0347/2024
Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - „Einrichtung eines Planetenwegs“, Aktenzeichen 194/23
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage Ausschuss
784 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 0347/2024 Freigabedatum 23.01.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - „Einrichtung eines Planetenwegs„, Aktenzeichen 194/23 Beschlussorgan Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden bedankt sich bei der Pe- tentin für die Eingabe. Der weitere Beschlusstext wird in der Sitzung formuliert. Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 05.02.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)
Anlage Eingabe
9883 Zeichen
Von: Gesendet: Sonntag, 22. Oktober 2023 13:31 An: > Cc: Betreff: Bürger*innen-Anregung gemäß §24 der Gemeindeordnung NRW mit dem Ziel der Einrichtung eines Planetenwegs Sehr geehrte Frau , sehr geehrte Damen und Herren, die Volkssternwarte Köln stellt eine Bürgereingabe an den Ausschuß für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden mit dem Ziel der Errichtung eines Planeten-Lehrpfades im Maßstab von 1 zu 1 Milliarde. Eine ausführliche Begründung finden Sie im beigefügten Bürgerantrag Planetenweg, eine Beschreibung der Vorgeschichte im ebenfalls beigefügten Auszug aus unserer Jahrhundertchronik zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung der Sternfreunde Köln, e.V. Bitte um Verweisung in die Bezirksvertretungen Innenstadt/Deutz und Mülheim. Mit freundlichem Gruß Volkssternwarte Köln Die Volkssternwarte Köln auf dem Schiller-Gymnasium in Sülz, Nikolausstraße 55, ist freitags ab 20 Uhr (von April bis August ab 21 Uhr) geöffnet. Besuchen Sie uns auch im Internet unter www.volkssternwarte-koeln.de Die Volkssternwarte Köln/Vereinigung der Sternfreunde Köln, e.V., stellt den Antrag auf Einrichtung eines Planeten‐Lehrpfades, der am Raumfahrtstandort Köln die Größenverhältnisse und gegenseiti‐ gen Abstände der acht Planeten sowie der Sonne in einem einheitlichen Maßstab von 1 zu 1 Milliarde begreifbar macht. In diesem Maßstab hat die Sonne einen Durchmesser von etwa 1,4 Metern, wäh‐ rend die nur 1,3 cm kleine Erde rund 150 Meter entfernt positioniert ist; bis zum sonnenfernen, äu‐ ßeren Planeten Neptun, der durch eine 5 cm große Kugel verkörpert wird, sind es dagegen etwa 4,5 Kilometer. Planeten‐Lehrpfade dieser Art gibt es viele in unserem Lande – Wikipedia listet allein 23 in NRW auf. Lediglich der Raumfahrtstandort Köln mit dem Europäischen Astronautentrainingszentrum, dem Deutschen Zentrum für Luft‐ und Raumfahrt, dem Astrophysikalischen Institut der Universität Köln sowie der Volkssternwarte Köln, bildet einen weißen Fleck auf der Landkarte der Planetenwege. Das möchten wir ändern! An insgesamt neun Stationen dieses Planeten‐Lehrpfades (je einer für die Sonne und die acht Plane‐ ten) sollen schlanke Metallstelen die einzelnen Objekte im gleichen Größenmaßstab (1 zu 1 Milliarde) zeigen sowie einige Basis‐Informationen vermitteln. Damit auch blinde Mitbürgerinnen und Mitbür‐ ger die Größenverhältnisse im Sonnensystem erfahren können, soll die jeweilige Objektgröße als Halbkugel oder zumindest als ertastbare Reliefscheibe abgegriffen werden können und die Basis‐ Informationen auch in Braille‐Schrift dargestellt werden; über einen ebenfalls ausgewiesenen QR‐ Code können die auf dem Planetenweg wandernden „Raumfahrerinnen und Raumfahrer“ über das Internet auf zusätzliche, stets (von uns) aktualisierte Detailinformationen zurückgreifen können. Bei den meisten existierenden Planeten‐Lehrpfaden verlieren die Wanderinnen und Wanderer un‐ terwegs den Standort der Sonne – und damit den Mittelpunkt des Modell‐Sonnensystems – aus den Augen und erfahren die „unendlichen Weiten“ des Weltraums nur indirekt über die (maßstabsge‐ treue) Länge der Wegstrecke. Dies soll bei dem von uns vorgeschlagenen Kölner Planetenweg an‐ ders sein: Als Standort der Sonne und Ausgangspunkt für die Wanderung durch das Modell‐Sonnensystem ha‐ ben wir das weithin sichtbare Köln Triangle an der Deutzer Rampe der Hohenzollernbrücke ausge‐ wählt; es ist aus der Kölner City bequem und schnell über die Hohenzollernbrücke zu erreichen. Von dessen Eingang (Zugang zur Aussichtsplattform) bis zur Treppe am Fuße des Reiterstandbildes Kaiser Wilhelm I. finden entlang der rechtsrheinischen Rampe der Hohenzollernbrücke die Stelen für die vier erdähnlichen, sonnennahen Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars Platz; anschließend führt der Weg am östlichen Rheinufer entlang in nördlicher Richtung vorbei an Jupiter (Höhe Tanz‐ brunnen), Saturn (Höhe Zoobrücke), Uranus (im Bereich der neugestalteten Uferpromenade am Mülheimer Hafen) bis zum Neptun (auf Höhe der ehemaligen Werft von Felten und Guilleaume und damit unweit des – ebenfalls weithin sichtbaren – Opal‐Wohnturms an der Düsseldorfer Straße). Da dieses Gebäude ebenso wie die Zoobrücke und der Tanzbrunnen von der Aussichtsplattform des Köln Triangle gut zu erkennen sind, bietet der „Blick von oben“ zu Beginn der Wanderung eine ideale Vorstellung von der Dimension des Modell‐Sonnensystems; umgekehrt hat man von jedem Standort der acht Modell‐Planeten aus einen freien, „unverbaubaren“ Blick auf das Köln Triangle‐Gebäude und kann so die nach außen immer größer werdende Entfernung zur Sonne „erleben“ – ein Effekt, der ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal für den Kölner Planeten‐Lehrpfad liefert. Neptun 90 Uranus Saturn Kölner Planetenweg 2.0 Planetenwege dienen dem Zweck, die schier unvorstellbaren kosmischen Dimensionen ein wenig „überschaubarer" zu machen und zugleich Grundinformationen über die Geschwister der Erde zu vermitteln. Mit te des vergangenen Jahrzehnts gab es allein in NRW schon mindestens 15 solcher Planetenwanderwege, und inzwischen dürften weitere dazu gekommen sein. Ein solcher Planetenweg präsentiert die Größen und Ab stände der Planeten im Sonnensystem in gleichem Maßstab. Verkleinert man die kosmische Umgebung zum Beispiel um den Faktor eine Milliar de, so schrumpft die Sonne auf einen Durchmesser von 1,4 Metern, die 12,7 Millimeter große Erde ist nur noch 150 Meter von der Sonne entfernt, und Saturn, der letzte mit bloßem Auge sichtbare Planet, wäre als 12 Zen timeter große Kugel mehr als 1,4 Kilometer von der Sonne entfernt zu fin den. Wer dann als Spaziergänger einen solchen Planetenweg erwandert, ist-maßstäblich -mit fast vierfacher „Lichtgeschwindigkeit" unterwegs. Schon vor ein paar Jahren habe ich das Projekt eines Planetenweges auch für Köln vorgestellt (vergl. Jahreschronik 2020). Er sollte - ausge hend vom KölnTriangle-Turm nahe dem Deutzer Bahnhof als Standort der Sonne - am rechten Rheinufer südwärts bis zur Rodenkirchener Brücke führen und die mit bloßem Auge sichtbaren Planeten des Son nensystems bis hin zum Saturn mit ihren Entfernungen maßstabsge treu im Verhältnis 1 zu 500 Millionen darstellen. Zwischenzeitlich wurden diverse Gespräche geführt und mögliche Planetenpositionen in Augenschein genommen. Dabei zeigte sich am Ende, dass die Idee in dieser Form nicht zu verwirklichen ist: So versper ren zum Beispiel hohe Bäume (nicht nur) am Poller Rheinufer den Blick auf den KölnTriangle-Turm, aber auch die Einbeziehung des Hochhauses selbst beziehungsweise eines Teils seiner Fassade in das Konzept stieß bei den dort Verantwortlichen nicht nur auf wenigGegenliebe, sondern wäre auch aus technischen Gründen nicht praktikabel gewesen. Als Ausweg wollten wir unseren Planetenweg dann teilweise auf das linke Rheinufer verlegen und zugleich den Maßstab auf 1 zu 1 Million verdoppeln. Dann hätten die vier erdähnlichen Planeten Merkur bis Mars noch an der rechtsrheinischen Rampe zur Hohenzollernbrücke Platz gefunden, und die vier Gasplaneten hätte man dann am links rheinischen Ufer zwischen der Deutzer Brücke und der Rodenkirchener Brücke „aufreihen" können. Beim Blick zurück zum KölnTriangle-Turm wäre dann immer der breite Rhein im Vordergrund gewesen, so dass keine hohen Bäume diesen Blick versperrt hätten. Gegenüber dem ur- sprünglichen Plan hätte diese Lösung den zusätzlichen Vorteil geboten, dass man sowohl vom Uranus als auch vom Neptun aus mit der Stra ßenbahn-Linie 16 bequem zur Innenstadt zurück hätte fahren können (und mit der noch immer ausstehenden Fertigstellung der Nord-Süd-U Bahn sogar ohne Umsteigen bis Dom/Hbf.). Aber auch diese Variante erwies sich beim „Abgehen" (bzw. ,,Abfahren" mit dem 9-Euro-Ticket) als nicht praktikabel, weil ausgerechnet von der Position des Saturn unterhalb der Kranhäuser aus betrachtet das Ge bäude des KölnTriangle-Turms durch das Lanxess-Verwaltungsgebäude verdeckt wird. Schließlich bot sich als letzte Variante des ursprünglichen Konzeptes nur noch ein Planetenweg vom KölnTriangle-Turm aus am rechten Rheinufer nach Norden an, durch den Rheinpark und über die Halbinsel zwischen Rhein und dem Mülheimer Hafen bis zur Mülheimer Rhein promenade. Dabei fänden die vier erdähnlichen Planeten weiterhin Platz auf der Rampe zur Hohenzollernbrücke; der weitere Weg führt dann aber nicht über die Brücke, sondern unter ihr her und weiter nordwärts in Richtung Tanzbrunnen. Dort, unweit des km 689 Colog ne Beach Clubs, erreicht man den Jupiter, trifft nahe der Zoobrücke auf Saturn, passiert den Uranus in der Nähe der einstigen „Anrheiner" und kommt schließlich am Fuße des weithin sichtbaren Opal-Wohnturms jenseits der einstigen Werft von Feiten und Guilleaume beim Neptun an. Mit Bus und Bahn ist man von dort anschließend innerhalb einer halben Stunde zurück am Kölner Dom. Mittlerweile habe ich alle potenziellen Planetenstandorte angefahren, um die jeweilige Sichtbarkeit des KölnTriangle-Turms zu überprüfen. Für die vier erdähnlichen Planeten Merkur bis Mars, die auf der Rampe zur Hohenzollernbrücke Platz finden, war das Ergebnis natürlich trivial und positiv, aber auch von den übrigens Planetenstandorten aus kann man den Turm deutlich - und sicher auch noch viele Jahre hindurch - sehen, wie die einzelnen Fotos zeigen. An den einzelnen Standorten sollen entsprechende lnfo-,,Tafeln" einige Daten zum jeweiligen Planeten auflisten: Neben Angaben zur Größe, Entfernung und Rotationsdauer des Planeten auch zur Größe der Sonne von diesem Planeten aus betrachtet und zum Größenvergleich Son ne-Planet. Über einen QR-Code gelangen die Betrachter außerdem auf eine Info-Seite der Volkssternwarte Köln mit weiteren Angaben, etwa zur Zahl der bekannten Monde oder zur aktuellen Sichtbarkeit des Pla neten am Kölner Himmel.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Nikolausstraße 55
- Düsseldorfer Straße
- Hohenzollernbrücke
- Deutzer Brücke
- Mülheimer Hafen
- Zoobrücke
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 0347/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 23.01.2024
- Erstellt
- 22.01.2024 16:53