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2008/0285

Vorschläge des Ortsbeirates Wixhausen für die Straßenbenennungen im Baugebiet WX 8

Magistratsvorlage 28.05.2008

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2008/0285

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
12.06.2008 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III  
 
Amt: Vermessungsamt  
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
 
 
 
Nichtöffentlich:   
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0285  
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Vorschläge des Ortsbeirates Wixhause n für die Straßenbenennungen im Baugebiet WX 
8 
 
Vorlage vom:12.06.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt den Beschluss des Ortsbeirates Wixhausen vom 20.02.2008 zur Kenntnis 
und beschließt die Benennung entsprechend den Vorschlägen des Ortsbeirates.  
 
 
 
Anlagen: Plan Baugebiet Wx 8 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
 
 
Begründungsseite: 
 
Mit Beschluss vom 16.01.2008 hat der Magistrat die Benennungsvorschläge des 
Ortsbeirates zur Straßenbenennung im Baugebiet WX 8 zur Kenntnis genommen und 
beschlossen, diese Vorschläge an den Ortsbeirat Wixhausen zurückzureichen mit der 
Aufforderung, mindestens drei Vorschläge für eine Benennung mit Frauennamen zu 
unterbreiten.  
In seiner Sitzung vom 20.02.2008 hat der Ortsbeirat Wixhausen daraufhin einstimmig 
folgenden Beschluss gefasst: 
„Übergreifend sind die Ortsbeiratsfraktionen der Auffassung, dass man sich in diesem, auch 
mit Frauen besetzten Gremium zusammen mit der GSI sehr viel Mühe und Arbeit mit den 
Namensfindungen gemacht hat.  
Da auf dem Gebiet der Kernphysik offenbar deutlich mehr Männer als Frauen 
bahnbrechende Entdeckungen gemacht haben, ist hier das vom Magistrat geforderte 
Namensverhältnis von 3 zu 3 nicht einzuhalten. 
Man will daher die durch den Ortsbeirat vorgelegte Namensliste nicht mehr abändern.  
Diese Vorschläge lauteten wie folgt (s. Plan Anlage): 
 
 
 
 
Peter-Brix-Weg
 
Prof. Peter Brix 
(1918 – 2007) 
 
Kernphysiker und Gründer des Institutes für Kernphysik an der TU Darmstadt. 
 
Peter Brix wurde am 20.10.1918 in Kappeln geboren. Er studierte in Kiel, Berlin und Rochester 
(USA) Physik. Er begründete 1957 das Institut für Kernphysik an der TU Darmstadt und leitete 
dieses bis 1972. In den Jahren vor der Gründung der GSI war er maßgeblich an der Festlegung des 
GSI-Standortes beteiligt und es ist seinem Einfluss zu verdanken, dass letztlich Wixhausen / 
Arheilgen als Standort festgelegt wurde.  
Prof. Brix starb am 21. Januar 2007 in Heidelberg.  
 
Wilhelm-Walcher-Weg
 
Prof. Dr. Dipl.-Ing. Wilhelm Walcher 
(1910 – 2005) 
 
Universitätsprofessor für Physik, maßgeblich an der Gründung  
der GSI beteiligt.  
Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens 
der Bundesrepublik Deutschland.  
 
Wilhelm Walcher wurde 1910 in Kaufbeuren geboren. Er studierte in München und Berlin und schloss 
1933 als Diplom-Ingenieur ab. 1937 promovierte er an der TH Berlin. 1942 habilitierte er an der 
Universität Kiel. 1947 wurde er zum ordentlichen Professor für Experimentalphysik der Philipps-
Universität Marburg ernannt. Er war maßgeblich an der Gründung der GSI beteiligt.  
1975 erhielt er das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.  
Prof. Walcher starb am 09.11.2005 in Marburg.  
 
 
 
Dieter-Böhne-Weg
 
Dr. Dieter Böhne

3 
... 
(1935 – 2001) 
 
Leiter des Beschleunigerbereiches und Mitglied im  
Wissenschaftlichen Direktorium der GSI 
 
Dieter Böhne wurde am 23.09.1935 in Gießen geboren. Er studierte Hochfrequenztechnik in München 
und promovierte 1963 bei Prof. Meinke. Er war Leiter der Studiengruppe von Prof. Schmelzer in 
Heidelberg, welcher die technischen Aspekte des neuen, universellen Schwerionen-
Linearbeschleunigers untersuchte. Weiterhin war er Projektleiter bei der GSI.  
Dr. Böhne starb am 01.09.2001 in Mühltal.  
 
Elsa-Neumann-Weg
 
Elsa Neumann 
(1872 – 1902) 
 
Promovierte als erste Frau im Fach Physik an der Berliner Universität. 
 
Frau Elsa Neumann wurde am 23. August 1872 in Berlin geboren.  
 
Als Frau blieb Elsa Neumann der Zugang zu höherer Bildung generell verwehrt. Im Jahre 1890 
absolvierte sie daher zunächst die Lehrerinnenprüfung, eine Ausbildung, die zur damaligen Zeit keine 
höhere Bildung  
 
 
 
verlangte und vom Stellenwert her unter dem Realgymnasium angesiedelt war. In der Folge nahm sie 
bei verschiedenen Professoren Privatunterricht, um die für ein Studium notwendigen Kenntnisse 
nachzuholen. Ab 1894 studierte sie neun Semester Physik, Mathematik, Chemie und Philosophie in 
Berlin und Göttingen. Da Frauen in Preußen zu diesem Zeitpunkt ein Universitätsstudium noch 
generell untersagt war, war sie auf die Duldung der amtierenden Professoren angewiesen, unter 
denen sie u. a. mit Emil Warburg und Max Planck einflussreiche Förderer hatte. 1898 erhielt sie mit 
spezieller Erlaubnis des Kultusministeriums die Genehmigung zur Promotion, welche sie noch im 
selben Jahr cum laude abschloss. Ihre Arbeit „Über die Polarisationskapazität umkehrbarer 
Elektroden“ wurde 1899 in der angesehenen Fachzeitschrift Annalen der Physik veröffentlicht.  
 
Elsa Neumann starb nur wenige Jahre später am 23. Juli 1902.  
 
Niels-Bohr-Weg
 
Prof. Niels Bohr 
(1885 – 1962) 
 
Physiker, Nobelpreisträger 
 
Niels Bohr wurde am 07. Oktober 1885 in Kopenhagen geboren. Er studierte Physik, Mathematik, 
Chemie, Astronomie und Philosophie an der Universität Kopenhagen. 1911 schloss er sein Studium 
mit seiner Doktorarbeit über die magnetischen Eigenschaften von Metallen ab. Danach war er an den 
Universitäten von Cambridge und Manchester wissenschaftlich tätig.  
1913 entwickelte er das nach ihm benannte Atommodell.  
1922 erhielt er den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen über die Atomstruktur . 
1943 emigrierte er mit seiner Familie in die USA. Am 18.11.1962 starb Niels Bohr in Kopenhagen.  
 
Hermann-von-Helmholtz-Weg
 
Prof. Hermann von Helmholtz 
(1821 – 1894) 
 
Physiologe und Physiker,  
wurde auch Reichskanzler der Physik genannt 
 
 
Hermann von Helmholtz wurde am 31.08.1821 in Potsdam geboren. Er studierte Medizin am 
Friedrich-Wilhelm-Institut in Berlin. 1849 unterrichtete er als Professor der Physiologie und Pathologie 
in Königsberg. 1855 übernahm er den Lehrstuhl für Anatomie und Physiologie in Bonn, 1858 den

4 
... 
Lehrstuhl für Physiologie in Heidelberg. 1870 wurde Helmholtz zum Mitglied der Preußischen 
Akademie der Wissenschaften ernannt.  
1871 ging er als Professor für Physik nach Berlin. Während seiner Forschungen hat er wie kein 
anderer die Grundlagenforschung mit der Anwendung verbunden.  
Er entwickelte die Helmholtz-Spule sowie den Helmholtz-Resonator. Hermann von Helmholtz starb 
am 08.09.1894 in Charlottenburg.  
 
 
Der Dezernent: 
 
 
 
 
Klaus Feuchtinger 
Stadtrat 
 
 
Darmstadt, 12.06.2008 
III/62 et-st          Nst. 2616 
 
 
Anlage

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Beratungsverlauf (1)

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Orte (4)

  • Peter-Brix-Weg
  • Wilhelm-Walcher-Weg
  • Dieter-Böhne-Weg
  • Elsa-Neumann-Weg

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Details

Vorlagen-Nr.
2008/0285
Typ
Magistratsvorlage
Datum
28.05.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00