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0370/2019

Jahresbericht 2018, Naturschutzwacht Frau Esser, Bezirk 2 Rodenkirchen - Ost

Mitteilung Ausschuss 01.03.2019

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Jahresbericht 2018_Bezirk 2 Ost_Frau Esser

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Jahresbericht 2018_Bezirk 2 Ost_Frau Esser

7090 Zeichen

Naturschutzwacht - Jahresbericht 2018 (vom 24.01.2019) 
Bezirk 2 Köln Rodenkirchen 
Iris Esser 
 
Den Bezik 2 kontrollierte ich regelmäßig, insbesondere das Naturschutzgebiet Sürther Aue. 
 
Hier scheint das Hauptproblem nach wie vor der illegal entsorgte Müll zu sein. Besonders eine gerne als 
Parkplatz genutzte Fläche mit Böschung runter zu den Bahnschienen der Lienie 16 zum "ranfahren und 
Müll entsorgen" auf dem Gelände der HGK fiel dabei  immer wieder auf.  
Bereits 2017 nahm ich deshalb mit der HGK immer wieder Kontakt auf.  
2018 hat die HGK an dieser Stelle oberhalb der Böschung an der als Parkplat genutzten Fläche Bauzäune 
aufgestellt. Es hat dazu geführt, dass ich dort kaum noch derart große Müllfunde zu vermelden habe, wie 
es in der Vergangenheit der Fall war.  
Es kam noch vor (wenn auch selten im Vergleich zu den vorigen Mengen), dass statt dessen einfach tiefer 
ins Naturschutzgebiet reingefahren wurde, um dort Müll abzuladen, was ich weitergab. Hierauf wurden 
zwei Absperrpfosten als Fahrsperren angebracht, und seit dem werden dort erfolgreich keine großen 
Müllmengen mehr abgelegt. 
 
Eine andere gerne genutzte Fläche zum illegalen Müll entsorgen ist eine große Schotterfläche direkt am 
Godorfer Hafen. Die dort entdeckten Müllfunde wurden von mir regelmäßig an die HGK weitergegeben, 
und wird es bei zukünftigen Kontrollen weiterhin. 
 
Generell lese ich bei meinen Rundgängen den herumliegenden "Handmüll" auf.  
 
Meine Beobachtungen bezüglich der Veränderungen oder Auffälligkeiten innerhalb des Gebietes teilte 
ich der Unteren Naturschutzbehörde wie in der Vergangenheit mit. So zum Beispiel im Naturschutzgebiet 
der Sürther Aue, dass die großen angrenzenden extensiv zu pflegenden Wiesen leider einmal einer 
Mulchmahd in 2017 unterlagen und es sehr schade wäre, wenn dieser  wertvolle naturnahe 
Lebensraum durch mangelnde Pflege verloren ginge. Daher gab ich meine Beobachtungen weiter, mit 
der Anregung, eine zeitnahe Mahd in Verbindung mit dem Entfernen der alten Mulchmahd 
durchzuführen, damit frischer Wuchs neu austreiben kann und nicht verkümmert, bzw. es eher zur 
Artenverarmung  bzw. zur Verbuschung des Wiesenstandortes kommt.  
 
Als ein weiteres Beispiel nenne ich noch die Kiesaufschüttungen (meines Wissens nach angedacht für die 
Zauneidechsen) im Naturschutzgebiet Sürther Aue. Diese waren schon zur Gänze unter Brommbeeren 
verschwunden, was ich ebenfalls meldete. 
 
Einige Naturschutzschilder befreie ich regelmäßig vor dem Zuwachsen auf meinen Rundgängen, andere, 
die inmitten von Dornen überwuchert standen, regte ich an bei den nächsten anstehenden Maßnahmen 
innerhalb des Gebietes frei zu schneiden. 
 
So konnte ich weiterhin beobachten, wie die Pflegemaßnahmen wie zum Beispiel die Mahd auf den 
Wiesen, das Entfernen der alten Mulchmahd und das Entfernen der Brombeeren auf den Kiesinseln in 
2018 durchgeführt wurden.  
 
Erneut bemerkte und meldete ich einen Obdachlosen der sein Lager mit Zelt und Ansammlung diverser

Utensielien und Gegenständen in der Nähe des Naturschutzgebietes illegal aufgeschlagen hatte. Das 
Ordnungsamt wurde von mir verständigt, und dieses mal wurde alles an Müllresten mitgenommen 
(entgegen einem ähnlichen Vorfall im Jahr davor). 
 
Zu Karfreitag nutzte ich die Zeit, um gemeinsam mit einem Anwohner den in Godorf massenhaft achtlos 
hingeworfener Müll vergangener Jahre auf einer Wiese gegenüber der Shell Tankstelle über zwei Tage 
hinweg aufzusammeln. Dort wurde alles Mögliche hingeworfen; massenhaft kaputtes Glas, jede Menge 
Verpackungsmaterialien, Matratze, Motorradhelm, Regenschirm, Reste einer Rückbank, Reifen, 
Betonreste... Die Säcke haben wir nicht gezählt, es waren viele, sehr viele. Die AWB wurde von mir 
verständigt und die Müllsäcke in zwei Touren abgeholt. 
 
Mit meiner Ansprechpartnerin von der Unteren Naturschutzbehörde traf ich mich zu einer 
Gebietsbegehung im Naturschutzgebiet Sürther Aue. Vor Ort tauschten wir uns über das Gebiet aus und 
lasen gemeinsam den Handmüll auf. Ihr fiel auf, dass in einer Baumkrone ein großers Ast abgebrochen 
war und dort noch in luftiger Höhe hing, auf HGK Gelände. Nicht über dem Weg, sondern über einer 
Gebüschzone. Inwieweit dennoch eine mögliche Gefährdung davon ausgehen kann, kann ich nicht 
beurteilen. Ich nahm mit Absprache meiner Ansprechpartnerin von der Unteren Naturschutzbehörde 
Kontakt mit der HGK auf und traf mich vor Ort mit einem HGK Ansprechpartner, um die Stelle zu zeigen. 
Das ein Gutachter die Stelle in Augenschein nimt, sollte seitens der HGK eingeleitet werden. Es folgten 
weitere Kontakte meinerseits zur HGK zum nachhaken und drängen. Zuletzt noch diese Woche. Ich 
werde weiter dran bleiben. 
 
Von der biologischen Station Finkens Garten kamen leider weder Terminvorschläge um gemeinsam die 
Gebiete zu begehen, wie in 2017 besprochen, noch Unterlagen die man uns, meiner 
Nachbar-Naturschutzwartin aus Immendorf und an mich schicken wollte. Informiert wurde ich einmal 
über anstehende Maßnahmen die das Naturschutzgebiet Sürther Aue betrafen, die Mahd betreffend die 
ich mehrmals bei der Unteren Naturschutzbehörde anregte durchzuführen. 
 
Im Nachbarbezirk Immendorf nahm ich an einer Führung meiner Nachbar-Naturschutzwartin teil, die 
sich einer großen Besucherzahl erfreute, und sollte diese irgendwann wiederholt werden eine 
Empfehlung wert ist. 
 
Außerhalb meines Gebietes sollte eine Rotwangen Schildkröte ausgesetzt werden, am Brühler 
Entenfang. Was das Aussetzen von Exoten anrichtet an Faunenverfälschung und Schäden traf ebenso auf 
taube Ohren wie das es verboten ist und Strafen nach sich zieht und die Ausgesetzten meist zugrunde 
gehen. Um die Herrschaften zu zitieren: "Die beißt. Das Tierheim hat schon zu und morgen haben wir 
keine Zeit. Außerdem sind hier schon Schildkröten."  
Dort konnte ich leider nichts weiter ausrichten, außer die Schildkröte an mich zu nehmen, während die 
Leute das Weite suchten.  
Die Schildkröte erfreut sich übrigens bester Gesundheit und hält aktuel ihren wohlverdienten 
Winterschlaf. 
 
Privat fiel mir bei der Deutschen Wildtierstiftung auf, das dort Schaukästen zur Wildbienenbeobachtung 
der Nistaktivitäten im Inneren mit Glasröhrchen (oder Acryl) angeboten wurden. Ich suchte Kontakt um 
darauf aufmerksam zu machen, dass diese leider ungeeignet bis tödlich sind (Bei Verwendung 
wasserdampfundurchlässigen Materials kann die Wildbienenbrut in den Röhrchen verpilzen und wird zur 
Todesfalle.). Jetzt wird dort ein neuer Schaukasten zur Wildbienenbeobachtung angeboten aus 
atmungsaktivem MDF-Material. 
Auch wenn dies ein privater Vorfall war, möchte ich diesen gerne miteinbringen, da dort auch mein

Faible für Insekten wieder durchkommt.  
 
Hier in Godorf sind leider in 2018 von einem Hundehasser Gift-, bzw. mit Glasscherben und 
Zahnstochern gespiekte Fleischköder gefunden worden. Ein Hund aus der Nachbarschaft starb qualvoll 
daran. Weitere Köder wurden von Polizisten, sowie einer Anwohnerin gefunden. Einige der Köder sogar 
in Spielplatznähe. Das ist etwas, worauf ich hier vor Ort auch Ausschau halte.

Mitteilung Ausschuss

2300 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 01.03.2019 
 0370/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 18.03.2019 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 25.03.2019 
 
Jahresbericht 2018, Naturschutzwacht Frau Esser, Bezirk 2 Rodenkirchen - Ost 
In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2018 der Naturschutzwartin Frau Esser für den Bezirk 2 
Rodenkirchen – Ost zur Kenntnisnahme. 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
1. Zur illegalen Entsorgung von Müll im Naturschutzgebiet Am Godorfer Hafen (Sürther Aue) und 
in dessen näheren Umgebung: 
 
Auf das generelle Problem der illegalen Müllentsorgung wurde bereits in der Stellungnahme 
zum Jahresbericht von 2017 eingegangen. In den meisten Fällen sind keine Hinweise auf den 
Verursacher feststellbar. Der Verwaltung bleibt nichts anderes übrig als stets zu veranlassen, 
dass der wilde Müll aufgesammelt wird.  
 
Es sind von der HGK, wie Frau Esser berichtet, in 2018 teilweise Bauzäune aufgestellt wor-
den, die das Problem etwas eingedämmt haben. Auch die von der HGK als Fahrsperre errich-
teten Absperrpfosten haben ihre Wirkung gezeigt. 
 
2. Zur notwendigen Pflege der für die Zauneidechse angelegten Kiesaufschüttungen sowie zur 
Entfernung des Mahdgutes aus der Mulchmahd in 2017 auf den angrenzenden Wiesen: 
 
Die Kiesaufschüttungen, welche als CEF Maßnahme für die Zauneidechse angelegt wurden, 
waren mit Brombeeren überwuchert. Die HGK hat den Bereich in 2018 frei geschnitten, so 
dass dieser wieder für die Zauneidechse zugänglich ist.  
 
Das Mahdgut aus der Mulchmahd in 2017 wurde noch in 2018 entfernt. 
 
3. Zur evtl. Entfernung eines Astes aus Verkehrssicherungsgründen: 
 
Bei einer gemeinsamen Begehung des Naturschutzgebietes mit Frau Esser fiel der Verwal-
tung ein abgebrochener Ast eines am Weg stockenden Baumes auf, der eine Gefährdung für 
Spaziergänger oder Radfahrer darstellen könnte. Der Baum befindet sich auf dem Gelände 
der HGK. Frau Esser traf sich daraufhin mit einem Ansprechpartner der HGK, der versprach 
einen Baumgutachter zu beauftragen. Bei einem Ortstermin mit der HGK wurde von Seiten 
der Verwaltung noch einmal auf die Notwendigkeit einer zeitnahen Gefahrenabschätzung hin-
gewiesen.  
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

18.03.2019 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.03.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0370/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
01.03.2019
Erstellt
28.01.2019 13:50