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V/0615/2025

Fahrradstraße Aegidiistraße - Sachstand und Ausblick

Vorlagen 10.12.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss für Verkehr und Mobilität, Sitzung am 28.01.2026, TOP 7.3

Berichtsvorlage

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Anlage A

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Berichtsvorlage

8965 Zeichen

V/0615/2025 
V/0615/2025 
 
 
Öffentliche  Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Fahrradstraße Aegidiistraße - Sachstand und Ausblick 
 
 
 
Beratungsfolge  
 
   20.01.2026 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
   28.01.2026 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Bericht 
 
 
Bericht: 
Hintergrund 
Die Aegidiistraße besitzt als Hauptroute im Fahrradnetz 2.0 und Erschließungsachse für das Park-
haus Aegidiimarkt gleichwohl eine überbezirklich wirksame rad- und Kfz-verkehrliche Bedeutung. Aus 
diesem Grund legt die Verwaltung dem Ausschuss für Verkehr und Mobilität diese Berichtsvorlage 
ergänzend zur formalen Zuständigkeit der Bezirksvertretung Mitte zur Information vor. 
 
Die Ausweisung der Aegidiistraße als Fahrradstraße wurde bereits im Rahmen des Antrages  
ABV/0002/2024 „Autoarme Altstadt - Zeitnahe Umsetzung vorantreiben“ in in Verbindung mit den 
Anträgen A-M/0003/2023 „Umwidmung der Aegidiistraße zur Fahrradstraße Sicherheit des Radver-
kehrs erhöhen“ und A -R/0071/2023 „Knoten Aegidiitor beschleunigt umgestalten“ auf den Weg ge-
bracht.  Zudem ist die Umgestaltung der Aegidiistraße zur Fahrradstraße als Prio-1-Maßnahme des 
Fahrradnetzes 2.0 beschlossen worden (vgl. V/0456/2024 i. V. m. V/0493/2023). 
 
Die Planungs- und Umsetzungsprozesse an Münsters Fahrradstraßen seit Einführung der neuen 
Qualitätsstandards im Jahr 2019  haben aufgezeigt, wie wichtig die Information und Beteiligung der 
Anliegenden, Nutzenden als auch der interessierten Bürgerschaft am Umgestaltungsprozess ist. Aus 
diesem Grund hat die Verwaltung Leitlinien der Kommunikation zur Umsetzung von Fahrradstraße 
entwickelt, die der Politik im Frühjahr 2021 vorgestellt wurden (vgl. V/0038/2021). Ein aus den Leitli-
nien abgeleitetes Kommunikationskonzept wird nun in der Vorplanung zur Umgestaltung der 
Aegidiistraße Anwendung finden. 
 
Bestandssituation 
Die Fahrbahnbreite beträgt zwischen 6,50 und 9,00 m. Die bestehende Fahrbahn und der darunter-
liegende Unterbau sind sehr inhomogen und geprägt durch diverse punktuelle Aufbrüche in den ver-
gangenen Jahren. Wo der ursprüngliche Fahrbahnaufbau noch vorhanden ist, ist er nicht ausreichend 
für die gegenwärtige Verkehrsbelastung (vier Buslinien, Parkhauserschließung) ausgelegt. Die Ne-
benanlagen sind überwiegend zwischen 2,00 und 2,50 m breit, vereinzelte Teilbereiche weisen eine 
Breite von über 4 m auf. Auch die Nebenanlagen sind durch inhomogene Oberflächen mit z. T. veral-
teten Materialien geprägt und bieten wenig bis keine Aufenthaltsqualität.  
Amt für Mobilität und Tiefbau  
 
08.01.2026  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Spliethoff  
Telefon: 492-7213 
Spliethoff@stadt -
muenster.de

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V/0615/2025 
Die derzeitige Verkehrsbelastung liegt bei rund 7.000 Radfahrenden und 4.000 Kfz pro Tag.  
Zudem verkehren 4 Stadtbus-Linien im 20-Minuten-Takt über die Aegidiistraße (insgesamt 24 Busse 
pro Std). Die Aegidiistraße ist im Fahrradnetz 2.0 als Hauptroute ausgewiesen und stellt durch ihre 
Verknüpfung mit der Promenade, Adenauerallee, Weseler Straße und Bismarckallee eine zentrale 
Radverkehrsachse dar. Zugleich erfüllt sie auch für den Fußverkehr eine bedeutende Funktion als 
direkte Hauptverbindung zwischen dem innersten Altstadtzentrum und dem Aasee – den beiden wich-
tigsten Aufenthalts- und Naherholungsräumen der Bewohner und Besucher der Innenstadt. 
 
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist aus Lärmschutzgründen auf dem gesamten Streckenzug 
bereits auf 30 km/h reduziert.  Der Radverkehr wird ab der Einmündung Wallgasse im Mischverkehr 
geführt, südlich davon bestehen ein Hochbordradweg und ein Radfahrstreifen, die beide keine aus-
kömmliche Breite für das vorhandene Radverkehrsaufkommen aufweisen. Die Aegidiistraße weist im 
Bestand keine Unfallauffälligkeiten im Längsverkehr auf. 
 
In der Aegidiistraße bestehen aktuell noch 12 Kfz-Stellplätze im öffentlichen Raum (11 parkscheinbe-
wirtschaftet, ein barrierefreier Parkplatz) und eine kurze Ladezone im Bereich des Edeka -Marktes. 
Die Stellplätze sind teilweise als bauliche Parkbucht und teilweise unmittelbar am Fahrbahnrand an-
geordnet. Es ist keine Dooring -Zone gekennzeichnet, was insbesondere vor dem Hintergrund des 
sehr hohen Radverkehrsaufkommens ein eklatantes Sicherheitsdefizit darstellt. 
 
Bestandsfotos 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Planung 
Die Planung sieht vor, die Aegidiistraße im Sommer 2026 zunächst übergangsweise als Fahrradstra-
ße Basis auszuweisen. Die bauliche Umgestaltung zur Fahrradstraße Plus im Vollausbau erfolgt dann 
zu einem späteren Zeitpunkt, gemeinsam mit der umfassenden Sanierung unterirdischer Leitungsbe-
stände. Bislang ist der Baubeginn zum Vollausbau für 2029/2030 vorgesehen.

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V/0615/2025 
Durch die Interims-Ausweisung als Fahrradstraße Basis sollen Komfort und Sicherheit im Radverkehr 
der Verkehrsmenge angemessen erhöht werden. Zudem ergibt sich die Möglichkeit, wichtige Er-
kenntnisse für die Planung des späteren Vollausbaus zu gewinnen. Die Kennzeichnung als Fahr-
radstraße Basis beinhaltet neben der Aufbringung entsprechender Fahrradstraßen -Piktogramme 
beidseitig durchlaufende, rote Fahrbahnrandmarkierungen. Ergänzend sind kleinere bauliche Anpas-
sungen in den Anschlussbereichen der Fahrradstraße vorgesehen. Flächige Roteinfärbungen mittels 
Kaltplastik sind nur an den beiden Enden der Fahrradstraße sowie am Einmündungsbereich Breite 
Gasse vorgesehen. 
Beispiel-Querschnitt Fahrradstraße Basis 
 
Die Parkmöglichkeiten am östlichen Fahrbahnrand bleiben weitgehend erhalten, hier werden lediglich 
zwei parkscheinbewirtschaftete Stellplätze zugunsten zusätzlicher Fahrradanlehnbügel aufgegeben. 
Hiermit soll dem stellenweise hohen Fahrrad-Parkdruck auf den Nebenanlagen begegnet werden, um 
die Sicherheit und den Komfort für Zufußgehende zu erhöhen, insbesondere für mobilitätseinge-
schränkte Personen und Familien mit Kindern. Auf der Fahrbahn wird die Dooring -Zone entlang der 
Stellplätze durch Markierung ebenfalls kenntlich gemacht. 
 
 
Kommunikation und Information 
Um die Planungen zur Fahrradstraße Aegidiistraße frühzeitig und transparent zu kommunizieren, er-
folgt der Informations - und Beteiligungsprozess entsprechend der Bauphasen in zwei Stufen. Dabei 
geht es in der ersten Stufe   im Frühjahr 2026 darum, die interessierte Öffentlichkeit über Ziel und 
Zweck des anstehenden Interims zu informieren und gleichzeitig auf die anstehende Beteiligung zum 
Vollausbau hinzuweisen.  
 
Im zweiten Schritt ist die Beteiligung zum Vollausbau dann aktuell für Anfang 2027 eingeplant. Diese 
bietet die Möglichkeit sowohl Erfahrungen aus dem Interim als auch davon unabhängige Steige-
rungspotentiale der Aufenthaltsqualität im Straßenraum sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung im 
urbanen Raum zu thematisieren und diskutieren. Ziel ist es, die Bürgerschaft möglichst umfassend 
einzubinden, um für Akzeptanz der vollumfänglichen Umgestaltung zu sorgen.

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V/0615/2025 
Ausblick 
Nach der Information der Öffentlichkeit zum anstehenden Interim  wird die Verwaltung noch vor der 
Sommerpause 2026 eine entsprechende politische Beschlussvorlage vorlegen, sodass die Umset-
zung der markierten Interimslösung noch im (Spät -)Sommer 2026 erfolgen kann. Im Zuge der Inte-
rimseinrichtung werden auch punktuelle Deckensanierungen erfolgen, um den Fahrkomfort für den 
Radverkehr zu erhöhen. 
 
Im Umfeld der Aegidiistraße erfolgen im Jahr 2026 mehrere Stadtnetze-Maßnahmen, die sich teilwei-
se bis in den Bereich des markierten Interims  erstrecken werden. Die Umsetzung des Interims wird 
nach Möglichkeit auf diese Maßnahmen abgestimmt , allerdings sind bereits jetzt punktuelle, nicht 
vermeidbare Überschneidungen absehbar, sodass es im Bereich des fertiggestellten Interims teilwei-
se zu nachträglichen, punktuellen Aufbrüchen kommen wird. Die Bauverwaltung und die Stadtwerke 
stehen hierzu bereits im engen Austausch. Der Zugewinn an Komfort und Sicherheit für den Radver-
kehr wiegt diese Effekte jedoch auf. Da das Interim rein markierungstechnisch hergestellt wird, ist die 
Wiederherstellung aber vergleichsweise einfach möglich. Die Einrichtung des Interims soll aufgrund 
der bedeutsamen Erhöhung von Komfort und Sicherheit für eine große Anzahl Radfahrender nicht 
zurückgestellt werden. 
 
Nach Umsetzung des Interims wird die verkehrliche Entwicklung auf der Aegidiistraße intensiv beo-
bachtet, um hieraus Erkenntnisse und Erfahrungen für den Vollausbau zu gewinnen, etwa über die 
langfristige Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verringerung der Kfz-Verkehrsbelastung auf der Fahr-
radstraße. Diese Erkenntnisse können dann in die parallel voranschreitenden Planungen zum Voll-
ausbau der Aegidiistraße zur Fahrradstraße Plus einfließen. Der Vollumbau kann voraussichtlich ab 
2029/2030 erfolgen, hier sind enge Abstimmungen mit den Stadtnetzen bezüglich umfassender Lei-
tungsarbeiten (Fernwärme, Gas, Kabel) notwendig. 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Robin Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
Anlagen: 
Anlage A

Anlage A

1553 Zeichen

Anlage A zur V/0615/2025 
Kurzüberblick 
Die Aegidiistraße soll zur Fahrradstraße umgestaltet werden. Die vorliegende Berichtsvorlage 
dient der Information über die Planungsabsichten und die vorgesehene Bürgerinformation nach 
den Leitlinien der Kommunikation zur Umsetzung von Fahrradstraßen der Stadt Münster (vgl. 
V/0038/2021). 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess verfolgt: 
▪ Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
➢ mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
➢ mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 1201 Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig 
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Querschnittsthemen Klimaschutz und Demographie werden maßgeblich berührt. Denn durch 
eine positiv geführte Kommunikation mit der Bürgerschaft bei der Neueinrichtung von Fahr-
radstraßen kann das Fahrrad nachhaltig als Verkehrsmittel gestärkt und somit ein entscheidender 
Beitrag zum Klimaschutz bei gleichzeitig steigenden Bevölkerungszahlen geleistet werden.

Beratungsverlauf (2)

20.01.2026 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.01.2026 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 7.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Aegidiistraße
  • Adenauerallee
  • Weseler Straße
  • Bismarckallee
  • Aegidiimarkt
  • Breite Gasse
  • Promenade
  • Wallgasse

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Details

Aktenzeichen
V/0615/2025
Typ
Vorlagen
Datum
10.12.2025
Erstellt
10.11.2025 10:03