0672/2021
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
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Anlage 4 - Verwendung Jahresfehlbetrag
882 Zeichen
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage IV VORSCHLAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES JAHRESFEHLBETRAGS DES WIRTSCHAFTSJAHRES VOM 1.1.2019 BIS ZUM 31.12.2019 Die Betriebsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Wirtschaftsjahres vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2019 wie folgt zu verwenden: Verrechnung des Jahresfehlbetrags in Höhe von EUR 788.423,82 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.059.339,70. Vortrag des Bilanzgewinns in Höhe von EUR 1.270.915,88 auf neue Rechnung. Das Eigenkapital des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln stellt sich nach Ergebnisverwen- dung wie folgt dar: EUR 1.1 Stammkapital 25.000,00 1.2 Allgemeine Rücklage 86.075.895,44 1.3 Gewinnvortrag 1.270.915,88 87.371.811,32 Köln, den Zee Laugwitz-Aulbach Dr. Mercus Dekiert 1. Betriesleiterin / Kulturdezernentin geschäftsführender’Betriebsleiter / Museumsdirektor
Beschlussvorlage Rat
18651 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VII/4510
Vorlagen-Nummer
0672/2021
Freigabedatum
20.04.2021
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
hier: Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 und des Lageberichtes für das
Wirtschaftjahr 01.01.2019 - 31.12.2019
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
1. Der Rat stellt gemäß § 5 Abs. 1 c der Betriebssatzung der Stadt Köln für das Wallraf-Richartz-
Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln in Verbindung mit § 26 Abs. 2 EigVO NRW den mit
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 22.12.2020 der Wirtschaftsprüfungsgesell-
schaft dhpg Dr. Harzem & Partner mbB, Köln, versehenen Jahresabschluss zum 31.12.2019 so-
wie den Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 01.01.2019 bis 31.12.2019 fest.
Der Jahresfehlbetrag des Wirtschaftsjahres vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 in Höhe von
788.423,82 € wird unter Einschluss des Gewinnvortrags in Höhe von 2.059.339,70 € auf neue
Rechnung vorgetragen.
2. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt.
3. Dem Betriebsausschuss wird Entlastung erteilt.
Betriebsausschuss Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud 27.04.2021
Finanzausschuss 03.05.2021
Rat 06.05.2021
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Auswirkungen auf den Klimaschutz
Nein
Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)
Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)
Begründung
Die Betriebsleitung des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud fasst den geprüften Jahres-
abschluss und Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2019 wie folgt zusammen:
Ergebnisentwicklung 2019
Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde das Wirtschaftsjahr 2019 mit einem Fehlbetrag in Höhe
von TEUR 788 (im Vorjahr Fehlbetrag in Höhe von TEUR 373) abgeschlossen.
Das Jahresergebnis entwickelte sich wie folgt:
Ist 2018 Ist 2019 Abweichung Ist 2018 Ist 2019 Abweichung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Zuwendungen und allgemeine Umlagen 5.143 4.958 -185 4.385 4.184 -201
Privatrechtliche Leistungsentgelte 1.100 1.775 +675 567 636 +69
Kostenerstattungen und Kostenumlagen 20 59 +39 15 59 +44
Sonstige ordentliche Erträge 11 1 -10 10 1 -9
Ordentliche Erträge 6.274 6.793 +519 4.977 4.880 -97
Personalaufwendungen 1.546 1.606 +60 1.438 1.556 +118
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 4.035 4.904 +869 2.069 2.565 +496
Bilanzielle Abschreibungen 708 703 -5 708 703 -5
Transferaufwendungen 118 125 +7 118 125 +7
Sonstige ordentliche Aufwendungen 240 243 +3 239 238 -1
Ordentliche Aufwendungen 6.647 7.581 +934 4.572 5.187 +615
Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit -373 -788 -415 405 -307 -712
Finanzergebnis 0 0 +0 0 0 +0
Ordentliches Ergebnis = Jahresergebnis -373 -788 -415 405 -307 -712
zzgl. Ergebnis Sonderaus-
stellungen:
-778 -481 297
-373 -788 -415
inkl. Sonderausstellungen ohne Sonderausstellungen
Das Ergebnis im Sonderausstellungs- und Projektbereich fiel auch in 2019 defizitär aus. Bezogen auf
die einzelnen Sonderausstellungen verteilten sich die Erträge und Aufwendungen wie folgt:
Direkte
Erträge
Direkte
Aufw. Ergebnis
TEUR TEUR TEUR
Sonderausstellung "Amerika" 1.005 1.502 -497
Sonderausstellung "Inside Rembrandt" 586 782 -196
Sonderausstellung "Wir glauben Kunst" 83 63 20
Sonstige Sonderauststellungen und Projekte 39 47 -8
Ergebnis vor Verwendung der Zuwendungsmittel 1.713 2.394 -681
Zweckentsprechende Verwendung der Zuwendungsmittel 200 0 200
Ergebnis 1.913 2.394 -481
Sonderausstellung / Projekt
Im Bereich der Ständigen Sammlung war der Rückgang der Zuwendungen und allgemeinen Umlagen
3
auf die deutliche Kürzung des städtischen Betriebskostenzuschusses um TEUR 321 bzw. 7,9% zu-
rückzuführen, der nur teilweise durch Zuwächse bei den vereinnahmten Fördergeldern ausgeglichen
werden konnte. Der Anstieg der Erträge aus privatrechtlichen Leistungsentgelten (TEUR +69) war vor
allem Folge der höheren Mittel, die aus Eintrittsentgelten (TEUR 81 bzw. +21,0%) zur Verfügung
standen. Insgesamt lagen die betrieblichen Erträge des Museums in 2019 ohne den Sonderausstel-
lungs- und Projektbereich um TEUR 97 (2,0%) unter den Vorjahreserträgen.
Da sich im gleichen Zeitraum die betrieblichen Aufwendungen des Museums insgesamt um TEUR
615 bzw. 13,5% deutlich erhöhten, verschlechterte sich das Jahresergebnis des Museums für 2019
(ohne den Sonderausstellungs- und Projektbereich) gegenüber dem Vorjahr von TEUR +405 insge-
samt um TEUR 712 bzw. 175,9% auf TEUR -307.
Der Zuwachs bei den Aufwendungen entfiel zum einen auf gestiegene Personalaufwendungen
(TEUR +118 bzw. +8,2%) vor allem als Folge höherer Dienstaufwendungen (TEUR +51 bzw. +4,9%)
sowie gestiegener Rückstellungen für städtische Versorgungsverpflichtungen (TEUR +93 bzw.
+190,5%). Zusätzlich erhöhten sich die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um TEUR 496
bzw. 24,0%. Hier entfielen die größten Kostenzuwächse auf die deutlich gestiegenen Kosten der Un-
terhaltung und Instandhaltung des Museumsgebäudes (TEUR +417 bzw. +625,9%) sowie die Kosten
der Unterhaltung beweglicher Vermögensgegenstände (TEUR +43 bzw. +17,8%) und der Energie-
versorgung (TEUR +36 bzw. +8,0%).
Der vom Rat der Stadt Köln zuvor für das Wirtschaftsjahr 2019 beschlossene Betriebskostenzu-
schuss in Höhe von TEUR 3.930 (im Vorjahr TEUR 4.251) schließt den zweckentsprechend verwen-
deten Zuschussanteil für Sonderausstellungen und Projekte aus 2019 in Höhe von TEUR 200 ein.
Vermögenslage 2019
Die Vermögens- und Kapitalsituation des Museums zum 31.12.2019 stellte sich zusammengefasst
wie folgt dar:
Aktiva Passiva
31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen 685.761 685.195 Eigenkapital 88.160 87.372
Umlaufvermögen 7.716 7.725 Sonderposten 603.080 602.822
Rechnungsabgrenzung 351 282 Rückstellungen 1.034 1.098
Verbindlichkeiten 957 1.762
Rechnungsabgrenzung 597 148
693.828 693.202 693.828 693.202
Finanzlage 2019
Die Finanzlage des Museums entwickelte sich in 2019 wie folgt:
2019
TEUR
Anfangsbestand Finanzmittel 6.700
Einzahlungsüberschuss aus lfd. Verwaltungstätigkeit 330
Auszahlungsüberschuss aus Investitionstätigkeit -97
Endbestand liquide Mittel per 31.12.2019 6.933
Im Rahmen der Verwaltungstätigkeit des Museums überstiegen die laufenden Einzahlungen im Wirt-
schaftsjahr 2019 (TEUR 6.215) die laufenden Auszahlungen (TEUR 5.885), sodass sich ein finanz-
wirtschaftlicher Überschuss in Höhe von TEUR 330 ergab. Für Investitionen wurden in Wirtschaftsjahr
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2019 insgesamt TEUR 97 verausgabt.
Im Ergebnis hat das Museum im Wirtschaftsjahr 2019 einen Finanzmittelüberschuss in Höhe von
TEUR 233 erwirtschaftet, welcher der Veränderung des Finanzmittelbestandes in der Bilanz zum
1.1.2019 und zum 31.12.2019 entspricht. Bei der Beurteilung des frei verfügbaren Liquiditätsbestands
zum 31.12.2019 in Höhe von TEUR 6.042 ist weiterhin zu berücksichtigen, dass liquiditätsbelastende
Maßnahmen im Zusammenhang mit den im Rahmen der Ausgliederung von der Stadt übernomme-
nen Instandhaltungsmaßnahmen sowie weiteren neu aufgetretenen Instandhaltungen in Höhe von rd.
TEUR 497 bis Ende 2019 noch nicht durchgeführt wurden. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass die
liquiden Mittelbestände zum Teil aus den nicht auszahlungswirksamen Abschreibungen auf das Mu-
seumsgebäude angespart wurden. Um hier einen Substanzverzehr zu vermeiden, müssten diese
Mittel vom Museum für künftige Reinvestitionen vorgehalten werden.
Voraussichtliche Entwicklung 2020
Vor dem Hintergrund der infolge der Corona-Pandemie zunächst vorübergehend angeordneten
Schließung des Museums hat der Rat der Stadt Köln am 18.6.2020 den Wirtschaftsplan für 2020 be-
schlossen. Auf der Grundlage dieser Planung zeichnet sich für dieses Wirtschaftsjahr ein negatives
Jahresergebnis in Höhe von TEUR 945 ab. Die geplante Ertragslage 2020 stellt sich dabei im Ver-
gleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Ist 2019 Plan 2020
Abwei-
chung
TEUR TEUR TEUR
Zuwendungen und allgemeine Umlagen 4.958 4.058 -900
Privatrechtliche Leistungsentgelte 1.775 1.292 -483
Kostenerstattungen und Kostenumlagen 59 14 -45
Sonstige ordentliche Erträge 1 0 -1
Ordentliche Erträge 6.793 5.364 -1.429
Personalaufwendungen 1.606 1.836 +230
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 4.904 3.358 -1.546
Bilanzielle Abschreibungen 703 728 +25
Transferaufwendungen 125 120 -5
Sonstige ordentliche Aufwendungen 243 267 +24
Ordentliche Aufwendungen 7.581 6.309 -1.272
Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit -788 -945 -157
Finanzergebnis 0 0 +0
Ordentliches Ergebnis -788 -945 -157
Außerordentliches Ergebnis 0 0 +0
Ordentliches Ergebnis = Jahresergebnis -788 -945 -157
Im Rahmen dieser Ergebnisplanung hat das Museum in 2020 u.a. folgende Sonderausstellungen und
Projekte geplant und zwischenzeitlich realisiert:
„Inside Rembrandt – 1606-1669“ (1.11.2019 – 1.3.2020),
„Bon Voyage, Signac! – Eine impressionistische Reise durch die eigene Sammlung“ (2.10.2020 –
31.1.2021, coronabedingt verschoben auf den 5.3.2021 – 27.6.2021),
„Amor ist ewig – Trilogie I – Liebeslektüre zur Rubenszeit“ (14.2.2020 – 24.5.2020),
„Liebe am Abgrund – Trilogie II – Edvard Munch, Max Klinger und das Drama der Geschlechter“
(19.2.2020 – 20.9.2020),
„Liebe, Macht & Ohnmacht – Trilogie III – Judit, Delilah & Co“ (6.11.2020 – 7.2.2021),
„Poesie der See – Niederländische Marinemalerei aus dem 17. Jahrhundert“ (27.3.2020 –
28.2.2021),
„Carlo Carlone – Ölskizzen aus der Zeit des Rokoko“ (27.3.2020 – 2.8.2020).
5
Insgesamt wird für den Ausstellungs- und Projektbereich in 2020 mit einem Überschuss gerechnet,
der sich wie folgt entwickeln soll:
Ist 2019 Plan 2020
Abwei-
chung
TEUR TEUR TEUR
Zuwendungen und allgemeine Umlagen 775 25 -750
Privatrechtliche Leistungsentgelte 1.138 733 -405
Kostenerstattungen und Kostenumlagen 0 0 +0
Sonstige ordentliche Erträge 0 0 +0
Ordentliche Erträge 1.913 758 -1.155
Personalaufwendungen 51 24 -27
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2.339 525 -1.814
sonstige Aufwendungen 4 5 +1
Ordentliche Aufwendungen 2.394 554 -1.840
Jahresergebnis Ausstellungs-/Projektbereich -481 204 +685
Der um die Erträge und Aufwendungen des Sonderausstellungs- und Projektbereichs bereinigte Ver-
gleich des Wirtschaftsplans 2020 mit dem Ist-Ergebnis 2019 stellt sich danach wie folgt dar:
Ist 2019 Plan 2020
Abwei-
chung
TEUR TEUR TEUR
Zuwendungen und allgemeine Umlagen 4.184 4.033 -151
Privatrechtliche Leistungsentgelte 636 559 -77
Kostenerstattungen und Kostenumlagen 59 14 -45
Sonstige ordentliche Erträge 1 0 -1
Ordentliche Erträge 4.880 4.606 -274
Personalaufwendungen 1.556 1.812 +256
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2.565 2.833 +268
Bilanzielle Abschreibungen 703 728 +25
Transferaufwendungen 125 120 -5
Sonstige ordentliche Aufwendungen 238 262 +24
Ordentliche Aufwendungen 5.187 5.755 +568
Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit -307 -1.149 -842
Finanzergebnis 0 0 +0
ordentliches Ergebnis -307 -1.149 -842
außerordentliches Ergebnis 0 0 +0
Jahresergebnis Museumsbetrieb -307 -1.149 -842
Jahresergebnis Ausstellungs-/Projektbereich -481 204 +685
Jahresergebnis gesamt -788 -945 -157
Auf Basis des Wirtschaftsplans 2020 ist im Bereich der Zuwendungen und allgemeinen Umlagen ein
Ertragsrückgang um TEUR 151 zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf eine Verminderung der För-
dergelder (TEUR -130) zurückzuführen ist. Im Bereich der privatrechtlichen Leistungsentgelte (TEUR
-77) geht das Museum insbesondere von einem Rückgang der Mieterträge aus (TEUR -55). Insge-
samt liegen damit die für 2020 geplanten ordentlichen Erträge des Museumsbetriebs um rd. TEUR
274 unter dem Ertragsniveau des Vorjahres.
Im Bereich der Aufwendungen wird mit einer Erhöhung der Personalaufwendungen um TEUR 256
gerechnet, die in Höhe von rd. TEUR 226 auf höhere Dienstaufwendungen zurückzuführen ist. Bei
den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen entfällt der Kostenzuwachs (TEUR +268) insbe-
sondere auf die stark gestiegenen Unterhaltungskosten der technischen Anlagen und Geräte der Be-
triebsausstattung (TEUR +332) sowie Kostensteigerungen bei den Bewirtschaftungskosten (TEUR
+41), den EDV-Fremdleistungen (TEUR +30) und den Transportkosten (TEUR +74). Diesen stehen
im Wesentlichen geplante Einsparungen bei den Kosten des Gebäudeunterhalts (TEUR -178) und
der Bewachung (TEUR -42) gegenüber. Insgesamt würden damit die ordentlichen Aufwendungen des
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Museumsbetriebs deutlich (TEUR +568 bzw. +10,9%) über den Vorjahresaufwendungen liegen.
Bei einem kalkulierten Jahresergebnis 2020 im Museumsbetrieb in Höhe von TEUR -1.149 rechnet
die Betriebsleitung - nach Einbezug des Überschusses aus dem Ausstellungs- und Projektbereich
(TEUR +204) - infolgedessen mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 945. Zu beachten ist bei
dieser Ergebnisplanung, dass Einnahmeausfälle als Folge der Museumsschließungen wegen der
Corona-Pandemie noch nicht berücksichtigt sind.
Nachdem das Wirtschaftsjahr 2019 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 788 abgeschlos-
sen wurde, nach dessen Verrechnung mit dem Gewinnvortrag ein Bilanzgewinn per 31.12.2019 in
Höhe von TEUR 1.270 verbleibt, würde das Wirtschaftsjahr 2020 mit dem Planergebnis in Höhe von
TEUR -945 diesen Bilanzgewinn entsprechend weiter reduzieren.
Für die nähere Zukunft werden wegen der nach wie vor bestehenden Kürzung des Betriebskostenzu-
schusses, der nicht kompensierten Belastung des Museums mit den Kosten für die städtischen Mu-
seumshandwerker und die Betreuung durch die Gebäudewirtschaft sowie der erwarteten, baulich
unabweisbaren erheblichen Sanierungsmaßnahmen an der Immobilie Obenmarspforten deutlich ne-
gative Jahresergebnisse prognostiziert (2021: TEUR -1.818, 2022: TEUR -755, 2023: TEUR --852
und 2024: TEUR -896).
Hinzu kommen die derzeit noch nicht kalkulierbaren Einnahmeausfälle infolge der Corona-Pandemie.
Dadurch besteht zwar noch keine existenzielle Gefährdung der Vermögens- und Finanzlage des Mu-
seums, da das Museum - vor allem wegen der von der Stadt übertragenen hochwertigen Kunstbe-
stände - über ein recht hohes Eigenkapital (per 31.12.2019 TEUR 87.372) und zusätzlich über eine
gute Liquiditätsausstattung verfügt (per 31.12.2019 TEUR 6.042; ohne liquide Mittel, die an die Ver-
wendungsbewilligung des Stifterrats gebunden sind). Die für die nächsten Jahre geplanten Defizite
führen aber dazu, dass mittelfristig die notwendigen liquiden Mittel für Instandhaltungsmaßnahmen
und Ersatzbeschaffungen fehlen.
Die Betriebsleitung weist deshalb nachdrücklich darauf hin, dass weitere Einsparmaßnahmen dort an
ihre Grenzen stoßen, wo sie eine substanzielle Gefährdung des Museumsauftrags zur Folge hätten.
Im Rahmen des Projekts der Erweiterung des Museums hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung
am 18.6.2020 den Baubeschluss zur Erweiterung des Museums sowie zur Realisierung der Block-
randbebauung an der Martinstraße und am Steinweg gefasst. Die Verwaltung kann nun die weiteren
Planungsschritte fortsetzen und anschließend mit dem Bau beginnen. Geplant werden ein Erweite-
rungsneubau inklusive eines Verbindungsbauwerks mit insgesamt rund 3.800m², bauliche Anpassun-
gen im jetzigen Museumsgebäude auf dem Grundstück Obenmarspforten sowie eine Blockrandbe-
bauung.
Beide Gebäude werden später über eine Nutzfläche von rund 2.600 m² verfügen und sollen durch
einen gemeinsamen Innenhof miteinander verbunden werden. Die derzeit ermittelten Gesamtbaukos-
ten belaufen sich auf rund 76,1 Mio. EUR, zuzüglich eines ermittelten Risikobudgets von rund 19 Mio.
EUR. Der aktuelle Terminplan sieht einen Baubeginn Ende 2022, die Fertigstellung des Baus Ende
2025 und die Inbetriebnahme des Baus für Mai 2026 vor.
Vor dem Hintergrund des im Zeitpunkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert grassierenden
Corona-Virus mussten auf der Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Bundes vom
30.10.2020 alle städtischen Museen erneut ab dem 2.11.2020 schließen. Alle anstehenden Veran-
staltungen in den Museen ab diesem Zeitpunkt wurden abgesagt und der Publikumsbetrieb einge-
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stellt. Diese Maßnahme sowie die seitens der Stadt am 25.3.2020 erlassenen Regelungen zur Haus-
haltsbewirtschaftung in der Corona-Krise, die bis auf weiteres gelten sollen, werden auch die Planun-
gen des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und dessen erwartete Jahresergebnisse
erheblich beeinträchtigen. Eine Aussage über konkrete Umfänge dieser Beeinträchtigungen ist zum
jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Auf ein Abschlussgespräch hat die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA NRW) verzichtet.
Unregelmäßigkeiten der Rechnungslegung
Die Rechnungslegung konnte in den letzten Jahren beschleunigt werden. Damit kann zukünftig auch
der Empfehlung des Wirtschaftsprüfers zu § 53 HGrG, Punkt 4 einer zu aktualisierenden Risikoinven-
tur 2020 nachgekommen werden.
Anlagen
Der Beschlussvorlage sind folgende Anlagen beigefügt:
1. Jahresabschluss zum 31.12.2019, bestehend aus
Bilanz zum 31.12.2019 Anlage I, Seite 1
Ergebnisrechnung für das Wirtschaftsjahr 1.1.2019 – 31.12.2019 Anlage I, Seite 2
Finanzrechnung für das Wirtschaftsjahr 1.1.2019 – 31.12.2019 Anlage I, Seite 3
Anhang für das Wirtschaftsjahr 1.1.2019 – 31.12.2019 Anlage I, Seite 4 – 20
2. Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 1.1.2019 – 31.12.2019 Anlage II, Seite 1 – 20
3. Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dhpg
Dr. Harzem & Partner mbB, Köln, vom 22.12.2020 Anlage III, Seite 1 – 2
4. Vorschlag über die Verwendung des Überschusses für das
Wirtschaftsjahr vom 1.1.2019 – 31.12.2019 Anlage IV, Seite 1
Begründung der Dringlichkeit:
Aufgrund der andauernden und volatilen Pandemiesituation eine Reihe von offenen Punkten und
Fragestellungen ergeben, die im Rahmen der gesamtstädtischen Finanzplanungen zu berücksichti-
gen sind und dementsprechend nicht ohne Einfluss auf die Mittelfrist-Wirtschaftsplanung des WRM
bleiben können.
Um dem Ausschuss auch zukünftig eine nachhaltige und belastbare Planungsgrundlage vorlegen zu
können plant die Verwaltung die aktuelle Wirtschaftsplanung in der kommenden Sitzung des Be-
triebsausschusses am 15.06.2021 einzureichen.
Um der Beratung über die Wirtschaftsplanung auch ein festgestelltes Jahresergebnis 2019 zu Grunde
legen zu können, soll der Jahresabschluss 2019 im vorgelagerten Sitzungslauf beraten und dem Rat
in seiner Sitzung am 06.05.2021 zum Beschluss vorgelegt werden.
Die notwendigen verwaltungsinternen Abstimmungen zum Jahresabschluss 2019 konnten nicht vor-
her abgeschlossen werden.
Anlage 2 - Lagebericht
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Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 1 LAGEBERICHT FÜR DAS WIRTSCHAFTSIAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019 I. GRUNDLAGEN DES MUSEUMS 1. Rechtliche Rahmenbedingungen Gegenstand des seit dem 1.7.2008 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung nach den Vorschriften der Ge- meindeordnung NRW (GO NRW) und der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) geführten Muse- ums ist der Betrieb des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud mit seiner Sammlung, die ins- besondere aus Gegenständen aus dem Bereich der europäischen Kunst vom 13. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts besteht. Die Aufgabenstellung des Museums bezieht sich dabei auf die Präsentation der Sammlung, die Ausrichtung von Sonderausstellungen, die wissenschaftliche Erschlie- Bung, Erhaltung, Pflege und Unterhaltung der Sammlung sowie die Vermittlung der kunstgeschichtlichen und kulturellen Aspekte der Sammlung. Das Museum verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnüt- zige Zwecke. Mit der Ausgliederung als eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist der Dauerleihvertrag der Stadt Köln mit der Fondation Corboud, Vaduz / Liechtenstein, vom 27.3.2001 einschließlich der ergänzenden Vereinba- rung vom 18.12.2006 auf das Museum übertragen worden. Mit diesen Vereinbarungen hat die Fondation Corboud dem Museum ihren Bestand an Kunstwerken des Impressionismus und des Postimpressionis- mus als Ewige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Aus den Erträgen des Stiftungsvermögens gekaufte Kunstwerke werden dem Leihvertrag der Fondation Corboud ergänzend zugeordnet. Die Kunstwerke sind in das Museumskonzept zu integrieren, dürfen nicht veräußert, verschenkt, getauscht oder auf sonstige Weise (mit Ausnahme der zeitlich befristeten Verleihung an andere Museen) an Dritte abgege- ben werden und sind vom Museum zum Verkehrswert zu versichern, zu beaufsichtigen, zu pflegen sowie konservatorisch und wissenschaftlich zu betreuen. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 2 Für die fachliche und wirtschaftliche Führung des Museums ist gemäß 8 3 Abs. 1 der Betriebssatzung eine aus zwei Personen bestehende Betriebsleitung verantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Be- triebsausschuss entscheiden in allen Angelegenheiten des Museums, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW und die Hauptsatzung der Stadt Köln vorbehalten sind. Im Wirtschaftsjahr vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2019 setzte sich die Betriebsleitung des Museums wie folgt zusammen: Frau Susanne Laugwitz-Aulbach 1. Betriebsleiterin Kulturdezernentin der Stadt Köln Herr Dr. Marcus Dekiert Geschäftsführender Betriebsleiter Museumsdirektor Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß 8 4 Abs. 1 der Betriebssatzung per- sonenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2019 wie folgt zusammen: Dr. Eva Bürgermeister, Stadtverordnete - Vorsitzende - Brigitta von Bülow, Stadtverordnete - 1. Stellvertreterin - Dr. Ralph Elster, Stadtverordneter - 2. Stellvertreter - Prof. Klaus Schäfer, Stadtverordneter Elfi Scho-Antwerpes, Stadtverordnete Karl-Heinz Walter, Stadtverordneter Katharina Welcker, Stadtverordnete Thomas Welter, Stadtverordneter Karin Reinhardt, sachkundige Bürgerin Horst Thelen, Stadtverordneter Peter Sörries, sachkundiger Bürger Gisela Stahlhofen, Stadtverordnete Dr. Ulrich Wackerhagen, sachkundiger Bürger. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 3 Das Wirtschaftsjahr entspricht gemäß $ 11 der Betriebssatzung dem Kalenderjahr. 2. Inhaltliche Rahmenbedingungen Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud beherbergt eine der wichtigsten Gemäldesammlun- gen aus dem Bereich der europäischen Kunst vom 13. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Im 1. Obergeschoss befindet sich die Sammlung mittelalterlicher Malerei, die einen fast lückenlosen Überblick über die Entwicklung der mittelalterlichen Tafelmalerei in Köln von 1300 bis 1550 erlaubt. Im 2. Obergeschoss erwartet den Besucher die flämische und holländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Im 3. Obergeschoss mit der Malerei des 19. Jahrhunderts führt der Rundgang durch die Epochen des Klassizismus, des Biedermeier und der Romantik. Den glanzvollen Schlusspunkt setzen Meisterwerke des französischen Impressionismus und Pointillismus. Mit der Fondation Corboud ist es gelungen, den be- stehenden Sammlungsbestand hervorragend zu ergänzen; die beiden Sammlungen vereinen sich zu ei- nem vollständigen Überblick über die Kunst des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Aus Dank und zur Ehre der Stifter trägt das Wallraf-Richartz-Museum seit März 2001 in seinem Namen die Ergänzung „Fondation Corboud“, Die Graphische Sammlung des Museums verfügt über einen Be- stand von ca. 75.000 Blatt. Im stadteigenen Museumsgebäude Obenmarspforten des Architekten Oswald Mathias Ungers aus dem Jahr 2001 stehen dem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud ca. 3.300 qm Ausstellungsfläche für die Ständige Sammlung zur Verfügung sowie ca. 800 qm für Sonderausstellungen. Angrenzend an das Foyer ist ein Museums-Bistro eingerichtet. Darüber hinaus gibt es im Foyer einen Museums-Shop mit integrierter Buchhandlung. In seinen diversen Aktivitäten (Erwerbungen, Ausstellungen, Forschung, Vorträge, Publikationen usw.) wird das Museum von verschiedenen Fördervereinen bzw. -gremien unterstützt: Von den Freunden des Wallraf-Richartz-Museums und des Museum Ludwig e.V., vom Kuratorium Wallraf-Richartz-Museum und Museum Ludwig e.V. sowie vom Stifterrat Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud e.V., Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 4 II. LAGE DES MUSEUMS IM WIRTSCHAFTSJAHR 2019 1. Aktivitäten des Museums im Wirtschaftsjahr 2019 Erwerbe In 2019 erhielt die Gemäldegalerie des Museums 2 sowie die Graphische Sammlung 1 weitere Dauer- leihgabe. Für die Graphische Sammlung wurden 9 Exponate und für die Gemäldegalerie 1 Werk käuflich erworben. Zudem erhielt die Graphische Sammlung 1 Objekt und die Gemäldegalerie 7 Objekte per Schenkung übertragen. Konservierung und Restaurierung Zur Vor- und Nachbereitung von Ausleihungen und Neupräsentationen fanden an insgesamt 41 Gemäl- den Zustandserfassungen und konservatorische bzw. restauratorische Maßnahmen statt. Im Bereich der Graphischen Sammlung konnten in 2019 insgesamt 216 Werke bearbeitet werden. An 187 Werken wur- den im Vorfeld hauseigener Ausstellungsprojekte technologische Untersuchungen sowie restauratorische und konservatorische Maßnahmen durchgeführt. 20 Exponate wurden als ausgehende Leihgaben kon- servatorisch vorbereitet und betreut. Für 9 Neuzugänge wurden Zustandsberichte angefertigt sowie klei- nere 'konservatorische Maßnahmen durchgeführt. 21 weitere Werke aus der Graphischen Sammlung wurden restauriert. Forschung Fortgesetzt werden konnte auch in 2019 die Kooperation im DFG-Forschungsnetzwerk zu „Zeichnungen in Hell und Dunkel auf farbig grundierten Papieren im oberdeutschen Raum um 1500“ an der Universität Stuttgart. Im Februar 2019 fand hierzu ein Workshop im Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel statt. Sonderausstellungen und Projekte Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud präsentierte im Wirtschaftsjahr 2019: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 5 « "Es war einmal in Amerika - 300 Jahre US-amerikanische Kunst” 23.11.2018 - 24.3.2019 » “Inside Rembrandt — 1606-1669” 1.11.2019 - 2.3.2020 « _ „Schatten im Blick?" - Graphisches Kabinett 28.9.2018 - 13.1.2019 «. „Der Wolf - Zwischen Mythos und Märchen“ - Graphisches Kabinett 1.2.2019 — 28.4.2019 « „Wir Glauben Kunst - Meisterwerke der Kölner Jesuiten-Sammlung“ - Graphisches Kabinett 24.5.2019 - 18.8.2019 « „Rembrandts graphische Welt“ - Graphisches Kabinett 4.10.2019 - 12.1.2020 « „Der Amsterdam Machsor — Ein Schatz kehrt heim“ - Ständige Sammlung/Barockabteilung 13.9.2019 - 12.1.2020. Erweiterungsbau Auch in 2019 wurde die Vorbereitung zur Realisierung des Erweiterungsbaus für das Wallraf-Richartz- Museum & Fondation Corboud fortgesetzt. Mit Beschluss vom 11.7.2017 hatte der Rat der Stadt Köln die Verwaltung beauftragt, den Erweiterungsbau mit Verbindungsbauwerk und die Blockrandbebauung in eigener Realisierung zu planen und zu errichten. Im Rahmen der Blockrandbebauung an der Martin- straße und am Steinweg sollten dabei repräsentative und technisch geeignete Verwaltungs- und Konfe- renz-Räumlichkeiten mit vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, Gemäß er- gänzendem Ratsbeschluss vom 4.4.2019 sollte die Planung an einen Generalplaner übertragen werden. In der Folge wurde von der Stadt Köln dieses Mandat an das Büro Christ & Gantenbein AG, die im Architektenwettbewerb von 2013 siegreichen Architekten aus Basel, vergeben; das Büro Drees & Som- mer Schweiz AG agiert als Sub-Generalplaner des Projekts. Am 26.9.2019 wurde als Nutzungskonzept für die zukünftige Blockrandbebauung festgelegt, wonach das Gebäude Martinstraße als „Gemeinschafts- haus“ und das Gebäude am Steinweg als „Arbeits- und Büroheimat“ konzipiert werden. Auf Grundlage dieses Beschlusses konnten auch die wichtigsten terminlichen Meilensteine durch die Generalplaner kon- kretisiert werden. Nach intensiven Gesprächen mit der Stadt Köln, den Architekten Christ & Gantenbein, der Fondation Corboud und dem Stifterrat Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud e.V. haben sich im November 2019 alle Beteiligten schriftlich auf ein "Gemeinsames Verständnis" zum weiteren Vorgehen bei der Realisierung des Erweiterungsbaus und der Randbebauung verständigt. Der in diesem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 6 Papier fixierte Zeitplan sieht vor, dass eine Ratsentscheidung zum Baubeschluss über den eigentlichen Erweiterungsbau bis zur Sommerpause 2020 von der Stadtverwaltung herbeigeführt werden soll. Besucherstatistik Anzahl Veränderung absolut 2018 Einzelticket Ständige Sammlung Kombiticket Ständige Sammlung / Sonderausstellung Welcome Cards Jahreskarten Museurs Cards i Familienticket 2| +3.348| +164,8 1 Zahlende Besucher 136.957[ 82.449| +54.508 +66,1 Freie Besucher 57.503] 46.731] +10.772 +23,1 194.460| 120.180| +65.280L _+50,5 Die Besucher verteilten sich auf die Ständige Sammlung und die Sonderausstellungen wie folgt: Anzahl 2019 Zahlende Besucher 136.957 Freie Besucher 57.503 Besucher Ständige Sammlung insgesamt 194.460 ‚Anzahl 2019 Anzahl 2018 Zahlende Besucher 118.124 58.313 Freie Besucher 39.835 18.256 Besucher Sonderausstellungen insgesamt 157.959 76.569 Die besonders frequentierten Sonderausstellungen „Es war einmal in Amerika“, „Wir Glauben Kunst“ und „Inside Rembrandt" führten zu folgenden Besucherzahlen: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 7 Ausstellungs- termin Anzahl 2019 Zahlende Besucher Freie Besucher 23.11.2018 - 24.03.2019 Besucher Sonderausstellung "Amerika" Zahlende Besucher Freie Besucher 24.05.2019 - 18.08.2019 Besucher Sonderausstellung "Wir Glauben Kunst" Zahlende Besucher Besucher Sonderausstellung "Inside Rembrandt" | R Zum 23. Museumsfest im Mai 2019 erschienen 854 Gäste (im Vorjahr 1.237), zur 19. Museumsnacht Köln im November 2019 kamen 4.535 Besucher ins Museum (im Vorjahr 4.178). 2. Wirtschaftliche Lage des Museums im Wirtschaftsjahr 2019 Ertragslage / Vergleich mit dem Wirtschaftsplan Im Vergleich mit dem Wirtschaftsplan stellt sich das Wirtschaftsjahr 2019 wie folgt dar: 4.675 4.958 283 1.494 1.775 281 18 59 al Zuwendungen und allgemeine Umlagen Privatrechtliche Leistungsentgelte Kostenerstattungen und Kostenumlagen Sonstige ordentliche Erträge 0 1 1 Ordentliche Erträge 6.187 6.733l _____60o6l Personalaufwendungen ‚Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Bilanzielle Abschreibungen Transferaufwendungen Sonstige ordentliche Aufwendungen „57 1 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 8 Gegenüber der Planung, die einen Verlust in Höhe von TEUR 644 prognostizierte, wurde das Wirtschafts- jahr 2019 vom Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud mit einem Fehlbetrag von TEUR 788 ab- geschlossen. Im Vergleich zu den Planansätzen des am 26.9.2019 festgestellten Wirtschaftsplans 2019 fiel der städ- tische Betriebskostenzuschuss plangemäß aus. Die geplanten Erträge aus Sponsoring und Fördergeldern konnten um TEUR 102 bzw. TEUR 190 überschritten werden. Damit lagen die Zuwendungen und allge- meinen Umlagen um TEUR 283 bzw. 6,1% höher als erwartet. Auch bei den privatrechtlichen Leistungs- entgelten konnten die Planansätze um TEUR 281 bzw. 18,8% überschritten werden, was vor allem auf höhere Erlöse aus dem Ausstellungsbereich (TEUR +127 bzw. +15,0%), der Ständigen Sammlung (TEUR +78 bzw. +20,0%) sowie den Mieten und Pachten (TEUR +45 bzw. +39,3%) zurückzuführen ist. Die geplanten Erträge für 2019 wurden damit insgesamt um TEUR 606 (+9,8%) überschritten. Die ordentlichen Aufwendungen des Museums entwickelten sich in 2019 gegenüber den budgetierten Ansätzen wie folgt: Unterhaltung Grundstück und Gebäude Unterhaltung bewegliches Anlagevermögen Bewirtschaftung Grundstücke und Gebäude Kostenerstattungen Sonstige Sachleistungen Sonstige Dienstleistungen Bewachung EDV-Fremdleistungen Transporte Rechts- und Beratungskosten / Prüfungskosten Ausstellungen und Projekte Sonstige Transferaufwendungen Sonstige Personal- und Versorgungsaufwendungen Inanspruchnahme von Rechten und Diensten Geschäftsaufwendungen Versicherungen und Wertkorrekturen Betriebliche Steueraufwendungen 0 0 +0 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 9 Die Personalkosten betrugen bezogen auf die Gesamterträge des Museums in 2019 rd. 23,6%. Die Kos- ten setzen sich wie folgt zusammen: Dienstaufwendungen Beiträge zu Versorgungskassen Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung Beihilfen und Unterstützungsleistungen Zuführungen zu Pensionsrückstellungen Zuführungen zu Beihilferückstellungen Zuführungen zu sonstigen Personalrückstellungen Die Personalstatistik weist für 2019 folgende Daten aus: Jahres- 31.03.2019) 30.06.2019] 30.09.2019 | 31.12.2019 | durch- schnitt Sollbestand Stellenplan Beamte 19,0 19,0 19,0 19,0 19,0 Besetzte Stellen Beamte Beschäftigte (TVöD) 15,7 14,7 14,7 16,2 15,3 Beschäftig 90 0,0 0,0 0,0 0,0 I BD wa a 202] 193] Die Personalaufwendungen 2019 unterschritten die geplanten Aufwendungen um TEUR 166, was im Wesentlichen auf gegenüber der Planung verminderte Dienstaufwendungen sowie einen damit verbun- denen Rückgang der Sozialabgaben, Vorsorge- und Unterstützungsleistungen (insgesamt TEUR -155 bzw. -9,8%) zurückzuführen ist. Dagegen erhöhten sich die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen gegenüber der Planung um TEUR 1.012 bzw. 26,0%. Dies ist vor allem Folge der höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden und geplanten Unterhaltungs- und Instandhaltungsmaßnahmen am Museumsgebäude (TEUR +340). Des Weiteren wurden hier die Planansätze der Kosten für die durchgeführten Ausstellun- gen und Projekte um TEUR 707 bzw. 43,4% überschritten. Auch die Kosten zur Unterhaltung der be- weglichen Anlagegüter sowie die Bewirtschaftungskosten fielen gegenüber dem Wirtschaftsplan um Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 10 TEUR 35 (+14,0%) bzw. TEUR 67 (+11,2%) höher aus, letztere vor allem als Folge gestiegener Ener- giekosten (TEUR +55 bzw. +12,8%). Im Bereich der sonstigen ordentlichen Aufwendungen waren im Wesentlichen die geringeren Versicherungsbeiträge (TEUR -48 bzw. -31,9%) auffällig. Insgesamt lagen damit die beim Museum angefallenen ordentlichen Aufwendungen um TEUR 750 (+11,0%) über den kalkulierten Kostenansätzen. Die in 2019 vom Museum durchgeführten Sonderausstellungen und Projekte führten erneut zu einem Fehlbetrag, der sich wie folgt entwickelte: Eintrittsgelder Verkaufserlöse Audioguides, Headsets, Führungen Ausstellungs-/Leihgebühren, Kostenerstattungen Zuwendungen/Zuschüsse, Sponsoring irekte Erträge Zusatzpersonal Katalog Bewachung Transport Didaktik Werbung/Öffentlichkeitsarbeit Architektur Versicherung Sonstiges . [Direkte Aufwendungen Ergebnis aus direkten Erträgen und Aufwendungen D Verwendung zweckgebundener Einnahmen noch nicht verbrauchte städtische Zuwendungsmittel aus Vorj. städtischer Sonderausstellungsetat 2019 davon zweckentsprechend verwendet in 2019: Mittel Sonderausstellungsetat 2019 = noch nicht verbrauchte Zuwendungsmittel 31.12.2019 = verbrauchte Zuwendungsmittel 2019 I 0 | 9 Ergebnis Ausstellungs- / Projektbereich | |] sl Bezogen auf die einzelnen Sonderausstellungen verteilten sich die Erträge und Aufwendungen wie folgt: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 11 Direkte Direkte Sonderausstellung / Projekt Erträge Aufw. Ergebnis TEUR Sonderausstellung "Amerika" 1.005 1.502 -497 Sonderausstellung "Inside Rembrandt" 782 -196 Sonderausstellung "Wir glauben Kunst" 63 20 Sonstige Sonderauststellungen und Projekte 39 47 -8 Ergebnis vor Verwendung der Zuwendungsmittel 1.713 -681 Zweckentsprechende Verwendung der Zuwendungsmittel 200 [} 200) Ergebnis -48 Ertragslage / Vergleich mit dem Vorjahr Im Vergleich zum Vorjahr stellt sich das Wirtschaftsjahr 2019 wie folgt dar: Zuwendungen und allgemeine Umlagen 4.958 5.143 -185 Privatrechtliche Leistungsentgelte 1.775 1.100 675 Kostenerstattungen und Kostenumlagen Sonstige ordentliche Erträge 1 11 10 B i 60 Personalaufwendungen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Bilanzielle Abschreibungen : |Transferaufwendungen Sonstige ordentliche Aufwendungen Damen — | Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 12 Eliminiert man die Ergebnisanteile der Sonderausstellungen und Projekte, stellt sich der insoweit berei- nigte Ergebnisvergleich für den Museumsbetrieb des Wirtschaftsjahres 2019 mit dem Vorjahr wie folgt dar: Ist 2019 Ist 2018 TEUR Zuwendungen und allgemeine Umlagen 4.184 4.385 -201 Privatrechtliche Leistungsentgelte 636 567 69 Kostenerstattungen und Kostenumlagen 59 15 44 Sonstige ordentliche Erträge 1 10 9 7 97 Personalaufwendungen ; R Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Bilanzielle Abschreibungen Transferaufwendungen Sonstige ordentliche Aufwendungen 238 2 Ordentliche Aufwendungen 5.187 4.572 Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit I 0 ao Til Finanzergebnis | 0) 0) 0 Jahresergebnis Museumsbetrieb Jahresergebnis Ausstellungs-/Projektbereich Jahresergebnis gesamt Der Rückgang der Zuwendungen und allgemeinen Umlagen ist auf die deutliche Kürzung des städtischen Betriebskostenzuschusses um TEUR 321 bzw. 7,6% zurückzuführen, der nur teilweise durch Zuwächse bei den vereinnahmten Fördergeldern ausgeglichen werden konnte. Der Anstieg der Erträge aus privat- rechtlichen Leistungsentgelten (TEUR +69) ist vor allem Folge der höheren Mittel, die aus Eintrittsent- gelten (TEUR 81 bzw. +21,0%) zur Verfügung standen. Insgesamt lagen die betrieblichen Erträge des Museums in 2019 ohne den Sonderausstellungs- und Projektbereich um TEUR 97 (2,0%) unter den Vorjahreserträgen. Da sich im gleichen Zeitraum die betrieblichen Aufwendungen des Museums insge- samt um TEUR 615 bzw. 13,5% deutlich erhöhten, verschlechterte sich das Jahresergebnis des Museums für 2019 (ohne den Sonderausstellungs- und Projektbereich) gegenüber dem Vorjahr von TEUR +405 insgesamt um TEUR 712 bzw. 175,9% auf TEUR -307. Der Zuwachs bei den Aufwendungen entfällt zum einen auf gestiegene Personalaufwendungen (TEUR +118 bzw. +8,2%) vor allem als Folge höherer Dienstaufwendungen (TEUR +51 bzw. +4,9%) sowie gestiegener Rückstellungen für städtische Versorgungsverpflichtungen (TEUR +93 bzw. +190,5%). Zu- sätzlich erhöhten sich die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um TEUR 496 bzw. 24,0%. Hier Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 13 entfielen die größten Kostenzuwächse auf die deutlich gestiegenen Kosten der Unterhaltung und In- standhaltung des Museumsgebäudes (TEUR +417 bzw. +625,9%) sowie die Kosten der Unterhaltung beweglicher Vermögensgegenstände (TEUR +43 bzw. +17,8%) und der Energieversorgung (TEUR +36 bzw. +8,0%). Finanzlage Im Rahmen der Verwaltungstätigkeit des Museums reichten die laufenden Einzahlungen im Wirtschafts- jahr 2019 (TEUR 6.215) aus, um die laufenden Auszahlungen (TEUR 5.886) abzudecken, sodass sich ein finanzwirtschaftlicher Überschuss in Höhe von TEUR 329 ergab. Insgesamt wurden dabei die für 2019 geplanten Einzahlungen um TEUR 335 überschritten, während die geplanten Auszahlungen um TEUR 474 unterschritten werden konnten, so dass das finanzwirtschaftliche Ergebnis aus laufender Ver- waltungstätigkeit um TEUR 809 über dem Planergebnis (TEUR -480) lag. Für Investitionen wurden in Wirtschaftsjahr 2019 insgesamt TEUR 97 - und damit TEUR 107 weniger als geplant - verausgabt. Insgesamt hat das Museum im Wirtschaftsjahr 2019 einen Finanzmittelüberschuss in Höhe von TEUR 233 erwirtschaftet, welcher der Veränderung des Finanzmittelbestandes in der Bilanz zum 1.1.2019 (TEUR 6.700) und zum 31.12.2019 (TEUR 6.933) entspricht. Bei der Beurteilung des frei verfügbaren Liquiditätsbestands zum 31.12.2019 in Höhe von TEUR 6.042 (ohne die Mittel, die Verwendungsbewilli- gung des Stifterrates unterliegen) ist weiterhin zu berücksichtigen, dass liquiditätsbelastende Maßnah- men im Zusammenhang mit den im Rahmen der Ausgliederung von der Stadt übernommenen Instand- haltungsmaßnahmen sowie weiteren neu aufgetretenen Instandhaltungen in Höhe von rd. TEUR 497 bis Ende 2019 noch nicht durchgeführt wurden. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass die liquiden Mittelbe- stände zum Teil aus den nicht auszahlungswirksamen Abschreibungen auf das Museumsgebäude ange- spart wurden. Um hier einen Substanzverzehr zu vermeiden, müssten diese Mittel vom Museum für künftige Reinvestitionen vorgehalten werden. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 14 Vermögenslage Die Vermögenslage des Museums stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt dar: u en Veränderung TEUR _% Anlagevermögen 685.195 98, m 685.761 98, a -566 Lang- und mittelfristig gebund.Vermögenswerte Vorräte 173 227 54 -23,8 Forderungen u, sonstige Vermögensgegenstände 619 0,1 789 ; ; -170| -21,5 Flüssige Mittel 6.933 10 6.700 10 +233 +33 Kurzfristig gebundene Vermögenswerte +0,1 Rechnungsabgrenzungsposten | 232 000 31 O1 6 -19,7 "Vermögen insgesamt -0,1 Kapital Stammkapital 25 25 0,0 +0,0 Allgemeine Rücklage 86.076 12,4 86.076 12,4 +0,0 Gewinnvortrag 2.059 2.432 0,4 -15,3 Jahresüberschuss -373__-0,1 -415] >+100,0 Eigenkapital -0,9 Sonderposten Investitionszuschüsse -0,0 Sonderposten -0,0 Rückstellungen 1.098 0,3 1.034 0,1 +6,2 Verbindlichkeiten 1.762 0,3 957 0,2 +805| +84,1 „ Kurzfristiges Fremdkapital +43,6 Rechnungsabgrenzungsposten Kapital insgesamt 148 0,0 597 01] 49] 693.202 100,01 693.828 100,0] _ -626| Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag eine Eigenkapitalquote! von 99,6% (im Vorjahr 99,6%), einen Verschuldungsgrad? von 0,4% (im Vorjahr 0,4%) sowie einen Anlagedeckungsgrad? von 100,7% (zum 31.12.2018 100,8%). Die Investitionsquote? lag (infolge des hohen Buchwertes der Kunst- bestände im Rahmen des Anlagevermögens) im Wirtschaftsjahr 2019 unverändert bei 0,02 % (in 2018 0,01%). Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Bilanzsumme Rückstellungen und Verbindlichkeiten / Bilanzsumme Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum 1.1.2019 zune Wallraf-Richartz-M useum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 15 III. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES MUSEUMS / RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Vor dem Hintergrund der infolge der Corona-Pandemie zunächst vorübergehend angeordneten Schlie- Bung des Museums hat der Rat der Stadt Köln am 18.6.2020 den Wirtschaftsplan für 2020 beschlossen. Auf der Grundlage dieser Planung zeichnet sich für dieses Wirtschaftsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 945 ab. Die geplante Ertragslage 2020 stellt sich dabei im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: | vazıs | Anzo | au | Ist 2019 | Plan 2020 | chung | TEUR | TEUR | TEUR | 4.958 1.775) Zuwendungen und allgemeine Umlagen Privatrechtliche Leistungsentgelte Kostenerstattungen und Kostenumlagen Sonstige ordentliche Erträge Ordentliche Erträge Personalaufwendungen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Bilanzielle Abschreibungen Transferaufwendungen Sonstige ordentliche Aufwendungen Ordentliche Aufwendungen En = 42 Ordentliches Ergebnis a em — der laufenden Verwaltungstätigkeit [Außerordentliches Ergebnis DD | Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit = Jahresergebnis -788 -945 -157 Der Plan berücksichtigt für 2020 u.a. folgende Sonderausstellungen und Projekte: « „Inside Rembrandt — 1606-1669" 1.11.2019 - 1.3.2020 «. „Bon Voyage, Signac! - Eine impressionistische Reise durch die eigene Sammlung“ 2.10.2020 - 31.1.2021 (coronabedingt verschoben auf den 5.3.2021 - 27.6.2021) « „Amor ist ewig — Trilogie I - Liebeslektüre zur Rubenszeit" - Graphisches Kabinett 14.2.2020 - 24.5.2020 « „Liebe am Abgrund - Trilogie II — Edvard Munch, Max Klinger und das Drama der Geschlechter" Graphisches Kabinett - 19.2.2020 — 20.9.2020 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln 6.11.2020 - 7.2.2021 Sammlungspräsentation - 27.3.2020 — 28.2.2021 „Carlo Carlone - Ölskizzen aus der Zeit des Rokoko“ 27.3.2020 - 2.8.2020. „Poesie der See - Niederländische Marinemalerei aus dem 17. Jahrhundert" Anlage II, Seite 16 „Liebe, Macht & Ohnmacht - Trilogie III - Judit, Delilah & Co“ - Graphisches Kabinett Für den Ausstellungs- und Projektbereich wird dabei ein Überschuss geplant, der sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickeln soll: Zuwendungen und allgemeine Umlagen Privatrechtliche Leistungsentgelte Kostenerstattungen und Kostenumlagen 775 25 1.138 733 0 0 0 0 Personalaufwendungen 51 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2.339 sonstige Aufwendungen 4 24 525 5 Ist 2019 Plan 2020 chung TEUR TEUR +0 Sonstige ordentliche Erträge +0 Ordentliche Erträge 1.913 -1.155 -1.814 +1 i . Jahresergebnis Ausstellungs-/Projektbereich 27 Die für 2020 für den Projekt- und Ausstellungsbereich gewährten städtischen Zuschussmittel in Höhe von TEUR 200 würden dementsprechend in diesem Jahr nicht benötigt und damit zur Mitfinanzierung künftiger Sonderausstellungen herangezogen. Der um die Erträge und Aufwendungen des Sonderausstellungs- und Projektbereichs bereinigte Vergleich des Wirtschaftsplans 2020 mit dem Ist-Ergebnis 2019 stellt sich wie folgt dar: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 17 Ist 2019 | Plan 2020 | chung Zuwendungen und allgemeine Umlagen 4.184 Privatrechtliche Leistungsentgelte 636 Kostenerstattungen und Kostenumlagen 59 Sonstige ordentliche Erträge 1 Personalaufwendungen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Bilanzielle Abschreibungen Transferaufwendungen Sonstige ordentliche Aufwendungen Ordentliche Aufwendungen I ol 307 außerordentliches Ergebnis | 0 Jahresergebnis Museumsbetrieb Jahresergebnis Ausstellungs-/Projektbereich Jahresergebnis gesamt Auf der Grundlage der Plandaten für 2020 ist im Bereich der Zuwendungen und allgemeinen Umlagen ein Ertragsrückgang um TEUR 151 zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf eine Verminderung der Fördergelder (TEUR -130) zurückzuführen ist. Im Bereich der privatrechtlichen Leistungsentgelte (TEUR -77) geht das Museum insbesondere von einem Rückgang der Mieterträge aus (TEUR -55). Ins- gesamt liegen damit die für 2020 geplanten ordentlichen Erträge des Museumsbetriebs um rd. TEUR 274 unter dem Ertragsniveau des Vorjahres. Im Bereich der Aufwendungen wird mit einer Erhöhung der Personalaufwendungen um TEUR 256 ge- rechnet, die in Höhe von rd. TEUR 226 auf höhere Dienstaufwendungen zurückzuführen ist, Bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen entfällt der Kostenzuwachs (TEUR +268) insbesondere auf die stark gestiegenen Unterhaltungskosten der technischen Anlagen und Geräte der Betriebsausstat- tung (TEUR +332) sowie Kostensteigerungen bei den Bewirtschaftungskosten (TEUR +41), den EDV- Fremdleistungen (TEUR +30) und den Transportkosten (TEUR +74). Diesen stehen im Wesentlichen geplante Einsparungen bei den Kosten des Gebäudeunterhalts (TEUR -178) und der Bewachung (TEUR -42) gegenüber. Insgesamt würden damit die ordentlichen Aufwendungen des Museumsbetriebs deutlich (TEUR +568 bzw. +10,9%) über den Vorjahresaufwendungen liegen. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 18 Bei einem kalkulierten Jahresergebnis 2020 im Museumsbetrieb in Höhe von TEUR -1.149 rechnet die Betriebsleitung des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud nach Einbezug des Überschusses aus dem Ausstellungs- und Projektbereich (TEUR +204) infolgedessen mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 945. Bei Realisierung dieses Verlustes würde der per 31.12.2019 verbliebene Gewinn- vortrag in Höhe von TEUR 1.271 bis auf TEUR 326 aufgezehrt. Auch bei der Finanzplanung 2020 geht die Betriebsleitung entsprechend der Ergebnisentwicklung von einer deutlichen Reduzierung des Finanzmittelbestands um rd. TEUR 495 aus, die sich zum einen aus dem finanziellen Defizit aus laufender Verwaltungstätigkeit (TEUR -393) und zum anderen aus dem Ne- gativsaldo der geplanten Investitionstätigkeit (TEUR -102) ergibt. Die für 2020 geplanten Investitionen sollen auf die Anschaffung von Kunstwerken mit TEUR 15, den Kauf betriebstechnischer Geräte (TEUR 16) sowie Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Software) des Museums (TEUR 71) entfallen, Zu beachten ist bei dieser Ergebnis- und Finanzplanung, dass Einnahmeausfälle als Folge der Museums- schließungen wegen der Corona-Pandemie noch nicht berücksichtigt sind. Der Ende August 2020 dem Betriebsausschuss des Museums vorgelegte Quartalsbericht für das 2. Quar- tal 2020 weist für 2020 ein hochgerechnetes Defizit von TEUR 1.192 aus. Dies würde gegenüber dem Wirtschaftsplan 2020 eine Verschlechterung um TEUR 247 zur Folge haben. Während danach die für 2020 erwarteten Erträge die Planansätze um rd. TEUR 241 unterschreiten, liegen die Aufwendungen in etwa auf dem Planungsniveau. Die reduzierten Erträge sind zum großen Teil Folge der Corona-Krise, durch welche das Museum gezwungen war, vom 14.3.2020 bis zum 5.5.2020 zu schließen. Die zunächst für den Zeitraum 2.10.2020 bis 31.1.2021 geplante Ausstellung „Bon Voyage, Signac“ wurde Corona bedingt verschoben und soll nun vom 5.3.2021 bis 27.6.2021 stattfinden. Für die nähere Zukunft werden wegen der nach wie vor bestehenden Kürzung des Betriebskostenzu- schusses, der nicht kompensierten Belastung des Museums mit den Kosten für die städtischen Muse- umshandwerker und die Betreuung durch die Gebäudewirtschaft sowie der erwarteten, baulich unab- weisbaren erheblichen Sanierungsmaßnahmen an der Immobilie Obenmarspforten deutlich negative Jahresergebnisse prognostiziert (2021: TEUR -1.818, 2022: TEUR -755, 2023: TEUR --852 und 2024: TEUR -896). Hinzu kommen die derzeit noch nicht kalkulierbaren Einnahmeausfälle infolge der Corona- Pandemie. Dadurch besteht zwar noch keine existenzielle Gefährdung der Vermögens- und Finanzlage des Museums, da das Museum - vor allem wegen der von der Stadt übertragenen hochwertigen Kunst- bestände - über ein recht hohes Eigenkapital (per 31.12.2019 TEUR 87.372) und zusätzlich über eine Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 19 gute Liquiditätsausstattung verfügt (per 31.12.2019 TEUR 6.042; ohne liquide Mittel, die an die Verwen- dungsbewilligung des Stifterrats gebunden sind). Die für die nächsten Jahre geplanten Defizite führen aber dazu, dass mittelfristig die notwendigen liquiden Mittel für Instandhaltungsmaßnahmen und Ersatz- beschaffungen fehlen. Die Betriebsleitung weist deshalb nachdrücklich darauf hin, dass weitere Einspar- maßnahmen dort an ihre Grenzen stoßen, wo sie eine substanzielle Gefährdung des Museumsauftrags zur Folge hätten. Nach Vorlage des Jahresabschlusses für 2019 und einer ersten Prognose der voraus- sichtlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Ertragslage 2020/2021 soll deshalb mit der Käm- merei abgestimmt werden, ob insoweit eine Anpassung des Betriebskostenzuschusses erfolgen kann, um den Mehrbelastungen entgegenzuwirken. Im Rahmen des Projekts der Erweiterung des Museums hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 18.6.2020 den Baubeschluss zur Erweiterung des Museums sowie zur Realisierung der Blockrandbebau- ung an der Martinstraße und am Steinweg gefasst. Die Verwaltung kann nun die weiteren Planungs- schritte fortsetzen und anschließend mit dem Bau beginnen. Geplant werden ein Erweiterungsneubau inklusive eines Verbindungsbauwerks mit insgesamt rund 3.800m2?, bauliche Anpassungen im jetzigen Museumsgebäude auf dem Grundstück Obenmarspforten sowie eine Blockrandbebauung. Die Blockrand- bebauung neben dem am Martinsplatz geplanten Erweiterungsbau für das Museum soll mit zwei vonei- nander getrennten Baukörpern entlang von Martinstraße und Steinweg realisiert werden. Beide Gebäude werden später über eine Nutzfläche von rund 2.600 m? verfügen. Die beiden Bauten sollen durch einen gemeinsamen Innenhof miteinander verbunden werden. Ihre Nutzung wurde in einem mehrstufigen Prozess entwickelt. Die derzeit ermittelten Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 76,1 Mio. EUR, zu- züglich eines ermittelten Risikobudgets von rund 19 Mio. EUR. Der Terminplan sieht einen Baubeginn im 2. Halbjahr 2022 und die Inbetriebnahme der Gebäude voraussichtlich in 2025 vor. Der Zeitplan kann sich nach hinten schieben, wenn aufgrund von Verzögerungen bei einem noch vorzunehmenden Grund- stückserwerb Teile der Planung angepasst werden müssen. Vor dem Hintergrund des im Zeitpunkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert grassierenden Corona-Virus müssen auf der Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Bundes vom 30.10.2020 alle städtischen Museen erneut ab dem 2.11.2020 zunächst bis einschließlich 30.11.2020 schließen. Alle Veranstaltungen in den Museen für diesen Zeitraum werden abgesagt und der Publikums- betrieb eingestellt, Diese Maßnahme sowie die seitens der Stadt am 25.3.2020 erlassenen Regelungen zur Haushaltsbewirtschaftung in der Corona-Krise, die bis auf Weiteres gelten sollen, werden auch die Planungen des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und dessen erwartete Jahresergebnisse erheblich beeinträchtigen. Eine Aussage über konkrete Umfänge dieser Beeinträchtigungen ist zum jet- zigen: Zeitpunkt nicht möglich, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 20 Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 2018, aber vor Verfassung dieses Lageberichts eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen. Köln, den 31. Oktober 2020 gez. Susann& Laugwitz-Aulbach gez. Dr.Marcus Dekiert 1. Betriebsleiterin AKulturdezernentin geschäftsführender Betriebsleiter / Museumsdirektor
Anlage 3 - Bericht Wirtschaftsprüfung
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Anlage III dhpg BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln, Köln, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln, Köln, —- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Ergebnisrechnung und der Finanzre- chung für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, ein- schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus ha- ben wir den Lagebericht des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse . entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i.V.m. den einschlägigen Vor- schriften der Kommunalhaushaltsverordnung NRW und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragsage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 31. De- zember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und . vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vor- schriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. In allen wesentli- chen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vor- schriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i.V.m. den einschlä- gigen Vorschriften der Kommunalhaushaltsverordnung NRW und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß $ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in entsprechender Überein- stimmung mit $ 317 HGB und mit $ 106 der Gemeindeordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen a.F. i.V.m. Artikel 10 Abs. 1 des 2. NKF-Weiterentwicklungsgesetzes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Ver- antwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unse- res Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der eigenbetriebsähnlichen Einrich- tung unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vor- schriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anfor- derungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebe- richt zu dienen. A member of Nexia 1 International dhpg Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Betriebsausschusses für den Jahresab- schluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vor- schriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i.V.m. den einschlägigen Vorschriften der Kommunalhaushaltsverordnung NRW in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buch- führung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fä- higkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Tätigkeit der Einrichtung zu beurtei- len. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Tätigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Tätigkeit der Einrichtung zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der ins- gesamt ein unter der Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresab- schluss in Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nord- rhein-Westfalen i.V.m. den einschlägigen Vorschriften der Kommunalhaushaltsverordnung NRW ent- spricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als not- wendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i.V.m. den einschlägigen Vor- schriften der Kommunalhaushaltsverordnung NRW zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Betriebsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagebe- richts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Gan- zes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i.V.m. den einschlä- gigen Vorschriften der Kommunalhaushaltsverordnung NRW entspricht und die Chancen und Risiken A member of Nexia 2 International dhpg der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der un- sere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in ent- sprechender Übereinstimmung mit $ 317 HGB und mit $ 106 der Gemeindeordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen a.F. i.V.m. Artikel 10 Abs. 1 des 2. NKF-Weiterentwicklungsgesetzes NRW unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ord- nungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets auf- deckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insge- samt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhal- tung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsichtigter — falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshand- lungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass we- sentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtig- keiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständig- keiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, e gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnah- men, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der eigenbetriebsähn- lichen Einrichtung abzugeben. « beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs- legungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten ge- schätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. « ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern an- gewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Tätigkeit der Einrichtung sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammen- hang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Tätigkeit der Einrichtung aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungs- urteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gege- benheiten können jedoch dazu führen, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ihre Tätigkeit der Einrichtung nicht mehr fortführen kann. « beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließ- lich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Er- A member of &Nexia 3 International dhpg eignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ord- nungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhält- nissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. ®e beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentspre- chung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. « führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorien- tierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise voll- ziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertre- tern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zu- kunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Köln, den 22. Dezember 2020 dhpg Dr. Harzem & Partner mbB ER ERZEM &R Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ELTERN Steuerberatungsgesellschaft RETTET S \ WIRTSCHAFTS- PRÜFUNGS- GESELLSCHAFT - ‚$a—ar Räiner Depka Asträ Stönner Wirtschaftsprüfer Wirts£haftsprüferin A member of
Anlage 1 - Jahresabschluss 2019
27510 Zeichen
sw 098°278°E69 SB ZST'L6S 90 81/'956 68’S9E 22 LS'ZSE'6L8 [00’0£8°265 [00‘0b0’ Tr [00'982'620°£09 PT’SEZ’09T'88 ZI vRE'Zze- [4:4 3:74743 74 db'S68’5L0'98 00’000'S7 ana SIOZ'ZT'TE Tales ’I abeiuy BT LBE'ZOT'E69 er | 988°ZbT ETISEZ ZT | 9T’0EE’'9S 20'506’S02'T 00’0F7’26r 00'999°778°709 ZE'TTB'TZE'ZB ZB’Ezv’88z- 0L’6EE'650°7 br’568'520'98 [00‘000°52 [vn | | _6rozere | usjsodssunzus4ßgesbunuyaay uayayyaııpuiquay abNsuoS "Z uabunJsI37 pun usßun4ajar] sne uayayyaupurgsaa "T usyayyaıpulgiaa 9 pun 5 'sqy ZE 8 ypeu usbunaspnYy abnsuos "7 uaßunjlagsyPnısbunyeypuegsuf 'T uabunjjaIsy>nd uabguusaaßejuy wunz SSSNyISNZSUONNSaAU] In} uaJsodıapuos uaJsodıapuos benaqyaysauyer Besporuumag Sbepyany Burwaßlıy eyudeywweIs 1eyıdeyuaßıg Sb 098°278'€69 [29272773 TI'ZESTST [E6 TSB'9TZ'Z IL pbS'SQ// 20 286’002'9 75 SBTz’EE6'9 jog’gee 68. 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JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019 ERGEBNISRECHNUNG Ist 1.1. - . Abweichung 31.12.18 „12 / 1st 31.12.19 [ EUR | Steuern und ähnliche Abgaben 0,00 + Zuwendungen und allgemeine Umlagen 5.143.285,06 +283.890,55 + Sonstige Transfererträge +0,00 + Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte +0,00 + Privatrechtliche Leistungsentgelte +280.890,90 + Kostenerstattungen und Kostenumlagen + Sonstige ordentliche Erträge + Aktivierte Eigenleistungen 9 _| +/- Bestandsveränderungen 0,00 0,00 0,00 +0,00 = _Ordentliche Erträge 6.273.923,90 6.186.609,00| 6.793.071,41 +606.462,41 11 - Personalaufwendungen 1.546.246,57 1.771.475,00| 1.605.797,19 12 - Versorgungsaufwendungen 0,00 0,00 0,00 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 4.035.010,35 3.891.649,00| 4.904.470,54 14 - Bilanzielle Abschreibungen 707.520,23 728.095,00 702.980,26 15 - Transferaufwendungen 118.155,41 140.000,00 124.935,33 -__Sonstige ordentliche Aufwendungen 239.935,46 299.482,00 243.311,91 646.868,02 ‚170,09 = __Ordentliche Aufwendungen 6. 6.830.701,00| 7.581.495,23 +750.794,23 = Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit = Zeilen 10 und 17 -644.092,00|) -788.423,82] -144.331,82 n Demalın -__Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 0,00 0,00 u = Zeilen 19 und 20 osnau>2zwnH fur a Tanne = Zeilen 18 und 21} 72.944,12 Außerordentliche Aufwendungen (= Zeilen 23 und 24 = Zeilen 22 und 25 Aufgrund von Null-Beträgen wird auf die Spaltendarstellung von "davon Ermächtigungsübertragungen aus dem Vorjahr" und "Ermächtigungsübertragungen in das Folgejahr" verzichtet. 23 24 DD m Anlage I, Seite 3 WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD DER STADT KÖLN JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019 FINANZRECHNUNG Plan / Ist 31.12.19 Steuern und ähnliche Abgaben + Zuwendungen und allgemeine Umlagen + Sonstige Transfererträge + _Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte + Privatrechtliche Leistungsentgelte + Kostenerstattungen und Kostenumlagen + Sonstige Einzahlungen + _Zinsen und sonstige Finanzeinzahlungen 0 0,00 = __Einzahlungen aus Ifd. Verwaltungstätigkeit 6.039.033,04 5.879.909,00) - Personalauszahlungen 1.604.917,19 +17.586,19 - Versorgungsauszahlungen 0,00 +0,00 - Auszahlungen für Sach- und Dienstleistungen 479. 332. 3,914.740,92 -417.948,08 - Zinsen und sonstige Finanzauszahlungen 0,00 +0,00 - Transferauszahlungen h N 124.935,33 - Sonstige Auszahlungen 241.232,91 58.249,09) = Auszahlungen aus Ifd. Verwaltungstätigkeit 6.485.388,17 6.359.502,00) 5.885.826,35 -473.675,65 = Zeilen 9 und 16) -479.593,00 329.497,28 +809.090,28 + Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen + Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlg. + Einzahlungen aus der Veräußerung von Finanzanlg. 0,00 + Einzahlungen aus Beiträgen und Entgelten + __Sonstige Investitionseinzahlungen 0,00 =_ Einzahlungen aus Investitionstätigkeit Auszahlungen für Erwerb Grundstücke /Gebäude Auszahlungen für Baumaßnahmen Auszahlungen für Kunstgegenstände Auszahlungen für Erwerb bewegl. Anlageverm. Auszahlungen für Erwerb Finanzanlagen Auszahlungen v. aktivierbaren Zuwendungen 0, Sonstige Investitionsauszahlungen 0, 6 esausuns 00 , 0,00 N) +0,00 | __ 52.509,23 _204.300,00 -107.601,17 +0,00 -49.209,23 -204.300,00 -96.698,83 +107.601,17 -495.564,36 -683.893,00 232.798,45 +916.691,45 0,00 3 - _Tilgung und Gewährung von Darlehen 0,00 0,00 +0,00 =_Saldo aus Finanzierungstätigkeit I ool 000 -495.564,36 -683.893,00 232.798,45 +916.691,45 7.196.051,43 6.772.572,00 6.700.487,07 72.084,93 = Liquide Mittel vu = Zeilen 37 und 38) 6.700.487,07 .088.679,00| 6.933.285,52 +844.606,52 Aufgrund von Null-Beträgen wird auf die Spaltendarstellung von "davon Ermächtigungsübertragungen aus dem Vorjahr" und "Ermächtigungsübertragungen in das Folgejahr" verzichtet. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 4 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. JANUAR 2019 BIS 31. DEZEMBER 2019 ANHANG Der Jahresabschluss des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (im folgenden „Museum“ genannt) als eigenbetriebsähnliche Einrichtung wurde für das Wirtschaftsjahr 1.1. bis 31.12.2019 gemäß & 18 der Satzung nach der für Eigenbetriebe geltenden Sondervorschrift in $ 27 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in Verbindung mit den 88 38 ff. sowie 88 33 ff. der Kommunalhaushaltsverordnung NRW (KomHVO NRW) erstellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Ergebnisrechnung, die Finanzrechnung und den vorliegenden Anhang (8 38 Abs. 1 KomHVO NRW). I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Zum 31.12.2019 wurden die Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten und Schulden wie im Vorjahr aufgrund einer Buch- und Beleginventur inventarisiert (88 29, 30 Abs. 1 KomHVO NRW). Vor dem Hintergrund der Verpflichtung, dass trotz der Vereinfachungsregel (Buch- und Beleginven- tur) alle drei Jahre eine körperliche Bestandsaufnahme der Vermögensgegenstände zu erfolgen hat, setzte das Museum auch in 2019 auf der Grundlage der vorhandenen Inventare seine Aktivitäten fort, sämtliche Kunstbestände ausreichend zu dokumentieren. Dies erfolgte gewohnheitsgemäß in Form der Erfassung neu- er Gemälde, Skulpturen und Grafiken in den Inventarbüchern, nachdem bereits in 2013 eine körperliche Bestandsaufnahme (Inventur) des gesamten Gemälde- und Skulpturenbestands durchgeführt worden war. Alle Ergebnisse werden in einem DV-gestützten Inventarverzeichnis nach aktuellen Standorten erfasst. Im Jahr 2019 wurden 18 durch Schenkung oder Kauf erworbene Objekte im Bereich der Gemälde und Skulptu- ren sowie der Graphischen Sammlung inventarisiert. Von Mai bis Juni 2020 erfolgte erneut eine vollständige körperliche Bestandsaufnahme sämtlicher Kunstgegenstände. Auf eine Erfassung der Vermögensgegenstän- de des Anlagevermögens, deren Zeitwert EUR 60,00 (ohne Umsatzsteuer) nicht überschreiten, wurde ver- zichtet. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 5 Im Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurden die zum 1.7.2008 auf das Museum übertragenen Anlagegüter zu den fortgeführten Zeitwerten, die nach dem 1.7.2008 angeschafften Anlagegüter zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den durch Schenkung erworbenen Kunstwerken wurden die Anschaf- fungskosten sachgerecht geschätzt. Der Wertminderung der abnutzbaren Anlagegüter wurde durch planmä- Bige lineare Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grundlage einschlägiger Abschreibungstabellen geschätzt wurden. Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben (8 36 Abs. 3 KomHVO NRW). Auf die bilanzierten Kunstgegen- stände wurde keine planmäßige Abschreibung verrechnet, da insoweit kein planmäßiger Werteverzehr ein- tritt. Soweit der Erwerb des Anlagevermögens vor dem 1.7.2008 bei der Stadt und ab dem 1.7.2008 beim Muse- um bezuschusst wurde, wurde auf der Passivseite der Bilanz in entsprechender Höhe ein Sonderposten für erhaltene investive Zuwendungen bilanziert. Der Sonderposten wird in Höhe des Betrages aufgelöst, der den (anteiligen) Abschreibungen auf die bezuschussten Anlagegüter bzw. deren Restbuchwerten im Falle eines Anlagenabgangs entspricht. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Rahmen der Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksich- tigung angemessener Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (8 36 Abs. 8 KomHVO NRW) bewertet. Letzterer wird bei den Katalogbeständen teilweise aus den Verkaufspreisen abgeleitet. Die privatrechtlichen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem 31.12.2019 geleistete Ausgaben angesetzt worden, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert ausgewiesen. Die allgemeine Rücklage resultiert unverändert aus der Ausgliederung des Museums zum 1.7.2008 in eine eigenbetriebsähn- liche Einrichtung und entspricht dem damaligen Zeitwert aller nicht bezuschussten Anlagegüter sowie aller übrigen Vermögensgegenstände nach Abzug des Stammkapitals und der Schulden (Rückstellungen und Ver- bindlichkeiten) unter Berücksichtigung der Rechnungsabgrenzungsposten. Da das Museum der Stadt für die bei ihm tätigen Beamten vereinbarungsgemäß die jährlichen Zuführungs- aufwendungen aus der Dotierung der Rückstellungen für die Versorgungs- und Beihilfeverpflichtungen er- stattet und davon ausgegangen werden kann, dass diese städtischen Rückstellungen ausreichend bemessen sind und das Museum damit insoweit von künftigen Verpflichtungen freigestellt ist, sind vom Museum in diesem Zusammenhang keine Rückstellungen zu passivieren. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 6 Die Instandhaltungsrückstellungen enthalten unverändert die Kosten für eine noch ausstehende große In- standhaltungsmaßnahme sowie drei kleinere Reparaturen. Die sonstigen Rückstellungen nach 8 37 Abs. 5 und 6 KomHVO NRW enthalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtun- gen sowie drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften sind in Höhe des zu leistenden Betrages ange- setzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem 31.12.2019 eingegangene Einnahmen angesetzt worden, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände, Schulden und der Rechnungsabgrenzungspos- ten im Jahresabschluss zum 31.12.2019 entspricht damit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Vorjahres. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 1.1. bis 31.12.2019 sind dem nach- folgenden Anlagenspiegel zu entnehmen: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 7 Anschaffungskosten ' Abgang Stand 31.12.2019 EDV-Software 5 0,00 42.280,38 ‚geleistete Anzahlungen auf imma- terielle Vermögensgegenstände . 0,00) 373,068,38 0,00) 415.348,76 Immat. Vermögensgegenstände Bebaute Grundstücke Kunstgegenstände Maschinen und technische Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Abschreibungen Stand Zugang Zuschreibung Abgang Stand 31.12.2018 31.12.2019 EDV-Software 29.820,38 3.019,00 0,00 0,00 Hl geleistete Anzahlungen auf imma- 7 terielle Vermögensgegenstände 0,00 29.820,38 Bebaute Grundstücke 7.670.949,97 Kunstgegenstände 17,22 Maschinen und technische Anlagen 161.956,58 Betriebs- und Geschäftsausstattung 842.718,02 Anlagen im Bau 0,00 8.675.641,79 so — 0,0ol 0,00 _9.375.603,05 8.705.462,17 70298026 ___ ol 000l _9.408.442,43 Durchschnitt- Durchschnitt- licher Abschrei- licher Rest- bungssatz ? buchwert? EDV-Software 9.441,00 12.460,00) geleistete Anzahlungen auf imma- terielle Vermögensgegenstände 373.068,38 373.068,38 382,500] _385.520,38 Bebaute Grundstücke 27.343.468,00 76,68 Kunstgegenstände 657.190.098,85 100,00 Maschinen und technische Anlagen 11,62 Betriebs- und Geschäftsausstattung 21,69 Anlagen im Bau 684.812.800,57| _685.375.013,00 685.195.309,95| _685.760.541,38 * Bezüglich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die abnutzbaren Anlagegüter (mit Ausnahme des Gebäudes) bedingt durch die Erfassung in der Anlagenbuchhaltung mit ihren ursprünglichen Anschaf- fungs- und Herstellungskosten und den bis zum 30.6.2008 aufgelaufenen Abschreibungen in den Anlagenspiegel aufgenommen wurden. ? Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.12.2019. 3 Restbuchwerte am 31.12.2019 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.12.2019. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 8 Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände entfallen auf den zum 31.12.2019 noch unbestimmten Nutzungsvorteil des Museums im Zusammenhang mit der Übernahme der Kosten des Architektenwettbewerbs für den geplanten Erweiterungsbau des Museums, die über das Stifterratskonto des Museums finanziert wurden. Die geleisteten Zahlungen führen zu einem bilanzierungspflichtigen Nutzungs- vorteil für das Museum. Dieser ist auch werthaltig, da der Rat der Stadt Köln im Beschluss vom 28.6.2012 zugesagt hat, die verausgabten Mittel für den Fall der Nichtrealisierung des Erweiterungsbaus wieder dem Stifterratskonto des Museums zuzuführen. Der Zugang bei den Kunstgegenständen entfällt mit TEUR 21 auf gekaufte Grafiken und Zeichnungen, mit TEUR 1 auf käuflich erworbene Gemälde und Skulpturen, mit TEUR 40 auf geschenkte Gemälde und Skulptu- ren sowie in mit TEUR 1 auf geschenkte Grafiken und Zeichnungen. Im Rahmen der Betriebs- und Ge- schäftsausstattung entfallen die verschiedenen Zugänge auf betriebliche Gerätschaften (TEUR 41), Hardware (TEUR 14) sowie Geschäftsausstattung (TEUR 8). 2. Vorräte Der Aktivposten Vorräte setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2019 TEUR Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Kataloge Poster / Plakate Büromaterial sonstige Bestände Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 9 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Zusammensetzung der Forderungen ergibt sich unter Angabe der Restlaufzeiten aus dem nachfolgenden Forderungsspiegel: Stand davon davon davon Stand 31.12.2019 bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre |über 5 Jahre] 31.12.2018 BE 59.728,65 46.614,88 4661 | — 0,00 182.878,13 Privatrechtliche Forderungen gegenüber dem privaten Bereich 535.700,74 535.700,74 gegenüber dem öffentlichen Bereich Stadt Köln andere Eigenbetriebe sonstiger öffentlicher Bereich 582.315 Die privatrechtlichen Forderungen gegenüber dem öffentlichen Bereich betreffen am Bilanzstichtag: Stand 31.12.2019 Stadt Köln Museum Ludwig Kostenweiterbelastungen sonstige Ämter bzw. Dezernate Landschaftsverband Rheinland Fördergelder sonstiger öffentlicher Bereich Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 10 Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: Stand 31.12.2019 TEUR Schadensersatzanspruch Glasschaden Forderungen Mitarbeiter Darlehen debitorische Kreditoren 4. Liquide Mittel Am Bilanzstichtag 31.12.2019 verfügte das Museum über folgende Bestände an liquiden Mitteln: Stand 31.12.2019 TEUR Bankguthaben Sparkasse KölnBonn, Ifd. Konto , Sparkasse KölnBonn, Geldmarktkonto Bankguthaben SR Sparkasse KölnBonn, Ifd. Konto Sparkasse KölnBonn, Festgeldkonten Bei den Bankguthaben SR handelt es sich um Guthaben in der Inhaberschaft des Museums, die diesem vom Stifterrat Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud e.V. zugewiesen wurden. Die Verwendung der Mit- tel erfolgt grundsätzlich nur in Abstimmung mit den Förderern auf der Grundlage der Verwendungsentschei- dungen in den Sitzungen des Stifterrats, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 11 5. Aktive Rechnungsabgrenzung Folgende, für das Wirtschaftsjahr 2020 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.12.2019 als aktive Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt: Stand 31.12.2019 Wartungskosten Versicherungen Personalkosten brige 6. Eigenkapital Das Eigenkapital des Museums setzt sich am Bilanzstichtag 31.12.2019 wie folgt zusammen: 31.12.2019 TEUR Vom Rat der Stadt Köln laut Satzung zur Verfügung gestelltes Stammkapital Allgemeine Rücklage Gewinnvortrag Jahresfehlbetrag des Wirtschafts- jahres 1.1. bis 31.12.2019 Der Vortrag des Bilanzgewinns zum 31.12.2019 in Höhe von TEUR 2.059 ergibt sich aus dem Gewinnvortrag der Vorjahre 2013 bis 2017 (TEUR 2.432) abzüglich des Jahresfehlbetrages 2018 (TEUR 373). Die Verwen- dung des Jahresergebnisses 2018 hat der Rat der Stadt Köln am 10.09.2020 beschlossen. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln . Anlage I, Seite 12 7. Sonderposten für erhaltene investive Zuwendungen Der Sonderposten entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2019 wie folgt: Stand Zugang | Auflösung Stand 31.12.2018 31.12.2019 TEUR TEUR TEUR 602.823 Sonderposten für erhaltene investive Zuwendungen 8. Rückstellungen Die Entwicklung der Rückstellungen im Wirtschaftsjahr 2019 stellt sich wie folgt dar: Stand Inanspruch- | Autösuns | Zuführung 31.12.2018 nahme 31.12.2019 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Instandhaltungsrückstellungen Nachrüstung der Auffangrinnen im Bereich der Wechselausstellung Sanierung Türsysteme Reparaturen Blitzschutzanlage Sanierung ELA-Anlage sonstige Instandhaltungen Sonstige Rückstellungen nach 8 37 Abs.5/6 KomHVO NRW Personalverpflichtungen Kosten Erstellung und Prüfung Jahresabschluss ausstehende Eingangsrechnungen Die Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen betreffen Instandhaltungsmaßnahmen am Betriebs- gebäude Obenmarspforten. Die Personalverpflichtungen umfassen Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, Überstundenvergütungen, Leistungsentgelt sowie sonstige abzugrenzende Personalrisiken. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 13 9. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zum 31.12.2019 unter Angabe der Restlaufzeiten lässt sich dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel entnehmen: Stand davon davon davon Stand 31.12.2019 bis zu 1Jahr | 1-5Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2018 [EUR | EUR | EUR | EUR EUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem privaten Bereich 467.871,60 467.871,60 gegenüber dem öffentlichen Bereich Stadt Köln andere Eigenbetriebe sonstiger öffentlicher Bereich 424.661,40 788.851,97 788.851,97 24.520,10 24.520,10 6; 00 rzmoonnar| 1a om om soruzil | 1.705.905,07| 170590507] 000] __oool 879.352,57| 424.661,40 Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber dem privaten Bereich gegenüber dem öffentlichen Bereich Stadt Köln sonstiger öffentlicher Bereich 56. 30, 16 56. 330, 16 | 00 ol 7. 365, 89 1.762.235,23| 1.762.235,23 no oo 956.718,46 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 14 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem öffentlichen Bereich entfallen auf folgende städtische Dienststellen der Stadt bzw. städtische Eigenbetriebe: Stand 31.12.2019 städtische Dienststellen Personalamt Zentrale Dienste Museumsdienst der Stadt Köln Rechnungsprüfungsamt städtische Eigenbetriebe Gebäudewirtschaft ‚sonstiger öffentlicher Bereich al BE Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Kämmerei der Stadt Köln aus Umsatzsteuer (TEUR 56). 10. Passive Rechnungsabgrenzung Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für zukünftige Wirtschaftsjahre vorvereinnahm- te Erträge abgegrenzt: 31.12.2019 Zuschüsse und Fördergelder zu Ausstel- lungen und Projekten Ernst von Siemens Kunststiftung Freunde des Wallraf-Richartz-Musuem und Museum Ludwig e.V. Heinrich und Anny Nolte Stiftung Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 15 Il. ERLÄUTERUNGEN ZUR ERGEBNISRECHNUNG Die Zuwendungen und allgemeine Umlagen setzen sich wie folgt zusammen: Zuwendungen und Zuschüsse für laufende Zwecke Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Sponsoring "Tintoretto - A star was born" "Es war einmal in Amerika" Fördergelder Land NRW "Es war einmal in Amerika" Stadt Köln Kulturförderabgabe "Es war einmal in Amerika" Kunststiftung NRW "Es war einmal in Amerika" LVR - Dezernat Kultur und Landschaftliche "Wallrafs Erbe" "Inside Rembrandt" "Es war einmal in Amerika" F. Victor Rolff-Stiftung "Es war einmal in Amerika" Amerikanisches Generalkonsulat "Es war einmal in Amerika" Heinrich und Anny Nolte Stiftung "Es war einmal in Amerika" Freunde des Wallraf-Richartz-Museum "Inside Rembrandt" "Tintoretto - A star was born" Imhoff Stiftung "Es war einmal in Amerika" Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds Katalogprojekt "Wissenschaftliche Katalogisierung des "Col"-Bestandes in der Graphischen Sammlung" Irene und Sigurd Greven Stiftung "Der Wolf" - "Schatten im Blick" Sonstige Spenden Ertrage aus der Auflösung von Sonderposten aus Zuwendungen Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 16 Der vom Rat der Stadt Köln am 26.9.2019 für das Wirtschaftsjahr 2019 beschlossene Betriebskostenzu- schuss in Höhe von TEUR 3.930 wurde vollständig an das Museum ausgezahlt. Der Zuschuss schließt den zweckentsprechend verwendeten Zuschussanteil für Sonderausstellungen und Projekt aus 2019 in Höhe von TEUR 200 ein, Die privatrechtlichen Leistungsentgelte umfassen folgende Posten: Veränderung Mieten und Pachten Miete / Nebenkosten Bistro Miete / Nebenkosten Museumsshop Erträge Veranstaltungsgeschäft -22,22 Erträge aus Verkauf Kommissionen Museumsshop >+100,00 sonstige Verkaufserlöse -50,00 Sonstige privatrechtliche Leistungsentgelte Erlöse Ständige Sammlung +21,04 Erlöse Ausstellungen / Projekte Sonderausstellung "Wallrafs Erbe" -100,00 Sonderausstellung "Es war einmal in Amerika" >+100,00 Sonderausstellung "Tintoretto - A star was born" -100,00 Sonderausstellung "Inside Rembrandt" Sonderausstellung "Jesuiten-Sammlung" . Audioguides / Führungen >+100,00 Ausstellungsgebühren The Hankook Ilbo Cultural Project Center, Korea / Hata Stichting Foundation, Japan "Cezanne and Impressionist Landscape" Leihgebühren Erträge aus Kostenerstattungen Kostenerstattung aus Leihverträgen >+100,00 erstattete Personalkosten +0,00 Kostenerstattung Festnetzverbindung/Netzanschluss -25,00 Schadenersatz Glasschaden & diverse Erträge aus Kostenerstattungen / -umlagen 40,00] +39] >+100,00 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 17 Die übrigen ordentlichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf die Erträge aus der Auflösung von Rückstel- lungen (TEUR 1). Bei den: Aufwendungen des Wirtschaftsjahres 2019 entfallen die Personalaufwendungen in voller Höhe auf Dienstaufwendungen und dabei auf die folgenden Einzelposten: Gehälter Angestellte Grundbezüge Beamte Aufwand aus der Veränderung von Personalrückstellungen 183) 184 8 82 142 49 17 19 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung Löhne und Gehälter Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung Arbeitgeberanteile zur Versorgungskasse Erstattung von städt. Aufwendungen aus der Zufüh- rung zu Pensions- / Beihilferückstellungen Beihilfen TEUR_| TEUR | TEUR Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 18 Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen umfassen folgende Posten: Veränderung TEUR Unterhaltung Grundstück, Gebäude und bauliche Anlagen Unterhaltung des beweglichen Vermögens Unterhaltung technische Anlagen Unterhaltung Betriebs- und Geschäftsausstattung Bewirtschaftung Grundstück, Gebäude und bauliche Anlagen Energiekosten (Strom, Gas, Wasser) Reinigungskosten Grundbesitzabgaben Kostenerstattung an Dritte aus laufender Verwaltungstätigkeit Aufwendungen für sonstige Sachleistungen Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen Bewachungsleistungen EDV-Fremdleistungen 70 Transporte 4 Rechts- und Beratungskosten / Prüfungskosten 60 Aufwendungen für Ausstellungen und Projekte 2.339| 1.966 sonstige Dienstleistungen 64 76 4,904] 4.035 +21,54 Die Zusammensetzung der bilanziellen Abschreibungen ist dem Anlagengitter zu entnehmen (vgl. Abschnitt 1.1.). Die Transferaufwendungen umfassen innerstädtische Kostenbelastungen des Museumsdienstes (TEUR 79), des Rechnungsprüfungsamtes (TEUR 10), des Personalamtes (TEUR 27), der Zentralen Dienste (TEUR 5) sowie der Kämmerei für Steuerberatungsleistungen (TEUR 4). Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 19 Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige Personal- und Versorgungsaufwendungen Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Rechten und Diensten Geschäftsaufwendungen Bürobedarf Druck-, Vervielfältigungskosten Zeitschriften, Fachliteratur Porto Kommunikation Gebühren, Beiträge Werbung und Öffentlichkeitsarbeit Nebenkosten des Geldverkehrs sonstige Aufwendungen für Beiträge und Sonstiges sowie Wertkorrekturen Versicherungsbeiträge Zuführungen zu Wertberichtigungen Betriebliche Steueraufwendungen ‚Andere sonstige ordentliche Aufwendungen Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage I, Seite 20 IV. SONSTIGE ANGABEN Für die aktiven Mitglieder der Betriebsleitung wurden vom Museum im Wirtschaftsjahr 2019 folgende Bezüge aufgewendet: Fest- gehälter 0,0 101,8 0,0 ‚Aktive Mitglieder der Betriebsleitung: Susanne Laugwitz-Aulbach (1. Betriebsleiterin) Dr. Marcus Dekiert (geschäftsführender Betriebsleiter) Ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung: Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet. Die Angaben zu den Mitgliedern der Betriebsleitung und des Betriebsausschusses gemäß 8 24 Abs. 1 EigVO NRW i.V.m. 8 285 Nr.10 HGB sind dem Lagebericht des Museums für 2019, Abschnitt I.1. zu entnehmen. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen des Museums betragen unverändert TEUR 1 p.a. Im Rahmen seiner Beschäftigungsstruktur berücksichtigt das Museum bei der Besetzung von Stellen die Vorgaben des vom Rat der Stadt Köln am 18.12.2018 beschlossenen 1. Gleichstellungsplanes 2019 bis 2023. Köln, den 31. Oktober 2020 x PER f f j 2 N r x “ gez. Susanne Laugwitz-Aulbach ‘gez. Dr. Marcus Dekiert 1. Betriebsleiterin / Kulturdezernentin geschäftsführender Betriebsleiter / Museumsdirektor 2 c j Ki N \
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0672/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 20.04.2021
- Erstellt
- 22.02.2021 15:31