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V/0389/2022

Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost

Vorlagen 05.07.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung, Sitzung am 01.09.2022, TOP 5.2

Berichtsvorlage

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Anlage 1 Ergebnisbericht Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost

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Anlage 2 Rahmenplan Noerdlich Osttor

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Anlage A

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Berichtsvorlage

16508 Zeichen

V/0389/2022
V/0389/2022
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost
Beratungsfolge
18.08.2022 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht
31.08.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Bericht
01.09.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht
Bericht:
Anlass / Hintergrund
Dem Stadtplanungsamt lagen verschiedene Anträge zur Erarbeitung von
Stadtteilentwicklungskonzepten in diversen (Außen-)Stadtteilen Münsters vor, deren Bearbeitung
daraufhin priorisiert und abgestimmt erfolgen sollte. Mit der Vorlage V/0391/2018, Beschlusspunkt
2.4, wurde vom ASSVW Mitte 2018 beschlossen, dass für den Stadtteil Hiltrup-Ost mit der
Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes begonnen werden soll, sobald die
Ankaufsverhandlungen für die Fläche der geplanten, großflächigen Stadtteilerweiterung, die in der
Planungswerkstatt 2030 identifiziert worden ist und die Eingang in das
Wohnsiedlungsflächenkonzept 2030 gefunden hat, absehbar vor einem positiven Abschluss stehen.
Für diese rund 47 Hektar große, bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche nördlich der Straße
Osttor im Stadtteil Hiltrup-Ost konnte im Jahr 2019 mit dem Grundstückseigentümer eine
Vereinbarung über den Ankauf getroffen werden. Etwa 30 Hektar dieser Fläche stehen für eine
städtebauliche Entwicklung zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund konnte Ende 2019 mit der
Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes für Hiltrup-Ost begonnen werden.
Ziel des Prozesses war es, Handlungserfordernisse im Stadtteil zu identifizieren und darauf
aufbauend konkrete Maßnahmenvorschläge im gemeinsamen Dialog mit den Bewohnerinnen und
Bewohnern des Stadtteils zu erarbeiten. Insbesondere galt es, die Anforderungen an das künftige
Baugebiet nördlich der Straße Osttor zu formulieren, um eine adäquate Integration in die
Bestandsstrukturen des Stadtteils zu ermöglichen sowie zukünftige (Infrastruktur-) Bedarfe für den
gesamten Stadtteil zu identifizieren und in weiteren Planungen berücksichtigen zu können.
Hierzu wurde eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus den Planungsbüros STADTRAUMKONZEPT
GmbH sowie REICHER HAASE ASSOZIIERTE GmbH vom Stadtplanungsamt mit der fachlichen
Begleitung und Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes für Hiltrup-Ost beauftragt (vgl. n.ö.
V/0759/2019).
Stadtplanungsamt
20.07.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Lutz
T elefon:492-1261
LutzR@stadt-muenster.de

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V/0389/2022
Erarbeitungsprozess
Im Januar 2020 startete die prozessbegleitende umfangreiche Öffentlichkeitsbeteiligung mit einer
Auftaktveranstaltung. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren dem Aufruf gefolgt, dem
Planungsbüro sowie der Verwaltung ihre Ideen und Anregungen, ihre Kritik und Bedenken zur
Stadtteilentwicklung mitzuteilen, welche in einer umfassenden Analyse des Stadtteils mündeten. Es
folgten eine Akteursbeteiligung und die Bildung eines Stadtteilarbeitskreises sowie daraus
hervorgehend die Formulierung von Zielen für die künftige Stadtteilentwicklung. Die aus der Analyse
sowie aus den formulierten Zielvorstellungen abgeleiteten konkreten Maßnahmenideen wurden im
Zuge einer Online-Beteiligung öffentlich vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Interaktiv konnten
zudem weitere eigene Maßnahmenvorschläge in den Prozess eingebracht werden. Den öffentlichen
Abschluss fand der Erarbeitungsprozess in einer Abschlussveranstaltung im Oktober 2021, die auch
per Livestream übertragen wurde.
Da ein Stadtteilentwicklungskonzept verschiedenste Themen und Fragestellungen betrifft, erfolgte
parallel zur Öffentlichkeitsbeteiligung auch eine breite verwaltungsinterne Begleitung des Prozesses
sowie eine Beteiligung der betroffenen Fachämter zur Bewertung der Maßnahmenvorschläge.
Wesentliche Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses
Durch den fortwährend intensiven Austausch mit der Bürgerschaft, weiteren Akteuren vor Ort und
den beteiligten Fachämtern liegen nach Abschluss des Erarbeitungsprozesses für das
Stadtteilentwicklungskonzept umfangreiche Erkenntnisse und Ergebnisse für die zukünftige Arbeit in
Hiltrup-Ost vor, die im Ergebnisbericht (s. Anlage 1) ausführlich beschrieben werden.
Nachfolgend werden die wesentlichen Ergebnisse in Bezug auf die identifizierten Handlungsbedarfe
und Maßnahmenvorschläge zusammengefasst:
Siedlungsstruktur und Wohnen
Hiltrup-Ost ist von einem Bevölkerungsrückgang sowie gleichzeitig von einer älter werdenden
Bevölkerung geprägt, woraus sich insbesondere eine Anpassung des Wohnraumangebotes an die
sich verändernden Bedarfe im Stadtteil ergibt. Eine die Bevölkerungsentwicklung positiv
beeinflussende Maßnahme ist die Entwicklung des neuen Baugebiets nördlich der Straße Osttor. Mit
der Entwicklung der Fläche sollen voraussichtlich über 1.000 Wohneinheiten, davon ca. drei Viertel
in Mehrfamilien- und ein Viertel in (verdichteten) Einfamilienhäusern entstehen. Ein einphasiger
städtebaulicher Wettbewerb soll ausgelobt werden, um eine Qualifizierung und Konkretisierung des
Baugebietes als Grundlage für die Bauleitplanung zu erhalten.
Einzelhandel- und Nahversorgung
Vor dem Hintergrund der geplanten Entwicklung des Neubaugebietes und dem Zuzug neuer
Einwohnerinnen und Einwohner wurde die vorhandene Nahversorgungssituation in Hiltrup-Ost
extern durch das Gutachterbüro Stadt+Handel aus Dortmund untersucht. Im Ergebnis wird die
Ausweisung eines neuen Stadtteilzentrums empfohlen, welches räumlich an den bestehenden
Geschäftsbesatz der Straße Osttor anknüpfen soll. Mit der Ausweisung eines neuen
Stadtteilzentrums ist die Chance verbunden, auch einen eigenen identitätsstiftenden Ortsmittelpunkt
für den Stadtteil zu bilden, der durch einen autofreien Platz von hoher Aufenthaltsqualität geprägt
sein soll. Die räumliche Konkretisierung dieses Stadtteilzentrums soll in den städtebaulichen
Wettbewerb für das neue Baugebiet nördlich Osttor integriert werden. Zur weiteren Umsetzung des
Projektes sind insbesondere die Gespräche mit der Pfarrgemeinde St. Clemens Hiltrup Amelsbüren
fortzuführen, die einen wesentlichen Grundstücksanteil im Bereich des geplanten Zentrums besitzt.
Freiraum und Öffentlicher Raum
In der Analyse zum Stadtteilentwicklungskonzept wurde festgestellt, dass Hiltrup-Ost hohe
Freiraumqualitäten u.a. durch den Emmerbach im Süden, den Dortmund-Ems-Kanal im Westen und
die umrandenden Wiesen- und Waldstrukturen im Norden und Osten aufweist, die es weiterhin zu
bewahren gilt. Gleichzeitig bieten diese Strukturen wichtige Anknüpfungspunkte für neu entstehende
Grünstrukturen im Neubaugebiet. Ein wichtiges Projekt in diesem Zusammenhang ist insbesondere

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die ökologische, hochwassertechnische und gestalterische Aufwertung des Erdelbaches, die im
Zuge der Realisierung des Neubaugebietes angegangen werden soll.
Im Kontext von Freiraum und öffentlichem Raum ist die Maßnahme der Errichtung eines Sportparks
Hiltrup-Ost zu nennen, die auch von gesamtstädtischer Bedeutung ist. Gesamtstädtische Bedarfe
nach amerikanischen Sportarten sowie der Bedarf nach einer Rad- und Rollsportrundstrecke können
nördlich angrenzend an die bestehenden Sportflächen des TuS Hiltrup gedeckt werden. Auch die
vorhandenen Fußballfelder des TuS Hiltrup sind hinsichtlich Lage und Nutzbarkeit zu optimieren, um
insgesamt einen öffentlich zugänglichen Sportpark Hiltrup-Ost entstehen zu lassen, der durch eine
öffentliche Durchwegbarkeit auch die Verknüpfung zwischen dem neuen Stadtteilzentrum und dem
Neubaugebiet herstellen soll.
Verkehr und Mobilität
Der Beteiligungsprozess hat gezeigt, dass der größte Handlungsbedarf aus Sicht der Bürgerinnen
und Bürger im Bereich Verkehr und Mobilität – insbesondere in Bezug auf die vorhandene und
zukünftig zu erwartende Verkehrsbelastung auf der Straße Osttor gesehen wird. Durch das neu
entstehende Baugebiet und die damit verbundenen neuen Infrastrukturen wird auch zukünftig keine
Entlastung, sondern vielmehr eine weitere Belastung auf der Straße Osttor absehbar sein. Es gilt
daher, die Straße Osttor verkehrstechnisch und gestalterisch (insbesondere im Bereich des neuen
Baugebiets) zu verbessern und die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes Osttor / Albersloher Weg
durch einen Umbau zu steigern.
Darüber hinaus ist von entscheidender Bedeutung, Maßnahmen zu fördern, die auf eine
Reduzierung des Pkw-Verkehrs in Hiltrup-Ost abzielen: Schaffung von autoarmen Strukturen im
neuen Baugebiet, Ausbau und Attraktivierung des ÖPNV-Angebots sowie des Radwegenetzes,
Errichtung von Mobilstationen.
Soziale Infrastruktur
In Hiltrup-Ost befindet sich die Marienschule Hiltrup, deren Kapazitäten auf Grund des
fortwährenden Zuzuges junger Familien nach Hiltrup und des zusätzlich entstehenden Bedarfs
durch das Neubaugebiet nicht mehr ausreichen. Zum einen ist daher die Marienschule im Bestand
nach Möglichkeit zu erweitern. Zum anderen ist ein Neubau einer vierzügigen Grundschule inklusive
einer Dreifachsporthalle im Neubaugebiet erforderlich.
Ebenso werden die Kapazitäten der vorhandenen zwei Kindertagesstätten in Hiltrup-Ost bei
Entwicklung des neuen Baugebiets nicht mehr ausreichen. Hinzu kommt, dass neben dem
entstehenden Bedarf durch dieses Baugebiet auch in den direkt angrenzenden Nachbarstadtteilen
nicht gedeckte Bedarfe in der Versorgung von Kindern bestehen. Die Entwicklung des
Neubaugebietes bietet daher die Chance diesen Bedarf durch den Bau neuer Einrichtungen im
Gebiet zu decken.
Darüber hinaus gilt es, in Hiltrup-Ost auch die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche durch die
Aufwertung und den Neubau von Spiel- und Bewegungsangeboten sowie durch die Einrichtung
eines Jugendtreffs zu verbessern.
Image und Identität
Mit der Entwicklung des Neubaugebietes nördlich der Straße Osttor und dem Zuzug von
voraussichtlich etwa 3.000 neuen Bewohnerinnen und Bewohnern wird sich der Stadtteil sowohl
nach innen als auch nach außen deutlich verändern. Hinzu kommt der laufende bzw. zukünftig
anstehende Generationenwechsel in den Bestandsstrukturen des Stadtteils. Damit das
Neubaugebiet und der vorhandene Stadtteil Hiltrup-Ost nicht nur baulich zusammenwachsen,
sondern auch ein Gemeinschaftsgefühl für die Bewohner und Bewohnerinnen entsteht, werden
Maßnahmen zur Förderung eines gesellschaftlichen Miteinanders wie z.B. die Etablierung eines
Stadtteilfestes vorgeschlagen.
Rahmenplan „Nördlich Osttor“
Das Projekt zur Entwicklung eines neuen großen Baugebiets in Hiltrup-Ost wird im
Stadtteilentwicklungskonzept als von zentraler Bedeutung für die Stadtteilentwicklung beschrieben.
Aufgrund der

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Bedeutung der Fläche ist ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren zur Vorbereitung der
Aufstellung eines Bebauungsplans für das Plangebiet vorgesehen.
Als Vorbereitung dieses Qualifizierungsverfahrens ist ein wichtiges Ergebnis des
Stadtteilentwicklungskonzeptes der Rahmenplan für das neue Baugebiet „Nördlich Osttor“ (s.
Anlage 2). Dieser stellt die angedachte, zentrale Gliederung der Entwicklungen nördlich der Straße
Osttor dar und ist daher dem städtebaulichen Wettbewerbsverfahren zu Grunde zu legen. Der
Rahmenplan bildet insofern eine wesentliche Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb.
Die erarbeitete Rahmenplanung wurde erstmals der Öffentlichkeit im Rahmen der Online-Beteiligung
präsentiert und zur Diskussion gestellt, anschließend weiter ausgearbeitet und auch im Zuge der
Abschlussveranstaltung erneut mit der Öffentlichkeit erörtert.
Das neue Wohngebiet soll in verschiedene Bereiche gegliedert werden, die in Wohnformen und
Charakter unterschiedlich ausgeprägt sein können. Die Erschließung des Quartiers für den Pkw-
Verkehr soll über zwei Anknüpfungspunkte von der Straße Osttor erfolgen. Eine gute Erreichbarkeit
für zu Fußgehende und Radfahrende ist im gesamten Gebiet vorrangig. Um ein attraktives
alternatives Mobilitätsangebot zu schaffen sind derzeit zwei Mobilstationen mit Car- und Bikesharing,
Ladestationen sowie Bushaltestellen vorgesehen. Mögliche Standorte für die Mobilstationen sind die
Bereiche am neuen Quartierszentrum sowie mittig im Quartier. Der Flächenbedarf für Radstellplätze
und sonstige alternative Mobilitätsformen soll unabhängig von den Mobilstationen an mehreren
Stellen im Gebiet frühzeitig mitgedacht werden.
Im westlichen Bereich des Baugebietes entsteht mit dem neu zu gestaltenden Sportpark ein öffentlich
zugänglicher Velopark sowie Flächen für amerikanische Sportarten, wie z.B. American Football.
Zwischen dem Sportbereich im Westen und dem neuen Wohnquartier soll ein Grünkorridor als
naturnaher Quartierspark ausgebildet werden. Zudem soll der Korridor verschiedene
Freiraumqualitäten mit Spiel- und Erholungsanteilen aufnehmen und der Durchwegung dienen. Durch
die Nord-Süd-Ausrichtung des Grünraums wird die Verbindung zwischen Bestand und Freiraum
gestärkt und das neue Baugebiet gegliedert. Innerhalb des grünen Bandes kann der Neubau einer
Grundschule mit Dreifach-Sporthalle verortet werden. Der genaue Standort ist im Zuge des
städtebaulichen Wettbewerbs noch zu bestimmen. Im vorgeschlagenen Bereich der neuen Schule
zwischen Park und Wohngebiet befindet sich der zentrale Knotenpunkt, der den Sportbereich, das
Wohnen und das Zentrum von Hiltrup-Ost miteinander vernetzt.
Die Nahversorgungssituation am Osttor wird um einen zentralen Versorgungsbereich ergänzt. Das
entstehende Quartierszentrum soll einen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität bieten und zum
Verweilen sowie als Treffpunkt einladen. Über das Quartierszentrum hinaus sind keine weiteren
Flächen im neuen Wohngebiet für Einzelhandel vorgesehen, vielmehr soll sich die Nahversorgung am
Quartierszentrum konzentrieren. Der zentrale Bereich knüpft über Wegeverbindungen südlich des
Sportbereichs an die Schule und die geplante Wohnbebauung an. Östlich an das Zentrum
anschließend ist ein Erhalt des bestehenden Wäldchens Vinnbüschen vorgesehen.
Weiteres Vorgehen
Mit Vorliegen des Ergebnisberichts zum Stadtteilentwicklungskonzept gibt es bereits konkrete
Projekte, mit denen erste Maßnahmenbausteine für die Umsetzung vorbereitet werden können. Die
Vorbereitung und Umsetzung anderer Projekte wird hingegen einen längeren Zeitraum in Anspruch
nehmen.
Insbesondere folgende Arbeitsschritte werden derzeit vorbereitet bzw. können zeitnah erfolgen:
 Auftragsvergabe an ein Büro, welches das Management des städtebaulichen Wettbewerbs
übernimmt (Freigabe zur Ausschreibung erfolgte mit V/0054/2022)
 Vorbereitung der Auslobungsunterlagen zusammen mit der Auswahl des Büros, welches den
Zuschlag für das Wettbewerbsmanagement erhalten wird
 Auslobung eines einphasigen städtebaulichen Wettbewerbs für das neue Baugebiet nördlich
Osttor. Es erfolgt dazu eine separate Beschlussfassung.

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 Im Zuge des Wettbewerbs erfolgt die weitere räumliche Konkretisierung verschiedener im
Bericht aufgeführter Maßnahmen:
o Neues Stadtteilzentrum
o Sportpark Hiltrup-Ost
o Neubau Grundschule inkl. Sporthalle
o Neubau Kindertagesstätten
o Ökologische, hochwassertechnische und gestalterische Aufwertung des Erdelbaches
o Errichtung einer Veranstaltungsfläche
 Weitergehende Prüfung der Möglichkeiten eines Umbaus des Kreuzungspunktes Osttor /
Albersloher Weg
 Fortführung des Stadtteilarbeitskreises
Die Begleitung des Umsetzungsprozesses der weiteren Maßnahmen wird im Stadtplanungsamt vor
allem durch eine Stadtteilkümmerin übernommen. Diese wird zentrale Ansprechpartnerin für die
künftigen Stadtteilentwicklungsprozesse sein und dabei stets im engen Austausch mit den
zuständigen Fachämtern stehen. Zudem steht im Quartiersmanagement von Münster Marketing
Personal zur Verfügung, das in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt weitere ausgewählte
Projekte auf Grundlage der Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses initiieren und deren
Umsetzung begleiten wird.
Die Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure aus dem Stadtteil sollen im Rahmen geeigneter
Beteiligungsformate ebenfalls weiterhin aktiv und intensiv in die zukünftige Stadtteilarbeit
eingebunden werden.
Der vorliegende Ergebnisbericht zum Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost kann von den
Ratsgremien auch genutzt werden, um auf Grundlage der darin formulierten Maßnahmenvorschläge
weitere einzelne Projekte anzustoßen und evtl. die erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen.
Die Umsetzung der Maßnahmen im Stadtteilentwicklungskonzept können dabei auch einen Beitrag
zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 leisten.
In Vertretung
gez.
Robin Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen:
- Anlage A
- Anlage 1: Ergebnisbericht Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost
- Anlage 2: Rahmenplan „Nördlich Osttor“

Anlage A

3141 Zeichen

Anlage A zur V/0389/2022
Kurzüberblick
Unter reger Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner hat die Verwaltung ein
Stadtteilentwicklungskonzept für Hiltrup-Ost erarbeiten lassen.
Dieses soll dem Stadtteil einen Rahmen für zukünftige Entwicklungen geben. Auf Basis der
erarbeiteten Ziele und Leitlinien soll – durch Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen –
der Stadtteil zu einem attraktiven Wohn- und Lebensort weiterentwickelt werden.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Mit dieser Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und
Erlebnisqualität weiterentwickeln:
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der
Stadtgesellschaft“
verfolgt.
Insbesondere liegt der Fokus auf dem Ziel der Weiterentwicklung von Hiltrup-Ost mit hoher Wohn-
und Lebensqualität.
Der vorliegende Ergebnisbericht zum Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost kann von den
Ratsgremien genutzt werden, um auf Grundlage der darin formulierten Maßnahmenvorschläge
einzelne Projekte anzustoßen und evtl. die erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen.
Die Umsetzung der Maßnahmen im Stadtteilentwicklungskonzept können dabei auch einen
Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 leisten.
Finanzierung
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG
Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw.
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein
Bereits veranschlagt? Ja Nein
Es handelt sich um eine reine Berichtsvorlage, mit der keinerlei Kosten verbunden sind.
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
Mit der Vorlage V/0391/2018, Beschlusspunkt 2.4, wurde vom ASSVW Mitte 2018 beschlossen,
dass für den Stadtteil Hiltrup-Ost mit der Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes
begonnen werden soll, sobald die Ankaufsverhandlungen für die Fläche der geplanten,
großflächigen Stadtteilerweiterung, die in der Planungswerkstatt 2030 identifiziert worden ist und
die Eingang in das Wohnsiedlungsflächenkonzept 2030 gefunden hat, absehbar vor einem
positiven Abschluss stehen. Das Stadtteilentwicklungskonzept als informelles Plankonzept dient
als Vorbereitung konkreter Bauleitplanung.

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Die Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses nehmen in verschiedenen Bereichen auch
Themen des Demografischen Wandels auf, da für verschiedene Zielgruppen u.a. auch für
Senioren bedarfsgerecht weiterer Wohnraum geschaffen und die soziale Infrastruktur für den
Stadtteil für alle Bevölkerungsgruppen (u.a. Kinder und Jugendliche sowie ältere
Menschen) bewahrt und weiterentwickelt werden soll.
Mit der Umsetzung verschiedener Maßnahmen kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie
2030 und damit auch zum Klimaschutz geleistet werden.

Beratungsverlauf (3)

18.08.2022 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.08.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.09.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Albersloher Weg
  • Osttor

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0389/2022
Typ
Vorlagen
Datum
05.07.2022
Erstellt
24.06.2022 14:45