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2006/0324

Jahresbericht 2005 des Familienzentrums - Familienbildung - Erziehungsberatung

Magistratsvorlage 10.05.2006

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2006/0324

7739 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
18.05.2006 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat II 
Amt: Sozialverwaltung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
Dezernat II  
Vorlage-Nr. 2006/0324 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss-  fas-
sung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Jahresbericht 2005 des Familienzentrums - Familienbildung - Erziehungsbera-
tung 
 
Vorlage vom: 11.05.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Jahresbericht 2005 des Familienzentrums – Familienbildung – Erziehungsberatung wird zur 
Kenntnis genommen und dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis gegeben. 
 
Anlagen: Jahresbericht 2005 Familienzentrum 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 11. Mai 2006: 
 
Familien-Bildungsstätte und Erziehungsberatung wurden im Januar 2005 zum Familienzent-
rum zusammengelegt. Die Einrichtung hat eine Gesamtleitung erhalten, die stellvertretende 
Leitung wurde im August 2005 neu eingestellt. 
 
Das Familienzentrum arbeitet mit präventivem und problembezogenem Arbeitsauftrag. Ziel-
gruppe sind Eltern, Kinder, Jugendliche und andere Erziehungsverantwortliche. Gesetzliche 
Grundlage der Arbeit sind § 16 Allgemeine Förderung in der Erziehung, § 17 Beratung in 
Fragen der Partnerschaft - Trennung und Scheidung, § 18 Beratung und Unterstützung bei 
der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts und § 28 Erziehungsberatung 
des SGB VIII. 
 
Am 31.12.2005 waren im Familienzentrum insgesamt 17 Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter 
beschäftigt. Diese hatten 5 Vollzeit- und 13 Teilzeitstellen inne. Hinzu      kamen 3 Sozialpä-
dagoginnen im Anerkennungsjahr. Im Bereich Familienbildung       waren noch ca. 120 Ho-
norarkräfte eingesetzt. 
 
Im Jahr 2005 suchten den Bereich Erziehungsberatung 1.102 Personen auf (483 Kinder, 401 
Mütter, 200 Väter, 13 Stiefelternteile, 2 Adoptiv- und Pflegeelternteile und  
3 Großeltern). 
 
46,6 % der Ratsuchenden kamen auf Eigeninitiative; dies lässt auf einen guten Bekannt-
heitsgrad der Einrichtung in Darmstadt schließen. Die anderen Ratsuchenden wurden von 
Bekannten, Verwandten, Schulen, Kindertagesstätten, Jugendamt, Städtischem Sozial-
dienst, Ärzten, Kliniken, Gericht oder anderen therapeutischen Stellen verwiesen. 
 
58 % der Kinder und Jugendlichen, die den Bereich der Erziehungsberatung aufsuchten, 
waren männlich und 42 % weiblich. 
 
Erziehungsfragen und Trennungs- und Scheidungsproblematik waren die häufigsten Gründe, 
auf den Bereich Erziehungsberatung zuzugehen. Weitere Gründe waren z.B. Pubertätsprob-
lematik, eskalierendes Streitverhalten, verwöhnendes Erziehungsverhalten oder Vernachläs-
sigung. 
 
166 Nutzer kamen in die Offene Sprechstunde. Hieraus entwickelten sich häufig fortlaufende 
Beratungsgespräche, 30 nutzten die Möglichkeit der telefonischen Beratung und 6 Nutzer 
nutzten den E-Mail-Zugang zur Beratung. 
 
Mototherapeutische Behandlung, Verhaltensbeobachtung von Kindern, Testuntersuchungen, 
betreuter Umgang und Kriseninterventionen gehörten ebenfalls zum Leistungsspektrum des 
Bereichs Erziehungsberatung. 
 
Im Bereich Familienbildung wurden im Jahr 2005 zwei neue Fachbereiche eingerichtet: 
 
• Väter 
• Fortbildungen für Fachkräfte und Tagespflegepersonen 
 
 
 
 
 
 
Der Ausbau und die Annahme von Angeboten für Väter führte zur Einrichtung des Fachbe-
reichs Väter. Der Fachbereich Fortbildungen für Fachkräfte und Tagespflegepersonen resul-
tierte aus dem Erfordernis, im Rahmen von Qualitätssicherung Angebote für die eigenen

3 
... 
Kursleitungen anzubieten. Das Tagesbetreuungsausbaugesetz machte es erforderlich, die 
Angebote für Tagespflegepersonen in einem eigenen Bereich zu unterbreiten. 
 
Die Kurse und Veranstaltungen wurden somit in 8 Fachbereiche (Rund um die Geburt/Das 1. 
Lebensjahr, Mit Kindern leben, Familie und Gesellschaft - Pädagogik und Psychologie, Krea-
tives Gestalten/Ökologie, Ernährung und Haushaltsführung, Gesundheit, Entspannung und 
Bewegung, Väter, Fortbildungen für Fachkräfte und Tagespflegepersonen) unterteilt. Zwei 
Halbjahresprogramme informierten die Darmstädter Bevölkerung über die Angebote und 
Veranstaltungen. Im Jahr 2005 waren dies 956 Kurse und Veranstaltungen, die mit 7.695,5 
Kursstunden á 45 Minuten durchgeführt wurden. Die Kurse und Veranstaltungen wurden in 
der Hauptstelle des Bereichs Familienbildung, Stadthaus III, Frankfurter Str. 71 und den Au-
ßenstellen in Wixhausen, Arheilgen, Kranichstein und Eberstadt durchgeführt. Hinzu kamen 
als Kursorte die freie Natur und z.B. Schwimmbäder und Schulen. 
 
Die Kurse wurden vormittags, nachmittags, abends und am Wochenende durchgeführt. 
 
Es wurden im Jahr 2005 somit wieder stadtteilorientierte, als auch dem Zeitbedürfnis von 
Familien entsprechend Kurse und Veranstaltungen angeboten. 
 
Im Jahr 2005 besuchten die Einrichtung insgesamt 13.269 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 
Damit ist eine leichte Teilnehmersteigung erneut feststellbar. Von den Besuchern des Be-
reichs Familienbildung waren 7.132 weiblich, 759 männlich und 5.378 Kinder. 
 
Familienbildungsarbeit zeichnet sich durch vielfältige Herangehensweisen aus. Es umfasst 
z.B. Elemente von Bildung, Beratung, Familien- und Gruppenarbeit und Arbeit mit Kindern 
und Jugendlichen. In den Kursen und Veranstaltungen werden die Lebensverhältnisse von 
Familien aufgegriffen mit der Zielsetzung, neue Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, 
Beziehungskompetenzen zu stärken, Erziehungsarbeit zu fördern, Reflexionsprozesse zu 
ermöglichen und damit neue Sichtweisen zu erschließen.  
 
Eine Überlegung bei der Zusammenlegung von Erziehungsberatung und Familien-
Bildungsstätte war, ein Teil der Aufgaben gemeinsam zu bewältigen, wie z.B. Elternabende, 
Informationsveranstaltungen, Elternbildung und -training, präventive Arbeit und Vernet-
zungsarbeit im Stadtteil. Diese Zielsetzung ist im Jahr 2005 in Umsetzung gekommen. 
 
Die Familien-Bildungsstätte wurde im Jahr 2005  75 Jahre alt und die Erziehungsberatung 
wird im Jahr 2006  55 Jahre alt. In diesem Rahmen sind ebenfalls gemeinsame Veranstal-
tungen durchgeführt worden. Zu nennen sind ein Familienfest, ein Fachkräftefrühstück, eine 
Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Hochschulgesellschaft zu dem Thema 
„Mütterlichkeit in der Generationenperspektive“. 
 
 
 
 
 
 
Des Weiteren wurde gemeinsam an einem Konzept für einen öffentlichen Auftritt des Famili-
enzentrums gearbeitet und ein gemeinsamer Stand am Weltkindertag eingerichtet. 
 
Das Familienzentrum hat sich als Modellstandort für den Erziehungs- und Bildungsplan be-
worben. Die Bewerbung ist insofern zum Zuge gekommen, dass die Einrichtung nunmehr im 
sog. „Äußeren Kreis“ an der Erprobung des Bildungsplans mitwirkt, gemeinsam mit der Kin-
dertagesstätte Sonnenblume in Arheilgen und der Wilhelm-Busch-Schule. Auch hier findet 
eine gemeinsame Arbeit des Bereichs Familienbildung und Erziehungsberatung statt.

4 
... 
Ein weiteres Beispiel ist die Gruppe „Vorbereitung auf den Kindergarten“, die für bildungsfer-
ne und benachteiligte Familien im Stadtteil Kranichstein eingerichtet ist. Auch hier werden 
die Kompetenzen von Erziehungsberatung und Familienbildung gebündelt. 
 
Der vorliegende Jahresbericht für das Familienzentrum macht deutlich, dass im Jahr 2005 
über 14.200 Nutzerinnen und Nutzer erreicht werden konnten und von diesen die Angebote 
gut angenommen wurden. 
 
 
Darmstadt, 11. Mai 2006 
 
 
Der Dezernent II 
 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz 
Bürgermeister

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Jahresbericht 2005


des 
Familienzentrums
- Familienbildung 
- Erziehungsberatung 


der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt





Jahresbericht des Familienzentrums Darmstadt 2005



Inhalt								Seite


Vorwort								1

Organisation und personelle Situation				3

Öffentlichkeitsarbeit						6

Ausschüsse, Gremien, Arbeitsgemeinschaften			8

Haushalts- und Finanzsituation					10

Kooperationen							11

VII.	Qualitätssicherung und -entwicklung				13



VIII.	Bereich Erziehungsberatung

	Leistungen des Bereich Erziehungsberatung			15

	Zahlen – Daten – Fakten						16

	Arbeitsberichte							29



IX.	Bereich Familienbildung
Leistungen des Bereichs Familienbildung			35

Statistikerhebung 2005						36

Arbeitsberichte							38



X.	Schnittmenge/konzeptionelle Arbeit				43

XII.	Ausblick auf das Jahr 2005					47

XII.	Im Spiegel der Presse						48



I.	Vorwort

Familienbildungsstätte und Erziehungsberatung wurden im Jahr 2005 zum Familienzentrum. Am 12. Januar 2005 beschloss der Magistrat die organisatorische, wirtschaftliche und fachliche Zusammenlegung beider Einrichtungen. Dem vorausgegangen war, wie in den Jahresberichten der Erziehungsberatung und der Familienbildungsstätte aus dem Jahr 2004 dargestellt ist, die fachlich vorbereitenden Arbeiten hierzu. Es wurde von beiden Einrichtungen gemeinsam ein Rahmenkonzept erstellt, auf dessen Grundlage Umsetzungsschritte im Jahr 2005 erfolgten.

Die inhaltliche Arbeit wurde im Jahr 2005 in den Bereichen Erziehungsberatung und Familienbildung fortgesetzt. Hierüber wird in dem vorliegenden Jahresbericht für den Bereich Erziehungsberatung auf grünem Papier und für den Bereich Familienbildung auf blauem Papier berichtet. Die gemeinsame Darstellung erfolgt auf weißem Papier. So bunt also, wie dieser Jahresbericht sich darstellt, so bunt und bewegt war das Jahr 2005 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung.

Es gab personelle Veränderungen im Bereich Erziehungsberatung, die bis in das Jahr 2004 zurückreichen. Die Verrentung von Kolleginnen und Kollegen, die Schließung des Kinderheims Waldeck, das Überwechseln von Kolleginnen aus diesem Arbeitsbereich und die Neueinstellung von Herrn Dipl. Psychologen Peter Ottasek als stellvertretenden Einrichtungsleiter machte auch einen Teamfindungsprozess erforderlich sowie für das Team des Familienzentrums insgesamt, denn die Zusammenlegung zweier städtischer Traditionseinrichtungen war für alle Beteiligten ein großer Schritt. 

Trotz der personellen Wechsel im Bereich Erziehungsberatung ist es im Jahr 2005 gelungen, wieder genauso vielen ratsuchenden Bürgern Unterstützung, Beratung und Therapie zu unterbreiten wie im Jahr 2004.

Im Bereich Familienbildung wurden über 13 000 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer mit Kursen, Seminaren und Veranstaltungen erreicht. Damit war ein leichter Zuwachs an Teilnehmenden zu verzeichnen. Auch wenn im Teilnehmerverhalten die schwierigeren Bedingungen für viele Familien im wirtschaftlichen Bereich erkennbar waren.

Im Jahr 2005 wurden im Bereich Familienbildung zwei neue Fachbereiche eingerichtet. Der Ausbau und die Annahme von Angeboten für Väter führte zur Einrichtung des Fachbereichs Väter. 

Der Fachbereich Fortbildung für Fachkräfte und Tagespflegepersonen resultiert aus der Erfordernis, im Rahmen von Qualitätssicherung Angebote für die eigenen Kursleitungen anzubieten. Das Tagesbetreuungsausbaugesetz ermunterte uns, die Angebote für Tagespflegepersonen in einem eigenen Bereich zu unterbreiten.





Der Bereich Familienbildung wurde im Jahr 2005 75 Jahre alt und der Bereich Erziehungsberatung wird im Jahr 2006 55 Jahre alt.

Die Veranstaltungen zu diesen Jubiläen wurden gemeinsam geplant und durchgeführt. Im Jahr 2005 wurde ein großes Familienfest veranstaltet, in Kooperation mit der Ev. Hochschulgesellschaft und der Ev. Fachhochschule die Veranstaltung „Mütterlichkeit in der Generationenperspektive“ und ein Fachkräftefrühstück durchgeführt.

Im Jahr 2006 wird anlässlich des Jubiläums des Bereichs Erziehungsberatung ein Vortrag stattfinden unter dem Titel „Im Frühlicht - Die frühe Kindheit als Bildungszeit“ mit Donata Elschenbroich.

















II.	Organisation des Familienzentrums/Personelle Situation


Bereich Erziehungsberatung:

Öffnungszeiten des Sekretariats:
Montag						08.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Dienstag bis Donnerstag				08.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Freitag						08.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Offene Sprechstunde:
Montag						16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Beratungstermine:
Diese finden nach Vereinbarung (auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten) statt. Die Erziehungsberatung ist auch während der Schulferien geöffnet.


Bereich Familienbildung:

Anmeldung:
Montag bis Freitag					09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Donnerstag						14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Hotline:
Dienstag						09.00 Uhr bis 11.00 Uhr


Personelle Situation:
Am 31.12.2005 waren im Familienzentrum insgesamt 17 festangestellte Kolleginnen und Kollegen tätig, diese waren auf 12,22 Planstellen zugeordnet, überplanmäßig war eine Kollegin mit 19,25 Stunden pro Woche beschäftigt. Hinzu kamen 3 Dipl. Sozialpädagoginnen im Anerkennungsjahr. 

Verwaltungsbereich:					 Wochenstunden

Verwaltung					
Frau V. Szabo							38,50 Std.

Anmeldung im Bereich Familienbildung			
Frau H. Jäger							27,00 Std.

Sekretariat im Bereich Familienbildung,
Sekretariat und Anmeldung im Bereich Erziehungsberatung		
Frau U. van der Meulen						38,50 Std.

Sekretariat und Anmeldung im Bereich Erziehungsberatung		
Frau D. März								19,25 Std.




Pädagogisch, beraterischer, therapeutischer Bereich:

Leitung:	Frau A. Bauer					38,50 Std.

stellvertretende Leitung	(seit 1.8.2005)	
Herr P. Ottasek							38,50 Std.


Bereich Erziehungsberatung:

Beratung:	
			
Frau J. Wagner-Volkmann	(Vollzeit seit 1.10.05)		38,50 Std.

Frau U. Glöckner-Schultze						19,25 Std.

Frau A. Hoffmeister-Pilger						19,25 Std.

Frau M. Metz								19,25 Std.

Motopädie:	Frau H. Brand-Wolf					19,25 Std.

Jahrespraktikantin:	Frau A. Steinbrenner			38,50 Std.


Bereich Familienbildung:

Fachbereich Rund um die Geburt/Außenstelle Wixhausen		
Frau M. Kanzler-Sackreuther					19,25 Std.

Fachbereiche Das 1. Lebensjahr/Gesundheit, Entspannung und Bewegung
Frau R. Dippel							22,75 Std.

Fachbereiche Mit Kindern leben/Väter/Fortbildungsangebote für Fachkräfte
Außenstelle Arheilgen		
Frau S. Schulz-Jung							29,60 Std.

Fachbereich Familie und Gesellschaft/Außenstelle Kranichstein	
Frau J. Foshag							28,85 Std.

Fachbereiche Kreatives Gestalten und Ökologie/Fortbildungsangebote 
für Tagespflegepersonen/Außenstelle Eberstadt		
Frau M. Metz								35,00 Std.

Fachbereich Ernährung und Haushaltsführung		
Frau K. Maiwald							19,25 Std.

Projektarbeit:  Frau S. Marachi	(seit 1.10.2005)		19,25 Std.

Jahrespraktikantin:	Frau M. Bauer				38,50 Std.
Jahrespraktikantin	Frau C. Wehinger				38,50 Std.



Im Bereich Familienbildung waren ca. 120 Honorarkräfte tätig.

Im pädagogisch, beraterischen, therapeutischen Bereich arbeiteten Kolleginnen und Kollegen mit den Qualifikationen: Dipl.-Psychologin,
Dipl.-Psychologe, Dipl.-Oecotrophologin, Kinderkrankenschwester, Mototherapeutin, Dipl.-Sozialpädagogin und Dipl.-Sozialarbeiterin.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen darüber hinaus über Zusatzqualifikationen, Ausbildungen und Weiterbildungen. Beispielhaft zu nennen sind Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, systemische Familientherapie und -beratung, Lizenzierung als Triple P Trainerin und Zertifizierung als Starke Eltern – Starke Kinder Kursleiterin.

Die als Honorarkräfte tätigen Kolleginnen und Kollegen verfügen über die unterschiedlichsten Qualifikationen, hier kann beispielhaft benannt werden:
Damenschneidermeisterin, Physiotherapeutin, Dipl.-Biologin, Krankengymnastin, Geburtsvorbereiterin, Rechtsanwalt, Gärtnermeisterin, Pekip-Gruppenleiterin, Dipl.-Sozialpädagogin und Grundschullehrerin.

Die Multiprofessionalität des Teams und der Honorarkräfte ist auch ein Spiegel der breiten Palette des inhaltlichen Angebots für die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger.


III.	Öffentlichkeitsarbeit


Das Familienzentrum - Familienbildung veröffentlichte auch 2005 wieder zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von 6.000 bzw. 5.000 Exemplaren. Die Druckkosten wurden aus dem Haushalt des Familienzentrums sowie über Anzeigen finanziert.

Die Adressdatei für den Programmverteiler wird regelmäßig aktualisiert und gewährleistet so eine zielgruppen- und stadtteilorientierte Verteilung im gesamten Stadtgebiet. Zusätzlich zum Programm stehen Plakate und Faltblätter zur Verfügung, die themenbezogen und zeitnah als Werbeträger eingesetzt werden.

Angebote in den Sommerferien erscheinen gezielt in der Broschüre Aktive Ferien, die von der Abteilung Jugendförderung veröffentlicht wird. Erstmals beteiligte sich das Familienzentrum - Familienbildung 2005 am Darmstädter Umweltdiplom. Herausgegeben wird das gleichlautende Programmheft vom Agenda-Büro der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Ende des Jahres erschien erstmals das neue Familienmagazin FRATZ, in dem über den Veranstaltungskalender hinaus auch in thematischen Artikeln die Arbeit des Familienzentrums vorgestellt werden kann.

Die Veröffentlichungsmöglichkeiten in der lokalen Tagespresse wurden regelmäßig genutzt. Beim Darmstädter Echo wurden diese Möglichkeiten in einem persönlichen Gespräch ausgelotet.

Ein Planungsgespräch im Presseamt hatte zum Ziel, das Pressekonzept für das aktuelle Programm und die Berichte über die Arbeitsfelder des Familienzentrums abzustimmen.

Ein eigener Internet-Auftritt ist für das Jahr 2006 geplant. Auf den Internetseiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist das Familienzentrum derzeit vertreten unter der Rubrik Bildung und Wissenschaft sowie unter www.familien-willkommen.de. Auch auf der Homepage der Tageseltern Tageskinder Vermittlung findet sich ein Link zum Programm des Familienzentrums.

Ebenfalls für 2006 ist ein neues Erscheinungsbild für die Printmedien des Familienzentrums in Vorbereitung.

An einem PR-Workshop für Kooperationspartner des Lokalen Bündnisses für Familie nahmen 2 Mitarbeiterinnen des Familienzentrums teil. Anschaulich und „aus erster Hand“ wurde von zwei Profis aus der Pressestelle für Lokale Bündnisse für Familie in Berlin das Handwerkszeug für eine gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt.





Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit beteiligte sich das Familienzentrum an folgenden Veranstaltungen:
Weltkindertag
girls day
Hessenschau
Veranstaltungen des Lokalen Bündnisses für Familie, z.B. Aktionstag der Frankfurter Rundschau zum Thema: Gute Betreuung von Anfang an
Familie im Blick - Innovation Öffentlicher Dienst Aktionstag im Fraunhofer Institut

Großen Zuspruch fand ein Familienfest im Sommer 2005 in den Räumen des Familienzentrums in der Frankfurter Straße.



IV.	Ausschüsse, Gremien, Arbeitsgemeinschaften  


Fachausschuss „Familie und Familienzentrum

Der Fachausschuss Familie und Familienzentrum ist ein Unterausschuss des Jugendhilfeausschusses und tagte im Jahr 2005 insgesamt 3 x.

Thematisch beschäftigte sich der Fachausschuss mit der Zusammenlegung von den Bereichen Familienbildung und Erziehungsberatung zum Familienzentrum, dem 75-jährigen Bestehen des Bereichs Familienbildung und dem 55-jährigen Bestehen des Bereichs Erziehungsberatung im Jahr 2006.

Inhaltlich setzte sich der Fachausschuss mit der Arbeit beider Bereiche des Familienzentrums auseinander und auch mit den Programminhalten des Bereichs Familienbildung.

Kontinuierlich wurde im Fachausschuss über die Aktivitäten des Bündnisses für Familien berichtet.

Auch wurde sich mit den gesetzlichen Neuerungen des Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetzes und des Tagesbetreuungsausbaugesetzes und seiner Auswirkungen für das Familienzentrum beschäftigt.

Die Ausschussvorsitzende, Frau Annette Spieß, berichtete regelmäßig über die Arbeit des Jugendhilfeausschusses. Umgekehrt wurden die Ergebnisse des Fachausschusses an den Jugendhilfeausschuss weitergeleitet.

Stadtteilarbeit, Hauptamtlichentreff, Beraterinnen- und Beratertreff

Von Seiten des Familienzentrums wurde im Jahr 2005 wieder aktiv, insbesondere im Stadtteil Kranichstein mitgearbeitet. So an den Stadtteilkonferenzen und der AG Kinder. An der Gesundheitspräventionskonferenz, die im Stadtteil stattfand, wurde ebenfalls teilgenommen. Regelmäßige Mitarbeit erfolgte auch von einer Kollegin der Erziehungsberatung im Beraterinnen- und Beratertreff für den Raum Darmstadt.

Bündnis für Familien - siehe unter Arbeitsberichte

Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Hessischen Erziehungsberatungsstellen

Im Rahmen der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung in Hessen e.V. wird 2 x jährlich eine Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Hessischen Erziehungsberatungsstellen durchgeführt. An diesen wurde von Seiten des Familienzentrums teilgenommen.
Im Jahr 2005 wurde sich mit neuen Angebotesformen von Erziehungsberatungsstellen beschäftigt. Die online-Beratung wurde thematisiert sowie der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan.



Arbeitskreis Südhessischer Erziehungsberatungsleiterinnen und -leiter

Die südhessischen Erziehungsberatungsstellen haben sich zu einem Arbeitskreis zusammengeschlossen und tagen ebenfalls 2 x jährlich. Der Arbeitskreis setzt sich mit inhaltlichen Aufgabenstellungen der einzelnen Beratungsstellen auseinander, mit der Frage von Qualitätssicherungsarbeit und mit dem Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz.

Arbeitsgemeinschaft Hessischer Familienbildungsstätten (AHF)

Nachdem sich der Sachausschuss zum Jahresende 2003 aufgelöst hatte und sich die AHF eine neue Organisationsstruktur gegeben hat, wurde gemäß dieser neuen Organisationsstruktur gearbeitet. Im Jahr 2005 wurde zwei Vollversammlungen vorbereitet. Die erste Vollversammlung fand zu der Thematik Tagespflege statt, die zweite Vollversammlung wird im Januar 2006 durchgeführt werden mit der Thematik des Hessischen Erziehungs- und Bildungsplans. Es konnte für diesen Tag vom Staatsinstitut für Frühpädagogik der Autor des Hessischen Erziehungs- und Bildungsplans Herr Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis gewonnen werden.

Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung und -beratung e.V. (AGEF)

Das Familienzentrum Darmstadt ist Mitglied bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienbildung und -beratung e.V.. Es handelt sich bei der AGEF um einen der drei Bundesverbände, in denen Familienbildungseinrichtungen organisiert sind.
Im Jahr 2005 wurde die Jahrestagung der AGEF erstmalig nach 25 Jahren wieder in Darmstadt durchgeführt. Beschäftigt wurde sich inhaltlich mit den Themen Stärkung der Erziehungskompetenz junger Familien, Bindung in der Familie, theoretische Grundlagen, empirische Erhebungen und Anwendungen in der Elternbildung, Welt medial verstehen - das Fernsehen als Sozialisationsagentur und heimliche Erzieher, integrative Familienbildung und Angebote der Eltern- und Familienbildung und deren Wirksamkeit auf die elterliche Erziehungskompetenz, Qualitätsanforderungen an Elternkurse, Kompetenzmerkmale und Schwerpunkte einzelner Angebote.
Im Jahr 2004 wurde von Seiten der AGEF für Eltern-Kind-Gruppen Kursleiterinnen eine vertiefende Fortbildung angeboten. Es ist gelungen, zwei Kursleiterinnen des Familienzentrums Darmstadt Plätze für die Fortbildung anzubieten. Erfreulich hieran ist insbesondere, dass die Kursleiterinnen das Angebot kostenfrei besuchen können.


V.	Haushalts- und Finanzsituation 

Im Jahr 2005 wurde die wirtschaftliche Zusammenlegung der Bereiche Erziehungsberatung und Familien-Bildungsstätte realisiert. Die Haushaltsangelegenheiten der Erziehungsberatung und der Familien-Bildungsstätte wurden auf das Familienzentrum insgesamt übertragen.

Gemäß des Doppelhaushaltes 2004/2005 standen die Haushaltsmittel zur Verfügung, unter Abstrich der Sparvorgaben des Kämmerers.

Es war eine sparsame Haushaltsbewirtschaftung erforderlich, da schon seit Jahren keine Ausweitung des Haushaltsvolumens gegeben ist.

Wieder konnten im Jahr 2005 die Kursgebühreneinnahmen und Honorarausgaben in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander gehalten werden.

Erwähnt werden muss, dass dies nur gelingt auf dem Hintergrund, dass die hauptamtlichen Kräfte des Familienzentrums selbst Kurse durchführen.

Die finanziellen Mittel ermöglichten jedoch, an dem neuen Erscheinungsbild der Printmedien des Familienzentrums zu arbeiten.



VI.	Kooperationen

Im Jahr 2005 wurden wieder etliche Angebote in Kooperation mit über 20 anderen Institutionen und sozialen Diensten durchgeführt. Die fachliche Bündelungen, die durch diese Kooperationen ermöglicht werden, haben die Zielsetzung, ein breitgefächertes Angebot zu unterbreiten.

So werden zielgruppen- und aufgabenorientierte Angebote durchgeführt und Menschen in besonderen Lebenssituationen und mit besonderen Belastungen erreicht.

Beispielhaft für die Arbeit mit Kooperationspartner kann genannt werden:

Stillvorbereitung und -begleitung,
Gesprächskreis für Eltern mit frühgeborenen Kindern,
Integrative Eltern-Kind-Gruppe,
ökologische Angebote,
Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung,
Pflege- und Bereitschaftspflegeeltern,
Kindertagesstätten,
Schulen,
das Frauenbüro
und Angebote für Seniorinnen und Senioren.

Die Arbeit mit Kooperationspartnern hat zwischenzeitlich beim Familienzentrum Tradition und ist fester Bestandteil der Arbeit.
Neben der inhaltlichen Arbeit bedeuten Kooperationen jedoch auch die Kontaktpflege zu den Kooperationspartnern, die z.B. im Bereich Tagespflege mit einem regelmäßigen „runden Tisch“ der Akteure ge-staltet wird. Die regelmäßige Auseinandersetzung über die Arbeitsinhalte, die Beschäftigung, Gestaltung und Entwicklung von Angeboten für spezielle Zielgruppen und die passgenaue Auswahl von Kursleitungen.

Ein Teil der Kooperationsangebote hat sich als fester Bestandteil der Arbeit etabliert und ist im Programm als Kursangebot ausgewiesen, wie z.B. die Integrative Eltern-Kind-Gruppe, der Gesprächskreis für Eltern frühgeborener Kinder und Angebote im ökologischen Bereich. Weitere Angebote finden fortlaufend statt, werden jedoch nicht im Programm aufgeführt. Zu nennen sind hier die Gesprächskreise für Dauer- und Bereitschaftspflegeeltern.

Einige Kooperationsangebote werden nach Bedarf eingerichtet und sind somit ebenfalls nicht im Programm zu finden. So wurde z.B. im Jahr 2005 ein Starke Eltern - Starke Kinder-Kurs für die Kindertagesstätte Am See in Kranichstein durchgeführt.




Im Jahr 2005 konnte als Kooperationsangebot auch die Veranstaltung "Mütterlichkeit in der Generationenperspektive" durchgeführt werden. Den Förderpreis 2004 der Evangelischen Hochschulgesellschaft erhielten Frau Henriette Mecke und Frau Annette Zimmermann für ihre Diplomarbeit mit dem Thema Mütterlichkeit in der Generationenperspektive - eine vergleichend historisch, soziologische Betrachtung. Gemeinsam mit der Evangelischen Fachhochschule und der Evangelischen Hochschulgesellschaft wurde im Familienzentrum ein Abend gestaltet. Die Diplomantinnen stellten die Hauptthesen ihrer Arbeit vor und es schloss sich eine Podiumsdiskussion an.

Auf dem Podium vertreten waren Frau Prof. Dr. Mansfeld - Evangelische Fachhochschule, Frau Skroch - pro familia, Frau Akdeniz - Frauenbüro, Herr Lehnert - Kursteilnehmersprecher des Familienzentrums und Frau Bauer - Leiterin des Familienzentrums. Durch den Abend führte die Leiterin der Sozialverwaltung Frau Dr. Mohr.

Insgesamt kann die Arbeit mit Kooperationspartnern als ausgesprochen erfolgreich beschrieben werden. Gerade weil es möglich ist, Kursteilnehmenden Angebote zu unterbreiten, die sonst in dieser Form nicht möglich wären. Eine Fortsetzung dieser Arbeitsform wird auch im Jahr 2006 stattfinden.



VII.	Qualitätssicherungs- und -entwicklungsarbeit

Qualitätssicherungs- und -entwicklungsarbeit hatte auch im Jahr 2005 seinen Stellenwert im Familienzentrum.

Es fanden regelmäßige Mitarbeiterbesprechungen in den beiden Bereichen Erziehungsberatung und Familienbildung statt. Hinzu kamen im Bereich Familienbildung Programmplanungstermine, in denen auch die inhaltliche Ausgestaltung des Programms thematisiert und Festlegungen getroffen wurden. Im Bereich Erziehungsberatung kamen Fallbesprechungen und Supervisionen hinzu.

Das Gesamtteam des Familienzentrums hat ebenfalls Besprechungen gemeinsam durchgeführt, in denen insbesondere auch die Schnittstellenthematik ins Auge gefasst wurde.

Auf dem Hintergrund der Zusammenlegung von Erziehungsberatung und Familienbildung wurde es erforderlich, die in einem Qualitätssicherungs- und -entwicklungsprojekt erstellte Kursleiter/-innen-Infomappe komplett zu überarbeiten. Dies erfolgte im Jahr 2005. Bei dem Neujahrsempfang im Jahr 2006 konnte die überarbeitete Mappe den Kursleiterinnen zur Verfügung gestellt werden.

Im Bereich Familienbildung wurden in den einzelnen Fachbereichen Fachbereichstreffen durchgeführt, in denen die jeweilige inhaltliche Arbeit des Fachbereichs weiterentwickelt wurde, was sich auch in der Programmplanung auswirkte.

In Arbeitsgruppen-Treffen wurde im Bereich Familienbildung die inhaltliche Arbeit weiter entwickelt. In den Arbeitstreffen werden auch gesellschaftliche Trends aufgegriffen, die in der Kursarbeit zum Tragen kommen. So wurde sich z.B. auch mit der Thematik der Super-Nanny beschäftigt.

Ein weiteres wichtiges Qualitätskriterium ist die Auswahl von kompetenten Kursleiterinnen und Kursleitern und deren Einarbeitung in das Arbeitsfeld Familienbildung.

In diesem Kontext ist auch der neu eingereichte Fachbereich Fortbildung für Fachkräfte zu sehen. Mit dem dort unterbreiteten Angeboten für Kursleitungen soll ebenfalls ein Beitrag zur Sicherung des Qualitätsstandards geleistet werden.

Auch die Mitarbeiterinnen des Familienzentrums haben an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen, um die fachliche Qualität der Arbeit sicherzustellen.







Interne Qualifizierung der Erziehungsberatungs-Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter

Dr. Khalik, Facharzt für psychotherapeutische Medizin
Darmstädter Kinderklinik -
Psychosomatische AbteilungSelbstverletzendes Verhalten bei 
JugendlichenProf. Dr. SchwingerTeamsupervision
Externe Fortbildungen von Mitarbeiterinnen

Milton-Erickson Institut, Rottweil5. Workshoptagung
Kindertagung - hypnotherapeutische und systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und JugendlichenLandesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung in Hessen e.V. (LAG)Wissenschaftliche JahrestagungEuropäische Akademie, Bad BevensenAuffällige Jungen im Vor- und Grundschulalter „Ich bin doch kein Hosenscheißer“Hessisches VerwaltungsseminarPräsentation kompetent durchführenPraxis-Institut für systematische BeratungStarke Eltern - Starke KinderHaus der Begegnung in KerpenPersonenzentrierte Arbeit in der ErziehungsberatungGauss LVSEBuCO Software für die BeratungBundeskonferenz für Erziehungsberatung (BKE)Weiterbildung für Fachkräfte für Verwaltungsangelegenheiten/ SekretärinnenPraxis-Institut für systematische BeratungWenn Eltern Krieg gegeneinander führenOdenwaldinstitutKonflikte lösen mit SystemOdenwaldinstitutStarke Eltern - Starke KinderKoop. Kath. FH Mainz und der SKF-Zentrale e.V. DortmundSystemisch-integrative Beratunghsi-Institut HeidelbergFachtagung 
Coaching für ElternTU Braunschweig, Institut für PsychologiePrävention psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen

VIII.	Bereich Erziehungsberatung


1.	Leistungen des Bereich Erziehungsberatung

Der Bereich Erziehungsberatung bietet ein niederschwelliges Angebot für Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Erziehungsberechtigte. Die Arbeit ist präventiv und problembezogen. Grundlage für die Arbeit ist der § 16 Allgemeine Förderung der Erziehung und der § 28 Erziehungsberatung des Kinder- und Jugendhilfegesetz.

In Darmstadt ist es - wie im Gesetz gefordert - gegeben, dass Fachkräfte unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen arbeiten und mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen vertraut sind. Die Qualität der Arbeit wird unterstützt durch Supervision und Fortbildung.

Die Leistungen des Bereichs Erziehungsberatung erfolgt auf dem Hintergrundwissen über Familien und deren Lebenssituation. Hierzu gehört auch die Veränderung von Familienformen, deren veränderten Wertvorstellungen und der Veränderung von Rollen innerhalb der Familien.

Es wird Beratung und Unterstützung gegeben auf allgemeine Fragen der Erziehung und mit Beratung, Therapie und Diagnostik bei individuellen und familiären Problemen, bei Konflikten und in Krisen reagiert. Trennungs- und Scheidungsberatung und Betreuter Umgang gehören ebenfalls zum Angebot.

Diese Leistungen werden unterbreitet mit der Zielsetzung, die Erziehungsfähigkeit zu stärken und das Zusammenleben in der Familie zu verbessern. Es werden mit den Ratsuchenden gemeinsam neue Sichtweisen und Handlungsoptionen erarbeitet.

Im Rahmen dieser Leistungserbringung wird mit unterschiedlichsten Diensten und Institutionen zusammengearbeitet. Beispielhaft zu nennen sind Kindertagesstätten, Schulen, berufsfördernde Einrichtungen, Kinder- und Jugendpsychiatrien, Kinderkliniken, Kinderarztpraxen, der Städtische Sozialdienst und andere psychosoziale Einrichtungen.

Um das Leistungsangebot fortlaufend zu verbessern, wurden im Jahr 2005 daran gearbeitet, die Konzeptionen für Trennungs- und Scheidungsberatung und Betreuten Umgang zu überarbeiten.



2. 	Zahlen - Daten - Fakten


2 a	Nutzung des Beratungsangebotes:

Am 31.12.2005 lebten in Darmstadt 22.225 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Bei 2 %, also 435 Kindern und Jugendlichen, wurde von ihren Eltern, Erziehungsberechtigten oder anderen Bezugspersonen und Institutionen auf den Bereich Erziehungsberatung zugegangen. Dies heißt, es fand mindestens 1 Kontakt statt. In der Regel kam es jedoch durchschnittlich zu 
5 bis 8 Terminen, in denen die Leistungen der Erziehungsberatung durchgeführt wurden.

Die Nachfrage aus dem Stadtgebiet verteilte sich wie folgt:

2 % aller Kinder und Jugendlichen waren in der Erziehungsberatung

aus allen Stadtgebieten finden Kinder und Jugendliche Zugang zu der Erziehungsberatung

Eine differenziert Betrachtung bestätigt die Beobachtungen der Vorjahre (Seite15 ):

Aus den nördlichen Stadtbezirken suchten mehr Familien die Erziehungsberatung auf. Arheilgen 2,9 %, Wixhausen 2,8 %.

Aus dem Innenstadtbereich kamen 2 % der Ratsuchenden.

Mit 1,4 % und 1 % waren aus Darmstadt-Eberstadt und Darmstadt-Kranichstein die niedrigsten Nachfragen zu verzeichnen.


Geographische Verteilung der betreuten Minderjährigen im Jahr 2005
Betreute Kinder der Erziehungsberatung nach statistischen Bezirken

Statistische Bezirke/StadtteileMinderjährige in der BeratungMinderjährige insges. zum 31.12.2005
%110 Stadtzentrum41582,5120 Rheintor/Grafenstraße53121,6130 Hochschulviertel2613,3140 Kapellplatzviertel166872,3150 St. Ludwig mit Eichbergviertel197252,6100 DA-Mitte461.9432,4210 Johannesviertel127201,7220 Martinsviertel-West197582,5230 Martinsviertel-Ost168331,9240 Waldkolonie107831,3250 Mornewegviertel3833,6260 Pallaswiesenviertel103962,5270 Am Ziegelbusch206043,3200 DA-Nord904.1772,2310 Am Oberfeld84661,7320 Mathildenhöhe63062,0330 Woogsviertel156352,4340 An den Lichtwiesen83542,3300 DA-Ost371.7612,1410 Paulusviertel137411,8420 Alt-Bessungen198942,1430 An der Ludwigshöhe32871,0400 DA-Bessungen351.9221,8510 Am Südbahnhof104212,4520 Heimstättensiedlung201.1151,8530 Verlegerviertel66570,9540 Am Kavalleriesand31482,0500 DA-West392.3411,7Darmstadt-Innenstadt
24712.1442,0610 Alt-Arheilgen247053,4620 Arheilgen-Süd166102,6630 Arheilgen-West351.3172,7640 Arheilgen-Ost82792,9600 DA-Arheilgen832.9112,9710 Alt-Eberstadt158131,8720  Am Lämmchesberg95151,7730 Villenkolonie76221,1740 Am Frankenstein94941,8750 Kirchtannsiedlung111.2940,9700 DA-Eberstadt513.7381,4810 Wixhausen-West103792,6820 Wixhausen-Ost165373,0800 DA-Wixhausen269162,8910 Kranichstein-Süd131.7890,7920 Kranichstein-Nord127271,7900 DA-Kranichstein252.5161,0Darmstadt-Außenbezirke
18510.0811,8keine Angaben3insgesamt
43522.2252,0Quelle: Amt für Einwohnerwesen, Wahlen und Statistik


2 b	Statistische Daten


Personenkreis, der die Erziehungsberatung aufsuchte
Kinder483*Mütter401 .Väter200 .Stiefelternteil13 .Adoptiv-/Pflegeelternteil2 .Großeltern3 .insgesamt1.102 .	* 435 Problemkinder mit 48 Geschwister

1.102 Darmstädter Bürgerinnen und Bürger, verteilt auf 435 Familien/Erziehungsberechtigte, kamen zu einem persönlichen Gespräch in den Bereich Erziehungsberatung.

Die telefonische Fachberatung wurde von 30 Anrufern wahrgenommen, eine E-Mail-Beratung nutzten 6 Bürgerinnen und Bürger.

In der überwiegenden Mehrzahl wurden die Kinder zu den Terminen in die Erziehungsberatung von ihren Müttern und Vätern begleitet. Es konnten wieder, wie in den Vorjahren, 50 % der Väter in den Beratungsprozess mit eingebunden werden.


Kontaktanbahnung
Anzahl%Eigeninitiative 20346,6Bekannte/Verwandte368,3Schulen4610,6Kindertagesstätten, Kindergärten327,4Jugendamt/Städtischer Sozialdienst368,3Ärzte/Kliniken5612,8Gericht40,9therapeutische Beratungsstellen 225,1gesamt435100
Aus eigenem Antrieb oder auf Anregung von Verwandten und Bekannten kamen ca. 55 % der Bürger zur Beratung. Ca. 45 % meldeten sich aufgrund einer Empfehlung von Sozialarbeitern, Lehrern, Ärzten und Familienrichtern. Deutlich wird hieran, dass die Erziehungsberatung als ein wichtiger Partner in der psychosozialen Versorgung Darmstadts anerkannt ist.



Sitzungshäufigkeit bezogenen auf die abgeschlossenen Fälle (N=292)
Dauer der BeratungAnzahl der 
Kontakte%01 Sitzung7525,702 Sitzungen3913,403 Sitzungen3211,004 Sitzungen134,505 Sitzungen206,806 Sitzungen165,507 Sitzungen103,408 Sitzungen124,109 Sitzungen144,810/11 Sitzungen134,512/13 Sitzungen93,114/15 Sitzungen41,416/17 Sitzungen82,718/19 Sitzungen31,020 Sitzungen31,0mehr als 20 Sitzungen217,2gesamt292100
Im Jahr 2005 wurde die Zusammenarbeit mit 292 Familien beendet
Nach 5 Sitzungen war für ca. 50 % der Familien ein zufriedenstellender Lösungsprozess in Gang gesetzt oder beendet worden. Mit mehr als 20 Sitzungen wurden, wie in den Vorjahren, Kinder und Jugendliche erreicht, die ein motopädisches Trainingsprogramm durchliefen.


Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen
Anzahl%bei den Eltern23052,9bei Adoptiveltern10,2bei alleinerziehender Mutter16638,2bei alleinerziehendem Vater51,1bei Elternteil mit Stiefelternteil276,2bei Großeltern/Verwandten10,2in einer Pflegefamilie00sonstige Lebenssituationen10,2im Heim/Wohngemeinschaft41,0gesamt435100
Ca. die Hälfte der vorgestellten Kinder und Jugendlichen leben nicht bei ihren Eltern sondern bei einem alleinerziehenden Elternteil oder in einer anderen Familien- oder Lebenskonstellation. Dies legt den Schluss nahe, dass ein hoher Prozentsatz der Kinder schmerzhafte Trennungs- und Verlusterfahrungen durchlebt haben. 


Alter und Geschlecht
Alter/
Jahremännl.%weibl.%gesamt%unter 371,661,3132,9  3 -  64510,3337,67817,9  6 -  96815,8327,510123,3  9 - 125612,9358,09120,912 - 15429,7388,88018,515 - 18306,9296,85913,718 - 2130,892,0122,8gesamt25258,018342,0435100

Im Vergleich zu den Vorjahren wurden auch weiterhin prozentual mehr Jungen als Mädchen in der Beratungsstelle angemeldet (58 % zu 42 %). Dennoch ist auffällig, dass hier eine Verschiebung stattgefunden hat. Prozentual gesehen wurden 5,5 % weniger Jungen und mehr Mädchen im Vergleich zum Vorjahr zu einem Ersttermin angemeldet.

Die Altersgruppe der 6 - 9-Jährigen (Jungen 15,8 %, Mädchen 7,5 %) macht die stärkste Gruppe der Erstanmeldungen aus.





Anzahl der
Kinder und Jugendlichen
absolute Zahlen





Nationalität der Kinder
Angaben in %deutsch40793,6nicht deutsch214,8binational61,4keine Angaben10,2gesamt435100


Herkunftsland des Vaters
Angaben in %Deutschland33376,6Spätaussiedler20,5Europa5111,7Türkei204,6Afrika143,2Amerika61,4Asien92,1gesamt435100


Herkunftsland der Mutter
Angaben in %Deutschland33977,9Spätaussiedler20,5Europa6815,6Türkei153,4Afrika71,6Amerika10,2Asien30,7gesamt435100
93,6 % der angemeldeten Kinder und Jugendlichen hat die deutsche Nationalität. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund ist somit deutlich geringer.

In der Beratungsstelle liegen Informationen in türkisch und russisch aus. Bei Bedarf ist auch der Einsatz eines Dolmetschers möglich.



Stellung der Eltern im Erwerbsleben
Väter%Mütter%Arbeiter/-innen4911,3184,1Angestellte20547,119344,4Beamte/-innen143,2143,2Selbständige5212,0266,0Hausfrauen/-männer10,210624,4Umschüler/-innen30,761,4Arbeitslose255,7245,5Rentner/-innen122,810,2Student/-innen61,4143,2keine Angaben6815,6337,6gesamt435100435100


Kindertagesstätten- und Schulbesuch der Kinder und Jugendlichen
Anzahl%Keine Einrichtung (Kinder unter 3 Jahren)358,0Kindertagesstätte10724,6Grundschule13430,8Hauptschule133,0Gesamtschule317,1Realschule225,1Gymnasium7817,9Sonderschule92,1Lehre/Ausbildung61,4gesamt435100


Anzahl der Kinder, die in der Familie leben
Anzahl%1-Kind-Familie16137,52-Kind-Familie18342,73-Kind-Familie7016,34-Kind-Familie122,8und mehr Kinder30,7gesamt435100


2 c	Häufigste Störungen (Symptomatik)

Die Gründe oder Symptome, weswegen die Kinder und Jugendlichen im Bereich Erziehungsberatung vorgestellt wurden, lassen sich wie folgt zusammenfassen und gewichten (Mehrfachnennungen waren die Regel):

Rangplatz 1: Störungen im Gefühlsbereich			
Absolute Zahlenandere Störungen
Oppositionshaltung, Trotz, Provokation		  89
Distanzlosigkeit		  17
Negativismus (Null-Bock)		  11117Dissozialität
verbale Aggressivität		  46
physische Aggressivität		  24
Schwindeln, Lügen		  11
Betrügen, Stehlen		    8
Straftat		    191Emotionale Labilität		
Selbstwertmangel 	  	  39
depressive Verstimmung	  	  25
Suizidgedanken/-versuch	  	  1175Ängste
soziale Ängste/Hemmungen		  21
Allgemeine Ängstlichkeit		  20
Leistungsängste/Prüfungsängste		    245Zwänge
Zwangshandlungen/-gedanken		    44gesamt332
Rangplatz 2: Auffälligkeiten im Leistungsbereich      
Absolute ZahlenArbeits- und Leistungsstörungen
mangelndes Durchhaltevermögen		22
Motivationsmangel/zu niedriges Anspruchsniveau		27
Leistungsverweigerung		18
allgemeine Lernschwäche		16
zu hohes Anspruchsniveau		11
Fernbleiben von Schule/Arbeitsplatz		  9
mangelnde Arbeitsplanung		13
mangelnde Fertigkeiten (z.B. Deutschkenntnisse)		  7
Teilleistungsschwäche (Rechnen, Rechtschreibung)	  5
schulische Überforderung		  4131Aufmerksamkeitsstörungen
hohe Ablenkbarkeit/Konzentrationsprobleme		39
Hyperaktivität/ADS		  8
fehlerhaft-verlangsamte Aufmerksamkeit		  552Entwicklungsrückstände
allgemeine Entwicklungsrückstände		13
motorische Entwicklungsrückstände		  3
perzeptuelle Entwicklungsrückstände		  3
sonstige Entwicklungsrückstände, z.B. n. Krankheit	  221gesamt204

Rangplatz 3: Störungen der Kommunikation und Interaktion 	
Absolute ZahlenStörungen in sozialen Beziehungen
Geschwisterrivalität		34
Probleme mit Gleichaltrigen		40
Auffälligkeiten im Spielverhalten		15
Unfähigkeit zur Zusammenarbeit u. Einordnung	19
Kontakthemmungen		15
mangelnde soziale Kompetenz		19
Isolation		10
Unselbständigkeit		  8163Auffälligkeiten im Sprechverhalten
verzögerte Sprachentwicklung		10
übermäßiges Reden		  3
Stottern		  0
Sprachverweigerung		  013Auffälligkeiten im sexuellen Bereich
Opfer sexueller Gewalt, sexuelle Ausbeutung 		   3
sonst. Auffälligkeiten im sexullen Bereich		   3
Probleme durch sexuelle Orientierung		   06gesamt182
Rangplatz 4: Störungen im Körperbereich			
Absolute ZahlenPsychosomatische Probleme
Enuresis		11
Magen-Darm/Bauchweh		11
Enkopresis		  6
Adipositas		  5
Schlafstörungen		  5
Kopfschmerzen		  5
Asthma/Atmung		  3
Hautkrankheiten/Neurodermitis		  2
Ess-Störungen		  2
Anorexia		  151Sonstige Auffälligkeiten im Körperbereich
Auffälligkeiten in der Fein-/Grobmotorik		  6
Nägelkauen, Daumenlutschen, Schaukeln		  4
erhöhte Anfälligkeiten für Krankheiten  		  3
Auffälligkeiten im Bewegungsablauf, 
Koordinationsschwierigkeiten		  316Somatopsychologische Probleme
Probleme mit Körpergröße		  3
Sinnesbehinderung		  2
Körperbehinderung		  0
hirnorganische Anfallsleiden		  0
chr. organische Krankheiten		  05Störungen durch psychotrope Substanzen
Alkoholmissbrauch/-abhängigkeit		  0
Drogenmissbrauch/-abhängigkeit		  11gesamt73




2 d	Beratungsfelder

Ein Teil der Eltern suchte Hilfen in folgenden Problembereichen
           AnzahlErziehungsfragen 235Besuchsrecht34Schullaufbahnfragen13Sorgerecht5Prüfung des Entwicklungsstandes8familienrechtliche Fragen7Prüfung der Hochbegabung2Rest2gesamt306


Typische Belastungssituationen (Mehrfachnennung)
            AnzahlTrennung und Scheidung der Eltern160eskalierendes Streitverhalten50Partnerschaftskonflikt/Beziehungsprobleme44persönliche Probleme eines Elternteils/psych. Störung49Pubertätsproblematik67eingeschränkte Kommunikation/ Konfliktvermeidung28verwöhnendes Erziehungsverhalten der Eltern41Schläge/Ohrfeige als Erziehungsmittel13Krankheit und Tod einer Bezugsperson14spezifische Probleme der Auswanderung/Umsiedlung11Probleme der Rollenverteilung8familiäre Krisen: Geburt, Einschulung etc.8vernachlässigendes Erziehungsverhalten8ausgeprägte defizitäre Lebensumstände6Kindesmisshandlung/Gewalt10ungewollte Schwangerschaft2gesamt519


2 e	Formen der Beratung

Offene Angebote (ohne Voranmeldung)
Anzahl der
NutzerOffene Sprechstunde166Telefonische Fachberatung30E-Mail-Beratung6

Auch im Jahr 2005 ist die Anzahl der Nutzer der Offenen Sprechstunde weiterhin gestiegen. Die telefonische Fachberatung wurde von 30 Anrufern wahrgenommen, eine E-Mail-Beratung nutzten 6 Bürgerinnen und Bürger.



Terminierte Angebote (mit Voranmeldung)

 FachstundenEinzelsitzung mit der Mutter480Einzelsitzung mit dem Vater79Einzelsitzung mit dem Kind/Jugendlichen399Familiensitzungen200Elterngespräche358Teilfamilien (Mutter/Kind)368Teilfamilien (Vater/Kind)66Erziehungsberechtigte mit anderen20Sitzungen mit anderen Erziehungsberechtigten21Kindergruppen (Mototherapie)642Kontakte mit anderen Beratern/Therapeuten25Kontakte mit dem Städt. Sozialdienst45Kontakte mit Behörden und Institutionen88Helferkonferenzen nach § 36 KJHG21Helferkonferenzen (mit/ohne Eltern)3Telefonberatung59Terminausfall (mit/ohne Benachrichtigung)196














Einzelfallbezogene Leistungen

FachstundenAbklärung/Exploration457Anamnese14Beratung zu Erziehungsfragen1706Krisenintervention35Verhaltensbeobachtung von Kindern28Testuntersuchung von Kindern80Mototherapie550Therapie für Familien oder Kinder105Betreuter Umgang84Stellungnahme/Gutachten15Hilfeplan6Intervention im sozialen Umfeld18Triple-P393Gesamt3491




3.	Arbeitsberichte

Abwendung von Eskalation und drohender Fremdunterbringung durch 
Beratung im Familienzentrum - Bereich Erziehungsberatung am Beispiel Pubertät


Instabile Familiensysteme sind während der Pubertätszeit besonders bedroht, dem Entwicklungsbedürfnis nach Abstoßung und Machtausdehnung der Jugendlichen nicht standzuhalten. Eskalationen von Jugendlichen, Erwachsenen und/oder des Gesamtsystems sind von daher in dieser Entwicklungsphase besonders häufig und manchmal äußerst bedrohlich. Lösungsversuche der Erwachsenen oder der Jugendlichen "schreien" dann nach Hilfe außerhalb der Systemgrenzen und nach Unterbringung des Jugendlichen im sozialpädagogischen oder im sozialpsychiatrischen Bereich.

Im Folgenden soll nach einer Einführung über Grundsätzliches an zwei Beispielen aufgezeigt werden, wie durch Beratung eine weitere Eskalation eines Familiensystems und/oder eine drohende Fremdunterbringung der/des Jugendlichen verhindert werden kann.

Allgemeines

In der Pubertätszeit stehen vor allem drei wesentliche Entwicklungsthemen im Vordergrund. Die/der Jugendliche will

eine eigene Identität mit eigenem Fühlen, Denken und Handeln entwickeln,
seine Macht- und Entscheidungsfreiheit ausdehnen und lernen, sich an neuen selbst- und fremddefinierten Grenzen zu orientieren,
neue altersgemäße Kontaktformen finden ohne dabei die tiefe Bindung zu nahen Bezugspersonen zu verlieren.

Eltern und andere Erwachsene sind durch die oft plötzlichen Gefühls- und Verhaltensänderungen der Jugendlichen während der Pubertätszeit häufig überfordert, verunsichert, erschreckt, enttäuscht.

Sie reagieren, je nach eigenem psychischen Hintergrund (frühe Erfahrungen, Bindungsfähigkeit, Ängste), auf das sich verändernde Verhalten der Jugendlichen selbst ebenfalls oftmals eskalierend.

So kommt es, dass Eltern sich dem Jugendlichen gegenüber entweder zu sehr zurückziehen, raushalten, aufgeben oder mit übermächtigen Gefühlen sich einmischen, enger binden und Macht ausüben wollen.

Durch Beratung können Eltern lernen, die eigenen Gefühle und Verhaltensweisen und die ihrer pubertierenden Kinder besser zu verstehen und eigenes Fühlen und Handeln zu verändern.




Dabei geht es im Wesentlichen um folgende Inhalte:

Eltern lernen
dem Jugendlichen mehr Erlaubnis zu geben und gleichzeitig neue schützende, stabilisierende Grenzen zur Verfügung zu stellen,
die Jugendlichen zu eigenen Entscheidungen zu ermutigen und daneben die elterliche erwachsene Position, Meinung und Kompetenz zu benennen und zu bewahren,
wechselnde Gefühle den Jugendlichen erlauben und gleichzeitig sich von diesen Gefühlen nicht überrollen und handlungsunfähig machen zu lassen,
Abstand, Abgrenzung zuzulassen und gleichzeitig Bindung anzubieten sowie neue Kontaktformen des Umgangs miteinander zu finden.

Für die Beratungsarbeit mit eskalierenden Familiensystemen haben sich wechselnde Settings (Gesamtfamilie, Eltern und Jugendliche alleine) und wechselnde Inhalte (Gefühle, Hintergründe, aktuelle Entscheidungen und Handlungsstrategien) als besonders hilfreich erwiesen.




Bastian  (Name geändert)


Familienkonstellation

Bastian S. - zum Zeitpunkt der Anmeldung 16 Jahre - stammt aus einem eher instabilen Elternhaus. Der Vater hatte immer wieder Alkohol- und Drogenprobleme, die Mutter zeigt sich wechselnd zwischen persönlichen Selbstverwirklichungswünschen und übergroßer Anpassung.

Die Eltern trennten sich, als Bastian 6 Jahre alt war. Bastian hat zwei jüngere Stiefgeschwister. Die drei Kinder wohnen mit der Mutter zusammen und haben unregelmäßige Kontakte zu ihren Vätern. Die Familie lebt von Unterhaltszahlungen, Sozialhilfe und verschiedenen Arbeitsversuchen der Mutter.


Auffälligkeiten und Eskalation

Zum Zeitpunkt der Anmeldung zeigt Bastian keine Motivation, den zunächst angestrebten Schulabschluss (mittlere Reife) zu erreichen. Die Schule hat ihn "fallengelassen" und plädiert für einen Abgang von Bastian ohne Abschluss mit Erreichen der Pflichtschulzeit.

Nach Aussage der Mutter ist Bastian unansprechbar, treibt sich rum und kommt häufig nachts nicht nach Hause. Auf Forderungen reagiert er aggressiv. Den Kontakt zu seinen jüngeren Stiefgeschwistern hat er weitestgehend abgebrochen. Frau S. ist "am Ende" und fordert Fremdunterbringung für Bastian.


Beratungssetting

Von März 04 bis Juli 05 fanden 15 Kontakte mit der Familie und drei Telefonkontakte mit dem Klassenlehrer von Bastian statt.
Die Familienkontakte wurden in unterschiedlichen Settings durchgeführt: Mutter alleine, Vater alleine, Bastian alleine, Eltern und Bastian.


Intervention

Während der Beratungszeit wurden folgende Themenbereiche besonders fokussiert:

Frau S. erhält die Möglichkeit, ihre negativen Gefühle auszudrücken und neu einzuordnen.
Bastian wird mehr mit seinen Fähigkeiten gesehen und beschrieben und es werden positive Perspektiven und Möglichkeiten aufgezeigt.
Der Vater wird in die Beratung einbezogen. Die Eltern werden über das Verhalten von Jugendlichen in der Pubertätszeit informiert und in ihrer elterlichen Kompetenz bestärkt.
Der Kontakt mit der Schule ermöglicht eine neue Chance. Zwischen Bastian und seinen Lehrern wird ein Vertrag ausgehandelt, der die genauen Modalitäten für einen noch möglichen Schulabschluss und eine weitere Beschulung enthält.
Der Vater wird aufgefordert, seine Kontakte zu Bastian wieder regelmäßig wahrzunehmen und sein Interesse auch durch Anrufe und Mails zu signalisieren. Außerdem stellt der Vater dem Jungen ein "Ausweichzimmer" im Hause der Großmutter (v) zur Verfügung.
Die Wohnung der Mutter wird umgeräumt. Bastian erhält einen eigenen Bereich. Der Vater hilft bei den handwerklichen Notwendigkeiten.
Durch das Austragen von Werbung kann Bastian sein Taschengeld aufbessern.
Bastians Ausgehzeiten werden ausgedehnt und die Eckpunkte klar definiert.


Abschluss

Im Juni 05 hat Bastian die Mittlere Reife abgeschlossen und nach gutem Arbeitspraktikum im September mit einer Lehre in seinem Wunschberuf begonnen. Er strebt an, demnächst in eine Wohngemeinschaft oder auch zu seiner Großmutter zu ziehen.




Sabine  (Name geändert)


Familienkonstellation

Sabine B. - zum Zeitpunkt der Anmeldung 15 Jahre - besucht die 10. Klasse eines Gymnasiums. Sie ist eine gute Schülerin und wirkt in der Schule still und unauffällig. Ihre 13-jährige Schwester ist behindert und besucht eine Sonderschule.
Die Eltern trennten sich, als Sabine 8 Jahre alt war. Beide Kinder leben mit ihrer Mutter und haben guten und regelmäßigen Kontakt mit ihrem Vater.
Während der Trennungszeit (vor ca. 8 Jahren)  hat Frau B. schon mal Erziehungsberatung in Anspruch genommen.
Seit damals hat sie ihr durch die Geburt der Kinder abgebrochenes Studium wieder aufgenommen und abgeschlossen. Derzeit arbeitet sie mit 30 Stunden in einem Wirtschaftsunternehmen.


Auffälligkeit und Eskalation

Kurz vor einem geplanten Auslandsaufenthalt (Schüleraustausch der 10. Klasse) hat Sabine der Mutter eröffnet, dass sie die Reise nicht antreten wird, weil sie schon seit einiger Zeit an "Bulimie" erkrankt sei. Die "Beichte" der Tochter löst panikartige Zustände bei der Mutter aus. Frau B. stellte ihre weitere Berufstätigkeit infrage und sah Sabine (aus eigenen stigmatisierenden Klinikerfahrungen heraus) schon in langfristiger stationär psychiatrischer Behandlung.


Beratungssetting

Von Juni 05 bis Dezember 05 fanden 6 Einzelkontakte mit Sabine und 3 Einzelkontakte mit der Mutter statt, wobei auf eine Vertrauensbasis aus den früheren Beratungskontakten aufgebaut werden konnte.


Interventionen

Die Mutter wurde beruhigt und zu somatischen Reaktionen und krisenhaftem Verhalten in der Pubertätszeit umfassend informiert.
Frau B. wurde bestärkt, eigene Interessen (Berufstätigkeit) weiter zu verfolgen, jedoch auch aufgefordert, den Kontakt zu Sabine verändert zu gestalten. Mutter und Tochter legten feste Treffzeiten fest und begannen, sich mehr über tabuisierte Themen wie psychische Krisen der Mutter, Behinderung der Schwester zu unterhalten.
Sabine wurde in ihrer häufigen und nicht klar benannten Aufsichtspflicht der behinderten Schwester gegenüber entlastet. Für die Schwester wurden neue Betreuungsmodalitäten u.a. durch den Vater festgelegt.




Sabines Gefühle wurden in den Beratungsgesprächen sehr ernst genommen und benannt. Sie bekam mehr Erlaubnis, neben der behinderten Schwester ihr eigenes Leben aufzubauen und zu gestalten.
Frau B. lernte, ihre Panik mehr ihrer eigenen Geschichte zuzuordnen als Sabines Auffälligkeiten. Mutter und Tochter begannen, ihre Probleme besser voneinander zu trennen.
Für Sabine wurden veränderte soziale Kontaktmöglichkeiten aufgezeigt und sie wurde ermutigt, neue Schritte zu wagen.
Beide Eltern unterstützen Sabine mehr finanziell, damit sie ihrem Wunschhobby, der Musik, gezielter und professioneller nachgehen kann.


Abschluss

Bei Abschluss der Gespräche hat Sabine ihre sozialen Kontakte wesentlich ausgebaut. Sie spielt in einer Mädchenband, die sie federführend mit ins Leben gerufen hat. Die Kontakte der Geschwister haben sich entzerrt. Die jüngere Schwester verbringt mehr Zeit mit ihrem Vater. Mutter und Sabine verabreden sich mindestens 1 mal wöchentlich zum Reden, Essengehen oder Einkaufen. Seit einigen Wochen hat Sabine einen Freund. Bei Abschluss der Beratung zeigen sich keine Ess- und Brechattacken mehr.



Zusammenfassung


In den Ausführungen konnte aufgezeigt werden, dass durch Beratung drohende Einweisungen bzw. Unterbringungen in sozialpädagogischen und/oder sozialpsychiatrischen Einrichtungen verhindert werden können. Damit werden den Jugendlichen einschneidende soziale und psychische Einbrüche erspart und es ergeben sich neue Perspektiven aus Entwicklungskrisen bzw. späteren Lebenskrisen heraus zu wachsen.





IX.	Bereich Familienbildung


1.	Leistungen des Bereichs Familienbildung

Der Bereich Familienbildung arbeitet auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes § 16 Allgemeine Förderung in der Familie. Zielsetzung ist es, ein präventives Angebot vorzuhalten. Die Chance liegt darin, Familien zu erreichen - unabhängig von Problemsituationen und akuten Krisen.

Familienbildungsarbeit zeichnet sich durch vielfältige Herangehensweisen aus. Es umfasst z.B. Elemente von Bildung, Beratung, Familien-Gruppenarbeit, Stadtteilarbeit und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Lebensverhältnisse von Familien werden aufgegriffen mit der Zielsetzung, neue Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, Beziehungskompetenzen zu stärken, Erziehungsarbeit zu fördern, Reflexionsprozesse zu ermöglichen und damit neue Sichtweisen zu erschließen.

In Darmstadt werden in 8 Fachbereichen Eltern und anderen Erziehungsverantwortlichen, Kinder, Senioren und Seniorinnen und Fachkräften Angebote unterbreitet. Diese Fachbereiche sind:

Rund um die Geburt/Das erste Lebensjahr
Mit Kindern leben
Familie und Gesellschaft - Pädagogik und Psychologie
Kreatives Gestalten/Ökologie
Ernährung und Haushaltsführung
Gesundheit, Bewegung und Entspannung
Väter
Fortbildungsangebote für Fachkräfte und Tagespflegepersonen

Die Kurse und Veranstaltungen werden in der Frankfurter Str. 71 und den Außenstellen Wixhausen, Arheilgen, Kranichstein und Eberstadt durchgeführt. Hinzu kommen weitere Veranstaltungsorte wie z.B. Natur, Schulen, Kindergärten und Schwimmbad. Die Kurs- und Veranstaltungszeiten sind dem Familienalltag angepasst, so dass diese vor- und nachmittags, abends und am Wochenende angeboten werden.

In der Fachliteratur werden die Ansätze von Familienbildungsarbeit mit
Familien-Lebensphasen-Ansatz,
aufgabenorientiertem Ansatz,
Ansatz von besonderen Lebenssituationen,
Ansatz von besonders belasteten Lebenslagen und
Zielgruppen-bezogene Arbeitsansätzen 
beschreiben.

In den folgenden Berichten aus der Arbeit des Bereichs Familienbildung wird die inhaltliche Arbeit und die ihr zugrunde liegenden Arbeitsansätze vorgestellt.


2.	Statistikerhebung 2005


Im Jahr 2005 haben insgesamt 13.269 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kurse und Veranstaltungen des Bereichs Familienbildung besucht. Hiervon waren 7.132 weiblich, 759 männlich und 5.378 Kinder.

Von den Teilnehmenden haben insgesamt 363 Ermäßigungen in Anspruch genommen. Dies bedeutet eine Anstieg von Teilnehmenden, die aufgrund ihrer Lebenssituation Anspruch auf eine Ermäßigung hatten.

Im Jahr 2005 wurden 956 Kurse und Veranstaltungen durchgeführt mit 7.695,5 Kursstunden á 45 Minuten.

Die Angebote fanden vormittags, nachmittags, abends und am Wochenende statt.

532 Kurse und Veranstaltungen vormittags, 99 Kurse und Veranstaltungen nachmittags, 220 Kurse und Veranstaltungen abends, 105 Kurse und Veranstaltungen am Wochenende.

Die Verteilung der Kurse und Veranstaltungen auf die einzelnen Örtlichkeiten ergeben folgendes Bild:
Frankfurter Straße				373 Kurse und Veranstaltungen
Außenstelle Wixhausen			117 Kurse und Veranstaltungen
Außenstelle Arheilgen			129 Kurse und Veranstaltungen
Außenstelle Kranichstein			127 Kurse und Veranstaltungen
Außenstelle Eberstadt			106 Kurse und Veranstaltungen
Natur						  46 Kurse und Veranstaltungen
sonstige Kursorte				  58 Kurse und Veranstaltungen

Es wurden im Jahr 2005 somit wieder Kurse sowohl stadtteilorientiert angeboten als auch dem Zeitbedürfnis von Familien entsprechend.





3.	Arbeitsberichte

„Neue Väter?  Bessere Väter?“
Väter im Familienzentrum!

Dass Männer/Väter den Weg ins Familienzentrum finden, ist so alt wie die Einrichtung selbst. Allerdings stand ihr Anteil noch nie in vergleichbarer Relation zu dem der weiblichen Teilnehmerinnen. Im Rahmen der sich seit vielen Jahren wandelnden „Vatervorstellungen“, der gender-mainstreaming Diskussion, der Notwenigkeit, das Thema Männer und Familie auch wegen der zunehmenden Kinderlosigkeit von seinem Schattendasein ins Rampenlicht zu holen, sieht das Familienzentrum sich geradezu in der Verpflichtung, dieser Teilnehmergruppe einen festen eigenen Bereich in der Familienbildungsarbeit zuzuordnen.

Wenn man einmal davon ausgeht, dass sowohl Männer wie Frauen, sowohl Väter als auch Mütter heute mehr denn je Unterstützung benötigen, um komplexer gewordene Fragen von Elternschaft und Erziehungsprozessen und eine unter allseits erschwerten Bedingungen zu organisierende Partnerschaft für beide befriedigend zu gestalten, kann das Thema der Familienbildungsarbeit nicht lauten, ob Männer-/Väterarbeit vorangetrieben werden muss, sondern nur wie Männer/Väter erfolgreicher mit deren Arbeit zu erreichen sind.

Erfahrungsgemäß sind Männer/Väter besonders empfänglich für Väterarbeit, wenn sie sich in Lebensübergängen (vom Paar zum Elternpaar, Einschulung der Kinder, in Beziehungskrisen, bei Trennungen...) befinden. Für die Bildungseinrichtungen bedeutet das, sie in diesen Übergängen mit dem dann besonders großen Interesse an Informationen und Angeboten zur Stärkung ihrer Erziehungs- und Partnerschaftskompetenz zu bedienen.

Dem Familienzentrum Darmstadt ist dies in den letzten Jahren durch eine enge Kommunikation mit den Männern/Vätern gelungen, die bereits an verschiedenen Kursangeboten teilgenommen hatten. In Absprache mit diesen, bereits in der Einrichtung etablierten Kunden, entstanden nach und nach „Orte“ (Kurse) für Väter bzw. Väter und Kinder, die wiederum vermehrt neue Väter anlockten.

Diese Entwicklung, das zunehmende Aufmerksamwerden von Männern/Vätern auf das Familienzentrum, hatte im Herbst 2005 die logische Konsequenz der Installierung eines eigenen Fachbereichs „Väter“, der sich in Angebote für Väter und Kinder (von 1 - 12 Jahren) und Angebote nur für Väter/Männer gliederte.

Rückblickend lassen sich aus diesem ersten Programmdurchlauf über den Fachbereich Väter folgende Beobachtungen festhalten:

Väter/Männer wählen bei Kursangeboten eher das „miteinander Tun“ als das „miteinander Reflektieren“
sie bevorzugen niederschwellige Angebote


sie wollen einen längeren Vorlauf der Vertrauensbildung untereinander, um sich auch auf Gesprächsgruppen einlassen zu können
in der Väterarbeit braucht es insbesondere qualifizierte männliche Fachkräfte
das Kursangebot muss bei seinen Angebotszeiten die besondere Lebenssituation von Männern/Vätern schwerpunktmäßig berücksichtigen, von Freitagnachmittag bis Sonntag stattfinden
Kursangebote für Väter mit Kindern unter 7 Jahren werden besser angenommen als die für Väter mit Kindern über 7 Jahren.

Um dem noch sehr jungen Fachbereich und der Väterarbeit angemessene Aufmerksamkeit und Wertschätzung angedeihen zu lassen, aber auch, um eine erfolgreiche Planung von neuen Maßnahmen und Angeboten zu sichern, wird eine Evaluation in Form einer Teilnehmerbefragung vorbereitet, deren Ergebnisse anschließend bekannt gegeben werden. Notwendig erscheint diese Maßnahme auch, um die dynamischen Effekte der Väterbewegung zu jeder Zeit mit zu vollziehen. Ein weiterer wichtiger Basisanteil der Planungsarbeit ist der Fachaustausch unter den Kursleiterinnen und Kursleitern, die im Väterbereich arbeiten. Zu entwickeln ist noch ein angemessenes themenzentriertes Fortbildungsangebot für die internen Fachkräfte.

Das Familienzentrum hat sich zur Aufgabe gemacht, Vätern/Männern ein Forum zu bieten, in dem sie ihre aktive Väterlichkeit leben können und in dem auch sie an der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aktiv mitarbeiten können.





Bildung von Anfang an
Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 - 10 Jahren in Hessen

Im März 2005 wurde der von der Hessischen Landesregierung in Auftrag gegebene Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 - 10 Jahren als Entwurf der Öffentlichkeit zur Anhörung vorgelegt. Erarbeitet wurde dieser Bildungsplan von einer Fachkommission mit Vertretern der Politik, Wissenschaft, der Praxis, der Eltern, der Wirtschaft, der Ausbildungsstätten sowie der kommunalen und freien Träger. Leiter des Projektes und der Fachkommission ist Prof. Dr.Dr.Dr. Wassilios E. Fthenakis. Der nun in überarbeiteter Form vorliegende Entwurf wird mit dem neuen Kindergarten- bzw. Schuljahr implementiert und soll 2005/2006 in die Erprobungsphase gehen. Zum ersten Mal wurden Bildungsinstitutionen aufgefordert, sich als „Tandems“ für die wissenschaftlich begleitete Erprobungsphase zu bewerben. Ursprünglich sollten 46 Tandems ausgewählt werden, doch aufgrund der großen Zahl (128) und der hohen Qualität der Bewerbungen wurde beschlossen, alle Standorte in die Erprobungsphase einzubinden. 46 Tandems bilden einen „inneren Kreis“ mit enger wissenschaftlicher Begleitung, die restlichen 82 Tandems gehören zum „äußeren Kreis“.

Im Rahmen dieses Modellversuchs wurde das Familienzentrum vom Tandem Evangelische Kindertagesstätte Sonnenblume und Wilhelm-Busch-Schule als Kooperationseinrichtung angefragt. Die Kooperation der Tandems mit Familienbildungsstätten ist von Seiten des Hessischen Sozialministeriums und des Kultusministeriums erwünscht. Das Tandem Ev. Kindertagesstätte Sonnenblume, Wilhelm-Busch-Schule und Familienzentrum gehört zum „äußeren Kreis“. Der inhaltliche Schwerpunkt ist auf die Bewältigung von Übergängen wie von der Familie in die Kindertagesstätte, von der Kindertagesstätte in die Grundschule, von der Grundschule in die weiterführende Schule ausgerichtet. 30 Kinder der Ev. Kindertagesstätte Sonnenblume werden während der Projektphase auf den Übergang in die Grundschule vorbereitet und begleitet. Der besondere Focus von Seiten des Familienzentrums gilt der Begleitung und Unterstützung der Eltern. Der Bogen reicht von der Prävention bis zur Krisenintervention.

In der Kindertagesstätte Sonnenblume fand am 11. Oktober 2005 der erste gemeinsam gestaltete Elternabend im Rahmen des Modellversuchs zum Thema Übergang in die Grundschule statt. Den Eltern wurde der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan vorgestellt und die im Rahmen des Projekts geplante Zusammenarbeit der drei Einrichtungen. Der Hessische Bildungsplan richtet sich nicht nur an die Bildungsinstitutionen, sondern er will auch den Familien und Tagespflegepersonen als Orientierung dienen. Deshalb wurden die Eltern aufgefordert, sich an diesem Prozess aktiv zu beteiligen und an den Kooperationstreffen teilzunehmen.

Die offizielle Auftaktveranstaltung zur Erprobung des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 - 10 Jahren in Hessen für den äußeren Kreis ist am 18. Januar 2006. Arbeitsergebnisse und Informationen über Inhalte und Verlauf dieser im Rahmen eines Modellversuchs begonnenen Zusammenarbeit finden Sie im Jahresbericht 2006.


Bündnis für Familien in Darmstadt

Das Familienzentrum - Familienbildung gehört zu den Gründungsmitgliedern des Darmstädter Bündnisses für Familien, das im Jahr 2005 aus dem Arbeitskreis Zeitflexibilisierung hervorgegangen ist. Warum bringt sich das Familienzentrum in diese Bündnisarbeit ein? Dies ergibt sich aus den zahlreichen Angeboten für junge Familien, in denen immer wieder die Fragestellungen rund um den Themenbereich „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ aufgeworfen werden.

Es scheint heute selbstverständlich, Familie und Beruf zu vereinbaren. Frauen sind besser ausgebildet als früher und formulieren, dass beides - Beruf und Familie - zu ihrem Leben gehören. Die Rahmenbedingungen bedeuten für viele Familien - und dabei insbesondere für die Frauen jedoch eine Zerreißprobe. Stichwörter seien hier fehlende Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren, unflexible Arbeitszeitregelungen, die alte Rollenverteilung bei der Bewältigung von Haus- und Beziehungsarbeit. Viele Mütter nehmen die ihnen zur Verfügung stehende Elternzeit nicht in vollem Umfang wahr, da der Wiedereinstieg in den Beruf sich schwierig gestaltet, je länger die Unterbrechung der Berufstätigkeit dauert, bzw. weil Arbeitgeber auf eine Rückkehr an den Arbeitsplatz drängen. Ein zweiter wichtiger Grund ist die ökonomische Situation von jungen Familien, da ein Verdienst wegbricht in einer Zeit erhöhten Bedarfs - drei Personen müssen versorgt werden.

Angebote des Familienzentrums begleiten die jungen Familien im Ent-
scheidungsprozeß bei den Fragen nach der weiteren Lebensgestaltung 
und -planung.

Das Wissen um die Belange der Familien und der Wunsch nach mehr Familienorientierung in einzelnen Politikfeldern war der Anlass für das Familienzentrum, sich an dem Bündnis zu beteiligen mit dem Ziel, Familienfreundlichkeit in Darmstadt zu fördern. Die Chancen des Bündnisses liegen in der Bündelung der Fachkompetenz bezogen auf Familien, dem Austausch und dem Voneinanderlernen, dem Kooperieren mit unterschiedlichen Partnern und ressourcenorientierter Arbeit. 

Schwerpunkt des Bündnisses ist das Handlungsfeld Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Familienzentrum arbeitet auf den unterschiedlichen Ebenen des Bündnisses mit. Zum einen in den in den jeweiligen Arbeitsgruppen zur grundsätzlichen Arbeitsorganisation des Bündnisses, zum anderen in Projekten wie z.B. Veranstaltungen (diese sind an anderer Stelle des Jahresberichtes näher beschrieben).

Das Familienzentrum wirbt für Väteraktivierung, damit gleichberechtigte Teilhabe an Elternschaft und Berufstätigkeit gelingt und bietet Gruppen und Kurse für Väter und Väter und deren Kinder an. Ebenso werden Kurse zu Elternkompetenz, Gesundheitsprävention, Stressbewältigung, Kommunikation, aber auch Ferienkurse für Kinder angeboten.




Familienbildung für Betriebe - das klingt zunächst befremdlich. Doch bei näherem Hinsehen wird deutlich, Familie und Erwerbsarbeit, Betrieb und Familie sind nur scheinbar getrennt, praktisch wirken die Sphären aufeinander. Die Balance zwischen Betrieb und Familie ist nicht nur für die Familie von Bedeutung, sondern der Betrieb, die Arbeit, leidet, wenn die Beschäftigten kein Gleichgewicht finden. Immer mehr betriebliche Personalverantwortliche sehen hier ein Handlungsfeld - was sich letztlich betriebswirtschaftlich rechnet, z.B. durch eine geringere Krankheitsrate und mehr Arbeitsmotivation. Das Familienzentrum sucht die Zusammenarbeit mit Betrieben, um mit maßgeschneiderten Themen an einer familienorientierten Personalpolitik anzusetzen.

Mit der Vernetzung der unterschiedlichen Bündnispartner und deren Angeboten bzw. gemeinsamer Projekte entwickelt sich ein Standortvorteil für Darmstadt, denn Familienfreundlichkeit rechnet sich für Unternehmen und es rechnet sich ebenso für die Familien.



X.	Schnittmenge/konzeptionelle Arbeit

Eine Überlegung bei der Zusammenlegung von Erziehungsberatung und der Familien-Bildungsstätte war, einen Teil der Aufgaben gemeinsam zu bewältigen, wie z.B. 

Elternabende und Informationsveranstaltungen
Elternbildung und -training
präventive Arbeit
Vernetzungsarbeit im Stadtteil

Zunächst war es jedoch erforderlich, die Arbeitsinhalte der jeweiligen Arbeitsbereiche innerhalb des Gesamtteams genauer bekannt zu machen. Es wurde eine regelmäßige Gesamtteambesprechung eingeführt, die von einer Koopgruppe vorbereitet wurde. In der Gesamtteambesprechung wurde eine Standortbestimmung der jeweiligen Arbeitsbereiche vorgenommen und erste gemeinsame Aktivitäten geplant. Auch wurden Tandems gebildet aus jeweils einer Mitarbeiterin jedes Teams und so ein vertiefendes Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsbereiche ermöglicht. Neben persönlichen Gesprächen wurden Hospitationen in den Arbeitsbereichen durchgeführt.

Vieles vom Beabsichtigten konnte im Jahr 2005 umgesetzt bzw. in Vorbereitung gebracht werden. Zu nennen sind:

Veranstaltung Sommerfest
Weltkindertag
Fachkräftefrühstück
Arbeit an einem gemeinsamen Konzept für einen neuen öffentlichen Auftritt des Familienzentrums
Erziehungs- und Bildungsplan
Individuelles und Kleingruppen-Elterntraining
Gruppe Vorbereitung auf den Kindergarten

Die Planung der Gruppe Vorbereitung auf den Kindergarten und deren Umsetzung soll im Folgenden beispielhaft dargestellt werden.



Eltern-Kind-Gruppe "Vorbereitung auf den Kindergarten"

Im zweiten Halbjahr 2005 wurde ein neues Konzept für eine Eltern-Kind-Gruppe in Kranichstein entwickelt - "Vorbereitung auf den Kindergarten!"

Grundidee war es, Familien Unterstützung zu geben und in ihren Erziehungs- und Alltagsaufgaben zu stärken. Hierbei wurde versucht Familien zu erreichen, die normalerweise nicht von den Bildungs- und Unterstützungsangeboten des Familienzentrums angesprochen werden, bzw. die diese aus unterschiedlichen Gründen bisher nicht wahrgenommen haben.

Diese können sein:

Isolation
Hemmschwelle, da Art der Angebote und Zusammensetzung des Klientels nicht ihrer Lebenswirklichkeit entspricht
mangelndes Problembewusstsein
Unkenntnis
finanzielle Situation

Angesprochen werden sollen jene Mütter, für die es aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituation schwierig ist, die Bedürfnisse ihres Kindes/ihrer Kinder wahrzunehmen und/oder angemessen darauf zu reagieren.

Die Gruppe wurde in Kranichstein angesiedelt, da Kranichstein auf der einen Seite laut Sozialatlas der Bezirk mit den ausgeprägtesten sozialen Problemen ist, andererseits aber den geringsten Zulauf zur Erziehungsberatung im ganzen Stadtgebiet hat.

Als ein Baustein von Präventionsarbeit in Kranichstein soll die Gruppe "Vorbereitung auf den Kindergarten" Erziehungskompetenzen von Eltern unterstützen und soziale Beziehungen festigen und somit ansetzen, bevor Entwicklungsdefizite und Verhaltensauffälligkeiten deutlich werden.


Struktur der Gruppe

Die Gruppe bietet Platz für 8 Frauen mit ihren Kindern. Es handelt sich hierbei um eine geschlossene Gruppe, frei werdende Plätze können jederzeit aufgefüllt werden. Das Alter der Kinder liegt zwischen 2 - 3 Jahren, bzw. bis zum Kindergarteneintritt des Kindes. Um eine Verbindlichkeit herzustellen, aber die Niedrigschwelligkeit des Angebotes zu erhalten, werden Kosten nur in Form eines direkt zu zahlenden Beitrages von 1,-- eð pro Treffen fällig.









Die Gruppe wird von einem  Kompetenzteam  von außen begleitet und unterstützt, so dass es möglich ist, bei Bedarf Kolleginnen zu bestimmten Themenschwerpunkten anzufragen. Dies bietet die Möglichkeit, zielgerichtet mit den Frauen bestimmte Themen zu erarbeiten, als Beispiele Ernährung, Bewegung, Erziehungsfragen etc., während eine zweite Person (Gruppenleitung) die Kinderbetreuung übernimmt.

Ebenso kann ein individueller Beratungsbedarf thematisiert werden und eine Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatung ist leichter zu initiieren, da die Hemmschelle im direkten Kontakt sinkt. Es ist möglich, zeitnah Termine in der Erziehungsberatung wahrzunehmen, da nach Dringlichkeit entschieden wird.

Ergänzend können individuelle Beratungsgespräche mit einzelnen Frauen außerhalb der Gruppenzeiten sinnvoll sein, möglicherweise auch Hausbesuche.


Methodische Umsetzung

Entscheidend für das kindliche Lernen ist die Atmosphäre in der gelernt wird, da Emotionen, die mit dem Lernen verbunden sind, mitgelernt werden und das weitere Lernverhalten beeinflussen. Kinder lernen mit allen Sinnen in vielfältigen Bezügen, je breiter ein Thema „bearbeitet“ wird, um so eher gelingen kindliche Lernprozesse. Die einzelnen Stunden erhalten unterschiedliche Schwerpunkte, denen entsprechend Raum und Materialgestaltung vorgenommen werden. Der intensive Umgang mit verschiedenartigsten Materialien ist wichtig, um Kindern vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen. Atmosphäre und Material sollen Kinder und Erwachsene zum Experimentieren und Ausprobieren einladen, so dass sowohl das eigenständige Lernen und Ausprobieren, als auch das Lernen am Modell möglich sind.

Die Schwerpunkte der Treffen werden inhaltlich an den Jahreskreislauf und/oder ein Sinnsystem gekoppelt, um die Ganzheitlichkeit des Angebotes zu verdeutlichen (Bewegung, Tasten, Sehen, Schmecken, Hören, Riechen, Gleichgewicht).

Um sowohl Kindern als auch Erwachsenen Orientierung und Sicherheit zu geben, werden die einzelnen Treffen in Anfangs- und Schlussrituale eingebettet und durch einen sich immer wiederholenden Ablauf strukturiert.

Teil des Ablaufs wird ein gemeinsames Frühstück sein, bei dem die Erwachsenen die Möglichkeit haben, in lockerer Atmosphäre über ihre eigenen Befindlichkeiten zu sprechen. Von den Sorgen und Gedanken anderer Mütter zu hören trägt oft schon zur Klärung eigener Fragen bei und erhöht das Verständnis für die anderen, aber auch die eigene Situation.
Das Frühstück soll von den Frauen unter Anleitung der Gruppenleitung selbst organisiert werden, um ein Verantwortlichkeits- und Zugehörigkeitsgefühl zu erreichen.



Ziele für Mütter

Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung, die Bindungsfähigkeit wird erhöht
Steigerung der Erziehungskompetenz
Sensibilisierung für altersspezifische Bedürfnisse der Kinder
Wissen um Entwicklung von Kindern
Aufzeigen von Möglichkeiten zur Förderung der Entwicklung, Lernen am Modell
Zugewinn an Selbstvertrauen und Zufriedenheit
Aufhebung der sozialen Isolation
Erfahrungsaustausch, Diskussionsmöglichkeit über Schwerpunktthemen in Erziehung und Alltag
Informationen über Angebote für Familien in Kranichstein/Darmstadt
Kontakte knüpfen und Freude erleben mit anderen Kindern und Erwachsenen
Erwartungen, Wünsche und Gefühle erkennen, äußern und umsetzen lernen
Eigeninitiative entdecken und aufbauen


Ziele für Kinder

Anregung zur Spielentwicklung
Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Materialien
Anregung der sprachlichen und kognitiven Entwicklung
Lernerfahrungen im Bereich der Motorik und Wahrnehmung
Förderung der sozialen und emotionalen Entwicklung
Förderung von Autonomie und Selbstbestimmung
Möglichkeit des Kindes, sich selbst in einer Gruppe Gleichaltriger zu erleben und sich im Kontakt mit Kindern und Erwachsenen zu erproben




XI.	Ausblick auf das Jahr 2006


Der vorliegende Jahresbericht für das Familienzentrum macht deutlich, dass das Jahr 2005 ein bewegendes Jahr war, voll unterschiedlicher Arbeitsinhalte und Arbeitsausrichtungen.

Im Jahr 2006 ist es Ziel, weiter an der Qualifizierung der Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung zu arbeiten. Hierzu gehört auch, das neue Erscheinungsbild des Familienzentrums nach den Vorplanungen zu realisieren. Die gemeinsame konzeptionelle Umsetzung von familienunterstützenden Angeboten und die weitere Arbeit im Bündnis von Familien werden zukünftige Ziele sein.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Städtischen Sozialdienst und dem Bereich Erziehungsberatung soll neu abgestimmt werden.

Im Bereich Familienbildung wird die Tageselternfortbildung intensiviert über eine 3-Stufen-Modell. Die inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung der Eltern-Kind-Gruppen-Arbeit ist ebenfalls Ziel für das Jahr 2006.

Die Arbeit im Bereich Erziehungs- und Bildungsplan wird ebenfalls einen breiten Raum einnehmen.

Vor allen Dingen jedoch ist Zielsetzung, weiter teilnehmerorientierte Angebote im Bereich Familienbildung zu unterbreiten. Dies wird wieder mit zwei Halbjahresprogrammen geschehen.

Im Bereich Erziehungsberatung sollen gemäß der Aufgabenstellung wieder eine hohe Zahl von Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern mit dem Beratungsangebot erreicht werden.

Im Frühjahr 2006 wird es anlässlich des 55-jährigen Bestehens der Erziehungsberatung einen Vortrag mit Donata Elschenbroich zu der Thematik „Frühe Bildungszeit von Kindern“ geben.

Ein Sommerfest wird wieder im Juni 2006 durchgeführt werden. Auch wird sich das gesamte Familienzentrum am Weltkindertag beteiligen.


XII.	Im Spiegel der Presse

Jahresbericht 2005

Familienzentrum 


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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0324
Typ
Magistratsvorlage
Datum
10.05.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00