V/0689/2021
Wasser im urbanen Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur
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Anlage 1 Änträge
12586 Zeichen
pri Antrag an den Rat Nr.: A-R/0061/2019 BUNDNIS 90 Ratsfraktion MS) Ratsantrag Wasser im urbanen Raum - Lebenselixier für Mensch und Natur Verbesserung des Umwelt-, Gesellschafts- und sozialen Klimas durch Wasserstellen in Münster Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. An den großen baumbestandenen Straßen, an der Promenade sowie in Parks werden, soweit dies möglich ist, vorhandene Hydranten öffentlich zugänglich gemacht bzw. neue angelegt. Der trockene Sommer 2018 hat gezeigt, dass es für die Stadt Münster kaum möglich ist, den gesamten kostbaren Baumbestand unserer Stadt ausreichend mit Wasser zu versorgen. Wie bereits im letzten Jahr, hat 2019 die Stadtverwaltung die münsterschen Bürger und Bürgerinnen um Unterstützung bei der Bewässerung der Stadtbäume gebeten. Leicht zugängliche Wasserquellen unterstützen dieses dringend benötigte bürgerschaftliche Engagement. Zudem können sie eine Basis für Urban Gardening Projekte sein, mit denen die bürgerschaftliche Verantwortung in der Klimahauptstadt Münster weiter gesteigert wird 2. Die Verwaltung entwickelt zudem zeitnah in enger Abstimmung mit den Stadtwerken ein Konzept, wie in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Brunnen und Wasserspielflächen eingerichtet werden können, um in Parks und auf Plätzen die Umgebungsqualität zu erhöhen und das Stadtklima zu verbessern. Dabei wird Rücksicht auf den Wasser- und Energieverbrauch genommen und das Wasser möglichst im Kreislauf geführt. Ggf. können auch vorhandene Brunnen und Wasserspiele saniert werden. Die Bevölkerung wird bei der Entwicklung des jeweiligen „Wasser-ist-Leben-Konzeptes“ in ihrem Stadtteil mit eingebunden. 3. An geeigneten Öffentlichen, städtischen Gebäuden im Stadtgebiet wird ein öffentlich nutzbarer Trinkwasserhahn eingerichtet und entsprechend gekennzeichnet. Damit wird den Bürger*innen Trinkwasser ohne hohen baulichen Aufwand zur Verfügung gestellt. An Orten in der Stadt, an denen dadurch noch kein öffentlicher Trinkwasserzugang vorhanden ist; werden nach dem Vorbild anderer Großstädte kostenlose Trinkwasser- spender eingerichtet. Richtungsweisend ist dafür der bereits bestehende Trinkwasser- spender am Spielplatz „Promenade/Kanalstraße“. In einer der nächsten Sitzungen berichtet die Verwaltung in den relevanten Ausschüssen über die Erfahrungen mit diesem Trinkwasser-Brunnen. Begründung: Münster ist zu Recht stolz auf seine umfassende Begrünung. Unsere vielen kleinen Grünanlagen, der Baumbestand an den Straßen und unsere Promenade sind Vorbild für viele andere Städte. Sie bereichern das Stadtbild, verbessern das Klima und ermöglichen &1 Die GRÜNEN CDU RATSFRAKTION Kate 23 B Ratsfraktion MS) auch Menschen in großen Wohnsiedlungen oder Mehrfamilienhäusern den Aufenthalt im Freien in ihrem Stadtteil. Auch die vielen bebauten Plätze im Zentrum unserer Stadt sowie in den Außen-Stadtteilen dienen der gesellschaftlichen Begegnung. Das Gleiche gilt für Parks und Grünflächen. Seit Jahren verändert sich das Weltklima. Auch bei uns werden die Sommer heißer und trockener, was Mensch und Natur belastet. An Münsters Bäumen sieht man das am eindrucksvollsten. Massiver Befall von Borkenkäfern, Eichenprozessionsspinnern und anderen Schädlingen führen dazu, dass viele wertvolle Gehölze in den letzten Jahren gefällt werden mussten. Die Bevölkerung würde gerne aktiv mithelfen, die geliebten Bäume zu erhalten, kann das aber oft nicht, weil dringend benötigte Wasserzugänge fehlen. Hydranten in Münsters Straßen In den großen Ausfall- und Verbindungsstraßen, aber auch in kleineren Wohnstraßen unserer Stadt stehen viele Bäume, die von der Bevölkerung sehr geschätzt werden. Durch die zunehmende Trockenheit der letzten Jahre haben diese Bäume besonders gelitten. Das Grünflächenamt kommt mit dem Gießen nicht hinterher. Schädlinge haben sich als Folge der resultierenden Trockenschäden ausgebreitet, die die trockenheitsgestressten Bäume weiter schädigen. Nicht selten führt das zum Absterben der wertvollen Gehölze. Münsters Bevölkerung engagiert sich gerne und aktiv in Urban-Gärdening-Projekten. Entsprechende Ansätze gibt es unterschiedlichen städtischen Milieus. Die Palette reicht von der Wildblumenwiese unter einer Baumscheibe an der Warendorfer Straße bis hin zu den Salatköpfen im Projekt „Grünschleife Kinderhaus“. Gardening Projekte sind ein wertvoller Anteil an einem Wandel der urbanen Kultur in stark verdichteten und versiegelten Stadt- ‚ vierteln; es wird eine erhöhte Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Begegnungsraum und -Gelegenheit geschaffen, Teilhabe ermöglicht und Eigenverantwortung für das Umfeld übernommen. Das gilt auch für Stadtteile mit schwierigen soziodemografischen Voraussetzungen. Zusätzlich leisten Gardening-Projekte einen Beitrag zum Umgebungs- und Weltklima. Nicht selten scheitern solche Projekte langfristig jedoch am nicht vorhandenen Wasser. Denn es ist verständlicherweise oft zu anstrengend und zu teuer, bis in die eigene Wohnung zu laufen und das Wasser kannenweise heranzuschleppen. Brunnen, Sprinkler und Wasserspiele auf Plätzen und in Grünanlagen 2 Die GRÜNEN CDU [RAT SeRARTı 0. . Ratsfraktion MS An heißen Tagen sehnen sich auch Mensch und Tier nach Kühlung und einem schönen Plätzchen im Schatten. Münsters Plätze, Parks und Grünflächen bieten hierfür grundsätzlich gute Voraussetzungen. Es fehlen jedoch teilweise Brunnen, Wasserläufe und Wasserspiele nach dem Vorbild südlicherer Länder. Denn diese können die Attraktivität erhöhen, die Aufenthaltsqualität steigern und das Mikroklima vor Ort verbessern. Der Unterhalt solcher Brunnen kostet Geld und verbraucht Wasser. Das zeigen auch die bereits bestehenden Brunnen in Münster, die zunächst einmal saniert werden müssen, da viele von ihnen in einem schlechten Zustand sind. Daher sollte die Stadt Münster in Absprache mit den Bürger*innen evaluieren, welche Brunnen ihre Umgebung maßgeblich gestalten und daher erhalten und saniert werden sollten. Neue Brunnen, Wasserläufe oder Wasserspiele sollten dort eingerichtet werden, wo noch Gestaltungsbedarf besteht. Münsters Stadtteile sind unterschiedlich — sowohl baulich als auch gesellschaftlich. Die Stadtteile Kinderhaus und das Kreuzviertel sind hierfür gute Beispiele. Das hat auch das Sozialmonitoring der Stadt Münster eindrucksvoll bestätigt. Deshalb ist es denkbar, beispielsweise diese beiden Stadtteile für eine Pilotphase mit Bürgerbeteiligung zu wählen, um die individuellen Bedarfe der jeweiligen Bevölkerung dort zu erheben und diese Erfahrungen auf andere Stadtteile zu übertragen. Trinkwasserspender im Stadtbild In Städten wie New York, Rom, Athen, aber auch viele kleineren Städten sind Trinkwasserspender, an denen Mensch und Tiere selbstverständlich zu jeder Tag- und Nachtzeit ihren Durst löschen können, selbstverständlich. Sie ermöglichen zudem zu trinken ohne Abfall zu produzieren. In der Klimahauptstadt Münster gibt es so etwas bislang noch kaum. Eine flächendeckende Versorgung mit Trinkwasserspendern sollte in Zeiten des Klimawandels daher selbstverständlich sein. Wasser als gestalterisches Element im Stadtbild In Münster gibt es einige Brunnen und Wasserspiele im Stadtbild. Denn seit Jahrhunderten ist bekannt, dass Wasserspiele im urbanen Raum Geselligkeit und somit gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Wasser ist ein wichtiges gestalterisches Element im urbanen Quartier. Früher wusste man das in Münster. Der Lambertibrunnen war ebenso eine Institution und beliebter Treffpunkt wie das Wasserspiel am Hamannplatz in Coerde. Zahlreiche Brunnenanlagen sind jedoch aus Kostengründen in den letzten Jahren stillgelegt 3 DIE GRUNEN A CDU RATSFRAKTIONEKG l ‚AL MÜNSTER Ratsfraktion MS) worden. Diese zu reaktivieren und neue zu bauen ist kein Luxus, sondern ist eine gestalterische Notwendigkeit, um den Zusammenhalt der.Menschen in ihren Quartieren und in der ganzen Stadt zu fördern. Gleichzeitig steht es Münster in Zeiten des Klimawandels gut an, mit Wasser sorggam umzugehen. Daher sollten alle Brunnen tatsächlich dazu da » sein, den öffentlichen Raum zu beleben und das Stadtklima zu verbessern — und nicht nur ästhetisches Detail im Stadtraum sein. Fazit . All diese Elemente und Maßnahmen sind wichtig, um dem Klimawandel zu begegnen — sowohl dem wetterbezogenen als auch dem gesellschaftlichen und sozialen. Die Einrichtung von Wasserstellen als Lebensspender in der Klimahauptstadt Münster ist hierfür ein . sinnvoller Beitrag. gez. Stefan Weber gez. Otto Reiners und CDU-Fraktion und Bündnis "90/Die Grünen/GAL Fraktion A-H/0011/2021 fr ugs au Funsmws FRAKTION wi i BV HILTRUP SPD SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup Simon Kerkhoff Fraktionsvorsitzender 0157 / 58799395 simon.kerkhoff@spd-muenster.de 03. April 2021 Antrag: Trinkwasserspender für Hiltrup, Berg Fidel und Amelsbüren! Die Bezirksvertretung möge beschließen: Die Verwaltung der Stadt Münster wird beauftragt, die Aufstellung von öffentlichen Trink- wasserspendern in den Stadtteilen Hiltrup, Berg Fidel und Amelsbüren zu prüfen und die Kos- ten für die Umsetzung festzustellen. m Begründung: Fast jede*r Hiltruper*in kennt (und liebt) ihn: Den Trinkwasserspender am Wasserwerk Hohe Ward. Viele steuern ihn auf ihren Wanderungen, Spaziergängen oder Jogging-Runden ganz bewusst als Zwi- schenziel an, um sich eine kleine Erfrischung zu genehmigen. Leider ist der Wasserspender in der Hohen Ward der einzige seiner Art im gesamten Stadtbezirk Hil- trup. Das bedauern wir sehr, denn Trinkwasserspender bieten insbesondere in den Sommermonaten eine sehr willkommene Erfrischung. Zudem erhöhen sie an beliebten Plätzen die Aufenthaltsqualität und sind oft - wie in der Hohen Ward - ein bewusst gewählter Ort für eine Pause auf einer Wanderung oder Radtour. Davon könnten bestenfalls sogar Einzelhandel und Gastronomie in unmittelbarer Nähe profitieren. Unsere Fraktion bittet daher die Verwaltung die Aufstellung weiterer Trinkwasserspender im Stadtbe- zirk Hiltrup zu prüfen und die Kosten für die Umsetzung festzustellen. Gerade im Hinblick auf die im- mer wärmer werdenden Sommer wären sie eine sinnvolle Anschaffung für beliebte Plätze in unseren Stadtteilen. Mögliche Standorte könnten in Hiltrup etwa an der Marktallee oder im Bahnhofsumfeld, in Amelsbüren in der Nähe des K+K-Markts an der Ottmarsbocholter Straße oder an der St. Sebastian- Kirche und in Berg Fidel am Einkaufszentrum oder dem Spielplatz an der Pictoriusstraße sein. Für wei- tere Standortvorschläge sind wir selbstverständlich offen. Über eine zeitnahe Antwort würden wir uns freuen! gez. Simon Kerkhoff Annette Ulrich Friedhelm Schade Anna-Merle Velling SPD-Fraktion in der BV Hiltrup - www.spd-hiltrup.de Antrag A-M/0009/2021 e1 Volt De BÜNDNIS 90 SPD Fraktion in der DIE GRÜNEN ee Bezi BY IN MUNSTERS MITYE z \ en i a Münster, 07.06.2021 Öffentliche Trinkwasserspender in der Stadt Die Bezirksvertretung Mitte möge Folgendes beschließen: 1) Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit das Aufstellen von öffentlichen Trinkwasserspendern neben den bereits vorhandenen im Stadtbezirk Mitte an gut besuchten, öffentlichen Plätzen möglich ist und hierfür geeignete Punkte auszuwählen. 2) Des Weiteren soll die Verwaltung Folgendes prüfen: a) Welcher finanzieller Aufwand für die Neuaufstellungen und deren Betrieb notwendig wäre, welche Förderungen dafür bereit stünden und welche geeigneten Partner*innen/Sponsor*innen hierfür gewonnen werden könnten. b) welcher finanzieller Aufwand für ggf. Reaktivierung und den Betrieb vorhandener Trinkbrunnen notwendig ist und wie dieser mit Hilfe von Partner*innen und Sponsor*innen gestemmt werden könnte. Begründung: Es gibt bereits einige Städte, die öffentliche Trinkbrunnen bereitstellen. ” Besonders im Sommer kann so die Aufenthaltsqualität der Bürger*innen an öffentlichen Orten gesteigert werden. Die Maßnahme kommt dabei allen zu Gute, nicht nur Familien, die große Wassermengen auf Ausflüge mitnehmen müssen, sondern auch Studierenden, die sich spontan verabreden oder Sportler*innen, die eine kurze Erfrischung brauchen. Auch im Sinne einer inklusiveren Stadt sind öffentliche Trinkwasserspender zu befürworten: Besonders ältere oder kranke Mitbürger*innen sind im ‚Sommer umso mehr auf eine ausreichende Wasserzufuhr angewiesen. \ Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist der Nachhaltigkeitsaspekt. Denn wer unterwegs kein Wasser mehr hat, kauft sich eins - meist in Form einer Plastikflasche. Trinkbrunnen können somit aktiv’ zur Müllvermeidung beitragen. gez. Gina Auer Martin Honderboom Martin Grewer Kai Meyer vor dem Esche und Fraktion und Fraktion
Anlage 3 Erfahrungsbericht zu Trinkwasserspendern
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Anlage 3 Erfahrungsbericht zu Trinkwasserspendern Die Trinkwasserspender am Coerdeplatz sowie am Aasee sind über Spenden des Lion’s Club, Münster-Westphalia im Rahmen der Kampagne „Münster blüht auf“ finanziert worden. Die Finanzierung (insgesamt 26.000 €) umfasste die Anschaffung und einen Teil der Errichtungskosten für beide Trinkwasserspender. Die restlichen Errichtungskosten (Differenz von ca. 6.000 €) hat das Fachamt getragen. Zusätzlich fielen Kosten für die Organisation und Betreuung der Baustellen an. Die laufenden Kosten der Unterhaltung werden zurzeit ebenfalls aus der Grünflächenunterhaltung finanziert. Hierzu zählen auch die Kosten für die Analyse des Wassers durch das Uniklinikum Münster. Zusätzliche Finanzmittel wurden dafür nicht zur Verfügung gestellt. Die Unterhaltung der Trinkwasserspender ist aufwendig. Die Trinkwasserspender werden im Mai in Betrieb und ca. Ende Oktober außer Betrieb genommen (2 MA 8 Std. je Arbeitseinheit = Gesamt 32 Stunden pro Jahr). Aus hygienischen Gründen sind beide Geräte wöchentlich zu reinigen (2 MA 2 Stunden = ca. 96 Stunden/Jahr) und zusätzlich werden alle 2 Monate Wasserproben g enommen (2 MA 3 Stunden = Gesamt 18 Stunden/Jahr; Öffnen, Spülen, Probenahme durch Mitarbeiter des UKM, Schließen). Die Beurteilung der Ergebnisse wird vom Gesundheitsamt vorgenommen. Die Kosten für die Überprüfung werden durch das Fachamt getragen und belaufen sich derzeit auf ca. 500 € für beide Spender pro Jahr. Wasserspender in der Nähe von Spielplätzen sind extrem aufwendig in der Unterhaltung, da die Kinder dort Wasser zum Matschen beziehen und der Spender dementsprechend stark verschmutzt. Dadurch ist die Pflege dort deutlich intensiver. Des Öfteren werden die Kollegen der Grünflächenunterhaltung vor Ort zu akuten Meldungen oder Störungen an den Geräten gerufen, wie z. B. Verstopfung der Abflüsse durch Sand, Manipulation des Tasters, Beschmieren der Spender durch Aufkleber, Fremdstoffe oder Graffiti, etc. Dadurch entstehen ebenfalls zusätzliche Einsatzzeiten sowie Kosten für die Instandsetzung (z. B. neue Schrauben, Taster, Sensoren, etc.). Der Verbrauch für die Spender stieg seit Inbetriebnahme steti g an. Im Jahr 2017 betrug der Wasserverbrauch am Coerdeplatz 20,897 m³; 2018: 38,550 m³ und 2019: 60,835 m³. Am Aaseevorplatz 2017: 30,824 m³; 2018: 87,866 m³ und 2019: 188,90 m³. Der durchschnittliche Verbrauch liegt derzeit bei ca. 40 m³ am Coerdeplatz u nd ca. 100 m³ am Aaseevorplatz. Die Spender werden also recht gut angenommen. Die laufenden Kosten für die Wasserspeisung werden ebenfalls durch das Fachamt getragen. Insgesamt sind für die Unterhaltung der zwei Trinkwasserspender in etwa 146 Stunden pro Jahr notwendig. Hieraus ergibt sich ein Aufwand in Höhe von ca. 6.000,00 € an reinen Unterhaltungskosten pro Jahr (7,8 Stunden x 40 € (MA + Fahrzeug) x im Mittel ca. 19 Tage = 5.928,00 €). Hinzu kommen die Kosten für Organisation, Prüfung der Wasserqualität , ggf. Gegenmaßnahmen, Stellung des Trinkwassers und Ersatzteilen (ca. 4.000,00 € pro Jahr). Die Realisierung und Etablierung weiterer Trinkwasserspender im Stadtgebiet wird grundsätzlich seitens des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit als positiv angesehen. Um zukünftig Trinkwasserspender in weiteren Grünanlagen im gesamten Stadtgebiet zu etablieren, müssen die Kosten für die Finanzierung, Aufstellung, Anschluss und Inbetriebnahme, Probekosten und Unterhaltung sowie zusätzliches Personal bereitgestellt werden. Anlage 3 Nachstehend aufgelistet die Kosten zur Realisierung eines Trinkwassersp enders: - Errichtungskosten (einmalig): ca. 20.000,00 €, je nach Standort und Leitungslänge können zusätzliche Kosten entstehen. - Bereitstellung der Unterhaltungskosten pro Spender und Jahr: ca. 5.000,00 € Sollen weitere Trinkwasserspender erstellt we rden und durch das Amt betreut werden, müssen zunächst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Für die Betreuung der Brunnenanlagen (siehe Anlage 2) wären zusätzlich zwei Stellen mit entsprechender fachlicher sowie technischer Qualifikation (Wassertechnik/Elektrotechnik) sinnvoll, diese Fachleute könnten dann auch die Betreuung von Trinkwasserspendern übernehmen, da die Aufgaben gleichartig sind. Die sicherheitstechnischen sowie die technischen Anforderungen zum Betrieb solcher Anlagen können wegen der hohen Anforderungen nur noch durch entsprechendes Fachpersonal sichergestellt werden.
Anlage A
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Anlage A zur V/0689/2021 Kurzüberblick Wasser im urbanen Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur - Beantwortung der Anträge an den Rat, in der BV Mitte sowie in der BV Münster Hiltrup zum Umgang mit „Wasser im urbanen Raum“. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage werden die Anträge an den Rat, in der BV Mitte sowie in der BV Hiltrup zum Thema „Wasser im urbanen Raum“ beantwortet sowie der aktuelle und zukünftige Umgang dargelegt. Thematisiert wird die öffentliche Nutzung von Hydranten, die öffentliche Trinkwasserversorgung, der Zustand und die Erneuerung der vorhandenen Brunnen- und Wasseranlagen sowie die Errichtung und Unterhaltung von Wasserspielflächen. Die Zielsetzungen der Anträge unterstützen und konkretisieren die Maßnahmen aus den beschlossenen Konzepten zur Klimaanpassung (V/0799/2019; V/0799/2019/E) und der Nachhaltigkeitsstrategie (V/00669/2019) Ein Gutachten zur detaillierten Erfassung des Zustandes der Brunnen und des Erneuerungsbedarfs wurde in Auftrag gegeben. Es ist vorgesehen, dass die Verwaltung ein Gesamtkonzept zur Erneuerung des Bestandes der Brunnenanlagen inkl. der entstehenden Kosten vorlegt. Finanzierung Produktgruppe: 1301 / 1401 Grün- und Freiflächen / Übergreifender Umweltschutz, Klima, Nachhaltigkeit, Immission, Boden, Abfall Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Mit der Beschlussvorlage sind keine finanziellen Auswirkungen vorhanden Zum Sanierungskonzept einschließlich der entstehenden Kosten ergeht ein gesonderter Beschluss Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Mit der Vorlage werden keine entscheidenden Sachverhalte zu den o. g. Querschnittsthemen beschlossen.
Anlage 2 Bestandsaufnahme bestehender Brunnen- und Wasserspiele
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Anlage 2
Tab: Sanierungsbedarf bestehender Brunnen- und Wasserspiele
Nr. Name/Standort Gefährdungs-
beurteilung
Inb etrieb-
nahme in
2021
Sanierungsauf-
wand
nach Einschät-
zung der Ver-
waltung
Dringlichkeit
1.
Brunnen/Wasserspiele - 2019 in Betrieb
1.01 Wasserfall Promenade rot hoch hoch
1.02 Josephs-Kirche-Brunnen gelb X hoch mittel
1.03 Berg-Fidel Brunnen rot X gering hoch-
1.04 Marktallee Hiltrup rot hoch hoch
1.05 Michaelkirche-Brunnen rot hoch hoch
1.06 Idenbrockplatz-Brunnen gelb hoch mittel
1.07 Sprickmannplatz-Brunnen gelb X hoch hoch
1.08 Hamannplatz-Brunnen rot voll umfänglich hoch
1.09 Lamberti-Brunnen rot hoch hoch
1.10 Michaelis-Brunnen grün X mittel gering
1.11 Domplatz-Brunnen grün X mittel hoch
1.12 Kiepenkerl-Brunnen gelb X mittel mittel
1.13 Neubrückenstraße-Brunnen rot voll umfänglich hoch
1.14 Clemenskirchgarten-Brunnen gelb X mittel hoch
1.15 Harsewinkelplatz-Brunnen rot hoch hoch
1.16 Aabrücke-Bergstraße-Brunnen gelb mittel hoch
1.17 Martini-Brunnen gelb X mittel hoch
1.18 Engelenschanze-Brunnen gelb hoch hoch
1.19 Südpark - Wasserspiel grün x - -
2.
Stillgelegte Anlagen
2.01 Mauritztor-Brunnen rot hoch gering
3.
Rückbau und in Planung/im Umbau
3.01 Bremer Platz-Brunnen
3.02 Servatii-Platz-Brunnen
3.03 STH 1-Innenhof-Brunnen
4.
In Planung neu
4.01 Oxford-Kaserne (Simonsplatz) - - -
4.02 York-Kaserne - - -
5.
Teicheinspeisungen
5.01 Kreuzschanze- Lazarettstraße rot ges. Prüfung hoch
5.02 Tiefenbrunnen Dechaneischanze – Gräfte gelb x ges. Prüfung hoch
5.03 Tiefenbrunnen Engelenschanze – Einspei-
sung Gräfte
grün x ges. Prüfung hoch
5.04 Tiefenbrunnen Kanonengraben rot Ges. Prüfung hoch
Erläuterung Gefährdungsbeurteilung
grün In Betrieb
gelb Techn. Mängel, Betrieb möglich
rot Erhebliche Mängel und erhebliche Si-
cherheitsbedenken,
Anlage 2
Bestandsaufnahme bestehender Brunnen- und Wasserspiele
Anlage 2
Die in der Tabelle aufgeführten 29 Brunnenanlagen werden durch weitere 6 Brunnen bzw. Wasser-
spiele am Friedhof Lauheide ergänzt. Es gibt zudem 5 Spielplätze mit Wasserangeboten sowie ei-
nen weiteren Spielplatz mit Wasser-Matsch-Bereich im Bau. Hinzu kommen drei Anlagen zur Baum-
scheiben- / Heckenbewässerung. Weitere drei Tiefenbrunnen befinden sich in der Unterhaltung des
Tiefbauamtes, ein weiterer Brunnen ist in privater Trägerschaft.
Eine Auswertung der Bestandsaufnahme bezogen auf de n aktuellen Zustand der Brunnenanlagen
im Münsteraner Stadtraum 2020 und die aktuelle Gefährdungsbeurteilung haben ergeben, dass der
überwiegende Teil der städtischen Anlagen aufgrund ihres Alters sowohl baulich als auch technisch
überholt und in sanierungsbedürftigem Zustand sind.
Grund ist ein Investitionsstau für Pflege, Wartung und bauliche Anpassungen der letzten Jahre bzw.
Jahrzehnte bei gleichzeitig steigenden Anforderungen und kontinuierlichen Änderungen der Normen
in Hinblick auf technische Anforderungen, Wasserqua lität, Sicherheit und Arbeitsschutz. Hieraus
ergibt sich ein dringender Handlungsbedarf, um die bestehenden Brunnen und Wasserspiele, wei-
terhin dauerhaft und sicher betreiben zu können.
Kosten für Sanierung und Umbau (einmalige Kosten)
Nach einer ersten groben Einschätzung der Verwaltung belaufen sich die Kosten für eine Instand-
setzung und Sanierung der Springbrunnenanlagen in den nächsten Jahren auf rund 2 Millionen
Euro. Die Tiefenbrunnen müssen separat untersucht werden. Für die Instandsetzung und Sanie-
rung fallen weitere Kosten an, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht benannt werden können.
Dabei sind zusätzlich neben den Herstellungskosten sowohl die Planungs- als auch die laufenden
Folgekosten (Personal- und Sachkosten) zu berücksichtigen. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der
Brunnenanlagen und den jeweiligen Anforderungen an eine Sanierung hat das Amt für Grünflä-
chen, Umwelt und Nachhaltigkeit, einen externen Gutachter für die individuelle Betrachtung jedes
einzelnen Brunnens eingeschaltet.
Folgekosten
Seit dem Jahr 2015 erfolgt die Stundenaufzeichnung für Brunnen als eigene Kostengruppe, bei der
alle anfallenden Kosten erfasst werden.
Personalkosten
Für alle Arbeiten an den Brunnenanlagen sind aus Sicherheitsgründen (Notfallbergung, Absiche-
rung Baustelle, etc.) immer mindestens zwei bis drei Mitarbeiter einzusetzen.
Die Inbetriebnahmen erfolgen Ende März und die Außerbetriebnahmen im Oktober. Die Arbeiten
werden durch das Servicepersonal der Sportflächenunterhaltung mit Unterstützung durch die Be-
zirkskolonnen ausgeführt. Dieses Fachpersonal wird hierfür aus den eigentlichen Einsatzbereichen
der Sportstätten- und Grünflächenbetreuung abgezogen. Es fallen rund 700 Std./Jahr an.
Die Pflege, Unterhaltung und Wartung der Brunnen erfolgt grundsätzlich durch die Pflegekolonnen
der jeweiligen Pflegebezirke bzw. durch das Servicepersonal. Der Aufwand je Brunnen für die
Pflege und Wartung ist sehr hoch. Einen Großteil der Arbeit nehmen dabei die Sicherungsarbeiten
ein (z. B. Auf- und Abbau von Schlauchbrücken, Sicherungsgerät, Sicherungszäune etc.). Der
Stundenaufwand kann dabei variieren. Insbesondere in Vandalismusfällen (z.B. Spülmittel in Brun-
nen) erhöht sich der Zeitaufwand extrem. Der genaue Zeitaufwand ist nicht benennbar, da dieser
stark abhängig ist vom einzelnen Brunnen. Jährlich fallen erfahrungsgemäß ca. 300-400 Stun-
den/Jahr/Brunnen inkl. Rüstzeiten an. Schwerpunkt ist hier Pflegebezirk 1 Mitte.
Anlage 2
Hinzu kommen die laufenden Kosten in Höhe von 31.000 €.
Fazit
Die Auswertung der Bestandsaufnahme gibt Aufschluss über die Kosten für die Erhaltung, Sanie-
rung und Instandsetzung bestehender sowie die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Brunnen und
Wasserspiele. Sie bietet einen Ausblick über Möglichkeiten und Kosten für eine nachhaltige Um-
rüstung bestehender Anlagen nach geltenden Normen. Im Ergebnis ist ein Großteil der Anlagen
baulich und technisch in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Die Kosten für
die Sanierung der Bestandsbrunnen und Wasserspiele sind erheblich und können nicht aus dem
laufenden Haushalt finanziert werden.
Die Pflege und Wartung der verschiedenartigen Anlagen ist aufgrund der sicherheitstechnischen
sowie technischen Anforderungen aufwendig und somit ebenfalls kostenintensiv. Es erfordert
Fachpersonal, dass über Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit den stadteigenen Brunnen
und Wasserspielen verfügt. Eine kontinuierliche Betreuung und sofortige Verfügbarkeit ist sicher-
zustellen. Derzeit wird das Personal aus anderen Einsatzbereichen abgezogen und fehlt somit zu
Kernzeiten für die eigentlichen Einsatzbereiche der Sportstättenbetreuung und Grünflächenunter-
haltung. Vor dem Hintergrund des zeitaufwendigen und speziellen Tätigkeitsfeldes wird empfohlen,
eine stadteigene Servicekolonne Brunnen und Wassertechnik mit 2 MA mit entsprechender fachli-
cher sowie technischer Qualifikation (Wassertechnik / Elektrotechnik) zu bilden.
Der Erhalt und Betrieb der bestehenden Brunnen und Wasserspiele ist u.a. aus stadtklimatischen
Gründen positiv zu bewerten. Bei Neuplanungen wird das Thema Wasser in unterschiedlicher
Weise und maßvoll, mit Blick auf die Folgekosten für Unterhaltung und Betrieb, berücksichtigt. Der
Sanierung der vorhandenen Brunnen und Wasserspiele wird Vorrang eingeräumt, weil Personal
für die notwendige Unterhaltung zusätzlicher Brunnenanlagen fehlt.
In Hinblick auf die Realisierung zusätzlicher Brunnen und Wasserspiele zur Verbesserung des Kli-
mas in der Stadt muss ebenfalls zwischen einmaligen Kosten für Planung und Herstellung, und
den wiederkehrenden Kosten für die Unterhaltung und Wartung unterschieden werden. Die Kosten
hierfür und für zusätzliches Fachpersonal müssen getragen werden.
Beschlussvorlage
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V/0689/2021 V/0689/2021 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Wasser im urbanen Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU an den Rat Nr: A-R/0061/2019 Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Fraktion, von Herrn Grewer (Volt) sowie von Herr Geist (FDP) in der BV Mitte (A-M/0009/2021) Antrag der SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup (A-H/0011/2021) Beratungsfolge 05.10.2021 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 07.10.2021 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 26.10.2021 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der AUKB unterstützt das grundsätzliche Anliegen des Ratsantrages „Wasser im urbanen Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur“, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, die Versorgung des öffentlichen Grüns mit Wasser, die Versorgung mit Trinkwasser im öffentlichen Raum sowie Wasser als gestalterisches Element stärker als bisher zu fördern und zu unterstützen. 2. Der AUKB nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung ein Gutachten zur detaillierten Erfassung des Zustandes der Brunnen und zur Ermittlung des Erneuerungsbedarfs in Auftrag gegeben hat. 3. Der AUKB beauftragt die Verwaltung, dem Ausschuss ein Gesamtkonzept zur Erneuerung des Bestandes an Brunnenanlagen inkl. der entstehenden Kosten für die Erneuerung, für die dauerhafte Unterhaltung und für die entsprechenden Personalaufwendungen vorzulegen. 4. Der AUKB nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung die Priorität derzeit auf die Sanierung der vorhandenen Brunnenanlagen und die Errichtung von Wasserspielplätzen legt und deshalb jetzt – von wenigen begründeten Ausnahmen abgesehen - keine weiteren Trinkwasserspender errichtet werden. Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 24.09.2021 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Selle, Herr Hoffmann, Herr Muddemann - 7 - V/0689/2021 5. Die folgenden Anträge - Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU an den Rat (A-R/0061/2019), - Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Fraktion und von Herrn Grewer (Volt) sowie von Herr Geist (FDP) (A-M/0009/2021) in der BV Mitte - SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup (A-H/0011/2021) sind damit erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: Derzeit keine Begründung: 1. Grundanliegen des Antrages Der oben genannte Ratsantrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU (Anlage 1) wurde vom Rat an den AUKB verwiesen. Mit dem Antrag soll beschlossen werden, dass I. an den großen baumbestandenen Straßen, an der Promenade sowie in Parks, soweit möglich, vorhandene Hydranten öffentlich zugänglich gemacht bzw. neue angelegt werden. Das dringend benötigte bürgerschaftliche Engagement soll durch leicht zugängliche Wasserquellen unterstützt werden; II. die Verwaltung ein Konzept entwickelt, wie die Umgebungsqualität und das Stadtklima in Parks und auf Plätzen durch Brunnen und Wasserspielflächen verbessert werden kann; III. an Orten in der Stadt, an denen noch kein öffentlicher Trinkwasserzugang vorhanden ist, kostenlose Trinkwasserspender eingerichtet werden sollen. Des Weiteren soll an geeigneten öffentlichen, städtischen Gebäuden ein öffentlich nutzbarer Trinkwasserhahn eingerichtet und gekennzeichnet werden. Die aufgeführten Maßnahmen sollen dabei helfen, Klimaoasen zu schaffen bzw. zu erhalten, die Versorgung mit Trinkwasser mithilfe von frei zugänglichen Trinkbrunnen zu ermöglichen, das bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen und so die Wirkungen der Wasserdefizite im urbanen Raum, die sich aufgrund des Klimawandels ergeben, abmildern. Da die oben aufgeführten Anträge in der BV Mitte und in der BV Hiltrup (Anlage 1) zum Bau weiterer Trinkwasserspender in diesem Zusammenhang gehören, werden diese mitbehandelt. Die weltweite Veränderung des Klimas, die gerade durch den neuen Bericht des IPCC im August 2021 eindrucksvoll bestätigt worden ist, ist auch in Münster spürbar. Extrem niedrige Niederschlagsmengen und neue T emperaturrekorde in den Jahren 2017 und 2018 unterstreichen besonders deutlich die zunehmende Problematik der Klimaveränderungen auch in Münster. Der Rat hat mit dem Beschluss des Handlungskonzepts zur Klimaanpassung 2030 (V/0799/2019, V/0799/2019/E) im Dezember 2019 sowie mit dem Beschluss zur Nachhaltigkeitsstrategie (V0669/2019) die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung für die nächsten Jahre auf den - 7 - V/0689/2021 Weg gebracht. Mit dem Antrag A-R/0061/2019 „Wasser im urbanen Raum - Lebenselixier für Mensch und Natur“ - werden Maßnahmen der vorgenannten Konzepte konkretisiert. Sie sind den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 15 (Leben an Land) zuzuordnen. Daher ist die grundsätzliche Zielrichtung der Anträge wichtig. 2. Nutzung von Hydranten Die Versorgung der Bäume und Grünflächen mit genügend Wasser ist eine notwendige Voraussetzung für grüne Parks und vitale Bäume an Straßen im urbanen Raum. Zur Bewässerung von Bäumen und Grünflächen wird angeregt, Hydranten des Trinkwassernetzes für eine Bewässerung zu nutzen und öffentlich zugänglich zu machen. Die Prüfung hat ergeben, dass eine Nutzung von Hydranten des Trinkwassernetzes an zentralen Orten zur Bewässerung von Bäumen über einen Oberflurhydranten technisch möglich ist. Allerdings käme nach Angabe der Stadtwerke Münster GmbH für eine dauerhafte Nutzung des Trinkwassers zur Bewässerung der Bäume nur ein fester stationärer Anschluss infrage, der über einen Oberflurhydranten oder einen Anschluss mit entsprechender Einhausung für Zähler und den benötigten Wasserschlauch zur Bewässerung der Bäume umsetzbar ist. Es dürfen nur eingewiesene Personen diese Einrichtung nutzen und sie müssten gegen Fehlnutzungen gesichert werden. Die vorhandenen Unterflurhydranten sind in Verbindung mit einem Standrohr für einen Dauereinsatz nicht vorgesehen, da die Verkehrssicherungspflicht nicht erfüllt werden kann und auch die Nutzung nur unter Aufsicht erfolgen darf. Eine zwischenzeitliche Nutzung von Unterflurhydranten durch eingewiesene Mitarbeiter der Fachverwaltung könnte im Bedarfsfall stattfinden, würde aber hohe personelle Kapazitäten binden. Hydranten können grundsätzlich wegen der technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wegen dieser grundsätzlichen Problematik schlägt die Verwaltung vor, auf die Option, Hydranten in großem Umfang für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zu verzichten. 3. Sanierung vorhandener Brunnen / Neueinrichtung von Brunnen und Wasserspielen Die Verbesserung der Umgebungsqualität und des Stadtklimas in Parks und auf Plätzen ist ein erklärtes Ziel im Handlungskonzept Klimaanpassung 2030. Eine gute und attraktive Möglichkeit dazu bieten Brunnen, Wasserspiele und Wasserläufe. Wenn Wasser verdunstet, kühlt sich dadurch die Umgebungstemperatur ab. Die kühlende Wirkung ist bei offenen und bewegten Wasserflächen besonders groß. Selbst auf kleinstem Raum kann eine Abkühlung erreicht und das Kleinklima verbessert werden. In dem o. g. Antrag wird angeregt, ein stadtweites Konzept zu entwickeln, wie weitere neue Brunnen und Wasserspielflächen eingerichtet werden können. Vorhandene Brunnen sollen saniert werden. In der Stadt Münster ist bereits eine Vielzahl an Brunnen und Wasserspielen vorhanden. Einen Überblick über die Brunnenanlagen gibt Anlage 2. Zudem werden fünf Spielplätze mit Wasserangeboten betrieben (Am Kämpken, im Südpark, an der Liboristraße, am Freiburger Weg und der Goldenbergstraße), weitere sind im Bau (z. B. Wasser-Matsch-Bereich Spielplatz im - 7 - V/0689/2021 Kinderbachtal) oder in der Planung (z. B. architektonische Wasserspiele in den Konversionsquartieren). Die überwiegende Anzahl der Brunnenanlagen befindet sich im Kernbereich der Stadt, für den im Klimaanpassungskonzept eine ausgeprägte Wärmeinsel beschrieben ist. Im Fokus des vorliegenden Berichts stehen die 23 städtischen Brunnen/Wasserspiele, die durch das Grünflächenamt unterhalten werden. Die Bewertung des aktuellen Zustands dieser Brunnenanlagen unter Berücksichtigung der Gefährdungsbeurteilung hat ergeben, dass der überwiegende T eilaufgrund des Alters sowohl baulich als auch technisch überholt und sanierungsbedürftig ist. Von den in Anlage 2 aufgeführten 23 Brunnen/Wasserspielen konnten nur neun in diesem Jahr in Betrieb genommen werden, zehn Brunnen konnten wegen verschiedener technischer Mängel in diesem Jahr nicht in Betrieb genommen werden. Vier Brunnen werden derzeit im Rahmen von Baumaßnahmen komplett überarbeitet. Grund für die hohe Anzahl an Brunnen mit mehr oder weniger gravierenden Mängeln sind die fehlenden Mittel (Finanzen und Personal, noch aus der Konsolidierung resultierend) für die Unterhaltung, die technische Wartung und baulichen Anpassungen der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte. Gleichzeitig haben sich die Normen für den Betrieb der Brunnen kontinuierlich geändert und die Anforderungen an Wasserqualität, Sicherheit und Arbeitsschutz sind gestiegen. Daher hat die Verwaltung ein Gutachten zur detaillierten Erfassung des Zustandes der Brunnen und zur Zusammenstellung des Erneuerungsbedarfes beauftragt. Die Ergebnisse werden zum Jahresende 2021 erwartet und anschließend im Ausschuss vorgestellt. Für die zu erwartenden Sanierungsmaßnahmen hat die Verwaltung für den Entwurf des Haushaltes 2020 vorsorglich Mittel angemeldet Nach einer ersten groben Einschätzung der Verwaltung belaufen sich die Kosten für eine kontinuierliche Instandsetzung und Sanierung bestehender Brunnenanlagen in den nächsten Jahren auf rund zwei Millionen Euro. Die endgültige Summe ergibt sich aus den Ergebnissen des beauftragten Gutachtens. Die Pflege und Wartung der verschiedenartigen Brunnen etc. ist aufgrund der sicherheitstechnischen sowie technischen Anforderungen aufwendig und somit ebenfalls kostenintensiv. Es erfordert Fachpersonal, dass über Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit den stadteigenen Brunnen und Wasserspielen verfügt. Derzeit wird das Personal aus anderen Einsatzbereichen abgezogen und fehlt somit zu Kernzeiten für die eigentlichen Einsatzbereiche der Sportstättenbetreuung und Grünflächenunterhaltung. Vor dem Hintergrund des zeitaufwendigen und speziellen Tätigkeitsfeldes erscheint es nach derzeitiger Einschätzung als sinnvoll, eine stadteigene Servicekolonne „Brunnen und Wassertechnik“ mit 2 MA mit entsprechender fachlicher sowie technischer Qualifikation (Wassertechnik/ Elektrotechnik) zu bilden. Eine Realisierung zusätzlicher Brunnenanlagen u. a. zur Verbesserung des Klimas in der Stadt wird von der Verwaltung positiv bewertet. Bei Neuplanungen wird das Thema Wasser daher in unterschiedlicher Weise und maßvoll mit Blick auf die Folgekosten für Unterhaltung und Betrieb berücksichtigt. Allerdings müssen sowohl die einmaligen Kosten für Konzeption, Planung und Herstellung sowie die wiederkehrenden Kosten für Unterhaltung und Wartung und zusätzlich einzustellendes Fachpersonal getragen werden. - 7 - V/0689/2021 Für die Verwaltung liegt aber die Priorität auf der Herstellung der Betriebssicherheit und die Inbetriebnahme der vorhandenen Brunnen. Erst wenn dies gesichert ist, macht es Sinn, über die Neuerrichtung weiterer Brunnen nachzudenken. Daher sollen die Haushaltsmittel aus der Haushaltsstelle „Wasser ist Leben“ für die Sanierung der vorhandenen Brunnen und den Bau von Wasserspielflächen eingesetzt werden. In dieser Haushaltsstelle stehen zukünftig voraussichtlich 50.000 € / Jahr zur Verfügung. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Brunnen, die saniert werden können, sehr begrenzt ist und verschiedene Brunnen vorerst stillgelegt werden mussten, siehe oben. Diese Misere macht deutlich, dass es notwendig ist, für die Bestandssicherung der Brunnen ein Konzept zur Sanierung und Unterhaltung der vorhandenen Brunnen zu erstellen, welches nicht nur die technische Sanierung umfasst, sondern sich auch mit gestalterischen, stadtplanerischen und organisatorischen (Personalbedarf, technische Ausstattung etc.) Fragen zum dauerhaften Erhalt befasst. Das wurde mit dem beauftragten Gutachten begonnen. In dem Antrag wird angeregt, weitere Brunnen und Wasserspielflächen zu errichten. Dies hat die Verwaltung aufgegriffen, wie oben dargestellt. Auch zukünftig wird die Verwaltung bei passenden Vorhaben dies weiter umsetzen. Im Antrag wird ein stadtweites Gesamtkonzept gewünscht. Dies ist leider wegen der Auslastung des Personals bei Neubau und Sanierung von Kitas und Schulen, die mit oberster Priorität versehen sind, zurzeit nicht möglich. 4. Installation weiterer Wasserspender Im Antrag wird des Weiteren angeregt, zu den Erfahrungen, die mit dem Betrieb der seit einigen Jahren am Aasee-Vorplatz und an der Promenade auf Höhe des Spielplatzes Coerdeplatz installierten Wasserspendern gemacht wurden, zu berichten. Der ausführliche Erfahrungsbericht zu diesen Wasserspendern ist in der Anlage 3 dieser Vorlage beigefügt. Zusammenfassend kann der Betrieb der Wasserspender hinsichtlich der entnommenen Wassermengen als positiv bewertet werden. Die entnommene Wassermenge ist in den Hitzesommern 2018 und 2019 gegenüber 2017 deutlich angestiegen. Der Aufstellungsort der Wasserspender erfordert jedoch hohe Betreuungsaufwände, so führt z. B. die Nutzung am Coerdeplatz auch als Spender für Matschwasser offensichtlich zu einer stärkeren Verschmutzung des Gerätes und damit zur häufigeren Reinigung und Instandhaltung. Für einen sicheren Betrieb der Wasserspender ist in jedem Falle eine intensive Betreuung unerlässlich und damit ein entsprechender Ressourceneinsatz notwendig. Dies bedeutet, dass die Kosten erheblich sind. Wenn man die Errichtungskosten (einmalig ca. 20.000 €, umgelegt auf 10 Jahre), und die Betriebskosten (ca. 5.000 €/a) aufsummiert und auf den Wasserverbrauch bezieht, entsteht ein Aufwand von 24 €/m³ Wasser. Das steht in wirtschaftlicher Hinsicht in keinem guten Verhältnis. Daher schlägt die Verwaltung vor, nur in besonders begründeten Ausnahmefällen, wie z. B. an der Bremer Straße, neue Trinkwasserspender zu errichten. Eine weitere Möglichkeit, Wasser zum Trinken im öffentlichen Raum bereitzustellen, besteht durch die Nutzung von Trinkwasserzapfstellen. Die Installation von Trinkwasserzapfstellen in und an öffentlichen Gebäuden, wie sie im Antrag - Wasser im urbanen Raum - angeregt wird, ist innerhalb der Verwaltung thematisiert worden. Eine erste Einschätzung ergab, dass neben den im Antrag aufgeführten positiven Aspekten auch kritische Punkte, wie die Sicherstellung der hygienischen Anforderungen an einen sicheren Betrieb, möglicher Missbrauch und hinsichtlich der Zugänglichkeit, - 7 - V/0689/2021 bestehen. Die kritischen Punkte werden als so gravierend eingeschätzt, dass keine öffentlich zugänglichen Zapfstellen an öffentlichen Gebäuden eingerichtet werden sollen. Durch das ehrenamtliche Engagement Münsteraner Unternehmen im Rahmen der Kampagne „Refill Deutschland“ wird eine leicht zugängliche Form der Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt. Bereits mehr als 45 Geschäfte und Initiativen mit dem Refill-Aufkleber am Fenster oder der Tür füllen Interessenten kostenfrei Leitungswasser in jedes mitgebrachte Trinkgefäß ab (weitere Informationen und eine Karte aller Standorte: https://refill-deutschland.de/muenster/). 5. Kampagne „Münster schenkt aus“ Zur stadtweiten Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements wurde die Kampagne „Münster schenkt aus“ im Juni 2020 gestartet und in 2021 fortgeführt. Mit dieser Kampagne knüpft die Verwaltung an das bereits seit vielen Jahren bestehende ehrenamtliche Engagement an, das von mittlerweile über 1.000 Bürgerinnen und Bürgern für unser Stadtgrün im Rahmen der Kampagne „Münster bekennt Farbe“ getragen wird. Ziel ist es, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für die Folgen des Klimawandels in Bezug auf unser Stadtgrün und die damit verbundene Notwendigkeit, Bäume zu gießen, zu fördern. In diesem Jahr wurde im Rahmen von „Münster schenkt aus“ die Anzahl der Wassercontainer von 37 auf 62 Standorte erhöht. Im Umfeld wurden zeitgleich an ca. 300 Bäumen Wassersäcke (mit kleinen Löchern im unteren Bereich) angebracht, die eine langsame Wasserverrieselung und -versorgung der Bäume ermöglichen. Weiterhin erfolgte eine direkte Ansprache der Anwohnerinnen und Anwohner per Hauswurfsendung, um sich als ehrenamtliche Baumkeeperinnen und Baumkeeper zu engagieren, d. h. die Wassersäcke bei Bedarf nachzufüllen und einen Leerstand der Wassercontainer an die Verwaltung zu melden. Darüber hinaus gab es, unabhängig von diesen Containerstandorten, die Möglichkeit, in „Eigenregie“ als Privatperson für den Straßenbaum vor der Haustür oder in größerem nachbarschaftlichem Engagement mit Patenschaften für ganze Straßenabschnitte Wassersäcke zur Verfügung gestellt zu bekommen oder an gesonderten Ausgabetagen abzuholen. Durch dieses Engagement wurden 1.350 Wassersäcke an Bäumen angebracht. Die Kampagne wurde mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Presse, Internet, social media, etc.) begleitet. Der Flyer zur Kampagne „Münster schenkt aus“ ist in Anlage 4 beigefügt. Die Standorte der Wassertanks und einiger nachbarschaftlicher Baumkeeperschaften sind im Internet (www.stadt- muenster.de/umwelt) einsehbar. Neben Informationen zur Kampagne sind dort auch praktische Tipps zum Umgang mit Hitze und Trockenheit zu finden. Darüber hinaus wurde die diesjährige Kampagne erstmalig von den Stadtwerken Münster unterstützt. Hierdurch wurde neben der finanziellen Unterstützung eine Integration der Wassercontainerstandorte in die Münster: app ermöglicht. Die Kampagne wird als Pilotprojekt zunächst für die Jahre 2020 und 2021 durchgeführt. Hierbei gemachte Erfahrungen (Logistik, Akzeptanz, Bürgerengagement, Vitalität der Bäume, etc.) werden anschließend hinsichtlich einer dauerhaften Fortführung ausgewertet. 6. Politische Anträge - 7 - V/0689/2021 Die Verwaltung schlägt vor, die oben genannten Anträge im Grundsatz aufzugreifen und modifiziert - so wie oben dargestellt - umzusetzen. Daher sind die Anträge mit dieser Vorlage erledigt. 7. Fazit: Mit den Anträgen werden wichtige T eilaspekteder Klimaanpassung aufgegriffen. Die Verwaltung hat die Aspekte geprüft und Vorschläge erarbeitet, wie die Anträge aufgegriffen werden können. Vor dem Hintergrund der begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen, die im Zusammenhang mit der Bewältigung der Coronakrise noch weniger Spielraum als in der Vergangenheit zulassen, und einiger weniger fachlichen Grenzen bzw. ungünstiger Rahmenbedingungen können leider nicht alle Vorschläge realisiert werden. Die verschiedenen vorgeschlagenen Maßnahmen ergeben zusammen mit der Kampagne „Münster schenkt aus“ - aus der Sicht der Verwaltung - insgesamt ein stimmiges Gesamtkonzept im Sinne der Anträge. i. V. gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen: Anlage 1: Anträge - Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU an den Rat (A-R/0061/2019) Wasser im urbanen Raum - Lebenselixier für Mensch und Natur - Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Fraktion und von Herrn Grewer (Volt) sowie von Herr Geist (FDP) (Nr. A-M/0009/2021) in der BV-Mitte - SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup (A-H/0011/2021) Anlage 2: Bestandsaufnahme bestehender Brunnen und Wasserspiele Anlage 3: Erfahrungsbericht zu Trinkwasserspendern Anlage 4: Flyer zur Kampagne „Münster schenkt aus“
Anlage 4 Flyer Münster schenkt aus
4930 Zeichen
Unsere Stadtbäume leiden Durst.
Helfen Sie mit, Münsters Stadtgrün
zu begießen!
Wassersäcke als Rundumversorgung
Im Stadtgebiet werden bei besonders gefährde-
ten Bäumen Wassersäcke an den Stamm des Bau-
mes gelegt. Gefüllte Wassersäcke (70 Liter) geben
durch mehrere kleine Löcher am Boden sehr lang-
sam (ca. 6-8 Stunden) das Wasser an den Wurzel-
bereich der Bäume ab. Die Tröpfchenbewässerung
hat dabei den Vorteil, dass das Wasser nicht durch
zu schnelle Bewässerung oberflächlich ablaufen
kann und gleichzeitig ein schnelles Verdunsten
verhindert wird.
Hier wäre eine regelmäßige Befüllung durch Sie
als Baumkeeperin oder -keeper sehr hilfreich!
Hinweis: Möchten Sie mit ihren Nachbarn zusam-
men in Ihrer Straße gleich 10 oder mehr Bäume
gießen, können wir Ihnen hierfür Wassersäcke
zur Verfügung stellen (solange der Vorrat reicht).
Wassertanks für unsere Stadtbäume
Wir planen in den Sommermonaten in einigen
Straßen Wassertanks (1000 Liter) aufzustellen.
Hier können alle umliegenden Baumkeeperinnen
und -keeper Wasser für ihre Baumschützlinge
zapfen. Wir sorgen dafür, dass diese Wasserquel-
len immer gefüllt werden.
Sollten sich in Ihrer Straße viele
Baumkeeperinnen und -keeper
melden, prüfen wir, ob dieser
Standort für einen zukünftigen
Wassertank in Frage kommt!
umwelt@stadt-muenster.de
02
51 / 4 92 - 67 41
Bei weiteren Fragen stehen wir
Ihnen gerne zur Verfügung!
www. stadt-muenster.de/umwelt
Umweltberatung der Stadt
Münster im Stadtwerke CityShop
Salzstraße 21, 48143 Münster
02
51 / 4 92 - 67 67
Koordinierungsstelle für
Klima und Energie (KLENKO)
02
51 / 4 92 - 68 61
klimaanpassung@stadt-muenster.de
www.klima.muenster.de
Bewirten Sie Bäume
in IHRER Straße!
Baum-
keeper/in
gesucht!
Impressum
Herausgeberin: Stadt Münster
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit /
Fachstelle Nachhaltigkeit | April 2021
Klimaneutral gedruckt auf 100% Recycling-Papier (Blauer Engel)
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Telefon
Weitere Infos unter
Weitere Tipps zum
nachhaltigen Gärtnern
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Klimaanpassung:
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Grafikkonzept: Livingpage.com
Unser B eitrag für In
Kooperation
mit:
Unser Stadtgrün braucht IHRE Hilfe,
schenken Sie mit aus!
Ihre Aufgabe als Baumkeeper/in
Als Baumkeeperin oder -keeper wäre Ihre Aufgabe,
bei fehlendem Regen, gerne 2x die Woche kräftig
den Baum oder die Bäume vor Ihrer Haustür mit
Wasser zu versorgen. Und wenn es zeitlich mal
mit dem Gießen nicht klappt, ist das auch kein
Problem. Entscheidend ist, dass jede Wasser-
gabe im Sommer den Bäumen gut tut und
sie somit nicht an ihr Existenzminimum
gelangen und schlimmstenfalls ver -
trocknen.
Nachbarschaft vereinen
Spannen Sie Ihre Nachbarschaft
mit ein, so kann man sich die
Bäume und das Gießen vor der
Tür aufteilen. Zusammen für
eine Sache einstehen, stärkt die
Gemeinschaft und macht Spaß.
Werden Sie Baumkeeperin
oder -keeper vor Ihrer Haustür!
Wann?
Es ist wichtig, dass in den frühen Morgenstunden
oder alternativ in den späten Abendstunden ge-
gossen wird. Nach einer kühlen Nacht ist der
Boden am aufnahmefähigsten.
Wieviel und wie oft?
Die Wassermenge hängt mit der Baum-
art sowie dem Alter und Standort des
Baumes zusammen. Als Richtwert
lässt sich festhalten, dass ein Jung-
baum 20-30 Liter Wasser und ein
älterer Baum 50-60 Liter Wasser
an heißen Tagen benötigt. Am
besten gießen Sie 2x die Wo-
che kräftig, anstatt täglich ein
bisschen.
Langsam gießen
Der trockene Boden ist oft sehr
verdichtetet und nimmt schlecht
Wasser auf. Darum ist es wichtig,
langsam zu gießen – nur so kann das
Wasser ver sickern und fließt nicht ober-
flächlich ab. *siehe oben den Tipp dazu
Zu heiß, zu trocken
Die trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre
haben den 50.000 Straßenbäumen in Münster stark zu -
gesetzt.
Fortschreitender Klimawandel mit zunehmender Tro-
ckenheit in den Sommermonaten ist zu erwarten. Eine
notwendige regelmäßige Bewässerung aller Straßen-
bäume stellt für die Stadt Münster eine schwere bzw.
fast unlösbare Aufgabe dar, so dass langfristig viele
Straßenbäume Schäden erhalten oder gar vertrocknen.
Auch regenreichere Wintermonate füllen den erforder-
lichen Wasserspeicher im Boden nicht ausreichend auf.
Hinzu kommt leider auch, dass sich Straßenbäume
durch kleine Baumscheiben, verdichteten Boden sowie
verschiedene Schadstoffeinträge an vielen Standorten
bereits an ihrer Toleranzgrenze befinden.
Zeit, zu handeln: Klimaanpassung in Münster
Uns liegt allen das Wohl der Straßenbäume am Her -
zen: die kühlenden Wirkungen der Schattenspender
und die grüne Lunge Münsters ist ein schützenswertes
Gut für uns alle! Deshalb ist jetzt auch Ihre Mithilfe ge-
fragt, denn nur so können wir das Stadtgrün erhalten
und Münster fit für den Klimawandel machen.
*Tipp: Ein kleiner „Erdwall“
um den Baum verhindert
das Ablaufen des Wassers.
Bewirten Sie Bäume
in IHRER Straße!
Baum-
keeper/in
gesucht!
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (27)
- Warendorfer Straße
- Marktallee
- Ottmarsbocholter Straße
- Pictoriusstraße
- Liboristraße
- Goldenbergstraße
- Bremer Straße
- Neubrückenstraße
- Lazarettstraße
- Coerdeplatz 20
- Freiburger Weg
- Idenbrockplatz
- Sprickmannplatz
- Harsewinkelplatz
- Bremer Platz
- Simonsplatz
- Am Kämpken
- Engelenschanze
- Dechaneischanze
- Salzstraße 21
- Kanalstraße
- Bergstraße
- Promenade
- Kinderhaus
- Hohe Ward
- Kiepenkerl
- Mauritztor
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0689/2021
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.09.2021
- Erstellt
- 08.09.2021 09:06