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3605/2017

Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe; hier: "DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH"

Beschlussvorlage Ausschuss 28.11.2017

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 27.02.2018, TOP 2.1.1

Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 2 Konzeption DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH

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Ansehen

Anlage 1 DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH Gesellschaftsvertrag

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Beschlussvorlage Ausschuss

3502 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/510/32 
1701 
Vorlagen-Nummer 
 3605/2017 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe; hier: "DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH" 
Beschlussorgan 
Jugendhilfeausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Jugendhilfeausschuss – Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie – beschließt, die „DBC Don-
Bosco-Club Köln gGmbH“, Tiefentalstr. 38, 51063 Köln als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 
Abs. 1 SGB VIII anzuerkennen. 
 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 22.01.2018 
Jugendhilfeausschuss 27.02.2018

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius, Köln und die Deutsche Provinz der 
Salesianer Don Boscos (Körperschaft des öffentlichen Rechts) haben gemeinsam am 13.12.2016 die 
„DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH“ gegründet. 
Der Eintrag der gemeinnützigen Gesellschaft in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln ist am 
30.01.2017 unter HRB-Nr. 90016 erfolgt. 
 
Die gGmbH ist primär gegründet worden, um die Trägerschaft für die Jugendeinrichtung „Don-Bosco-
Club“ zu übernehmen und die wirtschaftlich rechtliche Basis zum weiteren Betrieb der Einrichtung 
abzusichern.  
Die gGmbH soll die Tätigkeiten des bereits seit 1973 anerkannten Trägers der freien Jugendhilfe 
„Don-Bosco-Club Köln e.V.“, den bisherigen Träger der Jugendeinrichtung, der von den beiden sel-
ben Gesellschaftern getragen wird, übernehmen. Der interne Betriebsübergang ist bereits zum 
01.05.2017 erfolgt. Der Geschäftsübergang vom e.V. zur gGmbH findet fließend statt. Die Arbeitsver-
träge der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch die gGmbH übernommen worden.  
Mit dem Betriebsübergang hat der e.V. seine Jugendhilfetätigkeiten beendet und soll aufgelöst wer-
den. 
 
Im Gesellschaftsvertrag der „DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH“ wird in § 2(1) als Zweck der Gesell-
schaft „…die Jugendhilfe, Erziehung, Berufsbildung und die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen.“ 
genannt. 
Die gemeinnützige Gesellschaft setzt die inhaltlichen Ziele des „Don-Bosco-Club Köln e.V.“ fort: 
Sie hilft beim Abbau von Benachteiligungen und trägt so zur individuellen und sozialen Entwicklung 
von jungen Menschen bei. 
Sie erfüllt die fachlichen und personellen Voraussetzungen zur Durchführung von Aufgaben der Ju-
gendhilfe und nimmt durch ihre Aktivitäten Jugendhilfeaufgaben im Sinne des § 75 SGB VIII wahr. 
 
Das Finanzamt Köln-Ost hat mit Datum vom 12.04.2017 einen Bescheid nach § 60a Abs. 1 Abga-
benordnung über die gesonderte Feststellung der Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen 
nach den §§ 51, 59, 60 und 61 Abgabenordnung erteilt. Die Satzung der Körperschaft erfüllt demnach 
die für die Anerkennung als steuerbegünstigte Körperschaft erforderlichen Voraussetzungen. 
 
Geschäftsführer der „DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH“ sind: 
- Dr. Carl Magnus Müller-Platz und 
- Pater Franz-Ulrich Otto 
Erweiterte Führungszeugnisse gemäß § 30a BZRG ohne Eintragungen liegen jeweils vor. 
 
Die Aktivitäten des bisherigen Trägers haben in der Vergangenheit in der Regel im Rahmen einer 
kooperativen Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie stattgefunden, so dass 
dies seitens der Fachverwaltung auch für den künftigen Träger erwartet werden kann. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, die „DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH“ als Träger der freien Jugendhil-
fe gemäß § 75 Abs. 1 SGB VIII anzuerkennen.

Anlage 2 Konzeption DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH

67599 Zeichen

Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim

Don-Bosco-Club
- Ein Stück „Zu Hause“ in Mülheim

Konzept für die Arbeit im
DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH
in Köln-Mülheim

Version: V 00.11 2017_DBC-Konzept_V0.11-ohneBilder Seite 1/31
Stand: 08/05/2017

Ar
Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim at
INHALTSVERZEICHNIS

1 Ein Wort zuvor

1.1 Zweck des Dokuments..............000220ss00essnenssnennnennnennnennnnennnnnnnnennnnnnenennnnenennnnnn 5
1.2 Zusammenfassung ......uurunessessennennnennnnnnennnnennnnnnnennennnnnennnsnnnnnenneenne nenn 5
2 Don-Bosco-Club - Ein Stück "Zu Hause" in Mülheim...................s.ere nennen 7
2.1 Leitbild und Träger ..........
2.2 Selbstverständnis............uneesessessensensnnnnennennnennennnnnnnennennnennennnennennn nennen
3 Don-Bosco-Club - ein Stück Mülheim................020404seenennennennennneenen nennen 10
3.1 Geschichte..........ueusersesnernesnennennnenennnennnennennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnennennnennnnnnnnennnnnnnn 10
3.2 stadtlell .osesessnennenennnnn 11
3.3 Soziales Umfeld ............uue00uessneessneesnnennnnennnnennennnnnnnennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnennnnn 12
3.4 Offene Tür im Pfarrverband .........uu.2400000sseesnneennennnennnnennnennnennennnnnennennnnnnnnnnn 12
3.5 Kooperation und Vernetzung .......uussenseesnenseennennnnnennennennnnnnnnnennennnnnnnnnennennannn 13
3.5.1 Kooperationspartner ........
3.5.2 Kommunikationspartner
3.5.3 Gremienarbeit........uuueseessseesnneesennnnnennnnennnnnnnennnnennnennnnnnnnennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn
3.5.4 Informelle Zirkel ..........uenuussnsneseenneeneennennnnennennnnennnnnnennnnnnnennnnennnnnenn 14
3.8:öffentlichkeisäarbei nun meinen 14
4 Don-Bosco-Club - Ort des Lebens .............20uss20sssnensnenennnnennnnnnnnnnnennnnennennnnennnn 14
4.1 Offene kirchliche Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit..............u 14
4.1.1 Zielgruppe.........uuesseesssesssessnensnnennnennnnennnnennennnennnnnnnnnnsnnnnennnnnnnennnnennnnnnnn 14
4.1.2: Unsere Ziele. .urueenseneneesnrenmusun 17
41,2 ZEITEN rennen 17
4.1.2.2 Konkrete Zielsetzungen..........uuuuueessessnsesnensneenneennnnnnennnnenennnnnennn 18
4.1.3 Das pädagogische Handeln..............2u.su4s04nennennennennennenneennnn nennen 18
4.1.4. ÄhgeBöte nun een un 19
4.1.5 Aufsuchende Arbeit.................us0ssssssnenennensnennnennnnnnnnnennnnnnnennnnnnnnnnnnenenn 21
4.2 Unser Haus..........uuuusssensnensnennnnnnnnennennnnnnnnnennnnnnnnnnnnnnnennnennnnennnnensnnnenannnnnnnnen
4.2.1 Beschreibung......
4.2.2 Öffnungszeiten
4.2.3 Kultur des Umgangs .............222u02000ssssssnnnnennneennennnnnnnnennnennnnnnnennnnennennnnn 22
4.2.4 Handlungs-/Veränderungsbedarf..........unneesesnennennensnennennennenneennennnnnennn 23
5 Don-Bosco-Club - ein starkes Team .
5.1 Überblick nennen un

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Stand: 08/05/2017

Or8

Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim Ar
5.1.1 Pädagogische Fachkräfte ..............uunueseenseneensennenneennennennennennne nennen 24
5.1.2 Angestellte, Nebenamtliche-/Aushilfkräfte.........................eene 24
5.1.3 Praktikantinnen...............u02e20esnnennennennnennenennnennennnnnnnnennnnennnnennenennenn 24
5.1.4 Freiwillig aktiv / Ehrenamtsarbeit .........uunnesneeneesnensennennenneenenne essen 24
5.2 Europäisches Freiwilligenprogramm................2.4s24s404n0ennensennennennenneenneennennenn 25
5.3:Zivildienstleistende......::#:::.:.,:.::s.,uaume 25
6 Don-Bosco-Club — Markenzeichen: "Soziale Qualität"... 25
6.1 Fachlichkeit und Menschlichkeit...................2.u2042040ernenennennennennennennnennnnn en 25
6.2 Beziehungs-/Kommunikationsarbeit.................22.2044442eenennennenneennen nennen 26
6.3 Entwicklungsperspektiven und Visionen ..............u020u0ssseesseneneensnnnnennnneennnnnnnnn 26
6.3.1 Der mobile Don-Bosco-Club am Beispiel der Projektidee WORK4YOU..26
6.3.2 Der virtuelle Don-Bosco-Club ........unueneeseesensennnsennennennennennnnnennnnennennennnnnn 27
6.4 Qualitätsmanagement.............uuueseesessessesenennennnnneneenennennennenenennennnnnenenansnennenn 28
7 Don-Bosco-Club:= Finanzen ...:..:=..::u.u een 28
4.1 Gründfinanzierüng. een u —— 28
7.2 Finanzen, Stiftungen ..........ursenensensennnnennennennennnennennnennensensnnnnsnsensnnnsenanennan 29
8 Gedanken für den Ausblick .........uunessessessenessennennenennensenennennennennnnnnennnnensensnnnenennen 29
8.1 Thesen aus dem Projekt Aufwind............u22u022420422000ennennennnennnnnnennnenennnenennnenn 29
8:2 Zöitreise'mit Don! BOSCH neun 29
8.3 Meinungen unserer BesucherInnen zum Club...........uueeeeeseeneensnennnennn 30
9 Anhang........uuesessessesnennsnnsnennnnnnnnnnnnnnnnnnunsnnnnnnnnnnnnennennnennennensennenensensensensensansennen 30
9.1 Meinungen unserer Besucherlnnen................000000400000esneeennnsensensensensnnnennnnnen 30
9.2 Interview mit Frau Heister ............. 90)
9.3 Relevante Paragraphen aus dem KHJG.............uenenensnnenseenennennnenennennnnnnennn 31
9.4 Übersicht der Kommunikationsbeziehungen......uunaesaeeeeeneenennnnenenennenennnnnn 32
9.5 Partnerschaften. des Clubs... ssus0s00srann 32

9.6 Gremien...
9.7 Informelle Zirkel

Version: V 00.10 2017_DBC-Konzept_V0.11-ohneBilder Seite 3 / 31
Stand: 08/05/2017

© ©
Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim Ar

1 Ein Wort zuvor

1.1 Zweck des Dokuments

Das vorliegende Dokument richtet sich an alle, die im Don-Bosco-Club arbeiten,
arbeiten wollen oder sich für die Arbeit im Club interessieren.

In der Entwicklung dieser Konzeption haben wir uns bemüht, vom Kind und
Jugendlichen als unsere BesucherInnen aus zu denken, so wie Jesus im Evangelium
ein Kind in die Mitte stellt. Das bedeutet für uns eine ganzheitliche Erziehung,
Bildung und Zuwendung - Kinder und Jugendliche sozial, kreativ, empathisch und
intellektuell zu begleiten und fit zu machen. Damit verbinden wir die Hoffnung, dass
sie sich auch in ihrem Leben - in Familie und Gesellschaft, Kirche und Politik —
behaupten und gestalterisch verantwortlich einbringen können.

Unser pädagogischer Alltag ist geprägt von der Zuwendung hin zu den
ausgegrenzten und nicht wahrgenommenen Kindern und Jugendlichen, gemäß den
Leitlinien von Don Bosco. In unserem Handeln setzen wir dies um.

So verstanden ist unsere Konzeption kein „Schubladenpapier“; es ist ein
Arbeitspapier, das durch das Projekt „Aufwind“! einen innovativen Schub bekommen
hat, sich auf die konkrete Kinder- und Jugendnot neu auszurichten. Um als aktuelles
Instrument in der Arbeit genutzt zu dienen, wird die Konzeption mindestens einmal
jährlich überprüft und ggf. aktualisiert.

Es umfasst alle Bereiche, die zur Arbeit und zum Verständnis der Arbeit im Club
erforderlich sind.

Wir wünschen uns, dass diese Konzeption einlädt, unsere inhaltliche pädagogische
Arbeit kennen zu lernen. Wir wollen uns damit aktiv auf einen Dialog und Austausch
einlassen, um die Inhalte und Angebote unserer Arbeit regelmäßig zu überprüfen und
weiter zu entwickeln.

Bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Konzeption hilft das
Qualitätshandbuch des Clubs, in dem u.a. detaillierte Arbeitshilfen hinterlegt sind.
Wir brauchen Freundinnen, die unsere Arbeit sowohl freundschaftlich engagiert als
auch durch Ideen und finanzielle Zuwendung unterstützen.

Dem entsprechend bitten wir alle um Anregungen und Kritik und laden zur aktiven
Begleitung bei der Arbeit des Clubs herzlich ein.

Danke an alle, die unsere Arbeit begleiten und sich uns verbunden fühlen.

1.2 Zusammenfassung

Der Don-Bosco-Club Köln befindet sich exakt dort, wo er gebraucht wird; in einem
Umfeld von benachteiligten Familien. Kinder und Jugendliche sind in diesem Umfeld
besonders der Gefahr von Verwahrlosung auf unterschiedlichsten Ebenen
ausgesetzt.

"Projekt der Deutschen Don-Bosco-Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit <Definition und

Erklärung>

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Stand: 05.05.2017

[7]
Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim At

Hieraus folgend hat sich der Don-Bosco-Club das Leitmotiv: Der Don-Bosco-Club,
ein Stück "Zu Hause" in Mülheim gegeben.

Dieses Leitmotiv bestimmt den Geist und das Handeln im Club. Es bedeutet, die
Kinder und Jugendlichen vorbehaltlos an zu nehmen. Dabei schließen wir
ausdrücklich auch die Familien unserer Besucher in unsere Arbeit ein. Am Vorbild
Don Boscos orientiert, wollen auch wir junge Menschen bei ihrem Weg ins Leben
begleiten; ihnen einen Ort geben, an dem sie sie selbst sein dürfen, die Freizeit mit
ihnen teilen und ihnen in den Sorgen auf dem Weg zum Erwachsensein
Hilfestellungen geben.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit bildet das offene Angebot. Kinder und Jugendliche
können dieses Angebot frei und ohne Vorbehalt in Anspruch nehmen. Feste
Angebote bilden eine weitere Säule. Abgerundet wird unsere Arbeit durch Projekte in
unterschiedlichsten Themenfeldern.

Don-Bosco-Club
Köln-Mülheim

‚Eltern

ür}
weh
Offenes Angebot " FesteAngebote‘ Projektarbeit 2

8
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eo)
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"Offene Nuigendsozialarbeit NIE EN NE] )

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Haus/Außengelände

Dieses Angebot der offenen Jugendsozialarbeit will den Anforderungen und
Herausforderungen der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung begegnen. Es heißt,
das Angebot regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen, um den sich verändernden
Anforderungen gerecht zu werden. Unsere Besucher werden dabei partizipativ
eingebunden, um auch so ein Stück Wertevermittlung zu leisten.

Geleistet wird die Arbeit von einem engagierten und hoch motivierten Team aus
hauptamtlichen Mitarbeitern, Honorarkräften und ehrenamtlich tätigen Menschen.
Neben dem unmittelbaren pädagogischen Arbeitsbereich tragen auch der Service-
und Verwaltungsbereich dazu bei, eine Atmosphäre zum Wohlfühlen zu schaffen.

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Stand: 05.05.2017

(2

©, ®
Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim At

Als Christen sind wir mit Kindern und Jugendlichen, die aus verschiedenen Kulturen
und Religionen kommen, auf dem Weg zu einem sinnerfüllten Leben.

Der Don-Bosco-Club ist ein Teil des Gemeindelebens von St. Clemens und
Mauritius.

Er gehört zum sozialen Netzwerk in Köln-Mülheim und wendet sich dabei auch
weltoffen an alle Schichten und Kulturen im Mülheimer Umfeld.

2 Don-Bosco-Club - Ein Stück "Zu Hause" in Mülheim

2.1 Leitbild und Träger”

Die Tür steht offen, entsprechend dem Namen HAUS DER OFFENEN TÜR, geöffnet für
die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Mädchen und Jungen, junge
Frauen und junge Männer aus den verschiedenen Milieus, Kulturen und Religionen.
„Alle sind herzlich willkommen“, so drückt es Don Bosco in seiner gelebten
Gastfreundschaft aus.

Wir wollen unser Haus so ausrichten, dass sich Kinder und Jugendliche eingeladen
und freundlich aufgenommen fühlen. Es gilt, Orte und emotionale Räume zu
gestalten, in denen sich unsere BesucherInnen wohlfühlen können.

Die Atmosphäre und der Umgangsstil aller MitarbeiterInnen regen an:
D zur Entfaltung von Kreativität,

D zur Mitwirkung und Mitverantwortung,

° zur Erholung und Entspannung.

Spiel und Spaß dürfen dabei nicht zu kurz kommen.

<Bild Sitzinsel> „Damit das Leben junger Menschen gelingt“ - von diesem
Grundgedanken ausgehend versuchen wir immer wieder aufs Neue, uns in unserem
Planen und Handeln vom Glauben an den guten Kern in jedem jungen Menschen
und von Liebe und Güte als Grungpfeiler leiten zu lassen.

In diesem Geiste bieten wir in der Einrichtung mit ihren gestalteten Räumen und ihrer
Atmosphäre eine breite Palette der Bildungs-, Lebens-, Berufs-, Beratungs-, Freizeit-,
Spielmöglichkeiten. Auch das gesellige Miteinander kommt dabei nicht zu kurz. Kern
dieses Angebotes sind alle MitarbeiterInnen als „personales Angebot“.

Ziel ist eine - im Sinne Don Boscos - ganzheitliche Erziehung und Bildung, bei der
Gemeinschaft erfahren sowie gerechtes und solidarisches Handeln geübt werden
kann.

Vor dem Hintergrund einer angestrebten Befähigung | et
zur Partizipation und zur Mitgestaltung von Gesellschaft Partizipation als Mittel zur
und Kirche geht es um Entdecken und Erproben von Wertevermittlung

Kreativität. Ebenso geht es um die intellektuelle, sozial-
emotionale, kulturelle, ökologische, religiöse, geistliche und körperliche Förderung
und Begleitung.

? siehe auch Arbeiten im Geiste Don Boscos - Unsere Leitlinien

Version: V 00.17 2017_DBC-Konzept_V0.11-ohneBilder Seite 6 / 31
Stand: 05.05.2017

[7
Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim AN

Im Miteinander erleben die BesucherInnen uns in unserem Glauben und Zweifeln.
Das ermöglicht ihnen, sich mit Werten auseinanderzusetzen und nach dem Sinn des
Lebens zu fragen.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist Teil der Jugendpastoral im Sinne des
Synodenbeschlusses „Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit“ und des
jugendpastoralen Konzepts im Erzbistum Köln wonach wir unseren Dienst am und
mit jungen Menschen gestalten - ohne Rekrutierung. Wir wissen uns eingebunden in
den Sendungs- und Verkündigungsauftrag unserer Kirche. In unserem Haus sind
unterschiedliche Religionen, Kulturen und Nationalitäten vertreten. Deshalb sind
Respekt, Wertschätzung, Achtung und Höflichkeit Kernelemente unseres
Selbstverständnisses und bestimmen unser Handeln.

Offene Arbeit als Mittel, den
Anforderungen und

Eine ganzheitliche Erziehung und Bildung bedeutet für
uns auch Prävention. Darunter verstehen wir, Kinder
und Jugendliche für ein gelingendes Leben in ihrer
Entwicklung und Reifung zu fördern und sie stark zu
machen. Dabei wollen wir sie begleiten und
unterstützen.

Herausforderungen der |
aktuellen gesellschaftlichen
Entwicklung zu begegnen.

|

|

|

|
In diesem Sinne gehören Toleranz, Spiel und Spaß, L -
Relaxen, "Seele baumeln lassen", abschalten zu können von Sorgen und Drucl
durch Schule, Ausbildung, Elternhaus, aber auch Orientierung, Rat und Hilfe in das
Bild einer ganzheitlichen Erziehung (Bildung, Beruf und Persönlichkeitsentwicklung).

Mit unserer Einrichtung und unseren vielfältigen pädagogischen Angeboten geben
wir unseren Besucherinnen Hilfestellungen für Schule und Ausbildung.

Unsere Angebote müssen, entsprechend dem Wandel in unserer Gesellschaft,
ständig weiter entwickelt werden. Aktuell droht eine massive Zuspitzung der Kinder-
und Jugendnot, die sowohl demografisch wie auch arbeitsmarktbedingt begründet ist.
Die damit verbundene Perspektivlosigkeit ist auch in unserem Einzugsgebiet /
Stadtteil deutlich sicht- bzw. spürbar.

<Bild Gianni> Täglich erleben wir in unserer pädagogischen Praxis bzw.
pädagogischen Alltag gravierende Defizite bei Kindern und Jugendlichen
(Erziehungsdefizite, Bildungsverwahrlosung, Medienverblödung).

Daher ist es wichtig, in unserer Einrichtung den BesucherInnen den notwendigen
Raum und Rahmen zu geben ihre Stärken, Begabungen und Talente zu entdecken
und sie einzusetzen. Es gilt Kompetenzen zu vermitteln um so letztlich Ressourcen
zu erschließen.

Der Träger des Don-Bosco-Clubs ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haft
(gGmbH). Die katholische Kirche - vertreten durch die Kirchengemeinde St.Clemens
und Mauritius- und die Kongregation der Salesianer Don Boscos (SDB) führen die
Geschäfte der DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH entsprechend dem Auftrag des
Priesters und Erziehers Johannes Bosco (1815-1888) -dem Gründer der Salesianer-.
Das tun sie zusammen mit den haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und
Praktikantinnen.

Der Don-Bosco-Club ist Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft "Katholische
Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW".

Version: V 00.17 2017_DBC-Konzept_V0.11-ohneBilder Seite 7 / 31
Stand: 05.05.2017

Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim

2.2 Selbstverständnis

Die MitarbeiterInnen des Don-Bosco-Clubs, verstehen
das Haus als Basis für ihre Arbeit.

Von hier aus wirken sie intern und extern im Sinne Don
Boscos. Der junge Mensch steht dabei, unabhängig

von Kultur, Geschlecht, sozialer Schichtung, religiöser,
nationaler oder ethnischer Zugehörigkeit im Mittelpunkt

ir

|
Als Christen sind wir mit |
Kindern und Jugendlichen, |
die aus verschiedenen
Kulturen und Religionen
kommen, auf dem Weg zu

unserer Arbeit. Daraus charakterisiert sich die Arbeit einem sinnerfüllten Leben. |

wie folgt:

o Assistenten:
Don Bosco nannte seine Mitarbeiter nicht Erzieher,

|
|
I}
|

Wärter etc., sondern „Assistenten“, die die jungen Menschen auf ihrem Weg in die
Gesellschaft begleiten und ihnen zu einem gelungenen Start verhelfen. Hierzu stellen
wir ihnen unser Haus, unsere Offenheit und unsere Kompetenz für ihre Anliegen zur
Verfügung.

Das ist für uns ein entscheidender Beitrag der Umsetzung von Partizipation.

D Wegbereiter:

Bei uns ist jeder herzlich willkommen. Der Weg zu uns sollte möglichst einfach und
unmittelbar zugänglich sein.

Wir bieten dabei sowohl Schutz als auch Herausforderung und Ansporn, Neues zu
lernen und zu entdecken.

o Anwälte:

Wir sind "Anwälte" für die jungen Menschen und nehmen ihre Belange auf, um sie in
unserem Haus umzusetzen und aktiv nach außen zu vertreten. Dabei ergreifen wir
Partei für sie und vertreten ihre Interessen.

° Gestalter:

In Relation zu den Erfordernissen der Zeit wollen wir die pädagogische Ausrichtung
aktiv gestalten. Unsere Schwerpunkte sind dabei bewusst auf folgende Bereiche
angelegt:

e pädagogische Arbeit und Angebote im Haus (Offener Treff,
Interkulturelles, Bildung,...)

e Angebote im Außengelände - nach Don-Bosco „der Spielhof“
e Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule

e Stadtteilarbeit und -vernetzung

e Zusammenarbeit mit Pfarrgemeinde und Familienzentren

Unsere Arbeit orientiert sich am Stil und der Pädagogik des italienischen Priesters
und Erziehers Johannes Bosco , der auf der Grundlage seines christlichen Glaubens
besonders benachteiligten jungen Menschen mit einer großen Sympathie begegnete.

Die „Pädagogik der Vorsorge“, wie Don Boscos sie nannte, zeichnet sich aus durch:

e Liebe und Güte als Grundpfeiler der Begegnung mit den jungen Menschen:
Don Boscos Rat an seine Mitbrüder und Mitarbeiter: „Vergesst niemals die

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Stand: 05.05.2017

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Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim Ar

Liebenswürdigkeit im Umgang mit den Jugendlichen; ihr gewinnt die Herzen der
Jugend durch die Liebe.“

eo Glaube an den guten Kern in jedem Jugendlichen:
Don Bosco nahm von allen Jugendlichen an, dasssie | ——
„nicht schlecht sind, aber schlecht werden, weil sich | Unsere Maxime ist die

niemand um sie kümmert.“ vorbehaltslose Annahme von |

zur j . Kindern und Jugendlichen. |
e Ganzheitliche Sorge um junge Menschen: Hierbefschllöten wirdie |

Johannes Bosco gründete ein „Oratorium“, das für Eamilien unserer
Jugendliche zugleich ein Haus war, das sie aufnahm. | Besucherlnnen in unsere
Eine Pfarrgemeinde, die die Frohe Botschaft | Arbeit mit ein.
verkündete. Eine Schule, die sie fürs Leben a
vorbereitete und ein Spielhof, wo freundschaftliche und fröhliche Begegnungen

möglich war.

(vgl. Auszüge aus den Leitlinien der Salesianer Don Boscos „Arbeiten im Geiste
Don Boscos“, München 2003)

Am Vorbild Don Boscos orientiert, wollen auch wir junge Menschen auf ihrem Weg
ins Leben begleiten, ihnen einen Ort geben, an dem sie sie selbst sein dürfen, die
Freizeit mit ihnen teilen und ihnen in den Sorgen auf dem Weg zum Erwachsensein
Hilfestellungen geben.

So bemühen wir uns, junge Menschen nicht vorschnell auf Grund einzelner
Handlungen zu verurteilen, sondern versuchen, ihnen zu helfen, den guten Kern in
ihnen zu entdecken.

Für uns heißt das, sie ganzheitlich zu fördern, damit sie zu einer eigenständigen
Persönlichkeit heranreifen können. Die Erfahrung von Gemeinschaft und
Solidarität soll sie zu einem gelingenden Leben in der Gesellschaft befähigen.
Darüber hinaus werden sie angeregt, aktiv an der Gestaltung einer
menschenwürdigen gesellschaftlichen Ordnung teilzunehmen.

Unsere auf das Leben junger Menschen ausgerichtete und im Glauben an Christus
begründete Tätigkeit - mit und unter der Jugend - wird als Evangelisierung
bezeichnet. Don Bosco befürwortete keine „aufdringliche“ religiöse Erziehung,
sondern prägte den Ausspruch: „Indem wir erziehen, evangelisieren wir und indem
wir evangelisieren, erziehen wir.“ Wir bemühen uns auf dem christlichen
Wertehintergrund um eine Atmosphäre

0 der Lebensbejahung,
. der Freude und
DO des gegenseitigen Respekts.

Die Pädagogik Don Boscos verbinden wir mit den gesetzlichen Grundlagen der
Bundesrepublik Deutschland und aktuellen pädagogischen Standards.

Version: V 00.17 2017_DBC-Konzept_V0.11-ohneBilder Seite 9 / 31
Stand: 05.05.2017

Alt
Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim 1

3 Don-Bosco-Club - ein Stück Mülheim

3.1 Geschichte

Es gab eine Zeit, in der Köln-Mülheim von industrieller Produktion geprägt war
St.Antonius, die Kirchengemeinde im Norden von Köln-Mülheim befand sich in
unmittelbarer Nachbarschaft einer ehemaligen Militärkaserne, die zur Gründungszeit
des Don-Bosco-Clubs noch als Wohnraum genutzt wurde. Hierin lag schon die
Notwendigkeit begründet, Raum für junge Menschen zu schaffen, denn das Umfeld
war eben nicht kindergerecht und bot jungen Menschen wenig Perspektive.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos kam 1965 nach Köln-Mülheim.
Sie übernahm die Pfarrei St.Antonius, unmittelbar gegenüber der so genannten
„Hacketäuer Kaserne“. In diesen alten Kasernenbauten „lebten“ 50.000 Menschen
auf engstem Raum, eine Folge des Zweiten Weltkrieges.

Hier bauten die Salesianer Don Boscos ihr Provinzialat für die Norddeutsche Provinz
und die Offene Tür „Don-Bosco-Club“, die 1967 eröffnet wurde.

Bei täglichen Besucherzahlen von 600 — 800 Kindern und Jugendlichen wurde das
neue Haus mit über 1.000 m? Nutzfläche schnell zu klein. Im Jahr 1978 entstand die
3. Etage. Seit diesem Zeitpunkt stehen 1.800 m? Nutzfläche zur Verfügung.

Die pädagogische Ausrichtung als freizeit-pädagogische Einrichtung wurde im Laufe
der Jahre um die Jugendsozialarbeit ergänzt. Das entspricht der aktuellen
pädagogischen Praxis im Don-Bosco-Club. Aus einer anfänglich nur deutschen
Herkunft der Besucher entwickelte sich entsprechend der Entwicklung des Stadtteils
eine interkulturelle Besucherschaft.

Einen lebendigen Eindruck zur geschichtlichen Entwicklung vermittelt uns das im
Anhang beigefügte Interview mit Frau Heister, die den Don-Bosco-Club als
authentische Zeitzeugin seit seinen Anfängen kennt.

3.2 Stadtteil

Der Stadtbezirk Mülheim liegt im Norden Kölns auf der rechten Rheinseite. Benannt
wurde Mülheim bereits in vorindustrieller Zeit nach den Mühlen am Unterlauf des
Strunderbachs. Zum Stadtteil Mülheim gehören neun Bezirke mit einer Gesamtfläche
von 5.223 Hektar und 144.360 Einwohnern. Bereits im hohen Mittelalter erhielt
Mülheim seine Freiheits- und Stadtrechte.

Im Jahre 1914 wurde die Stadt nach Köln eingemeindet‘.

Der Don-Bosco-Club liegt im Norden des Kölner Stadtteils Mülheim. Der Stadtteil wird
durch zwei wesentliche Achsen geprägt:

o Die eine Achse ist die Frankfurter Straße, die vom Wiener Platz - dem
Zentrum von Mülheim - aus in Richtung Süden führt.
. Die andere Achse bildet die Berliner Straße, die im Norden des Wiener Platzes

liegt und nach Osten führt. Auf diesem Weg gelangt man in den Bereich des
Stadtteilbezirk (Mülheim-Nord), in dem sich der Club befindet.

War der Stadtteil noch vor wenigen Jahren durch industrielle Produktionsstätten
geprägt, so hat sich das Bild mittlerweile drastisch verändert. Einerseits haben sich

° Quelle: http://www.koelnmuelheim.de/

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Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim At

Firmen der Medienbranche angesiedelt und andererseits hat sich eine bunte Vielfalt
unterschiedlichster Kulturen gebildet.

Geblieben ist jedoch über die Jahre hinweg die Vielfalt an Problemen und sozialen
Benachteiligungen bei den Menschen.

3.3 Soziales Umfeld ’ BE

Im Stadtteil-Bezirk Mülheim-Nord (105) liegt der Anteil | Der Don-Bosco-Club befindet |
der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund | sich exakt dort, wo er
bei 72%“. Gleichzeitig leben in diesem Bereich über | gebraucht wird; in einem
50%? der Familien mit Kindern vom Hartz IV°-Bezug. | Umfeld von benachteiligten
Nach unserer Beobachtung kommen Programme zur | Kindern und Familien.

Verbesserung im Sozialraum Mülheim-Nord nicht oder — u a en
nur bedingt bei der Zielgruppe der benachteiligten Jugendlichen an. Hier zeigt sich

der Don-Bosco-Club als ein Alternativkonzept mit herausragender Bedeutung, da er

durch die jahrelange kontinuierliche Arbeit ein wichtiger Bezugspunkt für die

Menschen ist und weil er um ausgezeichnete Räumlichkeiten verfügt, um
unterschiedliche Angebote zusammenzuführen.

Dieses differenzierte Raumangebot - mit dem großzügigen Außenspielgelände - gilt
es, den BewohnerInnen und den verschiedenen Gruppierungen im Sozialraum:

o als Ort der Begegnung
zur Durchführung ihres Engagements im kulturellen, sozialen und sportlichen
Aufgaben und

e zur Brauchtumspflege
nahe zu bringen. So kann das Haus ein lebendiges Miteinander gestalten helfen.

3.4 Offene Tür im Pfarrverband

Der Don-Bosco-Club ist einerseits fest in eine kirchliche Struktur eingebettet, wendet
sich aber weltoffen an alle Religionen, Schichten nd ——— — =
Kulturen im Mülheimer Umfeld. Der Don-Bosco-Club

Bisher bestand die Anbindung weitgehend lokal an die integriert sich in das
Pfarrgemeinde von St. Antonius. Mit Wirkung vom | Gemeindeleben von St.
1.1.2010 wurde die Pfarrei von St. Antonius Bestandteil | Clemens und Mauritius.
der neuen Gemeinde St. Clemens und Mauritius, die |

sich aus den bisherigen Pfarreien von St. Mauritius,
St. Clemens&Liebfrauen und St. Antonius gebildet hat.

In Zeiten der zurückgehenden Zahlen an Kirchenbesucher und dem deutlichen
Rückgang im Bereich Priesternachwuchs heißt es, neue Strukturen zu entwerfen und
neue Wege zu gehen, Gemeinde aktiv zu leben und so Menschen eine
Orientierungshilfe zu geben. Diese Veränderung birgt für den Don-Bosco-Club neue
Möglichkeiten, sich als Stätte der Jugend- und Gemeindearbeit zu positionieren.
Hierzu sollen Ideen und Konzepte entwickelt werden, die sowohl die Nutzung der
Räumlichkeiten als auch gemeinsame Veranstaltungen umfassen.

* <Quellenangabe Stand Herbst 2009>
Ergebnisse einer weiteren Sozialraum-Studie werden in einer nächsten Version des Dokuments in
der Anlage aufgenommen.

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Es gilt, hier den Don-Bosco-Club offensiv zu positionieren und die Möglichkeiten
auszuschöpfen, die durch das Personal und das Haus gegeben sind. Der Club ist als
lebendiges Element in der Gemeindearbeit zu etablieren. Durch gemeinsame
Aktivitäten und Aktionen sowie durch eine intensive Zusammenarbeit und Nutzung
der Räumlichkeiten für die Gemeinde ist dies umzusetzen.

Der Don-Bosco-Club versteht sich - mit seinen personellen und räumlichen
Ressourcen - als ein Kernstück der Jugendarbeit im Seelsorgebereich.

In einer demografisch immer älter werdenden Kirche ist es Aufgabe des Don-Bosco-
Clubs, innerhalb des Seelsorgebereichs die Interessen und Nöte der Kinder und
Jugendlichen zu vertreten. Wir sind offen für zeitgemäße Formen des religiösen
Dialogs. Wir möchten so Kirche bei und mit den jungen Menschen sein.

Hiermit lassen sich mehrere Ziele verwirklichen:

o Der Don-Bosco-Club als integrative Komponente der Gemeindearbeit in der
neuen Großgemeinde

° Ausbau als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche des gesamten Bereichs
Mülheim

o Vielfältige Nutzung der Räumlichkeiten und Außenanlage des Clubs
OD Imageverbesserung des Don-Bosco-Clubs

° Nachhaltige Kinder-/Jugend- und Sozialarbeit im Raum Mülheim in
Kooperation mit anderen Gruppierungen in der Gemeinde und darüber hinaus

o Der Don-Bosco-Club als ein Kernstück der Jugendarbeit im Seelsorgebereich
„St. Clemens und Mauritius“.

Der Club bietet Offenheit für zeitgemäße Formen des religiösen Dialogs. Wir
möchten Kirche bei und mit den jungen Menschen sein und gestalten. Ein Erlebbares
„wir sind mit Euch unterwegs“ ist hier für Kinder und Jugendliche gegeben.

3.5 Kooperation und Vernetzung

Durch eine unkomplizierte Netzwerkarbeit im Stadtteil und darüber hinaus
ermöglichen wir zusammen mit anderen gemeinsam Chancen und Wege für ein
Leben miteinander. Nur gemeinsam sind wir für Kinder und Jugendliche stark. Auf
diese Weise betrachtet sich der Don-Bosco-Club als ein „Ort des Lebens“.

Die bestehende Vernetzung des Don-Bosco-Clubs mit den Einrichtungen für
Familien-, Jugend- und Sozialunterstützung reicht allerdings derzeit strukturell nicht
aus, um der Situation angemessen Rechnung zu tragen. Vernetzung funktioniert
eher - durch den hohen persönlichen Einsatz der handelnden Menschen -
personenbezogen.

Hier gilt es anzusetzen und Strukturen aufzubauen, die eine durchlässige Vernetzung
schaffen, um so die Hilfs- und Unterstützungsleistungen für die Menschen in
Mülheim möglichst vollständig und ganzheitlich zu erschließen. Die Strukturen sollen
dabei abgestufte Formen der Zusammenarbeit vorsehen.

Eine Übersicht der Kommunikationsbeziehungen des Don-Bosco-Clubs (Quelle:
Qualitätshandbuch, Stand Sommer 2009) findet sich im Anhang.

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3.5.1 Kooperationspartner

Eine Einrichtung wie der Don-Bosco-Club benötigt eine klare Kooperationsstrategie.
Wichtig ist, die Zusammenarbeit in der Form von Kooperationen mit Partner zu
pflegen, mit denen in Zielen, Zielgruppen und ethisch/moralischen Positionen eine
hohe Übereinstimmung besteht. Mit den Kooperationspartnern sind verlässliche
Kooperationsvereinbarungen zu erstellen, zu vereinbaren, umzusetzen, zu
überprüfen und weiter zu entwickeln.

3.5.2 Kommunikationspartner

Ein intensiver Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Arbeit.
Angestrebt wird ein verlässlicher Informationsfluss, der in die Strukturen des Clubs
eingebunden ist. Wichtig ist, dass der Informations- und Kommunikationsaustausch
nicht von einzelnen Personen abhängig ist, sondern strukturell funktioniert. Hierfür
sind elektronische Hilfsmittel wie das Internet und eMail intensiv zu nutzen.

3.5.3 Gremienarbeit

Die Vertretung in Gremien ist ein wichtiger Teil der Umfeldarbeit. Es gilt, aktuelle
Strömungen und Informationen zu erkennen, zu bewerten und daraus Rückschlüsse
für die Arbeit zu ziehen und gegebenenfalls zu nutzen.

3.5.4 Informelle Zirkel

Vernetzung besteht neben den festen Strukturen aus einer Vielzahl von
Gesprächsrunden, Interessengemeinschaften und persönlichen Beziehungen. Zur
täglichen Arbeit ist eine intensive Kontaktpflege auf dieser Ebene unerlässlich.

3.6 Öffentlichkeitsarbeit

Das Bild des Don-Bosco-Clubs in der Öffentlichkeit beeinflusst zu einem hohen Anteil
die Stellung des Clubs im erweiterten Umfeld sowie bei (potentiellen) Förderern und
Sponsoren. Es ist enorm wichtig, über die Arbeit, die tagtäglich im Club geleistet wird,
zu berichten und somit das Image des Clubs im Stadtteil und darüber hinaus zu
pflegen und den Bekanntheitsgrad zu steigern.

Konkret heißt das für uns:

OD Präsenz bei Festen und Aktionen

OD Eigene außenwirksame Aktionen

D Mediennutzung (Radio, Fernsehen, Presse, Plakate, Flyer)
° Internetauftritt

o Sichtbarkeit des Clubs im Stadtteil

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4 _Don-Bosco-Club - Ort des Lebens
4.1 Offene Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit

4.1.1 Zielgruppe
Die Zielgruppen setzen sich folgendermaßen zusammenf:

Kinderbereich
Mädchen und Jungen im Alter
von 6 bis 15 Jahren

- Schülerinnen und Schüler
- Schulmüde / Schulverweigerer

Primäre Zielgruppen jugendbereich
des Don-BOSco- weibliche und männliche Jugendliche
im Alter von 16 Jahren bis 27 Jahren

- Schülerinnen und Schüler

- SchulabbrecherInnen

- Auszubildende

- Arbeitslose/Arbeitsuchende
- Ohne Schulabschluss

- Sozialstundenleistende

Elternarbeit
- Familien (Eltern/Großeltern)
Sekundäre - Eiterntreff - mit ihren Kindern bis zum 6.
Zielgruppen des |bensiahr
Don-Bosco-Clubs

- Alleinerziehende

° angeleht an das KJHG

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Im Wesentlichen handelt es sich bei unserer Zielgruppe um Kinder ab dem Schulalter
(6 Jahre) und Jugendliche (bis 27 Jahre) aus dem Stadtteil Mülheim-Nord und
angrenzenden Stadtteilen.

Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG): Für die Besucherinnen unseres Hauses
gelten die Bestimmungen des KJHG. Damit umfassen wir eine Altersspanne von 6
bis 27 Jahre. Aus diesem Lebensabschnitt konzentrieren wir uns besonders auf die
Altergruppe zwischen 6 und 20 Jahren. Darüber hinaus besteht für junge
Erwachsene die Möglichkeit der Beratung und Unterstützung in Einzelfällen.

Für die unterschiedlichen Altersgruppen stehen besondere Öffnungszeiten zur
Verfügung. Wir berücksichtigen so, dass die jeweiligen Zielgruppen eigene Anliegen
haben und gewährleisten eine möglichst effiziente Umsetzung unseres
pädagogischen Programms.

Unsere Besucher repräsentieren die Nationalitäten, Kulturen und Religionen des
Stadtteils.

Der Club steht allen Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen offen. In
unserem Umfeld handelt es sich besonders häufig um Menschen aus benachteiligten
Gesellschaftsschichten. Hier spielen vor allem eine Rolle:

o finanzielle Probleme

o Arbeitslosigkeit

o Bildungsdefizite

° Bindungs-/Beziehungs(un)fähigeit

° geistige, emotionale und kulturelle Armut
° fehlende/ falsche Vorbilder

° Migrationshintergrund

D Vernachlässigung und Verwahrlosung.

Häufig führen diese Faktoren in eine Bildungsverwahrlosung, die sich mit den
Attributen schwierige familiäre Situation, Schulnotstand, Jugendnot,
Medieninkompetenz belegen lässt.

Besondere Berücksichtigung findet die Lebenssituation der Teenager von 11-15
Jahren. Diese Zielgruppe wollen wir, auch im Hinblick auf die Pubertät, mit
angemessenen Angeboten begleiten. Dazu zählen z.B. Unterstützung im Bereich
Schule und Ausbildungsvorbereitung, Hilfestellung bei der Suche nach der eigenen
Identität und Rolle, altersgemäße sportliche Betätigung, gesunde Ernährung,
Medienkompetenz.

Außerdem bieten wir für sie einen permanenten Anlaufpunkt für alle Fragen und Nöte
(z. B. in einer „Tür und Angel — Beratung‘).

Uns ist ein ausgeglichenes Verhältnis von Mädchen und Jungen im Sinne des $ 9
KJHG wichtig. Wir setzen dies in ein geschlechtsspezifisches
undgeschlechtsdifferenziertes Handeln für Mädchen und Jungen um. Darunter
verstehen wir:

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Mädchen:

Die geschlechtspädagogische Arbeit mit Mädchen ist in unserem Haus fest verankert
und verfügt über eine langjährige Tradition.

Die Mädchen kommen aus dem sozialen Umfeld und allen Kulturkreisen.

<Bild Tanzen Mädchen> Fester Bestandteil unseres Hauses sind spezielle Angebote
für Mädchen. Hierfür stehen eigenes Personal, eigene Zeiten sowie separate
Räumlichkeiten zur Verfügung. So können Mädchen ihre Fähigkeiten testen und
ausbauen, ihr Selbstwertgefühl stärken. Sie erhalten Begleitung bei der Lösung
mädchenspezifischer Probleme. Sie lernen, aktiv für ihre Bedürfnisse und Wünsche
einzutreten. Auf diese Weise versuchen wir, der Benachteiligung von Mädchen in der
heutigen Arbeits- und Berufswelt entgegen zu wirken.

Wir begegnen bei unserer Arbeit der kulturellen und religiösen Vielfalt mit
besonderer Aufmerksamkeit und berücksichtigen sie verstärkt in unseren Angeboten.

Jungen:

Jungen in unserer Einrichtungen kommen aus dem sozialen Umfeld und allen
Kulturkreisen.

Wir bieten die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Rollenerwartungen und
Rollenanforderungen. Hierbei berücksichtigen wir die Vorstellungen aus ihren
Kulturkreisen, auch die Auseinandersetzung mit dem traditionellen Männerbild (Ehre
und Männlichkeit).

Über Angebote im Offenen Treff (wie Sport und Spiel, Turniere), Bewegungsangebote
auf dem Außengelände, Fahrradtouren, Anti-Aggressionstraining,
Gesprächsgruppen, Jungengruppe, Fahrradwerkstatt) erreichen wir die Jungen. Eine
eigene Fachkraft für die Jungenarbeit setzt dies um. Für die Angebote in der
Jungenarbeit stehen feste Zeiten zur Verfügung.

4.1.2 Unsere Ziele

Die Ziele im „Don-Bosco-Club“ in Köln-Mülheim orientieren sich an den „Leitlinien —
Arbeiten im Geiste Don Boscos“. Das wichtigste Ziel heißt hier: „Damit das Leben
junger Menschen gelingt‘. Dies präzisieren wir dahingehend, dass das Leben junger
Menschen vor allem in Köln- Mülheim gelingt/ gelingen soll.

4.1.2.1 Zielorientierung
Unsere Ziele orientieren sich an der Kernaussage „Damit das Leben junger

Menschen gelingt“ aus den „Leitlinien- Arbeiten im Geiste Don Boscos““.

Sie sind zur aktiven Teilhabe, Teilnahme und Mitgestaltung von Kirche und
Gesellschaft eingeladen.

Förderung von Stärken

Zur salesianischen Pädagogik gehört, dass wir im Geiste Don- Boscos handeln und
dies auf unsere Zeit beziehen bzw. adaptieren (sportlich, musikalisch, Hilfe zur

7 „Leitlinien- Arbeiten im Geiste Don Boscos“ (3.überarbeitete Auflage 2002; S.9)

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Selbsthilfe, Familienhilfen, Schule und Ausbildung, Bewerbung, Gespräch sowie
ökologische, soziale und religiöse Bildung).

Wir orientieren uns an den Ressourcen, die bei unseren Besuchern - mehr oder
weniger sichtbar - vorhanden sind. Anstatt Defizite aufzuzeigen gilt es, bei den
individuellen Stärken anzusetzen und so zu einer positiven Entwicklung der
Persönlichkeit und einer Stärkung des Selbstwertes beizutragen.

Hierbei hat für uns die ganzheitliche Förderung (körperlich, intellektuell, sittlich,
kulturell, sozial, ökologisch, religiös und geistlich) eine hohe Bedeutung.

Entdeckung von Werten und Gemeinschaft

<bild Sitzinsel mit Micha> Unsere Gesellschaft nimmt an Vielfalt und Komplexität
ständig zu. Für den Einzelnen wird es mitunter schwierig, hier seine Orientierung und
seine eigene Position zu finden. Was sich einerseits als Chance darstellt
(Individualität) kann anderseits zu Problemen beim Finden der eigenen Position
führen (Orientierungslosigkeit). An dieser Stelle kann Gemeinschaft einen wichtigen
Beitrag leisten.

Mit der Gemeinschaft im Club bieten wir einen geschützten Raum des
experimentierendes und Erfahrung sammelns. Die individuellen Interessen und
Fähigkeiten stehen hierbei im Vordergrund. Die jungen Menschen sollen so auch
lernen, sich in der Gemeinschaft zu orientieren und zu erkennen, dass in einer
positiven gesellschaftlichen Positionierung ein Schlüssel für eine erfüllende
Selbstverwirklichung begründet liegt.

Prävention als Persönlichkeitsentwicklung

Uns ist die Aufklärung und der Umgang mit Gewalt, Drogen, Alkohol und den neuen
Medien ein wichtiges Anliegen. Durch unsere Arbeit wollen wir dazu beitragen, dass
die Kinder und Jugendlichen kritisch mit diesen Themen umgehen und sich eine
individuelle Meinung dazu bilden.

4.1.2.2 Konkrete Zielsetzungen
Wir setzen unseren ganzheitlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag in einer familiär
geprägten Atmosphäre in folgenden Zielen um:

° Persönlichkeitsentwicklung:
Heranwachsen zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten

° Entdeckung und Entfaltung der Begabungen als Bildung:
Förderung durch spielerisches erproben

D Entwicklung von Kompetenzen:
kreative, kulturelle, sozial-emotionale, intellektuelle, musikalische, sportliche und
praktische

DO Identifikation und Entdeckung von Werten:
kulturelle, politische, gesellschaftliche und religiöse

. Erweiterung des persönlichen Horizonts:
über den Tellerrand der eigenen Lebenswirklichkeit und des sozialen Umfeldes
hinausblicken

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o Prävention:
Stärkung der Besucherinnen gegenüber Gefahren

° Lernen und Bildung: .
fit machen für Alltag, Gesundheit und Ernährung - für Schule und Beruf — Übergang
von Schule zu Ausbildung und Beruf

D Raum zum Erproben und Experimentieren
als Mittel zur Gestaltung der übrigen Ziele

° Begleitung von Eltern und Familien
zur Stärkung, Konfliktbewältigung, Beratung

Kinder und Jugendliche sind uns mit ihren Ressourcen wertvoll und liebenswert. So
verstanden bedeutet die Umsetzung der Ziele für uns, junge Menschen auf ihrem
Weg zu einer eigenständigen und selbstverantwortlichen Persönlichkeit zu begleiten.

4.1.3 Das pädagogische Handeln

Unser Handeln orientiert sich an den gegebenen Bedingungen. Wir richten uns auf
unsere jugendlichen Besucher aus und gestalten dem entsprechend unser Angebot.
Mittelpunkt unserer Arbeit ist dabei immer der einzelne Mensch, in erster Linie die
Kinder und Jugendlichen, in weiterer Folge auch Eltern und Umfeld.

Die folgenden Säulen bilden den Kern dieser Arbeit:
° Offene Arbeit

o Projektarbeit
o Beratung
D Lebenshilfe

Die Arbeit gestaltet sich dabei individuell, ohne jedoch das jeweilige Umfeld zu
ignorieren. Neben dem grundsätzlich zukunftsorientiert ausgerichteten Arbeiten
richtet sich unser Angebot auch auf konkrete Hilfe in aktuellen kritischen
Lebenssituationen. So bieten wir Einzelfallberatungen an, die helfen sollen, einen
Ausweg aus akuten Problemlagen zu finden.

4.1.4 Angebote

Unsere Angebote im Club sind vielfältig. Sie orientieren sich an unseren gesetzten
und vereinbarten pädagogischen Zielen und greifen die aktuellen pädagogischen
Erfordernisse und die Wünsche unserer BesucherInnen auf.

Offenes Angebot:

° Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 15 Jahren können das
Außengelände zu einer geregelten und vereinbarten Zeit nutzen und an
verschiedenen Angeboten teilnehmen (Spiellandschaft, Basketball, Fußball,
Spielplatz, Federball, Billard, Tischtennis und mehr).

. Kinder und Jugendliche zwischen 6 Jahren und 15 Jahren können das Haus
mit seinem offenen Angebot dienstags bis freitags von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr
nutzen; hierbei können sie an den verschiedenen Angeboten teilnehmen (Freies
Spiel, Computerführerschein, Schwimmen, Fußball, Gesellschaftsspiele in der
Gemeinschaft spielen, geschlechtsspezifische Arbeit in der Mädchen als auch in der

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Jungenarbeit, verschiedene Turniere: Kicker, Tischtennis, Billard, Fußball, Turniere
etc.-).

Das Angebot ist breit gefächert und orientiert sich an den individuellen Wünschen der
Kinder und Jugendlichen.

D Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 Jahren und 27 Jahren
können das offene Angebot dienstags bis freitags von 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr und
montags von 18.00 bis 21.30 Uhr nutzen (für Kinder unter 14 endet die Öffnungszeit
um 21.00 Uhr).

Die unterschiedlichen Angebote für die Jugendlichen am Abend unterscheiden sich
entwicklungspädagogisch zu den Angeboten am Nachmittag (Bewerbungsschreiben,
Kommunikation (das persönliche Gespräch mit Jugendlichen und den Mitarbeitern
nimmt einen wichtigen Stellenwert ein) Computer, Medien und Sport zur
Freizeitgestaltung):

o Weitere Angebote können im Don-Bosco-Club genutzt werden:

oe Hausaufgabenbetreuung für Kinder im Grundschulalter
(in dieser bekommen Kinder qualifizierte Hilfe bei den Hausaufgaben)

e Mittagessen
e Kochen
oe Lebenshilfe

e Schuldenberatung (in Zusammenarbeit mit Christlichen Sozialhilfe
(CSH) und dem ISS, Berliner Strasse

+ Fahrradwerkstatt

e Tanzangebote

e Disco zu verschiedenen Veranstaltungen
° Projektarbeit und -angebote

e Ferienaktionen (z.B. zusätzliche Angebote auf dem Außenspielgeländes
während der Sommerferien und Durchführung einer zweiwöchigen
Ferienfahrt)

Feste Angebote

Bei dieser Form von Angeboten handelt es sich sowohl um gruppenorientierte wie
auch um offene Angebote, die regelmäßig und zu definierten Zeiten stattfinden:
Basteln

Mädchen-/Jungengruppe

Pastoralgruppe

Computerführerschein

Fußball (Köln Kickt / Mülheim bolzt für Respekt)

Kegeln

Schwimmen

Ringen und Raufen

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Fahrradtouren
Kino
Bio-Garten

Projektarbeit

Spezielle Themen werden projektorientiert aufgegriffen. Den teilnehmenden Kindern
und Jugendlichen soll hierbei zielorientiertes Arbeiten ein Stück näher gebracht
werden. Wichtig ist die thematische Vorbereitung und eine konsequente und
kontinuierliche Umsetzung. So wird auch Mitdenken und Mitverantworten in die
Praxis umgesetzt.

In der Projektarbeit werden sowohl fachliche Inhalte und Kompetenzen vermittelt als
auch das Gruppenempfinden und -erleben eingeübt und gestärkt.

Ein Schwerpunkt wird beim projektorientierten Arbeiten im Don-Bosco-Club auf das
Thema Medienprojekte gelegt, da dieser Bereich einen immer höheren Stellenwert in
unserer Gesellschaft einnimmt. Zudem sind Kinder und Jugendliche im Umgang mit
Medien oft alleine gelassen und hoffnungslos überfordert.

Weitere Beispiele von Projektarbeit sind:

° Behandlung von religiösen Themenfeldern (Bspl. "Glaubst Du noch oder tickst
Du schon?")
o Theaterworkshops

4.1.5 Aufsuchende Arbeit

In diesem Ansatz gehen wir als MitarbeiterInnen an die „Ecken und Zäune“ unseres
soziales Umfeldes (auch in der sich entwickelnden virtuellen Welt), um Jugendliche
zu erreichen, die unser Haus nicht mehr aufsuchen und stattdessen im Viertel
"abhängen" (keine Kultur des Wegsehens).

Wir versuchen die Ursachen und die Gründe unmittelbar von den Jugendlichen
selbst zu erfahren und halten über diesen Weg Kontakt zu diesen jungen Menschen.

So weit es unsere pädagogische Konzeption und unser Regelwerk zulassen, gehen
wir auf diese Gründe ein und geben eine Antwort z.B. über Veränderungen in
Programm und Angeboten. Manche Besucherinnen sind allerdings zeitweise nur
über die aufsuchende Arbeit zu erreichen.

4.2 Unser Haus

Das Haus mit seinem Raumprogramm bietet durch seine funktionsgerechte
Ausstattung viele Möglichkeiten.

Wir legen in unserer Einrichtung Wert auf einen einladenden Charakter,
Kennenlernen und Begegnung der Besucherlnnen durch entsprechende Gestaltung
besonders des Eingangsbereichs und des Treffpunkts. Damit ist eine Transparenz
über Angebote und Aktivitäten zu schaffen: ‚Was ist los im Club“ über
Informationssäule, Plakate und Programme, auch über Medien wie die eigene
Homepage (www.don-bosco-club.de).

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Ideen für Umgestaltung und Veränderung gehen wir gemeinsam mit allen
Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an. Kinder und Jugendliche werden bei konkreten
anstehenden Maßnahmen in die Gestaltung und Umsetzung eingebunden.

Wir verstehen uns als „Oase für Kinder und Jugendlichen“. Auch für Familien sind wir
ein Ort zum Wohlfühlen.

Das Haus steht zusätzlich Gruppierungen aus dem sozialen und kirchlichen Umfeld
offen.

Eine zeitgemäße und attraktive Veränderung unserer Einrichtung und ihrer Räume ist
angesichts der knappen finanziellen Ressource eine größere Herausforderung (siehe
auch unter P. 10.2 Finanzen).

4.2.1 Beschreibung

Das Haus bietet drei Etagen mit einem umfassenden Raumangebot. Hierzu zählen
Möglichkeiten für:

OD Sport, Bewegung und Spiel

° Kontakt und Kommunikation

D Feste und Feiern

° Werkstätten

OD Gespräch und Beratung

° Spezielle Zielgruppen

° Ernährung und Kochen

° Bildung und Lernen

Ein Herzstück bildet unser Außengelände mit
OD einem Multifunktionssport- und spielfeld
° einer Spiellandschaft

° Ausleihmöglichkeiten für Bälle, Tennis- und Volleyballausstattung, Kettcars,

Fahrräder, Roller, Spiele......
° einladende Sitzgruppen mit Grillmöglichkeit
D Getränke-, Essen- und Süßigkeitenausgabe

4.2.2 Öffnungszeiten
Die folgende Darstellung zeigt eine Übersicht über die regelmäßigen Öffnungszeiten.

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Abweichende Zeiten gibt es in den jeweiligen Ferienprogrammen.,

4.2.3 Kultur des Umgangs

Im Club haben wir Regeln entwickelt, die auf einer familiären Atmosphäre aufgebaut
sind. Wir legen Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander. Die aufgestellten
Regeln sind für alle BesucherInnen und MitarbeiterInnen transparent. Sie werden
hinterfragt, überprüft und weiter entwickelt (z.B. durch Instrumente - siehe
Qualitätshandbuch).

Spielerisch versuchen wir unseren Besuchern Dinge des alltäglichen Lebens und der
Allgemeinbildung zu vermitteln. Es gilt konkrete, alltägliche Regeln (Sprache,
Umgangsformen, Verhalten beim Essen, Ausleihe und Rückgabe von Materialien)
anwenden zu können.

Uns sind die Aufklärung und der Umgang mit Sexualität, Gewalt, Drogen, Alkohol und
den neuen Medien ein wichtiges Anliegen. Durch unsere Arbeit wollen wir dazu
beitragen, dass die Kinder und Jugendlichen kritisch mit diesen Themen umgehen,
um sich eine individuelle Meinung dazu zu bilden.

4.2.4 Handlungs-/Veränderungsbedarf

Es ist wichtig, unsere Arbeit, die Atmosphäre und unsere Angebote regelmäßig zu
hinterfragen. Dazu bedienen wir uns verlässlicher Methoden. Hierzu zählen:

D Regelmäßige Reflexion im Team
° Jährliche Klausurtagung
° Coaching

. Aus-/Weiterbildung

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o Jährliches Wochenende für unsere Ehrenamtler
o Monatliches Ehrenamtstreffen unserer Ehrenamtler

o Kinder-/Jugendrat®

o Homepage
o Zettelkasten
D Situative Befragung unserer BesucherInnen

Zusätzlich erfolgen sporadische Einschätzungen durch externe Expertise.

Die Informationen werden als wichtige Impulse aufgegriffen und ernst genommen. Es
erfolgt in jedem Fall eine Rückmeldung. Umzusetzende Themen fließen in Konzept
und Arbeit ein.

5 Don-Bosco-Club - ein starkes Team

5.1 Überblick

Wir verstehen uns laut Synodenbeschluss "Ziele und Aufgaben kirchlicher
Jugendarbeit" als "Personales Angebot". Die vier Optionen? aus dem pastoralen
Rahmenkonzept für die Kirchliche Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im EBK
bilden eine Handlungsmaxime für das Team.

In unserer Einrichtung sind tätig:
o Pädagogische Fachkräfte

° Angestellte, Aushilfs- und nebenamtliche Kräfte

D Honorarkräfte

D Praktikanten

D EhrenamtlerInnen

° Freiwillige aus dem europäischen Freiwilligenprogramm
° Zivildienstleistende

o FSJler'?

5.1.1 Pädagogische Fachkräfte

Wir legen Wert darauf, dass über die Verschiedenartigkeit der MitarbeiterInnen
sowohl eine verlässliche Beziehungsarbeit als auch — bedingt durch die fachlichen
Unterschiedlichkeiten — ein breites Spektrum der Angebote in unserem Club zum
Tragen kommt. Eine Arbeitsplatzbeschreibung regelt die jeweiligen Zuständigkeiten
(siehe Qualitätshandbuch).

Regelmäßig finden Teambesprechungen statt. Die Teilnahme an Fort- und
Weiterbildung wird gewünscht und unterstützt.

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in Schriften zur Jugendpastoral, Hrsg.: Katholische Jugendarbeit e.V. 4. Auflage Okt. 2000
"9% ggf in Zukunft

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AO
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Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Don-Bosco-Clubs in Köln
Mülheim treffen sich einmal im Jahr für eine einwöchige Klausurtagung, um das
abschließende Jahr zu reflektieren und das kommende zu planen.

Hierbei werden bestehende Angebote hinterfragt und weiter entwickelt, um fachlich
nah an der Lebenswelt, so zu sagen „am Puls“ der Kinder und Jugendlichen zu sein.
5.1.2 Angestellte, Nebenamtliche-/Aushilfkräfte

Damit das Haus funktioniert, sind zuverlässige und engagierte Mitarbeiter in den
Bereichen

o Verwaltung
o Haustechnik
o Küche

o Gebäudepflege

unerlässlich. Neben ihren eigentlichen Aufgaben neben die hier tätigen Menschen in
ihrer Arbeit auch wichtige pädagogische Aufgaben wahr.

5.1.3 Praktikantinnen

PraktikantInnen aus den Fach(hoch)-schulen finden im Club einen Praxisplatz. Für
die Einrichtung ist dies ein lebendiger Bezug zu den Ausbildungsinstitutionen,
bedeutet ein Lernen von- und miteinander. Praxis und theoretische Ansätze werden
reflektiert und auf Umsetzung überprüft und weiter entwickelt. Wir garantieren eine
verlässliche und qualifizierte Praxisanleitung.

5.1.4 Freiwillig aktiv / Ehrenamtsarbeit

Die ehrenamtlichen erwachsenen und jugendlichen MitarbeiterInnen sind personales
Angebot. Die Aufgaben für ehrenamtliche MitarbeiterInnen sind breit gefächert.

Zur Entwicklung und Betreuung ehrenamtlich engagierter MitarbeiterInnen steht eine
pädagogische Fachkraft zur Verfügung. Jugendliche MitarbeiterInnen werden durch
eine eigene Begleitung besonders gefördert und gefordert.

Monatlich findet ein Mitarbeitertreffen der ehrenamtlichen Mitarbeiter unter der
Leitung eines Ehrenamtlers statt.

Darüber hinaus bietet ein Wochenende für die Ehrenamtler Raum und Rahmen
sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch Konzeption, Inhalte und Angebote des
Clubs zu reflektieren und - in enger Abstimmung mit den Fachkräften - weiter zu
entwickeln. Das trägt dazu bei, den Zusammenhalt zu fördern und Verbindlichkeit zu
schaffen.

Für die ehrenamtlichen Kräfte besteht die Möglichkeit, an Weiterbildungsmaßnahmen
und externen Veranstaltungen teilzunehmen.

5.2 Europäisches Freiwilligenprogramm

Junge Menschen aus ganz Europa sind in unserem Club tätig. Es handelt sich
hierbei um Freiwillige, die auf diesem Weg ein anderes Land, eine andere Kultur und
eine andere Sprache intensiv kennenlernen - nicht als Arbeitnehmer oder
Zivildienstleistender, nicht als professioneller Erzieher oder Betreuer, sondern als

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Freiwillige/r auf Taschengeldbasis und auf begrenzte Zeit. Für den Club sind diese
jungen Leute mit ihrem Engagement und kulturellen Vielfalt eine tolle Bereicherung.

5.3 Bundesfreiwillige

Im Club werden im Bereich der Pädagogik bzw. der Haustechnik Bundesfreiwillige
eingesetzt. Sie bilden eine wichtige Bereicherung des Teams.

6 Don-Bosco-Club — Markenzeichen: "Soziale Qualität"
6.1 Fachlichkeit und Menschlichkeit

Die dem Kinder- und Jugendhilfegesetz entsprechenden Prinzipien der Offenen
Kinder- und Jugendarbeit Offenheit, Freiwilligkeit und Partizipation verwirklichen wir
im pädagogischen Alltag unserer Einrichtung.

Offenheit: Unabhängig von ihrer Nationalität, Kultur, Religion und sozialer Herkunft
sind alle Kinder und Jugendliche in unserem Haus willkommen. Wir begegnen
den Besuchern ohne Vorurteile und Ressentiments. Wir achten darauf, dass wir
die Lebenswelt der Besucher wahrnehmen, ihre Fragen, Ansichten und Probleme
hören und verstehen. Es ist uns wichtig in der Gestaltung der Räume und in einer
einladenden Grundhaltung, die Offenheit auch atmosphärisch umzusetzen.

Freiwilligkeit: Der Besuch unserer Einrichtung erfolgt freiwillig. In dem Prinzip der
Freiwilligkeit sehen wir eine große Chance und Ressource, die Kinder und
Jugendlichen zu unseren Angeboten einzuladen um über das Tun eigene
Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken.

Partizipation: Eine hohe Priorität hat die Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen
zu Teilhabe, Mitbestimmung und Mitverantwortung in Planung und Gestaltung des
offenen Bereiches, bei Aktionen und Festen sowie bei der Gestaltung der Räume
und der Entwicklung von Hausregeln. Die Angebote im Club orientieren sich an
den Interessen unserer Besucher, deshalb ist es uns wichtig, sie mit in unsere
Planungen einzubeziehen.

6.2 _ Beziehungs-/Kommunikationsarbeit

Die Kommunikationskultur ist ein wichtiger Bestandteil des Miteinanders in unserem
Haus. Informationen werden zeitnah kommuniziert und verarbeitet.

Feste und Feiern sind Herzstücke in unserer Offenen Tür. Dazu laden Sommerfest,
Weihnachtsfeier, Karnevals- und weitere Feste nicht nur die BesucherInnen, sondern
auch die Eltern, An- und BewohnerInnen aus dem „Veedel“, die Angehörigen des
Pfarrverbands und LehrerInnen der Schulen ein.

Unsere Freunde und Förderer sind zu diesen Festen herzlich willkommen. So
kommen Menschen aus unterschiedlichen Milieus in Kontakt, ins Gespräch und in
Beziehung.

Der Kontakt zwischen dem Vorstand und dem Team der Einrichtung wird über direkte
Kontakte und Arbeitstreffen gepflegt. In diesen Arbeitstreffen spielen neben
inhaltlichen pädagogischen auch die Kommunikationskultur eine wesentliche Rolle.

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Stand: 05.05.2017

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Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim at

So ist der Trägervorstand eng in die Belange des Clubs eingebunden, um so eine
möglichst breite Basis und Unterstützung für die tägliche Arbeit zu erhalten.

Geprägt durch Freiwilligkeit bieten wir einen Rahmen, um demokratische Prozesse
zu erlernen. Angestrebt werden regelmäßige Treffen und Versammlungen mit den
Besuchern. So könnte es einen Kinder-/Jugendrat geben, der regelmäßig
zusammenkommt, um sich über Programm und Geschehnisse auszutauschen. So
lernen sie ihre Wünsche zu formulieren, Kompromisse auszuhandeln, und
gemeinsam ihre Interessen durchzusetzen.

6.3 Entwicklungsperspektiven und Visionen

6.3.1 Der mobile Don-Bosco-Club am Beispiel der Projektidee WORK4YOU

Die Motivation für das Projekt ist in der allgemeinen Jugendsituation begründet. Das
Projekt „Aufwind“ hat bei der Formulierung der Idee eine Art Initialzündung bewirkt.

Es geht darum, der Jugendnot (u.a. begründet in der aktuellen Arbeitsmarktsituation)
aktiv zu begegnen und nach dem Leitsatz ‚damit das Leben junger Menschen
gelingt“ und den Leitlinien Don Boscos zu handeln.Bei den Zielen des Projektes geht
es um

o berufliche Perspektiven für junge Leute
° das Angebot für sinnvolle Beschäftigung und
o einen Schutzraum für Jugendliche.

Angesprochen werden Jugendliche in Köln-Mülheim-Nord/ Dellbrück, darunter vor
allem arbeitlose Jugendliche, benachteiligte Jugendliche und Jugendliche in
prekären Lebenslagen.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt bildet die Beschäftigungsförderung.

Jugendlichen sollen Perspektiven geboten werden. Dabei soll an die jeweilige
individuelle, berufliche Biographie angeknüpft werden. Angestrebt sind abgestufte
Angebote wie Hilfe zur Orientierung, Anlernen, Hilfs-/Ausbildung, Schaffen von
Nischen-/Arbeitsplätzen, Sprungbrett in den Arbeitsmarkt, alltagspraktische Hilfen
und nicht zuletzt nachhaltige Bewusstseinsbildung (Arbeitseinsatz/ Geld).

Die folgenden Angebote werden an 7 Tagen vorgehalten :
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Stand: 05.05.2017

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Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim Ar

Mit dem Projekt soll in erster Linie Jugendlichen Arbeit und eine sinnvolle
Beschäftigung gegeben werden. Nebeneffekte könnten sein, den Don-Bosco-Club
auszubauen und ökologische Zwecke zu erfüllen.

Eine Lücke im System kann so geschlossen werden. Junge Menschen, die aus allem
rausfallen und nicht erreichbar sind für die existierenden Hilfesysteme

Für die beteiligten Kommunen würde ein Vorzeigeprojekt entstehen.

6.3.2 Der virtuelle Don-Bosco-Club

Mit dieser Idee sind zwei Zielsetzungen
| verbunden:
Mi 8 1. Unterstützung der Vernetzung der
Ü "Don Bosco Einrichtung durch moderne
elektronische Medien

2. Schaffung einer Umgebung, in der in
erster Linie Jugendliche erreicht werden
=. können, die sonst für den Club nicht

ie erreichbar sind.

ee ©. Vernetzung der Don-Bosco-Einrichtungen

y 2 Inder tägliche Arbeit ist Erfahrung und

u " . Erfahrungsaustausch ein wesentliches
as Element des Handelns. Hier setzt die Idee
ö u “ an, die bestehenden Mechanismen des
einrichtungsübergreifenden Austauschs um elektronische Medien zu ergänzen. So
lassen sich Erfahrungen, Kompetenzen und auch vorhandenes Equipment besser
erschließen. Die folgenden Instrumente könnten helfen, dieses Ziel zu erreichen:

° Forum für aktuelle Fragen und Problemstellungen

° Ein gemeinsamer Pool für Informations- und Arbeitsmaterialien
° Bereich für häufig gestellte Fragen (FAQs)

o Geschlossener Chat-Room

° Gemeinsamer Terminkalender

. Alles rund ums Ehrenamt

Cyber-Club für Jugendliche

Dieser Bereich hat die primäre Zielrichtung Jugendliche zu erreichen, da wo sie sich
oft aufhalten. Das Internet ist eine Umgebung, die von Jugendlichen stark
frequentiert wird. Somit ist ein Angebot aufzubauen, das für diese Zielgruppe so
attraktiv ist, dass es regelmäßig besucht wird.

Hierbei ist anzustreben, ein Redaktionsteam unter Einbeziehung von Jugendlichen
zu etablieren. Inhaltlich könnte dieses Angebot beispielsweise enthalten:

D Geprüfte Spiele
° Kleine Wettbewerbe

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Stand: 05.05.2017

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Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim Lily

o Informationsplattform für Schule und Beruf
(Links auf die relevanten Plattformen)

o Veranstaltungsinformationen

O Downloadbereich

° Chatroom

6.4 Qualitätsmanagement

Der Don-Bosco-Club verfügt über ein etabliertes Qualitätsmanagment. Grundlage für
das Qualitätsmanagement bildet das Qualitätshandbuch.

Darüber hinaus ist der Club in verbindliche und übergreifende Qualitätsprozesse
eingebunden. Hierzu zählen der Qualitätszirkel mit der Katholischen
Jugendfachstelle Köln und der Wirksamkeitsdialog mit dem Jugendamt der Stadt
Köln.

7 Don-Bosco-Club - Finanzen

7.1  Grundfinanzierung

Die finanzielle Basis der Arbeit ist in den Richtlinien des Landes NRW, der Stadt Köln
und im Rahmenkonzept zur kirchlichen Jugendarbeit des Erzbistums Köln begründet.

Der gesetzliche Rahmen ergibt sich für uns:
D Das Kinder- und Jugendhilfegesetz „KJHG“:

. Das dritte Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes —
Gesetz zur Förderung der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des
erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes — Kinder- und Jugendförderungsgesetz
des Landes NRW

o Die Richtlinien der Stadt Köln — Kinder- und Jugendförderplan.

o Das Rahmenkonzept „Kirchliche Jugendarbeit“ im Erzbistum Köln - die
Inhalte und Ziele ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere pädagogische
Konzeption

. UN-Kinderrechtskonvention

Die UN-Kinderrectskonvention hat. Dennoch hat die Verwirklichung der Kinderrechte,
die in ihr festgelegt sind, für uns höchste Priorität.

7.2 Finanzen, Stiftungen

Gefördert wird die Einrichtung für den laufenden pädagogischen Betrieb und für
pädagogische Fach-, Honorar- und Aushilfskräfte aus Mitteln des
Landesjugendplanes NRW, der Stadt Köln und dem Erzbistum Köln. Darüber hinaus
erhalten wir für die Durchführung von Projekten als besondere pädagogische
Maßnahme Zuwendungen aus dem Landesjugendplan und Stadt Köln.

Für die Übermittagsbetreuung unterstützen uns das Land NRW und die Stadt Köln.

Version: V 00.17 2017_DBC-Konzept_V0.11-ohneBilder Seite 28 / 31
Stand: 05.05.2017

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Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim ar

Ein Haus ist schnell gebaut, aber es über Jahre baulich instand zu halten und
attraktiv auf die veränderten Bedürfnisse und Wünsche der Besucherinnen
einzugehen, stellt an den Träger hohe Erwartungen.

Für die Finanzierung der Kosten für Pflege und Instandsetzung der baulichen
Substanz sowie Umgestaltung entsprechend aktueller Attraktivität und
Einladungscharakter der Einrichtung stehen seit Jahren keine Mittel des Landes
NRW zur Verfügung.

Im Bereich der Betriebs-/Instandhaltungskosten erhalten wir Zuschüsse durch die
Stadt Köln.

Sowohl der Unterhalt und Weiterentwicklung des Gebäudes auf heutige und
zeitgemäße Anforderungen als auch Programm und Angebote verlangen eine
verlässliche und angemessene Unterstützung und Förderung aus öffentlichen
Mitteln.

Die öffentliche Förderung ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Deshalb ist der
Don-Bosco-Club zunehmend mehr auf Stiftungen, Sponsoring und anderen
Geldquellen angewiesen. Das bedeutet für Träger und Leitung mehr zeitlicher
Aufwand für Mittelaquise wie:

° Stiftung

° Einsatz Unternehmen

OD Einsatz von bürgerschaftlichem Engagement
OD Sponsoring

8 Gedanken für den Ausblick

8.1 Thesen aus dem Projekt Aufwind

Die Mitarbeit im Projekt Aufwind und die daraus resultierenden Thesen liefern
wichtige Impulse für unsere Arbeit, bzw. deren Ausrichtung.

8.2 Zeitreise mit Don Bosco

Mit Don Bosco begeben wir uns auf die Zeitreise in das kommende Jahrzehnt. Das
bedeutet für uns angesichts der Kinder- und Jugendnot der vielfältigen oder
vielschichtigen Probleme im Aufwachsen heute, dabei an den Stärken der Kinder
und Jugendlichen anzusetzen :

D „Offene Tür sein“ im Verständnis mit offenen und wachen Augen, die auch die
Kleinsten - BesucherInnen, Probleme und Nöte, Gutes, Schönes, mit ihren
Veränderungen, wahrnimmt und so nicht aus dem Blick verliert.

. Scharfe Ohren, die neben den täglich lauten Stimmen und Geräuschen auch
die leisen Töne hören und erfassen

. Weites und großzügiges Herz, zupackende Hände

D Familiäre Atmosphäre schaffen und pflegen, in denen sich die Besucherinnen

mit ihren Familien eingeladen und willkommen wissen

D Verlässlicher Partner sein für unsere Besucherinnen im Aufwachsen heute,
für den Sozialraum - für Nachbarschaft, Schulen...

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Stand: 05.05.2017

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Konzept Don-Bosco-Club Köln-Mülheim At

D Interesse zeigen / erfahren lassen für den „Alltag“ junger Menschen

o Kein Stillstand, sondern Überprüfen und weitere Entwicklung der Konzeption -
Mut zum Experiment und Erproben

o Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in ??? als unsere Besucherinnen

„Und was meinen die Kinder und Jugendlichen zu unserer Einrichtung“

8.3 Meinungen unserer BesucherInnen zum Club

Die Ausrichtung unserer Arbeit richtet sich nicht ausschließlich nach den rechtlichen
und konzeptionellen Vorgaben, sondern vor maßgeblich nach den Bedürfnissen
unserer Zielgruppe. Um einen lebendigen Eindruck der Arbeit im Club zu gewinnen,
sind diesem Konzept deshalb exemplarisch Meinungen und Eindrücke unserer
primären Zielgruppe beigefügt.

9 Anhang

9.1 Relevante Paragraphen aus dem KHJG

& 1 „Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe“: In diesem wird das
Recht des jungen Menschen auf Erziehung und Förderung seiner Entwicklung zu
einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit beschrieben.
Dabei gilt es zu helfen, dass Benachteiligungen vermieden bzw. abgebaut und
positive Lebensbedingungen geschaffen werden;

8 8 „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“ :Kinder und Jugendliche sind
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an der Gestaltung der Angebote und ihrer
Aufgabenerfüllung zu beteiligen...“ und

$ 9 (3) „Grundrichtung der Erziehung, Gleichberechtigung von Mädchen und
Jungen“: die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu
berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von
Mädchen und Jungen zu fördern.

811 „Jugendarbeit“: Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung
erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollten an
den Interessen der jungen Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und
mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher
Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen;

9.2 Übersicht der Kommunikationsbeziehungen

9.3 Partnerschaften des Clubs

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Konzept

Don-Bosco-Club Köln-Mülheim

9.4 Gremien
<Der Don-Bosco-Club ist in den folgenden Gremien vertreten:

ik

Gremium

Zielsetzung / Turnus

Vertreter des DBC

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Informationen |
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9.5  Informelle Zirkel

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Version: V 00.17° 2017_DBC-Konzept_V0.11-ohneBilder Seite 31 / 31
Stand: 05.05.2017

Anlage 1 DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH Gesellschaftsvertrag

14550 Zeichen

Gesellschaftsvertrag

der „DBc Don-Bosco-Club Köln gGmbH”
Präambel

Im Geist der Botschaft Jesu Christi, in sozialer und kirchlicher Verantwortung und besonders
gegenüber Hilfsbedürftigen und Benachteiligten, engagieren sich, die Katholische
Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius, Köln und die Deutsche Prövinz der Salasianer
Don Boscos in diesem Gesellschaftsvertrag gemeinsam für. einen wichtigen Dienst an
jungen Menschen. Mit der Gründung der .DBC Don-Bosco-Chib Köln gGimbit" sichern sie die
wirtschaftlich rechtliche Basis des Don-Bosco-Clubs so, dass diese durch den Dienst ihrer
Mitarbeiter auch in Zukunft als anerkannter Freier Träger der Jugendhilfe, aufdauend auf
ihrer bisherigen Erfahrung und originellen Entwicklung Offener Jugendarbeit und
Jugendsozialarbeit im Stadtteil Köln-Mülheim, ihre Arbeit mit und für Jugendliche im Geist
der katholischen Soziallehre und der Pädagogik Don Boscos kreativ und Zukunft gestaltend

weiterführen kann.

81
Firma, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Die Gesellschaft führt die Firma: „DBC Don-Bosco-Club Köln gGmbH" und verfolgt
ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts

„Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
(2) Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln.

(3) Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Zeit gegründet.

(4) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste, Geschäftsjahr ist ein

Rumpfgeschäftsjahr, das mit der Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister

beginnt und an dem hierauf folgenden 31.12. endet.

N

{2)

3)

(4)

(5

(6)

82
Gegenstand des Unternehmens / Gemeinnützigkeit

Zwecke der Gesellschaft sind die Jugendhilfe, Erziehung, Berufsbildung und die

Unterstützung hilfsbedürftiger Personen.

"Diese Zwecke erreicht die Gesellschaft unter anderem durch Betrieb und

bedarfsgerechte Weiterentwickiung des ‚Don-Bosco-Clubs Köln-Mülheim“ Gegenstand
des Unternehmens ist weiterhin die Förderung der Jugend- und Sozialhilfe, der
Jugendbildung und der Jugendsozialarbeit durch geeignete Einrichtungen, Dienste und

Veranstaltungen.

Die Körperschaft ist selbstlos tätig; sıe verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche

Zwecke.

Mittel der Körperschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft. Die
Gesellschafter dürfen keine Geviinnanleile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus
Mitteln der Körperschaft erhalten. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei
Auflösung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke nicht mehr als

ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen

zurück.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind,

oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft sowie beim Wegfall
steuerbegünstigender Zwecke fallt das Vermögen der Gesellschaft, soweit es die
eingezahlten Kapitalanteile der Gesellschafter und den gemeinen Wert der von den
Gesellschaftern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, an die Pfarrgemeinde St Clemens
und Mauritius, Köln-Mülheim. Diese hat das Vermögen weiterhin unmittelbar und

ausschließlich für kirchliche, gemeinnützige Zwecke zu verwenden, und zwar nach

Möglichkeit im Sinne der Vereinsaufgaben.

{7) Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach

Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

83

Stammkapital, Stammeinlagen
(1) Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt Euro 25.000,00.
(2) Auf dieses Stammkapital leisten folgende Stammeinlagen:

a.) die Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos. Körperschaft des öffentlichen
Rechts mit dem Sitz in München, eine Bareinlage in Höhe von Euro 12.500.00;

b.) die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius, Köln, eine Bareiniage
in Höhe von Euro 12.500,00.

(3) Das Stammkapital ist in Geld einzuzahlen und mit der Errichtung der Gesellschaft in

voller Höhe fällig.

84
Verfügung über Geschäftsanteile

(1) Geschäftsanteile oder Teile davon dürfen nur an eine juristische Person veräußert
werden, die in ihren Statuten oder Satzungen eine rechtliche Zuordnung zur römisch-
katholischen Kirche ausweist und als gemeinnützig im Sinne des Abschnitts
"Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung anerkannt ist.

(2) Zur Verfügung über seinen Geschäftsanteil im Ganzen oder teilweise bedarf ein

Gesellschafter der vorherigen Zustimmung aller Mitgesellschafter.

(3) Die Übertragung und sonstige Verfügung (einschließlich ‘Veräußerung von

Geschäftsanteilen und den Beitritt neuer Gesellschaften sowie Belastungen des

m

Geschäftsanteils) über Gesellschaftsanteile oder Teile der selben bedarf zu ihrer

Rechtswirksamkeit der Genehmigung des Erzbischofs von Köln

(4) Verpfändung oder anderweitige Belastung eines Geschäftsanteils ist nicht zulässig,
(5) Im Fall der Liquidation eines Gesellschaiters wird die Gesellschaft aufgelöst
$5
Organe der Gesellschaft
Die Organe der Gesellschaft sind - Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
- Beirat
86
Vertretung, Geschäftsführung
(1) Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer(innen), die von der
Gesellschafterversammlung berufen und abberufen werden. Ist nur ein
Geschäftsführer/eine Geschäftsführerin vorhanden, so ist er/sie stets
alleinvertretungsberechtigt. Sind mehrere Geschäftsführer(innen) vorhanden, so wird
die Gesellschaft jeweils von zwei Geschäftsführern(innen) gemeinsam oder von einem
Geschäftsführer/einer Geschäftsführerin und einem Prokuristen/einer Prokuristin
vertreten. Auch wenn mehrere Geschäftsführer(innen) vorhanden sind, kann
einem/einer oder mehreren Geschäftsführern(innen) das Recht der Alleinvertretuna
verliehen werden.
(2) Die Geschäftsführer können jeweils für ein einzelnes Rechtsgeschäft von der

Gesellschafterversammlung von der Beschränkung des $ 181 BGB befreit

werden.

13

{6}

[6

)

)

}

Sei Abschluss, Anderung oder Beendigung von Anstellungsverrägen mit
Geschäftsführern(innen) wird die Gesellschaft durch die Gesellschafterversammlung

vertreten

Die Gesellschafterversammlung kann der Geschäftsführung eine Geschäftsordnung
geben und diejenigen Geschäfte bestimmen. die einer vorherigen Einwilligung
bedürfen. Die Geschäftsführung ist darüber hinaus in jedem Fall den Weisungen der

Gesellschafterversammlung untenworfen.

87
Einwilligungsbedürftige Rechtsgeschäfte

Die Geschäftsführung bedarf für alle Geschäfte, die über den gewöhnlichen Betrieb der
Gesellschaft hinausgehen, der ausdrücklichen vorhergehenden! Einwilligung der
Gesellschafterversammlung. Hierzu zählen insbesondere:

a) die Einstellung eines Leiters/einer l.eiterin für eine Einrichtung der Gesellschaft

b) die Erteilung von Prokuren und Generalvollmachten.

$8

Gesellschafterversammlung

Die ordentliche Gesellschafterversammlung findet in den ersten sieben Monaten eines
jeden Geschäftsjahres statt. Gegenstand der ordentlichen Gesellschaflerversammlung
ist die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung der Geschäftsführung und

die Bestimmung des Abschlussprüfers.

Die Gesellschafterrersammlungen werden schriftlich unter Beifügung der
Tagesordnung einberufen. Das Schreiben ist mindestens drei Wochen vor dem Termin
zuzustellen. Jeder/jede Geschäftsführer(in) ist zur Einberufung berechtigt. Die
Geschäftsführung hat die Gesellschafterversammlung einzuberufen, wenn einer der

Gesellschafter es verlangt. Kommt die Geschäftsführung einem solchen Verlangen

(3)

{4)

0)

nicht innerhalb einer Frist von drei Wochen nach, ist der Gesellschafter. der ein solches
Verlangen gestellt hat. selbst berechtigt, die Gesellschaflerversammlung einzuberufen
Die Geselischafterversammlungen finden grundsätzlich am Sitz der Gesellschaft statt.

89
Gesellschafterbeschlüsse

Gesellschafterbeschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der in der
Gesellschafterversammlung abgegebenen Stimmen gefasst. Dies gilt nicht, soweit das
Gesetz zwingend oder dieser Vertrag ausdrücklich etwas anderes bestimmt

Gesellschafterbeschlüsse können - vorbehaltlich zwingender gesetzlicher
Formvorschriften -, wenn alle Gesellschafter mit diesem Verfahren einverstanden sind,
auch telefonisch, durch Telefax oder in anderen elektronischen Übertragungsformen,

schriftlich oder mündlich ohne förmliche Gesellschafterversammlung gefasst werden.
Je Euro 50,00 eines Geschäftsanteils ($ 5 Abs. 1) gewähren eine Stimme.

Die Gesellschafterbeschlüsse, auch die formlos gefassten, sind zu protokollieren und
von einemleiner alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer(in) oder von mindestens
zwei Geschäftsführern/Geschäftsführerinnen zu unterzeichnen. Hat die Gesellschaft
mehr als zwei Geschäftsführer(innen), sind die Geschäftsführer(innen). die nicht
unterzeichnen, zu informieren. Jedem Gesellschafter ist das Protokoll in Kopie oder

Abschrift zuzusenden.

810
Beirat

Bei der Gesellschaft kann ein Beirat gebildet werden. Dieser besteht aus mindestens
drei Mitgliedern. Es soll sich dabei um Persönlichkeiten handeln. die nach ihrem Beruf
oder ihrer Stellung in der Wirtschaft oder im öffentlichen Leben für das Beiratsamt

besonders geeignet erscheinen.

(3)

(4)

)

Die Mitglieder des Beirats werden von der Geseilschafterversammlung bestellt Ihre
Amtsdauer betragt drei Jahre. Wiederbestellung ist zulässig. Jedes Mitglied des Beirats
kann sein Amt jederzeit ohne Angabe von Gründen niederlegen. Jedes Mitglied kann
durch Beschluss der Gesellschafterversammlung aus wichtigem Grunde abberufen
werden. Scheidet ein Beiratsmitglied vorzeitig aus, ist unverzüglich ein neues
Beiratsmitglied für die restliche Amtszeit des ausscheidenden Mitglieds zu bestellen.

Der Beirat hat die Geschäftsführung zu beraten und der Gesellschafterversammlung
hierüber zu berichten. Der Beirat soll in der Regel jährlich zu einer gemeinsamen
Sitzung mit den Gesellschaftern zusammentreffen. Der Beirat kann die
Geschäftsführung zur Teilnahme an den Beiratssitzungen auffordern. Die
Geschäftsführung informiert den Beirat über die inhaltlichen Belange der Arbeit der

Gesellschaft.

Der Beirat kann sich eine Geschäftsordnung geben und wählt aus seiner Mitte eine/n
Vorsitzende/n und deren/dessen Stellvertreter/in. Er tritt zusammen, sooft die Erfüllung
seiner Aufgaben es erfordert. Er trifft seine Entscheidungen durch Beschlüsse, die mit
Stimmenmehrheit nach Köpfen gefasst werden. Über deren ‚Inhalt sollen die
Geschäftsführung und die Gesellschafter unverzüglich unterrichtet werden.

Den Mitgliedern des Beirats steht der Ersatz der ihnen in Ausübung des Amtes
entstandenen Aufwendungen zu. Die Beiratsmitglieder haften nur für grobe

Fahrlässigkeit und Vorsatz.

811
Jahresabschluss

Der Jahresabschluß und - soweit gesetzlich erforderlich - der Lagebericht ist von den
Geschäftsführern innerhalb der gesetzlichen Fristen aufzustellen. Der Jahresabschluß

und Lagebericht sind von den Geschäftsführern zu unterschreiben.

Der Jahresabschluß und der Lagebericht sind von einem Abschlußprüfer zu prüfen. Die

Gesellschafterversammlung kann beschließen, von der Prüfung des Jahresabschlusses

(3)

nach Satz 1 abzusehen, wenn die Voraussetzungen des $ 267 Abs 1 HGB vorliegen
(kleine Gmbh).

Die ordentliche Gesellschafterversammiung hat spätestens bis zum Ablauf der ersten
acht Monate über die Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichis sowie
die Entlastung der Geschäftsführung zu beschließen ($ 6 Abs. 1). Die Feststellung des
Jahresabschlusses und des l.ageberichts sowie die Entlastung der Geschäftsführung
gelten als erfolgt durch Unterzeichnung durch die Gesellschafter, die dem aufgesteliten

Jahresabschluß zugestimmt haben.

$12

Gewinnverwendung

Die Gesellschafter dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter

auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft erhalten.

4)

(2)

ap)

813

Auflösung und Liquidation

Die Auflösung der Gesellschaft erfolgt außer in den vom Geseiz vorgesehenen Fällen

durch einstimmigen Beschluss der Gesellschafter.

Die Liquidation erfolgt vorbehaltlich eines anderslautenden Gesellschafterbeschlusses

durch die Geschäftsführer
Für die Vermögensverwendung gelten die Bestimmungen, wie sie in $ 2 festgelegt sınd
814
Kirchenrechtliche Aufsicht / Kirchliches Arbeitsrecht

Die Gesellschaft untersteht nach Maßgabe des Kirchenrechts der Aufsicht des

Erzbischofs von Köln (can. 305, 323, 325. 1301 cc).

nm

(2) Die Satzung sowie ein Beschluss über Satzungsänderungen oder die Auflösung der

Gesellschaft bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Erzbischofs von Köln

(3} Die Gründung (einschließlich Ausgründung) neuer Gesellschaften mit beschränkter

Haftung oder sonstiger juristischer Personen durch die Gesellschaft
(Tochtergesellschaften) bedürfen jeweils der schriftlichen Zustimmung des

Erzbischofs von Köln.

(4) Die Gesellschaft erkennt die vom Erzbischof von Köln erlassene Grundordnung des

kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse in der Fassung vom
27.04.2015 (Amtsblatt des Erzbistums Köln vom 01.07.2015, Seite 146 ff.) sowie
das Mitarbeitervertretungsrecht für die Erzdiözese Köln (Amtsblatt des Erzbistums
Köln vom 30.09.2011, Seite 241 ff.) und die dazu ergangenen Regelungen und
Ausführungsbestimmungen in der jeweils geltenden Fassung als verbindlich an und
wird diese anwenden. Das Gleiche gilt, wenn die vorgenannten Bestimmungen

durch andere Regelungen ersetzt werden.

(5) Der Erzbischof von Köln hat jederzeit das Recht, Einsicht in die Unterlagen der

Gesellschaft und ihrer / seiner verbundenen Unternehmen zu nehmen, die
ordnungsgemäße Verwendung der Mittel nachzuprüfen und weitere Auskünfte zu

verlangen.

815
Schlussbestimmungen

) Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen nur im Bundesanzeiger.

) Die Ungültigkeit einzelner Bestimmungen des Vertrages berührt nicht seine
Wirksamkeit. Anstelle der unwirksamen Bestimmung oder zur Ausfüllung einer Lücke ist
eine angemessene Regelung zu vereinbaren, dıe dem am nächsten kommt, was die

Vertragschließenden gewollt haben oder nach dem Sinn und Zweck des Vertrages

(3)

-10-

gewollt hätten, sofern sie den Punkt bedacht hätten. Beruht die Ungultigkeit auf einer

Leistungs- oder Zeitbestimmung, so tritt an ihre Stelle das gesetzlich zulässige Maß.

Die Gesellschaft trägt die mit der Errichtung der Gesellschaft anfallenden Kosten
(Rechtsanwalts-, Nolar- und Registergerichtsgebühren, einschließlich Veröffent-

lichungskosten) in Höhe von insgesamt Euro 2.000,00.

Garichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Gesellschaftsverhältnis ist der Sitz der

Gesellschaft.

Beratungsverlauf (2)

22.01.2018 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 9.2.2 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
27.02.2018 Jugendhilfeausschuss
TOP 2.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3605/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
28.11.2017
Erstellt
21.11.2017 16:01