3206/2021
Ökobilanz von Kunststoffrasenflächen
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
3109 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/52/521 Vorlagen-Nummer 22.10.2021 3206/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Sportausschuss 28.10.2021 Ökobilanz von Kunststoffrasenflächen im Vergleich zu Naturrasenplätzen für Fußball, Hockey und verwandte Sportarten Die SPD-Fraktion hat eine Anfrage mit zwei Teilfragen zur Ökobilanz von Kunststoffrasenflächen im Vergleich zu Naturrasenplätzen für Fußball, Hockey und verwandte Sportarten gestellt (AN/1886/2021). Dazu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: Frage 1: Wie bewertet die Fachverwaltung vor dem Hintergrund des o.g. Studienergebnisses die Ein- richtung von zusätzlichen Naturrasenflächen grundsätzlich? Bei der genannten Studie handelt es sich um eine durch die Stadt Zürich beauftragte Ökobilanzstudie über die Umwelt-Auswirkungen von Kunststoffrasen- und Sportrasenspielfeldern. Diese Studie gibt Erkenntnisse für die spezifische Situation in der Stadt Zürich, auf einer aktualisierten Grundlage zur Studie Ökobilanz von Natur- und Kunststoffrasenspielfeldern (Schüler & Stahl, 2008), wieder (vgl. ITTEN, R., L. GLAUSER und M. STUCKI, 2020). Im Rahmen der Studie wurden Sportrasenflächen in bo- dennaher Bauweise, als auch in Drainschicht-Bauweise unterschieden. Kunststoffrasensysteme wurden in „verfüllt mit Kunststoffgranulat“ und „unverfüllt“ unterschieden. Die Stadt Köln hat keine langflorigen unverfüllten Kunstsoffrasensysteme, die Granulatverfüllung der Köl- ner Kunststoffrasenplätze wurde bereits seit 2018 mit der RAL-Zertifizierung von Kork als Infill umgestellt. Die bestehenden Plätze mit Kunstoffgranulat -Füllstoff werden im Rahmen der Belagswechsel umgewan- delt. Laut Studie verursacht ein Sportrasenspielfeld mit 800 Nutzungsstunden etwa die gleiche Menge Treibhausgas wie ein ungefülltes Kunststoffrasensystem mit 1.600 Nutzungsstunden. Der Fokus der bis- herigen Prioritätenlisten lag in der ganzjährigen Erhöhung der Nutzungskapazitäten der Sportfreianla- gen. Bei Sportrasenflächen kommt es gegenüber den umzuwandelnden Tennenplätzen zu weiteren Einschränkungen der Nutzungszeiten, auf Grund von Regenerationszeiten des Rasenbelags. Die Verfügbarkeit von Sportflächen ist im Stadtgebiet begrenzt. Notwendige Neuanlagen für Sportra- senspielfelder sind nur sehr begrenzt möglich. Eine effiziente Flächennutzung der zur Verfügung ste- henden Sportflächen ist aus sportfachlicher Sicht nur mit Kunststoffrasensystemen möglich. Bestehende Sportrasenfelder im Kölner Stadtgebiet werden jedoch grundsätzlich erhalten. Frage 2: Wie stellt die Verwaltung sicher, dass angesichts der Diskussion um ein zusätzliches Naturra- senplatz-Programm keine Haushaltsmittel aus dem bereits beschlossenen Kunstrasenpro- gramm in die Entwicklung eines zusätzlichen Naturrasenplatz-Programmes fließen? Die Verwendung von Haushaltsmitteln durch das Sportamt kann nur auf der Grundlage von politi- schen Beschlüssen erfolgen. Die beschlossenen Mittel werden dem Beschluss entsprechend ver- wendet und verausgabt. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3206/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 22.10.2021
- Erstellt
- 06.09.2021 13:03