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AGS/038/2025

Social Prescribing – das Düsseldorfer Modell: Stärkung der integrierten Gesundheitsförderung durch soziales Präventionsrezept in Düsseldorf

Informationsvorlage 04.09.2025

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Nächste Beratung: Seniorenrat, Sitzung am 28.11.2025, TOP 8.4

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AGS/038/2025 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich   
Informationsvorlage 
Betrifft: 
Social Prescribing – das Düsseldorfer Modell: Stärkung der integrierten 
Gesundheitsförderung durch soziales Präventionsrezept in Düsseldorf 
Fachbereich: 
51 - Amt für Soziales und Jugend  
53 - Gesundheitsamt 
 
Dezernentin / Dezernent: 
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche  
Beigeordneter Christian Zaum 
 
Beratungsfolge: 
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität 
Ausschuss für Gesundheit und 
Soziales 25.11.2025 Kenntnisnahme 
Seniorenrat 28.11.2025 Kenntnisnahme 
 
Ausgangslage: 
 
Trotz fachgerechter medizinischer Versorgung werden manche Patient*innen mit 
körperlichen oder psychischen Beschwerden im klinischen Alltag nicht nachhaltig 
gesund. Soziale Belastungen können etwa Ursache von Krankheit sein, als Folge 
davon entstehen oder die Behandlung sowie den Genesungsprozess beeinträchtigen. 
So ist zum Beispiel Einsamkeit ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das 
zunehmend in Wechselwirkung mit gesundheitlichen Problemen steht. 
 
Das Konzept „ Social Prescribing“ ist seit den 90er J ahren in Großbritannien 
flächendeckend etabliert, weitere Länder haben entsprechende Modellvorhaben 
umgesetzt. Ziel ist, Fachkräfte der Primärversorgung, wie etwa Ärzt*innen, 
psychologische Psychotherapeut*innen und weitere Gesundheitsfachkräfte zu 
befähigen, bei einem nichtmedizinischen, gesundheitsrelevanten Problem ein 
„soziales Rezept“ ausstellen. Medizinische Behandlungen werden so durch eine 
Vermittlung der Patient*innen in passgenaue Unterstützungsangebote ergänzt.

Seite 2 
Sachdarstellung: 
 
Social Prescribing: Düsseldorfer Modell 
Im Rahmen eines Modellprojektes erproben das Gesundheitsamt und das Amt für 
Soziales und Jugend unter wissenschaftlicher Begleitung der  Heinrich-Heine-
Universität (Center for Health and Society) sowie der Charité  Berlin die sen 
innovativen, präventiven Ansatz zur Gesundheitsversorgung.  
 
Ziel des „sozialen Rezepts“ ist es, eine verbindliche Überleitung von Patient*innen in 
ein passendes Unterstützungsangebot zu gewährleisten. Die Vermittlung erfolgt etwa 
über Ärzt*innen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit eine Lotsenfunktion übernehmen. Sie 
stellen das soziale Rezept aus und leiten Patient*innen gezielt in passende Angebote 
der bestehenden sozialen Infrastruktur weiter – zum Beispiel in ein zentrum plus, 
eine Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung oder einen Stadtteiltreff. 
 
Bei Bedarf kann die jeweilige Einrichtung in weitere Angebote im Quartier (wie 
beispielsweise in einen Sportverein) vermitteln. Somit haben die Einrichtungen eine 
lotsende Funktion („Link Worker“). 
 
Im Febr uar und Juni 2025 wurde im Rahmen eines Workshops mit Düsseldorfer 
Ärzt*innen sowie psychologischen Psychotherapeut*innen ein Konzept für die 
Pilotierung des Ansatzes erarbeitet. Erprobt wird das Modell mit Praxen, die sich zur 
Verfügung stellen sowie der sich im Umkreis befindenden sozialen Infrastruktur. 
Langfristig ist eine Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet vorgesehen. 
 
Zur finanziellen Unterstützung wird ein Förderantrag nach §20 SGB V (Primäre 
Prävention und Gesundheitsförderung) bei einer gesetzlichen Krankenkasse gestellt. 
 
Strukturen und Einbindung 
Die weitere Planung und Umsetzung des Modellprojekts wird durch eine ämter - und 
institutionsübergreifende Steuerungsgruppe sichergestellt. Eine wissenschaftliche 
Begleitung ist vorgesehen. 
 
Zusätzlich erfolgt der Austausch im Rahmen von Runden Tischen, an denen auch 
Vertreter*innen der Zielgruppen mitwirken. Dadurch wird eine kontinuierliche 
Partizipation und Rückkopplung während der Projektumsetzung ermöglicht.  
 
Das Düsseldorfer Modell ist fest in di e Düsseldorfer Präventionskette verankert und 
in kommunale Netzwerkstrukturen eingebunden , wie etwa die Düsseldorfer 
Gesundheitskonferenz oder ZUKUNFT.QUARTIER.DÜSSELDORF. 
 
Ausblick: 
 
Über den Verlauf wird regelmäßig in den hierfür relevanten Gremien berichtet. 
Die Modellphase ist auf drei Jahre angelegt.

Beratungsverlauf (2)

25.11.2025 Ausschuss für Gesundheit und Soziales
TOP 18 Kenntnisnahme Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.11.2025 Seniorenrat
TOP 8.4 Kenntnisnahme Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AGS/038/2025
Typ
Informationsvorlage
Datum
04.09.2025
Erstellt
04.09.2025 13:14