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V/0760/2023

Umweltdaten Münster 2021-2022

Vorlagen 20.12.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen, Sitzung am 13.02.2024, TOP 6.1

Anlage A

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Berichtsvorlage

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Anlage 1: Umweltdaten 2021 - 2022

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Anlage A

1792 Zeichen

Anlage A zur V/0760/2023 
Kurzüberblick 
Die Umweltdaten sind eine Zusammenstellung wichtiger Daten zur Entwicklung der Umwelt in 
Münster. Sie umfassen alle wesentlichen Umweltthemen und werden mit Beschluss des Rates 
der Stadt Münster vom 12.12.2012 kontinuierlich fortgeschrieben. Nunmehr liegen die Umweltda-
ten für die Fortschreibungsjahre 2021 und 2022 vor und sind in der beigefügten Anlage 1 zur Vor-
lage dokumentiert. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 Mit der Vorlage erfolgt ein Monitoring vielfältiger Umweltindikatoren. Dieses dient als Grundlage 
für die Nachverfolgung von Umweltzielen, insbesondere der Leitorientierung aus dem ISM-
Prozess:  
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität  
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesell-
schaft 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. 1303 Natur, Landschaft, Erholung, Wasserschutz 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Erstellung gemäß Ratsbeschluss (V/0815/2012) 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Vorlage umfasst klimaschutzrelevante Aussagen, die in der Anlage 1 zur Vorlage dokumen-
tiert sind.

Berichtsvorlage

17026 Zeichen

V/0760/2023 
V/0760/2023 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Umweltdaten Münster 2021-2022 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   13.02.2024 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1. Einleitung 
Die Umweltdaten Münster sind eine Zusammenstellung wichtiger Daten zur Entwicklung der 
Umwelt in Müns ter. Sie umfassen alle wesentlichen  Umweltthemen und werden auf Be-
schluss des Rates der Stadt Münster vom 12.12.2012 kontinuierlich fortgeschrieben. Nun-
mehr liegen die Umweltdaten für die Fortschreibungsjahre 2021 und 2022 vor und sind in der 
beigefügten Anlage 1 zur Vorlage dokumentiert. I m Rahmen der Fortschreibung wurden die 
bisherigen Ziele einer qualitativen und quantitativen Überprüfung unterzogen, da viele der 
bisherigen Ziele auf den Zielhorizont 2020 ausgelegt waren. Dies führte auch zu einer An-
passung einiger Indikatoren. Aufgrund von Änderungen in der Erhebungsmethodik ist eine 
durchgängig vergleichbare Interpretation der Daten nicht für alle Umweltmedien möglich. 
Die Datenerhebung erfolgt für die einzelnen Umweltmedien in unterschiedlichen Zeitabstän-
den. Neben jährlichen Datenerhe bungen treten vereinzelt auch längere Zeitabstände von 5 
und mehr Jahren zwischen den Erhebungen auf. Dies erklärt die unterschiedlichen Bezugs-
jahre in der Tabelle unter Punkt 2. 
 
2. Fortschreibung der Umweltdaten 2021 - 2022 
Die Entwicklung der Indikatoren für die einzelnen Umweltthemen werden in nachfolgender 
Tabelle kurz ausgeführt: 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
Abfall Beim Umweltmedium Abfall ist festzuhalten, dass der bisherige Zielwert 
für das Jahr 2020 beim Indikator „Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro 
Kopf der Bevölkerung“ von 425 kg/EW*a in den letzten Jahren erreicht 
bzw. unterschritten wurde. Künftig soll daher der gesamte Siedlungsab-
fall in den Fokus genommen werden (2020). 
Amt für Grünflächen, Umw elt 
und Nachhaltigkeit 
 
18.01.2024  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Bley 
Telefon: 492-6864 
Bley@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0760/2023 
In Münster ist der Gesamtsiedlungsabfall pro Einwohner rückläufig. Zwi-
schen 2016 und 2019 sank er um insgesamt 19 kg/(EW*a), was auf den 
Rückgang bei den privaten Haushalten zurückzuführen ist.  
Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die COVID-19-Pandemie ge-
prägt. Die Restriktionen, die Zunahme der Heimarbeit und die generelle 
Verlagerung der Aktivitäten in den häuslichen Bereich (weniger Außer-
Haus-Verzehr, mehr Take-away-Produkte und Versandbestellungen) 
sowie die temporäre Schließung der Recyclinghöfe wirkten sich bei eini-
gen Abfallarten auf die Abfallmenge aus, was insgesamt zu einem An-
stieg der Gesamtabfallmenge im Jahr 2020 führt.  
Im Jahr 2022 sank die Abfallmenge unter das „Vor-Corona-Niveau“ auf 
die bisher niedrigste Pro-Kopf-Menge von 440 kg. 
Abwasser Für das Umweltmedium Abwasser wurde der Indikator von „Stickstof-
femissionen aus Kläranlagen“ auf „Eliminationsleistung der kommunalen 
Kläranlagen“ umgestellt, da der neue Indikator den Fortschritt besser 
abbildet und nicht durch den Einwohnerzuwachs überlagert wird. 
Im Jahr 2022 liegt die Reinigungsleistung der Kläranlage Münster bei 
den Parametern Kohlenstoff (CSB), Stickstoff (TNb) und Phosphor 
(Pges) über dem bundesweiten Durchschnitt der Kläranlagen. Ausnah-
me ist die Kläranlage Geist, die beim Parameter CSB eine schlechtere 
Reinigungsleistung aufweist. Die Reinigungsleistung erreicht für Stick-
stoff und Phosphor annähernd 100%. Bei Kohlenstoffen wird abgesehen 
von Geist eine Elimination von ca. 97% erreicht. 
Seit 2020 sind die Abbauleistungen in Münster für TNb und Pges gleich 
geblieben, für Pges hat sich die Abbauleistung verbessert. 
Biodiversität Im Berichtszeitraum wurden folgende Indikatorarten erfasst: 
 
1. Wiesenschaumkraut 
Die Auswertung der Kartierungsergebnisse zeigt einen Rückgang der 
Individuen im Jahr 2022 (n=51.579) im Vergleich zu 2017 (n=60.692). 
Gleichzeitig ist jedoch eine Zunahme der Wiesenschaumkrautbestände 
zu verzeichnen (2017=199; 2022=246). Aufgrund der vorliegenden Da-
ten kann davon ausgegangen werden, dass der Gesamtbestand stabil 
ist. Um die Art lokal langfristig zu erhalten, ist es weiterhin wichtig, ge-
eignete Lebensräume zu schützen und zu entwickeln. 
 
2. Laubfrösche 
Im Rahmen der Erfolgskontrolle 2022 konnten an 34 Gewässern knapp 
1.100 rufende Laubfrösche nachgewiesen werden, was eine deutliche 
Zunahme gegenüber der letzten Kontrolle im Jahr 2017 (792 Rufer) dar-
stellt. Besorgniserregend ist jedoch die Entwicklung in Wolbeck, wo die 
Zahl der rufenden Laubfrösche seit 20 Jahren rückläufig ist.  
Insgesamt hat sich die Laubfroschpopulation in Münster trotz des Rück-
gangs der Rufgewässer stabilisiert. Dies ist auf die Zunahme von Rufern 
im Bereich des Truppenübungsplatzes Handorf sowie auf die neu ent-
standenen Standorte in Nienberge, Kinderhaus und Coerde zurückzu-
führen. 
 
3. Waldrandgebundene Tagfalter  
Im Rahmen der Erfassung 2021 konnten 64 Individuen des Kleinen Eis-
vogels (2016: 54) und 48 Individuen des Kaisermantels (2016: 40) kar-
tiert werden. 
Die leicht gestiegenen Nachweiszahlen deuten darauf hin, dass sich die 
Bestände dieser beiden Tagfalterarten in den untersuchten Flächen im

- 3 - 
V/0760/2023 
Stadtgebiet stabilisieren können. Um diese Arten zu erhalten und zu 
fördern, ist es wichtig, die lokalen Vorkommen zu schützen und Wan-
derkorridore für den Austausch der Populationen zu schaffen. 
 
4. Hohe Schlüsselblume 
Im Rahmen der Bestandsaufnahme 2021 wurden 79 Bestände mit ins-
gesamt mehr als 4.000 Individuen erfasst. Im Vergleich zu 2016 (mehr 
als 8.000 Individuen) wurde eine geringere Individuenzahl festgestellt. 
Dieser Rückgang wird auf die Witterung im Frühjahr und mögliche me-
thodische Ungenauigkeiten zurückgeführt. 
Nach Einschätzung des NABU ist der aktuelle Bestand noch ausrei-
chend, um die lokale Population langfristig zu erhalten. Es ist jedoch 
wichtig, die Bestände genau zu beobachten, um mögliche Rückgänge 
zu erkennen. Gefährdungen wie der direkte Lebensraumverlust durch 
Baumaßnahmen müssen vermieden werden, um den Schutz der Art zu 
gewährleisten. 
 
5. Kiebitz 
Die Bestandserfassung des Kiebitzes durch die NABU-
Naturschutzstation Münsterland ergab für das Jahr 2021 einen Bestand 
von 60 Brutpaaren, während im Jahr 2022 insgesamt 69 Brutpaare ge-
zählt wurden. Dies zeigt einen leichten Anstieg der Brutpaare nach ei-
nem drastischen Rückgang in den Vorjahren (2018: 106 Brutpaare, 
2019: 59 Brutpaare). Nach Angaben des NABU wurde im Jahr 2021 der 
für den Erhalt der Population notwendige Schwellenwert von 0,8 flüggen 
Küken pro Brutpaar mit 0,92 überschritten. Allerdings sank der Bruter-
folg im Jahr 2022 auf 0,4 ab, was als nicht ausreichend zur Stabilisie-
rung der lokalen Population angesehen wird. 
Boden/Fläche Die Statistik der Flächenerhebung wurde 2016 bundesweit auf die Aus-
wertung der „Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssysteme 
(ALKIS)” umgestellt. Die Umstellung führte nach IT.NRW „zu grundle-
genden methodischen Änderungen“. Insbesondere durch die Neuzuord-
nung von Nutzungsarten ergibt sich bis heute kein interpretationsfähiges 
Bild. Belastbare Aussagen zur Flächenentwicklung, insbesondere zur 
Entwicklung des Indikators ‚Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV)‘ 
und damit zur Beschreibung des Flächenverbrauchs werden nach der 
erfolgten Umstellung sicherlich erst nach einem längeren Betrachtungs-
zeitraum möglich sein. Ein Bezug zum Zielwert von 30 ha/Jahr (vgl. Vor-
lage V/0288/2012/19 ist aktuell nicht herstellbar. 
Grün Auf die Festlegung von quantitativen Zielwerte für städtisches Grün wur-
de bislang weitestgehend Abstand genommen, da sich maßgebende 
Faktoren wie Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder stadt-
ökologische Funktionen quantitativ schwierig abbilden lassen. Stattdes-
sen bildet die Grünordnung Münster das Rückgrat der Grünversorgung. 
In den Jahren 2021 bis 2022 wurden innerhalb des städtischen Grünsys-
tems (Grünzüge/ 1. und 2. Grünring) keine Eingriffe von mehr als 500 m² 
versiegelter Fläche durchgeführt bzw. planungsrechtlich vorbereitet. 
Vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen an die Leistung 
von urbanem Grün prüft das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhal-
tigkeit die Möglichkeiten des zielorientierten Einsatzes von quantitativen 
Indikatoren und Orientierungswerten für die Versorgung, Erreichbarkeit 
und (klima-)ökologische Funktionsfähigkeit.

- 4 - 
V/0760/2023 
Klima/Energie Durch die stetige Weiterentwicklung der Klimaschutzaktivitäten und den 
fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien konnte in Münster 
bis Ende 2021 eine Reduktion der CO2-Emissionen pro Kopf um knapp 
43 % gegenüber 1990 erreicht werden. Die absolute Reduktion von 
1990 bis 2020 beträgt aufgrund des Bevölkerungswachstums 31 %. 
Lärmimmissionen Auf Basis der 3. Runde der Lärmaktionsplanung wurden im Februar 
2019 für 15 ausgewählte Hauptverkehrsstraßen eine innerstädtische 
Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 vorgeschlagen. Nach stra-
ßenverkehrsrechtlicher Prüfung konnten Geschwindigkeitsbegrenzun-
gen auf 9 Straßenabschnitten angeordnet werden. Die straßenverkehrs-
rechtliche Überprüfung weiterer Tempo-30-Strecken gemäß den Emp-
fehlungen des Lärmaktionsplans der 3. Runde (Ratsbeschluss im März 
2021) ist noch nicht abgeschlossen. 
Die Lärmkartierung der 4. Runde wurde im Jahr 2022 durchgeführt und 
ist bereits in die aktuellen Umweltdaten eingeflossen. In der 4. Runde 
der Lärmkartierung wurden neue Berechnungsvorschriften eingeführt, 
die europäische Vorgaben in nationales Recht umsetzen. Aufgrund die-
ser Änderungen in den Berechnungsvorschriften sind die Ergebnisse der 
Lärmkartierung der dritten und vierten Runde nicht direkt vergleichbar. 
Der Lärmaktionsplan der 4. Runde befindet sich derzeit in Bearbeitung 
und wird im Sommer 2024 vorgelegt. 
Luftschadstoffe Die Stickstoffimmissionen sind von 2009 bis 2022 rückläufig. Der 
Grenzwert für Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) wird an der We-
seler Straße seit 2013 nicht mehr überschritten. Dies ist auf verschiede-
ne Faktoren zurückzuführen (meteorologische Bedingungen, Emissions-
verhalten der Fahrzeugflotte etc.).  
Die PM10-Belastung schwankt seit Jahren auf niedrigem Niveau. Ein 
klarer Trend ist nicht erkennbar. 
Hinsichtlich der Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 
Überschreitungstagen mit 120 µg/m³ (8-Stunden-Mittelwert) traten 2018 
und 2019 Überschreitungen des Grenzwertes auf. Ab 2020 wird der 
Wert wieder deutlich unterschritten. Die Entwicklung wird weiter beo-
bachtet. Eine eindeutige Ursache (z.B. extreme Wetterlagen) konnte 
bisher nicht nachgewiesen werden. 
Im Jahr 2022 wurde eine EU-Initiative zur Anpassung der Grenzwerte 
für Luftschadstoffe gestartet. Die Grenzwerte für den Jahresmittelwert 
von Feinstaub und Stickstoffdioxid sollen halbiert werden. Insbesondere 
beim Schadstoff Stickstoffdioxid wären weitere Anstrengungen zur 
Emissionsminderung erforderlich, um die verschärften Grenzwerte ein-
halten zu können. 
Natur und Land-
schaft – Schutzge-
biete  
Die Entwicklung der Schutzgebiete hat sich in den letzten Jahren nicht 
verändert.  So stehen derzeit noch ca. 7 % des Stadtgebietes unter Na-
turschutz. Im Vergleich dazu umfassen die Bereiche für den Schutz der 
Natur (BSN-Flächen) des Regionalplans ca. 15 % des Stadtgebietes. 
Der Anteil der Landschaftsschutzgebiete am Stadtgebiet beträgt ca. 33 
%.  
Mit der 2021 in Kraft getretenen neuen Naturdenkmalverordnung für den 
bebauten Bereich erhöht sich die Anzahl der Naturdenkmale für den 
Zeitraum 2021-2022 auf nunmehr 352. Bei einzelnen Naturdenkmalen 
mussten in den Jahren 2021-2022 Verluste von Einzelbäumen durch 
natürliche Abgänge infolge von Sturmereignissen oder Krankheitsbefall 
hingenommen werden. Hierzu zählt die mächtige Blutbuche (ND Nr. 50) 
im Botanischen Garten, die nach Befall durch den Brandkrustenpilz ge-
fällt werden musste.

- 5 - 
V/0760/2023 
Natur und Land-
schaft - Eingriffsre-
gelung 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist eng an die Geneh-
migung von Windkraftanlagen und Mobilfunkmasten gebunden. Auf der 
Grundlage des hierfür zu verwendenden Bewertungsverfahrens für mas-
tenartige Eingriffe wird immer ein Teil des Ausgleichs über die Zahlung 
von Ersatzgeld abgegolten.  
Im Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2022 sind 15 Bebauungspläne 
zur Rechtskraft gelangt. 
Sechs davon umfassen Änderungen bestehender Bebauungspläne vor-
handener Gewerbe- und Wohnbauflächen. Die meisten Bebauungsplä-
ne liegen im Innenbereich und sind im Hinblick auf eine Inanspruchnah-
me landwirtschaftlich genutzter Flächen irrelevant. Rechtlich sind diese 
Verfahren in sechs Fällen nach § 13a BauGB eingestuft, so dass die 
erfolgten Eingriffe von der Ausgleichsverpflichtung freigestellt sind. Ein 
Bebauungsplan im Außenbereich für Wohnnutzung wurde nach § 13b 
BauGB in das beschleunigte Verfahren einbezogen und war demnach 
ebenfalls nicht ausgleichspflichtig. 
Drei Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von ca. 32,4 ha nehmen 
in einer Größenordnung von 31,3 ha landwirtschaftlich genutzte Acker-
flächen im Anspruch. Insgesamt sind von den 15 zur Rechtskraft gelang-
ten Bebauungsplänen vier ausgleichsrelevant. Die zugeordnete Kom-
pensationsfläche beträgt insgesamt ca. 9,6 ha und umfasst neben na-
turschutzrechtlichen (rd. 8,3 ha) auch forstrechtlichen Ausgleich (rd. 1,3 
ha) für eine Inanspruchnahme von Wald im Innenbereich.  
Umweltmanagement Seit Beginn des Projektes im Jahr 2000 wurden in 12 Runden 130 
Münsteraner Unternehmen und Institutionen erstmals ausgezeichnet. 
Darüber hinaus wurden inzwischen 44 Unternehmen vor Ort rezertifi-
ziert, d.h. sie haben sich einer erneuten Überprüfung ihrer fortschrittli-
chen Maßnahmen im betrieblichen Umweltschutz und Nachhaltigkeits-
management unterzogen. Sie haben damit das Umweltmanagementsys-
tem in ihrem Unternehmen weiter etabliert. Die Kontinuität im Sinne der 
Zieldefinition konnte bisher gewahrt werden. 
Verkehr/Mobilität Trotz stark wachsender Einwohnerzahlen verliert der Pkw als Verkehrs-
mittel weiter an Bedeutung. Dies bestätigen die Erhebungen aus den 
Jahren 2019 und 2022. Inzwischen sind fast 70 % aller Fahrten dem 
Umweltverbund zuzuordnen. Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Für den Masterplan Mobilität Münster (MMM 2035+) wurde im Januar 
2022 vom Gutachterbüro die Bestandsanalyse als Ausgangsbasis für 
alle kommenden Schritte des Planungsprozesses erarbeitet. Ein um-
fangreicher Zwischenbericht wurde dem AVM zum 02.02.2022 vorgelegt 
(vgl. V/0897/2021). Auf Basis des Zwischenberichtes und den daraus 
abzuleitenden Trends werden Ziele für den Bereich Mobilität erarbeitet 
und von der Politik beschlossen. Im Vergleich zu den Vorherigen Um-
weltdaten (Zielwert 2025: 70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen 
auf den Umweltverbund) findet eine Neuausrichtung des Zielwertes 
(Zielwert 2035) statt, der aktuelle Beschlüsse aber auch erkennbare 
Trends berücksichtigt und in den kommenden Umweltdaten Aufnahme 
finden soll. Die Ergebnisse des Masterplan Mobilität Münster werden im 
März/April 2024 vorliegen. Nach der Beratung des Schlussberichtes 
werden begründete und belastbare neue Zielwerte zum Modal Split vor-
liegen. 
Wasser Seit dem Jahr 2002 ist eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte 
zu erkennen. Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie 
auf zahlreiche Maßnahmen zurückzuführen, die auf einen konsequenten 
Gewässerschutz abzielen. Eine weitere Verbesserung der Gewässergü-

- 6 - 
V/0760/2023 
te erweist sich bislang insbesondere bei kleinen Gewässern mit geringer 
Wasserführung im Sommer als schwierig. 
Die Auswertung der Ergebnisse für den Zeitraum 2021/2022 ergibt für 
die Gewässergüteklasse II 46%, Güteklasse II-III 50% und Güteklasse III 
4%. Die biologische Güteklasse konnte sich in dem letzten Berichtszeit-
raum nicht weiter verbessern. Insgesamt war in den letzten Jahren auf-
grund der trockenen Sommer an vielen Probestellen vor allem kleinerer 
Bäche und/oder Oberläufe ein Austrocknen eingetreten, so dass nicht 
alle Probestellen berücksichtigt werden konnten.  
 
3. Ausblick 
Im Juni 2024 wird der Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Münster vorgelegt. Mittels dieses In-
struments wird der Fortschritt der nachhaltigen Entwicklung im Hinblick auf die beschlosse-
nen Nachhaltigkeitsziele und bezogen auf die zehn übergreifenden Handlungsf elder transpa-
rent aufbereitet und kommuniziert. In mehreren Nachhaltigkeitshandlungsfeldern, wie z.B. 
„Natürliche Ressourcen und Umwelt“, „Umweltverträgliche Mobilität“, „Klima und Energie“  
oder „Konsum und Lebensstile“ ergeben sich hierbei inhaltliche und zum Teil weitreichende 
Überschneidungen mit den Umweltdaten Münster. Für die künftige Berichterstattung wird 
geprüft, inwieweit eine Synchronisierung der beiden Instru mente gewinnbringend vorgenom-
men werden kann. 
 
 
i.V. 
 
gez. 
Minas  
Stadtrat 
 
Anlagen: 
- Anlage A 
- Anlage 1: Umweltdaten Münster 2021-2022

Anlage 1: Umweltdaten 2021 - 2022

175865 Zeichen

Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
Umweltdaten Münster 2021 - 2022
Anlage 1 V/0760/2023

Inhaltsverzeichnis 
1. Umweltindikatoren für Münster............................................................................ 1
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen ..................................................... 2
Abfall ....................................................................................................................... 3
Abwasser ................................................................................................................ 8
Biodiversität .......................................................................................................... 11
Boden/Fläche........................................................................................................ 18
Grün ...................................................................................................................... 24
Klima/Energie ....................................................................................................... 27
Lärmimmissionen .................................................................................................. 30
Luftschadstoffe ..................................................................................................... 33
Natur und Landschaft - Schutzgebiete .................................................................. 36
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung ............................................................. 39
Umweltmanagement ............................................................................................. 44
Verkehr/Mobilität ................................................................................................... 46
Wasser ................................................................................................................. 50
Anhang………………………………………………………………………………………54 
Fotonachweis Titelseite:
Jens Röther (Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit)

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
2
1. Umweltindikatoren für Münster 
Mit den Umweltdaten 2009 hat die Stadt Münster erstmals Umweltindikatoren 
festgelegt, mittels derer die Umweltsituation in Münster regelmäßig beobachtet und 
gesteuert werden kann. Die Umweltdaten werden im 2-jährlichen Turnus 
fortgeschrieben, um jeweils einen schnellen Überblick über Zustand, Entwicklung und 
Steuerungsnotwendigkeiten der Umwelt zu erlangen. 
Zielsetzung der Umweltindikatoren im Überblick 
• Zusammenschau der relevanten Umweltbelange 
• Kontinuierliche Umweltbeobachtung und –dokumentation 
• Darstellung von Entwicklungstrends 
• Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umweltschutz 
• Ableitung von Handlungserfordernissen 
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen 
Die vorliegende Fortschreibung der Umweltdaten umfasst in dieser Ausgabe die Jahre 
2021 bis 2022.  
Für folgende Umweltmedien liegen Umweltindikatoren vor: 
• Abfall 
• Abwasser 
• Biodiversität 
• Boden/Fläche 
• Grün 
• Klima/Energie 
• Lärmimmissionen  
• Luftschadstoffe 
• Natur und Landschaft (Schutzgebiete und Eingriffsregelung) 
• Umweltmanagement 
• Verkehr/Mobilität 
• Wasser

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
3
Umweltmedium/Ressource: 
Abfall 
Indikator: 
Siedlungsabfälle 
Definition: 
Der Indikator gibt das jährliche Siedlungsabfallaufkommen der Bevölkerung pro Kopf 
an [kg/E*Jahr]. 
Erläuterung:  
Die Siedlungsabfälle setzen sich aus den Haushaltsabfällen (Hausmüll, Sperrmüll, 
Wertstoff u.ä.) und sonstigen Siedlungsabfällen wie Baurestabfälle, Rückstände der 
Stadtreinigung und Gewerbeabfälle zusammen. Der Bezug auf die Bevölkerungszahl 
stellt die relative Vergleichsmöglichkeit sicher. 
Abbildung 1: Entwicklung der spezifischen Gesamtabfallmenge pro Kopf in den Jahren 2016 bis 2022 [Kilogramm 
pro Einwohner]
Qualitative Ziele: 
Bis 2030 wollen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) gemeinsam mit allen 
Bürgerinnen und Bürgern sowie Kooperations- und Netzwerkpartnerinnen und -
partnern ein ambitioniertes Ziel erreichen, das maßgeblich auf die Klimaziele der Stadt 
Münster einzahlt:  
Münster soll eine Hauptstadt der Abfallvermeidung werden.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
4
Abfälle sollen wann und wo immer es geht vermieden werden, noch verbleibende 
Wertstoffe werden optimal genutzt. Die awm intensivieren dazu in die 
Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partner und in Netzwerken, um so u.a. noch 
mehr konkrete Angebote zur Abfallvermeidung in Münster zu schaffen, 
Wertstofftrennung und Wertstoffverwertung zu optimieren, gemeinsam Lösungen für 
einen nachhaltigen Lebensstil zu schaffen und entsprechend auch durch 
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der Bürgerschaft die Bevölkerung zu 
sensibilisieren. Auf dem Weg zu einer Zero-Waste-Kreislaufwirtschaft ist die stoffliche 
Verwertung der noch verbleibenden Abfälle erstes Ziel. Wichtige Bedeutung kommt 
auch der Erzeugung erneuerbarer Energien aus Abfallsortierresten zu.  
Quantitative Ziele: 
Beim Umweltmedium Abfall ist festzustellen, dass der bisherige Zielwert für das Jahr 
2020 beim Indikator „Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro Kopf der Bevölkerung“ von 
425 kg/EW*a in den letzten Jahren erreicht bzw. unterschritten wurde. Künftig soll 
daher der gesamte Siedlungsabfall in den Fokus genommen werden (2020). 
Im Hinblick auf die ambitionierten Ziele der Vision 2030 werden Prognoseannahmen 
getroffen, die bis 2030 erreicht werden sollen. In Anlehnung an das aktuelle 
Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Münster (AWK 2023) wurde hierfür der 
Durchschnitt der in den letzten vier Jahren (2019 bis 2022) erfassten 
Siedlungsabfallmengen herangezogen. Diese Durchschnittsmenge liegt bei ca. 478 
kg/(E*a).  
Zu den Siedlungsabfällen zählen neben den reinen Haushaltsabfällen auch weitere, 
von den AWM in Münster erfassten bzw. angedienten Abfälle (Gesamtabfallmenge). 
Ausgehend von Vermeidungsmaßnahmen und einer angenommenen Verlagerung 
von Wertstoffen aus dem Restabfall in die vorhandenen Getrenntsysteme werden die 
Gesamtabfallmengen um ca. 21 kg/(E*a) auf etwa 457 kg/(E*a) sinken. Hierbei wurde 
auch das zukünftige Bevölkerungswachs-tum für die Stadt Münster berücksichtigt. 
Entwicklung: 
In Münster geht die Pro-Kopf-Gesamtabfallmenge zurück. Zwischen 2016 und 2019 
sank diese um insgesamt 19 kg/(E*a), was auf den Rückgang in den Privathaushalten 
zurückzuführen ist. 
Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Die 
Beschränkungen, mehr Homeoffice und die grundsätzliche Verlagerung der 
Aktivitäten in den häuslichen Bereich (weniger Außer-Haus-Konsum, mehr Take-
Away-Produkte und Versandbestellungen) sowie die zeitweise Schließung der 
Recyclinghöfe hatte bei einigen Abfallarten Einfluss auf die Abfallmenge, was sich 
insgesamt in einem Anstieg der Gesamtabfallmenge im Jahr 2020 äußert.  
Im Jahr 2022 ist die Abfallmenge unter das „Vor-Corona-Niveau“ auf die bisher 
niedrigste Pro-Kopf-Menge von 440 kg gesunken. Mögliche Gründe könnten in der 
Unsicherheit und eine dadurch ausgelöste Konsumzurückhaltung sowie dem 
Nachlassen der (vorgezogenen) Neuanschaffungen liegen.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
5
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Über gezielte Aufklärung- und Informationskampagnen sowie ein umfangreiches und 
zielgruppen-spezifisch ausgerichtetes nachhaltigkeitspädagogisches Angebot soll 
erreicht werden, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner ihr eigenes Potenzial 
zur Abfallvermeidung, richtigen Abfalltrennung und Stadtsauberkeit erkennen, 
entsprechend handeln und so auf partnerschaftlicher Ebene zur Erreichung der Vision 
2030 aktiv beitragen.  
Die awm intensivieren in diesem Kontext außerdem die Zusammenarbeit mit 
Partnerinnen und Partner und in Netzwerken, um so u.a. noch mehr konkrete 
Angebote zur Abfallvermeidung in Münster zu schaffen, Wertstofftrennung und 
Wertstoffverwertung zu optimieren, gemeinsam Lösungen für einen nachhaltigen 
Lebensstil zu schaffen und entsprechend auch durch Multiplikatorinnen und 
Multiplikatoren aus der Bürgerschaft die Bevölkerung zu sensibilisieren; 
Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit/Bildung für nachhaltige Entwicklung:  
Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere über  
 Pressearbeit 
 Social Media Kommunikation 
 Kampagnenarbeit (insb. zu den Themen Abfallvermeidung, optimale 
Wertstofftrennung, Stadtsauberkeit) 
 Internetauftritt (Relaunch der Internetpräsenz in 2022) 
 Broschüren/Flyer 
 Eigene Aktionen und Events zu Schwerpunktthemen 
 Teilnahme an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen in Münster zu 
Schwerpunkthemen (insb. Nachhaltigkeitsthemen) 
 Beteiligungsformate, z.B. awm-Ideenwettbewerb für noch mehr Abfallvermeidung 
und Stadtsauberkeit in Münster (Wettbewerb läuft 2023, soll aber Wirkung 
entfalten bis 2030 – mehr dazu unter „Ausblick“) 
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Beratung:  
 Netzwerkarbeit BNE 
 Exkursionen, insb. für Schulklassen am Deponie-Erlebnispfad 
(handlungsorientiertes Lernen an 12 Stationen) 
 Recyclinghofführungen für Kita-Kinder 
 Beratung vor Ort in Schulen und Kitas für Lehr- und Betreuungspersonal 
 Telefonische, persönliche und schriftliche Beratung durch den awm-
Kundenservice  
 Schulungen zur Abfallvermeidung/richtigen Abfalltrennung in Unterkünften für 
geflüchtete Menschen 
 Vorträge in Präsenz und digital für Erwachsene  
 Beratung auf Veranstaltungen wie z.B. Mieterfesten, auf Wochen- und 
Nachhaltigkeitsmärkten  
 Konzeption und Ausleihe von Bildungsmaterialien

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
6
 Eigene Angebote zur Abfallvermeidung („Wechselstuben“ auf den Recyclinghöfen, 
Online-Tausch-und-Verschenkmarkt) 
 Kooperationsprojekte und strategische Zusammenarbeit mit 
Netzwerkpartnerinnen und -partner regional und überregional zu den Themen 
Abfall, Energie, Klima. Beispiele für Kooperationen:  
­ Münster für Mehrweg (Vermeidung von Verpackungsabfällen) 
­ Fairteilbar Münster (Vermeidung von Lebensmittelabfällen) 
­ Leihothek Münster (Ressourcen sparen durch „Leihen statt kaufen“) 
­ Studio Formagora (Upcycling) 
­ Stabsstelle Klima (Klimatraining) 
­ Stadtlabor Münster (Kompost Festival) 
­ Fachhochschule Münster (u.a. Kooperation im Projekt „kreisl/circularHUB) 
Ausblick:
Die awm werden die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger und 
Netzwerkpartnerinnen und -partner weiter intensivieren. 
 Der 2023 ausgerufene Ideenwettbewerb ist ein Beispiel für ein Beteiligungsformat, 
das bis 2030 Wirkung entfalten soll. Von Mitte Mai bis Ende August können alle 
Münsteranerinnen und Münsteraner – ob als Einzelperson, Gruppe, Verein, 
Schule, Kita oder Unternehmen unter www.awm.muenster.de/allewirkenmit ihre 
Ideen einreichen. Zur schnellen Orientierung gibt es dazu vier Kategorien Abfall-
vermeidung (allgemein), Schwerpunkt Upcycling und Wiederverwendung, 
Schwerpunkt: richtig trennen und Wertstoffe gewinnen und die Kategorie 
Stadtsauberkeit. 117 Ideen wurden bei diesem Wettbewerb eingereicht. Alle 
Münsteranerinnen und Münsteraner konnten für ihre Lieblingsideen online 
abstimmen, im nächsten Schritt schließt sich die Bewertung einer Fachjury an. Pro 
Kategorie gewinnen die zwei am besten bewerteten Ideen. Sie werden mit der 
Unterstützung der awm umgesetzt. Es entstehen weitere konkrete und dauerhafte 
Angebote zur Abfallvermeidung und Stadtsauberkeit in Münster, die awm 
erweitern ihr Netzwerk, die Akteure vernetzen sich untereinander und es entstehen 
Ideen für weitere gemeinsame Projekte.  
 Sauberkeitspatenschaften unterjährig: Aktuell (Stand Sommer 2023) sind 634 
Münsteranerinnen und Münster (als Einzelpersonen oder in Gruppen) regelmäßig 
als Sauberkeitspaten unterwegs und befreien Spielplätze, Grünflächen etc. von 
achtlos weggeworfenem Abfall. Die awm unterstützen diesen Engagement mit 
entsprechendem Sammelequipment und der Entsorgung der gesammelten 
Abfälle. Um dem hohen Engagement der Bevölkerung zukünftig einen noch 
besseren Rahmen bieten zu können, wird das Konzept der Sammelpatenschaften 
aktuell überarbeitet.  
 Weitere Einrichtungen/Angebote zur Abfallvermeidung: Im Rahmen der 
Weiterentwicklung des Recyclinghofkonzepts sollen Rücknahmebereiche für 
wiederverwendbare Gegenstände auf einzelnen Höfen entstehen. Ein 
Gebrauchtwarenkaufhaus mit Repair-Einrichtungen an einem getrennten Standort 
(bzw. angegliedert) und die Integration von ReUse-Projekten an einem der Höfe, 
ist ebenfalls vorstellbar.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
7
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Geschäftsberichte AWM/Abfallwirtschaftskonzept Stadt Münster
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Gesamtaufkommen 
Siedlungsabfälle [t] 
177.025 165.903 171.403 174.975 176.119 175.146
Anteil verwertete 
Siedlungsabfälle [%] 
81 77 79 80 81 82
Gesamtaufkommen 
Abfälle aus Haushalten 
[t] 
131.775 130.557 129.486 131.983 131.739 119.750

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
8
Umweltmedium/Ressource: 
Abwasser 
Indikator:   
Eliminationsleistungen der kommunalen Kläranlagen 
Definition: 
Als Indikatoren dienen Kennzahlen, die die Reinigungsleistung der Kläranlagen 
bezüglich der Parameter Kohlenstoff (CSB), Stickstoff (TN b) und Phosphor (P ges) 
beschreiben. 
Erläuterung:  
Ein Ziel kommunaler Abwasserreinigungsanlagen besteht im Abbau von Kohlenstoff, 
Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Diese Stoffe sind soweit zu reduzieren, wie 
dies nach dem Stand der Technik möglich ist.
Für die Beurteilung der Reinigungsleistung einer Kläranlage werden die 
Reinigungsleistungen für CSB, TN b und P ges, herangezogen. Diese werden aus den 
gemessenen Konzentrationen im Zulauf zur Kläranlage und dem Ablauf der 
Kläranlage berechnet. 
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) 
führt jährlich im Rahmen des DWA-Leistungsnachweises eine bundesweite 
Datenerhebung bei Betreibern kommunaler Kläranlagen durch. Anhand dieser Daten 
werden u. a. die bundesweiten Mittelwerte für die Reinigungsleistungen bestimmt. In 
Abbildung 1 sind die Mittelwerte des DWA-Leistungsnachweises sowie die Ergebnisse 
der Münsteraner Kläranlagen aus 2022 dargestellt.  
Da die Rahmenbedingungen zum Betrieb von Kläranlagen bundesweit unterschiedlich 
sind (z. B. angewandte Verfahrenstechniken, Ausbaugröße, Industrieabwasseranteil) 
sind die von der DWA errechneten Mittelwerte als Richtwerte zu verstehen. 
Abbildung 2: Ergebnisse der Reinigungsleistung 2022 (bundesweiter Mittelwert, Münsteraner Kläranlagen) 
[Prozent]
95,4
84,6
93
96,7
99,4
99,97
97,2
99
99,98
96,8
99,6
99,97
93,7
99,6
99,95
80
85
90
95
100
CSB [%] TNb [%] Pges [%]
Reinigungsleistung in Prozent
Ergebnisse der Reinigungsleistung 2022 
Mittelwert bundesweiter Kläranlagen Hauptkläranlage Münster
Kläranlage Am Loddenbach Kläranlage Hiltrup
Kläranlage Geist

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
9
Für die Münsteraner Kläranlagen wird zudem, in Abhängigkeit der jeweils 
behandelten, jährlichen Abwassermengen, ein gewichteter Jahresmittelwert für die 
Reinigungsleistungen bestimmt. Die Abbildung 3 zeigt die Entwicklung der 
Münsteraner Abbauraten von 2020 bis 2022. 
Abbildung 3: Ergebnisse der Münsteraner Abbauraten 2020-2022 [Gewichtete Mittelwerte in Prozent]
Ziele: 
Neben den Rechtsanforderungen der Abwasserbeseitigung und –reinigung sind für 
den Betrieb der Kläranlagen u. a. die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie 
(WRRL) entscheidend. Zur Erreichung der Ziele der WRRL ist eine moderne, 
leistungsfähige Abwasserbehandlung unumgänglich.  
Zur Anpassung an die steigenden Bevölkerungszahlen und an höhere Anforderungen 
an die Ablaufqualität des Abwassers wird der Kläranlagenbetrieb, unter 
Berücksichtigung klimafreundlicher, ressourcen- und energiesparender Verfahren, 
umfangreich optimiert bzw. erneuert.    
Wesentliche Maßnahmen zur Zielerreichung
Anlage Ausbaugröße 
[EW] 
aktuelle Maßnahmen geplante Fertigstellung 
Hauptkläranlage 300.000 Kapazitätserweiterung auf 
422.000 EWCSB bzw. 444.200 
EWBSB 
2028 
Erweiterte Phosphatelimination 
durch Bau einer 
Mehrschichtfiltration 
2026 
Eliminierung von Spurenstoffen 
durch Bau einer 4. 
Reinigungsstufe 
2026 
96,46
99,39
99,97
96,53
99,35
99,97
96,61
99,39
99,97
96
97
98
99
100
CSB [%] TNb [%] Pges [%]
Abbauraten in Prozent
Münsteraner Abbauraten 2020-2022
2020 2021 2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
10
Am Loddenbach 45.000 Bau einer Lageranlage für 
kohlenstoffhaltige Chemikalien 
zur Verbesserung der 
Stickstoffelimination 
2023/2024 
Sanierung der 
Niederspannungshauptverteilung 
und Optimierung der 
Anlagensteuerung 
2025 
Hiltrup 30.000 Sanierung der 
Belüftungseinrichtung im 
Belebungsbecken 
2024 
Sanierung der 
Niederspannungshauptverteilung 
und Optimierung der 
Anlagensteuerung 
2025 
Geist 18.000 Sanierung der 
Niederspannungshauptverteilung 
und Optimierung der 
Anlagensteuerung 
2025 
Nienberge-
Häger 
500 Umbau/Rückbau der Kläranlage. 
Bau eines Pumpwerks zur 
Ableitung des Abwassers zur 
HKA 
2025 
Die Hauptkläranlage Münster mit einer Ausbaugröße von 300.000 EW wird auf 
420.000 EW erweitert. Zur Reduzierung von Nährstoffeinträgen und Spurenstoffe (z. 
B. Industriechemikalien, Arzneimittelrückstände) wird die Anlage um einen 
Mehrschichtfilter und eine Aktivkohlefiltration (4. Reinigungsstufe) ergänzt. Der 
Umbau soll ca. 2028 abgeschlossen sein. 
Im Süden Münsters ist der Neubau einer zentralen Kläranlage am vorhandenen 
Standort der KA Hiltrup für ca. 2031 geplant. Auch hier wird die Ausbaugröße erhöht 
und die Anlage mit einer 4. Reinigungsstufe ausgerüstet. Durch Umschlüsse im 
Kanalnetz werden die bisherigen Kläranlagenstandorte Am Loddenbach 
(Gremmendorf) und Geist (Kappenberger Damm) langfristig entfallen.  
Ausblick: 
Nach Fertigstellung der o. g. Maßnahmen können weitere Indikatoren z. B.  für 
Energie- und Klimakennzahlen und/oder die Eliminationsleistungen für Spurenstoffe 
gebildet werden. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Mobilität und Tiefbau

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
11
Umweltmedium/Ressource: 
Biodiversität 
Indikator: 
Repräsentative Arten 
Definition: 
Für ausgewählte Indikatorarten erfolgt im 3-5 jährigen Turnus im Auftrag der Stadt 
Münster eine Erhebung der Bestandssituation bzw. der Populationsentwicklung in 
Münster durch die NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.. Die Indikatorarten 1
geben stellvertretend Hinweise auf die Entwicklung der Biodiversität der wichtigsten 
Lebensraumtypen: 
 Erhebung: Wiesenschaumkraut (frische-feuchte Wiesen), Laubfrosch 
(Stillgewässer), (vgl. Umweltdaten 2010/2011 und 2016-2018) 
 Erhebung: Steinbeißer (Fließgewässer), Schwanenblume (Gewässerufer),  
(vgl. Umweltdaten 2012/2013 und 2016-2018) 
 Erhebung: Korn-/Mohnblume (Acker/Feldflur), Mehl- und Rauchschwalben 
(Siedlung), (vgl. Umweltdaten 2014/2015 und 2019/2020) 
 Erhebung: Hohe Schlüsselblume  (Wald), Kaisermantel/Kleiner Eisvogel
(Waldränder), (vgl. Umweltdaten 2016-2018) 
 Jährliche Erhebung Kiebitz seit 2014 (Feuchtwiesen, Brachflächen) 
Erläuterung: 
Die Bestandsentwicklung der repräsentativen Arten steht stellvertretend für die 
Bestandsentwicklung vieler anderer Arten. Sie zeigt die Qualität von Biotopen und die 
Eignung der Landschaft als Lebensraum.  
Qualitative Ziele: 
Auf der Grundlage eines Beschlusses des Hauptausschusses vom 29.09.2010 ist die 
Stadt Münster dem „Bündnis für biologische Vielfalt“ im Rahmen der Deklaration 
„Biologische Vielfalt in Kommunen“ beigetreten. Die Stadt verpflichtet sich damit die 
Biodiversität in folgenden Bereichen zu fördern: 
1. Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich 
2. Arten und Biotopschutz 
3. Nachhaltige Nutzung  
4. Bewusstseinsbildung und Kooperation.  
Die Zielsetzung weiterer Umweltmedien/Ressourcen sind auch im Sinne der 
Biodiversität von Relevanz (z. B. Boden/Fläche, Wasser, Grün). 
1 Indikatorarten, welche im aktuellen Berichtszeitraum erhoben wurden sind fett gedruckt. Die 
Ergebnisse der Erhebungen werden in diesem Kapitel vorgestellt.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
12
Als strategisches Entwicklungsteilziel der Nachhaltigkeitsstrategie Münster (Nr. 2.1.3) 
ist die regionsspezifische Arten- und Sortenvielfalt (Flora und Fauna) erhalten oder 
hat zugenommen. 
Quantitative Ziele: 
Erreichung nachhaltiger Populationsgrößen bzw. Siedlungsdichten der gewählten 
Referenzarten.  
1. Wiesenschaumkraut  
Abbildung 4: Entwicklung der Bestände des Wiesenschaumkrauts in verschiedenen Biotoptypen von 2012 bis 
2022 [Anzahl der Bestände] 
Entwicklung: 
Das Wiesenschaumkraut ( Cardamine pratensis) ist eine Pflanzenart, die in frischen 
bis feuchten Grünland vorkommt. Vor einigen Jahrzehnten war sie in Münster weit 
verbreitet, aber aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft und des zunehmenden 
Flächenverbrauchs ist ihr Bestand zurückgegangen. Im Rahmen der zweiten 
Fortführung der Kartierung dieser Art seit 2012 wurden im Außenbereich von Münster 
halbquantitative Untersuchungen auf neun Probeflächen mit jeweils einer Fläche von 
1 km² durchgeführt. 
Die Ergebnisse der Kartierung zeigen, dass die Anzahl der Individuen (n=51.579) im 
Vergleich zu 2017 (n=60.692) zurückgegangen ist, jedoch hat sich die Anzahl der 
Wiesenschaumkraut-Bestände erhöht (Abbildung 4). Basierend auf den vorliegenden 
Daten wird trotz möglicher methodischer Unsicherheiten davon ausgegangen, dass 
der Bestand insgesamt stabil ist. Um die langfristige Erhaltung dieser Art auf lokaler 
Ebene sicherzustellen, ist es weiterhin erforderlich, geeignete Lebensräume zu 
bewahren und zu entwickeln.  
61
17
40
6
4
128
105
38
44
12
0
199
161
58
15
9
0
246
0
50
100
150
200
250
300
Gräben Grünland Säume und
Brachen
Gehölze Sonstige Gesamt
Anzahl der Bestände
Biotoptypen
Entwicklung des Wiesenschaumkrauts
2012
2017
2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
13
2. Laubfrosch  
Abbildung 5: Entwicklung der Größe der festgestellten Rufergemeinschaften des Laubfrosches von 2017 bis 
2022 [Anzahl der Rufergemeinschaften]
Entwicklung: 
Laubfrösche ( Hyla arborea ) haben ihren Lebensraum in reich strukturierten 
Landschaften, die aus Kleingewässern, extensiv genutzten Grünlandflächen und 
Heckenstrukturen bestehen. Seit den 1970er Jahren haben die Intensivierung der 
Landwirtschaft, die Homogenisierung der Landschaft und die Eutrophierung von 
Gewässern zu einem dramatischen Rückgang der Laubfroschpopulationen in Münster 
geführt. Im Rahmen der Erfolgskontrolle der Schutz- und Optimierungsmaßnahmen 
der letzten Jahre wurde eine Bestandsaufnahme der rufenden Laubfrösche an den 
Projektgewässern durchgeführt. 
Diese Zählung ergab, dass in 34 Gewässern knapp 1.100 rufende Laubfrösche 
nachgewiesen wurden, was im Vergleich zur vorherigen Überprüfung im Jahr 2017 
(792 Rufe) eine deutliche Steigerung darstellt. Besorgniserregend ist jedoch die 
Entwicklung in Wolbeck, wo die Anzahl der rufenden Laubfrösche seit 20 Jahren 
rückläufig ist. In diesem Bereich wurde eine weitere Abnahme der örtlichen Population 
festgestellt, wobei die Anzahl der rufenden Frösche auf 18 gesunken ist (2017: 24). 
Der NABU empfiehlt dringende und effektive Maßnahmen, um das Aussterben vor Ort 
zu verhindern. 
Insgesamt hat sich die Laubfroschpopulation in Münster trotz der rückläufigen Anzahl 
der rufenden Gewässer stabilisiert. Dies ist auf die gestiegenen Ruferzahlen im 
Bereich des Truppenübungsplatzes Handorf sowie auf die neu entstandenen 
Standorte in Nienberge, Kinderhaus und Coerde zurückzuführen.  
9
9
5
6
2
16
4
3
13
2
0
5
10
15
20
 1-5  6-10  11-20  21-100 >100
Anzahl der Rufergemeinschaften
Größe der Rufergemeinschaften
Entwicklung der Rufergemeinschaften
2017
2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
14
3. Waldrandgebundene Tagfalter  
Entwicklung: 
Da über waldrandgebundene Großschmetterlinge im Stadtgebiet außerhalb der 
Davert und der Hohen Ward nur begrenzte Informationen vorliegen, wurde im 
Rahmen des Biodiversitätsmonitorings eine Erfassung der beiden Tagfalterarten, des 
Kleinen Eisvogels ( Limenitis camilla ) und des Kaisermantels ( Argynnis paphia ), 
durchgeführt. Diese beiden Arten sind typischerweise in blütenreichen Waldaußen- 
und -innenrändern anzutreffen. Der Kleine Eisvogel ist in der Roten Liste NRW als 
"stark gefährdet" klassifiziert, während sich der Kaisermantel auf der Vorwarnliste 
befindet. 
Die Erfassung wurde auf denselben Flächen durchgeführt wie im Jahr 2016, und zwar 
unter günstigen Witterungsbedingungen. Die sieben untersuchten Flächen bieten 
potenziell Lebensraum für diese beiden Arten. Im Rahmen der Erfassung konnten 64 
Individuen des Kleinen Eisvogels (im Vergleich zu 54 im Jahr 2016) und 48 Individuen 
des Kaisermantels (im Vergleich zu 40 im Jahr 2016) kartiert werden. 
Die leicht gestiegenen Erfassungszahlen deuten darauf hin, dass die Populationen 
dieser beiden Tagfalterarten sich in den untersuchten Flächen im Stadtgebiet 
stabilisieren können. Um diese Arten zu erhalten und zu fördern, ist es von großer 
Bedeutung, die lokalen Vorkommen zu schützen und Wanderkorridore für den 
Austausch der Populationen einzurichten. 
0
10
20
30
40
50
60
70
Kleiner Eisvogel Kaisermantel
Anzahl der Bestände
Entwicklung der Bestände
2016 2021
Abbildung 6: Entwicklung der Bestände der Großschmetterlinge Kleiner Eisvogel und Kaisermantel von 
2016 bis 2021 [Anzahl der Bestände]

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
15
4. Hohe Schlüsselblume 
Abbildung 7 Entwicklung der Individuen der Hohen Schlüsselblume von 2016 zu 2021 [Anzahl der Individuen]
Entwicklung: 
Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) ist eine auffällig blühende Pflanzenart, die 
in nährstoffreichen, feuchten Wäldern, schattigen Ufergebieten und feuchten Wiesen 
gedeiht. In Münster ist sie weit verbreitet und kommt auf nährstoffarmen, sandigen 
Böden und in Bachauen vor. Im Rahmen einer Bestandserfassung wurden neun 
Gebiete im Außenbereich der Stadt mit einer Fläche von jeweils 1 Quadratkilometer 
untersucht. Dabei wurden 79 Bestände festgestellt, die insgesamt mehr als 4.000 
Exemplare umfassen. Im Vergleich zu 2016 (mehr als 8.000 Exemplare) wurde eine 
geringere Anzahl von Individuen beobachtet. Diese Reduktion wird auf die 
Witterungsbedingungen im Frühjahr sowie mögliche methodische Unschärfe 
zurückgeführt. 
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
9000Anzahl der Bestände
Entwicklung der Individuen
2016 2021
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90Anzahl der Bestände
Entwicklung der Bestände
2016 2021
Abbildung 8 Entwicklung der Bestände der Hohen Schlüsselblume von 2016 zu 2021 [Anzahl der Bestände]

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
16
Nach Einschätzung des NABU ist der aktuelle Bestand noch ausreichend, um die 
lokale Population langfristig zu erhalten. Es ist jedoch von Bedeutung, die Bestände 
sorgfältig zu beobachten, um mögliche Rückgänge zu identifizieren. Es ist 
entscheidend, Gefährdungen wie den direkten Verlust von Lebensräumen durch 
Baumaßnahmen zu vermeiden, um den Schutz dieser Art sicherzustellen. 
5. Kiebitz 
Abbildung 9: Entwicklung der Brutpaare des Kiebitz von 2003 bis 2022 [Anzahl der Brutpaare] 
Entwicklung: 
Bei der Erfassung des Kiebitzbestandes durch die NABU-Naturschutzstation 
Münsterland wurde im Jahr 2021 eine Anzahl von 60 Brutpaaren festgestellt, während 
im Jahr 2022 69 Brutpaare gezählt wurden. Dies zeigt einen geringfügigen Anstieg 
der Brutpaare nach einem drastischen Rückgang in den vorherigen Berichtsjahren 
(2018: 106 Brutpaare, 2019: 59 Brutpaare). Laut Angaben des NABU wurde im Jahr 
2021 der für die Populationserhaltung erforderliche Schwellenwert von 0,8 flüggen 
Küken pro Brutpaar mit 0,92 übertroffen. Jedoch fiel der Bruterfolg im Jahr 2022 auf 
0,4, was als unzureichend angesehen wird, um die lokale Population zu stabilisieren.  
Verschiedene Faktoren bedrohen den Fortbestand der Kiebitzpopulation in Münster. 
Die Art nutzt häufig Ackerflächen oder Sekundärbiotope wie Gewerbebrachen zur 
Brut, da natürliche Lebensräume wie feuchtes Grünland fehlen. Frühjahrstrockenheit, 
Ackernutzung und Prädatorendruck führen jedoch häufig zu erfolglosen Bruten auf 
diesen Flächen. Hinzu kommt, dass Bauprojekte die standorttreuen Kiebitze aus ihren 
Lebensräumen vertreiben. Ein Beispiel ist das neue Wohngebiet an der Kötterstraße 
in Handorf, das derzeit etwa 10 % des gesamten Kiebitzbestandes der Region 
gefährdet. 
Laut Einschätzungen des NABU wird die münstersche Kiebitzpopulation ohne 
erhebliche positive Veränderungen in Bezug auf die "ökologische Grundqualität" 
geeigneter Flächen und die Freigabe neuer Gebiete voraussichtlich weiter abnehmen.  
346
120 120 106
59 59 60 69
0
50
100
150
200
250
300
350
400
2003 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Anzahl der Brutpaare
Entwicklung der Kiebitz-Brutpaare

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
17
Um diesem weiteren Rückgang entgegenzuwirken, hat die Stadt Münster in 
Zusammenarbeit mit der örtlichen Landwirtschaft, der NABU-Naturschutzstation 
Münsterland und der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft das Projekt "Kiebitzschutz 
Münster" ins Leben gerufen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Für die einzelnen Arten des Biodiversitätsmonitorings werden in den Projektberichten 
der NABU-Naturschutzstation Münsterland artspezifische Maßnahmen zur 
Optimierung, zur Ausweitung und zum Schutz der Lebensräume benannt. 
Konkrete Maßnahmen sind im Zuge des weiteren Monitorings und nach Definierung 
von Zielgrößen noch festzulegen. 
Datenherkunft/Zuständigkeit:
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. im Auftrag des Amtes für Grünflächen und 
Umweltschutz.
Weitere Daten: Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, 
Verkehrsplanung 
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), 
Landwirtschaftszählung 2020 
Weitere Daten zum Umweltmedium2: 
2010 2016 2020 2021 2022
Anteil der Ackerflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
82,6 82,8 81,4 k.A. k.A.
Anteil der Grünlandflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
16,0 16,6 17,9 k.A. k.A.
Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen an 
der landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche 
[%] 
1,3 1,4 3,43 k.A. k.A.
Anzahl der ökologisch wirtschaftenden 
Betriebe [Stück] 
5 7 9 k.A. k.A.
2 Daten sind der Landwirtschaftszählung 2020 zu entnehmen, die in den Jahren 2021/2022 nicht 
aktualisiert wurde. 
3 Seitens der Stadt Münster werden zurzeit zwei Ackerflächen in einer Größenordnung von 20,2 ha für 
Ökolandbau verpachtet.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
18
Umweltmedium/Ressource: 
Boden/Fläche 
Indikator: 
Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV) 
Definition: 
Die Statistik der Flächenerhebung wurde 2016 bundesweit auf die Auswertung der 
„Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssysteme (ALKIS)” umgestellt. IT.NRW 
führt hierzu aus: „Die Umstellung „führte zu grundlegenden methodischen 
Änderungen, die eine Neuzuordnung der Nutzungsarten erforderte. Vergleiche mit 
früheren Ergebnissen sind daher nur noch sehr eingeschränkt möglich; dieses betrifft 
besonders die Nutzungsarten Siedlung und Verkehr “ (IT.NRW, Pressemeldung 
16.09.2019). 
Was bedeutet dieses im Einzelnen? Während sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche 
nach dem „Automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB)“ aus der Gebäude- und 
Freifläche, der Betriebsfläche (ohne Abbauland), der Erholungsfläche sowie der 
Friedhofsfläche errechnete, änderten sich mit dem Wechsel der Erhebungsgrundlage 
von ALB zu ALKIS teilweise die Begriffsinhalte der für die Nutzungskategorien 
verwendeten Bezeichnungen. So enthält die Fläche für Siedlung und Verkehr (FSuV) 
nach ALKIS gegenüber der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) nach ALB noch 
zusätzlich folgende Nutzungskategorien: „Betriebsfläche - Abbauland“, 
„Landwirtschaftliche Betriebsfläche“, „Forstwirtschaftliche Betriebsfläche“, 
„Verkehrsübungsplatz“, „Dressurplatz“, „Freizeitanlage“ sowie „Historische Anlage“. 
Nicht mehr zur FSuV zählt dagegen die „Verkehrsbegleitfläche Wasserstraße“ 
(Statistische Ämter des Bundes und des Landes, Methodenbericht zur 
Flächenerhebung, 2019, Seiten 14-15). 
Erläuterung: 
IT.NRW weist in einer Pressemitteilung vom 31.08.2023 zum Flächenverbrauch auf 
die Entwicklung der Siedlungsfläche hin: Ende 2022 waren 16,8% der Landesfläche 
NRW Flächen für „Siedlung“ genutzt (Quelle: www.it.nrw/nrw-landesflaeche-flaechen-
fuer-siedlung-125407). Für Münster lag der vergleichbare Wert bei 24,5%. Hier lässt 
sich für den Betrachtungszeitraum ab 2016 eine leichte Verringerung in der Kategorie 
„Siedlungsfläche“ feststellen. Stetige Steigerungen sind nur in den Unterkategorien 
„Wohnbaufläche“ und auch der „Flächen gemischter Nutzung“ (hierin enthalten: 
„Gebäude- und Freiflächen, Mischnutzung mit Wohnen) um je 0,3 %-Punkte fest-
stellen. Die Verkehrsflächen entwickelten sich tendenziell negativ bzw. bleiben in 
einigen Jahren sogar unverändert. Damit ergibt sich in der Zusammenfassung ein 
uneinheitliches Bild.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
19
Abbildung 10: Entwicklung der Flächen für Siedlung und Verkehr, der Verkehrsfläche, der Siedlungsfläche mit 
Teilflächen Wohnbaufläche sowie Industrie- und Gewerbefläche 31.12.2016 - 31.12.2022 jeweils im Vergleich zum 
vorangegangenen Jahr und insgesamt seit 2016

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
20
Eine Betrachtung der Entwicklung der gesamten Bodenflächen für Münster nach 
Nutzungsarten vom 31.12.2016 bis zum 31.12.2022 (vgl. Tabelle 1 am Ende des 
Kapitels) macht die Problematik der veränderten Art der Flächenerhebung deutlich. 
So gab es in der Flächenkategorie ‚Unland, vegetationslose Fläche‘ einen Anstieg von 
2016 mit 232 ha über 444 ha (2018) um dann auf einen Wert von 409 ha im Jahr 2022 
zu landen. Es ist zu vermuten, dass insbesondere sogenannte Verkehrsbegleitflächen 
aus den eigentlichen Flächen aufgrund der Verfahrensumstellung herausgerechnet 
und dann in der Kategorie ‚Unland, vegetationslose Fläche‘ zwischengebucht wurden. 
Ein Blick auf die Entwicklung der Wohnbaufläche zeigt, dass diese von 3.023 ha 
(2016) auf 3.135 ha (2022) um 112 ha und damit kontinuierlich gestiegen ist, 
wohingegen Industrie- und Gewerbeflächen und landwirtschaftliche Flächen in jedem 
Jahr abgenommen haben. 
Belastbare Aussagen zur Flächenentwicklung, insbesondere zur Entwicklung des 
Indikators ‚Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV)‘ und damit zur Beschreibung des 
Flächenverbrauchs werden nach der erfolgten Umstellung sicherlich erst nach einem 
längeren Betrachtungszeitraum möglich sein. Damit ermöglicht die aktuell abgebildete 
Entwicklung leider keine belastbare Interpretation, sondern kann nur deskriptiv 
dargestellt werden. 
Leitlinien und Entwicklungsziele 
Am 12.12.2012 hat der Rat der Stadt Münster mit der Vorlage V/0288/2012/1 einen 
Zielwert von 30 ha/Jahr zur Begrenzung des weiteren Zuwachses an Siedlungs-und 
Verkehrsfläche in Münster bis zum Jahr 2020 beschlossen. Eine Überschreitung ist 
vom Rat nur als begründet vertretbar benannt worden, um der Entwicklung des 
Oberzentrums Münster aufgrund der besonderen Funktionen, der Bedarfe aus 
Einwohnerentwicklung und aus Arbeitsplatzentwicklung angemessen gerecht werden 
zu können. Die Verwaltung wurde beauftragt, angesichts der angespannten Lage auf 
dem Wohnungsmarkt insbesondere im Segment des preisgünstigen Wohnraums 
dafür Sorge zu tragen, dass eine nachhaltige Flächenentwicklung nicht zu Lasten von 
Menschen mit geringen und mittleren Einkommen geht. Dieser Beschluss gilt bis 
heute unverändert weiter.  
Darüber hinaus führt die Nachhaltigkeitsstrategie 2030 aus, dass grundsätzlich alle 
Menschen die Möglichkeit haben sollen, bezahlbar, umwelt- und sozialgerecht sowie 
gesund in Münster zu wohnen, zugleich sollen die natürlichen Lebensgrundlagen 
erhalten bleiben und die biologische Vielfalt verbessert werden. Dies erfolgt unter 
Berücksichtigung der Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel, der 
Erholungsfunktion und der Produktion von Lebensmitteln. Entwicklungspotentiale im 
bebauten Bestand sollen grundsätzlich vor der Inanspruchnahme neuer 
Außenbereichsflächen genutzt werden (Vorlagen Nr. V/0669/2019 und 
V/0699/2019/1).  
Qualitative und quantitative Ziele: 
Der Boden ist aufgrund seiner vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt ein 
unverzichtbares Gut. Sein Verlust ist nicht ausgleichbar. Münster hat in der „Allianz 
für die Fläche“ beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und 
Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen mitgewirkt und dort seine 
Erfahrungen mit ressourcenschonender Siedlungsentwicklung eingebracht. Als eine

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
21
von sechs Pilotkommunen ist Münster 2014 vom Umweltministerium NRW mit dem 
„Meilenstein“ als flächensparende Kommune zertifiziert worden (Meilenstein „Gold“).  
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 (Vorlagen Nr. V/0648/2017, 
Nr. V/0515/2018 und Nr. V/0669/2019) wurden zum Erhalt der natürlichen 
Lebensgrundlagen strategische Entwicklungsziele formuliert, wonach 
Entwicklungspotentiale grundsätzlich im bebauten Bestand vor der Inanspruchnahme 
neuer Flächen im Außenbereich genutzt werden sollen. Im operativen Zielmodus 
bedeutet dieses, die Versiegelung so gering wie möglich zu halten. Dies in Kenntnis 
der Tatsache, dass Münster eine weiter wachsende Stadt ist und von 2011 bis 2022 
die Einwohnerzahl von 296.440 auf 319.441 Einwohner und damit um 7,8 Prozent 
zugenommen hat. Als weiteres Ziel wurde formuliert, dass das Verhältnis von Flächen 
für Siedlung und Verkehr (FSuV) je Einwohner/-in kontinuierlich sinken soll. 
Mit der Beschlussfassung zum Maßnahmenprogramm 2019 - 2022 der Nachhaltig-
keitsstrategie Münster 2030 (Vorlagen Nr. V/0669/2019) wurden weitere konkrete 
Maßnahmen zur flächensparenden Entwicklung formuliert; u.a. wurden im Bereich der 
Innenentwicklung die Entwicklung der Kasernenstandorte und die Wiedernutzung von 
Flächen wie z. B. ehemaliger Stadthafen, Beresa, Lancier genannt. 
Während auf Landesebene mit dem Landeskabinettsbeschluss zum neuen Landes-
entwicklungsplan am 19.02.2019 der 5 ha-Zielwert (d. h. die Begrenzung der täglichen 
Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf 5 ha und langfristig auf Netto Null) 
gestrichen wurde, hält Münster grundsätzlich an seinem Zielwert beim Flächen-
verbrauch von maximal 30 ha pro Jahr fest. Auch die vom Rat beschlossene 
Fortschreibung des ‚Wohnsiedlungskonzeptes 2030‘ und die dort formulierte 
Ausweisung und Erschließung neuer Wohnbauflächen auf vorherigen Freiflächen 
bleibt mit einer Inanspruchnahme von 10 - 14 ha Bruttofläche für Wohnbauzwecke 
unter dem Zielwert (Vorlage Nr. V/0224/2019). 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
IT.NRW (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung) auf der Basis von 
Angaben des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Münster („Amtliches 
Liegenschaftskataster- Informationssystem – ALKIS“); Jahres-Statistik des 
Stadtplanungsamtes.
Weitere Daten: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Weitere Daten zum Umweltmedium:
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Flächen für Siedlung 
und Verkehr [ha] 
davon:                  
Siedlung [ha]                
.
Verkehr [ha] 
10.130
7.458
 2.672
10.155
7.483
2.672
10.037
7.455
2.618
10.053
7.447
2.605
10.021
7.417
2.605
10.042
7.438
2.604
10.022
7.423
2.599
Anzahl erfasster 
Altlasten-/Verdachts-
flächen [Stück] 
643 671 672 677 682 684 682

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
22
Noch nicht bewertete 
Altlasten-
/Verdachtsflächen [%]4
8 5 5 5 3 3 0 
4 Veränderungen basieren auch auf der Neuaufnahme unbewerteter bzw. Entlassung bereits 
bewerteter Altlasten-/Verdachtsflächen.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
23
in ha Anteil 
an Insg. in ha in ha in ha in ha in ha in ha Anteil 
an Insg.
  Siedlung 7.458 24,6 % 7.483 7.455 7.447 7.414 7.438 7.423 24,5 %
   davon
    Wohnbaufläche 3.023 10,0 % 3.031 3.049 3.104 3.113 3.125 3.135 10,3 %
    Industrie- und Gewerbefläche 1.236 4,1 % 1.228 1.207 1.211 1.194 1.202 1.190 3,9 %
       darunter Industrie und Gewerbe 634 2,1 % 616 601 608 594 601 585 1,9 %
    Halde 21 0,1 % 20 20 20 6 6 6 0,0 %
    Bergbaubetrieb /
    Tagebau, Grube, Steinbruch – – – – 0 – – 
    Fläche gemischter Nutzung 784 2,6 % 801 811 843 847 862 887 2,9 %
    Fläche besond. funktionaler Prägung 912 3,0 % 912 909 837 835 838 842 2,8 %
    Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche 1.427 4,7 % 1.435 1.404 1.378 1.365 1.349 1.307 4,3 %
       darunter Grünanlage 890 2,9 % 889 871 869 856 840 801 2,6 %
    Friedhof 56 0,2 % 55 55 54 54 55 55 0,2 %
  Verkehr 2.672 8,8 % 2.672 2.618 2.605 2.607 2.604 2.599 8,6 %
   davon
    Straßenverkehr 1.835 6,1 % 1.819 1.818 1.785 1.793 1.800 1.755 5,8 %
    Weg 488 1,6 % 509 480 500 496 492 540 1,8 %
    Platz 75 0,2 % 74 80 81 81 80 79 0,3 %
    Bahnverkehr 263 0,9 % 259 229 226 225 218 211 0,7 %
    Flugverkehr 2 0,0 % 2 2 2 2 2 2 0,0 %
    Schiffsverkehr 9 0,0 % 9 9 10 10 11 11 0,0 %
  FSuV [ Summe 
 "Siedlung" + "Verkehr" ] 10.130 33,4 % 10.155 10.073 10.052 10.021 10.042 10.022 33,0 %
  Vegetation 19.563 64,5 % 19.579 19.666 19.687 19.713 19.691 19.703 65,0 %
   davon
    Landwirtschaft 13.556 44,7 % 13.439 13.352 13.288 13.268 13.200 13.147 43,3 %
    Wald 4.867 16,0 % 4.861 4.885 4.925 4.934 4.981 4.983 16,4 %
    Gehölz 534 1,8 % 497 609 662 671 692 782 2,6 %
    Heide 250 0,8 % 255 256 256 255 239 235 0,8 %
    Moor – – – – – – –
    Sumpf 124 0,4 % 125 121 128 149 149 147 0,5 %
    Unland, Vegetationslose Fläche 232 0,8 % 402 444 429 437 431 409 1,3 %
Gewässer 636 2,1 % 595 589 589 594 595 603 2,0 %
   davon
    Fließgewässer 367 1,2 % 325 315 311 310 310 309 1,0 %
    Hafenbecken 6 0,0 % 6 6 6 7 7 7 0,0 %
    Stehendes Gewässer 263 0,9 % 264 268 272 277 278 287 0,9 %
    Meer – – – – – – – 
Bodenfläche insgesamt 30.328 100 % 30.328 30.328 30.328 30.328 30.328 30.328 100 %
Quelle: IT.NRW, Landesdatenbank
 Bodenfläche am:
 (jeweils 31.12. des Jahres)
Bodenfläche der Stadt Münster nach Nutzungsarten 2016 - 2022
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
24
Umweltmedium/Ressource: 
Grün 
Indikator: 
Bauliche Eingriffe in das Grünsystem 
Definition: 
Der Indikator gibt die jährliche Anzahl der baulichen Eingriffe in das Grünsystem der 
Stadt Münster an. Berücksichtigt werden Eingriffe (> 500 m² versiegelte Fläche) in die 
Grünzüge sowie den 1. und 2. Grünring gemäß Grünordnung der Stadt Münster. 
Ausgenommen sind privilegierte Vorhaben im Außenbereich. 
Erläuterung: 
Das Grünsystem der Stadt Münster ist von maßgeblicher Bedeutung für die 
Freiraumsicherung. Es stellt die Grundvoraussetzung dafür dar, dass der Freiraum 
seine Funktionen für Freizeit und Erholung einerseits sowie Natur-/ Landschaftsschutz 
und Stadtökologie andererseits erfüllen kann. Flächenverluste in diesen Bereichen 
führen zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der Freiraumfunktionen. 
Abbildung 11: Eingriffe in das Grünsystem von 2017 bis 2022 [Anzahl der Eingriffe] 
Qualitative Ziele: 
Sicherung des kohärenten Systems der städtischen Grünzüge und Grünringe gemäß 
Grünordnung. 
Weitere Ziele mit Bezug zu öffentlichen Grünflächen:  
• Sicherstellung der Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen 
• Bereitstellung geeigneter Angebote für alle Nutzergruppen 
• Ausstattung aller Stadtteile mit qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten 
Grünflächen 
• Bedarfsgerechte Pflege zur nachhaltigen Sicherstellung der Funktionalität 
• Gewährleistung der stadtökologischen Funktionen von Grünflächen, z. B. für das 
Stadtklima oder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen 
0
3
0
1
0
0
0
1
2
3
4
5
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Anzahl der Eingriffe
Eingriffe in das Grünsystem

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
25
Quantitative Ziele: 
Als maßgeblicher Indikator wird die Anzahl der baulichen Eingriffe in das Grünsystem 
der Stadt Münster erhoben. Ziel ist es, derartige Eingriffe gänzlich zu vermeiden. Die 
Zielsetzung entspricht der Nachhaltigkeitsstrategie Münster (operatives Ziel Nr. 2.1.4). 
Auf die Festlegung quantitativer Zielwerte für städtisches Grün wurde bislang 
weitestgehend Abstand genommen, da sich maßgebende Faktoren wie 
Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder stadtökologische Funktionen 
quantitativ schwierig abbilden lassen. Stattdessen bildet die Grünordnung Münster 
das Rückgrat der Grünversorgung.  
Vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen an die Leistung von urbanem 
Grün prüft das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit die Möglichkeiten des 
zielorientierten Einsatzes von quantitativen Indikatoren und Orientierungswerten für 
die Versorgung, Erreichbarkeit und (klima-)ökologische Funktionsfähigkeit. 
Das Bundesamt für Naturschutz legt mit der Schrift „Stadtnatur erfassen, schützen, 
entwickeln: Orientierungswerte und Kenngrößen für das öffentliche Grün“ (BfN-
Schriften 653-2023) hierzu einen Orientierungsrahmen vor, der u.a. folgende Aspekte 
abdeckt: 
 Orientierungswerte für die Versorgung mit öffentlichen Grünflächen/Freiräumen 
 Orientierungswerte für klimawirksame Grünflächen 
 Orientierungswerte für natur-/biodiversitätswirksame Grünflächen 
Entwicklung: 
In den Jahren 2021 bis 2022 wurden keine Eingriffe von mehr als 500 m² versiegelte 
Fläche innerhalb des städtischen Grünsystems vorgenommen bzw. 
bauplanungsrechtlich vorbereitet.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Vermeidung von Eingriffen in das Grünsystem. 
Datenherkunft/Zuständigkeit:
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Öffentliche Grünflächen [ha] 394 395 397 397 394
Öffentliche Grünflächen je 
Einwohner [m²/EW] 
12,7 12,7 12,7 12,6 12,4
Spielplatzflächen [ha] 47 47 48 49 49
Anzahl Spielplätze [Stück] 311 315 315 316 325

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
26
Erfasste Einzelbäume / 
überwiegend Straßenbäume gemäß 
Baumdatenbank   
[Stück] 
47.727 49.443 49.410 k.A. k.A.
Gesamtanzahl Straßen- und 
Anlagenbäume [Stück]5
k.A. k.A. k.A. ca. 
124.000
ca. 
142.000
5 Nach der Luftbild-Befliegung im Jahr 2020 wurden alle Baumstandorte auf Basis einer digitalen 3D-
Punktwolken-Analyse neu ermittelt. Dabei wurden zunächst die in städtischen Flächen vorhandenen 
Baumstandorte erfasst und zugeordnet. Die notwendigen örtlichen Abgleiche dauern aktuell noch an. 
Der Baumbestand in den städtischen Wäldern wird in der angegebenen Summe nicht berücksichtigt. 
Sie stellt ausschließlich Baumstandorte innerhalb von Flächen in der Zuständigkeit des Amtes für 
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit dar und beinhaltet Straßen- und Anlagenbäume.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
27
Umweltmedium/Ressource:
Klima/Energie 
Indikator: 
Kohlendioxid-Emissionen 
Definition: 
Der Indikator gibt die lokale CO2-Emission pro Einwohnerinnen und Einwohner durch 
die Nutzung fossiler Energieträger an. Die Emissionen umfassen energiebedingte 
Emissionen (Raumwärme, Prozesswärme, Elektrizität) und 
personenverkehrsbedingte Emissionen. Die Angabe erfolgt in Tonnen CO 2 pro 
Einwohner und Jahr [t/E*a]. 
Die Daten entstammen der stadtweiten Energie- und Treibhausgasbilanz, die nach 
dem BISKO-Standard jährlich fortgeschrieben und veröffentlicht wird (V/0131/2023). 
Erläuterung: 
Der Indikator setzt die stadtweiten Gesamtemissionen ins Verhältnis zu der 
Einwohnerzahl und gibt damit die CO2-Emissionen je Einwohner aus.  
Abbildung 12: Entwicklung der CO2 Emissionen von 1990 bis 2021 [Tonnen pro Einwohnerinnen und Einwohner]6
Qualitative Ziele: 
Der Klimawandel zwingt zum Handeln. Durch den sparsamen und effizienten Einsatz 
von Energie und die Nutzung regenerativer Energien kann der Ausstoß 
klimaschädlicher CO2-Emissionen begrenzt werden.  
6 Daten für 2022 liegen noch nicht vor. 
10,1
9,4
9,4
9,5
8,0
6,7
6,6
6,4
6,4
6,0
5,7
5,7
0
2
4
6
8
10
12
1990 1995 2000 2005 2010 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Tonnen pro Einwohnerinnen und 
Einwohner  [t/E]
Entwicklung der CO2 Emissionen je Einwohner

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
28
Ziele: 
• Reduzierung der CO2-Emissionen durch Senkung des Energieverbrauchs im 
Bereich Wärme, Strom und Verkehr 
• Steigerung des Anteils der Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien 
Quantitative Ziele: 
Mit der Konzeptstudie „Münster Klimaneutralität 2030“ wurde aufgezeigt welche 
Veränderungen auf lokaler, aber auch auf nationaler Ebene auf den Weg gebracht 
werden müssen um eine Klimaneutralität 2030 erreichen zu können. Seitdem wurden 
fortlaufend weitere Maßnahmen und Projekte beschlossen und auf den Weg gebracht, 
die auf eine Zielerreichung einzahlen. Münster Klimaneutralität 2030 
• Reduzierung des Endenergieverbrauchs um 50 % bis 2030 (ggü. 1990)
• Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 95 % bis 2030 (ggü. 1990)
Entwicklung:  
Mit dem stetigen Ausbau der Klimaschutzaktivitäten und dem voranschreitenden 
Ausbau der erneuerbaren Energien konnte in Münster bis Ende des Jahres 2021 eine 
Reduzierung der CO 2-Emissionen pro Kopf der Bevölkerung um knapp 43 % 
gegenüber dem Jahr 1990 erreicht werden. Die absolute Reduzierung von 1990 bis 
2020 beläuft sich wegen der gestiegenen Bevölkerungszahlen auf 31 %.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Strategie und Projekte gemäß „Masterplan 100 % Klimaschutz – Münster 
Klimaschutz 2050“ (vgl. Vorlage V/0689/2017) 
• Maßnahmen und Projekte gemäß „Handlungsprogramm Klimaschutz 2030“ (vgl. 
Vorlage V/0770/2019) 
• Maßnahmen und Projekte gemäß Konzeptstudie „Münster Klimaneutralität 2030“ 
(vgl. Vorlage V/0628/2021) 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen der Stadt Münster und ihrer 
Tochterunternehmen, insbesondere von der Stadtwerke Münster GmbH, und wurden 
in der stadtweiten Energie- und Treibhausgasbilanzierung aggregiert. 
Zuständig für die Bilanzierung ist die Stabsstelle Klima/Dez OB. 
Weitere Daten zum Umweltmedium:7 
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Sonnenenergie Photovoltaik 
[kWp] 
47.680 52.340 58.226 65.680 75.777 86.350
7 Daten für 2022 liegen teilweise noch nicht vor.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
29
Sonnenenergie Thermie 
(m² Kollektorfläche) 
25.849 23.351 23.741 24.296 25.196 25.688
Stromverbrauch 
[kWh/Einw./Jahr] 
4.195 4.224 4.157 4.026 3.991 k.A.
Heizenergiebedarf 
[kWh/Einw./Jahr] 
10.407 10.190 9.937 10.020 9.845 k.A.
Kommunaler 
Heizenergiebedarf  
[Mio kWh/Jahr]8
78,64 72,34 69,23 62,20 76,3 64,3
Stromverbrauch 
kommunale Einrichtungen 
[Mio kWh/Jahr]9
27,8 27,3 26,4 24,8 25,4 26,2
Anteil erneuerbarer 
Energien am Gesamt-
Energieverbrauch der Stadt 
[%] 
5,50 5,71 6,73 7,15 7,8 k.A.
8 Nicht witterungsbereinigter Heizenergiebedarf. 
9 Ggü. den bisherigen Angaben in den Vorjahren unter Einbeziehung aller technische Einrichtungen 
wie Lichtsignalanlagen und Pumpwerke.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
30
Umweltmedium/Ressource:
Lärmimmissionen 
Indikator: 
 Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen  
Definition: 
Geschätzte Anzahl der Menschen an Hauptverkehrsstraßen, d. h. Straßen mit mehr 
als 3 Mio. Kfz/Jahr, die in Häusern wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von  
Lden >55 dB(A) tags oder Lnight >50 dB(A) nachts bzw. 
Lden >70 dB(A) tags oder Lnight >60 dB(A) nachts  
Lden repräsentiert die tägliche Lärmbelastung der Anwohner, L night repräsentiert die 
nächtliche Lärmbelastung der Anwohner. 
Erläuterung: 
In Münster werden auf der Grundlage der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG des 
Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und Bekämpfung von 
Umgebungslärm vom 25.06.2002 die Gebiete ermittelt, bei denen die Lärmbelastung 
durch Verkehr besonders hoch ist.  
Abbildung 13: Menschen an Hauptverkehrsstraßen mit Lärmbelastung [Anzahl an Menschen]10
10 Vergleichbarkeit aufgrund der veränderten Berechnungsvorschriften erheblich eingeschränkt (S.32). 
27575
26600
99500
16496
16700
71300
1952
2200
7800
2535
2900
10700
0
20000
40000
60000
80000
100000
120000
2013 2017 2022
Anzahl an Menschen
Menschen an Hauptverkehrstraßen mit Lärmbelastung 
> 55 dB(A) tags bzw. > 50 dB(A) nachts
> 70 dB(A) tags bzw. > 60 dB(A) nachts
tags > 55 nachts > 50 tags > 70 nachts > 60

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
31
Qualitative Ziele: 
Der allgegenwärtige Lärm hat sich zu einem zentralen Umweltschutzthema entwickelt. 
Die Gesundheit gefährdende oder die Lebensqualität mindernde Lärmpegel sollen 
daher vermieden werden.  
Zum Vergleich: Die vorsorgeorientierten Orientierungswerten der DIN 18005 für 
Allgemeine Wohngebiete betragen 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts. 
Lärmimmissionen >70 dB(A) tags und >60dB(A) nachts spiegeln die Schwelle der 
Gesundheitsgefährdung wider. 
Ziele:  
Senkung der Anzahl der Münsteranerinnen und Münsteraner, die von 
gesundheitsgefährdenden bzw. erheblich belästigenden Lärmimmissionen betroffen 
sind.  
Kurzfristig:  Vermeidung von Gesundheitsgefährdung (> 65 dB(A)/55 dB(A)) 
Mittelfristig: Minderung der erheblichen Belästigung (>60 dB(A)/50 dB(A)) 
Langfristig: Vermeidung von erheblicher Belästigung (>55 dB(A)/45 dB(A)) 
[Immissionswerte = Lden/Lnight] 
Quantitative Ziele: 
Der aktuelle Lärmaktionsplan ist im März 2021 beschlossen worden. Im 
Lärmaktionsplan wurde eine Priorisierung der besonders lärmbelasteten 
Maßnahmenbereiche vorgenommen. Vorrangig wurden für die Maßnahmenbereiche 
der ersten Priorität Maßnahmen entwickelt. Durch die Umsetzung der Maßnahmen 
wären ca. 11.120 Menschen besser vor Lärm geschützt. Weitere Informationen sind 
der Vorlage V/0077/2021 zu entnehmen. 
Entwicklung: 
Im Jahr 2012 wurde das relevante Straßennetz Münsters im Rahmen der 2. Stufe der 
Lärmaktionsplanung untersucht. Im Jahr 2017 ist die Lärmkartierung für die 3. 
Runde11 der Lärmaktionsplanung durchgeführt worden. 
Folgend sind die Ergebnisse der 3. Runde des Lärmaktionsplans sowie die seiner 
vorangegangenen Runden grob beschrieben. Die Lärmbelastungen an 
Hauptverkehrsstraßen sind 2013 im Vergleich zu 2008 vor allem nachts signifikant 
zurückgegangen. Diese Lärmminderung geht überwiegend auf die verminderte 
Höchstgeschwindigkeit im Hauptverkehrsstraßennetz zurück. Im Jahr 2017 sind die 
Lärmbelastungen im Nachtzeitraum geringfügig höher. Zum Februar 2019 wurden 15 
ausgewählte Hauptverkehrsstraßen für eine Geschwindigkeitsänderung im 
Innenstadtbereich auf Tempo 30 vorgeschlagen. Mit der straßenverkehrsrechtlichen 
Prüfung konnte auf 9 Straßenabschnitten Tempo 30 angeordnet werden. Die im 
Lärmaktionsplan der 3. Runde (Ratsbeschluss März 2021) empfohlene 
11 Seit der „3. Runde“ werden die Fortschreibungen der Lärmaktionspläne mit „Runden“ bezeichnet 
(vormals „Stufen“).

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
32
straßenverkehrsrechtliche Prüfung weiterer Tempo-30 Abschnitte ist noch nicht 
abgeschlossen. 
Die Lärmkartierung für die 4. Runde ist im Jahr 2022 erstellt worden. In der 4. Runde 
der Lärmkartierung wurden neue Berechnungsvorschriften eingeführt. Diese 
überführen neue europäische Berechnungsvorschriften in nationales Recht. Die 
Änderung der Berechnungsvorschriften hat zur Folge, dass die Ergebnisse der 
Lärmkartierung der dritten und der vierten Runde nicht vergleichbar sind. Der 
Lärmaktionsplan der 4. Runde wird zurzeit erarbeitet und wird zum Sommer 2024 
vorgelegt.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung, 
• Maßnahmen der Fahrbahnsanierung mit Einsatz von Fahrbahnbelägen mit 
lärmmindernder Wirkung und 
• Straßenräumliche Maßnahmen zur Lärmminderung. 
• (Förderprogramm Passiver Schallschutz: Ergänzend für Maßnahmenbereiche, für 
die sonst keine Möglichkeiten einer aktiven Reduzierung der Lärmemissionen 
gesehen werden) 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
LANUV NRW/Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2008 2017 2022
Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm durch Schienenlärm  
der Eisenbahnen des Bundes in ihren Wohnungen belasteten Menschen12: 
LDEN     > 55 dB(A) tags 14.600 25.790 15000
LNIGHT   > 50 dB(A) nachts 12.100 20.050 11640
LDEN     > 70 dB(A) tags   1.630 1.410 240
LNIGHT   > 60 dB(A) nachts   2.790 2.600 1440
12 Die Vergleichbarkeit ist aufgrund der veränderten Berechnungsvorschriften erheblich eingeschränkt.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
33
Umweltmedium/Ressource: 
Luftschadstoffe 
Indikator: 
Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen 
Definition:
Jahresmittel für NO 2 [µg/m³] und Anzahl der Tage mit Überschreitung des 
Tagesgrenzwertes für PM10 [Überschreitungstage > 50 µg/m³] an der kontinuierlichen 
Mess-Station Weseler Straße. 
Erläuterung: 
Der Grenzwert für das NO 2-Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³ (ab 2010). Für PM10 gilt 
ein Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der maximal an 35 Tagen pro Jahr überschritten 
werden darf. PM10 umfasst alle Feinstäube <10 Mikrometer, die als 
gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Zentrale Quelle für lokale Feinstaub- und 
Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr. 
Abbildung 14: Jahresmittelwert NO2 [µg/m³]
Abbildung 15: Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³ 
38
38
38
33
27
25
24
20
30
40
50
60
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
NO2 µg/m3 
Entwicklung der Jahresmittelwerte N02
5
10
12
6
2
2
4
0
10
20
30
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Tage
Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³
Zielwert 2010: < 36 Überschreitungstage

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
34
Qualitative Ziele: 
Feinstäube und Stickoxide stehen im Brennpunkt der Diskussionen zu 
Luftschadstoffen. Ozon ist als Hauptverursacher des Sommersmogs mit zu 
betrachten. Um mögliche Gesundheitsgefahren und nachteilige Umweltfolgen zu 
mindern ist es erforderlich, dass die entsprechenden Luftbelastungen gemindert 
werden.  
Ziele:  
• Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit der EU-
Luftqualitätsrichtlinie für die Leitsubstanzen Ozon, PM10 und NO2
• Verringerung der flächenhaften Stickstoffdepositionen 
Quantitative Ziele 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für NO2 von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert ab 
2010 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für PM10 von < 36 Überschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel) 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 Überschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel) 
Entwicklung:
Die Stickstoffimmissionen sind von 2009 bis 2022 rückläufig. Der Grenzwert für 
Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) werden seit 2013 an der Weseler Straße 
nicht mehr überschritten. Hierfür sind verschiedene Faktoren ursächlich 
(meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten der Fahrzeugflotte etc.). Als eine 
Maßnahme zur Minderung der Immissionen besteht seit dem 1. Januar 2010 im 
Stadtkern von Münster eine Umweltzone. Die Regelungen für die Einfahrt in die 
Umweltzone wurden 2014 nochmals verschärft. An der Mess-Station „Bült“ trat 2017 
erstmals keine Überschreitung des NO2-Grenzwertes mehr auf.  
Die PM10-Belastung fluktuiert seit Jahren auf niedrigem Niveau. Ein eindeutiger Trend 
ist nicht erkennbar. 
Hinsichtlich der Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 
Überschreitungstage mit 120 µg/m³ (8 Std.-Mittel) traten 2018 und 2019 
Überschreitungen des Grenzwertes auf. Seit 2020 wird der Wert wieder deutlich 
unterschritten. Die Entwicklung wird hier beobachtet. Eine eindeutige Ursache (z.B. 
die extremen meteorologischen Bedingungen) lässt sich bislang nicht belegen. 
Im Jahr 2022 wurde eine EU-Initiative zur Anpassung der Grenzwerte für 
Luftschadstoffe gestartet. Die Grenzwerte für den Jahresmittelwert von Feinstaub und 
Stickstoffdioxid sollen halbiert werden. Insbesondere beim Schadstoff Stickstoffdioxid 
wären weitere Anstrengungen zur Reduktion der Emissionen erforderlich um die 
schärferen Grenzwerte einhalten zu können.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
35
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Mit Hilfe des Luftqualitätsplans (2009) wurden Maßnahmen zur Minderung der 
Belastungen eingeleitet (z. B. Umweltzone). Im Jahr 2014 wurde er nochmals 
aktualisiert. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
LANUV NRW/Bezirksregierung Münster 
Weitere Daten zum Umweltmedium:
2018 2019 2020 2021 2022
Ozon-Immissionen Münster Geist  
[Überschreitungstage mit 120 µg/m³  
(8 Std.-Mittel)] 
40 32 19 8 16
Ozon-Immissionen (Jahresmittelwert)
Münster-Geist [µg/m³] 
50 49 49 46 51

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
36
Umweltmedium/Ressource: 
Natur und Landschaft – Schutzgebiete 
Indikator: 
Schutzgebiete 
Definition: 
Fläche der Schutzgebiete (Naturschutzgebiete/Landschaftsschutzgebiete) in Hektar 
[ha]. 
Erläuterung: 
Der Indikator gibt den Stand der Sicherung der für Natur und Landschaft bedeutsamen 
Flächen wieder. Nicht enthalten sind die Geschützten Landschaftsbestandteile mit 
einer Gesamtgröße von 159 ha. 
Abbildung 16: Gesamtfläche der Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete [ha]
Vergleichswert: 4.686 ha BSN-Flächen 
(BSN = Bereiche für den Schutz der Natur gemäß Regionalplan 2014) 
Qualitative Ziele: 
Die unterschiedlichen Naturräume und Nutzungsformen haben zur Ausbildung der für 
Münster typischen Landschaften und Lebensräume geführt. Diese gilt es zu sichern 
und zu optimieren.  
Ziele: 
• Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen 
2133 2135 2135 2135 2135 2135
9941 9939 9939 9939 9939 9939
0
2000
4000
6000
8000
10000
12000
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Fläche in ha
Naturschutzgebiete und Landschaftschutzgebiete
NSG LSG

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
37
• Schutz der bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaften  
• Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Vielfalt der Tier- und 
Pflanzenwelt/Biodiversität von Arten und Lebensgemeinschaften 
• Anreicherung strukturarmer Landschaftsräume mit gliedernden und belebenden 
Elementen 
• Sicherung der Landschaft für die Erholung des Menschen 
Quantitative Ziele: 
Als Vergleichsmaßstab für die Größe der zu schützenden Gebiete wird 
näherungsweise auf die Flächen, die im des Regionalplan als „Bereiche für den 
Schutz der Natur (BSN)“ dargestellt sind, zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um 
ökologisch hochwertige und daher schutzwürdige und schutzbedürftige Gebiete. „Bei 
der Umsetzung der BSN kommt auf die Träger der Landschaftsplanung die Aufgabe 
zu, unter Beachtung der lokal bestehenden Bedingungen Umsetzungskonzepte zum 
Aufbau eines Biotopverbundsystems zu entwickeln. Sie wählen aus den 
fachplanerischen Instrumenten die notwendigen Festsetzungen (z. B. 
Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützte Landschaftsbestandteile) 
aus und bestimmen deren gebietsscharfe Abgrenzung“ (Regionalplan Münsterland 
2014). Der Regionalplan verzeichnet insgesamt 4.686 ha als BSN-Flächen. Die 
Konkretisierung der Schutzausweisungen erfolgt somit über die Landschaftspläne. 
Ziel ist daher auch eine flächendeckende Landschaftsplanung für den Außenbereich 
von Münster. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letzten Jahren unverändert geblieben.13
Damit stehen zur Zeit weiterhin ca. 7 % des Stadtgebietes unter Naturschutz. Im BSN-
Flächen des Regionalplans  umfassen zum Vergleich ca. 15 % des Stadtgebiets. 
Der Anteil der Landschaftsschutzgebiete am Stadtgebiet beträgt ca. 33 %.  
Mit der im Jahr 2021 neu in Kraft getretenen Naturdenkmalverordnung für den 
bebauten Bereich erhöht sich die Anzahl der Naturdenkmäler für den Zeitraum 2021-
2022 auf nunmehr 352 Stück. Bei einzelnen Naturdenkmalen mussten in den Jahren 
2021-2022 durch natürliche Abgänge in Folge von Sturmereignissen oder 
Krankheitsbefall Verluste von Einzelbäumen hingenommen werden. Hierzu zählt die 
imposante Blutbuche (ND Nr. 50) im Botanischen Garten, die nach dem Befall mit 
einem Brandkrustenpilz gefällt werden musste. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Umsetzung der Landschaftspläne 1-3 
• Aufstellung des Landschaftsplans 4 
13 Die geringfügige Verringerung der LSG-Fläche um ca. 2 ha beruht auf grafischen Bereinigungen in 
Folge neuer Grundlagenkarten und hat keine materiellen Gründe.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
38
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Jahresstatistik des Stadtplanungsamtes  
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Waldfläche [ha] 4.885 4.925 4.943 4.981 4.983
Landwirtschaftliche Fläche [ha] 13.352 13.288 13.268 13.200 13.147
Städtische landwirtschaftliche 
Pachtfläche [ha]  
1.007 1.007 1.012 991 981
Anzahl der Naturdenkmale 323 320 320 352 352

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
39
Umweltmedium/Ressource: 
Natur und Landschaft – Eingriffsregelung 
Indikatoren: 
1. Ersatzgeld 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen 
und Satzungen nach § 34 BauGB 
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
Erläuterung: 
Die Indikatoren setzen den Beschluss der Vorlage V/0619/2013 um, über die 
Abwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung regelmäßig zu berichten. 
1. Ersatzgeld
Definition: 
Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und über die für landschaftspflegerische oder 
Artenschutzmaßnahmen noch zur Verfügung stehenden Ersatzgelder [ €] nach 
Landesnaturschutzgesetz im Zusammenhang mit Eingriffen in Boden, Natur und 
Landschaft. 
Abbildung 17: Bilanz Finanzmittel Ersatzgeld [Euro]
Das Ersatzgeld steht für landschaftspflegerische und artenschutzspezifische 
Maßnahmen zur Verfügung. 
109.287  
14.414  
361.875  
158.069  
218.220  
92.843  
143.655  
65.226  
0
100000
200000
300000
400000
2020
Stand:
31.12.20
2022
Stand:
31.12.22
Euro
Bilanz Finanzmittel Ersatzgeld
Einnahmen Haben* Ausgaben Verfügbar

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
40
Finanzbilanz Ersatzgelder 2022– Stand: 31.12.2022 
Frei verfügbare Finanzmittel am 31.12.2020: 143.655,- € 
Einnahmen gesamt 2021 - 2022: 14.414,- € 
Haben: 158.069,- € 
Ausgaben: 92.843,- € 
Frei verfügbares Ersatzgeld 31.12.2022: 65.226,- € 
Eine Übersicht über die im Zeitraum zwischen 2021 und 2022 geplanten, sich bereits 
in der Realisierung befindlichen bzw. abgeschlossenen landschaftspflegerischen 
Maßnahmen ist als Anlage beigefügt. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist eng an die Genehmigung von 
Windkraftanlagen und Mobilfunkmasten gebunden. Auf der Grundlage des hierfür zu 
verwendenden Bewertungsverfahrens für mastenartige Eingriffe wird immer ein Teil 
des Ausgleichs über die Zahlung von Ersatzgeld abgegolten. Auch in den nächsten 
Jahren ist mit der Errichtung neuer Anlagen zu rechnen, so dass voraussichtlich 
weitere Mittel vereinnahmt werden. Bei allen anderen Eingriffsvorhaben dringt die 
Stadt Münster darauf, dass der entsprechende Ausgleich durch den jeweiligen 
Vorhabenträger nachgewiesen wird. 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
Definition: 
Im Zuge der planrechtlichen Aufstellung von Bebauungsplänen und Satzungen nach 
§ 34 (4) BauGB werden Freiflächen im Außenbereich für Siedlungs- und 
Verkehrsflächen „verbraucht“. Für den naturschutz- und forstrechtlichen Ausgleich der 
Eingriffe werden z. T. landwirtschaftliche Produktionsflächen in Anspruch genommen. 
Dargestellt werden der „Flächenverbrauch“ durch entsprechende Verfahren mit 
zugeordnetem Ausgleich und die Entwicklung gegenüber der letzten Berichtsperiode.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
41
Abbildung 18: Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen und Satzungen nach § 34 
BauGB [ha] 
Im Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2022 sind 15 Bebauungspläne zur Rechtskraft 
gelangt. 
Sechs davon umfassen Änderungen bestehender Bebauungspläne vorhandener 
Gewerbe- und Wohnbauflächen. Die meisten Bebauungspläne liegen im Innenbereich 
und sind im Hinblick auf eine Inanspruchnahme landwirtschaftlich genutzter Flächen 
irrelevant. Im Detail handelt es sich dabei vor allem um eine Verdichtung oder 
Arrondierung vorhandener Bebauung innerhalb von bereits bestehenden Baugebieten 
sowie einer Anpassung der Nutzungsmöglichkeiten innerhalb von Gewerbegebieten. 
Die Verdichtung geht zwar häufig materiell mit einer Erhöhung des 
Versiegelungsgrades einher, jedoch wird eine zulässige Grundfläche von 20.000 m² 
nicht überschritten. Rechtlich sind diese Verfahren in sechs Fällen nach § 13a BauGB 
eingestuft, so dass die erfolgten Eingriffe von der Ausgleichsverpflichtung freigestellt 
sind. Mit einer Grundfläche im Sinne des § 13a Absatz 1 Satz 2 von weniger als 
10.000 m² ist ein weiterer Bebauungsplan im Außenbereich für Wohnnutzung nach 
§ 13b in das beschleunigte Verfahren einbezogen worden und demnach ebenfalls 
nicht ausgleichspflichtig. 
Drei Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von ca. 32,4 ha nehmen in einer 
Größenordnung von 31,3 ha landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen im 
Wesentlichen für Wohn- und Verkehrszwecke in Anspruch. Bei der restlichen Fläche 
von 0,8 ha handelt es sich um intensiv genutztes Grünland. Insgesamt sind von den 
15 zur Rechtskraft gelangten Bebauungsplänen jedoch nur vier ausgleichsrelevant. 
Die zugeordnete Kompensationsfläche beträgt insgesamt ca. 9,6 ha und umfasst 
neben naturschutzrechtlichen (rd. 8,3 ha) auch forstrechtlichen Ausgleich (rd. 1,3 ha) 
für eine Inanspruchnahme von Wald im Innenbereich. Über die geplante Entwicklung 
von neuen Baugebieten im Außenbereich hinaus ist die Stadt Münster auch weiterhin 
in erheblichem Maße um eine Reduzierung des Flächenverbrauchs durch eine 
forcierte Innenentwicklung bemüht. 
1,3
32,4
0
0,6
1,1
9,6
0
0
0
5
10
15
20
25
30
35
40
2019-2020 2021-2022
ha
Jahr
Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von 
Bebauungsplänen und Satzungen nach § 34 BauGB [ha]
Eingriff in landw.
Flächen*
Eingriff in forstw.
Flächen*
Ausgleich auf landw.
Flächen
Ausgleich auf sonst.
Flächen
* ohne Ausgleich u.
bestehendes Planrecht

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
42
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
Definition: 
Die nicht für Eingriffe in Boden, Natur und Landschaft gebundenen Flächen im 
Flächenpool des Kompensationsflächenkatasters („Komkat“) stehen für zukünftige 
Kompensationsflächenbedarfe zur Verfügung.
Abbildung 19: Poolflächen im Kompensationskataster nach Nutzung [ha] 
Entwicklung: 
Im städtischen Flächenpool sind insgesamt ca. 39,20 ha zuordnungsfähige 
Kompensationsflächen vorhanden (Stand: 31.12.2022). Diese teilen sich auf 
ca. 1,83 ha Uferrandstreifen (16 Flächen) und ca. 37.38 ha sonstige Flächen 
(18 Flächen) auf. 
Die letztgenannten Poolflächen gliedern sich derzeit in folgende Flächennutzungen 
auf (Flächenanteile geschätzt) 
 Acker  ca. 16,04 ha 
 Intensiv genutztes Grünland ca. 15,56 ha 
 Brachflächen  ca.   2,09 ha 
 Gehölz- und Gewässerflächen  ca.   3,30 ha 
 Innenbereichsflächen ca.   0,38 ha 
----------------------------------------------------------------------- 
Summe:  ca. 37,38 ha 
19,09
14,35
1,07
3,30
0,27
1,99
40,07
16,04
15,56
2,09
3,30
0,38
1,83
39,20
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
Acker
Intensives
Grünland
Brachflächen
Gehölz-/
Gewässer
Innenbereichs-
flächen
Uferrand-
streifen
Gesamt
Fläche in ha
Poolflächen im Kompensationsflächenkataster
Stand:
31.12.20
Stand:
31.12.22

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
43
Die Entwicklung des Flächenpools für Kompensationsmaßnahmen ist mit der 
städtischen Siedlungsentwicklung und sonstigen umweltrelevanten Planungen 
unmittelbar verknüpft. Insbesondere die Bebauungsplanverfahren im Innenbereich 
(nach § 13a BauGB) führen aufgrund der planungsrechtlichen Bedingungen häufig zu 
einer Befreiung von Kompensationsverpflichtungen. Ein Teil der zur Rechtskraft 
gelangenden, kompensationspflichtigen Verfahren wird Vorhaben bezogen 
durchgeführt. Hierbei stellt der jeweilige Vorhabenträger Kompensationsflächen in 
entsprechender Größenordnung zur Verfügung. 
Auch wenn im Vergleich zur letzten Berichtsperiode das Flächenpoolangebot durch 
erfolgten Flächenzuwachs in der Summe nur um weniger als 1 ha geringer ausfällt, 
werden die Poolflächen im Kompensationsflächenkataster von insgesamt 39,2 ha 
perspektivisch bis 2030 nicht zur Abdeckung des Bedarfs ausreichen. Hintergrund 
sind die in den nächsten Jahren voraussichtlich anfallenden erheblichen 
Kompensationsbedarfe der großen Baugebiete in den verschiedenen Stadtteilen. Um 
handlungsfähig zu bleiben werden bei Vorliegen entsprechender liegenschaftlicher 
Angebote von Seiten der Landwirtschaft und gleichzeitiger potenzieller 
naturschutzfachlicher Eignung der Flächen weiterer Grunderwerb zur Aufstockung 
des Flächenpools vorgenommen, um auch mittelfristig Kompensationsflächen in 
Münster zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus wird sich die Verwaltung 
auch um den Ankauf von Ökopunkten privater Ökokontoträger bemühen, um einem 
Mangel an Kompensationsflächen entgegenzutreten. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
44
Umweltmedium/Ressource: 
Umweltmanagement 
Indikator: 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
Definition: 
Anzahl der Betriebe, die sich am Projekt ÖKOPROFIT der Stadt Münster beteiligen.  
Erläuterung: 
Seit 2001 unterstützt die Stadt Münster im Rahmen des Projektes ÖKOPROFIT 
Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen u.a. 
in den Bereichen Energie, Abfall, Wasser und Rohstoffe. In dem Zeitraum 2020-2022 
führte sie dieses Projekt in Kooperation mit dem Kreis Warendorf durch. Der Indikator 
ist ein Maßstab für das Umweltengagement von Unternehmen in Münster. 
Abbildung 20: Gesamtzahl und Anzahl im Auszeichnungsjahr der Ökoprofit-Betriebe
Qualitative Ziele: 
Betriebliche Prozesse haben erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Durch Optimierung 
dieser Prozesse und Umsetzung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen kann 
die Umwelt entlastet werden (z. B. reduzierter Wasserverbrauch, Energieeinsparung, 
Abfallvermeidung, Einführung von Managementsystemen u.a.m.).  
Ziele: 
• Förderung der Nachhaltigkeit und des betrieblichen Umweltschutzes in 
Münsteraner Unternehmen 
• Ausbau des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements im Konzern Stadt Münster 
11 12 10 9 9 6 12
72
84
94 103 112 118
130
0
25
50
75
100
125
150
2010 2012 2013 2015 2017 2020 2022
Anzahl Betriebe
ÖKOPROFIT-Betriebe
Gesamtzahl und  Anzahl im Auszeichnungsjahr
pro Jahr gesamt

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
45
Quantitative Ziele:
Eine konkrete Zielvorgabe für die Anzahl der Betriebe, die sich pro Jahr am 
ÖKOPROFIT beteiligen, lässt sich nicht benennen. Primäres Ziel ist es, das 
erfolgreiche ÖKOPROFIT-Projekt dauerhaft in Münster zu etablieren.  
Entwicklung:
Seit Beginn des Projektes im Jahr 2000 wurden in 12 Durchgängen 130 münsteraner 
Unternehmen und Institutionen erstmalig ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden vor 
Ort mittlerweile 44 Betriebe rezertifiziert, d. h. sie unterzogen sich einer erneuten 
Überprüfung ihrer fortgeschrittenen Maßnahmen im betrieblichen Umweltschutz und 
Nachhaltigkeitsmanagement. Sie haben damit das Umweltmanagementsystem in 
ihrem Unternehmen weitergehend etabliert. Bislang konnte die Kontinuität im Sinne 
der Zielfestlegung erhalten bleiben. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einwerbung weiterer Unternehmen und Institutionen.  
Datenherkunft/Zuständigkeit:
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Kontakte / Beratungen in der 
Umweltberatung 
3.878 4.775 3.00814 3.121 3.315
Elektronische Erfassung / 
Bearbeitung von Kundenanliegen 
in IMSware-Umweltservice15
3.285 3.287 3.821 2.517 1.836
14 In der Umweltberatung sind die Kontakt-Zahlen seit 2020 eingebrochen, weil der 
Stadtwerke City-Shop coronabedingt monatelang geschlossen hatte. In dieser Zeit konnte 
die Umweltberatung nur telefonische Beratungen anbieten. Nach der Wiederöffnung konnten 
aufgrund bestehender Kontaktbeschränkungen in der 2. Jahreshälfte 2022 persönliche 
Beratungen nur reduziert erfolgen. Am 10. November 2022 endete die städtische 
Umweltberatung
15 Die Anliegen im Umweltservice (incl. online-Mängelmeldungen) wurden überwiegend von 
den 3 Eingangsstellen für Bürgerkontakte im Amt 67, der Umweltberatung ( 492-6767) dem 
Vorzimmer / Sekretariat (492-6701/-6702) und der Grünflächenpflege ( 492-6741) nach 
Telefonkontakt mit Bürgerinnen und Bürgern in IMSware-Umweltservice elektronisch erfasst 
und bearbeitet.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
46
Umweltmedium/Ressource:
Verkehr/Mobilität 
Indikator: 
Anteil Umweltverbund am Modal Split 
Definition: 
Anteil des Umweltverbundes (Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Modal Split in 
Prozent [%]. 
Erläuterung: 
Der Modal Split bezeichnet die Verteilung des Verkehrs auf die verschiedenen 
Verkehrsträger. Für den Indikator relevant ist der Anteil des Umweltverbundes 
(Fußgänger*innen, Radfahrende, ÖPNV/SPNV) am Gesamtverkehr. 
Abbildung 21: Anteile der Verkehrsmittelwahl (Modal Split) von 1982 bis 2022 [in Prozent]
Insgesamt ergibt sich kein konsistentes Bild über die Zeitreihe. Dies liegt 
insbesondere daran, dass der Anteil im Fußverkehr stark schwankt. Der Grund dafür 
sind Differenzen in der Methodik zwischen den einzelnen Erhebungen. Der Anteil der 
„Sonstigen“ die in 2019 erstmalig erhoben wurden und die starken Schwankungen im 
Fußverkehr beeinflussen die anderen Werte signifikant. Um diesen Einfluss zu 
auszuschalten, wurden in der Abbildung 22 der Fußverkehr und Sonstige heraus 
gerechnet. 
Die Eliminierung der methodischen Verzerrungen führt zu einem konsistenten 
Ergebnis. Festzustellen ist bis 2013 ein stetiger Rückgang des Pkw-Anteils bei

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
47
gleichzeitiger Zunahme der Anteile von Fahrrad und ÖPNV. Die 2019er Erhebung 
bestätigt die Werte aus 2013 auf hohem Niveau, trotz stark wachsender 
Einwohnerzahlen. 
Abbildung 22: Anteile der Verkehrsmittelwahl (Modal Split) von 1982 bis 2022 [in Prozent]
Darüberhinausgehend sind für die langfristige Bewertung des Verkehrs unter 
Nachhaltigkeitsaspekten aber auch künftige Anteile der Elektromobilität im Kfz-
Verkehr sowie der Fahrzeugbesetzungsgrad, der zurzeit in Münster 1,15 
Personen/Pkw beträgt, von Relevanz. Die Beeinflussung dessen ist jedoch wesentlich 
von bundesweiten Rahmenvorgaben abhängig und weniger auf kommunaler Ebene 
steuerbar. 
Qualitative Ziele: 
Der Verkehr wirkt sich maßgeblich auf viele Bereiche der Umwelt aus. So hängt die 
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm oder der CO 2-Ausstoß in erheblichem Maße 
von der Wahl des Verkehrsmittels ab. Daher soll der Umweltverbund im Modal Split 
gestärkt werden. 
• Erhöhung des Wegeanteils des Fußgängerverkehrs  
• Weitere Stärkung des Fahrradverkehrs  
• Stärkung des ÖPNV/SPNV 
• Minderung des Kfz-Anteils im Regionalverkehr (Pendler) 
Quantitative Ziele: 
Für den Masterplan Mobilität Münster (MMM 2035+) wurde im Januar 2022 vom 
Gutachterbüro die Bestandsanalyse als Ausgangsbasis für alle kommenden Schritte 
des Planungsprozesses erarbeitet. Ein umfangreicher Zwischenbericht wurde dem

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
48
AVM zum 02.02.2022 vorgelegt (vgl. V/0897/2021). Im Weiteren werden auf Basis des 
Zwischenberichtes und den daraus abzuleitenden Trends Ziele für den Bereich 
Mobilität erarbeitet und von der Politik beschlossen. Im Vergleich zu den Vorherigen 
Umweltdaten (Zielwert 2025: 70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den 
Umweltverbund) findet eine Neuausrichtung des Zielwertes (Zielwert 2035) statt, der 
aktuelle Beschlüsse aber auch erkennbare Trends berücksichtigt und in den 
kommenden Umweltdaten Aufnahme finden soll. Die Ergebnisse des Masterplan 
Mobilität Münster werden im März/April 2024 vorliegen. Nach der Beratung des 
Schlussberichtes werden begründete und belastbare neue Zielwerte zum Modal Split 
vorliegen. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mittel einen Anstieg des 
Umweltverbundes bis ins Jahr 2013. Der Anteil des Umweltverbundes ist gegenüber 
der Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass der Umweltverbund 2013 
erstmals über 60 % lag. Die 2019er und auch die 2022er Erhebung bestätigen diese 
Werte aus 2013 auf hohem Niveau. Trotz stark wachsender Einwohnerzahlen verliert 
der Pkw als Verkehrsmittel weiter an Bedeutung. Inzwischen sind fast 70 % aller 
Fahrten dem Umweltverbund zuzuordnen. 
Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Den Rahmen für das zukünftige Verkehrsgeschehen in Münster wird der Ende 2019 
in Auftrag gegebene „Masterplan Mobilität Münster 2035+“ (MMM2035+) vorgegeben. 
Der Abschlussbericht zum MMM2035+ wird voraussichtlich im 1. Quartal 2024 
vorliegen. Aktuelle (geplante) Maßnahmen sind u.a.:  
V/0728/2020 Grundsatzbeschluss für ein "Integriertes Parkraumkonzept Münster 
V/0034/2023 Integriertes Parkraumkonzept Münster: Bestandsanalyse, Ziele und 
zweites Pilotprojekt 
V/0341/2021 Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens zur Vergabe von 
stationsbasierten Carsharing-Stellplätzen 
V/1186/2019 Fahrradnetz-Planung erarbeiten 
V/0249/2022 Fahrradnetz 2.0 
/1052/2020 Multi- und intermodale Mobilität stärken - Neue Mobilstationen  
für Münster 
V/0312/2021 Elektro-Ladesäulenkonzept Münster 2021 zur Förderung der  
                          Elektromobilität 
V/0101/2023 Gestattung privater Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Stadtplanungsamt; Amt für Mobilität und Tiefbau: 
• Mobilitätsbefragung 2022 zum werktäglichen Verkehrsverhalten der Bevölkerung 
in Münster,

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
49
• Radverkehrskonzept Stadt Münster (V/0647/2016) 
• Mobilität Münster/Münsterland 2050 (V/0625/2010) 
Weitere Daten: Stadtwerke Münster 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Entwicklung der Fahrgastnachfrage 
auf den Stadtbussen [Fahrgäste in 
Mio./Jahr] 
45 46 49 k.A16. 3117 47
Länge der Radwege [km] 476 480 480 480 480 480
1990 200718
Anteil des Umweltverbundes am 
regionalen Verkehr (Einpendler) [%] 
21,9 19,1
Anteil des Umweltverbundes am 
Gesamtverkehr [%] 
52,9 52,1
16 Im Jahr 2020 erfolgte bedingt durch die Pandemie keine Erhebung. 
17 pandemiebedingt 
18 Ab 2007 keine Datenerhebung.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
50
Umweltmedium/Ressource: 
Wasser 
Indikator:
Guter ökologischer und chemischer Zustand (Gewässergüteklasse II-III oder 
besser) bzw. Potenzial für alle Fließgewässer (gem. EG-WRRL) 
Definition:
Der gute ökologische Zustand bzw. Potenzial der Fließgewässer ist ein zentrales Ziel 
der EG-Wasserrahmenrichtlinie. Die Zustandsbewertung und Zielerreichung wird 
durch ein regelmäßiges Monitoring seitens des Landes NRW durchgeführt. In diesem 
Verfahren sind die größeren Fließgewässer (Münstersche Aa, Werse, Angel, 
Mecklenbach, Kinderbach, Emmerbach, Kreuzbach, Getterbach, Flothbach, 
Offerbach und Kannenbach) eingebunden. 
Für die übrigen namenhaften Gewässer wird der Indikator der Gewässergüte auf der 
Grundlage eigener Untersuchungen herangezogen. 
Dieser Indikator gibt den Anteil der Gewässerabschnitte von Fließgewässern an, 
deren Gewässergüteklasse mit der Klasse II-III (kritisch belastet) oder besser bewertet 
wird. Die Angabe erfolgt in Prozent. 
Erläuterung:
Die "biologische Gewässergüte" nach dem Saprobiensystem lässt vor allem die 
Beeinträchtigung der Gewässer durch biologisch leicht abbaubare Stoffe und die sich 
daraus ergebenden Defizite im Sauerstoffhaushalt erkennen. Bei der Überwachung 
der Fließgewässer ist die biologische Gewässergüte ein Leitparameter für die 
Beschaffenheit des Gewässers. 
Datenlage/Grafik: 
Abbildung 23: Fließgewässerabschnitte mit Gewässergüteklasse II-III oder besser [Anteile der 
Fließgewässerabschnitte in Prozent] 
86
89
89
89
85
91,1
86
98
95,7
0
25
50
75
100
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022
Anteile der 
Fließgewässerabschnitte in % 
Fließgewässerabschnitte 
mit Gewässergüteklasse II-III oder besser

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
51
Qualitative Ziele:
Gewässer sind in Münster ein prägendes Element. Die Sicherung und Verbesserung 
des ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern und Grundwasser ist eine 
Herausforderung für die Zukunft. Der Erhalt von Auen und Retentionsräumen schützt 
vor Hochwassergefahren. Als strategisches Entwicklungsteilziel der Nachhaltigkeits-
strategie Münster (Nr. 2.1.2) befindet sich das Grundwasser und alle Oberflächen-
gewässer in einem guten ökologischen und chemischen Zustand.   
Ziele: 
• Generelle Vermeidung starker Verschmutzungen in allen Münsteraner Gewässern 
• Einhaltung der Qualitätsziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) 
• Verbesserung der Wasserqualität des Aasees 
• Nachhaltige Sicherung einer guten Qualität und Quantität des Grundwassers 
Quantitative Ziele:
100% der Fließgewässerabschnitte haben bis 2027 eine Gewässergüteklasse II-III 
oder besser.  
Erläuterung: 
Sanierungsziel gemäß WRRL ist in NRW der gute ökologische Zustand für 40% und 
das gute ökologische Potenzial für 60% der Gewässer bis 2027.  
Der gute Zustand ist definiert als ein Zustand, der von einem "sehr guten" (d.h. 
weitgehend anthropogen unbeeinflussten) Zustand nur geringfügig abweicht. Er ist 
ausgerichtet auf die Vielfältigkeit vorhandener Pflanzen- und Tierarten und die 
morphologische Gewässerausprägung. 
Da die Regelungen der WRRL sich in Münster im Wesentlichen auf die 
Hauptgewässer beziehen und die weiteren Gewässer nicht erfassen, wird als 
Vergleichsmaßstab die Gewässergüte herangezogen, die für alle namhaften 
Gewässer in Münster regelmäßig geprüft wird. Im Vordergrund steht die Beseitigung 
von stark verschmutzten Gewässern ab Gewässergüteklasse III. Der zudem 
angestrebten Erhöhung des Anteils von Gewässern mit Gewässergüteklasse II sind 
z.T. naturräumlich bedingte Grenzen gesetzt. 
Entwicklung: 
Seit dem Jahr 2002 ist eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte zu erkennen. 
Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlreiche Maßnahmen 
zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässerschutz abzielen. Eine weitere 
Verbesserung der Gewässergüte erweist sich bislang insbesondere bei kleinen 
Gewässern mit geringer Wasserführung im Sommer als schwierig. 
Die Auswertung der Ergebnisse für den Zeitraum 2021/2022  ergibt für die 
Gewässergüteklasse II 46%, Güteklasse II-III 50% und Güteklasse III 4%. Die 
biologische Güteklasse konnte sich in dem letzten Berichtszeitraum nicht weiter 
verbessern. Insgesamt war in den letzten Jahren aufgrund der trockenen Sommer an 
vielen Probestellen vor allem kleinerer Bäche und/oder Oberläufe ein Austrocknen 
eingetreten, so dass teils erst spät im Jahr in Restwasserzonen nach kurzfristigen 
Niederschlägen noch physikalisch-chemische Messungen durchgeführt werden

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
52
konnten, ohne dass eine Besiedlung mit Makroorganismen begonnen hatte. Diese 
Probestellen blieben in der Auswertung ohne Berücksichtigung, da sonst das Ergebnis 
verfälscht wäre. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Abwasserreinigung und Abwasserableitung aus dem 
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) 
• Programmmaßnahmen aus dem Bewirtschaftungsplan für 
NRW/Umsetzungsfahrpläne zur WRRL 
• Ökologische Verbesserung der kleineren Gewässer 
Datenherkunft/Zuständigkeit:
Amt für Mobilität und Tiefbauamt 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Stadtwerke Münster 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Privater Trinkwasserverbrauch 
[l/Tag je Einwohner] 
103,13 103,7 107,99 107,51 102,94
Nitrat im Trinkwasser (Mittelwert der vier 
Wassergewinnungsgebiete) in mg/l 
10,3 11,4 10,7 10,6 9,6
Microcystine (Toxine der Cyanobakterien/ 
„Blaualgen“) im Aasee, Mittelwert der 
Jahresmesswerte [µg/l]  
8,24 k.A.19 k.A. k.A. k.A.
19 Ab 2019 sind keine Microcystin-Analysen erfolgt, da keine Belastungssituation vorlag.

Anhang 1 – Ersatzgeldmaßnahmen 2021-2022 
53
Projekt Landschafts-
pflegerische Maßnahmen
NSG 
LSG 
LB 
Nutzung 
vor 
Maßnahme 
Nachfolge-
nutzung 
Stand des Projekts Baukosten 
Gehölzarbeiten 
Teich Haus 
Dyckburg 
 Kopfweidenpflege 
 Gehölzrückschnitt 
LSG Gehölz Gehölz Beendet 3.590,- €
Aufforstung 
westl. Sportplatz 
Teutonia 
Coerde 
 Aufforstung mit 
standortheimischen 
Laubgehölzen 
Brachfläche Wald Entwicklungspflege 11.743,- €
Beteiligung 
Ökokonto 
Havixbeck 
 Anlage einer Feldhecke 
 Anlage von Blühstreifen 
Acker Gehölz und 
Hoch-
staudenflur 
Beendet 71.550,- €
Kiebitzschutz 
Vennheide 
 Anlage einer Blänke LSG Acker und 
Grünland-
brache 
Extensives 
Grünland 
Beendet 3.590,- €
Kleingewässer 
am 
Twerenfeldweg 
 Entschlammung 
 Optimierung durch 
Vertiefung 
LSG Feucht-
biotop 
Feuchtbiotop Beendet 820,- €
Heckenneuanla
ge Emshof 
 Anlage einer Feldhecke 
aus standortheimischen 
Gehölzen 
LSG Grünland Gehölz Beendet 1.550,- €
92.843,- €

Inhaltsverzeichnis 
1. Umweltindikatoren für Münster............................................................................ 1
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen ..................................................... 2
Abfall ....................................................................................................................... 3
Abwasser ................................................................................................................ 8
Biodiversität .......................................................................................................... 11
Boden/Fläche........................................................................................................ 18
Grün ...................................................................................................................... 24
Klima/Energie ....................................................................................................... 27
Lärmimmissionen .................................................................................................. 30
Luftschadstoffe ..................................................................................................... 33
Natur und Landschaft - Schutzgebiete .................................................................. 36
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung ............................................................. 39
Umweltmanagement ............................................................................................. 44
Verkehr/Mobilität ................................................................................................... 46
Wasser ................................................................................................................. 50
Anhang………………………………………………………………………………………54 
Fotonachweis Titelseite:
Jens Röther (Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit)

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
2
1. Umweltindikatoren für Münster 
Mit den Umweltdaten 2009 hat die Stadt Münster erstmals Umweltindikatoren 
festgelegt, mittels derer die Umweltsituation in Münster regelmäßig beobachtet und 
gesteuert werden kann. Die Umweltdaten werden im 2-jährlichen Turnus 
fortgeschrieben, um jeweils einen schnellen Überblick über Zustand, Entwicklung und 
Steuerungsnotwendigkeiten der Umwelt zu erlangen. 
Zielsetzung der Umweltindikatoren im Überblick 
• Zusammenschau der relevanten Umweltbelange 
• Kontinuierliche Umweltbeobachtung und –dokumentation 
• Darstellung von Entwicklungstrends 
• Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umweltschutz 
• Ableitung von Handlungserfordernissen 
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen 
Die vorliegende Fortschreibung der Umweltdaten umfasst in dieser Ausgabe die Jahre 
2021 bis 2022.  
Für folgende Umweltmedien liegen Umweltindikatoren vor: 
• Abfall 
• Abwasser 
• Biodiversität 
• Boden/Fläche 
• Grün 
• Klima/Energie 
• Lärmimmissionen  
• Luftschadstoffe 
• Natur und Landschaft (Schutzgebiete und Eingriffsregelung) 
• Umweltmanagement 
• Verkehr/Mobilität 
• Wasser

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
3
Umweltmedium/Ressource: 
Abfall 
Indikator: 
Siedlungsabfälle 
Definition: 
Der Indikator gibt das jährliche Siedlungsabfallaufkommen der Bevölkerung pro Kopf 
an [kg/E*Jahr]. 
Erläuterung:  
Die Siedlungsabfälle setzen sich aus den Haushaltsabfällen (Hausmüll, Sperrmüll, 
Wertstoff u.ä.) und sonstigen Siedlungsabfällen wie Baurestabfälle, Rückstände der 
Stadtreinigung und Gewerbeabfälle zusammen. Der Bezug auf die Bevölkerungszahl 
stellt die relative Vergleichsmöglichkeit sicher. 
Abbildung 1: Entwicklung der spezifischen Gesamtabfallmenge pro Kopf in den Jahren 2016 bis 2022 [Kilogramm 
pro Einwohner]
Qualitative Ziele: 
Bis 2030 wollen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) gemeinsam mit allen 
Bürgerinnen und Bürgern sowie Kooperations- und Netzwerkpartnerinnen und -
partnern ein ambitioniertes Ziel erreichen, das maßgeblich auf die Klimaziele der Stadt 
Münster einzahlt:  
Münster soll eine Hauptstadt der Abfallvermeidung werden.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
4
Abfälle sollen wann und wo immer es geht vermieden werden, noch verbleibende 
Wertstoffe werden optimal genutzt. Die awm intensivieren dazu in die 
Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partner und in Netzwerken, um so u.a. noch 
mehr konkrete Angebote zur Abfallvermeidung in Münster zu schaffen, 
Wertstofftrennung und Wertstoffverwertung zu optimieren, gemeinsam Lösungen für 
einen nachhaltigen Lebensstil zu schaffen und entsprechend auch durch 
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der Bürgerschaft die Bevölkerung zu 
sensibilisieren. Auf dem Weg zu einer Zero-Waste-Kreislaufwirtschaft ist die stoffliche 
Verwertung der noch verbleibenden Abfälle erstes Ziel. Wichtige Bedeutung kommt 
auch der Erzeugung erneuerbarer Energien aus Abfallsortierresten zu.  
Quantitative Ziele: 
Beim Umweltmedium Abfall ist festzustellen, dass der bisherige Zielwert für das Jahr 
2020 beim Indikator „Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro Kopf der Bevölkerung“ von 
425 kg/EW*a in den letzten Jahren erreicht bzw. unterschritten wurde. Künftig soll 
daher der gesamte Siedlungsabfall in den Fokus genommen werden (2020). 
Im Hinblick auf die ambitionierten Ziele der Vision 2030 werden Prognoseannahmen 
getroffen, die bis 2030 erreicht werden sollen. In Anlehnung an das aktuelle 
Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Münster (AWK 2023) wurde hierfür der 
Durchschnitt der in den letzten vier Jahren (2019 bis 2022) erfassten 
Siedlungsabfallmengen herangezogen. Diese Durchschnittsmenge liegt bei ca. 478 
kg/(E*a).  
Zu den Siedlungsabfällen zählen neben den reinen Haushaltsabfällen auch weitere, 
von den AWM in Münster erfassten bzw. angedienten Abfälle (Gesamtabfallmenge). 
Ausgehend von Vermeidungsmaßnahmen und einer angenommenen Verlagerung 
von Wertstoffen aus dem Restabfall in die vorhandenen Getrenntsysteme werden die 
Gesamtabfallmengen um ca. 21 kg/(E*a) auf etwa 457 kg/(E*a) sinken. Hierbei wurde 
auch das zukünftige Bevölkerungswachs-tum für die Stadt Münster berücksichtigt. 
Entwicklung: 
In Münster geht die Pro-Kopf-Gesamtabfallmenge zurück. Zwischen 2016 und 2019 
sank diese um insgesamt 19 kg/(E*a), was auf den Rückgang in den Privathaushalten 
zurückzuführen ist. 
Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Die 
Beschränkungen, mehr Homeoffice und die grundsätzliche Verlagerung der 
Aktivitäten in den häuslichen Bereich (weniger Außer-Haus-Konsum, mehr Take-
Away-Produkte und Versandbestellungen) sowie die zeitweise Schließung der 
Recyclinghöfe hatte bei einigen Abfallarten Einfluss auf die Abfallmenge, was sich 
insgesamt in einem Anstieg der Gesamtabfallmenge im Jahr 2020 äußert.  
Im Jahr 2022 ist die Abfallmenge unter das „Vor-Corona-Niveau“ auf die bisher 
niedrigste Pro-Kopf-Menge von 440 kg gesunken. Mögliche Gründe könnten in der 
Unsicherheit und eine dadurch ausgelöste Konsumzurückhaltung sowie dem 
Nachlassen der (vorgezogenen) Neuanschaffungen liegen.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
5
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Über gezielte Aufklärung- und Informationskampagnen sowie ein umfangreiches und 
zielgruppen-spezifisch ausgerichtetes nachhaltigkeitspädagogisches Angebot soll 
erreicht werden, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner ihr eigenes Potenzial 
zur Abfallvermeidung, richtigen Abfalltrennung und Stadtsauberkeit erkennen, 
entsprechend handeln und so auf partnerschaftlicher Ebene zur Erreichung der Vision 
2030 aktiv beitragen.  
Die awm intensivieren in diesem Kontext außerdem die Zusammenarbeit mit 
Partnerinnen und Partner und in Netzwerken, um so u.a. noch mehr konkrete 
Angebote zur Abfallvermeidung in Münster zu schaffen, Wertstofftrennung und 
Wertstoffverwertung zu optimieren, gemeinsam Lösungen für einen nachhaltigen 
Lebensstil zu schaffen und entsprechend auch durch Multiplikatorinnen und 
Multiplikatoren aus der Bürgerschaft die Bevölkerung zu sensibilisieren; 
Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit/Bildung für nachhaltige Entwicklung:  
Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere über  
 Pressearbeit 
 Social Media Kommunikation 
 Kampagnenarbeit (insb. zu den Themen Abfallvermeidung, optimale 
Wertstofftrennung, Stadtsauberkeit) 
 Internetauftritt (Relaunch der Internetpräsenz in 2022) 
 Broschüren/Flyer 
 Eigene Aktionen und Events zu Schwerpunktthemen 
 Teilnahme an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen in Münster zu 
Schwerpunkthemen (insb. Nachhaltigkeitsthemen) 
 Beteiligungsformate, z.B. awm-Ideenwettbewerb für noch mehr Abfallvermeidung 
und Stadtsauberkeit in Münster (Wettbewerb läuft 2023, soll aber Wirkung 
entfalten bis 2030 – mehr dazu unter „Ausblick“) 
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Beratung:  
 Netzwerkarbeit BNE 
 Exkursionen, insb. für Schulklassen am Deponie-Erlebnispfad 
(handlungsorientiertes Lernen an 12 Stationen) 
 Recyclinghofführungen für Kita-Kinder 
 Beratung vor Ort in Schulen und Kitas für Lehr- und Betreuungspersonal 
 Telefonische, persönliche und schriftliche Beratung durch den awm-
Kundenservice  
 Schulungen zur Abfallvermeidung/richtigen Abfalltrennung in Unterkünften für 
geflüchtete Menschen 
 Vorträge in Präsenz und digital für Erwachsene  
 Beratung auf Veranstaltungen wie z.B. Mieterfesten, auf Wochen- und 
Nachhaltigkeitsmärkten  
 Konzeption und Ausleihe von Bildungsmaterialien

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
6
 Eigene Angebote zur Abfallvermeidung („Wechselstuben“ auf den Recyclinghöfen, 
Online-Tausch-und-Verschenkmarkt) 
 Kooperationsprojekte und strategische Zusammenarbeit mit 
Netzwerkpartnerinnen und -partner regional und überregional zu den Themen 
Abfall, Energie, Klima. Beispiele für Kooperationen:  
­ Münster für Mehrweg (Vermeidung von Verpackungsabfällen) 
­ Fairteilbar Münster (Vermeidung von Lebensmittelabfällen) 
­ Leihothek Münster (Ressourcen sparen durch „Leihen statt kaufen“) 
­ Studio Formagora (Upcycling) 
­ Stabsstelle Klima (Klimatraining) 
­ Stadtlabor Münster (Kompost Festival) 
­ Fachhochschule Münster (u.a. Kooperation im Projekt „kreisl/circularHUB) 
Ausblick:
Die awm werden die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger und 
Netzwerkpartnerinnen und -partner weiter intensivieren. 
 Der 2023 ausgerufene Ideenwettbewerb ist ein Beispiel für ein Beteiligungsformat, 
das bis 2030 Wirkung entfalten soll. Von Mitte Mai bis Ende August können alle 
Münsteranerinnen und Münsteraner – ob als Einzelperson, Gruppe, Verein, 
Schule, Kita oder Unternehmen unter www.awm.muenster.de/allewirkenmit ihre 
Ideen einreichen. Zur schnellen Orientierung gibt es dazu vier Kategorien Abfall-
vermeidung (allgemein), Schwerpunkt Upcycling und Wiederverwendung, 
Schwerpunkt: richtig trennen und Wertstoffe gewinnen und die Kategorie 
Stadtsauberkeit. 117 Ideen wurden bei diesem Wettbewerb eingereicht. Alle 
Münsteranerinnen und Münsteraner konnten für ihre Lieblingsideen online 
abstimmen, im nächsten Schritt schließt sich die Bewertung einer Fachjury an. Pro 
Kategorie gewinnen die zwei am besten bewerteten Ideen. Sie werden mit der 
Unterstützung der awm umgesetzt. Es entstehen weitere konkrete und dauerhafte 
Angebote zur Abfallvermeidung und Stadtsauberkeit in Münster, die awm 
erweitern ihr Netzwerk, die Akteure vernetzen sich untereinander und es entstehen 
Ideen für weitere gemeinsame Projekte.  
 Sauberkeitspatenschaften unterjährig: Aktuell (Stand Sommer 2023) sind 634 
Münsteranerinnen und Münster (als Einzelpersonen oder in Gruppen) regelmäßig 
als Sauberkeitspaten unterwegs und befreien Spielplätze, Grünflächen etc. von 
achtlos weggeworfenem Abfall. Die awm unterstützen diesen Engagement mit 
entsprechendem Sammelequipment und der Entsorgung der gesammelten 
Abfälle. Um dem hohen Engagement der Bevölkerung zukünftig einen noch 
besseren Rahmen bieten zu können, wird das Konzept der Sammelpatenschaften 
aktuell überarbeitet.  
 Weitere Einrichtungen/Angebote zur Abfallvermeidung: Im Rahmen der 
Weiterentwicklung des Recyclinghofkonzepts sollen Rücknahmebereiche für 
wiederverwendbare Gegenstände auf einzelnen Höfen entstehen. Ein 
Gebrauchtwarenkaufhaus mit Repair-Einrichtungen an einem getrennten Standort 
(bzw. angegliedert) und die Integration von ReUse-Projekten an einem der Höfe, 
ist ebenfalls vorstellbar.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
7
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Geschäftsberichte AWM/Abfallwirtschaftskonzept Stadt Münster
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Gesamtaufkommen 
Siedlungsabfälle [t] 
177.025 165.903 171.403 174.975 176.119 175.146
Anteil verwertete 
Siedlungsabfälle [%] 
81 77 79 80 81 82
Gesamtaufkommen 
Abfälle aus Haushalten 
[t] 
131.775 130.557 129.486 131.983 131.739 119.750

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
8
Umweltmedium/Ressource: 
Abwasser 
Indikator:   
Eliminationsleistungen der kommunalen Kläranlagen 
Definition: 
Als Indikatoren dienen Kennzahlen, die die Reinigungsleistung der Kläranlagen 
bezüglich der Parameter Kohlenstoff (CSB), Stickstoff (TN b) und Phosphor (P ges) 
beschreiben. 
Erläuterung:  
Ein Ziel kommunaler Abwasserreinigungsanlagen besteht im Abbau von Kohlenstoff, 
Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Diese Stoffe sind soweit zu reduzieren, wie 
dies nach dem Stand der Technik möglich ist.
Für die Beurteilung der Reinigungsleistung einer Kläranlage werden die 
Reinigungsleistungen für CSB, TN b und P ges, herangezogen. Diese werden aus den 
gemessenen Konzentrationen im Zulauf zur Kläranlage und dem Ablauf der 
Kläranlage berechnet. 
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) 
führt jährlich im Rahmen des DWA-Leistungsnachweises eine bundesweite 
Datenerhebung bei Betreibern kommunaler Kläranlagen durch. Anhand dieser Daten 
werden u. a. die bundesweiten Mittelwerte für die Reinigungsleistungen bestimmt. In 
Abbildung 1 sind die Mittelwerte des DWA-Leistungsnachweises sowie die Ergebnisse 
der Münsteraner Kläranlagen aus 2022 dargestellt.  
Da die Rahmenbedingungen zum Betrieb von Kläranlagen bundesweit unterschiedlich 
sind (z. B. angewandte Verfahrenstechniken, Ausbaugröße, Industrieabwasseranteil) 
sind die von der DWA errechneten Mittelwerte als Richtwerte zu verstehen. 
Abbildung 2: Ergebnisse der Reinigungsleistung 2022 (bundesweiter Mittelwert, Münsteraner Kläranlagen) 
[Prozent]
95,4
84,6
93
96,7
99,4
99,97
97,2
99
99,98
96,8
99,6
99,97
93,7
99,6
99,95
80
85
90
95
100
CSB [%] TNb [%] Pges [%]
Reinigungsleistung in Prozent
Ergebnisse der Reinigungsleistung 2022 
Mittelwert bundesweiter Kläranlagen Hauptkläranlage Münster
Kläranlage Am Loddenbach Kläranlage Hiltrup
Kläranlage Geist

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
9
Für die Münsteraner Kläranlagen wird zudem, in Abhängigkeit der jeweils 
behandelten, jährlichen Abwassermengen, ein gewichteter Jahresmittelwert für die 
Reinigungsleistungen bestimmt. Die Abbildung 3 zeigt die Entwicklung der 
Münsteraner Abbauraten von 2020 bis 2022. 
Abbildung 3: Ergebnisse der Münsteraner Abbauraten 2020-2022 [Gewichtete Mittelwerte in Prozent]
Ziele: 
Neben den Rechtsanforderungen der Abwasserbeseitigung und –reinigung sind für 
den Betrieb der Kläranlagen u. a. die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie 
(WRRL) entscheidend. Zur Erreichung der Ziele der WRRL ist eine moderne, 
leistungsfähige Abwasserbehandlung unumgänglich.  
Zur Anpassung an die steigenden Bevölkerungszahlen und an höhere Anforderungen 
an die Ablaufqualität des Abwassers wird der Kläranlagenbetrieb, unter 
Berücksichtigung klimafreundlicher, ressourcen- und energiesparender Verfahren, 
umfangreich optimiert bzw. erneuert.    
Wesentliche Maßnahmen zur Zielerreichung
Anlage Ausbaugröße 
[EW] 
aktuelle Maßnahmen geplante Fertigstellung 
Hauptkläranlage 300.000 Kapazitätserweiterung auf 
422.000 EWCSB bzw. 444.200 
EWBSB 
2028 
Erweiterte Phosphatelimination 
durch Bau einer 
Mehrschichtfiltration 
2026 
Eliminierung von Spurenstoffen 
durch Bau einer 4. 
Reinigungsstufe 
2026 
96,46
99,39
99,97
96,53
99,35
99,97
96,61
99,39
99,97
96
97
98
99
100
CSB [%] TNb [%] Pges [%]
Abbauraten in Prozent
Münsteraner Abbauraten 2020-2022
2020 2021 2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
10
Am Loddenbach 45.000 Bau einer Lageranlage für 
kohlenstoffhaltige Chemikalien 
zur Verbesserung der 
Stickstoffelimination 
2023/2024 
Sanierung der 
Niederspannungshauptverteilung 
und Optimierung der 
Anlagensteuerung 
2025 
Hiltrup 30.000 Sanierung der 
Belüftungseinrichtung im 
Belebungsbecken 
2024 
Sanierung der 
Niederspannungshauptverteilung 
und Optimierung der 
Anlagensteuerung 
2025 
Geist 18.000 Sanierung der 
Niederspannungshauptverteilung 
und Optimierung der 
Anlagensteuerung 
2025 
Nienberge-
Häger 
500 Umbau/Rückbau der Kläranlage. 
Bau eines Pumpwerks zur 
Ableitung des Abwassers zur 
HKA 
2025 
Die Hauptkläranlage Münster mit einer Ausbaugröße von 300.000 EW wird auf 
420.000 EW erweitert. Zur Reduzierung von Nährstoffeinträgen und Spurenstoffe (z. 
B. Industriechemikalien, Arzneimittelrückstände) wird die Anlage um einen 
Mehrschichtfilter und eine Aktivkohlefiltration (4. Reinigungsstufe) ergänzt. Der 
Umbau soll ca. 2028 abgeschlossen sein. 
Im Süden Münsters ist der Neubau einer zentralen Kläranlage am vorhandenen 
Standort der KA Hiltrup für ca. 2031 geplant. Auch hier wird die Ausbaugröße erhöht 
und die Anlage mit einer 4. Reinigungsstufe ausgerüstet. Durch Umschlüsse im 
Kanalnetz werden die bisherigen Kläranlagenstandorte Am Loddenbach 
(Gremmendorf) und Geist (Kappenberger Damm) langfristig entfallen.  
Ausblick: 
Nach Fertigstellung der o. g. Maßnahmen können weitere Indikatoren z. B.  für 
Energie- und Klimakennzahlen und/oder die Eliminationsleistungen für Spurenstoffe 
gebildet werden. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Mobilität und Tiefbau

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
11
Umweltmedium/Ressource: 
Biodiversität 
Indikator: 
Repräsentative Arten 
Definition: 
Für ausgewählte Indikatorarten erfolgt im 3-5 jährigen Turnus im Auftrag der Stadt 
Münster eine Erhebung der Bestandssituation bzw. der Populationsentwicklung in 
Münster durch die NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.. Die Indikatorarten 1
geben stellvertretend Hinweise auf die Entwicklung der Biodiversität der wichtigsten 
Lebensraumtypen: 
 Erhebung: Wiesenschaumkraut (frische-feuchte Wiesen), Laubfrosch 
(Stillgewässer), (vgl. Umweltdaten 2010/2011 und 2016-2018) 
 Erhebung: Steinbeißer (Fließgewässer), Schwanenblume (Gewässerufer),  
(vgl. Umweltdaten 2012/2013 und 2016-2018) 
 Erhebung: Korn-/Mohnblume (Acker/Feldflur), Mehl- und Rauchschwalben 
(Siedlung), (vgl. Umweltdaten 2014/2015 und 2019/2020) 
 Erhebung: Hohe Schlüsselblume  (Wald), Kaisermantel/Kleiner Eisvogel
(Waldränder), (vgl. Umweltdaten 2016-2018) 
 Jährliche Erhebung Kiebitz seit 2014 (Feuchtwiesen, Brachflächen) 
Erläuterung: 
Die Bestandsentwicklung der repräsentativen Arten steht stellvertretend für die 
Bestandsentwicklung vieler anderer Arten. Sie zeigt die Qualität von Biotopen und die 
Eignung der Landschaft als Lebensraum.  
Qualitative Ziele: 
Auf der Grundlage eines Beschlusses des Hauptausschusses vom 29.09.2010 ist die 
Stadt Münster dem „Bündnis für biologische Vielfalt“ im Rahmen der Deklaration 
„Biologische Vielfalt in Kommunen“ beigetreten. Die Stadt verpflichtet sich damit die 
Biodiversität in folgenden Bereichen zu fördern: 
1. Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich 
2. Arten und Biotopschutz 
3. Nachhaltige Nutzung  
4. Bewusstseinsbildung und Kooperation.  
Die Zielsetzung weiterer Umweltmedien/Ressourcen sind auch im Sinne der 
Biodiversität von Relevanz (z. B. Boden/Fläche, Wasser, Grün). 
1 Indikatorarten, welche im aktuellen Berichtszeitraum erhoben wurden sind fett gedruckt. Die 
Ergebnisse der Erhebungen werden in diesem Kapitel vorgestellt.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
12
Als strategisches Entwicklungsteilziel der Nachhaltigkeitsstrategie Münster (Nr. 2.1.3) 
ist die regionsspezifische Arten- und Sortenvielfalt (Flora und Fauna) erhalten oder 
hat zugenommen. 
Quantitative Ziele: 
Erreichung nachhaltiger Populationsgrößen bzw. Siedlungsdichten der gewählten 
Referenzarten.  
1. Wiesenschaumkraut  
Abbildung 4: Entwicklung der Bestände des Wiesenschaumkrauts in verschiedenen Biotoptypen von 2012 bis 
2022 [Anzahl der Bestände] 
Entwicklung: 
Das Wiesenschaumkraut ( Cardamine pratensis) ist eine Pflanzenart, die in frischen 
bis feuchten Grünland vorkommt. Vor einigen Jahrzehnten war sie in Münster weit 
verbreitet, aber aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft und des zunehmenden 
Flächenverbrauchs ist ihr Bestand zurückgegangen. Im Rahmen der zweiten 
Fortführung der Kartierung dieser Art seit 2012 wurden im Außenbereich von Münster 
halbquantitative Untersuchungen auf neun Probeflächen mit jeweils einer Fläche von 
1 km² durchgeführt. 
Die Ergebnisse der Kartierung zeigen, dass die Anzahl der Individuen (n=51.579) im 
Vergleich zu 2017 (n=60.692) zurückgegangen ist, jedoch hat sich die Anzahl der 
Wiesenschaumkraut-Bestände erhöht (Abbildung 4). Basierend auf den vorliegenden 
Daten wird trotz möglicher methodischer Unsicherheiten davon ausgegangen, dass 
der Bestand insgesamt stabil ist. Um die langfristige Erhaltung dieser Art auf lokaler 
Ebene sicherzustellen, ist es weiterhin erforderlich, geeignete Lebensräume zu 
bewahren und zu entwickeln.  
61
17
40
6
4
128
105
38
44
12
0
199
161
58
15
9
0
246
0
50
100
150
200
250
300
Gräben Grünland Säume und
Brachen
Gehölze Sonstige Gesamt
Anzahl der Bestände
Biotoptypen
Entwicklung des Wiesenschaumkrauts
2012
2017
2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
13
2. Laubfrosch  
Abbildung 5: Entwicklung der Größe der festgestellten Rufergemeinschaften des Laubfrosches von 2017 bis 
2022 [Anzahl der Rufergemeinschaften]
Entwicklung: 
Laubfrösche ( Hyla arborea ) haben ihren Lebensraum in reich strukturierten 
Landschaften, die aus Kleingewässern, extensiv genutzten Grünlandflächen und 
Heckenstrukturen bestehen. Seit den 1970er Jahren haben die Intensivierung der 
Landwirtschaft, die Homogenisierung der Landschaft und die Eutrophierung von 
Gewässern zu einem dramatischen Rückgang der Laubfroschpopulationen in Münster 
geführt. Im Rahmen der Erfolgskontrolle der Schutz- und Optimierungsmaßnahmen 
der letzten Jahre wurde eine Bestandsaufnahme der rufenden Laubfrösche an den 
Projektgewässern durchgeführt. 
Diese Zählung ergab, dass in 34 Gewässern knapp 1.100 rufende Laubfrösche 
nachgewiesen wurden, was im Vergleich zur vorherigen Überprüfung im Jahr 2017 
(792 Rufe) eine deutliche Steigerung darstellt. Besorgniserregend ist jedoch die 
Entwicklung in Wolbeck, wo die Anzahl der rufenden Laubfrösche seit 20 Jahren 
rückläufig ist. In diesem Bereich wurde eine weitere Abnahme der örtlichen Population 
festgestellt, wobei die Anzahl der rufenden Frösche auf 18 gesunken ist (2017: 24). 
Der NABU empfiehlt dringende und effektive Maßnahmen, um das Aussterben vor Ort 
zu verhindern. 
Insgesamt hat sich die Laubfroschpopulation in Münster trotz der rückläufigen Anzahl 
der rufenden Gewässer stabilisiert. Dies ist auf die gestiegenen Ruferzahlen im 
Bereich des Truppenübungsplatzes Handorf sowie auf die neu entstandenen 
Standorte in Nienberge, Kinderhaus und Coerde zurückzuführen.  
9
9
5
6
2
16
4
3
13
2
0
5
10
15
20
 1-5  6-10  11-20  21-100 >100
Anzahl der Rufergemeinschaften
Größe der Rufergemeinschaften
Entwicklung der Rufergemeinschaften
2017
2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
14
3. Waldrandgebundene Tagfalter  
Entwicklung: 
Da über waldrandgebundene Großschmetterlinge im Stadtgebiet außerhalb der 
Davert und der Hohen Ward nur begrenzte Informationen vorliegen, wurde im 
Rahmen des Biodiversitätsmonitorings eine Erfassung der beiden Tagfalterarten, des 
Kleinen Eisvogels ( Limenitis camilla ) und des Kaisermantels ( Argynnis paphia ), 
durchgeführt. Diese beiden Arten sind typischerweise in blütenreichen Waldaußen- 
und -innenrändern anzutreffen. Der Kleine Eisvogel ist in der Roten Liste NRW als 
"stark gefährdet" klassifiziert, während sich der Kaisermantel auf der Vorwarnliste 
befindet. 
Die Erfassung wurde auf denselben Flächen durchgeführt wie im Jahr 2016, und zwar 
unter günstigen Witterungsbedingungen. Die sieben untersuchten Flächen bieten 
potenziell Lebensraum für diese beiden Arten. Im Rahmen der Erfassung konnten 64 
Individuen des Kleinen Eisvogels (im Vergleich zu 54 im Jahr 2016) und 48 Individuen 
des Kaisermantels (im Vergleich zu 40 im Jahr 2016) kartiert werden. 
Die leicht gestiegenen Erfassungszahlen deuten darauf hin, dass die Populationen 
dieser beiden Tagfalterarten sich in den untersuchten Flächen im Stadtgebiet 
stabilisieren können. Um diese Arten zu erhalten und zu fördern, ist es von großer 
Bedeutung, die lokalen Vorkommen zu schützen und Wanderkorridore für den 
Austausch der Populationen einzurichten. 
0
10
20
30
40
50
60
70
Kleiner Eisvogel Kaisermantel
Anzahl der Bestände
Entwicklung der Bestände
2016 2021
Abbildung 6: Entwicklung der Bestände der Großschmetterlinge Kleiner Eisvogel und Kaisermantel von 
2016 bis 2021 [Anzahl der Bestände]

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
15
4. Hohe Schlüsselblume 
Abbildung 7 Entwicklung der Individuen der Hohen Schlüsselblume von 2016 zu 2021 [Anzahl der Individuen]
Entwicklung: 
Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) ist eine auffällig blühende Pflanzenart, die 
in nährstoffreichen, feuchten Wäldern, schattigen Ufergebieten und feuchten Wiesen 
gedeiht. In Münster ist sie weit verbreitet und kommt auf nährstoffarmen, sandigen 
Böden und in Bachauen vor. Im Rahmen einer Bestandserfassung wurden neun 
Gebiete im Außenbereich der Stadt mit einer Fläche von jeweils 1 Quadratkilometer 
untersucht. Dabei wurden 79 Bestände festgestellt, die insgesamt mehr als 4.000 
Exemplare umfassen. Im Vergleich zu 2016 (mehr als 8.000 Exemplare) wurde eine 
geringere Anzahl von Individuen beobachtet. Diese Reduktion wird auf die 
Witterungsbedingungen im Frühjahr sowie mögliche methodische Unschärfe 
zurückgeführt. 
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
9000Anzahl der Bestände
Entwicklung der Individuen
2016 2021
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90Anzahl der Bestände
Entwicklung der Bestände
2016 2021
Abbildung 8 Entwicklung der Bestände der Hohen Schlüsselblume von 2016 zu 2021 [Anzahl der Bestände]

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
16
Nach Einschätzung des NABU ist der aktuelle Bestand noch ausreichend, um die 
lokale Population langfristig zu erhalten. Es ist jedoch von Bedeutung, die Bestände 
sorgfältig zu beobachten, um mögliche Rückgänge zu identifizieren. Es ist 
entscheidend, Gefährdungen wie den direkten Verlust von Lebensräumen durch 
Baumaßnahmen zu vermeiden, um den Schutz dieser Art sicherzustellen. 
5. Kiebitz 
Abbildung 9: Entwicklung der Brutpaare des Kiebitz von 2003 bis 2022 [Anzahl der Brutpaare] 
Entwicklung: 
Bei der Erfassung des Kiebitzbestandes durch die NABU-Naturschutzstation 
Münsterland wurde im Jahr 2021 eine Anzahl von 60 Brutpaaren festgestellt, während 
im Jahr 2022 69 Brutpaare gezählt wurden. Dies zeigt einen geringfügigen Anstieg 
der Brutpaare nach einem drastischen Rückgang in den vorherigen Berichtsjahren 
(2018: 106 Brutpaare, 2019: 59 Brutpaare). Laut Angaben des NABU wurde im Jahr 
2021 der für die Populationserhaltung erforderliche Schwellenwert von 0,8 flüggen 
Küken pro Brutpaar mit 0,92 übertroffen. Jedoch fiel der Bruterfolg im Jahr 2022 auf 
0,4, was als unzureichend angesehen wird, um die lokale Population zu stabilisieren.  
Verschiedene Faktoren bedrohen den Fortbestand der Kiebitzpopulation in Münster. 
Die Art nutzt häufig Ackerflächen oder Sekundärbiotope wie Gewerbebrachen zur 
Brut, da natürliche Lebensräume wie feuchtes Grünland fehlen. Frühjahrstrockenheit, 
Ackernutzung und Prädatorendruck führen jedoch häufig zu erfolglosen Bruten auf 
diesen Flächen. Hinzu kommt, dass Bauprojekte die standorttreuen Kiebitze aus ihren 
Lebensräumen vertreiben. Ein Beispiel ist das neue Wohngebiet an der Kötterstraße 
in Handorf, das derzeit etwa 10 % des gesamten Kiebitzbestandes der Region 
gefährdet. 
Laut Einschätzungen des NABU wird die münstersche Kiebitzpopulation ohne 
erhebliche positive Veränderungen in Bezug auf die "ökologische Grundqualität" 
geeigneter Flächen und die Freigabe neuer Gebiete voraussichtlich weiter abnehmen.  
346
120 120 106
59 59 60 69
0
50
100
150
200
250
300
350
400
2003 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Anzahl der Brutpaare
Entwicklung der Kiebitz-Brutpaare

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
17
Um diesem weiteren Rückgang entgegenzuwirken, hat die Stadt Münster in 
Zusammenarbeit mit der örtlichen Landwirtschaft, der NABU-Naturschutzstation 
Münsterland und der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft das Projekt "Kiebitzschutz 
Münster" ins Leben gerufen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Für die einzelnen Arten des Biodiversitätsmonitorings werden in den Projektberichten 
der NABU-Naturschutzstation Münsterland artspezifische Maßnahmen zur 
Optimierung, zur Ausweitung und zum Schutz der Lebensräume benannt. 
Konkrete Maßnahmen sind im Zuge des weiteren Monitorings und nach Definierung 
von Zielgrößen noch festzulegen. 
Datenherkunft/Zuständigkeit:
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. im Auftrag des Amtes für Grünflächen und 
Umweltschutz.
Weitere Daten: Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, 
Verkehrsplanung 
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), 
Landwirtschaftszählung 2020 
Weitere Daten zum Umweltmedium2: 
2010 2016 2020 2021 2022
Anteil der Ackerflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
82,6 82,8 81,4 k.A. k.A.
Anteil der Grünlandflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
16,0 16,6 17,9 k.A. k.A.
Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen an 
der landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche 
[%] 
1,3 1,4 3,43 k.A. k.A.
Anzahl der ökologisch wirtschaftenden 
Betriebe [Stück] 
5 7 9 k.A. k.A.
2 Daten sind der Landwirtschaftszählung 2020 zu entnehmen, die in den Jahren 2021/2022 nicht 
aktualisiert wurde. 
3 Seitens der Stadt Münster werden zurzeit zwei Ackerflächen in einer Größenordnung von 20,2 ha für 
Ökolandbau verpachtet.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
18
Umweltmedium/Ressource: 
Boden/Fläche 
Indikator: 
Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV) 
Definition: 
Die Statistik der Flächenerhebung wurde 2016 bundesweit auf die Auswertung der 
„Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssysteme (ALKIS)” umgestellt. IT.NRW 
führt hierzu aus: „Die Umstellung „führte zu grundlegenden methodischen 
Änderungen, die eine Neuzuordnung der Nutzungsarten erforderte. Vergleiche mit 
früheren Ergebnissen sind daher nur noch sehr eingeschränkt möglich; dieses betrifft 
besonders die Nutzungsarten Siedlung und Verkehr “ (IT.NRW, Pressemeldung 
16.09.2019). 
Was bedeutet dieses im Einzelnen? Während sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche 
nach dem „Automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB)“ aus der Gebäude- und 
Freifläche, der Betriebsfläche (ohne Abbauland), der Erholungsfläche sowie der 
Friedhofsfläche errechnete, änderten sich mit dem Wechsel der Erhebungsgrundlage 
von ALB zu ALKIS teilweise die Begriffsinhalte der für die Nutzungskategorien 
verwendeten Bezeichnungen. So enthält die Fläche für Siedlung und Verkehr (FSuV) 
nach ALKIS gegenüber der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) nach ALB noch 
zusätzlich folgende Nutzungskategorien: „Betriebsfläche - Abbauland“, 
„Landwirtschaftliche Betriebsfläche“, „Forstwirtschaftliche Betriebsfläche“, 
„Verkehrsübungsplatz“, „Dressurplatz“, „Freizeitanlage“ sowie „Historische Anlage“. 
Nicht mehr zur FSuV zählt dagegen die „Verkehrsbegleitfläche Wasserstraße“ 
(Statistische Ämter des Bundes und des Landes, Methodenbericht zur 
Flächenerhebung, 2019, Seiten 14-15). 
Erläuterung: 
IT.NRW weist in einer Pressemitteilung vom 31.08.2023 zum Flächenverbrauch auf 
die Entwicklung der Siedlungsfläche hin: Ende 2022 waren 16,8% der Landesfläche 
NRW Flächen für „Siedlung“ genutzt (Quelle: www.it.nrw/nrw-landesflaeche-flaechen-
fuer-siedlung-125407). Für Münster lag der vergleichbare Wert bei 24,5%. Hier lässt 
sich für den Betrachtungszeitraum ab 2016 eine leichte Verringerung in der Kategorie 
„Siedlungsfläche“ feststellen. Stetige Steigerungen sind nur in den Unterkategorien 
„Wohnbaufläche“ und auch der „Flächen gemischter Nutzung“ (hierin enthalten: 
„Gebäude- und Freiflächen, Mischnutzung mit Wohnen) um je 0,3 %-Punkte fest-
stellen. Die Verkehrsflächen entwickelten sich tendenziell negativ bzw. bleiben in 
einigen Jahren sogar unverändert. Damit ergibt sich in der Zusammenfassung ein 
uneinheitliches Bild.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
19
Abbildung 10: Entwicklung der Flächen für Siedlung und Verkehr, der Verkehrsfläche, der Siedlungsfläche mit 
Teilflächen Wohnbaufläche sowie Industrie- und Gewerbefläche 31.12.2016 - 31.12.2022 jeweils im Vergleich zum 
vorangegangenen Jahr und insgesamt seit 2016

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
20
Eine Betrachtung der Entwicklung der gesamten Bodenflächen für Münster nach 
Nutzungsarten vom 31.12.2016 bis zum 31.12.2022 (vgl. Tabelle 1 am Ende des 
Kapitels) macht die Problematik der veränderten Art der Flächenerhebung deutlich. 
So gab es in der Flächenkategorie ‚Unland, vegetationslose Fläche‘ einen Anstieg von 
2016 mit 232 ha über 444 ha (2018) um dann auf einen Wert von 409 ha im Jahr 2022 
zu landen. Es ist zu vermuten, dass insbesondere sogenannte Verkehrsbegleitflächen 
aus den eigentlichen Flächen aufgrund der Verfahrensumstellung herausgerechnet 
und dann in der Kategorie ‚Unland, vegetationslose Fläche‘ zwischengebucht wurden. 
Ein Blick auf die Entwicklung der Wohnbaufläche zeigt, dass diese von 3.023 ha 
(2016) auf 3.135 ha (2022) um 112 ha und damit kontinuierlich gestiegen ist, 
wohingegen Industrie- und Gewerbeflächen und landwirtschaftliche Flächen in jedem 
Jahr abgenommen haben. 
Belastbare Aussagen zur Flächenentwicklung, insbesondere zur Entwicklung des 
Indikators ‚Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV)‘ und damit zur Beschreibung des 
Flächenverbrauchs werden nach der erfolgten Umstellung sicherlich erst nach einem 
längeren Betrachtungszeitraum möglich sein. Damit ermöglicht die aktuell abgebildete 
Entwicklung leider keine belastbare Interpretation, sondern kann nur deskriptiv 
dargestellt werden. 
Leitlinien und Entwicklungsziele 
Am 12.12.2012 hat der Rat der Stadt Münster mit der Vorlage V/0288/2012/1 einen 
Zielwert von 30 ha/Jahr zur Begrenzung des weiteren Zuwachses an Siedlungs-und 
Verkehrsfläche in Münster bis zum Jahr 2020 beschlossen. Eine Überschreitung ist 
vom Rat nur als begründet vertretbar benannt worden, um der Entwicklung des 
Oberzentrums Münster aufgrund der besonderen Funktionen, der Bedarfe aus 
Einwohnerentwicklung und aus Arbeitsplatzentwicklung angemessen gerecht werden 
zu können. Die Verwaltung wurde beauftragt, angesichts der angespannten Lage auf 
dem Wohnungsmarkt insbesondere im Segment des preisgünstigen Wohnraums 
dafür Sorge zu tragen, dass eine nachhaltige Flächenentwicklung nicht zu Lasten von 
Menschen mit geringen und mittleren Einkommen geht. Dieser Beschluss gilt bis 
heute unverändert weiter.  
Darüber hinaus führt die Nachhaltigkeitsstrategie 2030 aus, dass grundsätzlich alle 
Menschen die Möglichkeit haben sollen, bezahlbar, umwelt- und sozialgerecht sowie 
gesund in Münster zu wohnen, zugleich sollen die natürlichen Lebensgrundlagen 
erhalten bleiben und die biologische Vielfalt verbessert werden. Dies erfolgt unter 
Berücksichtigung der Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel, der 
Erholungsfunktion und der Produktion von Lebensmitteln. Entwicklungspotentiale im 
bebauten Bestand sollen grundsätzlich vor der Inanspruchnahme neuer 
Außenbereichsflächen genutzt werden (Vorlagen Nr. V/0669/2019 und 
V/0699/2019/1).  
Qualitative und quantitative Ziele: 
Der Boden ist aufgrund seiner vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt ein 
unverzichtbares Gut. Sein Verlust ist nicht ausgleichbar. Münster hat in der „Allianz 
für die Fläche“ beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und 
Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen mitgewirkt und dort seine 
Erfahrungen mit ressourcenschonender Siedlungsentwicklung eingebracht. Als eine

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
21
von sechs Pilotkommunen ist Münster 2014 vom Umweltministerium NRW mit dem 
„Meilenstein“ als flächensparende Kommune zertifiziert worden (Meilenstein „Gold“).  
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 (Vorlagen Nr. V/0648/2017, 
Nr. V/0515/2018 und Nr. V/0669/2019) wurden zum Erhalt der natürlichen 
Lebensgrundlagen strategische Entwicklungsziele formuliert, wonach 
Entwicklungspotentiale grundsätzlich im bebauten Bestand vor der Inanspruchnahme 
neuer Flächen im Außenbereich genutzt werden sollen. Im operativen Zielmodus 
bedeutet dieses, die Versiegelung so gering wie möglich zu halten. Dies in Kenntnis 
der Tatsache, dass Münster eine weiter wachsende Stadt ist und von 2011 bis 2022 
die Einwohnerzahl von 296.440 auf 319.441 Einwohner und damit um 7,8 Prozent 
zugenommen hat. Als weiteres Ziel wurde formuliert, dass das Verhältnis von Flächen 
für Siedlung und Verkehr (FSuV) je Einwohner/-in kontinuierlich sinken soll. 
Mit der Beschlussfassung zum Maßnahmenprogramm 2019 - 2022 der Nachhaltig-
keitsstrategie Münster 2030 (Vorlagen Nr. V/0669/2019) wurden weitere konkrete 
Maßnahmen zur flächensparenden Entwicklung formuliert; u.a. wurden im Bereich der 
Innenentwicklung die Entwicklung der Kasernenstandorte und die Wiedernutzung von 
Flächen wie z. B. ehemaliger Stadthafen, Beresa, Lancier genannt. 
Während auf Landesebene mit dem Landeskabinettsbeschluss zum neuen Landes-
entwicklungsplan am 19.02.2019 der 5 ha-Zielwert (d. h. die Begrenzung der täglichen 
Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf 5 ha und langfristig auf Netto Null) 
gestrichen wurde, hält Münster grundsätzlich an seinem Zielwert beim Flächen-
verbrauch von maximal 30 ha pro Jahr fest. Auch die vom Rat beschlossene 
Fortschreibung des ‚Wohnsiedlungskonzeptes 2030‘ und die dort formulierte 
Ausweisung und Erschließung neuer Wohnbauflächen auf vorherigen Freiflächen 
bleibt mit einer Inanspruchnahme von 10 - 14 ha Bruttofläche für Wohnbauzwecke 
unter dem Zielwert (Vorlage Nr. V/0224/2019). 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
IT.NRW (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung) auf der Basis von 
Angaben des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Münster („Amtliches 
Liegenschaftskataster- Informationssystem – ALKIS“); Jahres-Statistik des 
Stadtplanungsamtes.
Weitere Daten: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Weitere Daten zum Umweltmedium:
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Flächen für Siedlung 
und Verkehr [ha] 
davon:                  
Siedlung [ha]                
.
Verkehr [ha] 
10.130
7.458
 2.672
10.155
7.483
2.672
10.037
7.455
2.618
10.053
7.447
2.605
10.021
7.417
2.605
10.042
7.438
2.604
10.022
7.423
2.599
Anzahl erfasster 
Altlasten-/Verdachts-
flächen [Stück] 
643 671 672 677 682 684 682

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
22
Noch nicht bewertete 
Altlasten-
/Verdachtsflächen [%]4
8 5 5 5 3 3 0 
4 Veränderungen basieren auch auf der Neuaufnahme unbewerteter bzw. Entlassung bereits 
bewerteter Altlasten-/Verdachtsflächen.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
23
in ha Anteil 
an Insg. in ha in ha in ha in ha in ha in ha Anteil 
an Insg.
  Siedlung 7.458 24,6 % 7.483 7.455 7.447 7.414 7.438 7.423 24,5 %
   davon
    Wohnbaufläche 3.023 10,0 % 3.031 3.049 3.104 3.113 3.125 3.135 10,3 %
    Industrie- und Gewerbefläche 1.236 4,1 % 1.228 1.207 1.211 1.194 1.202 1.190 3,9 %
       darunter Industrie und Gewerbe 634 2,1 % 616 601 608 594 601 585 1,9 %
    Halde 21 0,1 % 20 20 20 6 6 6 0,0 %
    Bergbaubetrieb /
    Tagebau, Grube, Steinbruch – – – – 0 – – 
    Fläche gemischter Nutzung 784 2,6 % 801 811 843 847 862 887 2,9 %
    Fläche besond. funktionaler Prägung 912 3,0 % 912 909 837 835 838 842 2,8 %
    Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche 1.427 4,7 % 1.435 1.404 1.378 1.365 1.349 1.307 4,3 %
       darunter Grünanlage 890 2,9 % 889 871 869 856 840 801 2,6 %
    Friedhof 56 0,2 % 55 55 54 54 55 55 0,2 %
  Verkehr 2.672 8,8 % 2.672 2.618 2.605 2.607 2.604 2.599 8,6 %
   davon
    Straßenverkehr 1.835 6,1 % 1.819 1.818 1.785 1.793 1.800 1.755 5,8 %
    Weg 488 1,6 % 509 480 500 496 492 540 1,8 %
    Platz 75 0,2 % 74 80 81 81 80 79 0,3 %
    Bahnverkehr 263 0,9 % 259 229 226 225 218 211 0,7 %
    Flugverkehr 2 0,0 % 2 2 2 2 2 2 0,0 %
    Schiffsverkehr 9 0,0 % 9 9 10 10 11 11 0,0 %
  FSuV [ Summe 
 "Siedlung" + "Verkehr" ] 10.130 33,4 % 10.155 10.073 10.052 10.021 10.042 10.022 33,0 %
  Vegetation 19.563 64,5 % 19.579 19.666 19.687 19.713 19.691 19.703 65,0 %
   davon
    Landwirtschaft 13.556 44,7 % 13.439 13.352 13.288 13.268 13.200 13.147 43,3 %
    Wald 4.867 16,0 % 4.861 4.885 4.925 4.934 4.981 4.983 16,4 %
    Gehölz 534 1,8 % 497 609 662 671 692 782 2,6 %
    Heide 250 0,8 % 255 256 256 255 239 235 0,8 %
    Moor – – – – – – –
    Sumpf 124 0,4 % 125 121 128 149 149 147 0,5 %
    Unland, Vegetationslose Fläche 232 0,8 % 402 444 429 437 431 409 1,3 %
Gewässer 636 2,1 % 595 589 589 594 595 603 2,0 %
   davon
    Fließgewässer 367 1,2 % 325 315 311 310 310 309 1,0 %
    Hafenbecken 6 0,0 % 6 6 6 7 7 7 0,0 %
    Stehendes Gewässer 263 0,9 % 264 268 272 277 278 287 0,9 %
    Meer – – – – – – – 
Bodenfläche insgesamt 30.328 100 % 30.328 30.328 30.328 30.328 30.328 30.328 100 %
Quelle: IT.NRW, Landesdatenbank
 Bodenfläche am:
 (jeweils 31.12. des Jahres)
Bodenfläche der Stadt Münster nach Nutzungsarten 2016 - 2022
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
24
Umweltmedium/Ressource: 
Grün 
Indikator: 
Bauliche Eingriffe in das Grünsystem 
Definition: 
Der Indikator gibt die jährliche Anzahl der baulichen Eingriffe in das Grünsystem der 
Stadt Münster an. Berücksichtigt werden Eingriffe (> 500 m² versiegelte Fläche) in die 
Grünzüge sowie den 1. und 2. Grünring gemäß Grünordnung der Stadt Münster. 
Ausgenommen sind privilegierte Vorhaben im Außenbereich. 
Erläuterung: 
Das Grünsystem der Stadt Münster ist von maßgeblicher Bedeutung für die 
Freiraumsicherung. Es stellt die Grundvoraussetzung dafür dar, dass der Freiraum 
seine Funktionen für Freizeit und Erholung einerseits sowie Natur-/ Landschaftsschutz 
und Stadtökologie andererseits erfüllen kann. Flächenverluste in diesen Bereichen 
führen zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der Freiraumfunktionen. 
Abbildung 11: Eingriffe in das Grünsystem von 2017 bis 2022 [Anzahl der Eingriffe] 
Qualitative Ziele: 
Sicherung des kohärenten Systems der städtischen Grünzüge und Grünringe gemäß 
Grünordnung. 
Weitere Ziele mit Bezug zu öffentlichen Grünflächen:  
• Sicherstellung der Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen 
• Bereitstellung geeigneter Angebote für alle Nutzergruppen 
• Ausstattung aller Stadtteile mit qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten 
Grünflächen 
• Bedarfsgerechte Pflege zur nachhaltigen Sicherstellung der Funktionalität 
• Gewährleistung der stadtökologischen Funktionen von Grünflächen, z. B. für das 
Stadtklima oder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen 
0
3
0
1
0
0
0
1
2
3
4
5
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Anzahl der Eingriffe
Eingriffe in das Grünsystem

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
25
Quantitative Ziele: 
Als maßgeblicher Indikator wird die Anzahl der baulichen Eingriffe in das Grünsystem 
der Stadt Münster erhoben. Ziel ist es, derartige Eingriffe gänzlich zu vermeiden. Die 
Zielsetzung entspricht der Nachhaltigkeitsstrategie Münster (operatives Ziel Nr. 2.1.4). 
Auf die Festlegung quantitativer Zielwerte für städtisches Grün wurde bislang 
weitestgehend Abstand genommen, da sich maßgebende Faktoren wie 
Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder stadtökologische Funktionen 
quantitativ schwierig abbilden lassen. Stattdessen bildet die Grünordnung Münster 
das Rückgrat der Grünversorgung.  
Vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen an die Leistung von urbanem 
Grün prüft das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit die Möglichkeiten des 
zielorientierten Einsatzes von quantitativen Indikatoren und Orientierungswerten für 
die Versorgung, Erreichbarkeit und (klima-)ökologische Funktionsfähigkeit. 
Das Bundesamt für Naturschutz legt mit der Schrift „Stadtnatur erfassen, schützen, 
entwickeln: Orientierungswerte und Kenngrößen für das öffentliche Grün“ (BfN-
Schriften 653-2023) hierzu einen Orientierungsrahmen vor, der u.a. folgende Aspekte 
abdeckt: 
 Orientierungswerte für die Versorgung mit öffentlichen Grünflächen/Freiräumen 
 Orientierungswerte für klimawirksame Grünflächen 
 Orientierungswerte für natur-/biodiversitätswirksame Grünflächen 
Entwicklung: 
In den Jahren 2021 bis 2022 wurden keine Eingriffe von mehr als 500 m² versiegelte 
Fläche innerhalb des städtischen Grünsystems vorgenommen bzw. 
bauplanungsrechtlich vorbereitet.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Vermeidung von Eingriffen in das Grünsystem. 
Datenherkunft/Zuständigkeit:
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Öffentliche Grünflächen [ha] 394 395 397 397 394
Öffentliche Grünflächen je 
Einwohner [m²/EW] 
12,7 12,7 12,7 12,6 12,4
Spielplatzflächen [ha] 47 47 48 49 49
Anzahl Spielplätze [Stück] 311 315 315 316 325

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
26
Erfasste Einzelbäume / 
überwiegend Straßenbäume gemäß 
Baumdatenbank   
[Stück] 
47.727 49.443 49.410 k.A. k.A.
Gesamtanzahl Straßen- und 
Anlagenbäume [Stück]5
k.A. k.A. k.A. ca. 
124.000
ca. 
142.000
5 Nach der Luftbild-Befliegung im Jahr 2020 wurden alle Baumstandorte auf Basis einer digitalen 3D-
Punktwolken-Analyse neu ermittelt. Dabei wurden zunächst die in städtischen Flächen vorhandenen 
Baumstandorte erfasst und zugeordnet. Die notwendigen örtlichen Abgleiche dauern aktuell noch an. 
Der Baumbestand in den städtischen Wäldern wird in der angegebenen Summe nicht berücksichtigt. 
Sie stellt ausschließlich Baumstandorte innerhalb von Flächen in der Zuständigkeit des Amtes für 
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit dar und beinhaltet Straßen- und Anlagenbäume.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
27
Umweltmedium/Ressource:
Klima/Energie 
Indikator: 
Kohlendioxid-Emissionen 
Definition: 
Der Indikator gibt die lokale CO2-Emission pro Einwohnerinnen und Einwohner durch 
die Nutzung fossiler Energieträger an. Die Emissionen umfassen energiebedingte 
Emissionen (Raumwärme, Prozesswärme, Elektrizität) und 
personenverkehrsbedingte Emissionen. Die Angabe erfolgt in Tonnen CO 2 pro 
Einwohner und Jahr [t/E*a]. 
Die Daten entstammen der stadtweiten Energie- und Treibhausgasbilanz, die nach 
dem BISKO-Standard jährlich fortgeschrieben und veröffentlicht wird (V/0131/2023). 
Erläuterung: 
Der Indikator setzt die stadtweiten Gesamtemissionen ins Verhältnis zu der 
Einwohnerzahl und gibt damit die CO2-Emissionen je Einwohner aus.  
Abbildung 12: Entwicklung der CO2 Emissionen von 1990 bis 2021 [Tonnen pro Einwohnerinnen und Einwohner]6
Qualitative Ziele: 
Der Klimawandel zwingt zum Handeln. Durch den sparsamen und effizienten Einsatz 
von Energie und die Nutzung regenerativer Energien kann der Ausstoß 
klimaschädlicher CO2-Emissionen begrenzt werden.  
6 Daten für 2022 liegen noch nicht vor. 
10,1
9,4
9,4
9,5
8,0
6,7
6,6
6,4
6,4
6,0
5,7
5,7
0
2
4
6
8
10
12
1990 1995 2000 2005 2010 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Tonnen pro Einwohnerinnen und 
Einwohner  [t/E]
Entwicklung der CO2 Emissionen je Einwohner

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
28
Ziele: 
• Reduzierung der CO2-Emissionen durch Senkung des Energieverbrauchs im 
Bereich Wärme, Strom und Verkehr 
• Steigerung des Anteils der Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien 
Quantitative Ziele: 
Mit der Konzeptstudie „Münster Klimaneutralität 2030“ wurde aufgezeigt welche 
Veränderungen auf lokaler, aber auch auf nationaler Ebene auf den Weg gebracht 
werden müssen um eine Klimaneutralität 2030 erreichen zu können. Seitdem wurden 
fortlaufend weitere Maßnahmen und Projekte beschlossen und auf den Weg gebracht, 
die auf eine Zielerreichung einzahlen. Münster Klimaneutralität 2030 
• Reduzierung des Endenergieverbrauchs um 50 % bis 2030 (ggü. 1990)
• Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 95 % bis 2030 (ggü. 1990)
Entwicklung:  
Mit dem stetigen Ausbau der Klimaschutzaktivitäten und dem voranschreitenden 
Ausbau der erneuerbaren Energien konnte in Münster bis Ende des Jahres 2021 eine 
Reduzierung der CO 2-Emissionen pro Kopf der Bevölkerung um knapp 43 % 
gegenüber dem Jahr 1990 erreicht werden. Die absolute Reduzierung von 1990 bis 
2020 beläuft sich wegen der gestiegenen Bevölkerungszahlen auf 31 %.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Strategie und Projekte gemäß „Masterplan 100 % Klimaschutz – Münster 
Klimaschutz 2050“ (vgl. Vorlage V/0689/2017) 
• Maßnahmen und Projekte gemäß „Handlungsprogramm Klimaschutz 2030“ (vgl. 
Vorlage V/0770/2019) 
• Maßnahmen und Projekte gemäß Konzeptstudie „Münster Klimaneutralität 2030“ 
(vgl. Vorlage V/0628/2021) 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen der Stadt Münster und ihrer 
Tochterunternehmen, insbesondere von der Stadtwerke Münster GmbH, und wurden 
in der stadtweiten Energie- und Treibhausgasbilanzierung aggregiert. 
Zuständig für die Bilanzierung ist die Stabsstelle Klima/Dez OB. 
Weitere Daten zum Umweltmedium:7 
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Sonnenenergie Photovoltaik 
[kWp] 
47.680 52.340 58.226 65.680 75.777 86.350
7 Daten für 2022 liegen teilweise noch nicht vor.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
29
Sonnenenergie Thermie 
(m² Kollektorfläche) 
25.849 23.351 23.741 24.296 25.196 25.688
Stromverbrauch 
[kWh/Einw./Jahr] 
4.195 4.224 4.157 4.026 3.991 k.A.
Heizenergiebedarf 
[kWh/Einw./Jahr] 
10.407 10.190 9.937 10.020 9.845 k.A.
Kommunaler 
Heizenergiebedarf  
[Mio kWh/Jahr]8
78,64 72,34 69,23 62,20 76,3 64,3
Stromverbrauch 
kommunale Einrichtungen 
[Mio kWh/Jahr]9
27,8 27,3 26,4 24,8 25,4 26,2
Anteil erneuerbarer 
Energien am Gesamt-
Energieverbrauch der Stadt 
[%] 
5,50 5,71 6,73 7,15 7,8 k.A.
8 Nicht witterungsbereinigter Heizenergiebedarf. 
9 Ggü. den bisherigen Angaben in den Vorjahren unter Einbeziehung aller technische Einrichtungen 
wie Lichtsignalanlagen und Pumpwerke.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
30
Umweltmedium/Ressource:
Lärmimmissionen 
Indikator: 
 Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen  
Definition: 
Geschätzte Anzahl der Menschen an Hauptverkehrsstraßen, d. h. Straßen mit mehr 
als 3 Mio. Kfz/Jahr, die in Häusern wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von  
Lden >55 dB(A) tags oder Lnight >50 dB(A) nachts bzw. 
Lden >70 dB(A) tags oder Lnight >60 dB(A) nachts  
Lden repräsentiert die tägliche Lärmbelastung der Anwohner, L night repräsentiert die 
nächtliche Lärmbelastung der Anwohner. 
Erläuterung: 
In Münster werden auf der Grundlage der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG des 
Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und Bekämpfung von 
Umgebungslärm vom 25.06.2002 die Gebiete ermittelt, bei denen die Lärmbelastung 
durch Verkehr besonders hoch ist.  
Abbildung 13: Menschen an Hauptverkehrsstraßen mit Lärmbelastung [Anzahl an Menschen]10
10 Vergleichbarkeit aufgrund der veränderten Berechnungsvorschriften erheblich eingeschränkt (S.32). 
27575
26600
99500
16496
16700
71300
1952
2200
7800
2535
2900
10700
0
20000
40000
60000
80000
100000
120000
2013 2017 2022
Anzahl an Menschen
Menschen an Hauptverkehrstraßen mit Lärmbelastung 
> 55 dB(A) tags bzw. > 50 dB(A) nachts
> 70 dB(A) tags bzw. > 60 dB(A) nachts
tags > 55 nachts > 50 tags > 70 nachts > 60

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
31
Qualitative Ziele: 
Der allgegenwärtige Lärm hat sich zu einem zentralen Umweltschutzthema entwickelt. 
Die Gesundheit gefährdende oder die Lebensqualität mindernde Lärmpegel sollen 
daher vermieden werden.  
Zum Vergleich: Die vorsorgeorientierten Orientierungswerten der DIN 18005 für 
Allgemeine Wohngebiete betragen 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts. 
Lärmimmissionen >70 dB(A) tags und >60dB(A) nachts spiegeln die Schwelle der 
Gesundheitsgefährdung wider. 
Ziele:  
Senkung der Anzahl der Münsteranerinnen und Münsteraner, die von 
gesundheitsgefährdenden bzw. erheblich belästigenden Lärmimmissionen betroffen 
sind.  
Kurzfristig:  Vermeidung von Gesundheitsgefährdung (> 65 dB(A)/55 dB(A)) 
Mittelfristig: Minderung der erheblichen Belästigung (>60 dB(A)/50 dB(A)) 
Langfristig: Vermeidung von erheblicher Belästigung (>55 dB(A)/45 dB(A)) 
[Immissionswerte = Lden/Lnight] 
Quantitative Ziele: 
Der aktuelle Lärmaktionsplan ist im März 2021 beschlossen worden. Im 
Lärmaktionsplan wurde eine Priorisierung der besonders lärmbelasteten 
Maßnahmenbereiche vorgenommen. Vorrangig wurden für die Maßnahmenbereiche 
der ersten Priorität Maßnahmen entwickelt. Durch die Umsetzung der Maßnahmen 
wären ca. 11.120 Menschen besser vor Lärm geschützt. Weitere Informationen sind 
der Vorlage V/0077/2021 zu entnehmen. 
Entwicklung: 
Im Jahr 2012 wurde das relevante Straßennetz Münsters im Rahmen der 2. Stufe der 
Lärmaktionsplanung untersucht. Im Jahr 2017 ist die Lärmkartierung für die 3. 
Runde11 der Lärmaktionsplanung durchgeführt worden. 
Folgend sind die Ergebnisse der 3. Runde des Lärmaktionsplans sowie die seiner 
vorangegangenen Runden grob beschrieben. Die Lärmbelastungen an 
Hauptverkehrsstraßen sind 2013 im Vergleich zu 2008 vor allem nachts signifikant 
zurückgegangen. Diese Lärmminderung geht überwiegend auf die verminderte 
Höchstgeschwindigkeit im Hauptverkehrsstraßennetz zurück. Im Jahr 2017 sind die 
Lärmbelastungen im Nachtzeitraum geringfügig höher. Zum Februar 2019 wurden 15 
ausgewählte Hauptverkehrsstraßen für eine Geschwindigkeitsänderung im 
Innenstadtbereich auf Tempo 30 vorgeschlagen. Mit der straßenverkehrsrechtlichen 
Prüfung konnte auf 9 Straßenabschnitten Tempo 30 angeordnet werden. Die im 
Lärmaktionsplan der 3. Runde (Ratsbeschluss März 2021) empfohlene 
11 Seit der „3. Runde“ werden die Fortschreibungen der Lärmaktionspläne mit „Runden“ bezeichnet 
(vormals „Stufen“).

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
32
straßenverkehrsrechtliche Prüfung weiterer Tempo-30 Abschnitte ist noch nicht 
abgeschlossen. 
Die Lärmkartierung für die 4. Runde ist im Jahr 2022 erstellt worden. In der 4. Runde 
der Lärmkartierung wurden neue Berechnungsvorschriften eingeführt. Diese 
überführen neue europäische Berechnungsvorschriften in nationales Recht. Die 
Änderung der Berechnungsvorschriften hat zur Folge, dass die Ergebnisse der 
Lärmkartierung der dritten und der vierten Runde nicht vergleichbar sind. Der 
Lärmaktionsplan der 4. Runde wird zurzeit erarbeitet und wird zum Sommer 2024 
vorgelegt.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung, 
• Maßnahmen der Fahrbahnsanierung mit Einsatz von Fahrbahnbelägen mit 
lärmmindernder Wirkung und 
• Straßenräumliche Maßnahmen zur Lärmminderung. 
• (Förderprogramm Passiver Schallschutz: Ergänzend für Maßnahmenbereiche, für 
die sonst keine Möglichkeiten einer aktiven Reduzierung der Lärmemissionen 
gesehen werden) 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
LANUV NRW/Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2008 2017 2022
Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm durch Schienenlärm  
der Eisenbahnen des Bundes in ihren Wohnungen belasteten Menschen12: 
LDEN     > 55 dB(A) tags 14.600 25.790 15000
LNIGHT   > 50 dB(A) nachts 12.100 20.050 11640
LDEN     > 70 dB(A) tags   1.630 1.410 240
LNIGHT   > 60 dB(A) nachts   2.790 2.600 1440
12 Die Vergleichbarkeit ist aufgrund der veränderten Berechnungsvorschriften erheblich eingeschränkt.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
33
Umweltmedium/Ressource: 
Luftschadstoffe 
Indikator: 
Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen 
Definition:
Jahresmittel für NO 2 [µg/m³] und Anzahl der Tage mit Überschreitung des 
Tagesgrenzwertes für PM10 [Überschreitungstage > 50 µg/m³] an der kontinuierlichen 
Mess-Station Weseler Straße. 
Erläuterung: 
Der Grenzwert für das NO 2-Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³ (ab 2010). Für PM10 gilt 
ein Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der maximal an 35 Tagen pro Jahr überschritten 
werden darf. PM10 umfasst alle Feinstäube <10 Mikrometer, die als 
gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Zentrale Quelle für lokale Feinstaub- und 
Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr. 
Abbildung 14: Jahresmittelwert NO2 [µg/m³]
Abbildung 15: Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³ 
38
38
38
33
27
25
24
20
30
40
50
60
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
NO2 µg/m3 
Entwicklung der Jahresmittelwerte N02
5
10
12
6
2
2
4
0
10
20
30
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Tage
Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³
Zielwert 2010: < 36 Überschreitungstage

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
34
Qualitative Ziele: 
Feinstäube und Stickoxide stehen im Brennpunkt der Diskussionen zu 
Luftschadstoffen. Ozon ist als Hauptverursacher des Sommersmogs mit zu 
betrachten. Um mögliche Gesundheitsgefahren und nachteilige Umweltfolgen zu 
mindern ist es erforderlich, dass die entsprechenden Luftbelastungen gemindert 
werden.  
Ziele:  
• Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit der EU-
Luftqualitätsrichtlinie für die Leitsubstanzen Ozon, PM10 und NO2
• Verringerung der flächenhaften Stickstoffdepositionen 
Quantitative Ziele 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für NO2 von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert ab 
2010 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für PM10 von < 36 Überschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel) 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 Überschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel) 
Entwicklung:
Die Stickstoffimmissionen sind von 2009 bis 2022 rückläufig. Der Grenzwert für 
Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) werden seit 2013 an der Weseler Straße 
nicht mehr überschritten. Hierfür sind verschiedene Faktoren ursächlich 
(meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten der Fahrzeugflotte etc.). Als eine 
Maßnahme zur Minderung der Immissionen besteht seit dem 1. Januar 2010 im 
Stadtkern von Münster eine Umweltzone. Die Regelungen für die Einfahrt in die 
Umweltzone wurden 2014 nochmals verschärft. An der Mess-Station „Bült“ trat 2017 
erstmals keine Überschreitung des NO2-Grenzwertes mehr auf.  
Die PM10-Belastung fluktuiert seit Jahren auf niedrigem Niveau. Ein eindeutiger Trend 
ist nicht erkennbar. 
Hinsichtlich der Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 
Überschreitungstage mit 120 µg/m³ (8 Std.-Mittel) traten 2018 und 2019 
Überschreitungen des Grenzwertes auf. Seit 2020 wird der Wert wieder deutlich 
unterschritten. Die Entwicklung wird hier beobachtet. Eine eindeutige Ursache (z.B. 
die extremen meteorologischen Bedingungen) lässt sich bislang nicht belegen. 
Im Jahr 2022 wurde eine EU-Initiative zur Anpassung der Grenzwerte für 
Luftschadstoffe gestartet. Die Grenzwerte für den Jahresmittelwert von Feinstaub und 
Stickstoffdioxid sollen halbiert werden. Insbesondere beim Schadstoff Stickstoffdioxid 
wären weitere Anstrengungen zur Reduktion der Emissionen erforderlich um die 
schärferen Grenzwerte einhalten zu können.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
35
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Mit Hilfe des Luftqualitätsplans (2009) wurden Maßnahmen zur Minderung der 
Belastungen eingeleitet (z. B. Umweltzone). Im Jahr 2014 wurde er nochmals 
aktualisiert. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
LANUV NRW/Bezirksregierung Münster 
Weitere Daten zum Umweltmedium:
2018 2019 2020 2021 2022
Ozon-Immissionen Münster Geist  
[Überschreitungstage mit 120 µg/m³  
(8 Std.-Mittel)] 
40 32 19 8 16
Ozon-Immissionen (Jahresmittelwert)
Münster-Geist [µg/m³] 
50 49 49 46 51

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
36
Umweltmedium/Ressource: 
Natur und Landschaft – Schutzgebiete 
Indikator: 
Schutzgebiete 
Definition: 
Fläche der Schutzgebiete (Naturschutzgebiete/Landschaftsschutzgebiete) in Hektar 
[ha]. 
Erläuterung: 
Der Indikator gibt den Stand der Sicherung der für Natur und Landschaft bedeutsamen 
Flächen wieder. Nicht enthalten sind die Geschützten Landschaftsbestandteile mit 
einer Gesamtgröße von 159 ha. 
Abbildung 16: Gesamtfläche der Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete [ha]
Vergleichswert: 4.686 ha BSN-Flächen 
(BSN = Bereiche für den Schutz der Natur gemäß Regionalplan 2014) 
Qualitative Ziele: 
Die unterschiedlichen Naturräume und Nutzungsformen haben zur Ausbildung der für 
Münster typischen Landschaften und Lebensräume geführt. Diese gilt es zu sichern 
und zu optimieren.  
Ziele: 
• Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen 
2133 2135 2135 2135 2135 2135
9941 9939 9939 9939 9939 9939
0
2000
4000
6000
8000
10000
12000
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Fläche in ha
Naturschutzgebiete und Landschaftschutzgebiete
NSG LSG

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
37
• Schutz der bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaften  
• Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Vielfalt der Tier- und 
Pflanzenwelt/Biodiversität von Arten und Lebensgemeinschaften 
• Anreicherung strukturarmer Landschaftsräume mit gliedernden und belebenden 
Elementen 
• Sicherung der Landschaft für die Erholung des Menschen 
Quantitative Ziele: 
Als Vergleichsmaßstab für die Größe der zu schützenden Gebiete wird 
näherungsweise auf die Flächen, die im des Regionalplan als „Bereiche für den 
Schutz der Natur (BSN)“ dargestellt sind, zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um 
ökologisch hochwertige und daher schutzwürdige und schutzbedürftige Gebiete. „Bei 
der Umsetzung der BSN kommt auf die Träger der Landschaftsplanung die Aufgabe 
zu, unter Beachtung der lokal bestehenden Bedingungen Umsetzungskonzepte zum 
Aufbau eines Biotopverbundsystems zu entwickeln. Sie wählen aus den 
fachplanerischen Instrumenten die notwendigen Festsetzungen (z. B. 
Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützte Landschaftsbestandteile) 
aus und bestimmen deren gebietsscharfe Abgrenzung“ (Regionalplan Münsterland 
2014). Der Regionalplan verzeichnet insgesamt 4.686 ha als BSN-Flächen. Die 
Konkretisierung der Schutzausweisungen erfolgt somit über die Landschaftspläne. 
Ziel ist daher auch eine flächendeckende Landschaftsplanung für den Außenbereich 
von Münster. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letzten Jahren unverändert geblieben.13
Damit stehen zur Zeit weiterhin ca. 7 % des Stadtgebietes unter Naturschutz. Im BSN-
Flächen des Regionalplans  umfassen zum Vergleich ca. 15 % des Stadtgebiets. 
Der Anteil der Landschaftsschutzgebiete am Stadtgebiet beträgt ca. 33 %.  
Mit der im Jahr 2021 neu in Kraft getretenen Naturdenkmalverordnung für den 
bebauten Bereich erhöht sich die Anzahl der Naturdenkmäler für den Zeitraum 2021-
2022 auf nunmehr 352 Stück. Bei einzelnen Naturdenkmalen mussten in den Jahren 
2021-2022 durch natürliche Abgänge in Folge von Sturmereignissen oder 
Krankheitsbefall Verluste von Einzelbäumen hingenommen werden. Hierzu zählt die 
imposante Blutbuche (ND Nr. 50) im Botanischen Garten, die nach dem Befall mit 
einem Brandkrustenpilz gefällt werden musste. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Umsetzung der Landschaftspläne 1-3 
• Aufstellung des Landschaftsplans 4 
13 Die geringfügige Verringerung der LSG-Fläche um ca. 2 ha beruht auf grafischen Bereinigungen in 
Folge neuer Grundlagenkarten und hat keine materiellen Gründe.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
38
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Jahresstatistik des Stadtplanungsamtes  
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Waldfläche [ha] 4.885 4.925 4.943 4.981 4.983
Landwirtschaftliche Fläche [ha] 13.352 13.288 13.268 13.200 13.147
Städtische landwirtschaftliche 
Pachtfläche [ha]  
1.007 1.007 1.012 991 981
Anzahl der Naturdenkmale 323 320 320 352 352

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
39
Umweltmedium/Ressource: 
Natur und Landschaft – Eingriffsregelung 
Indikatoren: 
1. Ersatzgeld 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen 
und Satzungen nach § 34 BauGB 
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
Erläuterung: 
Die Indikatoren setzen den Beschluss der Vorlage V/0619/2013 um, über die 
Abwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung regelmäßig zu berichten. 
1. Ersatzgeld
Definition: 
Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und über die für landschaftspflegerische oder 
Artenschutzmaßnahmen noch zur Verfügung stehenden Ersatzgelder [ €] nach 
Landesnaturschutzgesetz im Zusammenhang mit Eingriffen in Boden, Natur und 
Landschaft. 
Abbildung 17: Bilanz Finanzmittel Ersatzgeld [Euro]
Das Ersatzgeld steht für landschaftspflegerische und artenschutzspezifische 
Maßnahmen zur Verfügung. 
109.287  
14.414  
361.875  
158.069  
218.220  
92.843  
143.655  
65.226  
0
100000
200000
300000
400000
2020
Stand:
31.12.20
2022
Stand:
31.12.22
Euro
Bilanz Finanzmittel Ersatzgeld
Einnahmen Haben* Ausgaben Verfügbar

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
40
Finanzbilanz Ersatzgelder 2022– Stand: 31.12.2022 
Frei verfügbare Finanzmittel am 31.12.2020: 143.655,- € 
Einnahmen gesamt 2021 - 2022: 14.414,- € 
Haben: 158.069,- € 
Ausgaben: 92.843,- € 
Frei verfügbares Ersatzgeld 31.12.2022: 65.226,- € 
Eine Übersicht über die im Zeitraum zwischen 2021 und 2022 geplanten, sich bereits 
in der Realisierung befindlichen bzw. abgeschlossenen landschaftspflegerischen 
Maßnahmen ist als Anlage beigefügt. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist eng an die Genehmigung von 
Windkraftanlagen und Mobilfunkmasten gebunden. Auf der Grundlage des hierfür zu 
verwendenden Bewertungsverfahrens für mastenartige Eingriffe wird immer ein Teil 
des Ausgleichs über die Zahlung von Ersatzgeld abgegolten. Auch in den nächsten 
Jahren ist mit der Errichtung neuer Anlagen zu rechnen, so dass voraussichtlich 
weitere Mittel vereinnahmt werden. Bei allen anderen Eingriffsvorhaben dringt die 
Stadt Münster darauf, dass der entsprechende Ausgleich durch den jeweiligen 
Vorhabenträger nachgewiesen wird. 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
Definition: 
Im Zuge der planrechtlichen Aufstellung von Bebauungsplänen und Satzungen nach 
§ 34 (4) BauGB werden Freiflächen im Außenbereich für Siedlungs- und 
Verkehrsflächen „verbraucht“. Für den naturschutz- und forstrechtlichen Ausgleich der 
Eingriffe werden z. T. landwirtschaftliche Produktionsflächen in Anspruch genommen. 
Dargestellt werden der „Flächenverbrauch“ durch entsprechende Verfahren mit 
zugeordnetem Ausgleich und die Entwicklung gegenüber der letzten Berichtsperiode.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
41
Abbildung 18: Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen und Satzungen nach § 34 
BauGB [ha] 
Im Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2022 sind 15 Bebauungspläne zur Rechtskraft 
gelangt. 
Sechs davon umfassen Änderungen bestehender Bebauungspläne vorhandener 
Gewerbe- und Wohnbauflächen. Die meisten Bebauungspläne liegen im Innenbereich 
und sind im Hinblick auf eine Inanspruchnahme landwirtschaftlich genutzter Flächen 
irrelevant. Im Detail handelt es sich dabei vor allem um eine Verdichtung oder 
Arrondierung vorhandener Bebauung innerhalb von bereits bestehenden Baugebieten 
sowie einer Anpassung der Nutzungsmöglichkeiten innerhalb von Gewerbegebieten. 
Die Verdichtung geht zwar häufig materiell mit einer Erhöhung des 
Versiegelungsgrades einher, jedoch wird eine zulässige Grundfläche von 20.000 m² 
nicht überschritten. Rechtlich sind diese Verfahren in sechs Fällen nach § 13a BauGB 
eingestuft, so dass die erfolgten Eingriffe von der Ausgleichsverpflichtung freigestellt 
sind. Mit einer Grundfläche im Sinne des § 13a Absatz 1 Satz 2 von weniger als 
10.000 m² ist ein weiterer Bebauungsplan im Außenbereich für Wohnnutzung nach 
§ 13b in das beschleunigte Verfahren einbezogen worden und demnach ebenfalls 
nicht ausgleichspflichtig. 
Drei Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von ca. 32,4 ha nehmen in einer 
Größenordnung von 31,3 ha landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen im 
Wesentlichen für Wohn- und Verkehrszwecke in Anspruch. Bei der restlichen Fläche 
von 0,8 ha handelt es sich um intensiv genutztes Grünland. Insgesamt sind von den 
15 zur Rechtskraft gelangten Bebauungsplänen jedoch nur vier ausgleichsrelevant. 
Die zugeordnete Kompensationsfläche beträgt insgesamt ca. 9,6 ha und umfasst 
neben naturschutzrechtlichen (rd. 8,3 ha) auch forstrechtlichen Ausgleich (rd. 1,3 ha) 
für eine Inanspruchnahme von Wald im Innenbereich. Über die geplante Entwicklung 
von neuen Baugebieten im Außenbereich hinaus ist die Stadt Münster auch weiterhin 
in erheblichem Maße um eine Reduzierung des Flächenverbrauchs durch eine 
forcierte Innenentwicklung bemüht. 
1,3
32,4
0
0,6
1,1
9,6
0
0
0
5
10
15
20
25
30
35
40
2019-2020 2021-2022
ha
Jahr
Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von 
Bebauungsplänen und Satzungen nach § 34 BauGB [ha]
Eingriff in landw.
Flächen*
Eingriff in forstw.
Flächen*
Ausgleich auf landw.
Flächen
Ausgleich auf sonst.
Flächen
* ohne Ausgleich u.
bestehendes Planrecht

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
42
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
Definition: 
Die nicht für Eingriffe in Boden, Natur und Landschaft gebundenen Flächen im 
Flächenpool des Kompensationsflächenkatasters („Komkat“) stehen für zukünftige 
Kompensationsflächenbedarfe zur Verfügung.
Abbildung 19: Poolflächen im Kompensationskataster nach Nutzung [ha] 
Entwicklung: 
Im städtischen Flächenpool sind insgesamt ca. 39,20 ha zuordnungsfähige 
Kompensationsflächen vorhanden (Stand: 31.12.2022). Diese teilen sich auf 
ca. 1,83 ha Uferrandstreifen (16 Flächen) und ca. 37.38 ha sonstige Flächen 
(18 Flächen) auf. 
Die letztgenannten Poolflächen gliedern sich derzeit in folgende Flächennutzungen 
auf (Flächenanteile geschätzt) 
 Acker  ca. 16,04 ha 
 Intensiv genutztes Grünland ca. 15,56 ha 
 Brachflächen  ca.   2,09 ha 
 Gehölz- und Gewässerflächen  ca.   3,30 ha 
 Innenbereichsflächen ca.   0,38 ha 
----------------------------------------------------------------------- 
Summe:  ca. 37,38 ha 
19,09
14,35
1,07
3,30
0,27
1,99
40,07
16,04
15,56
2,09
3,30
0,38
1,83
39,20
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
Acker
Intensives
Grünland
Brachflächen
Gehölz-/
Gewässer
Innenbereichs-
flächen
Uferrand-
streifen
Gesamt
Fläche in ha
Poolflächen im Kompensationsflächenkataster
Stand:
31.12.20
Stand:
31.12.22

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
43
Die Entwicklung des Flächenpools für Kompensationsmaßnahmen ist mit der 
städtischen Siedlungsentwicklung und sonstigen umweltrelevanten Planungen 
unmittelbar verknüpft. Insbesondere die Bebauungsplanverfahren im Innenbereich 
(nach § 13a BauGB) führen aufgrund der planungsrechtlichen Bedingungen häufig zu 
einer Befreiung von Kompensationsverpflichtungen. Ein Teil der zur Rechtskraft 
gelangenden, kompensationspflichtigen Verfahren wird Vorhaben bezogen 
durchgeführt. Hierbei stellt der jeweilige Vorhabenträger Kompensationsflächen in 
entsprechender Größenordnung zur Verfügung. 
Auch wenn im Vergleich zur letzten Berichtsperiode das Flächenpoolangebot durch 
erfolgten Flächenzuwachs in der Summe nur um weniger als 1 ha geringer ausfällt, 
werden die Poolflächen im Kompensationsflächenkataster von insgesamt 39,2 ha 
perspektivisch bis 2030 nicht zur Abdeckung des Bedarfs ausreichen. Hintergrund 
sind die in den nächsten Jahren voraussichtlich anfallenden erheblichen 
Kompensationsbedarfe der großen Baugebiete in den verschiedenen Stadtteilen. Um 
handlungsfähig zu bleiben werden bei Vorliegen entsprechender liegenschaftlicher 
Angebote von Seiten der Landwirtschaft und gleichzeitiger potenzieller 
naturschutzfachlicher Eignung der Flächen weiterer Grunderwerb zur Aufstockung 
des Flächenpools vorgenommen, um auch mittelfristig Kompensationsflächen in 
Münster zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus wird sich die Verwaltung 
auch um den Ankauf von Ökopunkten privater Ökokontoträger bemühen, um einem 
Mangel an Kompensationsflächen entgegenzutreten. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
44
Umweltmedium/Ressource: 
Umweltmanagement 
Indikator: 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
Definition: 
Anzahl der Betriebe, die sich am Projekt ÖKOPROFIT der Stadt Münster beteiligen.  
Erläuterung: 
Seit 2001 unterstützt die Stadt Münster im Rahmen des Projektes ÖKOPROFIT 
Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen u.a. 
in den Bereichen Energie, Abfall, Wasser und Rohstoffe. In dem Zeitraum 2020-2022 
führte sie dieses Projekt in Kooperation mit dem Kreis Warendorf durch. Der Indikator 
ist ein Maßstab für das Umweltengagement von Unternehmen in Münster. 
Abbildung 20: Gesamtzahl und Anzahl im Auszeichnungsjahr der Ökoprofit-Betriebe
Qualitative Ziele: 
Betriebliche Prozesse haben erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Durch Optimierung 
dieser Prozesse und Umsetzung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen kann 
die Umwelt entlastet werden (z. B. reduzierter Wasserverbrauch, Energieeinsparung, 
Abfallvermeidung, Einführung von Managementsystemen u.a.m.).  
Ziele: 
• Förderung der Nachhaltigkeit und des betrieblichen Umweltschutzes in 
Münsteraner Unternehmen 
• Ausbau des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements im Konzern Stadt Münster 
11 12 10 9 9 6 12
72
84
94 103 112 118
130
0
25
50
75
100
125
150
2010 2012 2013 2015 2017 2020 2022
Anzahl Betriebe
ÖKOPROFIT-Betriebe
Gesamtzahl und  Anzahl im Auszeichnungsjahr
pro Jahr gesamt

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
45
Quantitative Ziele:
Eine konkrete Zielvorgabe für die Anzahl der Betriebe, die sich pro Jahr am 
ÖKOPROFIT beteiligen, lässt sich nicht benennen. Primäres Ziel ist es, das 
erfolgreiche ÖKOPROFIT-Projekt dauerhaft in Münster zu etablieren.  
Entwicklung:
Seit Beginn des Projektes im Jahr 2000 wurden in 12 Durchgängen 130 münsteraner 
Unternehmen und Institutionen erstmalig ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden vor 
Ort mittlerweile 44 Betriebe rezertifiziert, d. h. sie unterzogen sich einer erneuten 
Überprüfung ihrer fortgeschrittenen Maßnahmen im betrieblichen Umweltschutz und 
Nachhaltigkeitsmanagement. Sie haben damit das Umweltmanagementsystem in 
ihrem Unternehmen weitergehend etabliert. Bislang konnte die Kontinuität im Sinne 
der Zielfestlegung erhalten bleiben. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einwerbung weiterer Unternehmen und Institutionen.  
Datenherkunft/Zuständigkeit:
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Kontakte / Beratungen in der 
Umweltberatung 
3.878 4.775 3.00814 3.121 3.315
Elektronische Erfassung / 
Bearbeitung von Kundenanliegen 
in IMSware-Umweltservice15
3.285 3.287 3.821 2.517 1.836
14 In der Umweltberatung sind die Kontakt-Zahlen seit 2020 eingebrochen, weil der 
Stadtwerke City-Shop coronabedingt monatelang geschlossen hatte. In dieser Zeit konnte 
die Umweltberatung nur telefonische Beratungen anbieten. Nach der Wiederöffnung konnten 
aufgrund bestehender Kontaktbeschränkungen in der 2. Jahreshälfte 2022 persönliche 
Beratungen nur reduziert erfolgen. Am 10. November 2022 endete die städtische 
Umweltberatung
15 Die Anliegen im Umweltservice (incl. online-Mängelmeldungen) wurden überwiegend von 
den 3 Eingangsstellen für Bürgerkontakte im Amt 67, der Umweltberatung ( 492-6767) dem 
Vorzimmer / Sekretariat (492-6701/-6702) und der Grünflächenpflege ( 492-6741) nach 
Telefonkontakt mit Bürgerinnen und Bürgern in IMSware-Umweltservice elektronisch erfasst 
und bearbeitet.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
46
Umweltmedium/Ressource:
Verkehr/Mobilität 
Indikator: 
Anteil Umweltverbund am Modal Split 
Definition: 
Anteil des Umweltverbundes (Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Modal Split in 
Prozent [%]. 
Erläuterung: 
Der Modal Split bezeichnet die Verteilung des Verkehrs auf die verschiedenen 
Verkehrsträger. Für den Indikator relevant ist der Anteil des Umweltverbundes 
(Fußgänger*innen, Radfahrende, ÖPNV/SPNV) am Gesamtverkehr. 
Abbildung 21: Anteile der Verkehrsmittelwahl (Modal Split) von 1982 bis 2022 [in Prozent]
Insgesamt ergibt sich kein konsistentes Bild über die Zeitreihe. Dies liegt 
insbesondere daran, dass der Anteil im Fußverkehr stark schwankt. Der Grund dafür 
sind Differenzen in der Methodik zwischen den einzelnen Erhebungen. Der Anteil der 
„Sonstigen“ die in 2019 erstmalig erhoben wurden und die starken Schwankungen im 
Fußverkehr beeinflussen die anderen Werte signifikant. Um diesen Einfluss zu 
auszuschalten, wurden in der Abbildung 22 der Fußverkehr und Sonstige heraus 
gerechnet. 
Die Eliminierung der methodischen Verzerrungen führt zu einem konsistenten 
Ergebnis. Festzustellen ist bis 2013 ein stetiger Rückgang des Pkw-Anteils bei

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
47
gleichzeitiger Zunahme der Anteile von Fahrrad und ÖPNV. Die 2019er Erhebung 
bestätigt die Werte aus 2013 auf hohem Niveau, trotz stark wachsender 
Einwohnerzahlen. 
Abbildung 22: Anteile der Verkehrsmittelwahl (Modal Split) von 1982 bis 2022 [in Prozent]
Darüberhinausgehend sind für die langfristige Bewertung des Verkehrs unter 
Nachhaltigkeitsaspekten aber auch künftige Anteile der Elektromobilität im Kfz-
Verkehr sowie der Fahrzeugbesetzungsgrad, der zurzeit in Münster 1,15 
Personen/Pkw beträgt, von Relevanz. Die Beeinflussung dessen ist jedoch wesentlich 
von bundesweiten Rahmenvorgaben abhängig und weniger auf kommunaler Ebene 
steuerbar. 
Qualitative Ziele: 
Der Verkehr wirkt sich maßgeblich auf viele Bereiche der Umwelt aus. So hängt die 
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm oder der CO 2-Ausstoß in erheblichem Maße 
von der Wahl des Verkehrsmittels ab. Daher soll der Umweltverbund im Modal Split 
gestärkt werden. 
• Erhöhung des Wegeanteils des Fußgängerverkehrs  
• Weitere Stärkung des Fahrradverkehrs  
• Stärkung des ÖPNV/SPNV 
• Minderung des Kfz-Anteils im Regionalverkehr (Pendler) 
Quantitative Ziele: 
Für den Masterplan Mobilität Münster (MMM 2035+) wurde im Januar 2022 vom 
Gutachterbüro die Bestandsanalyse als Ausgangsbasis für alle kommenden Schritte 
des Planungsprozesses erarbeitet. Ein umfangreicher Zwischenbericht wurde dem

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
48
AVM zum 02.02.2022 vorgelegt (vgl. V/0897/2021). Im Weiteren werden auf Basis des 
Zwischenberichtes und den daraus abzuleitenden Trends Ziele für den Bereich 
Mobilität erarbeitet und von der Politik beschlossen. Im Vergleich zu den Vorherigen 
Umweltdaten (Zielwert 2025: 70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den 
Umweltverbund) findet eine Neuausrichtung des Zielwertes (Zielwert 2035) statt, der 
aktuelle Beschlüsse aber auch erkennbare Trends berücksichtigt und in den 
kommenden Umweltdaten Aufnahme finden soll. Die Ergebnisse des Masterplan 
Mobilität Münster werden im März/April 2024 vorliegen. Nach der Beratung des 
Schlussberichtes werden begründete und belastbare neue Zielwerte zum Modal Split 
vorliegen. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mittel einen Anstieg des 
Umweltverbundes bis ins Jahr 2013. Der Anteil des Umweltverbundes ist gegenüber 
der Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass der Umweltverbund 2013 
erstmals über 60 % lag. Die 2019er und auch die 2022er Erhebung bestätigen diese 
Werte aus 2013 auf hohem Niveau. Trotz stark wachsender Einwohnerzahlen verliert 
der Pkw als Verkehrsmittel weiter an Bedeutung. Inzwischen sind fast 70 % aller 
Fahrten dem Umweltverbund zuzuordnen. 
Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Den Rahmen für das zukünftige Verkehrsgeschehen in Münster wird der Ende 2019 
in Auftrag gegebene „Masterplan Mobilität Münster 2035+“ (MMM2035+) vorgegeben. 
Der Abschlussbericht zum MMM2035+ wird voraussichtlich im 1. Quartal 2024 
vorliegen. Aktuelle (geplante) Maßnahmen sind u.a.:  
V/0728/2020 Grundsatzbeschluss für ein "Integriertes Parkraumkonzept Münster 
V/0034/2023 Integriertes Parkraumkonzept Münster: Bestandsanalyse, Ziele und 
zweites Pilotprojekt 
V/0341/2021 Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens zur Vergabe von 
stationsbasierten Carsharing-Stellplätzen 
V/1186/2019 Fahrradnetz-Planung erarbeiten 
V/0249/2022 Fahrradnetz 2.0 
/1052/2020 Multi- und intermodale Mobilität stärken - Neue Mobilstationen  
für Münster 
V/0312/2021 Elektro-Ladesäulenkonzept Münster 2021 zur Förderung der  
                          Elektromobilität 
V/0101/2023 Gestattung privater Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Stadtplanungsamt; Amt für Mobilität und Tiefbau: 
• Mobilitätsbefragung 2022 zum werktäglichen Verkehrsverhalten der Bevölkerung 
in Münster,

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
49
• Radverkehrskonzept Stadt Münster (V/0647/2016) 
• Mobilität Münster/Münsterland 2050 (V/0625/2010) 
Weitere Daten: Stadtwerke Münster 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Entwicklung der Fahrgastnachfrage 
auf den Stadtbussen [Fahrgäste in 
Mio./Jahr] 
45 46 49 k.A16. 3117 47
Länge der Radwege [km] 476 480 480 480 480 480
1990 200718
Anteil des Umweltverbundes am 
regionalen Verkehr (Einpendler) [%] 
21,9 19,1
Anteil des Umweltverbundes am 
Gesamtverkehr [%] 
52,9 52,1
16 Im Jahr 2020 erfolgte bedingt durch die Pandemie keine Erhebung. 
17 pandemiebedingt 
18 Ab 2007 keine Datenerhebung.

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
50
Umweltmedium/Ressource: 
Wasser 
Indikator:
Guter ökologischer und chemischer Zustand (Gewässergüteklasse II-III oder 
besser) bzw. Potenzial für alle Fließgewässer (gem. EG-WRRL) 
Definition:
Der gute ökologische Zustand bzw. Potenzial der Fließgewässer ist ein zentrales Ziel 
der EG-Wasserrahmenrichtlinie. Die Zustandsbewertung und Zielerreichung wird 
durch ein regelmäßiges Monitoring seitens des Landes NRW durchgeführt. In diesem 
Verfahren sind die größeren Fließgewässer (Münstersche Aa, Werse, Angel, 
Mecklenbach, Kinderbach, Emmerbach, Kreuzbach, Getterbach, Flothbach, 
Offerbach und Kannenbach) eingebunden. 
Für die übrigen namenhaften Gewässer wird der Indikator der Gewässergüte auf der 
Grundlage eigener Untersuchungen herangezogen. 
Dieser Indikator gibt den Anteil der Gewässerabschnitte von Fließgewässern an, 
deren Gewässergüteklasse mit der Klasse II-III (kritisch belastet) oder besser bewertet 
wird. Die Angabe erfolgt in Prozent. 
Erläuterung:
Die "biologische Gewässergüte" nach dem Saprobiensystem lässt vor allem die 
Beeinträchtigung der Gewässer durch biologisch leicht abbaubare Stoffe und die sich 
daraus ergebenden Defizite im Sauerstoffhaushalt erkennen. Bei der Überwachung 
der Fließgewässer ist die biologische Gewässergüte ein Leitparameter für die 
Beschaffenheit des Gewässers. 
Datenlage/Grafik: 
Abbildung 23: Fließgewässerabschnitte mit Gewässergüteklasse II-III oder besser [Anteile der 
Fließgewässerabschnitte in Prozent] 
86
89
89
89
85
91,1
86
98
95,7
0
25
50
75
100
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022
Anteile der 
Fließgewässerabschnitte in % 
Fließgewässerabschnitte 
mit Gewässergüteklasse II-III oder besser

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
51
Qualitative Ziele:
Gewässer sind in Münster ein prägendes Element. Die Sicherung und Verbesserung 
des ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern und Grundwasser ist eine 
Herausforderung für die Zukunft. Der Erhalt von Auen und Retentionsräumen schützt 
vor Hochwassergefahren. Als strategisches Entwicklungsteilziel der Nachhaltigkeits-
strategie Münster (Nr. 2.1.2) befindet sich das Grundwasser und alle Oberflächen-
gewässer in einem guten ökologischen und chemischen Zustand.   
Ziele: 
• Generelle Vermeidung starker Verschmutzungen in allen Münsteraner Gewässern 
• Einhaltung der Qualitätsziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) 
• Verbesserung der Wasserqualität des Aasees 
• Nachhaltige Sicherung einer guten Qualität und Quantität des Grundwassers 
Quantitative Ziele:
100% der Fließgewässerabschnitte haben bis 2027 eine Gewässergüteklasse II-III 
oder besser.  
Erläuterung: 
Sanierungsziel gemäß WRRL ist in NRW der gute ökologische Zustand für 40% und 
das gute ökologische Potenzial für 60% der Gewässer bis 2027.  
Der gute Zustand ist definiert als ein Zustand, der von einem "sehr guten" (d.h. 
weitgehend anthropogen unbeeinflussten) Zustand nur geringfügig abweicht. Er ist 
ausgerichtet auf die Vielfältigkeit vorhandener Pflanzen- und Tierarten und die 
morphologische Gewässerausprägung. 
Da die Regelungen der WRRL sich in Münster im Wesentlichen auf die 
Hauptgewässer beziehen und die weiteren Gewässer nicht erfassen, wird als 
Vergleichsmaßstab die Gewässergüte herangezogen, die für alle namhaften 
Gewässer in Münster regelmäßig geprüft wird. Im Vordergrund steht die Beseitigung 
von stark verschmutzten Gewässern ab Gewässergüteklasse III. Der zudem 
angestrebten Erhöhung des Anteils von Gewässern mit Gewässergüteklasse II sind 
z.T. naturräumlich bedingte Grenzen gesetzt. 
Entwicklung: 
Seit dem Jahr 2002 ist eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte zu erkennen. 
Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlreiche Maßnahmen 
zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässerschutz abzielen. Eine weitere 
Verbesserung der Gewässergüte erweist sich bislang insbesondere bei kleinen 
Gewässern mit geringer Wasserführung im Sommer als schwierig. 
Die Auswertung der Ergebnisse für den Zeitraum 2021/2022  ergibt für die 
Gewässergüteklasse II 46%, Güteklasse II-III 50% und Güteklasse III 4%. Die 
biologische Güteklasse konnte sich in dem letzten Berichtszeitraum nicht weiter 
verbessern. Insgesamt war in den letzten Jahren aufgrund der trockenen Sommer an 
vielen Probestellen vor allem kleinerer Bäche und/oder Oberläufe ein Austrocknen 
eingetreten, so dass teils erst spät im Jahr in Restwasserzonen nach kurzfristigen 
Niederschlägen noch physikalisch-chemische Messungen durchgeführt werden

Umweltdaten Münster 2021 - 2022 
52
konnten, ohne dass eine Besiedlung mit Makroorganismen begonnen hatte. Diese 
Probestellen blieben in der Auswertung ohne Berücksichtigung, da sonst das Ergebnis 
verfälscht wäre. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Abwasserreinigung und Abwasserableitung aus dem 
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) 
• Programmmaßnahmen aus dem Bewirtschaftungsplan für 
NRW/Umsetzungsfahrpläne zur WRRL 
• Ökologische Verbesserung der kleineren Gewässer 
Datenherkunft/Zuständigkeit:
Amt für Mobilität und Tiefbauamt 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Stadtwerke Münster 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
2018 2019 2020 2021 2022
Privater Trinkwasserverbrauch 
[l/Tag je Einwohner] 
103,13 103,7 107,99 107,51 102,94
Nitrat im Trinkwasser (Mittelwert der vier 
Wassergewinnungsgebiete) in mg/l 
10,3 11,4 10,7 10,6 9,6
Microcystine (Toxine der Cyanobakterien/ 
„Blaualgen“) im Aasee, Mittelwert der 
Jahresmesswerte [µg/l]  
8,24 k.A.19 k.A. k.A. k.A.
19 Ab 2019 sind keine Microcystin-Analysen erfolgt, da keine Belastungssituation vorlag.

Anhang 1 – Ersatzgeldmaßnahmen 2021-2022 
53
Projekt Landschafts-
pflegerische Maßnahmen
NSG 
LSG 
LB 
Nutzung 
vor 
Maßnahme 
Nachfolge-
nutzung 
Stand des Projekts Baukosten 
Gehölzarbeiten 
Teich Haus 
Dyckburg 
 Kopfweidenpflege 
 Gehölzrückschnitt 
LSG Gehölz Gehölz Beendet 3.590,- €
Aufforstung 
westl. Sportplatz 
Teutonia 
Coerde 
 Aufforstung mit 
standortheimischen 
Laubgehölzen 
Brachfläche Wald Entwicklungspflege 11.743,- €
Beteiligung 
Ökokonto 
Havixbeck 
 Anlage einer Feldhecke 
 Anlage von Blühstreifen 
Acker Gehölz und 
Hoch-
staudenflur 
Beendet 71.550,- €
Kiebitzschutz 
Vennheide 
 Anlage einer Blänke LSG Acker und 
Grünland-
brache 
Extensives 
Grünland 
Beendet 3.590,- €
Kleingewässer 
am 
Twerenfeldweg 
 Entschlammung 
 Optimierung durch 
Vertiefung 
LSG Feucht-
biotop 
Feuchtbiotop Beendet 820,- €
Heckenneuanla
ge Emshof 
 Anlage einer Feldhecke 
aus standortheimischen 
Gehölzen 
LSG Grünland Gehölz Beendet 1.550,- €
92.843,- €

Beratungsverlauf (1)

13.02.2024 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 6.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Kötterstraße
  • Weseler Straße
  • Kappenberger Damm
  • Twerenfeldweg
  • Wasserstraße
  • Kinderhaus
  • Kreuzbach
  • Flothbach
  • Werse

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0760/2023
Typ
Vorlagen
Datum
20.12.2023
Erstellt
20.12.2023 14:08