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V/0826/2010

Produktions- und Konzeptionsförderung für Freie Theater 2011

Vorlagen 02.11.2010

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 23.11.2010, TOP 5

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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V/0826/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Produktions- und Konzeptionsförderung für Freie Theater 2011 
Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
23.11.2010 Kulturausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Kulturausschuss bestätigt die in der Begründung aufgezeigten Förderentscheidungen des Ku-
ratoriums für Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater für das Jahr 2011. 
Die Förderungen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den 
Haushaltsplan 2011 und die damit verbundene Bereitstellung der Haushaltsmittel. 
 
 
Begründung: 
 
Auf der Grundlage der Leitlinien für die Produktions- und Konzeptionsförderung für freie Theater 
hat das Kulturamt vor den Sommerferien dieses Jahres die freien Theaterproduzenten zur Antrag-
stellung bis zum 15. September 2010 aufgerufen. Insgesamt sind darauf hin 21 Anträge von 19 
Antragstellern eingereicht worden 
In seiner Sitzung am 24. Oktober 2010 hat das Kuratorium über sämtliche vorliegenden Anträge 
entschieden. 
 
Zur Vergabe stand die Summe von 170.000 Euro, dem planerischen Ansatz für das Jahr 2011 
(entsprechend dem des Vorjahres). Dem Kuratorium war bekannt, dass die Bereitstellung dieser 
Mittel unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan 2011 
steht. 
 
Im Einzelnen hat das Kuratorium seine Förderentscheidungen für 2011 wie folgt getroffen: 
 
Antragsteller: Cactus - Junges Theater (Barbara Kemmler) 
 Projektplanung 2011 mit 4 Jugendtheaterproduktionen 
Beantragt: 40.000 Euro 
Zuschuss: 35.000 
Euro 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0826/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Ermeling 
Ruf: 
492 41 03 
E-Mail: 
Ermeling@stadt-muenster.de  
Datum: 
02.11.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

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V/0826/2010 
Cactus – Junges Theater repräsentiert in hervorragender Weise die freie Jugendtheaterarbeit in 
der Stadt und prägt durch seine anspruchsvolle  Produktionsarbeit das Jugendtheaterprogramm im 
Theater im Pumpenhaus. Die Produktionen von Cactus – Junges Theater sind nicht nur lokal sehr 
erfolgreich, sondern werden auch regelmäßig zur überregional bedeutenden Festivals eingeladen. 
Die Produktionsvorhaben 2011 beschäftigen sich mit den Themenkomplexen Gewalt / Kontrolle, 
Ent- und Verwurzelung, Zerrissenheit / Suizid und Gerechtigkeit / Vergeltung. 
Es sind folgende Produktionen geplant: 
 
- „Polizei/Bullerei?“ – Eine Theater/Tanz/Musik/Fil–Collage in Kooperation mit dem multikul-
turellen Forum Lünen e. V. und Polizisten des Landesorchesters NRW zu den Themen 
Gewalt, Zwang, Kontrolle mit einem 8 – 10-köpfigen Ensemble;  
Regie: Alban Renz; 
 
- „2+x Welten“ – Eine interkulturelle Theaterproduktion zum Thema Ent- und Verwurzelung 
mit 8 – 10 männlichen schwarzen Jugendlichen mit afrikanischem Hintergrund; Regie: Bar-
bara Kemmler; 
 
- „Kleist zerrissen“ – Eine Theaterproduktion über die Zerrissenheit und die Suche nach Halt 
anhand der Werke und der Biografie Kleists mit einem 12-köpfigen Ensemble; Regie: Ju-
dith Suermann 
 
- „Wilde Hilde / Wilder Westen“ – Eine multimediale Mädchentheatercollage (Frauenwestern) 
mit 8 – 12 Mädchen im Alter von 14 – 18 Jahren zum Thema Gerechtigkeit / Vergeltung; 
Regie: Alban Renz; Choreografie: Jennifer Ocampo 
 
Das Kuratorium hält die Jugendtheaterarbeit für eine elementar wichtige Programmsäule des The-
aters im Pumpenhaus und verspricht sich vom Cactus -Programm 2011 qualitätsvolle Produktio-
nen, die das Pumpenhaus - Programm des kommenden Jahres maßgeblich mit prägen werden. 
 
 
Antragsteller: Theater Sycorax (Paula Artkamp / Manfred Kerklau) 
 Theaterproduktion „Wanderungen im Bleistiftgebiet“ (Arbeitstitel) 
Beantragt: 13.000 Euro 
Zuschuss. 11.000 Euro 
 
Das Theater Sycorax unter der Leitung von Paula Artkamp und Manfred Kerklau steht seit Jahren 
für eine professionelle Theaterarbeit mit Menschen mit psychischen Grenzerfahrungen. In dem 
neuen Projektvorhaben wird sich Theater Sycorax dem Menschen, Dichter, Vagabunden, Außen-
seiter und Patienten Robert Walser in einem offenen Arbeitsprozess mit 10 – 13 Schauspielern 
und Schauspielerinnen szenisch nähern. Dabei werden vor allem die Mikrogramme Walsers – 526 
Blätter als rätselhafte Manuskripte deutschsprachiger Literatur -  mit ihrem großen Schatz von Ge-
dichten, Erzählungen und dramatischen Szenen als Fundgrube dienen. Das Kuratorium verspricht 
sich ein starkes Ensemblestück, das reiche Möglichkeiten für die Schauspielercrew von Theater 
Sycorax bietet und unterstrich die Förderungswürdigkeit. 
 
 
Antragsteller: Philipp Grüneberg 
 
 
1. Theaterproduktion „On Tour to Des-Opression“ 
Beantragt: 10.000 Euro 
Zuschuss: 4.000 Euro 
 
 2. Theaterproduktion „Que Vaina“ 
Beantragt: 30.000 Euro 
Zuschuss: 5.000 Euro

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V/0826/2010 
Der Theaterproduzent Philipp Grüneberg plant in 2011 zwei Projekte: 
  
Gemeinsam mit der Produzentin Juliane Niermann  entwickelt Grüneberg das Stück „On Tour to 
Des – Opression “ das unter der Regie von Laura Brauer  (Argentinien) Methoden der Arbeit der 
Gruppe „Actuarnos Otros“ durch die Erarbeitung eines „Forumtheaterstücks“ vorstellt und weiter 
gibt. Geplant ist eine Umsetzung, die Bustransfers  des Publikums zu ausgewählten speziellen Or-
ten in den Randgebieten der Stadt vorsieht. Das Kuratorium erkannte den sehr persönlichen An-
satz der Produktionskonzeption, war aber einhellig der Ansicht, dass die Konzentration auf einen 
Ort mit einer Station sinnvoll erscheint und das Stück somit in einer abgespeckten Version reali-
siert werden kann. In dieser Form können  auch Erfahrungen mit der neuen Erarbeitungsmethode 
des „Forumtheaters“ gemacht werden. Das Kuratorium sprach deshalb eine Förderung von 4.000 
Euro zu. 
 
Das Projekt „Que Vania“ erarbeitet Philipp Grüneberg mit der Choreografin Jennifer Ocampo. Zu-
sammen mit einem Team, das überwiegend aus kolumbianischen Künstlern und Künstlerinnen 
besteht, soll ein Theaterabend in internationaler Zusammenarbeit kreiert werden, der dem deut-
schen Zuschauer einen tiefschürfenden Eindruck einer fremden Kultur und Gesellschaft verschafft. 
Tanz, Schauspiel und Performance geleiten den Zuschauer in eine Welt, die die Möglichkeit bietet, 
die kolumbianische Kultur, fern von Überziehbildern kennenzulernen und an einem Theaterabend 
zu erleben. 
Da auch Kooperationen mit anderen Theatern im Bundesgebiet und in Kolumbien beabsichtigt 
sind, versteht sich das Kuratorium als lokaler Förderer nicht als alleiniger und primärer Ansprech-
partner für eine Finanzierung der Produktion. Es hält die Produktionsidee allerdings für äußerst 
interessant aber noch nicht umsetzungsreif. Die internationale Zusammenarbeit, auch wie beab-
sichtigt vor Ort in Kolumbien, sollte zunächst erprobt und das Umsetzungskonzept konkret ausge-
arbeitet werden. Daher sprach es zunächst eine Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks 
in Höhe von 5.000 Euro zu. Das Pumpenhaus wird die Produzenten bei der Weiterentwicklung 
ebenfalls begleiten. 
 
 
Antragsteller: Freuynde und Gaesdte  
 
Theaterproduktion „Lava 1 + 2“ 
Beantragt: 27.000 Euro 
Zuschuss: 14.000 Euro 
 
Das Theaterensemble Freuynde & Gaesdte präsentiert seine Produktionen seit 1999 an unge-
wöhnlichen Orten.  Der Antrag auf Förderung der neuen Produktion „Lava 1 + 2“  beschreibt ein 
Vorhaben, das als engverzahntes kommunikatives Wechselspiel auf zwei Ebenen konzipiert ist, 
als „work-in-progress“. Der Weg dahin geht laut Freuynde + Gaesdte nicht etwa von einer konzep-
tionellen Skizze aus, die ein fertiges Ergebnis vorweg nimmt. Sie beschreibt vielmehr eine 
„Marschrichtung“, in der im Laufe der Arbeit vorangeschritten werden soll. Das Kuratorium übte 
Kritik an der Antragstellung, weil sich daraus keine Inszenierungsidee ablesen ließ und die Vorge-
hensweise nicht erkennbar wurde. Allerdings ist es sich der Arbeitsqualität des Ensembles auch 
aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen sicher und erwartet eine wiederum anspruchvolle 
Inszenierung für einen ungewöhnlichen Ort. Es sprach sich für eine Förderung in Höhe von 14.000 
Euro aus. Dabei machte es deutlich, dass eine im Antrag bisher nicht vorgesehene finanzielle Be-
teiligung durch den international renommierten Koproduktionspartner „post theater“ in ähnlicher 
Höhe erwartet wird um den Gesamtfinanzierungsbedarf auszugleichen. 
 
 
Antragsteller: Hartmann + Konsorten (Pitt Hartmann + Johannes Fundermann) 
 Theaterproduktion „What the hell is going on?“ 
Beantragt: 22.200 Euro 
Zuschuss: 10.000 Euro

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Bei “What the hell is going on” handelt es sich um einen autobiografischen Text von Pitt Hartmann, 
eine Selbstbeobachtung und Weltbefragung zugleich. Hartmann spielt sich selbst – minus 20 Jah-
re – und bringt seine Gedanken somit auf die Bühne. Seit Jahren kennt man Hartmann als Charak-
terdarsteller mit seinem typischen Timing und seiner typischen Sprechweise. Nun soll er sich 
selbst als Schauspieler gegenüber stehen und gegen sich anspielen. Die Regie übernimmt Johan-
nes Fundermann. Das Kuratorium betrachtet die geplante Produktionsarbeit in ihrer Absicht und 
Konstellation als Experiment und will Johannes Fundermann die Möglichkeit bieten, seine Hand-
schrift als Regisseur mit dieser Arbeit im Pumpenhaus zu präsentieren. 
 
 
Antragsteller: Phönix 5/Fringe Ensemble (Harald Redmer) 
 Theaterproduktion „Die Geschichte der Helmers“ 
Beantragt: 30.000 Euro 
Zuschuss: 15.000 Euro 
 
Phönix 5/Fringe Ensemble (Münster / Bonn) gehören seit 
Jahren zu den Theaterlabels, die am 
kontinuierlichsten auf hohem Niveau Theaterproduktionen in Münster realisieren. Bei der neuen 
Produktion „Die Geschichte der Helmers“ steht das Thema Familie, konkret die deutsche Familie 
nach 1945 im Mittelpunkt. Als Folie für die Vergangenheitsaufarbeitung dient ein bisher unveröf-
fentlichter Bericht eines Familiendramas, erzähl t von einem Mann, der die wahren Hintergründe 
seiner Familiengeschichte erst in jüngster Zeit durch einen Zufall erfahren hat. Das Stück reiht sich 
in die Tradition der Gemeinschaftsproduktionen von Phönix 5 und Fringe Ensemble ein, in denen 
mit dokumentarischem Material gearbeitet wird. Das Kuratorium machte seine Wertschätzung der 
Arbeit von Phönix 5/Fringe Ensemble deutlich und spricht sich für eine Förderung in gleicher Höhe 
wie sie aus Bonn erwartet wird, nämlich 15.000 Euro, aus. 
 
 
Antragsteller: Theater Operation (Tugsal Mogul) 
 Werkschau mit den Produktionen „Halbstarke Halbgötter“ und 
 „Somnia – Auf der Intensivstation“ 
Beantragt: 17.000 Euro 
Zuschuss: 11.000 Euro 
 
„Theater Operation“ unter der Regie von Tugsal Mogul hat mit dem Erstlingswerk „Halbstarke 
Halbgötter“ im Mai 2008 den Grundstein für einen Dialog zwischen Schauspiel und Medizin gelegt. 
Der künstlerische Erfolg der Produktion und die überaus positive Medienresonanz riefen überregi-
onale Aufmerksamkeit hervor. Gleich zweifach wurde die Produktion in 2009 in das Programm des 
Pumpenhauses wiederaufgenommen. 
„Somnia – Auf der Intensivstation“ bildet das Pendant zum ersten Stück: Aus der Patientenper-
spektive von Erlebnissen, Gefühlen und Träumen wird aus der Intensivstation erzählt. 
Die Werkschau von Theater Operation setzt si ch zusammen aus überarbeiteten Fassungen der 
beiden Produktionen. Im Rahmen einer Woche mit dem Schwerpunkt Medizin im Herbst 2011 sol-
len beide Stücke im Pumpenhaus jeweils dreimal gespielt werden. An den Veranstaltungstagen ist 
dann jeweils ein Expertengespräch als wesentlicher Teil des Theaterabends vorgesehen. Das Ku-
ratorium verspricht sich einen großen Publikumserfolg und eine sehr prägnante qualifizierte Thea-
terwoche im Pumpenhaus. 
 
 
Antragsteller: Unusual symptoms (Samir Akika und Alexandra Morales) 
 Programm mit 3 Theaterproduktionen „Einkaufsliste“, „Young and 
 furious“ und „Drown the road“ 
Beantragt: 27.800 Euro 
Zuschuss: 22.000 Euro 
 
Nach seinen erfolgreichen Kooperationen mit dem Theater im Pumpenhaus in den letzten zwei 
Jahren wird Samir Akika seine choreografische Arbeit in Münster vertiefen und weiterführen. Seit

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Akika seine ersten choreografischen Schritte an der Folkwang Hochschule machte, hat das Pum-
penhaus seine Arbeit aufmerksam verfolgt und seine Produktionen konsequent präsentiert. Die 
konzeptionelle Verantwortung für das von Akika und Alexandra Morales 2009 gemeinsam gegrün-
dete Label Unusual Symptoms liegt maßgeblich bei Alexandra Morales, die als Tänzerin, Choreo-
grafin und Produktionsleiterin seit Jahren eng mit Samir Akika zusammenarbeitet. Das Kuratorium 
verspricht sich durch eine Förderung des aktuellen dreiteiligen Produktionsprogramms eine Wei-
terentwicklung der lokalen Strukturen insbesondere im Bereich der freien Tanzszene. Akika und 
Morales erscheinen dem Kuratorium aufgrund der Qualität ihrer Arbeit und der offenen Produkti-
onsstrukturen prädestiniert für die Entwicklung flexib ler und kleinschaliger Projekte im Hinblick auf 
überregionale und internationale Koproduktionsformen. Es spricht sich deutlich für eine Förderung 
der drei Produktionen für 2011 von Unusual Symptoms aus und sagt einen Zuschuss von 22.000 
Euro zu. 
 
 
Antragsteller: Theater T1 (Thorsten Lensing) 
 Theaterproduktion „Die Kleider der Frauen“ von Brigitte Kronauer 
Beantragt: 20.000 Euro 
Zuschuss: 15.000 Euro 
 
Das Kuratorium bescheinigt dem Theater T1 eine hohe künstlerische Qualität, die es auch in den 
bisherigen Produktionen immer wieder unter Beweis gestellt hat. Es verspricht sich von der Arbeit 
von T1 einen deutlichen Qualitätsmoment für das Programm des Pumpenhauses. Entsprechend 
beurteilte das Kuratorium auch den Antrag des Theaters T1, die jeweils durch eine hohe künstleri-
sche und schauspielerische Kompetenz in der Umsetzung der Projekte überzeugen. Für das neue 
Stück hat T1 neben dem Theater im Pumpenhaus auch Koproduktionspartner in Berlin, Hamburg 
und Düsseldorf gewinnen können, so dass eine überregionale Aufmerksamkeit sicher scheint. Die 
Premiere ist im Theater im Pumpenhaus Ende Febr uar 2011 geplant. „Die Kleider der Frauen“ ist 
eine im Jahr 2008 erschienene Sammlung von 26 Kurzgeschichten der deutschen Schriftstellerin 
Brigitte Kronauer: „…eine sehr lückenhafte Biografie in autobiografischer Form über eine gewisse 
unzuverlässige Rita.“ Das Kuratorium sagt einen Zuschuss von 15.000 Euro zu.  
 
 
Antragsteller: Paradeiser Productions (Kai Niggemann & Ruth Schultz) 
 Theaterproduktion „ Pairs“ und Wiederaufnahme des Stücks 
 „The Virgin Suicides“ 
Beantragt: 20.000 Euro (Neuproduktion) und 5.000 Euro (Wiederaufnahme) 
Zuschuss. 15.000 Euro (Neuproduktion) und 2.000 Euro (Wiederaufnahme) 
 
Paradeiser Productions ist aus dem jungen Produktionslabel DNS hervorgegangen. Bei dem neu-
en Stück „Pairs“ handelt es sich um eine Bühnenadaption von Cees Nootebooms Roman „Philip 
und die anderen“ für einen Tänzer und eine Schauspielerin. Damit setzen Kai Niggemann und 
Ruth Schultz den Arbeitsansatz, der mit den Produktionen „Paradeiser“, „The Virgin Suicides“ und 
„Tea Time und die Golden Girls“ begonnen wurde, fort. 
Das Kuratorium hält es für wichtig, die Arbeit eines jungen Labels zu unterstützen und verspricht 
sich von der neuen Produktion eine Weiterentwicklung.  
„The Virgin Suicides“ ist die Bühnenadaption des gleichnamigen Romans von Jeffrey Eugenidis mit 
vier Schauspielern und fünf Tänzerinnen. Die Produktion hatte in 2010 Premiere im Pina Bausch 
Theater an der Folkwang Universität Essen und war noch nicht in Münster zu sehen. Das Kuratori-
um möchte drei Aufführungen im Pumpenhaus möglich machen und spricht eine Wiederaufnahme-
förderung in Höhe von 2.000 Euro als Einnahmegarantie zu. Das Pumpenhaus sicherte bereits 
seine Unterstützung durch kostenlose Bereitstellung der erforderlichen Technik zu und überlässt 
die Eintrittseinnahmen zu hundert Prozent bei der Gruppe.

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V/0826/2010 
Antragsteller: MAKE (Manfred Kerklau) 
 Theaterprojekt „Wilde Nächte“ 
Beantragt: 14.000 Euro 
Zuschuss: 11.000 Euro 
 
MAKE plant das neue Projekt als letzten Teil der Trilogie zu unbändigen Dichterinnen. Nach „Zürn“ 
über Unica Zürn und „Anne Sexton – rats live on no evil star“ widmet sich „Wilde Nächte“ Emily 
Dickinson, einer der bedeutendsten amerikanischen Dichterinnen, deren Gedichte die Leitlinie und 
das zentrale Gestaltungselement für das Projekt sind. Vier Frauen – eine Tänzerin (27), eine Per-
formerin (42), eine Schauspielerin (Mitte 50) und eine Seniorin (76, Ex-Tänzerin) – aus verschie-
denen Generationen und Erfahrungshintergründen bilden das weite innere Feld von Emily Dickin-
son ab. Das Kuratorium hält den Vorschlag von MAKE für förderungswürdig und spricht einen Zu-
schuss von 11.000 Euro zu. 
 
Ablehnungen 
 
Das Kuratorium lehnte die folgenden Anträge ab, da es die darin beschriebenen Vorhaben im Ver-
gleich zu den positiv bewerteten Projekten für qualitativ nicht oder weniger hinreichend einschätzte 
oder die Projektvorschläge nicht der Förderabsicht der Leitlinien entsprachen. 
 
RedArt  
(Paula Artkamp) 
Produktion „abgesoffen“ nach dem Roman von 
Carlos Eugenio Lopez 
 
Gloster! Theaterproduktionen 
(Carsten Bender) 
Produktion „Der Hammer“ von Einar Schleef 
Lesung mit Schleef – Texten im Vorfeld 
 
Expedition Theater  
(Peter Eberst) 
Produktion „Heldenhaft – Don Quijote de la 
Mancha 
 
Künstlergruppe „sozialpalast“  
(Eric Biembacher) 
Kunstprojekt Sozialpalast 2011 – ein sparten-
übergreifendes Theaterprojekt innerhalb einer 
Filmset- / Kinoprojektion 
 
Balletto Dance Company 
(Tanya und Julio Acevedo) 
 
Dreiteiliger Ballettabend 
Das Theateitos Trio  
(Helmut Buntjer) 
 
Programm „Sehnsucht nach mein grünes Tal“ 
Herz und Mund  
(André Sebastian) 
 
Produktion „When the music is over“ 
Produktionsdramaturg  
Joachim Goldschmidt 
 
Produktion “10sec meets TOS” 
Phönix 5/Fringe Ensemble 
(Harald Redmer) 
Konzeption zum Thema “Die Kraft des Privaten”
 
I. V. 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Stadträtin

Beratungsverlauf (1)

23.11.2010 Kulturausschuss
TOP 5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0826/2010
Typ
Vorlagen
Datum
02.11.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37