0093/2024
Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier - Auswertung der Online-Öffentlichkeitsbeteiligung
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IX/151/2 Vorlagen-Nummer 19.01.2024 0093/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 25.01.2024 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 29.01.2024 Stadtentwicklungsausschuss 01.02.2024 Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier - Auswertung der Online- Öffentlichkeitsbeteiligung Die Erarbeitung des Räumlichen Entwicklungskonzepts LiebigQuartier ist im Mai 2023 gestar- tet und wird voraussichtlich im 3. Quartal 2024 durch einen Beschluss des Stadtentwicklungs- ausschusses abgeschlossen werden. Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik setzt mit dem Projekt den Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 28.06.2018 zur Städte- baulichen Neuordnung für den Bereich Parkgürtel Süd und GE Schlachthof (AN/0985/2018) um, für das Plangebiet einen Entwicklungs- und Nutzungsplan aufzustellen. Das darauf auf- bauende geplante Vorgehen zur Erarbeitung eines Räumlichen Entwicklungskonzepts Liebig- Quartier wurde am 02.06.2022 dem Stadtentwicklungsausschuss vorgelegt (Vorlage 4461/2021). Dieser hat es ebenso wie die BV 4 und BV 5 zur Kenntnis genommen und dem Vorgehen der Verwaltung zugestimmt. Die Öffentlichkeit wurde frühzeitig über das städtische Beteiligungsportal Meinung für Köln be- teiligt. Dazu wurde vom 21. August 2023 bis zum 10. September 2023 eine Online-Öffentlich- keitsbeteiligung (s. meinungfuer.koeln/Liebigquartier) durchgeführt. Anschließend wurden die von insgesamt 280 Personen eingegangen Beiträge ausgewertet (s. Anlage 1). Die Ergeb- nisse der Online-Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in den Arbeitsprozess des Räumlichen Ent- wicklungskonzeptes LiebigQuartier ein. Für März 2024 ist eine Zukunftskonferenz als öffentli- che Veranstaltung geplant. Über den genauen Termin wird die Öffentlichkeit rechtzeitig infor- miert. gez. Haack
Anlage 1 Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung LiebigQuartier
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Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier: Auswertung der Online-Öffentlichkeitsbeteiligung | 15 - Amt für Stadtentwicklung und Statistik Anlage 1 zur Mitteilung 0093/2024 Januar 2024 Seite 2 Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik REK LiebigQuartier - Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung - Anlage 1 zur Mitteilung 0093/2024 Inhaltsverzeichnis Beteiligungsprozess REK LiebigQuartier Seite 03 Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Seite 03 Ergebnisse der Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Seite 03 Quellen Luftbild Titelseite: © Stadt Köln Seite 3 Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik REK LiebigQuartier - Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung - Anlage 1 zur Mitteilung 0093/2024 Beteiligungsprozess REK LiebigQuartier Für die Erarbeitung des Räumlichen Entwicklungskonzepts (REK) LiebigQuartier kommen unterschiedliche Erhebungs-, Beteiligungs- und Abstimmungsformate zum Einsatz: • Die betroffenen Dezernate und Fachämter der Stadtverwaltung werden regelmäßig über Lenkungs- kreis-Sitzungen und Projektgruppen-Sitzungen einbezogen. • Die Lokalpolitik wird fraktionsübergreifend über Zwischenergebnisse informiert. • Für die Bestandserhebung wurden im 3. und 4. Quartal 2023 relevante Flächeneigentümer*innen, Wirtschaftsunternehmen und Institutionen mittels persönlicher Stakeholder-Gespräche zu aktuellen Entwicklungsabsichten und den Charakteristika des LiebigQuartiers befragt. • Die Formulierung von Entwicklungszielen für das LiebigQuartier, die Sammlung signifikanter Ent- wicklungspotenziale sowie die Diskussion verschiedener Entwicklungsszenarien erfolgen unter Be- teiligung wichtiger Stadtteilakteur*innen im Rahmen von zwei Workshops im September 2023 sowie Januar 2024. • Die Bewohner*innen des LiebigQuartiers sowie die breite Öffentlichkeit konnten vom 21. August bis 10. September 2023 ihre Ideen, Hinweise und Vorstellungen zur Weiterentwicklung und Erneuerung sowie zum Umbau des Stadtquartiers in eine Online-Karte eintragen. • Die Ergebnisse des Räumlichen Entwicklungskonzepts werden der Öffentlichkeit im Rahmen einer Zukunftswerkstatt für das LiebigQuartier im März 2024 zur Bewertung und Würdigung vorgestellt. Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Über das stadtweite Portal meinungfuer.koeln haben im Zeitraum vom 21. August bis 10. September 2023 über 280 Personen Hinweise zur Entwicklung des LiebigQuartiers gegeben. Die Hälfte der Personen hat angegeben, im LiebigQuartier zu wohnen. 43 % der Personen interessieren sich generell für das LiebigQuar- tier, leben oder arbeiten dort jedoch nicht. Nur wenige Personen (7 %) haben angegeben, im Quartier zu arbeiten. Es wurden 180 Beiträge per digitaler Stecknadel in der Karte verortet und diese 125-mal kommentiert. Zu- sätzlich wurden 97 Beiträge ohne Verortung geschrieben und diese 31-mal kommentiert. In der Summe wurden 433 qualitative Nennungen abgegeben. Bei den meisten Beiträgen und Kommentaren (53 %) handelt es sich um Ideen oder Maßnahmen, die um- gesetzt werden sollten. 40 % der Nennungen behandeln Mängel oder Missstände, die verbessert werden sollten. Die übrigen 7 % der Beiträge und Kommentare benennen positive Dinge im Quartier, die erhalten oder gestärkt werden sollten. Ergebnisse der Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Bei den Beiträgen und Kommentaren handelt es sich um qualitative Anmerkungen. Jeder einzelne Kommen- tar oder Beitrag ist zunächst einmal gleich wichtig. Um die Anzahl der Nennungen dennoch auswertbar zu machen, werden die Inhalte im Folgenden nach Handlungsfeldern und Unterkategorien zusammengefasst. Verkehr Die meisten Beiträge und Kommentare (39 %) betreffen das Handlungsfeld Verkehr. Und hiervon behandelt ein Drittel (32 %) das Thema Fahrradverkehr. Inhaltlich geht es vor allem um die mangelnde Radverkehrs- infrastruktur auf der Liebigstraße und die fehlende Radwegeführung an der Inneren Kanalstraße zur Horn- straße. Häufiger angesprochen wird ebenfalls das kurze Stück Escher Straße zwischen Liebigstraße und Geldernstraße als wichtige, aber mangelhafte Funktion für den Radverkehr. Als Idee wird mehrmals die Umwidmung der Wöhlerstraße zur Fahrradstraße mit Öffnung der Einbahnstraße Methweg für den Radver- kehr in Gegenrichtung als sichere Radwegeverbindung parallel zur Liebigstraße zwischen Nippes und dem Schulzentrum Albertus-Magnus-Gymnasium genannt. Und auch die Lämmerstraße könnte als Einbahnstra- ße von der Hornstraße für den Radverkehr Richtung ESV Olympia Sportplatz geöffnet werden, ebenso die Seite 4 Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik REK LiebigQuartier - Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung - Anlage 1 zur Mitteilung 0093/2024 Julio-Goslar-Straße. Etwas mehr als ein Viertel (27 %) aller Nennungen im Handlungsfeld Verkehr betrifft die Verkehrssicher- heit. Hier geht es vor allem um Tempo-Reduktion, fehlende und mangelhafte Fußgängerüberwege sowie um Sichthindernisse durch zugeparkte Gehwege, z.B. auf dem Schulweg in der Julio-Goslar-Straße, auf dem Weg zum ESV-Olympia-Sportplatz an der Osterather Straße/Ecke Liebigstraße oder an der Liebigstraße im Bereich der Einmündung Hans-Wild-Straße. Für die Nievenheimer Straße wird ein Verkehrsberuhigter Be- reich und für die Herkulesstraße eine Anliegerstraße vorgeschlagen. Jeweils jede sechste Nennung (17 %) beschäftigt sich mit dem Kfz-Parken (u.a. E-Ladestationen, Ladezonen, kostenfreies Parken, Parkstände auf A57-Brücke besser organisieren) sowie mit Vorschlägen zur Verbesserung des Fußverkehrs (z.B. Fußgän- gerbrücke A57, Verbindung zwischen Methweg und Osterather Straße, Unterführung Bahndamm am Geld- ernpark). Für den ÖPNV sollte die Buslinie 142 auf der Liebigstraße (Takt und Bedienungszeitraum, Streckenverlän- gerung) deutlich ausgebaut werden. Der P&R-Platz am Haltepunkt Nippes sollte zu einer Mobilitätsstation mit Quartiersparkhaus ausgebaut werden. Und für die Verkehrsführung sollte die Linksabbiegespur von der Hornstraße auf die Innere Kanalstraße dauerhaft geöffnet werden. Öffentlicher Raum Etwa jede siebte Nennung (15 %) betrifft das Handlungsfeld Öffentlicher Raum. Davon behandelt jeder dritte Beitrag und Kommentar (35 %) das Thema Straßenbäume. Vor allem auf der Liebigstraße, der Wöhlerstraße und Hornstraße sollten Straßenbäume gepflanzt werden. Die Geldernstraße wird als wertvolle Baumallee wahrgenommen. Weiterhin werden öffentliche Platzgestaltungen an der Liebigstraße mit Aufenthaltsqualität und Raum für Nachbarschaft vorgeschlagen. Die Liebigstraße und ihre Nebenstraßen werden teilweise als lebensfeind- liche Unorte beschrieben. Explizit angesprochen wird auch der Weiterbau des Autobahndeckels. Dieser Bereich entlang der Autobahn wird mit Müll und Drogenhandel in Verbindung gebracht. Für den Geldernpark wird eine bessere Beleuchtung angesprochen. Des Weiteren wird das RheinEnergie-Areal als Barriere zum Blücherpark wahrgenommen. Eine Öffnung des Areals als öffentlicher (Verbindungs-)Raum, z.B. über die Osterather Straße, wäre wünschenswert. Städtebau Ebenfalls etwa jede siebte Nennung (14 %) befasst sich mit dem Handlungsfeld Städtebau. Hier geht es vor allem um den Erhalt und die Nachnutzung der Molkereigebäude. Es wird auf die Alte Brotfabrik und eine Grünfläche mit altem Baumbestand auf dem Molkerei-Areal aufmerksam gemacht. Für das Schlachthof-Are- al wird eine verdichtete Blockrandbebauung mit grünen Innenhöfen und Ladenlokalen im Erdgeschoss vor- geschlagen. Für die drei Discounter-Standorte wird eine städtebauliche Verdichtung angesprochen. Generell wird der Wunsch nach einem Veedel-Platz als kleines Quartierszentrum geäußert. Grün 8 % der Nennungen betreffen das Handlungsfeld Grün. Hier geht es vor allem darum, die bestehende Grünstruktur zu erhalten, qualitativ aufzuwerten und für bestimmte Nutzungen (Hundewiese, Outdoor-Sport- geräte) herzurichten. Dazu gehören die Grünfläche an der A57 und der Herkulesstraße mit dem Hinweis, dass die Grünverbindungen zum Blücherpark und zum Inneren Grüngürtel fehlen. Genannt werden aber auch kleinere Flächen wie der Grünstreifen an der Osterather Straße entlang vom DHL-Gebäude oder eher unbekannte Flächen wie die Grünfläche hinter der Alten Brotfabrik. Vorgeschlagen wird, das alte Schlacht- hof-Areal zum Stadtpark umzunutzen. Und für den Geldernpark wird nach einem Wasserspielplatz und nach Sitzbänken/Tischen gefragt. Sport- und Spiel Es wird angemerkt, dass der Bedarf an Sport- und Freizeitanlagen sehr hoch ist. Die ESV-Olympia-Sportan- lage ist schon jetzt sehr ausgelastet. Entsprechend sind bei Neuentwicklungen immer auch Sport- und Frei- Seite 5 Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik REK LiebigQuartier - Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung Auswertung Online-Öffentlichkeitsbeteiligung - Anlage 1 zur Mitteilung 0093/2024 zeitflächen zu berücksichtigen. Angebote sollen sich nicht nur an Kinder, sondern ausdrücklich an Jugend- liche und junge Erwachsene richten. Neue Anlagen sind zudem immer inklusiv zu planen. Gewerbe Etwas mehr als jede zehnte Nennung (12 %) betrifft das Handlungsfeld Gewerbe. Die meisten Beiträge und Kommentare davon (32 %) befassen sich mit dem Thema Gastronomie, sehr häufig auch im Zusammen- hang mit gewünschter Nutzungsmischung, aber auch unter den Aspekten Lebenskultur und Begegnungs- gastronomie. Fast ebenso oft (29 %) genannt werden die Themen Nahversorgung und Einzelhandel. Gewünscht wird ein Nahversorgungszentrum für Bilderstöckchen-Süd mit weiteren Angeboten wie Drogerie- und Frischemarkt. Aber auch die bestehenden Wirtschaftsunternehmen werden angesprochen. Hierbei geht es sowohl um die Sicherung von Arbeitsplätzen, aber auch um die Störung durch Lärmimmissionen. Wohnen Das Handlungsfeld Wohnen wird in 5 % aller Nennungen behandelt. Hier geht es vor allem um die Siche- rung und den Erhalt bezahlbarer Wohnungen im LiebigQuartier sowie um die Bereitstellung ausreichend großer Wohnungen für Familien. Auch Sonderwohnformen, wie das Wohnen für Demenzerkrankte oder In- klusives Wohnen, werden angesprochen. Soziales und Bildung Im Handlungsfeld Soziales werden vor allem die Angebote im Liebig257 als Bereicherung wahrgenommen. Und auch das ehemalige WandelWerk findet entsprechend Erwähnung und wird als toller Ort beschrieben. Insgesamt tragen solche Einrichtungen zur Aufwertung des Quartiers bei. Weiterhin wird die Grundschule an der Osterather Straße erwähnt mit dem Hinweis, dass im Schulumfeld mehr Grünflächen für die Schülerinnen und Schuler notwendig und möglich wären und sich die Schule mehr zum Quartier hin öffnen sollte (Stichwort: Bildungslandschaft). Angesprochen wird weiterhin die Schaffung eines Generationenhauses für das Quartier sowie die Aufsto- ckung von weiterführenden Schulen, wenn durch Wohnungsneubau die Zahl der Kinder zunimmt. Kultur Im Handlungsfeld Kultur wird angesprochen, dass die vorhandenen Spiel- und Veranstaltungsstätten, wie das Odonien oder die Alte Wursterei unbedingt erhalten bleiben sollen. Ein gutes Beispiel für die Kombina- tion aus Kultur und Gastronomie sei das Carlswerk in Mülheim. Und auch Wohnen verträgt sich gut mit der Nutzungsmischung Kultur. Es sollten Kulturräume für Stadtteilinitiativen berücksichtigt werden. Energie Auch auf Grund der Nähe zu RheinEnergie wird angemerkt, dass das Quartier als zukunftsweisendes Ener- giequartier im Bestand zum „Klimaquartier“ umgebaut werden müsste. Dazu gehört auch der Umgang mit Regenwasser und Hitze. Dezernat für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln STADTRAUMKONZEPT GmbH Huckarder Straße 12 44147 Dortmund REICHER HAASE ASSOZIIERTE GmbH Am Knappenberg 32 44139 Dortmund ARCHITEKTEN STADTPLANER ING ENIEURE REICHER HAASE ASSOZIIERTE RHA
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Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
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- Aktenzeichen
- 0093/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.01.2024
- Erstellt
- 05.01.2024 13:52