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Preisträgerinnen und Preisträger des "Miteinander Preis Köln für Demokratie und Vielfalt"

Mitteilung Ausschuss 2934/2020 vom 26.02.2021

Stand: Am 13.04.2021 im Integrationsrat beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/OB-1 OB/13 Vorlagen-Nummer 30.10.2020 2934/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 13.04.2021 Preisträgerinnen und Preisträger des "Miteinander Preis Köln für Demokratie und Vielfalt" Mit großem Einsatz gestalten zahlreiche ehrenamtlich Tätige in Köln ein aktives gesellschaftliches Miteinander und engagieren sich für das Wohl anderer. Der Ehrenamtspreis "KölnEngagiert" möchte den Blick bewusst auf dieses ehrenamtliche Engagement der vielen Aktiven richten, es würdigen und fördern. Auf Initiative des Integrationsrates wurde ein weiterer Preis dauerhaft bei "KölnEngagiert" etabliert: der "Miteinander-Preis Köln für Demokratie und Vielfalt". Mit diesem Preis werden insbesondere das vielfältige und in der Öffentlichkeit bislang wenig wahrge- nommene ehrenamtliche Engagement von Kölnerinnen und Kölnern mit Einwanderungsgeschichte in den unterschiedlichsten Bereichen sichtbar gemacht und deren Anteil an der Gestaltung des städti- schen Gemeinwesens gewürdigt. Insgesamt sind 123 Bewerbungen für den Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2020“ eingegangen, davon 29 für den „Miteinander-Preis Köln für Demokratie und Vielfalt“. Der Miteinander-Preis wurde in der Weise in den Kölner Ehrenamtspreis eingebunden, dass dieser an eine Einzelperson und/oder an einen Verein bzw. Organisation/Initiative verliehen werden kann. Die Jury hat dementsprechend zwei Preisträger bestimmt: Herrn Hasan Ates als einzelne Person (1.000 € Preisgeld) und die Ehrenamtlichen der Interkultu- rellen Zentren der Stadt Köln als Organisation (2.000 € Preisgeld). Seit fast 50 Jahren ist Herr Ates in Köln zu Hause und engagiert sich. Er setzt sich für ein friedliches Zusammenleben und gegenseitigen Respekt ein. Als gelernter Modellbauer hat er lange Jahre bei den Ford-Werken gearbeitet, sich dort als Vertrau- ensmann der IG Metall engagiert und sich für seine Kollegen stark gemacht. Doch das ist nur ein kleiner Teil seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten. Herr Ates war Mitglied des Kölner Ausländerbeirates, Vorstandsmitglied im SPD-Ortsverein Köln-Ehrenfeld sowie Initiator und Leiter des „Deutsch- Ausländischen Arbeitskreises Köln“. Seit Gründung des Städtepartnerschaftsverein Köln-Istanbul 1997 ist Herr Ates Mitglied und im Vorstand des Vereins tätig. Vorstandsmitglied ist er auch bei der alevitischen Gemeinde Köln, er fungiert als Ombudsmann für Migrantinnen und Migranten in Köln und fördert so ein tolerantes Zusammenleben. Zudem ist er Mitbegründer des „Colonia-Teams“, einem interkulturellen Marathon-Club, der seit 25 Jahren besteht. Neben seinem Engagement in Köln setzt sich Herr Ates über seine Aktivitäten im Städtepartner- schaftsverein hinaus für Straßenkinder in der Türkei ein. In den 39 geförderten Interkulturellen Zentren Köln engagieren sich über 800 Menschen – und dieser 2 Preis geht an all die Engagierten, die Köln lebenswerter und gerechter machen. Die Zentren sind Orte der Begegnung für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. Sie verstehen sich als Türöffner für Neuzugewanderte auf dem Weg in die Mehrheitsgesellschaft und als Interessenvertretung von Migrantinnen und Migranten. Als Kulturmittlerinnen und Kulturmittler tragen sie durch ihre vielseitigen Angebote dazu bei, dass Begegnung - im Sozialraum, im "Veedel", zum Beispiel in der Schule, in der Gemeinde und so weiter - möglich wird und Berührungsängste abgebaut werden. Die Preisverleihung erfolgte am 23. August 2020 im Historischen Rathaus zu Köln, wo die Oberbür- germeisterin Henriette Reker zusammen mit der Ehrenamtspatin Maite Kelly und weiteren Jurymit- gliedern die Preise feierlich überreicht haben. Das Preisgeld der Interkulturellen Zentren in Höhe von 2.000 € wurde an die Organisation „Seebrücke Köln“ gespendet und im Rahmen des „Desintegrationstages“ am 30.09.2020 in der BAUSTELLE des Rautenstrauch-Joest-Museums durch Mitglieder der Sprecherinnen und Sprecher der Interkulturellen Zentren mit einem einen symbolischen Scheck überreicht. Die Seebrücke Köln ist seit August 2018 aktiv und organsiert verschiedenste Aktionen und Demos gegen das Sterben auf dem Mittelmeer. Seebrücke Köln ist ein Zusammenschluss einer Vielzahl an Engagierten, Kölner Initiativen und Organisationen und ist auch Teil des Bündnisses „Köln zeigt Hal- tung“. Mit dem Bündnis konnte im Februar 2019 der Beschluss des Stadtrates erreicht werden, der Köln offiziell zum Sicheren Hafen macht. Um die Engagierten bei ihrer Arbeit zu unterstützen, spen- den die Interkulturellen Zentren der Stadt Köln das Preisgeld aus dem "Miteinander-Preis Köln für Demokratie und Vielfalt" der Seebrücke Köln. Gez. Reker

Beratungsverlauf

  1. 13.04.2021

    Integrationsrat

    TOP 5.4, Entscheidung. Ergebnis: Kenntnis genommen

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