V/0691/2008
Konzernabschluss 2007 der Stadtwerke Münster GmbH
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Beschlussvorlage
2231 Zeichen
V/0691/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Konzernabschluss 2007 der Stadtwerke Münster GmbH Beratungsfolge 23.09.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesells chafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt folgenden Beschluss zu fassen: Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2007, der a) in der Konzernbilanz mit Aktiva und Passiva von 488.473.877,14 € b) in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung bei Umsatzerlösen von 416.449.921,23 € mit einem Bilanzgewinn von 2.536.800,31 € abschließt, sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007 in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öffentlichen Sektor AG mit einem Bestätigungsvermerk vom 24.07.2008 testierten Fassung, werden von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Begründung: Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des Ge- sellschaftervertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der Ge- sellschafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses. Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2007 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt- schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Einzelheiten zum Konzernabschluss 2007 können der als Anlage beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 31/2008 der Stadtwerke Münster GmbH entnommen werden. Vorlagen-Nr.: V/0691/2008 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 09.09.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0691/2008 Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 21.08.2008 über den Beschluss beraten. Über das Ergebnis wird mündlich berichtet. I. V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlagen: Vorlage des Aufsichtsrates Nr. 31/2008
Anlage: Aufsichtsratsvorlage
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Münster, 04.08.2008
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 31/2008
Betreff
Konzernabschluss 2007 der Stadtwerke Münster GmbH
Berichterstatter
Herr Dr. Müller-Tengelmann
Herr Dr. Ohlms
Anlagen:
Konzernbilanz zum 31.12.2007
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das Geschä ftsjahr 2007
Konzernanhang
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007
Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Antrag
Der Aufsichtsrat wolle beschließen
Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen:
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zu m 31.12.2007 sowie der Kon-
zernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007 in der v orliegenden, vom Jahresabschlussprüfer
KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öf fentlichen Sektor Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit ei nem uneingeschränkten Bestätigungsver-
merk vom 24.07.2008 testierten Fassung, wird von de r Stadt Münster als alleiniger Gesell-
schafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt.
Begründung
Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i . S. von § 290 HGB hat für das Ge-
schäftsjahr 2007 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.
Die gemäß §§ 294 HGB (Konsolidierungskreis) vom Mut terunternehmen einbezogenen Toch-
terunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von § 271 Abs. 2 HGB.
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Davon wurden gemäß §§ 300 ff. HGB voll konsolidiert:
Vollkonsolidierte Unternehmen
Eigenkapital
am 31.12.2007
T€
Höhe des Anteils
am Kapital
am 31.12.2007
%
• items GmbH, Münster 1.896 52
• Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 1 00 100
• Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 247 100
• Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 31.057 99
• Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 196 100
Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß § 310 Abs. 1 HGB
wurde anteilmäßig konsolidiert:
• Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.5 20 50
Als assoziierte Unternehmen gemäß § 311Abs. 1 HGB
im Konzernabschluss berücksichtigt:
• Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 6.052 28
• FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 30.42 4 35
• Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,
Enschede/Niederlande ./. 50
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabsc hlüsse 2007 sind von den jeweiligen Ab-
schlussprüfern geprüft und uneingeschränkt bestätig t worden. Die in den Konzernabschluss einbe-
zogenen Einzelabschlüsse folgen bis auf die at-equi ty einbezogenen Nederlands-Duitse Internet
Exchange B.V., Enschede/Niederlande und die FMO Flu ghafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven,
in Bilanzierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH angewandten
Methoden.
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Sonstige Beteiligungen
Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an
folgenden Unternehmen:
Höhe des Anteils
am Kapital
am 31.12.2007
%
• Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum* 49,9
• Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster* 25,0
Aufgrund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären die mit einem
Stern gekennzeichneten Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen
(Beteiligung ≥ 20 %) in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Au sübung des Wahlrechts ge-
mäß § 296 Abs. 2 HGB und § 311 Abs. 2 HGB ist die E inbeziehung unterblieben, da sowohl die
Unternehmen im Einzelfall als auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Ver-
hältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung sind.
Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des K onzerns im Jahr 2007 sind dem beigefüg-
ten Konzernlagebericht zu entnehmen.
Der Konzernabschluss 2007 ist von der KPMG Prüfungs - und Beratungsgesellschaft für den Öf-
fentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprü fungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wor-
den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der u neingeschränkte Bestätigungsvermerk
wurde erteilt.
Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageb erichts an den Aufsichtsrat ergibt sich
aus § 52 GmbHG in Verbindung mit § 171 AktG, die Vo rlage an die Gesellschafterversammlung
erfolgt nach § 46 GmbHG.
Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Ohlm s
Konzernbilanz der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2007
Stand Stand Stand Stand Stand Stand
31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006
Aktivseite € € € Passivseite € € €
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Gezeichnetes Kapital 51.200.000,00 51.200.000,00
Konzessionen und ähnliche Rechte 1.402.875,18 1.662.279,11 II. Kapitalrücklage 72.898.630,32 72.874.482,16
III. Gewinnrücklagen
II. Sachanlagen 1. Rücklage für eigene Anteile 44.749,85 44.749,85
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2. andere Gewinnrücklagen 38.497.666,16 38.411.608,78
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 05.673.000,20 109.774.144,96 IV. Konzernbilanzgewinn 2.536.800,31 551.958,06
2. Verteilungsanlagen 86.534.409,86 91.884.879,60 V. Ausgleichsposten für An teile anderer Gesellschafter 1.615.820,14 1.233.325,7 1
3. sonstige technische Anlagen und Maschinen 80.058.2 60,24 82.290.831,28 166.793.666,78 164.316.124,56
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 6.359.585,00 5.830.01 7,00
5. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattun g 10.174.576,85 8.995.318,11
6. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.594.55 2,31 12.713.778,38 B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 3.789.462,78 3.789.462,78
294.394.384,46 311.488.969,33
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 144.551,48 144.551,48 C. Empfangene Ertragszuschüsse 36.825.277,94 41.304.513,39
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.340.52 2,64 2.529.277,61
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 850.000,00 1.017.500,0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 34.079.750,00 37.10 4.700,00
5. sonstige Ausleihungen 2.367.434,41 2.285.994,10
38.782.258,53 43.082.023,19 1. Rückstellungen für Pens ionen und
ähnliche Verpflichtungen 18.389.546,00 16.266.645,00
334.579.518,17 356.233.271,63 2. Steuerrückstellungen 15.545.360,11 12.274.637,78
3. sonstige Rückstellungen 104.379.745,56 106.561.269, 05
138.314.651,67 135.102.551,83
B. Umlaufvermögen E. Verbindlichkeiten
I. Vorräte 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82.77 9.038,51 94.403.290,84
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.353.777,11 4.415. 496,19 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.217 .653,40 1.965.565,72
2. unfertige Leistungen 934.303,61 478.621,23 3. Verbindlichkeiten aus Lieferu ngen und Leistungen 30.148.689,59 31.859.519,28
3. Waren 170.202,65 5.468,59 4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 844.044,30 110.586,12
4. Emissionsrechte 1,50 1,50 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
4.458.284,87 4.899.587,51 ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.472.952,05 9.033.602,26
6. sonstige Verbindlichkeiten 13.728.624,43 7.428.080, 93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - davon aus Steuern € 11.707169,17
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.146. 714,65 31.582.311,94 ( i. Vj. € 4.638.105,50 )
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 1.208.941,10 1 .149.108,81 - davon im Rahmen der
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein sozialen Sicherheit € 414,18
Beteiligungsverhältnis besteht 3.583.484,10 2.866.567 ,08 ( i. Vj. € 357,20 )
4. sonstige Vermögensgegenstände 14.869.714,06 13.897. 645,92 137.191.002,28 144.800.645,15
62.808.853,91 49.495.633,75
III. Wertpapiere
1. eigene Anteile von einbezogenen Tochterunternehme n 85.696,00 85.696,00
2. sonstige Wertpapiere 63.499.910,00 48.179.812,58
63.585.606,00 48.265.508,58
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.727.245,05 31.733.857,93
153.579.989,83 134.394.587,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 314.369,14 328.890,17 F. Rechnungsabgrenzungsposten 5.559.815,69 1.643.451,86
488.473.877,14 490.956.749,57 488.473.877,14 490.956.749,57
Vermerk: Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Patronatserklärungen 43.267.120,26 36.142.282,01
D. Rückstellungen
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2007 (01.01. - 31.12.)
2007 2007 2006
€ € €
1. Umsatzerlöse 453.411.850,06 415.198.644,93
abzüglich darin enthaltene Energiesteuer -36.961.928,83 -28.274.931,68
416.449.921,23 386.923.713,25
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 455.682,38 315.080,68
3. andere aktivierte Eigenleistungen 3.947.328,71 2.345.983,38
4. sonstige betriebliche Erträge 32.694.380,00 47.772.501,08
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren 206.076.499,53 193.693.400,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 55.206.884,34 52.079.846,77
261.283.383,87 245.773.246,97
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 53.269.239,41 52.716.287,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor gung und für
Unterstützung 17.842.864,95 18.001.669,68
davon für Altersversorgung € 7.172.061,35 71.112.104,36 70.717.957,01
( i.Vj. € 6.951.090,44)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 38.475.571,46 38.852.539,80
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 17.048.647,41 17.213.735,02
b) übrige betriebliche Aufwendungen 37.803.462,92 33.409.177,05
54.852.110,33 50.622.912,07
9. Erträge aus Beteiligungen 138.972,00 276.920,50
10. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.285.829,52 1.551.148,34
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.899.618,88 1.768.467,20
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 151.206,50 1.285.798,53
13. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.675.870,49 2.716.989,84
14. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 32.922,52 64.828,77
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.879.085,68 4.423.973,15
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 23.475.322,55 26.625.225,83
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.603.402,56 9.170.641,61
18. sonstige Steuern 766.935,52 929.535,45
19. Konzernjahresüberschuss 9.104.984,47 16.525.048,77
20. auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 474.084,84 178.934,24
21. Verlustvortrag -94.099,32 -594.156,47
22. Vorabgewinnausschüttung -6.000.000,00 -7.000.000,00
23. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -,- -8.200.000,00
24. Entnahme aus andere Gewinnrücklagen -,- 44.749,85
25. Entnahme aus Minderheitenanteil andere Gewinnrücklagen -,- 40.946,15
26. Einstellung in Rücklage für eigene Anteile -,- -44.749,85
27. Einstellung in Minderheitenanteil Rücklage für eigene Anteile -,- -40.946,15
28. Konzernbilanzgewinn 2.536.800,31 551.958,06
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Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2007 (1.1.-31.12.)
I. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss wurden die folgenden Gesell schaften, an denen die Stadtwerke
Münster GmbH die Mehrheit der Stimmrechte hält, ein bezogen. Die Angaben erfolgen zum
31.12.2007:
Name/Sitz
Anteil in %
Als verbundene Unternehmen wurden einbezogen:
items GmbH, Münster 52
items project GmbH, Berlin 100
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 1 00
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 1 00
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99
Als Gemeinschaftsunternehmen wurde einbezogen:
Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50
Als assoziierte Unternehmen wurden einbezogen:
Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 28
FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,
Enschede, Niederlande 50
Darüber hinaus sind die Stadtwerke Münster GmbH an folgenden Unternehmen beteiligt:
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum *) 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co KG,
Münster *) 25
Diese Gesellschaften (*) wurden gemäß § 311.Abs. 2 HGB nicht einbezogen, weil deren
Einfluss - auch zusammengefasst - auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Kon-
zerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beurte ilung erfolgte in Berücksichtigung der
jeweiligen Jahresabschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtungen.
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Die im Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung eines Konzernabschlusses als Tochtergesell-
schaft einbezogene Westfälische Bauindustrie GmbH, die als Gemeinschaftsunternehmen
anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH sowie die als assozi-
iertes Unternehmen einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wurden mit
dem 31.12.1997 einheitlich auf den ersten Konzernabschlussstichtag konsolidiert. Bei Ge-
sellschaften, die später erworben oder gegründet wurden, erfolgt die Verrechnung auf den
Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt.
Die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH wurde z um 31.12.2005 erstmals in den Kon-
zernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH einbezoge n. Der Beteiligungsbuchwert und
das darauf entfallende Eigenkapital wurden auf der Grundlage der Wertansätze zum Grün-
dungszeitpunkt der Tochtergesellschaft, den 24.09.2 005, nach der Neubewertungsmethode
miteinander verrechnet. Hierbei entsprachen die Zei twerte den Buchwerten in der Eröff-
nungsbilanz des Tochterunternehmens.
Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH wurde eben so wie die items project GmbH
zum 31.12.2007 erstmals in den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH einbe-
zogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für beide Gesellschaften ebenfalls nach der Neu-
bewertungsmethode. Die Verrechnung von Beteiligungs buchwert und anteiligem Eigenkapi-
tal erfolgte dabei auf der Grundlage der Wertansätz e zum Zeitpunkt der Gesellschaftsgrün-
dung. Die Zeitwerte der in den Eröffnungsbilanzen a usgewiesenen Vermögensgegenstände
entsprachen dabei den Buchwerten. Durch die erstmal ige Konsolidierung dieser zwei Ge-
sellschaften ist die Vergleichbarkeit von Bilanz, G ewinn- und Verlustrechnung sowie der
Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht beeinträchtigt.
Die für Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen aufgr und von Gewinnthesaurierungen vor
Erstkonsolidierung entstandenen passiven Unterschie dsbeträge aus der Kapitalkonsolidie-
rung werden unter dem Passivposten B. ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten
sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsoli dierten Unternehmen wurden ver-
rechnet.
Die in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermög ensgegenstände, die auf Liefe-
rungen oder Leistungen zwischen den in den Konzerna bschluss einbezogenen Unterneh-
men beruhen, wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.
Wesentliche Beteiligungen aus dem Kreis der assozii erten Unternehmen wurden gemäß §
312 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 HGB nach der Buchwertmethode angesetzt.
II. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebe s folgenden Besonderheiten wurde in
der Bilanz die Darstellung der Sachanlagen um die Posten
- Verteilungsanlagen
- Fahrzeuge für Personenverkehr,
die Darstellung der Vorräte um den Posten
- Emissionsrechte,
die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um den Posten
- Forderungen gegen den Gesellschafter,
die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten
- Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
erweitert (§ 265 Abs. 5 HGB).
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Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsja hr 2007 (1.1. - 31.12.) wurde nach
dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
III. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bi-
lanz erläutert.
Für die at-equity einbezogene N-Dix wurde der nach niederländischem Recht aufgestellte
und geprüfte Jahresabschlusses unverändert übernommen.
Die at-equitiy einbezogene FMO Flughafen Münster-Os nabrück GmbH hat in dem von ihr
aufgestellten und geprüften Jahresabschluss teilwei se abweichende Bewertungsmethoden
angewandt. Die immateriellen Vermögensgegenstände u nd Sachanlagen wurden linear
abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und B etriebsstoffe erfolgte zu Anschaf-
fungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzip s. Auf Umbewertungen im Konzern-
abschluss wurde in Anwendung des § 312 Abs. 5 HGB v erzichtet, da die Auswirkungen auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sach anlagen sind zu Anschaffungs-
oder Herstellungskosten bewertet worden. Eigene Lei stungen sind entsprechend der steu-
erlichen Aktivierungspflicht in den Wertansatz einb ezogen. Zuschüsse werden von den An-
schaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen
die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorge gebenen Nutzungsdauern zugrunde,
wobei alle Anlagenzugänge - soweit zulässig - zunäc hst degressiv abgeschrieben wurden,
mit Übergang zur linearen Methode.
Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden voll abgeschrieben. Von den Finanzanlagen werden
die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um un verzinsliche oder niedrigverzinsliche
Darlehen handelt, gemäß BFH-Urteil vom 30.11.1988 u nd dem BMF-Schreiben vom
17.01.1990 zum Nennwert bewertet. Die übrigen Finan zanlagen werden zu Anschaffungs-
kosten abzüglich vorgenommener Wertberichtigungen a usgewiesen. Soweit die Gründe für
die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag nicht meh r bestehen, ist entsprechend § 280
Abs. 1 HGB zugeschrieben worden.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berü cksichtigung von Abschreibungen gemäß
§ 253 Abs. 3 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittl ichen Anschaffungswerten oder zum
niedrigeren Tagespreis bewertet. Die Bewertung der Brenn- und Treibstoffvorräte erfolgt
nach einem Verbrauchsfolgeverfahren (Last-in-first-out), da so das tatsächliche Verbrauchs-
verhalten zutreffender dargestellt wird.
Die Bewertung der unfertigen Leistungen entspricht der der selbsterstellten Anlagen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des er-
kennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszusc hüsse werden auf den Altbestand mit
5 % des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird der Abgang unterstellt
und der verbliebene Ursprungswert vollständig aufge löst. Die Zugänge werden ab dem
01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlageve rmögens verrechnet und wirken sich
entsprechend den dort geltenden Nutzdauern abschrei bungsmindernd aus. Für Anschlüsse
an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze der Strom- und
Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzb etreiber gezahlte Ertragszu-
schüsse werden vom Netzbetreiber als Netzentgeltvorauszahlungen betrachtet und in einen
passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.
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Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpf lichtungen - einschließlich der aus
Altersteilzeitvereinbarungen folgenden - sind aufgrund der Richttafeln 2005 G zum versiche-
rungsmathematisch ermittelten Barwert angesetzt. De r Berechnung des Verpflichtungsum-
fangs wurde ein Rechnungszinsfuß von 4 % zugrunde g elegt. Für die Ermittlung des Ver-
pflichtungsumfanges nach steuerlichen Vorschriften blieb der Rechnungszinsfuß unverän-
dert. Ergänzend wurden die vom BFH (Revisionsverfah ren vom 30. November 2004) bestä-
tigten Wertansätze des Finanzgerichts Hessen angewandt.
Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglic hen Unterdeckung der ZKW resultie-
renden Verpflichtungen wurde auf Basis eines versic herungsmathematischen Gutachtens
bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittli ch noch zu leistenden Arbeitszeiten bis
zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert.
Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.
2. Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anl age gezeigt. Es wurden außerplan-
mäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB in Höhe von 3.676 T€ auf die Betei-
ligung an der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, in Höhe von 60 T€ auf die Beteili-
gung an der WLE, Westfälische Landeseisenbahn GmbH, sowie in Höhe von 82 T€ auf
Wertpapiere des Anlagevermögens vorgenommen.
Die den Stadtwerke Münster GmbH und der Westfälisch en Fernwärmeversorgung GmbH
unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach § 9 TE HG i.V. mit §§ 7 und 14 ZuG sind mit
dem Wert von 1 €, im übrigen zu Anschaffungskosten ausgewiesen.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i st auch der abgegrenzte Verbrauch
zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszah-
lungen saldiert wurde.
Die Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen im wesentlichen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als w esentliche Posten Forderungen aus
der Abwicklung von Steuern und Schadensersatzansprüche.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 500 T € eine Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen V ermögensgegenstände haben alle
Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.
Das gezeichnete Kapital der Stadtwerke Münster GmbH beträgt unverändert 51.200.000 €.
Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung hat eigenkapitalähnlichen Charakter.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpf lichtungen umfassen die Rückstellung
für Pensionsverpflichtungen, eine Rückstellung für die Verpflichtungen zum Ausgleich der
Rentenminderung bei Altersteilzeitvereinbarungen, e ine Rückstellung für Deputatverpflich-
tungen sowie eine Rückstellung zur Abdeckung der au s einer möglichen Unterdeckung der
ZKW resultierenden Verpflichtungen.
In den Steuerrückstellungen sind die latenten Steue rn mit 2,8 Mio. € berücksichtigt. Bei der
Bewertung der latenten Steuern wurde in Folge der A bsenkung der Gesamtsteuerbelastung
durch die Unternehmensteuerreform 2008 der Steuersa tz von 40% im Vorjahr auf 30% im
Berichtsjahr gesenkt. Neben dem hieraus resultieren den Einmalertrag in Höhe von 937 T€
waren latente Steueraufwendungen von 25 T€ zu berüc ksichtigen. Der neue Steuersatz
wurde vor dem Hintergrund des regionales Schwerpunk ts des Konzerns, unverändert zum
Vorjahr, einheitlich auf die im Rahmen der Konsolid ierung zu berücksichtigenden latenten
Steuern angewendet.
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Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Netz- und Rohr-
netzsanierung, für den Rückbau von Anlageteilen des Heizkraftwerkes und der Rauchgas-
reinigungsanlage, für Urlaubsansprüche und Gleitzei tguthaben der Mitarbeiter, für Entsor-
gungsverpflichtungen, für bestehende Altersteilzeit verpflichtungen, für das Rückzahlungsri-
siko verschiedener öffentlicher Zuschüsse einschlie ßlich möglicher Zinsen, für ungewisse
Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebes, für betrie bliche Umstrukturierungen sowie für dro-
hende Verluste aus schwebenden Geschäften, insbesondere das Risiko aus der rechtlichen
Anerkennung von Gastarifen, gegen die einzelne Klagen anhängig sind.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesent lichen Steuern, erhaltene Sicherheits-
leistungen sowie Überzahlungen aus der Verbrauchsabrechnung.
Davon mit einer Restlauf-
zeit Restlaufzeit
Bilanzpositionen
Konzernbilanz
31.12.2007
in T€
bis 1
Jahr
1 bis 5
Jahre
mehr als
5 Jahre
bis 1 Jahr
Vorjahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82.779 10.250 22.066 50.463 4.843
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.217 1.217 -,- -,- 1.966
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.149 27.910 2.232 7 31.010
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 844 844 -,- -,- 111
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.473 8.473 -,- -,- 9.034
Sonstige Verbindlichkeiten 13.729 12.979 750 -,- 6.678
137.191 61.300 25.421 50.470 53.642
Durch Grundpfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.
3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Von den Umsatzerlösen (ohne Ökosteuer) entfallen 37 6,8 Mio. € auf den Versorgungsbe-
reich, 26,8 Mio. € auf den Verkehrsbereich, 11,3 Mi o. € auf IT - Leistungen und 1,5 Mio. €
auf andere Bereiche.
Durch die Änderung der Besteuerung von Erdgas zum 0 1.08.2006 ist
die Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse und der Mater ialaufwendungen des Vorjahrs einge-
schränkt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus dem Belastungsausgleich
nach KWK-Gesetz (8,3 Mio €), Erträge aus der Auflös ung von Rückstellungen (7,4 Mio.€),
Pacht- und Mieteinnahmen (3,8 Mio €), Entgelte für die Vergärung von Bio-Abfällen (2,5
Mio. €), aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (1,1 Mio €) und weitere
periodenfremde Erträge (1,0 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe, die
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, Versicher ungen, die Zuführung zur Rückstel-
lung für betriebliche Umstrukturierungen, sonstige Dienst- und Fremdleistungen, Rechts-,
Prüfungs- und Beratungskosten, verschiedene sowie periodenfremde Aufwendungen.
Von den Aufwendungen sind 4,5 Mio. € als periodenfr emd einzuordnen, die im wesentli-
chen KWK- und EEG-Zahlungen für Vorjahre betreffen.
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IV. Angaben zum Jahresergebnis
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung schließt ab mit einem Jahresüberschuss von 9,1
Mio. €. Unter Berücksichtigung des auf andere Gesel lschafter entfallenden Gewinns (0,5
Mio €), des Verlustvortrags (0,1 Mio. €) und der Vo rabgewinnausschüttung (6 Mio €) ergibt
sich ein Konzernbilanzgewinn von 2,5 Mio. €.
V. Vermerke
Der Bilanzvermerk betrifft dreizehn Bürgschaften zu gunsten der FMO Flughafen Münster-
Osnabrück GmbH, drei Patronatserklärungen und zwei Bürgschaften zugunsten der Ener-
giehandelsgesellschaft West mbH sowie eine Bürgscha ft zugunsten der Windkraft Nord-
seeheilbad Borkum GmbH. Der Bilanzvermerk berücksichtigt die Höhe der Bürgschaftsvalu-
ta per 31.12.2007.
VI. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich b eliefen sich zum 31.12.2007 auf 3,8 Mio.
€. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwische n 1 und 5 Jahren resultieren jährliche
Verpflichtungen von 0,6 Mio. €. Bei einer Tochterge sellschaft bestehen Entschädigungsver-
pflichtungen aus Erbbaurechtsverträgen in Höhe von 20,1 Mio. €.
2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:
Dr.-Ing. Norbert Ohlms
Dr. Henning Müller-Tengelmann ab 01.04.2008
Dr. Werner Spickenheuer ist zum 31.10.2007 ausgeschieden.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind in der Anlage genannt.
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 275 T€. Für die frühere Geschäftsfüh-
rung und ihre Hinterbliebenen wurden 102 T€ an Pens ionen aufgewendet. Für sie bestehen
Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.737T€.
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 991,10 €.
Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsverei nbarung festgelegten Kriterien Dar-
lehn erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während Ihrer Tätigkeit als Mitglieder
des Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinb arung Darlehn erhalten; deren Wert
betrug zum 31.12.2007 44.218,18 € bei Zinssätzen v on 0,5 % bis 2,5 %. Im Geschäftsjahr
2007 wurden 3.878,01 € getilgt. Lohn- und Gehaltsvo rschüsse waren zum 31.12.2007 nicht
zu bilanzieren.
3. Belegschaft
Von der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer (1 .245) waren 599 Lohnempfänger und
646 Gehaltsempfänger. Weiterhin waren bei dem Gemei nschaftsunternehmen Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH von 7 Arbeitnehmern 5 Lohn empfänger und 2 Gehaltsemp-
fänger.
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Einzelne Konzernunternehmen sind Mitglied der Kommu nalen Zusatzversorgungskasse
Westfalen-Lippe (ZKW). Zweck der Anstalt ist es, de n Arbeitnehmern im Wege privatrechtli-
cher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hint erbliebenenversorgung zu gewähren.
Die Unternehmen haben sich bei Begründung der Mitgl iedschaft verpflichtet, alle Arbeit-
nehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag übe r die Versorgung der Arbeitnehmer
kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) z u versichern sind.
Der derzeitige
Umlagesatz beträgt 4,5 % + 2,5 % Sanierungsgeld und wird von den Unternehmen allein
getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Lö hne und Gehälter für das Jahr 2007
beträgt rd. 45,7 Mio.€. Zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW
folgenden Verpflichtungen wurden Rückstellungen von 10,2 Mio. € gebildet.
Münster, am 31.05.2008
Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Norbert Ohlms gez. Dr. Henning Müller-Teng elmann
Organe der Gesellschaft
Gesellschafter
Stadt Münster zu 100 %
Aufsichtsrat
Heinz Röhricht Dieter Maager
1. Stellvertretender Vorsitzender, Ratsmitglied, He izungs- und
Arbeitnehmervertreter, Lüftungssanitärmeister
Freigestellter Betriebsratsvorsitzender
Antonio Machado
Joachim Tonn Arbeitnehmervertreter, Lagerist
Ratsmitglied, Kaufm. Angestellter
Andreas Nicklas
Ratsmitglied, Rechtsanwalt
Frank Baumann
Ratsmitglied, Online-Designer
Robert Otte
Ratsmitglied (ab 13.12.2007)
Helga Bickeböller Finanzmakler
Stadtkämmerin
Carsten Peters
Andrea Bleckmann Ratsmitglied, Geschäftsführer
Arbeitnehmervertreterin, Kaufm. Angestellte
Michael Weidekamp
Wilhelm Breitenbach Arbeitnehmervertreter, Techn. An-
gestellter
Ratsmitglied, Lehrer
Rolf Wischer
Ulrich Eisenack Arbeitnehmervertreter,
Ratsmitglied, Ltd. Regierungsdirektor Freigestellte s Betriebsratsmitglied
Werner Frenzel
Arbeitnehmervertreter, Kaufm. Angestellter Geschäftsführung
Dr.-Ing. Norbert Ohlms
Inge Jachmann Dr. Henning Müller-Tengelmann
Sachkundige Bürgerin, Architektin (ab 01.04.2008)
Dr. Werner Spickenheuer
(bis 31.10.2007)
Dr. Michael Jung
Ratsmitglied, Historiker
E n t w i c k l u n g d e s A n l a g e v e r m ö g e n s - A n l a g e z u m A n h a n g
A n s c h a f f u n g s - u n d H e r s t e l l u n g s k o s t e n
Wertentwicklung Vor Abrechnung von Zuschüssen Erhaltene Zuschüsse
Stand Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen Stand Stand Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen Stand Stand Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Stand Stand Stand
Posten des 01.01.2007 2007 2007 2007 31.12.2007 01.01.200 7 2007 2007 2007 31.12.2007 01.01.2007 2007 2007 2007 2007 31 .12.2007 31.12.2007 31.12.2006
Anlagevermögens T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
Konzessionen
und ähnliche Rechte 22.393 478 44 -185 22.642 2.855 1 - - 2.856 17.876 pA 449 44 - - 18 .383 1.403 1.662
gA 102 II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf 230.659 1.299 694 1.646 232.910 9.034 - - 1.304 10.338 111.85 1 pA 5.564 551 35 - 116.899 105.673 109.774
fremden Grundstücken
2. Verteilungsanlagen 584.279 6.798 1.065 2.454 592.466 33.017 3.495 - - 36.512 459 .377 pA 10.792 1.046 19 632 469.420 86.534 91.885
gA 910
3. Sonstige technische Anlagen
und Maschinen 167.645 5.633 3.634 8.174 177.818 14.588 - - - 14.588 70.766 p A 15.460 2.999 -55 - 83.172 80.058 82.291
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 33.278 2.922 1.935 - 34.265 13.352 710 - - 14.062 14.096 pA 1.6 81 1.934 - - 13.843 6.360 5.830
5. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 64.639 3.692 1.033 1.039 68.337 2.501 313 - - 2.814 53.143 pA 3 .399 1.029 1 284 55.348 10.175 8.995
gA 118
6. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 17.082 4.704 - -13.128 8.658 4.368 - - -1.304 3.064 - - - - - - 5.594 12.714
1.097.582 25.048 8.361 185 1.114.454 76.860 4.518 - 0 81.378 709.233 pA 36.896 7.559 0 916 738.682 294.394 311.489
gA 1.028
37.924
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.633 60 - - 1.693 - - - - - 1.488 apA 60 - - - 1.548 145 145
2. Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen 13.766 2.455 - - 16.221 - - - - - 11.237 apA 3.676 - - 33 14.880 1.3 41 2.529
3.
Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsver-
hältnis besteht 1.017 - 167 - 850 - - - - - - - - - - - 850 1.017
4. Wertpapiere des
Anlagevermögens 38.349 - 2.951 - 35.398 - - - - - 1.244 apA 82 8 - - 1.318 34.080 37. 105
5. Sonstige Ausleihungen 2.286 354 273 - 2.367 - - - - - - - - - - - 2.367 2.286
57.051 2.869 3.391 - 56.529 - - - - - 13.969 apA 3.818 8 - - 17.746 38.783 43.082
33
Gesamt 1.177.026 28.395 11.796 0 1.193.625 79.715 4.519 - 0 84.234 7 41.078 pA 37.345 7.611 0 916 774.811 334.580 356.233
gA 1.130 33
apA 3.818
42.293
Erläuterung der Abkürzungen :
pA = planmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter /Vollabschreibung gem. § 6 Abs. 2 EStG
apA = außerplanmäßige Abschreibungen
E =
Equity-Fortschreibung
A b s c h r e i b u n g e n / W e r t b e r i c h t i g u n g e n B u c h w e r t e
E
E
E
K o n z e r n
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
erwirtschaftetes
Konzerneigenkapital
Kumuliertes übriges
Konzernergebnis Eigenkapital Minderheiten-
kapital
Kumuliertes übriges
Konzernergebnis Eigenkapital Konzerneigenkapital
€ € € € € €
Stand 31. Dezember 2005 51.200.000,00 72.842.336,61 32.790.296,87 5.283.814,14 162.116.447,62 1.191.743,43 17.908,28 1.209.651,71 163. 326.099,33
Konzern-
Jahresüberschuss 2006 - - 16.346.114,53 - 16.346.114,53 178.934,24 - 178.934,24 1 6.525.048,77
Übriges
Konzernergebnis 2006 - - - - - - - - -
Konzern-
gesamtergebnis 2006 - - 16.346.114,53 - 16.346.114,53 178.934,24 - 178.934,24 1 6.525.048,77
Einstellungen 2006 - 32.145,55 44.749,85 - 76.895,40 40.946,15 - 40.946,15 117 .841,55
Entnahmen 2006 - - -44.749,85 - -44.749,85 -40.946,15 - -40.946,15 -85.696 ,00
Ausschüttung 2006 - - -15.411.908,85 - -15.411.908,85 -155.260,24 - -155.260 ,24 -15.567.169,09
Stand 31. Dezember 2006 51.200.000,00 72.874.482,16 33.724.502,55 5.283.814,14 163.082.798,85 1.215.417,43 17.908,28 1.233.325,71 164. 316.124,56
Konzern-
Jahresüberschuss 2007 - - 8.632.747,44 - 8.632.747,44 472.237,03 - 472.237,03 9.1 04.984,47
Übriges
Konzernergebnis 2007 - - - - - - - - -
Konzern-
gesamtergebnis 2007 - - 8.632.747,44 - 8.632.747,44 472.237,03 - 472.237,03 9.1 04.984,47
Einstellungen 2007 - 24.148,16 - 24.148,16 1.847,78 - 1.847,78 25.995,94
Entnahmen 2007 - - -1.847,81 - -1.847,81 - 0,00 -1.847,81
Ausschüttung 2007 - - -6.560.000,00 - -6.560.000,00 -91.590,38 - -91.590,38 - 6.651.590,38
Stand 31.Dezember 2007 51.200.000,00 72.898.630,32 35.795.402,18 5.283.814,14 165.177.846,64 1.597.911,86 17.908,28 1.615.820,14 166. 793.666,78
M u t t e r u n t e r n e h m e n M i n d e r h e i t e n g e s e l l s c h a f t e r
Konzern-Eigenkapitalspiegel der Stadtwerke Münster GmbH für die Geschäftsjahre 2006 und 2007 (01.01. - 31.12.)
Entwicklung
Posten
Anlage 3
TEUR TEUR TEUR
Jahresüberschuss 9.105 16.525 -7.420
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 42.293 42.845 -552
Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -949 -700 -249
Zunahme der Rückstellungen 3.211 23.756 -20.545
Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen -4.479 -4.626 147
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.123 -9.694 8.571
Zunahme (im Vorjahr Abnahme) der Vorräte,
der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -12.857 5.903 -18.760
Zunahme (im Vorjahr Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.931 -1.766 9.697
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 43.132 72.243 -29.111
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.867 1.832 35
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -25.048 -39.664 14.616
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen
Anlagevermögens 0 2 -2
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -478 -606 128
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3.168 35.079 -31.911
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.869 -26.676 23.807
Einzahlungen aus Zuschüssen 4.519 6.676 -2.157
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -18.841 -23.357 4.516
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 24 32 -8
Auszahlung an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -6.651 -15.567 8.916
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -11.624 -8.179 -3.445
Einzahlungen aus der Begebung von sonstigen Ausleihungen 273 376 -103
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -17.978 -23.338 5.360
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.313 25.548 -19.235
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 79.914 54.366 25.548
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 86.227 79.914 6.313
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Kassenbeständen, den Guthaben bei Kreditinstituten und den kurzfristigen
Wertpapieren des Umlaufvermögens zusammen. Die sonstigen Wertpapiere beinhalten kurzfristig veräußerbare
Inhaberschuldverschreibungen und Geldmarktfondsanteile.
Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
Veränderung
für das Geschäftsjahr 2007 (01.01. - 31.12.)
2007 2006
Seite 1 von 4
Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2007 (1.1.-31.12.)
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Bunde srepublik Deutschland sowie in dem
für unser Absatzgebiet maßgebenden Wirtschaftsraum Münster haben sich in 2007 nach
einer leichten Belebung im Vorjahr weiter konsolidi ert. Bei unterschiedlicher Entwicklung der
einzelnen Branchen konnte eine positive Nachfrageen twicklung nach unseren Produkten in
allen Geschäftsbereichen verzeichnet werden. Dieser positive Effekt wurde allerdings im
Wärmemarkt wie im Vorjahr durch die gegenüber dem l angfristigen Mittel relativ milden Au-
ßentemperaturen kompensiert.
Der zum Teil extreme Anstieg der Preise an den inte rnationalen Rohstoffmärkten hat auch
die Beschaffungsmärkte der Konzernunternehmen stark beeinflusst. Die Börsenpreise für
Strom sowie die Weltmarktpreise für Öl und Dieselkr aftstoffe verteuerten unsere Beschaf-
fungskosten für Strom und Gas, die Erzeugungskosten in unseren Heizkraftwerken sowie die
Leistungserstellung im Verkehrsbereich.
Die planmäßige Markterschließung in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern wurde auch
im Geschäftsjahr 2007 weiter vorangetrieben und dur ch konsequente benchmarkorientierte
Kontrolle der Geschäftsprozesse Kostensenkungspotentiale ermittelt und effektiv umgesetzt.
Die Investitionen im Konzern lagen auf weiterhin ho hem Niveau. Neben dem planmäßigen
Ausbau und der Verdichtung der Energie- und Wassern etze ist die im Rahmen eines Wär-
melieferungsvertrages erfolgte Übernahme einer Anza hl von Heizungsanlagen der Stadt
Münster zum 31.12.2007 sowie die Inbetriebnahme ein er Wärmespeicheranlage im ehemali-
gen Kohlerundbunker direkt an der GuD - Anlage zu nennen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsja hr 2007 weist mit 23,5 Mio. € ein um
3,1 Mio. € vermindertes Ergebnis der gewöhnlichen G eschäftstätigkeit aus. Das Ergebnis
des Vorjahres war wesentlich durch die Realisierung eines Veräußerungsgewinns bei Wert-
papieren des Anlagevermögens beeinflusst.
Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Konzer ns Stadtwerke Münster GmbH kann
angesichts der schwierigen Lage im Wettbewerbsmarkt sowie den Anforderungen aus dem
energiepolitischen Umfeld für das Geschäftsjahr 200 7 insgesamt noch als zufriedenstellend
bezeichnet werden.
Mit der Gründung der Stadtwerke Münster Netzgesells chaft mbH in 2005 haben die Stadt-
werke Münster die Vorgaben des zweiten Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschafts-
rechtes vorzeitig umgesetzt. Die Netzgesellschaft h at fristgemäß die Anträge zur Festset-
zung der Strom- und Gasnetzentgelte bei den zuständ igen Regulierungsbehörden gestellt.
Die beantragten Entgelte für die Nutzung der Strom- und Gasnetze wurden danach im Be-
richtsjahr zum Teil erheblich gekürzt.
Der Geschäftsverlauf des Jahres 2007 war insbesonde re in den Energieversorgungsberei-
chen durch weiterhin stark steigende Preise auf den Beschaffungsmärkten geprägt, die nur
teilweise an die Kunden durch Preis- und Tarifanpassungen im Strom- und Wärmemarkt wei-
tergegeben werden konnten. In einigen Bereichen gel ang es außerdem, die abgesetzten
Mengen zu steigern. Im Wärmemarkt wurde diese posit ive Absatzentwicklung wiederum
durch die im langfristigen Mittel relativ milden Au ßentemperaturen kompensiert. Dement-
sprechend stiegen die Umsatzerlöse im Konzern um 29 ,5 Mio. € (7,6 %) gegenüber dem
Vorjahr. Hauptträger dieser Entwicklung war der Ver sorgungsbereich mit um 28,3 Mio. € ge-
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stiegenen Umsatzerlösen. Im Verkehrsbereich blieben die Umsatzerlöse konstant, bei den
IT-Leistungen konnten sie um 1,4 Mio. € gesteigert werden.
Die Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen stiegen um 1,0 Mio. €
auf 3,7 Mio. € im wesentlichen in Folge der Abschre ibung der Beteiligung an der FMO Flug-
hafen Münster / Osnabrück GmbH einschließlich der in 2007 erfolgten Kapitalerhöhung.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben aperiodischen Aufwendungen Kos-
ten für Vorsorgemaßnahmen zu Risiken aus der unsich eren Preisentwicklung auf den Ener-
gie- und Beschafffungsmärkten sowie Kosten für anstehende Restrukturierungsmaßnahmen.
Der Konzern – Jahresüberschuss verminderte sich in der Folge um 7,4 Mio. € auf 9,1 Mio. €.
Die Entwicklung der Liquidität des Konzern ist in d er als Anlage beigefügten Kapitalfluss-
rechnung dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, s eine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen,
war jederzeit gegeben. Der Finanzmittelfonds stieg um 6,3 Mio. € auf 86,2 Mio. €. Die Eigen-
kapitalquote stieg um 0,6%-Punkte auf 34,1%. Der An lagendeckungsgrad (Anteil des durch
Eigenkapital finanzierten Anlagevermögens) erhöhte sich in der Folge wieder von 46,1% auf
49,8%. Die weiterhin gute Bonität spiegelt sich auc h in der Einstufung der Kreditwürdigkeit
des Mutterunternehmens in unabhängigen Ratings.
Das Anlagevermögen des Konzerns hat sich trotz des weiterhin hohen Investitionsniveaus
abschreibungsbedingt um 21,7 Mio. € vermindert. De mgegenüber stieg das Umlaufvermö-
gen insbesondere durch die Entwicklung der Forderun gen aus Lieferungen und Leistungen
und den Aufbau der Position Wertpapiere bei Rückführung der liquiden Mittel um 19,2 Mio. €
auf 153,6 Mio. €. Die um 4,2 Mio. € auf 139,3 Mio. € erhöhten Rückstellungen berücksichti-
gen die erkennbaren kurz- und mittelfristigen Risik en einschließlich der Pensionen und ähnli-
chen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten gegenü ber Kreditinstituten konnten um weitere
11,6 Mio. € auf 82,8 Mio. € reduziert werden. Insge samt ging die Bilanzsumme leicht um 2,5
Mio. € auf 488,5 Mio. € zurück. Unter Berücksichtig ung der schwierigen wirtschaftlichen Situ-
ation des Berichtsjahres auf den Energiemärkten kan n die Vermögens- und Finanzlage als
solide bezeichnet werden.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2007, die eine
maßgebliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- od er Vermögenslage des Konzerns ge-
habt hätten, waren nicht zu verzeichnen.
Chancen und Risiken
Im Rahmen des bei der Konzernmutter angesiedelten B eteiligungscontrollings werden die
Risikoaspekte der Beteiligungsunternehmen erfasst u nd angemessen berücksichtigt. Die
verantwortlichen Vertreter der Stadtwerke Münster G mbH in den zuständigen Organen der
Beteiligungsgesellschaften (Gesellschafterversammlu ngen, Beiräte und Aufsichtsräte) erör-
tern regelmäßig in den vorgenannten Gremien die wes entlichen Aspekte des Risikomana-
gements für das betroffene Unternehmen und ihre Aus wirkungen auf andere Konzerngesell-
schaften. Die Ergebnisse dieser Erörterungen werden regelmäßig in den Sitzungen des Auf-
sichtsrates der Muttergesellschaft Stadtwerke Münst er GmbH in zusammengefasster Form
im laufenden Risikobericht der Geschäftsführung dargestellt.
Das gesamte Risikomanagement wird durch die interne Revision der Stadtwerke auf Funkti-
onsfähigkeit und Angemessenheit überprüft. Bei den operativen Beteiligungsgesellschaften
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wurde die interne Revision der Stadtwerke Münster G mbH beauftragt, ein Risikocontrolling
durchzuführen.
Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsunternehmen oder der Muttergesellschaft wesent-
lich zu beeinträchtigen, sind nach unserer Einschät zung derzeit nicht zu erkennen. Beste-
henden Risiken wird durch bilanzielle Vorsorge oder durch den Abschluss entsprechender
Versicherungen begegnet.
Als Hauptrisiken werden die sich abzeichnenden Veränderungen in den liberalisier-
ten Energiemärkten, insbesondere die noch nicht absehbaren Preisrisiken aus der
weiteren Festsetzung der Netzentgelte für Strom und Gas sowie die Forderungen der
Regulierungsbehörden zur eigentumsrechtlichen Entflechtung der Netze gesehen.
Die zukünftige wirtschaftlich tragbare Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs
wird durch die angekündigte weitere Reduzierung von Ausgleichsleistungen des Landes
Nordrhein–Westfalen für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen des öffentlichen Personen-
nahverkehrs bestimmt. Ebenso stellt die mögliche Ei nschränkung des steuerlichen Querver-
bundes zugunsten des öffentlichen Personennahverkehrs ein hohes Risiko dar.
Die Änderung des Ordnungsrahmens für die kommunale Versorgungs- und Verkehrswirt-
schaft durch die Novellierung der Gemeindeordnung N W unter der Zielsetzung „Privat vor
Staat“ wird ebenfalls als besonders kritisch für die Konzernunternehmen angesehen.
Diese Risiken werden einzeln und kumulativ als nicht bestandsgefährdend eingeschätzt.
Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wurde dem A ufsichtsrat und der Gesellschafterin
der Stadtwerke Münster GmbH regelmäßig berichtet.
Die Entwicklung der Strompreise wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Gas- und
Dampfturbinen-Anlage aus. Die mittelfristig möglich e differenzierte Entwicklung der Energie-
preise kann aber auch die Wirtschaftlichkeit der GuD-Anlage belasten.
Die liberalisierten Energiemärkte bieten neben den Risiken auch die Chance, die bereits in
den zurückliegenden Geschäftsjahren begonnene spürb are Ausweitung des Energieabsat-
zes über das ursprüngliche Versorgungsgebiet Stadt Münster deutlich auszuweiten.
Ausblick
Die Anlageninvestitionen werden weiter auf einem angemessen hohen Niveau liegen.
Bei der FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH ist nach einem in 2008 erwarteten posi-
tiven Beschluss zum Ausbau der Start- und Landebahn eine weitere Eigenkapitalzuführung
der Gesellschafter vorgesehen.
Die Stadtwerke Münster GmbH beteiligen sich mit anderen Stadtwerken und überre-
gionalen Energieversorgungsunternehmen an zwei neuen Steinkohlekraftwerkspro-
jekten, um neben den gasbasierten Erzeugungskapazitäten eine angemessene Risi-
kostreuung der eigenen Stromerzeugung zu erreichen.
Die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2008 wird leicht schwächer erwartet.
Bei nicht abschätzbaren Entwicklungen der Preise au f den Beschaffungsmärkten sowie der
Entscheidungen der Regulierungsbehörde zur Festsetz ung der Netzentgelte für Strom und
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Gas ist ein weiterer Margenverlust in den Energiesp arten nicht auszuschließen. Das Ergeb-
nis des laufenden Geschäftsjahres 2008 wird unter dem Ergebnis des Vorjahres erwartet.
Für das Geschäftsjahr 2009 wird von einem weiterhin schwächeren Verlauf der Geschäfts-
entwicklung ausgegangen. Die Chancen und Risiken in sbesondere auf den Energiemärkten
werden in ähnlicher Weise beurteilt wie im laufenden Geschäftsjahr.
Münster, am 31.05.2008
Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Norbert Ohlms gez. Dr. Henning Müller-Tengelmann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0691/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 09.09.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37