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2151/2020

Annahme einer Schenkung für das Museum für Ostasiatische Kunst, hier: Schenkungsangebot von Herrn Dieter und Frau Christel Schürzeberg

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 20.08.2020

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 10.09.2020, TOP 2.1

Beschlussvorlage Rat

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Beschlussvorlage Rat

6586 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/4 
 
Vorlagen-Nummer 
 2151/2020 
Freigabedatum 
20.08.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Annahme einer Schenkung für das Museum für Ostasiatische Kunst 
hier: Schenkungsangebot von Herrn Dieter und Frau Christel Schürzeberg 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
1. Der Rat der Stadt Köln nimmt das Schenkungsangebot von 597 Bronzen der späteren chinesi-
schen Dynastien durch das Ehepaar Dieter und Christel Schürzeberg an und beauftragt die Ver-
waltung mit dem Abschluss des Schenkungsvertrages.  
 
Der Rat erklärt sich mit den mit dem Schenkungsvertrag verbundenen Auflagen einverstanden. 
 
2. Der Rat beschließt die Mittelverwendung in Höhe von 63.000 € für die im Rahmen des For-
schungsprojektes zur Sammlung Schürzeberg geplanten Sonderausstellung aus dem zentralen 
Sonderausstellungsetat im Teilergebnisplan 0401 – Museumsreferat, Teilplanzeile 16 – Sonstige 
ordentliche Aufwendungen, Hj. 2020. 
 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 25.08.2020 
Rat 10.09.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  63.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja           % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
 
 
Schenkung Schürzeberg 
In Anerkennung der Pionierleistung der Gründer des Museums für Ostasiatische Kunst (MOK) in 
Köln, Adolf und Frieda Fischer, bietet das Ehepaar Schürzeberg 597 Bronzen der späteren chinesi-
schen Dynastien der Stadt Köln als Geschenk an. Sie bekräftigt durch ihre Schenkung, dass die 
Kunst Ostasiens ein unverzichtbarer Teil der Weltkunst ist.  
Die Schenkung der Sammlung Schürzeberg soll dazu dienen, neue wissenschaftliche Impulse zur 
Erforschung des Zweiten Bronzezeitalters in China zu liefern. Dieses Anliegen sehen die Schenker in 
besonderem Maße durch die Übereignung der Sammlung an das MOK in Köln gewährleistet, da die-
se Institution international eine hohe Reputation genießt und es sich um das einzige Museum in 
Deutschland handelt, welches sich ausschließlich der Kunst Ostasiens widmet. Die spezielle Materie 
der späteren chinesischen Bronzekunst ist bislang nur in sehr wenigen international bedeutenden 
Museen wie dem Victoria & Albert Museum in London und das Musée Cernuschi in Paris vertreten.

3 
 
Die Erforschung der Sammlung Schürzeberg soll zudem den wissenschaftlichen Austausch zwischen 
dem Museum für Ostasiatische Kunst in Köln und Museen und Universitäten in China aktivieren und 
fördern. Durch die Schenkung der Sammlung Schürzeberg wird das hohe Niveau der Sammlung zum 
Zweiten Bronzezeitalter in China im Museum für Ostasiatische Kunst bereichert. 
 
Eckpunkte des Schenkungsvertrages 
Das Ehepaar Schürzeberg bietet der Stadt Köln, Museums für Ostasiatische Kunst, 597 Bronzen der 
späteren chinesischen Dynastien als Geschenk an. Den Gesamtwert der Sammlung schätzen die 
Vertragsparteien moderat auf 3,5 Mio. Euro.  
 
Das Schenkungsversprechen ist im Wesentlichen mit folgenden Auflagen verbunden: 
 
 Die geschenkten Sammlungsgegenstände sind in das Museum für Ostasiatische Kunst einzuglie-
dern und dort im Inventar zu verzeichnen. 
 
 Die wissenschaftliche Erforschung der Sammlung erfolgt durch ein zweijähriges Forschungs-
volontariat, gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen. Die Volontärin hat am 01. Juli 2020 ih-
re Arbeit aufgenommen.  
 
 Die Ergebnisse des Forschungsvolontariats wird die Stadt Köln in einer Ausstellung und in einem 
begleitenden Katalog in deutscher und englischer Sprache der Öffentlichkeit vermitteln. Hierfür 
stellt die Stadt Köln zur Vorbereitung der Ausstellung einschließlich begleitendem Katalog 
63.000 € aus dem Sonderausstellungsetat zur Verfügung. Dies beinhaltet u.a. Reisekosten, Lite-
ratur- und Fotoarbeiten, Kosten für die Katalogvorbereitung für das Forschungsprojekt. 
 
Kosten und Finanzierung 
Die Personalkosten für das bereits bewilligte zweijährige Forschungsvolontariat, gefördert durch das 
Land Nordrhein-Westfalen, belaufen sich auf insgesamt 70.000 €. Davon werden 90% der Personal-
kosten (= 63.000 €) durch das Land NRW getragen, den verbleibenden Eigenanteil in Höhe von 
7.000 € trägt das Museum für Ostasiatische Kunst. 
 
Für die im Rahmen des Forschungsprojektes zur Sammlung Schürzeberg geplante Sonderausstel-
lung stellt die Stadt Köln analog der Landesförderung Mittel in Höhe von 63.000 € aus dem zentralen 
Sonderausstellungsetat bereit. Die entsprechenden Mittel stehen im Teilergebnisplan 0401 – Muse-
umsreferat, Teilplanzeile 16 – Sonstige ordentliche Aufwendungen, Hj. 2020 zur Verfügung. Die Mittel 
werden nach Abschluss des Schenkungsvertrages – dessen Bestandteil die Durchführung einer Son-
derausstellung ist – in den Teilergebnisplan des Museums für Ostasiatische Kunst (0406) umge-
schichtet. 
 
Folgeaufwendungen in Form von Abschreibungen fallen nicht an, da Kulturgegenstände nicht abge-
schrieben werden. Weitere Aufwendungen für Depot und Lagerung fallen nicht an, da die Sammlung 
bereits in die bestehenden Depots integriert ist. 
 
Die Sammlung hat – ausweichlich eines externen Gutachtens – einen Gesamtwert von insgesamt 
3.500.000 €.  
 
Auf die Ausstellung einer Zuwendungsbescheinigung wird verzichtet.

4 
 
 
Begründung der Dringlichkeit 
Die Hauptaufgabe der wissenschaftlichen Museen ist der Auf- und Ausbau von Kunst- und Kulturgut 
durch Sammeln, Erhalten und Forschen. Durch die Schenkung Schürzeberg erhält das Museum für 
Ostasiatische Kunst eine hochkarätige Sammlung, welches den bestehenden Sammlungsbestand 
hervorragend ergänzt und zur Sicherung der bestehenden Strukturen beiträgt. 
 
Aufgrund umfangreicherer Abstimmungen der finanziellen und inhaltlichen Auswirkungen der Schen-
kung war eine frühere Vorlage nicht möglich. Das Ehepaar Schürzeberg hat sich die Annahme der 
Schenkung mit Beschluss des Rates am 10. September 2020 erbeten.

Beratungsverlauf (2)

25.08.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 6.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
10.09.2020 Rat
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2151/2020
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
20.08.2020
Erstellt
15.07.2020 11:58