V/0002/2008
Dauerhafter Verbleib von Skulpturen aus der Skulpturenausstellung im Stadtbezirk Münster-Mitte
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Anlage: Vorlage 0828/2007
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V/0828/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Skulptur Projekte 2007 hier: Verbleib von Arbeiten aus der Ausstellung im Stadtgebiet Beratungsfolge 18.10.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 18.10.2007 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 07.11.2007 Kulturausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Auf der Grundlage der Empfehlungen der Kunstkomm ission spricht sich der Kulturausschuss für einen dauerhaften Verbleib der folgenden Kunstw erke aus der Ausstellung Skulptur Pro- jekte 2007 aus: Guillaume Bijl - A sorry installation (Kirchturm) Martin Boyce - We are still and reflective Silke Wagner - Münsters Geschichte von unten (Paul Wulff) Mark Wallinger - Zone Rosemarie Trockel - Less sauvage than Others Susan Philipsz - The Lost Reflection Martha Rosler - Unsettling the fragment Bruce Nauman - Square Depression Hans-Peter Feldmann - WC-Anlage 2. Die Verwaltung wird gebeten 2.1 die für einen dauerhaften Verbleib relevanten l iegenschaftlichen, ordnungs- und bau- ordnungsrechtlichen Fragen, Standortfragen etc. zu klären; 2.2 im Hinblick auf die Ankäufe gemeinsam mit dem B üro Skulptur Projekte möglichst Drittmittel zu akquirieren; 2.3 im Falle der Realisierbarkeit den jeweils zustä ndigen Gremien, die entsprechenden Vorlagen zur abschließenden Beschlussfassung vorzul egen. Darin sind insbesondere die zu erwartenden Folgekosten und deren Finanzierung darzustellen. Vorlagen-Nr.: V/0828/2007 Auskunft erteilt: Herr Ehling Ruf: 492 41 00 E-Mail: Ehling@stadt-muenster.de Datum: 11.10.2007 Öffentliche Beschluss vorlage - 2 - V/0828/2007 Begründung: zu 1.) Empfehlungen der Kunstkommission Die Kunstkommission hat sich in zwei Sitzungen am 0 6.09.2007 und 26.09.2007 mit dem Verbleib der Arbeiten aus der aktuellen Ausstellung Skulptur Projekte befasst. Die Ergebnisse der ersten Sitzung wurden dem Kulturausschuss zu seiner Sitzun g am 18.09.2007 berichtet (Vorlage V/0660/200/). Die Kunstkommission hat nach der ersten Sitzung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die erste Auswahl keineswegs als abschließend betrachtet werd en kann und eine weitere inhaltliche Dis- kussion über die Arbeiten erforderlich ist. Im Ergebnis hat die Beratung am 26.09.2007 zu folge nden Veränderungen gegenüber dem ersten Ergebnis geführt: - Bei der Arbeit von Martha Rosler war ursprünglich nur von einem Verbleib des Adlers und des Displays an der Stadtbücherei die Rede. Die Kun stkommission sprach sich nunmehr für einen Verbleib möglichst aller Objekte aus. - Zusätzlich zu den bereits ausgewählten Arbeiten s prach sich die Kunstkommission für einen Verbleib des Kirchturms von Guillaume Bijl und der Klanginstallation von Susan Philipsz aus. zu 2.) Umsetzung und weiteres Verfahren Im Hinblick auf die übrigen Arbeiten wird die Verwa ltung die unter Ziffer 2 genannten Fragen auf- arbeiten und im Falle der Realisierbarkeit den jewe ils zuständigen Gremien die entsprechenden Beschlussvorlagen vorlegen. Erläuterungen zu einzelnen Arbeiten: • Die Arbeit von Hans-Peter Feldmann „WC-Anlage“ am Domplatz wird im Sinne der künstle- rischen Idee Feldmanns als öffentliche Toilette wei ter betrieben. Über die Frage der künfti- gen Bewirtschaftung wird im Zusammenhang mit einer städtischen Gesamtlösung zum Be- trieb öffentlicher Toiletten zu entscheiden sein. • Bei der Klanginstallation von Susan Philipsz hat sich bereits die Kunstkommission für eine deutlich reduzierte Frequenz der Inbetriebnahme aus gesprochen (z. B. April bis Oktober, je- weils samstags und sonntags zu bestimmten Zeiten). Hier wird zu prüfen sein, ob es eine Schnittmenge gibt zwischen der für das Kunstwerk er forderlichen minimalen Frequenz und der für Anwohner zumutbaren Belastung. • Bei der Paul Wulff Skulptur von Silke Wagner hat sich die Kunstkommission nicht für einen dauerhaften Verbleib ausgesprochen, sondern für eine befristete Aufstellung von drei bis fünf Jahren mit wechselnder Plakatierung, dies allerding s an einem anderen, aber öffentlichen Ort. Die Arbeit wird in den nächsten Tagen zunächst ent fernt und eingelagert. Gemeinsam mit dem Büro Skulptur Projekte und der Künstlerin wird die Verwaltung unmittelbar alternative Standorte prüfen. • Die Arbeit von Martha Rosler wird nicht vollständig und auch nicht an den bishe rigen Stand- orten verbleiben können. So wird der Schilftunnel, der nicht für die Dauer angelegt war, ent- fernt werden müssen, ebenso wie das Display und die Käfige an der Stadtbücherei. Gemein- sam mit dem Büro Skulptur Projekte und der Künstler in wird geprüft, welche alternativen Standorte für das Display und ggf. auch die Käfige in Frage kommen. Der Schilftunnel soll - 3 - V/0828/2007 hingegen nicht erneut angelegt werden. • Bei der Arbeit „Zone“ von Mark Wallinger soll ausschließlich die Bronzeplatte auf der Ver- kehrsinsel Aegidiistraße/Rothenburg verbleiben, die den Mittelpunkt des Kreises darstellt. Nachdem die Fragen aufbereitet worden sind und die entsprechenden Beschlüsse der Gremien gefallen sind, wird die Verwaltung zeitnah, das hei ßt noch vor Beginn der Sommersaison 2008 versuchen, eine Neuauflage des Skulpturenführers Münster zu erstellen. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin
Beschlussvorlage
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V/0002/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Dauerhafter Verbleib von Skulpturen aus der Skulpturenausstellung im Stadtbezirk Münster-Mitte Beratungsfolge 22.01.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das verbliebene Element der Skulptur „Unsettling the Fragments“ von Martha Rosler (Stehle mit Adler) verbleibt dauerhaft am jetzigen Standort Rothenburg/Ecke Königsstraße. 2. Die Skulptur „Münsters Geschichte von unten“ (Paul Wulff) von Silke Wagner wird - vorbe- haltlich der Sicherstellung der Finanzierung - am Servatiiplatz im Bereich Iduna-Hochhaus aufgestellt. 3. Die Aufstellung der Paul Wulff Skulptur ist befristet auf vier Jahre ab dem Zeitpunkt der Auf- stellung. Im Anschluss an diesen Zeitraum wird die Skulptur dauerhaft auf dem Gelände der Villa ten Hompel verbleiben. II. Finanzierung/Mittelbereitstellung 4. Ankauf Die Bezirksvertretung nimmt zur Kenntnis, dass die für den Ankauf 4.1 der Skulptur von Martha Rosler erforderlichen Mittel vom Freundeskreis des Landesmuse- ums bereitgestellt wurden. Die Skulptur geht nach Erwerb in das Eigentum des Landesmu- seums über. 4.2 der Paul Wulff Skulptur aktuell keine Mittel zur Verfügung stehen. Ein möglicher Ankauf ist mit Drittmitteln zu finanzieren. 5. Pflege und Unterhaltung 5.1 Die Pflege und Unterhaltung des verbliebenen Elements der Skulptur von Martha Rosler verursacht (bei unter Umständen einmal jährlicher Reinigung) vergleichsweise geringen Aufwand. Dieser wird vom Landesmuseum getragen. Vorlagen-Nr.: V/0002/2008 Auskunft erteilt: Herr Ehling Ruf: 492 41 00 E-Mail: Ehling@stadt-muenster.de Datum: 02.01.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0002/2008 5.2 Während der vierjährigen Aufstellungszeit der Paul Wulff Skulptur ist - in Abstimmung mit der Künstlerin - eine wechselnde Plakatierung erforderlich. Die Kosten für die Herstellung der Plakate einschließlich des Künstlerhonorars sind mit dem Ankauf über Drittmittel zu finanzie- ren. Für die Pflege und Unterhaltung (Reinigung, ggf. Ersatz der Brille etc.) stellt die Bezirks- vertretung Münster-Mitte per anno einen Betrag von maximal 1.500 € zur Verfügung. Begründung: 1. Antrags- und Beschlusslage Die Verwaltung hat dem Kulturausschuss zu seiner Sitzung am 07.11.2007 die Beschluss- vorlage V/0828/2007 „Skulpturprojekte 2007 - hier: Verbleib von Arbeiten aus der Ausstel- lung im Stadtgebiet“ (Anlage 1) vorgelegt. Die Vorlage sah den Verbleib von insgesamt neun Arbeiten aus der Skulpturenausstellung vor, für deren Verbleib sich im Vorfeld auch die Kunstkommission ausgesprochen hat. Die Beschlussvorlage der Verwaltung ist vorab von der Bezirksvertretung Münster-Mitte ein- stimmig und der Bezirksvertretung Münster-West mehrheitlich beschlossen worden. Der Kulturausschuss hat die Vorlage in seiner Sitzung am 07.11.2007 beraten und abwei- chend vom Vorschlag der Verwaltung den Verbleib von sieben Arbeiten aus der Skulpturen- ausstellung befürwortet. Darin waren die Arbeiten von Silke Wagner und Martha Rosler nicht enthalten. Im Nachgang zu diesem Beschluss hat die Bezirksvertretung Münster-Mitte einen ergänzen- den Prüfauftrag an die Verwaltung beschlossen mit dem Inhalt, die für einen dauerhaften Verbleib der Arbeiten von Martha Rosler und Silke Wagner relevanten Fragen zu klären. 2. Beratungs- und Beschlusszuständigkeit 2.1 Nach der Gemeindeordnung und der Hauptsatzung verfügen die Bezirksvertretungen über eigene, vom Kulturausschuss unabhängige Entscheidungskompetenzen für kulturelle Ange- legenheiten des Stadtbezirks, einschließlich Kunst im öffentlichen Raum (§ 37 Abs. 1 lit. e GO NRW, § 20 Abs. 1 Ziff. 15 der Hauptsatzung). Die Bezirksvertretung Münster war damit berechtigt, in Kenntnis der Beschlusslage des Kulturausschusses einen auf ihren Stadtbezirk bezogenen Prüfauftrag an die Verwaltung zu beschließen. Die Zuständigkeiten und Aufgaben der Bezirksvertretungen sind gemäß § 37 Abs. 1 Satz 2 GO NRW in § 20 der Hauptsatzung geregelt. Danach gehören zu den Entscheidungsrechten unter anderem „… 15. Kulturelle Angelegenheiten des Stadtbezirks, einschließlich Kunst im öffentlichen Raum Auswahl und Standortwahl von Denkmählern, Brunnen, Kunstwerken (soweit sie nicht Be- standteil von Gebäuden sind) und ähnliches, ausgenommen ist der Bereich der Altstadt, be- grenzt durch den Promenadenring, soweit nicht die angesprochenen Baulichkeiten bzw. de- ren vorgesehener Aufstellungsort von lediglich bezirksbezogener Bedeutung ist. Hierbei kann die Bezirksvertretung die Entscheidung durch den Kulturausschuss vorbereiten lassen. …“ Bezogen auf die beiden Kunstwerke ergibt sich daraus folgendes: Skulptur von Martha Rosler „Unsettling the Fragments“ Der Adler von Martha Rosler befindet sich vor dem Eingang der Münster-Arkaden an der Rothenburg/Ecke Königsstraße. - 3 - V/0002/2008 Es handelt sich um eine öffentliche Verkehrsfläche, die der Erschließung der anliegenden Grundstücke und Geschäfte dient und keine überbezirkliche Bedeutung hat. Aufgrund der hohen Frequenz und der Häufung von Funktionen steht kein Raum für zusätzliche Gestal- tungselemente zur Verfügung. Entsprechend dieser Situation befindet sich der Adler von Martha Rosler in ca. drei Meter Höhe auf einer schmalen Stehle. Die Bezirksvertretung Münster-Mitte kann deshalb die Aufstellung in eigener Zuständigkeit beschließen. Paul Wulff Skulptur Bereits in der Kunstkommission ist zur Frage eines dauerhaften Verbleibs der Skulptur emp- fohlen worden, diese an einem anderen Standort und für einen befristeten Zeitraum von drei bis fünf Jahren aufzustellen. Auf Initiative der Bezirksvertretung Münster-M itte wurden gemeinsam mit der Künstlerin, Ver- tretern des Landesmuseums und auch der Verwaltung verschiedene Plätze in der Stadt be- sichtigt. Im Anschluss daran hat die Künstlerin folgende mögliche Orte für die Aufstellung genannt (Reihenfolge nach Priorität): 1. Umfeld Stadthaus 1 2. Drubbel (hinter Lambertikirche) 3. Servatiiplatz/Iduna-Hochhaus Sowohl das Umfeld des Stadthauses 1 als au ch der Bereich Drubbel hinter der Lambertikir- che stellen Plätze dar, die, unabhängig von der Intensität der Gestaltung oder der Art des Eingriffs, nicht lediglich bezirksbezogene Bedeutung haben. Die Frage der künstlerischen Gestaltung ist damit Angelegenheit des Kulturausschusses. Beim Stadthaus 1 kommt hinzu, dass sich bereits die Kunstkommission für einen anderen Standort ausgesprochen hat. Der Servatiiplatz/Bereich Iduna-Hochhaus liegt außerhalb des Promenadenrings und damit für Kunst im öffentlichen Raum in der Zuständigkeit der Bezirksvertretung Münster-Mitte. 3. Weiteres Verfahren Im Hinblick auf die Skulptur von Martha Rosler wird die Verwaltung mit dem Landesmuseum einen Gestattungsvertrag schließen, mit dem sämtliche Fragen der laufenden Unterhaltung und auch der Verkehrssicherung geregelt werden. Im Hinblick auf den Verbleib der Arbeit von Silke Wagner erfolgt eine Umsetzung, sobald die Finanzierung über Drittmittel sichergestellt ist. Die konkrete Festlegung des Standortes er- folgt dann separat im Einvernehmen mit der Küns tlerin, der Bezirksvertretung Münster-Mitte und der Verwaltung. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin Anlagen: Beschlussvorlage V/0828/2007 „Skulpturprojekte 2007 - hier: Verbleib von Arbeiten aus der Ausstellung im Stadtgebiet“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Aegidiistraße
- Königsstraße
- Servatiiplatz
- Domplatz
- Rothenburg
- Drubbel
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0002/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 04.01.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37