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2946/2022

Anfrage an die Verwaltung zur Schaffung eines Queeren Ortes in Köln

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 24.11.2022

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Nächste Beratung: Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender, Sitzung am 29.11.2022, TOP 2.2

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Anlage 1- Auszug aus Niederschrift TOP 7.1 Sitzung 22.03.2022 - Anfrage an die Verwaltung

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

2718 Zeichen

Gez. Greitemann 
 
 
Dezernat, Dienststelle  
VI/61 
61/0 Flau Sa 
Vorlagen-Nummer 24.11.2022 
 2946/2022 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus  einer früheren Sitzung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 29.11.2022 
 
Anfrage an die Verwaltung zur Schaffung eines Queeren Ortes in Köln 
In der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule und Transgender am 22.03.2022 stell-
ten Alf Spröde und Karina Syndicus folgende Anfragen an die Verwaltung: 
 
1. Bestehen Möglichkeiten zur Schaffung eines Queeren Ortes in Köln? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Unter Beachtung der Gestaltungsregeln aus dem Gestaltungshandbuch, lässt sich ein besonderer Ort 
vorstellen, welcher im Rahmen einer individualisierten Gesamtgestaltung einen entsprechenden gestal-
terisch angemessenen Akzent setzt. Dies könnte z.B. durch einen besonderen Bodenbelag Ausdruck 
finden, durch ein Kunstobjekt in Form eines Trinkbrunnens, ähnlich wie am Kurt Hackenberg Platz oder 
eine individuelles Beleuchtungselement. 
 
2. Ist die Aufnahme einer Regenbogenbank in das Gestaltungshandbuch der Stadt Köln möglich? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Das Gestaltungshandbuch der Stadt Köln wurde am 19.12.2017 vom Rat beschlossen.  
 
Es ist eine Gesamtstrategie mit dem Ziel einheitliche Richtlinien zur Gestaltung des öffentlichen Raums 
zu schaffen. Diese Strategie beinhaltet die gesamtstädtische Regelung der Planung, Genehmigung, Ab-
stimmung, Instandhaltung und Sauberkeit. 
 
Durch die Vereinheitlichung und Umsetzung der Standards aus dem Gestaltungshandbuch, dazu gehö-
ren z.B. der Einsatz von Standardelementen wie der Stadtbank, eine einheitliche Farbgebung, Stan-
darddetails für Bodenbeläge im öffentlichen Raum, Standards für Baustelleneinhausung, Vorgaben zur 
Anordnung von Elementen und Verbesserung von Reinigungsprozessen, wird eine gut gestaltete und 
solide  Basis für einen gepflegten, robusten und nachhaltigen Stadtraum geschaffen. 
 
Das Gestaltungshandbuch ist nun über vier Jahre im Einsatz und die Umsetzung der Regeln wird im 
Stadtraum mehr und mehr sichtbar. 
Dieser sog. „Grundteppich“ des öffentlichen Raums ist genau diese Basis für individuelle Akzente, wel-
che zu einer lebendigen Stadt gehören und den Charakter einer Stadt ausmachen. 
 
Im Gestaltungshandbuch werden ausdrücklich Standards aufgeführt, die für die Gesamtstadt gelten. 
Kölns Stadträume sollen von einem ruhigen und geordneten Untergrund geprägt sein, um der bunten 
und lebendigen Vielfalt der Nutzungen als Bühne dienen zu können. Eine Regenbogenbank entspricht 
eher einem individuellen Akzent bezogen auf den räumlichen Kontext und bedarf daher der Einzelfallbe-
trachtung.

Anlage 1- Auszug aus Niederschrift TOP 7.1 Sitzung 22.03.2022 - Anfrage an die Verwaltung

10678 Zeichen

Geschäftsführung  
Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, 
Schwule und Transgender 
Herr Burghof-Parkin 
Telefon:  (0221) 221-21087  
Fax       :  (0221) 221-29166 
E-Mail:  thiemo.burghof-parkin@stadt-koeln.de 
Datum: 03.05.2022 
Auszug 
aus der Niederschrift der 5. Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft 
Lesben, Schwule und Transgender vom 22.03.2022 
öffentlich 
7.1 Projekt "Sichtbare queere Orte in Köln schaffen"  
hier: Abschlussbericht von Marcus Velke-Schmidt (Historiker) 
 
 
Herr Velke-Schmidt bedankt sich für die Einladung in die Sitzung. Er präsentiere die 
Ergebnisse einer Vorstudie, die er als Historiker und Vorsitzender des Centrums 
Schwule Geschichte (CSG) zum Thema eines sichtbaren queeren Ortes in Köln an-
gefertigt habe. Vorangegangen sei eine Beschlussfassung der StadtAG LST im 
Herbst 2021 zu dem zur Verfügung stehenden Budget. Ziele dieser Vorstudie waren 
die Benennung von queeren Orten und deren historische Bedeutung, Abgleich mit 
vergleichbaren Projekten in Deutschland und im Ausland sowie die Benennung von 
Möglichkeiten der Umsetzung in Köln. Inhaltlich sei dies von Alf Spröde begleitet 
worden. Eine schriftliche Fassung des Berichtes werde er zeitnah nachreichen. In 
der Sitzung stelle er die wesentlichen Inhalte anhand einer Präsentation vor.  
Die anhängende Präsentation wird in der Sitzung über Monitore vorgestellt. 
Frau OB Reker bedankt sich für den Vortrag und die Anregungen. Der für die Errich-
tung eines queeren Ortes vorgeschlagene Elogiusplatz (Nähe Heumarkt) sei derzeit 
mehr ein Ort als ein Platz. Die KVB habe nach ihrer Kenntnis alle unterirdischen An-
lagen errichtet. Eine Entscheidung zum Ort könne im Rahmen der Entscheidungen 
zur Via Culturalis erfolgen. Eine Einbeziehung eines queeren Ortes in dieses Vorha-
ben begrüße sie, da dies eine gewisse Prominenz erzeuge.  
Herr Velke-Schmidt ergänzt, dass auch die Errichtung einer queeren Via Culturalis 
vorstellbar sei, um eine Anbindung an bestehende queere Orte in Köln zu erreichen.  
Frau OB Reker merkt an, dass bei solchen Überlegungen auch immer zu berücksich-
tigen sei, welche gesamtstädtische Entwicklung an Orten geplant sei. Ebenso unter-
stütze sie die Einbeziehung der LSBTI-Communities, da nur so gewährleistet sei, 
dass der Kunstbeirat auch die beabsichtigte Perspektive einnehme.

Herr Spröde ergänzt, dass bewusst ein zentraler Ort gesucht worden sei, der nicht 
nur für eine Gruppe der Communities stehe. Durch die Nähe zum Alter Markt und 
Heumarkt sowie der ansässigen Gastronomie sei der vorgeschlagene Ort immer 
noch ein Community-Hotspot. Dieser Ort könne so zu einem Ort mit einer besonde-
ren Bedeutung gemacht werden.  
Frau Brauckmann bedankt sich für den anregenden und interessanten Vortrag und 
begrüßt die Idee einer Anbindung an die Via Culturalis. Im Sinne der Sichtbarkeit von 
Lesben bittet sie jedoch darum, bei der Präsentation ein anderes Deckblatt zu wäh-
len, da dies nur Männer abbilde. Dies widerspreche den Aktivitäten der StadtAG LST 
in den letzten Jahren.  
Herr Velke-Schmidt nimmt die Anregung auf.  
Frau Syndicus regt an, bei der Schaffung eines in das Stadtbild integrierten Ortes, 
der auch die Erinnerung hochhalte, zusätzlich über Regenbogenbänke nachzuden-
ken. Sie fragt, ob diese nicht auch in das Gestaltungshandbuch der Stadt Köln auf-
genommen werden können. An vielen Kölner Standorten könnte somit ein Ort des 
Verweilens geschaffen werden, der an LSBTI-Menschen erinnere.  
Herr Velke-Schmidt äußert, dass nach seiner persönlichen Meinung Regenbogen-
bänke ein zu schwaches Symbol für einen queeren Ort seien. Er bevorzuge eine 
große Lösung in Form einer Plastik oder einer Brunnenanlage. Alle Entscheidungs-
beteiligten seien jedoch vollkommen frei, auch ganz andere Dinge für die Gestaltung 
des Ortes auszuwählen.  
Frau OB Reker ergänzt, dass das eine getan werden könne, ohne das andere zu 
lassen. 
Herr Schubert äußert, von dem vorgeschlagenen Ort positiv überrascht zu sein. 
Nach dem Umzug der Aidshilfe Köln arbeite er nun täglich dort. Der Platz sehe nicht 
unschön aus. In Absprache mit der Stadtverwaltung wolle die Aidshilfe Köln versu-
chen, dort in diesem Jahr ihr Sommerfest auszurichten. In Vorbereitung darauf sei 
bereits überprüft worden, dass eine Unterhaltung in Zimmerlautstärke trotz Geräu-
schen der vorbeifahrenden Autos und KVB-Bahnen möglich sei. Daher könne er sich 
dort einen Ort des Verweilens gut vorstellen.  
Herr Bachhausen greift den Gedanken von Frau Syndicus auf und merkt an, dass 
gestalterische Überlegungen oftmals nur für die Innenstadt vorgenommen werden. 
LSBTI-Menschen würden jedoch in ganz Köln leben. Daher würde er eine Regenbo-
genbank z. B. auf dem Pariser Platz in Chorweiler sehr begrüßen. Diese würde dort 
und in anderen Veedeln eine größere Wirkung erzielen als in der Innenstadt.  
Frau Syndicus ergänzt, dass das Verständnis mancher Kölner*innen für Kunst im 
öffentlichen Raum nicht groß sei. Wenn durch Kunst dargestellt werden solle, an 
welche Menschen diese erinnere, dann sollte diese Kunst möglichst barrierefrei, 
sichtbar und an vielen Orten sein. Daher sei ihr zusätzlicher Gedanke entstanden, 
Regenbogenbänke im Gestaltungshandbuch der Stadt Köln zu erfassen und diese 
mit entsprechendem Hinweis an vielen Orten Kölns zu installieren.   
Herr Rudolph erinnert daran, dass es in der Innenstadt mit dem Gedenkort für die an 
den Folgen von HIV/AIDS verstorbenen Menschen sowie dem Mahnmal für die 
schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus bereits zwei Gedenkorte 
(besonders für schwule Männer) gebe. Er selber habe auch viele Ideen zu einem 
queeren Ort, die er aber hier nicht platzieren wolle. Vielmehr interessiere ihn, welche 
Arbeitsschritte nun folgten. Nach seinem Wissen gehe dies nun zurück in die Ar-
beitsgruppe, die Ideen zum weiteren Vorgehen entwickle. Der Idee, eine Repräsen-
tanz in ganz Köln zu schaffen, könne er sich anschließen.

Herr Spröde dankt für die wichtigen Hinweise. Die nächsten Schritte seien, einen Be-
teiligungsprozess zu gestalten und die zuständigen Fachämter der Stadtverwaltung 
einzubeziehen. Neben den kreativen Aspekten und einer öffentlichen Beteiligung 
müsse gemeinsam mit Verwaltung und Politik geplant werden. Diese Schritte gingen 
jedoch über den bisherigen Auftrag an Herrn Velke-Schmidt hinaus.  
Frau Bonnemann bezieht sich auf die Aussage von Herrn Velke-Schmidt, dass 
Denkmäler an vielen Orten durch die Initiative aus den LSBTI-Communities entstan-
den seien. Die Fachstelle LSBTI agiere an dieser Stelle gerne als Brückenbauerin 
und Kooperationspartnerin. Eine Neufindung des Arbeitskreises Queere Orte sei 
wichtig, damit die Verwaltung feste Ansprechpartner*innen habe, die auch die Wün-
sche der LSBTI-Communities zusammenfassen könne.  
Frau Scho-Antwerpes bietet an, dass ein weiter ausgearbeiteter Vorschlag auch im 
Ausschuss für Kunst und Kultur vorgestellt werden könne.  
Frau OB Reker erklärt, dass das Gestaltungshandbuch durchaus geändert werden 
könne. Die Verwaltung werde dies anregen. 
Herr Spröde begrüßt die Idee, nun mehrgleisig vorzugehen. Er bitte zudem um ein 
Stimmungsbild der StadtAG LST zu dem vorgeschlagenen Ort. Sollte dieses positiv 
sein, könne eine Anfrage an die Verwaltung gestellt werden, ob der Platz für eine 
mögliche Umgestaltung genutzt werden könne. Sollte die Verwaltung dies aus nach-
vollziehbaren Gründen für nicht möglich erklären, so müsse an dieser Stelle nicht 
weiter überlegt werden. 
Frau OB Reker ergänzt, dass der Kreis der zu Beteiligenden sehr groß sei. Daher 
halte sie die grundsätzliche Prüfung der Machbarkeit für richtig.  
Herr Spröde bittet daran anschließend mit einer mündlichen Anfrage an die Verwal-
tung zu prüfen, was an dem vorgeschlagenen „Elogiusplatz“ möglich sei.  
Frau OB Reker fragt, ob sich das gegen von Herrn Spröde vorgeschlagene Verfah-
ren Widerspruch erhebe. 
Herr Weiler äußert, keinen Widerspruch zu erheben. Allerdings frage er sich, ob die 
LSBTI-Communities noch einzubeziehen seien. Das vorgestellte Konzept schließe 
für seine Begriffe alle Menschen mit ein. Daher brauche es nach seinem Verständnis 
jetzt Vorschläge für die Gestaltung.  
Herr Velke-Schmidt entgegnet, dass bereits die Diskussion innerhalb der StadtAG 
LST zeige, dass es divergierende Meinungen gebe. Er vermute, dass dies in einem 
größeren Rahmen noch ausgeprägter sei. Daher sollten sich die LSBTI-Communities 
im Rahmen eines Workshops austauschen, auch wenn eine solche Veranstaltung 
keine Handlungsleitlinie herausgeben könne. Im Idealfall bilde sich aus einem sol-
chen Workshop auch eine Gruppe, die das Projekt dann vorantreibe. Zu einer sol-
chen Veranstaltung könnten auch Expert*innen aus anderen Städten eingeladen 
werden.  
Frau OB Reker erinnert daran, dass Beteiligung immer gut sei, Führung aber auch 
bedeute, einen Vorschlag zu machen, um zum Ziel zu kommen. Sie wolle einen jah-
relangen Prozess vermeiden und bitte darum, ein Verfahren zu wählen, das eine Be-
teiligungsform beinhalte, aber auch mit Begeisterung etwas vorstelle. Denn es gehö-
re auch dazu, Menschen zu gewinnen, die finanziellen Bedarfe zu decken. Die 
StadtAG LST könne da eine Führungsrolle übernehmen. 
Frau Bonnemann ergänzt, dass es auch ihrer Sicht darum gehe, weitere Menschen 
aus den Kölner LSBTI-Communities zu finden, die die Energie und Ressourcen hät-

ten, das Projekt längerfristig mitzutragen. Das würde die Gruppe stärken und die bis-
her Beteiligten entlasten.  
Herr Bachhausen schlägt vor, zunächst das Ergebnis der Anfrage an die Verwaltung 
abzuwarten und dann die Bevölkerung zu beteiligen. 
Frau OB Reker regt an, die Verwaltung im Rahmen der Anfrage zu beauftragen, 
auch alternative Plätze zu prüfen und zu benennen. Sie befürworte eine Umsetzung 
des Projektes als Ziel für die StadtAG LST. Die Einrichtung des Schwimmangebotes 
für Trans- und Inter-Menschen oder auch die Erstellung der Wirtschaftsstudie hätten 
jedoch gezeigt, wie lange Prozesse dauern könnten. Hier wünsche sie sich eine 
schnellere Umsetzung. 
Herr Spröde schlägt vor, dass Marcus Velke-Schmidt bei der Umsetzung des Projek-
tes weiter beteiligt wird. Dafür bitte er darum, einen Teil des Budgets der StadtAG 
LST zu reservieren.  
Frau Bonnemann bittet darum, dass der Arbeitskreis sich zeitnah zusammensetze, 
um das weitere Vorgehen zu planen und einen Antrag an das Budget vorzubereiten. 
Frau Syndicus bittet mit einer ergänzenden Anfrage an die Verwaltung, zu prüfen, 
inwiefern eine Bank in Regenbogenfarben in das Gestaltungshandbuch der Stadt 
Köln aufgenommen werden kann. 
Frau OB Reker bestätigt die Aufnahme der Anfragen an die Verwaltung und dankt für 
die Ideen und den guten Austausch.

Beratungsverlauf (1)

29.11.2022 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender
TOP 2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2946/2022
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
24.11.2022
Erstellt
06.09.2022 12:23