AN/1920/2022
Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Vermehrte Öffnung neuer Gastronomie auf der Kaiserstr. In Porz Urbach"
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Anfrage Grüne - Öffnung Gastronomie und Poser Lärm in Urbach
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Gleichlautend: Frau Bezirksbürgermeisterin Sabine Stiller Friedrich-Ebert-Ufer 64 - 70 51143 Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus 50667 Köln Porz, den 26.11.22 Anfrage zur Sitzung der BV Porz am 03.11.2022 hier: Vermehrte Öffnung neuer Gastronomie auf der Kaiserstr. In Porz Urbach Sehr geehrter Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrter Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten Sie folgenden Anfrage zu beantworten 1. Ist es der Verwaltung bekannt, dass es auf der Kaiserstr. In Porz Urbach vermehrt zu Belästigungen durch Lärm und Übertretungen der zugelassenen Öffnungszeiten kommt (siehe Anhang des Schreibens Bürgerverein Urbach)? 2. Kann die Verwaltung eine Anlassunabhängige Kontrolle in dem Gebiet regelmäßig durchführen? 3. Welche Möglichketen sieht die Verwaltung gezielt die Posertätigkieten und nächtli- che Ruhestörungen zu unterbinden? Mit freundlichen Grüßen Dieter Redlin Fraktionsvorsitzender Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung Porz, sehr geehrte Damen und Herren des Rates der Stadt Köln, im Hinblick auf die kommende Bezirksvertretungssitzung am 03.11.2022 möchten wir nochmals auf die unten folgende Pro- blematik hinweisen. Die beschriebenen Szenarien sind aktueller den je und bringen die Anwohner an ihre Grenzen. In dem Mischgebiet entlang der Kaiserstraße zwischen der Dorotheenstraße und der Egmontstraße lassen sich in letzter Zeit immer mehr Gewerbe- bzw. Gastronomiebetriebe nieder, deren Öffnungszeiten teilweise bis 5:00 Uhr in der Früh reichen und deren Lärmemission nicht mit den dort lebenden privaten Anliegern, überwiegend Familien mit Kindern, vereinbar ist. Neben der neu eröffneten Shisha-Bar »Iced Out« (Kaiserstraße 88), soll nun auch in dem Ladenlokal nebenan (Kaiserstraße 86) eine ähnliche Nutzung der Räume in Planung sein, wie uns von mehreren Seiten zugetragen wurde. Schon jetzt gleicht die Kaiserstraße ab 22:00 Uhr, insbesondere am Freitag und am Wochenende und gerade auch bei schö- nem Wetter einer Partymeile. Durch die Außengastronomie, beginnend bei der Gaststätte »Zum Kupferkessel« (Kaiserstraße 94) bis hin zur neuen Shisha Bar, kommt es zu einer erheblichen Lärmentwicklung. Zudem finden nachts Hupkonzerte auf der Straße statt und tiefergelegte PKWs fahren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, röhrenden Motoren und quiet- schenden Reifen durch die umgebenden Straßen, obschon dies in weiten Teilen Tempo-30-Zonen sind. Die an der Kaiser- straße liegenden privaten Einfahrten werden regelmäßig zugeparkt und nach Schließung der Lokale bzw. Bars als öffentliche Toilette missbraucht. Auch die Anwohner der Wertherstraße, einer Parallelstraße der Kaiserstraße, sind der Lärmbelästigung ausgesetzt. Hier grenzen die Hinterhöfe der Lokale an die Gärten der Einfamilienhäuser zur Schlafzimmerseite. In diesen Hinterhöfen halten sich bis tief in die Nacht laute Personengruppen auf, oder es werden geräuschvoll Getränkeflaschen sortiert. Bis in die frü- hen Morgen hallt Musik aus den geöffneten Fenstern und Türen der Lokale. Bei der Wertherstraße handelt es sich laut Flä- chennutzugsplan um ein Wohngebiet! und kein Mischgebiet. Aufgrund der oben beschrieben Situation ziehen immer mehr alteingesessene Familien weg, die Häuser werden schweren Herzens verkauft, weil die Situation, insbesondere in der Nacht, unerträglich geworden ist. Der Wegzug dieser Klientel, die im wesentlichen der Mittelschicht zuzurechnen ist, trägt zum fortschreitenden Downgrading des bereits durch die vielen Spielhallen und Wettbüros stark belasteten Viertels bei! Jetzt fragen Sie sich sicherlich: Ja warum rufen die Anwohner denn nicht einfach die Polizei oder das Ordnungsamt, wenn es dort so schlimm zugeht? Dazu muss man wissen, dass die Anwohner größtenteils eingeschüchtert sind und Angst haben, Angst um sich und ihr Ei- gentum. Denn in der Vergangenheit kam es zu Straftaten zum Nachteil von Anwohnern, die sich über Lärmbelästigungen ehemaliger Bistros und Shisha-Bars in diesem Bereich beschwert hatten. So wurden Autoreifen zerstochen oder PKW’s in Brand gesetzt. Darüber hinaus sind die hier lebenden Menschen einfach zermürbt und möchten nicht jedes Wochenende in der endlosen Warteschleife des Ordnungsamtes verweilen, um dann noch weitere Stunden wach bleiben zu müssen, bis der Ordnungs- dienst vor Ort ist und genau dann schlagartig Ruhe einkehrt und keine Feststellung mehr gemacht werden kann. Nur zehn Minuten später, nach Abzug der Ordnungsdienstmitarbeiter, geht die Party dann aber unvermindert weiter. Uns als Verein erreichen deshalb immer mehr Beschwerden, weil die betroffene Bürgerschaft die Hoffnung hegt, dass sich so etwas ändern lässt und, dass man dann in seiner angestammten Umgebung wohnen bleiben kann. So geht es definitiv nicht weiter! Dieser unerträgliche Zustand muss aufhören, und es darf auf keinen Fall zu ei- ner Ansiedlung weiterer solcher Gewerbebetriebe kommen und die bestehenden müssen mit den umliegenden Wohngebieten vereinbar sein! Daher bitten wir Sie eindringlich und zeitnah für den Abschnitt der Kaiserstraße – Dorotheenstraße bis Egmontstraße – (hier liegt kein Bebaungsplan vor) um: 1. sofortige verstärkte Kontrollen des o.g. Areals durch Polizei und Ordnungsdienst 2. zeitnahes Erwirken einer Sperrzeitenverlängerung als Lärmschutzmittel von derzeit 5:00 bis 6:00 Uhr auf 1:00 bis 6:00 Uhr. 3. die Beauftragung der Verwaltung zur Erstellung eines Bebauungsplans für o.g. Bereich, in dem festgehalten wird, dass entsprechende Gewerbe wie Shisha-Bars, Vergnügungsstätten oder Spielhallen und Wettbüros dort ausgeschlossen werden. Als Übergangsphase - bis zum Eintritt des Bebauungsplans- das Erwirken einer Veränderungssperre. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Diese Mail erhalten die Vorsitzenden der Bürgervereine der Porzer Ortsteile sowie weitere Porzer Institutionen zur Informati- on. Mit besten Grüßen Simin Fakhim-Haschemi Jochen Reichel Hans Baedorf 1. Vorsitzende 2. Vorsitzender Beisitzer Urbacher Bürgerverein e.V. c/o Klingerstr. 8 51143 Köln www.ubv-porz.de ubv-porz@web.de Simin Fakhim-Haschemi <praxiss.fakhim-haschemi@t-online.de>
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungOrte (6)
- Kaiserstraße 88
- Dorotheenstraße
- Egmontstraße
- Klingerstraße 8
- Friedrich-Ebert-Ufer 64
- Wertherstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/1920/2022
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 28.10.2022
- Erstellt
- 28.10.2022 09:25