AN/0585/2017
„Mehr Sicherheit auf Kölner Straßen und Plätzen“ - Ordnungsdienst auch vor Ort im Veedel stärken
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Antrag SPD AN-0585-2017 (Druckstück für BV-Kalk 22.06.2017)
7453 Zeichen
SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung Kalk
SPD-Bezirksfraktion Kalk, Kalker Hauptstraße 247 - 273, 51103 Köln
Herrn
Bezirksbürgermeister
Marco Pagano
Frau
Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Bezirksrathaus Kalk
Kalker Hauptstraße 247-273
51103 Köln
Telefon (02 21) 221 98 302
Telefax (02 21) 221 98 927
E-Mail: spd-bv8@stadt-koeln.de
Internet: www.koelnspd.de
Markus Klein
Fraktionsvorsitzender
Telefon 0171 8276215
Telefax (02 21) 221 98 927
E-Mail: markus_klein@koeln.de
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 13.04.2017
AN/0585/2017
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 27.04.2017, TOP 7.3
-zurückgestellt-
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.06.2017, TOP 7.2
„Mehr Sicherheit auf Kölner Straßen und Plätzen“ - Ordnungsdienst auch vor
Ort im Veedel stärken
Antrag der SPD-Fraktion vom 13.04.2017
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Sicherheit und das subjektive Sicherheitsempfinden der Kölnerinnen und Kölner
hängen ganz entscheidend von der Sichtbarkeit und Ansprechbarkeit der Polizei und
der Ordnungskräfte vor Ort ab. Der Kölner Polizeipräsident hat das erkannt und ver-
stärkt offensiv die Sichtbarkeit der Polizei in der Innenstadt, da dieser Bereich das
Entree zur Stadt ist und ihm der besondere Augenmerk der Öffentlichkeit gilt. Jüngst
hat er in dem Zusammenhang die Einrichtung einer zusätzlichen Polizeiwache am
Dom angekündigt sowie eine stärkere – d.h. personalintensivere Zusammenarbeit
mit dem Kölner Ordnungsamt eingefordert.
Das begrüßt die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Kalk ausdrücklich. Dieser Fo-
kus auf den Innenstadtbereich, insbesondere rund um den Dom und den Haupt-
2
bahnhof, darf aber nicht dazu führen, dass die weiteren Veedel in den Bezirken ver-
nachlässigt werden, indem die vorhandenen personellen Sicherheitsressourcen im
engeren Innenstadtbereich konzentriert werden.
Es darf bei diesem Thema keine Zwei-Klassen-Verhältnisse geben. Wir brauchen
einen gut ausgestatteten Ordnungsdienst vor Ort, der für die Menschen im Veedel da
sein kann:
Mehr Sicherheit in allen Bezirken
Kernelement für die Steigerung der objektiven Sicherheit und des subjektiven Si-
cherheitsempfindens ist die Stärkung der Präsenz von Sicherheitskräften auf den
Kölner Straßen und Plätzen. Es muss gewährleistet sein, dass die bestehenden Re-
geln im gesamten Stadtgebiet eingehalten und regelwidriges Verhalten konsequent
geahndet wird. Die Stadt muss mehr Verantwortung für die Einhaltung von Sicherheit
und Ordnung im öffentlichen Raum übernehmen. Die Aufstockung des Ordnungs-
dienstes um 100 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war nur ein erster
Schritt. Er bildet allerdings noch immer nicht ab, dass insbesondere die Veedel unter
einer strukturellen Benachteiligung, u.a. bei der Präsenz des Ordnungsdienstes, lei-
den. Dies wird beispielsweise vormittags im Bereich der Grundschulen deutlich,
wenn im Kalker Bezirk keine Ordnungskräfte verfügbar sind und innenstadtnah ein-
gesetzt werden.
Gerade im Stadtbezirk Kalk wird dies – besonders in den östlichen Stadtteilen wie
Brück, Rath/Heumar oder auch Merheim – sehr deutlich. Dort wo die Menschen
wohnen und leben, erleben die Kölnerinnen und Kölner die tägliche Unsicherheit und
Verwahrlosung des Straßenbildes als besonders problematisch. Die personelle Aus-
stattung des Bezirksordnungsdienstes muss deshalb so bemessen sein, dass auch
tatsächlich eine höhere Präsenz in den Veedeln gewährleistet ist. Die Außendienst-
kräfte müssen auch tatsächlich auf die Straße kommen und von den Bürgerinnen
und Bürgern wahrgenommen werden können.
Sicherheit für Alle
Die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung obliegt in erster Linie den zuständi-
gen staatlichen Stellen. Es läuft etwas verkehrt, wenn nur in den Genuss einer bes-
seren (subjektiven) Sicherheit kommt, wer es sich leisten kann. Erste Initiativen – in
vergleichsweise gutsituierten Quartieren - machen es vor. Dort sorgen private Wach-
dienste für vermeintlich mehr Sicherheit. Sicherheit darf aber keine Frage des Geld-
beutels sein. Die Anforderungen an die Sicherheitsstruktur mögen im Schwerpunkt in
den einzelnen Stadtbezirken durchaus unterschiedlich gewichtet sein – in einigen
Bezirken spielt das Thema Straßenprostitution eine größere Rolle, in anderen ist es
das Thema Ruhestörungen. Allen gemein ist der Bedarf nach mehr Präsenz und An-
sprechbarkeit – jemanden, der sein Veedel kennt, dort verankert ist, nach dem Rech-
ten sieht und dem Thema Sicherheit ein Gesicht gibt.
Sicherheit rund um die Uhr
Das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach mehr Sicherheit im Veedel endet
nicht um 17:00 Uhr. Es ist wichtig, dass die Ordnungskräfte im Veedel auch außer-
halb der regelmäßigen Dienstzeiten Präsenz zeigen und insbesondere in diesen Zei-
ten aktiv und initiativ auf Regelverstöße reagieren können. Die Themen Ruhestörung
3
und Einhaltung des Nichtraucherschutzes etc. spielen naturgemäß an den Wochen-
enden und in den Abendstunden eine größere Rolle. Es darf nicht dem reinen Zufall
oder der Meldung von Bürgerinnen und Bürgern überlassen werden, ob entspre-
chende Verstöße erfasst und geahndet werden. Und selbst wenn Probleme gemeldet
werden, leiden beispielsweise im Stadtbezirk Kalk viele Menschen darunter, dass
diese Meldungen nicht abgearbeitet werden können.
Mehr Sicherheit durch Vernetzung
Das Thema Sicherheit muss ganzheitlich gedacht werden. Das gilt im besonderen
Maße für die verschiedenen Veedel mit ihren teils sehr unterschiedlichen Bedürfnis-
sen. Es ist deshalb essentiell, dass sich die maßgeblichen Akteure, angefangen bei
den verschiedenen städtischen Dienststellen, der Polizei, den Streetworkern, den
Trägern der Sozialen Dienste, den Sozialraumkoordinator/innen über die KVB bis zu
den Abfallwirtschaftsbetrieben vernetzen. Örtliche Kriminalpräventive Räte oder Si-
cherheitskonferenzen können eine entsprechende koordinierende und bündelnde
Funktion übernehmen und zudem eine integrierende und aktivierende Rolle für bür-
gerschaftliches Engagement darstellen. Sie sollen lokale Problemlagen und aktuelle
sowie zukünftige Handlungsbedarfe identifizieren und durch zielgerichtete Maßnah-
men eine Verbesserung der Situation vor Ort ermöglichen.
Die Bezirksvertretung Kalk beschließt:
1. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes sollen in den Vee-
deln das „Gesicht“ der Stadtverwaltung für Sicherheit und Ordnung sein. Die
Verwaltung wird deshalb beauftragt, den Ordnungsdienst im Stadtbezirk Kalk
deutlich auszubauen.
2. Die Verwaltung und der Stadtrat werden aufgefordert, den Ordnungsdienst in
den Bezirken auszubauen und neben einer deutlichen Präsenz im Innenstadtbe-
reich auch in den Veedeln und den weiteren Bezirken durch Schaffung von min-
destens 100 neuen Stellen personell zu verstärken. Diese zusätzlichen Mitarbei-
terinnen und Mitarbeiter sollen auf die einzelnen Stadtbezirke verteilt und diesen
zuständigkeitshalber fest zugeordnet werden. Die konkrete Personalstärke, min-
destens jedoch zehn Ordnungsdienstkräfte pro Stadtbezirk, ist so zu bemessen,
dass eine Präsenz und Erreichbarkeit unter der Woche und am Wochenende
auch außerhalb der regelmäßigen Dienstzeiten im Veedel gewährleistet ist.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Markus Klein
Markus Klein
Fraktionsvorsitzender
Antrag SPD AN-0585-2017
7387 Zeichen
SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung Kalk
SPD-Bezirksfraktion Kalk, Kalker Hauptstraße 247 - 273, 51103 Köln
Herrn
Bezirksbürgermeister
Marco Pagano
Frau
Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Bezirksrathaus Kalk
Kalker Hauptstraße 247-273
51103 Köln
Telefon (02 21) 221 98 302
Telefax (02 21) 221 98 927
E-Mail: spd-bv8@stadt-koeln.de
Internet: www.koelnspd.de
Markus Klein
Fraktionsvorsitzender
Telefon 0171 8276215
Telefax (02 21) 221 98 927
E-Mail: markus_klein@koeln.de
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 13.04.2017
AN/0585/2017
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 27.04.2017, TOP 7.3
„Mehr Sicherheit auf Kölner Straßen und Plätzen“ - Ordnungsdienst auch vor
Ort im Veedel stärken
Antrag der SPD-Fraktion vom 13.04.2017
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Sicherheit und das subjektive Sicherheitsempfinden der Kölnerinnen und Kölner
hängen ganz entscheidend von der Sichtbarkeit und Ansprechbarkeit der Polizei und
der Ordnungskräfte vor Ort ab. Der Kölner Polizeipräsident hat das erkannt und ver-
stärkt offensiv die Sichtbarkeit der Polizei in der Innenstadt, da dieser Bereich das
Entree zur Stadt ist und ihm der besondere Augenmerk der Öffentlichkeit gilt. Jüngst
hat er in dem Zusammenhang die Einrichtung einer zusätzlichen Polizeiwache am
Dom angekündigt sowie eine stärkere – d.h. personalintensivere Zusammenarbeit
mit dem Kölner Ordnungsamt eingefordert.
Das begrüßt die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Kalk ausdrücklich. Dieser Fo-
kus auf den Innenstadtbereich, insbesondere rund um den Dom und den Haupt-
bahnhof, darf aber nicht dazu führen, dass die weiteren Veedel in den Bezirken ver-
2
nachlässigt werden, indem die vorhandenen personellen Sicherheitsressourcen im
engeren Innenstadtbereich konzentriert werden.
Es darf bei diesem Thema keine Zwei-Klassen-Verhältnisse geben. Wir brauchen
einen gut ausgestatteten Ordnungsdienst vor Ort, der für die Menschen im Veedel da
sein kann:
Mehr Sicherheit in allen Bezirken
Kernelement für die Steigerung der objektiven Sicherheit und des subjektiven Si-
cherheitsempfindens ist die Stärkung der Präsenz von Sicherheitskräften auf den
Kölner Straßen und Plätzen. Es muss gewährleistet sein, dass die bestehenden Re-
geln im gesamten Stadtgebiet eingehalten und regelwidriges Verhalten konsequent
geahndet wird. Die Stadt muss mehr Verantwortung für die Einhaltung von Sicherheit
und Ordnung im öffentlichen Raum übernehmen. Die Aufstockung des Ordnungs-
dienstes um 100 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war nur ein erster
Schritt. Er bildet allerdings noch immer nicht ab, dass insbesondere die Veedel unter
einer strukturellen Benachteiligung, u.a. bei der Präsenz des Ordnungsdienstes, lei-
den. Dies wird beispielsweise vormittags im Bereich der Grundschulen deutlich,
wenn im Kalker Bezirk keine Ordnungskräfte verfügbar sind und innenstadtnah ein-
gesetzt werden.
Gerade im Stadtbezirk Kalk wird dies – besonders in den östlichen Stadtteilen wie
Brück, Rath/Heumar oder auch Merheim – sehr deutlich. Dort wo die Menschen
wohnen und leben, erleben die Kölnerinnen und Kölner die tägliche Unsicherheit und
Verwahrlosung des Straßenbildes als besonders problematisch. Die personelle Aus-
stattung des Bezirksordnungsdienstes muss deshalb so bemessen sein, dass auch
tatsächlich eine höhere Präsenz in den Veedeln gewährleistet ist. Die Außendienst-
kräfte müssen auch tatsächlich auf die Straße kommen und von den Bürgerinnen
und Bürgern wahrgenommen werden können.
Sicherheit für Alle
Die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung obliegt in erster Linie den zuständi-
gen staatlichen Stellen. Es läuft etwas verkehrt, wenn nur in den Genuss einer bes-
seren (subjektiven) Sicherheit kommt, wer es sich leisten kann. Erste Initiativen – in
vergleichsweise gutsituierten Quartieren - machen es vor. Dort sorgen private Wach-
dienste für vermeintlich mehr Sicherheit. Sicherheit darf aber keine Frage des Geld-
beutels sein. Die Anforderungen an die Sicherheitsstruktur mögen im Schwerpunkt in
den einzelnen Stadtbezirken durchaus unterschiedlich gewichtet sein – in einigen
Bezirken spielt das Thema Straßenprostitution eine größere Rolle, in anderen ist es
das Thema Ruhestörungen. Allen gemein ist der Bedarf nach mehr Präsenz und An-
sprechbarkeit – jemanden, der sein Veedel kennt, dort verankert ist, nach dem Rech-
ten sieht und dem Thema Sicherheit ein Gesicht gibt.
Sicherheit rund um die Uhr
Das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach mehr Sicherheit im Veedel endet
nicht um 17:00 Uhr. Es ist wichtig, dass die Ordnungskräfte im Veedel auch außer-
halb der regelmäßigen Dienstzeiten Präsenz zeigen und insbesondere in diesen Zei-
ten aktiv und initiativ auf Regelverstöße reagieren können. Die Themen Ruhestörung
3
und Einhaltung des Nichtraucherschutzes etc. spielen naturgemäß an den Wochen-
enden und in den Abendstunden eine größere Rolle. Es darf nicht dem reinen Zufall
oder der Meldung von Bürgerinnen und Bürgern überlassen werden, ob entspre-
chende Verstöße erfasst und geahndet werden. Und selbst wenn Probleme gemeldet
werden, leiden beispielsweise im Stadtbezirk Kalk viele Menschen darunter, dass
diese Meldungen nicht abgearbeitet werden können.
Mehr Sicherheit durch Vernetzung
Das Thema Sicherheit muss ganzheitlich gedacht werden. Das gilt im besonderen
Maße für die verschiedenen Veedel mit ihren teils sehr unterschiedlichen Bedürfnis-
sen. Es ist deshalb essentiell, dass sich die maßgeblichen Akteure, angefangen bei
den verschiedenen städtischen Dienststellen, der Polizei, den Streetworkern, den
Trägern der Sozialen Dienste, den Sozialraumkoordinator/innen über die KVB bis zu
den Abfallwirtschaftsbetrieben vernetzen. Örtliche Kriminalpräventive Räte oder Si-
cherheitskonferenzen können eine entsprechende koordinierende und bündelnde
Funktion übernehmen und zudem eine integrierende und aktivierende Rolle für bür-
gerschaftliches Engagement darstellen. Sie sollen lokale Problemlagen und aktuelle
sowie zukünftige Handlungsbedarfe identifizieren und durch zielgerichtete Maßnah-
men eine Verbesserung der Situation vor Ort ermöglichen.
Die Bezirksvertretung Kalk beschließt:
1. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes sollen in den Vee-
deln das „Gesicht“ der Stadtverwaltung für Sicherheit und Ordnung sein. Die
Verwaltung wird deshalb beauftragt, den Ordnungsdienst im Stadtbezirk Kalk
deutlich auszubauen.
2. Die Verwaltung und der Stadtrat werden aufgefordert, den Ordnungsdienst in
den Bezirken auszubauen und neben einer deutlichen Präsenz im Innenstadtbe-
reich auch in den Veedeln und den weiteren Bezirken durch Schaffung von min-
destens 100 neuen Stellen personell zu verstärken. Diese zusätzlichen Mitarbei-
terinnen und Mitarbeiter sollen auf die einzelnen Stadtbezirke verteilt und diesen
zuständigkeitshalber fest zugeordnet werden. Die konkrete Personalstärke, min-
destens jedoch zehn Ordnungsdienstkräfte pro Stadtbezirk, ist so zu bemessen,
dass eine Präsenz und Erreichbarkeit unter der Woche und am Wochenende
auch außerhalb der regelmäßigen Dienstzeiten im Veedel gewährleistet ist.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Markus Klein
Markus Klein
Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0585/2017
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 13.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27