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2731/2023

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktionen CDU, SPD und FDP aus der Sitzung der BV Mülheim

Beantwortung einer Anfrage (BV) 25.08.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 18.09.2023, TOP 7.1.6

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

4604 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/51/513 
 
Vorlagen-Nummer 
 2731/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 18.09.2023 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktionen CDU, SPD und FDP aus der 
Sitzung der BV Mülheim vom 19. Januar 2023 (AN/0154/2023) betreffend der 
Personalsituation in Kitas 
Die Fraktionen CDU, SPD und FDP der BV 9 bitten die Verwaltung gem. AN/0154/2023 um 
Auskunft zur Personalsituation in den Kindertageseirichtungen, bezogen auf den Bezirk Mül-
heim. 
 
Die nachstehenden Fragen werden wie folgt beantwortet: 
 
1. Wie entwickelten sich die Personalausfallzahlen in städtischen Kindertagesstätten im SB 
Mülheim 2021 und 2022 (bitte zum Vergleich mit einem vorpandemischen Jahr die Zahlen 
für 2019 miteinbeziehen) und wie bewertet die Verwaltung die Entwicklung der Ausfallzah-
len für 2023? 
2. Wie bewertet die Verwaltung die Auskömmlichkeit des derzeitigen Personalstandes und 
die künftige Personalentwicklung an Kindertagesstätten im SB Mülheim? 
3. Welche Möglichkeiten haben Eltern, wenn sie (sehr) kurzfristig erfahren, dass ein Kinder-
gartenbesuch wegen Personalausfall nicht stattfinden kann, um ihr Kind am betreffenden 
Tag anderweitig zu versorgen? 
4. Werden den Eltern anteilige Rückerstattungen oder Gutschriften auf den Elternbeitrags-
konten für solche Ausfallzeiten gewährt? 
5. Wie ist die Situation (Ausfallzeiten, Ausweichmöglichkeiten im Falle kurzfristiger Personal-
ausfälle, Entwicklungsperspektive, Personalstand u.s.w.) an Kindergärten in privater bzw. 
caritativer Trägerschaft aus Sicht der Verwaltung? 
 
 
Zu 1: 
Die Verwaltung führt keine Statistiken, die eine Beantwortung der sehr bezirksspezifischen 
Fragestellung ermöglichen. Über die Jahre 2019 bis heute kann konstatiert werden, dass sich 
die Personalsituation in vielen der städtischen Kitas verschärft hat und ein Anstieg sowohl des 
Krankenstandes, als auch der vakanten Stellen zu verzeichnen ist. Dies gilt nicht nur für den 
Bezirk Mülheim sondern für das gesamte Kölner Stadtgebiet. Bedingt durch den Fachkräfte-
mangel und die dünne Personaldecke kann es schneller zu Ausfallzeiten in den Kitas kom-
men, wenn Mitarbeitende dann noch krankheitsbedingt ausfallen. Denn versucht die jeweilige 
Kita-Leitung, mit dem Ihr zur Verfügung stehenden Personal ein bestmögliches Bildungs- und 
Betreuungsangebot für die Kinder anzubieten.

2 
 
 
Zu 2: 
In den Kitas des Bezirks Mülheim sind derzeit ca. 20 Stellen vakant, weiterhin stehen ca. 15 
Personen aufgrund von längerfristigen Ausfallzeiten nicht zur Verfügung. In allen 215 städti-
schen Kitas sind es rund 200 Stellen, die nicht besetzt sind. Insofern entspricht die Situation in 
Mülheim etwa dem gesamtstädtischen Bild. Es bedarf dringend zusätzlicher, qualifizierter 
Fachkräfte, die gem. Personalverordnung für den Kita-Betrieb eingestellt werden können. Für 
den Kita Bereich steht den pädagogischen Fachkräften ein amtseigenes, sehr umfangreiches 
Fort- und Weiterbildungsprogramm zur Verfügung.  
 
 
Zu 3: 
Jede Kita-Leitung ist angehalten, zusammen mit dem Elternrat Handlungsstrategien zu entwi-
ckeln bzw. abzustimmen, wie im Fall der Kürzung von Betreuungszeiten weiterhin ein einge-
schränktes Bildungs- und Betreuungsangebot möglich ist. Die Schließung einer Kita ist der 
seltene Einzelfall und ist im Bezirk Mülheim 2023 unserer Erhebung nach bisher nur an zwei 
Tagen in der Kita Im Riephagen vorgekommen. Müssen personalbedingt Öffnungszeiten oder 
die Anzahl der betreuten Kinder reduziert werden, stehen keine alternativen Betreuungsmög-
lichkeiten seitens der Stadt für die entstehenden Ausfallzeiten zur Verfügung. 
 
 
Zu 4: 
Bei erhöhten Ausfallzeiten besteht die Möglichkeit des Antrags auf Rückforderung zu viel ge-
zahlter Beiträge, das bedeutet, dass auch entsprechend weniger gezahlt wird. Zur Vermei-
dung einer Überzahlung wird bei langfristigen Kürzungen ein Gespräch mit den Eltern geführt, 
um eine Vertragsänderung abzuschließen. Wenn der Regelbetrieb wieder möglich ist, besteht 
für die Familien natürlich die Möglichkeit, den Vertrag wieder auf den ursprünglichen Stunden-
umfang anzupassen.  
 
 
Zu 5: 
Grundsätzlich leidet die gesamte Trägerlandschaft unter dem bestehenden Fachkräftemangel. 
Gem. Bertelsmannstiftung fehlen in der Perspektive über 24.000 Fachkräfte nur in NRW. Inso-
fern kommt es auch bei privaten bzw. caritativen Trägern zu Ausfällen / Reduzierung von Be-
treuungszeiten. Genaue Angaben bzw. trägerinterne Regelungen hierüber liegen der Verwal-
tung allerdings nicht vor.

Beratungsverlauf (1)

18.09.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.1.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
2731/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
25.08.2023
Erstellt
24.08.2023 11:05