4159/2021
Neue Erdgaspreise für die Liegenschaften der Stadt Köln ab 01.01.2022
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Mitteilung Ausschuss
3254 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 26.11.2021 4159/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 29.11.2021 Neue Erdgaspreise für die Liegenschaften der Stadt Köln ab 01.01.2022 Der derzeit gültige Liefervertrag mit der RheinEnergie AG für Erdgas läuft mit Datum 31.12.2021 aus und musste neu ausgeschrieben werden. Am 10.09.2020 hat der Rat der Stadt Köln die Gebäudewirtschaft daher beauftragt, ein Vergabever- fahren durchzuführen und anschließend einen Vertrag abzuschließen (2300/2020). Die erforderliche europaweite Ausschreibung wurde durchgeführt und führte zu lediglich einem Angebot des Lieferan- ten RheinEnergie AG. Nach Prüfung und Zustimmung der vergaberechtlich Beteiligten erging der Zuschlag somit zum dritten Mal nach einer öffentlichen Ausschreibung an die RheinEnergie AG, die damit der Gaslieferant aller städtischen Liegenschaften bleibt. Gegenstand der Ausschreibung war eine Liefermenge von 216.000 MWh pro Jahr verteilt auf etwa 867 Abnahmestellen. Die Menge liegt um 25,6 % über der der letzten Ausschreibung vor 4 Jahren. Dies liegt einerseits am erweiterten städtischen Abnehmerkreis und andererseits an dem gestiegenen Erdgasverbrauch durch Neubau und Erweiterungen. Erstmals haben sich die Stadtentwässerungsbe- triebe Köln (StEB) dieser Ausschreibung angeschlossen, die zu dem gesamten Gasverbrauch mit einer Lieferung von etwa maximal 16.500 MWh pro Jahr Bio-Methan aus dem Klärwerk Stammheim beitragen. Die fossile Erdgasmenge ohne Bio-Methan-Anteil wird an der Leipziger Energiebörse EEX an fünf festgelegten Terminen in Tranchen eingekauft. Auf Grund der derzeitigen hohen Preisausschläge wurde die Beschaffungsstrategie angepasst und Einkaufstermine bis in den Juli 2022 gestreckt. Der gemittelte Energiepreis für die Erdgasbelieferung des jeweiligen Kalenderjahres wird erst nach dem letzten Trancheneinkauf festgelegt. Da der Gaspreis somit bei Angebotsabgabe nicht feststeht, war ausschlaggebendes Kriterium für die Vergabe-Entscheidung die sogenannte „Handelsmarge“ des Lieferanten, das ist der Aufschlag, den der Bieter für Einkauf und Lieferung, Abrechnung, Verbrauchs- und Rechnungsdatenlieferung sowie die Gewinnerwirtschaftung erhebt. Diese Handelsmarge bleibt über die Vertragslaufzeit bis zum 31.12.2024 konstant. Da die Erdgasbeschaffung in eine Zeit nie dagewesener Preisauftriebe fiel, ist das Ausschreibungs- ergebnis ernüchternd. Laut einer Prognoserechnung auf Basis aktueller Börsenpreise und angenom- mener Preisentwicklung über die Vertragsjahre beträgt der netto Auftragswert über die Laufzeit von 3 Jahren circa 50.650.000 Euro. Dies bedeutet einen voraussichtlichen Preisanstieg gegenüber der letzten Vertragslaufzeit (rund 21.868.000 Euro) um circa 72 % zur letzten Ausschreibung. Hierbei ist bereits die Verbrauchserhöhung von 25,6 % eingeschlossen. Nach einer ersten Einschätzung der Fachdienststelle wird ein sinkender weiterer Preisverlauf erwar- tet, so dass die Beschaffungskosten der späteren Einkaufstermine sinken werden. Der tatsächliche Kostenumfang wird erst nach dem letzten Einkaufstag am 4. Juli 2022 abschließend zu beziffern sein. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4159/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 26.11.2021
- Erstellt
- 25.11.2021 11:18