0162/2019
Integrierte Planung Parkstadt Süd; Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation; hier: Ergänzung zu der Mitteilung 1386/2018
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Opge Az Vorlagen-Nummer 0162/2019 Freigabedatum am 17.01.2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 24.01.2019 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 04.02.2019 Integrierte Planung Parkstadt Süd; Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation hier: Ergänzung zu der Mitteilung 1386/2018 Die integrierte Planung, welche die Konkretisierung des städtebaulichen Entwurfes südlich des zu- künftigen Inneren Grüngürtels, unter Berücksichtigung aller Grundlagenermittlungen zu Mobilität, Kli- ma, Immissionen usw. darstellt wurde im November 2018 den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Das Ergebnis wurde in einer in Dokumentation festgehalten. (siehe Anlage 2) Nach dem Beschluss des StEA zur integrierten Planung Parkstadt Süd sollen die darin bereits enthal- tenen Qualitäten in einem Quartiershandbuch Parkstadt Süd gesichert werden. Hierzu zählen die Themen Städtebau, Mobilität, Regenwassermanagement und Klima. Weitere Themen wie die räumli- che Kontinuität und Ordnung des öffentlichen Raums und die Vernetzung mit angrenzenden Quartie- ren sollen ergänzend betrachtet werden. Das Quartiershandbuch soll diese Qualitäten fortschreiben und über die mehrere Jahre andauernde Realisierungsphase sicherstellen sowie als Regelwerk für alle an der Umsetzung Beteiligten gelten. Anlage 1. Dokument der integrierten Planung (wurde bereits zur Mitteilung 1386/2016 versandt) 2. Dokumentation des Bürgerworkshops
Anlage 1 Dokumentation
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park stadt süd geht weiter Dokumentation Bürgerworkshop 19. November 2018 Die integrierte Planung der Parkstadt Süd Dokumentation Bürgerworkshop 19. November 2018 Die integrierte Planung der Parkstadt Süd Inhalt Vorwort 6 Der Bürgerworkshop 7 Die Aufgabe: Gemeinsam Stadt gestalten 8 Das Verfahren: 9 Vom kooperativen Verfahren zur integrierten Planung Graphic Recording 10 Die Thementische 12 Offener Thementisch Autonomes Zentrum 20 Auswertung des Eingangsfragebogens 21 Parkstadt Süd: Weiteres Vorgehen 24 Impressionen 25 Welche Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aus dem 26 bisherigen Verfahren konnten in der aktuellen Planung bereits berücksichtigt werden? Fotonachweis 30 Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 6 Liebe Bürgerinnen und Bürger, mit der heutigen Veranstaltung wollen wir das Ergebnis der integrierten Planung zur Parkstadt-Süd präsentieren und zur Diskussion stellen. Im Jahr 2015 hat die Stadt Köln begonnen, südlich der Innenstadt ein neues Stadtquartier zu entwi- ckeln, das einmal rund 10.000 Bewohnerinnen und Bewohnern ein neues Zuhau- se und 4.000 Arbeitsplätze bieten soll – Wohnraum und Arbeitsplätze, die unse- re Stadt dringend benötigt. Durch die Nähe zur Innenstadt und den im Zuge der Planung endlich geschlossenen Grüngürtel um die Innenstadt wird die neue Park- stadt Süd ein überaus attraktives Stadtquartier. Aufgrund dieser großen städte- baulichen Bedeutung haben wir ein sehr umfangreiches Beteiligungsverfahren in Gang gesetzt. Sie, die Bürgerinnen und Bürger, haben den Planern in vielen Veranstaltungen ein klares Anforderungsprofil mit auf den Weg gegeben. Mit dem Entwurf des Büros Ortner & Ortner Baukunst /Köln und des Landschaftsplanungsbüros RMP Ste- phan Lenzen/Bonn im Team mit Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH/ Aachen und Björnsen Beratende Ingenieure GmbH/Köln hat sich dann in der Zukunftswerkstatt eine hervorragende städtebaulich-freiraumplanerische Lösung durchgesetzt, die wir in den vergange- nen zwei Jahren in Form einer integrierten Planung weiterentwickelt haben. Integrierte Planung, das heißt, viele unterschiedliche Fachplanungen – zum Verkehr, zum Stadtklima, zum Regenwasser – wurden in Auftrag gegeben und ihre Ergebnisse in die Planung eingearbeitet. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im bisherigen Verfahren ist wichtiger Impulsgeber für planerische Entscheidungen gewesen. Auch die auf dieser Veranstaltung geäußerten Anregungen und Bedenken werden wir sorgfältig darauf prüfen, in wieweit sie im Rahmen der integrierten Pla- nung umsetzbar sind. Unser Ziel bleibt weiterhin, möglichst viele Ideen und Anregungen der Bürge- rinnen und Bürger umzusetzen. Dabei ist zu bedenken, dass nicht alles möglich sein wird. So stehen einigen Anregungen aktuelle politische Entscheidungen des Rates entgegen. Zum anderen befinden wir uns auf der Ebene der Rahmenplanung. Hier werden städtebauliche Strukturen festgelegt, hin- gegen noch keine Details der Nutzung. Um die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern und allen anderen Akteuren auch in der nun beginnenden Realisierungsphase der Parkstadt aufrechtzuerhalten, setzen wir zum einen auf das Internet. Die Website www.parkstadt-sued.koeln wird regelmäßig aktualisiert und bietet Informatio- nen rund um das entstehende neue Quartier. Wichtigste Maßnahme bleibt aber das im nächsten Jahr einzurichtende Stadtteilbüro als Anlaufstelle für alle. Das Büro wird seitens der Stadt nicht dauerhaft besetzt sein können, aber doch regelmäßige Sprechstunden anbieten, Veranstaltungen durchführen und Ausstellungen zeigen. Im nächsten Planungsschritt soll nun ein Quartiershandbuch entwickelt werden, das die wichtigen Merkmale der Parkstadt Süd zusammenträgt und zukünftig für alle Maßnahmen im Planungsgebiet als verbindliche Orientierung dient. So kann die Qualitätssicherung dieses großen Stadtentwicklungs- projekts gelingen. Markus Greitemann Beigeordneter der Stadt Köln für Stadtentwicklung, Planen und Bauen 7 Der Bürgerworkshop Nach der Präsentation des aktuellen Planungsstands wurden an vier The- mentischen wichtige Aspekte zum neuen Quartier ausführlich diskutiert, Meinungen, Wünsche und Bedenken geäußert. Programm Montag, 19. November 2018, 18:00 – 21:30 Uhr Grußwort Bezirksbürgermeister Mike Homann Grußwort Markus Greitemann, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen und Bauen Die Parkstadt im Gespräch: Fragen an die Planer und Gutachter Moderation: Prof. Dr. Franz Pesch pp a|s pesch partner architekten stadtplaner, Dortmund Präsentation des aktuellen Planungsstands Christian Heuchel, O & O Baukunst, Köln Axel C. Springsfeld, BSV Verkehrs- planung, Aachen Diskussion an vier Thementischen Zusammenfassung der Diskussion im Plenum Die Thementische: 1. Gut leben in lebendigen Quar- tieren: ein breites Versorgungs- angebot, moderne Bildungsein- richtungen, eine gemeinschaft- lich orientierte soziale Entwick- lung (Integration, Inklusion) 2. Unterwegs in der Parkstadt: Kur- ze und komfortable Wege – mo- bil zu Fuß, mit dem ÖPNV, mit dem Rad und mit dem Auto 3. Wohnen und Arbeiten in guter Nachbarschaft: Verträgliche Mischung, neue Wohn- und Ar- beitsformen in einem gut ge- stalteten öffentlichen Raum 4. Grüne Stadt der Zukunft: Hohe Freizeitqualität und angenehmes Stadtklima – Energie, Klima und Ökologie Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 8 Die Stadt Köln führte im Jahr 2015 ein vielbeachtetes Planungs- und Beteiligungsverfahren zur künftigen Parkstadt Süd durch. Fünf interdis- ziplinäre Planungsteams erarbeite- ten unterschiedliche Zukunftsent- würfe für die Vollendung des histo- rischen inneren Grüngürtels und die Stadterweiterung im Bereich des Großmarkts. Ziel war, sich auf ein gemeinsames Zukunftsbild für die neue Parkstadt Süd zu verständi- gen. Planungsexpertinnen und -ex- perten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Politik und der Ver- waltung unterstützten den Prozess aus fachlicher Sicht. Das gesamte Planungsverfahren war in ein inten- sives Beteiligungsprogramm einge- bettet und auf einen breiten Dialog zwischen Planungsteams, der Öf- fentlichkeit, Expertinnen und Exper- ten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ausgelegt. Die Aufgabe: Gemeinsam Stadt gestalten 9 In der integrierten Planung wurden alle für die heutige Stadtentwick- lung wichtigen Themen verbunden und aufeinander abgestimmt. Der Entwurf des Planungsteams rund um das Landschaftsarchitekturbüro RMP Stephan Lenzen und Ortner & Ortner Baukunst wurde weiterent- wickelt und konkretisiert. Es wurden Fachgutachten beauftragt – zum Mobilitätskonzept, zum Regenwas- sermanagement und zum Stadt- klima –, deren Ergebnisse in die Pla- nung eingeflossen sind. Zahlreiche Vorschläge aus dem Ideenmarkt des kooperativen Verfahrens sind in der Planung berücksichtigt worden (s. S. 26 ff). Auf Wünsche nach sozialer Gerechtigkeit und Wohnraumförde- rung, inklusiven Arbeits- und Ge- meinschaftsräumen, quartiersver- Das Verfahren: Vom kooperativen Verfahren zur integrierten Planung träglicher Organisation von Mobili- tät, Schaffung ausgewogener Nut- zungsmischung sowie vielfältigen Angeboten sozialer und kultureller Infrastruktur wurde in der integrier- ten Planung mit flexiblem Städte- bau, einem differenzierten Nut- zungskonzept und einem robusten Freiraumkonzept geantwortet. Die Ergebnisse der integrierten Planung dienen nun als Grundlage für die weiteren Realisierungsschritte und für die durchzuführenden Wettbe- werbs- und Qualifizierungsverfah- ren. Der Bürgerworkshop „Parkstadt Süd geht weiter“ hat zum Einstieg in die konkrete Phase der Bauleitpla- nung noch einmal die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung zur aktuellen Planung befragt. Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 10 Ein inhaltliches und atmosphäri- sches Protokoll der besonderen Art: Die Grafikerin Marie Jacobi begleite- te die Veranstaltung mit ihrem aus- drucksstarken „Graphic Recording“. Wichtige Aspekte der integrierten Planung und der lebhaften Diskus- sion sowie Anregungen und Wün- sche der Bürgerinnen und Bürger sind darin zeichnerisch festgehalten. 11 Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 12 Nutzungen 33 Es wird mehrfach darauf hinge- wiesen, dass mindestens 30 % geförderter Wohnungsbau ange- boten werden soll, besser wäre ein noch höherer Anteil. 33 Der Anteil der Büro- und Gewer- befläche scheint zu hoch und sollte zugunsten weiteren Wohn- raums verringert werden. 33 Neben größeren Handelsange- boten für den täglichen Bedarf, sollte vor allem eine gute Mi- schung mit individuellen, kleinen Läden und gastronomischen An- geboten das Quartier auf kurzen Wegen bereichern. 33 Ein Angebot an öffentlichen oder halböffentlichen Einrichtungen soll für jedermann und kostenfrei zugänglich sein. 33 Vor allem Kindern und Jugendli- chen soll ein umfangreiches An- gebot im Freiraum (Spielplätze) wie auch im Gebäude (Kulturein- richtungen, soziale Einrichtun- gen mit Mittagstisch, Sportange- bote) unterbreitet werden. 33 Die Markthalle sollte ein zentra- ler Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten (soziale Einrichtun- gen, Handel, Gastronomie, Kon- zerte) werden. 33 Die Mieten im Quartier, ganz gleich ob für Wohnen, Dienst- leistung oder Handel, sollten be- zahlbar sein. 33 Für das Autonome Zentrum Köln muss ein neuer Standort gefun- den werden (s. Ergebnis Offener Thementisch). Flächen und Freiräume 33 Es wird kritisch hinterfragt, in- wieweit das Autonome Zentrum dem ökologischen Gesamtkon- zept des großen Grüngürtels im Wege stehen soll. Wenn an den Plänen des Abrisses festgehalten werden soll, wird eine fundierte Begründung erwartet. 33 Die neuen Plätze sollen ein brei- tes Angebot an Sitzmöglichkei- ten (Bänke, Chillout-Lounges, Verweilen ohne Verzehrzwang) sowie Spiel und Sport bereithal- ten. 33 Es wird darum gebeten, die den Baublöcken zugehörigen Frei- flächen in ihrer Größe nochmals zu überprüfen, diese erscheinen derzeit etwas klein. Das gilt vor allem auch für die Freiflächen der Schulen. 33 Die öffentlichen Räume sollen kleinteilig, grün und dringend barrierefrei gestaltet sein. 33 Es ist darauf zu achten, dass kei- ne Angsträume entstehen. Weitere Planung und Umsetzung 33 Es wird mehrfach kritisch ange- merkt, dass die in den vorange- gangenen Bürgerveranstaltun- gen geäußerten Wünsche und Anregungen nicht erkennbar in die Planung eingeflossen sind. Es wird eindringlich darum gebe- ten, die Hinweise transparent zu machen (z. B. Internetseite der Stadt Köln) und auf diese bei der weiteren Planung stärker als bis- her einzugehen. 33 Manuskripte und Planungsvor- schläge zum Erhalt des Autono- men Zentrums und seiner Inte- gration in den Park wurden von der Initiative erarbeitet. Es wird darum gebeten, sich intensiver damit zu beschäftigen. 33 Die weit gereiften Ideen für Zwi- schennutzungen werden ver- misst. 33 Die Umsetzung sollte von einem Planungsbeirat unter Beteiligung von Bürger/innen begleitet wer- den. 33 Der Kinderschutzbund würde sich gern an der weiteren Pla- nung mit dem Wissen, welche Einrichtungen am Standort ge- braucht werden, beteiligen. 33 Bei der Umsetzung soll beachtet werden, dass die soziale Infra- struktur vor dem Bau der Wohn- häuser errichtet wird. Insbeson- dere der Bau der Gesamtschule sollte eine frühe Maßnahme sein. Thementisch 1: Gut leben in lebendigen Quartieren | Zusammenfassung der Diskussion Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst und thematisch geordnet. 13 Alle Anregungen Der Park /Öffentlicher Raum – Autonomes Zentrum steht sinnvoller Ein- bindung in ökologisches Gesamtkonzept im Wege? Stichwort Biodiversität (wie mit Rollrasen möglich) – Gibt es schon Konzepte vom AZ, wie man es in den Park einbinden kann? Bisher nicht berücksichtigt – Grünfläche kann an AZ vorbeigehen, Hof kann auch begrünt werden – Autonomes Zentrum muss nicht weg, kann in das Begrünungskonzept integriert wer- den. Wir können das AZ auch begrünen (Dächer, Hauswände) – Soziale und individuelle Orte dürfen nicht verdrängt werden – Es muss konkreten Standort für AZ geben, es muss Zusagen geben – Bereitschaft, das Gebäude mit eigener Leis- tung zu erhalten, ist gegeben (AZ) – AZ bleibt!, Integration in den Park mit Ge- staltung und Wegen – Die Lebendigkeit und gelebte Integrations-, Inklusionsarbeit und die gemeinschaft- lich orientierte soziale Interaktion und Aus- tausch im AZ für eine gesunde Sozialisie- rung des (neuen) Wohngebiets nutzen – Sportangebote im öffentlichen Raum – Sitzmöglichkeiten ohne Verzehrzwang – Plätze mit gemütlichen Sitzecken/Chillout- decks/Kiosk/Büdchen – Parkgestaltung: Gemütliche Nischen, Hügel, keine riesige Fläche, keine Angsträume – Auf Plätzen der Stadt sollten sich Menschen treffen, die ganz unterschiedlicher „Her- kunft“ sind, damit die Gesellschaft zusam- mentrifft und keine Segregation stattfindet wie „Arm und Reich“, „Nützlich und Un- nütz“, denn wir sind alle Menschen Infrastruktur – Herleitung des Infrastrukturbedarfs nicht klar dargestellt – Verkehrssystem (U-Bahn) wird überlastet sein Wohnen/Soziales – Innenhöfe zu dicht, Grün nicht möglich – Darstellung nicht ganz ehrlich, Dichte aber in Ordnung – Sozialer Wohnungsbau: 30 % in Köln soll eingehalten werden – Gefördertes Wohnen – Barrierefrei, Mehrgenerationenwohnen – Sozialer Wohnraum 30 % erscheint zu we- nig – Bezahlbarer Wohnraum – Nutzungen für alle ohne Kosten – Soziale Einrichtungen, Treffpunkte! – Zuerst Infrastruktur, dann Wohnen – In der Nähe meines Wohnraums ein sozia- les Zentrum! Z. B. ein AZ, für Sport, Kon- zerte, soziales Miteinander Nutzungen – Im neuen Quartier: Orte (nicht nur Plätze), z. B. Volksküchen für kostenloses Essen – Weniger Büroflächen, mehr Platz für alle – Dienstleistungen scheint zu hoch, ebenso Einzelhandel – Handel möglichst individuell – Bezahlbare Erdgeschosse – Mischung von Handel und Gastronomie kann getrennt werden (wie EKZ), um gutes Gewerbe anzuziehen – Mehr Mischung im Block, kleinteilig, Char- ta von Leipzig, 24 h lebendig – Nutzungen (Schule, Kitas, Einkaufen) im Nahbereich vorhanden (alles ohne Auto er- reichbar) – Markthalle interessant für öffentlich zu- gängliche Nutzungen – Zwischennutzungen könnten schon viel weiter sein. Initiativen haben viele Ideen, sind für die Entwicklung – Zwischennutzung: Was ist aus den Ideen geworden? Warum keine Umnutzung? – Möglichkeiten zu kulturellen Veranstaltun- gen für alle, unabhängig vom Einkommen Kinder/Jugendliche – Prognosen für Bevölkerungszuwachs wa- ren lange nicht realistisch – Brauch man so viel Grundschulplätze? – Freiraum für Kinder und Jugendliche – Wir brauchen Spielplätze! – Schulhöfe wirken zu klein, Schulhöfe müs- sen sicher sein – Bayenthal hat gegen Schulplatz = Bestand + 40 % mehr Kinder zahlen – Mängel vorrangig beheben – Anzahl von Einrichtungen von Kindern und Jugendlichen, Prüfauftrag – Offenes Inhaltsangebot für Kinder und Ju- gendliche – Bitte die Größe der Schulhofflächen über- prüfen (5 qm pro Schüler) – BLB raus!!! Gesamtschule sofort bauen! – Kinderschutzbund möchte sich einbringen, mit der Kenntnis des Bedarfs in die weitere Planung einbezogen werden – Präventive Angebote für Kinder, Jugendli- che + Familien sollten geschaffen werden Verfahren – Hinweise müssen veröffentlicht werden, Internetseite? – Verfahren bringt nichts Neues, ob bisheri- ge Ergebnisse dabei sind, wird nicht klar – Der Fortgang der Planung mit Darstellung, wie die Ideen der vorangegangenen Ver- anstaltungen eingearbeitet wurden, wurde nicht transparent (Rückschritt) – Das gleiche habe ich doch vor Jahren schon gemacht – bin ich denn im Kindergarten? – Planungsbeirat mit Beteiligung der Bürger schaffen – Vorhandene Initiativen werden verdrängt und übergangen – Neue Initiativen schwer zu gründen Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 14 Thementisch 2: Unterwegs in der Parkstadt | Zusammenfassung der Diskussion 33 Die Teilnehmer begrüßen ein autofreies bzw. autoarmes Wohnquartier Parkstadt und die Unterbringung des ruhenden Verkehrs in Tiefgaragen am süd- lichen Rand. 33 Thematisiert werden mögliche Probleme des Besucher- und An- lieferverkehrs, insbesondere in der Parkstadt. 33 Der prinzipielle Vorrang für den ÖPNV wird gutgeheißen, eben- so die Offenheit der Planung der Mobilitätstrasse für unterschied- liche öffentliche Verkehrsmittel. 33 Fußverkehr als Leitverkehr wird unterstützt. 33 Sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger werden gefordert. 33 Durch Ausweitung des Boule- vards nach Westen und Osten könnten die unterschiedlichen Teilgebiete besser miteinander verbunden werden. 33 Befürchtungen bestehen, dass der Busverkehr den steigenden Fahrgastzahlen nicht gewach- sen sein wird und der zusätzliche Verkehr die südlich angrenzen- den Wohngebiete beeinträchti- gen könnte. 33 Es wird angeregt, zu prüfen, in- wieweit das Verkehrskonzept Sonderverkehre bei Großveran- staltungen etwa in der künftigen Markthalle berücksichtigt. 33 Besonders im Quartier Bildungs- landschaft sollten genügend oberirdische Parkmöglichkeiten vorgesehen werden. 33 Einhellige Meinung ist, dass der Intermodalität – dem Zurück- legen von Wegeketten mit ver- schiedenen Verkehrsmitteln – die Zukunft gehört und der Ver- kehr der Zukunft künftig kom- plexer organisiert sein wird. 33 Die ÖPNV-Anbindung des neuen Gebiets wird von vielen Teilneh- mern für ausreichend gehalten, die Notwendigkeit eines neuen S-Bahn-Haltepunktes bezweifelt. 33 Die Belastbarkeit des südlichen Knotenpunkts Bonner Straße wird bezweifelt. 33 Die Stadt verweist auf laufende Verkehrsuntersuchungen, die diesbezüglich keine Probleme er- kennen ließen. 33 Verschiedene weitere Halte- punktmöglichkeiten werden dis- kutiert: da die öffentlichen Ver- kehrsmittel, ihre Trassenfüh- rungen und die entsprechenden Haltstellen noch nicht endgültig geklärt sind zum jetzigen Zeit- punkt, wird hier auf den Fort- gang der Planungen verwiesen. 33 Der Radschnellweg wird be- grüßt, seine Führung (vermutlich in Hochlage) diskutiert; Detail- fragen zur Lage der Rampen etc. können derzeit noch nicht beant- wortet werden. Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst. 15 Alle Anregungen – Zeitrahmen Umsetzung Radschnellweg auf bestehenden Bahntrassen – Zentraler Boulevard: Boulevard nach Wes- ten und Osten verlängern und durch das gesamte Quartier führen – Ausbau des Bus-Systems als Ergänzung/ Entlastung bis zur Realisierung der S-Bahn – S-Bahn-Haltepunkt am Südstadion – Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge – Besucherverkehr und Besucherstellplätze ausreichend berücksichtigen – Fortschreibung des Verkehrskonzepts für den Fall, dass z. B. in der Markthalle Groß- veranstaltungen stattfinden – Fußgängerquerungen Nord-Süd-Achse ausreichend? – Kostenloser Nahverkehr – Berücksichtigung Bestandsverkehr auf süd- licher Verkehrsachse – Berücksichtigung ÖPNV auf südlicher Ver- kehrs achse – Bei Verkehrserschließung die angrenzen- den Quartiere berücksichtigen (Bischofs- weg, Kreuznacher Straße) – Radschnellweg findet allgemein Zustim- mung – KVB-Buslinie mit Haltestelle Höhe Markt- straße 55 sofort oder ab 2020 – Mit dem Rad durch Köln: Dafür bietet das AZ eine öffentliche, ehrenamtliche Fahr- radwerkstatt. Ein Beitrag, der die Fahrrad- nutzung in Köln fördern würde. – Bestehende Quartiere in neue Mobilität- strasse mit einbeziehen – Leise Straßenbahnen, enge Kurven führen zu Quietschgeräuschen – Verdrängung in Bestands-Quartiere ver- meiden – Verkehrskonzept rechtzeitig planen und rechtzeitig umsetzen – Fahrradwege ausbauen, regelmäßigere Taktung von Bus und Bahn, kostenloser Nahverkehr Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 16 Thementisch 3: Wohnen und Arbeiten in guter Nachbarschaft | Zusammenfassung der Diskussion Nutzungen 33 Der Anteil der Büro- und Gewer- befläche scheint zu hoch und sollte zugunsten weiteren Wohn- raums verringert werden. 33 Neben der sozialen Mischung ist eine Mischung der Wohnformen wichtig: geförderte Wohnungen, Baugruppen, genossenschaft- liches Bauen usw. Wichtig sind Ansprechpartner, an die sich z. B. interessierte Baugruppen und Projekte wenden können. 33 Für das Autonome Zentrum Köln muss ein neuer Standort gefun- den werden (s. Ergebnis Offener Thementisch). Flächen und Freiräume 33 Es fehlt ein Angebot an Sport- flächen. Zu prüfen wäre auch eine Integration in den zu ver- vollständigenden Grüngürtel. 33 Die Gestaltung von Straßen und Plätzen sollte auch klimatische Erfordernisse berücksichtigen („grün statt steinern“). 33 Es sollten Flächen für Urban Gar- dening angeboten werden. Dichte 33 Die vorgeschlagene Dichte und Geschossigkeit sollte überprüft und gegebenenfalls reduziert werden. Gestaltung und Architektur 33 Es sollte Wert auf harmonische Übergänge zwischen Bestand und Neubebauung gelegt wer- den. 33 Geprüft werden sollte ein noch weitergehender Erhalt bestehen- der Gebäude. 33 Neben Dächern sollten auch Fas- saden intensiv begrünt werden. Umsetzung 33 Zur besseren Steuerung sollte die Stadt Köln Grundstücks- eigentümerin bleiben. 33 Die Umsetzung sollte von einem Planungsbeirat begleitet wer- den. 33 Das Konzept sollte Raum für In- itiativen lassen. Beispielsweise sollten Erdgeschosszonen nicht allein kommerziellen Nutzungen zur Verfügung stehen. Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst und thematisch geordnet. 17 Grün – Urban Gardening – Wohn- und Arbeitsplatznah – Guerilla-Gardening an Wegesrändern ein- laden – Gemeinschaftsgärten auch außerhalb der Blockinnenbereiche – Sportflächen fehlen, öffentliche Sport- plätze – Möglichst viele Bäume und Sträucher in die Freifläche – Dach- und Fassadenbegrünung – Mehr Bäume in Freiflächen – Gründe und frei zugängliche Dächer, am besten mit Fruchtbäumen, damit der Park mit auf die Dächer erweitert ist – „Essbare Stadt“, Moos zur Luftreinhaltung – Keine Partikularinteressen im Grüngürtel Wohnen – Begrünte Fassaden – Auch Wohnen/Wohnformen für ältere Menschen berücksichtigen – Generationsübergreifendes Wohnen – Preisgünstiger Wohnraum, Mischung er- reichen – Wohnraum für Geringverdiener – Baugruppen etablieren – Soziale Durchmischung anstreben – Angebot für genossenschaftliches Woh- nen/Baugruppen, Ansprechpartner! – Auch große Wohnungen für Familien – Wohnungen auch für Familien – Anteil öffentlich geförderter Wohnraum, ca. 30 % – + sozial gedämpftes Angebot Nutzungen – Wie entsteht Nutzungsmischung? – Wie kann sie gesichert werden? – Kultur Vielfalt der Angebote und bürgerin- tegrierende Aktivitäten im AZ für die Stadt Köln nutzen, stärken und ausweiten! – Konzert- und Veranstaltungsort evtl. unter Markthalle – AZ im Bestand erhalten („stehenlassen“), in Grüngürtel integrieren – AZ in neue Struktur integrieren? – Arbeitsflächen gibt es in Köln genug – Mehr bezahlbarer Wohnraum ist dringli- cher als Arbeitsraum – Besteht Bedarf an Büroflächen? – Prüfung + evtl. Reduzierung des Anteils der gewerblichen Nutzung! Baustruktur/Infrastruktur – zu enge Straßen, lieber Boulevards – Dichte überprüfen – Fabrik Bolder neben 5-Geschosser sinnvoll? – Wunsch nach mehr Beruhigung in der Ge- schossigkeit – Weniger Enge in den Straßenfluchten – Private Vorflächen vor den Gebäuden z. B. auch für Fahrräder – Städtebauliche Begründung der Hochhäu- ser des Entrées – WB-Ergebnis ist nur „Entwurfsbeschaf- fung“ – Städtebauliche Grammatik der Hochhäu- ser wird verlassen (Ringradiale) – Es fehlt Raum für gemeinschaftliches Zu- sammenleben unterschiedlicher Schichten und „Kulturen“ – Was hier geplant wird, ist Verdrängung nicht gern gesehener Lebensformen und die Verhinderung von Vielfalt – Raum für selbstorganisiertes Leben anbie- ten (bezahlbare Möglichkeiten) Verfahren – Initiativen sollen aktiv! in Planung mit ein- bezogen werden (z. B. Recht auf Stadt) – Städtische Grundstücke nicht verkaufen, besonders für langfristige Perspektive – Konzept-Vergabeverfahren: „Wer erhielt den Zuschlag?“ – Stadt möge Bestandshalter bleiben und nicht veräußern – Frage von Entwicklungsgesellschaft – Wer organisiert den Prozess? Wer steuert die Mischung? – Planungsbeirat mit Beteiligung der Bür- gerschaft schaffen Alle Anregungen Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 18 Thementisch 4: Grüne Stadt der Zukunft | Zusammenfassung der Diskussion 33 „Grüne Stadt der Zukunft“ be- deutet für die TeilnehmerInnen dieses Thementisches insbeson- dere eine partizipative Nutzung der öffentlichen und privaten Freiflächen im Quartier. 33 Angeregt werden gemeinschaft- lich genutztes Grün in Form von Gemeinschaftsgärten oder Ur- ban Gardening auf geeigneten Flächen im unmittelbaren Wohn- umfeld. 33 Schon bestehende Initiativen wie das Autonome Zentrum und das Neuland-Gartenprojekt sollen in Planung und Umsetzung solcher Angebote eingebunden werden. 33 Die neuen Gebäude sollen durch Dachbegrünung, Verwendung nachhaltiger Materialien und ein zukunftsweisendes Energiekon- zept ökologischen und klimati- schen Anforderungen gerecht werden. 33 Der „Grüngürtel“ wird als wich- tiger Baustein der Parkstadt Süd gesehen und sollte zuerst reali- siert werden. 33 Vorhandene ökologische Quali- täten wie die Radeberger Brache sind zwingend zu erhalten. 33 Insgesamt ist die Chance zu nut- zen, die Parkstadt Süd als ökolo- gische Modellstadt in einem um- fassenden Sinn zu entwickeln. Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst. 19 Alle Anregungen Parkstadt Süd als ökologische Modellstadt – Möglichkeit der ökologischen Innovation nutzen und Vorreiter sein – Parkstadt Süd als ein Modell für eine grüne Stadt „von oben“ – Parkstadt Süd als Vorbild für ökologische Baumaterialien – Die Parkstadt Süd soll Musterquartier für die Essbare Stadt Köln werden - s. Ratsbe- schluss Vorhandene Qualitäten sichern – Radeburger Brache muss erhalten bleiben, keine Öffnung für öffentliche Nutzung – Erhalt wichtiger Bestandsbäume – wo mög- lich Anforderungen an die Freiflächengestaltung – Verwendung klimaresistenter Pflanzen – Viele Bäume auf öffentlichen Flächen für CO2-Resorption & ein angenehmeres Klima in der Stadt Nutzung von Freiflächen – Randbereiche der Bebauung partizipato- risch nutzen – Wunsch: Urban Gardening!! – Öffentlich nutzbare Gemeinschaftsgärten – Gemeinschaftsgärten nutzen, um Bürger- Innen gemischten Alters / Herkunft zusam- menzubringen – Guerilla Gardening in Parks, wohn- und ar- beitsplatznah (an Alleen, Wegesrändern & Privat-Innenhöfen, Büro-Innenhöfen) – Unkommerzielle Gemeinschaftsgärten, Ein- ladung zur Selbstorganisation in Kommu- nen & Veedeln/Quartieren Grüngürtel – Bitte den Parkraum sofort in Angriff neh- men. Dieser Teil soll nicht durch die Straßen und Gebäude verzögert werden (P. Funk) – Mit dem Grüngürtel soll die Planung und Umsetzung beginnen – Wettbewerbsgewinner Grünzug: Ergebnis- se dürfen nicht verwässert werden – Keine Sportflächen der Schulen in den Grün- gürtel Autonomes Zentrum einbinden – AZ, Neuland-Gartenprojekt & Ateliers in Pla- nung integrieren – AZ am aktuellen Standort lassen, Innenhof öffnen und mit Rasen begrünen. AZ als inte- grierter Bestandteil des Grüngürtels, als so- zialer Treffpunkt, kreativer Freiraum, nied- rigschwellige Anlaufstelle für Jung und Alt, soziales Zentrum – quartiersvernetzt und quartiersübergreifend. – Widerspruch AZ — Klimaziele Parkstadt? – parkstadtsued@riseup.net, riomosserde@ riseup.net – Steht Autonomes Zentrum Klimazielen ent- gegen? – AZ bepflanzen und in Grüngürtel integrie- ren; Bepflanzung am Klimawandel orien- tieren – Partizipative Kartierung von Parkstadt Süd, Überall Dachbegrünung // Vertikale Garten- räume; Klimawandelanpassung – Biodiver- sität; Mikroklima der versiegelten Zone mit- zunutzen – im Bezug vom Erhalt von AZ – Ökologische Ideenschmiede im Viertel – Innovationsgenerator AZ! Initiativen einbinden und fördern – Einen zugänglichen Platz für den Neuland- Garten schaffen (nicht verschattet) – Kooperation mit dem Kölner Ernährungsrat, urbane Landwirtschaft/Essbare Stadt; Moo- se zur Reinigung der Luft – Ausgestaltung der Grünflächen – wie kann man sich einbringen? – Bürgerbeteiligung – Stadtteilbüro – Essbare Stadt – Wo können sich Bürger einbringen, um ak- tiv zu begrünen? Anlaufstelle? – grün3 – Stadtteilbüro Parkstadt Süd Gebäude – 100% Dachbegrünung (wo möglich) – 100% Gründächer sind machbar – s. Akti- onsplan Essbare Stadt Köln – Nachhaltige Baumaterialien verwenden – ausgewogene Fassaden auch Fassadenbe- grünung – Priorität? Natürliche Ressourcen und Bau- materialien von Anfang an mit einzu- planen?!! Ist das nicht ein Widerspruch? Energie – Auch Photovoltaik auf Dächern – Energieautarke Quartiere? Derzeit noch nicht angedacht, – strategische Konzepte Bildung – In die Bildungslandschaft gehören Lern- gärten! – Grüne Kindergärten und Schulen Realisierungszeitraum, Zwischennutzungen – Zeithorizont? Nicht in Jahrzehnten rechnen – Grüne Pioniernutzung (Zwischennutzung erlauben) – Zwischennutzungen? Soll es nicht geben (Stadt), aber ökologisch sinnvoll Sonstiges – Essbarer Baum und Sträucherbestand und ein Gemeinschaftsgrill zum sozialen Mit- einander – Äußerer Anschein: „Hoher Versiegelungs- grad“? – Blockinnenbereiche grün – Grün- dächer – möglichst viel unversiegelte Fläche – verschattete Blockinnenbereiche für ur- ban gardening ungeeignet – Wer verdient wieviel Geld mit dem Bau der Parkstadt Süd?! – Für alle zugängliche WC’s – gerade für älte- re … und kleine Mitmenschen – Dichte Bebauung erhöht Druck auf die Grünflächen – Spielbereiche aus der Bebauung hinein in den Grüngürtel – nicht so positiv Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 20 Offener Thementisch Autonomes Zentrum Auf Vorschlag des Beigeordneten Markus Greitemann diskutierten zahl- reiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerworkshops an einem spontan eingerichteten weiteren Thementisch die Zukunft des Autonomen Zentrums, dessen Pachtvertrag Ende des Jahres ausläuft. Die integrier- te Planung sieht für den bisherigen Standort des Zentrums innerhalb des Grüngürtels künftig keine Bebauung vor. Im Mittelpunkt der kon- zentriert geführten Diskus- sion stand aber nicht nur die Standortfrage, sondern auch der Beitrag, den das Autonome Zentrum für die lokale Wirtschaft und die soziale-kulturelle Vielfalt der Stadt leistet. Die Stadt und Vertreter des Auto- nomen Zentrums tausch- ten ihre Positionen und Vorschlä- ge aus. Verbindlich vereinbart wur- de zunächst eine Verlängerung des Pachtvertrags, bis ein geeigneter Al- ternativstandort gefunden ist. Beide Seiten wollen zeitnah gemeinsam einen geeigneten Standort suchen – auf der Basis eines noch zu erstellen- den Katalogs, der die spezifischen Anforderungen beider Seiten glei- chermaßen berücksichtigt. 21 Auswertung des Eingangsfragebogens 1 Welcher Aspekt der neuen Parkstadt Süd ist für Sie persönlich von besonderer Bedeutung? Anmerkungen – Erhalt des AZ bzw. selbstverwalteter kultureller Angebote/Initiativen (30x) – Einbindung bestehender sozialer Einrichtungen (Kinderschutzbund Köln) 2 Welche Prioritäten sehen Sie bei der weiteren Entwicklung, was sollte zuerst in Angriff genommen werden? … eine breite Wohnungsvielfalt … wohnungsnahe Arbeitsplätze … ein Park für Freizeit und Erholung … ein attraktives Mobilitätskonzept 37,1 % 42 % 14,3 % 6,6 % … Wohnungsbau … Parkanlage … neue Wegeverbindungen … Bildungseinrichtungen … Ich bin zum ersten Mal dabei … bis zu 3 Veranstaltungen … mehr als 3 Veranstaltungen … an allen Veranstaltungen 28,8 % 44,3 % 27 % 25,7 % 26,2 % 12,4 % 18 % 17,5 % Anmerkungen – Erhalt Autonomes Zentrum (16x) – Einbeziehung bestehender Initiativen (4x) – unkommerzielle Freiräume (2x) – frei gestaltbare Freiraume – unkommerzielle Kulturräume – Kunst und Kultur 3 An wie vielen Veranstaltungen haben Sie bisher teilgenommen? Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 22 4 Welche innovativen Wohnformen interessieren Sie besonders? 34 % 7,7 % 50 % 17 % 25,9 % 18,5 % 17 % 8,9 % 32,3 % 54,5 % 31,5 % … Mehrgenerationenwohnen … Barrierefreies Wohnen … die Kombination von Wohnen und Arbeiten … andere innovative Wohnformen … sehr gut … gut … weniger gut … nicht zufriedenstellend … ja … mit Einschränkungen … nein Anmerkungen zu anderen innovativen Wohnformen: – geförderter Wohnraum – gemeinschaftliche Wohnformen (2x) – Baugruppen (2x) – preisgünstiger/bezahlbarer Wohnraum (7x) – (junge) Genossenschaften (2x) – Wohngruppen – ökologisches Bauen – Wagenplätze (10x) – selbstbestimmt /selbstverwaltet (6x) – Miethaussyndikat – Baumhäuser – mietfreies Wohnen – freie Wohnhäuser – Co-Housing 5 Wie beurteilen Sie den Beteiligungsprozess insgesamt? 6 Sehen Sie in der neuen Parkstadt Süd eine Bereicherung für die Stadt Köln? 23 Anmerkungen zum Beteiligungsprozess – Finden Sie bitte ein angemessenes Betei- ligungsformat im weiteren Verfahren. Die bisherige Qualität sollte nicht verlorenge- hen. – Als Mitglied der langfristig beteiligten Bür- gerinitiative „büsie“ hätte ich mir heu- te gewünscht zu hören wie es weitergeht mit der „Bürgerbeteiligung“; kommt noch was… wann und in welcher Form!? – Welche Beteiligung (=Entscheidungsbe- teiligung) für BürgerInnen ist vorgesehen? Info-Veranstaltungen sind Voraussetzung, nicht hinreichend! Planungsbeirat p mit Sitz + Stimme für Bürger. Wie wär‘s mit Räumlichkeiten für Kooperative Beteili- gung der Bürger? – Unsere Bürgerinitiative Büsie begleitet den Prozess seit mehreren Jahren. Wir haben viele Stunden gerechnet, gestritten, in ih- ren Arbeitsgruppen gesessen. Mir scheint, der Prozess der Bürgerbeteiligung ist zahn- los geworden. Ich bin ratlos, Vorschläge verpuffen, werden freundlich abgenickt, Moderatoren und Baudezernenten ver- schwinden. Wir haben wieder 3 Stunden unseres Lebens sinnlos vergeudet. – Bitte das Wort Beteiligung aus der Veran- staltungsreihe streichen! Oder transparent machen, wo/wie mit den Ergebnissen der „Beteiligung“ umgegangen wird. Nur die Dokumentation reicht mir nicht. – Schöne Veranstaltungen, die leider vor al- lem „bessergestellte“ Bürger erreichen, die damit ihrer Ansprüche einbringen. Ganz normale Durchschnittsbürger werden we- niger erreicht. – Wer entscheidet hier als „Mehrheit“? In- vestoren, Reiche, Lobbyisten? Wo sollen die Leute hin, die ein anderes Leben möch- ten? – Der Planungsprozess sollte nachstellbar aufgebaut werden, immer wieder anpass- bar, entstehende Bedarfe berücksichtigen Anmerkungen zur Planung – Die Verbindung Parkstadt Süd Rechtsrhei- nischer Bereich Poll/Porz ist sehr schlecht, mit ÖPNV über 30 min, im Grunde nur per Fuß/Fahrrad erreichbar. Ist ein Ausbau der Bahnverbindung über die Südbrücke mög- lich? – Stellplatzschlüssel real bitte – 0,5 ist nur Wunschdenken; Haushöhen angemessen an die Umgebung, 11 Stock ist zu hoch; Einkaufen sollte fußläufig möglich sein; Li- nie 13 an/durch die Parkstadt Süd bis Kno- ten Marktstr./Bonner Str. Erst Infrastruktur, dann Häuser; Weniger Lärm der Südbrücke mit Gummipuffern (10x leiser). Fußläufige Rheinuferanbindung. – Die Markthalle zu einem pulsierenden Zen- trum entwickeln, nicht nur kommerziell wie Markthalle Rotterdam, sondern Markt- halle 9 Berlin, Mischung aus Food- Gastro – Kleingewerbe – bezahlbar regional (s. „Marktschwärmer“ etc.). – Wann wird der Schandfleck Bonner/Kob- lenzer/Alteburger Str. verändert? – Niedrige Wohnbebauung (max. 5 Stock) im Bereich Quartier Parkstadt und Quartier Marktstadt; Erhalt der Brache; nur zweispu- riger Bischofsweg; ruhiges Wohnumfeld. Anmerkungen zur übergeordneten Planung – Statt einem Grüngürtel zum Rhein eine rechtwinklige Erweiterung vom Dom über den Neumart und Zülpicher Platz und Ru- dolfplatz. – Das „AZ“ erhalten bzw. integrieren. – Die Parkstadt Süd verdrängt Orte für un- kommerzielle Kultur und Politik wie das Autonome Zentrum Köln und die Ateliers. – AZ ernsthaft versuchen zu integrieren, die Energie positiv aufnehmen p Angebote für die Jugend fehlen – Wohnprojekten Chancen geben; Jungen Genossenschaften passende Verfahren + Zeitschiene bieten (nicht wie beim letzten Mal in Sürth). – Vieles was sich die BürgerInnen wünschen gibt es im AZ schon seit Jahren! – Selbstverwaltete Sozial- und Kulturräume sollen Räume bekommen, die ihren Be- dürfnissen entsprechen. In der Regel ist das unkommerziell (AZ Köln p Gemein- schaftsgarten Neuland p Bauwagenplätze Künstlerateliers). – Fruchtbäume, Baumhäuser und drei auto- nome Zentren. – Grünraum darf nicht weiter für andere Zwecke (Sport/Spielplätze/…) beplant wer- den. Die Stadt sollte ihre Bauflächen nicht zu Großinvestoren verkaufen, sondern Bo- denvorrats-Politik betreiben – zum Vorteil der künftigen Bewohner. – Von Ihnen wohnt die Mehrheit doch in Bayen thal und/oder Deckstein. Wie die Zahlen zeigen, war den Teilnehmern das Wohnraumange- bot – hier vor allem Mehrgenerationenwohnen und andere innova- tive Wohnformen – sowie die entstehende Parkfläche für Freizeit und Erholung besonders wichtig. Auch bei der Priorisierung der Entwicklungsschritte stehen dement- sprechend der Wohnungsbau und die Parkanlage, gleichauf aber auch die Bildungseinrichtungen im Vordergrund. Anlass für die Teilnahme an der Veranstaltung war jedoch bei vielen Bürgerinnen und Bürgern die Klärung des Verbleibs bestehender In- itiativen (z. B. AZ). Es fällt auf, dass mehr als 44 Prozent erstmals an einer Veranstaltung im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Parkstadt Süd teilgenommen haben. Insofern muss die verhaltene Beurteilung des Gesamtbeteiligungsprozesses relativiert werden. Rund zwei Drittel der Befragten halten die Parkstadt Süd für eine Be- reicherung für die Stadt Köln (ja, bzw. ja, mit Einschränkungen). Das große Engagement der Teilnehmer für ihre Interessen zeigt sich auch in den ergänzenden handschriftlichen Anmerkungen auf den Fragebögen, die wir nachfolgend im Wortlaut dokumentieren möchten: Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 24 Die Bürgerwerkstatt Parkstadt Süd führte eine große Anzahl interes- sierter Bürgerinnen und Bürger zu- sammen, deren Motive sich jedoch deutlich unterschieden. Teilneh- mende waren an Informationen über den Stand der integrierten Pla- nung interessiert. Andere Teilneh- mende – Mitglieder und Unterstüt- zende des Autonomen Zentrums – waren vornehmlich gekommen, um eine Bestandsgarantie für ihre Einrichtung am Standort zu fordern. Mit dem Angebot der Verwaltung, die Zukunft des Autonomen Zent- rums in einer eigenen Gesprächs- runde zu besprechen, konnten bei- de Erwartungen erfüllt werden. In einer offenen Diskussion ist es ge- lungen, die unterschiedlichen Sicht- weisen auf Planung und Planverfah- ren deutlich zur Sprache zu bringen. Resümierend können aus dem Bür- gerworkshop folgende Erkenntnisse für das weitere Verfahren abgeleitet werden: Der bisherige Beteiligungsprozess hat bei vielen Bürgerinnen und Bür- gern Erwartungen zur direkten Um- setzung der eigenen Ideen geweckt. Im bisherigen Planungsmaßstab können diese jedoch noch nicht konkret abgebildet werden. Zur kontinuierlichen Information und weiteren Beteiligung werden bereits bestehende Informationswege, wie Newsletter, Homepage, Presseinfor- mationen und Veranstaltungen aus- gebaut. Besondere Themen werden auch zukünftig in eigenen Veranstal- tungen behandelt. Hierzu ist beab- sichtigt, ein Kommunikationskon- zept zu erstellen. Die Nutzung des Stadtteilbüros soll hierbei integriert werden. Im Weiteren sind die Beteiligungen im Rahmen der einzelnen Bauleit- planungen grundsätzliche Verfah- rensschritte. Zu besonderen Frage- stellungen werden zusätzliche Ver- anstaltungen nach Bedarf ausge- richtet. Die Realisierung neuer Stadtquartie- re folgt heute dem Grundsatz nach- haltiger Stadtentwicklung. Dazu ge- hören u. a. multimodale Mobilität, umweltbewusstes Verhalten, und CO2-bindende Baustoffe. Es ist ein Lernprozess und soll daher im Rah- men der künftigen Bürgerbeteili- gung aktiv angestoßen werden. Die umweltverträgliche Vernetzung der Parkstadt Süd mit den angren- zenden Quartieren wird in der wei- teren Planung fortgeschrieben und in der Umsetzung berücksichtigt. Es soll ein zukunftsfähiges Stadt- quartier mit neuen Mobilitätsfor- men, wie sie im Mobilitätskonzept erarbeitet wurden, entstehen. Mehrheitlich wurde für die Parkstadt Süd ein sozial und energetisch nach- haltiges Zukunftsquartier mit be- zahlbarem Wohnraum für alle gefor- dert. Die vielschichtigen Bedarfe sol- len in der Umsetzungsphase durch Konzeptvergaben für unterschied- liche Finanzierungsmodelle und Wohnformen ermittelt werden. Die geforderten Qualitäten sind be- reits in großen Teilen in der integ- rierten Planung enthalten. Ein Quar- tiershandbuch soll diese Qualitäten vertiefen und über die mehrere Jah- re andauernde Realisierungsphase sicherstellen. Parkstadt Süd: Weiteres Vorgehen 25 Impressionen Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 26 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Quartier Parkstadt Das Quartier Parkstadt ist überwiegend für das neue Wohnen vorgesehen. Die überhöhte Erdgeschosszone der Bebauung kann attrak- tiv Konzepte des Wohnens, der Inklusion, und der Kultur aufnehmen. Der Stadtplatz im Wes- ten mit optimaler Anbindung an den Grüngür- tel und die Südstadt, der Pocketpark im Osten und die Mobilitäts trasse bieten Möglichkeiten der Integration der Bürgerideen in den Außen- raum. Am Stadtplatz ist der Baustein 5 für kre- ative Nutzungen, quartiersbezogene Nutzun- gen und für die Büronutzung vorgesehen. Nutzungskonzepte Die aus dem Ideenmarkt entstandenen Anre- gungen hinsichtlich der Nutzungskonzepte für Wohnen, Kultur und Arbeiten werden durch die kleinteilig parzellierte Bebauungsstruktur der Bausteine möglich gemacht. Die im Ideen- markt geäußerten Wünsche nach Baugrup- pen, bezahlbarem Wohnen, Mehrgeneratio- nenwohnen, inklusivem Wohnen und Co-hou- sing werden weiter verfolgt. Ein tragfähiger Nutzungsmix soll auf Grundlage des Ideen- marktes möglich gemacht werden. Das Nut- zungskonzept sieht Flächen für Kultur, Bil- dung, Sport und Tanzveranstaltungen vor. Testentwürfe Die Ideen des Ideenmarktes sind in die Testent würfe eingeflossen und im größeren Maßstab überprüft worden. Innovative und in- klusive Wohnformen wurden berücksichtigt. Der Wunsch der Bürger, ein für Köln spezifi- sches Quartier zu gestalten, wird in den Test- entwürfen angedacht und umgesetzt. – Modelle für preiswertes Wohnen – Bauen aus dem Baukasten - smart price houses – Preiswert Bauen wie in Nantes – Bezahlbarer Wohnraum – Fair Rent: Der gerechte Mietmarkt – Gemeinschaftlich Bauen (und Wohnen) in der Parkstadt Süd – Gemeinschaftlich (Bauen und) Wohnen in der Parkstadt Süd – Köln Co-housing – Wohnen mit Alt und Jung – Wohnen – Das Haus für Alle (52 Inklusionskümmerer) – Ein neues Kinderschutzzentrum – Beginenhof Köln Parkstadt Süd – Überhöhte Erdgeschosszonen, flexib- le baulichen Typologien und spezifische Nutzungs zonierungen machen die Um- setzung der Ideen in der weiteren Planung möglich. – Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten er- folgen, durch das Instrument der Konzept- vergabe soll deren Umsetzung sicherge- stellt werden. Ideenmarkt als Ressource Ein wesentlicher Bestandteil des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd war die Teilhabe der Stadtgesellschaft am Planungsprozess und der intensive Austausch mit den Planungsteams, den Experten und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel Stadtgestalt und Ökologie zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und in- klusiven Wohnformen, Kultur, Bildung, Sport und sozialer Infrastruktur sichergestellt werden. Ebenso wurde eine zukunftsfähige Mobilitätspla- nung unter Berücksichtigung von Freiraum und Klima gefordert. Die Umsetzung der Ideen aus dem Ideenmarkt innerhalb des weiteren Planungsprozesses ist ein wichtiger Baustein einer qualitätsvollen Quar- tiersentwicklung. Im Rahmen der Teilhabe wurden auch Starterprojekte und Zwischen- nutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen thematisiert und gefordert. Das breite Spektrum an Ideen und Projektvorschlägen (Entwicklung öffentlicher Räume und Grünflächen, essbare Stadt, barrierefreie um- weltverträgliche Mobilität, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, kinder- und familiengerechte Quartiere, Klima und Resilienz, Inklusion sowie quartiersverbundene Ökonomien) zeigt: Zwischennutzungen und tem- poräre Projekte in der Parkstadt Süd können viele gesellschaftliche The- Welche Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aus dem bisherigen Verfahren konnten in der aktuellen Planung bereits berücksichtigt werden? men und Lebensbereiche betreffen. Die Ideen der Initiativen und die Projektvorschläge aus dem Ideenmarkt haben die Gesamtkonzeption der Planungsteams beeinflusst. Auf Wünsche nach alternativen Wohn- formen, Gemeinschaftsräumen, Arbeitsräumen sowie sozialen Inter- aktionsflächen wurde vorausschauend mit flexiblen baulichen Typo- logien (in den Erdgeschosszonen), spezifischen Nutzungszonierungen und adaptiven Parkstrukturen reagiert. Aber auch in den ersten Ent- wicklungsphasen sind Flächen, Gebäude sowie insbesondere die Park- ränder für temporäre und flexible Nutzungen als eine Chance für die mögliche Verortung vieler zwischennutzungsrelevanter Ideen aus dem Ideenmarkt identifiziert worden. Die in der Integrierten Planung vorgeschlagenen Zonierungen in die Bereiche Quartier Parkstadt, Quartier Marktstadt, Quartier Entrée und Quartier Bildungslandschaft ermöglichen die zeitliche und räumliche Integration der zahlreichen Ideen aus der Stadtgesellschaft. Die im Ideenmarkt von den Bürgern gewünschten Punkte, die in den folgen- den Unterkapiteln näher aufgeführt werden, und die prozessuale Um- setzung der Ideen sollen realisiert werden. Eine ökologisch zukunfts- weisende Stadtgestaltung sowie die Integration der inklusiven Kultur werden dabei berücksichtigt. Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten geschehen. 27 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Quartier Marktstadt Das Quartier Marktstadt ist geprägt durch eine vielfältige Durchmischung der Nutzungen. Im Zentrum der Marktstadt steht die Großmarkt- halle, die mit den umgebenen Platzräumen attraktive Flächen für Ideen und Wünsche der Bürger aus der Ideenwerkstatt anbieten kann. Kulturelle, inklusive und sozialverträgliche Nutzungen sind in allen Bausteinen temporär und längerfristig möglich. Unterschiedliche Ideen zur Großmarkthalle wie z. B. ein Nasch- markt nach Wiener Vorbild oder ein Markt für „gutes Essen“ sowie Räume für darstellende Künste, eine Bühne und Proberäume sowie Räume zur Aus- und Weiterbildung sind wün- schenswert. Unterschiedliche Wohnangebo- te wie inklusive Wohnateliers, Galerien und Kulturcafés können in die weiteren Planungs- schritte integriert werden. Im Marktamt der Großmarkthalle wird als ein Starterprojekt ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle für die Parkstadt Süd eingerichtet. Nutzungskonzepte Die aus dem Ideenmarkt entstandenen An- regungen hinsichtlich der Nutzungskonzep- te für Wohnen, Kultur und Arbeiten werden durch die kleinteilig parzellierte Bebauungs- struktur der Bausteine möglich gemacht. Die im Ideenmarkt geäußerten Wünsche nach Baugruppen, bezahlbarem Wohnen, Mehrge- nerationenwohnen, inklusivem Wohnen und Co-housing werden weiter verfolgt. Ein trag- fähiger Nutzungsmix soll auf Grundlage des Ideenmarktes möglich gemacht werden. Das Nutzungskonzept sieht Flächen für Kultur, Bil- dung, Sport und Tanzveranstaltungen vor. Testentwürfe Die Ideen des Ideenmarktes sind in die Test- entwürfe eingeflossen und im größeren Maß- stab überprüft worden. Innovative und inklu- sive Wohnformen wurden berücksichtigt. Der Wunsch der Bürger, ein für Köln spezifisches Quartier zu gestalten, wird in den Testentwür- fen angedacht und umgesetzt. – Markthalle – marktzehn – Alte Markthalle – Das Haus für Alle (52 Inklusionskümmerer) – X-Süd // Alle Zusammen – X-Süd // Zukunftshaus – X-Süd// Theaterhaus – X-Süd// Materialhaus – Garden Up – Die zukünftige Nutzung der Markthalle wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie über- prüft und mit Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt. – Überhöhte Erdgeschosszonen, flexible bau- lichen Typologien und spezifische Nut- zungszonierungen machen die Umsetzung der Ideen in der weiteren Planung möglich. – Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten er- folgen, durch das Instrument der Konzept- vergabe soll deren Umsetzung sicherge- stellt werden. – Die städtebauliche Grundstruktur ermög- licht multifunktionale Nutzungen und neue Synergien. Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 28 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Quartier Bildungslandschaft Das Quartier Bildungslandschaft sieht eine Verdichtung von Bildungseinrichtungen vor. Dadurch werden kurze Wege und Synergien geschaffen. Eine Grundschule, eine weiterfüh- renden Schule, Kitas und Wohnungen für Stu- dierende gruppieren sich um einen Campus- platz. Die aus dem Ideenmarkt stammende Idee der Erweiterung der Inklusiven Bildungs- landschaft Süd wird in weiteren Planungs- schritten berücksichtigt. – Stadtteil- und Schulschwimmbad – Laptop-Präsentation (Freibad) – Inklusive Bildungslandschaft Süd – Klärung im Rahmen der Planung des Bildungscampus Grüngürtel Die Ideen der Stadtgesellschaft für den Grün- gürtel werden in den weiteren Planungspro- zessen berücksichtigt. Der Sportpark Süd wird als moderne Sportlandschaft ausgebaut. Es entsteht ein grünes Band als gewünschter Ort der Bewegung und Begegnung. Wichtige sozi- ale Themen wie die Entschleunigung, der Um- gang mit dem Freiraum und das Klima wer- den im Pionierpark und auf dem Pionierpfad exemplarisch ermöglicht. Der Innere Grün- gürtel und der Volksgarten werden als zusam- menhängende Grünfläche der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt. Dabei ist die barrierefreie Grüngürtelfortführung an der Lu- xemburger Straße ein Fokusbereich. Im Zuge des Ideenmarkts wurde ein Radschnellweg im Grünzug neben der Bahnlinie erarbeitet. Auch die Idee eines Kulturgürtels in unterschied- lichen Abschnitten wird in der weiteren Pla- nung verfolgt. – Südbrücke barrierefrei – Grünzug mit Radschnellweg – Radschnellweg Eisenbahnring – Sportpark Süd – Eine Leitidee zur Entwick- lung des SC Fortuna Köln – Sportlandschaft Süd – Durchwegung der Sportanlage – Bäume mit Migrationshintergrund – Park für die Sinne – „historischer“ Kultur-Pavillon – Essbare Parkstadt Süd – Aussichtsberg – tango 8 – Grünes Band am Bahndamm – Volksgarten + Innerer Grüngürtel gehören zusammen – Parkstadt Süd Plus – Das 11 Punkte-Plus-Programm: Eifelwall – „Kulturgürtel“ Kunst und Kultur - Alt und Neu verbindet – Veedel-Treff am Eifelwall – Urban Gardening/Neuland – Parque Royale/French Park – Bewegung & Begegnung – Slow Motion – Sitzen-Liegen-Denken – Tierisch grün – das Konrad-Adenauer-Tier- heim – Verbindung Parkstadt Süd - Volksgarten - Gleisdreieck – Der Ideenvorschlag wird im Rahmen des Verfahrens weiter verfolgt und entspricht den Zielen für Bildung und Inklusion der Stadt Köln – Die Umsetzungsmöglichkeit wird derzeit geprüft. – Der Sportpark Süd wird als moderne Sportlandschaft ausgebaut. – Die Ideenvorschläge werden im Rahmen der Planung des Inneren Grüngürtels geprüft. – Das Tierheim hat Bestandsschutz und wird in die Freiraumplanung integriert. – Der aktuelle Planungsstand sieht einen Bahndurchstich zum Volksgarten vor und vernetzt so die beiden Stadträume entlang des Bahndamms. 29 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Städtebau und Freiflächen Die Ideen aus dem Ideenmarkt bezüglich der klimatischen und ökologischen Randbedin- gungen wie z. B. die Klimamatrix, Klimaanpas- sung durch Wasser-Risiko-bewusstes Bauen, Bäume mit Migrationshintergrund und das rechtzeitige Angehen von Baumpflanzungen wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Ideen zur Bewegung und Begegnung, Sport- und Spiel- platzangeboten für Jugendliche und Kinder wurden in die Planung übernommen. – Bäume mit Migrationshintergrund – Klimafit – Grünes Band am Bahndamm – Parkstadt Süd Plus – Das 11 Punkte-Plus-Programm: Eifelwall – Die Ideenvorschläge wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Konkretisierung einzelner Ideen erfolgt in der weiteren Planung. Mobilitätskonzept Der Wunsch nach einem autofreien Innenbe- reich der Quartiere und dem Parken am Rand der Bebauungsstruktur ist ein wichtiger Be- standteil des Mobilitätskonzepts. Das Fach- gutachten zum Mobilitätskonzept unterstützt die Ideen des innovativ gestalteten Verkehrs- raums. Der ruhende Verkehr wurde möglichst reduziert und folgt der Idee, im neuen Stadt- quartier den Individualverkehr zu verringern. Insgesamt soll durch das Mobilitätskonzept eine Verhaltensänderung der im Quartier wohnenden und arbeitenden Bevölkerung zu Gunsten des Umstiegs auf den Verkehrsbund erreicht werden. Auch wird die Idee des Ideen- marktes aufgegriffen, die Fahrradunterbrin- gung attraktiv im Erdgeschoss oder leicht zu- gänglich im Untergeschoss unterzubringen. – Parken am Rand ermöglicht autofreien In- nenbereich – Tiefgaragen für Fahrräder statt Autos – Das 11 Punkte-Plus-Programm: Eifelwall – Die Ideenvorschläge wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Konkretisierung einzelner Ideen erfolgt in der weiteren Planung. Sonstiges – Gestalteter Verkehrsraum – Frischezentrum/Großmarkt und Wohnen in der Parkstadt Süd PAR[MA] – Landmark am Höninger Weg – Es geht! Standortalternativen für das Neue Stadtarchiv – Beteiligung von Kindern und Jugendlichen – Womit kann man beginnen? – Prozessuales Begleitgremium – Ideenvorschlag steht im Widerspruch zu den Beschlüssen der politischen Gremien. – Im weiteren Projektverlauf wird die Betei- ligung aller Bürgerinnen und Bürger fort- gesetzt. – Die Realisierung der Parkstadt Süd wird suk- zessive in Abhängigkeit zur Flächenverfüg- barkeit erfolgen. – Der weitere Planungsprozess soll von einem Gremium auf Basis der Lenkungsgruppe Masterplan Innenstadt begleitet werden. Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 30 Fotonachweis Titel: Ausschnitte aus der Zeichnung von Marie Jacobi, Essen Seite 6: Urich Kaifer, Köln Seiten 8 und 9: Ortner & Ortner Baukunst, Köln Seiten 10 und 11: Marie Jacobi, Essen Seiten 12, 14,16 und 18: Ausschnitte aus der Zeichnung von Marie Jacobi, Essen Seiten 13, 15, 17 und 19 links: Pesch & Partner, Dortmund Seiten 13, 15, 17 und 19 rechts: Ulrich Kaifer, Köln Seiten 20 und 25: Ulrich Kaifer, Köln 31 Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 32 www.parkstadt-sued.koeln Die Oberbürgermeisterin Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen Stadtplanungsamt Prozessbegleitung pp a|s pesch partner architekten stadtplaner 12.2018
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (11)
- Kreuznacher Straße
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- Höninger Weg
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- Eifelwall
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Details
- Aktenzeichen
- 0162/2019
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 18.01.2019
- Erstellt
- 15.01.2019 09:25