2008/0076
Preis der Wissenschaftsstadt Darmstadt für 'Gesicht zeigen' 2008
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2008/0076
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 14.02.2008 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat V Dezernat I Amt: Interkulturelles Büro an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Öffentlich: Verteiler: Vorlage-Nr. 2008/0076 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Preis der Wissenschaftsstadt Darmstadt für "Gesicht zeigen" 2008 Vorlage vom: 12.02.2008 Beschlussvorschlag: Der Verleihung des Preises für „Gesicht zeigen“ 2008 Mit 1.500,00 Euro an das Projekt Malteser Migranten Medizin Darmstadt, vertreten durch Herrn Dr. med. Wolfgang Kauder (1. Preis) und Mit 500,00 Euro an die „Ultras Darmstadt“, vertreten durch ihre beiden Sprecher Herrn Tim Strack und Herrn Oliber Spengler (2. Preis) wird zugestimmt. Anlagen: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 12.02.2008 Nach der Satzung über den Preis für „Gesicht zeigen“ der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 15.01.2007 wird der Preis an Personen und Gruppen, die ein besonderes Engagement im Sinne von „Gesicht zeigen“ gegen Rassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Antiziganismus bewiesen haben, verliehen. Über die Verleihung des Preises entscheidet der Magistrat auf Vorschlag einer Jury. Nach der Satzung gehören der Jury an: Der/die Oberbürgermeister/in der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Vorsitzende/r Der/die für interkulturelle Fragen zuständige Dezernent/in Die Leitung des Ausschusses für Gleichstellung und interkulturelle Fragen Die Leitung des Interkulturellen Büros Fünf weitere Vertreter/innen der Arbeitsgruppe „Gesicht zeigen! Weltoffenes Darmstadt“ Vier Vorschläge sind fristgemäß eingegangen. Die Jury hat am 11.02.2008 getagt und zwei der vier vorliegenden Vorschläge mit unterschiedlicher Gewichtung einstimmig zur Prämierung ausgewählt. Zu 1) Projekt Malteser Migranten Medizin Darmstadt, vertreten durch Herrn Dr. med. Wolfgang Kauder (1.Preis): Herr Dr. med. Wolfgang Kauder wurde aufgrund seines hohen Engagements bei der Vorbereitung und Realisierung des Projektes Malteser Migranten Medizin Darmstadt als erster Preisträger vorgeschlagen. Dabei wurde insbesondere hervorgehoben, dass er Verantwortung für die gesundheitliche Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung, darunter der Migrantinnen und Migranten „ohne Papiere“, auf sich genommen hat. Er ist mit großem persönlichen Engagement für die Beratung und Behandlung dieser rechtlich und sozial ausgegrenzten Menschen eingetreten. Ihre besonders schwierige Lebenslage ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ohne rechtlichen Status nicht nur nicht versichert, sondern auch nicht sozialhilfeberechtigt und in der Regel ohne ausreichende Finanzmittel sind. Mit großem ehrenamtlichen Engagement initiierte Herr Dr. Kauder mit dem Malteser Hilfsdienst das Angebot einer medizinischen Versorgung für diese Menschen am Marienhospital. Durch seine Initiative ist gleichzeitig ein umfassendes Netz von Darmstädter Fachkräften verschiedener medizinischer Fachrichtungen entstanden, die ebenfalls zur Mithilfe bereit sind. Die angebotene anonyme und kostenfreie medizinische Hilfe, die in einem Jahr von 565 Sprechstundenpatientinnen und -patienten in Anspruch genommen wurde, ist von hohem gesellschaftlichen Wert. Zu 2) Die Gruppe „Ultras Darmstadt“ vertreten durch ihre beiden Sprecher Herrn Tim Strack und Herrn Oliver Spengler (2.Preis): Die Gruppe „Ultras Darmstadt“ wurde für den zweiten Preis vorgeschlagen, weil sie mit ihren Aktionen ein deutliches Zeichen gegen Erscheinungen von Rassismus und Diskriminierung im Fussballstadion setzt, wie sie bei Fussballveranstaltungen auftreten. 3 ... Das Engagement der Gruppe aus ca. 30 aktiven Jungs und Mädchen im Alter von 17-27 Jahren setzt sich auch außerhalb des Stadions fort, indem sie aktiv auf die Menschen zugehen und ihnen Informationen vermitteln oder sich an der Organisierung von Demonstrationen und Kundgebungen gegen Rassismus und Diskriminierung beteiligen. Die jugendkulturelle Gruppe beteiligt sich auch an einem Projekt im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Darmstadt „Vielfalt-tut-gut, Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und hat Kontakte zu vergleichbaren Gruppen im Ausland entwickelt. Darmstadt, 12.02.08 531 ot Der Dezernent I Der Dezernent V Walter Hoffmann Jochen Partsch Oberbürgermeister Stadtrat
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2008/0076
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.02.2008
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00