AN/0016/2018
Ideen für weniger Abfall in Köln entwickeln, bündeln und umsetzen!
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SPD Antrag nach § 3
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An den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt und Grün Herrn Rafael Struwe Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 08.01.2018 AN/0016/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Umwelt und Grün 18.01.2018 Ideen für weniger Abfall in Köln entwickeln, bündeln und umsetzen! Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin; sehr geehrter Herr Vorsitzender, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Aus- schusses für Umwelt und Grün am 18.01.2018 zu nehmen: Präambel: Die Stadt Köln hat sich in mehreren Beschlüssen zum nachhaltigen Handeln verpflichtet. Ein zentrales Thema neben der Abfalltrennung und –verwertung ist es hierbei auch, mit konkre- ten Maßnahmen, die durch die unterschiedlichen Verursacherinnen und Verursacher umge- setzt werden können, Abfälle zu vermeiden. Zielsetzung muss es sein, die unterschiedlichen Zielgruppen weiter für das Thema zu sensibilisieren und konkrete Anhaltspunkte und Lösun- gen anzubieten, mit denen sich durch eigenes verantwortliches Handeln Abfälle vermeiden lassen. In der EU Abfallrahmenrichtlinie, den nationalen Gesetzen und Regeln zur Abfallwirtschaft sowie dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Köln wird die Vermeidung von Abfällen vor allen anderen Maßnahmen in der Abfallwirtschaft verlangt und muss auch in unserer Stadt mit hoher Priorität erfolgen. Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, mit Unterstützung der AWB das Thema Abfallvermeidung umfassend und konsequent zu verfolgen. Hierzu soll ein „Leitfaden Abfallvermeidung“ erstellt werden, in dem die ganze Palette an Ansatzmöglichkeiten berücksichtigt wird, wie im jeweili- gen Einflussbereich z.B. der Bürgerinnen und Bürger, von Unternehmen und Gewerbetrei- benden, aber auch innerhalb der Stadtverwaltung selbst Abfallvermeidung erfolgreich umge- setzt werden kann. Konkrete Vorschläge für eine nachhaltige Abfallvermeidung sollen ge- bündelt dargestellt werden und als Grundlage für die Umsetzung durch die unterschiedlichen Zielgruppen dienen. - 2 - Neben den bisherigen Maßnahmen zur Abfallvermeidung soll hierbei z.B. folgendes mit auf- genommen werden: Vermeidung von Abfällen in Stadtverwaltung, stadteigenen und stadtnahen Gesell- schaften und Unternehmen in der Stadt (Gewerbebetriebe, Einzelhandel etc.) z.B. als Kriterium bei der Beschaffung, bei Baustellen, durch die Digitalisierung von Verwal- tungsprozessen, durch das papierarmes Büro, sowie die Nutzung von Mehrwegbe- chern bei Veranstaltungen, etc. Vermeidung von Abfällen durch Bürgerinnen und Bürger der Stadt (z.B. Verbraucher- informationen zur generellen Abfallvermeidung, Aufzeigen von Alternativen zum „Wegwerfen von Nahrungsmitteln“) Zielsetzung ist die Erarbeitung von geeigneten Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit, Selbst- verpflichtungen, Abschluss von Vereinbarungen/Kooperationen und die Bekanntmachung von „Best Practice“ Beispielen. Die Entwicklung eines Abfallvermeidungsleitfadens soll bei Aktualisierung des Abfallwirt- schaftskonzeptes bereits Berücksichtigung finden. Begründung: Die Abfallprobleme sind allseits bekannt. Beispiele, wie Plastikmüll in den Meeren, der dann über den Fisch als Mikroplastikpartikel in unsere Nahrungskette zurückkehrt, sind mittlerwei- le allgemein bekannt. Die AWB hat schon mit ihren Tipps zur Abfallvermeidung (siehe Homepage), z.B. Ge- brauchtwarenbörse, dem Kochbuch Re(st)zepte, ihrer Öffentlichkeitsarbeit und pädagogi- schen Programmen, einen Anfang gemacht. Ein erster wichtiger Schritt im Rahmen möglicher Maßnahmen zur Abfallvermeidung in Köln ist der Beschluss des Umweltausschusses „Weniger Coffee to go – Müll durch Mehrwegbe- cher“ und die vorliegende erste Zwischenbilanz der AWB. Weitere Beispiele wie abfallarmes Einkaufen (bei zahlreichen Einzelhändlern gibt es bereits keine Plastiktüten mehr), Nutzen statt Besitzen, Repair Cafes, Mandatos etc. zeigen, dass schon einiges auf den Weg gebracht wurde. Durch die Erstellung eines „Leitfadens Abfallvermeidung“ sollen die ersten Schritte verstärkt und neue Wege und Maßnahmen aufgezeigt werden. Durch wiederholte Kampagnen sollen die Themen immer wieder ins Bewusstsein geholt werden. Das Abfallvermeidungsprogramm des Bundes, der Leitfaden zur Erstellung kommunaler Ab- fallvermeidungskonzepte des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucher- schutz und viele Abfallvermeidungskonzepte sowie „Best Practice“ Beispiele in deutschen Kommunen können als Anhaltspunkte herangezogen werden. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0016/2018
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 08.01.2018
- Erstellt
- 08.01.2018 11:33