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V/0689/2021

Wasser im urbanen Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur

Vorlagen 08.09.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen, Sitzung am 26.10.2021, TOP 6.3

Anlage 1 Änträge

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Ansehen

Anlage 3 Erfahrungsbericht zu Trinkwasserspendern

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Anlage A

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Anlage 2 Bestandsaufnahme bestehender Brunnen- und Wasserspiele

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Beschlussvorlage

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Anlage 4 Flyer Münster schenkt aus

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Anlage 1 Änträge

12586 Zeichen

pri Antrag an den Rat Nr.: A-R/0061/2019
BUNDNIS 90

Ratsfraktion MS)
Ratsantrag

Wasser im urbanen Raum - Lebenselixier für Mensch und
Natur

Verbesserung des Umwelt-, Gesellschafts- und sozialen Klimas durch
Wasserstellen in Münster

Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:

1. An den großen baumbestandenen Straßen, an der Promenade sowie in Parks werden,
soweit dies möglich ist, vorhandene Hydranten öffentlich zugänglich gemacht bzw. neue
angelegt. Der trockene Sommer 2018 hat gezeigt, dass es für die Stadt Münster kaum
möglich ist, den gesamten kostbaren Baumbestand unserer Stadt ausreichend mit
Wasser zu versorgen. Wie bereits im letzten Jahr, hat 2019 die Stadtverwaltung die
münsterschen Bürger und Bürgerinnen um Unterstützung bei der Bewässerung der
Stadtbäume gebeten. Leicht zugängliche Wasserquellen unterstützen dieses dringend
benötigte bürgerschaftliche Engagement. Zudem können sie eine Basis für Urban
Gardening Projekte sein, mit denen die bürgerschaftliche Verantwortung in der
Klimahauptstadt Münster weiter gesteigert wird

2. Die Verwaltung entwickelt zudem zeitnah in enger Abstimmung mit den Stadtwerken ein
Konzept, wie in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Brunnen und Wasserspielflächen
eingerichtet werden können, um in Parks und auf Plätzen die Umgebungsqualität zu
erhöhen und das Stadtklima zu verbessern. Dabei wird Rücksicht auf den Wasser- und
Energieverbrauch genommen und das Wasser möglichst im Kreislauf geführt. Ggf.
können auch vorhandene Brunnen und Wasserspiele saniert werden. Die Bevölkerung
wird bei der Entwicklung des jeweiligen „Wasser-ist-Leben-Konzeptes“ in ihrem Stadtteil
mit eingebunden.

3. An geeigneten Öffentlichen, städtischen Gebäuden im Stadtgebiet wird ein öffentlich
nutzbarer Trinkwasserhahn eingerichtet und entsprechend gekennzeichnet. Damit wird
den Bürger*innen Trinkwasser ohne hohen baulichen Aufwand zur Verfügung gestellt.
An Orten in der Stadt, an denen dadurch noch kein öffentlicher Trinkwasserzugang
vorhanden ist; werden nach dem Vorbild anderer Großstädte kostenlose Trinkwasser-
spender eingerichtet. Richtungsweisend ist dafür der bereits bestehende Trinkwasser-
spender am Spielplatz „Promenade/Kanalstraße“. In einer der nächsten Sitzungen
berichtet die Verwaltung in den relevanten Ausschüssen über die Erfahrungen mit
diesem Trinkwasser-Brunnen.

Begründung:

Münster ist zu Recht stolz auf seine umfassende Begrünung. Unsere vielen kleinen
Grünanlagen, der Baumbestand an den Straßen und unsere Promenade sind Vorbild für
viele andere Städte. Sie bereichern das Stadtbild, verbessern das Klima und ermöglichen

&1

Die GRÜNEN CDU

RATSFRAKTION Kate 23 B
Ratsfraktion MS)

auch Menschen in großen Wohnsiedlungen oder Mehrfamilienhäusern den Aufenthalt im
Freien in ihrem Stadtteil. Auch die vielen bebauten Plätze im Zentrum unserer Stadt sowie
in den Außen-Stadtteilen dienen der gesellschaftlichen Begegnung. Das Gleiche gilt für
Parks und Grünflächen.

Seit Jahren verändert sich das Weltklima. Auch bei uns werden die Sommer heißer und
trockener, was Mensch und Natur belastet. An Münsters Bäumen sieht man das am
eindrucksvollsten. Massiver Befall von Borkenkäfern, Eichenprozessionsspinnern und
anderen Schädlingen führen dazu, dass viele wertvolle Gehölze in den letzten Jahren
gefällt werden mussten. Die Bevölkerung würde gerne aktiv mithelfen, die geliebten Bäume
zu erhalten, kann das aber oft nicht, weil dringend benötigte Wasserzugänge fehlen.

Hydranten in Münsters Straßen

In den großen Ausfall- und Verbindungsstraßen, aber auch in kleineren Wohnstraßen
unserer Stadt stehen viele Bäume, die von der Bevölkerung sehr geschätzt werden. Durch
die zunehmende Trockenheit der letzten Jahre haben diese Bäume besonders gelitten. Das
Grünflächenamt kommt mit dem Gießen nicht hinterher. Schädlinge haben sich als Folge der
resultierenden Trockenschäden ausgebreitet, die die trockenheitsgestressten Bäume weiter
schädigen. Nicht selten führt das zum Absterben der wertvollen Gehölze.

Münsters Bevölkerung engagiert sich gerne und aktiv in Urban-Gärdening-Projekten.
Entsprechende Ansätze gibt es unterschiedlichen städtischen Milieus. Die Palette reicht von
der Wildblumenwiese unter einer Baumscheibe an der Warendorfer Straße bis hin zu den
Salatköpfen im Projekt „Grünschleife Kinderhaus“. Gardening Projekte sind ein wertvoller
Anteil an einem Wandel der urbanen Kultur in stark verdichteten und versiegelten Stadt- ‚
vierteln; es wird eine erhöhte Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Begegnungsraum
und -Gelegenheit geschaffen, Teilhabe ermöglicht und Eigenverantwortung für das Umfeld
übernommen. Das gilt auch für Stadtteile mit schwierigen soziodemografischen
Voraussetzungen. Zusätzlich leisten Gardening-Projekte einen Beitrag zum Umgebungs-
und Weltklima.

Nicht selten scheitern solche Projekte langfristig jedoch am nicht vorhandenen Wasser.
Denn es ist verständlicherweise oft zu anstrengend und zu teuer, bis in die eigene
Wohnung zu laufen und das Wasser kannenweise heranzuschleppen.

Brunnen, Sprinkler und Wasserspiele auf Plätzen und in Grünanlagen
2

Die GRÜNEN CDU

[RAT SeRARTı 0. .
Ratsfraktion MS

An heißen Tagen sehnen sich auch Mensch und Tier nach Kühlung und einem schönen
Plätzchen im Schatten. Münsters Plätze, Parks und Grünflächen bieten hierfür grundsätzlich
gute Voraussetzungen. Es fehlen jedoch teilweise Brunnen, Wasserläufe und Wasserspiele
nach dem Vorbild südlicherer Länder. Denn diese können die Attraktivität erhöhen, die
Aufenthaltsqualität steigern und das Mikroklima vor Ort verbessern.

Der Unterhalt solcher Brunnen kostet Geld und verbraucht Wasser. Das zeigen auch die
bereits bestehenden Brunnen in Münster, die zunächst einmal saniert werden müssen, da
viele von ihnen in einem schlechten Zustand sind. Daher sollte die Stadt Münster in
Absprache mit den Bürger*innen evaluieren, welche Brunnen ihre Umgebung maßgeblich
gestalten und daher erhalten und saniert werden sollten. Neue Brunnen, Wasserläufe oder
Wasserspiele sollten dort eingerichtet werden, wo noch Gestaltungsbedarf besteht.

Münsters Stadtteile sind unterschiedlich — sowohl baulich als auch gesellschaftlich. Die
Stadtteile Kinderhaus und das Kreuzviertel sind hierfür gute Beispiele. Das hat auch das
Sozialmonitoring der Stadt Münster eindrucksvoll bestätigt. Deshalb ist es denkbar,
beispielsweise diese beiden Stadtteile für eine Pilotphase mit Bürgerbeteiligung zu wählen,
um die individuellen Bedarfe der jeweiligen Bevölkerung dort zu erheben und diese
Erfahrungen auf andere Stadtteile zu übertragen.

Trinkwasserspender im Stadtbild

In Städten wie New York, Rom, Athen, aber auch viele kleineren Städten sind
Trinkwasserspender, an denen Mensch und Tiere selbstverständlich zu jeder Tag- und
Nachtzeit ihren Durst löschen können, selbstverständlich. Sie ermöglichen zudem zu trinken
ohne Abfall zu produzieren. In der Klimahauptstadt Münster gibt es so etwas bislang noch
kaum. Eine flächendeckende Versorgung mit Trinkwasserspendern sollte in Zeiten des
Klimawandels daher selbstverständlich sein.

Wasser als gestalterisches Element im Stadtbild

In Münster gibt es einige Brunnen und Wasserspiele im Stadtbild. Denn seit Jahrhunderten
ist bekannt, dass Wasserspiele im urbanen Raum Geselligkeit und somit gesellschaftlichen
Zusammenhalt fördern. Wasser ist ein wichtiges gestalterisches Element im urbanen
Quartier. Früher wusste man das in Münster. Der Lambertibrunnen war ebenso eine
Institution und beliebter Treffpunkt wie das Wasserspiel am Hamannplatz in Coerde.
Zahlreiche Brunnenanlagen sind jedoch aus Kostengründen in den letzten Jahren stillgelegt

3

DIE GRUNEN A CDU

RATSFRAKTIONEKG l
‚AL MÜNSTER Ratsfraktion MS)

worden. Diese zu reaktivieren und neue zu bauen ist kein Luxus, sondern ist eine
gestalterische Notwendigkeit, um den Zusammenhalt der.Menschen in ihren Quartieren und
in der ganzen Stadt zu fördern. Gleichzeitig steht es Münster in Zeiten des Klimawandels
gut an, mit Wasser sorggam umzugehen. Daher sollten alle Brunnen tatsächlich dazu da »
sein, den öffentlichen Raum zu beleben und das Stadtklima zu verbessern — und nicht nur
ästhetisches Detail im Stadtraum sein.

Fazit .

All diese Elemente und Maßnahmen sind wichtig, um dem Klimawandel zu begegnen —
sowohl dem wetterbezogenen als auch dem gesellschaftlichen und sozialen. Die Einrichtung
von Wasserstellen als Lebensspender in der Klimahauptstadt Münster ist hierfür ein .
sinnvoller Beitrag.

gez. Stefan Weber gez. Otto Reiners
und CDU-Fraktion und Bündnis "90/Die Grünen/GAL Fraktion

A-H/0011/2021 fr ugs au Funsmws FRAKTION
wi i BV HILTRUP

SPD

SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup
Simon Kerkhoff

Fraktionsvorsitzender

0157 / 58799395
simon.kerkhoff@spd-muenster.de

03. April 2021
Antrag: Trinkwasserspender für Hiltrup, Berg Fidel und Amelsbüren!

Die Bezirksvertretung möge beschließen:

Die Verwaltung der Stadt Münster wird beauftragt, die Aufstellung von öffentlichen Trink-
wasserspendern in den Stadtteilen Hiltrup, Berg Fidel und Amelsbüren zu prüfen und die Kos-
ten für die Umsetzung festzustellen.

m
Begründung:

Fast jede*r Hiltruper*in kennt (und liebt) ihn: Den Trinkwasserspender am Wasserwerk Hohe Ward.
Viele steuern ihn auf ihren Wanderungen, Spaziergängen oder Jogging-Runden ganz bewusst als Zwi-
schenziel an, um sich eine kleine Erfrischung zu genehmigen.

Leider ist der Wasserspender in der Hohen Ward der einzige seiner Art im gesamten Stadtbezirk Hil-
trup. Das bedauern wir sehr, denn Trinkwasserspender bieten insbesondere in den Sommermonaten
eine sehr willkommene Erfrischung. Zudem erhöhen sie an beliebten Plätzen die Aufenthaltsqualität
und sind oft - wie in der Hohen Ward - ein bewusst gewählter Ort für eine Pause auf einer Wanderung
oder Radtour. Davon könnten bestenfalls sogar Einzelhandel und Gastronomie in unmittelbarer Nähe
profitieren.

Unsere Fraktion bittet daher die Verwaltung die Aufstellung weiterer Trinkwasserspender im Stadtbe-
zirk Hiltrup zu prüfen und die Kosten für die Umsetzung festzustellen. Gerade im Hinblick auf die im-
mer wärmer werdenden Sommer wären sie eine sinnvolle Anschaffung für beliebte Plätze in unseren
Stadtteilen. Mögliche Standorte könnten in Hiltrup etwa an der Marktallee oder im Bahnhofsumfeld,
in Amelsbüren in der Nähe des K+K-Markts an der Ottmarsbocholter Straße oder an der St. Sebastian-
Kirche und in Berg Fidel am Einkaufszentrum oder dem Spielplatz an der Pictoriusstraße sein. Für wei-
tere Standortvorschläge sind wir selbstverständlich offen.

Über eine zeitnahe Antwort würden wir uns freuen!

gez.
Simon Kerkhoff Annette Ulrich Friedhelm Schade Anna-Merle Velling

SPD-Fraktion in der BV Hiltrup - www.spd-hiltrup.de

Antrag A-M/0009/2021

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Volt De
BÜNDNIS 90 SPD Fraktion

in der
DIE GRÜNEN ee Bezi
BY IN MUNSTERS MITYE z \ en i a

Münster, 07.06.2021

Öffentliche Trinkwasserspender in der Stadt
Die Bezirksvertretung Mitte möge Folgendes beschließen:

1) Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit das Aufstellen von öffentlichen
Trinkwasserspendern neben den bereits vorhandenen im Stadtbezirk Mitte an gut
besuchten, öffentlichen Plätzen möglich ist und hierfür geeignete Punkte auszuwählen.

2) Des Weiteren soll die Verwaltung Folgendes prüfen:
a) Welcher finanzieller Aufwand für die Neuaufstellungen und deren Betrieb
notwendig wäre, welche Förderungen dafür bereit stünden und welche
geeigneten Partner*innen/Sponsor*innen hierfür gewonnen werden könnten.
b) welcher finanzieller Aufwand für ggf. Reaktivierung und den Betrieb
vorhandener Trinkbrunnen notwendig ist und wie dieser mit Hilfe von
Partner*innen und Sponsor*innen gestemmt werden könnte.

Begründung:
Es gibt bereits einige Städte, die öffentliche Trinkbrunnen bereitstellen.

” Besonders im Sommer kann so die Aufenthaltsqualität der Bürger*innen an öffentlichen Orten
gesteigert werden. Die Maßnahme kommt dabei allen zu Gute, nicht nur Familien, die große
Wassermengen auf Ausflüge mitnehmen müssen, sondern auch Studierenden, die sich spontan
verabreden oder Sportler*innen, die eine kurze Erfrischung brauchen.

Auch im Sinne einer inklusiveren Stadt sind öffentliche Trinkwasserspender zu befürworten:
Besonders ältere oder kranke Mitbürger*innen sind im ‚Sommer umso mehr auf eine
ausreichende Wasserzufuhr angewiesen. \

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist der Nachhaltigkeitsaspekt. Denn wer unterwegs kein
Wasser mehr hat, kauft sich eins - meist in Form einer Plastikflasche. Trinkbrunnen können
somit aktiv’ zur Müllvermeidung beitragen.

gez.
Gina Auer Martin Honderboom Martin Grewer
Kai Meyer vor dem Esche und Fraktion

und Fraktion

Anlage 3 Erfahrungsbericht zu Trinkwasserspendern

4480 Zeichen

Anlage 3 
 
Erfahrungsbericht zu Trinkwasserspendern 
Die Trinkwasserspender am Coerdeplatz sowie am Aasee sind über Spenden des Lion’s Club, 
Münster-Westphalia im Rahmen der Kampagne „Münster blüht auf“ finanziert worden. Die 
Finanzierung (insgesamt 26.000  €) umfasste die Anschaffung und einen Teil der 
Errichtungskosten für beide Trinkwasserspender. Die restlichen Errichtungskosten (Differenz 
von ca. 6.000 €) hat das Fachamt getragen. Zusätzlich fielen Kosten für die Organisation und 
Betreuung der Baustellen an. Die laufenden Kosten der Unterhaltung werden zurzeit ebenfalls 
aus der Grünflächenunterhaltung finanziert. Hierzu zählen auch die Kosten für die Analyse des 
Wassers durch das Uniklinikum Münster. Zusätzliche Finanzmittel wurden dafür nicht zur 
Verfügung gestellt. 
Die Unterhaltung der Trinkwasserspender ist aufwendig. Die Trinkwasserspender werden im 
Mai in Betrieb und ca. Ende Oktober außer Betrieb genommen (2 MA 8 Std. je Arbeitseinheit 
= Gesamt 32 Stunden pro Jahr). Aus hygienischen Gründen sind beide Geräte wöchentlich zu 
reinigen (2 MA 2 Stunden = ca. 96  Stunden/Jahr) und zusätzlich werden alle 2 Monate 
Wasserproben g enommen (2 MA 3 Stunden = Gesamt 18 Stunden/Jahr; Öffnen, Spülen, 
Probenahme durch Mitarbeiter des UKM, Schließen). Die Beurteilung der Ergebnisse wird vom 
Gesundheitsamt vorgenommen. Die Kosten für die Überprüfung werden durch das Fachamt 
getragen und belaufen sich derzeit auf ca. 500 € für beide Spender pro Jahr. 
Wasserspender in der Nähe von Spielplätzen sind extrem aufwendig in der Unterhaltung, da 
die Kinder dort Wasser zum  Matschen beziehen und der Spender  dementsprechend stark 
verschmutzt. Dadurch ist die Pflege dort deutlich intensiver. Des Öfteren werden die Kollegen 
der Grünflächenunterhaltung vor Ort zu akuten Meldungen oder Störungen an den Geräten 
gerufen, wie z. B. Verstopfung der Abflüsse durch Sand, Manipulation des Tasters, 
Beschmieren der Spender durch Aufkleber, Fremdstoffe oder Graffiti, etc. Dadurch entstehen 
ebenfalls zusätzliche Einsatzzeiten sowie Kosten für die Instandsetzung (z.  B. neue 
Schrauben, Taster, Sensoren, etc.).  
Der Verbrauch für die Spender stieg seit Inbetriebnahme steti g an. Im Jahr 2017 betrug der 
Wasserverbrauch am Coerdeplatz 20,897  m³; 2018: 38,550  m³ und 2019: 60,835  m³. Am 
Aaseevorplatz 2017: 30,824 m³; 2018: 87,866 m³ und 2019: 188,90 m³. Der durchschnittliche 
Verbrauch liegt derzeit bei ca. 40 m³ am Coerdeplatz u nd ca. 100 m³ am Aaseevorplatz. Die 
Spender werden also recht gut angenommen. Die laufenden Kosten für die Wasserspeisung 
werden ebenfalls durch das Fachamt getragen. 
Insgesamt sind für die Unterhaltung der zwei Trinkwasserspender  in etwa 146 Stunden pro 
Jahr notwendig. Hieraus ergibt sich ein Aufwand in Höhe von ca. 6.000,00 € an reinen 
Unterhaltungskosten pro Jahr (7,8 Stunden x 40 € (MA + Fahrzeug) x im Mittel ca. 19 Tage = 
5.928,00 €). Hinzu kommen die Kosten für Organisation, Prüfung der Wasserqualität , ggf. 
Gegenmaßnahmen, Stellung des Trinkwassers und Ersatzteilen (ca. 4.000,00 € pro Jahr). 
Die Realisierung und Etablierung weiterer Trinkwasserspender im Stadtgebiet wird 
grundsätzlich seitens des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit als positiv 
angesehen. Um zukünftig Trinkwasserspender in weiteren Grünanlagen im gesamten 
Stadtgebiet zu etablieren, müssen die Kosten für die Finanzierung, Aufstellung, Anschluss und 
Inbetriebnahme, Probekosten und Unterhaltung sowie zusätzliches Personal bereitgestellt 
werden.

Anlage 3 
 
Nachstehend aufgelistet die Kosten zur Realisierung eines Trinkwassersp enders: 
 
- Errichtungskosten (einmalig): ca. 20.000,00 €,   
je nach Standort und Leitungslänge können zusätzliche Kosten entstehen. 
- Bereitstellung der Unterhaltungskosten pro Spender und Jahr: ca. 5.000,00 €  
Sollen weitere  Trinkwasserspender erstellt we rden und durch das Amt  betreut werden, 
müssen zunächst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Für die Betreuung der 
Brunnenanlagen (siehe Anlage 2) wären zusätzlich zwei Stellen mit entsprechender fachlicher 
sowie technischer Qualifikation  (Wassertechnik/Elektrotechnik) sinnvoll, diese Fachleute 
könnten dann auch die Betreuung von  Trinkwasserspendern übernehmen, da die Aufgaben 
gleichartig sind. Die sicherheitstechnischen sowie die technischen Anforderungen zum Betrieb 
solcher Anlagen können wegen der hohen Anforderungen nur noch durch entsprechendes 
Fachpersonal sichergestellt werden.

Anlage A

1902 Zeichen

Anlage A zur V/0689/2021
Kurzüberblick
Wasser im urbanen Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur
- Beantwortung der Anträge an den Rat, in der BV Mitte sowie in der BV Münster Hiltrup zum
Umgang mit „Wasser im urbanen Raum“.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Mit der Vorlage werden die Anträge an den Rat, in der BV Mitte sowie in der BV Hiltrup zum
Thema „Wasser im urbanen Raum“ beantwortet sowie der aktuelle und zukünftige Umgang
dargelegt. Thematisiert wird die öffentliche Nutzung von Hydranten, die öffentliche
Trinkwasserversorgung, der Zustand und die Erneuerung der vorhandenen Brunnen- und
Wasseranlagen sowie die Errichtung und Unterhaltung von Wasserspielflächen.
Die Zielsetzungen der Anträge unterstützen und konkretisieren die Maßnahmen aus den
beschlossenen Konzepten zur Klimaanpassung (V/0799/2019; V/0799/2019/E) und der
Nachhaltigkeitsstrategie (V/00669/2019)
Ein Gutachten zur detaillierten Erfassung des Zustandes der Brunnen und des
Erneuerungsbedarfs wurde in Auftrag gegeben. Es ist vorgesehen, dass die Verwaltung ein
Gesamtkonzept zur Erneuerung des Bestandes der Brunnenanlagen inkl. der entstehenden
Kosten vorlegt.
Finanzierung
Produktgruppe: 1301 / 1401 Grün- und Freiflächen / Übergreifender Umweltschutz,
Klima, Nachhaltigkeit, Immission, Boden, Abfall
Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein
Mit der Beschlussvorlage sind keine finanziellen Auswirkungen vorhanden
Zum Sanierungskonzept einschließlich der entstehenden Kosten ergeht ein gesonderter Beschluss
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
x vollständig
freiwillig
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Mit der Vorlage werden keine entscheidenden Sachverhalte zu den o. g. Querschnittsthemen
beschlossen.

Anlage 2 Bestandsaufnahme bestehender Brunnen- und Wasserspiele

7947 Zeichen

Anlage 2 
  
  
  
Tab: Sanierungsbedarf bestehender Brunnen- und Wasserspiele 
 
Nr.  Name/Standort  Gefährdungs- 
beurteilung 
Inb etrieb- 
nahme in 
2021 
Sanierungsauf- 
wand 
nach Einschät- 
zung der Ver- 
waltung 
Dringlichkeit  
 
1. 
 
Brunnen/Wasserspiele - 2019 in Betrieb  
    
1.01 Wasserfall Promenade rot   hoch hoch 
1.02 Josephs-Kirche-Brunnen gelb X hoch mittel 
1.03 Berg-Fidel Brunnen rot X gering hoch- 
1.04 Marktallee Hiltrup rot  hoch hoch 
1.05 Michaelkirche-Brunnen rot   hoch hoch 
1.06 Idenbrockplatz-Brunnen gelb   hoch mittel 
1.07 Sprickmannplatz-Brunnen gelb  X hoch hoch 
1.08 Hamannplatz-Brunnen rot  voll umfänglich hoch 
1.09 Lamberti-Brunnen rot   hoch  hoch 
1.10 Michaelis-Brunnen grün X  mittel  gering 
1.11 Domplatz-Brunnen grün X  mittel  hoch 
1.12 Kiepenkerl-Brunnen gelb X  mittel mittel 
1.13 Neubrückenstraße-Brunnen rot  voll umfänglich hoch 
1.14 Clemenskirchgarten-Brunnen gelb X  mittel hoch 
1.15 Harsewinkelplatz-Brunnen rot   hoch hoch 
1.16 Aabrücke-Bergstraße-Brunnen gelb   mittel hoch 
1.17 Martini-Brunnen gelb X  mittel hoch 
1.18 Engelenschanze-Brunnen  gelb   hoch hoch 
1.19 Südpark - Wasserspiel  grün x - - 
 
2. 
 
Stillgelegte Anlagen 
    
2.01 Mauritztor-Brunnen  rot  hoch gering 
 
3.  
 
Rückbau und in Planung/im Umbau  
    
3.01 Bremer Platz-Brunnen      
3.02 Servatii-Platz-Brunnen      
3.03 STH 1-Innenhof-Brunnen      
 
4. 
 
In Planung neu  
    
4.01 Oxford-Kaserne (Simonsplatz)  -  - - 
4.02 York-Kaserne  -  - - 
 
5. 
 
Teicheinspeisungen  
    
5.01  Kreuzschanze- Lazarettstraße  rot   ges. Prüfung  hoch 
5.02  Tiefenbrunnen Dechaneischanze – Gräfte  gelb x  ges. Prüfung  hoch 
5.03  Tiefenbrunnen Engelenschanze – Einspei- 
sung Gräfte  
grün x  ges. Prüfung hoch 
5.04  Tiefenbrunnen Kanonengraben rot  Ges. Prüfung hoch 
 
Erläuterung Gefährdungsbeurteilung 
 
grün  In Betrieb 
 
gelb  Techn. Mängel, Betrieb möglich 
 
rot  Erhebliche Mängel und erhebliche Si- 
cherheitsbedenken,  
 
  
Anlage 2  
Bestandsaufnahme bestehender Brunnen- und Wasserspiele

Anlage 2 
Die in der Tabelle aufgeführten 29 Brunnenanlagen werden durch weitere 6 Brunnen bzw. Wasser- 
spiele am Friedhof Lauheide ergänzt. Es gibt zudem 5 Spielplätze mit Wasserangeboten sowie ei- 
nen weiteren Spielplatz mit Wasser-Matsch-Bereich im Bau. Hinzu kommen drei Anlagen zur Baum- 
scheiben- / Heckenbewässerung. Weitere drei Tiefenbrunnen befinden sich in der Unterhaltung des 
Tiefbauamtes, ein weiterer Brunnen ist in privater Trägerschaft. 
 
Eine Auswertung der Bestandsaufnahme bezogen auf de n aktuellen Zustand der Brunnenanlagen 
im Münsteraner Stadtraum 2020 und die aktuelle Gefährdungsbeurteilung haben ergeben, dass der 
überwiegende Teil der städtischen Anlagen aufgrund ihres Alters sowohl baulich als auch technisch 
überholt und in sanierungsbedürftigem Zustand sind.  
 
Grund ist ein Investitionsstau für Pflege, Wartung und bauliche Anpassungen der letzten Jahre bzw. 
Jahrzehnte bei gleichzeitig steigenden Anforderungen und kontinuierlichen Änderungen der Normen 
in Hinblick auf technische Anforderungen, Wasserqua lität, Sicherheit und Arbeitsschutz. Hieraus 
ergibt sich ein dringender Handlungsbedarf, um die bestehenden Brunnen und Wasserspiele, wei- 
terhin dauerhaft und sicher betreiben zu können.  
 
 
 
Kosten für Sanierung und Umbau (einmalige Kosten)  
Nach einer ersten groben Einschätzung der Verwaltung belaufen sich die Kosten für eine Instand- 
setzung und Sanierung der Springbrunnenanlagen in den nächsten Jahren auf rund 2 Millionen 
Euro. Die Tiefenbrunnen müssen separat untersucht werden. Für die Instandsetzung und Sanie- 
rung fallen weitere Kosten an, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht benannt werden können. 
 
Dabei sind zusätzlich neben den Herstellungskosten sowohl die Planungs- als auch die laufenden 
Folgekosten (Personal- und Sachkosten) zu berücksichtigen. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der 
Brunnenanlagen und den jeweiligen Anforderungen an eine Sanierung hat das Amt für Grünflä- 
chen, Umwelt und Nachhaltigkeit, einen externen Gutachter für die individuelle Betrachtung jedes 
einzelnen Brunnens eingeschaltet. 
 
Folgekosten 
Seit dem Jahr 2015 erfolgt die Stundenaufzeichnung für Brunnen als eigene Kostengruppe, bei der 
alle anfallenden Kosten erfasst werden. 
 
Personalkosten 
Für alle Arbeiten an den Brunnenanlagen sind aus Sicherheitsgründen (Notfallbergung, Absiche- 
rung Baustelle, etc.) immer mindestens zwei bis drei Mitarbeiter einzusetzen.
  
 
Die Inbetriebnahmen erfolgen Ende März und die Außerbetriebnahmen im Oktober. Die Arbeiten 
werden durch das Servicepersonal der Sportflächenunterhaltung mit Unterstützung durch die Be- 
zirkskolonnen ausgeführt. Dieses Fachpersonal wird hierfür aus den eigentlichen Einsatzbereichen 
der Sportstätten- und Grünflächenbetreuung abgezogen. Es fallen rund 700 Std./Jahr an. 
 
Die Pflege, Unterhaltung und Wartung der Brunnen erfolgt grundsätzlich durch die Pflegekolonnen 
der jeweiligen Pflegebezirke bzw. durch das Servicepersonal. Der Aufwand je Brunnen für die 
Pflege und Wartung ist sehr hoch. Einen Großteil der Arbeit nehmen dabei die Sicherungsarbeiten 
ein (z. B. Auf- und Abbau von Schlauchbrücken, Sicherungsgerät, Sicherungszäune etc.). Der 
Stundenaufwand kann dabei variieren. Insbesondere in Vandalismusfällen (z.B. Spülmittel in Brun- 
nen) erhöht sich der Zeitaufwand extrem. Der genaue Zeitaufwand ist nicht benennbar, da dieser 
stark abhängig ist vom einzelnen Brunnen. Jährlich fallen erfahrungsgemäß ca. 300-400 Stun- 
den/Jahr/Brunnen inkl. Rüstzeiten an. Schwerpunkt ist hier Pflegebezirk 1 Mitte.

Anlage 2 
 
 
Hinzu kommen die laufenden Kosten in Höhe von 31.000 €.  
 
Fazit 
Die Auswertung der Bestandsaufnahme gibt Aufschluss über die Kosten für die Erhaltung, Sanie- 
rung und Instandsetzung bestehender sowie die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Brunnen und 
Wasserspiele. Sie bietet einen Ausblick über Möglichkeiten und Kosten für eine nachhaltige Um- 
rüstung bestehender Anlagen nach geltenden Normen. Im Ergebnis ist ein Großteil der Anlagen 
baulich und technisch in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Die Kosten für 
die Sanierung der Bestandsbrunnen und Wasserspiele sind erheblich und können nicht aus dem 
laufenden Haushalt finanziert werden.  
 
Die Pflege und Wartung der verschiedenartigen Anlagen ist aufgrund der sicherheitstechnischen 
sowie technischen Anforderungen aufwendig und somit ebenfalls kostenintensiv. Es erfordert 
Fachpersonal, dass über Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit den stadteigenen Brunnen 
und Wasserspielen verfügt. Eine kontinuierliche Betreuung und sofortige Verfügbarkeit ist sicher- 
zustellen. Derzeit wird das Personal aus anderen Einsatzbereichen abgezogen und fehlt somit zu 
Kernzeiten für die eigentlichen Einsatzbereiche der Sportstättenbetreuung und Grünflächenunter- 
haltung. Vor dem Hintergrund des zeitaufwendigen und speziellen Tätigkeitsfeldes wird empfohlen, 
eine stadteigene Servicekolonne Brunnen und Wassertechnik mit 2 MA mit entsprechender fachli- 
cher sowie technischer Qualifikation (Wassertechnik / Elektrotechnik) zu bilden. 
 
Der Erhalt und Betrieb der bestehenden Brunnen und Wasserspiele ist u.a. aus stadtklimatischen 
Gründen positiv zu bewerten. Bei Neuplanungen wird das Thema Wasser in unterschiedlicher 
Weise und maßvoll, mit Blick auf die Folgekosten für Unterhaltung und Betrieb, berücksichtigt. Der 
Sanierung der vorhandenen Brunnen und Wasserspiele wird Vorrang eingeräumt, weil Personal 
für die notwendige Unterhaltung zusätzlicher Brunnenanlagen fehlt. 
 
In Hinblick auf die Realisierung zusätzlicher Brunnen und Wasserspiele zur Verbesserung des Kli- 
mas in der Stadt muss ebenfalls zwischen einmaligen Kosten für Planung und Herstellung, und 
den wiederkehrenden Kosten für die Unterhaltung und Wartung unterschieden werden. Die Kosten 
hierfür und für zusätzliches Fachpersonal müssen getragen werden.

Beschlussvorlage

19396 Zeichen

V/0689/2021
V/0689/2021
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Wasser im urbanen Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur
Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU an den Rat
Nr: A-R/0061/2019
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Fraktion, von Herrn Grewer (Volt) sowie von
Herr Geist (FDP) in der BV Mitte (A-M/0009/2021)
Antrag der SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup (A-H/0011/2021)
Beratungsfolge
05.10.2021 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
07.10.2021 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung
26.10.2021 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der AUKB unterstützt das grundsätzliche Anliegen des Ratsantrages „Wasser im urbanen
Raum – Lebenselixier für Mensch und Natur“, Maßnahmen zur Anpassung an den
Klimawandel, die Versorgung des öffentlichen Grüns mit Wasser, die Versorgung mit
Trinkwasser im öffentlichen Raum sowie Wasser als gestalterisches Element stärker als
bisher zu fördern und zu unterstützen.
2. Der AUKB nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung ein Gutachten zur detaillierten
Erfassung des Zustandes der Brunnen und zur Ermittlung des Erneuerungsbedarfs in
Auftrag gegeben hat.
3. Der AUKB beauftragt die Verwaltung, dem Ausschuss ein Gesamtkonzept zur Erneuerung
des Bestandes an Brunnenanlagen inkl. der entstehenden Kosten für die Erneuerung, für die
dauerhafte Unterhaltung und für die entsprechenden Personalaufwendungen vorzulegen.
4. Der AUKB nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung die Priorität derzeit auf die Sanierung
der vorhandenen Brunnenanlagen und die Errichtung von Wasserspielplätzen legt und
deshalb jetzt – von wenigen begründeten Ausnahmen abgesehen - keine weiteren
Trinkwasserspender errichtet werden.
Amt für Grünflächen, Umwelt
und Nachhaltigkeit
24.09.2021
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Selle, Herr Hoffmann,
Herr Muddemann

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5. Die folgenden Anträge
- Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU an den Rat (A-R/0061/2019),
- Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Fraktion und von Herrn Grewer (Volt) sowie von Herr
Geist (FDP) (A-M/0009/2021) in der BV Mitte
- SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup (A-H/0011/2021)
sind damit erledigt.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Derzeit keine
Begründung:
1. Grundanliegen des Antrages
Der oben genannte Ratsantrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU
(Anlage 1) wurde vom Rat an den AUKB verwiesen. Mit dem Antrag soll beschlossen werden, dass
I. an den großen baumbestandenen Straßen, an der Promenade sowie in Parks, soweit möglich,
vorhandene Hydranten öffentlich zugänglich gemacht bzw. neue angelegt werden. Das
dringend benötigte bürgerschaftliche Engagement soll durch leicht zugängliche Wasserquellen
unterstützt werden;
II. die Verwaltung ein Konzept entwickelt, wie die Umgebungsqualität und das Stadtklima in
Parks und auf Plätzen durch Brunnen und Wasserspielflächen verbessert werden kann;
III. an Orten in der Stadt, an denen noch kein öffentlicher Trinkwasserzugang vorhanden ist,
kostenlose Trinkwasserspender eingerichtet werden sollen. Des Weiteren soll an geeigneten
öffentlichen, städtischen Gebäuden ein öffentlich nutzbarer Trinkwasserhahn eingerichtet und
gekennzeichnet werden.
Die aufgeführten Maßnahmen sollen dabei helfen, Klimaoasen zu schaffen bzw. zu erhalten, die
Versorgung mit Trinkwasser mithilfe von frei zugänglichen Trinkbrunnen zu ermöglichen, das
bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen und so die Wirkungen der Wasserdefizite im urbanen
Raum, die sich aufgrund des Klimawandels ergeben, abmildern.
Da die oben aufgeführten Anträge in der BV Mitte und in der BV Hiltrup (Anlage 1) zum Bau weiterer
Trinkwasserspender in diesem Zusammenhang gehören, werden diese mitbehandelt.
Die weltweite Veränderung des Klimas, die gerade durch den neuen Bericht des IPCC im August
2021 eindrucksvoll bestätigt worden ist, ist auch in Münster spürbar. Extrem niedrige
Niederschlagsmengen und neue T emperaturrekorde in den Jahren 2017 und 2018 unterstreichen
besonders deutlich die zunehmende Problematik der Klimaveränderungen auch in Münster.
Der Rat hat mit dem Beschluss des Handlungskonzepts zur Klimaanpassung 2030 (V/0799/2019,
V/0799/2019/E) im Dezember 2019 sowie mit dem Beschluss zur Nachhaltigkeitsstrategie
(V0669/2019) die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung für die nächsten Jahre auf den

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Weg gebracht. Mit dem Antrag A-R/0061/2019 „Wasser im urbanen Raum - Lebenselixier für Mensch
und Natur“ - werden Maßnahmen der vorgenannten Konzepte konkretisiert. Sie sind den globalen
Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) SDG 11 (Nachhaltige Städte und
Gemeinden), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 15 (Leben an Land) zuzuordnen.
Daher ist die grundsätzliche Zielrichtung der Anträge wichtig.
2. Nutzung von Hydranten
Die Versorgung der Bäume und Grünflächen mit genügend Wasser ist eine notwendige
Voraussetzung für grüne Parks und vitale Bäume an Straßen im urbanen Raum. Zur Bewässerung
von Bäumen und Grünflächen wird angeregt, Hydranten des Trinkwassernetzes für eine
Bewässerung zu nutzen und öffentlich zugänglich zu machen.
Die Prüfung hat ergeben, dass eine Nutzung von Hydranten des Trinkwassernetzes an zentralen
Orten zur Bewässerung von Bäumen über einen Oberflurhydranten technisch möglich ist. Allerdings
käme nach Angabe der Stadtwerke Münster GmbH für eine dauerhafte Nutzung des Trinkwassers zur
Bewässerung der Bäume nur ein fester stationärer Anschluss infrage, der über einen
Oberflurhydranten oder einen Anschluss mit entsprechender Einhausung für Zähler und den
benötigten Wasserschlauch zur Bewässerung der Bäume umsetzbar ist. Es dürfen nur eingewiesene
Personen diese Einrichtung nutzen und sie müssten gegen Fehlnutzungen gesichert werden. Die
vorhandenen Unterflurhydranten sind in Verbindung mit einem Standrohr für einen Dauereinsatz nicht
vorgesehen, da die Verkehrssicherungspflicht nicht erfüllt werden kann und auch die Nutzung nur
unter Aufsicht erfolgen darf. Eine zwischenzeitliche Nutzung von Unterflurhydranten durch
eingewiesene Mitarbeiter der Fachverwaltung könnte im Bedarfsfall stattfinden, würde aber hohe
personelle Kapazitäten binden. Hydranten können grundsätzlich wegen der technischen und
organisatorischen Rahmenbedingungen nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Wegen dieser grundsätzlichen Problematik schlägt die Verwaltung vor, auf die Option, Hydranten in
großem Umfang für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zu verzichten.
3. Sanierung vorhandener Brunnen / Neueinrichtung von Brunnen und Wasserspielen
Die Verbesserung der Umgebungsqualität und des Stadtklimas in Parks und auf Plätzen ist ein
erklärtes Ziel im Handlungskonzept Klimaanpassung 2030. Eine gute und attraktive Möglichkeit dazu
bieten Brunnen, Wasserspiele und Wasserläufe. Wenn Wasser verdunstet, kühlt sich dadurch die
Umgebungstemperatur ab. Die kühlende Wirkung ist bei offenen und bewegten Wasserflächen
besonders groß. Selbst auf kleinstem Raum kann eine Abkühlung erreicht und das Kleinklima
verbessert werden.
In dem o. g. Antrag wird angeregt, ein stadtweites Konzept zu entwickeln, wie weitere neue Brunnen
und Wasserspielflächen eingerichtet werden können. Vorhandene Brunnen sollen saniert werden.
In der Stadt Münster ist bereits eine Vielzahl an Brunnen und Wasserspielen vorhanden. Einen
Überblick über die Brunnenanlagen gibt Anlage 2. Zudem werden fünf Spielplätze mit
Wasserangeboten betrieben (Am Kämpken, im Südpark, an der Liboristraße, am Freiburger Weg und
der Goldenbergstraße), weitere sind im Bau (z. B. Wasser-Matsch-Bereich Spielplatz im

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Kinderbachtal) oder in der Planung (z. B. architektonische Wasserspiele in den
Konversionsquartieren).
Die überwiegende Anzahl der Brunnenanlagen befindet sich im Kernbereich der Stadt, für den im
Klimaanpassungskonzept eine ausgeprägte Wärmeinsel beschrieben ist. Im Fokus des vorliegenden
Berichts stehen die 23 städtischen Brunnen/Wasserspiele, die durch das Grünflächenamt unterhalten
werden.
Die Bewertung des aktuellen Zustands dieser Brunnenanlagen unter Berücksichtigung der
Gefährdungsbeurteilung hat ergeben, dass der überwiegende T eilaufgrund des Alters sowohl baulich
als auch technisch überholt und sanierungsbedürftig ist. Von den in Anlage 2 aufgeführten 23
Brunnen/Wasserspielen konnten nur neun in diesem Jahr in Betrieb genommen werden, zehn
Brunnen konnten wegen verschiedener technischer Mängel in diesem Jahr nicht in Betrieb
genommen werden. Vier Brunnen werden derzeit im Rahmen von Baumaßnahmen komplett
überarbeitet.
Grund für die hohe Anzahl an Brunnen mit mehr oder weniger gravierenden Mängeln sind die
fehlenden Mittel (Finanzen und Personal, noch aus der Konsolidierung resultierend) für die
Unterhaltung, die technische Wartung und baulichen Anpassungen der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte.
Gleichzeitig haben sich die Normen für den Betrieb der Brunnen kontinuierlich geändert und die
Anforderungen an Wasserqualität, Sicherheit und Arbeitsschutz sind gestiegen.
Daher hat die Verwaltung ein Gutachten zur detaillierten Erfassung des Zustandes der Brunnen und
zur Zusammenstellung des Erneuerungsbedarfes beauftragt. Die Ergebnisse werden zum
Jahresende 2021 erwartet und anschließend im Ausschuss vorgestellt. Für die zu erwartenden
Sanierungsmaßnahmen hat die Verwaltung für den Entwurf des Haushaltes 2020 vorsorglich Mittel
angemeldet
Nach einer ersten groben Einschätzung der Verwaltung belaufen sich die Kosten für eine
kontinuierliche Instandsetzung und Sanierung bestehender Brunnenanlagen in den nächsten Jahren
auf rund zwei Millionen Euro. Die endgültige Summe ergibt sich aus den Ergebnissen des
beauftragten Gutachtens.
Die Pflege und Wartung der verschiedenartigen Brunnen etc. ist aufgrund der sicherheitstechnischen
sowie technischen Anforderungen aufwendig und somit ebenfalls kostenintensiv. Es erfordert
Fachpersonal, dass über Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit den stadteigenen Brunnen und
Wasserspielen verfügt. Derzeit wird das Personal aus anderen Einsatzbereichen abgezogen und fehlt
somit zu Kernzeiten für die eigentlichen Einsatzbereiche der Sportstättenbetreuung und
Grünflächenunterhaltung. Vor dem Hintergrund des zeitaufwendigen und speziellen Tätigkeitsfeldes
erscheint es nach derzeitiger Einschätzung als sinnvoll, eine stadteigene Servicekolonne „Brunnen
und Wassertechnik“ mit 2 MA mit entsprechender fachlicher sowie technischer Qualifikation
(Wassertechnik/ Elektrotechnik) zu bilden.
Eine Realisierung zusätzlicher Brunnenanlagen u. a. zur Verbesserung des Klimas in der Stadt wird
von der Verwaltung positiv bewertet. Bei Neuplanungen wird das Thema Wasser daher in
unterschiedlicher Weise und maßvoll mit Blick auf die Folgekosten für Unterhaltung und Betrieb
berücksichtigt. Allerdings müssen sowohl die einmaligen Kosten für Konzeption, Planung und
Herstellung sowie die wiederkehrenden Kosten für Unterhaltung und Wartung und zusätzlich
einzustellendes Fachpersonal getragen werden.

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Für die Verwaltung liegt aber die Priorität auf der Herstellung der Betriebssicherheit und die
Inbetriebnahme der vorhandenen Brunnen. Erst wenn dies gesichert ist, macht es Sinn, über die
Neuerrichtung weiterer Brunnen nachzudenken. Daher sollen die Haushaltsmittel aus der
Haushaltsstelle „Wasser ist Leben“ für die Sanierung der vorhandenen Brunnen und den Bau von
Wasserspielflächen eingesetzt werden. In dieser Haushaltsstelle stehen zukünftig voraussichtlich
50.000 € / Jahr zur Verfügung. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Brunnen, die saniert werden
können, sehr begrenzt ist und verschiedene Brunnen vorerst stillgelegt werden mussten, siehe oben.
Diese Misere macht deutlich, dass es notwendig ist, für die Bestandssicherung der Brunnen ein
Konzept zur Sanierung und Unterhaltung der vorhandenen Brunnen zu erstellen, welches nicht nur
die technische Sanierung umfasst, sondern sich auch mit gestalterischen, stadtplanerischen und
organisatorischen (Personalbedarf, technische Ausstattung etc.) Fragen zum dauerhaften Erhalt
befasst. Das wurde mit dem beauftragten Gutachten begonnen.
In dem Antrag wird angeregt, weitere Brunnen und Wasserspielflächen zu errichten. Dies hat die
Verwaltung aufgegriffen, wie oben dargestellt. Auch zukünftig wird die Verwaltung bei passenden
Vorhaben dies weiter umsetzen. Im Antrag wird ein stadtweites Gesamtkonzept gewünscht. Dies ist
leider wegen der Auslastung des Personals bei Neubau und Sanierung von Kitas und Schulen, die mit
oberster Priorität versehen sind, zurzeit nicht möglich.
4. Installation weiterer Wasserspender
Im Antrag wird des Weiteren angeregt, zu den Erfahrungen, die mit dem Betrieb der seit einigen
Jahren am Aasee-Vorplatz und an der Promenade auf Höhe des Spielplatzes Coerdeplatz
installierten Wasserspendern gemacht wurden, zu berichten. Der ausführliche Erfahrungsbericht zu
diesen Wasserspendern ist in der Anlage 3 dieser Vorlage beigefügt.
Zusammenfassend kann der Betrieb der Wasserspender hinsichtlich der entnommenen
Wassermengen als positiv bewertet werden. Die entnommene Wassermenge ist in den Hitzesommern
2018 und 2019 gegenüber 2017 deutlich angestiegen. Der Aufstellungsort der Wasserspender
erfordert jedoch hohe Betreuungsaufwände, so führt z. B. die Nutzung am Coerdeplatz auch als
Spender für Matschwasser offensichtlich zu einer stärkeren Verschmutzung des Gerätes und damit
zur häufigeren Reinigung und Instandhaltung. Für einen sicheren Betrieb der Wasserspender ist in
jedem Falle eine intensive Betreuung unerlässlich und damit ein entsprechender Ressourceneinsatz
notwendig. Dies bedeutet, dass die Kosten erheblich sind. Wenn man die Errichtungskosten (einmalig
ca. 20.000 €, umgelegt auf 10 Jahre), und die Betriebskosten (ca. 5.000 €/a) aufsummiert und auf den
Wasserverbrauch bezieht, entsteht ein Aufwand von 24 €/m³ Wasser. Das steht in wirtschaftlicher
Hinsicht in keinem guten Verhältnis. Daher schlägt die Verwaltung vor, nur in besonders begründeten
Ausnahmefällen, wie z. B. an der Bremer Straße, neue Trinkwasserspender zu errichten.
Eine weitere Möglichkeit, Wasser zum Trinken im öffentlichen Raum bereitzustellen, besteht durch die
Nutzung von Trinkwasserzapfstellen. Die Installation von Trinkwasserzapfstellen in und an
öffentlichen Gebäuden, wie sie im Antrag - Wasser im urbanen Raum - angeregt wird, ist innerhalb
der Verwaltung thematisiert worden. Eine erste Einschätzung ergab, dass neben den im Antrag
aufgeführten positiven Aspekten auch kritische Punkte, wie die Sicherstellung der hygienischen
Anforderungen an einen sicheren Betrieb, möglicher Missbrauch und hinsichtlich der Zugänglichkeit,

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bestehen. Die kritischen Punkte werden als so gravierend eingeschätzt, dass keine öffentlich
zugänglichen Zapfstellen an öffentlichen Gebäuden eingerichtet werden sollen.
Durch das ehrenamtliche Engagement Münsteraner Unternehmen im Rahmen der Kampagne „Refill
Deutschland“ wird eine leicht zugängliche Form der Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt. Bereits
mehr als 45 Geschäfte und Initiativen mit dem Refill-Aufkleber am Fenster oder der Tür füllen
Interessenten kostenfrei Leitungswasser in jedes mitgebrachte Trinkgefäß ab (weitere Informationen
und eine Karte aller Standorte: https://refill-deutschland.de/muenster/).
5. Kampagne „Münster schenkt aus“
Zur stadtweiten Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements wurde die Kampagne „Münster
schenkt aus“ im Juni 2020 gestartet und in 2021 fortgeführt. Mit dieser Kampagne knüpft die
Verwaltung an das bereits seit vielen Jahren bestehende ehrenamtliche Engagement an, das von
mittlerweile über 1.000 Bürgerinnen und Bürgern für unser Stadtgrün im Rahmen der Kampagne
„Münster bekennt Farbe“ getragen wird. Ziel ist es, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der
Bürgerinnen und Bürger für die Folgen des Klimawandels in Bezug auf unser Stadtgrün und die damit
verbundene Notwendigkeit, Bäume zu gießen, zu fördern.
In diesem Jahr wurde im Rahmen von „Münster schenkt aus“ die Anzahl der Wassercontainer von 37
auf 62 Standorte erhöht. Im Umfeld wurden zeitgleich an ca. 300 Bäumen Wassersäcke (mit kleinen
Löchern im unteren Bereich) angebracht, die eine langsame Wasserverrieselung und -versorgung der
Bäume ermöglichen. Weiterhin erfolgte eine direkte Ansprache der Anwohnerinnen und Anwohner per
Hauswurfsendung, um sich als ehrenamtliche Baumkeeperinnen und Baumkeeper zu engagieren, d.
h. die Wassersäcke bei Bedarf nachzufüllen und einen Leerstand der Wassercontainer an die
Verwaltung zu melden. Darüber hinaus gab es, unabhängig von diesen Containerstandorten, die
Möglichkeit, in „Eigenregie“ als Privatperson für den Straßenbaum vor der Haustür oder in größerem
nachbarschaftlichem Engagement mit Patenschaften für ganze Straßenabschnitte Wassersäcke zur
Verfügung gestellt zu bekommen oder an gesonderten Ausgabetagen abzuholen. Durch dieses
Engagement wurden 1.350 Wassersäcke an Bäumen angebracht.
Die Kampagne wurde mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Presse, Internet, social media, etc.)
begleitet. Der Flyer zur Kampagne „Münster schenkt aus“ ist in Anlage 4 beigefügt. Die Standorte der
Wassertanks und einiger nachbarschaftlicher Baumkeeperschaften sind im Internet (www.stadt-
muenster.de/umwelt) einsehbar. Neben Informationen zur Kampagne sind dort auch praktische Tipps
zum Umgang mit Hitze und Trockenheit zu finden.
Darüber hinaus wurde die diesjährige Kampagne erstmalig von den Stadtwerken Münster unterstützt.
Hierdurch wurde neben der finanziellen Unterstützung eine Integration der Wassercontainerstandorte
in die Münster: app ermöglicht.
Die Kampagne wird als Pilotprojekt zunächst für die Jahre 2020 und 2021 durchgeführt. Hierbei
gemachte Erfahrungen (Logistik, Akzeptanz, Bürgerengagement, Vitalität der Bäume, etc.) werden
anschließend hinsichtlich einer dauerhaften Fortführung ausgewertet.
6. Politische Anträge

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Die Verwaltung schlägt vor, die oben genannten Anträge im Grundsatz aufzugreifen und modifiziert -
so wie oben dargestellt - umzusetzen. Daher sind die Anträge mit dieser Vorlage erledigt.
7. Fazit:
Mit den Anträgen werden wichtige T eilaspekteder Klimaanpassung aufgegriffen. Die Verwaltung hat
die Aspekte geprüft und Vorschläge erarbeitet, wie die Anträge aufgegriffen werden können. Vor dem
Hintergrund der begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen, die im Zusammenhang mit der
Bewältigung der Coronakrise noch weniger Spielraum als in der Vergangenheit zulassen, und einiger
weniger fachlichen Grenzen bzw. ungünstiger Rahmenbedingungen können leider nicht alle
Vorschläge realisiert werden.
Die verschiedenen vorgeschlagenen Maßnahmen ergeben zusammen mit der Kampagne „Münster
schenkt aus“ - aus der Sicht der Verwaltung - insgesamt ein stimmiges Gesamtkonzept im Sinne der
Anträge.
i. V.
gez.
Matthias Peck
Stadtrat
Anlagen:
Anlage 1: Anträge
- Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU an den Rat (A-R/0061/2019) Wasser im urbanen
Raum - Lebenselixier für Mensch und Natur
- Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Fraktion und von Herrn Grewer (Volt) sowie von Herr Geist
(FDP) (Nr. A-M/0009/2021) in der BV-Mitte
- SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup (A-H/0011/2021)
Anlage 2: Bestandsaufnahme bestehender Brunnen und Wasserspiele
Anlage 3: Erfahrungsbericht zu Trinkwasserspendern
Anlage 4: Flyer zur Kampagne „Münster schenkt aus“

Anlage 4 Flyer Münster schenkt aus

4930 Zeichen

Unsere Stadtbäume leiden Durst. 
Helfen Sie mit, Münsters Stadtgrün 
zu begießen!
Wassersäcke als Rundumversorgung 
Im Stadtgebiet werden bei besonders gefährde-
ten Bäumen Wassersäcke an den Stamm des Bau-
mes gelegt. Gefüllte Wassersäcke (70 Liter) geben 
durch mehrere kleine Löcher am Boden sehr lang-
sam (ca. 6-8 Stunden) das Wasser an den Wurzel-
bereich der Bäume ab. Die Tröpfchenbewässerung 
hat dabei den Vorteil, dass das Wasser nicht durch 
zu schnelle Bewässerung oberflächlich ablaufen 
kann und gleichzeitig ein schnelles Verdunsten 
verhindert wird.
Hier wäre eine regelmäßige Befüllung durch Sie 
als Baumkeeperin oder -keeper sehr hilfreich!
Hinweis: Möchten Sie mit ihren Nachbarn zusam-
men in Ihrer Straße gleich 10 oder mehr Bäume 
gießen, können wir Ihnen hierfür Wassersäcke 
zur Verfügung stellen (solange der Vorrat reicht).
Wassertanks für unsere Stadtbäume 
Wir planen in den Sommermonaten in einigen 
Straßen Wassertanks (1000 Liter) aufzustellen. 
Hier können alle umliegenden Baumkeeperinnen 
und -keeper Wasser für ihre Baumschützlinge 
zapfen. Wir sorgen dafür, dass diese Wasserquel-
len immer gefüllt werden.
Sollten sich in Ihrer Straße viele 
Baumkeeperinnen und -keeper 
melden, prüfen wir, ob dieser 
Standort für einen zukünftigen 
Wassertank in Frage kommt!
umwelt@stadt-muenster.de 
02
 51 / 4 92 - 67 41 
Bei weiteren Fragen stehen wir 
Ihnen gerne zur Verfügung!
www. stadt-muenster.de/umwelt
Umweltberatung der Stadt  
Münster im Stadtwerke CityShop
Salzstraße 21, 48143 Münster
02
 51 / 4 92 - 67 67
Koordinierungsstelle für 
Klima und Energie (KLENKO)
02
 51 / 4 92 - 68 61
klimaanpassung@stadt-muenster.de
www.klima.muenster.de
Bewirten Sie Bäume 
in IHRER Straße!
Baum-
keeper/in 
gesucht!
    
Impressum
Herausgeberin: Stadt Münster  
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit / 
Fachstelle Nachhaltigkeit | April 2021 
Klimaneutral gedruckt auf 100% Recycling-Papier (Blauer Engel)
Mail
Telefon
Weitere Infos unter
Weitere Tipps zum 
nachhaltigen Gärtnern
Adresse
Telefon
Weitere Tipps zur 
Klimaanpassung:
Telefon
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Web
Grafikkonzept: Livingpage.com
Unser B eitrag für In 
Kooperation 
mit:

Unser Stadtgrün braucht IHRE Hilfe,
schenken Sie mit aus!
Ihre Aufgabe als Baumkeeper/in
Als Baumkeeperin oder -keeper wäre Ihre Aufgabe, 
bei fehlendem Regen, gerne 2x die Woche kräftig 
den Baum oder die Bäume vor Ihrer Haustür mit 
Wasser zu versorgen. Und wenn es zeitlich mal 
mit dem Gießen nicht klappt, ist das auch kein 
Problem. Entscheidend ist, dass jede Wasser-
gabe im Sommer den Bäumen gut tut und 
sie somit nicht an ihr Existenzminimum 
gelangen und schlimmstenfalls ver -
trocknen. 
Nachbarschaft vereinen
Spannen Sie Ihre Nachbarschaft 
mit ein, so kann man sich die 
Bäume und das Gießen vor der 
Tür aufteilen. Zusammen für 
eine Sache einstehen, stärkt die 
Gemeinschaft und macht Spaß.
Werden Sie Baumkeeperin 
oder -keeper vor Ihrer Haustür!  
Wann?
Es ist wichtig, dass in den frühen Morgenstunden 
oder alternativ in den späten Abendstunden ge-
gossen wird. Nach einer kühlen Nacht ist der 
Boden am aufnahmefähigsten. 
Wieviel und wie oft?
Die Wassermenge hängt mit der Baum-
art sowie dem Alter und Standort des 
Baumes zusammen. Als Richtwert 
lässt sich festhalten, dass ein Jung-
baum 20-30 Liter Wasser und ein 
älterer Baum 50-60 Liter Wasser 
an heißen Tagen benötigt. Am 
besten gießen Sie 2x die Wo-
che kräftig, anstatt täglich ein 
bisschen. 
Langsam gießen
Der trockene Boden ist oft sehr 
verdichtetet und nimmt schlecht 
Wasser auf. Darum ist es wichtig, 
langsam zu gießen – nur so kann das 
Wasser ver sickern und fließt nicht ober-
flächlich ab.         *siehe oben den Tipp dazu
Zu heiß, zu trocken
Die trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre  
haben den 50.000 Straßenbäumen in Münster stark zu - 
gesetzt.
Fortschreitender Klimawandel mit zunehmender Tro-
ckenheit in den Sommermonaten ist zu erwarten. Eine 
notwendige regelmäßige Bewässerung aller Straßen-
bäume stellt für die Stadt Münster eine schwere bzw. 
fast unlösbare Aufgabe dar, so dass langfristig viele 
Straßenbäume Schäden erhalten oder gar vertrocknen.
Auch regenreichere Wintermonate füllen den erforder-
lichen Wasserspeicher im Boden nicht ausreichend auf.
Hinzu kommt leider auch, dass sich Straßenbäume 
durch kleine Baumscheiben, verdichteten Boden sowie 
verschiedene Schadstoffeinträge an vielen Standorten 
bereits an ihrer Toleranzgrenze befinden.
Zeit, zu handeln: Klimaanpassung in Münster
Uns liegt allen das Wohl der Straßenbäume am Her -
zen: die kühlenden Wirkungen der Schattenspender 
und die grüne Lunge Münsters ist ein schützenswertes 
Gut für uns alle! Deshalb ist jetzt auch Ihre Mithilfe ge-
fragt, denn nur so können wir das Stadtgrün erhalten 
und Münster fit für den Klimawandel machen.
*Tipp: Ein kleiner „Erdwall“  
um den Baum verhindert  
das Ablaufen des Wassers.
Bewirten Sie Bäume 
in IHRER Straße!
Baum-
keeper/in
gesucht!

Beratungsverlauf (3)

05.10.2021 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.9 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung
07.10.2021 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 6.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
26.10.2021 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 6.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (27)

  • Warendorfer Straße
  • Marktallee
  • Ottmarsbocholter Straße
  • Pictoriusstraße
  • Liboristraße
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  • Promenade
  • Kinderhaus
  • Hohe Ward
  • Kiepenkerl
  • Mauritztor

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0689/2021
Typ
Vorlagen
Datum
08.09.2021
Erstellt
08.09.2021 09:06