlagen schaffen um eine Umsetzung oder Verstetigung zu planen.
In derletztenPhasewirddasKonzeptdesZielbildesfixiert und in Handlungsempfehlungen
für die Stadt Köln, ihre Dezernate und in städtische Wirtschaftsbetriebe übergeleitet. Außerdem
wird eine neue Platzverwaltung aufgezeigt.

5
1Hintergrund
1.1PolitischeBeschlüssealsGrundlageder
ZielbildentwicklungWienerPlatz
MitdemBeschlussdesStadtentwicklungsausschussKölnvom5.12.2019/AN/1701/2019
wird die Verwaltung Köln mit einstimmigem Abstimmungsergebnis beauftragt, ein Zielbild für den
Wiener Platz zu entwickeln.
1. ein Zielbild für den Wiener Platz unter den Aspekten Aufenthaltsqualität, städtebauliche
Gestaltung,Sicherheit,Sauberkeit,BegrünungundFunktionalitätzuerarbeiten.
2. bei der Erarbeitung die Vertreter:innen der Bezirksvertretung Mülheim, örtliche Vereine,
Einzelhandel, Polizei, städtische Akteure und interessierte Bürgerinnen und Bürger
einzubeziehen.
3. fürdieErarbeitungdesZielbildeseineexterneBeratungheranzuziehen.DieAntragsteller
habenhierfürMittelimHaushaltsplan2020/21bereitgestellt,sieheTP0901"WienerPlatz,
Steigerung der Aufenthaltsqualität, Entwicklung eines Platzkonzeptes unter Beteiligung
derBürgerschaft.
MitdemBeschlussvon9.12.2019BezirksvertretungMülheim wird Die Verwaltung
beauftragt ein Konzept zur Umgestaltung und Weiterentwicklung des Wiener Platz zu erstellen.
Hierbei sollen nach einem ersten offenen Workshop mit interessierten Bürger*innen,
Anwohner*innen und Initiativen Ideen und Gestaltungswünsche erarbeitet werden, auf dessen
Grundlage die Verwaltung ein Konzept, möglichst mit verschiedenen Varianten erstellt und der
Öffentlichkeit und der Bezirksvertretung zur Diskussion vorstellt.
Dieses Konzept soll konkrete Veränderungsmöglichkeiten enthalten. Besondere Aspekte, an
denen sich das Konzept orientieren soll, sind: Aufenthaltsqualität, Begrünung und Funktionalität
(Einbezug von Wochenmarkt, Café etc.).
Die Stadt Köln hat den Agora e.V. im Rahmen einer Grundlagenermittlung mit der Entwicklung
eines Fahrplans dessen beauftragt. Der Agora Köln e.V. hat sich seit seiner Gründung auf die
Arbeit des nachhaltigen, positiven, sozialen Wandels in Köln spezialisiert, was u. A. in seiner
Arbeit des Nachbarschafts- Formates „Tag des guten Lebens“ mehrfach mit Nachbar:innen,
Vereinen und Interessierten erprobt und gelebt wurde. Durch die intensive Vorbereitungsarbeit
mitAnwohnenden,Nachbar:innenundVereinen,alsauchdieDurchführungdesTagesdesguten
Lebens und die Nacharbeit in verstetigter Veedels-Arbeit, sowie Arbeitsgruppen nachhaltiger
Themen wie Freiraum, Mobilität, Klimaschutz, Nachbarschaft, Essbare Stadt & Grün und
Stadtgestaltung hat Agora Köln e.V. die Expertise und das Know How als externe Beratung für
die Zielbildentwicklung Wiener Platz herangezogen werden zu können.
Inhaltlich greift dieser Fahrplan auch das im August 2020 durchgeführte Aktuers-Mapping zum
Wiener Platz auf und basiert auf einer Voranalyse nach den 12-Gehl-Kriterien des Jan-Gehl
Institutes.

6
2Vision
DieVision ist einWienerPlatzfürAlle .
Die dauerhafte Umwandlung des Wiener Platz von einem vernachlässigtem Ort mit seinen
Angsträumen,hinzueinemgroßartigenOrtmitteninKöln-Mülheim-einem“Veedelsplatzfüralle”
wird als nachhaltige Perspektive mit Hilfe der Zielbildentwicklung angestrebt. Mit den
HauptmerkmalenwieguteErreichbarkeit,VermittlungvonGeborgenheit,einematmosphärischen
Erscheinungsbild und einer hohen Anziehungskraft für Begegnungen oder Aktivitäten jeder Art
soll der Wiener Platz ein Platz sein,
 an dem sich kulturell verschiedene Gruppen versammeln und aktiv sein können.
 der alle seine Besucher:innen zum Verweilen einlädt und Geborgenheit bietet.
 der in seiner Größe der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
Der Fahrplan schließt alle Akteursgruppen ein, um eine gemeinsame Zusammenarbeit aller
Akteure am Prozess Beteiligten zu ermöglichen und ein übergreifendes Zielbild für alle zu
erstellen. Damit wird eine Vernetzung der städtischen, wirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen
und wissenschaftlichen Akteuren geschaffen.
Weiter ist ein agiles Arbeiten am Konzept und mit den Lösungen daraus angedacht, d.h. es
werden einzelne Elemente des Konzeptes temporär erprobt und evaluiert.
Die Schaffung politischer Grundlagen zur Umsetzung der Aufwertung durch die erarbeiteten
MaßnahmensindBestandteilderKonzeption,daunsereVisionmitderUmsetzungdesZielbildes
einhergeht.
2.1Ziele
SteigerungderAufenthaltsqualitätundKorrekturmangelnderFunktionalität
Der Wiener Platz soll ein repräsentativer, offen, lebensbejahender Platz werden, der seinen
Besucher:inneneinOrtdesSchutzes,derSicherheitundderBegegnungenbietet.AndiesemOrt
sollen Bedürfnisse der Nutzenden erfüllt werden können. Beispielsweise fehlen, wie an
vergleichbarenPlätzen,öffentlicheToiletten.EinmobilerKonsumraumfürdrogenkonsumierende
Menschen in Mülheim wird diskutiert. Teilweise herrschen hier sehr unterschiedliche
PerspektivenzwischenPolitikundVerwaltung,wiemandieseProblemeangehtbzw.lösenmuss.
Ebensobraucht esLösungenfürmehrSauberkeitdesPlatzes,vielleichtnachdemMotto„Putzen
& Nutzen“. Der Schutz vor klimatischen Einflüssen wie durch Regen-, Wind- und Sonne, die
Schaffung von sicheren Begegnungszonen, die Schaffung von Barrierefreiheit, Vermehrung von
AufzügenzudenBahnenunddieInstandhaltungderRolltreppenamPlatzundinderBuchheimer
Straße müssen neu konzipiert und geplant werden.
Im Zielbilderstellungs-Prozess soll festgestellt werden, welche weiteren Probleme am Platz
herrschen, welche die Aufenthaltsqualität oder Funktionalität einschränken, z.B. in Bezug auf die
Pandemie.

7
UmverteilungdesRaumesaufdemPlatz
Motorisierter Individualverkehr um den Wiener Platz herum nimmt sehr viel Raum ein, während
nichtmotorisierterIndividualverkehrzuwenigPlatzfüreinesichereQuerungdesPlatzeshat.Die
Haltestellen am Wiener Platz zählen zu den höchst frequentiertesten in Köln, bieten jedoch nur
wenig Raum für die wartenden Fahrgäste. Es kommt täglich zu Konflikten zwischen Fuß-
Radverkehr und Wartenden, da für alle zu wenige Raum zur Verfügung steht. Ein Entwurf zur
Umverteilung des Raumes für den Individualverkehr und ein Entwurf zur Vergrößerung der
Wartezonen des ÖPNV soll entwickelt werden.
Steigerung der Identifikationsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft
mitdemWienerPlatz
Um sich mit dem Wiener Platz stärker identifizieren zu können und sich für ihn mitverantwortlich
zu fühlen, soll für Mülheimer:innen im Umgang mit dem Wiener Platz eine dauerhafte
Mitgestaltung des Platzes ermöglicht werden. Eine Umverteilung der Organisation des Platzes
soll erprobt werden durch die Maßnahmen:
 eines rotierenden Platzgastgeber:innen Modells: Abwechselnde Akteursgruppen
bespielen den Wiener Platz. Wer sich um einen Platz kümmert, möchte ihn auch schön
für sich und andere gestalten. Unterschiedliche Nutzer:innen Gruppen können in
abwechselnder Verantwortlichkeit den Platz nach Absprache, bzw. Konzeptvorlage der
SteuerungsgruppeunterEinholungallernotwendigenGenehmigungenderStadtfüreinen
definierten Zeitraum in Selbstverwaltung bespielen. Nach ähnlichem EU Parlament-
Vorbild wechseln sich die Platzgastgeber-innen ab, um so eine möglichst diverse
Interessensvertretung auf dem Platz zu etablieren. Dafür muss ein Budget gedacht,
diskutiert und beschlossen werden.
 einerPlatz-Station: Die Einrichtung einer zentralen Platz Station oder eines Platz-Büros,
soll einen niedrigschwelligen Zugang zu Partizipations-Angeboten und Informationen für
die Zivilgesellschaft ermöglichen. Die Platz -Station kann temporäre Wirkungsstätte
ausgewählter, möglichst niedrigschwelliger Maßnahmen, Dokumentationsstätte,
InformationszentrumundBasisfür ForschungsaufträgeanWissenschaftundGesellschaft
fungieren. Im Sinne eines Reallabors, einer transdisziplinären Forschung und
Entwicklungseinrichtung, sollen Wissenschaft und Gesellschaft dort gemeinsam an der
Zielbildentwicklung Wiener Platz arbeiten und partizipativ und kooperativ
Transformationsprozessen anstoßen, dessen Lernprozesse verstetigt werden sollen.
PolitischewirksameBeschlüssealsGrundlagezurUmsetzungdesKonzeptes
Bis jetzt gibt es keine politische Wirksamkeit des Konzeptes zum Zielbild. Dies soll während der
Konzepterstellung bereits angestrebt werden.
2.2Zielgruppen
Laut Ratsbeschluss sollen bei der Erarbeitung des Zielbildes die Vertreter:innen der
Bezirksvertretung Mülheim, örtliche Vereine, Einzelhandel, Polizei, städtische Akteure und
interessierteBürgerinnenundBürgereinbezogenwerden.SinnvollistdieseGruppezuerweitern
um die städtischen Wirtschaftsbetriebe AWB und KVB, Wissenschaft und Bildung,
Sozialarbeiter:innen, weitere Stakeholder, sowie der Wiener Platz Architekt Dr. Stefan Schmitz.
Die Zielgruppen können in drei Kategorien unterteilen.

8
1. DieNutzendendesWienerPlatzes
 Die breite Bürgerschaft / Stadtgesellschaft umfasst Anwohner:innen, im Stadtteil
lebende Menschen jeden Alters, Besucher:innen aus anderen Stadtteilen Kölns, sowie
Tourist:innen und Geschäftsreisende, die in den umliegenden Hotels logieren.
 Initiativen, Vereine und Multiplikator:innen beinhalten u.A. Vertreter:innen und
MitgliedervonlokaltätigenEinrichtungen,Initiativen,Schulen,Kitas,dasSchauspielhaus
Köln, Umweltorganisationen, Verbände, Jugendzentren, Kulturschaffende, Kirchen und
Bürgerinitiativen, Drogenberatung, Streetworker:innen, Sozialraumkoordinator:innen
samt Stadtteilkonferenzen.
 ZurWirtschaft zählen sowohl Vertreter:innen und Mitglieder von Unternehmen aller Art
mit räumlicher Nähe zum Wiener Platz, als auch Gastronomiebetriebe in der direkten
Umgebung zum Wiener Platz, Marktbetreiber:innen, Schausteller:innen, AWB,
ArchitekturbüroStefanSchmitz,TagesnutzendeundamWienerPlatzArbeitende,Polizei.
1. Entscheidungsträger:innen
● Politik: Stadtentwicklungsausschuß,Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Rat der Stadt
Köln, Integrationsrat der Stadt Köln, ggf. Weitere, die recherchiert werden sollen.
●Verwaltung / ÄmterStadtplanungsamt, Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung,
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Amt für öffentliche Ordnung, Sportamt, ,
Amt für Kinder, Jugend und Familie, Kulturamt, Amt für Integration und Vielfalt,
Pressestelle der Stadt Köln, Stabsstelle Events, Beirat Öffentlichkeitsbeteiligung,
Seniorenvertretung der Stadt Köln Stadtbezirk Mülheim, Fahrradbeauftragte:r, ggf.
weitere Entscheidungsträger:innen, die recherchiert werden sollen.
1. WissenschaftundBildung
Eine ausgewählte, interdisziplinäre Akteurs-Gruppe, sowie Kooperationen mit
akademischen Forschungsgruppen sollen durch ihre Expertise, Beratung, Recherche,
kritische Hinterfragung und Bearbeitung relevanter Forschungsfelder und -Fragen zur
Zielbilderstellung Wiener Platz beitragen.
MöglicheExpert:innen :Prof. Dr.-Ing. Florian Kluge – Alanus Hochschule,Prof. Dr. phil.
Dipl.-Ing.CarolinHöfler–KISD , Dipl.Ing.SusanneKohte–ArchitektenkammerNRW, Prof.
Isabell Maria Finkenberger, Freie Stadtplanerin AKBW.
3PhasenundMeilensteine
Mit den vier Phasen dieses Fahrplans werden Meilensteine und Maßnahmen abgeleitet, für die
Konzeption des Zielbildes, an den sich die Mitwirkenden zeitlich und inhaltlich orientieren
können.

9
3.1Phase1:Vorbereitung
Die Vorbereitungsphase soll die Grundlagen für ein gemeinsames Arbeiten schaffen.
3.1.1BildungeinesPlatzrates
UmalleAspekteallerAkteursgruppenzubearbeiten,isteinPlatzratzugründen.DieKoordination
sollte von einer externen Beratung/Stellen übernommen werden. Zweck des Platzrates ist die
Koordination der Zielbildkonzeption, die Sicherung der Qualität der Ergebnisse sowie die
Kommunikation und Beteiligung aller Akteuren und dem Veedel.
Wichtig hierbei ist, dass Verantwortlichkeiten, Kompetenzen und Aufgabenfelder klar definiert
werden, eine Evaluations-Strategie der Zielbildentwicklung und ein gemeinsames Verständnis
von Partizipation diskutiert werden.
3.1.2SchaffungvonArbeitsgrundlagen
Wichtige Arbeitsgrundlagen sind die Verständigung auf ein transparentes
Kommunikationstool, welches von allen Akteuren genutzt werden kann. Zur Teamarbeit und
SchaffungeneinervertrauenswürdigenundeffektivenArbeitsweisesollendigitaleKollaborations-
Tools eingesetzt werden. Dazu kann die Agora Köln Vorschläge machen, ist jedoch nicht
involviert in die Pläne der Digitalisierung der Stadt Köln
Des weiteren ist eindigitales 3D Modell des Wiener Platzesvon großem Nutzen, um die
erarbeitet Maßnahmen digital ausprobieren, erproben, visualisieren und kommunizieren zu
können. Auswirkungen der Auflagen des Infektionsschutzgesetzes können ebenfalls damit
auffangen werden.
Zusätzlich ist ein Projektbüro/PlatzStation am Wiener Platz wünschenswert.

10
3.2Phase2:Konzeption
3.2.1GemeinsamesVerständnisvonPartizipation
DasVerständnisvonPartizipationimZielbildentwicklungs-ProzessWienerPlatzsollvonPlatzrat
diskutiert und in einem gemeinsamen Konsens in alle weiteren Arbeitsbereiche kommuniziert
werdenunddorteinfließen.Dasbetrifftz.B.denGradderTeilhabeanthematischenDiskussionen
und Entscheidungen. Dies ist für eine transparente und gute Zusammenarbeit nötig, um
Missverständnisse in der Begrifflichkeit “Partizipation” zu vermeiden.
3.2.2DurchführungeinerSozialraumanalyse
Die Durchführung einer Sozialraumanalyse dient der Erhebung von aktuellen Bedürfnissen, die
an den Wiener Platz gestellt werden. Primärforschung ‘aus erster Hand’ als direkte Befragung
wie z.B. Interviews oder Fragebögen, als auch Sekundärforschung anhand von Recherchen,
können hierbei verwendet werden. Hier kann ein:e externe:r Anbieter:in herangezogen werden.
Ein Teilaspekt der übergeordneten Sozialraumanalyse ist die Ethnographie, welche von einem
weiteren (schon durch die Stadt Köln beauftragten Wissenschaftlers) durchgeführt wird.
Die Ethnographie ist eine zeitgenössische Forschungshaltung der Sozialwissenschaften, der
Kulturgeographie und Ethnologie, welche es ermöglicht ergebnisoffen und in steter
Wechselwirkung von Theorie und Praxis eben solche Konzepte und Narrative zu generieren, die
unmittelbar an die Lebenswelten der Menschen vor Ort anknüpfen. Die Ergebnisse der
ethnographischen Forschung werden für spätere Planungs- und Partizipationsprozesse
verfügbar gemacht.
3.2.3EntwicklungeinerKommunikationsstrategie
DieKommunikationundihreStruktur ist ein zentrales Instrument in der Partizipation und der
transparenten Teamarbeit, sowohl in der externen als auch in der internen Kommunikation aller
Beteiligten. Die Basis dafür stellt eine barrierefreie (d.h.u.a. leichte Sprache und
Mehrsprachigkeit) Kommunikationsstrategie/-kultur dar. Die Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit wird von einem externen Kommunikations-Team, als Teil des
Platzrates umgesetzt. Eine Kombination aus analogen und digitalen Methoden zum Erreichen
unterschiedlicher Zielgruppen ist notwendig.
In zwei Informations-Kampagnen soll erst alle städtischen Akteure wie AWB, KVB,
Bezirksvertretung, involvierte Verwaltungen und Ämter, als auch Wirtschaftsbetriebe am Platz,
sowiederArchitektS.SchmitzüberdengeplantenProzessinformiertundvernetztwerden.Dann
die (Mülheimer) Zivilgesellschaft über den Prozess der Zielbildentwicklung informiert werden,
und über Beteiligung aufgerufen werden.
Erstellungeiner barrierearmenInternetpräsenz&SocialMediaKanäle schaffenZugangzum
Konzeptionsprozess zu jeder Zeit.

11
3.2.4BildungvonArbeitsgruppenbeieinem
Auftaktwochenende
Arbeitsgruppen sind ein zentraler Bestandteil des Zielbildentwicklungs-Prozesses. Sie dienen
dazu, dass sich Menschen zu relevanten Themenfeldern zusammenfinden.
IneinerdigitalenzweitägigenAuftaktveranstaltungwerdendieArbeitsgruppengebildet,instruiert,
informiert, vernetzt und motiviert.
SindersteVerantwortlichegefunden,organisierensieentsprechendeArbeitsgruppen,diedaraus
ihre Arbeits- und Vorgehensweise definieren und Zielinhalte festlegen. In den AGs sollen Ideen
zum Zielbild Wiener Platz entwickelt, Lösungsansätze entwickelt werden, nach Machbarkeit
überprüft, evtl. erprobt, dokumentiert und evaluiert werden.
Die Mitglieder der Platzrates initiieren die AGs nach Vorgaben des STEA-Beschlusses und dem
Bschluss der BV 9 aus Dezember 2019 und begleiten sie in der Arbeit. Es sollten regelmäßige
übergeordnete digitale und nach Möglichkeit analoge Austausch-Treffen stattfinden.
ThemenfelderderAGs
Die Aspekte der AG-Themenfelder sind durch die politischen Beschlüsse vorgegeben und
beziehen sich auf: Aufenthaltsqualität, Städtebauliche Gestaltung, Sicherheit, Sauberkeit,
Begrünung, Funktionalität. Themen, die im Zielbildungsentwicklungs-Prozess herausgearbeitet
werden und zu AGs / Aspekten zugeordnet werden können beispielsweise sein: Öffentliche
Toiletten, Schaffung alternativer Orte wie ein Konsumraum für Drogenkonsumierende,
Raumverteilung auf dem Wiener Platz in Bezug auf Verkehr & ÖPNV, kulturelle Angebote,
Installationen und Skulpturen (temporär/permanent), Identifikation und Image des Wiener
Platzes, Wohlbefinden (Sicherheit), atmosphärische Gestaltung, Schutz vor Wettereinflüssen,
Angsträume verändern, Platzorganisation bei Nutzungskonflikten, Transit/Individualverkehr,
Begrünung, Platzgastgeber:innen Konzept und Organisation der Verantwortungen, politische

12
Wirksamkeit der Ergebnisse, Barrierefreiheit, etc.. Mögliche AGs wären, wie in der Grafik
dargestellt:
3.2.5AufgabenderAGs
In den AGs sollen Lösungen für den Status Quo der einzelnen Themenfelder erarbeitet
werden. Dazu muss zunächst der Status Quo erkundet und dargestellt werden.
LösungsansätzewerdenverschriftlichtumspäteralseinzelneKapitelindasKonzeptdes
Zielbildes bilden zu können. Eine Machbarkeitsprüfung wird in den einzelnen AGs
durchgeführt und evtl. Erprobungen vorgeschlagen.
In den AGs. kann auch auf gemachte Erfahrungen am Ebertplatz zugegriffen werden.
ZumAuftaktIdeensammlung&Brainstorming
Zu Beginn der Arbeitsphase der AGs stehen Ideensammlungen. Zu diesen laden die
AGS gemeinsam über das Kommunikations-Team ein. Bereits erarbeitete Vorschläge
und Handlungsempfehlungen sollen den AGs von der BV und ihrer Amtsleitung zur
Verfügung gestellt werden.
In analogen (corona-konformen), digitalen und hybriden Beteiligungsformaten werden
Meinungen,Vorschläge,Ideen,Stimmungsbilder,Optimierungs-undLösungsvorschläge
gesammelt und ausgearbeitet. Den AGs werden vom Platzrat Informationen zu
Kreativmethoden zur Verfügung gestellt. Dabei bieten digitale Formate wie Barcamp
online, Hackathon, Mapping, Podcast, Video-Konferenzen, virtueller Rundgang viele
Möglichkeiten. Wichtig ist aber auch analoge Formate wie Schaufenster-Ausstellung,
Beteiligungs-Kit, oder coronafreie Public Dinner zu schaffen.
FormulierungvonLösungenindenAGs
Die Lösungsansätze -und Vorschläge werden innerhalb den AGs auf einer
cloudbasiertenPlattformengeschrieben.IneinembestimmtenTurnuswerdendieseTeil-
Konzepte öffentlich zugänglich gemacht / kommuniziert. Der Platzrat gibt einen Zeitplan

13
vor, wann die Teil-Konzepte fertig sein müssen, fügt diese zusammen und lektoriert
diese.
3.2.6WienerPlatzBarcamp
ZusammenführungineinenKonzeptentwurf
Nach der Schreibphase wird ein Barcamp stattfinden, um die erarbeiteten Inhalte in Workshop-
und Gesprächsrunden-Sessions mit den gesamten Wiener Platz Akteuren zur Diskussion zu
stellen, aufzuarbeiten und in einen Aktionsplan zur Erprobung von Maßnahmen umzusetzen.
Das Wiener Platz Barcamp ist eine Mitmach-Konferenz, in der die Themen und Ergebnisse der
AGs als Gesprächsrunde oder Workshop (=Sessions) für alle Interessierten öffentlich
angeboten werden. Ziel ist es die Teilergebnisse zu vertiefen und vollständigen. Die Ergebnisse
der Sessions sollen in die Teilkonzepte der AGs einfließen und diese komplettieren.
3.3Phase3:ErprobungvonMaßnahmen
3.3.1AuswahlvonMaßnahmenzurErprobung
Der Platzrat erstellt einen Kriterienkatalogs anhand dessen Lösungsvorschläge aus den
AGs auf Machbarkeit und Relevanz überprüft werden. Im Kriterienkatalog könnten
beispielsweise kurzfristige Realisierbarkeit, Nutzen des Erprobens, Finanzierbarkeit,

14
Synergieeffekte, Grad der Eigendynamik / Ownership, Symbolcharakter, Grad der
Partizipation, Verstetigung und weitere enthalten sein.
Die Detailplanung ausgewählter Maßnahmen findet zwischen Stadtraum Management,
PlatzratundAGstatt.UmTransparenzfüralleAkteurezuschaffen,insbesonderefürdas
AGNetzwerk,sollendieausgewähltenMaßnahmenvisualisiertwerden.Evt.kannesein
öffentliches Auswahl-Verfahren von verschiedenen Maßnahmen geben.
An dieser Stelle empfehlen wir besonders die Erprobung eines Platzgastberber:innen
Modelles wie oben beschrieben.
3.3.2DurchführungderMaßnahmen
Die Erprobung ausgewählter Maßnahmen hängt eng mit dem Pandemie-Geschehen
zusammen.SindanalogeMaßnahmen(temporär)nichtmöglich,kannüberSimulationen
mit dem 3D Modell des Wiener Platzes werden. Da die Handhabung eines virtuellen
Wiener Platzes in der digitalen Welt als hochschwellig eingestuft werden kann, sind
entsprechend nicht alle Maßnahmen als Simulation mit der gewünschten Zielgruppe
durchführbar. Jedoch kann die Arbeit mit dem Modell wichtige Erkenntnisse liefern,
insbesondereinderPlatzgestaltung,demAufzeigenvonWegebeziehungenu.Ä.. Mitder
Erstellung eines 3D-Modells wurde Marco Bodenstein beauftragt.
Bei der Durchführung der Maßnahmen ist zu beachten, dass es sich bei Maßnahmen
sowohl um einmalige Aktionen handeln kann, als auch um wiederkehrende, bzw. sich
über einen Zeitraum erstreckende Maßnahmen. Iterationen sind in den zeitlichen Ablauf
der Dauer von nicht-einmaligen Aktion mit einzuberechnen. In einem Lean-Management
Ansatz sollen so die Prozesse während der Durchführung kontinuierlich optimiert
werden.
3.3.3EvaluationundDokumentationderMaßnahmen
Der Platzrat arbeitet eine Evaluations-Struktur aus, nach der die Erprobungen begleitet,
evtl. optimiert und ausgewertet. Die Ergebnisse fließen umgehend in das Konzept des
Zielbildes ein.
Das Kommunikations-Team ist für eine ausführliche Dokumentation verantwortlich.
Hierzu sind Honorartätigkeiten zu beauftragen.
3.4Phase4:WertigkeitdesZielbildesschaffen
Die Akzeptanz der Ergebnisse wurde geschaffen durch die Beteiligung der verschiedenen
Akteuer:innen am Wiener Platz. Das Konzept wurde gemeinschaftlich in Experten-AGs erstellt
und teilweise wurde Maßnahmen zur Aufwertung des Wiener Platzes erprobt. Der Prozess lief
transparent ab und ist weiterhin einsehbar und öffentlich nachvollziehbar.
SollteneinodermehrereAspekteimProzessderKonzepterstellungandersoderschief gelaufen
sein als in diesem Fahrplan beschrieben, ist eine breite Akzeptanz nicht unbedingt zu erwarten.

15
3.4.1PolitischeGrundlagefürUmsetzungschaffen
Von Beginn an soll mit an der juristischen Wertigkeit des Konzeptes zum Zielbild gearbeitet
werden. Den diese ist zur Zeit nicht gegeben. Dazu wird von Stadtplaungsamt und
Stadtraummanagement eine Beschlußvorlage für die BV 9 erarbeitet.
Daher soll der Platzrat die entsprechenden Anträge ausarbeiten und in den Rat bzw. bei den
entsprechenden Gremien der Stadt Köln einbringen.
4Ausblick:PerspektivenundNachhaltigkeit
Bei der Konzepterstellung sollen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beachtet
werden. Der Platzrat soll diese auch in den Kriterienkatalog zur Bewertung von Maßnahmen
einbeziehen. Besonders zu Beachten sind die Aspekte des Klimaschutzes, Nachhaltiger Städte
und Gemeinden, Gesundheit und Wohlergehen.

16
5Meilensteinplan
Projekt-
beginn
Ende
Konze
pterste
llung
Bemerkungen
Phase1Vorbereitung M1 M2 M3 M4 M5 M6 M7 M8
Schaffung von
Arbeitsgrundlagen
Abstimmung über
den Fahrplan
Bildung des Platzrates,
Auftaktveranstaltung
Arbeitsaufträge an
Externe in Q3
erteilen
Konzeption
Gemeinsames Verständnis
von Partizipation
In M3 Ausarbeitung
und festlegen.
Durchführung einer
Sozialraumanalyse,
Erstellung eines 3D-
Modelle des WP
Analyse vor
Projektstart
Überprüfung in M4
Entwicklung einer
Kommunikationsstrategie
Start der öffentlichen
Kommunikation in M3
Bildung von
Arbeitsgruppen
Arbeits Kick-Off Ende
M3
Teilkonzepte in den AGs
erstellen
Schreibphase
Zusammenführung
Teilkonzepte, Barcamp
Maßnahmen&
Erprobung
Auswahl der Maßnahmen Auswahlkriterien durch
den Platzrat
Erprobung von
Maßnahmen
Evaluation von
Maßnahmen
Findet parallel und
nach Erprobung statt.
Zusammenstellung der
Teilkonzepte
Überarbeitung nach
Erprobung
Umsetzungdes
Zielbildes
Grundlagen der
Umsetzung
Legende: Vorbereitung & Nachbereitung Durchführung

Beantwortung einer Anfrage (BV)

8059 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/61 
613 Wegm Tr 
Vorlagen-Nummer 
 4021/2022 
Freigabedatum 26.01.2023  
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 30.01.2023 
 
Beantwortung einer Anfrage der BV Mülheim zur Aufwertung des Wiener Platzes 
(AN/1155/2022) 
Die Fraktionen SPD und CDU sowie Einzelmandatsträger Herr Torsten Tücks (FDP) haben in 
der Sitzung der BV 9 am 13.06.2022 folgende Fragen gestellt: 
 
1. Welche Arbeitsschritte sind seitens der Verwaltung bislang erfolgt, um den im STEA for-
mulierten Auftrag vom 05.12.2019 abzuarbeiten? 
 
2. Wie ist der aktuelle Sachstand der Zielbildformulierung und wurden bzw. werden hierbei 
alle in dem Antrag genannten Aspekte berücksichtigt? 
 
3. Welche externen Beauftragungen sind erfolgt und wie belastbar sind die hierbei erarbeite-
ten Empfehlungen?  
 
4. Wann ist mit der Fertigstellung des Zielbildes für den Wiener Platz zu rechnen?  
 
5. Wie plant die Verwaltung den nächsten Schritt - die Umsetzung des erarbeiteten Zielbildes 
zu realisieren? 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Die Verwaltung wurde 2019 vom Stadtentwicklungsausschuss beauftragt, ein sogenanntes 
„Zielbild“ für den Wiener Platz zu erarbeiten. Die Aspekte Aufenthaltsqualität, städtebauliche 
Gestaltung, Sicherheit, Sauberkeit, Begrünung und Funktionalität sollen dabei Gegenstand 
des Konzeptes sein. Gefordert wurde ferner, bei der Erarbeitung des Zielbildes eine externe 
Beratung heranzuziehen und dabei Vertreter der Bezirksvertretung Mülheim, örtliche Vereine, 
Einzelhandel, Polizei, städtische Akteure und interessierte Bürgerinnen und Bürger einzube-
ziehen. 
 
Da der Auftrag ein großes Spektrum unterschiedlichster Fachbelange umfasst, die zudem in 
einem möglichst breiten interdisziplinären Beteiligungsprozess gebündelt werden sollen, hat 
sich die Verwaltung zunächst intensiv mit der Fragestellung befasst, wie solch ein komplexer 
Zielbildungsprozess gestaltet und organsiert werden kann. Hierfür wurde basierend auf Er-
gebnissen vorangegangener Impulsveranstaltungen und Potenzialanalysen ein Konzept ent-
wickelt. Die Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Fahrplan zur Zielbildentwicklung“ 
ergab folgende Erkenntnisse:

2 
 
 Es gibt eine Vielzahl von Aktionen, Initiativen und Beteiligungsmodule, die in den letz-
ten Jahren rund um das Thema „Aufwertung Wiener Platz“ von städtischen Dienststel-
len, engagierten Einzelpersonen, Gruppen, Vereine etc. parallel angestoßen wurden. 
Um ein möglichst integriertes Aufwertungskonzept zu erhalten, ist es zielführend, diese 
zu bündeln. 
 
Diesen Ansatz verfolgt bereits die Sozialraumkoordination Mülheim-Nord/ Keupstraße, 
dessen Sozialraumgebiet im Zuge eines Ratsbeschlusses Ende 2019 zur Weiterent-
wicklung des Programms "Lebenswerte Veedel" um den Wiener Platz erweitert wurde. 
Die von Dezernat V (Soziales, Gesundheit und Wohnen) beauftragten Sozialraumko-
ordinatorinnen des Trägers CSH Köln gGmbH verfügen über ein umfassendes lokales 
Netzwerk und organisieren in regelmäßigen Abständen Stadtteilkonferenzen zum 
Wiener Platz. In Abstimmung mit dem Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit 
(ZKS), das den Fachkreis „Plätze mit besonderem Handlungsbedarf“ betreut, ist zu-
dem die Durchführung eines Workshops zum Wiener Platz beabsichtigt.  
 
 Die Erwartung in den verschiedenen Foren an ein ganzheitliches „Zielbild“ ist, dass 
aus dem Prozess konkrete Maßnahmen hervorgehen. Das Konzept soll nicht bloß eine 
Sammlung von abstrakten Absichten sein. Ähnlich formuliert es auch der Beschluss 
der Bezirksvertretung Mülheim vom 09.12.2019 (AN/1636/2019), der die Erarbeitung 
konkreter Veränderungsmöglichkeiten von der Verwaltung fordert.    
Um die Machbarkeit der Maßnahmen frühzeitig zu prüfen und um die tatsächliche Um-
setzung verbindlich beschließen zu können, sind dann allerdings schon zu Beginn des 
Prozesses Verantwortlichkeiten für die jeweiligen Fachbelange sowie Ressourcen der 
zu beteiligenden Dienststellen abzustimmen.  
Die Problemlage ist weit gefächert. Neben gestalterischen Defiziten tragen vor allem 
soziale und gesundheitliche sowie hygienische Defizite zum Negativimage des Platzes 
bei. Diese Problemlage muss ganzheitlich gelöst werden. 
 
 Seit dem Auftrag zur Zielbildentwicklung wurde in den letzten beiden Jahren von Be-
zirkspolitik und Verwaltung der Fokus auf Maßnahmen rund um die Aspekte Sicherheit 
und Sauberkeit gesetzt  - z.B. arbeitet die Verwaltung bereits an der Sondierung und 
Aufstellung einer ‚Problemlösertoilette‘/ Pissoir sowie der Einrichtung eines Drogen-
konsumangebots für Bürger*innen mit Drogenerkrankungen. Dies deckt sich mit den 
Erkenntnissen aus der Potenzialanalyse und mit den Rückmeldungen der verschiede-
nen Nutzer*innen vor Ort: Den größten akuten Handlungsbedarf gibt es zu diesen bei-
den genannten Themen. Umgestaltungsbedarfe zielen eher auf sozialräumliche Defizi-
te des Platzes ab, als auf bauliche Missstände. Größere Umgestaltungen des Platzes 
sind ohnehin durch Fördermittelbindungen (bis 2034) nur schwer umsetzbar. 
 
 
 
Zu Frage Nr. 1, 2 und 3 
 
Noch bevor erste Schritte zur Auseinandersetzung mit dem Auftrag durch die Verwaltung er-
folgen konnten, wurde ein Workshop – ein sogenanntes „Akteursmapping“ durch die „icon 
Kommunikation für Kultur und Wirtschaft GmbH“ sowie dem „AGORA e.V.“ initiiert. Für die 
Durchführung wurden bezirksorientierte Mittel durch die BV 9 freigegeben. Dieses fand unter 
Beteiligung von KVB, Polizei, Vertreter*innen von Vereinen, Sozialraummanagement, vielen 
weiteren Stakeholder*innen sowie Vertreter*innen der BV 9 im August 2020 statt. Die Verwal-
tung hat sich aktiv an diesem Prozess beteiligt. 
 
In diesem Zuge wurden Themenfelder und Gruppen von Beteiligten für einen Aufwertungs-
prozess skizziert, auf die die Verwaltung folgende Schritte aufbaute: 
 
Potentialanalyse (1. bis 2. Quartal 2021) 
 
Die Verwaltung hat gemeinsam mit einigen ausgewählten interdisziplinären Vertreter*innen 
des Akteursmappingprozesses Potentialanalysen des Ortes anhand einer Bewertungsmatrix

3 
 
des Gehl Instituts (Nonprofit-Forschungseinrichtung des renommierten Stadt- und Verkehrs-
planers Jan Gehl) vorgenommen.

4 
 
 
 
Ergebnis:  
Physisch bietet der Ort viele funktionale Potentiale und Aufenthaltsqualitäten (Sitzen, Schat-
ten, Schauen, Konzerte, Markt, Durchgang/ Aufenthalt/, Überschaubarkeit, Multifunktionalität 
etc.). Mängel gibt es hauptsächlich bei den Themen Orientierung, verkehrliche Engstellen, 
Sauberkeit & Pflege sowie dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Nutzer*innen. Zudem besitzt 
der Biergarten keine gestalterische Qualität und wirkt sich in seiner Erscheinung und Positio-
nierung eher negativ auf den Stadtplatz aus. 
 
Fahrplan für die Zielbildentwicklung (3. Quartal 2021 bis 2. Quartal 2022) 
 
Im Anschluss hat die Verwaltung – um die im Akteursmapping entstandenen Erwartungen an 
einen weiteren Prozess zu erfüllen – den AGORA e.V. damit beauftragt, einen sogenannten 
“Fahrplan“ für die Zielbildentwicklung zu erarbeiten. 
 
Es wurde eine Strategie entwickelt, in welchem ein mehrjähriger Dialog- und Umsetzungspro-
zess mit mehreren Arbeitsgruppen und einem ‚Platzrat‘ vorgeschlagen wird.  
Zur Konzeptionsphase gehören laut Vorschlag der AGORA auch die Durchführung von Work-
shops, die Formulierung von Maßnahmen und die Durchführung von Machbarkeitsstudien. 
Wie einleitend beschrieben, fehlt hierfür noch die notwendige ressortübergreifende Koordina-
tion bzw. ist grundsätzlich über die Art und den Umfang des Aufwertungsprozesses zu ent-
scheiden. 
 
 
Zu Frage Nr. 4 und 5 
 
Es gilt zunächst, den politischen Auftrag mit Blick auf die Erkenntnisse hin neu zu bewerten. 
Demnach sind soziale und gesundheitliche Probleme deutlich relevanter als die stadtgestalte-
rischen Defizite. Dies bedingt eine breiter aufgestellte Aufwertungsstrategie.  
 
 
Anlagen 
 
- Fahrplan für die Zielbildentwicklung zur Aufwertung des Wiener Platzes, Köln-Mülheim 
- Ethnographische Annäherungen an den Wiener Platz

Anlage 3 Etnographische Annäherung

68816 Zeichen

Ethnographische	Annäherungen		an	den	Wiener	Platz		Im	Zeitraum		04/2021	-	10/2021						Die	Forschung	wurde	im	Rahmen	der	„Grundlagenermittlung	zum	Aufwertungskonzept	Wiener	Platz“	durchgeführt.				 			 						Forschender:		Fabian	Laute,	MSc.		51065	Köln		fabian.laute@posteo.de

I	.	Einleitung	.................................................................................................................................................................	1	II.	Methodik	&	Diskussion	des	Forschungskontextes	................................................................................	3	a.	Ethnographisches	Arbeiten	..........................................................................................................................................	4	b.	Kartierungsverfahren	.....................................................................................................................................................	5	c.	Zukunftsvignetten	............................................................................................................................................................	8	d.	Feldzugang	..........................................................................................................................................................................	9	III.	Sieben	ethnographische	Steckbriefe	.......................................................................................................	11	IV.	Diskussion	der	Ergebnisse	..........................................................................................................................	36	Literaturverzeichnis	...................................................................................................................................................		Anhang...............................................................................................................................................................................		Urheberrechtserklärung............................................................................................................................................

1	
I	.	Einleitung		Der	 Wiener	 Platz	 ist	 das	 Bezirkszentrum	 des	 rechtsrheinischen	 Stadtteils	 Köln-Mülheim	und	 fungiert	 als	 zentraler	 Platz,	 Geschäftszentrum	 und	Verkehrsknotenpunkt.	 In	 den	1920er	 Jahren	 entstand	 der	 damalige	 Oscar-Platz	 mit	 dem	 Bau	 der	Mülheimer	 Brücke	 als	Verbindungselement	 zweier	 Industriebahnhöfe	 und	 der	 Geschäftsachse	 Frankfurter	 Allee	(STADT	KÖLN	2014:	50).	Inzwischen	wurde	die	Straßenbahnlinie	auf	der	Frankfurter	Straße	unter	die	Erde	gelegt,	die	Bundesstraße	8	(Frankfurter	Straße)	am	Platz	vorbeigeführt	und	der	Platz	so	umgebaut,	dass	er	nun	als	ununterbrochene	Fläche	von	Ost	nach	West	schräg	abfällt	 und	 stufenlos	 überquerbar	 ist.	 Er	 wird	 im	 Süden	 vom	 Bezirksrathaus,	 im	 Westen	durch	eine	Straßenbahnhaltestelle	der	Linien	3	und	4	und	den	U-Bahnhof,	im	Norden	durch	eine	Einkaufspassage,	Geschäfts-	und	Bürohäuser	sowie	durch	die	ihn	im	Osten	tangierende	Frankfurter	Straße	eingerahmt	(Abb.	1).		
	Abbildung	1:	 Luftaufnahme	 des	 Wiener	 Platzes	 mit	 Blick	 in	 Richtung	 Norden.	 Die	 Aufnahme	 erfolgte	 durch	 den	Forschenden.		Der	 Bezirk	 Mülheim	 zählt	 knapp	 150.000	 Einwohner	 und	 kommt	 einer	 Großstadt	 in	 der	Großstadt	 gleich	 (STADT	KÖLN	2017:	 5).	 Das	 Stadtentwicklungsprojekt	Mülheim	2020	schrieb	 Köln-Mülheim	erhebliche	 Defizite	zu.	 Deindustrialisierungsprozesse	 hinterließen

2	
um	die	Jahrtausendwende	neben	„Brachflächen,	vor	allem	auch	soziale	Probleme“	(AGIPLAN	2009:	 6).	 Überdurchschnittlich	 viele	 Erwerbslose,	 „soziale	 Verinselung“	 (ebd.:	 7)	 und	räumliche	Segregation	zwischen	der	„alteingesessenen	deutschstämmigen	Bevölkerung	und	den	 Einwohnerinnen	 und	 Einwohnern	 mit	 Migrationshintergrund“	 (ebd.)	 sollten	 durch	Interventionen	 in	 den	 Programmschwerpunkten	 lokale	 Ökonomie,	 Bildung	 und	 Städtebau	bearbeitet	 werden.	 Da	 der	 Wiener	 Platz	 „wenig	 Urbanität	 und	 Aufenthaltsqualität“	 (ebd.:	67)	 vermittle,	 wurde	 er	 für	 2,7	 Millionen	 Euro	 saniert,	 indem	 die	 Barrierefreiheit	 des	Platzes	 erhöht,	 Sitzbänke	 an	 Baumwurzelringe	 angebracht,	 die	 Oberfläche	 im	 Bereich	 der	U-Bahnstation	 erneuert	 und	 eine	 Machbarkeitsstudie	 zur	 gastronomischen	 Nutzung	 des	Platzes	erstellt	wurde	(STADT	KÖLN	2014:	50).			Eine	Studie	aus	dem	Jahr	2013	kommt	zu	dem	Schluss,	der	Platz	sei	„ausschließlich	negativ	belegt“.	 Die	 Außenwahrnehmung	 sei	 „charakteristisch	 für	 den	 Stadtteil	 [...],	 in	 einem	 sehr	negativen	Sinne“	(BOLLER	2013:	92).	Auch	das	Projekt	Mülheim	2020	stellt	vorwiegend	die	Strukturschwäche	 und	 die	als	 negativ	 empfundenen	 Qualitäten	 des	 Ortes	in	 den	 Fokus	(DLUGOSCH	2016:	 169f).	 Dem	 gegenüber	 steht	 der	 Diskurs	 des	 strukturellen	 Wandels	Mülheims	 und	 des	 Wiener	 Platzes.	ÜBLACKER	beschreibt	beispielsweise,	 dass	 der	 Stadtteil	„äußerst	vielseitig“	und	von	Gentrifizierungsprozessen	betroffen	sei	(2016:	108ff.).		Die	im	 Folgenden	 dargelegte	Forschungarbeit	 zum	 Wiener	 Platz	 ist	 zunächst	 abseits	 der	einleitend	 dargelegten	 Literatur	 und	 den	 medialen	 Darstellungen	 des	 Platzes	 angesiedelt.	Als	„ethnographische	Annäherung“	betitelt,	macht	sie	den	gewollt	lückenhafter	Versuch	den	Menschen	 zuzuhören,	 die	 den	 Wiener	 Platz	 zu	 dem	 Raum	 machen,	 der	 mir	 in	 meiner	Forschung	 begegnet	 ist.	Die	 Ergebnisse	 dieser	 Auseinandersetzung	 sollen	bei	 den	Leser:innen	dazu	 beitragen	eine	 Sensibilität	 für	die	 großen	 und	 kleinen	Narrative,	Handlungen	 und	Wechselwirkungen	 am	 Platz	 zu	 entwickeln.	 Auf	 diese	 Weise	 leistet	 die	vorliegende	Arbeit	einen	Beitrag	zu	einer	nachhaltigen	Umgestaltung	des	Raumes	„Wiener	Platz“;	 das	 heißt	 einer	 Umgestaltung,	 welche	seine	gegenwärtige	Funktionsweise	 versteht	und	berücksichtigt,	um	vorhandene	Potentiale	respektvoll	aufzugreifen	und	gemeinsam	zu	konkretisieren.		Ich	möchte	im	Folgenden	zunächst	auf	die	Auswahl	der	Methodik	zu	sprechen	kommen	und	das	 eigens	für	 diese	 Forschung	entwickelte	 Kartierungsverfahren	 vorstellen	(II.).	Anschließend	werde	ich	sieben	mittels	 dieses	 Verfahrens	 generierte	 ,ethnographische

3	
Steckbriefe’	 darlegen	(III.).		Die	vorgestellten	Ergebnisse	werden	abschließend,	u.A.	 in	ihrem	 Verhältnis	zu	 einem	möglichen	 Planungsprozess	 und	 ihrem	 Forschungskontext	diskutiert	und	daraus	entstehende	Forschungsderivate	dargelegt	(IV.).			
II.	Methodik	&	Diskussion	des	Forschungskontextes			Für	 die	 vorliegende	 Forschungsarbeit	 erfolgte	 die	 Auswahl	 der	Methodik	 anhand	 zweier	Kriterien.	 Das	 erste	 Kriterium	betraf	den	zu	 untersuchenden	Raum	 selbst	–	den	 Wiener	Platz.	Wie	bereits	BOLLER	(2013:	ff.)	aufgezeigt	hat,	zeichnet	sich	der	Stadtteil	Köln-Mülheim	durch	 seine	 Vielzahl	(teils	konträrer)	sozialer	 Konstruktionen	 aus;	sowohl	 außerhalb,	 als	auch	 innerhalb	 des	 Stadtteils.	Nach	eigenen	 Beobachtungen	 im	 Rahmen	einer	 früheren	Forschungsarbeit	verdichten	 sich	 diese	Positionen	in	 besonderem	 Maße	am	 Wiener	 Platz,	dem	 „Herzstück“,	dem	„Knotenpunkt“	 des	 Stadtteils	 (s.	 III).	Übertrüge	man	diesen	Sachverhalt	auf	 das	 Verfahren	 der	 Kartierung,	 so	 existierten	 dementsprechend	 mehrere	Karten	 des	 Platzes,	 welche	 alle	 gleichermaßen	 Gültigkeit	besäßen,	 obgleich	 sie	 auf	 den	ersten	Blick	womöglich	widersprüchlich	erscheinen		Das	für	 diese	 Arbeit	 entwickelte	 Verfahren	musste	dieser	 Multiperspektivität,	 dieser	Vieldeutigkeit	des	Platzes,	angemessen	Rechnung	tragen;	und	zwar	auf	eine	Weise	die	keine	Perspektive	 der	 anderen	 vorzieht.	Hierzu	 war	 es	 notwendig	 ein	 Interview-	und	Kartierungsformat	zu	entwickeln,	welches	jede	hinzugezogene	Person	gleichermaßen	dazu	ermächtigt	ihr	 Narrativ	 darzustellen.	Dazu	 gehörte	 ebenfalls	 eine	 visuelle	 und	 schriftliche	Darstellung	 zu	 finden,	 die	 es	 ermöglicht	 alle	 erarbeiteten	 Narrative	 gleichberechtigt	nebeneinander	zu	stellen.		Das	 zweite	 Kriterium	welches	es	 zu	 beachten	 galt	 ist	 die	 besondere	 Stellung	 dieser	Forschungsarbeit	in	einem	Planungsprozess.	Während	die	politische	Wirksamkeit	(sozial-)	wissenschaftlicher	 Arbeit	 im	 akademischen	 Kontext	 oftmals	vage	bleibt,	 so	 ist	 sie	 hier	unmittelbar	 gegeben;	 beispielsweise	 in	 der	 Auswahl	 der	 befragten	 Personen,	 durch	 die	Herstellung	spezifischer	Narrative	des	Platzes	durch	den	Forschenden,	oder	auch	durch	das	Erzeugen	von	Transparenz	und	Akzeptanz	zwischen	Stadt(entwicklung)	und	Bürger:innen,	bis	 hin	 zu	 deren	 unmittelbarer	 Beteiligung	 am	 Prozess	durch	 das	 Aufgreifen	 von	Narrativen.	Die	politische	Dimension	dieser	Forschungsarbeit,	als	auch	deren	Funktion	als

4	
Bindeglied	galt	und	gilt	es	kritisch	zu	reflektieren.			Damit	 diese	 Kritik	 gelingen	 kann	gilt	 es	 zu	 diskutieren,	 inwiefern	an	 die	 Stelle	 des	peer-reviews,	als	Weg	der	Legitimation	wissenschaftlicher	Wissensproduktion,	ein	barrierearmer	Zugang	zum	erzeugten	Wissen	treten	muss.	Eine	solche	Annahme	würde	bedeuten,	dass	die	Ergebnisse	dieser	Arbeit	allgemein	verfügbar	und	verständlich	sein	müssen,	beispielsweise	durch	den	 Einsatz	visueller	 Verfahren,	einen	 affektiven,	 das	 heißt	 auf	 persönlicher	 Ebene	nachempfindbaren	 Schreibstil,	 oder	 die	 Präsentation	 der	 Ergebnisse	 vor	 Ort	 mittels	verschiedener	Ausstellungsformate.	Die	Gültigkeit	der	hier	vorgestellten	Ergebnisse	müsste	in	 diesem	 Sinne	 im	 Prozess	 selbst	 und	 in	 der	 Verwendung	und	 Reproduktion	durch	die	beteiligten	Akteure	generiert	werden.			Ich	lege	diese	zwei	Kriterien	dar,	um	zu	zeigen,	dass	für	die	vorliegende	Forschungsarbeit	sehr	 spezifische	 Anforderungen	 an	 die	 Methodik	 gelten;	sowohl	aufgrund	 des	 zu	untersuchenden	 Raumes,	 als	auch	 aufgrund	des	Forschungskontexts.	Um	 diesen	Anforderungen	gerecht	werden	 zu	 können	kam	 ein	 eigens	 entwickeltes	Kartierungsverfahren	zum	Einsatz,	welches	sich	aus	verschiedenen	qualitativen	Methoden	zusammensetzt	 und	 in	 seiner	 Funktionsweise	 und	 Zielsetzung	 an	 ein	 ethnographisches	Arbeiten	 angelehnt	 ist.	Der	 Nachvollziehbarkeit	 halber	möchte	ich	das	 ethnographische	Arbeiten	 (II.a),	das	 entwickelte	 Kartierungsverfahren	 (II.b),	 das	 dabei	 verwendete	 Format	der	Zukunftsvignette	(II.c)	und	eine	Auswahl	weiterer	verwendeter	Methoden	(II.d)	bündig	im	Hinblick	auf	ihren	Nutzen	für	die	vorliegende	Forschung	darstellen.				a.	Ethnographisches	Arbeiten				Das	 ethnographische	 Arbeiten	 lässt	 sich	 als	spezifische	Forschungshaltung	begreifen,	welche	die	Beobachtung	sozialer	Phänomene	in	ihrer	natürlichen	Umgebung	zum	Ziel	hat.	Diese	natürliche	Umgebung,	das	„Feld“,	wird	dabei	als	unvorhersehbares	und	heterogenes	Sammelsurium	 von	 Lebenswelten	 begriffen,	welchem	 es	 „unvoreingenommen	 und	zweckfrei“	zu	begegnen	gilt	(LINDNER	2004:	117;	(LÜDERS	2008:	389).			Fasste	 man	 die	 Paradigmen	 einer	 ethnographischen	 Forschung	 in	 Kürze	 zusammen,	 so	ließen	sich	diese	wie	folgt	darstellen:	1)	die	Untersuchung	von,	vor	allem	durch	alltägliche	Praktiken	 hergestellten	 Lebenswelten;	 2)	 ein	 prozessuales	 Forschungsdesign,	 bei	 dem	 die

5	
pragmatische	 Wahl	 von	 Methoden	 ein	 ergebnisoffenes	 Forschen	 gewährleistet,	 wobei	vorwiegend	 qualitative	 Methoden	 Anwendung	 finden;	 3)	 ein	 enger	 Bezug	 zwischen	 dem	Abstrakten	 und	 dem	 Konkreten,	bzw.	 dem	 Gesellschaftlichen	 und	 Individuellen,	welcher	mittels	des	ethnographischen	Schreib-	und	Arbeitsstils	vollzogen	wird;	und	4)	die	Annahme	der	Kopräsenz	 der	 Forschenden	 mit	dem	 Feld,	 mit	 der	 eine	 Reflektion	 der	 eigenen	Positionalität,	eine	Situiertheit	des	Wissens	und	ein	Bruch	mit	dem	klassischen	Paradigma	der	Objektivität	einhergeht	(u.a.	CRANG	&	COOK	2007;	WATSON	&	TILL	2010;	CLOKE	ET	AL.	2007;	LÜDERS	2008;	LINDNER	2004;	ELY	ET	AL.	1997;	HARAWAY	1988).	Gerade	 im	 Kontext	 des	 Wiener	 Platzes,	der	allgemein	zunächst	einer	scheinbaren	Eindeutigkeit	 unterliegt	 (vgl.	BOLLER	2013),	 macht	 es	 diese	 Forschungshaltung	 möglich	Alternativen	 zu	 vorherrschenden	 Deutungsmustern	 zu	 begegnen	 und	 diese	 aufzuzeigen	(vgl.	JENKS	&	NEVES	2000:	4),	ohne	in	einen	„Romantizismus	des	Anderen“	zu	verfallen	(vgl.	LINDNER	2004:	115).	Aus	dieser	ethnographischen	Haltung	heraus	möchte	ich	im	Folgenden	unter	 Einbezug	 moderner	 Rezeptionen	 des	 „Sense	 of	 Place“-Konzeptes	 (vgl.	TUAN	2001;	PINK	2008)	ein	 Kartierungsverfahren	 vorschlagen,	 welches	 verschiedene	 Narrative	 des	Wiener	Platzes	verständlich	und	gleichwertig	nebeneinander	stellen	kann.				b.	Kartierungsverfahren		Das	für	 diese	 Forschung	entwickelte	 Kartierungsverfahren	 lehnt	 sich	 an	 eine	ethnographische	 Rezeption	 des	 Konzeptes	 des	 „Sense	 of	 Place“	 an.	 Dabei	 wird	 ein	 Ort	 als	Gefüge	von	 Erinnerungen	 und	 Affekten,	 Alltagserlebnissen,	 diskursiven	 und	 materiellen	Wechselwirkungen	 und	 Zukunftsvorstellungen	begriffen	(vgl.	TUAN	2001;	PINK	2008).	Ein	besonderer	 Geruch,	 oder	 ein	 Geräusch,	 ein	 Zeitungsartikel	 oder	 ein	 soziales	 Netzwerk	spielen	hier	ebenso	eine	Rolle	wie	die	eigene	Biographie	und	die	alltäglichen	Praktiken	die	ein	Mensch	vor	Ort	vollzieht.	Aus	dieser	Fülle	von	Qualitäten	generiert	sich	dann	ein	Gefühl	für	 einen	 Ort,	 welches	 sich	 als	 „Sense	 of	 Place“	 bezeichnen	 lässt.	Es	 wird	schnell	 deutlich,	dass	für	einen	Ort	oftmals	verschiedene	„Senses	of	Place“	existieren.	Die	Gesamtheit	dieser	differenten	 Vorstellungen	 eines	 Ortes,	 in	 diesem	 Falle	 des	 Wiener	 Platzes,	bildet	 den	Gegenstand,	den	es	in	der	vorliegenden	Forschungsarbeit	darzulegen	gilt.

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In	der	Regel	geht	eine	ethnographische	Forschung	mittels	langzeitiger	Untersuchungen	und	einem	 engen	 Austausch	 mit	 den	 Kontaktpersonen	 einher,	 um	 deren	 Narrativ	 dann	ausführlich	 mittels	 einer	 Monographie	 oder	 eines	 Papers	 darzustellen.	 Diese	 Arbeitsweise	war	 für	 das	 vorliegende	 Vorhaben	 jedoch	 weder	 praktikabel	 noch	 zielführend,	 da	 zum	Einen	 der	 zeitliche	 und	finanzielle	 Rahmen	 zu	 begrenzt,	zum	 Anderen	 das	 ,Einzugsgebiet‘	einer	 solchen	 ethnographischen	 Arbeitsweise	 im	 anzustrebenden	 Umfang	 zu	 gering	ausfallen	würde.	Aus	diesem	Grund	möchte	ich	für	einen	Kontext	wie	den	hier	vorliegenden	(s.o.)	ein	 Verfahren	 vorschlagen,	 welches	 auf	 transparente	 Weise	 kurze	 Einblicke	 in	 die	 je	verschiedenen	„Senses	of	Place“	generiert	und	barrierearm	transportierbar	macht.		Bei	 diesem	 Verfahren	wurden	zunächst	 verschiedene	 Kontaktpersonen	 ausgewählt.	 Die	Auswahl	 der	 Kontaktpersonen	 erfolgte	auf	 Grundlage	 von	 Beobachtungen	 des	 Feldes,	 u.A.	mittels	Vignetten	(vgl.	ELY	ET	AL.	1997),	teilnehmenden	Beobachtungen	(vgl.	LÜDERS	2008),	Dérives	 (vgl.	DEBORD	1958)	und	 informellen	Gepsrächen	 mit	 Nutzer:innen	 und	,Gatekeeper:innen’,	 also	 Personen	 mit	 dem	 Zugang	 zu	 einem	 für	 die	 Forschung	 potentiell	relevanten	 sozialen	 Netzwerk	oder	 Wissen.	Vor	 diesem	 Hintergrund	 wurden	 dann	Kontaktpersonen	nach	den	Kriterien	der	Raumwirksamkeit,	der	Repräsentativität	und	der	Differenz,	 also	 des	 jeweiligen	 (scheinbaren)	 narrativen	 Abstands	 zu	 den	 je	 anderen	kontaktierten	Personen	ausgewählt.	Ich	möchte	an	dieser	Stelle	noch	einmal	betonen,	dass	dieses	Auswahlverfahren	stark	durch	die	forschende	Person	bestimmt	ist.	Dennoch	ist	es	in	keiner	Weise	willkürlich,	sondern	basiert	auf	einer	empirischen	Vorarbeit	mittels	der	oben	genannten	Methoden,	 welche	 sich	 dann	 zur	 Auswahl	 bestimmter	 Kontaktpersonen	hin	verdichtet.			Nach	 dieser	 Phase	 der	 Identifikation	 von	 Kontaktpersonen	wurden	je	 zweistündige	Termine	 mit	 den	einzelnen	Personen	 vereinbart.	Die	 Termine	 fanden	 ausnahmslos	am	Wiener	 Platz	statt,	 um	 einen	unmittelbaren	(kognitiven)	Bezug	 zum	 Untersuchungsort	herzustellen	und	 den	 Ort	 methodisch	 nutzbar	 zu	 machen	 (s.u.).	Nach	 einer	 kurzen	Darstellung	 meines	 Vorhabens	 gegenüber	 den	 Kontaktpersonen	 erfolgte	 ein	 ca.	fünfzehnminütiges	narrativ	gestaltetes	Interview,	in	dem	die	je	individuelle	Geschichte	zum	Ort	erfragt	und	dann	zum	gegenwärtigen	Alltag	der	Person	auf	und	an	dem	Platz	hingeführt	wurde.	Die	 Gesprächspartner:innen	 erhielten	 dann	 von	 mir	 eine	 Kamera,	 mit	 der	 Aufgabe	sich	ca.	fünfzehn	Minuten	Zeit	zu	nehmen	den	Platz	entlang	einer	Alltagsroute	zu	begehen,

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oder	zu	„erschlendern“	(vgl.	DEBORD	1958).	Während	dieser	Phase	sollten	sie	ganz	bewusst	zwei	 bis	 drei	 Orte	wahrnehmen,	die	 sie	 als	 interessant,	 sowohl	 im	 positiven,	 als	 auch	 im	negativen	Sinne	empfinden.	Nach	einigen	bewussten	Atemzügen	an	diesen	Orten	sollten	die	Kontaktpersonen	dann	ein	Foto	mithilfe	der	ihnen	bereitgestellten	Kamera	machen.	Diese	Methodik	stellt	sich	als	Hybrid	der	(auto-)ethnographisch	verankerten	Methoden	der	Auto-Fotografie	und	des	Dérives	dar	(vgl.	PINK	2007;	DEBORD	1958).			Nach	 dieser	 Phase	 der	 Begehung	 des	 Feldes	 durch	 die	 Inteviewpartner:innen	fanden	 wir	uns	 an	 einem	 ausgemachten	 Ort	 erneut	 zusammen.	 Anhand	 eines	 A0-Drucks	 des	 Wiener	Platzes	(abgerufen	 auf	 TIM-ONLINE)	wurden	 dann	 zunächst	 gemeinsam	 die	Bereiche	eingezeichnet,	welche	die	Person	als	angenehm	(grün)	oder	unangenehm	(rot)	empfindet,	als	auch	solche,	die	für	ihre	Wahrnehmung	keine	Relevanz	besitzen	(blau).	Diese	Bereiche	wurden	dann,	je	nach	Gespräch	mehr	oder	weniger,	mit	entsprechenden	Assoziationen	auf	Karteikarten	versehen.	Auf	diese	Weise	war	es	möglich	die	Qualitäten	dieser	Bereiche	des	Platzes	 für	 die	 verschiedenen	 Personen	 festzuhalten;	 dies	 waren	bspw.	Erinnerungen,	Sinneseindrücke	 wie	 Gerüche	 oder	 Geräusche,	Emotionen,	 materielle	 Qualitäten	oder	soziale	Praktiken.		Anschließend	gingen	wir	dazu	über	gemeinsam	die	zuvor	gemachten	Fotos	zu	betrachten.	Anhand	der	Fotos	 wurde	schnell	ein	 tiefgreifenderes	 Verständnis	 der	 individuellen	Wahrnehmung	des	Ortes	möglich.	Mittels	dieses	fotogestützten	Interviews	(vgl.	PINK	2007)	wurden	dann	die	individuellen	Eindrücke	zu	zehnsekündigen	Aussagen	verdichtet,	welche	dann	von	den	Gesprächspersonen	zu	den	jeweiligen	Fotos	eingesprochen,	und	gemeinsam	mit	 dem	 Foto,	 als	 online	 abrufbarer	 QR-Code	 mithilfe	 der	 Sofortbildkamera	(Instax	 Mini)	gedruckt	 wurden.	 Diese	‚Audiofotographien’	wurden	 dann	 an	 den	 entsprechenden	 Orten	auf	der	Karte	platziert.	Mithilfe	dieses	Verfahrens	an	der	Schnittstelle	von	Fotographie	und	Audioaufnahme	war	es	möglich,	das	je	persönliche	Narrativ	eines	Ortes	durch	die	Stimme	der	Gesprächspersonen	in	verdichteter	Form	transportierbar	und	nahbar	zu	machen.			Nach	 dieser	 Phase	 bat	 ich	 die	 Personen	darum	sich	 einen	 kurzen	 Moment	 lang	 zu	überlegen,	was	der	Wiener	Platz	ihnen	bieten	müsste,	damit	sie	sich	dort	wohl(er)	fühlten.	Dazu	 konnten	 die	 Augen	 geschlossen	 werden,	 oder	 nicht.	 Die	 Gesprächspartner:innen	sollten	 mir	 dann	 möglichst	 vorstellbar	eine	imaginäre	 Situation	 schildern,	 die	 diese	 von	ihnen	 erdachten	 Qualitäten	 beinhaltet.	Anschließend	erhielten	 die	 Personen	 von	 mir	 ein

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leeres	Foto,	mit	der	Bitte	dieses	Zukunftsbild	auf	der	Karte	zu	platzieren	und	die	Situation	somit	 zu	 verorten.	Die	Schilderungen	 wurden	 dann	 später	 von	 mir	 ausgearbeitet	 (II.c).	Abschließend	 forderte	 ich	 dazu	 auf	 den	 Wiener	 Platz	 in	 einem	 Wort	 zu	 benennen,	Erwartungen	 an	 eine	Umgestaltung	zu	 formulieren,	 als	 auch	 das	 eigene	 Verständnis	 von	Partizipation,	 sowie	 mögliche	 Partizipationsideen	 darzulegen.	Insbesondere	 die	 letzten	beiden	Fragestellungen	resulierten	aus	Vorgesprächen	mit	anderen	am	Prozess	beteiligten	Akteuren	(Stadtraummangement	&	Agora	Köln	e.V.).			Die	mittels	dieses	Verfahrens	generierten	Daten	wurden	dann	zu	insgesamt	sieben	kurzen	ethnographischen	 Steckbriefen	 verdichtet,	 in	 denen	 die	 jeweiligen	 Lebenswelten	 am	 und	um	 den	 Platz	 kurz	 dargestellt	 wurden.	Diese	 Steckbriefe	 wurden	 durch	 Portraitierungen	der	 Interviewpartner:innen	 ergänzt,	 welche	 von	 der	 Künstlerin	DANY	VENT	zu	 diesem	Zwecke	 angefertigt	 wurden.	 Die	 ,Originale’	 dieser	 Portraits	 sind	 den	Interviewpartner:innen	als	Danksagung	für	ihr	Mitwirken	zugekommen.				c.	Zukunftsvignetten			Im	 Rahmen	 des	 oben	dargelegten	 Kartierungsverfahrens	habe	 ich	 ein	 Schreibformat	vorgeschlagen,	das	ich	Zukunftsvignette	nennen	möchte.	Bei	einer	Zukunftsvignette	handelt	es	 sich	 um	 eine	lebhafte,	 schriftliche	 Darstellung	 einer	 durch	 die	 Interviewpartner:innen	imaginierten,	 zukünftigen	 Situation.	 Der	 Ort,	 an	 dem	 sich	 diese	 imaginierte	 Situation	ereignet	ist	auf	den	Karten	durch	ein	weißes	Polaroid-Foto	repräsentiert	(s.	III.).	In	ihrer	Form	geht	die	von	mir	vorgeschlagene	Methode	auf	die	Vignette	zurück	(vgl.	ELY	ET	AL.	1997;	MILITZ	&	SCHURR	2015).	Als	 (auto-)	ethnographisches	 Schreibformat	 hat	 die	Vignette	 eine	 stark	 verdichtete,	 subjektive	 Darstellung	 einer	 für	 die	 Feldforschung	relevanten	 Situation	 zum	 Ziel.	 Dabei	 ist	 es	 von	Bedeutung,	 dass	 der	 produzierte	 Text	 bei	den	 Lesenden	 affektive	 Effekte	 erzeugt,	das	 heißt	 nicht	 nur	 logisch	nachvollziehbar,	sondern	 auch	körperlich,	 bzw.	 ‚emotional’	spürbar	wird	(die	 Begriffe	 „emotional“	 und	„affektiv“	 sind	 im	 Kontext	 der	 Humangeographie	 voneinander	 zu	 unterscheiden;	 vgl.	PILE	2010).	Diese	 affektive	 Eigenschaft	 der	 Vignette	adressiert	 die	methodische	Herausforderung,	 den	komplexen	Wechselwirkungen	 zwischen	 ‚Raum’	 und	 ‚Individuum’

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angemessen	 Rechnung	 zu	 tragen	 und	 der	 affektiven	 Dimension,	 also	 dem	 persönlichen	‘Erleben	von	Raum‘	eine	schriftliche	Transportierbarkeit	zu	verleihen.		Der	Inhalt	der	Zukunftsvignette	ergibt	sich	jedoch,	anders	als	bei	der	klassischen	Vignette,	aus	Annahmen	moderner	Interpretationen	des	„Sense-of-Place“-Konzeptes	(u.A.	PINK	2008;	TUAN	2001).	Diese	 gehen	davon	 aus,	 dass	(in)dividuelle	Zukunftsvorstellungen	die	Wechselwirkungen	zwischen	Ort	und	Individuum	(oder	Gruppe)	maßgeblich	beeinflussen,	indem	sie	Wahrnehmungen	prägen,	Identitäten	hervorbringen,	Praktiken	konstituieren	und	Bedeutungen	zuweisen.	Ein	 angemessenes	 Verständnis	eines	 Raumes	ginge	vor	 diesem	Hintergrund	stets	auch	mit	der	Erschließung	ortsbezogener,	persönlicher	Zukünfte	einher	(ebd.).	Diese	 Zukünfte	 zu	 erschließen	 und	 nachempfindbar	 zu	 transportieren	 ist	 Aufgabe	der	Zukunftsvignette.		Anders	als	die	klassische	Vignette,	welche	durch	die	forschende	Person	erlebt	und	verfasst	wird,	 wurden	 die	 Zukunftsvignetten	 im	 Rahmen	 dieser	 Feldforschung	 im	 gemeinsamen	Gespräch	zwischen	Forschendem	und	Interviewpartner:innen	erarbeitet	und	später	durch	die	forschende	Person	niedergeschrieben;	andere	Formate	sind	hier	zwar	denkbar,	konnten	aufgrund	des	zeitlichen	Rahmens	jedoch	nicht	weiter	erprobt	werden.		Betrachtet	man	den	Kontext	dieser	Forschung	–	die	Umgestaltung	des	Wiener	Platzes	–,	so	können	diese	Texte	über	ihre	ethnographische	Funktion	hinaus	planerische	Impulse	geben,	die	sich	durch	 ein	 besonderes	 identifikatorisches	 Potential	auszeichnen.	Als	‚kleine	Zukunftsnarrative’	erschließen	sie	planerische	 Vektoren,	 die	 sich	 entlang	 persönlicher	Lebenswelten	bewegen.	 Zeitgleich	ermöglichen	 sie	das	jeweils	Eigene	in	 einem	gemeinsamen	‚Fahrplan’	zu	sehen	und	zu	bewahren	–	und	so	Identifikation	zu	ermöglichen	und	Verantwortungsgefühl	zu	schaffen.				d.	Feldzugang				Um	einen	initialen	Feldzugang	zum	Wiener	Platz	zu	erlangen	kamen	dérives	(DEBORD	1958),	das	 Erstellen	 von	 Luftaufnahmen	 mittels	 einer	 Ultra-Leicht-Drohne	(s.	 I.),	 teilnehmende	Beobachtungen	und	Feldnotizen	(LÜDERS	2008),	Mappings	nach	GEHL	(2013)	und	Vignetten	(ELY	ET	AL.	1997)	zum	Einsatz.	Auch	wurden	Zeitungsartikel,	wissenschaftliche	Quellen,	alte

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Fotografien	 und	 informelle	 Gespräche	 genutzt,	 um	 sich	 einen	 Überblick	 über	 die	 Historie	und	entsprechende	diskursive	 Formationen	 zu	 verschaffen.	 Eine	 Akteursübersicht,	bereitgestellt	 von	 der	 Agora	 Köln	 e.V.,	 trug	 ebenso	 zum	 Zustandekommen	 von	 Kontakten	bei.	 Eine	 vorangehende	 Feldforschung	 im	 Rahmen	 eines	 Universitäts-Seminars	 diente	zudem	 als	grober	 Leitfaden	 für	 das	 Verfassen	 der	 geographischen	 Kontextualisierung	 des	Wiener	Platzes	(I.).

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III.	Sieben	ethnographische	Steckbriefe

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„SO	EIN	PLATZ	IST	JA	EIGENTLICH	DAFÜR	GEMACHT,	DASS	MAN	DA	MAL	SITZT!“		Lina	ist	Studentin	und	wohnt	seit	einem	halben	Jahr	in	unmittelbarer	Nähe	des	Wiener	Platzes.	In	einem	Wort	 beschreibt	 sie	 den	 Wiener	 Platz	 als	„Potenzial“.	 Sie	 erinnere	 sich	 an	 einen	Fotowettbewerb	in	Köln-Mülheim,	von	welchem	sie	eine	Postkarte	der	Platz-Unterführung	in	der	Küche	hängen	 habe:	 „Hier	 kommen	 voll	 viele	 Menschen	zusammen	 und	 eigentlich	 empfinde	 ich	 es	hier	hauptsächlich	 als	 positiv.	 Und	 das	 an	 der	 roten	[markierten]	Stelle!“,	sie	lacht.			In	 ihrem	 Alltag	 betrete	 Lina	 den	 Platz	 meistens	 um	 die	Bahnanbindung	 zu	 nutzen,	gelegentlich	 auch	 um	 auf	 dem	 Markt	 einzukaufen.	 Ansonsten	 überquere	 sie	 den	 Platz	 vor	Allem	um	zu	den	nahegelegenen	Supermärkten	zu	gelangen.		Oft	meide	sie	die	Angebote	in	der	Galerie,	da	es	ihr	dort	„zu	voll	und	zu	stressig“	sei,	was	sie	auch	 durch	 die	 „Corona-Situation“	 begründet.	 Generell	 bevorzuge	 sie	 die	Einkaufsmöglichkeiten	an	der	Buchheimer	Straße,	wobei	sie	jedoch	jedesmal	überlege,	wo	sie	langgehe:	„Die	Unterführung	versuche	ich	oft	zu	vermeiden,	da	ist	es	eng,	es	ist	viel	los	und	 drückend“,	 „die	 Leute	 kommen	 von	 allen	 Seiten“,	 aber	 „oben	 ist	 die	 Ampelführung	nervig“	–	oft	bleibe	sie	lieber	„draußen“	sagt	sie.	„Mittendrauf	[auf	dem	Platz],	das	ist	schon	ja…	besonders“,	dort	stehe	man	nicht,	sagt	sie.	Auch	die	Ecke	am	Wendehammer	empfinde	sie	als	unangenehm.	Hier	stinke	es,	„abends	pinkeln	alle	Leute	hin“	–	sie	lacht	und	zeigt	auf	die	 durch	 den	 Wind	 umgekippten	 Dixie-Toiletten	 in	 der	 Nähe	 des	 Wendehammers.	 Es	 sei	eine	„dubiose	Ecke“,	insgesamt	sei	es	aber	schon	„Okay“.	Während	 sie	 im	 Rahmen	 der	 gemeinsamen	 Feldbegehung	 die	 Fotos	 macht	 ist	 Lina	 sich	unsicher,	 wie	 manche	 Leute	 auf	 die	 Kamera	 reagieren,	 da	 sie	 „Sachen	 machen	 wo	 sie	vielleicht	 nicht	 bei	 fotografiert	 werden	 wollen“;	 sie	 weist	 auf	 einen	 „Alkoholikertreff“	 hin.	„Manche	Situationen	hier	fand	ich	schon	überfordernd	[…]“	sagt	sie.	Beispielsweise	sei	eine

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„bettelnde“	Person	an	der	„Bahnhaltestelle	ausgerastet“:	„Hier	sind	schon	ein	paar	auffällige	Leute	unterwegs“.	Es	sei	manchmal	„	einfach	unangenehm“.	Trotzdem	habe	sie	aber	keine	Angst	auf	dem	Platz	–	insbesondere	wenn	Leute	dort	seien.		Als	positiv	wertet	sie	die	Demonstrationen	die	des	Öfteren	auf	dem	Platz	stattfinden	und	an	denen	sie	gelegentlich	teilgenommen	habe.	Mobilität,	Verweilen	und	Versammlungen	sind	für	sie	drei	Dinge,	die	den	Wiener	Platz	auf	besondere	Weise	ausmachen,	auch	wenn	sie	sich	derzeit	 nicht	 selbst	 zum	 Verweilen	 auf	 dem	 Platz	 aufhalte,	 sondern	 eher	 zum	 Rhein	 gehe.	Sich	in	den	Biergarten	zu	setzen	kann	sie	sich	nicht	vorstellen,	sagt	sie,	auch	wenn	sie	die	Idee	von	Gastronomie	auf	dem	Platz	gut	finde.	Aber	der	Biergarten	komme	ihr	vor	wie	ein	„verlassener	Posten	im	Asphaltmeer“.	Viel	eher	würde	sie	sich	mit	einem	„Bier	vom	Kiosk	auf	die	Treppen	bei	den	Bäumen	setzen“:	„So	ein	Platz	ist	ja	eigentlich	dafür	gemacht,	dass	man	da	mal	sitzt!“.	Auch	das	Wasserspiel	finde	sie	gut	sagt	sie.	Lina	 würde	 sich	 wünschen	 auch	 als	 Laie	 gefragt	 zu	 werden,	 wie	 der	 Platz	 in	 Zukunft	aussehen	könnte	um	Ideen	einbringen	zu	können.	Ihre	Erwartungen	an	eine	Umgestaltung	sind,	 dass	 kleine	 Sachen	 umgesetzt	 werden,	 die	 merkbar	 das	 Leben	 für	 Alle	 verbessern;	„Dinge	die	einladend	sind	und	nicht	teuer	sein	müssen“	sagt	sie	und	verweist	gestalterisch	auf	den	Ebertplatz.

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															 	„Es	ist	warm,	es	ist	Sommer.	Ich	sitze	unter	einem	Baum	auf	einem	Holzplateau.	Es	hat	eine	Beleuchtung	für	den	Abend.	Es	ist	leicht	windig.	Das	Rauschen	der	Blätter	und	das	der	Autos	passt	irgendwie	gut	zusammen.	Es	ist	etwas	los	auf	dem	Platz:	Kinder	spielen	am	Wasserspiel	und	in	der	Mitte	des	Platzes	steht	ein	Kaffeewagen	wo	man	sich	leckeren	Kaffee	holen	kann.	Die	Leute	kaufen	sich	dort	etwas	und	setzen	sich	auf	die	Sitzmöglichkeiten.	Es	gehen	Leute	vorbei	und	machen	alltagliche	Besorgungen	–	sie	sind	nicht	gestresst.“

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„WE’RE	LIKE	A	FAMILY.“		 Christiana,	 von	 ihren	 Freunden	 auch	 „Mama	T“	genannt,	kennt	den	Wiener	Platz	seit	knapp	30	 Jahren.	 Im	 alten	 Bezirksrathaus,	 dort,	 wo	heute	 Woolworth	 ist,	 habe	 sie	 damals	 ihren	Asyl-Antrag	 gestellt	 und	 ihre	 Arbeitsg-enehmigung	 bewilligt	 bekommen.	 Nach	 einer	Abschiebung	 im	 Jahr	 1997	 kehrte	 sie	 zwei	Jahre	 später	 zurück	 nach	 Köln	 und	 lebt	seitdem	 in	 Buchheim,	 ganz	 in	 Nähe	 des	Bahnhofs	 Mülheim.	 An	 Mülheim	 gefalle	 ihr,	dass	es	im	Zentrum	liege	und	es	dort	sicher	sei.	Für	Christiana	und	ihre	Freunde	sei	der	Platz	 außerdem	 „der	 einzige	 Treffpunkt	 für	 ‘blacks	 und	 africans‘	 den	 [sie]	 haben“	 und	ein	 „schöner	 Ort	 für	 Alle“:	 „We	 come	 almost	 every	 day,	 especially	 in	 summertime,	because	you	have	the	Rhine,	not	far,	and	you	have	the	breeze	coming	this	way	and	it’s	really	cool.	[…]	Everybody’s	so	crazy	about	that	Wiener	Platz.	It’s	really	beautiful.“			„We“,	das	sind	„Mama	T“	und	verschiedene	Freunde,	aus	verschiedenen	Ländern,	welche	Großteils	 in	 der	 Nähe	 wohnen	–	„black	 people,	 you	 know?“.	 Manche	 davon,	 sagt	 sie,	brauchen	einfach	jemanden	zum	Reden,	andere	beispielsweise	Hilfe	beim	Ausfüllen	von	Formularen	oder	jemanden,	der	ein	Gespräch	dolmetschen	könne:	„Sometimes	they	are	waiting	for	me,	[…]	so	i	can	help	them	with	their	form	or	make	a	call.“.	Christiana	erzählt	auch,	dass	sie,	als	viele	Menschen	in	Nigeria	Probleme	hatten,	sie	gemeinsam	mit	ihren	Freunden	 eine	 Demonstration	 angemeldet	 und	 veranstaltet	 habe.	 Außerdem	 teilen	 sie	Jobangebote	 miteinander	 und	 halten	 sich	 gegenseitig	 auf	 dem	 Laufenden,	 wie	 es	 den	Anderen	so	gehe;	„We’re	like	a	family.“.		Vor	 ungefähr	 vier	 Jahren	 haben	sie	 jedoch	 ihren	 Treffpunkt,	 den	 Callshop	 in	 der	Eulenbergerstraße,	verloren,	erzählt	Mama	T:	„We	used	to	have	a	shop	there,	not	only	for	black,	well,	90%	black	came	there.“.	Wenn	man	irgendetwas	brauchte,	verloren	war,	jemanden	suchte,	dort	sei	einem	geholfen	worden.	„It	was	really	nice,	we	had	a	place	we

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can	sit	down,	we	can	meet,	we	can	ask	if	you	have	problems,	you	can	just	walk	in	there.“,	erzählt	 sie.	 „Sadly	 we	 lost	 it.	 It	 was	 the	 best	 ever.“.	 Seitdem	 haben	 sie,	 bis	 auf	 den	„african	shop“	am	Ebertplatz	keinen	anderen	Ort	sagt	Mama	T	–	und	dieser	sei	zu	weit	weg.	„Now	we	just	sit	here.	The	only	thing	here	is,	when	it’s	dark	and	we	drink,	you	gotta	have	facility.“.	Die	Dixie-Toiletten	die	nun	am	Platz	stehen	empfinde	sie	einfach	nur	als	traurig,	 sagt	 sie.	 Auch	 habe	 sie	 sich	 bereits	 mehrmals	 um	 neue	 Räumlichkeiten	beworben.	Sie	sei	jedoch	jedesmal	abgelehnt	worden,	denn	man	wolle	keine	„africans“	als	Mieter:innen	haben.	Sie	empfinde	das	als	„manipuliert“	und	„diskriminierend“.		Als	 wir	 uns	 den	 Platz	 gemeinsam	 auf	 der	 von	 mir	 mitgebrachten	 Karte	 anschauen	erklärt	 mir	 Christiana	 die	 ganz	 eigenen	 Qualitäten	 der	 verschiedenen	 Sitzplätze.	 Die	Seite	an	der	Galerie	sei	besonders	sonnig,	„für	Vitamin	D“,	wie	einer	ihrer	Freunde	sage.	Die	 Sitzgelegenheiten	 in	 Richtung	 Wendehammer	 hingegen	 seien	 besonders	 schattig	und	 kühl	 an	 den	 heißen	 Tagen.	 An	 den	 Plätzen	 vor	 dem	 Eingang	 des	 Bezirksrathauses	wiederum	 habe	 man	 eine	 Brise	 die	 vom	 Rhein	 herwehe,	 die	 Luft	 sei	 frischer	 und	 man	könne	den	Sonnenuntergang	besonders	gut	sehen.	Die	Bäume	unter	denen	sie	hier	sitze	erinnere	 sie	 an	 schöne	 Wälder	 in	 Afrika:	 „At	 our	 house	 there,	 the	 garden	 is	 full	 of	 big	trees	like	this.	Very	nice	and	shady!“.	Auch	das	Wasserspiel	gefalle	ihr,	denn	dort	könne	man	den	Kindern	beim	Spielen	zuschauen:	„I	love	it	when	they	play	and	put	their	legs	in	the	 water...	 it’s	 really	 nice	 and	 very	 good	 for	 the	 kids!“.	 Die	 Galerie	 am	 Platz	 nutze	 sie	außerdem	 häufiger	 zum	 Einkaufen	 und	 auch	 der	 Biergarten	 gefalle	 ihr,	 insbesondere	durch	die	besondere	Architektur	des	Zeltes	und	dadurch,	dass	es	dort	im	Sommer	Sand	gebe.		Obwohl	 es	 ihr	 hier	 so	 gut	 gefalle,	 habe	 sie	 sich	 ein	 Jahr	 lang	 nicht	 am	 Wiener	 Platz	aufgehalten.	 Ein	 Freund	 von	 ihnen	 sei	 dort	 vor	 zwei	 Jahren	 durch	 einen	 Messerangriff	gestorben.	Das	darauffolgende	Jahr	haben	sie	und	ihre	Freunde	sich	daher	vor	allem	am	Bahnhof	 Mülheim	 aufgehalten.	 Insgesamt	 sagt	 Christiana	 jedoch,	 finde	 sie	 den	 Platz	weder	gefährlich	noch	„aggressive“.	Sie	und	ihre	Freundin	liefen	auch	spät	nachts,	nach	der	Arbeit	alleine	nach	Hause	und	fühlen	sich	dabei	sicher:	„I’m	not	afraid	of	anything!	And	 if	 it’s	 dangerous	 i	 keep	 my	 mouth	 shut	 and	 it’s	 fine.“.	 Dennoch:	 Aufgrund	 des	Vorfalls	 vor	 zwei	 Jahren	 begrüßt	 sie	 die	 Kameras	 auf	 dem	 Platz,	 und	 dass	 die	 Polizei	innerhalb	kürzester	Zeit	vor	Ort	sei	und	regelmäßig	den	Platz	kontrolliere.

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An	 einer	 Umgestaltung	 mitzuwirken,	 sagt	 Christiana,	 sei	 für	 sie	 eine	 große	 Ehre;	 sie	könne	 sich	 vorstellen	 beispielsweise	 Unterschriften	 zu	 sammeln	 oder	 Menschen	 zu	organisieren	 um	 Projekte,	 insbesondere	 für	 die	 „african	 community“	 umzusetzen.	 Ihre	Hoffnung	für	eine	Umgestaltung	sei,	dass	der	Wiener	Platz	für	sie	und	ihre	Freunde	als	Treffpunkt	erhalten	bleibt	–	„otherwise	i	would	be	really,	really	sad.“.

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														 		„In	einem	der	Räume	unter	der	Mülheimer	Brücke	gibt	es	einen	offenen	Treffpunkt	für	die	Menschen.	Hier	sind	alle	willkommen	und	doch	halten	sich	hier	vorwiegend	Afrikaner:innen	auf.	Hier	kann	man	sich	hinsetzen,	sich	mit	anderen	Menschen	auszutauschen,	Dart	und	Kicker	spielen,	sich	gegenseitig	bei	behördlichen	Angelegenheiten	unterstützen,	oder	einfach	nur	ein	kaltes	Getränk	von	der	Theke	bei	afrikanischer	Musik	genießen.	Auch	eine	Toilette	gibt	es	hier.	Gleichzeitig	steht	dieser	Ort	im	Austausch	mit	der	Stadt.	Er	dient	dazu	einen	Überblick	über	die	sozialen	Gefüge	am	Platz	zu	haben;	genau	zu	sehen,	wo	es	Probleme	gibt	und	wo	Hilfe	benötigt	wird.	Und	diese	Dinge	in	direktem	Austausch	miteinander	anzugehen.“

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„DU	KENNST	GOTT	UND	DIE	WELT	UND	DEREN	KINDER.“		Helmut	 ist	 gelernter	 Kaufmann	 und	 seit	 1984	 als	selbstständiger	 Unternehmer	 in	 Köln-Mülheim	tätig.	 Er	 betreibt	 die	 Gastronomie	 im	Bezirksrathaus	und	den	Biergarten	auf	dem	Wiener	Platz.	 Er	 habe	 den	 großen	 Vorteil	 hier	 in	 Mülheim	aufgewachsen	 und	 zur	 Schule	gegangen	 zu	 sein:	„Du	 kennst	 Gott	 und	 die	 Welt	 und	 deren	 Kinder.“.	Diese	Netzwerke	und	sein	Kontakt	„im	Haus“	seien	für	 sein	 unternehmerisches	 Engagement,	 seinen	damaligen	 Vorsitz	 in	 der	 Interessensgemeinschaft	und	 seine	 Tätigkeit	 in	 der	 Bürgervereinigung	Köln-Mülheim	 von	 großer	 Bedeutung.	Aufgrund	seiner	Arbeit	halte	er	sich	zwar	fast	täglich	vor	Ort	auf;	nach	Feierabend	brauche	er	dann	aber	auch	Abstand.	Für	ihn	sei	der	Wiener	Platz	eine	„Betonwüste	[…]	ohne	schöne	Ecken“,	aufgrund	seines	„Image“	„nicht	gerade	das	Vorzeigeobjekt	für	Viele“	–	und	dennoch	bedeutender	Teil	seines	Alltags	und	unternehmerischen	Engagements.			Damals,	erzählt	Helmut,	habe	er	„das	große	Glück“	gehabt	einen	vier	Quadratmeter	großen	Würstchenstand	unter	dem	Vordach	des	Woolworth-Kaufhauses	eröffnen	zu	können.	Dafür	habe	er	seinen	vorherigen	Job	aufgegeben,	denn	seine	„heiße	Ecke“	sei	eine	„1A	Lage“	und	eine	 kleine	 „Goldgrube“	 gewesen.	 Mit	 der	 Planung	 der	 U-Bahn	 habe	 er	 diese	 jedoch	aufgeben	 müssen,	 auch	 wenn	 die	 Fläche	 letzten	 Endes	 nicht	 von	 dem	 Bau	 berührt	 wurde.	Im	 Zuge	 der	 Errichtung	 des	 neuen	 Bezirksrathauses	 zu	 Beginn	 der	 90er	 Jahre	 eröffnete	Helmut	dann	eine	Kantine	im	„Haus“.	Sein	später	eröffneter	Biergarten,	der	in	der	Mitte	des	Platzes	 steht,	 ist	 bis	 heute	 auf	 eine	 jährliche	 Verlängerung	 der	 Genehmigung	 angewiesen	und	habe	„leider	nie	eine	langfristige	Perspektive“	gehabt.	Dies	bedauere	er:	Er	„hätte	gerne	irgendwas	 gebaut“,	 denn	 das	 Bierzelt,	 welches	 derzeit	 die	 Mitte	 des	 Platzes	 besetzt,	empfinde	 er	 nichtmehr	 als	 „zeitgemäß“	 und	 insgesamt	 sei	 der	 Biergarten	 „kaufmännisch	nicht	das	non-plus-ultra.“.

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Dabei	sei	sein	Biergarten	eigentlich	„genau	am	richtigen	Platz“.	Hier	könne	man	„die	Leute	auffangen“:	„Du	musst	auch	mit	den	Leuten	reden	und	das	kannste	natürlich	ideal,	wenn	du	so’n	Biergarten	betreibst	–	und	den	sozial	betreibst.“.	Helmut	verweist	auf	den	Kontakt	zu	Linda,	 die	 mehrere	 Tage	 pro	 Woche	 vor	 Ort	 sei,	 um	 hilfsbedürftigen	 Menschen	Unterstützung	 anzubieten.	 Auch	 	 die	 Polizei	 befürworte	 den	 Biergarten,	 sagt	 er,	 da	 dieser	ein	 Mittel	 der	 Sozialkontrolle	 sei.	 Dass	 Mülheim	 in	 den	 letzten	 zwanzig	 Jahren	 „bunt“	geworden	 sei,	 das	 sehe	 er	 auch	 an	 seinem	 Klientel,	 erzählt	 Helmut.	 Sein	 Biergarten	 sei	„damals	 sehr	 gut	 deutsch	 besucht	 gewesen“,	 inzwischen	 jedoch	 „total	 multikulti	besetzt“.	Zwar	 gebe	 es	 Leute	 die	 sagen,	 man	 könne	 dort	 deswegen	 nicht	 mehr	 hingehen;	 Helmuts	Auffasung	 sei	 jedoch:	 „Kein	 Veedel	 für	 Rassismus	 alle	 gleich	 behandeln,	 und	 und	 und.	 […]	Der	Deutsche	muss	sich	eben	daran	gewöhnen	–	das	is‘	halt	so.“.		Durch	 seinen	 Biergarten,	 und	 auch	 durch	 seinen	 damaligen	 Vorsitz	 in	 der	Interessensgemeinschaft	 habe	 Helmut	 Straßenfeste	 veranstaltet,	 einen	 Bikertreff	 mit	Rock’n’Roll,	 Gottesdienst	 und	 Airbrush-Stand	 ausgerichtet,	 ein	 Olivenfest	 in	 Kooperation	mit	einer	Baumschule	auf	dem	Platz	organisiert,	einen	kleinen	Strand	aufgeschüttet	und	ein	Schwimmbad	 aufgestellt.	 Er	 habe	 auf	 diese	 Weise	 Situationen	 geschaffen,	 die	 Leute	 von	„überall	her	[…]	zusammenführen“;	denn	„ein	Stadtteil	müsse	interessant	sein.“.		Als	 störend	 empfinde	 Helmut	 beispielsweise	 die	 schiefen	 und	 wackelnden	 Bodenplatten	hinter	dem	Bezirksrathaus:	„Guck	dir	mal	die	Platten	an,	wie	scheiße	das	aussieht.	Wenn	die	Leute,	 die	 jeden	 Tag	 hier	 langlaufen,	 dieses	 Fingerspitzengefühl	 nich	 haben...	 Ich	 versteh	nich,	dass	 man	 da	 nich‘	 als	 Stadt	 sagt:	 wir	 machen	 das	 jetzt!“.	 Ebenso	 treffe	 das	 auf	 die	Steine	 und	 die	 Treppen	 auf	 dem	 Platz	 zu.	 Bei	 einer	 gemeinsamen	 Begehung	 des	 Platzes,	bemängelt	 er	 ein	 fehlendes	 Verantwortungsgefühl	 der	 Nutzenden	 und	 der	 anliegenden	Betriebe	 für	 den	 Platz.	 Er	 ärgere	 sich	 über	 die	 Leute	 die	 „kein	 Verständnis	 für	 Sauberkeit	haben“	–	darunter	 seien	 auch	 viele	 junge	 Leute,	 „oft	 auch	 vom	 Gymnasium.“.	 Neben	 der	Schulbildung	 sehe	 er	 jedoch	 auch	 die	 Eltern	 und	 Großeltern	 in	 der	 Verantwortung	 dieses	Feingefühl	zu	vermitteln:	„[Man	muss]	das	vorleben!	[…]	und	dann	kriegste	das	hin.“,	sagt	Helmut.		Ein	weiteres	Problem	auf	dem	Platz	sei	für	ihn	die	fehlende	öffentliche	Toilette.	Er	ärgere	sich	 über	 die	 zwei	 Dixies,	 welche	 nun	 am	 Woolworth	 stehen:	 „Wenn	 wir	 uns	 die	 jetzt	angugucken	 würdest	 du	 kotzen!“.	 Zwar	 stelle	 er	 in	 Absprache	 mit	 Norbert	 Fuchs	 derzeit

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einen	Container	auf	dem	Platz	bereit,	welcher,	finanziert	durch	den	Interkulturellen	Dienst,	von	einer	bulgarischen	Familie	betreut	werde;	so	langsam	sei	es	jedoch	auch	gut,	sagt	er.	An	allen	 anderen	 Plätzen	 in	 Köln	 sei	 das	 Aufstellen	 einer	 Toilette	 kein	 Problem.	 Am	 Wiener	Platz	werde	man	jedoch	„so’n	bisschen	von	der	Verwaltungsspitze	liegen	gelassen.“.			Die	Stufen	am	Platz	finde	Helmut	grundsätzlich	nicht	schlecht,	denn	dort	könne	man	sich	in	der	 Sonne	 hinsetzen.	 Für	 eine	 Umgestaltung	 wünsche	 er	 sich	 jedoch	 eine	 Festigung	 der	Außengastronomie,	womöglich	auch	einen	Spielplatz	und	ordnungsgemäße	Kontrollen,	um	das	 negative	 Image	 anzugehen.	 Er	 könne	 sich	vorstellen,	 dass	 der	 Wiener	 Platz	 durch	Ordnungsteams,	 Erziehung	 und	 Bildung,	 aber	 insbesondere	 auch	 durch	 das	 Vorleben	 von	Verantwortungsgefühl	und	Fingerspitzengefühl	an	Aufenthaltsqualität	gewinnen	könne.

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„DER	PLATZ	ERDET	EINEN.“		 Für	A.	ist	der	Wiener	Platz	ein	Ort,	welchen	sie	fast	 ausschließlich	 als	 Polizistin	 in	 Uniform	erfährt.	 Aufgrund	 der	 Einkaufsmöglichkeiten,	der	 Treppen	 und	 Bänke,	 der	 KVB	 Anbindung	und	 des	 Rathauses	 beschreibt	 sie	 ihn	 als	 einen	Dreh-	und	 Angelpunkt	 für	verschiedenste	soziale	 Gruppen	–	als	 einen	 Ort	 an	 dem	 viele	Bedürfnisse	 auf	 wenig	 Raum	 zusammen-kommen.		Durch	 die	 Einstufung	 des	 Platzes	als	 „Brennpunkt“	 zeige	 die	 Polizei	 hier	„Präsenz“,	 was	 sie	 als	 gerechtfertigt	 empfinde.	Gleichzeitig	habe	man	jedoch	als	Fremde:r	„hier	nicht	 die	 riesen	 Probleme“,	 im	 Gegenteil:	 Grundsätzlich	 habe	 sie	 hier	 mit	 höflichen,	freundlichen	Menschen	zu	tun,	die	„einfach	sehr	viele	Probleme	haben“,	mit	sich	selbst	und	miteinander.			In	 ihren	 Augen	 sei	 es	 besonders	 das	 Bild	 des	 Platzes,	 was	 verschrecke:	 zu	 dreckig,	Kippen,	Binden,	Müll,	laut,	viel;	„die	Treppenabgänge	stinken“	und	es	„vermischen	sich	sonst	 wieviele	 Gerüche:	 harter	 Alkohol,	 Urin,	 Erbrochenes…“.	 Persönlich	 empfinde	 sie	das,	 trotz	 ihres	 langjährigen	 Dienstes,	 als	 „ekelhaft“:	 „Nichts	 auf	 der	 Welt	 würde	 mich	dazu	bewegen	mich	auf	die	Treppe	zu	setzen	und	mich	auszuruhen.“.			Während	 unseres	 Gesprächs	 erinnert	 sie	 sich	 an	 eine	 Dienstsituation	 im	 „tiefsten	Winter“,	 in	 der	 sie	 Mitgefühl	 und	 Scham	 für	 einen	 obdachlosen	 Menschen	 empfunden	habe,	 der	 sich	 eine	 Spritze	 an	 den	 Rolltreppen	 in	 der	 Unterführung	 gesetzt	 habe.	 Dort	und	an	den	Abgängen	zur	U-Bahn,	an	den	Treppen	am	Platz,	in	der	Galerie	und	an	der	nahegelegenen	Kirche	liege	bei	der	Begehung	des	Platzes	ein	besonderer	Fokus,	sagt	sie.	An	 diesen	 Plätzen	 sehe	 man	 oft	 „geballt	 ganz	 viel	 Elend“.	 Solche	 Beobachtungen	 seien	für	sie	jedoch	auch	Momente	der	Selbstreflektion	und	des	Glücks,	in	denen	die	eigenen	Sorgen	klein	erscheinen:	„Das	erdet	einen“.

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Den	Biergarten	in	der	Mitte	des	Platzes	empfinde	sie	als	durchweg	positiv.	Dieser	sei	für	sie	 ein	 Symbol	 kölschen	 Lebensgefühls:	 „Zoch	 weiß	 alles	 und	 kennt	 jeden“,	 das	 sei	„typisch	kölsche	Klüngel“,	ein	Ort	an	dem	viele	verschiedene	Menschen	zusammen	seien	und	„Kölsch	fließe“.	Während	ihrer	Dienste	nutzten	sie	dort	die	sanitäre	Infrastruktur.		Bei	 der	 Frage	 was	 sie	 sich	 für	 den	 Platz	 wünsche	 fallen	 A.	 zunächst	 zwei	 Dinge	 auf:	 1.	Obwohl	 überall	 Mülleimer	 stehen	 bleibe	 alles	 liegen,	 was	 sie	 darauf	 zurückführe,	 dass	die	 Leute,	 die	 den	 größten	 Teil	 ihres	 Tages	 am	 Platz	 verbringen	 größere	 Probleme	hätten,	 als	 Müll;	 2.	 Es	 fühle	 sich	 auf	 dem	 Wiener	 Platz	 nicht	 nach	 einem	 guten	Miteinander	an.	Partizipation	im	Rahmen	eines	Umgestaltungsprozesses	hieße	für	sie,	dass	die	Leute	die	am	Platz	viel	Zeit	verbringen	auch	eingebunden	werden,	insbesondere	die	„Drogen-	und	Trinkerszene“.	Ihre	Erwartungen	an	eine	Umgestaltung	seien,	dass	diese	nachhaltig,	das	heißt	 auch	 langfristig	 und	 personenunabhängig	 ist	 und	 „aus	 einem	 guten	 Miteinander	heraus“	Kraft	schöpfe.

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																			„Ich	steige	am	Wiener	Platz	aus	der	Bahn	aus	und	gehe	die	Treppen	in	Richtung	Platzfläche	herunter.	Es	ist	warm.	In	der	Mitte	des	Platzes	ist	ein	kleiner	Spielplatz.	Die	Eltern	sitzen	zum	Teil	auf	den	Treppen	am	Wasserfall	und	zum	Teil	auf	den	Treppen	am	Rathaus.	Sie	haben	Wassereis	in	der	Hand.	Der	Biergarten	steht	offen	und	es	gibt	viel	Kölsch	und	Schnitzel.	Auf	den	Treppen	sitzen	viele	kleine	Grüppchen.	Einige	trinken	Bier.	Überall	ist	es	sauber,	keine	Flecken	auf	den	Treppen.	Keine	Bierdeckel	und	keine	Scherben.	Es	herrscht	ein	geschäftiges	Treiben.	Der	Eine	rennt	zur	Bahn,	der	Andere	telefoniert	laut	und	muss	noch	zu	Rossmann;	der	andere	facetimed,	weil	es	überall	kostenloses	WLAN	gibt.	Es	werden	viele	verschiedene	Sprachen	gesprochen.	Ich	komme	an	der	Bushaltestelle	an,	drehe	mich	noch	einmal	und	denke...	es	ist	irgendwie	ein	netter	Tag.“

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„DER	PLATZ	HAT	NICHTS,	WORAN	SICH	DAS	AUGE	ERFREUEN	KANN.“		Max	wohnt	„um	die	Ecke“.	Er	geht	in	seinem	Alltag	regelmäßig	 über	 den	 Wiener	 Platz.	 Als	 Mülheims	direkt	 gewähltes	 Mitglied	 im	 Kölner	 Stadtrat	 trage	er	 jedoch	 auch	 eine	 „politische	 Brille“.	 Die	Bahnanbindung	 und	 die	 Verbindung	 zum	 Rhein	oder	 zum	 Supermarkt	 seien	 für	 ihn	 die	 primären	Funktionen	des	Platzes.	Für	ihn	sei	er	vor	Allem	ein	„Drüber-Geh-Ort“	 ohne	 identitätsstiftendes	 Merk-mal;	 das	 heißt	 der	 Platz	 selbst	 sei	 für	 ihn	 kein	 Ziel	und	 auch	 kein	 Ort,	 an	 dem	 er	 sich	 gerne	 aufhalte	oder	an	dem	man	stehen	bleibe:	Das	habe	„[…]	nichts	mit	den	Menschen	zu	tun“,	der	Wiener	Platz	„[biete]	einfach	keine	Aufenthaltsqualität.“.	Er	habe	„[…]	nichts,	woran	sich	das	Auge	erfreuen	 kann	 […]“	–	er	 sei	 eine	 „Betonwüste“,	 wie	 eine	 „Zirkusarena“,	 „nicht	 einladend“	und	 durch	 die	 abfallende	 Ebene	 des	 Platzes	 erzeuge	 er	des	 Gefühl	 „	 […]	 in	 die	 Erde	getrieben	zu	werden“.	Zudem	seien	die	Sitzbänke	meistens	belegt	und	die	Mitte	des	Platzes	„ohne	Funktion“.				Wenn	 Max	 den	 Platz	 mit	 dem	 Fahrrad	 überquere	 empfinde	 er	 es	 als	 besonders	problematisch,	 da	 die	 Flanken	 des	 Platzes	sowohl	 für	 Fußgänger,	 als	 auch	 für	 Radfahrer	gleichermaßen	 freigegeben	 seien.	 Auch	 den	 Weg	 durch	 die	 Unterführung	 empfinde	 er	 oft	als	„Hürdenlauf“	und	„Geknubbel“.		Im	 Sommer,	 sagt	 Max,	 sei	 der	 Platz	 besonders	 „drückend“	 und	 bemängelt	 fehlende	Begrünung;	die	wenigen	Bäume	die	es	dort	gebe	seien	vielmehr	„Zierde“	und	dem	Bild	einer	klimaneutralen	 Stadt	 nicht	 angemessen.	 Diskussionen	 über	 die	 „schöne	 alte	 Zeit“	 am	Wiener	Platz	empfinde	er	als	„Unsinn“.	Seiner	Position	nach	hat	sich	der	Platz,	insbesondere	das	Angebot	auf	der	Frankfurter	Straße	vielmehr	zum	Positiven	entwickelt.		Max	spricht	den	Platz	auch	als	Ort	an,	an	dem	es	besondere	„soziale	Gefüge“	gebe,	die	Leute	dazu	 bewegen	 sich	 dort	 aufzuhalten.	 Dies	 habe	 jedoch	 nichts	 mit	 dem	 Platz	 selber	 zu	 tun,

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sondern	 lasse	 sich	 vor	 Allem	 auf	 soziale	 Bedürfnisse	 zurückführen.	 Manchen	 dieser	Gruppen	müsse	man	mit	Hilfsangeboten	begegnen	sagt	er;	diese	Angebote	würden,	so	aus	seiner	 eigenen	 Erfahrung,	 besonders	 wertgeschätzt.	 Die	 Hilfsbedürftigkeit	 einzelner	sozialer	Gruppen	zu	ignorieren	empfinde	er	hingegen	nicht	als	sinnvoll.		Für	 eine	 Partizipation	 im	 Rahmen	 einer	 Umgestaltung	 des	 Platzes	 wünsche	 er	 sich	 vor	Allem	 eine	 breite	 Beteiligung	 mit	 digitalen	 Tools	 und	 die	 Entstehung	 kleiner	 Initiativen,	welche	 sowohl	 divers	 als	 auch	 alltagsnah	 sein	 sollten.	 Kurzfristig	 könnten	 bereits	 „kleine	praktische	 Dinge“	 schnell	 umgesetzt	 werden	–	er	 verweist	 dabei	 auf	 den	 nahegelegenen	Bahnhofsvorplatz,	 wo	 es	 begrünte	 Sitzmöglichkeiten	 und	 Kinoabende	 gebe.	 Bei	 einer	längerfristigen	Umgestaltung	 stellt	 sich	 Max	 beispielsweise	 das	 „nach	 unten	 Legen	 des	Verkehrs“,	 oder	 einen	 Fußgängerüberweg	 in	 Richtung	 Rhein,	 so	 wie	 beispielsweise	 „in	Krakau“	vor.

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		„Auf	der	Mitte	des	Platzes	stehen	mehrere	kleine	begrünte	Parzellen,	wo	die	Leute	sitzen	und	chillen	und	Kinder	spielen.	Sie	sind	überdacht	von	einem	begrünten	Baldachin,	der	als	Sonnensegel	dient.	Es	herrscht	ein	anderes	Flair.“

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„EIN	LEBENSRAUM	WO	MAN	DIE	FAMILIE	TRIFFT,		DIE	MAN	NOCH	NICHT	KENNT.“		Uwe	 ist	 Anfang	 fünfzig,	 Künstler	 und	 gelernter	Koch	 und	 hält	 sich	 nun	 bereits	 seit	 mehreren	Jahren	 regelmäßig	 am	 Wiener	 Platz	 auf.	 Zwar	wohne	 er	 nicht	 in	 Mülheim,	 kenne	 sich	 aber	 auf	dem	 Platz	 aus,	 welchen	 er	 in	 einem	 Wort	 als	„Mülheimer	Drehkreuz“	beschreibt.	Uwe	sagt	er	sei	überzeugt,	 dass	 in	 dem	 Platz	 „echt	 Potential	[stecke]“.	 Die	 „scene“	 vor	 Ort	 kenne	 er	 gut	–	er	 sei	jedoch	 selbst	 „jetzt	 weg	 vom	 Konsum“	 und	 habe	mittlerweile	einen	„etwas	distanzierteren	Blick“	auf	das	Geschehen	am	Platz.			Als	ich	ihn	Frage	sagt	er,	dass	die	„scene“	am	Wiener	Platz	„nich‘	so	asi,	nich‘	gewalttätig	und	ehrlicher	 […]“	 sei	 als	 beispielsweise	 die	 am	 Neumarkt:	 „Man	 kennt	 sich	 hier,	 […]	 es	 ist	angenehmer	–	Abzieherei	haste	hier	nich	so,	hier	is‘	es	persönlicher.	Ich	hab‘	hier	noch	nie	Scheiß	verkauft	bekommen.“.	Am	Wiener	Platz	sei	es	ihm	zufolge	„eher	Aufenthalt“,	es	gebe	„wenig	Tourismus“,	manche	Leute	kommen	zwar	nur	zum	„Einkaufen“,	ein	großer	Teil	der	Leute	 sei	 jedoch	 beispielsweise	 aus	 dem	 nahegelegenen	 „Sozialhotel“.	„Manche	 Leute	kommen	 auch	 von	 der	 Vergabestelle	 um	 ihre	 Vergabe	 einzunehmen	 und	 warten	 hier,	 bis	die	 Substitution	 anschlägt.“.	 „Ein	 Kollege	 von	 mir	 […]	 ist	 Rentner,	 der	 hängt	 auch	 immer	hier	ab,	weil	er	sonst	halt	keine	Möglichkeiten	hat	[…]“	erzählt	er	mir.		Die	verschiedenen	Treppen	und	Bereiche	des	Platzes	unterscheidet	Uwe	sehr	genau.	An	den	Treppen	vor	der	Galerie	beispielsweise	sei	das	Publikum	durchmischt	und	man	habe	auch	viele	 „Drogenunbelastete“.	 An	 diesem	 Ort	 finde	 Begegnung	 statt,	 man	 esse	 und	 trinke	gemeinsam;	es	sei,	bis	auf	die	Tauben,	ein	angenehmer	Ort.	Die	Sitzgelegenheiten	hinter	der	Unterführung	 in	 Richtung	 Rewe	 seien	 hingegen	 der	 Ort,	 wo	 man	 sich	 aufhält,	 wenn	 man	wisse,	 dass	 man	 länger	 bleibe.	 Am	 Wasserspiel	 wiederum	 habe	 man	 keine	„scene“.	Hier	komme	man	eher	nach	Feierabend	her	um	für	sich	alleine	zu	sein,	denn	treffe	man	sich	hier	nicht	unbedingt;	es	sei	eher	wie	„Wohnzimmer,	Balkon	und	Fernsehen	[…]“.

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In	 der	 Unterführung	 finde	 man	 die	 „Leute	 zum	 Verkauf“,	 denn	 hier	 habe	 man	 keine	Kameras.	 Hier	 sei	 es	 „unangenehm	 und	 nich‘	 schön“	 sagt	 Uwe.	 Es	 sei	 für	 ihn	 ein	„beklemmender	Ort“,	„düster“	aber	man	sei	„gezwungen	sich	dort	aufzuhalten“:	„Du	stehst	einfach	im	Durchgang	und	durch	die	Kameras	sind	die	Leute	auch	dahin	getrieben.[…]	Die	Leute	stehen	da	immer	um	die	Mülltonnen	rum	und	auch	als	Unbeteiligter,	du	weißt	was	da	abgeht.	Für	die	machts	das	auch	unangenehm.	[…]	Du	wirst	ja	auch	doof	angeguckt,	das	ist	sehr	 unangenehm,	 weil’s	 is‘	 ja	 eigentlich	 nur	 n‘	 Durchgang	 und	 du	 stehst	 da	 rum.	 Du	kommst	dir	vor	wie	im	Zoo…“.		Als	 unangenehm	 empfinde	 er	 auch	 die	 Ecke	 mit	 den	 Altkleidercontainern	 in	 Richtung	Bachstraße.	Dieser	Ort	diene	für	Viele	als	Toilette,	er	sei	„ein	Sumpfgebiet“	er	„stinke“,	sei	„ekelhaft“,	 „dreckig“	 und	 „schmutzig“	 und	 dennoch:	 „Wenn	 man	 sich	 hier	 aufhält	 musste	leider	dort	hin“.	Eine	öffentliche	Toilette	wäre	daher	„dringend	notwendig“	sagt	Uwe,	weist	jedoch	 auch	 darauf	 hin,	 dass	 diese	 auf	 jeden	 Fall	 „übernommen“	 werde,	 wenn	 man	 nicht	auch	einen	Konsumraum	anbiete.	Dieser	wiederum	„würde	auch	angenommen“,	denn	es	sei	„für	alle	angenehmer“,	solange	ein	paar	grundlegende	Dinge	gewährleistet	seien.	Der	Raum	dürfe	beispielsweise	nicht	im	„Blickfeld“	sein,	so	dass	man	unauffällig	dorthin	und	wieder	weg	gelange.	Man	müsse	„das	Gefühl	haben	nicht	beobachtet	zu	werden“.	Außerdem	müsse	der	 Raum	 gut	 gelegen	 sein,	 mit	 Anbindung	 an	 den	 Stadtgarten,	 da	 es	 dort	 auch	 „einige	Ecken	[gebe]	wo	konsumiert	[werde]“.	Uwe	könne	sich	vorstellen,	dass	am	Wendehammer	in	Richtung	Stadthalle	ein	guter	Platz	dafür	sei.	Die	Innengestaltung	des	Raumes	wäre	eher	simpel:	 „Eine	 Empfangshalle	 mit	 Theke,	 Wasser	 und	 Werkzeugvergabe“,	 „kleine	 Parzellen,	gerne	 steril	 und	 mit	 Dunstabzugshauben	 für	 eventuellen	 Rauchkonsum“,	 damit	 alle	 „[…]	Vorschriften	 eingehalten	 werden“.	 Eine	 Möglichkeit	 zum	 Ausstieg	 könne	 man	 auch	anbieten.	 Ein	 Sozialarbeiter	 oder	 Psychologe	 könne	 vor	 Ort	 ,zum	 Beispiel	 durch	 Flyer,	„unaufdringlich“	auf	„Angebote	zum	Ausstieg“	hinweisen.	Für	 einen	 partizipativen	 Prozess	 wünsche	 sich	 Uwe	 ein	 „bürgernahes	 Umgestalten“,	 das	heißt	 ein	 echtes	 „aufeinander	 zugehen“,	 nicht	 „von	 oben	 herab“,	 sondern	 ein	„multikulturelles	 Begegnen“	 in	 einem	 gemeinsamen	 gestalterischen	 Prozess.	 Erwartungen	an	den	Prozess	formuliert	er	eindrucksvoll:	„[…]	dass	es	wie	ein	Phantasialand	wird,	ein	Ort	zum	Einhalten	und	zur	Begegnung:	Ein	Lebensraum	wo	man	die	Familie	trifft,	die	man	noch	nicht	kennt.“

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														 	„Auf	der	Mitte	des	Platzes,	zwischen	Wasserspiel	und	Biergarten,	sitzen	und	stehen	die	Menschen	an	zwei	großen	Schachfeldern	mit	überdimensionierten	Figuren.	Die	Figuren	können	nicht	weggetragen	werden	und	gegen	Pfand	an	einem	Automaten	ausgelöst	werden.	Rundherum	stehen	Tische	und	Bänke	unter	einer	Überdachung.	Von	hier	aus	kann	man	zuschauen	oder	seinem	gegenüber	an	einem	Spieltisch	begegnen.	Auf	der	zuvor	brachliegenden	Mitte	des	Platzes	riecht	es	jede	Woche	anders,	wenn	regelmäßig	an	den	Markttagen	gemeinsam	gegrillt	wird	und	Gerichte	ausgetauscht	werden	–	denn	essen	muss	jeder,	unabhängig	von	Herkunft	und	Muttersprache.	Ein	Trinkwasserbrunnen	plätschert	im	Hintergrund.	An	einer	Klamottenbörse	und	einem	Bücherschrank	treffen	sich	Menschen	und	ganze	Familien	verschiedenster	Kulturen	und	tauschen	Dinge	aus.	Gerade	Kinderkleidung	wird	hier	viel	getauscht,	weil	die	Kinder	schnell	aus	ihren	Klamotten	herauswachsen.	Geht	man	von	der	Bürgerbörse	in	Richtung	Schachfelder,	so	läuft	man	über	einen	Tartanboden.	Dieser	dient	als	Playground	für	die	Kinder	zum	Spielen	und	wird	regelmäßig	für	Sportveranstaltungen,	wie	beispielsweise	Volleyballspiele	genutzt.	Eine	kleine	Hütte	nebenan	dient	als	Hilfsstation	für	Behördengänge.	Hier	kann	man	sich	beim	Ausfüllen	von	Formularen	und	beim	Vereinbaren	von	Terminen	von	Bürgern	helfen	lassen.	Die	Mitte	des	Platzes	wird	durch	Streetworker	betreut	und	auch	manche	alleinstehenden	älteren	Leute	kommen	hier	gerne	hin	um	Anschluss	zu	finden.	Wenn	man	den	Bereich	betritt	merkt	man	direkt:	Hier	ist	es	anders.	Alle	Menschen	gestalten	gemeinsam	einen	angenehmen	kulturen-	und	generationsübergreifenden	Lebensraum.“

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„DER	WIENER	PLATZ	IST	DAS	HERZSTÜCK	MÜLHEIMS,[…]	AUCH	WENN	ER	NERVEN	KOSTET.“			Thomas	 ist	 für	 die	 AWB	 als	 Gruppenleiter	 des	Bezirks	 9	 tätig.	 Aus	 seiner	 Jugend	 kenne	 er	 den	Platz	 als	 „große	Umsteigemöglichkeit“,	 um	beispielsweise	 das	 E-Werk	 zu	 erreichen.	 „Klar	 war	aber	 auch,	 dass	 man	 spät	 abends	 jetzt	 hier	 nicht	unbedingt	 sein	 wollte,	 weil’s	 dann	 doch	 auch	 ein	bisschen	 gruselig	 war.“	 sagt	 er.	 Heute	 sei	 der	 Platz	für	 ihn	 privat	 nichtmehr	 relevant,	 dafür	 jedoch	Hauptbestandteil	 seiner	 Arbeit:	 Thomas	 ist	 jeden	Tag	 vor	 Ort,	 koordiniert	 die	 Reinigungskräfte	 und	 ist	 Ansprechpartner	 für	 Bürger:innen	und	Verwaltung.	Für	ihn	sei	der	Wiener	Platz	das	„Herzstück	des	Bezirks“,	aber	es	sei	auch	ein	 „sozialer	 Brennpunkt	 […]	 und	 eine	 ganz	 andere	 Nummer	 hier	 zu	 reinigen	 […]“	 als	 an	anderen	Orten	in	seinem	Zuständigkeitsgebiet.	Es	sei	„ein	besonders	wichtiger	Platz,	auch	wenn	er	Nerven	[koste]“:	„Er	gehört	einfach	zu	Mülheim	wie	der	Kölner	Dom	zu	Köln.“.		Die	„schöne	Seite“	am	Wiener	Platz,	sagt	er,	sei,	dass	„die	Leute	sich	unten	schön	hinsetzen	können	bei	Sonnenschein“	es	sei	„schön	weitläufig“,	man	könne	„ein	bisschen	gucken“	und	habe	„ein	bisschen	Grün“.	Doch	man	kenne	„halt	auch	seine	Ecken,	wo	die	Hauptprobleme	[seien].“.	Die	Treppenanlage	auf	Seite	der	Galerie	sei	besonder	stark	genutzt,	denn	sie	lade	„zum	Verweilen	ein,	mit	jeglichem	Alkoholkonsum	und	allem	was	[dazugehöre].“.	Dort	gebe	es	deutlich	mehr	„Dreck	und	Vandalismus“	als	beispielsweise	auf	den	Treppen	auf	der	Seite	des	Rathauses,	wo	es	„nicht	viele	negative	Ereignisse“	gebe.	Auch	der	Brunnen	sei,	wenn	er	nicht	laufe,	problematisch.	Hier	habe	man	ein	„massives	Dreckaufkommen“,	weil	„die	Leute	alles	 dort	 liegen	 lassen“	 und	 Tauben	 gefüttert	 werden,	was	 wiederum	 zu	 „Vogelkot	 und	Problemen	 mit	 der	 Gesundheit“	 führe.	 Dies	 sei	 ebenso	 an	 den	 	 „Windecken“,	 links	 und	rechts	oberhalb	des	Wasserspiels	der	Fall.	Dort	sammle	sich	der	Dreck	jedoch	auch	schon	alleine	durch	die	baulichen	Gegebenheiten.

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Die	Glasdächer,	ebenso	wie	die	Unterführung	seien	auch	regelmäßiges	Thema	bei	Anrufen	und	 Meldungen	 von	 Bürger:innen.	 Diese	 Orte	 seien	 jedoch	 ein	 Sonderfall	 erklärt	 Thomas:	„Das	ist	schon	ein	leichtes	Problem	was	wir	haben,	aber	eher	weil	wir	keine	Zuständigkeit	haben	[…],	das	ist	Reinigungsgebiet	der	KVB.“.	Hier	seien	ihm	„die	Hände	gebunden“:	„Die	Bürger	können	garnicht	verstehen	warum	wir	städtische	Dinge	nicht	reinigen.“.	Durch	den	fehlenden	 Reinigungsauftrag	 habe	 man	 in	 der	 Unterführung	 auch	 keinen	 Versicherungs-schutz.	Wenn	Reinigungen	auf	der	anderen	Seite	der	Unterführung	anständen	würde	man	daher	auch	„einmal	rumfahren	um	dahinter	zu	kommen.“.		Die	 Platzfläche	 hingegen	 habe	 man	 „gut	 im	 Griff“	 sagt	 er,	 auch	 wenn	 die	 tiefen	 Fugen	 im	Belag	 für	 die	 Reinigung	 ein	Problem	 darstellen.	 Dort	 wachse	 Gras	 heraus	 und	 es	 sei	besonders	 „mühselig“	 die	 Fläche	 sauber	 zu	 halten	 und	 dennoch:	 „Du	 weißt	 was	 hier	manchmal	 abgeht	 […]“,	 sagt	 Thomas,	 und	 trotzdem	 sei	 der	 Platz	 morgens	 sauber.	 Das	müsse	auch	so	sein,	denn	der	Bürgermeister,	zu	dem	Thomas	einen	„sehr	regen	und	guten	Kontakt“	pflege,	komme	hier	morgens	rein	und	gehe	abends	hier	wieder	raus	–	dieser	sehe	den	Platz.	Während	unseres	Gesprächs	bemängelt	Thomas,	dass	es	eigentlich	„genug	Papierkörbe“	auf	dem	 Platz	 gebe,	 nur	 wenn	 diese	 nicht	 benutzt	 würden,	 dann	 „[sei]	 das	 halt	 so	 ‚ne	 Sache.“.	Dementsprechend	wünscht	er	sich,	dass	durch	eine	Umgestaltung	ein	Bewusststein	bei	den	Leuten	entstehe	und	diese	sich	so	stark	mit	dem	Platz	identifizeren,	dass	es	„Klick“	mache;	dass	sie	sagen:	„Ich	lass	das	hier	nicht	liegen	sondern	ich	werf’s	weg,	denn	es	ist	schön	hier	und	 ich	 möchte,	 dass	 es	 so	 bleibt.“.	 Dorthin	 gelange	 man	 in	 Thomas’	 Augen	 nur	 mit	 einer	pragmatischen	Zusammenarbeit,	das	heißt	einer	Zusammenarbeit	die	aus	verschiedensten	Perspektiven	„ganz	praktische	Dinge	gemeinsam	erarbeitet.“.

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																							 „An	den	ehemals	grauen	Betonwänden	am	Eingang	der	Unterführung	hängen	Blumenkübel.	Sie	sind	mit	Pflanzen	besetzt,	die	man	nicht	unbedingt	Zuhause	hat.	Sie	sind	bunt	und	blühen	und	Rankenpflanzen	bedecken	die	Wände.	Die	Blumenkübel	werden	mittels	des	Abflusses	aus	den	Windecken	bewässert	und	dienen	sowohl	Flora	und	Fauna.	Einige	Bienen	fliegen	um	die	bunte	Bepflanzung.	Auf	den	Treppen	am	Platz	sitzen	die	Menschen	und	genießen	die	Sonne.	Der	Untergrund	auf	dem	sie	sitzen	ist	sauberer	und	leichter	zu	reinigen	als	noch	vor	einigen	Jahren,	denn	er	wurde	mittels	einer	Nanotechnologie	versiegelt.	Wenn	nun	ein	Weinglas	oder	eine	Shisha	umkippen	ist	es	für	die	Reinigungskräfte	ein	leichtes	die	Treppen	wieder	zum	Sitzen	herzurichten.“

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IV.	Diskussion	der	Ergebnisse		Die	 Ergebnisse	 dieser	 ersten	 ethnographischen	 Erschließung	 des	 Raumes	 „Wiener	 Platz“	und	 seiner	 Narrative	 gliedern	 sich	 in	eine	Phase	 ein,	 die	 man	 im	 Rahmen	 einer	umfangreichen	ethnographischen	Forschung	als	„Feldzugang“	benennen	würde.	Sie	sind	in	diesem	 Sinne	 geeignet,	 sich	 einen	 ersten	 Eindruck	 der	 Lebenswelten	 am	 Platz	 zu	verschaffen,	um	so	ein	Gefühl	für	den	Ort	und	seine	Vielzahl	von	Lebenswelten	entwickeln	zu	 können.	 Da	 zu	 vermuten	 war,	 dass	 die	 Forschung	 nicht	 über	 die	 erste	 Phase	 hinaus	finanziert	 werden	 kann	 und	 gleichzeitig	 der	 Zeitraum	 der	 Forschung	 auf	 eine	Dauer	von	ungefähr	 sechs	 Monaten	 beschränkt	 war,	 wurden	 die	 Methoden	 (II.)	 so	 gewählt,	 dass	bereits	 nach	 dieser	 ersten	 Phase	 der	 Forschung	 visuelle	 Inhalte	 bereitgestellt	 und	eine	abgeschlossene	 schriftliche	 Form	 gefunden	 werden	 kann.	 Die	 so	 entstandenen	 Ergebnisse	liegen	nun,	wie	dargestellt	(III.),	vor.	Aufgrund	 der	 gerade	 beschriebenen	 Rahmenbedingungen	 kann	 nicht	 davon	 ausgegangen	werden,	 dass	 alle	 für	 den	 Wiener	 Platz	 relevanten	 Positionen	 erfasst	 und	 schriftlich	vertreten	sind.	Aus	den	unmittelbaren	Beobachtungen	vor	Ort	ergeben	sich	beispielsweise	weitere	 mögliche	 Interviews	 mit	zumindest	 den	 folgenden	 Gruppen:	 Senioren	 (m/w/d,	alleinstehend	und	 als	 Ehepaar,	 aus	 verschiedenen	 finanziellen	 Lagen,	 mit	 und	 ohne	Migrationshintergrund);	 Jugendliche	 (m/w/d,	 sowohl	 ohne	 unmittelbaren	 Migrations-hintergrund,	 als	 auch	 solche	 erster	 und	 zweiter	 Generation);	 Familien	mit	 Kleinkindern	(mit	 und	 ohne	 Migrationshintergrund);	 Einzelhändler:	 und	 Gastronom:innen	 (bspw.	 aus	der	 Unterführung	 oder	 der	 Galerie);	 Sozialarbeiter:innen	 (u.A.	„Linda“	oder	 solche	 des	Vision	 e.V.);	 KVB-Mitarbeiter:innen	 (m/w/d);		Kinder	 (als	 Freizeitnutzer:innen	und/oder	aus	den	nahegelegenen	Schulen).			Die	 von	 mir	in	 III.	dargelegten	 Positionen	 wurden	 im	 Forschungsprozess	 aufgrund	 ihrer	Repräsentationswirkung	und	ihrer	Raumwirksamkeit	ausgewählt.	Es	ist	jedoch	von	großer	Bedeutung	 die	 so	entstandende,	 wenn	 auch	 implizite	Differenzierung	 von	Nutzer:innengruppen	 als	 vom	 Forschenden	 erzeugtes	 Kategoriensystem	 zu	 reflektieren	und	 mögliche	 Differenzen	 innerhalb	 dieser	 vermeintlichen	 Nutzer:innengruppen	 nicht	unbeachtet	 zu	 lassen.	Gerade	während	 des	 Forschungsprozesses	 wurde	 diese	Eingeschränktheit	 immer	 wieder	 deutlich,	 weswegen	 an	 dieser	 Stelle	 noch	 einmal	ausrücklich	 darauf	 hingewiesen	 sei,	 dass	 die	 dargelegten	 Narrative	 zu	 allererst	 als

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Narrative	 von	 unabhängigen	 Einzelpersonen	 zu	 begreifen	 sind	–	alle	 weiteren	Schlussfolgerungen	oder	 Kategorienbildungen	sind	 an	 dieser	 Stelle	 nicht	 wissenschaftlich	legitimierbar.		Obgleich	 ihres	 sehr	 „blitzlichtartigen“	 Charakters	 können	 die	dargelegten	Forschungsergebnisse	 einen	 substantiellen	 Mehrwert	 für	 ein	 Planungsvorhaben	generieren.	Die	einzelnen	Darstellungen	der	 Ergebnisse	 aus	 den	 Feldbegehungen		ermöglichen	 es	Dritten	ein	 näheres	 Verständnis	 für	die	Menschen	vor	 Ort	und	ihre	persönlichen	Narrative	zu	 erlangen.	 Dieses	 Verständnis	wird	insbesondere	 auf	 affektiver	Ebene	 durch	 die	 begleitenden	 Portraits,	 den	 ethnographischen	 Schreibstil	und	 die	Fotoaudiographien	 ermöglicht.	Auf	 inhaltlicher	 Ebene	 wurde	 versucht	 die	 je	 eigenen	Logiken	 der	 Lebenswelten	 der	 Gesprächspartner:innen	 am	 Wiener	 Platz	anhand	aussagekräftiger	Zitate	deutlich	 zu	 machen	 und	 deren	 Zukunftsvorstellungen	 und	Bedürfnisse	 anhand	 von	 Zukunftsvignetten	 sichtbar	 zu	 machen.	Darüber	 hinaus	 konnten	vielversprechende	 Verknüpfungen	 zwischen	 Bürger:innen	 und	 Stadt	 hergestellt	 werden	und	eine	potentielle	Mitarbeit	der	Interviewpartner:innen	bei	einem	Umgestaltungsprozess	gefördert	werden.	In	 ihrer	 Gesamtheit	 stellen	 die	 vorliegenden	 Forschungsergebnisse	 auf	 diese	 Weise	 einen	multiperspektivischen	Blick	auf	einen	Ort	zur	Verfügung,	der	den	einzelnen	Menschen	ernst	nimmt	 und	 dennoch	 den	 Wiener	 Platz	 als	 Wechselspiel	 verschiedener	 Lebenswelten	greifbar	macht.	Die	so	entstehende	Wahrnehmung	des	Platzes	für	die	Lesenden	kann	dazu	beitragen	1)	einen	 Stadtplanungsprozess	 anzustoßen,	 der	 auf	 einer	 Sensibilität	 für	 den	spezifischen	 und	 sehr	 heterogenen	 Raum	 „Wiener	 Platz“	fußt,	 2)	 die	 Akzeptanz	 und	Beteiligung	 der	 Bürger:innen	bei	künftig	 stattfindenden	Umgestaltungsprozessen	zu	fördern,	 insofern	 an	 die	 im	 Rahmen	 dieser	 Forschungsarbeit	 dargestellten	 Lebenswelten	angeknüpft	wird.

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Anhang				 Einwilligungserklärung			Hiermit	willige	ich,	________________________________,	geb.	_____________________________,	ein,	dass	die	meine	 Person	 betreffenden	Ergebnisse	 der	 Feldbegehungen	 im	 Rahmen	 der	Grundlagenermittlungen	 zum	 „Aufwertungskonzept	 Wiener	 Platz“	 von	 der	 Stadt	 Köln	 zu	Zwecken	 der	 Ausschreibung	 Verwendung	 finden	 und	 zur	 weitergehenden	 Planung	 des	Wiener	 Platzes	 an	 Dritte	 weitergegeben	 werden	 dürfen.	Darüber	 hinaus	erkläre	 ich	 mich	einverstanden,	dass	 Herr	 Fabian	 Laute	 die	 oben	 genannten	 Inhalte	zu	Präsentationszwecken	vor	 den	 beteiligten	 städtischen	 Einrichtungen	und	 zur	 Fortführung	seiner	wissenschaftlichen	Arbeit	verwenden	darf.	Ich	 wurde	darüber	 aufgeklärt,	 dass	 ich	 jederzeit	 und	 ohne	 Angabe	 von	 Gründen	 die	Einwilligung	mit	Wirkung	für	die	Zukunft	widerrufen	kann.	Im	Falle	eines	Widerrufs	wird	die	 Rechtsmäßigkeit	 der	 bis	 dahin	 auf	 Grundlage	 der	 Einwilligung	 vorgenommenen	Veröffentlichungen	nicht	berührt.			Köln,	den	__________________													______________________________________	                         (Unterschrift d. einwilligenden Person)

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Urheberrechtserklärung		Ich	 versichere	 hiermit,	 dass	 im	 Rahmen	 der	von	 mir	 geleisteten	 Arbeit,	unter	 dem	 Titel	“Ethnographische	 Annäherungen	 an	 den	 Wiener	 Platz”,	keinerlei	 Urheberrechte	oder	Geschäftsgeheimnisse	Dritter	verletzt	wurden.	Alle	dargelegten	Inhalte	wurden	durch	den	Forschenden	 im	 Rahmen	 der	 Forschung	 generiert;	 Inhalte	 und	 Methoden	 Dritter	 wurden	im	 Text	als	 solche	 gekennzeichnet	 und	 sind	darüber	 hinaus	im	 Literaturverzeichnis	einsehbar.	Zu	 den	 personenbezogenen	 Inhalten	 im	 Rahmen	 der	 Feldforschung	liegen	 dem	Forschenden	von	allen	Beteiligten	Einwilligungserklärungen	vor.	Diese	werden	zu	Zwecken	der	Anonymität	vom	Forschenden	einbehalten	und	können	im	Rechtsfall	vorgelegt	werden.	Die	Bedingungen	dieser	Einwilligungen	können	im	Anhang	eingesehen	werden.				Köln,	den	_________________																																										____________________________________________________																																																																																																														Fabian	Laute,	MSc.

Beratungsverlauf (1)

30.01.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.1.11 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (14)

  • Keupstraße
  • Frankfurter Straße
  • Buchheimer Straße
  • Körnerstraße 77
  • Wiener Platz 2a
  • Ebertplatz
  • Mülheimer Brücke
  • Bahnhofsvorplatz
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Bachstraße
  • Am Bahnhof
  • Markt
  • Neumarkt
  • Im Feld

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Details

Aktenzeichen
4021/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
26.01.2023
Erstellt
23.11.2022 11:38