2009/0310
Jahresbericht 2008 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt
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Jahresbericht 2008 der Patientenfürsprecherinnen Klinikum Darmstadt - Grafenstraße Gemäß den Richtlinien des Hessischen Krankenhausgesetzes waren - wie in den Jahren zuvor - auch im Jahr 2008 drei Patientenfursprecherinnen im Klinikum Darmstadt tätig: Annekatrin Eilers Dr. med. Barbara Schneider Helene Pelizäus Klinikum Darmstadt Klinikum Darmstadt Klinikum Eberstadt Wir waren während unserer Sprechzeiten in unserem Büro persönlich oder telefonisch erreichbar: in Darmstadt: in Eberstadt: montags 15.00 - 17.00 mittwochs 9.00 - 11.00 In dringenden Fällen konnten wir über unsere privaten Telefonnummern erreicht werden. Schriftliche Beschwerden wurden teils von den Stationen an uns weitergeleitet oder in den dafur vorgesehenen Briefkästen an den Klinikeingängen eingeworfen. Darüberhinaus machten wir Stationsbesuche, soweit dies zeitlich möglich war. Im Jahr 2008 hatten wir im Klinikum wieder die unterschiedlichsten Beschwerden und Anregungen zu bearbeiten. Am häufigsten hatten wir bei Kommunikationsproblemen zu vermitteln, die zwischen Ärzten und Pflegepersonal einerseits und Patienten und Angehörigen andererseits entstanden waren. Es waren hier Irritationen sowohl im medizinischen als auch im pflegerischen Bereich zu klären. Immer wieder wurden auch organisatorische Mängel beanstandet, oft in Verbindung mit langen Wartezeiten. Wir beschäftigten uns außerdem mit Wünschen und Anregungen in Bezug auf die räumliche Ausstattung und Verpflegung. Erfreulich war auch in diesem Jahr die gute Zusammenarbeit mit allen zuständigen Dienst stellen, was unsere Arbeit sehr erleichtert hat und auch zur Zufriedenheit der Patienten und Angehörigen beitrug, weil ihre Wünsche ernst genommen wurden. Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten bzw. Pflegepersonal In diesem Bereich kommt es immer wieder zu Beschwerden. Häufig fuhlten sich Patienten oder deren Angehörige nicht ausreichend informiert über Diagnosen, diagnostisches und/oder therapeutisches Vorgehen. Dies hängt sicherlich zu einem großen Teil mit der zeitlichen Belastung des Personals zusammen. Darüberhinaus sind vielfach die Patienten selbst in einer verunsicherten Verfassung, sodass sie die angebotenen Informationen nicht richtig wahrnehmen können. In dieser Form kommt es immer wieder zu Problemen, wenn Patienten oder deren Angehörige mit einer fur sie unerwarteten Carcinomdiagnose oder einer akuten kardiologischen Erkrankung konfrontiert werden. In solchen existenzbedrohenden Situationen fuhlten Patienten sich manchmal nicht sensibel genug wahrgenommen, obwohl hier in einem besonderen Ausmaß Zuwendung bei der Aufklärung geboten wäre. Wir haben diesen Patienten oder ihren Angehörigen eine besonders intensive und zum Teil mehrfache Gesprächszuwendung angeboten. In den Gesprächen mit den Krankenhausseelsorgern und im "Psychoonkologischen Arbeitskreis" werden diese Probleme ebenfalls aufgegriffen und es wird von allen Seiten versucht, Wege zu finden, die zur Vermeidung von Missverständnissen fuhren. Nach Aussagen von Patienten entstanden Kommunikationsprobleme auch dadurch, dass in einigen Bereichen das Personal häufig wechselte, sodass keine festen Bezugspersonen zu erkennen waren, sondern oft andere Ansprechpartner gesucht werden mussten. Es gab aber auch immer wieder Patienten, die sich außerordentlich dankbar über die kompetente und liebevolle Betreuung im Klinikum geäußert haben. Pflegerischer Bereich Hinsichtlich der pflegerischen Maßnahmen fuhlten sich die meisten Patienten gut betreut, wie wir anlässlich unserer Stationsbesuche erfuhren. Gelegentlich jedoch kam es zu Situationen, in denen Patienten nicht mit dem notwendigen pflegerischen Zeitaufwand Nahrung oder Flüssigkeit zugefuhrt wurde. Auch während der Nachtschichten wurde die zeitnahe pflegerische Versorgung bemängelt. Diese Vorkommnisse sind sicherlich mit der knappen personellen Besetzung - insbesondere nachts - zu erklären. Verpflegung In diesem Jahr gab es nur sehr wenige Beanstandungen über die Verpflegung. Sie bezogen sich nahezu ausschließlich aufEssen, das nicht der abgegebenen Bestellung entsprach. Frisch operierte Patienten äußerten sich manchmal unzufrieden, weil sie zu schweres Essen oder zu blähende Gemüse bekamen. Organisation Wir haben sehr häufig Beschwerden bekommen, weil Patienten am Tag ihrer Entlassung z.T. stundenlang auf den Arztbrief warten mussten. Hier stellt sich die Frage, ob diese Briefe nicht per Post oder per Fax an die behandelnden noch nicht per Internet mit dem Klinikum vernetzten - Ärzte geschickt werden können, um unnötiges Warten zu vermeiden. Weitere Beanstandungen in diesem Bereich bezogen sich auf lange Wartezeiten bei klinikinternen Untersuchungen. Es wäre wünschenswert, dass Patienten zeitnah zu dem jeweiligen Untersuchungsort bestellt werden. Oft gab es in diesem Zusammenhang auch Probleme mit der Verpflegung. So warteten Kranke teilweise nüchtern bis nach der Mittagszeit auf eine anstehende Untersuchung. Wenn sie dann zur Station zurückkamen, war das Essen schon abgetragen. Patienten, die zu einer ambulanten Untersuchung bestellt werden, könnten darauf hingewiesen werden, dass sie sich etwas zu essen mitbringen sollten, da auch hier häufig lange Wartezeiten vorkommen. Ausstattung / Haustechnik Es passierte immer wieder, dass einzelne Telefonanlagen nicht funktionierten. Hier wurde stets sehr schnell vom zuständigen Dienst fur Abhilfe gesorgt. Dies galt ebenso fur defekte Fernseher. Ein Patient konnte in seinem Bett schlecht liegen. Er bekam auf unsere Intervention hin sofort ein neues "bereitgestellt. Es gab Beschwerden, weil in verschiedenen Klinikbereichen draußen unter offenen Fenstern geraucht wurde. Wie wir feststellten, suchten Patienten, aber auch Klinikangehörige selten den dafur vorgesehenen Raucherbereich auf, sondern rauchten vor dem am nächsten gelegenen Eingang. An einigen Aus-, bzw. Eingängen wurden nun Hinweisschilder angebracht, aber nach unserer Beobachtung wenig beachtet. Darmstadt, Februar 2009 Annekatrin Eilers Barbara Schneider ~ r~ t I\A Helene Pelizaeus Patientenfürsprecherin Klinikum Oarmstadt-Eberstadt JAHRESBERICHT 2008 Klinikum Darmstadt-Eberstadt .. Seit Beendigung der mit viel Baulärm verbundenen Verbesserungsmaßnahmen im Klinikum Eberstadt sind diesbezügliche Beschwerden nicht mehr erfolgt. Beschwerden zur Verpflegung gehen kaum noch bei der Patientenfürsprecherin ein, wenn doch, werden sie an die Menueberaterin weitergeleitet. Beschwerden zur Sauberkeit in einem Patientenzimmer gibt es immer wieder mal, aber die können umgehend mit dem Reinigungsdienst abgeklärt werden. Unzufriedenheit bei den Patienten besteht vor allem bei den Wartezeiten, nicht bei der Aufnahme, sondern anschließend "auf der Station, wo es wieder "wartenU heißt, obwohl sich die Verantwortlichen dort alle Mühe geben, das Problem schnellstens zu lösen. Die Situation in der Neurologischen Tagesldinik ist jetzt weitgehend entspannt, da es jetzt in den beiden Flachbauten genügend Räumlichkeiten zur Unterkunft, Betreuung und Kommunikation gibt. Die .Raucherecke" beim Eingang zum linken Pavillon ist allerdings weiterhin "gefragt". Im Sommer wurde auch ein Teil des Außengeländes (Wiese) zur Kommunikation genutzt. Auch der Patiententransport innerhalb des Geländes und zum Klinikum in Darmstadt klappt dank jahrelanger Erfahrung der verantwortlichen Mitarbeiter ohne Probleme. Ich hätte allerdings einen" VerbesserungsvorschlagU, der die Bauabteilung betrifft: Ich beobachte mehrfach ältere Patienten und Besucher - oft mit Gehstock -, die Probleme haben, die beiden Eingangsstufen zu den älteren Klinikgebäuden - Neurologie / Haut! allgemeine Aufnahme - zu überwinden. Mein Vorschlag wäre, links von den Stufen (die Kliniktüren öffnen sich nach rechts ) Haltegeländer anzubringen (s. meine Zeichnung), an denen sich die betreffenden Patienten abstützen, evtl. auch hochziehen könnten. Das würde zum ,,5icherheitsgefühl" der Betroffenen beitragen. Darmstadt, d. 06.03.09. 1~~J 4.la-u..5 - 1""J, CI./',/'
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 26.08.2009 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Klinikum Darmstadt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2009/0310 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Jahresbericht 2008 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt Vorlage vom: 25.08.2009 Beschlussvorschlag: Der Magistrat nimmt den Jahresbericht 2008 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt zur Kenntnis und leitet ihn an die Stadtverordnetenversammlung weiter. Anlagen: Jahresbericht 2008 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 25.08.2009 Nach § 7 Absatz 3 des Hessischen Krankenhausgesetzes ist der zu erstellende Jahresbericht über die Arbeit der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung vorzulegen. Die Patientenfürsprecherinnen haben in der Sitzung der Krankenhausbetriebsleitung am 03.06.2009 den Mitgliedern der Betriebsleitung den Jahresbericht erläutert und standen für Fragen zur Verfügung. Insgesamt haben die Patientenfürsprecherinnen im Jahr 2008 27 Beschwerden, die telefonisch, schriftlich oder persönlich vorgetragen wurden, bearbeitet. Im Vergleich zum Jahr 2007 waren dies 9 Beschwerden weniger. Bzgl. des Punktes "Kommunikation" wurde von den Patientenfürsprecherinnen im Gespräch mit der Betriebsleitung positiv angemerkt, dass dieses Thema aktiv von der Betriebsleitung angegangen wird. So trägt der Psychoonkologische Arbeitskreis und die Projektgruppe Ethik dazu bei, die Kommunikation mit Blick auf Patienten und Angehörige zu verbessern. Ebenfalls positiv und als große Hilfestellung für Patienten und Angehörige wird aus Sicht der Patientenfürsprecherinnen die neu eingerichtete Palliativstation bewertet. Im Zusammenhang mit der Entlassung der Patienten wurden die zum Teil langen Wartezeiten auf die Arztbriefe angesprochen. Hier erhofft sich das Klinikum eine Verbesserung durch die Einrichtung eines Zentralen Bettenmanagements - im Zusammenhang mit einer Optimierung des Entlassungsmanagements. Da die Anzahl der eingegangenen Beschwerden rückläufig ist, haben die Patientenfürsprecherinnen angeregt, die Patienten regelmäßig über das Frühstückstablett mittels eines Infoblattes auf die Möglichkeit hinzuweisen, Lob und Kritik über die Patientenfürsprecherinnen zu äußern. Dieser Punkt wurde von der Betriebsleitung gerne aufgenommen. Im Weiteren wurde von den Patientenfürsprecherinnen die gute Zusammenarbeit mit allen zuständigen Dienststellen im Klinikum Darmstadt gelobt. Die Betriebsleitungsmitglieder werden die ihren Zuständigkeitsbereich betreffenden Anregungen und Hinweise der Patientenfürsprecherinnen weiter bearbeiten, um damit zu einer weiteren Verbesserung der Patientenversorgung beizutragen. Darmstadt, den 25.08.2009 Dezernat IV Dr. Dierk Molter Stadtrat Anlage
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Grafenstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2009/0310
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.07.2009
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00