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V/0996/2016

Jahresbericht 2015 der Biologischen Station Rieselfelder Münster

Vorlagen 14.12.2016

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Ost, Sitzung am 26.01.2017, TOP 3.3

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

17072 Zeichen

V/0996/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresbericht 2015 der Biologischen Station Rieselfelder Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
17.01.2017 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
24.01.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
26.01.2017 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
 
 
Bericht: 
Die Betreuung der Rieselfelder durch die Biologische Station Rieselfelder Münster ist durch einen 
Betreuungsvertrag geregelt. Die Biologische Station bekommt für die Betre uungsleistungen, die 
in einem Katalog festgelegt sind, eine Aufwandsentschä digung von 150.000, - Euro / Jahr,  z u-
züglich der Kosten für Strom und Wartung der Pumpenanlagen. Davon zahlt das Land 80 %, die 
Stadt Münster 20 %. Mit der Aufwandsentschädigung wird die technische Betreuung (s. Punkt 1) 
und die fachliche Betreuung (wissenschaftliche Kartierungen, Monitoring, s. Punkt 2) gefördert.  
Als Verwendungsnachweis gegenüber der Stadt Münster und dem Land dient der Jahresbericht. 
Dieser ist gemäß Ratsbeschluss vom 12.12.2007 (Vorlage V/0571/2007/1. Erg.) dem Fachau s-
schuss und den be troffenen Bezirksvertretungen in einer Berichtsvorlage vorzulegen. Ferner 
wurde ein Beirat für die Rieselfelder eingerichtet. 
Die Ergebnisse des Jahresberichtes 2015 werden im Folgenden zusammen fassend dargestellt. 
Durch Vortrag eines Vertreters der Biolog ischen Station können die Arbeiten im Detail e rläutert 
werden. Sofern Bedarf besteht, kann der vollständige Bericht (100 S.)  zur Verfügung gestellt 
werden. 
Der städtische Beirat für die Rieselfelder hat bisher siebzehnmal getagt. Bei der Sitzung am 
18.05.2016 wurden die wesentlichen Inhalte des Jahresberichtes 201 5 dem Beirat durch Dr. 
Harengerd vorgestellt. 
 
 
1  Durchgeführte technische Pflege- und Entwicklungsarbeiten 
1.1  Bewässerung 
Die rund 90 Wasserflächen in den Rieselfeldern werden,  mit Ausnahme vo n Ems- und Aa-
Ableiter-Anstau, die mit computergesteuerten Wehranlagen ausgestattet sind, mehrmals wö-
chentlich kontrolliert und ggf. mittels Handschieber nachgeregelt. Wie häufig jede Fläche 
bewässert werden muss, ist abhängig vom  Versickerungsverhalten der Fläche, vom Wetter, 
vom Abstand zum Pumpwerk und von der Anzahl der geöffneten Schieber im Gebiet.  
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0996/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Dreier 
Ruf: 
492 67 27 
E-Mail: 
DreierD@stadt-muenster.de 
Datum: 
13.12.2016 
Öffentliche Berichtsvorlage

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1.2  Wartung der Dämme und des Bewässerungssystems 
Im Frühjahr 2015 fiel eine der beiden großen Pumpen (400l/s) des Pumpwerkes wegen e i-
nes Lagerschadens aus. Um weiterhin genügend Druck für die Parzellen im Norden zu h a-
ben, wurden während des Ausfalls die zwei kleineren Pumpen (200l/s) gleichzeitig eing e-
setzt. 
Ein fehlender Überlauf war seit 2011 das Problem der Außenausstellung am Rieselfeldhof. 
Es war schwierig in den Sommermonaten den Wasserstand so zu  steuern, da ss d as Ge-
wässer nicht „umkippt“ und andererseits der umlaufende Wanderweg sowie die Holzko n-
struktion der Stege trocken bleibt.  Durch einen neuen Überlauf am Nordufer  mit Anschluss 
an einen Straßenseitengraben konnten diese Schwierigkeiten behoben werden.  
 
1.3  Unterhaltung der Ableiter und weiterer Gräben 
Wie in jedem Jahr wurde im September die Böschung des Kläranlagen -Ableiters mit einem 
Bagger und einem speziellen Mähkorb gemäht und geräumt.  
Darüber hinaus ist es in den letzten Jahren immer notwendiger geworden, auch die  Wasser-
pflanzen im Gerinne zurück zu schneiden.  Der Ableitergraben unterhalb des Ems-Ableiter-
Stauwehrs ist durch das geringe Gefälle auch im geräumten Zustand sehr langsam f ließend. 
Dadurch setzt sich dort teilweise Sandfracht in der Sohle ab und bietet Wasserpflanzen g e-
nug Halt, um dort flächig zu wachsen. Nach Starkregen (bis zu 2000 l/s)  behindert dieser 
Bewuchs den Wasserabfluss aus dem Anstau . Bei starken anhaltenden Reg enfällen kann 
dies zum Überlaufen des Anstaus und des Grabens führen . Dies war beim „Jahrhundertr e-
gen“ am 28./29.7.2014 der Fall. 
Die Grenzgräben am Nordrand wurden ebenfalls mit einem Bagger mit Mähkorb ausgemäht. 
Stellen, die der Bagger nicht erreichen konnte, wurden mit dem Freischneider gemäht. 
 
1.4  Verkehrssicherungspflicht, Wegeseitengräben und -ränder, Wanderwege, 
 Beobachtungsanlagen und Außenausstellung 
An allen öffentlichen und gesperrten Wegen wurden im Januar und Februar 2015 in das  
Wegprofil hereinragende Gehölze zurückgeschnitten sowie die Banketten der Wege im g e-
samten Gebiet jährlich mindestens dreimal gemulcht. 
Wanderwege mit einer wassergebundenen Wegedecke werden mehrmals im Jahr für Rad 
und Rollstuhlfahrer mit Brechsand ausgebessert.  Reine Fußwege, die nicht barrierefrei au s-
gebaut sind, bekommen jedes Jahr einen Belag aus Holzhäcksel , um sie von Bewuchs frei 
zu halten. 
Einige Tore der gesperrten Wege im Naturschutzgebiet erhielten neue Pfosten, da sie immer 
schwerer zu öffnen waren. Der Parkplatz des Rieselfeldhofes wurde neu geschottert. An den 
barrierefreien Beobachtungseinrichtungen am Schilflehrpfad sowie an den Beobachtungshüt-
ten waren Reparaturarbeiten notwendig. An der Straße „Wöstebach“ wurde abschnittsweise 
der Straßenbegleitgraben nachgearbeitet. 
Jede Wasserfläche der Rieselfelder ist mit Sichtschneisen ausgestattet, um sie für die V o-
gelbeobachtung einsehbar zu machen. Diese ca. 200 Schneisen wurden mindestens viermal 
im Jahr geschnitten, um das nachwachsende Schilf kurz zu halten. 
An den Stauseen war es zusätzlich notwendig am Ufer wachsende Weiden an den Beobach-
tungshütten, am Beobachtungshügel und am Aussichtsturm auf den Stock zu setzen. 
 
1.5  Verlandungsbekämpfung 
Durch die erfolgreiche Vernässung sowie durch die Zusammenlegung von Teilflächen im 
Rahmen des Blänken-Projektes 2014 wurde die wasserbenetzte Fläche der Rieselfelder wei-
ter vergrößert. Daher mussten in 2015 keine weiteren Entlandungen vorgenommen werden. 
Im November fanden die Pflegemaßnahmen an den Stau teichen statt. Sämtlicher Bewuchs 
auf den Inseln wurde geschnitten , um diese Bereiche als Brut - und Rastplätze zu erhalten. 
Die Kiesinseln müssen alljährlich mühsam per Hand von Pflanzen befreit werden, damit sie  
als Brutplatz z. B. für den Flussregenpfeifer erhalten bleiben. 
An den Inseln ist nicht die Verlandung das Problem, sondern de r Erdabtrag durch Wellen-
schlag. Einige Inseln mussten mit dem Kettenbagger wieder hergerichtet, teilweise neu au f-
geschüttet sowie die Uferböschungen mit Weidenstämmen und Steinen gesichert werden.

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1.6  Unterhaltung der „Auerochsen“ - Weideflächen 
Im Spätsommer mussten sämtliche Gräben an den Weiden südlich des Aussichtsturmes mit 
dem Kettenbagger geräumt werden, da u ngefähr die Hälfte der Fläche nach stärkeren R e-
genereignissen wochenlang unter Wasser stand. Durch die Entfernung des Grabenbewuc h-
ses und die Nacharbeitung des Gefälles hat sich das Ablaufverhalten wesentlich ve rbessert. 
Somit stehen wieder ca. 5 ha Weide der Rinderherde zur Verfügung. 
Im Laufe des Jahres wurden die drei Rinderherden um ein Drittel auf 30 Tiere reduziert. 
2015 war es aufgrund des regenreichen Wetters nicht möglich, die Weiden nach der Brutzeit 
komplett zu mähen, um den Binsenbewuchs zurück zu drängen. 
Wartungsarbeiten an den Weidezäunen und an Fütterungsanlag en wurden bei Bedarf  und  
bei den monatlichen Kontrollen erledigt. 
 
1.7  Unterhaltungen der Steuerungssysteme und Wehre 
2015 wurden a m Ems- und am Aa-Ableiter die Sensoren der Höhenstandsmessung g e-
tauscht. Am Aa -Anstau war es zusätzlich notwendig , den Sensor für die Fließgeschwindi g-
keitsmessung zu erneuern. 
Der Austausch eines defekten Walzenlagers am Antrieb eines Absenkrinnenschiebers sowie  
einer Spindelmutter des Aa -Ableiter-Wehres wurde in Eigenleistung erbracht.  Die jährliche 
Wartung der Pumpen erfolgte Mai. 
 
1.8  Winterliche Gehölzpflege 
Im Januar 2015 erfolgte ein umfassender Gehölzrückschnitt an der Außenausstellung der 
Biologischen Station. Im Februar wurde die gesamte Nord-Ost-Seite des Grabens zwischen 
Stauwehr und einer Aussichtshütte von Weidenausschlag geräumt. Mit Hilfe der Gartenba u-
schule Wolbeck wurden 17 Kopfweiden geschnitten. Das Schnittgut wurde vor Ort zu Häc k-
selholz verarbeitet und als Wegbelag verwendet.  
Weiterhin erfuhr eine Weidenreihe am Rieselwärterhäuschen eine erstmalige Bearbe itung. 
Die inzwischen ca. 14 Jahre alte n Weiden wurden geköpft und werden in Zukunft als Kop f-
weidenreihe in die Pflege mit aufgenommen. 
Ende 2015, während die Stauteiche zur alljährlichen Pflege abgelassen wurden, erfolgte die 
Fortsetzung der 2014 begonnen en Arbeiten am Nord -Ost-Ufer de s großen Stauteichs E1. 
2016 wird diese Maßnahme abgeschlossen und somit eine dreijährige Altersstruktur erreicht 
sein. 
 
2.  Ergebnisse der fachlichen Betretung  
2.1  Vogelmonitoring 
In 2015 wurden die Bestände der feuchtgebietstypischen Vogelarten an insgesamt 362 Zähl-
tagen erhoben. Dabei wurden 143 Vogelarten bzw. deren Unterarten erfasst. 
Im Laufe des Jahres besuchten auch seltene Ausnahmegäste wie Sumpfläufer, Graubrust-
strandläufer und Teichwasserläufer die Rieselfelder. 
 
2.2  Brutvögel der Rieselfelder 
In den Monaten März bis Juli w urde die Kartierung der Brutvogel durchgeführt. Beispielhaft 
werden einige Arten genannt:  
Weißstorch: Im Berichtsjahr schritten vier Weißstorchpaare zur Brut. Auch der Horst auf de r 
Gaststätte Heidekrug war wieder besetzt.  
Kolbenente: Auch in diesen Jahr ging die positive Bestandsentwicklung mit vier Brutpaaren 
weiter.  
Kiebitz: Der Negativtrend des Kiebitzes beim Durchzug spiegelt sich auch im Brutbestand 
wieder. Nur fünf Reviere waren zeitweise besetzt. Es gab eine erfolgreiche Brut.  
Lachmöwe: Es gab einen massiven Einbruch des Brutbestandes. Der größte Rückgang 
konnte am großen Stauteich E1 festgestellt werden. Lediglich 130 Nester wurden Anfang 
Mai erfasst, während es im Vorjahr knapp 580 waren. Es wurden auch nur wenige Küken 
flügge. Lediglich die Nester auf den Flößen waren geschützter und konnten so z . B. nicht 
vom Fuchs erreicht werden, während er ohne Probleme zu den Inseln gelangen konnte.

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2.3  Wissenschaftliche Vogelberingung 
Im Berichtsjahr 2015 konnten 4044 Vögel (59 Arten) gefangen werden, darunter 3777 Ne u-
fänge, 258 eigene Wiederfänge und neun Fremdfänge (Vögel mit Ringen eines anderen B e-
ringers). Eine Besonderheit war in diesem Jahr der erneute Fang eines Seggenrohrsängers. 
Damit wird die besondere Bedeutung der Rieselfelder als Rastgebiet für diese weltweit vom 
Aussterben bedrohte Vogelart deutlich. Vom Drosselrohrsänger, der in NRW nur in den Ri e-
selfeldern als regelmäßiger Brutvogel vorkommt, konnten zehn Individuen gefangen und be-
ringt werden.  
 
2.4  Untersuchungen der Ringelnatter-Population 
In 2015 konnten die Untersuchungen zur  Populationsdynamik der Ringelnatter fortgesetzt 
werden. Durch Fotos war es möglich, jedes einzelne gefangene Individuum daraufhin zu 
überprüfen, ob es bereits zuvor gefangen wurde. Daraus lässt sich zwar noch nicht die Ge-
samtzahl der Tiere im Gebiet einschätzen, aber es gibt Auskunft über die „Dynamik“ eines 
Teils der Ringelnattern in den Rieselfeldern.  
 
2.5  Untersuchungen zum Makrozoobenthos  
Da die Kleinorganismen im Schlamm für die in den Rieselfeldern rastenden Watvögel eine  
Hauptnahrungsgrundlage darstellen, ist es  Aufgabe der Biologischen Station im zeitlichen 
Abstand von ca. 5 Jahren Schlammproben  ausgewählter Parzellen zu nehmen und Anzahl 
sowie Biomasse der Kleinorganismen zu  ermitteln. Im großen Stauteich E1 haben die Bio-
masse und damit das Nahrungsangebot seit der letzten Untersuchung 2010 um das Vierf a-
che zugenommen. Mit der Verbesserung der Wasserqualität hat sich das Artenspektrum 
umgestellt. Die früher massenhaft auftretenden Zuckmückenlarven spielen heute keine gr o-
ße Rolle mehr, stattdessen dominieren Schlammröhrenwürmer und Schlammschnecken. 
 
3  Bericht nach EG-Vogelschutzrichtlinie 
Dieser Bericht ist eine Dienstleistung für das Land NRW , das damit seinen Verpflichtungen 
gegenüber dem Bund und der EU nachkommen kann. Turnusgemäß ist der Bericht alle drei 
Jahre zu erstellen, das LANUV übernimmt hier die Federführung. 
 
4  Öffentlichkeitsarbeit 
2305 Teilnehmer besuchten in 2015 insgesamt 146 Veranstaltungen - ein leichter Rückgang 
gegenüber den Vorjahren. Die Negativ-Entwicklung bezieht sich auf alle Veranstaltungskate-
gorien außer den öffentlichen Führungen. Der Storchenhorst auf der Gaststätte Heidekrug 
war auch in 2015 wieder ein Besucherma gnet, ebenso wie der Info-Stand der Biologischen 
Station im Allwetter -Zoo anlässlich der Artenschutztage am 30. August . Durch die Abschaf-
fung des Zivildienstes gibt es immer wieder Engpässe bei der Be treuung der Ausstellung. 
Dank der Unterstützung von frei willigen Helfern k onnte wenigstens der Sonntag erhalten 
bleiben. 
Seit der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zur Flächennutzungsplanänderungen im Juni war das 
Thema Windkraft ein Dauerbrenner in der Lokalpresse. Im Oktober durchquerten ca. 50 
Klimapilger auf dem Weg nach Paris die Rieselfelder und wurden durch Mitarbeiter der Stati-
on fachkundig begleitet. 
Die Medien nahmen gerne Veranstaltungsankündigungen auf. Der WDR und Saarländische 
Rundfunk interviewten Michael Harengerd zum Thema Naturschutzgeschichte. 
 
5  Schäden und negative Entwicklungen 
Im Februar ereignete sich ein Vandal ismus-Ereignis am Aussichtsturm. D ie zuvor geleerte 
Spendenbox wurde aufgebrochen. 
 
6  Benennung der Arbeitsschwerpunkte für das folgende Jahr 
Der Umfang der zu erbringenden Arbeiten ist durch das Leistungsverzeichnis festgelegt. 
Darüber hinausgehende Arbeiten waren für 2016 im Wesentlichen die weitere Bekämpfung 
des giftigen Jakobskreuzkrautes und die Erarbeitung eines Vogelschutzmaßnahmenplans für 
das gesamte Gebiet.

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7  Sonstige Betreuungsaufgaben 
7.1  Praktikanten in den Rieselfeldern 
In 2015 wurden 10 Schüler - sowie drei Universitätspraktikantinnen betreut. Zwei Ausbi l-
dungsgruppen der Gartenbauschule Wolbeck unterstützten die Biologische Station beim 
Kopfweiden- und Obstbaumschnitt.  
Auch in 2015 konnten im Rahmen von Arbeitsmaßnahmen zur beruflichen Integration in  Zu-
sammenarbeit mit dem Förderkreis Sozialpsychiatrie Münster zwei Personen betreut  wer-
den. Die teilnehmenden Personen  unterstützen die Biologische Station bis zu 20 Stunde n 
wöchentlich. 
Mit Ausnahme von vierwöchigen Klimamessungen am großen Stauwehr E1 durch die Klima-
tologen aus dem Institut für Landschaftsökologie, wurden keine weiteren externen wissen-
schaftlichen Arbeiten betreut. 
 
7.2  Verkehr 
Die jährliche Verkehrszählung erfolgte am 23.04.2015 an der Straßenkreuzung  Coermühle / 
Hessenweg. Sie weist nur wenige Änderungen gegenüber dem Vorjahr auf. Die morgendl i-
che Spitze von 7 Uhr bis 8 Uhr  fiel deutlich höher aus und das Verkehrsaufkommen von 20 
Uhr bis 21 Uhr ist weiterhin ansteigend.  
Während über den ganzen Tag verteilt die Münsteraner Kennzeichen auf den Rieselfeldstr a-
ßen überwiegen, ist auch in diesem Jahr wieder festzustellen, dass der Hauptverkehr zu den 
Stoßzeiten überwiegend reiner Durchgangsverkehr externer Ver kehrsteilnehmer ist . Die 
Hauptlast des Verkehrs in den Rieselfeldern liegt auf der Coermühle, die die heutige Schutz-
gebietskulisse teilt.  
Trotz Durchfahrtverbot wurden 20 LKW auf den Rieselfeldstraßen gezählt.   
Besonders während der Frühjahreswanderung aber auch im Herbst wurden viele Amphibien 
Opfer des Straßenverkehrs in den  Rieselfeldern. Dies geschieht vor allem , wenn  der Feier-
abendverkehr mit der Dämmerung zusammenfällt. Gehäufte Amphibien-Totfunde entlang der 
Straßen Coermühle und Hessenweg wurden 2015 in einer Karte dargestellt und an die unte-
re Landschaftsbehörde übermittelt. Diese Karte soll eine Grundlage für d en möglichen Bau 
von Querungshilfen sein. 
Auch tagsüber fordert der Verkehr Todesopfer. In 2015 wurden mindestens 12 Ringelnattern 
überfahren, zudem ein Reh, ein Hase, zwei Nutria sowie zahlreiche Vögel. 
 
Personalsituation  
Im Jahr 2015 wurden eingesetzt: 
2,75 Angestellte, 2 Kräfte aus dem freiwilligen ökologischen Jahr  („FÖJ“), 1 Person aus dem 
Bundesfreiwilligendienst („BUFDI“), 4 studentische Hilfskräfte (jeweils im Mittel nur 3 Wochen und 
im Wesentlichen für die Pflanzenerfassung ), 9 Ehrenamtliche mit unterschiedlichem Zeitengag e-
ment, Obstwiesengruppe mit 2 - 3 Personen sowie 11 Honorarkräfte für Führungen und die Her-
petofauna-Erfassung. 
 
Bewertung der unteren Landschaftsbehörde 
Die im Jahr 2015 durchgeführten Pflege -, Entwicklungs- und Unterhaltungsmaßnahmen wurden 
bei einem Ortstermin am 28.04.2016 stichprobenartig von der unteren Landschaftsbehörde über-
prüft. Es ergaben sich keine Bean standungen. Auch der Abgleich des Jahresberichtes mit dem 
Leistungsverzeichnis ergab, dass die Projektziele der Betreuung erreicht worden sind. 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Matthias Peck 
Stadtrat

Beratungsverlauf (3)

17.01.2017 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 4.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.01.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 6.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.01.2017 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 3.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Hessenweg
  • Wöstebach
  • Coermühle

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Details

Aktenzeichen
V/0996/2016
Typ
Vorlagen
Datum
14.12.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37