1973/2017
Fehlende Räumkapazitäten, Schulbaunotstand, Computerräume ./. Containereinheiten
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
5031 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/40 Vorlagen-Nummer 22.06.2017 1973/2017 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 26.06.2017 Fehlende Räumkapazitäten, Schulbaunotstand, Computerräume ./. Containereinheiten Herr Dr. Zimmermann, sachkundiger Einwohner (CDU), stellt eine mündliche Anfrage zur Schul- raumsituation in Köln: Zunehmend fehlen Schulplätze an Kölner Schulen. Die Klassenfrequenzen sind über die normaler- weise zulässigen Werte erhöht worden. An vielen Schulen sind bereits dringend benötigte Fachräume zu Klassenräumen umgewandelt worden, um zusätzliche Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können. Es fehlen zudem Sporthallen und die vorgeschriebenen Pausenflächen. In diesem Jahr sol- len behelfsweise 57 zusätzliche Klassencontainer beschafft und eingerichtet werden, die zusätzliche Pausenflächen benötigen. Dennoch gibt es an vielen Schulen weiterhin Computerräume, die hinsichtlich des technischen Fort- schritts bei einer Anschaffung von Tablets verzichtbar wären. Solche Computerräume sind in der Re- gel relativ groß und böten Platz, um in Schulen mit Klassenraumprinzip weitere Klassen unterzubrin- gen. Es ist wahrscheinlich, dass Schulen Computerräume aufgeben würden, wenn deren Schülerin- nen und Schüler stattdessen mit Tablets ausgerüstet würden, die im Unterrichtalltag sehr viel flexibler und ökonomischer eingesetzt werden könnten. Vor diesem Hintergrund fragt er: 1. Wie viel kostet im Schnitt die Aufstellung eines Containers inklusive Bauvorbereitung, Genehmi- gung und Schaffung der notwendigen Infrastruktur (u. a. Zuwege, Sanitär- und Elektroleitungen)? 2. Wie hoch sind die durchschnittlichen Unterhaltskosten (u. a. Mehraufwand für Heizung, Reparatu- ren) pro Jahr? 3. Wie lang ist die zu erwartende Lebensdauer eines Containers? 4. Wie viele Tablets könnten unter Berücksichtigung der unter 1 und 2 aufgeführten Kosten und der zu erwartenden Lebensdauer eines Containers angeschafft und gewartet werden? 5. Lohnt es sich aus Sicht der Verwaltung a) finanziell und b) aus pädagogischer Sicht, Schulen ein Angebot - wie oben beschrieben - zu unterbreiten? Zu der Anfrage wurde bereits in der Sitzung durch die Verwaltung mündlich wie folgt mitgeteilt: Herr Gräbener weist darauf hin, dass die Schulverwaltung selbstverständlich im vergangenen Jahr aktuell alle Schulgebäude auf Raumreserven abgefragt und selbst untersucht hat, weil künftig jeder freie Raum genutzt werden muss. Computerräume können dann mit W-LAN, Tablets oder Laptops ersetzt werden, wenn eine ausreichende Zuleitung vorhanden ist. Derzeit stellt Netcologne einer Schule normalerweise 100 Mbit zur Verfügung. Das reicht nicht, um eine Schule mit Tablets oder Laptops auszustatten. Hier müssen auch außerhalb des Schulgeländes zahlreiche zusätzliche Kabel verlegt werden, um eine hinreichende Versorgung sicherzustellen. Frau Heuer hatte im weiteren auch darauf hingewiesen, dass ein freiwerdender Computerraum allein noch nicht den Schluss zulässt, dass in einem Schulgebäude mehr Klassen aufgenommen werden können, da auch die Kapazitäten der gemeinsam zu nutzenden Flächen (Naturwissenschaftsräume, Sportflächen, Mensen, Aulen u.ä.) der Aufnahme von zusätzlichen Schülerinnen und Schülern ge- recht werden müssen. 2 Stellungnahme der Verwaltung: Zu der mündlichen Anfrage wird weiter ausgeführt: Die Verwaltung befindet sich mit dem städtischen Provider in Gesprächen, um zukünftig eine ent- sprechende Verkabelung zu erreichen. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass eine entspre- chende Verkabelung innerhalb kurzer Zeit flächendeckend erreicht werden kann. Hinsichtlich der Digitalisierungsbemühungen wird durch koordinierende untere Schulaufsicht darauf hingewiesen, dass auch bei Einsatz von Laptops oder Tablets zur Zeit nicht grundsätzlich davon aus- gegangen werden kann, dass auf den Computerraum verzichtet werden könne. Im Bereich der Planung von Neubauvorhaben wird im Rahmen der Abstimmung der Raumprogram- me (Planungsrahmen für pädagogische Raumprogramme) mit den Kollegien abgestimmt, ob das Schulprofil, bzw. die pädagogischen Konzepte sich soweit entwickeln werden, dass auf einen einzel- nen Computerraum verzichtet werden kann. Aus Sicht der Verwaltung ist erkennbar, dass ein Verzicht auf Computerräume zurzeit nicht möglich ist und auch in Einzelfällen kaum die Aufnahme von zusätzlichen Klassen ermöglicht, somit für die Abmilderung des Schulbaunotstandes kurz- bis mittelfristig nicht hilfreich ist. Auf die weitere, genaue Betrachtung der Kosten der Anschaffung, Erschließung, Bauunterhaltung und Betriebskosten von Containern in einer Gegenüberstellung zu den Kosten der Beschaffung von Lap- tops oder Tablets, deren Wartung, Betriebskosten, der Kosten des dafür benötigten Personals oder Schulungen etc. wird aus den bekannten personellen Kapazitätsgründen verzichtet. gez. Dr. Klein
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1973/2017
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 22.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27