2530/2025
Monitoringbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1: Monitoringbericht KFK_final
133299 Zeichen
Monitoringbericht
zum 2. Aktionsplan „kinder- und
jugendfreundliches Köln 2022 -20251“
1 Ein Verlängerungsantrag wurde gestellt. Die Laufzeit des Aktionsplans „kinder - und jugendfreundliches Köln“
wurde bis Juni 2026 verlängert.
2
Inhaltsverzeichnis
Einführung ...............................................................................................................................................3
Maßnahme 1 ...........................................................................................................................................4
Maßnahme 2 ........................................................................................................................................ 11
Maßnahme 3 ........................................................................................................................................ 14
Maßnahme 4 ........................................................................................................................................ 16
Maßnahme 5 ........................................................................................................................................ 18
Maßnahme 6 ........................................................................................................................................ 21
Maßnahme 7 ........................................................................................................................................ 24
Maßnahme 8 ........................................................................................................................................ 28
Maßnahme 9 ........................................................................................................................................ 31
Maßnahme 10 ...................................................................................................................................... 33
Maßnahme 11 ...................................................................................................................................... 36
Maßnahme 12 ...................................................................................................................................... 38
Maßnahme 13 ...................................................................................................................................... 41
Maßnahme 14 ...................................................................................................................................... 43
Maßnahme 15 ...................................................................................................................................... 46
Einschätzung des bisherigen Gesamtverlaufs ............................................................................... 48
Wissenschaftliche Begleitung............................................................................................................ 50
Gesamtfazit .......................................................................................................................................... 51
Anlagen ................................................................................................................................................. 52
Kontaktdaten Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune............................................................ 52
Kurzüberblick- Stand der Umsetzung .......................................................................................... 53
3
Einführung
Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat
der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maßnahmen, die die
Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sollen.
Schaubild: Eigene Darstellung, vgl. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025, S. 27
Dieser Monitoringbericht beinhaltet einen Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des
Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025. Er versteht sich nicht als abschließend
und vollumfänglich, sondern soll über den aktuellen Stand der Umsetzung Transparenz schaffen
(Stichtag 12. August 2025).
Der vorliegende Monitoringbericht bildet zudem die Grundlage für das anstehende
Monitoringgespräch mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. und den Sachverständigen.
Das Monitoringgespräch ist für den 31. Oktober 2025 terminiert.
Die Maßnahmen im Aktionsplan sind bis zum Ende der ursprünglich dreijährigen, nun auf vier Jahre
verlängerten Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in anderen strategischen
Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Verzahnung mit weiteren gesamtstädtischen
Strategieprozessen bringt es mit sich, dass der Aktionsplan „kinder-und jugendfreundliches Köln“ sich
an deren Umsetzungszeiträumen orientieren und angleichen muss. Die Zielerreichung wird
dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der
Siegelphase vollständig abgeschlossen sein. Eine Verlängerung der Siegelphase um ein weiteres
Jahr bis Juni 2026 wurde beim Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. beantragt und genehmigt.
Damit läuft der aktuelle Aktionsplan weiterhin bis Juni 2026
Die Koordination des Aktionsplans und des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune wird von einer
Vollzeit- und einer Teilzeitstelle mit einem Stundenumfang von 28 Stunden wahrgenommen, welche
als Stabsstelle der Amtsleitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie unmittelbar zugeordnet
sind. Es besteht eine enge Schnittstelle in der Zusammenarbeit mit der Abteilung Kinderinteressen
und Jugendförderung. Hier insbesondere zum Kooperativen Kinder- und Jugendbüro und der
Spielraumplanung der Stadt Köln.
4
Maßnahme 1
Etablierung eines stadtweiten, bezirklichen Beteiligungsverfahrens für
Kinder und Jugendliche.
Maßnahmenziel
Die Etablierung eines skalierbaren und standardisierten Verfahrens zur systematischen
Implementierung der Kinder- und Jugendperspektive in die städtischen Planungen, Konzepte
und Leitlinien. Sicherung durch den Verwaltungsvorstand.
1. 2021: In einem interdisziplinären Projektteam wurde ein Konzept zu einem möglichen
standardisierten Verfahren für Kinder und Jugendliche entwickelt. Die Zielgruppe wurde
bereits im Entwicklungsprozess beteiligt.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Das Beteiligungskonzept von HEY Mülheim! kann hier abgerufen werden.
2. 2022: Das zweistufige Beteiligungsverfahren „Veedels-Check“ wird als Pilotprojekt bis Ende
Mai 2022 im Stadtbezirk Köln- Mülheim mit Beteiligung von mindestens 200 Teilnehmer*innen
durchgeführt.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Über das Beteiligungsportal der Stadt Köln wurden über 700 Beiträge, 4416 Bewertungen und 30
Kommentare eingereicht. Hinweis: Der Kartendialog wurde während des Dialogzeitraums öffentlich
auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln eingebunden. In der Auswertung der Beiträge wurde klar,
dass nicht alle Beiträge von Kindern oder Jugendlichen erstellt wurden, sondern zum Teil von
Erwachsenen stammen. Viele Veedels -Spaziergänge wurden von Multiplikator*innen begleitet und
teilweise durch die Begleitpersonen stellvertretend für die Kinder und Jugendliche eingestellt. Durch
das Online- Format kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Erwachsene den Raum auch für
sich genutzt haben, mutmaßlich um die Interessen der Zielgruppe zu vertreten (im Sinne einer
anwaltschaftlichen Vertretung).
Neben den digitalen Rückmeldungen wurden zudem auf analogem Weg Beiträge und Einsendungen
von Schüler*innen, Kindern aus Kindertagesstätten und weiteren Kindern und Jugendlichen am
Aktionsstand am Wiener Platz eingereicht. Der größte Anteil aller Beiträge wurde im Stadtteil Mülheim
abgegeben (38 Prozent), davon allein ein Drittel (ca. 33 Prozent) mit inhaltlichem Bezug zum Wiener
Platz. In Höhenhaus wurden 12 Prozent der Beiträge abgegeben, in Stammheim 8 Prozent. Es folgen
die Stadtteile Dünnwald, Flittard, Dellbrück mit 7 Prozent, gefolgt von Buchheim (6 Prozent) und
Buchforst sowie Holweide (jeweils 4 Prozent). Es wurden 139 Beiträge zu positiv bewerteten Orten
abgegeben, davon über 30 Prozent zum Wiener Platz und dem direkten Umfeld.
Die fünf wichtigsten Oberthemen waren Sauberkeit, Grünflächen, Freizeitangebote, Sicherheit und
Mobilität. Diese wurden auf der Veedels-Konferenz mithilfe von Karten und sogenannten
Ankerbeiträgen genauer betrachtet. Diese Beiträge wurden ausgewählt, weil sie besonders hohe
Zustimmungswerte erhielten und/ oder sie exemplarisch für das Oberthema und/oder den Stadtteil
stehen.
Die umfangreiche Auswertung des Kartendialogs kann hier abgerufen werden.
Die Veedels-Konferenz als zweite Beteiligungsphase sollte ursprünglich am 20. Mai 2022 stattfinden.
Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde die Veranstaltung jedoch zum Schutz aller kurzfristig
abgesagt. Die Veranstaltung wurde am Freitag, den 24. Juni 2022 nachgeholt. Kinder und
5
Jugendliche diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Verwaltung, Politik und
Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Mülheim ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche für ihr Veedel.
Aufgrund der sturmbedingten Verschiebung der Veranstaltung vom 20. Mai auf den letzten Schultag
vor den Sommerferien nahmen leider weniger junge Menschen teil als ursprünglich angedacht.
Insgesamt waren circa 70 Teilnehmer*innen bei der Veedels- Konferenz dabei. Die Themen, die die
Kinder und Jugendlichen über das Portal geteilt haben, waren sehr vielfältig und betreffen alle
Facetten des städtischen Handelns und des täglichen Lebens in der Stadt. Es wird deutlich, dass sich
die Kinder und Jugendlichen nicht allein mit ihrer engeren Lebenswelt befassen, sondern einen
weiten Blick auf die Umstände in ihrer Stadt haben. Die Einzelbeiträge sind weiterhin auf dem
Beteiligungsportal der Stadt Köln einsehbar. Daher war es für das Format unerlässlich, dass unter
anderem über 30 verschiedene Fachämter, sowie externe Partner*innen der Kölner Verkehrsbetriebe,
der Abfallwirtschaftsbetriebe und der Polizei der Einladung in die Stadthalle gefolgt sind, um ihre
Expertise einfließen zu lassen und die Themen der Kinder und Jugendlichen fachspezifisch zu
bearbeiten. Im gesamten Teilnehmer*innen-Kreis wurden darüberhinausgehende Ideen und
Vorschläge entwickelt, wie jede*r aus seiner Rolle und Position einen Beitrag zu einem kinder- und
jugendfreundlicheren Köln Mülheim leisten kann.
Mehr Infos zur Veedels- Konferenz können hier abgerufen werden.
3. 2022: Es wurden mindestens 10 Projekte und Maßnahmen identifiziert, welche innerhalb von
100 Tagen umgesetzt werden können (sogenannte „Quick wins“). Die Verantwortung für die
Umsetzung dieser Maßnahmen liegt bei den federführenden Ämtern.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Nach Abschluss der beiden Beteiligungsphasen
folgte die Umsetzungsphase: Die Ergebnisse der Veedels-Konferenz und die Einzelbeiträge der
Kinder und Jugendlichen wurden gebündelt und an die zuständigen Stellen mit der Bitte zur Prüfung
oder Beantwortung koordiniert. Zudem wurden weitere offene Anregungen, Fragen und geäußerten
Wünsche der Kinder und Jugendlichen beantwortet.
Den Startschuss der 100 Tage Challenge gab die Veedels-Konferenz am 24. Juni 2022. Auf dem
Beteiligungsportal wird auch nach Abschluss der 100 Tage Challenge weiterhin über den aktuellen
Umsetzungsstand berichtet. Das bedeutet auch, dass der Status der Prüfung von einigen
Maßnahmen kommuniziert wird. Ebenso werden Anregungen und Wünsche beantwortet, die nicht
umsetzbar sind, sowie dazu jeweils eine Begründung der Entscheidung gegeben.
4. Bis Ende 2022 wird das Potenzial des „Veedels-Checks“ mit seinen zwei Bausteinen (Vor-
Ort-Quartiersbegehung und Großgruppenkonferenz) als möglicher standardisierter Ansatz für
alle anderen Veedel bzw. Bezirke der Stadt Köln reflektiert und diskutiert.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Der Zeithorizont des Ziels wurde auf Ende 2023
ausgeweitet.
Nach Abschluss des zweiphasigen Beteiligungsverfahrens in Köln Mülheim wurde am Freitag, dem
09. September 2022 im Rahmen einer Multiplikator*innen- Konferenz im Kulturbunker Mülheim das
Beteiligungsverfahren auf seine Zukunftsfähigkeit hin ausgewertet und geprüft. Zudem wurden erste
Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Verfahrens diskutiert. Die Veranstaltung richtete sich
schwerpunktmäßig an die Mitglieder der Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune, stadtweite
Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit, sowie politische Vertreter*innen. Weiterhin waren
Multiplikator*innen aus dem HEY Mülheim Projekt eingeladen, die ihre Erfahrungen einfließen lassen
konnten. Die Auswertung und Reflexion des Pilot-Projekt erfolgte in mehreren Schritten:
1. Multiplikator*innen-Konferenz (Status: abgeschlossen)
2. Reflexionsworkshop des Projektteams (Status: abgeschlossen)
6
3. Einzelrückmeldungen von Multiplikator*innen und Kindern und Jugendlichen (Status:
abgeschlossen)
4. Wissenschaftliche Auswertung: Diskursanalyse durch die katholische Hochschule Köln (Status:
abgeschlossen)
Nach Abschluss der Diskursanalyse und auf Grundlage der bereits vorliegenden Ergebnisse der
Auswertungsschleifen wurde das Beteiligungskonzept des Veedels-Checks weiterentwickelt.
5. 2023: Sofern das Prüfergebnis für das Ausrollen des Verfahrens auf andere Veedel bzw.
Bezirke positiv ausfällt, werden durch einen verwaltungsinternen Beschluss interne Mittel
oder durch eine gesonderte Entscheidung in den zuständigen politischen Gremien
(Fachausschuss oder Rat) zusätzliche finanzielle und/oder personelle Ressourcen beantragt.
Sofern Ressourcen bereitgestellt werden, wird im Jahr 2023 das Verfahren in einem der
anderen acht Stadtbezirke durchgeführt. Sofern das Prüferergebnis negativ ausfällt, soll ein
abgewandeltes oder alternatives Beteiligungsverfahren entwickelt werden.
Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Fortführung des Veedels-Checks wurde
am 26.09.2023 seitens des Jugendhilfeausschusses beschlossen und entsprechende Mittel für den
Beteiligungsprozess zur Verfügung gestellt. Gemäß dem Beschluss soll die Entscheidung der
Bezirksvertretung Nippes vom 01.06.2023, die Vergabe von Stadtverschönerungsmitteln in die Hand
von Kindern und Jugendlichen zu legen, einbezogen und ergänzt werden. Seitens der
Bezirksvertretung Nippes wurden 75.000 Euro aus den Stadtverschönerungsmitteln des Bezirks für
die Umsetzung von durch Jugendliche angeregte Projekt- oder Maßnahmenideen zur Verfügung
gestellt. Der Stadtbezirk Nippes wurde daher für den zweiten Veedels-Check ausgewählt. Um
Transparenz bezüglich der Umsetzung zu schaffen, wurde das aktualisierte und ergänzte
Beteiligungskonzept dem Jugendhilfeausschuss, der Bezirksvertretung Nippes und dem Ausschuss
für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden zur Kenntnis vorgelegt. Das
Beteiligungskonzept kann hier eingesehen werden. Um zudem eine rechtzeitige Einbindung und
Mitwirkung aller relevanten Akteur*innen innerhalb der Stadtverwaltung zu gewährleisten, wurde der
Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung am 27. Februar mündlich über die Fortsetzung des
bezirklichen Kinder- und Jugendbeteiligungsformats informiert und beteiligt.
6. 2024: Bis Ende 2024 wird ein Veedels-Check im Stadtbezirk Nippes durchgeführt.
Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Projektleitung oblag der Stabstelle
Kinderfreundliche Kommune. Zur Umsetzung von „HEY Nippes!“ wurde ein Projektteam gebildet,
welches für den Projekterfolg mitverantwortlich war. Das Projektteam bestand aus Mitarbeiter*innen
des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung der
Stadt Köln, sowie den Kooperationspartner*innen Youth Lead the Change Germany e.V.(kurz:
YLCG), den Teachers for future Germany e.V. Über das Projektteam hinaus unterstützten auch das
Kooperative Kinder- und Jugendbüro und der Kölner Jugendring e.V. bei der Umsetzung des Kinder-
und Jugendbeteiligungsformats.
Phase 1, Öffentlichkeitsbeteiligung: „Veedels-Spaziergänge“ | Köln-Nippes, 04.März- 17.März
2024
Die erste Beteiligungsphase des Veedels- Checks wurde mit Unterstützung durch das Büro für
Öffentlichkeitsbeteiligung bereits erfolgreich abgeschlossen.
Mithilfe des niedrigschwelligen Online-Kartendialogs fanden im Stadtbezirk Nippes zwischen dem 04.
März und 17. März 2024 (zum Teil begleitete) Sozialraumbegehungen von jungen Kölner*innen statt.
Die junge Zielgruppe wurde mithilfe des Kartendialogs befähigt ihren Lebensraum zu erkunden und
7
aus eigener Perspektive zu bewerten. Die Bewertung des Stadtraums durch Kinder und Jugendliche
wurden dabei mittels digitaler und analoger Instrumente dokumentiert. Während des
Beteiligungszeitraums informierten zusätzlich Mitarbeiter*innen der Stadt Köln mit dem Meinungs-
Mobil an 12 zentralen Standorten in den Stadtteilen von Köln Nippes über das Format und standen
den Teilnehmer*innen oder weiteren interessierten Personen für Fragen rund um die Kinder- und
Jugendbeteiligung zur Verfügung. Die Anlaufstellen wurde während des Beteiligungszeitraums rege
genutzt.
Über das Beteiligungsportal der Stadt Köln gingen über 518 Beiträge, 326 Bewertungen und 89
Kommentare von Kindern und Jugendlichen ein. Neben den digitalen Rückmeldungen kamen zudem
auf analogem Wege Beiträge und Einsendungen von Nippeser Schüler*innen, Kindern aus Nippeser
Kindertagesstätten und weiteren Kindern und Jugendlichen am Aktionsstand.
Nach Sichtung und Auswertung aller Eingänge stellt sich heraus, dass folgende Themen, den jungen
Nippeser*innen besonders auf dem Herzen liegen:
1. Verkehr: 39%, davon:
o Verkehrssicherheit 25%
o Radverkehr 19 %
o Verkehrsberuhigung 15%
o Zustand der Wege: 12%
o Sonstige Verkehrsthemen 29%
2. Mobiliar im öffentlichen Raum: 20%
3. Sauberkeit: 17%
4. Sicherheitsempfinden 10%
5. Stadtgrün 5%
Alle Beiträge der Veedels-Spaziergänge, Hintergrundinformationen und der umfangreiche
Auswertungsbericht zum Beteiligungsprozess können hier abgerufen werden.
Begleitende Schul-Workshops
Zur verbesserten Einbindung von Schulen in das Kinder- und Jugendbeteiligungsformat wurde eine
Kooperation mit den Teachers for future Germany e.V. (kurz T4f) geschlossen. Im Zeitraum vor und
während der Veedels-Spaziergänge wurden Workshops in Schulklassen an Schulen
unterschiedlicher Schulformen (erreicht wurden: 1 Grundschule, 1 Gesamtschule, 1 Gymnasium, 1
Realschule) in Köln Nippes umgesetzt. Neben der Vorstellung und Vorbereitung des
Beteiligungsformats HEY Nippes! wurden in den Workshop auch die 17 nachhaltigen
Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDG) thematisiert
und erste konkrete Projektideen für Nippes entwickelt, die im Rahmen der Veedels-Spaziergänge
eingebracht wurden. Durch das Kennenlernen eigener politischer Handlungsmöglichkeiten wurde
zudem das Demokratieverständnis der Teilnehmer*innen gestärkt.
Phase 2, ÖB: „Veedels-Konferenz“ | Köln-Nippes, Freitag, 21. Juni 2024 im Bürgerzentrum
Altenberger Hof
Die zweite Beteiligungsphase des Veedels- Checks wurde mit Unterstützung des Projektteams HEY
Nippes! bereits erfolgreich abgeschlossen.
Die Veedels-Konferenz fand am 21. Juni 2024 im Bürgerzentrum Altenberger Hof statt. Das
Großgruppenformat wurde dafür genutzt, die Ergebnisse der Veedels- Spaziergänge vorzustellen und
8
in den Austausch zu kommen. Kinder und Jugendliche diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen
aus der Verwaltung, Politik und Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Nippes ihre Ideen,
Vorschläge und Wünsche für ihr Veedel.
Insgesamt nahmen circa 100 Teilnehmer*innen an der Veedels- Konferenz teil. Die Themen, die die
Kinder und Jugendlichen über das Beteiligungsportal geteilt haben, waren sehr vielfältig und betreffen
alle Facetten des städtischen Handelns und des täglichen Lebens in der Stadt. Es wird deutlich, dass
sich die Kinder und Jugendlichen nicht allein mit ihrer engeren Lebenswelt befassen, sondern einen
weiten Blick auf die Umstände in ihrer Stadt haben. Daher war es für das Format unerlässlich, dass
verschiedene Fachämter, sowie externe Partner*innen der Abfallwirtschaftsbetriebe und der Polizei
der Einladung in die Stadthalle gefolgt sind, um ihre Expertise einfließen zu lassen und die Themen
der Kinder und Jugendlichen fachspezifisch zu bearbeiten.
Weitere Informationen zur und Impressionen von der Veedels- Konferenz können hier abgerufen
werden.
100 Tage Challenge
Nach Abschluss der beiden Beteiligungsphasen folgte die Umsetzungsphase: Die Ergebnisse der
Veedels-Konferenz und die Einzelbeiträge der Kinder und Jugendlichen wurden gebündelt und an die
zuständigen Stellen mit der Bitte zur Prüfung oder Beantwortung koordiniert. Zudem werden weitere
offene Anregungen, Fragen und geäußerten Wünsche der Kinder und Jugendlichen beantwortet.
Hierbei bestanden folgende Zielsetzungen:
Erarbeitung sogenannter „Quick-wins“, also kleine, schnell umsetzbare Maßnahmen, die den
Kindern und Jugendlichen eine unmittelbare Selbstwirksamkeitserfahrung ermöglichen
Herstellung von Transparenz durch Veröffentlichung der Beantwortungen auf dem
Beteiligungsportal
Weitergabe von Informationen zu laufenden oder geplanten Vorhaben der Stadt Köln
Start einer 100 Tage Challenge für eine lebensweltrealistische Zeitschiene für Kinder und
Jugendliche
Den Startschuss der 100 Tage Challenge gab die Veedels-Konferenz am 24. Juni. Auf dem
Beteiligungsportal wurde auch nach Abschluss der 100 Tage Challenge über den aktuellen
Umsetzungsstand berichtet. Das bedeutet auch, dass der Status der Prüfung von einigen
Maßnahmen kommuniziert wurde. Hier waren und sind alle betroffenen Ämter und Fachbereiche
gefragt, die Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune dabei zu unterstützen die Beiträge zu pflegen
und auf aktuellem Stand zu halten. Ebenso wurden Anregungen und Wünsche beantwortet, die nicht
umsetzbar sind.
Projekt- und Maßnahmenideen für die Stadtverschönerungsmittel
Auf dem Beteiligungsportal konnten unter der Kategorie „Meine Idee für Nippes“ Projektvorschläge
eingereicht werden. Für deren Umsetzung standen 75.000 Euro aus den bezirklichen
Stadtverschönerungsmitteln zur Verfügung. In der Kategorie wurden über 100 Ideen von den Kindern
und Jugendlichen eingereicht. Im ersten Schritt wurde seitens der zuständigen Ämter überprüft,
welche Ideen grundsätzlich dem Kriterienkatalog der Stadtverschönerungsmittel entsprechen. Die
Ideen, die nicht in den Kriterienkatalog passen, flossen in die 100 Tage Challenge ein.
Die weiteren Ideen wurden auf der Veedels-Konferenz weiter ausgearbeitet. Die beteiligten Kinder
und Jugendliche wurden bei der Ausarbeitung der Projektideen seitens des Kooperationspartners
„Youth lead the germany e.V.“ unterstützt. Dazu wurde eine Steckbrief-Vorlage ausgearbeitet, die die
Bearbeitung für die Kinder und Jugendlichen erleichtern sollte.
9
Die ausgearbeiteten Projekt- oder Maßnahmenideen wurden in einem nächsten Schritt an die
Verwaltung zur Prüfung der Umsetzbarkeit (Kriterienkatalog Stadtverschönerungsmittel,
Kosteneinschätzung, zeitliche Schiene) an das zuständige Amt für Landschaftspflege und
Grünflächen zur Prüfung weitergeleitet.
Phase 3, ÖB: „Priorisierung der Projektideen für das Veedel“ digital und aufsuchend
Die dritte Beteiligungsphase wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Der Online-Kartendialog „Meine Idee für Nippes“, der im Zeitraum vom 9.- 23. Oktober 2024 stattfand,
bildet die dritte Beteiligungsphase des Kinder- und Jugendbeteiligungsformats „HEY Nippes-Check
mit uns dein Veedel“. Junge Menschen aus Nippes wurden eingeladen ihre eingereichten und von der
Verwaltung auf Machbarkeit hin vorgeprüfte Ideen mittels einer Sterne Bewertung zu priorisieren. Es
wurden insgesamt sechs Projektideen auf dem Beteiligungsportal vorgestellt. Für jede Projektidee
konnte eine 1 bis 5 Sterne Bewertung (1= niedrigste / 5 = höchste Bewertungsmöglichkeit)
abgegeben werden. Zudem konnten Kinder und Jugendliche in der Kommentarfunktion noch
begründen, warum ihnen die Idee für sich und für Nippes wichtig ist.
Bei der Vorstellung der Projektideen wurden neben der Erklärung zum Projekt auch ein möglicher
Standort angegeben und die geschätzten Kosten aufgeschlüsselt. Ebenso wurde transparent
dargestellt auf welche Nachhaltigkeitsziele (17 globale Nachhaltigkeitsziele/ SDGs) die jeweilige
Projektidee einzahlt.
Die Sternebewertungen und Kommentare sind auch nach Abschluss der Beteiligung öffentlich auf
dem Beteiligungsportal einsehbar. Zudem können die Ergebnisse im umfangreichen
Auswertungsbericht (Vorlage 3442/2024) nachgelesen werden.
Die Bezirksvertretung Nippes stellte auf Antrag von Grünen, SPD, Gut / Klima Freunde, FDP und
Linke weitere Mittel für die Umsetzung der Projektideen der Kinder und Jugendlichen zur Verfügung
und erhöhte die Summe auf insgesamt 113.000 Euro (AN/1466/2024). Die Projektumsetzungen
sollen im 3. und 4. Quartal 2025 erfolgen.
Re-Check
Nach 100 Tagen erfolgte ein Re-Check zum Umsetzungsstand. Die Ausgestaltung des Re-Checks
erfolgte gemeinsam mit den jungen Menschen, die sich im Veedels-Check engagiert haben. Der Re-
Check fand am 10 Dezember 2024 im Kinder- und Jugendbüro statt und wurde in Form einer
Veranstaltung umgesetzt. Es gab einen gemeinsamen Rückblick, Austausch über die gemachten
Erfahrungen und es wurden offene Fragen geklärt.
Abschlussphase
Nach Abschluss der 100 Tage Challenge und dem Re-Check wurde weiter an der Umsetzung
gearbeitet und auf dem Beteiligungsportal berichtet.
7. 2025: Bis Mitte 2025 wird der Beteiligungsprozess in Nippes ausgewertet. Hier liegt ein
besonderer Fokus auf der Auswertung der neuen Bausteine des Beteiligungskonzepts.
Es wurde aktuell ein Auswertungsbericht des Veedels-Checks „HEY Nippes!“ erstellt, welcher als
Mitteilungsvorlage in den Jugendhilfeausschuss und in die Bezirksvertretung Nippes eingebracht
werden soll (Vorlage 2478/2025). Dieser fasst die Abläufe, Ergebnisse und Erfahrungen aus dem
Beteiligungsprozess zusammen und enthält wertvolle Empfehlungen für zukünftige Durchführungen,
um den Veedels-Check zukünftig noch erfolgreicher und zielgerichteter zu gestalten.
10
Weitere Infos und Links:
Dialog zum Veedels-Check in Köln Mülheim
HEY Mülheim! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln)
Dialog zum Veedels-Check in Köln Nippes
Hey Köln! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln)
Video-Beitrag der Maternus-Grundschule Köln-Nippes
"Hey Nippes!" - Ideen für ein schönes Veedel aus der Maternus-Grundschule - YouTube
Radiobeitrag WDR 5 vom 08. Mai 2024
Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln - WDR 5 Westblick aktuell - WDR 5 - Podcasts und Audios -
Mediathek - WDR
Erschiene Fachartikel zum Veedels-Check:
eNewsletter Netzwerk Bürgerbeteiligung 02/2023 vom 16.05.2023
Link zum Artikel
Demokratie plus Newsletter Ausgabe #186 vom 27. Juli 2023
Link zum Artikel
Blog der Stiftung Zukunft Berlin vom 19.12.2023
Link zum Artikel
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
11
Maßnahme 2
Qualitative Weiterentwicklung der systematischen
Öffentlichkeitsbeteiligung in Bezug auf kinder- und jugendgerechte
Formate
Im Rahmen der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung werden Kinder und Jugendliche als
besondere Zielgruppen erkannt. Die Beteiligungsverfahren und zielgruppengerechte
Kommunikationsplanung für Kinder und Jugendliche werden bis 2025 weiterentwickelt.
1. 2022: Durchführung des Pilot-Beteiligungsprojektes „HEY Mülheim“ im 1. Halbjahr 2022.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Der Veedels-Check unter dem Titel „HEY Mülheim- Check mit uns dein Veedel“ wurde in einem
dreiphasigen Prozess (Dreiphasig meint in diesem Zusammenhang: Veedels- Spaziergänge,
Veedels- Konferenz und Re-Check Spaziergang) erfolgreich von März bis Oktober 2022
durchgeführt.
2. 2022: Vorstellung der Evaluationsergebnisse aus dem Pilotverfahren in dem Beirat
Öffentlichkeitsbeteiligung im 2. Halbjahr 2022.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Am 10. Mai 2022 wurden dem Beirat für
Öffentlichkeitsbeteiligung das Format und die Ergebnisse des Veedels-Checks vorgestellt.
3. 2022-2024: Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem „Veedels-Check“ erfolgt eine
Weiterentwicklung spezieller Verfahren und Formate der Beteiligung für Kinder und
Jugendliche, auch die Weiterentwicklung regulärer Beteiligungsverfahren, in denen Kinder
und Jugendliche eine von vielen angesprochenen Zielgruppen sind.
An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet. Seit 2022 konnten einige weitere stadtweite
Beteiligungsverfahren umgesetzt werden, bei denen Kinder und Jugendliche eine der Zielgruppen
waren. Exemplarisch sei hier die Neuauflage der Schulentwicklungsplanung für die Kölner
Berufskollegs und die Weiterentwicklung der „Kölner Berufskolleglandschaft“ benannt. Das
durchgeführte Beteiligungsverfahren adressierte zentrale Akteur*innen in der beruflichen Bildung,
ihre Nutzer*innen sowie die interessierte Fachöffentlichkeit.
Seit Herbst 2022 erarbeitete die Jugendverwaltung auf Grundlage eines Ratsbeschlusses aus Mai
2022 ein Gesamtkonzept für die stadtweite Kinder- und Jugendbeteiligung. Das Büro für
Öffentlichkeitsbeteiligung ist in diesen Prozess miteingebunden. Es besteht seitens der
Jugendverwaltung die Zielsetzung die Erfordernisse/ Gelingensbedingungen für erfolgreiche
Kinder- und Jugendbeteiligung herauszustellen. Diese sollen auf den Leitlinien für systematische
Öffentlichkeitsbeteiligung aufbauen, jedoch im Konzept auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche
im Besonderen fokussiert werden. Beispielhaft sei hier eine Gelingensbedingung benannt: Es
gelingt besser Kinder und Jugendliche für eine Beteiligung zu gewinnen/ zu erreichen, wenn die
Einbindung über sie bekannte Multiplikator*innen, wie zum Beispiel Lehrer*innen oder Fachkräfte
in Kinder- und Jugendeinrichtungen erfolgt. Diese und weitere Gelingensbedingungen sollen im
Prozess der Erstellung nochmal klarer herausgestellt werden und können hilfreiche Anregungen
sein, wenn es darum geht eine Kinder- und Jugendbeteiligung zu planen.
Die Konzepterstellung erfolgte in einem partizipativen Prozess. Es wurde eine begleitende
Arbeitsgruppe eingerichtet (Arbeitskreis „Misch MIT!“), in der junge Menschen, Fachkräfte aus
Verwaltung und Trägerlandschaft, Politiker*innen und weitere Expert*innen die Grundlagen und
12
Eckpfeiler des Konzepts erarbeiten. Zudem wurden weitere Gremien und Akteur*innen mit ihren
Expertisen einbezogen. Der Prozess wurde zudem wissenschaftlich durch die katholische
Hochschule Köln begleitet. Das „Misch MIT“-Konzept wurde am 27. Mai vom Rat der Stadt Köln
beschlossen. Im Sinne einer strukturellen Verankerung der Erkenntnisse des
Beteiligungskonzeptes, soll dieses nun im Anschluss an den Ratsbeschluss einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, unter anderem bei politischen Vertreter*innen und in
Gremien, in den städtischen Fachverwaltungen, bei Trägern der freien Jugendhilfe und ihren
Fachkräften. Zudem werden gemeinsam mit dem AK „Misch MIT!“ Aktivitäten geplant, wie das
Konzept insbesondere bei jungen Menschen präsenter werden kann.
Das Konzept bildet den Ist-Stand der Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln im Herbst 2024 ab.
Es soll regelmäßig ausgewertet, weiterentwickelt und auf Grundlage neuester Informationen
überarbeitet werden. Der Arbeitskreis „Misch MIT!“ hat entschieden, seine Arbeit nicht mit der
Fertigstellung des Konzepts zu beenden. Gemeinsam soll in den kommenden Wochen und
Monaten daran gearbeitet werden, das Konzept „mit Leben zu füllen“: Wie kann das Konzept
bekannter werden? Wo und wie wird es vorgestellt? Wie könnten aufsuchende „Misch MIT!“-
Aktionen in den Veedeln aussehen?
Eine Kurzversion des Konzepts in gedruckter und digitaler Form sowie eine barrierefreie Variante
befinden sich aktuell in der Erstellung.
4. 2025: Bis 2025 ist eine Erweiterung des Methodenkoffers des Büros für
Öffentlichkeitsbeteiligung um mindestens zwei weitere Formate für Kinder und
Jugendliche erfolgt.
Das Teilziel hat sich im Verlauf verändert. In der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung
werden die Methoden und Formate für eine Öffentlichkeitsbeteiligung passgenau zu den Zielen
und Zielgruppen entwickelt. Das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung erweitert den Methodenkoffer
immer um weitere Formate aus, sofern diese erprobt wurden oder sie davon Kenntnis erlangen.
Sofern neue Methoden gefunden werden, die sich auch für eine Kinder- und Jugendbeteiligung
eignet, fließen diese in den „Methodenkoffer“ für diese Zielgruppe ein, und es wird bei Bedarf an
die entsprechenden Dienststellen ein Hinweis gegeben.
Der Rat der Stadt Köln hat am 27. Mai 2025 das „Misch MIT!“-Konzept beschlossen. Das „Misch
MIT!“-Konzept zahlt auf die systematische Öffentlichkeitsarbeit ein und kann Planer*innen von
Beteiligungsverfahren helfen, wenn sie die Sichtweisen und Meinungen von Kindern und
Jugendlichen brauchen. Sie erhalten durch das Konzept wichtige Informationen und Tipps, was
sie tun können, um junge Menschen besser zu erreichen. Grundsätzlich gilt aber: Alle
Beteiligungen, die die Stadt Köln plant, sprechen alle betroffenen Kölner*innen an und jede
Person, die Interesse hat, kann mitmachen. Es gibt zudem bereits spezielle Formate für
bestimmte Zielgruppen. Ein Beispiel dafür ist der „Veedels-Check“, bei dem nur junge Menschen
aus dem ausgewählten Stadtbezirk mitmachen dürfen. Aktuell wird geschaut wie „Misch MIT!“
weiter strukturell verankert werden kann.
Weitere Infos und Links:
Dialog zum Veedels-Check in Köln Mülheim
HEY Mülheim! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln)
Zukunftsbild Berufskollegs in Köln
https://meinungfuer.koeln/zukunft-koelner-berufskollegs
13
Dialog zum Veedels-Check in Köln Nippes
Hey Köln! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln)
Themenraum zu „Misch MIT! Kinder- und Jugendbeteiligung“
Misch MIT! Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln | Beteiligungsportal der Stadt Köln
(meinungfuer.koeln)
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
14
Maßnahme 3
Aktionen zur Inanspruchnahme des öffentlichen Raums hier am Beispiel:
Elfried – Der elfte Elf
Kinder lernen spielerisch ihre Rechte kennen. Es werden Krachmacherparaden in den Kölner
Stadtbezirken durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem begleitenden Podcast
aufbereitet.
Das Ziel sollte durch folgende nächste Schritte erreicht werden:
1. Akquise von Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen für das Projekt;
Fördermittelakquise im 1. Halbjahr 2022.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Das Projekt wurde durch die Imhoff-Stiftung, die Sparkasse Köln Bonn (Hier mit Herz) und die
Stadt Köln ermöglicht. Als Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen des Projekts
wurden der Kölner Spielecircus e.V., das Schokoladenmuseum Köln; der Kölner Jugendring e.V.,
sowie das Kooperative Kinder- und Jugendbüro gewonnen.
2. Konzeptentwicklung für die Durchführung der Krachmacherparaden, Pop-up Bühnen und
Podcast-Episoden bis Ende des Jahres 2022.
Das Teilziel wurde angepasst und erfolgreich abgeschlossen.
Aufgrund sicherheits- und ordnungsbehördlichen Auflagen und den damit verbundenen Kosten
ließ sich die Durchführung von 11 Krachmacherparaden im öffentlichen Raum nicht realisieren.
Das Konzept wurde daher angepasst und 10 Krachmacherhöfe auf ausgewählten Schulhöfen in
allen neun Stadtbezirken geplant. Als Abschluss konnte eine zentrale Krachmacherparade im
öffentlichen Raum mit Ausklang am Schokoladenmuseum stattfinden. Das Format adressierte
Kölner Kinder (Grundschulalter 6 bis 12 Jahre) mit jeweils einer Kooperations-Grund- oder
Förderschule.
3. Durchführung von Krachmacherparaden in den Kölner Stadtbezirken im Jahr 2023.
Das Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen.
Im April und Mai 2023 wurde an ausgewählten Schulen (8 Grundschulen, 2 Förderschulen) auf
Schulhöfen oder in Turnhallen einen Aktionstag mit einem bunten Mitmach-Programm gestaltet.
Verpackt in einer lustigen Geschichte von "Elfried dem elften Elf" wurden den teilnehmenden
Schüler*innen spielerisch ihre Rechte gemäß der UN-Kinderrechtskonvention nähergebracht und
diese erlebbar gemacht. Ein weiteres Ziel stellte die Sensibilisierung der erwachsenen
Kölner*innen für das Thema Kinderrechte dar. Mit Infoschreiben für die Nachbarschaft wurde
darauf aufmerksam gemacht, dass Kinder auch laut sein dürfen und für ein gesundes
Aufwachsen ihre Freiräume in der Stadt benötigen. So ist es sogar bundesgesetzlich geregelt.
Insgesamt wurden circa 2200 Kinder mit dem Programm erreicht. Die Krachmacherparade war
ursprünglich für den 20. Juni 2023 vorgesehen, musste jedoch aufgrund der Wetterlage (Hitze)
verlegt werden. Die Krachmacherparade hat am 31. August 2023 stattgefunden. Circa 250 Kinder
folgten der Einladung. Die Krachmacherparade startete auf dem Harry-Blum-Platz. Der Umzug
folgte dann entlang der Wege im Zollhafen und auf der Rheinauwerft. Vor dem
Schokoladenmuseum erwartete die Kinder ein buntes Mitmach-Programm des Kölner
Spielecircus e.V. In anschließenden Workshops konnten sie sich auch noch kreativ betätigen.
15
4. Nachhaltige Ergebnissicherung durch die Aufbereitung der Podcast-Episoden und die
Bereitstellung der QR-Code Schnitzeljagd.
Dieses Teilziel hat sich durch die Neu-Konzipierung überholt. Bereits im Jahr 2022 wurde eine
QR-Code Schnitzeljagd umgesetzt, in der „Elfried“ in ganz Köln 11 kinderfreundliche Orte vorstellt
und seinen Freund, den „Frohsinn“, sucht. In der begleitenden Broschüre werden auch
Kinderrechte vermittelt. Zudem wurde eine externe Website, sowie ein Instagram-Account von
Elfried, dem elften Elf seitens des Kunstkönner e.V. umgesetzt. Auch über die Social Media
Kanäle des Kooperativen Kinder-und Jugendbüros und des Kölner Jugendrings wurde über die
Krachmacherhöfe informiert.
5. Eine Weiterentwicklung und Fortbestand des „elften Elf“ über die Jubiläumssession
hinaus wird in der Auswertung geprüft und evaluiert.
Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Für eine Fortsetzung der
Krachmacherhöfe im Jahr 2024 konnten die erforderlichen Fördermittel nicht eingeworben
werden. Im Jahr 2023 konnte der „Krachmacher-Rap“ am Sonntag, dem 18. September auf dem
Weltkindertag auf beiden Bühnen als Mitmach-Programm aufgeführt werden. Zusätzlich konnte
am Aktionsstand der Kinderfreundlichen Kommune und des Kooperativen Kinder- und
Jugendbüros gebastelt werden. „Der elfte Elf“ konnte zudem beim Familiensonntag in der Kölner
Zentralbibliothek am 12. November aufgeführt werden. Die Erfahrungen aus dem aufsuchenden
Mitmach-Format fließen in die Weiterentwicklung der bestehenden Partizipationsformate und das
„Misch MIT“-Konzept ein.
Links und weitere Infos:
Artikelseite zu den Krachmacherhöfen
https://www.stadt-koeln.de/artikel/72595/index.html
Veranstaltungskalender zu der Krachmacherparade
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/veranstaltungen/daten/32901/index.html
Website von Elfried dem elften Elf
https://www.derelfteelf.de/
Instagram
https://www.instagram.com/der_elfte_elf/
Broschüre von Elfried dem elften Elf
https://www.derelfteelf.de/ueber-uns/
Status der Maßnahme: erfolgreich abgeschlossen
16
Maßnahme 4
Einführung einer kommunalen Familienkarte „FamilienPlusPunkt“
Durch die „FamilienPlusPunkt“-Karte wird die Kinder- und Familienfreundlichkeit nachhaltig
als Standortfaktor gestärkt und in der Stadtgesellschaft verankert.
1. 2022: Die Maßnahme „FamilienPlusPunkt“ startet im Jahr 2022 mit mindestens 50
Kooperationspartner*innen.
Dieses Teilziel wurde 2024 durch die Neubesetzung der Stellen im Familienbüro erfolgreich
umgesetzt. Der Akquise-Prozess von Kooperationspartner*innen konnte im März 2024 mit der
Pressemitteilung starten und läuft weiterhin. Es konnten bereits über 50 Kooperationspartner*innen
akquiriert werden (Vergleiche hierzu Ziel 3).
Es wurde zudem eine Artikelseite auf der Stadt Köln Homepage vorbereitet, welche so zeitnah wie
möglich online geschaltet werden soll. Über die Artikelseite werden Interessierte auf die
FamilienPlusPunkt-Seite geleitet, auf der alle Partner*innen des FamilienPlusPunkts zu finden sein,
sowohl als Liste als auch auf einem Stadtplan. Dadurch können Familien Angebote in ihrer direkten
Umgebung finden. Außerdem erhalten die Kooperationspartner*innen des FamilienPlusPunkts einen
Aufkleber den sie im Eingangsbereich ihrer Räumlichkeiten platzieren und so ebenfalls auf ihre
Unterstützung von Familien aufmerksam machen können. Zudem erhalten sie das Logo in digitaler
Form, um das Angebot auf ihren Internetseiten präsentieren zu können.
2. 2023: Bis Ende 2023 haben mindestens 10.000 in Köln lebende Familien,
Elternteile/Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind die
„FamilienPlusPunkt“-Karte beantragt und profitieren von den Vorteilen. (Die Anzahl entspricht
ca. 10% der aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 - Stand:
Februar 2022).
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Da sich der Start aufgrund technischer Schwierigkeiten
mit der Internetseite verzögert, konnten noch keine Ausgabe der Familienpluspunktkarte an Familien
erfolgen.
3. 2024: Bis Ende 2024 konnten die Kooperationspartner*innen auf mindestens 150 erweitert
werden.
Dieses Teilziel wurde bereits begonnen. Die Zeitschiene wird dahingehend angepasst, dass bis Mitte
2026 die Kooperationspartner*innen auf mindestens 150 erweitert werden können.
Es konnten von März 2024 bis zur Berichterstellung rund 100 Kooperationsvereinbarungen
geschlossen werden. Die Akquise wird persönlich, per E-Mail und telefonisch durchgeführt. Weitere
Kanäle konnten über dir Wirtschaftsförderung genutzt werden (Artikel Newsletter und Zeitschrift). Seit
Juni werden die städtischen Bildschirme in den Kundenzentren bespielt und die Flyer liegen vor Ort
aus. Da sich die Einführung immer wieder verzögert hat, wird die Akquise über die städtischen Wege
erst wiederaufgenommen, wenn sich ein Starttermin abzeichnet.
Die Bezirksamtsleitungen einiger Stadtbezirke haben durch ihre Vernetzung weitere Kontakte
ermöglicht und über ihre eigenen Verteiler potenzielle Partner*innen informiert. In den städtischen
Familienzentren sind Aushänge zur Akquise angebracht worden, und einzelne freie Träger haben
über den FamilienPlusPunkt in Social Media Kanälen berichtet. Zudem wurde das Projekt in einigen
Stadtteilkonferenzen der einzelnen Bezirke vorgestellt und Flyer verteilt. Weiter konnten die Kosten
der ersten 150 Aufkleber durch ein Druckhaus gesponsert werden. Die ersten 5.000 Karten konnten
aus Mitteln der Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune Köln finanziert werden. Ein weiterer Sponsor
hat die Produktion der nächsten 5.000 Karten übernommen. Die rechtlichen Gegebenheiten für die
17
einzelnen Sponsoren sind abgeklärt.
Die Flyer, die auch als Antrag genutzt werden können, sind für die Familien produziert und liegen
bereit. Das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren ist nach einem persönlichen Austausch bereit, die
Flyer und Poster für Familien auszulegen und die Anträge an das Familienbüro zu senden. Für die
Akquise der Familien in den einzelnen Stadtteilen ist eine Dibondplatte angefertigt worden. Diese
kann an das „Info-Mobil“ der Kinderfreundlichen Kommune und des Kooperativen Kinder- und
Jugendbüros installiert werden, um im Rahmen von aufsuchenden Aktionen Familien, die in
Außenbezirken wohnen einen niedrigschwelligeren Zugang zur Familienpluspunkt-Karte zu
ermöglichen.
.
4. 2025: Bis zur Evaluation der Maßnahme konnten insgesamt mindestens 20.000 in Köln
lebende Familien, Elternteile/Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen
Kind mit der „FamilienPlusPunkt“-Karte erreicht werden. (Die Anzahl entspricht ca. 20 % der
aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 - Stand: Februar
2022).
Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Der Zielhorizont dieses Teilziels wird auf 2026
ausgeweitet. Da sich der Start aufgrund technischer Schwierigkeiten mit der Internetseite verzögert,
konnten noch keine Familien Karten erhalten.
Weiter konnte über eine gesponserte Mitgliedschaft in einem Netzwerk von verschiedenen Kölner
Unternehmen weitere Kooperationspartner*innen akquiriert werden. Es wurde ein Unternehmen
gefunden, welches die Familienkarte in digitaler Form ermöglicht. Somit können sich die Familien
bereits beim Start des Projekts zwischen einer Checkkarte in physischer Form und einer Karte für ihr
Wallet auf dem Smartphone entscheiden. Dies stellt eine kostengünstigere, nachhaltigere Variante
dar und ermöglicht zudem die gleichzeitige Nutzung der Karte durch mehrere Familienmitglieder.
Zudem ist die Variante schneller in der Erstellung.
Nächste Schritte und Termine:
Veröffentlichung der Artikelseite zum FamilienPlusPunkt
Fertigstellung der FamilienPlusPunkt-Seite
Wiederaufnahme der Akquise von Kooperationspartner*innen und Sponsoren der
„FamilienPlusPunkt“-Karte
Klärung Datenschutz für digitale Karten
Offizielle Einführung der Familienkarte mit Pressetermin und Aktion (1.111 Karten mit einem
Graffiti Bild in Kooperation mit den MittwochsMalern (Projekt des SkM)
Bewerbung der FamilienPlusPunkt-Karte
Weiterführende Links:
Pressemitteilung der Stadt Köln vom 15. März 2024
Wirtschaftsförderung Newsletter online
Zeitschrift „Köln Magazin- Wirtschaft, Wissenschaft und Innovation“ (Ausgabe 2/2024)
Status der Maßnahme: verzögert, erfolgreich laufend
18
Maßnahme 5
Erschließung von Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/ Streetart im
öffentlichen Raum.
1. 2022: Im zweiten Halbjahr 2022 wird die „Hall of Fame Kalkberg“ eröffnet.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Am Freitag dem 23.09.2022 eröffneten Robert Voigtsberger, Dezernent für Bildung, Jugend und Sport
und Norbert Fuchs, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Mülheim, feierlich die „Hall of Fame
Kalkberg“.
Im Voraus engagierten sich die beteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr, um zu
erreichen, dass die Wand langfristig in eine „Hall of Fame“ umgewidmet wird. Der
fraktionsübergreifende Antrag, die Stützwand des Kalkbergs Am Bischofsacker/ Ecke Kalk-
Mülheimer Straße für die dauerhafte Nutzung als legale Graffiti-Fläche freizugeben, wurde am
17.01.2022 in der Bezirksvertretung Mülheim einstimmig beschlossen.
Damit wird im Stadtbezirk Mülheim Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit gegeben,
öffentlichen Raum auf rund 900 Quadratmetern jederzeit selbst zu gestalten.
Das Event „Veedel Stars Vol. IV“ wurde wie in den vergangenen Jahren in enger Kooperation
zwischen den Mittwochsmaler*innen des Sozialdienstes Katholischer Männer Köln e.V. (SKM Köln
e.V.) und der Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung des Amtes für Kinder, Jugend und
Familie der Stadt Köln geplant und durchgeführt. Es fand erneut im Rahmen der NRW- weiten
Veranstaltung „Nacht der Jugendkultur – Nachtfrequenz“ statt und wird unter anderem durch das Amt
für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, das Amt für öffentliche Ordnung sowie die Bezirksvertretung
Mülheim unterstützt.
2. 2023: Die Nutzung der „Hall of Fame Kalkberg“ wird evaluiert und falls nötig konzeptionell
angepasst.
Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Da die Hall of Fame in 2022 erst kurz vor der Wintersaison eröffnet wurde, wurde eine Evaluation erst
nach der Sommersaison 2023 angestrebt, um die Nutzung der Fläche in den letzten Monaten und die
aufgetretenen Herausforderungen valide bewerten und eventuelle konzeptionelle Anpassungen
daraus ableiten zu können.
2024: Die Hall of Fame wird vor allem in den Frühlings-, Sommer- und Herbstmonaten regelmäßig
genutzt. Durch den angrenzenden Bolz- und Spielplatz ist ein urbaner und multifunktionaler Ort für
junge Menschen im Stadtteil entstanden.
Die anfänglichen Beschwerden aus der Nachbarschaft sind im letzten Jahr vollständig abgeebbt.
Zudem gibt es nur noch selten Anlässe, dass Bilder oder Schriftzüge mit gewaltverherrlichenden,
diskriminierenden oder nicht rechtskonformen Inhalten überstrichen werden müssen.
Insgesamt ist die Hall of Fame als jugendkultureller Ort akzeptiert und wird durch junge Menschen
sehr gut angenommen.
2024/2025: Weitere Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/Streetart im öffentlichen Raum wurden
erschlossen. Einrichtung/Akquise von Flächen wird in möglichst vielen Stadtbezirken
angestrebt.
19
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet.
Im Spätsommer 2023 wurde in Abstimmung mit der Bezirksvertretung Mülheim die Gestaltung von
Flächen am Wiener Platz durch die Mittwochsmaler*innen des SKM Köln e.V. erfolgreich umgesetzt.
Das Amt für Kinder, Jugend und Familie und der SKM Köln e.V. arbeiteten hier wieder als
Planungstandem in Kooperation mit verschiedenen Fachämter der Stadt Köln zusammen.
Der Gestaltung ging ein längerer Prozess abgeleitet von der Entwicklung der Hall of Fame am
Kalkberg und dem Wunsch nach weiteren gestalteten Flächen im Stadtbezirk voraus.
Zudem war ein Ergebnis des Pilotprojekts „Hey! Mülheim – Check mit uns dein Veedel!“, welches
ebenfalls im Rahmen des Gesamtvorhabens „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ in 2022 stattfand,
dass sich viele Kinder und Jugendliche eine Umgestaltung und Verschönerung des Wiener Platz
wünschten. Dieser Tatsache wurde mit diesem Projekt somit ebenfalls Rechnung getragen.
Im Rahmen des Weltkindertages im September 2023 wurden am Neumarkt als einer der zentralen
Plätze im öffentlichen Raum in Köln Bauzaunplanen in einem durch einen Künstler angeleiteten
Workshop durch Jugendliche zum Thema „Kinderrechte“ gestaltet. Die Planen wurden mehrere
Wochen am Neumarkt ausgestellt sowie im Kontext des Weltkindertagfestes präsentiert.
Derzeit liegt ein Antrag der Bezirksvertretung Köln Innenstadt (AN/0549/2024) vor, eine Hall of Fame
im Bezirk Innenstadt am Kap am Südkai einzurichten. Der Wunsch wurde durch engagierte
Jugendliche des Kinder- und Jugendforums Innenstadt eingebracht. Seitens der Verwaltung und
weiteren externen Partner*innen, unter anderem den Stadtentwässerungsbetrieben (StEB), wird
derzeit geprüft, ob Mülleimer und Hinweisschilder aufgestellt werden dürfen, da sich die Fläche in den
Schutzzonen der Hochwasserschutzanlage befindet. Dafür bedarf es einer Klärung mit der
Bezirksregierung Köln als zuständige Stelle, die momentan vorbereitet wird.
2025:
Die Hall of Fame am Kalkberg wird in den Frühlings-, Sommer- und Herbstmonaten fortwährend
genutzt und der durch den angrenzenden Bolz- und Spielplatz multifunktionale Ort ist für die
Zielgruppen Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterhin attraktiv. Konflikte zwischen den
Zielgruppen treten nicht auf. Aktuell wird mit dem Träger SKM Köln als Pate der Hall of Fame eruiert,
wie das Müllaufkommen vor Ort, welches durch die Materialien zur Nutzung der Fläche entsteht,
durch eine Änderung der Entsorgungssituation sowie die Ansprache der Graffiti-Szene positiv
verändert werden kann.
Die angestrebte Hall of Fame am Kap am Südkai in der Innenstadt steht kurz vor der offiziellen
Eröffnung. Die Frage der Müllentsorgung hat eine längere Abstimmung mit den
Abfallwirtschaftsbetrieben benötigt. Daher wurde der Prozess verzögert.
Links und weitere Infos:
Instagram-Kanal der Mittwochsmaler*innen
mittwochsmalercologne
20
Mitteilungsvorlage zur Gestaltung am Wiener Platz
BV Mülheim Vorlagennummer 2503/2023
Gestaltungskonzept Wiener Platz
Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt vom 26. April 2024 (S.9)
AN/ 0549/2024
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
21
Maßnahme 6
Entwicklung eines stadtweiten Leitbilds „kinder- und jugendfreundliches
Köln“
1. Bis Ende 2022 wurde eine Arbeitsgruppe zur „Entwicklung eines Leitbilds einer Zielvision
für ein „kinder- und jugendfreundliches Köln“ eingerichtet und ein regelmäßiger
Sitzungsturnus etabliert.
Das Teilziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert.
Die Schlüsselprojekte werden immer einer Handlungsempfehlung aus der Stadtstrategie „Kölner
Perspektiven 2030“ zugeordnet. Die Kinderfreundliche Kommune wurde der Handlungsempfehlung 8
„Stadt- Leben“ zugeordnet. Im Jahr 2022 ist es erfolgreich gelungen dem Stadtentwicklungsteam,
kurz Stek-Team die Leitbildentwicklung als Schlüsselprojekt der Stadtstrategie vorzuschlagen und zu
definieren. Neben der Leitbildentwicklung „kinder- und jugendfreundliches Köln“ wurden dem
Verwaltungsvorstand 16 weitere neue Vorhaben (Konzepte, Projekte und Impulse), die in besonderer
Weise zur Umsetzung der Stadtstrategie beitragen, durch das Stek-Team empfohlen. Wie auch im
vorherigen Jahr folgte der VV der Empfehlung, die diesmal auch vier Schlüsselprojekte des
Stadtwerkekonzerns (SWK) umfasste. Im März 2023 wurden die 17 neuen Schlüsselprojekte im
Stadtentwicklungsausschuss präsentiert.
Durch die Heraushebung als Schlüsselprojekt wird die stadtweite Bedeutung des Themas betont.
Zudem trägt es dazu bei eine dezernats- und ämterübergreifende Umsetzung zu unterstützen.
2. In der Arbeitsgruppe wurde eine Projektskizze (Ablauf- und Terminplanung, Ressourcen-
und Kostenplanung, Beteiligungsformen etc.) entwickelt.
Das Teilziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert. Vgl. hierzu Punkt 3.
3. Bis Ende 2024 wurde in umfangreichen Beteiligungsprozessen ein Entwurf des Leitbilds
erarbeitet.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Der Zeithorizont des Ziels wurde auf Ende 2025
verschoben.
2023: 1. Beteiligungsebene:
Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 05. Mai 2022 beauftragt, einen
Fachtag zum Thema Kinder- und Jugendpartizipation zu organisieren. Dieser sollte gemäß dem
Beschluss gemeinsam mit Kommunalpolitiker*innen, Fachverwaltungsmitarbeiter*innen, Fachkräften
aus der freien Trägerlandschaft, weiteren Akteur*innen aus der Kinder- und Jugendhilfe (hier u.a.
Fachberatung „Eigenständige Jugendpolitik und Partizipation“ des LVR) und jungen Menschen
organisiert werden und dient als Startpunkt für die Entwicklung einer langfristigen, gesamtstädtischen
Partizipationsstrategie. Am 28.04.2023 fand der Fachtag „Misch MIT! – Kinder- und
Jugendbeteiligung in Köln“ im Kalk Karree statt. Mehr als 300 Besucher*innen aus Politik,
Fachverwaltung und der Kinder- und Jugendhilfe sowie junge Menschen ab Klasse 7 begegneten
sich bei verschiedenen Aktionen und Workshops und kamen in einen konstruktiven Austausch zur
zukünftigen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Köln.
22
Auf dem Fachtag wurde ein Workshop zur Leitbildentwicklung unter dem Titel „Reise mit uns in die
Zukunft und schau dir an, wie unser kinder- und jugendfreundliches Köln im Jahr 2030+ aussieht“
angeboten. Die Teilnehmer*innen des Fachtags hatten während der gesamten Veranstaltung die
Chance, den Workshop zu besuchen. Es gab insgesamt 7 „Planetenstationen“, an denen junge
Menschen ihre Ideen für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ notieren konnten. Die
zentralsten Ideen und Punkte wurden bereits auf dem Fachtag geclustert und „live“ in ein Graphic
Recording übertragen.
Im Ergebnis wurden eine Vielzahl zielgruppenspezifischer Wünsche/ Einzelthemen geäußert, aber
auch viele übergeordnete Ziele von den jungen Menschen benannt. Letztere lassen sich auch im
Zielgerüst der Stadtstrategie wiederfinden (zum Beispiel Stadtraum, nachhaltige Mobilität). Bei den
zielgruppenspezifischen Einzelthemen muss geprüft werden, wo und wie die Ideen, Forderungen und
Wünsche in weitere Prozesse und Planungen einmünden können. Im ersten Schritt wurde das
Graphic Recording bereits beim Strategietag „Kölner Kinder stärken!“ am 12.05.2023 dargestellt und
erste Ideen sind in diesen Prozess eingeflossen.
Die übergeordneten Themen mündeten als 1. Beteiligungsebene in die Leitbildentwicklung für ein
kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ ein.
2023: 2. Beteiligungsebene:
Am 21. November 2023 fand der Amtsleitungstag im Gürzenich statt. Auf Einladung von Frau
Oberbürgermeisterin Frau Reker wurde die Kinderfreundliche Kommune als eines von zwei
Schwerpunktthemen vorgestellt. Nach einer Vorstellung des bisherigen Prozesses wurden die
Teilnehmer*innen eingeladen, sich bei einem Worldcafe aktiv an der Leitbildentwicklung zu beteiligen.
Die Grundlage hierfür bildeten die von den Kindern und Jugendlichen ausgearbeiteten
übergeordneten Zielsetzungen.
Die Ergänzungen und Anregungen mündeten als 2. Beteiligungsebene in die Leitbildentwicklung für
ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ ein.
2024: 3. Beteiligungsebene:
Für die Umsetzung der dritten Beteiligungsebene wurde eine Kooperation mit der katholischen
Hochschule Köln geschlossen. Im Rahmen des im Masterstudiengangs Innovationsmanagement in
der Sozialen Arbeit wurde ein Lehrforschungsprojekt „Leitbild Kinderfreundliche Kommune Köln“
eingerichtet. Im Rahmen des Lehrforschungsprojekts wird die Stabstelle Kinderfreundliche Kommune
bei der weiteren Leitbilderstellung unterstützt. Neben einer umfangreichen Dokumentenanalyse
vorhandener Leitbilder in der Stadt Köln wird aktuell auch eine Befragung der städtischen
Mitarbeiter*innen konzipiert.
Von November 2024 bis Mai 2025 wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik und
Stadtentwicklung und der katholischen Hochschule Köln eine Befragung der städtischen
Mitarbeiter*innen zu einem Leitbild „kinder- und jugendfreundliches Köln“ konzipiert. Um eine
möglichst barrierearme Teilnahme zu ermöglichen wurde mit einem Erklär Studio
zusammengearbeitet, welche den Fragebogen in einfache Sprache übersetzt hat. Vom 30.Juni 2025
bis 18. Juli 2025 wurden alle städtischen Mitarbeiter*innen zum Thema Kinderfreundliche Kommune
und den entwickelten Leitsätzen befragt. Insgesamt nahmen 2616 Mitarbeiter*innen an der Umfrage
teil. Bei der aktuell noch laufenden Auswertung wird die Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune
ebenfalls von der katholischen Hochschule Köln unterstützt.
4. Das Leitbild „kinder- und jugendfreundliches Köln“ wird vom Rat der Stadt Köln
beschlossen.
Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen.
23
Weitere Infos und Links:
Kölner Perspektiven 2030+ – Vorschläge für Handlungsempfehlungen und Schlüsselprojekte
Schlüsselprojekt Kinderfreundliche Kommune
Fachtag Misch MIT! (vgl. Seiten 36-42)
Misch MIT Gesamtauswertung und nächste Schritte
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
24
Maßnahme 7
Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung der Mobilitätswende der
Stadt Köln. Kinder und Jugendliche werden als eine wichtige Zielgruppe
am SUMP-Prozess beteiligt. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen in die
weitere Erarbeitung des SUMP ein.
1. 2023/2024: Bis Ende 2024 wurden Kinder und Jugendliche an der Erarbeitung der ersten
Stufe (Leitbildprozess, Analyse und Strategieentwicklung) des im Jahr 2022 gestarteten
SUMP-Prozesses beteiligt.
Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Im nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“, den die Stadt Köln aktuell erstellt, wurde
zunächst ein Leitbild für die Mobilität in Köln 2035 erarbeitet. Dieses Leitbild wurde am 07. September
2023 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Der Beschluss zum Leitbild und der Leitbildbericht können
hier angesehen werden.
Um den Vorrang des Kindeswohls zu gewährleisten, sind daher bereits in die Leitbildentwicklung die
Perspektiven und besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingeflossen. In einer
nächsten Phase werden die Schwächen der heutigen Mobilität sowie die Chancen für die zukünftige
Mobilität analysiert.
Um ein möglichst heterogenes und aktuelles Meinungsbild von Kindern und Jugendlichen zu erhalten,
wurden Schulen unterschiedlicher Schulformen, sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in allen neun
Stadtbezirken beteiligt. Die Kinder und Jugendlichen wurden dabei in ihrem räumlichen und sozialen
Umfeld befragt. Die eigens entwickelten Module sollten die jungen Kölner*innen in Einzel- oder
Gruppenarbeit umsetzen und nach Möglichkeit mit ihrer Klasse oder Gruppe diskutieren.
Alle teilnehmenden Klassen oder Gruppen erhielten ein Beteiligungspaket, in dem alle erforderlichen
Materialien zu drei Modulen in ausreichender Anzahl enthalten waren. Zudem enthielt das
Beteiligungspaket auch eine Durchführungsanleitung, die das Vorgehen bei den einzelnen Modulen
detailliert erläuterte. Weiterhin wurde ein digitaler Briefing-Termin für die erwachsenen
Begleitpersonen oder Multiplikator*innen offeriert, in dem die Module nochmal erläutert und mögliche
offene Fragen geklärt wurden. Nach der Bearbeitung der Module konnten alle Ergebnisse in ein
vorfrankiertes Paket verpackt und für die Auswertung an eine beauftragte Agentur zurückgeschickt
werden.
Modul 1 fragte ab, wie die Kinder und Jugendlichen heute in Köln unterwegs sind und wie sie die
Wege und Verkehrsmittel wahrnehmen. Bei beiden Gruppen wurden zunächst die am häufigsten
genutzten Verkehrsmittel identifiziert. Die Kinder wurden dann befragt, was sie auf ihren Wegen
hören, sehen und riechen. Zudem sollten sie ausführen, was gute Wege und schlechte Wege für sie
ausmachen. Die Jugendlichen wurden gebeten, die unterschiedlichen Mobilitätsformen zu bewerten.
Zudem wurden sie konkret um ihrer Einschätzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gebeten.
Modul 2 befasste sich damit, wie sich die Kinder und Jugendlichen die Mobilität in Köln zukünftig
wünschen. Kinder und Jugendliche wurden in diesem Modul kreativ und zu Stadtgestalter*innen. Die
Kinder malten dazu zwei Mal die gleiche Stelle im öffentlichen Raum auf einem Bild. Zuerst wurde der
heutige Zustand dargestellt und auf dem anderen Bild skizziert, wie sie sich die Straße oder den Platz
zukünftig wünschen. Die Jugendlichen befassten sich mit der Frage, wie eine gerechte Mobilität
aussieht. Dazu befassten sie sich unter anderem mit der barrierefreien Mobilität und vollzogen mithilfe
eines Maßbandes einen Perspektivwechsel und betrachteten die städtischen Wege aus der Größe
von Kindern und Rollstuhlfahrenden.
25
Modul 3 umfasste eine Übersicht über circa 20 mögliche Maßnahmen, die alle zur Verbesserung der
Mobilität in Köln beitragen können. Aufgabe war es hier zu priorisieren, welche Maßnahmen aus Sicht
der Kinder und Jugendlichen als besonders wichtig erachtet werden. Die Jugendlichen sollen sich
zudem dazu austauschen, welche Maßnahmen sie für schnell beziehungsweise langsam umsetzbar
halten und wie sie sich die Kosten vorstellen. Diese Einschätzungen helfen der Stadt neben der
Maßnahmengestaltung auch bei der Kommunikation, warum welche Schritte zu einem bestimmten
Zeitpunkt umgesetzt werden. Die Vorstellungen zu der Umsetzungsgeschwindigkeit und den
Umsetzungskosten wurden im Rahmen der Auswertung mit den tatsächlichen Daten abgeglichen.
Insgesamt haben sich 25 Schulen (aller Schulformen) und offene Kinder- und Jugendeinrichtungen
aus allen 9 Stadtbezirken beteiligt. In Zahlen wurden 282 Kinder und 337 Jugendliche, also insgesamt
619 junge Menschen mit der Beteiligung erreicht. Hinweis: Wie bei allen Beteiligungsformaten sind
auch die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung nicht repräsentativ und werden auch nicht als
solche behandelt.
Die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung flossen unmittelbar in die Leitbildentwicklung ein
und werden auch in den weiteren Prozess der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans Besser
durch Köln einmünden. Sie wurden auch bereits auf verschiedenen Veranstaltungen ausgestellt oder
diskutiert.
Am 28. April 2023 hat ein stadtweiter Fachtag unter dem Titel „Misch MIT! Kinder-und
Jugendbeteiligung“ stattgefunden. Im Rahmen eines „Marktes der Beteiligungsmöglichkeiten“ wurden
die Teilnehmer*innen über den nachhaltigen Mobilitätsplan und die stattgefundene Kinder- und
Jugendbeteiligung informiert. Zudem wurden einige ausgewählte Bilder aus der Kinderbeteiligung
ausgestellt.
Vom 26. Bis 28. Mai 2023 (Pfingstwochenende) fand das polisMOBILITY camp statt. Das Areal
zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz verwandelte sich in dieser Zeit in einen Erfahrungsraum für die
Mobilität der Zukunft. Die Stadt Köln hatte einen Stand auf dem Camp und informierte dort über den
nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“. Am Samstag, den 27. Mai fand eine sogenannte
Panel-Diskussion über die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung statt. Das Panel bewegte
sich auf der Metaebene zum Thema "Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen" und trug
den Titel "Wir wollen mitgestalten – Wie sich Kinder und Jugendliche die Mobilität von morgen
wünschen".
In folgenden Gremien, die an der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans beteiligt sind, werden
die Interessen der Kinder und Jugendlichen vertreten: Im Mobilitätsbeirat hat der Kölner Jugendring
e.V. einen festen Sitz, in der dezernatsübergreifenden Projektgruppe ist die Koordination
Kinderfreundliche Kommune festes Mitglied, im Lenkungskreis ist u.a. das Dezernat für Bildung,
Jugend und Sport vertreten und im Runden Tisch Mobilität und Gesellschaft ist unter anderem die
Kidical Mass vertreten.
Weiteres
Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche fand zwischen dem 15. September und 22. September
2023 eine aufsuchende Beteiligung an 12 Standorten in allen Kölner Stadtbezirken statt. Kinder und
Jugendliche waren hier nicht die erstangesprochene Zielgruppe, hatten aber wie jede*r andere
Kölner*in die Möglichkeit, sich zu beteiligen.
Am 23. September 2023 fand ein Mobilitätsforum im historischen Rathaus statt. Junge Menschen
waren hier ebenfalls eingeladen, sich zu beteiligen.
2024:
2. Online-Beteiligung im Frühjahr 2024
Mit dem Leitbild zum nachhaltigen Mobilitätsplan ist das Ziel gesetzt: Wir wollen „Besser durch Köln“.
Aber wie kommen wir dorthin? An welchen Stellschrauben müssen wir wie drehen, um die Mobilität
26
für alle Menschen in Köln zu verbessern? Um den besten Weg zu finden, das Leitbild Wirklichkeit
werden zu lassen, wurden im Rahmen der Mobilitätsplanung sieben Handlungsfelder mit jeweils
sieben Stellschrauben definiert. Ziel der 2. Online-Beteiligung war es, Einschätzungen der
Kölner*innen zu den Stellschrauben zu erhalten. Dazu wurden die Stellschrauben innerhalb des
Handlungsfeldes priorisiert und ergänzende Hinweise zur Realisierung dieser Stellschrauben
eingeholt.
Die zweite Online-Beteiligung wurde im Zeitraum vom 11. bis 28. April 2024 umgesetzt.
Der Beteiligungsaufruf wurde umfangreich beworben. Um auch Kinder und Jugendliche nochmal
gezielter anzusprechen, wurde der Beteiligungsaufruf auch über die Kanäle und Netzwerke der
Kinderfreundlichen Kommune Köln verbreitet. Zudem erfolgte auch eine Information über die Social-
Media-Kanäle des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros.
Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung können hier angesehen werden.
Polis Mobility Camp 2024
Eine erneute aufsuchende Beteiligung zum nachhaltigen Mobilitätsplan fand am 24. und 25. Mai 2024
im Rahmen des Polis Mobility Camps statt. Entlang der fünf Zielbilder, die das Leitbild definiert, wurde
in einer interaktiven Ausstellung dargestellt, wie die Mobilitätswende bereits heute in Köln schon
umgesetzt wird. Darüber hinaus wurde am Stand der Stadt Köln eine Beteiligung zu den
Stellschrauben für die künftige Mobilität durchgeführt. Diese galt es aus einer anderen Perspektive als
der eigenen zu bewerten, um das Verständnis für andere Lebenssituationen und
Mobilitätsbedürfnisse zu stärken. In die Perspektiven, die es einzunehmen galt, wurden auch
diejenigen von Kindern und Jugendlichen einbezogen. In einem weiteren Beteiligungsmodul wurden
klassische Raumkonflikte dargestellt und nach Vorschlägen zur Lösung der Konflikte gefragt. Auch
die Situation von Kindern und Jugendlichen wurde in den dargestellten Konfliktsituationen
thematisiert. Ziel war es, ein besseres Verständnis der Zielkonflikte im Bereich Mobilität zu erhalten,
damit dieses in Abwägungsentscheidungen im weiteren Prozess berücksichtigt werden kann.
Chancen- und Mängelbericht zur aktuellen Mobilität in Köln
Auf Basis des Leitbilds und seiner fünf Zielbilder wurden insgesamt 24 Zielindikatoren abgeleitet, mit
denen die Ziele messbar gemacht werden sollen. Entlang dieser Zielindikatoren wurde der Status quo
der heutigen Mobilitätssituation in Köln analysiert. Ein Indikator misst darunter beispielsweise den
Anteil der Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, um Einschätzungen zur
wahrgenommenen Sicherheit des Schulwegs zu erhalten.
In einem umfassenden Bericht wurde herausgestellt, wo Köln heute im Vergleich zum Leitbild steht
und welche Chancen und Mängel sich daraus ableiten. Die Ergebnisse der Analyse bilden die
Grundlage für die darauffolgende Strategieentwicklung.
Der Chancen- und Mängelbericht zur aktuellen Mobilität in Köln fasst zusammen, wo Köln heute im
Vergleich zum Leitbild steht und welche Chancen und Mängel sich daraus ableiten. Für jedes Zielbild
wird in dem Bericht dargestellt, welche Erkenntnisse jeweils aus der fachlichen Analyse sowie den
Beteiligungsformaten eingeflossen sind. Die Chancen- und Mängelanalyse ist eine der Grundlagen
für die derzeitige Erarbeitung des Zielszenarios.
Der Chancen- und Mängelbericht kann hier angesehen werden.
2025
27
Aufbauend auf der Chancen- und Mängelanalyse wurden Strategieszenarien entwickelt und qualitativ
bewertet. Im nächsten Schritt wurde darauf basierend ein Zielszenario erarbeitet, welches den besten
Weg aufzeigt, um das Leitbild Wirklichkeit werden zu lassen.
Mit der Festlegung des Zielszenarios als Strategie für das weitere Vorgehen wurde die erste Stufe
des Prozesses mittlerweile abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden am 03.04.2025 einstimmig durch
den Rat der Stadt Köln beschlossen und sind damit handlungsleitend für die Verwaltung. Die Inhalte
des Plans, insbesondere seine Ziele und Maßnahmen, sind Grundlage für die städtische Mobilitäts-
und Verkehrsplanung und ihre Umsetzung. Sie bilden darüber hinaus die Richtschnur für den Bereich
Mobilität und Verkehr für andere Themenfelder der Stadtentwicklung. Der Abschlussbericht kann im
Ratsinformationssystem unter folgendem Link aufgerufen werden.
2. 2025 f.: Die Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendbeteiligung fließen in die Erarbeitung der
zweiten Stufe des SUMP (Erarbeitung eines Handlungs-, Umsetzungs- und
Evaluationskonzepts) ein.
Die Arbeitsergebnisse von Stufe 1 bilden eine fundierte Basis, um im Herbst 2025 die Arbeiten an
Stufe 2 aufzunehmen. Es wird angestrebt, den Gesamtprozess im Jahr 2027 und damit innerhalb der
von der EU vorgegebenen Frist abzuschließen (vgl. Vorlagen-Nr. 2197/2024). Folgende Inhalte soll
sie umfassen:
Erarbeitung eines Maßnahmenplans: Entwicklung von konkreten infrastrukturellen, regulierenden
und kommunikativen Maßnahmen mit maximalem Beitrag zur Zielerreichung.
Zielnetzentwicklung: Erarbeitung eines integrierten Verkehrsnetzes als zentrale
Planungsgrundlage, welche das derzeit noch gültige Netz des Gesamtverkehrskonzepts von 1992
ablösen wird.
Erarbeitung eines Umsetzungsplans: Definition von Zuständigkeiten, notwendiger
Personalressourcen und Zeitplänen sowie Identifizierung tragfähiger Finanzierungspfade und
Fördermittel für die Umsetzung, insbesondere vor dem Hintergrund des Handlungsspielraums,
den der städtische Haushalt erlaubt.
Erstellung eines Evaluationskonzepts: Bestimmung der Methodik und Regelmäßigkeit der
Erfolgsmessung und Überprüfung einer etwaigen Anpassungsnotwendigkeit der Maßnahmen.
Links und weitere Infos:
Besser durch Köln. Der nachhaltige Mobilitätsplan
https://meinungfuer.koeln/mobilitaetsplan
Beschluss zum Leitbild mit Leitbildbericht
Chancen- und Mängelbericht
Abschlussbericht Stufe 1 des SUMP
Nächste Termine und Schritte:
Die Auftragsvergabe für Stufe 2 befindet sich kurz vor dem Abschluss. Die Erarbeitung der Stufe 2
wird erneut durch ein umfassendes Beteiligungsprogramm begleitet, in dem für das 2. oder 3. Quartal
2026 auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen ist.
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
28
Maßnahme 8
Verankerung des Querschnittsthemas „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“
in allen Verwaltungsressorts
Bis 2025+ wurde das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit in allen
Verwaltungsressorts der Stadtverwaltung Köln fest verankert.
Dies soll im ersten Schritt durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
1. Es besteht die Zielsetzung das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune Köln mit
anderen stadtweiten Planungen und Prozessen zu verschränken. Die Herstellung von
Verbindungslinien ermöglicht es Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergieeffekte
hinsichtlich der gemeinsamen Zielerreichung herzustellen.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet.
Es ist und bleibt eine große Herausforderung in einer so großen Stadt(-verwaltung) das
Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit ämter- und dezernatsübergreifend zu verankern.
Es hat sich daher als hilfreich und gewinnbringend erwiesen, das Thema mit anderen stadtweiten
Planungen und Prozessen zu verschränken. Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit findet sich
beispielsweise bereits im Zielgerüst der Kölner Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ wieder. Im
Jahr 2022 ist es erfolgreich gelungen dem Stadtentwicklungsteam, die Leitbildentwicklung kinder- und
jugendfreundliches Köln als Schlüsselprojekt der Stadtstrategie vorzuschlagen und zu definieren.
Darüberhinausgehende erfolgreiche Verschränkungen lassen sich auch in den anderen Maßnahmen
herauslesen. Hier seien beispielsweise die Verschränkung mit dem Kommunalen Kinder- und
Jugendförderplan 2022-2025, die Zusammenarbeit im Rahmen der Erstellung des nachhaltigen
Mobilitätsplans „Besser durch Köln“, die Berücksichtigung von Kinderinteressen im Kooperativen
Baulandmodell oder in der Spielraumplanung benannt.
2. Für die Umsetzung des Kindeswohlvorrangs werden aus allen Fachämtern verbindliche
Ansprechpersonen benannt. Die Ansprechpersonen fungieren als Multiplikator*innen zum
Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus ihrem jeweiligen
Fachbereich.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet.
Die Mitglieder der Steuerungsgruppe fungieren gleichzeitig als Multiplikator*innen für das
Gesamtvorhaben. Weiterhin setzt sich auch Herr Voigtsberger als Dezernent für Jugend, Bildung und
Sport aktiv dafür ein, das Thema gesamtstädtisch und auch in der Verwaltungsspitze zu platzieren.
Am 21. November 2023 wurde das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune als ein
Schwerpunktthema auf dem Amtsleitungstag vorgestellt mit der Zielsetzung die ämter- und
dezernatsübergreifende Zusammenarbeit noch weiter zu verstärken bzw. zu verbessern
3. Es besteht die Zielsetzung die Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune um fehlende
Verwaltungsressorts zu ergänzen. Dadurch soll der gesamtstädtische Austausch über
Kinderrechte und die Umsetzung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit verbessert werden.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Die Steuerungsgruppe wird sukzessiv um fehlende
Verwaltungsressorts ergänzt. Darüberhinausgehend wird geschaut wann und wie anlass- und
29
themenbezogen Personen zur Steuerungsgruppe eingeladen werden. Im Rahmen der
Steuerungsgruppe wurde zudem die Frage diskutiert und Maßnahmen besprochen wie auch der
Mitgliedskreis der Steuerungsgruppe diverser aufgestellt werden könnte, um perspektivisch auch in
diesem steuernden Gremium die Interessen von z.B. LSBTI Kindern und Jugendlichen oder Kinder
und Jugendlichen mit Einschränkungen oder Behinderungen im Rahmen des Vorhabens besser zu
berücksichtigen.
4. Entwicklung und Durchführung eines Schulungskonzepts zur Information und
Sensibilisierung von Multiplikator*innen für die Umsetzung von Kinderrechten im
Verwaltungshandeln. Die geschulten Multiplikator*innen können somit als Expert*innen zum
Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach innen in ihre Ämter
wirken.
In der Vergangenheit wurden Schulungskonzepte (Fortbildung zum Thema Kinderrechte) ausprobiert,
erzielten jedoch keinen nachhaltigen Erfolg. Im Rahmen einer innovativen Verwaltungskooperation
zwischen den Programmkommunen Köln, Mannheim und Berlin Pankow wurde der Podcast
„Stadtvisionen – jung gedacht“ ins Leben gerufen.
Der Podcast widmet sich der Frage, wie Kinderrechte auf kommunaler Ebene konkret umgesetzt
werden können. Nach einigen einleitenden Themen ist geplant, mit ausgewählten
Interviewpartner*innen die Arbeit spezifischer Fachämter näher zu beleuchten und aufzuzeigen, in
welchen Fachbereichen der Verwaltung die Rechte von Kindern eine Rolle spielen, auch in solchen,
in denen dies zunächst nicht offensichtlich erscheint. Der Podcast möchte die Bedeutung der UN-
Kinderrechtskonvention verdeutlichen und gleichzeitig die Verantwortlichkeiten der Verwaltung in
diesem Bereich transparent und informativ darstellen. Die ersten vier Episoden des Podcasts sind auf
der Plattform Podigee sowie auf Spotify verfügbar. In der ersten Folge ist Dominik Bär,
Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., zu Gast. Er erläutert den Prozess,
den kinderfreundliche Kommunen durchlaufen, um das Siegel zu erhalten. Zudem werden
internationale Best Practices sowie die Herausforderungen und Fragestellungen thematisiert, mit
denen deutsche Kommunen bei der Umsetzung der Kinderrechte auf lokaler Ebene konfrontiert sind.
Weitere Folgen wurden mit der Politikerin und Juristin Annemarie Lütkes (Vizepräsidentin des
Deutschen Kinderhilfswerks), Susanne Fuchs (Bezirksamt Reinickendorf – Fachbereich
Stadtplanung) und Claudia Kittel (Deutsches Institut für Menschenrechte) aufgenommen.
An einem darüberhinausgehenden Schulungskonzept für Multiplikator*innen wurde noch nicht
weitergearbeitet.
5. Eine weitere Verankerung wird auch durch die Erstellung eines stadtweiten Leitbilds eines
kinder- und jugendfreundliches Köln erreicht.
An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet (Vergleiche Maßnahme 6).
2025
Um die Kinderrechte bekannter zu machen und den Prozess Kinderfreundliche Kommune sichtbarer
zu machen wird aktuell eine Themenseite Kinderfreundliche Kommune im Intranet der Stadt Köln
erstellt. Unter Neuigkeiten können dann zukünftig kurze Artikel (Blogeinträge) zu unterschiedlichen
aktuellen Themen erscheinen. Als Auftakt werden aktuell gemeinsam mit dem Team der internen
Kommunikation Aktionswochen im September 2025 geplant. Während der dreiwöchigen
Aktionswochen erscheinen im Intranet-Blog der Stadtverwaltung verschiedene Beiträge und Artikel
zum Thema.
30
Links und weitere Infos:
Kölner Perspektiven 2030+ – Vorschläge für Handlungsempfehlungen und Schlüsselprojekte
Schlüsselprojekt Kinderfreundliche Kommune
Podcast Stadtvisionen jung gedacht
https://stadtvisionen.podigee.io
Nächste Termine und Schritte:
Nächstes Steuerungsgruppentreffen am 27. November 2025.
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
31
Maßnahme 9
Strukturelle Stadtinformationskampagnen (SIKA) zur Information und
Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft.
Ziel: Es werden jährliche Stadtinformationskampagnen zur Information und Sensibilisierung
der Kölner Stadtgesellschaft durchgeführt. Die Stimmen von jungen Menschen in unserer
Stadt werden hör- und sichtbar(er).
Das Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden:
1. Jährliche Anmeldung einer SIKA Kampagne für die Kinderfreundliche Kommune Köln.
Das Teilziel wird fortlaufend umgesetzt. Die Anmeldung der Stadtinformationskampagnen erfolgt im
halbjährlichen Turnus.
2. Partizipative Entwicklung der Kampagne mit Kindern und Jugendlichen.
3. Umsetzung einer zielgruppen- und adressatengerechten Kampagne.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet.
Im Jahr 2022 wurde aufgrund der Siegelverlängerung Kinderfreundliche Kommune eine umfangreiche
Stadtinformationskampagne (Mini-Poster, Road Side-Screens, City Light und Mega-Light Poster) vom
26. September bis 9. Oktober 2022 umgesetzt. Es wurden folgende drei Kinderrechte thematisch in
den Mittelpunkt der Kampagne gestellt: Das Recht auf Freizeit und Erholung, das Recht auf
Gesundheit und das Recht auf Meinungsäußerung. Vom 14. September bis 27. September 2022
wurden zusätzlich die Deutzer Brücke und die Zoobrücke entsprechend beflaggt.
Im Jahr 2023 wurde vom 12. September bis 19. September eine Stadtinformationskampagne
umgesetzt. Diese stellte das Recht auf Beteiligung in den Mittelpunkt der Kampagne. Als Motiv wurde
das partizipativ entwickelte Bild des „Misch MIT!“ Prozesses ausgewählt.
Im Jahr 2024 wurde vom 09. April bis 15. April eine Stadtinformationskampagne mit City Light
Postern umgesetzt. Auf Wunsch der beteiligten Jugendlichen wurde erneut das Recht auf Beteiligung
in den Mittelpunkt der Kampagne gestellt. Als Motiv wurde erneut das partizipativ entwickelte Bild des
„Misch MIT!“ Prozesses ausgewählt. Vom 15. April bis 19. April wurde auf den Social-Media-Kanälen
der Stadt Köln eine Fokuswoche zum Thema „Partizipation“ umgesetzt. Das Social-Media Team der
Stadt Köln stellte in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro ausgewählte
Partizipationsmöglichkeiten vor.
Im Jahr 2025 wird keine Stadtinformationskampagne umgesetzt, sondern vom 18. August bis 22.
August eine Fokuswoche über die Social-Media-Kanäle der Stadt Köln und des Kooperativen Kinder-
und Jugendbüros umgesetzt. Ausgespielt werden kurze Videos in Form von Reels in denen unter
anderem das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune, das Kooperative Kinder und
Jugendbüro und das „Misch MIT!“-Konzept vorgestellt werden. Zudem liegt ein besonderer Fokus auf
der internen Kommunikation (Vgl. hierzu auch Maßnahme 8).
4. Bewerbung der Kampagne und Hinterlegen von Informationen zur Kampagne auf der Stadt
Köln-Homepage.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet.
Die Informationen zur Kampagne aus dem Jahr 2022 wurden auf der Homepage der Stadt Köln
hinterlegt. Für den Misch MIT! Prozess wurde ein Themenraum auf dem Meinungsportal der Stadt
32
Köln angelegt. Im Themenraum können sich Kinder und Jugendliche und weitere Interessierte über
den aktuellen Stand und Mitmach-Möglichkeiten transparent informieren.
5. Es sollen Kommunikationsanlässe geschaffen werden, in denen ein generationen-
übergreifender Austausch stattfindet.
An diesem Ziel wird fortlaufend gearbeitet.
Im Rahmen der Erstellung des „Misch MIT! Konzepts“ zur Kinder- und Jugendbeteiligung wurde ein
Begleitgremium „Arbeitskreis Misch MIT!“ (kurz: „AK Misch MIT!“) eingerichtet. Das Gremium besteht
aus jungen Menschen, Fachkräften aus Verwaltung und Trägerlandschaft, Politiker*innen und
weiteren Expert*innen. Im Rahmen der Konzeptentwicklung werden die Inhalte auf Augenhöhe und
aus verschiedenen Blickwinkeln und Sichtweisen betrachtet und miteinander abgestimmt.
Links und weitere Infos:
Kinderrechteseite Stadt Köln
https://www.stadt-koeln.de/artikel/68232/index.html
Misch MIT! Fachtag
https://meinungfuer.koeln/veranstaltungen/misch-mit-kinder-und-jugendbeteiligung-koln
Misch MIT! Themenraum
Link auf das Meinungsportal der Stadt Köln
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
33
Maßnahme 10
Digitalisierung der Kinderstadtpläne zur Verbesserung des Zugangs zu
relevanten Informationen
Ziel: Bis 2025 wurden alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert und stehen allen Familien und
Kindern als dauerhaftes, kostenfreies Informationstool zur Verfügung. Die Aktualität wird
regelmäßig überprüft.
Das Ziel sollte durch folgende Teilschritte erreicht werden:
1. Es wird eine Projektskizze erstellt, in der grundlegende Fragestellungen beantwortet werden und
erste grundlegende Funktionen für die Basis-Anwendung enthalten sind.
2. Anhand der Projektskizze werden sukzessive alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert.
3. Die Implementierung der digitalen Kinderstadtpläne wird fortlaufend mit der Zielgruppe evaluiert
4. Auf Basis der Evaluation werden eventuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten festgelegt.
Das Ziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert. Gemäß der Ursprungsplanung wurde eine
Projektskizze erstellt, in der Ziele, mögliche Funktionen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sowie
erforderliche Ressourcen (finanziell und personell) festgehalten wurden. Es wurde deutlich, dass
sowohl die erforderlichen finanziellen Ressourcen zur Digitalisierung, als auch die notwendigen
personellen Ressourcen zu fortlaufenden Aktualisierung der digitalen Kinderstadtpläne Stolpersteine
in der Umsetzung darstellen.
Es erfolgte daher nochmal eine kritische Bewertung der Zielsetzung. Bezogen auf die Zielgruppe
werden die analogen Kinderstadtpläne weiterhin als besser geeignet bewertet, da sie mehrere
Vorteile bieten. Erstens fördern sie die haptische Wahrnehmung und das taktile Lernen. Kinder in
jüngeren Altersgruppen lernen oft besser durch physische Interaktion mit Objekten. Ein gedruckter
Stadtplan ermöglicht es ihnen, mit den Händen zu arbeiten, zu zeichnen oder Notizen zu machen,
was das Verständnis und die Erinnerung an die Informationen verbessert.
Zweitens sind analoge Pläne unabhängig von technischen Geräten und Internetzugang. In vielen
Fällen haben nicht alle Kinder Zugang zu Smartphones oder Tablets, insbesondere in sozial
benachteiligten Familien. Ein gedruckter Plan ist jederzeit verfügbar und kann überall genutzt werden,
ohne dass technische Barrieren überwunden werden müssen.
Darüber hinaus fördern analoge Stadtpläne soziale Interaktionen. Kinder können gemeinsam an
einem Tisch sitzen, den Plan ausbreiten und darüber diskutieren. Dies stärkt nicht nur ihre sozialen
Fähigkeiten, sondern auch ihr Gemeinschaftsgefühl und ihre Teamarbeit.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass analoge Kinderstadtpläne durch ihre haptischen
Eigenschaften, Unabhängigkeit von Technologie, Förderung sozialer Interaktionen und kindgerechte
Gestaltung eine zielgruppengerechtere Option darstellen als digitale Alternativen.
Die Zielsetzungen werden wie folgt abgeändert:
Bis Ende 2025 werden alle neun Kinderstadtpläne digitalisiert und stehen allen Familien als
dauerhaftes, kostenfreies Informationstool zur Verfügung.
Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
34
Auf der Seite des Känguru Colonia Verlags können Familien die Kinderstadtpläne kostenfrei als PDFs
herunterladen. So können die Bürger*innen jederzeit digital auf die Kinderstadtpläne zugreifen.
Die Kinderstadtpläne wurden zudem als Angebot auf dem Familienportal „guterstart.koeln“ hinterlegt
mit dem Hinweis wo sie analog und digital erhältlich sind. Auch über die Schlagwortsuche des Portals
gelangen Familien zu dem Angebot der Kinderstadtpläne, dies hat den Vorteil, dass auch bei zum
Beispiel einer Suche nach einem Schild die umfassenden Kinderstadtpläne aufgeführt werden,
sodass die Bekanntheit noch gesteigert wird. Hier wird somit eine sinnvolle Verbindungslinie zu
weiteren Prozessen der Stadt Köln geschlossen, ohne Doppelstrukturen aufzubauen.
Das Familienportal der Stadt Köln „guterstart.koeln“ enthält Angebote und Informationen für werdende
Eltern und Familien mit Kindern und Jugendlichen bis zum Übergang von Schule und Beruf. Neue
Angebote werden fortlaufend eingepflegt. Die Informationen, über das Familienportal auf der Stadt
Köln Seite lassen sich in 15 Sprachen übersetzen. Beim Familienportal handelt es sich um eine
Initiative des Ministeriums vom Land Nordrhein-Westfalen für alle Familien.
Um die Angebote möglichst aktuell zu halten, besteht die Möglichkeit, dass sich Anbieter*innen von
Leistungen selbst ihre Angebote einstellen. Zudem stehen auch personelle städtische Ressourcen
zur Beratung von Anbieter*innen, aber auch zur fortlaufenden Pflege und Wartung des
Familienportals zur Verfügung.
Bis Ende 2025 wurden alle neun Kinderstadtpläne aktualisiert.
An diesem Teilziel wird derzeit gearbeitet.
Eine Aktualisierung der Kinderstadtpläne erfolgt, wie die Erstellung der ersten Auflagen, sukzessive
mit jeweils drei Stadtbezirken. Gestartet wurde im Juni 2020 mit den Bezirken Innenstadt, Kalk und
Lindenthal, Anfang 2021 folgten Mülheim, Porz und Ehrenfeld und im Sommer 2021 die Bezirke
Rodenkirchen, Chorweiler und Nippes. In der gleichen Reihenfolge ist nun auch die Aktualisierung
geplant.
Im Jahr 2023 konnte durch die Bereitstellung finanzieller Mittel aus dem Förderprogramm „kinderstark
– NRW schafft Chancen“ vom MKJFGFI die Neuauflage der Kinderstadtpläne für die Bezirke
Innenstadt, Lindenthal und Kalk erfolgen. Für dieses Jahr (2024) wurden erneut finanzielle Mittel aus
dem oben genannten Förderprogramm zur Verfügung gestellt. Bis Ende des Jahres 2024 soll die
Aktualisierung der Kinderstadtpläne für die Bezirke Mülheim, Porz und Ehrenfeld erfolgen.
Für die Neuauflagen stehen keine Finanzmittel des Amtes für Kinder, Jugend und Familie zur
Verfügung. Es bleibt daher notwendig, Fördermittel für die Aktualisierung zu akquirieren. Die
Stabstelle Kinderfreundliche Kommune, die den Prozess gemeinsam mit der Stabstelle Amtsweite
Themen im Amt für Kinder, Jugend und Familie koordiniert, wird auch für das Jahr 2025 versuchen,
Fördermittel für die Aktualisierung der noch ausstehenden 3 Kinderstadtpläne zu akquirieren. Darüber
hinaus müssen auch seitens des Känguru Colonia Verlags und der Jugendverwaltung zeitliche und
personelle Ressourcen für den Aktualisierungsprozess zur Verfügung stehen. Sofern beides gegeben
ist, kann davon ausgegangen werden, dass eine Neuauflage der 3 noch fehlenden Stadtbezirke im 2.
Halbjahr des Jahres 2025 erfolgt.
Einbezug von Kindern in die Aktualisierung
Kinder und Jugendliche wurden bei der ersten Auflage der Kinderstadtpläne in die Gestaltung mit
einbezogen, indem sie gefragt wurden, welche Informationen auf einem für sie erstellten Stadtplan
35
wichtig wären. Unter anderem auf dieser Grundlage wurden die Erstauflagen gestaltet. Zusätzlich
wurden die ersten Entwürfe der Pläne mit einigen Kindern getestet, um zu sehen, ob sie die
Kinderstadtpläne hilfreich finden und sich damit im Stadtbezirk orientieren können.
Bei früheren Abfragen bei Kindern wurden allerdings vielfach auch kommerzielle oder kostenpflichtige
Angebote benannt, wie z.B. Eisdielen, Kletterhallen etc. Diese Orte konnten und können weiterhin auf
den Plänen nicht abgebildet werden. Eine Selbstwirksamkeitserfahrung beim Aktualisierungsprozess
wäre in diesem Fall daher nicht gegeben. Demnach bewerteten die federführenden Stellen eine
erneute umfangreiche Kinder- und Jugendbeteiligung in diesem Kontext als nicht zielführend.
Bei der Neuauflage handelt es sich um eine Aktualisierung der Kinderstadtpläne, welche eine
hauptsächlich komplexe, technische Aufgabe darstellt. Es ist wichtig, dass diese Aufgabe durch
Fachpersonen durchgeführt wird, um die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Kinderstadtpläne
sicherzustellen.
Zudem sind die Kinderstadtpläne durch den vielfachen Einsatz in Kitas, Schulen, Jugendzentren und
weiteren Institutionen bereits gut erprobt und haben sich als sinnvolles und bewährtes Arbeitsmaterial
etabliert.
Bewerbung der Kinderstadtpläne
Um die Kinderstadtpläne noch bekannter zu machen werden sie voraussichtlich ab September 2025
auf den Screens in den neun Kundencentern der Bezirksämter beworben.
Links und weitere Infos:
Stadtplan für Kinder
https://www.stadt-koeln.de/artikel/69791/index.html
Kinderstadtpläne | von KÄNGURU (kaenguru-online.de)
Lokalzeitbeitrag zu den Kinderstadtplänen
Link zum Lokalzeitbeitrag
Familienportal der Stadt Köln „Guter Start Köln“
Link zum Familienportal
Guterstart NRW - Angebotsübersicht
Status der Maßnahme: erfolgreich abgeschlossen
36
Maßnahme 11
Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder
und Jugendliche
1. 2022: Entwicklung eines Konzeptes mit Ansätzen für neue Informations- und
Kommunikationskanäle auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Verwaltungsreformprojekt.
Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Verwaltungsreformprojekts
hat sich ein ämterübergreifendes Projektteam mit dem Thema „Verbesserung der
zielgruppenspezifischen Kommunikation“ auseinandergesetzt. Zunächst wurde eine Stakeholder-
Analyse durchgeführt, die vier unterschiedliche Zielgruppen für die Entwicklung einer
Kommunikations- und Informationsstruktur aufzeigte:
Kinder unterhalb von sechs Jahren
Kinder im Grundschulalter
Jugendliche und junge Erwachsene
Eltern und Familien
In Kleingruppen wurden vier Interviewleitfäden entwickelt, mit deren Hilfe qualitative und quantitative
Daten rund um die Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppe erhoben werden konnten.
Nachdem die Erkenntnisse aus den geführten Interviews untereinander vorgestellt und
zusammengetragen wurden, verschob sich der Fokus des Projektes auf die verschiedenen
Möglichkeiten der digitalen Informations-, Kommunikations- und Beteiligungskanäle. Die digitale Welt
hat sich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Einflussfaktor entwickelt, der seitens des Amtes für
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln bereits auf vielfältigen Kommunikations- und
Informationskanälen zur Information der Bürger*innen genutzt wird. Für die definierten Zielgruppen
zeigte sich hier jedoch insbesondere bezüglich der genutzten Sprache, der Erreichbarkeit und der
Kommunikationsart ein weiterer Optimierungsbedarf.
Durch die Methode des „Service Design Thinking“ wurden in Brainstorming-Workshops verschiedene
Kanäle, wie beispielsweise eine Website oder mobile Applikation, durchdacht und visualisiert. Im
Projektteam wurde festgestellt, dass die Gruppen der Kinder unterhalb von sechs Jahren und Kinder
im Grundschulalter, die Gruppe der Familien und Eltern sowie die Gruppen der Jugendlichen und
jungen Erwachsenen aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnislage verschieden gestaltete Kanäle
benötigen. Durch das Verwaltungsreformprojekt wurde erkennbar, dass die Umsetzung
verschiedener und neuer Informations- und Kommunikationskanäle zur Verbesserung der
zielgruppenspezifischen Kommunikation benötigt wird und dies nicht im Rahmen des Projektes
abschließend bearbeitet werden kann. Aus diesem Grund ist das Ziel als eine Maßnahme in den
Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 eingeflossen.
2. 2023: Erste Entwicklung eines digitalen Tools, Erstellung eines „Minimum viable Products“.
Das Teilziel wurde nicht umgesetzt, da sich die Zielsetzung verändert hat.
3. 2024: Feedback-Schleifen mit den Nutzer*innen.
4. 2025+: Umsetzung des erhaltenen Feedbacks und Herausgabe der neuen Kommunikations-
und Informationskanäle.
An diesen Teilzielen wird fortlaufend gearbeitet. Vgl. hierzu auch andere Maßnahmen zum
Themenfeld Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
37
Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro hat seine Social-Media-Kanäle sukzessive weiter
ausgebaut. Über den Instagram Kanal des Jugendbüros werden Informationen zum Beispiel zu
Kinderrechten, Beteiligungsmöglichkeiten und Veranstaltungen zielgruppengerecht aufgearbeitet. Die
Reichweite des Accounts konnte ebenfalls sukzessive ausgebaut werden. Über den Account des
Jugendbüros werden auch zahlreiche Multiplikator*innen erreicht, welche die Informationen ebenfalls
nochmal an ihre Zielgruppen weitergeben können. Zudem wurde auch ein TikTok Kanal eröffnet, über
den ebenfalls Informationen an die Zielgruppe transportiert werden.
Um auch Kinder und Jugendliche die nicht über Social-Media-Kanäle verfügen zu erreichen, wurde
seitens der Infostelle des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros ein „Linktree“ erstellt. Dieses Tool
ermöglicht mehrere Links an einem Ort zu bündeln und zentral zur Verfügung zu stellen. Auf dem
Linktree werden alle wichtigen Ereignisse aufgelistet. Der Linktree wird wöchentlich aktualisiert.
Links und weitere Infos:
Innovative Stadt Köln
Verwaltungsreformprojekt Zielgruppenspezifische Kommunikation
Instagram Account des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros:
jugendbuerokoeln
TikTok Kanal des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros:
tiktok.com/@jugendbuerokoeln
Linktree der Jugendinfostelle
jugendinfokoeln | Instagram, TikTok | Linktree
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
38
Maßnahme 12
Sicherstellung des Kinderschutzes für besonders herausfordernde Kinder und Jugendliche im
Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe
Ziel: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und
Gesundheitshilfe ist sichergestellt; die Basis für eine regelkonforme gesellschaftliche Teilhabe
ist geschaffen.
Dieses Ziel sollte durch folgende Schritte angegangen werden:
1. Kontaktaufnahme des Jugendamtes mit potentiellen Kooperationspartner*innen mit dem
Ziel des Abgleichs von Aufgabenbereichen, Zuständigkeiten und Schnittstellen.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet.
Es besteht eine verbindliche Kooperationsvereinbarung zwischen den Institutionen. Zudem finden
regelmäßige Arbeitstreffen zur Auswertung und Weiterentwicklung der Kooperation zwischen der
Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln, sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie Holweide
und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie statt.
In einem der Arbeitstreffen ist von beiden Kooperationspartner*innen der Bedarf benannt worden, bei
häufiger werdenden „schwierigen“ Fällen noch enger zusammenzuarbeiten.
Als positives Beispiel wurde in diesem Zusammenhang ein Konzept aus den Würzburger Fachtagen
angeführt. Im Würzburger Modell wurden die beiden „Systeme“ Kinder- und Jugendhilfe und Kinder-
und Jugendpsychiatrie (KJP) gegenübergestellt. Dabei wurden die verschiedenen
Versorgungssettings (ambulant, teilstationär, stationär), sowie die Schulform unterschieden.
Zielsetzung bei dem Konzept ist es die verschiedenen Systeme gut aufeinander abzustimmen und
mögliche „Versorgungslücken“ zu schließen. Im Ergebnis ist daraus eine gemeinsame
Unterbringungsform im Zusammenschluss der KJP mit der Kinder- und Jugendhilfe entstanden.
Eine deckungsgleiche Übertragung eines „Würzburger Modells“ erschien jedoch aufgrund der Größe
der beteiligten Institutionen nicht umsetzbar, so dass die Idee entwickelt wurde, ein gemeinsames
Gremium zu bilden, welches ein mögliches „Kölner Modell“ daraus ableitet.
Es gab bereits einige Arbeitstreffen des gemeinsamen Gremiums mit dem Ziel des Abgleichs von
Aufgabenbereichen, Zuständigkeiten und Schnittstellen. Aufgrund personeller Wechsel und Vakanzen
auf beiden Seiten musste die Arbeit des Gremiums zunächst ruhend gestellt werden. Zum 1.
November hat Frau Frank die Abteilungsleitung Pädagogische und Soziale Dienste übernommen und
auch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Kliniken Köln in Holweide
erhielt eine neue Leitung. Auch seitens der Kinder- und Jugendpsychiatrien sind die vakanten Stellen
nachbesetzt. Es ist grundsätzlich gewünscht die Arbeit des Gremiums zeitnah wiederaufzunehmen.
2. Betrachtung und Verifizierung von Stolpersteinen in der Kooperation und Lücken in der
Angebotsstruktur.
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet.
In den regelmäßigen Arbeitstreffen zwischen der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln,
der Kinder- und Jugendpsychiatrie Holweide und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie werden auf
beiden Seiten Bedarfe oder Stolpersteine benannt und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Aufgrund
der sich ständig verändernden Bedarfslagen handelt es sich hierbei um einen fortlaufenden Prozess,
der aufgrund von personellen Vakanzen erst 2024 fortgeführt werden kann. Im Oktober wird das erste
Arbeitstreffen in neuer Besetzung stattfinden können.
3. Gemeinsame Entwicklung eines Konzeptes zur Optimierung der Kooperation, ggf.
Konzeptionierung eines pädagogischen Angebotes.
39
Dieses Teilziel hat sich im Verlauf verändert. Aufgrund von personellen Veränderungen und weiterer
Planung wird in den kommenden Monaten eingehend überprüft, ob die ursprünglich angedachte
Maßnahme wie vorgesehen umgesetzt wird oder ob sie in alternative Planungen integriert werden
sollte, um die angestrebten Ziele bestmöglich zu erreichen.
Weiteres
Auch grundsätzlich genießt der Kinderschutz in der Stadt Köln eine hohe Aufmerksamkeit und wurde
stets weiterentwickelt und entsprechend der gesetzlichen Anforderungen ausgebaut. Ein weiterer
bedeutsamer Schritt für die zielgerichtete Weiterentwicklung wird nun in der Umsetzung des
Kinderschutzentwicklungsplanes gesehen.
Im November 2022 wurde eine Mitteilung (3244/ 2022) an den JHA verfasst, in der das Vorhaben der
Verwaltung beschrieben wurde. Die Mitteilungsvorlage kann hier abgerufen werden.
Der JHA erkannte mit Bedarfsfeststellungsbeschluss vom 06.06.2023 (Vorlagen-Nr. 1361/2023) den
Bedarf zur Vergabe einer Leistung zur Erstellung eines Kinderschutzentwicklungsplans an und
beauftragte die Verwaltung, das entsprechende Vergabeverfahren einzuleiten.
Der Kinderschutzentwicklungsplan stellt ein kommunales Gesamtkonzept zum Kinderschutz dar.
Seine grundsätzliche Zielsetzung ist die Sicherung des Rechts des Kindes auf Schutz und Hilfe. Die
klare Ausrichtung des Konzeptes auf dieses Ziel macht es erforderlich, die zentralen Bausteine des
kommunalen Handelns hieran auszurichten und dadurch die größtmögliche Wirkung im Sinne eines
differenzierten präventiven, als auch reaktiven Kinderschutzes zu erreichen.
Das Projekt ist offiziell zum 01.01.2024 gestartet. Zunächst wurde als Grundlage für die weitere
Planung eine umfangreiche Datenanalyse durchgeführt. Zu den internen Strukturen im Kinderschutz
haben im Mai drei stadtinterne Fachkräfteworkshops stattgefunden.
Im Juni 2024 hat, bezüglich Größe und Teilnehmer*innenzusammensetzung, ein bis dato einmaliger
Workshop mit allen wichtigen Stakeholdern im Kölner Kinderschutz stattgefunden.
Hier wurden nach einer Vorstellung des Gesamtprojektes Kinderschutzentwicklungsplan die ersten
Arbeitsergebnisse aus der Datenanalyse und zu den internen Strukturen präsentiert. Im Anschluss
haben sich die Akteur*innen, Kooperations- und Netzwerkpartner*innen in kleineren Arbeitsgruppen
über die Kinderschutzstrukturen in Köln ausgetauscht und die Erfahrungen aus Ihrem jeweiligen
professionellen Kontext dokumentiert, um diese in die Kinderschutzentwicklungsplanung mit
einfließen zu lassen.
Zur ausführlichen Beschreibung des Projektverlaufs wird auf die aktuelle Sachstandsmitteilung
(Vorlagen Nr. 0721/ 2024) an den JHA vom 24.07.2024 verwiesen.
Zur Entwicklung des Kinderschutzentwicklungsplans wurde eine Stabstelle bei der Amtsleitung des
Amtes für Kinder, Jugend und Familie eingerichtet. Eine Verschränkung des Gesamtvorhabens
Kinderfreundliche Kommune mit dem Kinderschutzentwicklungsplan findet derzeit in halbjährlichen
gemeinsamen Gesprächen statt. Der Projektverlauf der Erstellung des
Kinderschutzentwicklungsplans verläuft planmäßig.
Links und weitere Infos:
„Würzburger Modell“
Uniklinikum Würzburg
Würzburger Familiensymposium
Kinderschutzentwicklungsplan
Vorlagen-Nr. 3244/2022
Vorlagen-Nr. 1361/2023
40
Vorlagen Nr. 0721/ 2024)
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
41
Maßnahme 13
Erstellung eines Erklärfilms für Kinder zu den Leitlinien „Bilden, Betreuen
und Erziehen mit Herz und Verstand“
Ziel: Alters- und zielgruppengerechte Vermittlung der Leitlinien „Bilden, Betreuen und
Erziehen mit Herz und Verstand“ zur niedrigschwelligen Information von Kindern über ihre
eigenen Rechte und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in den städtischen
Kindertageseinrichtungen.
Dieses Ziel soll durch folgende Schritte erreicht werden:
1. Erstellung eines zielgruppengerechten Drehbuchs für den Kinder-Erklärfilm.
Dieses Teilziel wurde bereits abgeschlossen. Im Laufe des Jahres 2022 wurde auf Grundlage der
Leitlinien ein Drehbuch für den Film erstellt.
2. Beauftragung eines Filmemachers zur Erstellung des Erklärfilms. Nach Möglichkeit soll das
Einsprechen der Texte durch ein Kind erfolgen.
Dieses Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen. Es wurde ein Filmemacher mit der Erstellung des
Erklärfilms beauftragt und eine junge Sprecherin gefunden, welche als Erzählerin durch den Film
führt.
3. Der Film wird einer Gruppe von Kita-Kindern im „Pre-Test“ präsentiert und auf
Verständlichkeit hin überprüft und gegebenenfalls nachbearbeitet.
Dieses Teilziel wurde nicht umgesetzt. Aufgrund der noch vorherrschenden Corona Regeln im Jahr
2022 konnte ein „Pre-Test“ nicht wie geplant umgesetzt werden. Die junge Sprecherin hat aber den
Text auf Verständlichkeit hin getestet und im Erstellungsprozess wurden Anpassungen
vorgenommen.
4. Der Kinder-Erklärfilm wird zunächst den erwachsenen Fachkräften auf der großen
Dienstbesprechung der Abteilung „Tageseinrichtungen für Kinder“ (513) am 17.10.2022
vorgestellt.
Dieses Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund des veränderten Corporate Design der
Stadt Köln wird der Kinder- Erklärfilm derzeit nochmal aktualisiert. Er wurde mittlerweile auf dem
städtischen You-Tube Kanal veröffentlicht, sowie auf der Homepage der Stadt Köln weiteren
Zuschauer*innen zugänglich gemacht.
5. Einführung des Kinder-Erklärfilms als verbindlicher Baustein im Kita-Alltag aller 215
städtischen Kindertageseinrichtungen.
Dieses Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen.
Der Film wurde als Teil der Methode der Qualitätsentwicklung in den Bereich Kinderbeteiligung/
Partizipation als fester Baustein etabliert und ist auch Teil der Fortbildungsangebote für städtische
Pädagog*innen in den Kindertageseinrichtungen geworden. Es wird fortlaufend an einer
Methodensammlung gearbeitet, welche den Pädagog*innen Anregungen gibt, wie sie den Film
sinnvoll in den pädagogischen Alltag einbetten können. Der Film wurde zudem in der
Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune am 22. August 2023 vorgestellt.
42
Links und weitere Infos:
Artikelseite zur Qualitätsoffensive, auf der auch der Kinder-Erklärfilm eingebunden ist
https://www.stadt-koeln.de/artikel/69118/index.html
Qualitätshandbuch der städtischen Kindertageseinrichtungen
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf51/kitas/qualitaetshandbuch-01-2020.pdf
Status der Maßnahme: erfolgreich abgeschlossen
43
Maßnahme 14
Etablierung von regelmäßigen Kinderrechte-Workshops mit dem
Schwerpunkt Mitbestimmung an Förderschulen der Stadt Köln
Ziel: Die Etablierung des Workshops im Peer-to-Peer Ansatz an allen 23 Förderschulen in
Köln. Die Andockung des Formates an einen Träger, der im Bereich Inklusion verortet ist, wird
angestrebt.
In Köln besuche n derzeit circa 4.560 Kinder und Jugendliche Förderschulen mit unterschiedlichen
Förderschwerpunkten. Diese jungen Menschen und ihre Themen und Anliegen sind bisher in
bestehenden Interessensvertretungen von Kindern und Jugendlichen nicht adäquat durch sich selbst
vertreten.
Die Workshops an Förderschulen zielen darauf ab die zu erreichen, die bisher aus eigener Sicht durch
die bestehenden Strukturen nicht ausreichend vertreten sind und diese dort zu erreichen, wo sie sich
aufhalten: an den Förderschulen. Zielsetzung ist es allen jungen Menschen aus Köln die Möglichkeit
der eigenen Interessensvertretung zu geben oder sie als Lobbyist*innen mit ihren Themen und
Anliegen zu unterstützen.
Ziele der Workshops sind:
Aufklärung über die eigenen (Beteiligungs-) Rechte
Information zu vorhandenen Mitbestimmungsmöglichkeiten und Beteiligungsmöglichkeiten in
Köln
Abbau von möglichen Vorurteilen im Peer-to-Peer Ansatz
Förderung von Selbstorganisation (an der Schule)
Förderung von Chancengleichheit und Vielfalt
Möglichkeit der eigenen Interessensvertretung
In Workshop 2 mit besonderem Fokus auf:
Aufklärung über die eigenen (Beteiligungs-) Rechte in der SV
Information zu Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen von SV-Arbeit und „best prac-tice“ zu
SV-Arbeit durch BSV
2023: Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro ist in die Begleitung und Finanzierung der
Workshops aktiv als Projektpartner*in eingestiegen. Gemeinsam mit der Bezirksschüler*innen-
vertretung wurde ein Workshop-Konzept entwickelt. Der konzipierte Workshop fokussiert folgende
drei Fragestellungen:
1. Was bedeutet eigentlich Mitbestimmung?
2. Was würde ich in Köln gerne ändern, wenn ich könnte?
3. Welche Rechte habe ich an der Schule?
Der Schwerpunkt liegt auf der niedrigschwelligen Vermittlung von Wissen, sowie dem Empowerment
von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Ein Teil des Workshops beschäftigt sich außerdem mit dem aktiven Austausch über die eigenen
44
Erfahrungen mit dem Thema Mitbestimmung in Köln und an der Schule, sowie einer Befragung, was
die Schüler*innen gerne in Köln verändern oder verbessern würden. Die Befragung wird dabei, je
nach Ressourcen der Schule, sowohl per Mentimeter-Umfrage als auch analog durchgeführt und die
Ergebnisse dort direkt dokumentiert. Bei den Aussagen, Themen, Forderungen und Ideen der
Schüler*innen aus verschiedenen Klassen und Schulen, konnten einige Übereinstimmungen
festgestellt werden. Diese wurden im Nachhinein aufbereitet und in folgende Themenschwerpunkte
zusammengefasst:
Verbesserung der Mobilität in Köln
Entstigmatisierung von Förderschulen
Verschönerung des Schulhofes und der Schulen
Ausbau von Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (Spielplätze, Fußballplätze…)
Abbau von Diskriminierung von Förderschüler*innen
Verbesserung der Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen
Im Durchführungsprozess wurde an verschiedenen Schulen der Wunsch nach einem Workshop zum
Thema „SV-Arbeit“ geäußert, sodass ein speziell auf die Schülervertretungen (SV) ausgerichteter
Workshop entwickelt und das Angebot somit um einen zweiten Workshop erweitert wurde.
Durch das Workshop-Angebot wurde außerdem eine intensive Vernetzung mit den Förderschulen
gefördert. In dem Zuge haben der Kölner Jugendring und die BSV bereits zwei Klassen in das
Kooperative Kinder- und Jugendbüro eingeladen und auch für die Teilnahme der Kinder- und
Jugendbeteiligung am nachhaltigen Mobilitätsplan konnten über diesen Weg zwei Förderschulen für
die Teilnahme gewonnen werden.
Die Bezirksschüler*innen-Vertretung führt die Workshops im Peer-to-Peer Ansatz durch.
Im 2. Halbjahr 2022 und 1. Halbjahr 2023 konnten 7 Workshops an Förderschulen durchgeführt
werden. Dabei wurden ca. 80 Schüler*innen erreicht. Das Workshop-Format wurde im ersten Schritt
auf den Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ und „Lernen“ ausgerichtet und um
den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ erweitert.
2024: Im Jahr 2024 konnten die Workshops im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+ Jugend“
gefördert werden.
Das Projekt beinhaltet mittlerweile zwei Workshops, die sich zum einen an Schüler*innen ab der 5.
Klasse sowie an die Schüler*innenvertretungen (SV) der jeweiligen Schule richten und im Rahmen
von jeweils 2 Unterrichtsstunden stattfinden.
Seit Beginn des Projektes im Jahr 2022 konnten bis Juli 2024 insgesamt 23 Workshops in 11
Förderschulen umgesetzt und somit ca.360 Schüler*innen erreicht werden. Das Workshop-Format
wurde im ersten Schritt auf den Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ und
„Lernen“ ausgerichtet und um die Förderschwerpunkte „Geistige Entwicklung“, „Sprache“ und
„körperliche und motorische Entwicklung“ erweitert.
Bis Dezember 2024 fanden an vier Förderschulen weitere Workshops statt. Aus diesen Workshops
sind nachhaltige Kooperationen mit einzelnen Schulklassen entstanden – insbesondere besteht eine
enge Zusammenarbeit mit einer Förderschule aus Köln-Porz, die aktiv an der Planung des
Demokratiefestivals „Turn up in cgn“ des Kölner Jugendrings mitgewirkt haben.
Im Juni 2024 wurde in Kooperation mit der BSV ein neuer, barriereärmerer Flyer entwickelt, der nun
zusätzlich mit METACOM-Symbolen ausgestattet ist, um die Ansprache noch inklusiver zu gestalten.
Der Kontakt zu den Förderschulen wurde auch über die Workshops an den Schulen hinaus gepflegt,
um den Austausch über Themen, Forderungen und Ideen der Schüler*innen kontinuierlich
45
sicherzustellen. Bei den Besuchen im Kinder- und Jugendbüro fanden ergänzend Befragungen zum
Thema „Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen in Köln“ statt. Die daraus gewonnenen
Erkenntnisse flossen in den „Misch MIT!“-Prozess ein.
2025:
In der ersten Jahreshälfte 2025 hat die Bezirksschüler*innenvertretung aufgrund von Zeitressourcen
und den Abiturvorbereitungen andere thematische Schwerpunkte gesetzt. Im Juni wurde ein neuer
Vorstand gewählt, der ab dem neuen Schuljahr im September wieder verstärkt an die Workshop
Arbeit anknüpfen möchte. Eine Fortsetzung der Workshop Reihe ist somit ab Herbst geplant.
Da die Erasmus-Plus-Förderung zum Jahresende 2024 ausgelaufen ist, wird derzeit an einer
langfristigen Etablierung und Verstetigung des Projekts gearbeitet, um die erfolgreiche
Zusammenarbeit mit den Förderschulen nachhaltig zu sichern.
Links und weitere Infos:
Mitbestimmung an Förderschulen
https://www.koelner-jugendring.de/mitbestimmung-an-foerderschulen/
Instagram-Account der Bezirksschüler*innen-Vertretung:
bsv_koeln
Instagram Account des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros:
jugendbuerokoeln
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
46
Maßnahme 15
Herstellung eines barrierefreien Zugangs für Kinder und Jugendliche zu
relevanten Informationen
Ziel: Kinder und Jugendliche erhalten einen barrierefreien Zugang zu relevanten Informationen
der Kinderfreundlichen Kommune Köln.
Dieses Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden:
1. Erstellung und Bereitstellung von Druckerzeugnissen in zwei Varianten. Eine Variante
adressiert Kinder und Jugendliche und ist in junger Sprache verfasst.
Dieses Teilziel hat sich im Verlauf verändert.
Aufgrund fehlender personeller Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens
Kinderfreundliche Kommune konnte der Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025
in kinder- und jugendgerechter Sprache zum Start im Jahr 2022 nicht veröffentlicht werden.
Aufgrund der verzögerten Zeitschiene und wiederkehrenden Gesprächen mit Jugendlichen wurde
deutlich, dass es kein großes Interesse mehr an Druckerzeugnissen gibt, nicht nur aufgrund der
Nachhaltigkeit, sondern auch aufgrund der ausreichenden Bereitstellung von Informationen über
andere Kanäle, insbesondere Social-Media-Kanäle. Seitens der Zielgruppe wurde vermehrt der
Wunsch nach kurzen stichpunktartigen Informationen deutlich.
2. Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche.
(Vgl. hierzu auch die Maßnahmen im Feld zielgruppengerechte Kommunikation &
Öffentlichkeitsarbeit)
An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Als Querschnittsthema wird bei allen Maßnahmen
darauf geachtet möglichst einfache Sprache zu verwenden, um einen möglichst Barriere armen
Zugang zu Informationen zu gewährleisten. Es hat sich bewährt sowohl im partizipativen Prozess, als
auch im Nachgang zum Beispiel Materialien oder Texte von der Zielgruppe auf Verständlichkeit hin
„checken“ zu lassen. So kann gewährleistet werden, dass die Inhalte, welche transportiert werden
sollen, für junge Menschen verständlich und ansprechend sind.
3. Informationen für alle
Ein perspektivisches Ziel ist es zukünftige Schriftstücke so Barriere arm zu verfassen, dass keine
zwei Versionen mehr notwendig sind. Dies wurde aktuell bei dem am 27. Mai 2025 beschlossenen
gesamtstädtischen Kinder- und Jugendbeteiligungskonzept „Misch MIT! So geht Kinder- und
Jugendbeteiligung in Köln“ bereits umgesetzt. Das Konzept wurde in einem partizipativen Prozess
entwickelt und wurde in einfacher, kinder- und jugendgerechter Sprache verfasst. Auch die grafische
Aufbereitung spiegelt die von jungen Menschen im Prozess gewünschte Niedrigschwelligkeit und
Attraktivität wieder.
Weitere Infos und Links:
Büro für junge Sprache
https://junge-sprache.de/
47
Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend
48
Einschätzung des bisherigen Gesamtverlaufs
Der 1. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2018-2021" wurde am 19. Dezember 2017
durch den Rat der Stadt Köln beschlossen.
Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat
der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maßnahmen, die die
Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sollen.
Um ein ganzheitliches Verständnis in Bezug auf die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Köln zu
erzielen, besteht die Zielsetzung einer integrierten Planungs- und Handlungsstrategie, wie sie bereits
im aktuellen Kinder- und Jugendförderplan 2021- 2025 beschrieben wurde. Im Sinne einer
integrierten Planung gilt es Verbindungslinien herzustellen, um Synergieeffekte nutzbar zu machen.
Der zweite Aktionsplan stellt sich der Herausforderung eine strategische Struktur zu entwickeln, mit
der die Ziele der Kinderfreundlichen Kommune als Querschnittsaufgabe dauerhaft im städtischen
Denken und Handeln der Millionenstadt verankert werden können. Die Maßnahmen im Aktionsplan
sind bis zum Ende der dreijährigen Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in
anderen strategischen Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Zielerreichung wird
dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der
dreijährigen, nach Verlängerung nun vierjährigen Siegelphase bereits abgeschlossen sein.
In der Maßnahmenplanung erfolgte bereits eine Risikoanalyse. Diese diente dazu in den
beschriebenen Maßnahmen das Risiko abzuwenden, zu minimieren oder durch andere Methoden
den Risiken möglichst effizient zu begegnen. Die Zwischenbilanz des Umsetzungsstands fällt positiv
aus: 3 Maßnahmen wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, 11 Maßnahmen befinden sich in der
Umsetzung und verlaufen planmäßig; 1 Maßnahme läuft verzögert. Zudem haben sich im
Umsetzungszeitraum weitere Maßnahmen entwickelt, welche auf die Umsetzung des Gesamtziels
kinder- und jugendfreundliches Köln einzahlen.
Fortschritte und Herausforderung bei der Umsetzung der Maßnahmen aus Sicht der
Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune Köln
In der Zwischenbilanz der Maßnahmen zeigt sich deutlich, dass die Stadt Köln die Bedeutung der
Kinder- und Jugendfreundlichkeit ernst nimmt und aktiv in ihre Planungsprozesse integriert. Zudem
wird die Verknüpfung mit anderen Prozessen und Planungen zunehmend vorangetrieben, was zu
einer effektiveren Umsetzung der Maßnahmen führt.
Die Stadt Köln verfügte bereits vor Beginn des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln über
einen umfassenden Handlungskatalog für Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Ämtern
und Dezernaten der Stadtverwaltung. Sie verfolgt diesen Handlungskatalog in verschiedenen
übergreifenden, strategischen Prozessen, Planungen und Strategien. Dieser Handlungskatalog und
die geleistete Vorarbeit in der Vergangenheit hat bereits eine starke Basis geschaffen, auf der die
Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune ihre Arbeit in den letzten Jahren aufbauen konnte.
Ein starkes Netzwerk von Akteur*innen aus der freien Trägerlandschaft und weiteren
Kooperationspartner*innen unterstützt die positiven Entwicklungen und trägt zur Vernetzung und zum
Erfolg der verschiedenen Angebote bei. Die etablierte Kinder- und Jugendhilfeinfrastruktur bildet nicht
nur die Grundlage für verschiedene Maßnahmen, sondern ist entscheidend zum Beispiel bei der
Erreichung und Aktivierung der Zielgruppe.
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune lag in den letzten
Jahren beim Thema „Kinder- und Jugendbeteiligung“. Partizipation wird immer mehr zum
Querschnittsthema in der Kölner Verwaltung. Dies führt dazu, dass die Sichtweisen, Bedürfnisse und
Belange der jungen Menschen sichtbarer werden, zur Grundlage von Entscheidungen gemacht
werden und grundsätzlich die Stimmen von Kindern und Jugendlichen „sichtbarer“ werden, auch
jenseits klassischer Kinder- und Jugendthemen. Kinder und Jugendliche werden zunehmend in
49
städtische Planungsprozesse einbezogen, sodass ihre Bedürfnisse bei der Entwicklung von
Wohngebieten, Parks und Freizeitangeboten berücksichtigt werden. Diese Maßnahmen spiegeln das
Bestreben der Stadt Köln wider, eine kinder- und jugendfreundliche Umgebung zu schaffen, in der
junge Menschen aktiv am Stadtleben teilnehmen können und ihre Bedürfnisse beachtet werden.
Besonders hervorzuheben ist hier auch die Positionierung des Vorhabens als Schlüsselprojekt
innerhalb der Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2035+.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Vernetzungsarbeit. Die erfolgreiche Umsetzung der
Kinder- und Jugendfreundlichkeit ist davon abhängig gemeinsam zu handeln, Synergieeffekte
herzustellen und Netzwerke aufzubauen. Durch die Verknüpfung und Herstellung von
Verbindungslinien kann es gelingen gute Praxis sichtbar(er) zu machen und mögliche
Doppelstrukturen zu vermeiden. Durch die Verknüpfung werden zum Teil auch weitergehende
Bedarfe deutlich, die im Rahmen der Kinderfreundlichen Kommune aufgegriffen werden können.
Dennoch stehen wir auch weiterhin vor Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Die Größe der
Stadt und der Stadtverwaltung erschwert es, einen Gesamtüberblick über alle bestehenden Angebote
in Köln zu erhalten. Dies führt dazu, dass die Sichtbarkeit von Fortschritten oft eingeschränkt ist und
die Dauer der Prozesse vor allem seitens der Zielgruppe Kinder und Jugendliche als langwierig
empfunden wird. Ein weiterer Stolperstein ist die Informations- und Kommunikationsstruktur, die noch
weiter in Bezug auf Transparenz und Zugänglichkeit verbessert werden muss und „trendmäßig“ einen
stetigen Wandel erfährt.
Mit steigender Sichtbarkeit des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune wachsen auch die Aufgaben
in der Koordinationstätigkeit. Es ist wichtig zu betonen, dass die Entwicklung in diesem Bereich einen
kontinuierlichen Prozess darstellt, der nie abgeschlossen sein wird. Um den Herausforderungen zu
begegnen, ist es entscheidend planerisch zu agieren. Dies ermöglicht es Entwicklungen frühzeitig zu
begegnen und das Vorhaben kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Qualitätssicherung und
kontinuierliche Qualitätsüberprüfung spielen dabei eine zentrale Rolle, um sicherzustellen, dass die
Maßnahmen den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden. Um die vorhandenen
personellen und finanziellen Ressourcen optimal zu nutzen, werden fortlaufend Prioritäten in den
Planungen gesetzt und kreative Lösungen entwickelt, um die Ziele zu erreichen.
Insgesamt zeigt der Zwischenstand, dass Köln auf einem guten Weg ist, sich kinder- und
jugendfreundlicher aufzustellen. Die Fortschritte sind ermutigend, gleichzeitig müssen die genannten
Herausforderungen aktiv angegangen werden, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Zur Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ und den
Sachverständigen
Die Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ gestaltet sich positiv und
konstruktiv. Es finden regelmäßige Austauschtermine mit den Mitarbeiter*innen des Vereins
Kinderfreundliche Kommunen e.V. statt, in der Fortschritte, aber auch Herausforderungen bei der
Umsetzung des Vorhabens offen kommuniziert werden können. Die Stadt Köln ist weiterhin die
einzige deutsche Millionenstadt im Vorhaben Kinderfreundliche Kommunen. Daraus ergeben sich
Besonderheiten bei der Umsetzung, wie zum Beispiel die Anpassung der Zeitschiene der
Siegelphasen. Die aktuelle Siegelphase wurde bis Juni 2026 verlängert.
Die halbjährlichen stattfindenden Dialogforen bieten eine gute Vernetzungsmöglichkeit und eine
Vielzahl an Anregungen und Impulsen für die eigene Tätigkeit.
Die Zusammenarbeit mit den Sachverständigen erfolgt anlassbezogen. Der Austausch sich positiv
und konstruktiv und enthält wertvolle Anregungen, Impulse und Kritik für und am Prozess, die uns
dabei helfen, uns weiterzuentwickeln und besser zu werden. Es besteht der Wunsch die
Zusammenarbeit mit den Sachverständigen auszubauen.
50
Wissenschaftliche Begleitung
Zum 01. August 2022 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der katholischen Hochschule
Köln und als Trägerin des Instituts für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki). An der
katholischen Hochschule hat das Thema Kinderrechte und Kinderschutz als Querschnittsthema eine
breite Verankerung in Lehre, Forschung und Weiterbildung. Auch das Institut für Forschung und
Transfer in Kindheit und Familie (foki) legt den Fokus auf die Weiterentwicklung von sozial- und
erziehungswissenschaftlichen Forschungsperspektiven.
Als Aktivitäten im Rahmen der Kooperation sind geplant und wurden teils bereits umgesetzt:
Die gemeinsame Entwicklung von Forschungsprojekten
Die Zusammenarbeit bei Tagungen oder ähnlichen Veranstaltungen
Die Einbeziehung von Studierenden der katho im Rahmen von Studienarbeiten,
Projektseminaren, Abschluss- und Qualifikationsarbeiten oder als studentische
Mitarbeiter*innen
Sowie weitere Aktivitäten, die aus den gemeinsamen Zielen hervorgehen
Es finden regelmäßige Austauschgespräche statt, in der aktuellen Themen und nächste Schritte
besprochen werden. Die Kooperation verläuft äußerst positiv und hat sich als sehr unterstützend
erwiesen. Ihre Rolle als "kritischer Freund" erweist sich als besonders wertvoll, da die fundierten
Hinweise und Anregungen uns helfen, unsere Ziele klarer zu definieren und innovative
Lösungsansätze zu entwickeln. Der Fokus der Kooperation liegt derzeit auf den Prozessen „Misch
MIT!“, Leitbildentwicklung kinder- und jugendfreundliches Köln, sowie der Bekanntmachung des
Prozesses Kinderfreundliche Kommune Köln.
Weitere Infos und Links:
Veranstaltung „Köln für Kinderrechte“ am 13. September 2022
Link zur Veranstaltungsseite
Fachtag Partizipation in der Demokratiebildung am 07. Juli 2025
Link zur Veranstaltungsseite
Evaluationsbericht zum Misch MIT! Fachtag
Evaluationsbericht zum Misch MIT! Fachtag
Factsheet und Empfehlungen zur Kinder- und Jugendbeteiligung
Link zum Factsheet
51
Gesamtfazit
Die Stadt Köln hat sich als kinder- und jugendfreundliche Kommune auf den Weg gemacht, um die
Kinderrechte auf lokaler Ebene zu stärken und somit die Lebensqualität und die Teilhabe von Kindern
und Jugendlichen entscheidend zu verbessern. Indem Kinder und Jugendliche als aktive
Akteur*innen und Expert*innen ihrer Lebenswelt einbezogen werden, wird eine Umgebung
geschaffen, in der sie sich entfalten und ihre Potenziale ausschöpfen können.
Im Verlauf des Prozesses zur „Kinderfreundlichen Kommune“ konnten bereits bedeutende
Fortschritte erzielt werden, die das Lebensumfeld der jungen Kölner*innen nachhaltig verbessern. Die
aktive Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungsprozesse zeigt sich als ein
zentrales Element der Arbeit. Die vielseitigen Projekte, die in den letzten Monaten umgesetzt wurden,
fördern nicht nur die Teilhabe der Kinder und Jugendliche, sondern stärken auch das
Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Stadt Köln.
Besonders erfreulich ist das gestiegene Bewusstsein für die Bedürfnisse und Wünsche der jungen
Menschen, das durch erfolgreich durchgeführte Kinder- und Jugendbeteiligung erzielt wurde. Mithilfe
der wertvollen Rückmeldungen konnten die Maßnahmen gezielt weiterentwickelt werden.
Insgesamt ist die Arbeit an der kinderfreundlichen Kommune Köln nicht nur eine Frage der sozialen
Gerechtigkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Kinder und Jugendliche sind die Zukunft
der Stadt Köln, und indem ihnen die bestmöglichen Bedingungen geboten werden, trägt dies zur
Schaffung einer lebenswerten, gerechten und starken Gemeinschaft für alle Bürger*innen bei. Nur
durch kontinuierliche Arbeit an den Themen, gemeinsames Engagement und fokussierte Maßnahmen
kann sichergestellt werden, dass die positive Entwicklung nachhaltig erhalten und fortgesetzt wird.
Die aktuelle weltpolitische Lage beeinflusst die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erheblich, indem
sie psychosoziale Belastungen, wie Ängste und Unsicherheiten, hervorruft. Fragen zu Identität und
Diskriminierung nehmen zu. Zudem zeigt sich ein wachsendes Engagement von Kinder und
Jugendlichen in gesellschaftlichen Themen, was ein adaptives und sensitives Vorgehen in der
pädagogischen Arbeit erforderlich macht.
Politische Entscheidungen im Bildungsbereich und wirtschaftliche Einschränkungen führen zudem zu
Herausforderungen in der Bereitstellung von Ressourcen, die unter anderem auch die Finanzierung
von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe betreffen. Diese Angebote sind zwar nach
bundesgesetzlichen Regelungen grundsätzlich verpflichtend, jedoch nicht in einem festgelegten
Umfang. Aufgrund der bestehenden Herausforderungen ist es von großer Bedeutung, die
bestehenden Strukturen für Kinder und Jugendliche zu bewahren und zu fördern. Dies stellt eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, die unsere gemeinsame Verantwortung erfordert.
Die bisherigen Erfolge motivieren, weiterhin mit Nachdruck für die Verbesserung der Lebensqualität
von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Köln einzutreten. Wir danken allen Beteiligten,
insbesondere den Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement und ihre wertvollen Beiträge.
Gemeinsam gestalten wir eine kinder- und jugendfreundliche Stadt der Zukunft.
52
Anlagen
Kontaktdaten Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune
Koordination des Siegelverfahrens und des Aktionsplans „kinder- und jugendfreundliches Köln“ der
Stadt Köln
Anica Latzer-Schulte
Tel. 0221-221-21196
anica.latzer-schulte@stadt-koeln.de
kinderfreundliche-kommune@stadt-koeln.de
Melanie Druckhammer
Tel. 0221-221- 31271
melanie.druckhammer@stadt-koeln.de
kinderfreundliche-kommune@stadt-koeln.de
Weitere Informationen zur Kinderfreundlichen Kommune Köln können hier abgerufen werden.
53
Kurzüberblick- Stand der Umsetzung
Maßnahmentitel Status
1 Etablierung eines stadtweiten, bezirklichen
Beteiligungsverfahrens für Kinder und Jugendliche.
planmäßig, erfolgreich laufend
2 Qualitative Weiterentwicklung der systematischen
Öffentlichkeitsbeteiligung in Bezug auf kinder- und
jugendgerechte Formate
planmäßig, erfolgreich laufend
3 Aktionen zur Inanspruchnahme des öffentlichen Raums
hier am Beispiel: Elfried – Der elfte Elf
erfolgreich abgeschlossen
4 Einführung einer kommunalen Familienkarte
„FamilienPlusPunkt“
verzögert, erfolgreich laufend
5 Erschließung von Freiflächen zur Nutzung für
Graffiti/Streetart im öffentlichen Raum.
planmäßig, erfolgreich laufend
6 Entwicklung eines stadtweiten Leitbilds „kinder- und
jugendfreundliches Köln“
planmäßig, erfolgreich laufend
7 Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung der
Mobilitätswende der Stadt Köln
planmäßig, erfolgreich laufend
8 Verankerung des Querschnittsthemas „Kinder- und
Jugendfreundlichkeit“ in allen Verwaltungsressorts
planmäßig, erfolgreich laufend
9 Strukturelle Stadtinformationskampagnen (SIKA) zur
Information und Sensibilisierung der Kölner
Stadtgesellschaft.
planmäßig, erfolgreich laufend
10 Digitalisierung der Kinderstadtpläne zur Verbesserung des
Zugangs zu relevanten Informationen
erfolgreich abgeschlossen
11 Erschließung neuer Informations- und
Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche
planmäßig, erfolgreich laufend
12 Sicherstellung des Kinderschutzes für besonders
herausfordernde Kinder und Jugendliche im
Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und
Gesundheitshilfe
planmäßig, erfolgreich laufend
13 Erstellung eines Erklärfilms für Kinder zu den Leitlinien
„Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“
erfolgreich abgeschlossen
14 Etablierung von regelmäßigen Kinderrechte-Workshops
mit dem Schwerpunkt Mitbestimmung an Förderschulen
der Stadt Köln
planmäßig, erfolgreich laufend
15 Herstellung eines barrierefreien Zugangs für Kinder und
Jugendliche zu relevanten Informationen
planmäßig, erfolgreich laufend
Mitteilung Ausschuss
3142 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 22.08.2025 2530/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 26.08.2025 Monitoringbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025„ Zusammenfassung in einfacher Sprache Der zweite Aktionsplan für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er hat 6 Hauptthemen und insgesamt 15 Maßnahmen, die Köln kinder- und jugendfreundlicher machen sollen. Dieser Halbzeitbericht informiert darüber, wie weit die Maßnahmen des Plans schon umgesetzt wurden. Er ist nicht vollständig, sondern soll nur den aktuellen Stand zeigen (12. August 2025). Die Maßnahmen im Aktionsplan sollen bis zum Ende der drei Jahre, für die das Siegel gilt, umgesetzt werden. Einige dieser Maßnahmen sind auch in anderen Planungen der Stadt Köln enthalten. Nicht alle Maßnahmen werden nach den drei Jahren abgeschlossen sein. Daher wurde die Siegelphase um ein weiteres Jahr (bis Juni 2026) verlängert. Anlagen: Monitoringbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ Mitteilung Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maß- nahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sol- len. Das vom Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. an die Stadt Köln überreichte Siegel stellt hierbei einen Handlungsauftrag dar, keine Prämierung eines bereits erreichten Ist-Zu- standes. Es handelt sich vielmehr um einen Prozess mit gezielten Maßnahmen die Kinder- und Jugendfreundlichkeit nachhaltig im Verwaltungshandeln zu verankern. Dieser Monitoringbericht beinhaltet einen Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025. Er versteht sich nicht als abschließend und vollumfänglich, sondern soll über den aktuellen Stand der Umsetzung Transparenz schaffen (Stichtag 12. August 2025). Der Halbzeitbericht bildet zudem die Grundlage für das anstehende Monitoringgespräch mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. und den Sachverständigen. Das Monitoringge- spräch findet am 31. Oktober 2025 statt. Die Maßnahmen im Aktionsplan sind bis zum Ende der dreijährigen Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in anderen strategischen Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Verzahnung mit weiteren gesamtstädtischen Strategieprozessen bringt 2 es mit sich, dass der Aktionsplan „kinder-und jugendfreundliches Köln“ sich an deren Umset- zungszeiträumen orientieren und angleichen muss. Die Zielerreichung wird dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der dreijährigen Siegel- phase bereits abgeschlossen sein. Es wurde daher ein Verlängerungsantrag gestellt und die Siegelphase auf vier Jahre (bis Juni 2026) ausgeweitet. Gez. Voigtsberger Anlagen: Monitoringbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2530/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 22.08.2025
- Erstellt
- 12.08.2025 15:24