3854/2018
European Energy Award: Energiepolitisches Arbeitsprogramm der Stadt Köln
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Anlage 1 - Öffentlichkeitsbeteiligung (Auss. Umwelt u.Grün)
1529 Zeichen
Anlage: Öffentlichkeitsbeteiligung
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VARIANTE 1
Öffentlichkeitsbeteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben.
Folgende Form des Verfahrens ist vorgeschrieben:
Ein spezielles Verfahren ist nicht vorgeschrieben.
Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen:
Beteiligungsspielraum Komplexität
Information einfach / standardisiert
Anhörung / Beratung teilstandardisiert
Mitgestaltung / Mitverantwortung komplex / individuell
Das Beteiligungskonzept ist bereits beigefügt bzw. wird in der nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt.
VARIANTE 2
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen.
Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen:
Beteiligungsspielraum Komplexität
Information einfach / standardisiert
Anhörung / Beratung teilstandardisiert
Mitgestaltung / Mitverantwortung komplex / individuell
Das Beteiligungskonzept ist bere its beigefügt bzw. wird in der nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt.
VARIANTE 3
Eine Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen, weil:
Öffentlichkeitsbeteiligung hat bereits stattgefunden.
Gestaltungsspielraum ist nicht ausreichend.
Verfahrensverzögerung kann nicht akzeptiert werden.
Ressourcen stehen nicht zur Verfügung.
Die Planung ist bereits zu weit fortgeschritten. Da es sich um ein Förderprojekt handelt,
muss die Vorlage im Januar im Ausschuss beraten werden.
Anlage 2 - eea-Bericht 2017 mit Energiepol_Arbeitsprogramm
44189 Zeichen
STADT KÖLN
eea-BERICHT
INTERNES RE-AUDIT FÜR DAS JAHR 2017
AZ: 64.65.13-EEA-0127-E
European Energy Award® - Stadt Köln
SEPTEMBER 2018
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 2
Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft
Martin-Kremmer-Str. 12
45327 Essen
Telefon: +49 [0]2 01 24 564-0
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 3
Inhaltsverzeichnis
1 Der European Energy Award® - Prozess in Köln 5
1.1 Übersicht über die einzelnen Handlungsfelder 6
1.2 Punkteverteilung je Handlungsfeld 7
1.3 Details zum Ablauf des eea-Prozesses 8
2 Ausgangssituation in der Stadt Köln 8
2.1 Energie- und klimaschutzrelevante Aktivitäten vor Programmteilnahme 8
2.2 Energie- und klimapolitische Zielrichtung 8
2.3 Details zum Ablauf des eea-Prozesses 9
3 Beteiligte im European Energy Award® - Prozess 11
3.1 Zusammensetzung des Energieteams in 2017 11
3.2 Energie- und klimarelevante Strukturen in Politik und Verwaltung 11
3.3 Energie- und klimarelevante Gremien in 2017 12
3.4 Energie- und klimarelevante Verwaltungsabteilungen in 2017 12
3.5 Zuständigkeiten Ver- und Entsorgung 12
4 Energierelevante Kennzahlen 13
4.1 Endenergieverbrauch nach Verbrauchssektoren 13
4.2 Treibhausgasemisssionen 14
4.3 Endenergieverbrauch der kommunalen Gebäude und Anlagen in 2017 14
5 Energie- und klimapolitischer Status der Stadt Köln 15
5.1 Stand der aktuellen Bewertung 15
5.2 Stärken – Schwächen – Profil 15
5.3 Details der Bewertung nach Bereichen je Handlungsfeld 17
5.3.1 Handlungsfeld 1 – Entwicklungsplanung, Raumordnung 17
5.3.2 Handlungsfeld 2 – Kommunale Gebäude, Anlagen 18
5.3.3 Handlungsfeld 3 – Versorgung, Entsorgung 19
5.3.4 Handlungsfeld 4 – Mobilität 20
5.3.5 Handlungsfeld 5 – Interne Organisation 21
5.3.6 Handlungsfeld 6 – Kommunikation, Kooperation 22
5.4 Allgemeine Aussagen zu den geplanten Maßnahmen 23
6 Projektorganisation 24
6.1 Entwicklung gegenüber dem Vorjahr 24
6.2 Organisation der Team- und Projektarbeit 24
6.3 Projektdokumentation 24
6.4 Kooperationen und Außenwirkung 25
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 4
7 Ausblick 25
8 Anhang 26
.
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Punkteverteilung je Handlungsfeld 7
Abbildung 2: Zielerreichungsgrad 9
Abbildung 3: Endenergieverbrauch nach Verbrauchssektoren 13
Abbildung 4: THG-Bilanz nach Sektoren 14
Abbildung 5: Stärken - Schwächen – Profil 16
Abbildung 6: Verteilung der erreichten Prozente je Handlungsfeld 16
Abbildung 7: Handlungsfeld 1 - Bewertung nach Maßnahmen 17
Abbildung 8: Handlungsfeld 2 - Bewertung nach Maßnahmen 18
Abbildung 9: Handlungsfeld 3 - Bewertung nach Maßnahmen 19
Abbildung 10: Handlungsfeld 4 - Bewertung nach Maßnahmen 20
Abbildung 11: Handlungsfeld 5 - Bewertung nach Maßnahmen 21
Abbildung 12: Handlungsfeld 6 - Bewertung nach Maßnahmen 22
Abbildung 13: Vergleich der Auditergebnisse der Jahre 2017 und 2015 24
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Prozessschritte im eea-Verfahren in der Stadt Köln 9
Tabelle 2: Mitglieder des Energieteams 11
Tabelle 3: Energie- und klimarelevante Strukturen in Politik und Verwaltung 11
Tabelle 4: Energie- und klimarelevante Gremien 12
Tabelle 5: Energie- und klimarelevante Verwaltungsabteilungen 12
Tabelle 6: Zuständigkeiten bezüglich der Ver- und Entsorgung 12
Tabelle 7: Übersicht des energie- und klimapolitischen Status 15
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 5
1 Der European Energy Award® - Prozess in Köln
Der Rat der Stadt Köln hat am 20.12.2011 das „Klimaschutzkonzept Köln – vorgezogenes So-
fortmaßnahmenprogramm 2012“ zur Kenntnis genommen und die Verwaltung aufgefordert,
die vorgesehenen Projektbausteine im Rahmen der Ausarbeitung des Gesamtkonzeptes zu
konkretisieren und, wo erforderlich, konkrete Umsetzungsvorschläge in einer jeweils separa-
ten Vorlage den Fachausschüssen zur abschließenden Beschlussfassung vorzulegen.
Im Teilbereich Energie wurde die Maßnahme „Klimaschutz-Check der Verwaltungsaktivitäten
und Teilnahme am European Energy Award (eea)“ festgelegt. Das Verfahren wird durch die
eea-Beraterin Sabine Lohoff, Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft begleitet.
Der European Energy Award® wurde im Rahmen des Konvents der BürgermeisterInnen von
der EU-Kommission als Umsetzungsinstrument für die Erstellung der Aktionspläne für nach-
haltige Energie (SEAP – Sustainable Energy Action Plan) gewürdigt.
Weitere Merkmale des European Energy Award®:
Der European Energy Award® steht für eine Kommune (Landkreis, Stadt oder Gemeinde),
die – in Abhängigkeit ihrer Möglichkeiten - überdurchschnittliche Anstrengungen in der
kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik unternimmt.
Mit dem eea verbunden ist die Implementierung eines strukturierten und moderierten
Prozesses mit einer definierten Trägerschaft, Vorschriften zur Erteilung, Kontrolle und
Entzug des Awards sowie einem Maßnahmenkatalog zur Bewertung der Leistungen.
Mit dem eea werden Maßnahmen erarbeitet, initiiert und umgesetzt, die dazu beitragen,
dass weniger Energie benötigt wird und erneuerbare Energieträger vermehrt genutzt und
nicht erneuerbare Ressourcen effizient eingesetzt werden. Dies ist sowohl energiepoli-
tisch sinnvoll, spart aber auch langfristig Kosten, die für andere Aktivitäten eingesetzt
werden können.
Eine Kommune, die mit dem European Energy Award® ausgezeichnet wurde, erfüllt -
unter der Voraussetzung, dass sämtliche gesetzliche Auflagen eingehalten werden - die
Anforderungen der ISO 14000 im energierelevanten Bereich.
Landkreise, Städte und Gemeinden engagieren sich heute in einer Vielzahl von kommuna-
len Netzwerken. Mit dem Award werden diese Absichtserklärungen in eine nachhaltige
Energiepolitik überführt.
Angelehnt an Qualitätsmanagementsysteme aus der Wirtschaft, wie z.B. Total Quality
Management TQM, ist der European Energy Award® ein prozessorientiertes Verfahren, in
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 6
welchem Schritt für Schritt die Verwaltungsprozesse und die Partizipation der Bevölke-
rung (Kundenorientierung) weiter verbessert werden.
Aufgrund der klaren Zielsetzungen, der detaillierten Erhebung von Leistungsindikatoren,
deren Quantifizierung und einem strukturierten Controlling- und Berichtswesen fügt sich
der European Energy Award® optimal in eine moderne Verwaltungsführung ein.
1.1 Übersicht über die einzelnen Handlungsfelder
Handlungsfeld 1: Entwicklungsplanung/ Raumordnung
Der Bereich Entwicklungsplanung und Raumordnung umfasst alle Maßnahmen, die eine
Kommune in ihrem ureigenen Zuständigkeitsbereich, der kommunalen Entwicklungsplanung,
ergreifen kann, um die entscheidenden Weichen für eine bessere Energieeffizienz zu stellen
und damit den Klimaschutz zu forcieren.
Die Maßnahmen reichen von einem energie- und klimapolitischen Leitbild mit definiertem
Absenkpfad über eine Festlegung im Bereich der Bauleitplanung, von städtebaulichen Wett-
bewerben, verbindlichen Instrumenten beim Grundstücks(ver-)kauf, der Baubewilligung bis
hin zur Energieberatung von Bauinteressenten.
Handlungsfeld 2: Kommunale Gebäude und Anlagen
In diesem Bereich können die Kommunen direkte Einspareffekte für den kommunalen Haus-
halt durch die wirtschaftliche Reduzierung von Betriebskosten ihres eigenen Gebäudebe-
stands erzielen. Die Maßnahmen reichen von der Bestandsaufnahme über das Energiecon-
trolling und -management bis hin zu Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich der Straßenbe-
leuchtung.
Handlungsfeld 3: Versorgung, Entsorgung
Der gesamte Bereich Ver- und Entsorgung wird in enger Kooperation mit kommunalen Ener-
gie-, Abfall- und Wasserbetrieben oder auch mit überregionalen Energieversorgern entwi-
ckelt. Partnerschaften im Sinne von Public – Private – Partnership zur Organisation und Fi-
nanzierung der Maßnahmen entstehen gerade in diesen Bereichen.
Die Maßnahmen reichen von der Optimierung der Energielieferverträge, der Verwendung von
Ökostrom, der Tarifstruktur, der Nah- und Fernwärmeversorgung, der Nutzung erneuerbarer
Energien, der Nutzung von Abwärme aus Abfall und Abwasser bis hin zur Regenwasserbewirt-
schaftung.
Handlungsfeld 4: Mobilität
In diesem Bereich werden kommunale Rahmenbedingungen und Angebote vorgestellt, wel-
che Bürger und Verwaltung ermutigen, verstärkt auf energiesparende und schadstoffarme
oder -freie Verkehrsträger umzusteigen. Es geht also um Maßnahmen, die zur verstärkten
Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, des Fahrrads und von Fußwegen führen.
Die Maßnahmen reichen von Informationskampagnen und -veranstaltungen, der Verbesse-
rung der Fuß- und Radwegenetze und des ÖPNV-Angebots, der Planung von Schnittstellen
zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern bis hin zur Parkraumbewirtschaftung, Tempo-
reduzierung und Gestaltung des öffentlichen Raums sowie zum Mobilitätsverhalten der öf-
fentlichen Verwaltung einschließlich des kommunalen Fuhrparks.
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 7
Handlungsfeld 5: Interne Organisation
Die Kommune kann im Bereich ihrer internen Organisation und Abläufe dafür sorgen, dass
das Energiethema gemäß dem energie- und klimapolitischen Leitbild von allen Akteuren ge-
meinsam verantwortet und vorangebracht wird. Hierzu gehört die Bereitstellung personeller
Ressourcen, die Umsetzung eines Aktivitätenprogramms, Weiterbildungsmaßnahmen, das
Beschaffungswesen aber auch die Entwicklung und Anwendung innovativer Finanzierungsin-
strumente zur Umsetzung von Maßnahmen.
Handlungsfeld 6: Kommunikation, Kooperation
Dieser Maßnahmenbereich fasst im Wesentlichen Aktivitäten zusammen, die auf das Ver-
brauchsverhalten Dritter abzielen, z.B. von privaten Haushalten, Universitäten, Forschungs-
einrichtungen, Schulen, Gewerbetreibenden, Wohnungsbaugesellschaften u.a..
Hierzu gehören Informationsaktivitäten angefangen bei Pressearbeit, Broschüren, Veranstal-
tungen bis hin zur Etablierung von Energietischen mit energie- und klimapolitisch relevanten
und interessierten Akteuren. Dazu zählen auch Projekte in Schulen, die Einrichtung von In-
formations- und Beratungsstellen, die Durchführung von Wettbewerben und das Auflegen
kommunaler Förderprogramme.
Auch zählen zu diesem Bereich alle Aktivitäten, die die Kommunen über ihre Stadt- und Ge-
meindegrenze hinweg im Sinne eines interkommunalen Erfahrungsaustausches in gemein-
samen Projekten mit anderen Kommunen umsetzt.
1.2 Punkteverteilung je Handlungsfeld
Die Bewertung der Energie- und Klimaschutzpolitik der Stadt erfolgt auf Basis eines Punkte-
systems. Die grundsätzliche Verteilung der Punkte auf die sechs Handlungsfelder zeigt nach-
folgende Abbildung (Abbildung 1).
Abbildung 1: Punkteverteilung je Handlungsfeld
17%15%21%19%9%19%Punkteverteilung je Handlungsfeld
1. Entwicklungsplanung,Raumordnung
2. Kommunale Gebäude,Anlagen
3. Versorgung, Entsorgung
4. Mobilität
5. Interne Organisation
6. Kommunikation,Kooperation
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 8
1.3 Details zum Ablauf des eea-Prozesses
Der Ablauf des Verfahrens gliedert sich innerhalb der Projektlaufzeit der ersten vier Jahre in
folgende Schritte:
Bei Fortführung des Verfahrens für weitere vier Jahre wiederholen sich die jeweils jährlich
durchgeführten Internen Audits. Das Externe Audit wird grundsätzlich alle vier Jahre durch
einen externen Auditor durchgeführt.
2 Ausgangssituation in der Stadt Köln
Die Stadt Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt in NRW. Am Rhein
gelegen, leben dort über 1 Million Bürger_innen.
Köln gehört zum Regierungsbezirk Köln, Nachbarstädte sind z.B. Bonn und Leverkusen. Die
Metropole ist nicht nur eine wichtige Messe-, Medien- und Universitätsstadt. Industrieunter-
nehmen wie Ford und Chemieunternehmen sind ebenfalls in Köln ansässig.
Die Stadt ist durch die Fernbahnhöfe Köln Hauptbahnhof und Messe/Deutz sehr gut ange-
bunden. Des Weiteren ist Köln als Pendlerstadt verkehrlich hoch belastet.
2.1 Energie- und klimaschutzrelevante Aktivitäten vor Programmteilnahme
Im Jahr 2012 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept mit den Teilbereichen Energie und
Verkehr fertiggestellt. Darauf aufbauend hat der Rat im Jahr 2014 das „Integrierte Klima-
schutzkonzept Köln 2013“ zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, mehrere
Einzelmaßnahmen als integriertes Klimaschutzkonzept Köln 2014 weiter zu bearbeiten und
dem Rat zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen.
2.2 Energie- und klimapolitische Zielrichtung
Die Stadt Köln hat sich bereits 1992 dem Klima-Bündnis der europäischen Städte angeschlos-
sen. Damit strebt die Stadt wie auch die anderen Mitgliedskommunen eine Minderung des
Kohlendioxidausstoßes (kurz: CO2) gegenüber dem Basisjahr 1990 bis zum Jahr 2030 um
50 Prozent an.
Darüber hinaus trat die Stadt Köln im Jahr 2008 dem Europäischen Bürgermeisterkonvent bei.
Der Bürgermeisterkonvent verfolgt die Ziele einer mindestens 20 prozentigen Steigerung der
Energieeffizienz, einer mindestens 20 prozentigen Erhöhung des Anteils erneuerbarer Ener-
gieträger am Energiemix und einer mindestens 20 prozentigen Senkung der CO2-Emissionen
bis zum Jahr 2020.
Die nachfolgende Abbildung zeigt die bisherige Entwicklung der THG-Emissionen im Ver-
gleich zu den städtischen Zielen.
Beschluss an der Teilnahme
Durchführung der Kick-off Veranstaltung
Durchführung der Ist-Analyse
Erstellung des EPAP
Durchführung Interne Re-Audits
Durchführung Externes Audits
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 9
Abbildung 2: Zielerreichungsgrad
Es wird deutlich, dass die Ziele der Bundesregierung als auch des Klima-Bündnisses deutlich
verfehlt werden und erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um die Ziele zu erreichen.
2.3 Details zum Ablauf des eea-Prozesses
Das Verfahren verlief in der ersten Förderphase in der Stadt Köln bisher folgendermaßen ab:
Tabelle 1: Prozessschritte im eea-Verfahren in der Stadt Köln
Datum Prozessschritte
20.12.2011 Politischer Beschluss zur Teilnahme am eea
28.04.2014 Vorstellung des eea-Prozesses im Klimaforum
04.06.2014 Kick-off Veranstaltung
03.12.2014 Durchführung der Ist-Analyse
28.04.2015 Workshop zum Energiepolitischen Arbeitsprogramm (EPAP)
13.07.2015 Vorstellung des eea im Stadtwerke-Konzern
09/2015 Beginn 1. Re-Audit und Ansprache aller eea-relevanten Konzerntöchter
25.05 und
03.07.2016
Vorstellung von Zwischenergebnissen in der Verwaltung und Abstim-
mung des weiteren Prozesses
08/2016 Abschluss 1. internes Re-Audit
09/2016 - 09/2017 Unterbrechung des Verfahrens
01/2018 Abschluss 2. internes Re-Audit
01/2018 - 09/2018 3. internes Re-Audit
25.06.2018 Vorbereitungstreffen Externes Audit
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 10
Der politische Beschluss zur Teilnahme am European Energy Award® erfolgte am 20.12.2011
im Rahmen der Beschlussfassung des „Klimaschutzkonzeptes Köln – vorgezogenes Sofort-
maßnahmenprogramm 2012“. Da es sich beim European Energy Award um ein Qualitätsma-
nagmentverfahren handelt, das mit wenigen Ausnahmen die gesamte Stadtverwaltung und
deren Beteiligungen betrifft, wurde im Rahmen des Klimaforums am 28.04.2014 über die Zie-
le und das Verfahren des eea informiert.
Die Kick-off Veranstaltung fand am 04.06.2014 mit dem Kernteam statt. Nach Durchführung
der Ist-Analyse am 03.12.2014 erfolgte am 25.03.2015 die erste Eigenbewertung der Stadt
Köln, auf dessen Grundlage die Entwicklung eines Energiepolitischen Arbeitsprogramms am
28.04.2015 diskutiert wurde.
Das interne Re-Audit für das Jahr 2014 wurde im September 2015 begonnen. Um alle Kon-
zerntöchter mit einer städtischen Beteiligung über 50% und eigenen Immobilien im eea-
Prozess zu berücksichtigen, wurden diese im Laufe des Herbstes 2015 von der Stadt Köln an-
geschrieben und um Mitarbeit gebeten. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt noch laufenden
Energieaudits, die als Datengrundlage für den eea sehr gut nutzbar sind, konnte das interne
Re-Audit erst im Sommer 2016 abgeschlossen werden, nachdem die Untersuchungen abge-
schlossen waren. Insgesamt konnte dadurch ein deutlich besserer Überblick über den Immobi-
lienbestand des Konzerns Stadt Köln erstellt werden.
Aufgrund von vielfältigen organisatorischen und personellen Umstrukturierungen, wurde eine
einjährige Unterbrechung des Prozesses beim Fördermittelgeber beantragt und genehmigt.
Nach der Unterbrechung wurde die bereits in 2016 begonnene Aktualisierung für das Jahr
2015 im Jahr 2017 fortgesetzt und das 2. Interne Re-Audit Anfang 2018 abgeschlossen.
Im Jahr 2018 wurde die Aktualisierung für das Jahr 2017 durchgeführt, die als Grundlage für
das 1. externe Audit der Stadt Köln dient. Dieses soll im Winter 2018/2019 erfolgen.
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 11
3 Beteiligte im European Energy Award® - Prozess
Der European Energy Award® ist ein umsetzungsorientiertes Programm, an dem neben Mit-
arbeitern aus der Verwaltung auch Bürger, Akteure aus der Politik und Personen aus ver-
schiedensten privatwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben beteiligt sein können.
In der Stadt Köln sind folgende Personen und Institutionen am eea beteiligt:
3.1 Zusammensetzung des Energieteams in 2017
Tabelle 2: Mitglieder des Energieteams
Funktion Vorname, Name Abteilung
Energieteamleiterin Dr. Möhlendick, Barbara V/7
Teammitglieder Zimmermann-Buchem, Petra V/7
Bürker, Kristin RheinEnergie
Helmke, Daniela 26
Müller, Reinhold 57
Nawroth, Michael 26
Rickers, Carsten 64
Sitzmann, Till 61
eea-BeraterIn Lohoff, Sabine Gertec
3.2 Energie- und klimarelevante Strukturen in Politik und Verwaltung
Tabelle 3: Energie- und klimarelevante Strukturen in Politik und Verwaltung
Oberbürgermeister/in Henriette Reker
Budget 20171 Erträge: 4.212.683.509 €
Aufwendungen: 4.441.870.029 €
Einwohner2 1.084.795
Fläche3 405 km²
Anzahl Beschäftigter4 17.979
1 Quelle: http://haushaltsplan.koeln/#/haushaltsplan-2018/plan-2017/konsumtiv/aufwand/produktbereiche.html; abgerufen:
28.09.2018.
2 Quelle: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik-einwohner-und-
haushalte/1084795_k%C3%B6lnerinnen_und_k%C3%B6lner_in_2017_ew_nks_1_2017.pdf; abgerufen am 28.09.2018.
3 Quelle: IT NRW zum 31.12.2015, https://www.it.nrw.de/kommunalprofil/l05315.pdf ; Stand: 31.05.2017.
4 Quelle: Stadt Köln, Stand 31.12.2016 (Personalbericht 2017)
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 12
3.3 Energie- und klimarelevante Gremien in 2017
Tabelle 4: Energie- und klimarelevante Gremien
Ausschuss Leitung (Vorname, Name)
Ausschuss für Umwelt und Grün Rafael Christof Struwe
Verkehrsausschuss Andreas Wolter
Stadtentwicklungsausschuss Niklas Kienitz
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft Dr. Martin Schoser
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb
der Stadt Köln
Rafael Christof Struwe
3.4 Energie- und klimarelevante Verwaltungsabteilungen in 2017
Tabelle 5: Energie- und klimarelevante Verwaltungsabteilungen
Amt Leitung (Vorname, Name)
57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt Konrad Peschen
V/7 Koordinationsstelle Klimaschutz Dr. Barbara Möhlendick
26 Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Petra Rinnenburger
61 Stadtplanungsamt Anne Luise Müller
66 Amt für Straßen- und Verkehrsentwick-
lung
Klaus Harzendorf
15 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Brigitte Scholz
3.5 Zuständigkeiten Ver- und Entsorgung
Tabelle 6: Zuständigkeiten bezüglich der Ver- und Entsorgung
Art Firma
Elektrizitätsversorgung RheinEnergieAG
Wasserversorgung RheinEnergieAG
Gasversorgung RheinEnergieAG
Fernwärmeversorgung RheinEnergieAG
Abwasserreinigung Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
Müllverbrennungsanlage AVG Köln mbh
Verkehrsbetriebe Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Wohnungsbaugesellschaft GAG Immobilien AG
Abfallentsorger AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
Abwasserverband Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 13
4 Energierelevante Kennzahlen
Die Energie und Treibhausgasbilanz für die Stadt Köln wurde für das Jahr 2015 erstellt und im
Jahr 2018 veröffentlicht.
4.1 Endenergieverbrauch nach Verbrauchssektoren
Von den 29.800 GWh entfallen 37% auf die Industrie, gefolgt von 35% durch die Privaten
Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD). An dritter Stelle
steht die Mobilität mit 27%, und nur 1% des Endenergieverbrauchs liegt bei den kommunalen
Gebäuden.
Abbildung 3: Endenergieverbrauch nach Verbrauchssektoren
Insgesamt dominiert unter den Energieträgern Erdgas mit 34%. 26% macht der Kraftstoffver-
brauch aus und 21% nimmt der Stromverbrauch ein. Heizöl liegt bei 11% und Fern- bzw. Nah-
wärme 8%.
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 14
4.2 Treibhausgasemisssionen
Abbildung 4: THG-Bilanz nach Sektoren
Die relative Bedeutung der einzelnen Energieträger verschiebt sich bei der Betrachtung der
THG-Emissionen. Aufgrund des hohen Emissionsfaktors für Strom, nimmt Strom einen Anteil
von 38% an den Gesamtemissionen ein. Erdgas und die Kraftstoffe haben jeweils einen Anteil
von 25% bzw. 24%. Heizöl liegt bei 10%, während die Fern- bzw. Nahwärme trotz eines An-
teils am Endenergieverbrauch von 8% nur 0,3% der Emissionen bedingt.
4.3 Endenergieverbrauch der kommunalen Gebäude und Anlagen in 2017
Die städtischen Gebäude (hier wurden ausschließlich die Verwaltungsgebäude, Schulen,
KITAs und Grünobjekte gemäß Energiebericht der Gebäudewirtschaft für das Jahr 2016 be-
rücksichtigt) hatten einen Energieverbrauch von ca. 280 GWh. Mit ca. 76% dominiert der
Wärmeverbrauch; der Stromverbrauch hat mit nur 24% einen vergleichsweise geringen An-
teil.
Die Wärmeversorgung erfolgt zu 61% mit Erdgas und zu 33% mit Fernwärme. Heizöl spielt mit
nur 4% keine relevante Rolle. Das gleiche gilt für sonstige Energieträger, die nur zu 2% an der
Wärmeversorgung beteiligt sind.
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 15
5 Energie- und klimapolitischer Status der Stadt Köln
Die Bewertung des energie- und klimapolitischen Status erfolgt anhand einer Punktevertei-
lung auf folgende sechs Handlungsfelder:
Entwicklungsplanung, Raumordnung
Kommunale Gebäude, Anlagen
Versorgung, Entsorgung
Mobilität
Interne Organisation
Kommunikation, Kooperation
Bei Erreichen von mindestens 50% der möglichen Punkte hat die Stadt Köln die Möglichkeit,
sich mit dem European Energy Award® auszeichnen zu lassen. Bei Erreichen einer Punktezahl
von mindestens 75% kann auf Wunsch der Stadt der European Energy Award® Gold verliehen
werden.
5.1 Stand der aktuellen Bewertung
Die Stadt Köln hat beim letzten Internen Audit folgende Punktezahl erreicht:
Tabelle 7: Übersicht des energie- und klimapolitischen Status
Bewertungsschema Bewertung (Punkte/%)
Anzahl der im Award möglichen Punkte 500
Anzahl der in der Stadt Köln möglichen Punkte 487
Für die Zertifizierung notwendige Prozente 50%
Anzahl erreichter Punkte 310,4
Erreichte Prozent 63,7%
Die Anzahl der möglichen Punkte wurde von der maximalen Punktzahl 500 um 13 Punkte re-
duziert. Dies ist im Wesentlichen auf rechtliche Grundlagen der Bundesrepublik Deutschland
und des Landes Nordrhein-Westfalen, den Ausgleich von Nachteilen im Vergleich zu Kommu-
nen wesentlich anderer Größe und Struktur, fehlende Potenziale und sonstige Gründe zurück-
zuführen.
Insgesamt wurden von der Stadt Köln 310,4 Punkte und somit 64%, bezogen auf die bereits
umgesetzten Maßnahmen, erreicht. Die geplanten Maßnahmen fließen nicht in die Endbe-
wertung mit ein, sie sind jedoch in den Beschreibungen und Bewertungen der einzelnen
Handlungsfelder in Kap. 5.3 beschrieben und bewertet.
5.2 Stärken – Schwächen – Profil
Die Stärken und Schwächen (Abbildung 5) der Stadt Köln und die Verteilung der Punkte je
Handlungsfeld (Abbildung 6) zeigen die nachfolgenden Abbildungen:
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 16
Abbildung 5: Stärken - Schwächen – Profil
Abbildung 6: Verteilung der erreichten Prozente je Handlungsfeld
Deutlich werden in Abbildung 6 bereits die Stärken im Handlungsfeld Mobilität mit insgesamt
76%.
Die Handlungsfelder Interne Organisation (56%), Entwicklungsplanung, Raumordnung (61%)
sowie Versorgung, Entsorgung (63%) liegen in einem soliden Mittelfeld.
61%48%63%76%56%70%63,7%6%1%17%8%4%0% 25% 50% 75% 100%Entwicklungsplanung, RaumordnungKommunale Gebäude, AnlagenVersorgung, Ent sorgungMobilitätInterne OrganisationKommunikation, KooperationGesamtVerteilung der Punkte auf die Handlungsfelder in %
Effektiv
Geplant
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 17
Die größten Potenziale liegen im Handlungsfeld Kommunale Gebäude.
Die Stärken und Schwächen, wie auch die besonderen Aktivitäten und Projekte in den einzel-
nen Maßnahmenbereichen werden im folgenden Kapitel ausführlicher beschrieben.
Eine Gesamtübersicht der Bewertung der einzelnen Bereiche je Handlungsfeld ist diesem Be-
richt als Anlage beigefügt.
5.3 Details der Bewertung nach Bereichen je Handlungsfeld
5.3.1 Handlungsfeld 1 – Entwicklungsplanung, Raumordnung
Im Handlungsfeld 1 – Entwicklungsplanung, Raumordnung wurden insgesamt 61% (vorher
57%) im Bereich der umgesetzten Maßnahmen erreicht.
Abbildung 7: Handlungsfeld 1 - Bewertung nach Maßnahmen
Die Stadt Köln ist Mitglied im Klimabündnis und hat den Covenant of Mayors unterzeichnet
und verfolgt damit deren klimapolitische Zielsetzungen. Ein Vergleich der CO2-Emissionen
mit den anvisierten Zielen hat gezeigt, dass noch deutlicher Handlungsbedarf besteht.
Mit den beiden Klimaschutzkonzepten aus dem Jahr 2012 zu den Themen Energie und Mobili-
tät verfügt die Stadt Köln über eine umfassende Analyse zum Klimaschutz und der Energie-
versorgung über alle Verbrauchssektoren und zeigt durch eine Vielzahl von Maßnahmenemp-
fehlungen Wege zur CO2-Minderung auf. Im Jahr 2017 wurden die Aktualisierung der Maß-
nahmenprogramme angestoßen und Maßnahmen erarbeitet, die von der Koordinationsstelle
Klimaschutz initiiert und in Kooperation mit Projektpartnern aus dem Konzern Stadt Köln als
auch Externen umgesetzt werden sollen
Die CO2-Bilanz als Controlling-Instrument wurde in 2017 aktualisiert.
60%80%80%85%100%65%60%60%40%20%35%61%20%10%50%6%0% 25% 50% 75% 100%Klimastrategie auf Stadt-/GemeindeebeneKlimaschutz - und EnergiekonzeptBilanz, IndikatorensystemeEvaluation von KlimawandeleffektenAbfallkonzeptKommunale EnergieplanungMobilitäts- und VerkehrsplanungGrundstückseigentümerverbindliche InstrumenteInnovative, nachhaltige EntwicklungPrüfung Baugenehmigung und BauausführungBeratung (Energie/Klimaschutz) im BauverfahrenHandlungsfeld 1 - GesamtHandlungsfeld 1 - Entwicklungsplanung, Raumordnung
Effektiv %
Geplant %
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 18
Mit der Analyse "Klimawandelgerechte Metropole Köln" hat die Stadt Köln notwendige Stra-
tegien zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet und vorgelegt.
Das Strategiepapier Köln mobil 2025 bildet die Grundlage für die geplante Aufstellung des
Stadtentwicklungskonzeptes Mobilität und Verkehr.
Im Bereich der grundstückseigentümerverbindlichen Instrumente, d.h. der Bauleitplanung,
finden Aspekte des Klimaschutzes immer wieder Eingang.
Aufgrund der gesetzlichen Situation in NRW bestehen nur wenige Handlungsmöglichkeiten
im Bereich der Prüfung von Baugenehmigungen und den Bauverfahren. Über einen Ausbau
der frühzeitigen Beratung von (potenziellen) Bauherren bei Neubau und Sanierungsverfahren
könnte eine noch stärkere Sensibilisierung gelingen.
5.3.2 Handlungsfeld 2 – Kommunale Gebäude, Anlagen
Im Handlungsfeld 2 – Kommunale Gebäude, Anlagen wurden insgesamt 48% (vorher 44%) im
Bereich der umgesetzten Maßnahmen erreicht.
Abbildung 8: Handlungsfeld 2 - Bewertung nach Maßnahmen
Im Handlungsfeld Kommunale Gebäude, Anlagen sind besonders die Energieleitlinien der
Stadt Köln (Stand 2017) hervorzuheben. Aus diesen bereits seit 2010 bestehenden Leitlinien
sind auch mehrere Passivhäuser hervorgegangen. Ebenso ist die Ökostrombeschaffung der
Gebäudewirtschaft positiv hervorzuheben.
90%74%51%20%100%20%52%12%0%95%66%30%48%0% 25% 50% 75% 100%Standards für Bau/Bewirtschaftung der GebäudeBestandsaufnahme, AnalyseControlling, BetriebsoptimierungSanierungsplanung/-konzeptBeispielhafter Neubau/SanierungErneuerbare Energie WärmeErneuerbare Energie ElektrizitätEnergieeffizienz WärmeEnergieeffizienz ElektrizitätCO2- und TreibhausgasemissionenÖffentliche BeleuchtungWassereffizienzHandlungsfeld 2 - GesamtHandlungsfeld 2 - Kommunale Gebäude, Anlagen
Effektiv %
Geplant %
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 19
Wie bei vielen anderen Kommunen gibt es auch in Köln aufgrund der Haushaltslage weiterhin
keine mittelfristige Sanierungsplanung, die über die allgemeine Haushaltsplanung hinaus-
geht.
Die Ergebnisse bei den Strom- und Wärmeeffizienzwerten fallen so niedrig aus, da die Ziel-
werte gemäß EEA sehr streng sind – derartige Ergebnisse sind daher auch in anderen Kom-
munen üblich. Die AGES-Vergleichszahlen stammen aus dem Jahr 2005, seitdem hat sich u.a.
aufgrund des Ganztagsschulbetriebs, der Mensen und der Computerausstattung der Ver-
brauch erhöht, so dass diese Entwicklung in den Ziel-Kennzahlen nicht ausreichend berück-
sichtigt wurde.
Neben der CO2-Bilanzierung, die im Rahmen des jährlichen Energieberichts erfolgt, zeigt auch
die Straßenbeleuchtung gute Ergebnisse.
5.3.3 Handlungsfeld 3 – Versorgung, Entsorgung
Im Handlungsfeld 3 – Versorgung, Entsorgung wurden insgesamt 63% (vorher 56%) im Be-
reich der umgesetzten Maßnahmen erreicht.
Abbildung 9: Handlungsfeld 3 - Bewertung nach Maßnahmen
100%0%90%65%0%100%14%60%100%70%66%90%98%65%49%60%100%63%30%1%
0% 25% 50% 75% 100%Unternehmensstrategie der EnergieversorgerFinanzierung von Energieeffizienz und EEProduktpalette und ServiceangebotVerkauf von Strom aus EE auf StadtgebietBeeinflussung des Kundenverhaltens/ -…Abwärme IndustrieWärme und Kälte aus EE auf StadtgebietElektriz ität aus EE auf StadtgebietKWK und Abwärme/Kälte aus KraftwerkenAnalyse Energieeffizienz WasserversorgungEffizienter WasserverbrauchAnalyse Energieeffizienz AbwasserreinigungExterne AbwärmenutzungKlärgasnutz ungRegenwasserbewirtschaftungEnergetische Nutz ung von AbfällenEnergetische Nutz ung von BioabfällenEnergetische Nutz ung von DeponiegasHandlungsfeld 3 - Gesamt
Handlungsfeld 3 - V ersorgung, Entsorgung
Effektiv %
Geplant %0%
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 20
Das Handlungsfeld 3 zeigt überwiegend ein sehr positives Ergebnis. Es gibt nur wenige Berei-
che, in denen bislang keine Punkte erzielt werden. Dabei werden auch in vielen anderen
Kommunen in den drei Bereichen keine oder kaum Punkte erzielt.
Im Bereich der Energieversorgung bietet die RheinEnergie ihren Kunden eine vielfältige Pro-
duktpalette und hat auch durch ihre vielfältigen Aktivitäten wie das Programm "Energie und
Klima" aus dem Jahr 2007 starkes Engagement bewiesen.
Im Bereich der Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien hat eine Groß-
stadt wie Köln vergleichsweise schlechte Ausgangsbedingungen. Im Bereich der Stromerzeu-
gung ist insbesondere die Nutzung von Photovoltaik zu forcieren. Allerdings sind auch die
Aktivitäten zum Ausbau der Windenergie durch die RheinEnergie außerhalb der Stadtgrenzen
Kölns zu berücksichtigen. Weitere positive Ergebnisse werden im Bereich der Kraft-Wärme-
Kopplung bzw. Nutzung von Wärme aus Kraftwerken erzielt, welche die Fernwärmeversor-
gung ermöglichen. Diese wird von der RheinEnergie weiter ausgebaut.
Sehr gute Ergebnisse werden auch in den Bereichen Wasser- und Abwasser erzielt. Über das
Projekt CELSIUS werden konkrete Erfahrungen mit Abwasserwärme gesammelt. Hervorzu-
heben ist auch die Abwärmenutzung des Klärwerks in Stammheim für GAG-Immobilien.
Mit der im Jahr 2019 in Betrieb gehenden Abfallvergärungsanlage der AVG werden sich weite-
re Verbesserungen in diesem Handlungsfeld einstellen.
5.3.4 Handlungsfeld 4 – Mobilität
Im Handlungsfeld 4 – Mobilität wurden insgesamt 76% (vorher 69%) im Bereich der umge-
setzten geplanten Maßnahmen erreicht.
Abbildung 10: Handlungsfeld 4 - Bewertung nach Maßnahmen
65%55%93%72%77%80%79%55%90%95%84%80%90%30%76%0% 25% 50% 75% 100%Unterstützung bewusster Mobilität i. Verw altungKommunale F ahrzeugeParkraumbewirtschaftungHauptachsenTemporeduktion/Aufw ertung öffentlicher R äumeStädtische VersorgungssystemeFußwegenetz, BeschilderungRadwegenetz, BeschilderungAbstellanlagenQualität des ÖPNV-AngebotsVortritt ÖPNVKombinierte MobilitätMobilitätsmarketing der StadtBeispielhafte M obilitätsstandardsHandlungsfeld 4 - GesamtHandlungsfeld 4 - Mobilität
Effektiv %
Geplant %
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 21
Die Aktivitäten im Handlungsfeld Mobilität sind insgesamt erfolgreich und leisten einen be-
deutenden Beitrag zur Zielerreichung. Insbesondere die Qualität des ÖPNV-Angebots, die
Parkraumbewirtschaftung und die Fahrradabstellanlagen sowie die Aktivitäten zur Förderung
einer kombinierten Mobilität wie beispielsweise die errichteten Mobilitätsstationen und das
Mobilitätsmarketing fallen hierbei postitiv ins Gewicht.
Im Sinne der Vorbildwirkung werden den städtischen Mitarbeitern Möglichkeiten für eine
umweltfreundliche Mobilität geboten, wie beispielsweise die Vermeidung von Wegen durch
Heimarbeitsplätze, Pedelecs für Dienstwege, Carsharing für Dienstwege und natürlich das
Firmenticket.
Die Parkraumbewirtschaftung wurde an allen notwendigen Stellen im Stadtgebiet eingeführt.
Verbesserungsbedarf gibt es noch in der gemeinsamen Bewirtschaftung von öffentlichen und
privaten Parkhäusern sowie in einzelnen Vororten.
Im Bereich der Nebenstraßen wurde die Einrichtung von Tempo-30-Zonen weitestgehend
realisiert. Entwicklungspotenzial besteht hier inbesondere für eine attraktive Straßen- und
Platzraumgestaltung außerhalb der Innenstadt.
Weiterentwicklungsbedarf besteht weiterhin im Radverkehrsnetz. Dessen quantitativer und
qualitativer Ausbau sollte ein zentrales Thema innerhalb der Mobilität sein.
5.3.5 Handlungsfeld 5 – Interne Organisation
Im Handlungsfeld 5 – Interne Organisation wurden insgesamt 56% (vorher 64%) im Bereich
der umgesetzten Maßnahmen erreicht.
Abbildung 11: Handlungsfeld 5 - Bewertung nach Maßnahmen
Mit der Bereitstellung von zusätzlichen Personalressourcen bei der Koordinationsstelle Klima-
schutz wird eine gute Ausgangslage geschaffen, um den Klimaschutzprozess in der Stadt Köln
weiter zu befördern.
In 2013 wurde mit dem Klimaforum ein konzernübergreifender Austausch zu Klimaschutzpro-
jekten in Köln initiiert. Weitere institutionalisierte verwaltungsinterne Arbeitsgruppen zu den
95%50%70%40%63%60%30%56%30%70%17%0% 25% 50% 75% 100%Personalressourcen und OrganisationGremiumEinbezug des PersonalsErfolgskontrolle und jährliche EnergieplanungWeiterbildungBeschaffungswesenBudget für die energiepolitische ArbeitHandlungsfeld 5 - GesamtHandlungsfeld 5 - Interne Organisation
Effektiv %
Geplant %
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 22
Themen Energie und Klimaschutz existierten noch nicht. Mit der Gründung des Energieteams
wurde hier eine wichtige Lücke geschlossen, mit der ein übergreifender Austausch und die
gemeinsame Entwicklung von Projekten ermöglicht werden soll.
Mit dem EEA wurde erstmalig 2014 ein Controlling der Klimaschutzmaßnahmen begonnen,
das über mindestens vier Jahre den Entwicklungsprozess im Klimaschutz verfolgt. Durch die
Etablierung des Prozesses in der Stadt Köln konnte dieser Bereich ebenfalls besser bewertet
werden.
Durch einen weiteren Ausbau der institutionalisierten Zusammenarbeit zum Thema Klima-
schutz im Konzern Stadt Köln, der Durchführung von Mitarbeitersensiblisierungsmaßnahmen
im Rahmen des geplanten Projektes missionE und dem in den nächsten Jahren zur Verfügung
stehenden Budget für diverse Klimaschutzmaßnahmen, kann eine weitere deutliche Verbes-
serung erwartet werden.
5.3.6 Handlungsfeld 6 – Kommunikation, Kooperation
Im Handlungsfeld 6 – Kommunikation, Kooperation wurden insgesamt 70% (vorher 49%) im
Bereich der umgesetzten Maßnahmen erreicht.
Abbildung 12: Handlungsfeld 6 - Bewertung nach Maßnahmen
40%55%35%80%80%100%100%70%10%50%70%100%90%80%90%100%22%70%10%68%8%
0% 25% 50% 75% 100%Konz ept für Kommunikation und KooperationVorbildwirkung, Corporate IdentityInstitutionen im WohnungsbauAndere Städte/Gemeinden und R egionenRegionale und nationale BehördenUniversitäten und ForschungseinrichtungenEffizienzprogramme (Wirtschaft, Gewerbe,…Professionelle Investoren/HausbesitzerLokale, nachhaltige WirtschaftsentwicklungForst- und LandwirtschaftArbeitsgruppen, PartizipationKonsumenten, MieterSchulen, KindergärtenMultiplikatoren (Politik, NROs, Kirchen,…Beratungsstelle Energie, Mobilität, ÖkologieLeuchtturmprojektFinanzielle F örderungHandlungsfeld 6 - Gesamt
Handlungsfeld 6 - Kommunikation, Kooperation
Effektiv %
Geplant %
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 23
Die Ergebnisse im Handlungsfeld 6 haben sich weiter deutlich verbessert. Dieses Handlungs-
feld ist besonders wichtig, da die Bürger und Unternehmen den Großteil der CO2-Emissionen
verursachen.
Es findet ein enger regionaler und überregionaler Austausch mit anderen Kommunen und
sonstigen Akteuren statt. Dazu gehören die internationale Entwicklungszusammenarbeit
ebenso wie konkrete EU-Projekte wie beispielsweise Grow Smarter. Auch die enge Zusam-
menarbeit mit den lokalen Universitäten im Rahmen mehrerer Projekte spiegelt sich positiv in
der Bewertung wieder. Das gilt ebenso für das seit vielen Jahren laufende ÖKOPROFIT-
Projekt für Unternehmen oder auch das KLASSE-Projekt zur Schülerbildung.
Des Weiteren findet ein regelmäßiger Austausch im Arbeitskreis Energie & Klima im Köln-
Bonn e.V. statt. Auch mit der lokalen Fachhochschule Köln wird kooperiert (s. SmartCity Co-
logne). Mithilfe des von der Stadt Köln gesteuerten Projektes ÖKOPROFIT werden Kölner
Unternehmen erfolgreich zum Thema Energieeffizienz und Einsparung beraten. Im Rahmen
von Horizon 2020 findet das EU-Projekt Grow Smarter mit Stockholm und Barcelona statt. Ein
Ratsbeschluss dazu erfolgte im Dezember 2014.
Konsumenten bzw. Mieter werden bisher von der Verbraucherzentrale und den Stadtwerken
beraten. Eine eigenständige Energieberatungsstelle, die über die direkte Kundenberatung
hinausgeht, wie beispielsweise in Bonn oder Essen zum Aufbau von Netzwerken und Dienst-
leistungsangeboten, gibt es bislang nicht.
Schüler an insgesamt 175 Schulen werden über das KLASSE-Projekt (KlimaAktionSchulen-
SparenEnergie) für die Themen Energie und Abfall sensibilisiert.
Mit dem Projekt SmartCity wird interessierten Projektpartnern eine Plattform zur Veröffentli-
chung innovativer Projekte geboten.
Das beschlossene kommunale Förderprogramm zur Altbausanierung ist ein interessantes
Anreizprogramm für die Kölner Bürger_innen und kann eine deutliche Attraktivierung des
Angebotes für Bürger darstellen und damit dann auch die Bewertung verbessern.
5.4 Allgemeine Aussagen zu den geplanten Maßnahmen
Die Stadt Köln hat auch im dritten internen Audit die 50%-Marke deutlich überschritten und
sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Allerdings zeigen sich weiterhin deutliche
Entwicklungspotenziale.
Aus diesem Grund wurde in 2018 das Maßnahmenprogramm KölnKlimaAktiv2022 erarbeitet.
Dieses wurde in enger Abstimmung mit vielen Akteuren des Konzerns Stadt Köln als auch
Externen erarbeitet und zeigt pragmatische Maßnahmen zur Hebung der Potenziale.
Das beigefügte Energiepolitische Arbeitsprogramm zeigt die geplanten Maßnahmen bis zum
Jahr 2022 auf und vereint im Sinne eines integrierten Ansatzes allgemeine bereits geplante
Maßnahmen aus den sechs Handlungsfeldern sowie die Maßnahmen des Programms Köln-
KlimaAktiv2022.
Das Energiepolitische Arbeitsprogramm ist als Anhang 1 diesem Bericht beigefügt.
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 24
6 Projektorganisation
6.1 Entwicklung gegenüber dem Vorjahr
Abbildung 13: Vergleich der Auditergebnisse der Jahre 2017 und 2015
Aus obenstehender Abbildung wird ersichtlich, dass sich die Stadt Köln insgesamt deutlich
verbessern konnte.
6.2 Organisation der Team- und Projektarbeit
Die Organisation des Energieteams, dessen Leitung bis zum Jahr 2015 im Umweltamt lag,
ging nach der einjährigen Unterbrechung bedingt durch die organisatorischen Umstruktie-
rungen im Klimaschutz an Frau Dr. Möhlendick von der Koordinationsstelle Klimaschutz über.
6.3 Projektdokumentation
Die Projektdokumentation erfolgt regelmäßig gemäß den Vorgaben.
61%57%48%44%63%56%76%69%56%64%70%49%64%56%
0% 25% 50% 75% 100%Entwicklungsplanung, Raumordnung(2017)(2015)Kommunale Gebäude, Anlagen (2017)(2015)Versorgung, Entsorgung (2017)(2015)Mobilität (2017)(2015)Interne Organisation (2017)(2015)Kommunikation, Kooperation (2017)(2015)Gesamt (2017)(2015)
Entwicklung gegenüber dem Vorjahr
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 25
6.4 Kooperationen und Außenwirkung
Die Stadt Köln kommuniziert ihre Aktivitäten rund um den European Energy Award® nach
außen. Allgemeine Hinweise zur Teilnahme an dem Programm sind auf der Homepage der
Stadt einsehbar.
7 Ausblick
Der Programmzeitraum endet im Frühjahr 2019 mit der externen Auditierung durch den TÜV
Rheinland. Über eine Fortführung des Prozesses ist dann zu entscheiden.
Die nächsten Termine sind wie folgt geplant:
1. Externes Audit: Winter 2018/2019
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 26
8 Anhang
Anlage 1: Bewertung der Handlungsfelder und Bereiche – tabellarisch
Anlage 2: Energiepolitisches Arbeitsprogramm
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 27
Anlage 1: Bewertung der Handlungsfelder und Bereiche – tabellarisch
Maßnahmen maximal möglichPunkte Punkte Punkte % Punkte %1 Entwicklungsplanung, Raumordnung84,0 82,0 49,8 60,73% 4,8 5,85%1.1 Konzepte, Strategie 32,0 32,0 25,5 79,69% 0,0 0,00%1.2 Kommunale Entwicklungsplanung 20,0 20,0 12,5 62,50% 2,0 10,00%1.3 Verpflichtung von Grundstückseigentümern 20,0 18,0 8,8 48,89% 0,8 4,44%1.4 Baugenehmigung, -kontrolle 12,0 12,0 3,0 25,00% 2,0 16,67%2 Kommunale Gebäude, Anlagen76,0 73,0 35,2 48,19% 0,0 0,00%2.1 Energie- und Wassermanagement 26,0 26,0 16,3 62,69% 0,0 0,00%2.2 Zielwerte für Energie, Effizienz und Klimawirkung 40,0 37,0 13,7 37,08% 0,0 0,00%2.3 Besondere Maßnahmen 10,0 10,0 5,2 51,60% 0,0 0,00%3 Versorgung, Entsorgung104,0 98,0 61,6 62,88% 1,2 1,22%3.1 Unternehmensstrategie, Versorgungsstrategie 10,0 10,0 6,0 60,00% 0,0 0,00%3.2 Produkte, Tarife, Kundeninformation 18,0 14,0 8,0 57,14% 0,0 0,00%3.3 Lokale Energieproduktion auf dem Stadt- / Gemeindegebiet 34,0 34,0 17,1 50,35% 0,0 0,00%3.4 Energieeffizienz Wasserversorgung 8,0 8,0 7,4 92,50% 0,0 0,00%3.5 Energieeffizienz Abwasserreinigung 18,0 16,0 12,8 79,88% 0,0 0,00%3.6 Energie aus Abfall 16,0 16,0 10,3 64,50% 1,2 7,50%4 Mobilität96,0 96,0 72,9 75,96% 0,0 0,00%4.1 Mobilität in der Verwaltung 8,0 8,0 4,8 60,00% 0,0 0,00%4.2 Verkehrsberuhigung und Parkieren 28,0 28,0 22,7 80,93% 0,0 0,00%4.3 Nicht motorisierte Mobilität 26,0 26,0 18,8 72,31% 0,0 0,00%4.4 Öffentlicher Verkehr 20,0 20,0 17,7 88,30% 0,0 0,00%4.5 Mobilitätsmarketing 14,0 14,0 9,0 64,29% 0,0 0,00%5 Interne Organisation44,0 44,0 24,8 56,32% 7,4 16,82%5.1 Interne Strukturen 12,0 12,0 9,6 80,00% 0,0 0,00%5.2 Interne Prozesse 24,0 24,0 12,8 53,25% 1,8 7,50%5.3 Finanzen 8,0 8,0 2,4 30,00% 5,6 70,00%6 Kommunikation, Kooperation96,0 94,0 66,1 70,32% 7,8 8,30%6.1 Kommunikation 8,0 8,0 3,8 47,50% 0,0 0,00%6.2 Kommunikation und Kooperation mit Behörden 16,0 16,0 10,5 65,63% 0,0 0,00%6.3 Kooperation und Kommunikation mit Wirtschaft, Gewerbe, Industrie24,0 22,0 15,6 70,91% 0,0 0,00%6.4 Kommunikation und Kooperation mit EinwohnerInnen und lokalen Multiplikatoren24,0 24,0 21,0 87,50% 0,0 0,00%6.5 Unterstützung privater Aktivitäten 24,0 24,0 15,2 63,33% 7,8 32,50%Gesamt500,0 487,0 310,4 63,74% 21,2 4,35%
effektiv geplant
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 28
Anlage 2: Energiepolitisches Arbeitsprogramm
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 29
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 30
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 31
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 32
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 33
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 34
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 35
Internes Re-Audit für das Jahr 2017 36
Beschlussvorlage Ausschuss
6779 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
V/V/7
Vorlagen-Nummer
3854/2018
Freigabedatum
09.01.2019
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
European Energy Award: Energiepolitisches Arbeitsprogramm der Stadt Köln
Beschlussorgan
Ausschuss für Umwelt und Grün
Gremium Datum
Beschluss:
Der Bericht zum European Energy Award (eea) wird zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Ausschuss für Umwelt und Grün beschließt das beiliegende Energiepolitische Arbeitsprogramm
des European Energy Awards und beauftragt die Verwaltung, die jeweiligen im Zuständigkeitsbereich
der Stadt Köln bzw. ihrer Beteiligungen liegenden Maßnahmen des Energiepolitischen Arbeitspro-
gramms gemäß ihrer Priorität weiterzuverfolgen.
Alternative
Der Ausschuss für Umwelt und Grün lehnt das Energiepolitische Arbeitsprogramm des European
Energy Awards ab und verzichtet damit auf die Grundlage für das abschließende externe Audit durch
den TÜV.
Ausschuss für Umwelt und Grün 31.01.2019
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Begründung:
Die Stadt Köln ist seit vielen Jahren im Klimaschutz aktiv. Sie hat sich mit dem Beitritt zum
Klimabündnis der europäischen Städte e.V. im Jahr 1993 verpflichtet, ihre gesamtstädtischen CO2-
Emissionen bis zum Jahr 2030 zu halbieren (im Vergleich zum Basisjahr 1990). Durch den Beitritt
zum europäischen Bürgermeisterkonvent hat sich die Stadt Köln außerdem verpflichtet, die Energie-
effizienz um mindestens 20% zu steigern sowie den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamt-
städtischen Energieverbrauch bis 2020 auf mindestens 20% zu steigern. Verschiedene Klimaschutz-
maßnahmen sind seitdem gemeinsam mit vielen Partnern aus der Stadtgesellschaft realisiert worden
oder befinden sich derzeit in der Umsetzung. So war es bereits möglich, die CO2 Emissionen um
17,6 % in 2015 (ggü. 1990) zu reduzieren. Zur Zielerreichung müssen noch weitere ehrgeizige Schrit-
te unternommen werden.
In seiner Sitzung vom 20.12.2011 hat der Rat das „Klimaschutzkonzept Köln – vorgezogenes Sofort-
maßnahmenprogramm 2012“ zur Kenntnis genommen und im Teilbereich Energie die Maßnahme A3
„Teilnahme am European Energy Award (eea) und Klimaschutz-Check bei den Aktivitäten der Stadt-
verwaltung“ festgelegt.
Der European Energy Award ist ein internationales Qualitätsmanagement- und
Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, das bereits seit mehr als zehn Jahren
zahlreiche Kommunen in Deutschland und Europa auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt.
Die Stadt Köln wird bei der Durchführung des European Energy Awards durch das Land Nordrhein
Westfalen im Rahmen einer vierjährigen Förderung finanziell unterstützt. Kommunen, die
überdurchschnittliche Anstrengungen in der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik
unternehmen, können mit dem European Energy Award ausgezeichnet werden. Mit dem eea werden
in einem strukturierten und moderierten Prozess Maßnahmen erarbeitet, initiiert und umgesetzt, die
dazu beitragen, dass weniger Energie benötigt wird und erneuerbare Energieträger vermehrt genutzt
werden. Dies ist energiepolitisch sinnvoll und spart auch langfristig Kosten, die für andere Aktivitäten
eingesetzt werden können.
Im Rahmen des European Energy Award-Prozesses werden die Aktivitäten der Kommunen in den
folgenden 6 Handlungsfeldern betrachtet und ein Maßnahmenkatalog erarbeitet:
1. Entwicklungsplanung, Raumordnung
2. Kommunale Gebäude, Anlagen
3. Versorgung, Entsorgung
4. Mobilität
5. Interne Organisation
6. Kommunikation, Kooperation
Da die Handlungsfelder mit wenigen Ausnahmen die gesamte Stadtverwaltung und deren Beteiligun-
gen betreffen, wurde im Rahmen des Klimaforums1 in 2014 über die Ziele und das Verfahren des
European Energy Awards informiert. Nach Durchführung der Ist-Analyse und der Eigenbewertung der
Stadt Köln wurden auf deren Grundlage noch nicht ausgeschöpfte Potenziale im Bereich Energieeffi-
zienz und Klimaschutz der Kommune identifiziert und in einem Energiepolitischen Arbeitsprogramm
im Jahr 2015 festgehalten und diskutiert. Nach einem internen Re-Audit unter Beteiligung der Kon-
zerntöchter, welches 2016 abgeschlossen wurde, konnte ein deutlich besserer Überblick über den
Immobilienbestand des Konzerns Stadt Köln erstellt werden. Nachdem das 2. interne Re-Audit An-
fang 2018 abgeschlossen werden konnte, soll nun das erarbeitete Energiepolitische Arbeitsprogramm
mit einem verbindlichen Maßnahmenplan beschlossen werden und das externe Audit im Winter
2018/2019 erfolgen. Das Energiepolitische Arbeitsprogramm greift eine Vielzahl von Maßnahmen der
Koordinationsstelle Klimaschutz auf. So finden sich beispielsweise alle Maßnahmen aus KölnKli-
1 Das Klimaforum ist ein Gremium der Stadtverwaltung Köln, seiner Beteiligungen und des Stadtwerkekonzerns, dass re-
gelmäßig unter der Leitung der OB oder des Beigeordneten Dez V zusammenkommt. Ziel des Klimaforums ist es einen
kontinuierlic hen bilateralen Informationsaustausch in der Stadtverwaltung zu schaffen.
3
maAktiv 20222, dem Maßnahmenprogramm für den Klimaschutz, im Energiepolitischen Arbeitspro-
gramm wieder. Außerdem werden Maßnahmen weiterer Dienststellen im Arbeitsprogramm gebündelt
und priorisiert.
Der Beschluss des Energiepolitischen Arbeitsprogramms stellt die geplanten städtischen Aktivitäten
dar und ist Grundlage für die externe Auditierung der Stadt Köln durch den TÜV im Winter 2018/2019
und somit Teil der durch die Förderung und das Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument
definierten Verfahrensweise. Aus diesem Grund werden zwei politische Beschlüsse angestrebt, zum
einen für das Maßnahmenprogramm KölnKlimaAktiv 2022 (separate Vorlage) und zum anderen die
hier vorgelegte Beschlussvorlage über das Energiepolitische Arbeitsprogramm.
Der Förderzeitraum für den European Energy Award läuft bis 31.03.2019, eine übergangslose
Folgeförderung wird derzeit nicht angestrebt. Zunächst soll der Fokus auf die Maßnahmenumsetzung
gelegt werden. Die Fortführung des European Energy Awards in etwa 3 Jahren ist jedoch denkbar.
Personelle Ressourcen/ Finanzierung
Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt entsprechend der im Energiepolitischen Arbeitsprogramm
gesetzten Priorisierung mit den vorhandenen und verfügbaren personellen und finanziellen Ressour-
cen. Sofern darüber hinaus ein zusätzlicher Personal- und Finanzbedarf besteht, werden Beschluss-
vorlagen für die Umsetzung der Einzelmaßnahmen der Politik zur Entscheidung vorgelegt.
Anlage:
European Energy Award-Bericht
Energiepolitisches Arbeitsprogramm
2 Die Beschlussvorlage hierzu (3680/2018) befindet sich in der politischen Beratung.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3854/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 09.01.2019
- Erstellt
- 21.11.2018 10:57