AN/0798/2022
Anfrage zu Angeboten in den Sozialpsychiatrischen Zentren in den Stadtbezirken / Stand der Interkulturellen Öffnung des Angebotes
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FachAK4 - Anfrage zur Sozialpsychiatrischen Zentren in den Stadtbezirken
3831 Zeichen
FachAK 4 30.03.2022 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 10.05.2022 Anfrage zu Angeboten in den Sozialpsychiatrischen Zentren in den Stadtbezirken Stand der Interkulturellen Öffnung des Angebotes Sehr geehrter Herr Vorsitzender Keltek, die neun Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) verfolgen die Aufgabe, die Versorgung psy- chisch kranker Menschen in den neun Kölner Stadtbezirken zu sichern und Versorgungsan- gebote zu bündeln und zu koordinieren. In der Beschlussvorlage 3681/2020 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=98521 heißt es: „Der wachsende Anteil junger und alter Menschen, Bürger*Innen mit Migrationshin- tergrund und Menschen an der Armutsgrenze zeigt sich unterschiedlich in einzelnen Stadtbezirken Kölns. Der damit verbundene Anstieg psychischer Erkrankungen, ge- sunkene Verweildauern in psychiatrischen Kliniken, die Verdopplung von Fallzahlen und hohe Unterbringungsraten nach PsychKG bedeuten eine besondere Herausfor- derung für die niedrigschwelligen sozialpsychiatrischen Kontakt- und Beratungsange- bote.“ Gleichzeitig wird ein Bedarf an zusätzlichen Personalstellen festgestellt „Eine Ausweitung der Öffnungszeiten ist deshalb besonders bedeutsam, um unter- schiedlichen Besuchendengruppen (Menschen mit Migrationshintergrund, jungen Er- wachsene) mit unterschiedlichen Bedürfnissen jeweils angemessene Angebote ma- chen zu können.“ Der Integrationsrat bittet um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie viele Bürger*innen mit Migrationshintergrund (prozentualer Anteil an der Gesamt- gruppe) wurden in den Kontakt- und Beratungsstellen der Sozialpsychiatrischen Zentren in den letzten beiden Jahren erreicht bzw. betreut? 2. Wie viele Mitarbeitende in den Sozialpsychiatrischen Zentren verfügen aktuell über ent- sprechende Kenntnisse in den in Köln meistgesprochenen Fremdsprachen (Türkisch, Polnisch, Italienisch etc.)? 3. In welchem Masse wurden in den SPZ’s in den letzten beiden Jahren die Unterstützung von Sprach- und Kulturmittlern Anspruch genommen? 4. Welche Schulungen der Mitarbeitenden zur Verbesserung der Kultursensibilität bzgl. von Menschen mit internationaler Familiengeschichte wurden in den vergangenen Jahren angeboten bzw. wahrgenommen bzw. hält die Verwaltung das Angebot und die Teilnah- me an solcher Schulungen für die Arbeit mit Menschen mit internationaler Familienge- schichte in den SPZ’s für hilfreich? 5. Wie werden zusätzliche Sprachkenntnisse der Mitarbeitenden in den SPZ's bei der Arbeit mit Menschen mit internationaler Geschichte eingesetzt bzw. hält die Verwaltung eine zusätzliche Sprachkenntnis der Beschäftigten in den SPZ’s bei der Arbeit für hilfreich? Begründung: Es besteht der Eindruck, dass die o.g. Angebote von Menschen mit internationaler Familien- geschichte nicht entsprechend ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung in Anspruch ge- nommen werden. Menschen mit internationaler Familiengeschichte zahlen in die Krankenversicherungssyste- me ein und haben demzufolge einen Anspruch auf Krankenkassenleistungen. Da es un- wahrscheinlich ist, dass diese Menschen vergleichsweise weniger von psychischen Erkran- ken betroffen sind, müssen Gründe für diese fehlende Inanspruchnahme geprüft und sicher gestellt werden, dass das Angebot der SPZ’s für alle Kölner Interessierten in gleicher Weise offen steht und bei Bedarf auch genutzt wird. Es wird darum gebeten die Beantwortung der Anfrage auch dem Gesundheitsausschuss vorzulegen. Mit freundlichen Grüßen Anna Maria Klimaszewska-Golan, Luziano Gonzales Tejon, Gönül Topuz, Dr. John Akude, Carine Weber
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0798/2022
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 07.04.2022
- Erstellt
- 07.04.2022 13:55