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2945/2017

Genehmigung der Mittelverwendung für die Sonderausstellung "Haegue Yang" vom 18. April bis 12. August 2018 im Museum Ludwig

Beschlussvorlage Ausschuss 04.10.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 10.10.2017, TOP 4.4

Beschlussvorlage Ausschuss

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Beschlussvorlage Ausschuss

6686 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/VII/4 
 
Vorlagen-Nummer 
 2945/2017 
Freigabedatum 
04.10.2017 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Genehmigung der Mittelverwendung für die Sonderausstellung "Haegue Yang" vom 18. April 
bis 12. August 2018 im Museum Ludwig 
Beschlussorgan 
Ausschuss Kunst und Kultur 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss Kunst und Kultur beschließt die Verwendung der Mittel für das in der Beschlussbe-
gründung aufgeführte Ausstellungsprojekt des Museum Ludwig unter dem Vorbehalt, dass Maßnah-
men, bei denen Kostensteigerungen oder Abweichungen bei der Refinanzierung der einzelnen Aus-
stellungen von mehr als 10 %, mindestens jedoch 10.000 € auftreten, zur erneuten Entscheidung 
vorgelegt werden.  
 
Die Mittel des Sonderausstellungsbudgets Museum Ludwig sind im Hpl-Entwurf 2018, Teilergebnis-
plan 0402 – Museum Ludwig, berücksichtigt. 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 10.10.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  820.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 705.000 €  86 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung: 
Zu den vom Rat festgelegten Aufgaben der Museen gehören u. a. das Präsentieren und die Vermitt-
lung musealer Inhalte. Dieses erfolgt schwerpunktmäßig durch Sonderausstellungen. Die Aufgabe 
der Museen ausschließlich auf die Präsentation der eigenen Bestände zu beschränken, führt dauer-
haft zu einem Rückgang in der öffentlichen Wahrnehmung. Gerade die Sonderausstellungen als Aus-
hängeschild der Museen ziehen die Aufmerksamkeit und damit zusätzliche Besucher und den damit 
verbundenen Erträgen an. 
 
Im Vorgriff auf den Sonderausstellungsetat 2018 mit einem Volumen von 255.000 € plant das Muse-
um Ludwig eine Ausstellung der Preisträgerin des Wolfgang-Hahn-Preises 2018. Hierfür ist es erfor-
derlich, rechtzeitig Transport- und Versicherungsleistungen, Ausstellungsarchitektur, Grafikleistungen 
und Leistungen zur Erstellung des Ausstellungskataloges auszuschreiben, die in den Vergabeverfah-
ren vorgeschriebenen Fristen unterliegen. Eine Beschlussfassung im Rahmen der noch vorzulegen-
den Sammelvorlage des Sonderausstellungsprogramms 2018 käme hierfür zu spät. Aus diesem 
Grund wird um Behandlung zur Sitzung am 10.10.2017 gebeten. Die Vorlage konnte erst jetzt vorge-
legt werden, da die Ausstellungskalkulation noch nicht abgeschlossen war und die Preisträgerin noch 
nicht kommuniziert werden konnte. 
 
Es handelt sich um das folgende Projekt: 
 
Haegue Yang. ETA. 1994 – 2018 
Zeitraum: 18. April bis 12. August 2018 
 
In 2018 zeichnet die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig die Künstlerin Haegue 
Yang mit dem Wolfgang-Hahn-Preis 2018 aus. Seit 1994 wird der Preis jährlich für ein konsequent 
und substantiell weiterentwickeltes, in internationalen Expertenkreisen anerkanntes Œuvre verliehen. 
 
Haegue Yang (*1971) lebt und arbeitet parallel in Berlin und Seoul. Mit ihrem Werk, das sich mit Pa-

3 
pierarbeiten, Malerei, Skulpturen, Installationen, Fotografien, Filmen, Soundarbeiten und Perfor-
mances in allen Medien ausdrückt, bewegt sich die koreanische Künstlerin souverän zwischen den 
Kulturen Europas und Asiens, die ihre Denkweise und künstlerische Praxis maßgeblich prägen.  
 
In ihren atmosphärisch-sinnlichen und zugleich referentiellen Arbeiten verdichtet sich oftmals eine 
breite Materialvielfalt funktionaler und industriell produzierter Alltagsgegenstände aus Baumärkten wie 
Jalousien, Glühbirnen, Scheinwerfer, bunte Kabel, Ventilatoren und Raumduftpatronen, die sie mit 
vorgefundenen Gegenständen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten paart.  
 
Yangs spielerischer Umgang mit Fragen der kulturellen Verortung und westlichen Vorstellungen von 
Exotismus zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Werk. Dabei findet sie stets neue Ausdrucksfor-
men, kulturelle Versatzstücke in Beziehung zu setzen und die Welt dadurch sukzessive sinnlich und 
geistig aufzufächern.  
 
Die gesamte Konzeption und die Auswahl der Werke werden in enger Zusammenarbeit mit der 
Künstlerin entwickelt. Dazu gehört als wesentlicher struktureller Ausgangspunkt die Architektur, die 
von Yang selbst entworfen wird.  
 
Mit der bisher umfassendsten Überblicksausstellung der Künstlerin verfolgt das Museum Ludwig den 
Anspruch, Yangs bisheriges Schaffen von frühen, an Fluxus erinnernden Objekten der 1990er Jahre 
bis hin zu mitunter raumgreifenden multimedialen Installationen der Gegenwart vorzustellen.  
 
Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Catalogue Raisonné.  
 
Kurator: Yilmaz Dziewior 
Kuratorische Assistenz: Leonie Radine 
 
Drittmittel: Zuschüsse von fünf Galerien der Künstlerin, je 20.000 € (100.000 €, zugesagt), Verkaufs-
erlöse der Edition der Künstlerin (75.000 €, zugesagt), Ludwigstiftung (75.000 €, zugesagt), div. 
Spender (310.000 €, angefragt, gedeckt durch eine Ausfallbürgschaft der Kunststiftung im ML). 
 
Kosten- und Erlösplan 
Museum Museum Ludwig 
Titel Haegue Yang 
Zahlende Besucher 40.000 
Kosten   
Architektur/Installation             130.000 €  
Transport/Versicherungen             250.000 €  
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik               90.000 €  
Katalog/sonstige Publikationen             100.000 €  
Vorbereitungs- und Durchführungskosten             250.000 €  
Kosten gesamt             820.000 €  
Erlöse   
Eintritte             140.000 €  
Verkaufserlöse (Katalog etc.)                 5.000 €  
Zuschüsse vom Land                          0 €  
Zuschüsse von Sonstigen (zugesagt)             175.000 €  
Spenden und sonst. Erlöse (angefragt) 
Gesichert durch Ausfallbürgschaft Kunststiftung im ML             310.000 €  
Zuschuss Ludwigstiftung               75.000 €  
Erlöse gesamt             705.000 €

4 
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2018             115.000 €  
Überschuss/Defizit  0 EUR  
 
 
Verfristung 
 
Die Ausstellungskalkulation konnte gerade erst abgeschlossen werden. Da bereits kurzfristig Verga-
beverfahren einzuleiten sind, käme eine Behandlung zur nächsten Sitzung im Dezember 2017 zu 
spät. Es wird daher um Behandlung in der Sitzung am 10.10.2017 gebeten.

Beratungsverlauf (1)

10.10.2017 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
2945/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
04.10.2017
Erstellt
21.09.2017 11:30