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AN/1114/2026

Anfrage zur Erinnerung an die Verbrechen des Bosnienkrieges und den Genozid von Srebrenica

Volt Anfrage nach § 4 22.06.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 25.06.2026, TOP 11.2

Volt Anfrage nach § 4

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Volt Anfrage nach § 4

3445 Zeichen

Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 22.06.2026 
AN/1114/2026 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Kunst und Kultur 25.06.2026 
 
Anfrage zur Erinnerung an die Verbrechen des Bosnienkrieges und den Genozid von Srebrenica 
 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Dr. Bürgermeister,  
 
der Genozid von Srebrenica, bei dem im Juli 1995 8.372 bosniakische muslimische Männer und Jungen 
ermordet wurden, gilt als der größte gerichtlich anerkannte Genozid auf europäischem Boden seit dem 
Holocaust. Mit der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 23. Mai 2024 
wurde der 11. Juli zum Internationalen Tag des Gedenkens an den Genozid von Srebrenica erklärt. 
 
In mehreren europäischen und internationalen Städten u.a. New York, Paris, Wien bestehen bereits Er-
innerungsorte, Mahnmale oder offizielle Gedenkformate zum Genozid von Srebrenica. Die Erinnerung 
an Srebrenica ist damit Teil einer europäischen und internationalen Erinnerungskultur. 
 
Zugleich erleben wir europaweit einen besorgniserregenden Anstieg von Islamfeindlichkeit, antimuslimi-
schem Rassismus und Geschichtsrevisionismus. Gerade weil sich der Genozid von Srebrenica gezielt 
gegen bosniakische Muslim:innen richtete, besitzt seine Erinnerung auch für die Gegenwart besondere 
Bedeutung. Sie macht deutlich, wohin die Entmenschlichung, Ausgrenzung und Verfolgung von Minder-
heiten führen kann. 
 
Vor dem Hintergrund einer vielfältigen Stadtgesellschaft, in der rund 11,9 Prozent der Bevölkerung einen 
muslimischen Hintergrund haben, stellt sich die Frage, wie die Stadt Köln an diesen Gedenktag erinnert 
und welche Möglichkeiten einer dauerhaften Verankerung in der Kölner Erinnerungskultur bestehen. 
 
Anfrage 
 
1. Plant die Stadt Köln anlässlich des Internationalen Gedenktages am 11. Juli ein offizielles Ge-
denken an den Genozid von Srebrenica und, falls ja, in welcher Form, an welchem Ort und mit 
welchen Kooperationspartner:innen? 
 
An den Oberbürgermeister 
Herrn Torsten Burmester 
 
An die Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur 
Frau Dr. Eva Bürgermeister 
 
 
 
 
Ratsfraktion Volt 
 
Rathaus Spanischer Bau  
Rathausplatz , Zi. B 137  
50667 Köln 
 
Volt@stadt-koeln.de

- 2 - 
 
 
2. Welche bestehenden Aktivitäten, Kooperationen, Bildungs-, Kultur- oder Vermittlungsangebote 
gibt es in Köln bereits zu den Verbrechen des Bosnienkrieges und dem Genozid von Srebrenica? 
 
3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, den 11. Juli dauerhaft in die städtische Erinnerungs-
kultur und den öffentlichen Raum aufzunehmen, etwa durch ein jährliches Gedenken, einen Erin-
nerungsort, eine Gedenktafel, eine künstlerische Erinnerungsform oder die Benennung eines 
Platzes, Weges oder einer Straße? 
 
4. Plant die Stadt Köln anlässlich des 11. Juli Maßnahmen zur digitalen Erinnerung und öffentlichen 
Sichtbarmachung, insbesondere über die Kommunikationskanäle der Stadt Köln sowie des Ober-
bürgermeisters? 
 
5. Welche Voraussetzungen, Zuständigkeiten und Verfahrensschritte bestehen für die Aufnahme 
des Internationalen Gedenktages für den Genozid von Srebrenica am 11. Juli in den Kölner 
Diversity-Kalender, und in welcher Form kann die Stadt Köln eine entsprechende Aufnahme so-
wie die Beteiligung städtischer Einrichtungen, Institutionen und Unternehmen unterstützen?  
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Lucas Genz 
Geschäftsführer Volt-Fraktion

Beratungsverlauf (1)

25.06.2026 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 11.2 Antrag / Anfrage

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Rathausplatz

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Details

Aktenzeichen
AN/1114/2026
Typ
Volt Anfrage nach § 4
Datum
22.06.2026
Erstellt
22.06.2026 10:50